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ZAHNFLEISCH GINGIVA

Rückgang vom Zahnfleisch

Wenn durch Parodontose das Zahnfleisch schwindet und zurückgeht, wird von einem Zahnfleischrückgang oder Zahnfleischschwund gesprochen.

Der Kieferknochen ernährt das Zahnfleisch durch Blutgefässe.

Rückgang Zahnfleisch Zahnstein Zahnprobleme

Wenn der Kieferknochen einen Defekt erleidet, bildet sich das Zahnfleisch zurück was Zahnsubstanzgefährdend ist, wobei es dafür verschiedene Ursachen gibt.

Das Zahnfleisch haftet normal an dem Kieferknochen resp. Alveolarfortsatz fest.

Zahnfleischrückgang (Parodontitis) ist ästhetisch unschön und auch ein gesundheitlicher Aspekt, den ein gesunder Zahnfleischkragen mit angewachsenem, verhorntem Zahnfleisch ist Voraussetzung für die Zahngesundheit. Der Rückgang vom Zahnfleisch ist keine so seltene Erkrankung, doch viele Menschen erachten freiliegende Zahnhälse, wenn die Zähne als länger erscheinende, als Alterserscheinung, doch Zahnfleischschwund ist eine Krankheit. Der Zahnfleischrückgang kann eine genetische Veranlagung sein den man nicht verhindern kann, aber der Rückgang vom Zahnfleisch kann stark verzögert werden. Als Auslöser für den Rückgang vom Zahnfleisch können bakterielle Infektionen verantwortlich sein oder aber auch Überbelastung durch Zähneknirschen, was den Zahnfleischrückgang begünstigt kann.

Der Zahnfleischschwund ohne Zahnfleischentzündung  wird vom Zahnarzt als Gingivarezession (Zahnfleischrezession) bezeichnet.

 Zahnfleischrückgang, Schwund Zahnfleisch

Für den Zahnfleischrückgang gibt es verschiedene Ursachen, so können Ablagerungen von verkalkten Zahnbelägen wie Plaque und Zahnstein zu Parodontose führen.

Schwund vom Zahnfleisch durch Parodontitis

Der Zahnfleischrückgang beginnt meistens mit einer Zahnfleisch-Entzündung, was auch als Gingivitis bezeichnet wird.

Beim Rückgang vom Zahnfleisch bzw. Zahnfleischschwund handelt sich um eine häufig auftretende Entzündung, die einen harmlosen verlauf nehmen kann. Allerdings ist es möglich, dass sich hinter einem scheinbar harmlosen Zahnfleischproblem auch der Beginn einer Parodontitis verstecken kann, im Besonderen, wenn man die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) nicht von einem Zahnarzt behandeln lässt. Die Mundhöhle ist normalerweise von ca. 500 verschiedenen Bakterienstämmen besiedelt, die in kleinen Konzentrationen von unserem Immunsystem problemlos in Schach gehalten wird. Wenn die Mundhygiene vernachlässigt wird, bilden sich klebrige, gelbliche, zähe Zahnbeläge (Plaques), in denen sich die Bakterien massenhaft vermehren können. Durch Bakteriengiftstoffe (Toxine) kommt es dann zur Zahnfleischentzündung (Gingivitis), die sich meist durch eine verstärkte Blutungsneigung des Zahnfleisches beim Zähneputzen bemerkbar macht. Bei länger bestehender Gingivitis greift die Entzündung vom Zahnfleisch auf den die Zahnwurzel tragenden Kieferknochen über und beginnt, diesen abzubauen. Es bilden sich zunächst Zahnfleisch-Taschen, in denen sich die Bakterien ungestört vermehren können, da sie dort mit Zahnpasta und Zahnbürste nicht mehr entfernt werden können. Durch fortschreitenden Abbau des Kieferknochens werden diese Taschen immer tiefer. Der Zahnstein, der sich unter dem Zahnfleisch bildet, wird dieser Kieferknochenabbau noch verstärkt. Dabei nimmt mit zunehmender Tiefe der Taschen die Anzahl der besonders aggressiven Bakterien zu, die gänzlich ohne Sauerstoff leben können, denn es sind Anaerobe Bakterien. Anaerobe Bakterien sind solche Bakterien, die nur unter Luftabschluss, also im Körperinnern leben können. Ohne Behandlung führt die Parodontose schliesslich zum Zahnfleischrückgang bzw. Zahnfleischabbau sowie zur Lockerung der befallenen Zähne und zum Zahnverlust. Eine Gingivitis ist Reversibel bzw. kann wieder Rückgängig gemacht werden im Gegensatz zu einer Parodontitis die Irreversibel ist, also nicht Rückgängig gemacht werden kann.

Rückgang vom Zahnfleisch durch zu harte Zahnbürste

Unter Zahnfleischrezession bzw. Gingivarezession versteht man einen lokalisierten Zahnfleischschwund.

Als Gingivarezession wird der entzündungsfreie Zahnfleischrückgang oder auch Zahnfleischschwund bezeichnet. Dieser Zahnfleischrückgang wird durch besonders dünnes, empfindliches Zahnfleisch begünstigt und auch durch falsches Zähneputzen mit zu harten Bürsten verursacht. Im Gegensatz zur Parodontitis ist der Zahnfleischschwund bei der Rezession also nicht entzündungsbedingt.

Zahnfleischschwund durch schlechte Mundhygiene

Der Zahnfleischrückgang kann auch durch schlechte Mundhygiene oder falsches Zähneputzen verursacht werden.

Wenn die Zahnbeläge (Plaque) nicht entfernt werden bildet sich durch eine Entkalkung der Plaques Zahnstein. Der Zahnstein führ dazu das, dass Zahnfleisch verdrängt wird und so der Zahnfleischrückgang verursacht.

Zahnfleischrückgang durch Tabakkonsum

Raucher haben zum Vergleich mit Nichtrauchern ein höheres Risiko an Parodontitis zu erkranken als Nichtraucher.

Der Zigarettenrauch, der durch die Mundhöhle geht, mindert die Durchblutung und Abwehrkraft des Zahnfleisches (Gingiva). Die Bakterien vermehren sich dann vermehrt und schieben langsam das Zahnfleisch (Gingiva) über Jahre zurück.

Rückgang vom Zahnfleisch durch Diabetes mellitus

Es ist seit längerem bekannt, dass der Zahnfleischrückgang bzw. Zahnfleischschwund hauptsächlich stattfindet, wenn der Blutzuckerspiegel nicht richtig oder schlecht eingestellt ist, was auch mit dem Immunsystem in Zusammenhang steht und zur Zahnfleischrückbildung beiträgt, denn das Zahnfleisch ist mit der Mundschleimhaut verbunden und umgibt die Zahnhälse.

Rückgang vom Zahnfleisch durch Lebenspartner mit Parodontitis

Auch der Lebenspartner kann die Bakterien der Parodontitis beim Küssen auf einen anderen Menschen übertragen.

Das bedeutet, dass die Bakterien sich bei vorhandener Plaque massenhaft vermehren können und zur Parodontitis führen. Eine Ansteckung ist auch von Mutter zu Kind möglich, wenn der Schnuller auf den Bonden fällt und die Mutter diesen ableckt und dem Kind zurückgibt, was auch zur Übertragung der Kariesbakterien führen kann.

Zahnfleischrückgang durch Schwangerschaft

Durch die Schwangerschaft entsteht eine Hormonumstellung die das Bindegewebe lockert.

Bei der Schwangerschaftsgingivits kann das Zahnfleisch bluten und deutlich anschwellen, wodurch vielfach Pseudotaschen bzw. vertiefte Zahnfleischtaschen entstehen können. Das Zahnfleisch schwillt an und die Bakterien können leichter in die Tiefe vordringen, wo man mit der Zahnbürste nicht mehr ran kommt und sich die Bakterien so massenhaft vermehren können und damit ein Zahnfleischschwund gefördert wird. Während der Schwangerschaft kann es in der Mundhöhle zur Entwicklung von ausgeprägten, geschwulstartigen Zahnfleischwucherungen kommen die meist schmerzunempfindlich auftreten.

Zahnfleischrückgang durch Zähneknirschen (Bruxismus)

Das nächtliche Zähneknirschen oder Zähnepressen ist eine meist unbewusste Reaktion auf stress.

Dadurch wird der Verschleiss der Zähne erhöht und der Zahnhalteapparat überlastet und somit geschädigt. Durch den geschädigten Zahnhalteapparat wird das Zahnfleisch (Gingiva) nicht mehr sehr gut durchblutet, was zu einem Rückgang vom Zahnfleisch bzw. Zahnfleischschwund führt.

Grössere Risikofaktoren für den Zahnfleischschwund sind:

Zuviel druck beim Zähneputzen
Zu starkes Lippenbändchen oder Zungenbändchen
Allgemeine Abwehrschwäche durch das Immunsystem
Piercings im Mundbereich
Unausgewogene Ernährung

Schweizer Zahnärzte

Verschiedene Schweizer Zahnärzte lehnen Zahn-Patienten ab, die nach erfolgter Zahnbehandlung im Ausland eine Nachbehandlung oder Nachkontrolle beim Zahnarzt benötigen. Die Schweizerische Zahnärztegesellschaft (SSO) drohen oder stossen Zahnärzte aus dem Zahnärzteverband aus, wenn sie Ausland-Zahnpatienten z.B. von einer Organisation behandeln. Dies stösst vielen Zahnpatienten sauer auf und verurteilen dieses vorgehen der Zahnärzte in der Schweiz bzw. Zahnärztegesellschaft.