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Zahnbett Zahnhalteapparat

Zahnverankerung im Zahnbett

Die Gingivitis kann sich zur Parodontitis entwickeln, eine ernstzunehmende Erkrankung vom Zahnbett.

Zahnbett Zahnhalteapparat Parodontium Zahn 

An Zahnbetterkrankungen leiden viele Menschen und wird vielfach Parodontose (Parodontitis) genannt.

Zahnhalteapparat

Der Begriff Zahnbett wurde durch das Wort Zahnhalteapparat ersetzt.

Das Zahnbett, auch Zahnhalteapparat oder Parodontium genannt, ist das funktionelle Verankerungssystem der Zähne und ist eine nicht völlig starre Verbindung, denn unsere Zähne sind nicht fest im Kiefer verkeilt. Zum Zahnbett bzw. Zahnhalteapparat gehören das Zahnfleisch (Gingiva), die Wurzelhaut (Desmodont) und der Kieferknochen. Die Wurzelhaut besteht aus tausenden von Sharpey Fasern, die den Zahn mit dem umgebenden Kieferknochen fest verbinden. Sharpey Fasern sind zur Zahnwurzelhaut gehörenden und aus kollagen bestehende Fasern, die sowohl mit dem Zement der Zahnwurzel als auch mit dem Zahnfach im Kieferknochen verwachsen sind. Für die Funktion des Zahnhalteapparates sind diese Fasern zwischen Zahnzement und Knochenfach gelagerten Fasern von grosser Bedeutung, denn damit sind Zähne beweglich bzw. sind die Zähne geringfügig nachgebend, also federnd im Kiefer verankert bzw. im Knochenfach (Alveole) aufgehängt. Das Zahnfleisch (Gingiva) bedeckt den Kieferknochen und umschliesst die Zähne wie ein eng anliegendes Strumpfband. Die Zahnzwischenräume bzw. die Lücken zwischen den Zähnen sind durch das Zahnfleisch resp. durch die Papillen (kleine Hügel) ausgefüllt, so dass die Zähne vor Verschmutzungen geschützt sind. Zwischen Zahn und Zahnfleisch gibt es eine freie Zone (Sulcus) von ein bis drei Millimetern im gesunden Gebiss.

Zahnbetterkrankung

Die häufigste Form der Zahnbetterkrankung bzw. einer Erkrankung vom Zahnhalteapparat ist die Parodontitis, eine Zahnbettentzündung wo sich die Zahnfleischtaschen vertiefen, sodass sich das knöcherne Zahnfach zurück bildet und die Zahnwurzel ihren Halt verliert.

Wenn der Sulcus grösser als drei Millimeter ist, spricht man von einer Zahnfleischtasche, die ein Anzeichen für eine beginnende Parodontitis sein kann. Das gesunde Zahnfleisch ist hellrosa und hat eine glänzende Oberfläche, wo sehr kleine Einziehungen zu erkennen sind. Ist das Zahnfleisch entzündet, ist es dunkelrot, geschwollen und gespannt, so dass das Zahnfleisch beim Zähne putzen auch bluten kann. Bei unbehandelter Zahnfleischentzündung wandert die Entzündung an den Zähnen entlang in das Knochenfach bzw. Zahnbett, das den Zahn wie ein Fundament festhält. Parodontose ist die Entzündung vom Zahnfleisch, das als Gingivitis bezeichnet wird bzw. Zahnfleischentzündung. Parodontose führt langfristig zur Rückbildung vom Zahnfleisch und zur Zahnlockerung, was zu Zahnverlust führen kann. Die Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnbettes, die chronisch ist, was Zahnfleisch und Stützgewebe angreift und zerstört. Der Zahn wird dadurch aus seiner Verankerung gelöst und angehoben, sodass er ausfallen kann. Der Krankheitsverlauf ist von der Mundhygiene wie auch von der Veranlagung abhängig. Parodontitis-Schäden sind schwierig zu behandeln im Gegensatz zur Gingivitis. Für die Entstehung und das Voranschreiten einer Parodontitis ist das Vorhandensein von Zahnbelag, genetischen Faktoren, Rauchen, Diabetes mellitus die sog. „Zuckerkrankheit“ begünstigende Faktoren. Fortgeschrittene Zahnbetterkrankungen, können betroffene Zähne und deren Erhaltung stark gefährden. Unter gewissen Umständen können diese aber durch besondere parodontologische Massnahmen therapiert werden, denn die „regenerative „Parodontalchirurgie“ bietet die Möglichkeit, verlorengegangenen Zahnbettknochen durch Auffüllung mit geeigneten Knochenersatzmaterialien wie z. B. Knochenmineral zu ersetzen. Zähne, die bereits durch Knochenabbau infolge Parodontitis gelockert sind, können meist längerfristig erhalten werden.

Mundgeruch Atemgeruch

Mundgeruch bzw. schlechte Atemgerüche entstehen vielfach bei Zahnerkrankungen und Zahnfleischerkrankungen, undichte Zahnfüllungen und schlecht passender Zahnersatz sowie Zungenbeläge auf der Zungenwurzel und kommen nur selten vom Magen-Darm-Trakt. Meist geht der Mundgeruch (Halitosis) von Bakterien aus der Mundhöhle oder auf der Zunge aus. Der Betroffenen selber riecht den Atemgeruch nicht und die Mitmenschen möchten den schlechten Atemgeruch nicht riechen.