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Fissurenversiegelung bei den Zähnen

Fissuren sind Rillen und Vertiefungen in den natürlichen Zahnkronen, die für Mundbakterien einen idealen Brutplatz bieten.

Als Fissurenversiegelung bezeichnet der Zahnarzt das Ausebnen der Zahnoberfläche, damit ein Eindringen der Mundbakterien in die Fissuren an der Zahnoberfläche nicht mehr möglich ist und die Zähne damit vor der Gefahr einer Fissurenkaries geschützt sind. Wenn man die Seitenzähne im Backenbereich genauer betrachtet, kann man feststellen, dass diese Flächen nicht glatt sind und Fissuren aufweisen, das feinster Rillen und Furchen sind. Die Fissurenversiegelung ist als Zahnbeschichtung eine Art von Zahnkronenersatz als Präventivmassnahme, bei der zerklüftete Oberflächen und tiefen Grübchen auf den Zähnen mit Komposite ausgefüllt werden, was Füllungskunststoffe sind. Bei der Fissuren-Versiegelung der Zähne werden besonders im Bereich der Molaren alle Vertiefungen, Rillen und Furchen mit einem flüssigen Kunststoff meist bei Kindern und Jugendlichen ausgefüllt und wird im Volksmund vielfach als Zahnversiegelung bezeichnet.

Fissurenversiegelung, zerklüftete Zahnoberfläche

Auch im Erwachsenenalter kann eine Versiegelung der Backenzähne sinnvoll sein, da die Backenzähne meist ein stark zerklüftetes Fissurenrelief aufweisen können, so beim Mensch meist die Zahnkronen bei Molaren, Prämolaren, Eckzähnen und Weisheitszähnen.

Fissuren bei Molaren und Prämolaren

Fissuren der Molaren und Prämolaren sind eine Prädilektionsstelle für den Kariesbefall, denn diese Stellen auf den Zähnen lassen sich bei zerklüfteter Oberfläche kaum reinigen.

Zerklüftete Zahnoberflächen mit tiefen Rillen und Vertiefungen sind besonders kariesgefährdet, da sich in den Fissuren Bakterien ansammeln und gut vermehren können, was durch die Fissurenversiegelung verhindert werden kann. Fissuren bei Molaren und Prämolaren sind Einkerbungen auf der Kaufläche vom Zahn, die beim Zahnarzt vorbeugend versiegelt werden können, damit keine kariöse Defekte entstehen. Fissuren, Grübchen und Einziehungen können auf der Zahnoberfläche der Backenzähne die bei Bildung von Zahnschmelz vor dem Zahndurchbruch entstehen, können sehr tief und eng geartet sein. Die Fissurenversiegelung ist beim Zahnarzt besonders bei ausgeprägte Fissuren oder Einziehungen auf der Zahnoberfläche der Backenzähne eine prophylaktische Behandlung bei den natürlichen Zahnkronen, die auch als Grübchenversiegelung bezeichnet wird. Durch die Versiegelung der Kaufläche können die Zähne vor dem Eindringen von Bakterien geschützt werden, was bereits bei Milchzähnen möglich ist. Bei Kindern und Jugendlichen wird eine Grübchenversiegelung besonders häufig  vorgenommen, damit Zähne kariesfrei bleiben, denn die Versiegelung kann einen ausreichenden Schutz vor Karies als Zahnerkrankung durch Kariesbakterien gewähren.

Grübchenversiegelung

Am sinnvollsten ist es, die ersten und zweiten Molaren kurz nach dem Durchbruch zu versiegeln, denn die Kauflächen der grossen bleibenden Backenzähne (Molaren) sind in den Jahren nach dem Zahndurchbruch wegen der weicheren Zahnbeschichtung besonders kariesgefährdet.

In Einzelfällen wird bei den Milchzähnen eine Grübchenversiegelung bzw. Fissurenversiegelung durch den Zahnarzt vorgenommen, wenn ein erhöhtes Kariesrisiko vorliegt, meist aber erst nach dem Ausstoss der Milchzähne. Die Grübchenversiegelung kann als Kariesvorbeugende Massnahme ein wirksamer Schutz gegen Karies in diesen Zahnfurchen und Zahngrübchen sein, denn die Fissurenversiegelung erfolgt mit Kunststoff nach der Schmelz-Ätz-Technik. Zahnkaries trifft man hauptsächlich auf einem stark zerklüfteten Fissurenrelief, welches besonders Kariesanfällig ist, denn diese sehr tiefen Mulden im Zahn können mit der Zahnbürste sehr schlecht gereinigt werden. Während die Fissuren für die Bakterien und Karieserreger gross genug sind, sind sie zu klein und zu schmal für die Zahnbürste. Damit die Zahnschmelzkaries auf Zahnflächen keine Chance hat und die Zähne kariesfrei bleiben, gibt es die Möglichkeit, die Seitenzähne durch die Versiegelung gesund zu erhalten, denn die Versiegelung der Zähne verhindert, dass sich Kariesbakterien in den abgedeckten Fissuren festsetzen können. Die bleibenden Backenzähne können tiefe Fissuren und Ritzen aufweisen, deren Reinigung sehr schwierig ist, womit es eine bevorzugte Stelle für die Kariesbildung ist. Tiefe Fissuren an Prämolaren und Molaren werden mit einem speziellen dünn fliessenden Kunststoff versiegelt sodass an diesen Zähnen deutlich weniger Fissurenkaries entsteht. Eine Fissurenversiegelung wird meist kurz nach dem Zahndurchbruch (Dentition) der bleibenden Zähne durchgeführt. Eine Fissurenversiegelung die an den Kauflächen vorgenommen wird, kann auch als Grübchenversiegelung bezeichnet werden. Zähne mit zerklüfteter Oberfläche und tiefen Grübchen sind meist Kariesgefährdet, was eine Grübchenversiegelung notwendig macht, denn durch eine Versieglung der Zähne werden die tiefen Grübchen und Fissuren vor dem Angriff der bakteriellen Säure geschützt.

Warum Zähne versiegeln

Alle zerklüfteten Zahnoberflächen sind besonders kariesgefährdet, denn die tiefen Fissuren und Grübchen bieten den Bakterien in der Mundhöhle gute Möglichkeiten, sich festzuhalten und darin zu vermehren.

Wie sich Wasser im Tal ansammelt, so sammelt sich der Speisebrei in den trichterförmigen Vertiefungen in Furchen und Rillen auf den Kauflächen der Seitenzähne an. In der Mundhöhle hausen Milliarden von Mikroorganismen als natürlichen Bewohner, denn es sind mehrere hundert Arten von Mikroorganismen die als Mundflora auf den Zähnen und der Zunge ihre Nahrung finden, unter ihnen auch die gefährlichen Karieserzeuger Streptococcus mutans-Bakterien und die Laktobazillen. Wenn diese Mikroorganismen häufig zuckerhaltige Speisen und süsse Getränke erhalten, können sie sich vermehren und sich als klebrige Masse an den Zähnen festhalten was man als Zahnbelag und Plaque bezeichnet, die durch ihren Stoffwechsel zahnschädigende Säuren produzieren. Der schützende Speichel kann diese Säuren in den Grübchen nicht mehr ausreichend verdünnen oder wegspülen, sodass das ökologische Gleichgewicht in der Mundhöhle gestört ist und Zahnkaries entstehen kann. Durch die Versiegelung der Fissuren und der Grübchen an den Zahnoberflächen erhalten Zähne einen wirksamen Schutz gegen Zahn-Karies. Im Volksmund wird meist für Fissurenversiegelung von Versiegelung der Zähne oder auch von Zähne imprägnieren gesprochen. Eine Versiegelung der Einkerbungen (Fissuren) kann die Kariesanfälligkeit für viele Jahre erheblich vermindern.

Versiegelung der Zahnfissuren

Vor der Versiegelung der Zähne werden zuerst die Zähne gründlich durch eine professionelle Zahnreinigung gesäubert und danach mit einem speziellen Ätz-Gel aufgeraut, welches anschliessend mit einem Wasserstrahl entfernt wird.

Zur Kariesvermeidung werden Zahnfurchen bzw. Zahnfissuren versiegelt, das Einkerbungen sind mit zerklüftetem Fissurenrelief auf den Kauflächen der Zahnkrone. Bei der vorbeugend angewandten Fissurenversiegelung wird nur dann gesprochen, wenn es keine Füllungstherapie (Zahnfüllung) von kariösen Zahndefekten ist. Bei der Versiegelung der Zähne wird ein dünnflüssiger Fissurenversiegeler bzw. eine Kunststoffmasse mit einer biegsamen Spritze direkt in die Fissuren eingefüllt und durch UV-Licht gehärtet. Der ausgehärtete Zahnversiegeler sollte dann die Fissuren vollständig abgedeckt haben. Eine absolute Trockenlegung am Zahn ist bei der Fissurenversiegelung erforderlich. Nach der Versiegelung der Zähne wird ein Fluoridlack auf den Zahn aufgebracht, der Mineralien wieder in den Zahnschmelz einbaut und den angeätzten Zahnschmelz fördert, was den Schutz vor Karies stabilisiert. Die Lebensdauer einer Fissurenversiegelung kann acht bis zehn Jahre betragen.

Zahnimplantate

Auch beim ehemals erkrankten Zahn sind Zahnimplantate im ästhetischen Bereich möglich. Zähne werden als Bestandteil eines ästhetischen und harmonischen Gesichtsausdrucks empfunden. Gesunde und schöne Zähne strahlen Vitalität, Durchsetzungsvermögen und Sympathie aus. Die gewohnte Lebensqualität kann mit Hilfe von Implantaten, die mit dem Kieferknochen fest verwachsen hergestellt werden, denn Implantate mit künstlichen Zahnkronen als Zahnersatz kommen dem natürlichen Zahn am nächsten.