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Prothesen-Verträglichkeit

Bei den meisten Menschen ist nach der Angewöhnungszeit an die neue Zahnprothese eine Prothesenverträglichkeit vorhanden.

Vielfach ist bei Problemen mit der Zahnprothese als herausnehmbarer Zahnersatz anfänglich die Angewöhnung an die Prothese das Problem und nicht die Verträglichkeit der Prothese, denn besonders die Zunge als Sinnesorgan mit Tastsinn muss sich an den Fremdkörper gewöhnen und ist sich gewohnt, alles abzutasten was im Mund vorhanden ist. Vielfach besteht beim Tragen der Zahnprothese eine Unsicherheit und besonders im Unterkiefer ein komisches Gefühl, wenn eine Totalprothese mit den "Ersatzzähnen" nicht richtig sitzt, weil eine ungenügende Prothesenhaftung vorhanden ist.

Uerträglichkeit Zahnprothese Verträglichkeit

Unter einer Prothesenunverträglichkeit versteht man die Erscheinung einer Unverträglichkeit wie die Prothesenstomatitis in Form einer Mundschleimhaut-Entzündung und subjektiven, symptomatischen Beschwerden nach der Eingliederung von herausnehmbaren Zahnersatz.

Prothesenunverträglichkeit

Wenn eine Menschen mit der Zahnprothese einfach nicht zurechtkommen, wird von einer Prothesenunverträglichkeit gesprochen.

Das Tragen von Totalprothesen ist meist wegen ungenügendem Tragekomfort nicht einfach, denn es gibt Menschen, die sich auch nach zwei Monaten noch nicht an die neue Zahnprothese gewöhnt haben und damit Unzufriedenheit mit dem Zahnersatz sind. Im Volksmund wird dann besonders bei einer Unterkiefer-Vollprothese rasch von "Problemen mit Zahnprothesen" wie auch von Prothesen-Pfusch oder Zahnarzt-Pfusch gesprochen, wenn das Tragen, Kauen und Sprechen mit der Zahnprothese schwierig ist, was massive Einschränkungen bedeutet, auch wenn die Unterkieferprothese einwandfrei gemacht ist, was der Zahnarzt als Prothesen-Unverträglichkeit bezeichnet. Wenn durch den Zahnersatz eine "Werkstoffbedingte Unverträglichkeit"  vorhanden ist, die Zungenbrennen als schmerzhafte Missempfindung der Zungenschleimhaut, Schleimhautprobleme, Geschmackstörungen oder anderen Symptome verursacht, ist immer eine Zahnersatz-Unverträglichkeit gegeben.

Somatogene Prothesenunverträglichkeit

Wenn die Ursache für eine Zahnersatz-Unverträglichkeit beim Zahnpatient liegt, benutzt der Zahnarzt den Begriff "somatogene Prothesenunverträglichkeit".

Werkstoffbedingte Prothesenunverträglichkeit können Geschmackstörungen, Zungenbrennen und Schleimhautbrennen sowie anderen Symptomen wie Mundbrennen, Hitzegefühl, Mundtrockenheit und vereinzelten Sensibilitätsstörungen ohne erkennbare Veränderung der Schleimhaut sein, die unter Umständen durch zahnärztliche Werkstoffe bedingt sein können. Bei der Entstehung der Beschwerden spielen oft psychische und soziale Faktoren eine Rolle, so dass eine Abneigung gegen Zahnersatz zustande kommt. Auch andere Krankheiten wie Eisenmangelanämie, Magenschleimhaut-Entzündung, Leberstörung oder Kreislaufstörungen können wiederum eine Stomatitis (veraltet "Mundkatarrh") bzw. Schleimhautentzündung bedingen. Davon abzugrenzen ist die autonome Prothesenstomatitis, die auf den der Prothese direkt anliegenden Schleimhautarealen lokalisiert ist. Eine Entzündung der Mundschleimhaut durch die Prothese entsteht durch mechanische, chemische oder thermische Reize und versetzt die Schleimhaut in einen trockenen, glatten, glänzenden, matten, gequollenen, fein oder grob granulierten Zustand. Der alleinige Verdacht auf eine Werkstoffunverträglichkeit reicht im Normalfall nicht aus, um den Zahnersatz zu entfernen und gegen einen mutmasslich besser verträglichen auszutauschen, denn eine Entzündung der Mundschleimhaut kann ein Begleitsymptom sein, so von Hautkrankheiten oder Infektionskrankheiten wie Lungenentzündung, Masern oder AIDS. Es bedarf einer umfangreichen zahnärztlichen und ärztlichen Diagnostik, um zu einer gesicherten Diagnose zu gelangen und daraus eine adäquate Therapie abzuleiten.

Psychogene Prothesenunverträglichkeit

Auch wenn die zahnärztliche Arbeit einwandfrei ist, kann das Gefühl bei Menschen entstehen, dass der Zahnersatz drückt, brennt oder sonstige Probleme bereitet.

Der Grund für Probleme mit Zahnprothesen liegt meist nicht beim Zahnersatz selbst, sondern in der "Gehirn-Verarbeitung", so dass man von einer psychogenen Prothesenunverträglichkeit spricht, wo vorangegangene Schmerzerlebnisse oder seelische Belastungen eine Rolle spielen können. Die psychogene Prothesenunverträglichkeit kann dazu führen, dass das Gefühl entsteht, dass die Prothese als Zahnersatz drückt, auch wenn verschiedene Zahnärzte einhellig beteuern, dass die Unterkieferprothese und Oberkieferprothese einwandfrei sitzen.

Psychogene Prothesenunverträglichkeit Prothese

Wenn die die zahnärztliche Arbeit der Prothese einwandfrei ist, kann eine psychogene Prothesenunverträglichkeit verantwortlich sein.

Abneigung gegen Zahnersatz

Die Ursache einer Unverträglichkeit bei Vollprothesen ist meist in einer tief sitzenden Ablehnung gegen den Zahnersatz zu suchen.

Der eigentliche Grund für die Prothesenunverträglichkeit bei Totalprothesen ist meist nicht beim Zahnersatz selbst zu suchen, denn wenn ein Gefühl von alt und gebrechlich im Gehirn entsteht, kann sich durch die seelische Belastung eine Abneigung mit Hassgefühl gegen Zahnersatz entwickeln, so dass der Widerstand gegen die Vollprothese mit den Ersatzzähnen sehr gross sein kann. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es zu Beginn mit einer günstigen Prothesen-Variante vollkommen anders sein kann, als mit den echten Zähnen oder festsitzendem Zahnersatz auf Implantaten als Zahnwurzelersatz. Ein Kontrollbesuch sollten vor allem direkt nach dem Einsatz der Zahnprothese wahrgenommen werden, denn bei solchen Terminen wird der Zahnarzt nachsehen, ob sich in der Mundhöhle Druckstellen befinden und Zeichen finden lassen, die auf eine Entzündung hindeuten können. Der Prothesensitz und die Funktion der Zahnprothese können mehrmals überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Prothesenprobleme mit Zahnprothesen

Eine regelmässig Mundpflege und Prothesenpflege ist wichtig, damit Kieferprobleme, Kiefergelenk-Beschwerden und Probleme wie Entzündungen im Mundbereich ausbleiben.

Nebst den Problemen durch das Tragen von schlecht haftenden Zahnprothesen können Komplikationen durch Druckstellen entstehen wie auch durch einen Prothesenbruch bei Modellgussprothesen. Wenn Zahnprothesen repariert oder abgeändert werden müssen, können Entzündungen durch Lote als Metallgemisch entstehen. Schleimhautfarbene Prothesenkunststoffe können beim Aufprall auf einen harten Boden bruchgefährdet sein wie auch Sprünge und Spannungsrisse in der Prothesenbasis entstehen können, so auch durch Fehlstellungen der Prothesenzähne, womit ein Bruch der Zahnprothese vorprogrammiert ist. Schleimhautfarbene Prothesenkunststoffe welche die zahntragende Basis für Vollprothesen bilden und die Metallgerüste für Teilprothesen komplettieren, müssen einen guten mechanischen Wert aufweisen und sich durch Farbstabilität und Langlebigkeit auszeichnen. Kunststoffe für Prothesen werden als Dentalkunststoffe bezeichnet und bestehen aus einer Polymethylmethacrylat-Basis, wo selten auch eine Allergie bzw. Materialunverträglichkeit vorkommen kann. Wenn ein Kieferknochen-Schwund (Osteoporose) entsteht, macht dies eine Unterfütterung der Prothese notwendig, ansonsten durch den Rückgang vom Kieferknochen eine "schlecht sitzende Prothese" entsteht, womit der Prothesenhalt nicht mehr gegeben ist und weitere Prothesen-Probleme wie ein Schlotterkamm mit schwammigem Mundgewebe und Kieferprobleme oder eine Kiefergelenkschädigung nicht ausgeschlossen werden können. Bei der Prothesenunterfütterung mit Prothesenkunststoff gibt es bei Kieferschwund verschiedene Unterfütterungs-Verfahren, so die indirekte Unterfütterung, die direkte Unterfütterung und die weichbleibende Unterfütterung.

Von Haftmittel sollte man bei der Zahnprothese nur in Ausnahmefällen Gebrauch machen, denn zum dauerhaften Gebrauch sind Haftcremes bei Zahnprothesen nicht geeignet.

Entzündungen durch Zahnprothese Haftmittel

Eine gute Zahnprothese braucht normalerweise keine Haftcreme oder Haftpulver, denn die Haftung der Totalprothese sollte durch das Vakuum sichergestellt werden, was normalerweise durch den Speichel und die leicht elastische Kieferschleimhaut entsteht. Zur Erhöhung der Adhäsionskräfte von herausnehmbaren Totalprothesen gibt es Haftpulver und Haftcreme, mit der man sparsam umgehen sollte, damit das Geschmacksempfinden und die Speichelproduktion nicht beeinträchtigt wird. Nach jedem Gebrauch von Haftpulver oder Haftcremes sollte man die Zahnprothese von den Rückständen befreien, denn damit wird nicht nur die Haftkraft zwischen Mundschleimhaut und Zahnprothese grösser, denn man sorgt auch dafür, dass keine Entzündung der Schleimhaut entsteht, auf der die Zahnprothese sitzt.

Zahnfehlstellung / Kieferfehlstellung

Als Zahnfehlstellung bezeichnet der Zahnarzt, wenn die Zähne nicht richtig zueinander stehen. Kieferfehlstellungen sind häufig erblich bedingt. Wenn eine Kieferfehlstellung vorliegt, so entwickelt sich häufig eine Zahnstellung, die diesen skelettalen Fehler zum Teil ausgleicht, was der Kieferorthopäde mit einer festsitzenden Apparatur ausgleicht. Eine Fehlstellung vom Oberkiefer bedeutet, dass der Oberkiefer zu weit nach vorne ragt oder zu weit hinten liegt.