Zahngebiss, Milchgebiss, bleibendes Gebiss, Zähne, Abformung

Gebiss und Zähne

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Zahndurchbruch

Bei Säuglingen entwickelt sich ein Milchgebiss das aus 20 Milchzähnen besteht, die im Normalfall zwischen dem 6. und 13. Lebensjahr ausfallen, da sie durch die bleibenden Zähne ersetzt werden.

In der späten Embryonalperiode beginnt die Entwicklung der Zahnanlage, worunter die Entwicklung der Zähne und die Gebissentwicklung verstanden werden. Bei der Zahnentwicklung ist die Entwicklung der Zahnleiste das erste Stadium der Zahnanlage für den späteren Zahnbogen (Alveolarbogen) der die Zähne trägt. Die Zahnentwicklung (Odontogenese) beginnt mit der Entwicklung von Zahnknospen in der Gebärmutter, das die Grundlage für die Milchzähne im Babymund bildet. Der Zahndurchbruch der ersten Zähne kann eine anstrengende Prozedur sein und verläuft als natürlicher Vorgang bei jedem Kind unterschiedlich, denn das Zahnen ist häufig mit leichten Schmerzen verbunden, wofür Zahnungs-Gels und Beissringe für etwas Abhilfe schaffen können. Der Zeitpunkt vom Zahnen ist von Kind zu Kind sehr unterschiedlich, so haben einige mit drei Monaten Beisserchen und andere lächeln noch zahnlos in die Runde, so dass man von einem späten Zahndurchbruch spricht. Der Zahndurchbruch ist ein natürlicher Vorgang und wird auch Zahnen genannt, das vielfach auch mit leichten Zahnschmerzen bzw. Zahnfleischschmerzen verbunden ist, so durch die örtliche Zahnfleisch-Verletzung beim Durchbruch vom Zahn (Dentition) aus dem Kiefer in die Mundhöhle. Wenn ein Kind später zu "Zahnen" beginnt, ist das kein Grund zur Sorge, denn zu spät durchbrechende Zähne sind durch das Zahnfleisch geschützt und können durch die längere Zeit unter dem Zahnfleisch als Teil der Mundschleimhaut mehr Mineralien im Zahnschmelz aufnehmen.

Das Zahnwachstum im Gebiss hängt mit dem Kieferwachstum zusammen und wird von den Genen festgelegt.

Zahndurchbruch Milchgebiss bleibendes Gebiss

Die Durchbruchszeiten im Milchgebiss sind unterschiedlich, doch die unteren Milchzähne brechen meist als erste durch, der untere mittlere Schneidezahn vielfach als erster im sechsten Monat.

Milchgebiss Zahndurchbruch

Im Milchgebiss können sich beim Zahndurchbruch noch vor sich der Milchzahn zeigt, Rötungen und Schwellungen an den Durchbruchstellen entstehen, die mit einem schmerzhaften Druck im Kiefer oder auch leichtem Fieber als Begleiterscheinung verbunden sein können. Das Baby spürt den Druck im Kiefer und versucht auf beliebigen Gegenständen herumzukauen und dieser Belastung selbst entgegenzuwirken, damit der Schmerz erträglicher wird. Das Milchgebiss als „Temporäres Gebiss“ besteht insgesamt aus 20 Zähnen, wo das Milchgebiss im Zahnschema in Quadranten unterteilt. Durch das Gebiss-Schema (Zahnschema) erhalten Milchzähne und Dauerzähne im Dauergebiss eine Zahnnummer nach dem FDI-Code-System im Gebiss, so auch beim Zahnwechsel bei Kinderzähnen im Wechselgebiss. Jeder Kiefer besteht im Milchgebiss aus vier Schneidezähnen, zwei Eckzähnen und vier Backenzähne. Während die Milchzähne vom Kind für das Beissen und Plaudern gebraucht werden, wachsen im Kiefer noch ganz verborgen die bleibenden Zähne heran. Da Milchzähne wegen den dünneren Zahnschmelz für Kariesbakterien besonders anfällig sind, ist eine gute Zahnpflege bei Milchzähnen wie auch eine gründliche Zahnreinigung beim Zahnarzt für Kinderzähne wichtig, denn Milchzähne als Platzhalter sind für das Wachstum der bleibenden Zähne sehr wichtig.

Durchbruchszeiten und Reihenfolge der Milchzähen:

Mittlerer Schneidezahn ca. 06. bis 08. Monat
Seitlicher Schneidezahn ca. 06. bis 12. Monat
Erster Backenzahn ca. 12. bis 16. Monat (Milchmolar)
Eckzahn ca. 16. bis 20. Monat
Zweiter Backenzahn ca. 20. bis 30. Monat

In der Regel brechen die Zähne vom Unterkiefer früher durch als die Zähne vom Oberkiefer. Alle Milchzähne gehen normalerweise verloren und werden durch bleibend Zähne ersetzt, sofern die bleibenden Zähne angelegt sind. Im Laufe der Zeit kommt es immer häufiger vor, dass bleibende Zähne nicht angelegt sind, sodass die Milchzähne im Gebiss bestehen bleiben, doch vielfach handelt es sich um den letzten Zahn einer Zahngruppe, so um den zweiten kleinen Schneidezahn, den zweiten kleinen Backenzahn und den dritte grosse Backenzahn (Weisheitszahn), wobei die grossen bleibenden Backenzähne keine Milchzahnvorgänger haben.

Milchgebiss

Im Alter von 6 bis 8 Monaten bricht der erste Milchzahn im Milchgebiss durch und nachfolgend die weiteren Milchzähne.

Der Zahndurchbruch (Dentition) kann im Milchgebiss ganz unauffällig erfolgen, doch es kann auch geschwollenes Zahnfleisch entstehen, das besonders bei Eckzähnen und Backenzähnen (Mahlzähnen) schmerzen bereiten kann. Die Knirschgeräusche bei Kindern hören sich bedrohlich an, doch wenn Kinder Knirschen ist dies sinnvoll und normal, denn durch das kindliche Zähneknirschen (Bruxismus) werden die Zähne zur Feinabstimmung zurechtgeschliffen. Das kindliche und meist nächtliche Knirschen und Zähnepressen kann zum richtigen Kieferwachstum beitragen, da von Natur aus das Milchgebiss ein Abrasionsgebiss ist.

Milchzähne Milchgebiss Zähne Schneidezähne

Wenn die Milchzähne nur noch teilweise vorhanden sind und die bleibenden Zähne noch nicht vollständig sind, spricht man von einem Wechselgebiss bzw. während des Übergangs von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen. Beim Zahnwechsel erfolgt ein normaler Verlust der Milchzähne, wodurch die Milchzahnwurzeln aufgelöst werden, so als hätten sie keine Wurzeln gehabt, wenn die Zahnnachfolger als "bleibende Zähne" nachdrängen. Milchzähne haben wie die bleibenden Zähne Zahnwurzeln, so haben die Milchschneidezähne wie die Eckzähne eine Wurzel, die Milchmolaren (Milchmahlzähne) im Unterkiefer zwei Zahnwurzeln und drei Wurzeln im Oberkiefer.

Milchzahngebiss

Milchzähne im Milchgebiss sind in jedem Quadranten zwei Schneidezähne, ein Eckzahn und zwei Molaren.

Die Milchzähne ähneln weitgehend den entsprechenden bleibenden Zähnen in verkleinerter Form. Die zweiten Milchmolaren haben dabei ein ähnliches Aussehen wie die ersten bleibenden Molaren. Die Krone der ersten Milchmolaren stellt dagegen eine Zwischenform zwischen der bleibenden Prämolaren und Molarenkrone dar. Die Milchfrontzähne sind einwurzelig. Die Molaren im Oberkiefer haben drei, im Unterkiefer zwei Wurzeln. Die Wurzeln der Milchmolaren sind dabei stark gespreizt, da sich die Keime des nachfolgenden Gebisses zwischen den Wurzeln der Milchmolaren entwickeln. Insgesamt fällt bei den Milchzähnen eine weisse Farbe der gegenüber der mehr gelblichen Farbe der bleibenden Zähne auf. 

Bleibendes Gebiss Zahndurchbruch

Das bleibende Gebiss besteht als Erwachsenengebiss aus insgesamt 32 Zähnen.

Im bleibenden Gebiss hat es normalerweise in jedem Kiefer vier Schneidezähne, zwei Eckzähne, vier Prämolaren und sechs grossen Backenzähne. Bei bleibenden Zähnen wird vielfach von einem erschwerten Zahndurchbruch gesprochen, wo ein Zahndurchbruch teilweise wegen den Platzverhältnissen im Oberkiefer oder auch im Unterkiefer besonders bei Backenzähnen nicht möglich ist.

Durchbruchszeiten und Reihenfolge der bleibenden Zähne:

Erster grosser Backenzahn ca. 06. bis 07. Jahr (Sechsjahrmolar)
Mittlerer Schneidezahn ca. 07. bis 08. Jahr
Seitlicher Schneidezahn ca. 08. bis 09. Jahr
Erster Prämolar ca. 09. bis 11. Jahr (Vormahlzahn)
Zweiter Prämolar ca. 11. bis 13. Jahr
Eckzahn ca. 11. bis 13. Jahr
Zweiter grosser Backenzahn bzw. Mahlzahn ca. 12. bis 16. Jahr (Molar)
Weisheitszahn als "Dritter Molar" ca. 17. bis 99. Jahr (Stockzähne)

Zahnhals

Der Zahnhals ist der Übergang zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel. Das Zahnbein bzw. Dentinbein, das meist Dentin genannt wird liegt unter dem Zahnschmelz.

Das Dentin ist nicht so hart wie der Zahnschmelz und ist eine Knochenähnliche, elastische Substanz. Im Zahnhalsbereich läuft der Zahnschmelz zur Zahnwurzel hin aus, wo der Zahnzement beginnt. Beim gesunden Zahngebiss ist der Zahnhals vom Zahnfleisch bedeckt. Wenn der Zahnhals frei liegt, entstehen Zahnschmerzen, denn freiliegende Zahnhälse können sehr empfindlich reagieren auf Kälte, Hitze, Süss, Sauer oder auf Berührungen.