Zahnentzündung: Pulpitis, Abszess, Zahnwurzel, Zahnfleisch

Zahnentzündung

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Abszess

Ein Abszess ist eine umschriebene Entzündung, bei der sich Eiter vom umliegenden Gewebe abkapselt.

Abszess, abgekapselte Eiteransammlung Eiter

Ein Abszess ist eine Eiteransammlung in einer Gewebshöhle und kann als Eiterherd wie beim Zahnabszess bezeichnet werden, denn Eiterherde sind oft verborgene Herde im Bereich der Zähne.

Ein Abszess ist eine abgekapselte Eiter-Ansammlung in einem nicht vorgeformten, neu gebildeten Gewebehohlraum.

Der Abszess ist ein eitriger Entzündungsherd, der sich vom umliegenden Gewebe abgekapselt hat. Eiter in selbstgeschaffenen Höhlen wird Abszess genannt, in natürlichen Körperhöhlen heisst er Empyem. Die Eiterbildung beim Abszess ist eine Abwehrreaktion des Körpers gegen Krankheitserreger, die von den weissen Blutkörperchen vernichtet werden sollen. Eine Eiterbildung ist eine Entzündung und ein Zeichen, dass der Körper Abwehrmassnahmen ergriffen hat, da Leukozyten eingedrungene Eitererreger in sich aufnehmen, fressen und dabei selbst zu Grunde gehen (Eiterbeule). Wenn man den Abszess als Entzündungsgeschehen betrachtet, so ist dieser im Gegensatz zur Phlegmone eine lokal begrenzte Gewebseinschmelzung (Nekrose).

Im Bereich der Mundhöhle gehen Abszesse meist von einem oder mehreren Zähnen aus.

Abszess, eitriger Entzündungsherd, Eiterbildung 

Beim Pulpaabszess entsteht die Bildung eines Hohlraums mit Eiter (Eiterzahn) durch eine Gewebseinschmelzung infolge bakterieller Toxine und körpereigene Immunmechanismen, denn wenn sich die Pulpa mit Bakterien infiziert hat, beginnt sie sich auf eine ganz natürliche Art zu wehren.

Ursachen für Abszesse sind:

Apikale Granulome (Entzündungen an der Wurzelspitze) 
infizierte Zahnfleischtaschen 
Apikales Granulom

Ein apikales Granulom wird durch abgestorbene Zähne verursacht. Bei verminderter Abwehrlage des Körpers können Granulome zu Abszessen führen wo sich der verflüssigte Inhalt eines Granuloms einen Kanal durch den Kieferknochen und die Mundschleimhaut bahnen kann, was man als Fistel bezeichnet.

Unter einem Abszess versteht man eine Eiteransammlung im Körpergewebe wie beim Taschenabszess, Zahnabszess, Zungenabszess, Parodontalabszess, Pulpaabszess oder Kieferabszess.

Akute Entzündung, Abszess, Eiterbildung, Rötung

Bei Zahntaschen bzw. Knochentaschen können sich daraus Störfelder und Herderkrankungen entwickeln, denn diese Spaltbildungen im Zahnhalteapparat verursachen Störungen. In diesen Zahnfleischtaschen und Spalten kommt es vermehrten zur Bildung von Zahnstein, Konkrementen, Bakterien, Speiseresten etc., was  zu einer Reizung der Schleimhaut führt welche anschliessend in eine Entzündung der Schleimhaut (Gingiva) übergeht, was als Gingivitis bezeichnet wird. Wenn die Schleimhaut dann nur noch wenig durchblutet ist, kommt es zur Vernarbung, ihre Funktion ist eingeschränkt und es bilden sich unbemerkt Kavernen und Höhlen, die nicht mehr von der Abwehr des Körpers erfasst werden können. Durch Gärungsprozesse mit Fäulnisbildung verwesen die eiweisshaltigen Speisereste.

Bei der Zahnfleisch-Taschenbildung (Parodontose) kann es zu einem Gewebsuntergang im Zahnhalteapparat kommen, der generalisiert entzündet und degenerativ verändert ist.

Abszess, Parodontalabszess, Entzündung Zahn

Die Entzündung wird beim Abszess meist durch das Bakterium Staphylococcus aureus, seltener durch andere Bakterien oder Pilze verursacht.

Abszess mit Fistelbildung bei Infektion

Wenn sich das Zahnmark (Pulpa) mit Bakterien infiziert hat, beginnt sich das Zahninnere auf natürliche Art zu wehren, sodass eine Hyperämie bzw. Erweiterung der Blutgefässe entsteht, was ein Druck im Zahnhalteapparat, der Knochenhaut und in der Zahnpulpa erzeugt und Zahnschmerzen bereiten kann, im Besonderen beim Beissen. Dadurch wird der Zahn etwas angehoben, da sich darunter Eiter bildet das keinen Platz hat um sich auszudehnen. Wenn sich unterhalb der Wurzelöffnung ein Abszess gebildet hat reagiert der Zahn besonders sensibel auf Warm und Kalt oder reagiert nur noch auf Warm und Druck beim Beissen wenn sich der Abszess auch im Knochen Platz für Eiter schafft, was besonders starke Zahnschmerzen verursachen kann. Nach kurzer Zeit frisst sich der Eiter durch den Knochen und die Schleimhaut, sodass es zum Eiteraustritt kommt was als Fistelung bezeichnet wird, denn oft entleert sich Eiter über die Zahnfleischtasche oder über einen Fistelgang. Zahnfleischfisteln können sich bilden bei entzündetem Zahnfleisch, Parodontitis oder einer Zahnwurzelentzündung, etc. Wenn das Eiter aus der Eiterbeule austreten kann lässt der Druck um den Zahn nach, sodass die Zahnschmerzen meist verschwinden, was nicht bedeutet, dass die Entzündung weg ist, denn die Bakterien sind weiterhin vorhanden was jederzeit wieder zu akuten Beschwerden führen kann.

Eine Entzündung bzw. Abszess kann man erkennen an:

Rötung (Rubor)
 Wärme (Calor)
 Schmerz (Dolor)
 Schwellung (Tumor)

Taschenabszess

Der Taschenabszess wird meist als Parodontalabszess bezeichnet, denn es ist ein Abszess der von einer Zahnfleischtasche ausgeht.

Der Taschenabszess ist eine eitrige Gewebeeinschmelzung im Bereich des Zahnfleischrandes. Der Taschenabszess ist ein von tiefen Zahnfleischtaschen ausgehender Abszess, der sich in den parodontalen Geweben ausbreitet, meist im Zahnfleisch, seltener in den Weichgeweben des harten Gaumens. Ohne Zahnbehandlung kann beim Taschenabszess eine Entleerung durch die Zahnfleischtasche erfolgen. Beim Taschenabszess mit Eitergeschwulst bemerkt der Zahnpatient immer wieder, dass sich Eiter entleert, was nach einigen Tagen meist wieder vergeht. Parodontale Infektionen findet man im Bereich vom Alveolarfortsatz über und neben der Zahnwurzel. Dabei handelt es sich meistens um parodontale Abszesse resp. Eiteransammlungen in den vorhandenen Zahnfleischtaschen. Der Parodontalabszess entsteht meist als Folge einer Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) und kann sich zu grösseren Abszessen im Kieferbereich ausweiten.

Zahnabszess

Ein Zahnabszess ist die Folge von einer bakteriellen Infektion im Zahninneren, der Zahnpulpa bzw. Zahnmark und breitet sich auf der Wurzelhaut und der knöchernen Umgebung aus.

Ein Abszess wird durch Eiterbakterien verursacht und ist immer durch eine Abszessmembran von der Umgebung abgegrenzt. Der Zahnabszess entsteht bei faulig zerfallender Pulpa was auch als Zahngeschwür bezeichnet wird. Der Zahnabszess ist eine abgekapselte Eiteransammlung im Bereich der Wurzelspitze vom Zahn, meist infolge einer bakteriellen Infektion der Zahnpulpa, die sich auch auf die Wurzelhaut und die knöcherne Umgebung ausbreiten kann und vielfach ein Granulom bzw. Wurzelgranulom nach sich zieht. Ein Wurzelgranulom ist die Bildung von Granulationsgewebe an einer Zahnwurzel (Eiterzahn), im Röntgenbild als kleiner runder Schatten an der Wurzelspitze zu erkennen und wird auch als Zahngranulom bezeichnet. Wenn eine Zahnwurzel vom Eiter zerfressen ist, spricht man vom typischen Wurzelgranulom (Granuloma apicale). Zu Zahnabszess kommt es bei Schädigungen vom Zahnschmelz mit freiliegenden Zahnhälsen, so dass der Zahn der bakteriellen Mundflora schutzlos ausgeliefert ist. Entzündungsreaktion am Gewebe bleibt nicht aus, sodass der Zahn gelockert und geschädigt wird. Damit besteht die grosse Gefahr des Absterbens vom Zahn oder Zahnausfall. Ein Zahn weist einen Abszess auf, wenn sich ein Eitersäckchen im umliegenden Gewebe gebildet hat. Der Eiter bildet sich dabei als Reaktion auf eine bakterielle Infektion. Eine unbehandelte Karies oder eine Zahnfleischentzündungen sowie ein Zahnunfall und anderes können Ursache von einem Zahnabszess sein.

Kieferknochen Kieferabszess

Als Folge einer erkrankten Zahnwurzel kann sich die Entzündung bis in den Kiefer fortsetzen und dort einen Eiterbeutel verursachen.

Kieferabszesse sind eitrige Entzündungen, die im Kieferknochen beginnen. Der Kieferabszess als Eitergeschwulst ist eine Eiteransammlung im Körpergewebe. Mit einer entsprechenden Vorbeugung ist es vielfach möglich, die Entstehung eines Abszesses zu vermeiden. Ist der Abszess einmal vorhanden, sind chirurgische Massnahmen erforderlich, um ihn zu entfernen. Dabei ist die Früherkennung wichtig, denn je früher der Abszess entfernt wird, desto kleiner ist der dazu notwendige Eingriff und umso grösser sind die Heilungschancen. Ist der Abszess sehr gross, kann es dagegen notwendig sein, ihn von aussen über die Haut zu öffnen.

Kieferabszesse durch Wurzelspitzenentzündung

Zahn-Kiefer-Abszesse sind die Folge einer Entzündung an der Wurzelspitze bzw. Wurzelspitzenentzündung.

Zahn-Kiefer-Abszesse können sehr schmerzhaft sein und unbehandelt erhebliche Komplikationen für die Gesundheit nach sich ziehen. Kieferabszesse sind eitrige Entzündungen, die im Kieferknochen beginnen und sind die Folge einer Entzündung an der Wurzelspitze. Um diesen Abszess zu entfernen sind chirurgische Massnahmen erforderlich. Durch den Kieferabszess sind die Hohlräume im Kieferknochen mit Eiter gefüllt. Der Abszess kann aufbrechen und sich in benachbarte Räume wie Mund und Wange ausbreiten. Wie bei jeder Infektion besteht die Gefahr des Übergreifens auf den gesamten Körper mit der Folge einer Allgemeininfektion. Eine häufige Ursache für das Entstehen eines Abszesses ist ein devitaler Zahn. Ein devitaler Zahn ist ein toter Zahn bzw. nekrotisches totes Gewebe (Nekrose). Das tote Eiweiss setzt Giftstoffe frei und stellt einen idealen Nährboden für Bakterien dar. Die Bakterien wandern über die Zahn-Karies ein, die auch die Entzündung und das Absterben der Pulpa ausgelöst hat. Es entwickelt sich daraus eine übelriechende Gangrän. Ist die Wurzelspitze entzündet, kommt es durch die Abwehrreaktion des Körpers zu einem Knochenabbau. Ein Hohlraum bildet sich, in dem sich dann weiter Bakterien ansiedeln. Auf diese Art füllt sich der Hohlraum mit Eiter. Kieferzysten sind Hohlräume im Zahnknochen, die benachbarte Zähne oder Nasen- und Kieferhöhlenwände schädigen können. Kieferzysten zählen zu den häufigen Erkrankungen im Mundraum und sind Hohlräume im Oberkiefer oder Unterkiefer, die im Rahmen von Entzündungen oder Entwicklungsstörungen entstanden sind. Zu diesem Zeitpunkt ist der Abszess für den Zahnpatienten selbst kaum zu bemerken. Erst wenn so viel Eiter vorhanden ist, dass er keinen Platz mehr im Hohlraum hat, bricht der Eiter durch und entleert sich in das umliegende Gewebe. Starke Schwellungen an der Wange oder unter der Mundschleimhaut machen den Abszess in diesem Stadium sichtbar.

Pulpaabszess

Pulpaabszess ist die Absonderung von Eiter in der Pulpa, im Verlauf einer Pulpitis purulenta bzw. eine Entzündung vom Zahnmark, dem Gewebe vom Zahninnenraum.

Pulpaabszess ist die umschriebene Form der eitrigen Pulpaentzündung bzw. Zahnmarkentzündung, "Zahnentzündung" mit Gewebseinschmelzung. Beim Pulpaabszess entsteht die Bildung eines Hohlraums mit Eiter (Eiterzahn) durch eine Gewebseinschmelzung infolge bakterieller Toxine und körpereigene Immunmechanismen, denn wenn sich die Pulpa mit Bakterien infiziert hat, beginnt sie sich zu wehren.

Parodontalabszess, eine Entzündung am Zahn

Von einem Parodontalabszess spricht man bei einer Abszessbildung die im Zusammenhang mit einer Parodontitis entsteht.

Der Parodontalabszess wird als Zahnfleischtaschenabszess bezeichnet und ist eine Folge von tiefen, infizierten Zahnfleischtaschen (Knochentaschen) mit Verdickung am verursachenden Zahn, meist nach aussen durch die Schleimhaut durchbrechendem Abszess. Der Parodontalabszess ist eine akut eitrige Entzündung am verursachenden Zahn, eine eitrige Gewebeeinschmelzung im Bereich des Zahnfleischrandes. Vielfach entleert er sich der Eiter über die Zahnfleischtasche oder über einen Fistelgang.  Der Parodontalabszess entsteht meist als Folge einer Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) und kann sich zu grösseren Abszessen im Kieferbereich ausweiten. Bei akuten Verlaufsformen können sich Abszesse und Ulzerationen (Geschwüre) bilden. Dabei kann es zu massiven Einschränkungen des allgemeinen Wohlbefindens mit Fieber und Abgeschlagenheit kommen. Als Therapie öffnet der Zahnarzt bei der Zahnbehandlung als erstes den Abszess und danach erfolgt eine Parodontalbehandlung.

Zahnbehandlung

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