Kieferknochen

Kieferschmerzen

Kieferschmerzen und Kieferprobleme

Für Kieferprobleme und Kieferschmerzen kann es viele Gründe geben, doch meist liegt die Ursache am nächtlichen Zähneknirschen und Zähnepressen, was Verspannungen bei der Kaumuskulatur verursacht.

Kieferbeschwerden mit Kieferschmerzen betreffen beim Mensch den Kauapparat, der sich aus den Zähnen, dem Kieferknochen mit den Kiefergelenken und der Kaumuskulatur zusammensetzt. Kieferschmerzen können in einem Zusammenhang mit Erkältungen stehen, das die häufigsten Erkrankungen sind. Eine häufige Ursache für Kieferschmerzen sind Verschleisserscheinungen im Bereich von den Kiefergelenken, was der Zahnarzt als Kiefergelenkarthrose bezeichnet. Das Kiefergelenksyndrom als Funktionsstörung vom Kauorgan verursacht häufig Kopfschmerzen und Probleme beim Kauen wie auch bei der Mundöffnung, wo vielfach auch Knackgeräusche in Kiefergelenken zu hören sind. Die Kraniomandibuläre Dysfunktion bzw. das Kiefergelenksyndrom ist eine Erkrankung der Kiefergelenke und der Kaumuskeln. Beim Mensch sind die Kiefergelenke die meist benutzten Gelenke vom Körper, die beim Beissen, Kauen, Sprechen wie auch beim Schlucken ständig in Bewegung sind. Kieferprobleme können durch bakterielle oder virale Entzündungen im Kieferknochen oder Kiefergelenk entstehen wie auch durch Fehlstellungen der Zähne.

Kieferschmerzen bakterielle Entzündung Zahn

Bei Kieferbeschwerden liegt vielfach eine chronische Verspannung der Kaumuskulatur zugrunde, wo die Ursache auch an einer Zahnlücke bzw. Gebisslücke oder am Zahnersatz liegen kann, denn viele Menschen sind Unzufrieden mit dem Zahnersatz und haben einen falschen Aufbiss und Stress.

Auslöser von Kieferschmerzen

Der Auslöser von Kieferschmerzen kann sehr unterschiedlich sein und die Bandbreite der Ursachen sehr gross und komplex.

Der Auslöser von Kieferschmerzen kann von einer bakteriellen oder viralen Entzündung ausgehen, die im Kieferknochen, Kieferhöhle und im Kiefergelenk lokalisiert sein kann. Nächtliches Zähneknirschen beansprucht die Kiefer mit den Kiefergelenken sehr stark, was häufig auch zu Kieferschmerzen führt, denn der Kiefer ist ein knöcherner Teil vom Schädel zur Aufnahme der Zähne. Die Kieferknochen vom Schädel (Gesichtsschädel) bilden die knöcherne Grundlage vom Gesicht zu dem die Oberkieferknochen und Unterkieferknochen zählen, die massgeblich die Form vom Gesicht bestimmen. Die Osteomyelitis entsteht beim Kieferknochen (Knochen "Osteo") durch eine Infektion vom Knochenmark und ist ein entzündlicher Prozess der starke Kieferschmerzen durch die Kieferknochenentzündung auslöst.

Kieferschmerzen und Kieferspannungsgefühle

Bewusst wahrgenommen werden Zahnschmerzen, Kieferschmerzen und Kieferspannungsgefühle, nicht aber verursachende Kieferbeschwerden die durch Zähneknirschen, Zähnepressen oder Kieferfehlstellungen ausgelöst werden und oft als solche gar nicht registriert werden. Kiefergelenksschmerzen, Gesichtsschmerzen und Kopfschmerzen treten vielfach bei kraniomandibulären Dysfunktionen (CMD) auf, was auch als Kiefergelenksyndrom bezeichnet wird. Bei einer Craniomandibulären Dysfunktion ist eine Therapie wichtig und sinnvoll, denn Störungen im Mund müssen zahnärztlich korrigiert werden da diese Auswirkungen auf andere Körperbereiche wie Körperhaltung haben. Wenn Kieferschmerzen mit Knacken beim Gähnen auftreten, kann dies auf eine Craniomandibuläre Dysfunktion hindeuten wenn eine Erkrankung der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur vorhanden ist. Durch die Kaumuskeln können beim Kauen die Zahnflächen vom Oberkiefer und Unterkiefer gegeneinander bewegt werden und damit einen kräftigen Druck ausüben. Bei der Cranio Mandibuläre Dysfunktion als Funktionsstörung der Kiefergelenke können Schmerzen auch auf andere Bereiche vom Körper ausstrahlen und die Ohren, den ganzen Kopf oder den Rücken betreffen. Kieferprobleme mit diffusen Schmerzen im Bereich vom Kiefer sollten immer zahnärztlich oder kieferorthopädisch abgeklärt werden, denn nebst der Beeinträchtigung vom Sprechen, Trinken und Kauen können auch gesundheitliche Risiken entstehen.

Kieferschmerzen können eine Ausstrahlung von der Mundhöhle aus sein.

Fehlstellung der Zähne können insbesondere der Weisheitszähne Kieferschmerzen verursachen.

Kieferschmerzen, Kieferbeschwerden Kiefer Zähne

Kieferschmerzen beginnen oft langsam und verstärken sich im Verlaufe der Zeit.

Kieferschmerzen können durch Verspannungen vom Muskelapparat ausgelöst werden und so auch Kopfschmerzen auslösen.

Vielfach muss eine kieferorthopädische Korrektur der Gebissstellung erfolgen oder schmerzauslösende Zähne gezogen werden. Der Kiefer ist unterteilt in Oberkiefer und Unterkiefer, die jeweils von Kieferschmerzen betroffen sein können und wird als besonders störend empfunden. Kieferschmerzen können sehr schmerzhaft sein und vom Kauen, Trinken und Sprechen beeinträchtig sein. Die Einnahme von Schmerzmitteln kann Anfänglich eine Linderung des Kieferschmerzes herbeiführen, eine längere Einnahme ohne ärztlichen Rat sollte aber vermieden werden.

Symptome und Beschwerden einer kraniomandibulären Dysfunktion

Der Zahnarzt kann druckempfindliche Bereiche der Muskulatur (Triggerpunkte) bei einer Untersuchung im Gesichtsbereich abtasten und im Bereich der Schmerzen erkennbare Symptome und Beschwerden feststellen.

Zahnprobleme

Zahnprobleme können beim Wachbruxismus oder Tages-Bruxismus entstehen, so besonders beim Zähneknirschen und Zähnepressen. Wenn der Biss nicht mehr stimmt, können bei einer Okklusionsstörung im Gebiss Zahnschmerzen und Kieferschmerzen entstehen, die vielfach nur schwierig voneinander abzugrenzen sind.

Kiefergelenkprobleme

Kiefergelenkschmerzen und Reiben und Knacken im Kiefergelenk.

Kieferprobleme / Probleme mit Mundöffnung

Symptome einer Kraniomandibuläre Dysfunktion können Kieferschmerzen und ein taubes Gefühl im Kiefer sein wie auch einseitiges Kauen und Verspannung der Kiefer beim Kauen oder wenn der Mund nicht richtig aufgeht.

Probleme im Gesicht oder Kopfbereich

Gesichtsschmerzen mit einem tauben Gefühl im Gesicht oder Kopfschmerzen können Symptome einer Dysfunktion sein.

Probleme mit Ohren, Augen, Hals und Nacken

Ohrgeräusche, Ohrschmerzen, Tinnitus und Schwindel können eine Ursache von einem Kiefergelenksyndrom sein wie auch Sehstörungen, Lichtempfindlichkeit und Schmerzen hinter den Augen. Mögliche Ursachen der Beschwerden sind im Hals und Nackenbereich zu finden, so Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Schleudertrauma, Unfall mit Kieferverletzung oder bei einer Zahnbehandlung eine lange Mundöffnung.

Körperliche Symptome nebst Kieferbeschwerden

Zeichen einer Kraniomandibuläre Dysfunktion können nebst Kaumuskelschmerzen und Kiefergelenkschmerzen auch Symptome vom Körper sein, wie Nackenschmerzen, Schulterschmerzen, Rückenschmerzen oder auch ein taubes Gefühl in Beinen oder Armen.

Kieferbeschwerden

Kieferbeschwerden die zahnärztlich oder kieferorthopädisch abgeklärt werden sollten sind:

Kieferschmerzen
Zahnschmerzen
Kieferfehlstellung, Kieferanomalie (Dysgnathien) und Zahnfehlstellung
Bruxismus bzw. Zähneknirschen, Zahnreiben und Zähnepressen
Kieferspannungsgefühle
Knackgeräusche
Kiefersperre, Kieferklemme (Diskusluxation)


Kieferschmerzen durch Knirschen

Viele Menschen halten die Kiefermuskeln ständig angespannt und beissen die Zähne zusammen, mahlen, knirschen und pressen mit den Zähnen.

Kiefer Schmerz Kieferschmerzen durch Knirschen

Intensives Knirschen während der Nacht führt zu einer Überbeanspruchung der Kaumuskeln und des Kiefergelenkes, so dass es zu Kaumuskelschmerzen aufgrund von schmerzhaften Muskelknoten und Kiefergelenksbeschwerden kommen kann, was unangenehme Folgen des Bruxismus ist. Auch das Kiefergelenk kann durch die übermässige Belastung abgenutzt werden und reagiert mit Kiefergelenksknacken oder Kiefergelenkkrachen.


Kieferschmerzen und Herzinfarkt

Kieferschmerz Herzinfarkt stechende Schmerzen

Erkrankungen der inneren Organe können sich auch durch Schmerzen im Kieferbereich bemerkbar machen.

Ein Herzinfarkt kann sich bemerkbar machen durch plötzlich stechende Schmerzen im Unterkiefer, ausstrahlend in die Herzgegend und in den linken Unterarm. Diese „relativ harmlosen“ Kieferschmerzen im Unterkiefer können ein Warnsignal sein.


Kieferschmerzen durch Infektionen

Viele Nervenbahnen als Reizleitungssystems durchziehen den Kopf des Menschen, die eine Verbindung zum gesamten Nervensystem herstellen.

Kieferschmerzen Infektionen Nervensystem Kopf

Wo viele solcher Nervenbahnen aufeinander treffen, ist der Körper schmerzempfindlicher als an Stellen, die von wenigen dieses Reizleitungssystems durchzogen sind.

Infektionen im Mittelohr können auch Schmerzen im Kieferbereich verursachen, denn Entzündungen machen sich über einen Nervenstrang, der über einen Umweg im Gesicht seine Route durch den Rest des Körpers zieht bemerkbar.

Ohne dass im Kiefer ein Defekt vorliegen muss werden Kieferschmerzen ausgelöst durch eine Mittelohrentzündung oder Clusterkopfschmerzen. Bei Clusterkopfschmerzen, das Atypische Zahnschmerzen bzw. Kieferschmerzen sind, wechselt der Schmerz in rascher Reihenfolge vom Kiefer zum Aug und zur Stirn und wieder zurück.


Kieferschmerzen durch Zähne

Kieferschmerzen Zähne Zahnhälse Zahnwurzeln

Freiliegende Zahnhälse und entzündete Zahnwurzeln sowie Zahnfehlstellungen können im Kieferbereich Schmerzen auslösen.

Durch Fehlstellungen des Oberkiefers oder Unterkiefers können Kieferschmerzen entstehen, die durch die Kieferorthopädie behoben werden können, meist braucht es in vielen Fällen einen kleinen, operativen Eingriff durch den Kieferchirurg.


Kieferschmerzen durch Fehlhaltung

Fehlhaltungen verursachen oft Verspannungen der Muskulatur.

Kieferschmerzen durch Fehlhaltung Nacken

Auch Fehlhaltungen im Bereich der Halswirbelsäule können Schmerzen im Kieferbereich auslösen.

Durch eine meist einseitig überbelastete Nackenmuskulatur oder durch einen Bandscheibenvorfall im Bereich der Halswirbelsäule können Kieferschmerzen entstehen.


Kiefergelenkschmerzen

Kieferschmerzen Kiefergelenkschmerzen Zähne 

Unter bestimmten Voraussetzungen kann es vorkommen, dass die Zähne nicht mehr zu retten sind, was eine Zahnsanierung notwendig macht.

Beschwerden im Kieferbereich

Beschwerden im Kieferbereich wirken sich nicht nur auf das anliegende Gebiss aus, sondern können weit herum Probleme verursachen, denn viele Muskeln wie die vom Gehörgang und die Kieferhöhle grenzen an den Kieferbereich an, sodass vielfach die eigentliche Ursache vom Kieferschmerz nicht genau geortet werden kann.

Im Normalfall sind Kiefergelenkschmerzen jedoch auf eine fehlerhafte Zusammenarbeit der Gelenke mit seinen Muskeln und Sehnen zueinander zurückzuführen. Der Kauapparat zeigt bei vielen Menschen Abweichungen von der Idealnorm die jedoch nicht behandlungsbedürftig sind. Wenn die Dysfunktionen jedoch Kieferschmerzen bereiten, sollte man einen Zahnarzt oder Kieferspezialisten aufsuchen.

KIEFER

Kiefer und Kieferknochen beim Mensch

Der Kiefer ist ein knöcherner Schädelteil bzw. der Kieferknochen, der die Zähne beinhaltet.

In der Zahnmedizin bezeichnet man als Kiefer die beiden Knochen vom Gesichtsschädel, in denen die Zähne eingelagert sind. Die beiden Kieferhälften werden unterschieden zwischen  Oberkiefer (Maxilla) und Unterkiefer (Mandibula), der  über das Kiefergelenk schwenkbar am Schädel aufgehängt ist, so dass Kaubewegungen und Schliessbewegungen (Mundöffnung und Mundschlissung) durch die Kaumuskulatur ausgeführt werden kann. Wenn die Mundöffnung eingeschränkt ist, spricht der Zahnarzt von Diskusluxation dass gleichbedeutend ist wie Kieferklemme oder Kiefersperre. Mit Kieferproblemen, Kiefergelenkproblemen, Kieferfehlbildungen, Formveränderung wie auch der Erkennung, Prävention und Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen und Frakturen befasst sich meist die Mund,- Kiefer- und Gesichtschirurgie. Auf beiden Seiten vom Kiefer ist der Unterkiefer durch das Kiefergelenk beweglich mit dem Schläfenbein verbunden. Das Kiefergelenk ist beim Mensch das vielseitigste Körpergelenk, da es Drehbewegungen wie auch Gleitbewegungen ausführen kann. Als Dysfunktion wird eine Funktionsstörung bezeichnet, so dass der Zahnarzt beim Kiefer von einem Kiefergelenksyndrom oder "CMD Syndrom" spricht.

Als Kiefer werden beim Mensch die beiden Kieferknochen bezeichnet, welche die Zähne tragen, so im Oberkieferknochen und im Unterkieferknochen.

Zähne im Kieferknochen Oberkiefer Unterkiefer

Der Kiefer wird unterschieden in Oberkiefer (Maxilla) und Unterkiefer (Mandibula).

Die Kiefer sind die beiden Kieferknochen, die die Zähne tragen, der Oberkiefer (Maxilla) und der Unterkiefer (Mandibula "lat. mandere kauen, beissen").

Der Kieferchirurg ist ein Zahnspezialist im operativen Bereich und setzt vielfach Implantate bzw. Dentalimplantate dass eine andere Bezeichnung für Zahnimplantate ist. Der Kieferchirurg ist aber auch zuständig für die Bereiche Zahnkrankheiten, Mundkrankheiten und Kieferkrankheiten.

Der Oberkiefer ist fest mit dem Gesichtsschädel verwachsen.

Kiefer Kieferknochen Oberkiefer Unterkiefer

Am Oberkiefer ist im Kiefergelenk der bewegliche Unterkiefer aufgehängt, der das Gesicht nach unten bogenförmig begrenzt und das Kinn bildet.

Der Kiefer gehört zum Gesichtsschädel, der bezahnt ist und den Teil zur Nahrungsaufnahme bildet.

Intermaxillär bedeutet, zwischen Oberkiefer und Unterkiefer gelegen. Wo keine Zähne im Kiefer stehen wie bei Zahnverlust, geht früher oder später der Kieferknochen zurück (wie z.B. beim Arm im Gips). Gelegentlich muss darum vor einer Zahnimplantation ein Kieferknochenaufbau mit eigenem Knochen "Osteo" oder künstlichem Knochen durchgeführt werden. Die Kieferchirurgie wie auch Mundchirurgie und Gesichtschirurgie ist ein medizinisches Fachgebiet und umfasst die Diagnostik, Therapie und Prävention.  Zur Kieferchirurgie, Mundchirurgie und Gesichtschirurgie gehört sowohl das funktionelle Kauen, Schlucken, Sprechen wie auch ästhetische Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Knochenbrüchen, Fehlbildungen und Formveränderungen der Zähne, der Mundhöhle, des Kiefers und vom Gesicht. 


Gesichts-Schädel und Kiefer 

Der Kiefer ist ein knöcherner Teil des Schädels zur Aufnahme der Zähne.

Gesichtsschädel Kiefer Zahnhalteapparat Zähne

Zum Gesichtsschädel gehört der Kiefer, der den Teil zur Nahrungsaufnahme bildet und darum auch bezahnt ist.

Gesichtsschädel

Die Knochen des Gesichtsschädels bilden die knöcherne Grundlage vom Gesicht zu dem die Knochen der Oberkiefer (Maxilla) und der Unterkiefer (Mandibula) zählen und massgeblich die Form des Gesichtes bestimmen.

Beide Kiefer enthalten die Zähne und bilden, zusammen mit dem rechten und linken Gaumenbein (Os palatinum), die knöcherne Grundlage der Mundhöhle.

Der Zahnhalteapparat (Parodontium) ist das funktionelle Verankerungssystem der Zähne, denn die Zähne sind im Kiefer in den Zahnfächern (Alveolen) verankert.

Der Kiefer besteht aus dem Oberkiefer (lat. Maxilla) und dem Unterkiefer (lat. Mandibula).

Zähne und Kiefer sind ein wichtiger Bestandteil des Kauorgans, welches nicht alleine für die Nahrungsaufnahme von Bedeutung ist, denn es prägt den Menschen insgesamt.

Gesichtsschädel, Kiefer und Zähne beeinflussen das Aussehen sowie das Sprechen und nicht selten auch das Verhalten den Mitmenschen gegenüber.

Gesichtsschädel Alveolarbogen Schädelaufbau

Das Erscheinungsbild und die Ästhetik des Menschen können durch Zahnverlust eines einzelnen Zahnes erheblich beeinträchtigt sein.

Zahnverlust führt zu Störungen des Kausystems und kann später  zu ernsthaften Erkrankungen führen.

Die vollständige Zahnlosigkeit eines oder beider Kiefer ist eine erhebliche Belastung für viele Betroffene, denn die fehlende Stützfunktion durch ein Gebiss lässt die Gesichtsform erschlaffen, sodass das Erscheinungsbild vom Gesichtsausdruck sich stark verändert. Darum haben ältere Menschen grosse Probleme mit dem Prothesenhalt, im Besonderen im Unterkiefer, sodass die Nahrungsaufnahme und evt. auch das Sprechen schwieriger wird.

Alveolarbogen - Schädelaufbau

Der Schädel ruht auf der Wirbelsäule, wobei er durch die besondere Gestaltung der obersten beiden Halswirbel sehr gut gegenüber dem Rumpf bewegt werden kann. Nach seinem Aufbau unterscheidet man: den Hirnschädel, der eine Schutzhülle um das Gehirn bildet, und den Gesichtsschädel, der die Augenhöhle, Mundhöhle und Nasenhöhle umrahmt.


Hirnschädel

Der Hirnschädel bildet eine schützende Hülle um das Gehirn.

Beim äusseren Aufbau unterscheidet man das Schädeldach und die Schädelbasis.

Hirnschädel Schädel Oberkiefer Unterkiefer

Die einzelnen Schädelknochen sind durch bindegewebige Schädelnähte fest miteinander verbunden.

Beim Neugeborenen liegen zwischen den Knochen des Schädeldaches jedoch noch breite bindegewebige Lücken, die aufgrund der dort tastbaren Pulswellen Fontanellen genannt werden.

Das Stirnbein bildet zusammen mit den beiden Scheitelbeinen, dem Hinterhauptbein und den Schläfenbeinen eine knöcherne Kapsel um das Gehirn, die im Zentrum durch das Keilbein abgeschlossen wird. Im Bereich der Schädelbasis ist der Schädel gelenkig mit der Wirbelsäule verbunden. Durch die grosse Beweglichkeit der ersten beiden Halswirbel (Atlas und Axis) ist der Schädel in allen drei Raumrichtungen gut beweglich. Im Hinterhauptbein liegt das Foramen magnum (grosses Loch). Durch dieses Loch gelangt das Rückenmark zum Gehirn. Im Schläfenbein befindet sich der Hörapparat und Gesichtsapparat. Der um das Ohr besonders harte Knochen des Schläfenbeins wird auch als Felsenbein bezeichnet. Hinter dem Felsenbein liegt der Warzenfortsatz, der luftgefüllte Hohlräume enthält, die mit dem Mittelohr in Verbindung stehen. Nach vorne liegt an der Unterseite des Schläfenbeins die Gelenkpfanne für das Kiefergelenk. Das Keilbein enthält im Zentrum eine luftgefüllte Nasennebenhöhle, die Keilbeinhöhle. An der Oberseite hat das Keilbein eine kleine sattelförmige Mulde, in der die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) liegt. Das vorne gelegene Stirnbein besteht bis zum 2. Lebensjahr aus zwei getrennten Knochen, die dann jedoch nahtlos miteinander verschmelzen. Das Stirnbein enthält wie das Keilbein eine luftgefüllte Nasennebenhöhle, die Stirnhöhle.

Gesichtsschädel

Der Gesichtsschädel wir in seiner Form wesentlich vom Oberkiefer und Unterkiefer bestimmt.

Der Gesichtsschädel bildet den knöchernen Rahmen für die Augenhöhle, Mundhöhle und Nasenhöhle.

Oberkiefer Maxilla
Unterkiefer Mandibula
Jochbein Os zygomaticum
Gaumenbein Os palatinum
Nasenbein Os nasale
Tränenbein Os lacrimale
Pflugscharbein Vomer
Siebbein Os ethmoidale
Untere Nasen Concha nasalis
Muschel inferior

Oberkiefer Maxilla

Der Oberkiefer bildet auch einen Teil des Gaumens und damit das Dach der Mundhöhle.

Oberkiefer Maxilla Kieferknochen Kiefergelenk

Der Oberkiefer hat einen starken Einfluss auf das Volumen der Nasenatmung, den er bildet auch den Boden und die Seitenwand der Nasenhöhle.

Der paarig angelegte Oberkiefer bildet das Zentrum des mittleren Gesichtsabschnitts.

Beide Oberkieferknochen bestehen jeweils aus einem Körper, in dem die luftgefüllte Kieferhöhle liegt, und vier Fortsätzen.

Der Oberkiefer (lat. Maxilla) ist ein paariger Knochen des Gesichtsschädels, bildet den Boden der Augenhöhle und enthält die Kieferhöhle (Sinus maxillaris).

Der Oberkiefer besitzt im Gegensatz zum Unterkiefer keinen Wachstumsplan, was ihn durch verschiedene Störeinflüsse manipulierbar macht. Durch den Oberkiefer zieht der Nerv infraorbitalis bzw. Ast des Nervus maxillaris des Nervus trigeminus und innerviert diesen Knochen inkl. aller Oberkieferzähne. Er tritt am Foramen infraorbitale unterhalb der Augenhöhle aus dem Oberkiefer an die Oberfläche. Auch sind weitere Äste des Nervus maxillaris an der Innervation des Gaumens beteiligt. Die Blutversorgung erfolgt durch die Arteria maxillaris.

Es gibt vier Fortsätze des Oberkiefers:

Stirnfortsatz (Processus frontalis), der die Nase begrenzt und entlang der Augenhöhle zum Stirnbein verläuft.
Jochbeinfortsatz (Processus zygomaticus) der eine breitbasigen Verbindung zum seitlich gelegenen Jochbein bildet.
Gaumenfortsatz (Processus palatinus), der gemeinsam mit dem Gaumenbein die knöcherne Abgrenzung zwischen Mundhöhle und Nasenhöhle bildet.
Alveolarfortsatz (Processus alveolaris), der die Alveolen (Zahnfächer) für die Oberkieferzähne enthält.

Bei mehrwurzligen Zähnen werden die Zahnfächer durch kleine Knochensepten unterteilt.

Den hinteren Abschluss vom Alveolarfortsatz bildet ein Knochenhöcker (Tuber maxillae). Zwischen den Gaumenfortsätzen befindet sich im Bereich der oberen Schneidezähne ein keilförmiger, selbständig angelegter Knochen, der als Zwischenkiefer (Os incisivum) bezeichnet wird und ist im Normalfall mit dem Oberkieferknochen verwachsen. Bei Lippenspalten, Kieferspalten und Gaumenspalten ist dieser Knochen vom Oberkiefer getrennt. Im Oberkiefer befinden sich mehrere Austrittslöcher für Nerven und Gefässe, das Foramen infraorbitale unterhalb der Augenhöhle und das Foramen incisivum im Gaumen hinter den Schneidezähnen.


Unterkiefer Mandibula

Der Unterkiefer des Gesichtsschädels besteht aus dem hufeisenförmigen Unterkieferkörper.

Der Unterkiefer ist ein Knochen des Gesichtsschädels und besteht aus dem hufeisenförmigen Unterkieferkörper und auf beiden Seiten einem aufsteigenden Unterkieferast (Ramus mandibulae).

Unterkiefer Mandibula Kiefergelenk Schläfenbein

An diesem befinden sich ein Muskelfortsatz und der Gelenkfortsatz mit dem Kiefergelenksköpfchen, der das Kiefergelenk bildet.

Unterkiefer

Der bogenförmige Unterkiefer (Mandibula) ist als einziger Knochen des Kopfes beweglich mit dem Schädel verbunden.

Der Unterkiefer bildet dabei beidseitig mit dem Schläfenbein das Kiefergelenk. Der Unterkiefer besteht aus einem Kompakten Körper (Corpus mandibulae), der auf beiden Seiten jeweils in einen aufsteigenden Ast (Ramus mandibulae) übergeht. Am Übergang befindet sich der Kieferwinkel. Am Unterkieferkörper unterscheidet man die Unterkieferbasis vom zahntragenden Alveolarfortsatz (Processus alveolaris). Unter den Wurzelspitzen der Prämolaren befindet sich an der Aussenseite des Unterkiefers eine Öffnung, das Foramen mentale. Der aufsteigende Unterkieferast hat nach oben hin zwei Fortsätze, den Muskelfortsatz (Processus muscularis) für den Ansatz des Schläfenmuskels und den Gelenkfortsatz (Processus articularis bzw. Processus condylaris) mit dem walzenförmigen Kopf, der durch einen kurzen Hals vom aufsteigenden Ast abgesetzt ist. Auf der Innenseite des aufsteigenden Unterkieferastes befindet sich das Foramen mandibulare. Hier beginnt ein Knochenkanal, der Canalis mandibulae (Mandibularkanal), der im Unterkiefer nach vorne bis zum Foramen mentale zieht. Im Mandibularkanal verläuft der Nervus alveolaris inferior mit begleiteten Blutgefässen. Von diesem Nerven ziehen Nervenfasern zu den Wurzelspitzen der Unterkieferzähne und zum Zahnfleisch. Im Bereich des Foramen mentale geht der Nervus alveolaris inferior in den Nervus mentalis über. Er versorgt die Kinnregion und Unterlippe der betreffenden Seite. Für den Ansatz von Muskeln befindet sich an der Innenseite des Unterkiefers im Kinnbereich ein kleiner Dorn, die Spina mentalis. Im Bereich der Unterkieferinnenseite liegt weiterhin noch eine schräg verlaufende Leiste, die Linea mylohyoidea. Hier hat der gleichnamige Musculus mylohyoideus seinen Ursprung.

Kaumuskeln am Unterkiefer

Am Unterkiefer setzen die vier Kaumuskeln an, die für den Kieferschluss (Okklusion) sorgen.

Das vorspringende Kinn ist bei den Europäern am stärksten ausgebildet und ein Erwerb des rezenten Menschen. An der Innenseite des Unterkieferastes sitzt eine Knochenzunge (Lingula), die das Foramen mandibulae überdeckt, die Eintrittsstelle des Nervus alveolaris inferior (aus Nervus mandibularis des Nervus trigeminus). Der Nerv verläuft in einem Kanal unter den Wurzelspitzen und verlässt als Nervus mentalis den Unterkieferkörper am Foramen mentale, im Bereich der Prämolaren. Die Blutversorgung des Unterkieferknochens erfolgt über die Arteria alveolaris inferior. In der Unterkiefergabel befinden sich die Rezeptoren, die den Blutdruck regulieren. Als Kinn wird die untere Vorderseite des Unterkiefers bezeichnet, die von der Protuberantia mentalis und den beiderseitigen lateralen Höckerschen (Tubercula mentalia) gebildet wird.


Aufbau vom Knochen

Die Knochensubstanz wird von Knochen bildenden Zellen aufgebaut, den Osteoblasten bzw. Knochen bildenden Zellen.

Kauorgan, Aufbau Knochen, Knochengewebe

In der Markhöhle zwischen den Bälkchen der Spongiosa befindet sich das Knochenmark und dient der Blutbildung, verfettet jedoch im Laufe des Lebens vor allem in den langen Röhrenknochen.

Das Knochengewebe bildet als Skelett bzw. das Stützgerüst des Körpers und besteht aus Knochenzellen (Osteozyten) sowie einer verkalkten Zwischenzellsubstanz.

Diese mineralische Zwischenzellsubstanz verleiht dem Knochen grosse Festigkeit gegenüber Druck, Zug, Biegung und Drehung. Die mineralische Zwischenzellsubstanz besteht hauptsächlich aus Hydroxylapatit, einer chemischen Verbindung vorwiegend aus Kalzium und Phosphat. Knochengewebe wird ständig erneuert. Diese Osteoblasten wandeln sich später zu nicht mehr teilungsfähigen Osteozyten (Knochenzellen) um. Zum Umbau des Knochens sind zusätzlich noch Knochenabbauende Zellen vorhanden, die Osteoklasten (Knochen abbauende Zellen). Unter dem Mikroskop erkennt man beim Knochen des Erwachsenen einen geordneten, lamellenartigen Aufbau. Man spricht daher auch von Lamellenknochen. Die einzelnen Knochenlamellen sind in mehreren kreisförmigen Schichten um kleine zentrale Knochenkanäle (Havers- Kanäle) angeordnet, in denen die versorgenden Blutgefässe und Nerven verlaufen. Der zentrale Kanal stellt dabei mit den umgebenden Knochenlamellen eine Baueinheit des Knochens dar, das Osteon (Knochen) bzw. Havers- System. Querkanäle, die so genannten Volkmann- Kanäle, verbinden die in den Havers- Kanälen enthaltenen Blutgefässe und Nerven mit dem Periost. Das Periost (die Knochenhaut) umgibt den Knochen. Es wird von straffem Bindegewebe gebildet und enthält Gefässe und Nerven. Dadurch kann vom Periost aus der Knochen ernährt und die Neubildung von Knochensubstanz angeregt werden. Durch die Nervenfasern ist die Knochenhaut sehr schmerzempfindlich. Die äussere Wand des Knochens wird von einer stabilen Knochensicht gebildet, der Kompakta beziehungsweise Kortikalis. Im Inneren enthält der Knochen ein schwammartiges Gerüstwerk aus feinen Knochenbälkchen, die Spongiosa (Schwamm). Die fachwerkähnlich zusammengesetzten Spongiosabälkchen sind dabei so angeordnet, dass sie dem Knochen bei geringem Gewicht grossen Halt geben. Die an den Gelenkenden einwirkenden Druck- und Zugkräfte werden durch die Spongiosa auf die feste Wand der Kompakta abgeleitet.

Alterung der Kieferknochen

Knochen werden im Alter brüchiger und ab dem 35. Lebensjahr verliert der Kieferknochen mehr Knochenmasse als produziert wird.

Frauen verlieren vom 40. zum 70. Lebensjahr etwa 40% ihrer Knochenmasse, wenn sie über die Nahrung zu wenig Kalzium aufgenommen oder zu viel Kalzium über den Urin ausgeschieden haben. Der Körper holt sich das fehlende Kalzium über dem Knochen selbst, auch wenn seine Stabilität darunter leidet.


Knochen (Osteo)

Die Osteomyelitis entsteht beim Kieferknochen durch eine Infektion vom Knochenmark und ist ein entzündlicher Prozess.

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Ostitis ist eine Knochenentzündung wobei der Kieferknochen nicht aktiv beteiligt ist, denn bei der Kieferknochenentzündung ist immer nur die Knochenhaut (Periost), Markraum und Havers Kanäle beteiligt, denn die Knochengrundsubstanz wird nur sekundär in Mitleidenschaft gezogen wird.

Osteopathie

Osteopathie ist ein Therapieansatz, denn "Osteo" bedeutet Knochen und "pathie" steht für Krankheit.

Osteopathie ist ein ganzheitlicher Therapieansatz, der meist nicht nur das Knochensystem, sondern den Körper als Ganzes behandelt. Als Osteitis bezeichnet man eine Entzündung vom Knochen (Knochenmark), doch meist sind am Entzündungsprozess weiter Knochenbeteiligungen wie die Knochenhaut etc. sodass nicht von Osteomyelitis gesprochen wird sondern der Begriff Osteitis verwendet wird. Eine Ostitis ist eine Knochenentzündung und Periostitis eine Knochenhautentzündung. Das Auftreten einer Osteitis als infektiöse Entzündung vom Knochenmark ist abhängig von der Anzahl der eingebrachten Keime, der Virulenz (krankmachenden Eigenschaften eines Erregers) der Keime und dem Schädigungsgrad von Knochenteilen und Weichteilen, was meist sehr starke Kieferschmerzen verursacht.

Osteitis der Kieferknochen

Ostitis ist eine Entzündung vom Knochengewebe die von den Gefässen der Havers-Kanäle ausgeht oder vom Markraum ausgehend als Osteomyelitis und Periostitis ist eine Entzündung der Knochenhaut wie Alveolitis eine Entzündung ist die auf eine Alveole begrenzt ist.

Die Osteitis (Osteomyelitis) ist eine Infektion vom Knochen, die von verschiedenen Bakterien verursacht sein kann und zählt zu den schwierigsten zu behandelnden Erkrankungen, denn bei einer Ostitis (Knochenentzündung) handelt es sich um eine Entzündung der Havers-Kanäle und Volkmann-Kanäle im Knochen wie auch beim Kieferknochen. Eine Infektion vom Knochenmark wird als Osteomyelitis bezeichnet die meist infolge einer periapikalen Ostitis (Knochenentzündung) entsteht. Die fortgeleiteten Infektionen entzündlicher Herde (Infektionsherd) im Kieferbereich und Gesichtsbereich sind meist Ursache für das Auftreten einer Osteomyelitis. Eine parodontale Infektion oder eine Ostitis kann nach Zahnextraktion (Zahnentfernung) wie auch durch eine Verletzung vom Kiefer (Kiefertrauma) entstehen und Kieferschmerzen durch Infektionen entstehen. Dieser Zustand vom Kieferabszess kann starke Schmerzen verursachen, ist aber meist gut beherrschbar, denn Gefährlich wird es, wenn sich eine Entzündung im Knochen bzw. Osteomyelitis oder auch im benachbarten Bindegewebe Phlegmone verbreitet, ohne dass es dem Körper gelingt, den Zustand abzugrenzen. Im Verlauf einer Osteomyelitis kann eine Kiefernekrose entstehen, was das Absterben von Kieferknochen oder Kieferknochenbereiche bedeutet, was auch als Sequester (abgestorbenes Gewebestück) bezeichnet wird.

Nebst den Zähnen sind die Knochen das härteste Gewebe des Körpers.

Knochen wiegt nicht viel, ist aber doppelt so hart wie Granit und nicht weniger zugkräftig als Gusseisen. Knochen ist das kompakte Material eines Menschen, das menschliche Skelett macht nur etwa zwölf Prozent des gesamten Körpergewichts aus. Die Knochen eines fünfzig Kilogramm schweren Menschen wiegen also nur etwa sechs Kilogramm. Knochen sind lebendige Substanz Zellgewebe. In dieses Bindegewebe ist Kalzium eingelagert, das den Knochen ihre hohe Festigkeit gibt, so dass sie die lebenswichtigen Körperorgane schützen und stabilisieren können. Die einzelnen Bestandteile des Knochens sind Wasser ca. 25 Prozent, organische Stoffe hauptsächlich das Protein Ossium und schliesslich anorganische Mineralien wie Kalzium, Phosphor, Magnesium sowie in geringen Mengen Eisen, Kalzium, Natrium, Chlor und Fluor.

Knochen weisen vier Bestandteile auf

Die kompakte Knochenmasse, aus der die dicke, äussere Knochenschicht gebildet ist. Sie umgibt den inneren Kern aus Knochenbälkchen und ist in der Mitte eines Knochens besonders stark ausgeprägt, so dass er gut vor Deformierungen geschützt ist. Um die kompakte Knochenmasse herum legt sich als äusserste Hülle die Knochenhaut. Kleine Knochenbälkchen im Inneren des Knochens. Sie bilden ein schwammartiges Füllmaterial, das den Knochen äusserst stabil macht, ohne dass er schwer wird.

Knochenhaut

Die Knochenhaut ist die harte Knochenrinde, die den Knochen von aussen umgibt. Die Knochenhaut enthält besondere Zellen, die Osteoblasten genannt werden und aus denen sich neue Knochenzellen bilden. Diese tragen zum Wachstum und zur Regeneration der Knochen bei.

Knochenmark

Das Knochenmark ist in den Hohlräumen der grosse Knochen eingelagert. Im Knochenmark werden alle Blutzellen geboren, am Tag bis zu fünf Milliarden. Das fetthaltige Gewebe bildet rote Blutkörperchen (Erythrozyten) zum Sauerstofftransport, Blutplättchen (Trombozyten) für die Gerinnung und verschiedene weisse Blutkörperchen (Leukozyten) für das Immunsystem.

Knochenarten

Die langen Knochen bestehen aus zwei Knochenenden (Epiphyse) und einem Knochenschaft (Diaphyse)
Röhrenknochen (Ossa longa), Oberarmknochen (Humerus), Elle (Ulna), Speiche (Radius), Oberschenkelknochen (Os femoris), Schienbein (Tibia), Wadenbein (Fibula), und Fingerknochen (Fallangen).
Kurze Knochen (Ossa brevia), ungeformte Knochen wie der Handwurzelknochen
Sesambeine (Ossa sesamoidea), kleine rundliche Knochen, die variabel auftreten können, wie Kniescheibe (Patella)
Platte Knochen (Ossa plana), Schädel (Cranium), Rippen (Costae), Schulterblatt (Scapula), Brustbein (Sternum) und Becken (Ossa coxae)
Luftgefüllte Knochen (Ossa pneumatica), enthalten mit Schleimhaut ausgefüllte Hohlräume, am Schädel das Stirnbein (Os frontale)
Unregelmässige Knochen (Ossa irregularia). Sie lassen sich den anderen Knochentypen nicht zuordnen, wie zum Beispiel Wirbel (Vertebrae) der Wirbelsäule oder der Unterkieferknochen (Mandibula).


Kieferhöhle (Sinus maxillaris)

Die Kieferhöhle reicht beim Erwachsenen bis zu den Wurzeln der oberen Seitenzähne, von denen sie häufig nur durch eine dünne Knochenlamelle getrennt ist.

Kieferhöhle Sinus maxillaris, Inneren Oberkiefer

Von einer Entzündung im Bereich der Wurzelspitze eines oberen Seitenzahns kann daher eine Kieferhöhlenentzündung (Sinusitis maxillaris) ausgehen.

Bei der Extraktion eines oberen Seitenzahnes kann andererseits die dünne Knochenlamelle zur Kieferhöhle einreissen. Es entsteht dann eine Verbindung zwischen Mundhöhle und Kieferhöhle, eine so genannte Mund- Antrum- Verbindung (MAV), die wieder verschlossen werden muss.

Die Kieferhöhle liegt im Inneren des Oberkiefers und wird auch Sinus maxillaris oder Antrum Highmori genannt.

Gemeinsam mit der Stirnhöhle, der Keilbeinhöhle und den Siebbeinzellen bilden die beiden neben der Nase gelegenen Kieferhöhlen ein System von luftgefüllten Nasennebenhöhlen, die mit der Nase in Verbindung stehen.

Kieferhöhle Sinus maxillaris
Stirnhöhle Sinus frontalis
Keilbeinhöhle Sinus sphenoidalis
Siebbeinzellen Cellulae ethmoidales

Gaumenbein

Das Gaumenbein (Os palatinum) ist ein Knochen des Gesichtsschädels der neben dem Oberkiefer zur Abgrenzung von Nasenhöhle und Mundhöhle beiträgt und den hinteren Teil des harten Gaumens (Palatum durum) stützt. Das Gaumenbein bildet sich aus Gaumenbeinfortsätzen, die aus den Oberkieferwülsten entwachsen und sich aufeinander zu bewegen sodass sie sich in der Mitte der Mundhöhle treffen und so die Trennung zur Nasenhöhle bilden. Bei einer Störung kann die Vereinigung fehlerhaft sein oder ausbleiben was als Gaumenspalte bezeichnet wird. Diese Gaumenspalte kann isoliert auftreten, vielfach aber in Verbindung mit einer Lippen-Kiefer-Spalte.

Das paarig angelegte L- förmige Gaumenbein (Os palatinum) bildet das hintere Drittel des knöchernen Gaumens.

Für den Durchtritt der Gaumenarterie und des Gaumennerven enthält es etwa in Höhe der oberen Weisheitszähne ein Loch, das Foramen palatinum majus. Neben dieser relativ grossen Öffnung befinden sich in der Regel noch mehrere kleinere Durchtrittsstellen für weitere Nerven und Gefässe.


Jochbein bei Menschen

Im Gesichtsschädel ist das Jochbein ein paariger Knochen am seitlichen Rand der Augenhöhlen.

Das Jochbein wird auch als auch Wangenbein, Backenknochen oder Jugale bezeichnet, das den Hauptkaudruck der Backenzähne bzw. Mahlzähne "Molaren" ableitet. Die oberen äusseren Wangenregion bzw. der Jochbeinbereich schafft beim Gesicht eine ästhetisch schöne Gesichtsform, die beim Mensch eine Dreiecksform mit einer oben liegenden Basis hat. Das Jochbein besteht aus der Wangenfläche (Wangenknochen), der Schläfenfläche und der Augenhöhlenfläche, das eine glatte Knochenfläche ist, die mit dem Oberkiefer und dem Os sphenoidale zusammen einen Bodenanteil mit der seitlichen Wand der Augenhöhle bildet. Das Jochbein (Jugale) verfügt über den Stirnkeilbeinfortsatz, den Oberkieferfortsatz und den nach hinten gerichteten Schläfenfortsatz. Das Jochbein (Os zygomaticum) bildet den seitlichen Rahmen vom Gesichtsschädel und verbindet den Oberkiefer an der Seite nach oben zum Stirnbein und nach hinten über den Jochbogen zum Schläfenbein. Einige Menschen haben auffallend vorstehenden Wangenknochen die durch Verbindung zweier Knochen gebildet werden, so dem Jochbogen und einem Teil vom Schläfenbein.

Jochbein formt ästhetisch schöne Gesichtsform

Das Jochbein ist ein Wangenknochen, der seitlich am Gesichtsschädel angebracht ist und ein Teil vom Auge umgibt.

Das Jochbein, ein Wangenbein bzw. Backenknochen

Das Jochbein (Os zygomaticum) bildet den seitlichen Rahmen vom Gesichtsschädel.

Das Jochbein als Backenknochen wird auch als Jugale oder Wangenbein bezeichnet und ist ein paariger Knochen vom Gesichtsschädel am seitlichen Rand der Augenhöhlen. Sein nach hinten gerichteter Schläfenfortsatz bildet den vorderen Teil vom Jochbogen. Als Jochbogenfraktur wird eine isolierte Stückfraktur vom Jochbogen bezeichnet. Der Knochen formt einen Teil der Wand der Augenhöhle und der Nasenhöhle. Die Wangenknochen sind grösstenteils für das Aussehen vom menschlichen Gesicht zuständig. Das Jochbein verbindet den Oberkiefer an der Seite nach oben zum Stirnbein und nach hinten über den Jochbogen zum Schläfenbein. Als Gesichtsschädelknochen begrenzen das Jochbein und das Tränenbein (Os lacrimale) einen Teil der Augenhöhle. Das Tränenbein liegt im Bereich des Ausführungsgangs der Tränendrüse in Höhe vom mittleren Augenwinkel, wo die Tränen beim Weinen aus dem Auge treten.


Siebbein

Das in der Mitte gelegene Siebbein (Os ethmoidale) bildet gemeinsam mit dem Pflugscharbein die Nasenscheidewand.

Das Siebbein ist ein Knochen des Hirnschädels und liegt am Ende der Nasenhöhle an der Grenze zur Schädelhöhle. Das Siebbein bildet die obere und mittlere Nasenmuschel und grenzt die Nasenhöhle nach oben zum Gehirn ab. Das Siebbein enthält zahlreiche dünnwandige Knochenkammern (die luftgefüllten Siebbeinzellen), die mit der Nasenhöhle in Verbindung stehen. Die unteren Nasenmuscheln werden jeweils von einem länglichen eigenständigen Knochen gebildet. Zwischen den beiden Stirnfortsätzen des Oberkiefers befinden sich die beiden Nasenbeine. Sie bilden den knöchernen Teil des Nasenrückens. Nach hinten schliessen sich an die Stirnfortsätzen des Oberkiefers befinden sich die beiden Nasenbeine. Sie bilden den knöchernen Teil des Nasenrückens. Nach hinten schliessen sich an die Stirnfortsätze des Oberkiefers beidseits die Tränenbeine an. Sie gehören zur mittleren Begrenzung der Augenhöhle und enthalten jeweils eine Rinne für den Tränenkanal.


Zungenbein

An diesem U-förmigen Knochen setzten zahlreiche Muskeln des Mundbodens, der Zunge und des Halses an.

Zungenbein Os hyoideum U-förmiger Knochen

Embryonal entsteht das Zungenbein aus den Knorpeln des 2. und 3. Kiemenbogens. 

Das Zungenbein (Os hyoideum) befindet sich am Übergang vom Mundboden zum Hals.

Das Zungenbein ist ein kleiner gebogener Knochen am Mundboden unterhalb der Zunge und ist nicht mit dem restlichen Skelett verbunden, sondern nur an Muskeln und Bändern aufgehängt. 


Kiefergelenke

Das Gelenk vom Kiefer bzw. die Kiefergelenke verbinden den Unterkieferknochen (Mandibeln) mit dem Schläfenbein (Temporalknochen) vom Schädel.

Das Kiefergelenk ist bei Menschen eine bewegliche Verbindung zwischen dem Unterkiefer und dem übrigen Schädel. Im menschlichen Körper haben die Kiefergelenke komplizierte Strukturen wie auch vielfältige Verbindungen zu anderen Organen, so können Beschwerden entstehen, wenn der Biss nicht ganz stimmt und der Zahnarzt von einer "Craniomandibulären Dysfunktion" oder Dysfunktion des Kiefers spricht, die auch als CMD-Syndrom bekannt ist.

Kiefergelenk, Gelenk der Kiefer Gelenkkopf 

Die Kieferorthopädie befasst sich mit der Verhütung, Erkennung und Behandlung von Fehlstellungen der Zähne und der Kieferfehlstellung.

Das Gelenk vom Kiefer ist komplex

Das Gelenk vom Kiefer ist die bewegliche Verbindung zwischen dem Unterkiefer und dem übrigen Schädel.

Der Unterkiefer ist mit dem Gehirnschädel als Leitzentrale über das Kiefergelenk beweglich verbunden, so dass die Kiefergelenke Drehbewegungen und Gleitbewegungen durchführen können. Beide Kiefergelenkseiten arbeiten gleichzeitig und sind voneinander abhängig, wobei sich jeder Gelenkkopf normal ohne Schädigung aus der Grube heraus und wieder zurückbewegt. 

Aufbau des Kiefergelenks

Das Kiefergelenk ist fast dauernd in Bewegung und dient als Verbindungselement zwischen Kiefer und dem fest sitzenden Teil des Kopfes.

Im Schläfenbein befindet sich vor dem Gehörgang die Gelenkpfanne (Gelenkgrube, Fossa articularis). Sie wird nach vorne durch einen Knochenhöcker (Tuberculum articulare) begrenzt. Die Gelenkgrube nimmt den walzenförmigen Gelenkkopf (Kondylus) auf. Zwischen Gelenkkopf und Gelenkpfanne befindet sich eine Knorpelscheibe (Discus articularis), die das Gelenk in eine untere und eine obere Kammer unterteilt. Die Gelenkflächen des Kondylus sowie der Gelenkgrube sind dabei zur Verminderung der Reibung mit einer dünnen Knorpelschicht überzogen. Die bindegewebige Gelenkkapsel umgibt das Kiefergelenk vollständig und sondert die Gelenkschmiere (Synovia) zur Erhöhung der Gleitfähigkeit ab.

Gelenk der Kiefer

Das Kiefergelenk befindet sich neben dem Gehörgang und besteht aus Gelenkkopf, Gelenkpfanne, Faserknorpel-Scheiben, Bändern und Muskeln zur Stabilisation.

Die Gelenkseiten arbeiten paarig, wobei der Gelenkkopf sich aus der Grube heraus und wieder zurückbewegt ohne Schaden daran zu nehmen. Der Unterkiefer ist auf beiden Seiten durch das Kiefergelenk beweglich mit dem Schläfenbein verbunden. Das Kiefergelenk ist als einziges Doppelgelenk auch das kleinste, beweglichste und am häufigsten genutzte Gelenk des menschlichen Körpers. Das Kiefergelenk hat die Fähigkeit, sich in alle 3 Achsenrichtungen zu bewegen und kann auch seitlich versetzte Veränderungen der Position durchführen. Das Kiefergelenk hat durch die Einbindung in das Haltesystem des Kopfes einen grossen Einfluss auf die gesamte Statik des Oberkörpers, das auch Koordinationsglied zwischen Muskulatur und Halswirbelsäule ist. Die Komplexität macht das Kiefergelenk bei verschobener Zentrik in der Mundhöhle und Körperstatik besonders anfällig. 

Funktion des Kiefergelenks

Bei allen Bewegungen des Unterkiefers müssen stets beide Kiefergelenke zusammenwirken.

Man unterscheidet drei verschiedene Bewegungen im Kiefergelenk, also Drehbewegung, Gleitbewegung und Seitwärtsbewegung.

Drehbewegung vom Kiefergelenk

Das Kiefergelenk ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers.

Drehbewegung in der unteren Gelenkkammer, die in der ersten Phase der Mundöffnung sowie in der letzten Phase beim Kieferschluss stattfindet.

Seitwärtsbewegung vom Kiefergelenk

Bei Seitwärtsbewegungen (Rotation) arbeiten beide Gelenke in unterschiedlicher Weise zusammen. Bei der Drehbewegung nach rechts z.B. führt der rechte Gelenkkopf eine reine Drehbewegung aus, wobei er auch geringgradig zur Seite gedrückt wird. Der linke Gelenkkopf gleitet währenddessen nach vorne unten zum Tuberculum articulare. Bei einer Seitwärtsbewegung nach links ist es entsprechend umgekehrt. Kaubewegungen sind in der Regel kombinierte Drehbewegungen und Gleitbewegungen. Das Kiefergelenk wird daher als ein Drehgelenk und Gleitgelenk bezeichnet.

Gleitbewegung vom Kiefergelenk

Gleitbewegung in der oberen Gelenkkammer. Der Unterkiefer gleitet in der zweiten Phase der Mundöffnung sowie bei der reinen Vorschubbewegung mit dem Diskus nach vorne auf das Tuberculum articulare. Beim Kieferschluss sowie bei der Rückbewegung des Unterkiefers verlaufen die Bewegungen entsprechend umgekehrt. Man kann sie gut mit dem Zeigefinger vor dem Ohrläppchen tasten.

Das vielseitigste Körpergelenk ist das Kiefergelenk

Das Kiefergelenk ist das vielseitigste Körpergelenk, da es sowohl Drehbewegungen als auch Gleitbewegungen ausführen kann.

Das Kiefergelenk befindet sich vor dem Ohr und besteht aus einem Kiefergelenkköpfchen (Gelenkfortsatz des Unterkiefers) und einer Kiefergelenkpfanne an der Schädelbasis. Dazwischen befindet sich eine Faserknorpelscheibe. Ein perfektes Zusammenspiel der Kiefer und der Kiefergelenke mit möglichst geringer Knorpelbelastung ist bei Menschen wegen den vielfältigen Verbindungen zu anderen Organen und Strukturen sehr wichtig. Sofern der Biss nicht stimmt, können Beschwerden entstehen die über das Kiefergelenk-knacken hinausgehen, wenn eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD-Syndrom) mit vielfältigen Beschwerden vorliegt, was Verspannungen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen, Haltungsfehler oder auch Magen- und Darmprobleme sein können.

Das Kiefergelenk "Articulatio temporomandibularis" ist die Verbindung zwischen Unterkiefer und Schläfenbein.

Gelenk vom Kiefer Gleitbewegung Kiefergelenk

Bei falscher Belastung durch Knirschen oder falscher Füllungshöhe kann es beim Kiefergelenk zu schmerzhaften Gelenkentzündungen kommen.

Wegen der Nähe des Kiefergelenks zum Gehörgang sucht der Patient häufig zuerst mit vermeintlichen Ohrenschmerzen einen HNO-Arzt auf.

Der Achspunkt ist ein zentraler festgelegter Punkt im Bereich der Kiefergelenke, der die imaginäre Durchtrittsstelle der Gelenkachse durch die haut darstellt. Das Kiefergelenk ist das Gelenk, das den Unterkiefer gegen den Oberkiefer bewegt. Kiefergelenkbeschwerde ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Fehlfunktionen des Kiefergelenks. Kiefergelenkbeschwerden sind gekennzeichnet durch Schmerzen unter Funktion und oder auch einer eingeschränkten Mundöffnung.

Kiefergelenkerkrankung

Sekundäre Kiefergelenkerkrankungen sind als Folge von Funktionsstörungen bzw. Fehlstellungen der Kiefer oder Zähne.
Primäre Kiefergelenkerkrankungen sind Entzündung des Kiefergelenks (Arthritis) durch bakterielle Infektion oder rheumatische Erkrankung oder Tumore im Gelenkbereich, Verletzungen und Entwicklungsstörungen.

Sekundäre Kiefergelenkerkrankungen und Primäre Kiefergelenkerkrankungen können bei Nichtbehandlung zu einer dauerhaften Schädigung des Gelenks (Arthrose, Ankylose) führen.
 
Die Kiefergelenkarthrose ist eine schmerzhafte Verschleisserkrankung der Gelenke. 


Kiefergelenkarthrose

Gelenkverschleiss wird meist durch eine mechanische Abnutzung der knorpeligen Gelenkflächen hervorgerufen die sich in Bewegungseinschränkungen und in Schmerzen am betroffenen Gelenk zeigen.

Kiefergelenkarthrose, Arthrose Kiefergelenk

Reibegeräusche sowie Schmerzen beim Öffnen und Schliessen des Mundes können Symptome einer Kiefergelenksarthrose sein.

Die Kiefergelenkarthrose ist eine schmerzhafte Verschleisserkrankung der Kiefergelenke.

Das Kiefergelenk ist das meist benutzte Gelenk des Körpers und ist ein sehr komplexes Gelenk, das sowohl Rotationsbewegungen (Drehen um eine Achse) und als auch Gleitbewegungen bzw. Verschieben auf einer Ebene durchführen kann.

Verschleisserkrankungen der Kiefergelenke können mit Schmerzen in den Kaumuskeln und Gelenken verbunden sein.

Kiefergelenksarthrose, Kiefergelenkschmerzen

Als weitere Merkmale werden bei der Kiefergelenkarthrose häufig Knacken und Reiben in den Kiefergelenken beobachtet.

Arthrose Kiefergelenk

Bei der Kiefergelenksarthrose können auch länger anhaltende Einschränkungen der Mundöffnung auftreten.

Zur Diagnostik der Verschleisserscheinungen von Kiefergelenken sind bildgebende Verfahren erforderlich. Dabei können sich typische Veränderungen an den Geweben der Kiefergelenke wie Abnutzungserscheinungen zeigen, denn das Kiefergelenk wird beim Abbeissen, Kauen, Sprechen und Schlucken in Bewegung gesetzt.


Knochenschwund Osteoporose

Osteoporose ist eine Skeletterkrankung und wird im Volksmund als Knochenschwund bezeichnet.

Osteoporose Schwund Kieferknochen Rückgang

Knochenschwund entsteht dann, wenn der Körper zum Abbau der Säuren so viele Basen braucht, die im Kreislauf nicht vorhanden sind, so dass die Knochen mit ihrem Calcium herhalten müssen, um die Säuren auszugleichen.

Rückgang vom Kieferknochen

Osteoporose ist der Rückgang vom Kieferknochen bzw. bedeutet Knochenschwund im Inneren des Knochens.

Die Osteoporose ist eine häufige Alters-Erkrankung des Knochens, die ihn für Brüche (Frakturen) anfälliger macht. Die auch als Knochenschwund bezeichnete Krankheit ist gekennzeichnet durch eine Abnahme der Knochendichte durch den übermässig raschen Abbau der Knochensubstanz und Knochenstruktur. Die erhöhte Frakturanfälligkeit kann das ganze Skelett betreffen. Die Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter. Am häufigsten 95 Prozent ist die primäre Osteoporose, das heisst diejenige Osteoporose, die im Gegensatz zur sekundären Osteoporose nicht als Folge einer anderen Erkrankung auftritt. 80 Prozent aller Osteoporosen betreffen postmenopausale (Wechseljahre) Frauen. 30 Prozent aller Frauen entwickeln nach der Menopause eine klinisch relevante Osteoporose. Sekundäre Osteoporosen sind seltener (5 Prozent), wobei Erkrankungen, die eine Behandlung mit Glukokortikoiden, die den Stoffwechsel, den Wasserhaushalt und Elektrolythaushalt sowie das Herz-Kreislaufsystem und das Nervensystem während einer längeren Zeitspanne erfordern und beeinflussen.

Die Knochenmasse nimmt etwa in den ersten 30. Lebensjahren zu, erreicht dann einen Höhepunkt und fällt in den späteren Lebensjahren langsam wieder ab.

Rückgang Kieferknochen Knochenschwund

Die Osteoporose entsteht meist aus einer unzureichenden Knochenbildung in jungen Jahren und einem beschleunigten Abbau in späterer Zeit.

Mit einem ausgeglichenen Säure Basen Haushalt kann man einen beschleunigten Kieferknochen-Abbau verhindern.

Die Nährstoffe unserer Nahrung bestehen aus Eiweissen, Fetten und Kohlenhydraten. Im Darm werden die Nährstoffe ans Blut weitergegeben und zunächst zur Leber transportiert. Von der Leber aus werden die Nährstoffe an die Zellen des Körpers verteilt, wobei Stoffe bzw. Abfallstoffe entstehen, die wieder ausgeschieden werden müssen, es sind die sogenannte Säuren. Sind zu viele Säuren da und der Körper kann nicht alles abtransportieren, so lagern sich die Säuren in Form von Kristallähnlichen Schlacken im Blut ab. Die Kristalle hängen sich an die roten Blutkörperchen. Werden die Blutkörperchen zu schwer durch Kristalle belastet, wird die Bewegung der Blutkörperchen eingeschränkt und unflexibel. Die Blutkörperchen können dann die Kapillargefässe nicht mehr passieren, und es entstehen Staus und Thrombosen (Verklumpung von Blutkörperchen). Der Druck im Blutsystem erhöht sich an den Staustellen. Herzinfarkt oder Schlaganfall sind möglich, auch können Gefässe platzen und Einblutung ins Gewebe erfolgen. Blutdrucksenkende Mittel sind also nur die Behandlung eines Phänomens und nicht die Behandlung der Ursache.

Osteoporose, Schwund vom Kieferknochen

Die Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter.

Die Osteoporose ist eine häufige Alters-Erkrankung vom Knochen. Bei der Osteoporose ist die verringerte Knochenmasse und eine poröse Knochenstruktur typisch, denn die Knochenmarkräume vergrössern sich erheblich, der Knochen wird geschwächt und neigt zu Spontanbrüchen.

In der Zahnheilkunde ist bei Veränderungen des Kieferknochens abzuklären, ob sie auf einer Osteoporose aufgrund Östrogenmangels beruhen, was auch Zahnfleischerkrankungen begünstigt.

Knochenrückgang Schwund vom Kieferknochen

Durch eine präperative Diagnostik sollte die Knochendichte bestimmt werden, da eine herabgesetzte Knochendichte z.B. die Verankerung und Einheilung von Zahnimplantaten negativ beeinflussen kann.

Der Krankheitsprozess von der Kieferknochenrückbildung tritt üblicherweise im höheren Lebensalter auf, kann aber infolge von Primärerkrankungen und Medikamenten auch in jüngeren Jahren vorkommen.

Bei der Kieferknochenrückbildung kommt es zu einem erhöhten Abbau von der Knochensubstanz wobei Qualität wie auch Masse des Knochengewebes kontinuierlich abnehmen.

Osteoporose ist kein Ausschlusskriterium für Zahnimplantate, denn Zahnimplantate können Kieferknochenschwund verhindern.

Implantate verhindern Kieferknochenschwund

Im Bereich von Zahnimplantaten bleiben die natürlichen Gewebsstrukturen durch die funktionelle Krafteinleitung erhalten.

Einem Knochenschwund wird mit Zahnimplantaten vorgebeugt, so dass auch die Proportionen des Gesichts besser erhalten bleiben. 


Zahnhalteapparat

Der Begriff Zahnbett wurde durch das Wort Zahnhalteapparat in der Fachwelt ersetzt, auch wenn beim lebendigen Menschen keine Apparate existieren.

Zahnhalteapparat Parodontium Zahnbett Zähne

Zum Zahnhalteapparat gehören das Zahnfleisch (Gingiva), die Wurzelhaut (Desmodont) und der Kieferknochen.

Der Zahnhalteapparat (Parodontium) ist das funktionelle Verankerungssystem der Zähne.

Der Zahnhalteapparat hat mechanische, sensorische und formative Aufgaben sowie Abwehrfunktionen. Elastische Fasern sorgen dafür, dass beim Nachlassen vom Druck durch das Beissen, der Zahn sich gering wieder aus der Endposition bewegt und sich die gestrafften kollagenen Fasern entspannen damit im Zahnfach die Blutzirkulation wieder erfolgen kann.

Der Zahnhalteapparat beinhaltet:

Zahnfleisch (Gingiva propria)
Zahnzement (Cementum)
Zahnfach (Alveole)
Wurzelhaut (Desmodont oder Periodontium)

Sharpeyfasern

In Ruhestellung sind Sharpeyfasern wellenförmig, bei Belastungen werden sie gestrafft, sodass der Zahn abgefedert wird.

Sharpey-Fasern sind zum Periost gehörende, aus Kollagen bestehende Fasern und sind in der Knochengrundsubstanz befestigt. Sie bilden die Verbindung zum Wurzelzement des Zahnes d.h. die Verbindung zwischen dem Zement der Zahnwurzel einerseits sowie dem Knochen der Alveole andererseits ist eine Sonderform einer Syndesmose bzw. Bandhaft. Im Periost selbst verlaufen sie als kollagene Fibrillen in tangentialer Richtung. Als „Spiculae“ werden sie bezeichnet, wenn sie im Rahmen maligner Vorgänge verkalken und als sonnenstrahlähnliche Knochenfäden imponieren. Sharpey-Fasern werden im engeren Sinne vor allem die in das Zahnzement einstrahlenden Fibrae alveolodentales bezeichnet. Der Zahn ist federnd an ihnen befestigt bzw. die Zahnwurzel ist eigentlich im Zahnfach aufgehängt. Diesen Zugkräften ist der Knochen gewachsen während er bei den ohne Desmodont auftretenden Druckkräften mit Abbau reagieren würde. Bei Entzündungen des funktionellen Verankerungssystems des Zahnes (Zahnhalteapparat) schwillt das Gewebe im Spalt zwischen Zahnwurzel und Knochenfach an, sodass der Zahnpatient beim Aufbeissen die Empfindung hat, der Zahn sei zu lang.

Die Fibroblasten vom Periodontium bilden Kollagenfasern bzw. Sharpey-Fasern, die auch als Desmodont oder Parodontalligament bezeichnet werden.

Sharpey Fasern gehören zur Zahnwurzelhaut und sind aus kollagen bestehenden Fasern die mit dem Zement der Zahnwurzel und mit dem Zahnfach im Kieferknochen verwachsen sind. Diese Bindegewebsfasern (28.000 Fasern pro cm2) des Zahnhalteapparates verbinden den Zement vom Zahn straff aber beweglich mit dem Zahnfach bzw. die Fasern sind nur bei Druck auf den Zahn ganz gespannt und verhindern somit ein zu starkes Eindrücken der Zahnwurzel in den Knochen. Sie übertragen als Zugkraft auch die Kraft auf den Knochen, womit der Druck auf den Zahn in Zug auf den Knochen umgewandelt wird. Für den Kieferknochen ist Zug die optimale Belastungsart die den Knochen zum Aufbau reizt, resp. stärkt, während Druck auf den Knochen zu Kieferknochenschwund bzw. Knochenabbau, im Besonderen nach Zahnverlust führt. 


Kauapparat als Kauorgan

Zum Kauapparat in der Mundhöhle gehören auch die angrenzenden Gewebeteile.

Kauorgan Kauapparat Mundhöhle Kiefergelenk

Gestörte Funktionen der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke können zu plötzlichen oder dauerhaften Schmerzen führen.

Kauapparat

Mit Kauapparat (Kauorgan) bezeichnet man die Mundhöhle im Ganzen mit ihren angrenzenden Gewebeteilen, die während des Kauvorgangs funktionell als Kauwerkzeug bedeutsam sind.

Mit Kauapparat ist die Mundhöhle im Ganzen und ihre angrenzenden Gewebeteile, die während des Kauvorgangs funktionell als Kauwerkzeug benutzt werden gemeint. Das Kauorgan (Kauapparat) besteht aus den Oberkieferknochen und Unterkieferknochen und ihrem gemeinsamen Gelenk, dem Kiefergelenk. Starke Muskeln verbinden den Unterkiefer mit dem übrigen Kopf, die enormer Drücke beim Zubeissen und Kauen erlauben. Die starken Muskeln erzeugen auch sehr kleine Bewegungen bei der Einstellung der richtigen Stellung von Oberkiefer und Unterkiefer zueinander. Die Nervenbahnen reichen über die Muskel bis zum letzten Zahn und erfühlen kleinste Höhenunterschiede im Gebiss.

Kauapparat ist das Kauorgan

Der Kauapparat ist eingebettet in die Funktionssysteme des Kopf-Hals-Schulter-Bereichs.

Kauapparat ist die ganzheitliche Bezeichnung für die Mundhöhle mit den angrenzenden Gewebeteilen, die beim Vorgang des Kauens funktionell wirksam werden.

Kauapparat Kauorgan Kausystem Kiefer Zähne

Erkrankungen und Störungen in den ganzen Bereichen können sich auf die Funktion des Kauapparates auswirken.

Viele Krankheiten zeigen z. B. Blutkrankheiten oder Infektionen, Symptome in der Mundhöhle.

Umgekehrt wirken sich krankhafte Veränderungen der Mundhöhle oft auch auf den restlichen Körper aus. Kauapparat ist eine Ganzheitliche Bezeichnung für die Mundhöhle inkl. angrenzender Gewebeteile, die beim Kauvorgang (Kauen) funktionell wirksam werden. Viele Krankheiten zeigen z. B. Blutkrankheiten oder Infektionen, Symptome in der Mundhöhle. Umgekehrt wirken sich krankhafte Veränderungen der Mundhöhle oft auch auf den restlichen Körper aus. Deshalb beschäftigt sich die Ganzheitliche Zahnmedizin nicht ausschliesslich mit Zähnen und Zahnfleisch, sondern berücksichtigt darüber hinaus auch angrenzende funktionelle Gebiete vom Kausystem

Beschwerden vom Kauorgan (Kauapparat) können auf eine Störung des Kausystems hindeuten.

Für Kiefergelenk-Störungen können verschiedene Faktoren verantwortlich sein, die ineinander greifen und auf die Strukturen des Kausystems einwirken.

Kopfschmerzen, Schmerzen beim Reden, Kauen oder Lachen
Knacken des Kiefergelenkes
Parafunktionen wie Zähneknirschen oder Zähnepressen
Schmerzen im Bereich der Kiefergelenke, des Kiefers oder beim Ohr
Auffällige Bewegungsmuster, wie Asymmetrien oder Blockierungen des Kiefers


Kaufunktion

Die Bewegung des Unterkiefers wird gesteuert durch Nerven, die einen Regelkreis bilden und die Kaufunktion auslösen.

Im Steuerzentrum des Zentralnervensystems werden alle Bewegungen der Kaufunktion koordiniert durch Rezeptoren bzw. Nervenfühler.

Kaufunktion Kauvorgang Bewegung Unterkiefer

Rezeptoren im Kiefergelenk registrieren die Lage des Gelenkkopfes und Muskelspindeln melden den Spannungszustand der Kaumuskeln.

Die Enden der Nerven in der Mundschleimhaut orten Grösse und Lage von Nahrungsteilen.

Zahnkontakte werden gemeldet durch die Rezeptoren in der Wurzelhaut. Informationen werden alle zentral verarbeitet und in Steuerimpulse für die Kaumuskulatur umgesetzt.

Kaufunktion und Kauvorgang

Zähne, Kiefergelenk und Kaumuskulatur sind in ihrer Kaufunktion für die Zerkleinerung der Nahrung optimal aufeinander abgestimmt.

Der Kauvorgang bzw. Kaufunktion erfolgt reflektorisch woran Zähne, Zunge, Kaumuskulatur, Wangen, Mundboden und Gaumen beteiligt sind.

Kaufunktion Zähne, Kiefergelenk Kaumuskulatur  

Diese komplexen Vorgänge werden durch das Kiefergelenk und die Kontakte der Zähne im Wechselspiel gelenkt.

Es führt nur der Unterkiefer die Bewegungen aus, die zum Beissen und Kauen notwendig sind. Für den Kauvorgang sind sehr schnelle Feinabstimmungen der Muskulatur notwendig, damit die Bewegungen der Kiefer exakt innerhalb von Sekundenbruchteilen ausgeführt werden können. Der Schluckvorgang ca. 2-bis 3-mal pro Min trainiert die Kaumuskulatur und ihre Feinabstimmung. Nur beim Beissen und Kauen der Speisen sowie beim Schlucken des Speichels haben die Zähne Kontakt, ansonsten sind sie in Ruheschwebelage sind bzw. die Unterkieferzähne haben zu Oberkieferzähnen keinen Kontakt. Bei der Abrasion handelt es sich um eine Art Abnutzung der Zahnhartsubstanz beim Kauvorgang oder auch beim Knirschen.

Kauvorgang

Die Druckbelastung beim Kauvorgang wird in eine Zugbelastung für den Kieferknochen umgewandelt, was die Knochenneubildung angeregt.

Aufgrund der Konstruktion unseres Kauorgans ist es wichtig, dass die Zähne beim Kauvorgang senkrecht belastet werden, denn die Zähne sind nicht fest mit dem Kieferknochen verankert sondern sind im Zahnfach durch Kollagenfasern aufgehängt. Dadurch wird jede Druckbelastung beim Kauvorgang in eine Zugbelastung für den Knochen umgewandelt und die Zellen des Knochens zur Knochenneubildung angeregt. Eine Druckbelastung des Knochens begünstigt umgekehrt den Kieferknochenabbau (keine Zugbelastung für den Kieferknochen), wenn gekippte Zähne beim Kauen nicht mehr in ihrer Achsrichtung belastet werden, denn der Druck kann nur noch auf der Zahnlücke abgewandte Seite in Zug umgewandelt werden. Zur Lücke hin wird der Kieferknochen nach und nach abgebaut, womit eine tiefe Tasche im Knochen und Zahnfleisch entsteht, die sich entzünden kann.


Zahnbogen

Der Zahnbogen (Alveolarbogen) der die Zähne trägt hat die Form einer Parabel mit dem Scheitelpunkt zwischen den Zähnen 11 und 21 im Oberkiefer und 31 und 41 im Unterkiefer.

Zahnbogenform, Alveolarbogen, Zahnbogen

Da im normalen Fall die Oberkieferzähne die Zähne im Unterkiefer nach zum Mundvorhof hin übergreifen, ist der Oberkieferzahnbogen grösser als der des Unterkiefers.

Ein optimaler Zahnbogen hat eine U-Form 

Jeder Mensch hat eine individuelle Zahnbogenform.

Da im Idealfall die Oberkieferzähne die Zähne im Unterkiefer nach vestibulär bzw. zum Mundvorhof hin übergreifen, ist der Oberkieferzahnbogen grösser als der Zahnbogen im Unterkiefer.

Zähne Zahnbogenform Oberkiefer Unterkiefer

Die Zähne tragenden Teile in den Zahnbögen der Kieferknochen grenzen den Mundvorhof gegen die eigentliche Mundhöhle ab.

Zahnbogenform

Teile der Kieferknochen grenzen den Mundvorhof gegen die eigentliche Mundhöhle ab.

Man unterscheidet den oberen und den unteren Zahnbogen. Der bogenförmige Unterkiefer ist als einziger Knochen des Kopfes beweglich mit dem Schädel verbunden und bildet dabei beidseitig mit dem Schläfenbein das Kiefergelenk. Die Beurteilung der Zahnbogenform ist ein wichtiger Bestandteil der kieferorthopädischen Befunderhebung. 


Kieferfehlstellung 

Unterkieferfehlstellung bzw. Protrusion der Unterkieferzähne

Kieferfehlstellung, Protrusion Unterkieferzähne

Ziel der Kieferorthopädie ist, Störungen der Kieferentwicklung und Gebissentwicklung frühzeitig zu erkennen und lenkend mit Apparaturen bzw. Zahnspangen einwirken. 

Die Kieferorthopädie ist ein Teilgebiet der Zahnmedizin die sich mit der Verhütung, Erkennung und Behandlung von Fehlstellungen der Kiefer und der Zähne befasst.

Besteht nach Wachstumsabschluss eine Kieferfehlstellung (Dysgnathie), die nicht durch orthodontische Massnahmen korrigiert werden kann, ist durch eine Operation bzw. Kieferchirurgie eine Verbesserung möglich. Dazu ist jedoch meist eine kieferorthopädische Vorbehandlung notwendig, denn wenn eine Kieferfehlstellung vorliegt, hat sich häufig eine Zahnstellung entwickelt, die diesen skelettalen Fehler teilweise ausgleicht. Zunächst muss diese Kompensation aufgehoben werden was meist durch festsitzende Apparaturen geschieht. Nach Abschluss der Vorbehandlung beim Kieferorthopäden erfolgt die chirurgische Kieferverlagerung beim Kieferchirurg. Die Kieferverlagerung ist, je nach Notwendigkeit, für den Oberkiefer und oder auch für den Unterkiefer möglich. Nach der Herstellung einer regelrechten Kieferlage kann eine kieferorthopädische Feineinstellung durch eine kieferorthopädischen Therapie notwendig sein, damit eine gesicherte Okklusion hergestellt werden kann.

Kieferanomalie

Die Kieferfehlstellung ist ein störender Faktor in Form und Funktion der Kiefer und wird meist als Kieferanomalie bezeichnet.

Nebst Zahnfehlstellungen ist die Kieferfehlstellung die häufigste Ursache für Störungen der Funktion und Ästhetik des Gebisssystems.

Kieferfehlstellung Kieferanomalie Kiefermissbildung

Wenn die Lagebeziehung von Oberkiefer zu Unterkiefer nicht bestimmten Kriterien entspricht, nennt man dies Kieferfehlstellung.

Kieferanomalie bzw. Kiefermissbildung ist eine angeborene Fehlstellung oder Fehl-Form des Oberkiefers oder Unterkiefers.

Viele Kieferanomalien bzw. Zahnprobleme lassen sich durch die Zusammenarbeit von Kieferorthopädie und Kieferchirurgie beheben. Die Kieferorthopädie ist die Lehre, oder auch das Fachgebiet, welches sich mit Zahnfehlstellungen und Kieferfehlstellungen beschäftigt bzw. Kieferanomalien und deren Behandlung. Das Kiefergelenk kann auch erkranken, was sich bemerkbar macht durch Schmerzen sowie durch einseitiges oder beidseitiges Knacken der Gelenke beim Öffnen oder Schliessen des Mundes. Ursachen für Kiefergelenkbeschwerden können nebst Zahnfehlstellungen und Kieferanomalien Fehlfunktionen des gesamten Gebisssystems sein, so z.B. häufiges Zähneknirschen oder Zähnepressen. Erworbene Kieferfehlstellungen können durch eine frühe kieferorthopädische Prophylaxe vermieden werden. Kieferfehlstellungen zeigen sich bereits im Milchgebiss und können z.B. durch eine Mundvorhofplatte, behoben werden. Eine Behandlung ist nicht nur betreffend Ästhetik sinnvoll, sondern ist wichtig für eine langfristige Funktionsfähigkeit der Zähne, denn Zahnfehlstellungen und Kieferfehlstellungen können Erkrankungen und Störungen der Körperhaltung verursachen.  


Kieferprobleme

Die Kiefervermessung ist für die Kiefergelenkbehandlung wie auch für der Herstellung von passgenauem, funktionellem Zahnersatz wichtig.

Kiefer Beschwerden Kiefergelenk Kieferprobleme  

Wir brauchen das Kiefergelenk und seine Muskeln beim Kauen, Gähnen, Schlucken und Sprechen.

Beschwerden Kiefergelenk

Kiefergelenkbeschwerde ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Fehlfunktionen vom Kiefergelenk mit Kiefergelenksschädigung.

Durch Knirschen, Beissen und Zungendrücken wird der innere Druck unkontrolliert und unbewusst an den Kauapparat weitergegeben.

Kaumuskulatur Beschwerden Kiefergelenk Zähne

Der Kauapparat wird unbewusst als Ventil für Frust und Ärger benutzt.

Vielfach spielt beim Zähneknirschen, Zähnepressen oder Zungenpressen eine Unterdrückung von Aggression eine Rolle.

Wenn keine therapeutischen Massnahmen beim Zähneknirschen, Zungenpressen, Zungenbeissen oder Zähnepressen ergriffen werden, kommt es oft aufgrund des grossen Drucks zu einer Kiefergelenksschädigung, dem Kiefergelenksknacksen mit eingeschränkter Mundöffnung und möglicher Kiefersperre. Wangenschleimhauthautleisten treten auf, wenn die Wangen immer zwischen den Zähnen eingeklemmt werden. Das Zungenpressen ist leicht erkennbar durch die Zungenrandimpressionen, an denen die Zahnabdrücke leicht erkennbar sind.

Kiefer-Probleme 

Kieferprobleme haben viele Symptome, denn wenn Zähne und Mundmuskulatur nicht einwandfrei zusammenarbeiten, können unangenehmen Beschwerden wie Tinnitus, Migräne, Kopfschmerzen oder Verspannungen entstehen.

Die Funktionen von Zähnen, Kiefergelenk und Kaumuskulatur wird vielfach unterschätzt, denn wenn diese gestört sind, können Kieferprobleme und Zahnprobleme Auslöser für Verspannungen und Schmerzen sein. Gestörte Funktionen der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke können beim Mensch zu Schmerzen führen, denn das Kausystem ist sehr fein aufeinander abgestimmt wie ein Uhrwerk. Schmerzen im Kiefer sind weit verbreitet, denn die craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) als Folge von Zähneknirschen und Zähnepressen können vielfältige Auswirkungen und Symptome erzeugen. Funktionsstörungen im Kauapparat haben vielfach zunächst kleine Ursachen, dafür aber später eine grosse Wirkung für den ganzen Körper und das ganze Kausystem.

Kieferprobleme, Kiefergelenkprobleme Schmerzen

Um das Zähnepressen, Zähneknirschen und andere schädigende Gewohnheiten zu beeinflussen, muss man zuerst lernen, auf das Fehlverhalten aufmerksam zu werden.

Verschiedensten Situationen sollte man beobachten, wie sich die Zähne und der Kiefer in Ruheschwebe verhalten.

Bei richtiger Haltung ist die der Unterkiefer in einer Schwebehaltung, die Kaumuskeln sind weitgehend entspannt und die Zähne des Oberkiefers und Unterkiefers berühren sich nicht bzw. ist ein Spalt von 2-3 mm vorhanden.

Kiefergelenk Beschwerde Zähneknirschen Zähne

Nur beim Essen und Schlucken sollten die Zähne im Normalfall Kontakt haben. Wenn die Zähne aufeinander gepresst sind oder aneinander reiben, sollte man häufig versuchen, sich diese Verhaltensweise abzugewöhnen, indem man sich beobachtet und die Haltung korrigiert. Beim Zähneknirschen kann eine Beissschiene die auch als Knierscherschiene bezeichnet und vorwiegend nachts getragen wird, weitere Schädigungen der Zähne und der Kiefer verhindern. Das Knirschen und Pressen mit den Zähnen kann man sich durch die Zahnschiene normalerweise aber nicht abgewöhnen.  


Kiefergelenkprobleme

Kiefergelenksschädigung durch Unterdrückung von Aggressionen.

Kiefergelenkprobleme Problem mit Kiefergelenk

Kieferprobleme werden zum Kiefergelenkproblem.

Schädigung vom Kiefergelenk

Durch Zähneknirschen, Zähnebeissen und Zungendrücken wird der innere Druck unkontrolliert und unbewusst an den Kauapparat weitergegeben.

Der Kauapparat wird unbewusst als Ventil für Frust und Ärger benutzt. Vielfach spielt dabei eine Unterdrückung von Aggression eine Rolle. Wenn keine therapeutischen Massnahmen ergriffen werden, kommt es oft aufgrund des grossen Drucks zu Kiefergelenkproblemen bzw. zu einer Kiefergelenksschädigung, dem Kiefergelenksknacksen mit eingeschränkter Mundöffnung und möglicher Kiefersperre. Wangenschleimhauthautleisten treten auf, wenn die Wangen immer zwischen den Zähnen eingeklemmt werden.

Das Zungenpressen, Zungendrücken und Zungenbeissen ist leicht erkennbar durch die Zungenrandimpressionen, an denen die Zahnabdrücke leicht erkennbar sind.

Zungenbeissen Zungenpressen Bruxismus Zähne 

Beim zentrischen Bruxismus werden die Betroffenen Zähne so stark aufeinandergepresst, dass Muskelschmerzen im Kieferbereich entstehen können, denn dabei wirken Kräfte, die jene des funktionellen Kauens bei Weitem übersteigen.

Zähneknirschen ist durch exzentrischen Bruxismus kennzeichnend, bei dem die Zähne gegeneinander gerieben werden, was häufig an einem Knirschgeräusch erkennbar ist.

Diese automatisierten, meist unbewussten Verhaltensweisen von Zähnepressen und Zähneknirschen können sowohl in der Nacht als auch am Tage auftreten.

Zähneknirschen Bruxismus Knirschgeräusch

Obwohl der Zahnschmelz zu den härtesten Substanzen gehört, wird der Schmelz durch die grossen Kräfte beim Zähnepressen und Reiben schwer geschädigt.

Bei kurzfristig überanstrengten Muskeln gibt es eine Art Muskelkater, bei einer dauerhaften Überanstrengung verändert sich die Muskelfaser, sodass sich der Muskel verhärtet und kleine schmerzhafte Knötchen entstehen.

Der Bewegungsablauf bzw. das Zusammenspiel zwischen den Muskeln und Gelenken wird somit krankhaft verändert. Durch solche Belastungen kann es zu entzündlichen Prozessen der Gelenkflächen und der Gelenkkapsel sowie zur Schädigung des Bandapparates kommen.

Die Lage der Gelenkscheibe kann sich in einem oder in beiden Kiefergelenken verändern und als Zeichen dafür ein Knackgeräusch bei der Bewegung des Kiefers bemerkbar machen.

Kiefergelenk Problem Kaumuskeln Gelenkscheibe

Die Gelenkscheibe kann extrem verrutschen, so die Mundöffnung teilweise total blockiert ist und der Mund nicht mehr richtig geöffnet werden kann.


Knierscherschiene

Das Zähneknirschen schadet nicht nur den Zähnen, sondern überlastet auch die Kiefergelenke.

Das Zähneknirschen und Zänepressen kann durch Verschiedene Faktoren bedingt sein und haben vielfach eine Psychisch Ursache wie Stress und Ängste, wo in der Nacht eine Knirscherschiene, die auch als Nachtschiene, Aufbiss-Schiene oder Relaxierungs-Schiene bekannt ist, für Abhilfe gegen Zahnschäden, Kieferprobleme und Kiefergelenkschädigung sorgen kann.

Knierscherschiene gegen Zähneknirschen Zähne

Bei Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen kann die Ursache an den Zähnen liegen, wenn man nachts unbewusst mit den Zähnen knirscht oder ständig die Kiefer gegeneinander presst.

Knierscherschiene gegen Zähneknirschen

Kaum jemand ahnt, dass die Ursache für ständige Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen an den Zähnen durch Zähneknirschen liegen kann.

Über die Kiefermuskulatur kann dadurch eine ganze Reihe von Muskelverspannungen in Gang gesetzt werden, denn Kopfschmerzen und Rückenschmerzen sind die häufige Folge von Zähneknirschen. Auch Schluckbeschwerden, Ohrgeräusche und Schlafstörungen können durch Zähneknirschen und Zähnepressen auftreten. In der Medizin spricht man bei diesen Zusammenhängen von Craniomandibulären Dysfunktionen. Der Grund für Craniomandibuläre Dysfunktionen kann eine falsche Zahnstellung oder z.B. eine zu hohe Füllung sein. Auch Stress kann dazu führen, dass nachts die Kiefer mahlen oder mit enormen Kräften gegeneinander gepresst werden (Zähnepressen). Oft spiele verschiedene Faktoren wie Zähne und Stress beim Zähnepressen eine Rolle.

Anhand von Kieferabdrücken und der Funktionsanalyse wird sie individuell durch Schienen angepasst.

Knierscherschiene Zähneknirschen Knirschschiene

Beim Tragen der Nachtschiene werden die Zahnkontakte entkoppelt, so dass die Kiefer in die von der Muskulatur bestimmte Optimalposition rücken können.

Viele Zahnpatienten sind oft über Nacht ihre Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen los und müssen Zähneknirschen nicht mehr befürchten bzw. sich im Schlaf die Zähne kaputt zu knirschen. 


Schlotterkamm

Der Schlotterkamm ist eine bewegliche Schleimhautfalte anstelle des knöchernen Alveolarkamm, vielfach am Oberkiefer, wenn im Unterkiefer nur noch ein anteriores Restgebiss vorhanden ist.

Schlotterkamm von Oberkieferprothese

Eine lockere bindegewebige Schleimhautfalte bezeichnet man als Schlotterkamm.

Schlotterkamm Kieferkamm schlechte Prothese

Der Schlotterkamm befindet sich vorwiegend vorne im Oberkieferbereich.

Schlotterkamm und Prothesenhalt

Als Schlotterkamm bezeichnet man den infolge von ungünstiger Belastung wie bei einer nicht anliegender Vollprothese entstandenen Überschuss vom Weichgewebe vom Kieferkamm, der eine verschiebliche, schlotternde Form annimmt.

Der Schlotterkamm ist vielfach eine Folge einer lang anhaltenden Fehlbelastung der Zähne, wenn z.B. keine geeignete Extensionsbrücke oder Freiendprothese bzw. Freiendlücke vorhanden ist. Als Schlotterkamm bezeichnet man ein speziell im Oberkiefer auftretender Abbau und Umbau des knöchernen Kieferkamms in eine verschiebbare, schlotternde Form des Bindegewebes. Der zahntragende Kieferfortsatz bzw. Alveolarfortsatz ist im Normalfall Knöchern und bildet sich nach dem Zahnverlust wegen fehlender Belastung zurück. Die Umbauprozesse an den Alveolarfortsätzen sind in den ersten Monaten nach Zahnverlust am ausgeprägtesten, halten jedoch zeitlebens an.

Wenn Prothese lottert auf dem Kieferkamm

Wenn die Zahnprothese lottert auf dem Kieferkamm bedeutet dies, dass im Besonderen beim Oberkiefer ein Schlotterkamm besteht oder der Speichel fehlt, denn die Prothese saugt sich auf der Schleimhaut des Kieferkamms durch Unterdruck fest. Das funktioniert aber nur, wenn die Prothese präzise aufsitzt und nicht wackelt. Dünnflüssiger Speichel sowie zu gering Speichelbildung oder auch zu starker Speichelfluss kann den Prothesensitz entscheidend beeinflussen. Ein geringer Speichelfluss kann durch Medikamente entstehen, wenn die Speicheldrüsen zu wenig Speichel produzieren und dadurch eine Trockenheit im Mund entsteht. Auch tief inserierende Bänder im Bereich vom Mundvorhof (Vestibulum) oder das Zungenbändchen können den Halt von Prothesen negativ beeinflussen. Ein Verlust vom festen Halt der Prothese kann auch durch fortschreitende Rückbildung des Kieferknochens durch neue Hohlräume entstehen, sodass die Prothese lottert und wackelt. Möglich ist auch eine Erschlaffung der Kiefermuskulatur, die das Vakuum der Kieferränder verringert.

Rückgang vom Kieferkamm

Durch Zahnverluste und fehlender Belastung vom Kieferknochen (Alveolarknochen) kommt es zu einer Alveolarkammatrophie bzw. Rückgang vom Knochen sodass vielfach die bewegliche Schleimhaut nahe an den Kieferkamm reicht.

Der Rückgang vom Kieferknochen wird als Knochenschwund bezeichnet. Der Alveolarkammabbau wird bezeichnet als Alveolarkammatrophie, Alveolarfortsatzatrophie, Kieferkammatrophie, Kieferatrophie und ist ein physiologischer Abbauvorgang am zahntragenden Kieferknochen nach Zahnverlust. Durch unzweckmässig gestalteten Zahnersatz wie Überbelastung, Fehlbelastung oder Unterbelastung, kann der Alveolarkammabbau verstärkt werden. Zuerst verliert der Alveolarfortsatz an Breite und danach entwickelt er sich auch in der Höhe zurück, was man als Alveolarfortsatz-Atrophie nennt. Wir rasch sich der Kieferknochen nach Zahnverlust zurückbildet ist sehr verschieden und abhängig von verschiedenen Faktoren, denn bei einigen Zahnpatienten dauert es Monate oder Jahre, bei anderen bildet sich der Kieferknochen sehr rasch zurück, vor allem bei flächig schlecht sitzenden Zahnprothesen und bei Extraktion und damit verbundener Verletzung des Gewebes.

Schmaler Kieferkamm

Die Unterkieferprothese kann vom Träger der Prothese in vielen Fällen bei schmalem Kieferkamm nur durch die Muskulatur stabilisiert werden, dies im Gegensatz zur Oberkieferprothese, die am Gaumendach über einen Saugeffekt ihren Halt findet.

Für den schnellen Knochenabbau und den damit verbundenen Schlotterkamm ist ist vielfach kein Grund ersichtlich. Der Kieferknochen wird beim schnellen Abbau bindegewebig ersetzt, sodass sich ein Schlotterkamm bildet. Der Schlotterkamm darf aber nicht verwechselt werden mit einem Prothesenreizfibrom die bei einer punktuell schlecht sitzenden Zahnprothese entsteht. Bei der Zahnprothese, im Besonderen bei der Freiendprothese ist der funktionelle Wert geringer als bei einer allseitigen Abstützung auf den eigene Zähnen oder dem Zahnimplantat resp. dem auf Zahnimplantat getragenen Zahnersatz, da die Kaudruckübertragung bei Prothesen teils auf das Restgebiss und teils auch auf die Schleimhaut des Prothesenlagers erfolgt. Besonders bei der Freiendprothese ist eine Kippbewegung der Prothesensättel möglich und somit die Gefahr der Senkungsschäden sowie der Fehlbelastung der letzten Zähne bzw. je nach Konstruktionsprinzip der Verbindung zwischen Restgebiss und Freiendsattel. Eine schleimhautgetragene Prothese lagert sich ganz langsam in die Schleimhaut ein, wobei es vielfach zu Druckstellen und Schleimhautentzündungen kommt. Bleiben diese Schäden unbehandelt, kann dies zu Reizen und Schleimhautwucherungen führen, so dass diese vom Zahnarzt entfernt werden müssen, ansonsten sie den festen Sitz der Prothese beeinträchtigen.

Kiefer-Schlotterkamm

Der Schlotterkamm kann auch durch eine punktuell schlecht sitzende Zahnprothese entstehen.

Schlotterkamm Kiefer Kieferkamm Oberkiefer 

Der Schlotterkamm ist die Bildung von beweglichen Schleimhautfalten auf dem zahnlosen Alveolarfortsatz und die Folge einer schlecht sitzenden Zahnprothese oder kann entstehen nach der Entfernung stark gelockerter Zähne (Wackelzähne).

Am häufigsten tritt der Schlotterkamm vorwiegend durch schlecht sitzende Zahnprothesen im Oberkiefer auf.

Der Schlotterkamm kann auch eine Folge von bereits gelockerten Zähnen nach dem Entfernen der Zähne sein, da der Kieferknochen bei diesen Zähnen bereits weitgehend abgebaut ist und die Schleimhaut nach der Extraktion nicht fest mit dem Kieferkamm verbunden ist bzw. einen losen Lappen bildet. Vor prothetischer oder implantologischer Versorgung mit Zahnimplantaten kann bei ausgeprägter Atrophie eine Augmentationsplastik erforderlich sein.


Prothese auf Schlotterkamm

Der Halt einer Zahnprothese ist vollständig vom Prothesenlager abhängig.

Schlotterkamm Zahn-Prothese Knochenabbau

Ein erhöhter Kieferknochenabbau führt zu einem Schlotterkamm der meist auch beim Setzen der Zahnimplantate bzw. Zahnimplantation entfernt wird.

Wenn man sich bei einer Prothese mit Haftcreme behilft, führt dies zu einem weiteren erhöhten Knochenabbau mit noch schlecht sitzender Prothese.

Der Schlotterkamm ist die über dem zurückgebildeten Kieferknochen zurückgebliebene Schleimhaut welche sehr weich und druckempfindlich ist, was zu häufigen Druckstellen führt. Der Halt einer Prothese ist massiv beeinträchtigt wenn nicht sogar verunmöglicht durch diese nicht angewachsene Schleimhaut, denn durch das lose Gewebe schaukelt die Zahnprothese und verliert ihren Halt. Der Schlotterkamm entsteht im zahnlosen Kiefer, vielfach im Oberkiefer durch schlecht sitzende Zahnprothese bzw. dem Kieferkamm nicht exakt anliegende Vollprothese. Der zahntragende Kieferfortsatz bzw. Alveolarfortsatz ist im Normalfall Knöchern und bildet sich nach dem Zahnverlust wegen fehlender Belastung zurück. Die Operationen vom Schlotterkamm verfolgen das Ziel, den funktionellen Sitz von vorhandenem Zahnersatz zu verbessern und in vielen Fällen funktionstüchtigen Zahnersatz erst zu ermöglichen. Gleichzeitig kann auch der meist deformierte Kieferkamm (Alveolarkamm) geglättet werden.

Schlotterkamm operativ entfernen

Wenn die Knochenverhältnisse es erlauben, sollte dieser Schlotterkamm operativ entfernt werden.

Die Abdrucknamen werden bei einem Kiefer-Schlotterkammsehr ungenau, denn durch den Anpressdruck wird das lose Gewebe zusammengepresst, sodass dadurch eine ungenaue Abformung entsteht. Wenn die Knochenverhältnisse es erlauben, sollte der Schlotterkamm unbedingt operativ entfernt werden was meist in Verbindung mit einer Mundvorhofplastik geschieht, bei der dem Kiefer mehr Höhe gegeben wird und die Zahnprothese dadurch nicht mehr so leicht im Mund schwimmen kann. Der Halt von Prothesen ist dadurch oftmals nicht zufriedenstellend, da die geringe Knochenhöhe und das angrenzende bewegliche Zahnfleisch dazu führen, dass die Prothese schlecht sitzt und sich rasch löst.

Herstellung von Totalprothesen

Bei der Herstellung der Totalen Prothese wird vielfach dann mit einem schädelbezogenen Registrat gearbeitet.

Für eine gute Prothese ist ein guter Abdruck, der vom Zahnarzt mit Fingerspitzengefühl hergestellt wird wichtig. Es werden dabei bestimmte Bereiche besonders erfasst und die Grösse und Saugkraft der Prothese bestimmt, ansonsten es Probleme beim Tragen der Zahnprothese gibt. Wenn beim Zahnpatient keine Schwierigkeiten auftreten, können bestimmte Bereiche der Mundhöhle erfasst werden die normal nicht als Prothesenlager benutzt werden. Entscheidend für die Herstellung der Prothese ist auch die exakte Ermittlung der Bisslage, denn dabei können sehr viele Fehler gemacht werden, denn Langzeit-Prothesenträger haben meist schon ausgeleierte Bänder sowie Kiefergelenke und haben vielfach unbewusst gewisse falsche Positionen der Kiefer erlernt, was sich häufig durch wiederholt auftretende Druckstellen an den unterschiedlichsten Stellen bemerkbar macht. Es ist möglich, dass verschiedene ästhetische Vorstellungen der Zahnpatienten nicht durchführbar sind, denn die Statik der Prothese ist vorrangig. Die Unterkieferprothese kann vom Träger der Prothese in vielen Fällen nur durch die Muskulatur stabilisiert werden, dies im Gegensatz zur Oberkieferprothese, die am Gaumendach über einen Saugeffekt ihren Halt findet. Wenn Zahnpatienten vorstehende Zähne etc. haben, können nur noch Zahnimplantate einen ausreichenden Halt zu geben.


Entfernen vom Schlotterkamm

Ein Schlotterkamm kann durch eine nicht exakt sitzende Zahnprothese entstehen, weshalb eine Kontrolle beim Zahnarzt betr. Unterfütterung wichtig ist.

nicht sitzende Zahnprothese Schlotterkamm

Der Zustand vom Schlotterkamm kann nur operativ korrigiert werden durch die Schlotterkammentfernung.

Der Schlotterkamm kann auch wenn eine Anpassung der Prothese erfolgt nur durch eine OP rückgängig gemacht wird.

Schlotterkamm ist ein Jargon Ausdruck für einen bindegewebigen Kieferfortsatz (Alveolarfortsatz). Der Schlotterkamm entsteht im zahnlosen Kiefer, vielfach im Oberkiefer durch schlecht sitzende Zahnprothese bzw. dem Kieferkamm nicht exakt anliegende Vollprothese. Als Schlotterkamm bezeichnet man den infolge von ungünstiger Belastung z.B. nicht exakt anliegenden Totalprothesen entstandenen Überschuss des weichgewebigen Kieferkamms, der eine verschiebliche, schlotternde Form annimmt. Dieses Krankheitsbild vom Schlotterkamm kann durch eine spätere Anpassung der Zahnprothese oder durch Unterfütterung der Prothese nicht mehr rückgängig gemacht werden und muss normalerweise operativ durch Exzision bzw. einbringen von Knochenersatzmaterialien beseitigt werden.

Schlotterkamm entfernen

Die alleinige Therapie eines Schlotterkammes besteht in der operativen Entfernung.

Die Operationen vom Schlotterkamm verfolgen das Ziel, den funktionellen Sitz von vorhandenem Zahnersatz zu verbessern und in vielen Fällen funktionstüchtigen Zahnersatz erst zu ermöglichen. Gleichzeitig kann auch der meist deformierte Alveolarkamm geglättet werden. Als Exzision (exzidieren) wird das chirurgische Entfernen von Gewebe aus dem Körper resp. das heraushauen, herausschneiden oder abhauen bezeichnet (Alveolarkammplastik, präprothetische Chirurgie). Unter dem Begriff "präprothetische Chirurgie" werden Eingriffe zur Verbesserung des Prothesenlagers zusammengefasst. Neben der Entfernung von Knochenkanten und Knochenwülsten oder Verlagerung von Bändern und Muskeln, die den Sitz von Prothesen verhindern können, ist ein Knochenaufbau häufig erforderlich, um Prothesen hinreichend befestigen zu können, denn durch die Schlotterkamm-Entfernung wird die Voraussetzung für einen exakten Halt der Totalprothese geschaffen, die dann fest auf dem Kieferkamm sitzen kann.


Knochentaschen

Um den langfristigen Erhalt der Zähne zu sichern muss meist nur wenig Knochen aufgebaut werden, wenn die Knochentasche aber tief und sehr schmal ist, wird die Knochenausheilung medikamentös oder substituierend unterstützt, um die Zähne langfristig erhalten zu können. 

Knochentaschen, Zähne, Zahnfleischtasche 

In einer tiefen und grossen Zahnfleischtasche bzw. Knochentasche können erheblich mehr Bakterien leben als in kleinen Zahnfleischtaschen. 

Zahntaschen werden auch als Zahnfleischtaschen, Knochentaschen oder Kieferknochentaschen bezeichnet.

Der Entzündungsprozess bei der Parodontitis führt unbehandelt zu einem fortschreitenden Kiefer-Knochenabbau bzw. zu Knochentaschen das vertikale Einbrüche im Kieferknochen sind. Zahnfleischentzündungen (Parodontitis) führen zur Zerstörung vom Zahnhalteapparat (Parodont) wo als Folge ein Rückgang des Kieferknochens stattfindet. Die Bezeichnung Knochentasche wird für die im Zahnfach befindliche Zahnwurzel gebraucht, wenn diese bedingt durch entzündliche Prozesse, nicht mehr vollständig vom Kieferknochen umgeben ist. Die im Zahnfach (Alveole) befindliche Zahnwurzel umgibt bei der Knochentasche den Knochen nicht mehr vollständig. Es bildet sich eine Knochentasche die meist auch als Zahntasche bezeichnet wird und häufig nur röntgenologisch sichtbar gemacht werden kann.

Wenn man von der Zahnfleischtasche spricht, ist ein Spalt zwischen Zahn und umgebendem Zahnfleisch bzw. Bindegewebe im Kieferknochen entstanden.

Zahntasche, Zahnfleischtasche, Knochentasche

Unterschieden werde Zahnfleischtaschen in Pseudotaschen und echte Taschen.

Zahnfleischtasche bedeutet Anschwellung vom Zahnfleischrand und echte Tasche besagt Verlust von Kieferknochen am Zahnhalteapparat und Verschiebung des Zahnfleischansatzes zur Wurzelspitze hin.

Knochentasche (Bursa) ist ein Parodontologischer Begriff und bedeutet Beutel oder Tasche. Wenn sich eine Knochentasche gebildet hat, muss diese behandelt werden, denn im Rahmen einer Parodontalbehandlung werden Zahnfleischtaschen und Knochentaschen eliminiert, um den langfristigen Erhalt der Zähne zu sichern.

Der Knochenaufbau bei Knochentaschen kann erfolgen durch:

Verwendung von Schmelz-Matrix-Protein zum Wiederaufbau vom Zahnhalteapparat
Auffüllung mit körpereigenem Knochen mit oder ohne Membranabdeckung
Auffüllung mit körperfremdem (xenogenem) Knochen mit oder ohne Membranabdeckung

Der Sauerstoffgehalt in Zahnfleischtaschen nimmt mit zunehmender Tiefe ab, Bakterien die ohne Sauerstoff leben können sind besonders aggressiv und können sich in der tiefe dadurch gut einnisten und verstecken. Die aggressiven Bakterien sind für die Zerstörung vom Kieferknochen verantwortlich was als Kieferknochenabbau oder Kieferknochenschwund bezeichnet wird. Wenn die Knochentaschen tiefer und grösser sind, haben die Zähne keinen Halt mehr, die Folgen davon sind Zahnlockerung und Zahnausfall bzw. die Zähne gehen verloren (Zahnverlust). In einer tiefen und grossen Zahnfleischtasche können erheblich mehr Bakterien leben als in kleinen Zahnfleischtaschen. Zahntaschen spielen im Herdgeschehen und Störfeldgeschehen eine wichtige Rolle, denn bei der Zahnfleisch-Taschenbildung (Parodontose) kommt es zu einem Gewebsuntergang mit entzündet und degenerativen Veränderungen im Zahnhalteapparat. Knochentaschen konnte man früher nur reinigen, danach kleideten schnellwachsende Schleimhautzellen die Knochentasche aber wieder aus. Tiefe Knochentaschen kann man durch die Parodontaltherapie bzw. Parodontalchirurgie wieder auffüllen oder Rezessionen decken. Eine Parodontal-Operation (Parodontalchirurgie) dient der Wiederherstellung des Zahnhalteapparates und wird nicht mehr als Paradontal-Operation genannt, denn Paradontal wurde ersetzt durch Parodontal.

Zahntasche

Bei der Zahntasche handelt es sich um eine Zahnfleischtaschenbildung (Parodontose) wo es zu einem Gewebeverlust im Zahnhalteapparat handelt.

Zahntasche ist eine Bezeichnung für Knochentasche was ein Parodontologischer Begriff ist für Bursa, was Beutel oder Tasche bedeutet durch eine entzündete und degenerative Veränderung im Zahnhalteapparat bzw. Zahnbett. Die Bezeichnung Tasche oder Knochentasche wird für die im Zahnfach befindliche Zahnwurzel gebraucht, wenn diese bedingt durch entzündliche Prozesse, nicht mehr vollständig vom Kieferknochen umgeben ist. Wenn die Wurzel vom Zahn im Zahnfach (Alveole) nicht mehr vollständig von Knochen umgeben ist, kann man die Knochentasche auf dem Röntgenbild sehen.

Bei der Taschen-Diagnostik wird eine Messsonde durch den Zahnarzt in die Zahnfleischtasche eingeführt.

Zahnfleischtaschen, Zahntasche, Zahnfleisch

Anhand der Markierungen kann der Zahnarzt die Taschentiefe feststellen, wie tief eine Tasche ist bzw. wie weit die Sonde beim Zahn in den Kieferknochenspalt eingeführt werden kann.

Knochentasche durch Knochenabbau

Die Knochentasche entsteht durch Knochenabbau der Alveole in seitlicher Richtung bei einer fortgeschrittenen Parodontitis.

Die Zahnfleischentzündung (Parodontitis) führt zur Zerstörung vom Zahnhalteapparat (Parodont) wo als Folge ein Rückgang des Kieferknochens stattfindet. Die Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung, und ist eine weitgehend nicht wieder gut zu machender Zerstörung vom Zahnhalteapparat.

Parodontal-Tasche, eine Gingiva-Tasche

Mit Parodontaltasche ist die Zahnfleischtasche gemeint, denn heute wird Paradontaltasche als Parodontaltasche bezeichnet.

Parodontaltasche bzw. Zahnfleischtasche wird auch mit Gingiva-tasche bezeichnet. Mit Paradontal ist das Zahnbett (Paradontium) bzw. das Parodontium gemeint. Paradontaltasche ist ein alter Begriff wie auch Paradontal und Paradontium, das heute als Parodontal und Parodontium bzw. Zahnhalteapparat bezeichnet wird.


Dysfunktion vom Kiefer

Symptome, Auswirkungen und Therapie

Zur Behandlung einer Dysfunktion des Kiefers, werden die Kieferbewegungen,  Zahnfehlstellungen oder Erkrankungen der Zahnmuskulatur geprüft und es wird ein Modell von Ober- und Unterkiefer erstellt.

Dysfunktion des Kiefers: Symptome, Auswirkungen und Therapie

Kieferschmerzen, ein Ziehen im Nacken oder häufige Kopfschmerzen, diese Symptome plagen so manch einen Menschen fast tagtäglich. Die Quelle der Beschwerden muss jedoch nicht zwangsläufig der Körperteil sein, in dem die schmerzhaften Symptome lokalisiert werden. Denn die Schmerzen, können mit einer so genannten Craniomandibulären Dysfunktion – einer Fehlfunktion der Kiefergelenke – zusammenhängen. Zur Diagnose dieser Fehlfunktion im Bereich des Kauapparates, unterzieht der Zahnarzt die Kiefergelenke einer genauen Funktionsanalyse, dadurch ist festzustellen, ob die Schmerzen im Kiefer-, Kopf-, Bein- oder Nackenbereich tatsächlich von einem „falschen Biss“ verursacht werden.

Die Craniomandibuläre Dysfunktion: Bedeutung und Symptome

Die Craniomandibuläre Dysfunktion setzt sich aus den Begriffen Cranium (Schädel), Mandibula (Unterkiefer) und Dysfunktion (Fehlfunktion) zusammen und bezeichnet die Behandlung von Fehlfunktionen des Kiefergelenks, die unter anderem durch Erkrankungen der Kaumuskulatur, Zahnfehlstellungen oder Bruxismus (Zähneknirschen) verursacht werden können. Jedoch können Fehlfunktionen im Bereich des Kauapparates, die unterschiedlichsten Symptome aufweisen und machen sich nicht zwangsläufig nur durch Schmerzen im Kieferbereich bemerkbar, denn die Symptompalette umfasst Kieferbeschwerden, Beschwerden im Schulter-, Bein- und Nackenbereich sowie Gleichgewichts- oder Sehstörungen. Da die Dysfunktion des Kiefergelenks auch aus kieferfernen Anzeichen bestehen kann, wird oft zunächst nicht daran gedacht, einen Zahnarzt zurate zu ziehen. So gestaltet sich die Diagnose der Dysfunktion oft schwierig, jedoch sollte, wenn mehrere mögliche CMD-Symptome auftreten, ein CMD-Facharzt aufgesucht werden. Denn nach ergodirekt.de profitieren Patienten mit komplexen Krankheitsbildern, von speziellen Zahnkliniken, da diese über die neuste Technik und ein interdisziplinäres Team (Kieferchirurgen, Experten für Zahnersatz oder für Zahnfleischerkrankungen) verfügen sowie flexible Öffnungszeiten haben und Universitätskliniken zudem günstige Behandlungsmöglichkeiten bieten. Die Öffnungszeiten richten sich meist nach Berufstätigen, so können Termine ausgemacht werden, die über die regulären Arbeitszeiten hinausgehen, diese Flexibilität sowie eine umfangreiche Beratung über die geplante Behandlung und deren Kosten, oder das Angebot einer professionellen Zahnreinigung, sprechen für eine vertrauenswürdige Zahnarztpraxis. Weitere informative Hinweise zur Praxiswahl, gibt es auf der Seite der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung. Auch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche innerhalb einer Klinik spricht für eine gute Behandlungsstruktur und ist, aufgrund der Vielzahl an möglichen Ursachen einer Dysfunktion des Kiefers, vorteilhaft für eine CMD-Therapie. So kann ein individueller Behandlungsplan – mit kieferorthopädischen oder physiotherapeutischen Maßnahmen – erstellt werden, der die Therapie unterschiedlicher Symptome, unter anderem Zahnfehlstellungen, ein „falscher Biss“ oder eine falsch eingesetzter Zahnersatz, mit einbezieht.

Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten

Um einen gezielten Behandlungsplan aufstellen zu können, hat der Facharzt zunächst mithilfe einer Funktionsdiagnostik einen genauen Befund zu stellen, deren Kosten in der Regel nicht komplett von der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) getragen werden.

Therapie einer Dysfunktion

Teil der Therapie einer Dysfunktion des Kiefers, ist meist eine Aufbissschiene, die im Rahmen einer instrumentellen Funktionsdiagnostik anhand eines Kiefermodells und der Kieferbewegungen erstellt wird.

Von einer Zahnzusatzversicherung können Patienten erst nach dem Erstellen von einem Behandlungsplan profitieren.

Wer über diese verfügt, muss aber in jedem Fall einen Nachweis über den Befund sowie einen Heil- und Kostenplan, auf dem die genauen Therapieschritte und deren Anteil an der Gesamtsumme vermerkt sind, bei der gesetzlichen Krankenkasse einreichen. Die Rückmeldung der Krankenkasse ist dann an die Zusatzversicherung zu übermitteln, die dann erst entscheidet, welchen Betrag sie von der Gesamtsumme übernimmt und diesen auf das Konto des Patienten überweist. Erst nach Klärung der Kostenübernahme und dem Anteil, der vielleicht noch durch Eigenkapital finanziert werden muss, sollte mit der umfangreichen Funktionsanalyse begonnen werden. Im Rahmen der Diagnostik werden vom Zahnarzt unter anderem eine manuelle und eine instrumentelle Analyse durchgeführt. Bei der manuellen Diagnostik kommen meist keine speziellen Instrumente zum Einsatz, denn diese besteht aus Voruntersuchungen, bei denen der Zahnarzt das Gebiss zunächst auf Zahnfehlstellungen überprüft, die Druckempfindlichkeit des Kiefers testet sowie die Kaumuskulatur ausgiebig abtastet, um mögliche Verspannungen feststellen zu können. Wenn Auffälligkeiten im Bereich der Kaumuskulatur bemerkt werden, erfolgt nach der manuellen Diagnose unter anderem ein instrumentelles Diagnoseverfahren. Im Rahmen dieses Verfahrens werden die Kieferbewegungen mithilfe von speziellen Messgeräten, wie dem Gesichtsbogen, genau überprüft und die Bewegungsbahnen mit computergestützten Methoden aufgezeichnet. Die Werte sowie ein angefertigter Gipsabdruck von Ober- und Unterkiefer werden dann in einen Gelenksimulator (Artikulator) übertragen, welcher die Bewegungen vom Kiefergelenk des Patienten simuliert und auf diese Weise, eine genaue Anpassung eines Zahnersatzes oder einer Aufbissschiene ermöglicht. Letztere ist meist Hauptbestandteil der CMD-Therapie.

Bruxismus: Zähneknirschen als Symptom oder Ursache einer Kieferdysfunktion

Zahnfehlstellungen sind oft für die Entstehung von Bruxismus verantwortlich.

Ursache einer Kieferdysfunktion

Eine weit verbreitete Ursache und auch Auswirkung einer Craniomandibulären Dysfunktion, bei der die Schienentherapie häufig zum Einsatz kommt, ist der Bruxismus – das Zähneknirschen. Dieses geht häufig mit Ursachen einer Dysfunktion, wie einer Fehlstellung der Kiefergelenke oder einer Zahnfehlstellung, aber auch mit psychischen Faktoren einher. Die Schiene dient bei der Behandlung eines Bruxismus hauptsächlich als Schutz für die Zahnstruktur und kann zum anderen, wenn die Schiene im Rahmen der instrumentellen Funktionsdiagnostik angefertigt wird, für eine möglichst entspannte Lage von Ober- und Unterkiefer sorgen. Denn durch das Zähneknirschen, beziehungsweise dem nächtlichen Zusammenpressen von Unter- und Oberkiefer, können dauerhafte Probleme entstehen, die die Zahnstruktur schädigen und eine Dysfunktion des Kiefers zusätzlich verstärken. Der starke Druck, der beim Zusammenpressen der Zähne entsteht, wird häufig durch Anspannungen im Kieferbereich verursacht, die sich durch psychische Belastungen verschlimmern können. Wenn das Aneinanderreiben der Zähne jedoch die Folge von Fehlstellungen ist, die zum Beispiel mit Überkronungen oder einer kieferorthopädischen Therapie behandelt werden können, ist eine Aufbissschiene oft nicht mehr notwendig.

Zähneknirschen bei Kleinkindern: Ab dem sechsten Lebensjahr sollte Schluss sein.

Auch das Zähneknirschen bei Kleinkindern, die älter als sechs Jahre alt sind und bei denen sich nach dem Wegfall der Milchzähne bereits die ersten bleibenden Backenzähne bilden, sollte behandelt werden. Die Therapie kann meist bereits mit einer einfachen Aufbissschiene, die anzupassen ist, erfolgen. Dagegen ist das Knirschen bei Kindern, die noch ihr Milchgebiss haben, laut der Zahnärztekammer Nordrhein durchaus normal, denn das Wachstum von Kieferknochen und Kiefermuskulatur verläuft schubweise, dadurch weisen die Zahnreihen oft Unregelmäßigkeiten auf, die zu einer wachstumsbedingten Dysfunktion des Kiefers führen.

Physiotherapie: Lockerungsübungen für die Kiefermuskulatur

Zusätzlich zu den zahnärztlichen Maßnahmen, die die Zahnstruktur so anpassen, dass eine richtige Kaubewegung stattfindet und Ober- und Unterkiefer grade aufeinandertreffen, können bei der Behandlung von Bruxismus und weiteren Dysfunktionen, die mit Verspannungen einhergehen – egal, ob durch zahnmedizinische oder psychische Faktoren bedingt –, physiotherapeutische Maßnahmen Anwendung finden. Diese dienen der Lockerung der Kaumuskulatur und beugen dem Zähneknirschen oder anderen möglichen Auswirkungen einer Craniomandibulären Dysfunktion auf Körperteile, die mit den Sehen und Muskeln des Kiefers verbunden sind, vor. Dabei wird die Muskulatur des Kiefers – und zwar im und außerhalb des Mundes – sowie der Nacken abgetastet und Verspannungen durch leichte Druckmassagen gelockert.

Physiotherapie Kiefermuskulatur 

Wie stark die Muskulatur vor oder nach den ersten Massagesitzungen verspannt ist, kann ganz einfach im Selbsttest ausprobiert werden. Dafür zwei Finger übereinanderlegen und versuchen in den Mund zu führen, oder Ober- und Unterkiefer in zusammengebissener Position von vorne nach hinten und von links nach rechts verschieben. Sind bei diesen Übungen große Kraftaufwendungen nötig, treten Schmerzen auf oder knackt der Kiefer, ist die Kaumuskulatur angespannt und hart. Um den Kiefer zusätzlich zu lockern, können Patienten Zuhause einfach mehrmals am Tag den Mund weit öffnen, wenn sich die Muskulatur durch die Therapie gelockert hat, wird die Aufbissschiene vom Zahnarzt neu angepasst.


CMD Syndrom (Cranio Mandibuläre Dysfunktion)

Welche Behandlungsoptionen gibt es?

Es sind weit mehr als gedacht. Zahlreiche Menschen leiden unter dem CMD Syndrom, das als Cranio Mandibuläre Dysfunktion bekannt ist. Aufgrund der vielschichtigen Symptomatik können durchaus einige Jahre vergehen, bis eine klare Diagnose gestellt und eine Behandlung eingeleitet wird.

Cranio Mandibuläre Dysfunktion

Fehlstellung der Zähne mit weitreichender Symptomatik

Oberflächlich gesehen, lassen die Symptome von CMD nicht auf eine Problematik der Kiefer schließen. Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich, Ohrgeräuschen bzw. einem Tinnitus und Rückenschmerzen lassen eher auf Bewegungsmangel schließen. Erst in der Kombination mit dem ständigen Knacken des Kiefers und dementsprechenden Schmerzen im Kieferbereich kommt das Problem langsam zu Tage. Auch die eingeschränkte Fähigkeit, den Mund zu öffnen, beschreibt das CMD Syndrom. Auftretender Schwindel bei Bewegungen und Haltungsschäden ergänzen das Krankheitsbild. Das Essen und Kauen ist schlichtweg gesagt keine Freude mehr.

Dysfunktion vom Kiefer

CMD erfordert einen Zahnspezialisten!

Zusammenfassend werden daher alle Beschwerden, die auf biochemische, strukturelle, funktionelle und sogar psychische Fehlregulationen der Muskulatur und Kiefergelenkfunktionen zurückführen, als Cranio mandibuläre Dysfunktion bezeichnet. Die weitreichenden Symptomatiken werden deutlich, wenn man sich die Funktionalität des Kiefers und seiner Funktionen genauer anschaut. Vom Kiefer beginnend, haben Kiefergelenke und die Kaumuskeln Auswirkungen auf die Körperhaltung, was schnell die unklaren Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen erklärt. Schon kleine Fehlregulationen wirken nachhaltig auf den Körper aus. Wer an den genannten Beschwerden leidet, ohne dass eine Ursache gefunden wird, sollte sich von einem Zahnarzt auf CMD untersuchen lassen. Spezialisierte Zahnärzte auf CMD bieten nicht nur eine Diagnostik, sondern auch eine umfassende Behandlung an, die von Fall zu Fall unterschiedlich ausfallen kann.

Individuelle Diagnose und Therapieansätze

Vom Zeitpunkt der Diagnose wird ein differenziertes Therapiekonzept erstellt. Dabei geht es um die instrumentelle und klinische Funktionsanalyse mit entsprechender Therapie. Da CMD sehr individuell ausfällt, muss der Zahnarzt vorerst betroffene Muskelgruppen ausfindig machen, um danach das Kiefergelenk ausrichten zu können. Eine zahnärztliche Behandlung spiegelt sich in der interdisziplinären Therapie wider. Aufgrund der vielfältigen Symptome kommt häufig eine spezielle Zahnschiene zum Einsatz. Mit ihr soll vorerst der deutlich spürbare Fehlbiss korrigiert bzw. unterbrochen werden. Ein Zwischenschritt der Behandlung kann auch die Knirscherschiene sein, die jedoch nur temporär eingesetzt wird, um dem Patienten vom Knirschen zu befreien. Aufgrund dessen sind auch Schlafgesundheit und dem verbunden die Psyche betroffen. Das langfristige Ziel ist daher ein gesundes Zahngebiss mit korrekter Funktion der Kiefergelenke.

Wer übernimmt die Kosten der Cranio Mandibuläre Dysfunktion?

Die Behandlung von DMD wird derzeitig nicht von gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen. Bei privaten Kassen bzw. einer Zusatzversicherung muss die Übernahme der Kosten individuell abgefragt werden. Patienten sollten sich deshalb beraten lassen und rechtzeitig eine Kostenübernahme beantragen. In der Regel hilft an dieser Stelle auch der spezialisierte Zahnarzt auf CMD weiter. Dieser erstellt einen persönlichen Behandlungsplan, der bei der privaten Kasse eingereicht wird. Im Zweifelsfalle müssen die Behandlungskosten der CMD selbst bezahlt werden.

Zahnersatz

Zahnersatz ist ein Sammelbegriff und bezeichnet die Form des Ersatzes fehlender natürlicher Zähne. Es gibt einen festsitzenden Zahnersatz und einen abnehmbaren Zahnersatz, wobei der festsitzende Zahnersatz der abnehmbaren Zahnprothesen (Gebiss) in Bezug auf Zahn-Ästhetik und Kaukomfort deutlich überlegen ist. Ein Zahnimplantat kann als Zahnersatz einer Einzelzahnlücke dienen. Mit dem Implantat und einer darauf befestigten künstlichen Zahnkrone bleiben gesunde Nachbarzähne erhalten und gleichzeitig kann damit ein Knochenabbau im Kiefer weitgehend verhindert werden.