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ZAHN / ZÄHNE

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Vitalitätsprüfung als Hinweis

Die verschiedenen Verfahren bei der Untersuchung der Vitalität der Zähne ergeben bei der Sensibilitätsprüfung im Rahmen der Diagnostik beim Zahnarzt eine Schmerzreizantwort als Hinweis.

Vor Beginn einer konservierenden Zahnbehandlung wie auch vor einer prothetischen Behandlung mit Zahnersatz erfolgt eine Vitalitätsprüfung der Zähne. Für einen vitalen Zahn ist ein intaktes Gefässsystem in der Pulpa notwendig, welches im Zahninneren die Funktion von Zahnnerven unterhält, womit das fleischige Zahnmark als Gewebe und die Blutgefässe sowie die Nervenbahnen in der Pulpahöhle gemeint sind, die im Zentrum vom Dentin (Zahnbein) eingelagert sind. Ziel einer Vitalitätsprüfung ist es, durch das Auslösen von Schmerzen über die sensiblen Reaktionen Rückschlüsse auf die Vitalität der Zahnpulpa zu schliessen. Wenn ein Zahn schmerzhaft auf einen Reiz wie Temperatur reagiert, so ist davon auszugehen, dass der Zahn gesund und vital ist, da die funktionelle Versorgung vom Zahn intakt ist. Im Röntgenbild lässt sich meist erkennen, wenn der Wurzelkanal der die Zahnpulpa enthält, die aus Bindegewebe mit Blutgefässen, Lymphgefässen und Nervenfasern besteht, wegen der Bildung von Sekundärdentin verödet ist, sodass das Ergebnis einer negativen Vitalitätsprüfung am Zahn nicht zuverlässig ist.

Röntgenbild Zahn, Vitalitätsprüfung als Hinweis

Ein devitaler Zahn ist ein toter Zahn, denn im Zahn ist das nekrotische Gewebe "Nekrose" nach dem Gewebsuntergang ein abgestorbenes Gewebe, das für den Körper gefährlich sein kann.

Röntgenbild nach dem Zahn-Vitalitätstest

Oft ist ein Röntgenbild vom Zahn bei der Interpretation nach der Vitalitätsprüfung hilfreich, denn ein wurzelgefüllter Zahn kann keine positive Vitalitätsprüfung haben.

Ein toter Zahn mit einem abgestorbenen Zahnnerv verursacht nicht zwingend Beschwerden und kann sehr lange unbemerkt ohne Zahnschmerzen im Alveolarknochen verbleiben, da der Zahnschmelz als äussere Zahnbeschichtung auch ohne Blutversorgung stabil bleiben kann. Die Vitalitätsprüfung beim Zahn wird in der Zahnmedizin auch als Sensibilitätsprüfung bezeichnet, womit der Zahnarzt feststellen kann ob und wie empfindlich Zähne und Zahnhälse sind. Wenn Zahnpatienten keine auftretende Schmerzen verspüren, kann ein Verlust der Vitalität vom Zahn durch ein Zahntrauma (Zahnunfall) oder Zahnkaries als Zahnerkrankung durch Kariesbakterien angenommen werden, wo beim Mensch Zahnherde und Zahnstörfelder vorhanden sein können. Vielfach liefert eine Vitalitätsprüfung am Zahn für den Zahnarzt einen ersten Hinweis, sich diesen Zahn näher anzuschauen, ein Röntgenbild anzufertigen (Zahnfilm) und den Patienten nach derzeitigen oder früheren Beschwerden an diesem Zahn zu befragen. Viele Patienten erinnern sich erst dann wieder, dass sie früher gelegentlich leichte oder auch akute Zahnschmerzen hatten, denn eine chronische Entzündungen im Zahn kann auch später klinisch unauffällig sein und über eine lange Zeit bestehen. Überkronte Zähne können mit einer künstlichen Krone bei der Zahn-Sensibilitätsprüfung (Vitalitätsprüfung vom Zahn) nicht zuverlässig geprüft werden, da sich besonders bei der Goldlegierung einer Krone die Kältereize rasch über eine grosse Fläche verteilt. Bei verblendeten Kronen lässt die Keramik, je nach Materialstärke keine genügende Wärmeleitung zu, denn Zähne haben nach der Überkronung oft grosse Aufbaufüllungen, die nach einigen Monaten die Temperaturempfindlichkeit vom Zahn stark reduzieren. Das tote Eiweiss setzt Giftstoffe frei und stellt einen idealen Nährboden für Bakterien dar. Die Bakterien wandern über die Zahnkaries als Zahnerkrankung durch Kariesbakterien ein, welche auch die "Zahnentzündung" und das Absterben der Zahnpulpa ausgelöst hat, woraus sich eine übelriechende Gangrän entwickelt, die ein starker Mundgeruch mit Gangränschmerzen verursacht.

Entblösste Zahnhälse

Der Zahn ist durch den Zahnschmelz normal bis zum Zahnfleischrand geschützt. Wenn sich das Zahnfleisch zurückgezogen hat, ist der entblösste Zahnhals sehr empfindlich, denn das Dentin ist an dieser Stelle von winzigen Kanälchen (Dentindubeli) durchzogen, die von der Oberfläche bis ins Zahnmark reichen. Über die sensiblen Dentinkanälchen erreichen chemische und thermische Reize den Zahnnerv und lösen die Überempfindlichkeit der Zahnhälse oder auch Zahnschmerzen aus.