Zahnnummern, Gebiss, Zahnschema, Zahnformel, Quadrant

Zahnschema

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Zahnwechsel bei Kinderzähnen

Im Normalfall vollzieht sich Zahnwechsel zwischen dem 6. und 16. Lebensjahr, wo man von einem Wechselgebiss spricht, wenn das Gebiss aus vorhandenen Milchzähnen wie auch bleibenden Zähnen zusammensetzt.

Beim Zahnwechsel drückt im Kindergebiss der nachwachsende bleibende Zahn gegen die Zahnwurzel vom Milchzahn, deren Zahnwurzel sich normalerweise langsam auflöst. Mit dem Durchbruch der Sechsjahrmolaren beginnt die ersten Phase zwischen dem 6. bis 9. Lebensjahr (frühes Wechselgebiss), wo die Schneidezähne vom Milchgebiss ersetzt werden, die meist als "zweite Zähne" oder als Ersatzzähne bezeichnet werden. Das späte Wechselgebiss erfolgt vom 10. bis 13. Lebensjahr. Die nachwachsenden Zähne werden im menschlichen Gebiss als Dauerzähne, Erwachsenenzähne oder als Ersatzzähne bezeichnet, da sie die Milchzähne herausstossen und die Milchzähne ablösen. Bei der Zahnwechsel-Übergangszeit als Zwischenperiode bestehen Milchzähne und bleibende Zähne in der Zahnbogenform im Kiefer, wo sich der Zahnwechsel im 10. bis 13. Lebensjahr fortgesetzt. In der zweiten Phase wird das Wechselgebiss zum bleibenden Gebiss, das als permanentes Gebiss bezeichnet wird, wenn die Milch-Eckzähne und Milchmolaren durch die Zahn-Nachfolger ersetzt sind. Der Durchbruch der Weisheitszähne kann ab dem 16. Lebensjahr beginnen, doch vielfach brechen die Weisheitszähne erst im 35. Lebensjahr durch oder es erfolgt bei ungenügenden Platzverhältnissen kein Durchbruch. Die Weisheitszähne werden vielfach als Stockzähne bezeichnet, womit der "Achter" als Zahn mit der Zahnnummer 18, 28, 38 und 48 im Zahnschema gemeint ist. Da Weisheitszähne im Kiefer wegen Platzmangel vielfach nicht zum Vorschein kommen und ins Stocken geraten, werden sie als Stockzähne bezeichnet. Vielfach bleiben Weisheitszahn-Beschwerden wegen dem Engstand der Zähne nicht aus, da sie vielfach leicht verdreht und versetzt herauswachsen oder als retinierte Weisheitszähne nicht in die Mundhöhle durchbrechen.

Beim Zahnwechsel kann es schiefgehen, wenn der Milchzahn fest sitzt und sich die Zahnwurzel nicht rechtzeitig auflöst, kann sich ein Zahn vor den anderen schieben.

Zahnwechsel, Milchzahn, Zahnwurzel, Zahn

Milchzähne müssen nur selten gezogen werden, doch wenn der Milchzahn hartnäckig bleibt und auch nach dem vollständigen Durchbruch vom zweiten Zahn nicht ausgefallen ist oder wenn Passprobleme zu erwarten sind, müssen die Milchzähne im Wechselgebiss gezogen werden.

Milchzähne

Die ersten Zähne werden als Milchzähne genannt, wo die Kinder-Zahnpflege sehr wichtig ist.

Die Zahnpflege der Milchzähne ist bereits nach der Dentition sehr wichtig, denn Milchzähne sind Platzhalter für die bleibenden Zähne im permanentes Gebiss, so dass eine Kinder-Zahnputztechnik mit der richtigen Zahnbürste und Zahnpasta sehr wichtig ist. Die Milchzähne müssen besonders sorgfältig gepflegt werden, ansonsten diese frühzeitig verloren gehen, womit die Gefahr besteht, dass die Zahnreihe in Unordnung gerät und später eine kieferorthopädische Regulierung notwendig wird. Die ersten Milchzähne brechen zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 2. Lebensjahr durch, so dass das Milchgebiss als "Temporäres Gebiss" nach dem Durchbruch der Milchzähne mit unterschiedlichen Durchbruchszeiten im Gegensatz zum Erwachsenengebiss nur 20 Zähne hat. Im Zeitraum zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr wechselt das Milchgebiss Zahn für Zahn zum Erwachsenengebiss. Wenn der Zahnwechsel im 6. Lebensjahr beginnt, fallen die Milchzähne aus, wo die bereits vollständig vorgebildeten bleibenden Zähne in die entstandenen Lücken nachrücken. Die ersten vier bleibenden Backenzähne die auch als "Sechser" bezeichnet werden, kommen im sechsten Lebensjahr hinter den letzten Milchzähnen zum Vorschein. Bei Babys und Kleinkindern erfolgt vielfach ein Pressen und Mahlen mit den Milchzähnen, doch wenn Kinder knirschen ist dies eine normal Kaumuskel-Aktivität in Form von Kieferpressen und Zähneknirschen. Knirschgeräusche sind bei Kindern durch das Zurechtbeissen der Zähne normal, denn sie müssen vor, während und nach dem Zahnwechsel die Zähne zwischen der oberen und der unteren Zahnreihe zur Feinabstimmung einschleifen. Bei Kleinkindern entstehen keine so hohen Kräfte wie beim Zähnepressen bei Erwachsenen, so dass das Zähnereiben auf dem weicheren Zahnschmelz bei Kindern normal keine Knirschen-Schadenfolge hat.

Wechselgebissperiode

Beim Zahnwechsel wird die Wechselzeit vom Milchzahngebiss zu bleibende Gebiss als Wechsel-Gebissperiode bezeichnet.

Während der Wechselgebissperiode befinden sich Milchzähne wie auch bleibende Zähne im Kiefer, wobei die Periode vom Zahnwechsel in eine frühe und eine späte Phase unterteil werden kann. Beim Zahnwechsel beginnt die erste Phase mit dem Durchbruch der Sechsjahrmolaren als erste grosse Backenzähne (Mahlzahn oder Molar) und endet mit dem vollständigen Durchbruch der Schneidezähne. Bei der Zahnwechselphase finden Wachstumsschübe statt, damit sich der Kieferknochen verbreitern kann, um die grösseren Zähne im Gebiss aufnehmen zu können.

Zahnwechsel, Milchgebiss, Wechselgebissperiode

Die Phase vom Zahnwechsel dauert ca. vom 6. bis 12. Lebensjahr und beginnt mit dem Durchbruch vom ersten bleibenden Backenzahn. Da er hinter der Milchzahnreihe in die Mundhöhle tritt, wird sein Durchbruch oft nicht bemerkt. In der "Wechselgebissperiode" werden die Wurzeln der Milchzähne im Milchgebiss aufgelöst, die Zähne werden locker und verkünden nicht immer eine Vorfreude beim Zahnwechsel, denn das Kauen bei der Nahrungsaufnahme kann Beschwerden bereiten, wenn die Wackelzähne das Zahnfleisch als Teil der Mundschleimhaut berühren. Die bleibenden Zähne wachsen bei allen Zahnarten in wenigen Wochen in die entstandene Zahnlücke hinein.

Quadrant ist der Zahn - Bezirk

Der Mund wird, was den Kiefer anbetrifft, in vier "Hälften" (Quadrant) eingeteilt, denn der Quadrant ist ein Kieferviertel und wird durch Unterteilung in rechte und linke Unterkieferhälfte sowie rechte und linke Oberkieferhälften gebildet.

Dieser Kiefer-Quadrant wird benutzt bei der Zahnformel bzw. beim Zahnschema, bildlich gesehen als "Hausnummer" der Zähne im Zahngebiss. Der Quadrant wird angewendet im Milchgebiss bzw. Milchzahngebiss (temporäres Gebiss) und im bleibenden Gebiss (Permanentes Gebiss) bzw. Zahngebiss. Zähne im Kiefer werden nummeriert d.h. Zähne erhalten nach dem Quadrant 1, 2, 3, 4 eine zusätzliche Nummer angehängt. Somit bekommt durch die Zahnformel bzw. Zahnschema jeder Zahn eine eigene Nummer (Hausnummer im Dorf Mundhöhle). Der Quadrant 1/4 ist eine Gebietsbezeichnung für den Zahn d.h. man weiss in welchem Kieferviertel (Bezirk) der Zahn sich befindet. Zur Kieferbezirksnummer gehört natürlich die Zahnnummer. Der Quadrant (lat. quadrans "Viertel") ist ein durch zwei Koordinatenachsen begrenzter Abschnitt einer Ebene.

Bei der Zahnbezeichnung gibt es drei verschiedene Schemas, wobei sich die Europa das FDI-Zahnschema durchgesetzt hat.

Schema nach Zsigmondy
Schema nach Haderup
F.D.I. Schema

Zahnbehandlung in Vollnarkose

Die zur Vollnarkose benötigten Medikamente (Anästhetika) bei der Zahnbehandlung werden als Injektion über die Vene (intravenös) oder mit einer Maske über die Atemwege (inhalativ) verabreicht. In der Regel werden zuerst Schmerzmittel und ein Schlaferzeugendes Medikament in die Vene gespritzt. Bei der Narkose mit der Maske gelangt das Narkosegas über die Lunge ins Blut. Durch kontinuierliche Gabe von Narkosemedikamenten über die Vene wird bis zum Ende der Zahnbehandlung die Narkose (Allgemeinanästhesie) aufrecht erhalten. Die Vollnarkose eine Alternative zur Teilnarkose bzw. der Regionalanästhesie.