Zahnnummern, Gebiss, Zahnschema, Zahnformel, Quadrant

Zahnschema

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Zahnformel, Gebissformel für den Mensch

Zähne haben im Gebiss zur Einteilung eine Zahnnummer „Hausnummer in der Mundhöhle“ nach der Zahnformel bzw. Gebissformel.

Für die Methode einer genauen Zahnbezeichnung gibt das internationale Zahnschema (FDI), mit denen die Zähne in ihrer Position eindeutig benannt werden im Kiefer. Zur Vermeidung von Missverständnissen werden die Zähne in der Zahnheilkunde durch verschiedene Zahnschemata mit Zahnnummern, Zahnbezeichnung, Zahngruppen und Zahnbenennungen im Kiefer nach dem Ordnungsschema eindeutig bezeichnet, wobei das menschliche Gebiss in 4 Bereiche, die Quadranten, aufgeteilt wird. Das Zahnschema wird beim Zahnarzt zur Dokumentation und Darstellung vom Zahnstatus bei der Befunderhebung wie auch zur Behandlungsplanung (Heil- und Kostenplan) benutzt. Die Erfassung vom Gebisszustand beim Zahnarzt wird als Zahnstatus oder Parodontalstatus bezeichnet und ist der Befund vor einer Zahnbehandlung oder Zahnsanierung mit Zahnersatz. Die durch Zahnersatz ersetzten Zähne erhalten im zahnlosen Kieferbereich die gleiche Bezeichnung wie die Zähne im bleibenden Gebiss, wo die natürlichen Zähne stehen sollten.

Gebiss, Zahnformel, Gebissformel, Zahnschema

Ein Zahnschema ist für den Zahnarzt inkl. Zahntechnik eine gute Methode, einen Zahn in seiner Position im Kiefer und im Zahnbogen nach dem Ordnungsschema eindeutig zu benennen.

Zahnschema (Zahnschemata) für Menschen

Das Zahnschema ist eine System, jeden Zahn beim Mensch in seiner Position im Zahnbogen eindeutig zu benennen.

Beim FDI-Code-System wird jeder Zahn durch die Kombination von zwei Ziffern im Zahnschema bestimmt, dass die erste Ziffer den Quadranten im Zahnkiefer kennzeichnet und die zweite Ziffer verweist im jeweiligen Quadranten auf einen einzelnen Zahn. Durch den Quadranten kann der Zahnarzt den "Zahnbezirk als Leitzahl" Oberkiefer und Unterkiefer sowie die linke und rechte Seite voneinander unterscheiden, denn daraus ergeben sich in der Zahnformel bzw. Gebissformel vier Viertel, links oben, links unten, rechts oben und rechts unten. Der Zahnarzt benennt mit dem Zwei-Ziffern-Code eine klare Aussage wie z.B. „kariöse Läsion vier, eins“, womit der Quadrant 4 und der Schneidezahn 1 gemeint ist. Durch das FDI- Zahnschema werden mit dieser kurzen Aussage die Gebisshälfte und der Kiefer unten bezeichnet, denn die erste Ziffer kennzeichnet den Kiefer-Quadranten und die zweite Ziffer verweist auf den Zahn, zu dem dann Flächenbezeichnung und Lagebezeichnung hinzu kommt um den genauen Ort der Läsion am Zahn zu bezeichnen. In der Zahnmedizin ist Internationale hauptsächlich das FDI-Code-System als Zahnschema in Gebrauch, denn daneben wird im Vereinigten Königreich das Palmer-Zahnschema verwendet und in den USA das amerikanische Zahnschema. Beim amerikanischen Zahnschema entfallen Quadranten, da die Zähne 1 bis 32 im Uhrzeigersinn beginnend beim oberen rechten Weisheitszahn, durchnummeriert werden und beim unteren rechten Weisheitszahn enden. Als Zahnpatient erkennt man im amerikanischen Zahnschema-System die Zähne wie im Spiegel, dies im Gegensatz zum FDI-Zahnschema. Die Zahnschemata nach Zsigmondy und Haderup haben heute nur noch eine historische Bedeutung. Im französischen historischen Zahnschema wurde eine Kombination aus Buchstaben und römischen Ziffern verwendet und das lateinische Zahnschema besteht aus Anfangsbuchstaben der lateinischen Bezeichnung der Zähne. In der Veterinärmedizin wird für Tiere wie Hunden, Katzen und Pferden das Zahnschema nach Triadan angewandt, denn das FDI-Zahnschema für Menschen hatte Triadan an der Universität Bern für Tiere angelehnt.

Das Zahnschema ist ein System zur schriftlichen Darstellung vom Gebisszustand mit Symbolen zur Kennzeichnung von Zähnen mit Zahlen oder Buchstaben und wird auch als Gebissschema oder Gebissformel bezeichnet.

Zahnschema, Zahnnummer, Zahnformel, Gebiss

Das Zahnschema enthält zur Kennung immer zwei Ziffern, wobei es sich dabei  nicht um eine zweistellige Zahl handelt, denn es wird nur die Ziffer der Zahnnummer genannt und daraus keine Zahl gebildet, was bedeutet, dass es sich z.B. um eine „eins als Leitzahl und eine drei“ handelt und nicht um die Zahl „dreizehn“ (13).

Es gibt eine Zahnnummerierung im permanenten Gebiss und eine Zahnnummerierung im Milchzahngebiss (Zahnschema Milchgebiss). das auch als Temporäres Gebiss bezeichnet wird. Das Gebiss vom Erwachsenen hat 32 Zähne, sodass jeder Kiefer 16 Zähne enthält, die den unterschiedlichen Kaufunktionen angepasst sind. Bei den Milchzähnen gibt es 8 Schneidezähne, 4 Eckzähne und 8 Milchmolaren die später durch Prämolaren ersetzt werden. Das Kinderzahngebiss besteht also aus 20 Zähnen.

Zahnnummer im Gebiss beim Mensch

Die Bezeichnung der einzelnen Zähne mit der Zahnnummerierung hat System, denn das Gebiss ist immer aufgeteilt in 4 Quadranten und die Nummer vom Zahn ist basierend auf dem Zwei-Ziffern-System mit arabischen Zahlen beim internationalen Zahnschema.

Bei der Zahnnummer gibt die erste Zahl den Quadranten (als Bezirk / Leitzahl) an und die zweite Ziffer den jeweiligen Zahn (Dens). Das Zahnschema ist ein Gebissschema, ein System zur schriftlichen Darstellung des Gebisszustandes mit Symbolen zur Kennzeichnung von Zähnen mittels Zahlen oder Buchstaben.

Gebiss Oberkiefer

Der rechte Oberkieferquadrant (aus der Sicht vom Patient) erhält die 'Leitzahl' 1.

Oberkiefergebiss Gebiss Oberkiefer Zähne Kiefer 

Der linke Oberkieferquadrant (aus der Sicht vom Patient) erhält die 'Leitzahl' 2.

Gebiss Unterkiefer

Der linke Unterkieferquadrant (aus der Sicht vom Patient) erhält die 'Leitzahl' 3.

Gebiss Unterkiefer Zähne im Unterkiefer Leitzahl

Der rechte Unterkieferquadrant (aus der Sicht vom Patient) erhält die 'Leitzahl' 4.

Das Gebiss des Erwachsenen hat 32 Zähne.

Das Zahngebiss enthält zwei Kiefer an je 16 Zähne, die den unterschiedlichen Kaufunktionen vom Kauorgan angepasst sind.

Jeder Zahn im Gebiss muss im Laufe des Lebens ungeheuer viel leisten, denn man zerkleinert in dieser Zeit grosse Mengen von verschiedenen Nahrungsmitteln. Die Kräfte, denen ein Zahn standhalten muss, liegen zwischen 15 – 30 kg, im Extremfall bis zum Eigengewicht vom Mensch. Die Zähne bestehen aus den härtesten Substanzen vom menschlichen Organismus und dienen zum Abbeissen sowie Kauen der Nahrungsmittel, aber auch zur Lautbildung beim Sprechen. Die Zähne stehen im Normalfall lückenlos aneinandergereiht, wobei die Zahnreihe vom Oberkiefer ein Halboval, die vom Unterkiefer eine Parabel bildet. Beim einzelnen Zahn können drei Teile deutlich unterschieden werden, die Zahnkrone, Zahnhals und die Zahnwurzel.


Zahngruppen mit Zahnarten

Die Zahngruppe die auch als Zahneinheit oder Zahnblock bezeichnet wird kann eine Unterteilung in Zahnarten wie Frontzähne und Seitenzähne erfolgen wie auch in Schneidezähne, Eckzähne, Prämolaren und Molaren.

Zahngruppen, Zahnbogen, Zahngruppenersatz

Das Zahngebiss setzt sich aus total 32 Zähnen zusammen mit den Zahngruppen im Oberkiefer und Unterkiefer, also acht Schneidezähnen, vier Eckzähnen, acht Backenzähnen, acht Mahlzähnen und vier Weisheitszähnen.

Das Nennen der Zahngruppen ist wichtig bei Zahnfehlstellungen und Okklusionsabweichungen oder Abweichungen in der Zahnbogenform.

Die Zahngruppe ist eine Gruppenbezeichnung mehrerer Zähne mit ähnlichen Merkmalen wie Schneidezähne, Eckzähne, Prämolaren und Molaren. Unterteilt wird auch in Frontzähne und Seitenzähne oder auch vordere oder obere Zahngruppe. Die Zahngruppe wird auch als Zahneinheit oder Zahnblock bezeichnet und sind Zähne mit ähnlichen Merkmalen.

Zahngruppenersatz

Wenn im Gebiss die Zähne mit ähnlichen Merkmalen durch künstliche Zähne (Zahnersatz), einer Zahnbrücke oder Zahnimplantate ersetzt werden müssen, spricht man von einem Zahngruppenersatz.

Der Zahngruppenersatz ist das Ersetzen mehrerer Zähne durch Implantat-Tragende Kronen oder einer Zahnbrücke, die eine Zahngruppe im Gebiss bildet.

Die Zahngruppen werden mit den Buchstaben bezeichnet.
I  ) Schneidezähne
C ) Eckzähne
P ) Prämolaren
M ) Molaren

Für Milchzähne werden für die Zahngruppe kleine Buchstaben verwendet.

Zahnbogenform

Der optimale Zahnbogen hat eine U-Form. Man unterscheidet den oberen und den unteren Zahnbogen. Der Zahnbogen hat die Form einer Parabel mit dem Scheitelpunkt zwischen den Zähnen 11 und 21 im Oberkiefer und 31 und 41 im Unterkiefer.


Gebissformel beim Gebiss vom Mensch

Die Zahnformel dient der Kurzbeschreibung der Lage von jedem Zahn im Kiefer und beginnt beim mittleren Scheidezahn mit der Ziffer 1.

Da beim Mensch mit den unterschiedlichen Zahnarten im Gebiss gesprochen wird, ist der Begriff Gebissformel anstelle der Zahnformel bei der Zahnbezeichnung im Zahnschema geläufig, so dass auch bei der schematischen Darstellung der Anordnung der Zähne im Gebissschema von der Gebissformel gesprochen wird. Die Gebissformel teilt unser Zahnsystem in 4 Quadranten ein. Die Reihenfolge der Benennung erfolgt im Uhrzeigersinn „rechtsherum“ beginnend mit dem 1. Quadranten und endet mit dem 4. Quadranten.

Nummerierung Quadrant: 1,2,3,4 im Uhrzeigersinn.

Gebissformel Zahnformel Lage Zahn Quadranten 

Quadrant 1                                           Quadrant 2

Zahn Nummer:
18 17 16 15 14 13 12 11 / 21 22 23 24 25 26 27 28
48 47 46 45 44 43 42 41 / 31 32 33 34 35 36 37 38

Damit Zahnärzte und alle an der Zahnbehandlung beteiligten Personen genau wissen, um welche Zähne es sich handelt, erfolgt eine eindeutige Identifizierung durch eine zweistellige Kennziffer (Zahnnummer). Bei der Zuordnung eines Zahnes wird zunächst der Quadrant 1,2,3 oder 4 vorangestellt und dann von der Mitte ausgehend bei 1 bis 8 ein Zahlenpaar gebildet. So ergibt Quadrant 2 + Zahn 8 = Zahn Nummer 28. (Zahn „Hausnummer 28 in der Mundhöhle“). Der linke untere Weisheitszahn trägt somit die Zahn Nummer 38 und der erste obere linke Schneidezahn die Zahn Nummer 21.

Zahnnummer, Zahlencod der Zähne

Die Zahnnummer bzw. "Zahlencod der Zähne" ergibt sich durch die Gebissformel die auch Zahnformel genannt wird, was eine Übersicht ergibt, wo sich der Zahn befindet.

Die Gebissformel ist die schematische Darstellung der anatomischen Anordnung der Zähne bzw. Zahnarten und wird als Zahnschema, Zahnformel, Zahnnummer, Gebisschema, Zahnbezeichnung oder Zahnbenennung bezeichnet.

Die einzelnen Zahnarten werden mit Buchstaben abgekürzt:

I Incisivi (Schneidezähne)
C Canini (Eckzähne)
P Praemolares (Prämolaren)
M Molares (Molaren)

Für das Milchgebiss als "Temporäres Gebiss" werden für die Milchzähne als Platzhalter für die  bleibenden Zähne kleine Buchstaben verwendet.


Milchgebiss Zahnschema

Das Milchgebiss hat als „Temporäres Gebiss“ 20 Milchzähne, denn es sind keine Prämolaren vorhanden.

Das Milchgebiss hat 2 Milchmolaren pro Quadrant, die im Wechselgebiss während der Wechselgebissperiode beim Zahnwechsel durch die späteren Prämolaren im bleibenden Gebiss ersetzt werden.

Milchgebiss Zahnschema Oberkiefer Zähne  

Oberkiefer rechts 5           Oberkiefer links 6
5 4 3 2 1                                1 2 3 4 5 
5 4 3 2 1                                1 2 3 4 5
Unterkiefer rechts 8         Unterkiefer links 7

Zähne Zahnschema Unterkiefer Milchzähne Zahn 

Zähne als Kau-Werkzeug haben je nach Funktion als Zahntyp bzw. Zahnart unterschiedliche Bezeichnungen und werden als Schneidezähne, Eckzähne, Mahlzähne oder auch als Backenzähne bezeichnet.

Zahlencode der Zähne

Bei den Zahngruppe werden für Milchzähne kleine Buchstaben verwendet, so für Schneidezähne "i", Eckzähne "c", Prämolaren "p" und für Molaren "m" als Zuwachszähne. Zur Vermeidung von Missverständnissen werden die Zähne bei Menschen in der Zahnheilkunde durch Zahlen bzw. durch den "Zahlencod der Zähne" eindeutig bezeichnet. Zur genauen Identifizierung vom einzelnen Zahn genügt der Name als Zahntyp nicht, da im Milchgebiss 20 Zähne und im bleibenden Gebiss 32 Zähne vorhanden sind, so dass im Zahnschema jedem Zahn eine zweistellige Zahnnummer als Zahlencod zugewiesen wird.

Quadranten im Zahnschema vom Milchgebiss

Das Milchgebiss wird in 4 Quadranten unterteilt, die als erste Ziffer der Zahnbezeichnung dient, wobei man vom Blickwinkel vom Kind als Patient ausgeht.

oben rechts = 1 (bei Milchzähnen: 5)
oben links = 2 (bei Milchzähnen: 6)
unten links = 3 (bei Milchzähnen: 7)
unten rechts = 4 (bei Milchzähnen: 8)

Die einzelnen Zähne werden im Milchgebiss jeweils von vorne beginnend durchnummeriert. Milchzahnquadranten werden von 5 bis 8 durchnummeriert, so dass der seitliche obere linke Schneidezahn die "Zahnnummer" 62 als Kennziffern erhält, was der Zahnarztwährend der Untersuchung als "sechs - zwei" ausspricht, auch wenn es eine zweistellige Nummer ist.

Zahnnummern im Kindergebiss


Zahnwechsel bei Kinderzähnen

Im Normalfall vollzieht sich Zahnwechsel zwischen dem 6. und 16. Lebensjahr, wo man von einem Wechselgebiss spricht, wenn das Gebiss aus vorhandenen Milchzähnen wie auch bleibenden Zähnen zusammensetzt.

Beim Zahnwechsel drückt im Kindergebiss der nachwachsende bleibende Zahn gegen die Zahnwurzel vom Milchzahn, deren Zahnwurzel sich normalerweise langsam auflöst. Mit dem Durchbruch der Sechsjahrmolaren beginnt die ersten Phase zwischen dem 6. bis 9. Lebensjahr (frühes Wechselgebiss), wo die Schneidezähne vom Milchgebiss ersetzt werden, die meist als "zweite Zähne" oder als Ersatzzähne bezeichnet werden. Das späte Wechselgebiss erfolgt vom 10. bis 13. Lebensjahr. Die nachwachsenden Zähne werden im menschlichen Gebiss als Dauerzähne, Erwachsenenzähne oder als Ersatzzähne bezeichnet, da sie die Milchzähne herausstossen und die Milchzähne ablösen. Bei der Zahnwechsel-Übergangszeit als Zwischenperiode bestehen Milchzähne und bleibende Zähne in der Zahnbogenform im Kiefer, wo sich der Zahnwechsel im 10. bis 13. Lebensjahr fortgesetzt. In der zweiten Phase wird das Wechselgebiss zum bleibenden Gebiss, das als permanentes Gebiss bezeichnet wird, wenn die Milch-Eckzähne und Milchmolaren durch die Zahn-Nachfolger ersetzt sind. Der Durchbruch der Weisheitszähne kann ab dem 16. Lebensjahr beginnen, doch vielfach brechen die Weisheitszähne erst im 35. Lebensjahr durch oder es erfolgt bei ungenügenden Platzverhältnissen kein Durchbruch. Die Weisheitszähne werden vielfach als Stockzähne bezeichnet, womit der "Achter" als Zahn mit der Zahnnummer 18, 28, 38 und 48 im Zahnschema gemeint ist. Da Weisheitszähne im Kiefer wegen Platzmangel vielfach nicht zum Vorschein kommen und ins Stocken geraten, werden sie als Stockzähne bezeichnet. Vielfach bleiben Weisheitszahn-Beschwerden wegen dem Engstand der Zähne nicht aus, da sie vielfach leicht verdreht und versetzt herauswachsen oder als retinierte Weisheitszähne nicht in die Mundhöhle durchbrechen.

Beim Zahnwechsel kann es schiefgehen, wenn der Milchzahn fest sitzt und sich die Zahnwurzel nicht rechtzeitig auflöst, kann sich ein Zahn vor den anderen schieben.

Zahnwechsel, Milchzahn, Zahnwurzel, Zahn

Milchzähne müssen nur selten gezogen werden, doch wenn der Milchzahn hartnäckig bleibt und auch nach dem vollständigen Durchbruch vom zweiten Zahn nicht ausgefallen ist oder wenn Passprobleme zu erwarten sind, müssen die Milchzähne im Wechselgebiss gezogen werden.

Milchzähne

Die ersten Zähne werden als Milchzähne genannt, wo die Kinder-Zahnpflege sehr wichtig ist.

Die Zahnpflege der Milchzähne ist bereits nach der Dentition sehr wichtig, denn Milchzähne sind Platzhalter für die bleibenden Zähne im permanentes Gebiss, so dass eine Kinder-Zahnputztechnik mit der richtigen Zahnbürste und Zahnpasta sehr wichtig ist. Die Milchzähne müssen besonders sorgfältig gepflegt werden, ansonsten diese frühzeitig verloren gehen, womit die Gefahr besteht, dass die Zahnreihe in Unordnung gerät und später eine kieferorthopädische Regulierung notwendig wird. Die ersten Milchzähne brechen zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 2. Lebensjahr durch, so dass das Milchgebiss als "Temporäres Gebiss" nach dem Durchbruch der Milchzähne mit unterschiedlichen Durchbruchszeiten im Gegensatz zum Erwachsenengebiss nur 20 Zähne hat. Im Zeitraum zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr wechselt das Milchgebiss Zahn für Zahn zum Erwachsenengebiss. Wenn der Zahnwechsel im 6. Lebensjahr beginnt, fallen die Milchzähne aus, wo die bereits vollständig vorgebildeten bleibenden Zähne in die entstandenen Lücken nachrücken. Die ersten vier bleibenden Backenzähne die auch als "Sechser" bezeichnet werden, kommen im sechsten Lebensjahr hinter den letzten Milchzähnen zum Vorschein. Bei Babys und Kleinkindern erfolgt vielfach ein Pressen und Mahlen mit den Milchzähnen, doch wenn Kinder knirschen ist dies eine normal Kaumuskel-Aktivität in Form von Kieferpressen und Zähneknirschen. Knirschgeräusche sind bei Kindern durch das Zurechtbeissen der Zähne normal, denn sie müssen vor, während und nach dem Zahnwechsel die Zähne zwischen der oberen und der unteren Zahnreihe zur Feinabstimmung einschleifen. Bei Kleinkindern entstehen keine so hohen Kräfte wie beim Zähnepressen bei Erwachsenen, so dass das Zähnereiben auf dem weicheren Zahnschmelz bei Kindern normal keine Knirschen-Schadenfolge hat.

Wechselgebissperiode

Beim Zahnwechsel wird die Wechselzeit vom Milchzahngebiss zu bleibende Gebiss als Wechsel-Gebissperiode bezeichnet.

Während der Wechselgebissperiode befinden sich Milchzähne wie auch bleibende Zähne im Kiefer, wobei die Periode vom Zahnwechsel in eine frühe und eine späte Phase unterteil werden kann. Beim Zahnwechsel beginnt die erste Phase mit dem Durchbruch der Sechsjahrmolaren als erste grosse Backenzähne (Mahlzahn oder Molar) und endet mit dem vollständigen Durchbruch der Schneidezähne. Bei der Zahnwechselphase finden Wachstumsschübe statt, damit sich der Kieferknochen verbreitern kann, um die grösseren Zähne im Gebiss aufnehmen zu können.

Zahnwechsel, Milchgebiss, Wechselgebissperiode

Die Phase vom Zahnwechsel dauert ca. vom 6. bis 12. Lebensjahr und beginnt mit dem Durchbruch vom ersten bleibenden Backenzahn. Da er hinter der Milchzahnreihe in die Mundhöhle tritt, wird sein Durchbruch oft nicht bemerkt. In der "Wechselgebissperiode" werden die Wurzeln der Milchzähne im Milchgebiss aufgelöst, die Zähne werden locker und verkünden nicht immer eine Vorfreude beim Zahnwechsel, denn das Kauen bei der Nahrungsaufnahme kann Beschwerden bereiten, wenn die Wackelzähne das Zahnfleisch als Teil der Mundschleimhaut berühren. Die bleibenden Zähne wachsen bei allen Zahnarten in wenigen Wochen in die entstandene Zahnlücke hinein.

Quadrant ist der Zahn - Bezirk

Der Mund wird, was den Kiefer anbetrifft, in vier "Hälften" (Quadrant) eingeteilt, denn der Quadrant ist ein Kieferviertel und wird durch Unterteilung in rechte und linke Unterkieferhälfte sowie rechte und linke Oberkieferhälften gebildet.

Dieser Kiefer-Quadrant wird benutzt bei der Zahnformel bzw. beim Zahnschema, bildlich gesehen als "Hausnummer" der Zähne im Zahngebiss. Der Quadrant wird angewendet im Milchgebiss bzw. Milchzahngebiss (temporäres Gebiss) und im bleibenden Gebiss (Permanentes Gebiss) bzw. Zahngebiss. Zähne im Kiefer werden nummeriert d.h. Zähne erhalten nach dem Quadrant 1, 2, 3, 4 eine zusätzliche Nummer angehängt. Somit bekommt durch die Zahnformel bzw. Zahnschema jeder Zahn eine eigene Nummer (Hausnummer im Dorf Mundhöhle). Der Quadrant 1/4 ist eine Gebietsbezeichnung für den Zahn d.h. man weiss in welchem Kieferviertel (Bezirk) der Zahn sich befindet. Zur Kieferbezirksnummer gehört natürlich die Zahnnummer. Der Quadrant (lat. quadrans "Viertel") ist ein durch zwei Koordinatenachsen begrenzter Abschnitt einer Ebene.

Bei der Zahnbezeichnung gibt es drei verschiedene Schemas, wobei sich die Europa das FDI-Zahnschema durchgesetzt hat.

Schema nach Zsigmondy
Schema nach Haderup
F.D.I. Schema


Zahnformel

Die Zahnformel ergibt beim Mensch im Zahnschema eine Schematische Darstellung vom Gebiss und wird darum auch als Gebissformel bezeichnet.

Die Zahnformel wird meist als Gebissformel oder Zahnschema sowie Gebissschema bezeichnet und ergibt eine Übersicht über den normalen Zahnbestand, wo das Gebiss üblicherweise in Kieferquadranten aufgeteilt wird. Diese Quadranten werden aus der Sicht vom Patienten beziffert und vom 1. Schneidezahn nach hinten durchnummeriert, womit jeder Zahn seine eigene Ziffer als Zahnnummer erhält, damit man jeden Zahn vom anderen unterscheiden kann, was auch für Zahnimplantate als künstliche Zahnwurzeln mit mit den "Ersatzzähnen" als Zahnersatz gilt.

Zahnformel, Zahnschema, Gebissschema, Zähne

Das Kinderzahngebiss als Milchgebiss besteht aus 20 Milchzähnen, wo in jedem Kiefer vier Schneidezähne, zwei Eckzähne und zwei Milchbackenzähne sitzen. Das ausgewachsene Gebiss beim Mensch besteht aus 32 Zähnen, wo sich im Unterkiefer wie auch im Oberkiefer jeweils vier Schneidezähne, zwei Eckzähne und zehn Backenzähne befinden. Da nicht alle Menschen von Natur aus Weisheitszähne besitzen, befinden sich besonders in einem schmalen Kiefer nur 28 Zähne im Gebiss.

Menschliches Gebiss mit Zähnen

Die Zähne sind bereits vor der Geburt angelegt, wo bereits die Keimanlagen für alle Zähne in den ersten sechs bis acht Wochen während der Schwangerschaft entstehen.

Zum Zeitpunkt der Geburt sind Teile der Milchzähne und der bleibenden Zähne ausgebildet. Bei Geburt ist der Säugling normalerweise noch zahnlos, damit die Mutter beim Stillen nicht verletzt wird. Mit sechs Monaten wächst im Milchgebiss der erste Milchzahn, so dass beim ersten Kinder-Geburtstag die oberen und unteren Milchschneidezähne zu sehen sind. Gleichzeitig bilden sich unter dem Zahnfleisch die Backenzähne, wenn der kindliche Kiefer breiter wird so dass die Dentition bzw. der Durchbruch der Zähne erfolgen kann. Mit zweieinhalb Jahren hat das Kind im Allgemeinen sein vollständiges Milchgebiss mit insgesamt 20 Milchzähnen. Um Missverständnisse zu vermeiden, werden die Zähne durch das Zahnschemata beim Kindergebiss und Erwachsenengebiss eindeutig bezeichnet, wo das menschliche Gebiss in 4 Gebiete bzw. in Quadranten aufgeteilt wird. Die Zahngruppe bezeichnet eine Unterteilung der Zahnarten im Gebiss, wie Frontzähne und Seitenzähne oder auch Schneidezähne, Eckzähne, Prämolaren und Molaren.

Zahnformel / Zahnschema

Das Zahnschema oder Gebissschema ist bildlich gesehen die "Hausnummer" der Zähne im Gebiss.

Der Kiefer wird beim Menschen in vier Quadranten unterteilt, die Darstellung erfolgt aus Sicht des Betrachters bzw. frontal von vorn auf das Gesicht. Somit ergibt sich eine Seitenvertauschung Rechts-Links, allerdings nur bei der Schreibweise, indem die Zähne der rechten Gebisshälfte links, die der linken rechts auf dem Heil- und Kostenplan dargestellt werden. Der rechte Oberkieferquadrant "aus Sicht vom Patient" erhält die Leitzahl 1, der linke Oberkiefer die 2, der linke Unterkiefer die 3 und der rechte Unterkiefer die 4. wo an diese Zahl die 'Zahnzahl', beginnend von der Mitte der Schneidezähne aus, nachgestellt wird. Somit hat der linke untere Eckzahn die Zahl 33 oder der rechte obere Weisheitszahn die Zahl 18. Die gleiche Systematik setzt sich bei den Milchzähnen fort, nur dass es die Leitzahlen 5, 6, 7 und 8 als Zahlencode der Zähne im Zahnschema Milchgebiss sind. Die Zahntypen im Gebiss wie die Schneidezähne (Frontzähne), Eckzähne und Backenzähne (Vormahlzähne und Mahlzähne) werden als Seitenzähne bezeichnet.

Bezeichnung der Zähne

Zahnformel bei vollständigem bleibendem Gebiss "32 Zähne"

(OK) Oberkiefer rechts 1               (OK) Oberkiefer links 2

18 17 16 15 14 13 12 11             21 22 23 24 25 26 27 28
48 47 46 45 44 43 42 41             31 32 33 34 35 36 37 38

(UK) Unterkiefer rechts 4             (UK)  Unterkiefer links 3

Lagebezeichnung zur Orientierung

Obere und untere Zahnreihe werden in Bruchform dargestellt, eine senkrechte Linie steht für die Mittellinie. Die Schlusszahl gibt die Summe der Zähne im Kiefer an.

Zahnformel Zahnschema Bezeichnung der Zähne 

Zahnschema aus Sicht des Patienten

Der rechte Oberkiefer-Quadrant (aus Sicht des Patienten) erhält die 'Leitzahl' 1, der linke Oberkiefer die 2. Der linke Unterkiefer-Quadrant  erhält die 'Leitzahl' 3 (aus Sicht des Patienten) und der rechte Unterkiefer die 4.

Gebissschema

Das Gebissschema ist eine Schreibweise zur Kennzeichnung bzw. Benennung der Zähne im Gebiss.

Gebissschema bzw. Zahnschema beinhalten Angabe der Zähne oder Darstellung vom Gebisszustand (Zahnstatus bzw. Parodontalstatus) nach einem bestimmten System. Der Heil- und Kostenplan enthält in der Regel ein Gebissschema, in das der Befund und die Therapieplanung eingetragen werden. Gemäss einer einheitlichen Konvention ist dabei jeder Zahn durch eine zweistellige Ziffer eindeutig definiert. Anhand bestimmter Kürzel werden der Befund und die Therapieplanung in das Schema auf dem Heil- und Kostenplan für eine Zahnsanierung übertragen. Bei allen Darstellungen wird von der Sicht des Patienten ausgegangen und ist darum immer Seitenverkehrt aufgezeichnet.


Dauergebiss beim Mensch

Die Gesamtheit aller Zähne im Kiefer wird bei Menschen als Gebiss bezeichnet.

Das Dauergebiss beim Mensch wird als permanentes Gebiss vielfach als bleibendes Gebiss, Erwachsenengebiss oder nur als Zahngebiss bezeichnet und ist ein Allesfresser-Gebiss, da sich die Nahrung aus Pflanzen und Fleisch der Tiere zusammensetzt. Das Dauergebiss setzt sich beim Mensch normalerweise aus insgesamt 32 Zähnen zusammen, so aus 8 Schneidezähnen, 4 Eckzähnen, 8 Prämolaren und 12 Molaren, dies im Gegensatz zum Milchgebiss als temporären Gebiss, das aus 20 Zähnen besteht und durch ein bleibendes Gebiss ersetzt wird. Bleibende Zähne als Ersatzzähne im "Ersatzgebiss" entwickeln sich unter den Milchzähnen und stossen die Milchzähne zwischen dem 5. bis 13. Lebensjahr aus, da die Milchzähne durch die bleibenden Zähne im Erwachsenengebiss ersetzt werden. Unter Ersatzgebiss wird meist eine Vollprothese als künstliches Gebiss verstanden, doch kann darunter auch das Dauergebiss mit mehr Zähnen, anstelle vom Milchzahngebiss oder Wechselgebiss verstanden werden. Im Milchzahngebiss befinden sich bis zum Zahnwechsel im Wechselgebiss 8 Schneidezähne, 4 Eckzähne und 8 Molaren. Die Aufgaben der Zähne mit den unterschiedlichen Zahnarten und die Funktion vom Gebiss sind beim Mensch sehr vielfältig, sei das ein Kinderzahngebiss mit Milchzähnen oder ein Dauergebiss mit bleibenden Zähne.

Zahnschema, Dauergebiss, Erwachsenengebiss

Im Volksmund wird das natürliche Gebiss wie auch eine Zahnprothese mit künstlichen Zähnen als Gebiss bezeichnet, wobei die Zähne vom Zahnersatz die gleiche "Zahnnummer" erhalten, die anstelle der natürlichen Zähne fungieren, sei dies eine Zahnbrücke, Zahnprothese oder eine "Implantatprothese".

Zahnschema, Zahlencode der Zähne

Zur Vermeidung von Missverständnissen wird das menschliche Gebiss in Quadranten (Viertel) unterteilt und die Zähne durch Zahlen im FDI-Code-System als Koordinatensystem eindeutig bezeichnet.

Die "Zahnnummer im Gebiss" ist bildlich gesehen "die Hausnummer der Zähne" auf dem Zahnschema als Zahlencod ersichtlich und so bereits beim Kindergebiss im Milchgebiss-Zahnschema. Das Gebissschema ist eine Methode, einen Zahn im Zahnbogen und in seiner Position im Kiefer zu benennen. Die Bezeichnungen der Zahntypen, Zahnmerkmale, Flächenbezeichnungen und Lagebezeichnungen der Zähne sind nur eine Arbeitshilfe und ergeben eine ungenaue Standortsbestimmung vom Zahn oder Zahnersatz. Die Gebissformel bzw. Zahnformel ergibt beim Mensch im Gebiss einen eindeutigen Zahlencod für jeden Zahn im Kiefer, was im Volksmund meist als Zahnnummer bezeichnet wird. Beim unmissverständlichen Zahlencod spielt es keine Rolle, ob es um einen natürlichen Zahn oder um ein Implantat als künstliche Zahnwurzel mit Zahnersatz handelt, die als Ersatz für einen fehlenden natürlichen Zahn eingesetzt wird.

Zahnschema vom Schneidezahn bis zum Weisheitszahn

Beim Zahnschema werden die Zähne einer Kieferhälfte beginnend mit dem vordersten Schneidezahn bis zum Weisheitszahn mit 1 bis 8 durchnummeriert.

Das Zahnschema ist ein System für eine genaue Zahnbezeichnung, wo die Position der Zähne im Kiefer eindeutig benannt werden, denn man stellt im Gebissschema die Ziffer vom Quadrant (Viertel) der Kennziffer vom Zahn voran, so erhält der rechte Oberkiefer als Quadranten-Ziffer eine 1, der linke Oberkiefer eine 2 sowie der linke Unterkiefer eine 3 und der rechte Unterkiefer eine 4, wonach die angeschlossen Zahnziffer als Zahlencod getrennt gesprochen wird.

Gebissschema beim Erwachsenengebiss

Gebissschema beim Erwachsenengebiss besteht aus gesamthaft 32 Zähnen, je 16 Zähne im Oberkiefer und Unterkiefer.

Gebissschema, Erwachsenengebiss, Zahngebiss

In der Mitte vom Zahngebiss liegen pro Kiefer vier scharfkantige Schneidezähne zum Abbeissen der Nahrung.

An die Schneidezähne (Schaufelzähne) schliesst sich rechts und links je ein Eckzahn an, dann folgen auf beiden Seiten je zwei Backenzähne und drei Mahlzähne zum Kauen und Zermalmen der Nahrung.

Die hintersten Mahlzähne werden als Weisheitszähne bezeichnet, da diese Zähne in der Regel erst ab dem 17. Lebensjahr erscheinen. Sofern hinter den Weisheitszähnen noch weitere überzählige Backenzähne vorhanden sind, werden diese als Distomolaren oder Retromolaren bezeichnet. Die Kaufläche der Backenzähne besteht aus zwei Höckern und  haben im Unterkiefer stets eine und im Oberkiefer manchmal zwei Zahnwurzeln. Die Kaufläche der Mahlzähne besteht meist aus vier oder fünf Höckern. Sie haben im Oberkiefer drei Wurzeln, im Unterkiefer zwei. Um den Zahnärzten und ihrem Assistenzpersonal die Dokumentation von Zahnbehandlungen zu erleichtern, wird durch die Zahnformel jedem Zahn eine bestimmte Nummer zugeordnet.

1  2      I - Incisivi (Schneidezähne)
3         C - Canini (Eckzähne)
4  5     P - Prämolaren (Vormahlzähne)
6 7 8   M - Molaren (Mahlzähne)

Da Unterkiefer und Oberkiefer sich gleich verhalten, kann die Formel vereinfacht werden auf:
3 2 1 2 = 32  (also (3M+2P+1C+2I)x4 = 32 Zähne) 


Zahnmerkmale bei Menschen

Durch Zahnmerkmale wie das Krümmungsmerkmal kann man bei einem Zahn erkennen, ob der Zahn zur rechten oder zur linken Kieferhälfte gehört.

Auch wenn die Zähne beim Mensch wie die Schneidezähne, Eckzähne und Backenzähne äusserlich eine unterschiedliche Form aufweisen, sind diese im Aufbau vom Zahn gleich. Zahnmerkmale sind in der Zahnmedizin eine Hilfe, damit einzelne Zähne dem Oberkiefer oder Unterkiefer wie auch der linken oder rechten Kieferhälfte zugeordnet werden können. Bei den Zahntypen gibt es im Gebiss charakteristische Zahnmerkmale und Eigenschaften, mit deren Hilfe man die einzelnen Zähne im Zahnbogen bestimmen kann. Alle Zähne weisen im Zahngebiss etliche gemeinsame Zahnmerkmale und unterschiedliche Zahnformen auf und können zur Orientierung bei der Zahnbestimmung dienen. Unmissverständlich kann jeder Zahn im Kiefer nur durch die "Zahnnummer" gemäss Zahnschema im Dauergebiss bezeichnet werden, wie auch im Milchzahngebiss durch das Milchgebiss-Zahnschema.

Zahnmerkmale, Wurzelmerkmale, Kronenflucht

Jeder Zahnart hat seiner Funktion entsprechend eine andere Zahnform und unterschiedliche Wurzelmerkmale, Winkelmerkmale, Krümmungsmerkmale und eine unterschiedliche Kronenflucht als Erkennungsmerkmal.

Bei den Zähnen gibt es charakteristische Merkmale, mit deren Hilfe man die einzelnen Zähne genau bestimmen kann.

Zu  den Zahnmerkmalen gehören das Wurzelmerkmal, Krümmungsmerkmal und Winkelmerkmal sowie die Kronenflucht bei den Unterkieferzähnen. Durch die gemeinsamen Zahnmerkmale (Form der Zähne) kann bestimmt werden, ob der Zahn auf die rechte oder linke Kieferhälfte gehört. Nebst Zahnmerkmalen gibt es Zahntypen, ZahngruppenLagebezeichnung der Zahnfläche und Flächenbezeichnung der Zähne.

Wurzelmerkmale der Zähne

Die Zahnwurzel weicht im Allgemeinen von der Krone nach distal bzw. von der Mitte vom Zahnbogen weg, Richtung Weisheitszähne ab.

Infolge der Wurzelbildung während der Wachstumsvorgänge im Kiefer, weisen Zahnwurzeln meist immer einer Krümmung nach distal auf. Der Zahnbogen wird durch die Verbindungslinie der Schneidekanten der Frontzähne und der bukkalen Höckerspitzen der Seitenzähne definiert.

Winkelmerkmale der Zähne

Bei den Schneidezähnen ist der Winkel, den die Schneidekante mit den Schneideflächen der Krone bildet, mesial bzw. zur Mitte vom Zahnbogen hin, immer Richtung Frontzähne spitzer als distal.

Bei den Schneidezähnen steht die Inzisalkante nicht im rechten Winkel zur Zahnachse, denn diese fällt nach distal ab womit der Winkel mesial spitzer ist als distal. Die Kronenecke ist distal stärker abgerundet als mesial. Die Strecke zwischen der mesialen Ecke von Eckzähnen und der Eckzahnspitze ist kürzer als die Strecke zwischen distaler Ecke und der Eckzahnspitze womit auch Eckzähne ein Winkelmerkmal aufweisen.

Krümmungsmerkmale der Zähne

Die vestibuläre Fläche der Zähne zum Mundvorhof hin bzw. auf der Aussenseite der Zähne, weist mesial eine stärkere Krümmung auf als distal.

Zähne weisen mesial meist eine grössere Masse auf, womit mesial einen grösserer Krümmungsradius vorhanden ist als bei distal. Der grösste Durchmesser liegt also nicht in der Mitte der Zähne, sondern weiter mesial. Dies ist im Besonderen an den Schneidezähnen und Eckzähnen, aber auch an den Prämolaren zu erkennen.

Kronenflucht der Zähne

Bei den Zähnen im Unterkiefer sind die Zahnkronen im Vergleich zu den Zahnwurzeln nach lingual geneigt, so dass diese Lingualneigung als Kronenflucht bezeichnet wird.

Die Kronenflucht bezeichnet den Winkel zwischen der Zahnkronen-Achse und Zahnwurzel-Achse und gehört mit den Winkelmerkmalen, Wurzelmerkmalen und Krümmungsmerkmalen zu den Zahnmerkmalen die eine Zuordnung vom Zahn zum Oberkiefer oder Unterkiefer ermöglicht. Durch die Kronenflucht unterscheiden sich die Unterkieferzähne in typischer Weise von den Zähnen im Oberkiefer. Die Zahnkronen-Achse ist im Verhältnis zur Zahnachse bei allen Unterkiefer-Seitenzähnen im Seitenzahngebiet nach lingual leicht geneigt, wodurch die vestibulären Höckerspitzen, als zentraler höchste Punkt vom Höckerkegel über dem Wurzelquerschnitt vom Zahn stehen. Im Seitenzahngebiet vom Unterkiefer ist die Kronenflucht am stärksten ausgeprägt, wo die Zahnkronen nach lingual bzw. zur Zunge hin neigen, wohingegen sich die Kronen im Oberkiefer-Seitenzahngebiet leicht zur Wange hin neigen, was der Zahnarzt mit bukkal bezeichnet. Die Kraft für die Nahrungszerkleinerung kann nur optimal aufgebracht werden, wenn die Kronenflucht den Gegebenheiten vom Kiefergelenk für eine effiziente Mahlbewegung angepasst ist, ansonsten es durch Veränderungen der Kauflächen zu Kiefergelenksproblemen und Kiefergelenkschädigung kommen kann, was vielfach bei Zahnlücken der Fall ist, wenn die Nachbarzähne in die Zahnlücke kippen.

Zahnhalsmerkmal

Als Zahnhalsmerkmal wird die Rundung der Schmelz-Zement-Grenze bezeichnet, die beim Einzelzahn nicht gleichmässig ausgeprägt ist.

Der Verlauf der Schmelz-Zement-Grenze verläuft geschwungen und ringförmig nicht gerade um den Zahn. Der Höhenunterschied vom Verlauf der Schmelz-Zement-Grenze nimmt in der Zahnreihe ab, wo der Unterschied beim mittleren Schneidezahn ausgeprägt und am deutlichsten zu sehen ist gegenüber denn Weisheitszahn wo sie am geringsten ist.


Flächenbezeichnung der Zähne

Beim Zahnarzt dient die Flächenbezeichnung vom Zahn als Bezeichnung der Richtung, so als Flächenangabe zum benachbarten Zahn oder zur Zahnbogenmitte hin.

Zusammen mit der "Zahnnummer" als Zahn-Ort gemäss Zahnschema nach dem FDI-Code-System, ergibt die Flächenbezeichnung vom Zahn wie auch die Lagebezeichnung im Gebiss eine genaue Definition der Zahnseite und Zahnfläche zum Beschreiben einer Richtung im Gebiet der Kopfgegend. Wenn der Zahn und die Zahnfläche in der Fachsprache genau bezeichnet ist, können krankhafte Veränderungen okklusal (auf der Kaufläche) im Milchgebiss, wie auch während der Wechselgebissperiode im Wechselgebiss beim Zahnwechsel oder im Dauergebiss als Erwachsenengebiss genau beschrieben und wieder erkannt werden. Als Richtungsbezeichnung unterscheidet man in der Zahnmedizin die Vorderseite vom Zahn "mesial" (zugewandt) von der Rückseite von einem Zahn "distal“, was "entfernt gelegen" (abgewandte Seite) bedeutet. Bei der Richtungsbezeichnung von Zahnflächen orientiert man sich vielfach an den Strukturen im Mund und benennt sie mit lateinischen Begriffen wie ZungeLippen, Wangen oder Gaumen, so bedeutet z.B. Palatinal zum Gaumen hin oder Labial zur Lippe hin. Die Lagebezeichnung der Zähne gilt wie die Flächenbezeichnung und Richtungsbezeichnung im Gebiss auch für alle Möglichkeiten beim Zahnersatz.

Zähne, Flächenbezeichnung, Zahnfläche, Zähne

Um sich in der Mundhöhle exakt orientieren zu können, gibt es eine Reihe von Lage- und Richtungsbezeichnungen.

Zahnfläche  Aussenseite der Zähne
Labial zur Lippe (13 12 11 21 22 23)
Bukkal  zur Wange (14- 18 & 24- 28) Aussenseite der Zähne
Vestibulär zum Mundvorhof "Vestibulum oris" alle)
  Innenseite der Zähne
Lingual  zur Zunge (UK)
Oral  zur Mundhöhle "Cavitas oris" UK) Innenseite der Zähne
Palatinal zum Gaumen (OK)
   
Mesial zur Mitte vom Zahnkrone hin (Richtung Frontzähne)
Distal von der Mitte des Zahnbogens weg (Richtung Weisheitszähne)
   
Approximal  zum Nachbarzahn
Interdental zwischen den Zähnen
   
Inzisal zur Schneidekante
Okklusal auf der Kaufläche
   
Koronal   an der Zahnkrone 
Zervikal   am Zahnhals 
Radikulär  an der Zahnwurzel (radix) 
Apikal  an der Zahnwurzelspitze 
   
Gingival  am Zahnfleisch 
Subgingival  unter dem Zahnfleisch 
Supragingival  über dem Zahnfleisch 
   
Zentral in der Mitte 
Lateral  seitlich
Horizontal waagerecht
Vertikal senkrecht
Sagittal  von vorn nach hinten
Transversal  quer verlaufend 

 

Lagebezeichnung und Richtungsbezeichnung der Zahnfläche

Die Lagebezeichnung der Zähne kann auch ein Gebiet zur Orientierung in der Mundhöhle bezeichnen. 

Als mesial werden Zahnfläche der einzelnen Zähne bezeichnet, die zur Mitte vom Zahnbogen hin zeigen. Die Zahnfläche der verschiedenen Zahnarten, die von der Mitte vom Zahnbogen weg zeigen, werden als distal bezeichnet. Die Bezeichnung „okklusal“ trifft nur auf die Seitenzähne (Molaren und Prämolaren) im Seitenzahngebiet zu und bedeutet auf der Kaufläche. Der Prämolar als Vormahlzahn hat meist eine Kaufläche mit zwei Höckern, der zweite untere Prämolar vielfach jedoch drei Höcker. Bei Schneidezähnen bzw. Frontzähnen nennt man den Bereich an der Schneidekante inzisal. Frontzahnflächen die zur Lippe hin zeigen, werden als labial bezeichnet. Als bukkal bezeichnet man die Flächen der Seitenzähne die zur Wange hin zeigen. Die Bezeichnung approximal gilt für alle Zähne, die ganz allgemein die Lage zum Nachbarzahn hin beschreibt und interdental, was zwischen den Zähnen liegt. Der Anteil der Zähne im Oberkiefer "Maxilla", die zum Gaumen hin zeigen, liegen palatinal und die Flächen der Zähne im Unterkiefer "Mandibula", die zur Zunge hin zeigen, liegen lingual.


Lagebezeichnung der Zähne

Die Lagebezeichnung der Zähne gilt für Milchzähne, bleibende Zähne und für den Zahnersatz wie bei der Zahn-Flächenbezeichnung.

Wenn die beiden Schneidezähne an ihren mesialen Flächen aneinanderstossen wird von einer Flächenbezeichnung der Zähne gesprochen. Die Lagebezeichnung und Richtungsbezeichnung dient in der Anatomie zur Beschreibung der Position, der Richtung, der Lage und dem Verlauf einzelner Strukturen. Die Bisslage ist die Lagebezeichnung vom Unterkiefer zum Oberkiefer und bezeichnet die Abweichungen von der Normalbisslage bzw. Bissanomalien. Die Lagebezeichnung der Zähne sind Bestandteil anatomischer Namen die auch mit Kürzel wie z.B. superficiali`s superf. was für oberflächlich verwendet wird. Lagebezeichnung der Zähne kommt in mehreren Formen vor und ist als Teil nach einem System zusammengesetzt. Die Lagebezeichnung der Zähne im Kiefer kann auch ein Gebiet bezeichnen, wie Kontaktmangel im Frontzahngebiet, das die Schneidezähne und Eckzähne beinhaltet oder das Seitenzahngebiet mit den Backenzähnen, die in Prämolaren, Molaren und Distomolaren unterteilt werden.

Die Zahnachsen der Frontzähne im Oberkiefer sind im Normalfall mehr oder weniger nach distal geneigt, so die Eckzähne und die mittlere Schneidezähne.

Lagebezeichnung Zähne, Richtungsbezeichnung 

Nur wenn die Neigung der Zahnachse der oberen Frontzähne spiegelbildlich symmetrisch zur Mittellinie verlaufen, wirken die Zähne harmonisch und ästhetisch.

Lagebezeichnung und Richtungsbezeichnung der Zähne

Die Lagebezeichnungen orientiert zusammen mit der "Zahnnummer" als Ort vom Zahn den Zahnarzt oder Zahnarzthelferin über die Lage der Zähne in Bezug auf Richtung oder Gebiet der Kopfgegend.

Nebst dem Zahnschema nach der Zahnformel bzw. Gebissformel als Schematische Darstellung nach dem FDI-Code-System mit den unterschiedlichen Zahnarten und Zahntypen nach der Zahnfunktion im Gebiss, orientiert die Lagebezeichnung die Bisslage und die räumlichen Lagebeziehung, so im Milchgebiss-Schema und Dauergebiss-Schema. Die Lagebezeichnung der Zähne kommt in mehreren Formen vor, so z.B. in jedem Quadrant liegen die Prämolaren mesial von den Molaren. Die Lagebezeichnung und Richtungsbezeichnungen dienen der Beschreibung der Position in der Anatomie vom Zahn und dem Verlauf einzelner Strukturen wie der Zahnkrone, dem Zahnhals oder der Zahnwurzel. Die Liste „Lagebezeichnung der Zähne“ kann um ein vielfaches mit vielen lateinischen Namen erweitert werden.

Lage, Richtung und Flächen der Zähne im Gebiss

Beim Zahnarzt werden die Seiten und Flächen an den Zähnen im Kindergebiss oder beim Zahnwechsel im Wechselgebiss und Dauergebiss (Erwachsenengebiss) in der Fachsprache mit der Lagebezeichnung und Flächenbezeichnung angegeben.

aboral vom Mund weg gelegen
apikal an der Zahnwurzelspitze / zur Wurzelspitze hin 
approximal  zum Nachbarzahn hin 
axial  in Richtung der Zahnachse 
bukkal  zur Wange / Richtung Backen oder Lippen 
distal  von der Mitte vom Zahnbogen weg / zum Ende des Zahnbogens hin / zum Kiefergelenk 
gingival  am Zahnfleisch (Gingiva) / zum Zahnfleisch gehörend 
horizontal  waagerecht 
interdental  zwischen den Zähnen 
interradikulär  zwischen den Zahnwurzeln gelegen 
inzisal  zur Schneidekante hin / Richtung Schneidekante 
koronal  an der Zahnkrone / zur Zahnkrone hin 
labial  zur Lippe / lippenseitig 
lateral  seitlich 
lingual  zur Zunge / Richtung Zungenkörper (nur Unterkieferzähne) 
marginal  zum Zahnfleischrand gehörend (Zahnfleischverlauf)
mastikal  zur Kaufläche hin 
mesial  zur Mitte hin vom Zahnbogen bzw. Alveolarbogen
nasal  nasenwärts (zur Nase hin gerichtet)
okklusal  auf der Kaufläche 
okzipital  zum Hinterkopf hin gelegen 
oral  zur Mundhöhle / mundwärts 
palatinal  zum Gaumen / Richtung Gaumen (nur Oberkieferzähne)
parapulpär  neben der Zahnpulpa gelegen (im Dentin) 
periapikal  um die Wurzelspitze herum 
perikoronal  um die Zahnkrone herum 
radikulär  an der Wurzel / die Zahnwurzel betreffend, von der Zahnwurzel ausgehend 
sagittal  von vorn nach hinten 
subgingival  unter dem Zahnfleisch 
supragingival  über dem Zahnfleisch 
temporal  schläfenwärts 
transdental  durch den Zahn hindurch, über die Wurzelspitze hinaus 
transversal  von oben nach unten 
vertikal  senkrecht, von rechts nach links 
vestibulär  zum Mundvorhof 
zentral  in der Mitte 
zervikal  am Zahnhals / Richtung Zahnhals 

 


 

Quadrant für Gebissformel

Im Zahnschema wird das Gebiss nach dem FDI-Code-System in vier Hälften "Quadranten" unterteilt, wonach jeder Zahn (Dens) nach einer festen Ordnung eine Zahnnummer erhält.

Zähne haben je nach Funktion unterschiedliche Namen als Bezeichnung, so sind es Schneidezähne, Eckzähne, Backenzähne oder Mahlzähne, die je nach Zahnart eine Zahngruppe bilden. Da mehrere Exemplare von jeder Zahnart oder auch Zahngruppe im Gebiss vorhanden sind, ist eine genaue Identifizierung durch die Namen der Zähne schwierig, sodass jedem Zahn durch das Gebissschema eine entsprechende zweistellige Nummer zugewiesen wird. Zur Vermeidung von Missverständnissen werden die Zähne des Menschen beim Zahnarzt durch das Zahnschema eindeutig bezeichnet. Beim Erstellen vom Heil- und Kostenplan als Grundlage der Therapieplanung und Kostenplanung wird die einheitlichen Zahnformel bzw. Gebissformel gemäss FDI-Zahnschema verwendet. Das Zahngebiss wird beim Mensch in vier Quadranten unterteilt, so jeweils im Oberkiefer und Unterkiefer in einen rechten Quadrant und in einen linken Quadrant. Die Quadranten dienen als erste Ziffer der Zahnbezeichnung der zweiziffrigen Kennung. Das Gebiss wird dazu in 4 Quadranten unterteilt (aus Sicht des Patienten). Die Teilung erfolgt pro Kiefer zwischen den mittleren Schneidezähnen. Die Vereinheitlichungen der Zahnformel im Zahnschema mit dem Zahlen-Code (Nummerierung im Quadrant) dient dem Zahnarzt zur Dokumentation vom Befunden über den Gebisszustand bzw. Zahnstatus und Parodontalstatus, um Besonderheiten der Zähne notieren zu können.

Quadrant Zahnnummer Zahnbezeichnung Zahn

Als Zahn-Bezeichnung besitzen bei Menschen alle Zähne im Kiefer eine eindeutige Ziffer (Zahnnummer) im Gebiss, wobei auch "Ersatzzähne" als Zahnersatz die gleiche Ziffer erhalten, so auch Zahnimplantate als Zahnwurzelersatz mit Zahnersatz, die vielfach als "Dritte Zähne" oder künstliche Zähne bezeichnet werden.

Kiefer-Quadrant im Zahnschema beim Mensch

Der Mund wird, was den Kiefer anbetrifft, in vier "Hälften" (Kiefer-Quadrant) eingeteilt.

Damit die genaue Position aller Zahnarten bei Kindern und Erwachsenen im Kiefer in der Zahnbogenform eindeutig benannt werden können, dient das Zahnschema als System für die Zahnbezeichnung, wo die Aufteilung in Kiefer-Quadranten erfolgt, damit jeder Zahn im Zahngebiss eine Zahl erhält. Der Quadrant (lat. quadrans "Viertel") ist ein durch zwei Koordinatenachsen begrenzter Abschnitt einer Ebene. Der Quadrant ist ein Kieferviertel und wird durch Unterteilung in rechte und linke Unterkieferhälfte sowie rechte und linke Oberkieferhälften gebildet. Dies wird benutzt bei der Zahnformel resp. Zahnschema oder bildlich gesehen die "Hausnummer" der Zähne im Kiefer. Der Quadrant wird angewendet im Milchgebiss (temporäres Gebiss) und im bleibenden Gebiss (Permanentes Gebiss). Zähne im Gebiet werden 1 bis 8 durchnummeriert und erhalten nach dem Quadrant 1, 2, 3, 4 eine zusätzliche Nummer angehängt. Somit bekommt jeder Zahn durch die Zahnformel eine eigene Identität bzw. Zahnnummer (Hausnummer im Dorf Mundhöhle). Der Quadrant „1/4“ ist eine Gebietsbezeichnung für den Zahn, damit ist bekannt, in welchem Kieferviertel (Bezirk) der Zahn sich befindet. Zur Kieferbezirksnummer als erste Ziffer "Zahl" gehört immer auch die zweite Zahl die den einzelnen Zahn innerhalb vom Quadrant identifiziert, was die "Zahnnummer" ergibt. Der mittlere Schneidezahn erhält die Ziffer 1, wonach immer vom mittleren Scheidezahn mit schaufelförmige Kronenform aus, nach hinten weitergezählt wird, sodass der Weisheitszahn im Fachjargon "Achter" (Stockzahn) genannt wird. Es gibt Menschen die hinter den Weisheitszähnen einen 9. Backenzahn oder in sehr seltenen Fällen auch einen 10. Zahn im Gebiss besitzen, die als Distomolaren oder Retromolaren bezeichnet werden.

Bei der Zahnbezeichnung "Zahnnummer" gibt es drei verschiedene Schemas bzw. Systeme:

Schema nach Zsigmondy
Schema nach Haderup
F.D.I. Schema


Zahnnummern im Gebiss

Im Erwachsenengebiss werden die Zahnnummern aufgeteilt in 4 Quadranten.

Das Zahnschema nach dem FDI-Code-System ermöglicht mit der Zahnnummer genaue Angaben vom Zahn-Ort bei Zahnschäden, was auch für Zahnimplantate als Zahnwurzelersatz und Zahnersatz gilt, da der "Ersatzzahn" als Prothese die gleiche Nummer im Gebiss erhält.

Zahnnummer, Zahngebiss, Gebisschema, Zähne

Das natürliche Gebiss vom Erwachsenen Mensch besteht aus 32 Zähnen (Dentes), je 16 im Oberkiefer und Unterkiefer, sofern auch die Weisheitszähne vorhanden sind.

Die einzelnen Zähne im Gebiss werden im Zahnschema pro Quadrant immer aus der Sicht vom Zahnpatient bezeichnet.

Im Gebiss vom Mensch werden Zähne mit ähnlichen Merkmalen in Zahngruppen eingeteilt, so Schneidezähne, Eckzähne, Prämolaren und Molaren. Als Ersatzzähne werden die bleibenden Zähne vom menschlichen Gebiss bezeichnet, denn Ersatzzähne lösen die Milchzähne ab und als Zuwachszähne werden die Backenzähne im Seitenzahngebiet vom bleibenden Gebiss bezeichnet, denn diese besitzen keine Vorgänger im Milchgebiss.

Zahnnummern im Oberkiefer beim bleibenden Gebiss nach dem FDI-Code-System

Zahn 11 rechter oberer mittlerer Schneidezahn (Frontzahn)
Zahn 12 rechter oberer seitlicher Schneidezahn
Zahn 13 rechter oberer Eckzahn
Zahn 14 rechter oberer vorderer Backenzahn (Prämolar) als Vormahlzahn
Zahn 15 rechter oberer hinterer Backenzahn (Prämolar) als Vormahlzahn
Zahn 16 rechter oberer vorderer Mahlzahn (Molarr)
Zahn 17 rechter oberer mittlerer Mahlzahn
Zahn 18 rechter oberer hinterer Mahlzahn (Weisheitszahn) bzw. Stockzahn
Zahn 21 linker oberer mittlerer SchneidezahnZahnnummer bleibendes Gebiss
Zahn 22 linker oberer seitlicher Schneidezahn
Zahn 23 linker oberer Eckzahn
Zahn 24 linker oberer vorderer Backenzahn (Prämolar)
Zahn 25 linker oberer hinterer Backenzahn (Prämolar)
Zahn 26 linker oberer vorderer Mahlzahn
Zahn 27 linker oberer mittlerer Mahlzahn
Zahn 28 linker oberer hinterer Mahlzahn (Weisheitszahn)

Zahnnummern Unterkiefer, im bleibenden Gebiss

Zahn 31 linker unterer mittlerer Schneidezahn
Zahn 32 linker unterer seitlicher Schneidezahn
Zahn 33 linker unterer Eckzahn
Zahn 34 linker unterer vorderer Backenzahn (Prämolar)
Zahn 35 linker unterer hinterer Backenzahn (Prämolar)
Zahn 36 linker unterer vorderer Mahlzahn
Zahn 37 linker unterer mittlerer Mahlzahn
Zahn 38 linker unterer hinterer Mahlzahn (Weisheitszahn)
Zahn 41 rechter unterer mittlerer Schneidezahn (Frontzähne im Frontzahngebiet)
Zahn 42 rechter unterer seitlicher Schneidezahn
Zahn 43 rechter unterer Eckzahn
Zahn 44 rechter unterer vorderer Backenzahn (Prämolar) im Seitenzahngebiet
Zahn 45 rechter unterer hinterer Backenzahn (Prämolar)
Zahn 46 rechter unterer vorderer Mahlzahn
Zahn 47 rechter unterer mittlerer Mahlzahn
Zahn 48 rechter unterer hinterer Mahlzahn (Weisheitszahn)


Zahntypen im Gebiss

Das menschliche Gebiss besteht aus 32 Zähnen, im Zahngebiss werden diese unterteilt in vier Grundzahnformen bzw. verschiedenen  Zahntypen, den Schneidezähnen (Incisivi), den Eckzähnen (Canini), den vordere Backenzähnen (Prämolaren) und den hintere Backenzähne (Molaren) sowie den Weisheitszähnen. Die Zahntypen werden im Gebiss auch als Zahnarten oder Zahngruppen bezeichnet.

Zahntypen, Zahnarten, Zahngruppen im Gebiss vom Mensch (Zahngebiss)

Zahntypen gibt es bei den Menschen wie auch bei den Tieren, Zähne einzelner Zahntypen können bei einem zu schmalen Kiefer fehlen oder nicht herauswachsen und bei anderen haben die Zähne auch eine etwas andere Form.

Zähne haben verschiedene Aufgaben und demzufolge auch unterschiedliche Grundzahnformen.

In der Mitte vom Gebiss besteht der mittlere Schneidezahn, dann der äussere Schneidezahn vor dem Eckzahn, danach folgt der erste vordere Backenzahn vor dem zweiten vorderen Backenzahn. Danach folgt der erst hintere Backenzahn vor dem zweiten hinteren Backenzahn, wonach der Weisheitszahn folgt.

Grundzahnformen, Gebiss, Zahngrundformen 

Damit es zwischen den verschiedenen Zahntypen und Zahnformen keine Verwechslung geben kann, hat jeder Zahn im Zahnschema eine Zahnnummer.

Die Zähne mit den Grundzahnformen sind beim Mensch ein Teil vom Kauorgan im ganzen Kausystem und sind an der Nahrungsaufnahme und Nahrungsaufbereitung beteiligt, was aber nur im Zusammenspiel mit dem ganzen System von Zahnhalteapparat, Kieferknochen, Kiefergelenke und Kiefermuskeln funktionieren kann.

Im Quadrant haben die beiden Schneidezähne eine Schneidekante und können so wie eine Schere funktionieren, in dem sie die Nahrung abscheren. Der Eckzahn ist ähnlich einem Reisszahn mit den längsten Zahnkronen und einer leichten Kauspitzen mit Schneidekante sowie langen Zahnwurzeln ausgebildet. Durch die ersten kleinen Backenzähne (Prämolaren) kann man die Nahrung festhalten und grob zerkleinern. Die grossen Backenzähne (Molaren) mit den grossen Kauflächen und den 4 oder 5 Höckern habe die Aufgabe, den Speisebrei vollständig zu zermahlen und für die Verdauung vorzubereiten. Zahngrössen von den Zahngrundformen wie Frontzähne im Frontzahngebiet und Seitenzähne vom Seitenzahnbereich sind im Zahnbogen sehr Individuell und können stark schwankend sein.

Ein schönes Lächeln wird massgeblich durch die Zahnform, Zahnfarbe und den Zahnfleischverlauf bestimmt und so ist die korrekte Wiederherstellung der Zahnform durch Zahnersatz sowohl unter funktionellen als auch optisch-ästhetischen Gesichtspunkten von Bedeutung.

Zahngebiss, Zähne, Zahnform, Gebiss, Zähne

Die grossen Backenzähne sind mit mehreren Zahnwurzeln im Zahnbett bzw. Zahnhalteapparat verankert und können damit im Kauapparat auch den grössten Kaudruck aushalten.

Es gibt vier Zahntypen im menschlichen Gebiss

Schneidezähne sind meisselförmig und schaufelförmig, denn Schneidezähne dienen zum Abbeissen und Zerschneiden der Nahrung.
 Eckzähne haben eine Kauspitze und besitzen von allen Zähnen die längste Zahnwurzel, denn sie sind zum Zerreissen von Nahrungsstücken geeignet.
 Vordere Backenzähne haben zwei Kauspitzen und dienen zum Zerkauen der Nahrung zu einem Nahrungsbrei.
 Mahlzähne besitzen vier oder auch fünf Kauspitzen um die Nahrung vollständig zermatschen und zerkleinern zu können, sie werden aber meist als hintere Backenzähne bezeichnet. Zu den hinteren Backenzähnen zählen auch die Weisheitszähne die auch als achter bezeichnet werden. 

Zahnbehandlung

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