Zahnnummern, Gebiss, Zahnschema, Zahnformel, Quadrant

Zahnschema

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Lagebezeichnung der Zähne

Die Lagebezeichnung der Zähne gilt für Milchzähne, bleibende Zähne und für den Zahnersatz wie bei der Zahn-Flächenbezeichnung.

Wenn die beiden Schneidezähne an ihren mesialen Flächen aneinanderstossen wird von einer Flächenbezeichnung der Zähne gesprochen. Die Lagebezeichnung und Richtungsbezeichnung dient in der Anatomie zur Beschreibung der Position, der Richtung, der Lage und dem Verlauf einzelner Strukturen. Die Bisslage ist die Lagebezeichnung vom Unterkiefer zum Oberkiefer und bezeichnet die Abweichungen von der Normalbisslage bzw. Bissanomalien. Die Lagebezeichnung der Zähne sind Bestandteil anatomischer Namen die auch mit Kürzel wie z.B. superficiali`s superf. was für oberflächlich verwendet wird. Lagebezeichnung der Zähne kommt in mehreren Formen vor und ist als Teil nach einem System zusammengesetzt. Die Lagebezeichnung der Zähne im Kiefer kann auch ein Gebiet bezeichnen, wie Kontaktmangel im Frontzahngebiet, das die Schneidezähne und Eckzähne beinhaltet oder das Seitenzahngebiet mit den Backenzähnen, die in Prämolaren, Molaren und Distomolaren unterteilt werden.

Die Zahnachsen der Frontzähne im Oberkiefer sind im Normalfall mehr oder weniger nach distal geneigt, so die Eckzähne und die mittlere Schneidezähne.

Lagebezeichnung Zähne, Richtungsbezeichnung 

Nur wenn die Neigung der Zahnachse der oberen Frontzähne spiegelbildlich symmetrisch zur Mittellinie verlaufen, wirken die Zähne harmonisch und ästhetisch.

Lagebezeichnung und Richtungsbezeichnung der Zähne

Die Lagebezeichnungen orientiert zusammen mit der "Zahnnummer" als Ort vom Zahn den Zahnarzt oder Zahnarzthelferin über die Lage der Zähne in Bezug auf Richtung oder Gebiet der Kopfgegend.

Nebst dem Zahnschema nach der Zahnformel bzw. Gebissformel als Schematische Darstellung nach dem FDI-Code-System mit den unterschiedlichen Zahnarten und Zahntypen nach der Zahnfunktion im Gebiss, orientiert die Lagebezeichnung die Bisslage und die räumlichen Lagebeziehung, so im Milchgebiss-Schema und Dauergebiss-Schema. Die Lagebezeichnung der Zähne kommt in mehreren Formen vor, so z.B. in jedem Quadrant liegen die Prämolaren mesial von den Molaren. Die Lagebezeichnung und Richtungsbezeichnungen dienen der Beschreibung der Position in der Anatomie vom Zahn und dem Verlauf einzelner Strukturen wie der Zahnkrone, dem Zahnhals oder der Zahnwurzel. Die Liste „Lagebezeichnung der Zähne“ kann um ein vielfaches mit vielen lateinischen Namen erweitert werden.

Lage, Richtung und Flächen der Zähne im Gebiss

Beim Zahnarzt werden die Seiten und Flächen an den Zähnen im Kindergebiss oder beim Zahnwechsel im Wechselgebiss und Dauergebiss (Erwachsenengebiss) in der Fachsprache mit der Lagebezeichnung und Flächenbezeichnung angegeben.

aboral vom Mund weg gelegen
apikal an der Zahnwurzelspitze / zur Wurzelspitze hin 
approximal  zum Nachbarzahn hin 
axial  in Richtung der Zahnachse 
bukkal  zur Wange / Richtung Backen oder Lippen 
distal  von der Mitte vom Zahnbogen weg / zum Ende des Zahnbogens hin / zum Kiefergelenk 
gingival  am Zahnfleisch (Gingiva) / zum Zahnfleisch gehörend 
horizontal  waagerecht 
interdental  zwischen den Zähnen 
interradikulär  zwischen den Zahnwurzeln gelegen 
inzisal  zur Schneidekante hin / Richtung Schneidekante 
koronal  an der Zahnkrone / zur Zahnkrone hin 
labial  zur Lippe / lippenseitig 
lateral  seitlich 
lingual  zur Zunge / Richtung Zungenkörper (nur Unterkieferzähne) 
marginal  zum Zahnfleischrand gehörend (Zahnfleischverlauf)
mastikal  zur Kaufläche hin 
mesial  zur Mitte hin vom Zahnbogen bzw. Alveolarbogen
nasal  nasenwärts (zur Nase hin gerichtet)
okklusal  auf der Kaufläche 
okzipital  zum Hinterkopf hin gelegen 
oral  zur Mundhöhle / mundwärts 
palatinal  zum Gaumen / Richtung Gaumen (nur Oberkieferzähne)
parapulpär  neben der Zahnpulpa gelegen (im Dentin) 
periapikal  um die Wurzelspitze herum 
perikoronal  um die Zahnkrone herum 
radikulär  an der Wurzel / die Zahnwurzel betreffend, von der Zahnwurzel ausgehend 
sagittal  von vorn nach hinten 
subgingival  unter dem Zahnfleisch 
supragingival  über dem Zahnfleisch 
temporal  schläfenwärts 
transdental  durch den Zahn hindurch, über die Wurzelspitze hinaus 
transversal  von oben nach unten 
vertikal  senkrecht, von rechts nach links 
vestibulär  zum Mundvorhof 
zentral  in der Mitte 
zervikal  am Zahnhals / Richtung Zahnhals 

 

Zahnschmerzen

Zähne haben im Inneren empfindliche Nervenendigungen, die normalerweise durch das harte Zahnäussere geschützt werden. Wenn der harte Zahnschmelz, das Zahnäussere durch Verletzungen, Bakterien, Druck oder Chemikalien beschädigt wird, werden die Nervenfasern vom Zahnnerv gereizt, sodass die Empfindungen über den dreiteiligen Gesichtsnerv, den Nervus trigeminus, in das nahegelegene Gehirn weiterleitet werden und man bohrende, dumpfe, stechende oder klopfende Zahnschmerzen je nach Ursache verspürt.