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Zahnschema

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Zahnmerkmale bei Menschen

Durch Zahnmerkmale wie das Krümmungsmerkmal kann man bei einem Zahn erkennen, ob der Zahn zur rechten oder zur linken Kieferhälfte gehört.

Auch wenn die Zähne beim Mensch wie die Schneidezähne, Eckzähne und Backenzähne äusserlich eine unterschiedliche Form aufweisen, sind diese im Aufbau vom Zahn gleich. Zahnmerkmale sind in der Zahnmedizin eine Hilfe, damit einzelne Zähne dem Oberkiefer oder Unterkiefer wie auch der linken oder rechten Kieferhälfte zugeordnet werden können. Bei den Zahntypen gibt es im Gebiss charakteristische Zahnmerkmale und Eigenschaften, mit deren Hilfe man die einzelnen Zähne im Zahnbogen bestimmen kann. Alle Zähne weisen im Zahngebiss etliche gemeinsame Zahnmerkmale und unterschiedliche Zahnformen auf und können zur Orientierung bei der Zahnbestimmung dienen. Unmissverständlich kann jeder Zahn im Kiefer nur durch die "Zahnnummer" gemäss Zahnschema im Dauergebiss bezeichnet werden, wie auch im Milchzahngebiss durch das Milchgebiss-Zahnschema.

Zahnmerkmale, Wurzelmerkmale, Kronenflucht

Jeder Zahnart hat seiner Funktion entsprechend eine andere Zahnform und unterschiedliche Wurzelmerkmale, Winkelmerkmale, Krümmungsmerkmale und eine unterschiedliche Kronenflucht als Erkennungsmerkmal.

Bei den Zähnen gibt es charakteristische Merkmale, mit deren Hilfe man die einzelnen Zähne genau bestimmen kann.

Zu  den Zahnmerkmalen gehören das Wurzelmerkmal, Krümmungsmerkmal und Winkelmerkmal sowie die Kronenflucht bei den Unterkieferzähnen. Durch die gemeinsamen Zahnmerkmale (Form der Zähne) kann bestimmt werden, ob der Zahn auf die rechte oder linke Kieferhälfte gehört. Nebst Zahnmerkmalen gibt es Zahntypen, ZahngruppenLagebezeichnung der Zahnfläche und Flächenbezeichnung der Zähne.

Wurzelmerkmale der Zähne

Die Zahnwurzel weicht im Allgemeinen von der Krone nach distal bzw. von der Mitte vom Zahnbogen weg, Richtung Weisheitszähne ab.

Infolge der Wurzelbildung während der Wachstumsvorgänge im Kiefer, weisen Zahnwurzeln meist immer einer Krümmung nach distal auf. Der Zahnbogen wird durch die Verbindungslinie der Schneidekanten der Frontzähne und der bukkalen Höckerspitzen der Seitenzähne definiert.

Winkelmerkmale der Zähne

Bei den Schneidezähnen ist der Winkel, den die Schneidekante mit den Schneideflächen der Krone bildet, mesial bzw. zur Mitte vom Zahnbogen hin, immer Richtung Frontzähne spitzer als distal.

Bei den Schneidezähnen steht die Inzisalkante nicht im rechten Winkel zur Zahnachse, denn diese fällt nach distal ab womit der Winkel mesial spitzer ist als distal. Die Kronenecke ist distal stärker abgerundet als mesial. Die Strecke zwischen der mesialen Ecke von Eckzähnen und der Eckzahnspitze ist kürzer als die Strecke zwischen distaler Ecke und der Eckzahnspitze womit auch Eckzähne ein Winkelmerkmal aufweisen.

Krümmungsmerkmale der Zähne

Die vestibuläre Fläche der Zähne zum Mundvorhof hin bzw. auf der Aussenseite der Zähne, weist mesial eine stärkere Krümmung auf als distal.

Zähne weisen mesial meist eine grössere Masse auf, womit mesial einen grösserer Krümmungsradius vorhanden ist als bei distal. Der grösste Durchmesser liegt also nicht in der Mitte der Zähne, sondern weiter mesial. Dies ist im Besonderen an den Schneidezähnen und Eckzähnen, aber auch an den Prämolaren zu erkennen.

Kronenflucht der Zähne

Bei den Zähnen im Unterkiefer sind die Zahnkronen im Vergleich zu den Zahnwurzeln nach lingual geneigt, so dass diese Lingualneigung als Kronenflucht bezeichnet wird.

Die Kronenflucht bezeichnet den Winkel zwischen der Zahnkronen-Achse und Zahnwurzel-Achse und gehört mit den Winkelmerkmalen, Wurzelmerkmalen und Krümmungsmerkmalen zu den Zahnmerkmalen die eine Zuordnung vom Zahn zum Oberkiefer oder Unterkiefer ermöglicht. Durch die Kronenflucht unterscheiden sich die Unterkieferzähne in typischer Weise von den Zähnen im Oberkiefer. Die Zahnkronen-Achse ist im Verhältnis zur Zahnachse bei allen Unterkiefer-Seitenzähnen im Seitenzahngebiet nach lingual leicht geneigt, wodurch die vestibulären Höckerspitzen, als zentraler höchste Punkt vom Höckerkegel über dem Wurzelquerschnitt vom Zahn stehen. Im Seitenzahngebiet vom Unterkiefer ist die Kronenflucht am stärksten ausgeprägt, wo die Zahnkronen nach lingual bzw. zur Zunge hin neigen, wohingegen sich die Kronen im Oberkiefer-Seitenzahngebiet leicht zur Wange hin neigen, was der Zahnarzt mit bukkal bezeichnet. Die Kraft für die Nahrungszerkleinerung kann nur optimal aufgebracht werden, wenn die Kronenflucht den Gegebenheiten vom Kiefergelenk für eine effiziente Mahlbewegung angepasst ist, ansonsten es durch Veränderungen der Kauflächen zu Kiefergelenksproblemen und Kiefergelenkschädigung kommen kann, was vielfach bei Zahnlücken der Fall ist, wenn die Nachbarzähne in die Zahnlücke kippen.

Zahnhalsmerkmal

Als Zahnhalsmerkmal wird die Rundung der Schmelz-Zement-Grenze bezeichnet, die beim Einzelzahn nicht gleichmässig ausgeprägt ist.

Der Verlauf der Schmelz-Zement-Grenze verläuft geschwungen und ringförmig nicht gerade um den Zahn. Der Höhenunterschied vom Verlauf der Schmelz-Zement-Grenze nimmt in der Zahnreihe ab, wo der Unterschied beim mittleren Schneidezahn ausgeprägt und am deutlichsten zu sehen ist gegenüber denn Weisheitszahn wo sie am geringsten ist.

Mundgeruch Atemgeruch

Mundgeruch bzw. schlechte Atemgerüche entstehen vielfach bei Zahnerkrankungen und Zahnfleischerkrankungen, undichte Zahnfüllungen und schlecht passender Zahnersatz sowie Zungenbeläge auf der Zungenwurzel und kommen nur selten vom Magen-Darm-Trakt. Meist geht der Mundgeruch (Halitosis) von Bakterien aus der Mundhöhle oder auf der Zunge aus. Der Betroffenen selber riecht den Atemgeruch nicht und die Mitmenschen möchten den schlechten Atemgeruch nicht riechen.