Zahnnummern, Gebiss, Zahnschema, Zahnformel, Quadrant

Zahnschema

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Dauergebiss beim Mensch

Die Gesamtheit aller Zähne im Kiefer wird bei Menschen als Gebiss bezeichnet.

Das Dauergebiss beim Mensch wird als permanentes Gebiss vielfach als bleibendes Gebiss, Erwachsenengebiss oder nur als Zahngebiss bezeichnet und ist ein Allesfresser-Gebiss, da sich die Nahrung aus Pflanzen und Fleisch der Tiere zusammensetzt. Das Dauergebiss setzt sich beim Mensch normalerweise aus insgesamt 32 Zähnen zusammen, so aus 8 Schneidezähnen, 4 Eckzähnen, 8 Prämolaren und 12 Molaren, dies im Gegensatz zum Milchgebiss als temporären Gebiss, das aus 20 Zähnen besteht und durch ein bleibendes Gebiss ersetzt wird. Bleibende Zähne als Ersatzzähne im "Ersatzgebiss" entwickeln sich unter den Milchzähnen und stossen die Milchzähne zwischen dem 5. bis 13. Lebensjahr aus, da die Milchzähne durch die bleibenden Zähne im Erwachsenengebiss ersetzt werden. Unter Ersatzgebiss wird meist eine Vollprothese als künstliches Gebiss verstanden, doch kann darunter auch das Dauergebiss mit mehr Zähnen, anstelle vom Milchzahngebiss oder Wechselgebiss verstanden werden. Im Milchzahngebiss befinden sich bis zum Zahnwechsel im Wechselgebiss 8 Schneidezähne, 4 Eckzähne und 8 Molaren. Die Aufgaben der Zähne mit den unterschiedlichen Zahnarten und die Funktion vom Gebiss sind beim Mensch sehr vielfältig, sei das ein Kinderzahngebiss mit Milchzähnen oder ein Dauergebiss mit bleibenden Zähne.

Zahnschema, Dauergebiss, Erwachsenengebiss

Im Volksmund wird das natürliche Gebiss wie auch eine Zahnprothese mit künstlichen Zähnen als Gebiss bezeichnet, wobei die Zähne vom Zahnersatz die gleiche "Zahnnummer" erhalten, die anstelle der natürlichen Zähne fungieren, sei dies eine Zahnbrücke, Zahnprothese oder eine "Implantatprothese".

Zahnschema, Zahlencode der Zähne

Zur Vermeidung von Missverständnissen wird das menschliche Gebiss in Quadranten (Viertel) unterteilt und die Zähne durch Zahlen im FDI-Code-System als Koordinatensystem eindeutig bezeichnet.

Die "Zahnnummer im Gebiss" ist bildlich gesehen "die Hausnummer der Zähne" auf dem Zahnschema als Zahlencod ersichtlich und so bereits beim Kindergebiss im Milchgebiss-Zahnschema. Das Gebissschema ist eine Methode, einen Zahn im Zahnbogen und in seiner Position im Kiefer zu benennen. Die Bezeichnungen der Zahntypen, Zahnmerkmale, Flächenbezeichnungen und Lagebezeichnungen der Zähne sind nur eine Arbeitshilfe und ergeben eine ungenaue Standortsbestimmung vom Zahn oder Zahnersatz. Die Gebissformel bzw. Zahnformel ergibt beim Mensch im Gebiss einen eindeutigen Zahlencod für jeden Zahn im Kiefer, was im Volksmund meist als Zahnnummer bezeichnet wird. Beim unmissverständlichen Zahlencod spielt es keine Rolle, ob es um einen natürlichen Zahn oder um ein Implantat als künstliche Zahnwurzel mit Zahnersatz handelt, die als Ersatz für einen fehlenden natürlichen Zahn eingesetzt wird.

Zahnschema vom Schneidezahn bis zum Weisheitszahn

Beim Zahnschema werden die Zähne einer Kieferhälfte beginnend mit dem vordersten Schneidezahn bis zum Weisheitszahn mit 1 bis 8 durchnummeriert.

Das Zahnschema ist ein System für eine genaue Zahnbezeichnung, wo die Position der Zähne im Kiefer eindeutig benannt werden, denn man stellt im Gebissschema die Ziffer vom Quadrant (Viertel) der Kennziffer vom Zahn voran, so erhält der rechte Oberkiefer als Quadranten-Ziffer eine 1, der linke Oberkiefer eine 2 sowie der linke Unterkiefer eine 3 und der rechte Unterkiefer eine 4, wonach die angeschlossen Zahnziffer als Zahlencod getrennt gesprochen wird.

Gebissschema beim Erwachsenengebiss

Gebissschema beim Erwachsenengebiss besteht aus gesamthaft 32 Zähnen, je 16 Zähne im Oberkiefer und Unterkiefer.

Gebissschema, Erwachsenengebiss, Zahngebiss

In der Mitte vom Zahngebiss liegen pro Kiefer vier scharfkantige Schneidezähne zum Abbeissen der Nahrung.

An die Schneidezähne (Schaufelzähne) schliesst sich rechts und links je ein Eckzahn an, dann folgen auf beiden Seiten je zwei Backenzähne und drei Mahlzähne zum Kauen und Zermalmen der Nahrung.

Die hintersten Mahlzähne werden als Weisheitszähne bezeichnet, da diese Zähne in der Regel erst ab dem 17. Lebensjahr erscheinen. Sofern hinter den Weisheitszähnen noch weitere überzählige Backenzähne vorhanden sind, werden diese als Distomolaren oder Retromolaren bezeichnet. Die Kaufläche der Backenzähne besteht aus zwei Höckern und  haben im Unterkiefer stets eine und im Oberkiefer manchmal zwei Zahnwurzeln. Die Kaufläche der Mahlzähne besteht meist aus vier oder fünf Höckern. Sie haben im Oberkiefer drei Wurzeln, im Unterkiefer zwei. Um den Zahnärzten und ihrem Assistenzpersonal die Dokumentation von Zahnbehandlungen zu erleichtern, wird durch die Zahnformel jedem Zahn eine bestimmte Nummer zugeordnet.

1  2      I - Incisivi (Schneidezähne)
3         C - Canini (Eckzähne)
4  5     P - Prämolaren (Vormahlzähne)
6 7 8   M - Molaren (Mahlzähne)

Da Unterkiefer und Oberkiefer sich gleich verhalten, kann die Formel vereinfacht werden auf:
3 2 1 2 = 32  (also (3M+2P+1C+2I)x4 = 32 Zähne) 

Zahnschmerzen

Zähne haben im Inneren empfindliche Nervenendigungen, die normalerweise durch das harte Zahnäussere geschützt werden. Wenn der harte Zahnschmelz, das Zahnäussere durch Verletzungen, Bakterien, Druck oder Chemikalien beschädigt wird, werden die Nervenfasern vom Zahnnerv gereizt, sodass die Empfindungen über den dreiteiligen Gesichtsnerv, den Nervus trigeminus, in das nahegelegene Gehirn weiterleitet werden und man bohrende, dumpfe, stechende oder klopfende Zahnschmerzen je nach Ursache verspürt.