Zahnhalteapparat "Zahnbett", Zahnfach, Kieferknochen

Zahnbett Zahnhalteapparat

Kieferknochen

Der Kieferknochen ist ein Teil des Gesichtsschädels, der aus dem bezahnten Oberkiefer (Maxilla) und dem Unterkiefer (Mandibula) besteht.

Der Kieferknochen bleibt lebenslang und altersunabhängig bestehen. Die Zähne sind im Kiefer über eine Einkeilung (Gomphosis) in den Zahnfächern (Alveolen) verankert.

Eigenschaft Kieferknochen Zahnhalteapparat

Der Kieferknochen reagiert auf Druck sehr sensibel.

Biologische Eigenschaft vom Kieferknochen

Der Kieferknochen reagiert auf Druck durch Kieferknochenabbau sowie bei Zugwirkung auf die Haltefasern der Wurzeln durch Knochenneubildung.

Die starken Kräfte beim Abbeissen oder beim Kauen verursachen keine Zahnstellungsänderungen, da die Krafteinwirkung nur sehr kurz ist. Im Normalzustand sind die den Zahn haltenden Fasern immer nur leicht gespannt. Wenn z.B. eine Zahnklammer dauerhaft auf einen Zahn Druck ausgeübt, ändert sich dies. Auf einer Seite werden nun die Fasern zusammengedrückt wodurch eine Druckzone entsteht. Auf der anderen Seite entsteht eine Zugzone, weil die Fasern hier gespannt werden. Auf Druck reagiert der Kieferknochen sehr sensibel, denn wo Druck ausgeübt wird, beginnt der Kiefer mit der Rückbildung des Knochens und dort wo der Zahn den Spalt zum Kieferknochen einengt, beginnt sich der Knochen langsam abzubauen, um den Spalt wieder normal zu erweitern. Umgekehrter wird durch den ständigen Zug der Fasern auf der anderen Seite eine Knochenneubildung angeregt und der ursprüngliche Spaltraum wieder hergestellt. Zähne können so in fast jede gewünschte Position bewegt werden, womit es also nicht auf besondere Kräfte ankommt, sondern auf einen dauerhaften, steten Druckimpuls.

Kieferknochen und Zahnhalteapparat

Der Zahnhalteapparat ist das Zahnbett (Parodontium).

Zum Zahnhalteapparat gehören das Zahnfleisch, das Parodontalligament, das Zement und die knöcherne Zahnhöhle und bilden eine genetische und funktionelle Einheit. Zwischen der Wurzeloberfläche und der Wand des Zahnfaches verbleibt ein geringer Spalt, der durch das Faserwerk ausgefüllt ist. Stellungsänderungen der Zähne können in jedem Lebensalter von selbst eintreten. Der weissliche Zahnschmelz bildet die äussere Schicht der Zahnkrone. Er muss starken Belastungen standhalten und ist daher aus der härtesten Substanz gebildet, die der menschliche Körper aus Mineralkristallen erzeugt (Apatitkristallen). Diese Apatitkristalle bestehen hauptsächlich aus Calcium und Phosphor. Die Qualität des Zahnschmelzes hängt unter anderem von der Menge des in ihm vorhandenen Fluorids ab. Je mehr Fluorid enthalten ist, desto widerstandsfähiger gegen Säuren ist der Zahnschmelz. Trotz seiner Härte kann Zahnschmelz bei Schlag oder Stoss, z. B. bei einem Unfall, seltener auch beim Aufbeissen auf harte Gegenstände absplittern. Das Zahnbein (Dentin) bildet die Hauptmasse des Zahnes und umschliesst die Pulpa, die Markhöhle und den Wurzelkanal. Das Dentin ist nicht ganz so hart wie der Zahnschmelz, aber härter als Knochen. Es wird von feinsten Kanälchen durchzogen. In diese Kanälchen reichen Fortsätze von Nervenzellen der Markhöhle. Sie reagieren auf Temperaturunterschiede und können Schmerzempfindungen signalisieren und senden auch Schmerzsignale aus, wenn der Zahnarzt z.B. bohrt. Dagegen kann der Zahnschmelz, der sich fast zu 100% aus mineralischen Bestandteilen zusammensetzt, beschliffen werden, ohne dass Schmerzen auftreten. Das Zahnmark oder die Pulpa füllt als weiche Masse die Pulpahöhle und den Wurzelkanal im Dentin aus. Das Zahnmark besteht aus Bindegewebe, das von kleinsten Blutgefässen und Nervenfasern durchzogen ist. Über das Wurzelspitzenloch steht die Pulpa jedes Zahnes mit dem Oberkiefernerv und Unterkiefernerv in Verbindung. Das Zahnmark wird in der Umgangssprache auch "Zahnnerv" genannt.

Zahnimplantate

Auch beim ehemals erkrankten Zahn sind Zahnimplantate im ästhetischen Bereich möglich. Zähne werden als Bestandteil eines ästhetischen und harmonischen Gesichtsausdrucks empfunden. Gesunde und schöne Zähne strahlen Vitalität, Durchsetzungsvermögen und Sympathie aus. Die gewohnte Lebensqualität kann mit Hilfe von Implantaten, die mit dem Kieferknochen fest verwachsen hergestellt werden, denn Implantate mit künstlichen Zahnkronen als Zahnersatz kommen dem natürlichen Zahn am nächsten.