Zahngebiss, Milchgebiss, bleibendes Gebiss, Zähne, Abformung

Gebiss und Zähne

Beitragsseiten

Weisheitszahn

Mit Weisheitszahn als "Dritter Molar" im Gebiss ist meist ein Stockzahn gemeint, im Fachjargon "Achter" Zahn in der Gebissformel.

Weisheitszähne sind die hintersten Backenzähne im Oberkiefer und im Unterkiefer, die von Zahnärzten häufig im Fachjargon als "Achter" genannt werden, denn es ist von der Gebissmitte an gezählt, der "Achte Zahn" von einem Kieferviertel im Gebiss. Der Weisheitszahn als kauflächenmässig der grösste Zahn im Gebiss, kann ein nützlicher Mahlzahn sein und sollt bei vollständigem Zahndurchbruch in korrekter Position nicht Entfernt werden, wenn dieser kein Problem macht. Ob eine Weisheitszahn-OP notwendig oder sinnvoll ist, kann nicht pauschal beantwortet werden, denn eine Operation kann auch ein Risiko sein. Der Weisheitszahn kann in korrekter Position nützlich sein, so auch um daran ein Zahnersatz wie eine Zahnbrücke nach einem Zahnunfall befestigen zu können. Ein Weisheitszahn wird normalerweise bei einem Zahnverlust nicht durch Zahnimplantate als Zahnwurzelersatz mit Zahnersatz ersetzt. Da der "Achter" normalerweise als letzte Zahn im Seitenzahngebiss oftmals zu wenig Platz findet, um vollständig durchzubrechen, kann sich dieser Zuwachszahn in der Zahnbogenform im unteren Zahnbogen (Alveolarbogen) oder auch oberen Zahnbogen bei ungünstiger Kieferform nicht richtig durchbrechen oder einreihen und sollte dann entfernt werden.

Weisheitszahn, Stockzahn, Molar, Achter Zahn

Der Weisheitszahn auf jeder Kieferseite ist der letzte Backenzahn (Molar) im Seitenzahngebiet, der als Stockzahn bezeichnet wird, da der Zahndurchbruch in die Mundhöhle wegen Platzmangel vielfach verwehrt bleibt.

Weisheitszähne

Die Weisheitszähne (Sapiens) stehen vielfach nicht innerhalb der Zahnreihe und können für verschiedene Beschwerden und Erkrankungen verantwortlich sein.

Ein Weisheitszahndurchbruch ab dem 16. Lebensjahr ist der Durchbruch vom letzten Zahn der in die Mundhöhle wächst, doch die Entfernung von Weisheitszähnen gehört zu den häufigsten Operationen beim Zahnarzt weil bei Menschen viele Weisheitszahnprobleme entstehen, meist durch verlagerte und impaktierte Weisheitszähne. Wenn der Weisheitszahn genug Platz zum Durchbrechen hatte und in korrekter Position steht, sollte dieser Zahn nur herausoperiert werden, wenn dieser ausgewachsene Zahn durch Infektionen chronische Zahnschmerzen als Alarmsignal bereitet. Fest steht, dass schmerzende Weisheitszähne entfernt werden müssen oder wenn diese hintersten Zähne aufgrund ihrer Position nur teilweise durchbrechen. Um Komplikationen vermeiden zu können, sollte eine frühzeitige Diagnose beim Zahnarzt erfolgen, damit ein rechtzeitiges Entfernen der Weisheitszähne möglich ist. Da der hinterste Zahn die Zahnästhetik nicht stört und die übrigen Kauzähne für das normale Kauen genügen, wird der Weisheitszahn als letzter Backenzahn nicht durch einen festsitzen Zahnersatz oder einen herausnehmbaren Zahnersatz bzw. Zahnprothese ersetzt.

Weisheitszahnprobleme

Wenn zu wenig Platz im Kiefer vorhanden ist, führt dies beim Durchbrechen der Weisheitszähne oft zu Komplikationen und zu Ärger, wenn die benachbarten Zähne nach vorn gedrängt werden.

Grössere Probleme können bei den grossen Mahlzähnen entstehen, wann die Zähne unter dem Zahnfleisch stecken bleiben (Stockzähne), nur teilweise oder nicht gerade durchbrechen, sodass Entzündungen und Zahnkaries auch bei benachbarten Zähnen drohen. Meist wird bei Weisheitszähnen empfohlen, diese Molaren zu entfernen, wenn sie nicht richtig positioniert sind oder wenn Karies vorhanden ist. Nicht herausgewachsene Weisheitszähne können Kieferprobleme verursachen und die Stellung der anderen Zahnarten und Zahngruppen im Gebiss beeinträchtigen, denn eine Querlage oder andersartige Verlagerung der Molar-Zähne ist nicht selten die Ursache für weiter Zahnprobleme wie Biss-Probleme und Bissanomalien.

Impaktierte, verlagerte Weisheitszähne, Zahn

Weisheitszahn-Beschwerden ergeben sich vielfach wegen Platzmangel im Kiefer bzw. Zahnengstand bei den unteren Weisheitszähnen, was sich vorwiegend durch einen reduzierten Allgemeinzustand, Vergrösserung der lokalen Lymphdrüsen, Schwellung und damit verbundener Kieferklemme, sowie einer lokalen Schleimhautentzündung äussert.

Weisheitszähne entfernen oder nicht?

Weisheitszähne als Kauzähne rausnehmen wenn diese Probleme machen oder sich quer stellen.

Der Weisheitszahn als 3. Molar bricht meist zwischen dem 16.und 25. Lebensjahr, in manchen Fällen auch später oder gar nicht durch. Weisheitszähne können nützliche Kauzähne sein oder beim Wachstum schwerwiegende Komplikationen verursachen, so dass diese entfernt werden müssen. Die oberen Weisheitszähne sind bezüglich Form und Wurzelzahl die variabelsten Zähne vom ganzen Zahngebiss. Die unteren Weisheitszähne weisen häufig Stellungsanomalien auf, haben unterschiedliche Zahnmerkmale und variieren stark in Kronenform und Wurzelform. Die Zahnwurzeln der Weisheitszähne können stark verkümmert sein oder haben Widerhaken, was bei der Zahnextraktion zu Problemen führen kann wie auch bei der Wurzelbehandlung. Platzverhältnisse im Kiefer führen dazu, dass der Weisheitszahn wegen dem Zahnengstand ein Problemzahn sein kann, weil er zu wenig Platz findet um korrekt durchzubrechen, was als erschwerte Zahndurchbruch bezeichnet wird oder er bricht gar nicht durch oder nur teilweise. Die Weisheitszähne entwickeln sich als letzte Zähne im Oberkiefer und Unterkiefer und so können die oberen Weisheitszähne und die unteren Weisheitszähne nicht angelegt sein. Vielfach sind Weisheitszähne auch retiniert, denn ein retinierter Weisheitszahn („zurückhalten“) liegt vor, wenn ein Zahn im Kiefer eingeschlossen bleibt und nicht durchbricht. Durch die Retention bzw. retinierte oder Teilretinierte Zähne kann zu Entzündungen, Abszessen oder Zysten kommen, die sehr starke Zahnschmerzen verursachen können.

Für die Weisheitszähne ist der Mund zu klein geworden

Für die Weisheitszähne ist der Kiefer zu klein geworden und so haben sich die hintersten Zähne wegen dem Platzmangel im Kieferknochen als Schädelteil gegenüber den Urmenschen schwächer entwickelt.

Wenn Weisheitszähne in den Mundraum durchbrechen, kann der Weisheitszahndurchbruch Schmerzen verursachen, so besonders wenn es sich um einen kräftigen mehrwurzeligen Zahn im Unterkiefer handelt. Erst wenn alle Weisheitszähne gerade in der Zahnreihe stehen, ist die Zahnentwicklung im Kiefer abgeschlossen, was ohne Probleme nicht immer der Fall ist. In früheren Zeiten war der Mund breiter und die Mahlzähne kräftiger, da sie längere Zahnwurzeln hatten und auch die Zahnkronen eine ausgiebigere Schmelzfaltung besassen. Weisheitszähne können in seltenen Fällen noch heute doppelt oder dreifach angelegt sein und werden als überzählige Molaren als Distomolar oder Retromolaren (Zweitglied) bezeichnet. Unsere Vorfahren mussten sehr viel mehr kauen, was auch das Kieferwachstum anregte, sodass für die Zähnen ausreichend Platz geschaffen wurde. Distomolaren als überzählige Zähne sind ein Überbleibsel aus der Frühgeschichte der Menschheit, als mehr Rohkost gekaut wurde und kaum Weichkost gegessen wurde. Durch die Kautätigkeit war der Kiefer in der Urzeit ausgeprägte und breiter, so dass mehr Zähne im Kiefer ihren Platz hatten. Im Laufe der Zeit wurde besonders die untere Gesichtspartie durch die veränderten Bedingungen beim Mensch kleiner, wobei die Anzahl Zähne lange Zeit gleich blieb, was zur jetzigen Zeit bedeutet, dass wegen dem Platzmangel im Kiefer nicht jeder Mensch Weisheitszähne bekommt.

Kieferorthopädie

Der Kieferorthopäde befasst sich mit der Behandlung von Fehlstellungen der Kiefer und der Zähne. Die Therapie in der Kieferorthopädie für die Zahnregulierung wird auch als Zahnspangenbehandlung oder Zahnkorrektur bezeichnet. Bei den aktiven Zahnspangen unterscheidet man in der Kieferorthopädie feste Zahnspangen und herausnehmbare Zahnspangen.