Zahngebiss, Milchgebiss, bleibendes Gebiss, Zähne, Abformung

Gebiss und Zähne

Beitragsseiten

Backenzahn

Der Backenzahn dient dem Zermahlen der von dem Schneidezahn vorzerkleinerten Nahrung und wird auch als Seitenzahn bezeichnet.

Im menschlichen Gebiss bilden die Backenzähne die in vordere und hintere Backenzähne unterteilt werden, nebst den Schneidezähnen und Eckzähnen einen wichtigen Bestandteil vom Kauapparat. Bei Kindern entstehen im Milchgebiss zuerst die Milchbackenzähne als Milchmolaren bzw. Milchmahlzähne die im Wechselgebiss beim Zahnwechsel durch die späteren bleibenden Prämolaren ersetzt werden, wo es nebst dem kleinen Backenzähnen auch die grossen Backenzähne als Zuwachszahn gibt. Als Zuwachszähne werden die Backenzähne im bleibenden Gebiss bezeichnet, weil an ihrer Position vorher keine Vorgänger im Milchgebiss standen, denn ein Milchzahngebiss hat nur 2 Backenzähne pro Kieferviertel (Quadrant) und das bleibende Gebiss hat 2 Prämolaren und 3 molaren als Backenzähne.

Die Backenzähne werden in zwei Gruppen untergliedert:

 Dentes premolares (vordere Backenzähne, Prämolaren) als Vormahlzähne
Dentes molares (hintere Backenzähne, Molaren) als Zuwachszähne (Mahlzähne)

Der Backenzahn dient in erster Linie dem Zermahlen von Nahrung und wird als Molar (Dens molaris lat. molaris "Mühlstein") bezeichnet. Als Höckerzähne werden die künstlichen Zähne mit Höckern bezeichnet. Als anatomische Backenzähne werden künstliche Backenzähne als Zahnersatz bezeichnet, denn "Anatomisch" bedeutet auf die Zähne bezogen. Backenzähne sind die am weitesten nach hinten gelegenen Seitenzähne im Kiefer die im Normalfall im Oberkiefer 3-wurzlig und im Unterkiefer 2-wurzlig sind und die Zahnkronen ausgeprägte Höcker und Grübchen (Fissuren) besitzen.

Backenzähne im Gebiss

Seitenzähne werden meist als Backenzähne bezeichnet und sind im Molarenbereich aufgeteilt in grosse und kleine Backenzähne, die so genannten Prämolaren und Molaren als Mahlzähne.

Kleiner Backenzahn

Der kleine vordere Backenzahn ist der Prämolar (lat. anticus der vordere)

Der Prämolar ist ein vorderer Backenzahn der einen Milchzahn als Vorläufer hat und der Molar ist ein hinterer grosser Backenzahn, das ein Zuwachszahn ist, wo der erste hinter Backenzahn als Sechsjahrmolar bezeichnet wird, da er um das 6. Lebensjahr zum Vorschein kommt. Es gibt zwei kleine Backenzähne pro Kieferseite wo die Erkennungsmerkmale vielfach mit der oft zweihöckrigen Zahnkrone und der etwas verschobenen Längsfurche kaum zu verkennen sind. Prämolaren erkennt man an den gegabelten Enden, die vertieft sind. Es ist ein schmaler zweihöckriger Zahn mit ein bis zwei Wurzeln und dient mit den Molaren zusammen dem zerkleinern oder auch zermahlen der Speisen.

Grosser Backenzahn

Der grosse Backenzahn wird als Molar bezeichnet, das ein kräftige Zahn mit ausgeprägte Höcker mit Grübchen (Fissuren) ist

Grosse Backenzähne gibt es beim Mensch normal drei pro Kieferseite, einschliesslich dem Weisheitszahn. Der erste obere Molar (lat. Mahlzahn) hat oft einen akzessorischen Höcker, was beim zweiten Höcker seltener ist. Die Molaren haben keine Milchzähne als Platzhalter und kommen erst im bleibenden Gebiss zum Vorschein. Der grosse Backenzahn ist ein breiter vierhöckriger bis fünfhöckriger Zahn mit ein bis zwei Wurzeln und dient mit den Prämolaren zusammen dem zerkleinern oder auch zermahlen (Mahlzahn) der Speisen. Der grosse Backenzahn (Dentes molares) wird vielfach auch als Mahlzahn genannt, der zur Hauptsache dem Zermahlen von Nahrung, welche zuvor von den Schneidezähnen abgebissen wurde dient.

Backenzähne in der Mundhöhle

Das Gebiss eines Erwachsenen besteht im Normalfall aus 32 Zähnen, wenn die vier Weisheitszähne mitgerechnet werden.

Die Vollbezahnung (32 Zähne) werden aufgegliedert in Schneidezähne, Eckzähne und Backenzähne. Die Backenzähne werden unterteilt in Vormahlzähne (rechts und links, oben und unten je 2, also 8) und in Mahlzähne (auch links und rechts, oben und unten je 2, also insgesamt 8) und jeweils einem Weisheitszahn (also 4). Backenzähne dienen zur Hauptsache dem Zerquetsch von Nahrung, welche zuvor von den Schneidezähnen abgebissen wurde. Im Milchzahngebiss fehlen die hinteren Backenzähne, da der Kiefer noch nicht seine endgültige Grösse erreicht hat. Die grossen Backenzähne hinter den kleinen Backenzähnen werden meist als Mahlzähne (Molaren) bezeichnet. Mahlzähne (Mahlzahn) sind bleibende, grosse, mehrhöckrige Backenzähne. Die ersten Mahlzähne brechen ca. im 6. Lebensjahr hinter den Milchmolaren in die Mundhöhle durch und sind zusammen mit den beiden Schneidezähnen die ersten bleibenden Zähne in der Mundhöhle. Etwa im 12. Lebensjahr brechen die zweiten Molaren in die Mundhöhle durch, wonach der Weisheitszahndurchbruch meist erst im Erwachsenenalter erfolgt. Die Weisheitszähne werden als die letzten Backenzähne im Fachjargon als "Achter" bezeichnet, wo die Zahnwurzeln miteinander verwachsen oder hakenförmig gebogen sein können. Die Backenzähne werden vielfach aus lauter Gewohnheit bereits bei Kindern als Stockzähne bezeichnet, doch der Name Stockzahn kommt davon, weil die Weisheitszähne vielfach wegen Platzmangel im Kiefer ins Stocken geraten, wo man von erschwertem Zahndurchbruch wie auch von einem retinierten Weisheitszahn als Durchbruchstörung spricht. Der Weisheitszahn ist ein nützlicher Backenzahn zum Kauen und sollte, sofern keine Weisheitszahn-Beschwerden entstehen nicht entfernt werden. Zu den Backenzähnen gehören im Gebissschema beim Menschen im Dauergebiss die Zahnnummern 4, 5, 6, 7 und 8 im Kiefer-Quadrant.

Überzählige Backenzähne

Überzählige Backenzähne sind Zuwachszähne und werden als Distomolaren oder Paramolaren bezeichnet.

Überzählige Backenzähne werden beim Zahnarzt meist als Distomolaren, Retromolaren oder gelegentlich auch als Paramolaren bezeichnet, was eine Art Überproduktion an Zähnen ist. Der Paramolar kann in der Molarregion auch mit einem Backenzahn verwachsen sein oder ist ein zusätzlicher Molar zwischen erstem und zweitem oder zweitem und drittem Molar. Der Paramolar als überzähliger Zahn neben den Molaren im Oberkiefer ist vielfach verkümmert und ein wangenwärts vom eigentlichen Backenzahn gelegener Zahn. Wenn überzählige Zähne im menschlichen Gebiss vorhanden sind, bedeutet dies, dass mehr als 20 Zähne im Milchgebiss oder über 32 Zähne im Dauergebiss vorhanden sind. Sofern eine Zahnüberzahl im Gebiss vorhanden ist, spricht der Zahnarzt von Hyperdontie oder Hyperodontie und bei einer Zahnunterzahl von Hypodontie. Sofern ein bleibender Zahn durchgebrochen ist, der temporäre Milchzahn jedoch nicht verloren gegangen ist, sodass dieser Zahn als überzähliger Zahn gleichzeitig im Gebiss vorhanden ist, wird von einer unechten Hyperdontie gesprochen. Die Zahnunterzahl ist häufiger als die Zahnüberzahl, wo sich im Kiefer am häufigsten ein Zapfenzahn (Mesiodens) als fehlgebildeter Schneidezahn (Missbildung) in der Mitte vom Oberkiefer bildet, der fast keine Schneide besitzt und eine rundliche Zahnform hat.

Mundgeruch Atemgeruch

Mundgeruch bzw. schlechte Atemgerüche entstehen vielfach bei Zahnerkrankungen und Zahnfleischerkrankungen, undichte Zahnfüllungen und schlecht passender Zahnersatz sowie Zungenbeläge auf der Zungenwurzel und kommen nur selten vom Magen-Darm-Trakt. Meist geht der Mundgeruch (Halitosis) von Bakterien aus der Mundhöhle oder auf der Zunge aus. Der Betroffenen selber riecht den Atemgeruch nicht und die Mitmenschen möchten den schlechten Atemgeruch nicht riechen.