Zahngebiss, Milchgebiss, bleibendes Gebiss, Zähne, Abformung

Gebiss und Zähne

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Schneidezahn

Die Schneidezähne (Dentes incisivi) sind Zähne, die zum Abbeissen der Nahrung benutzt werden und sind für eine schöne Zahn-Ästhetik unverzichtbar.

Das Milchgebiss als „Temporäres Gebiss wachsen beim Kind pro Kiefer 4 Milch-Schneidezähne, so der mittlere und den seitliche Milch-Schneidezahn, die beim Zahnwechsel im Wechselgebiss durch bleibende Schneidezähne ersetzt werden. Im Gegensatz zu den Prämolaren und Molaren besitzen Scheidezähne keine Kaufläche, sondern eine meisselförmige Zahnform mit einer spitz zulaufenden Schneidekante. Die Schneidezähne haben eine schaufelförmiger Zahnkronenform, wobei die oberen Schneidezähne mit der Schneidekante gegenüber den unteren weiter vorne sind, damit eine Scherbewegung beim Abschneiden und Zerteilen der Nahrung ausgeführt werden kann. Im Bereich der Schneidekante sind die Schneidezähne zum Abbeissen der Nahrung ausgeprägt transparent, dies wegen dem Fehlen von Dentin (Zahnbein) unter dem Zahnschmelz. Die Schneidezähne sind im Unterkiefer deutlich kleiner als im Oberkiefer und die mittleren "Schaufelzähne" etwas schmaler als die seitlichen.

Die schaufelförmige Form der Schneidezähne sind beim Lächeln, Sprechen und Zubeissen in der Gesichtsästhetik der Mittelpunkt aller Frontzähne, Eckzähne und Seitenzähne.

Schneidezahn Inzisalkante Zahn Schneidezähne

Schneidezähne sind relativ scharf und liegen im vorderen Bereich vom Kiefer und gehören wie die Eckzähne zum Frontzahnbereich im Gebiss.

Schaufelzahn bei Menschen

Die einwurzeligen Schneidezähne haben eine schaufelförmige Zahnkrone, die sich zum Zahnhals hin verjüngt und darum auch als Schaufelzähne bezeichnet werden.

Im vordersten Bereich vom Zahnbogen bezeichnet man die ersten zwei Zähne im Quadrant als Schneidezahn, Frontzahn, Vorderzahn oder wegen der schaufelförmigen Kronenform auch als Schaufelzahn. Der im Volksmund genannte Schaufelzahn zum Abbeissen der Nahrung wird beim Milchschneidezahn und den bleibenden Schneidezahn verwendet, mehrheitlich jedoch im Dauergebiss bei Menschen mit einer grossen Zahnschaufel im Frontzahnbereich. Bei zu grossen Schaufelzähnen mit auffälliger Frontzahnlücke zwischen den mittleren Frontzähnen (Diastema) wird vielfach auch von Hasenzähnen gesprochen, wenn diese als störend wahrgenommen werden. Im Oberkiefer ist der mittlere Schneidezahn breiter als der seitliche Schneidezahn. Bei den Milchschneidezähnen ist eine gute Kinder-Zahnpflege besonders wichtig, damit diese Milchzähne als Platzhalter für die bleibenden Schneidezähne nicht vorzeitig ausfallen. Wenn Milchzähne frühzeitig verloren gehen, haben die bleibenden Zähne eine schlechte Voraussetzungen für eine gute Zahnstellung, was auch für die Zahnästhetik und die Sprachentwicklung wichtig ist, denn Schiefe Zähne können die Lautbildung (Phonetik) stören, so dass es zum Lispeln kommen kann, denn Zahnlücken oder ein offener Biss können das Bilden von S-Lauten erschweren. Die Schneidekante bei den Schneidezähnen ist bei Jugendlichen durch zwei senkrechte Einschnitte unterteilt. Bei Erwachsenen sind diese Einschnitte dagegen durch den Gebrauch im Normalfall abgeschliffen, sodass eine glatte Schneidekante entsteht. Auf der Rückseite hat die Schneidezahn-Krone 2 Randleisten, die sich zum Zahnhals hin in einem kleinen Höckerchen, dem Tuberculum treffen. Über dem Tuberculum befindet sich insbesondere bei den oberen seitlichen Schneidezähnen häufig eine kleine Einziehung, was als das "Foramen caecum dentis" bezeichnet wird. Wenn der Zahnarzt von Dens in Dente (Dens invaginatus) spricht, bedeutet dies eine Missbildung vom oberen seitlichen Schneidezahn.

Schneidekante beim Schneidezahn

Der Schneidezahn besteht aus einer flachen Zahnkrone als sichtbarer Teil im Mund, die vorne im Kiefer beim Zerteilen der Nahrung mit der dünnen und scharfen Schneidekante gute Dienste leisten kann.

Die Schneidezähne haben als gemeinsames Merkmal eine Schneidekante bzw. Inzisalkante, bei schaufelförmiger oder meisselförmiger Kronenform. Die Schneidezähne mit ihrer Schneidekante sind einwurzelige Zähne, die im vorderen Teil vom Oberkiefer und Unterkiefer beheimatet sind. Aufgrund der schaufelförmigen oder meisselförmigen Kronenform sind die Schneidezähne geeignet, einen Bissen abzutrennen.

Schneidezahn Schneidekante Schneidezähnen

Gepflegte Zähne sind besonders bei den Schneidezähnen ein Attraktivitätsmerkmal.

Schneidezähne

Scheidezähne besitzen im Gegensatz zu den Prämolaren und Molaren keine Kaufläche, sondern eine spitz zulaufende Schneidekante (Inzisalkante).

Der jugendliche Zahn ist im Bereich der Zahnschneidekante durch einen ausgeprägten transparenten Zahnschmelzbereich gekennzeichnet. Im Bereich der inzisalen Schneidekanten findet man leichte Einziehungen. Die Schneidekanten der jugendlichen Zähne sind durch kleine Einschnitte unterteilt. Mittlere Schneidezähne haben drei Mammelons (Rille, Kerbe), laterale Schneidezähne zwei Mammelons und im Bereich des Eckzahnes kann man ein Mammelon erkennen. Diese Unterteilung verliert sich im Laufe der Zeit und verschleisst die inzisale Schmelzkante durch Zahnerosion und Zahnabnutzung bzw. Zahnabrieb. Unter Abrasio dentium versteht man den Zahnabrieb bzw. die Abrasion infolge mechanischer Reibung, was ein Zahnhartsubstanzverlust zur Folge hat, wobei eine einheitliche Schneidekante entsteht bzw. die inzisalen Einziehungen werden egalisiert. Die Attrition erfolgt durch den Kontakt mit anderen Zähnen und ist eine Form der Abrasion, was häufig durch (Bruxismus erfolgt. Das Zähneknirschen und Zähnepressen ist die häufigste Ursache für die Zahnabnutzung durch die mechanischen Prozesse. Beim unbewussten nächtlichen Knirschen und Mahlen sind durch die Vorschubbewegungen und Mahlbewegungen die Schneidekante (Inzisalkante) der Frontzähne betroffen, so im Oberkiefer die gaumenseitigen Flächen und im Unterkiefer mundvorhofseitigen Flächen. Der mittlere obere Schneidezahn (Incisivus) ist der grösste und der mittlere untere Schneidezahn der kleinste Schneidezahn. Der mittlere und der seitliche Schneidezahn im Oberkiefer zeigen deutliche Grössenunterschiede, während diese im Unterkiefer kleiner sind. Die mittleren Schneidezähne weisen vielfach je einen mesialen und distalen, sowie einen zentralen Wulst auf der vestibulären Fläche. Seitliche Schneidezähne weisen normalerweise nur zwei Randwülste auf.

Inzisalkante bei Schneidezähnen

Die Inzisalkante (Schneidekante) ist bei Schneidezähnen und Eckzähnen ein Strukturmerkmal.

Die Inzisalkante ist der spitz zulaufende, okklusale Rand der Schneidezähne, denn Inzisal bedeutet die Region einer Schneidekante. Die labiale Fläche der Schneidezähne läuft mit der lingualen bzw. palatinalen Fläche zusammen. Die Lagebezeichnung der Zahnfläche gilt wie die Flächenbezeichnung der Zähne für alle Zahnarten, so für Milchzähne und bleibende Zähne. Sind die Zähne im Verhältnis zur Breite zu kurz, kann durch Verlängerung mit Veneers oder Kompositschichtung die Inzisalkante verlängert werden und so bedeutet Inzisal, an der Schneidezahnkante entlang. Der meist beeinflussende Faktor für die ästhetische Harmonie der Zähne im Gebiss ist die Relation der Oberkieferschneidezähne in ihrer Länge und Breite sowie das Verhältnis der wahrgenommenen Breite der seitlichen Schneidezähne zu den ersten Schneidezähnen und der Eckzähne. Die Inzisalkante des oberen 1ers bzw. dem Zahn mit der Zahnnummer 1 im Kieferquadrant beim Mensch (Zahnschema) ist die Spitze der Inzisalkante des am weitesten labial (zur Lippe) stehenden oberen Dentes incisivi, der zum Abbeissen der Nahrung benutzt wird. Die Inzisalkante des unteren 1ers im Kieferviertel ist die Spitze der Inzisalkante des am weitesten labial stehenden unteren Dens incisivus.

Kontur der Schneidekanten

Bei Verlust der Schneidekantenkontur durch den Alterungsprozess der Zähne gehen die spezifischen Winkelmerkmale durch die Verkürzung vom Zahn und damit die Zahn-Ästhetik verloren.

Durch die ständig natürliche Alterung und den Gebrauch der Frontzähne verändert sich die Zahnform und die Oberflächenstruktur der Zähne bei Senioren auch im Kronenbereich, sodass die distale Schneidekante dann nicht mehr abgerundet ist, sondern eckig ist. Bei älteren Zahnpatienten ist die Schneidekante gelegentlich bis ins Dentin (Zahnbein) abradiert und an den Eckzähnen kann man im Bereich der Führungsfläche ausgeprägte Schlifffacetten erkennen, was die Zahngesundheit im Alter beeinträchtigen kann, wenn die Zähne dunkler und leicht gelblicher werden. Längenverhältnisse und Breitenverhältnisses weichen einer zusehends quadratischen Form. Sekundär verliert der Zahn auch die typischen Transparenzzonen, da die dünnen Areale der Schneidekante immer mehr abradiert werden.

Zahnschmerzen an Schneidezähnen

Wenn an den Scheidezähnen Zahnschmerzen entstehen, sollte man den Zahnarzt aufsuchen, denn Schneidezähne haben im menschlichen Gebiss wichtig Funktionen.

Zahnschmerzen können bei den Schneidezähnen eine Folge von Überlastung durch starkes Zähnepressen und Zähneknirschen entstehen wie auch durch Zahnunfälle mit starker Gewalteinwirkung. Schneidezähne sind aufgrund ihrer Beschaffenheit besonders in den Zahnzwischenräume anfällig auf Zahnerkrankungen durch Kariesbakterien. Schneidezähne sind jedoch vielfach empfindlich auf Kälte und Wärme, sodass nach einer Zahnfleischrezession ein Ziehen verspürt wird, wenn freiliegende Zahnhälse entstehen. Die häufigste Ursache von Zahnschmerzen an den Schneidezähnen ist, wenn sich eine Parodontose als Parodontalerkrankung breitgemacht hat, die zu Parodontitis führt oder eine Zahnentzündung (entzündeter Zahnnerv) infolge Zahnkaries (Loch im Zahn) vielfach bei undichten Kronen und Zahnfüllungen entstanden ist, was bei der Nahrungsaufnahme und beim Sprechen zu Problemen führt.

Kieferorthopädie

Der Kieferorthopäde befasst sich mit der Behandlung von Fehlstellungen der Kiefer und der Zähne. Die Therapie in der Kieferorthopädie für die Zahnregulierung wird auch als Zahnspangenbehandlung oder Zahnkorrektur bezeichnet. Bei den aktiven Zahnspangen unterscheidet man in der Kieferorthopädie feste Zahnspangen und herausnehmbare Zahnspangen.