Gebissentwicklung, Zahndurchbruch, Milchzähne, Kinderzähne

Zähne der Kinder

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Milchzahn

Der Milchzahn als Platzhalter für den bleibenden Zahn wird im Milchgebiss vielfach als Kinderzahn bezeichnet.

Die Entwicklung der Milchzähne beginnt im unterentwickelten Kiefer mit dem bilden der Zahnleiste in der sechsten bis achten Schwangerschaftswoche, aus denen die Keimanlagen für die 20 Milchzähne entstehen. Bei der Entwicklung der Zähne ist Zahnleiste in der Zahnbogenform, das erste Stadium der Zahnanlage und ist ein Begriff für Milchzähne, Ersatzzähne und Zuwachszähne die keine Vorgänger im Milchgebiss besitzen. Die Zahnknospen beginnen ab dem vierten Monat der Schwangerschaft mit der Herstellung der Zahnhartsubstanzen beim Aufbau vom Zahn, so bei allen Zahnarten mit dem Zahnschmelz und dem Dentin (Zahnbein). Anomalien im Milchgebiss sind eher selten, doch häufiger kommt vor, dass bleibende Zähne nicht angelegt sind, so dass die Milchzähne im Gebiss verbleiben. Die Kinderzähne im Milchgebiss werden beim Zahnarzt als Dentes decidui (Dentes lactales) bezeichnet, die als Milchzähne ab dem 6. bis 7. Lebensmonat durchbrechen, bilden das erste Gebiss und sind bis zum 6. Lebensjahr beim Kind die Bezahnung. Der Zahnerhalt der Milchzähne hat einen grossen Einfluss auf die Kieferentwicklung und die bleibenden Zähne,  sodass ein nicht physiologischer Zahnausfall bei Kindern (nicht natürlicher Ausstoss der Milchzähne) durch das "Fehlen der Zähne" zu einer undeutlichen Aussprache führt und im bleibenden Gebiss zu Zahnstellungs-AbweichungenBiss-Anomalien und anderen Zahnproblemen führen kann.

Wechselgebiss Milchzähne Milchzahn Zahnfarbe

Der Milchzahn hat beim Menschen im Milchgebiss wie der bleibende Zahn gleiche Zahnwurzeln und wird wegen der sehr hellen und milchigen Zahnfarbe als Milchzahn bezeichnet.

Milchzähne sind die ersten Zähne der Kinder.

Die Entwicklung der Milchzähne beginnt zwischen der 6. und 8. Schwangerschaftswoche, wo die Kinderzähne im temporären Gebiss eine begrenzte Lebensdauer bis zum 6. Lebensjahr haben.

Für den Zahnerhalt ist Zahnpflege der Milchzähne sehr wichtig, denn Milchzähne als Platzhalter für  die nachstossenden bleibenden Zähne haben eine wichtige Platzhalterfunktion für die Ersatzzähne und Zuwachszähne, damit ein schönes bleibendes Gebiss entsteht. Die Ersatzzähne lösen beim Zahnwechsel die Milchzähne und als Zuwachszähne werden die Backenzähne im bleibenden Gebiss bezeichnet, die keine Vorgänger im Milchgebiss haben. Als Kauwerkzeug zur Nahrungszerkleinerung sind Milchzähne wichtig wie auch zur Gesichtsentwicklung und Sprachbildung (Phonetik), denn Milchzähne werden wie die bleibenden Zähne auch zum Sprechen gebraucht. Die erste Zahngeneration umfassen insgesamt 20 Milchzähne, in jedem Kiefer vier Milch-Schneidezähne, zwei Milch-Eckzähne und vier Milch-Backenzähne (Milchmolaren). Die Gesamtheit der Zähne bildet das Gebiss, bei den Milchzähnen das Milchzahngebiss und bei Erwachsenen als permanentes Gebiss das Dauergebiss. Bei der Geburt sind alle Milchzähne und Dauerzähne bereits angelegt, doch diese Zähne im Kiefer bleiben im Kiefer versteckt und brechen in einer bestimmten Reihenfolge zu einem bestimmten Zeitpunkten von der Alveole (Zahnfach) durch das Zahnfleisch hindurch. Die zeitliche Reihenfolge vom Zahndurchbruch kann stark variieren oder auch ausbleiben, wenn die Zähne im Alveolarfortsatz bzw. Alveolarbogen nicht angelegt sind.

Im Unterschied zu den bleibenden Zähnen werden die kleineren Milchzähne rascher von Zahnkaries befallen und durchbrochen, da der Zahnschmelz bei den Kinderzähnen weicher als bei den Dauerzähnen ist und die Wandstärke höchstens 1mm beträgt.

Milchzähne Kleinkind Platzhalter Milchzahngebiss

Das Milchgebiss hat 20 Zähne, die zwischen dem 6. und dem 12. Lebensjahr beim Zahnwechsel im Wechselgebiss ausfallen und durch die bleibenden Zähne ersetzt werden.

Milchzähne und ihre Zahnwurzeln

Die Milchzähne als erste Zahngarnitur beim Mensch dienen als Platzhalter für die bleibenden Zähne und sollten möglichst lange intakt bleiben.

Milchzähne sind bei der Gebissentwicklung beim Mensch die ersten Zähne, die im 6. bis 7. Lebensmonat sichtbar werden und zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr beim Zahnwechsel im Wechselgebiss durch die bleibenden Zähne ersetzt werden. Die Milchschneidezähne und Milcheckzähne sind einwurzelig, die Milchmolaren 2-wurzelig und je weiter hinten die Zähne in der Zahnreihe sind, desto mehr Zahnwurzeln sind vorhanden. Die Odontoklasten als "Dentinfresser" bewirken bei den Milchzähnen im Wechselgebiss eine natürliche Beseitigung der Zahnwurzeln, da diese Fresszellen für den Abbau von Zahnhartsubstanzgewebe (Zahnbein) zuständig sind, ähnlich wie knochenabbauende Zellen als Osteoklasten und knochenbildende Zellen als Osteoblasten bezeichnet werden. Dentin bildenden Zellen, die für die Entwicklung der Zähne (Odontogenese) zuständig sind, werden als Odontoblasten bezeichnet. Der Abbauvorgang der Zahnwurzeln ist ein normaler Ausstoss der Milchzähne, was als Odontoklasie bezeichnet wird, wenn ein grosser Teil der Milchzahnwurzeln resorbiert wird. Um eine normale Gebissentwicklung wie auch die Phonetik, Ästhetik und Kaufunktion zu sichern, sollten Milchzähne bis zum physiologischen Zahnausfall erhalten werden. Die Wiederherstellung zerstörter Milchzähne kann sehr wichtig sein, denn Kinderzähne sind für das Sprechverhalten (Lautbildung) wichtig und auch für die Kaufunktion erforderlich.

Erhaltung der Milchzähne

Aus kieferorthopädischer Sicht ist die Erhaltung von Milchzähnen eine der wichtigsten zahnärztlichen Massnahmen.

Milchzähne benötigen aufgrund vom weicheren und nicht ausreichend ausgereiften Zahnschmelz einen besonderen Kariesschutz, so z. B. eine Fissurenversiegelung bei den  Milchbackenzähnen als Grübchenversiegelung. Milchzähne haben genauso gut ausgebildete Zahnwurzeln wie die bleibenden Zähne. Da die Zahnwurzeln der Milchzähne durch die nachkommenden bleibenden Zähne aufgelöst werden, besteht vielfach die Meinung, dass die Kinder-Zahnpflege und Zahnfleischpflege bei Kindern nicht so wichtig sei, wenn ein Zahnausfall der kleinen Zähne bald bevorstehe, doch das ist eine falsche Schlussfolgerung, denn Kariesbakterien lassen sich auch auf die nachfolgenden Zähne übertragen. Auch sollten Milchzahnlücken die durch kariöse Defekte oder durch einen Zahnunfall (Milchzahnverletzung) entstanden sind geschlossen werden, denn Milchzähne dienen nebst dem Kauen, Sprechen und Lachen auch als Platzhalter für die bleibenden Zähne, damit der Zahndurchbruch korrekt erfolgen kann. Fehlende Milchzähne können durch einen Zahnunfall eine ganze Zahnreihe kippen lassen, wenn benachbarte Zähne einer Milchzahnlücke keinen Halt mehr finden, was zu einem weiteren Milchzahnverlust führen kann.

Zahnspangenbehandlung

Die kieferorthopädische Behandlung ist meist mit einer Zahnspangenbehandlung verbunden. Eine Zahnspangenbehandlung wird notwendig, wenn eine Zahnfehlstellung vorhanden ist bzw. wenn die Zähne nicht in der richtigen Position zueinander stehen. Von einer ungünstigen Kieferform wird in der Kieferorthopädie gesprochen, wenn Oberkiefer und Unterkiefer nicht zueinander passt. Die Dauer einer Zahnspangenbehandlung ist abhängig vom Schweregrad der Zahnfehlstellung.