Gebissentwicklung, Zahndurchbruch, Milchzähne, Kinderzähne

Zähne der Kinder

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Gebissentwicklung beim Kind

Das Milchgebiss ist bei Kindern ein temporäres Gebiss und ist das einzige Organ beim Mensch, das einmalig erneuert und ersetzt wird.

Als erstes Stadium der Zahnanlage dient bei der Gebissentwicklung die Zahnleiste in der Zahnbogenform, denn die Zahnleiste ist ein Begriff für Milchzähne, Ersatzzähne und Zuwachszähne. Für die Funktion der Zähne die Entwicklung von einem temporären Gebiss wichtig, da für grosse Zähne bei Babys im kleinen Kiefer zu wenig Platz vorhanden ist. Die Kinderzähne sind vor der Geburt dicht gedrängt angelegt und warten nach der Zahnentwicklung versteckt im Kiefer auf den Zahndurchbruch (Dentition). Da das Baby bei der Geburt im Normalfall noch Zahnlos ist und noch keine Zähne besitzt, ergeben sich beim Stillen an der Brust der Mutter auch keine Verletzungen. Das erste Zähnchen erscheint meist erst im 6. Monat, wo bei den meisten Kindern als erster Zahn der untere Schneidezahn zum Vorschein kommt. Der Zeitpunkt vom Erscheinen der Zähne kann sehr unterschiedlich sein, denn es gibt Babys die bereits die ersten Zähnchen zeigen, wenn sie auf die Welt kommen.

Nach der Gebiss-Entwicklungszeit von 2 Jahren sind im Milchgebiss insgesamt 20 Milchzähne vorhanden.

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Bei der Gebissentwicklung gibt es zwei Dentitionen (Zahndurchbruch), beim ersten sind es die Milchzähne und beim zweiten die bleibenden Zähne.

Der Zahnwechsel in zwei Phasen

Der Zahnwechsel findet bei Kindern in zwei Phasen statt.

Der erste Milchzahn ist meist der untere mittlere Schneidezahn der im 6. Lebensmonat durchtritt. Das Milchgebiss besteht pro Kieferhälfte aus zwei Milch-Schneidezähnen, einem Milch-Eckzahn und zwei Milchmahlzähnen. Im 6. Lebensjahr beginnt der Durchbruch der bleibenden Zähne, wo zunächst hinter den letzten Milchmolaren der sogenannte "Sechsjahrmolar" häufig als erster durchbrechender bleibender Backenzahn "Molar" als Zuwachszahn unbemerkt durchtritt. Die zweite Zahnung erstreckt sich im Wechselgebiss über ca. 8 Jahre, dies ohne Weisheitszähne die meist erst ab dem 16. Lebensjahr durchtreten. Das bleibende Gebiss besteht pro Kieferhälfte aus zwei Schneidezähnen, einem Eckzahn, zwei kleinen Backenzähne (Prämolaren) und drei Mahlzähne (Molaren).

Entwicklung vom Gebiss und der Zähne

Beim Menschen gibt es bei der Gebissentwicklung zwei Dentitionen (Zahndurchbruch), beim ersten sind es die Milchzähne und beim zweiten die bleibenden Zähne.

Die Zahnentwicklung für die Zahnanlage beginnt ab der sechsten Schwangerschaftswoche, wo sich im Bereich des späteren Oberkiefer und Unterkiefer eine Zahnleiste bildet. Die Zahnleiste bildet sich aus dem Mundhöhlenepithel nach innen bzw. das Epithel stülpt sich nach innen und bildet Zahnknospen aus. Durch erneutes Einstülpen nach innen entsteht daraus die Zahnkappe aus der die so genannte Zahnglocke oder das Schmelzorgan entsteht. Zwischen der äusseren und inneren Epithelschicht bildet sich die Schmelzpulpa (Krone vom Zahn) aus, die als Platzhalter für die zukünftige Zahnkrone dient und später die Kittsubstanz für die Schmelzprismen ergibt. In der Innenwand der Zahnglocke befinden sich die die schmelzbildenden Zellen (Ameloblasten). Es lagern sich von unten her Bindegewebe mit Blutgefässen und Nervengefässen an, aus dem die Zahnpulpa entsteht. Am Rand der Zahnpulpa (Zahnmark) bilden sich die Odontoblasten, die das Prädentin als pulpennahe Dentinschicht die noch nicht mineralisiert ist bilden, das unter der Zahnglocke abgelagert wird und später verkalkt, was zu Dentinbein (Zahnbein) wird. Die Entwicklung der Zähne "Odontogenese" beginnt an der Schmelz-Dentin-Grenze, wobei sich das Dentin nach innen zur Zahnpulpa hin entwickelt, während sich die Schmelzschicht langsam nach aussen verdickt. Das Dentin wächst also nach innen und der Zahnschmelz nach aussen. Die Odontoblasten wandern ins Kerninnere und hinterlassen einen Odontoblastenfortsatz im Dentin. Die Ameloblasten bilden immer die Grundlage für ein Schmelzprisma, das fortwährend verkalkt. Ameloblasten gehen nach Abschluss der Schmelzbildung zugrunde. Im vierten Schwangerschaftsmonat verliert der Zahnkeim die Verbindung zur Zahnleiste. Um den sich entwickelnden Keim bildet sich das Zahnsäckchen als Bindegewebige Umhüllung der Zahnkrone aus, woraus sich später Wurzelzement als mineralisierte Hartsubstanz, Parodontium und Alveolarknochen bilden. Der Alveolarknochen bildet sich bei der Zahnentwicklung als tragende Einheit und bei Zahnverlust bildet er sich wieder zurück, was als Alveolarkammatrophie bezeichnet wird. Nach dem Durchbruch vom Zahn beginnt sich die Zahnwurzel zu bilden. Hierbei wird das Dentin von aussen nach innen gebildet und der Pulparaum (Pulpencavum) bzw. die Zahnhöhle oder Zahnmarkhöhle damit eingeengt. 

Zahnerneuerung

Eine Zahnerneuerung durch Keramikinlays entspricht der natürlichen Zahnsubstanz am ehesten. Eine gute Keramikfüllung (Zahnfüllung) ist praktisch unsichtbar, biologisch neutral und genauso haltbar wie ein Goldinlay oder eine Krone. Dank der Klebetechniken kann gesunde Zahnhartsubstanz erhalten bleiben, denn nur das fehlende oder defekte Zahnmaterial muss ersetzt werden.