Gebissentwicklung, Zahndurchbruch, Milchzähne, Kinderzähne

Zähne der Kinder

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Zähne der Kinder

Die Gebissentwicklung bei Kindern kann ganz verschieden sein wie auch Zahndurchbruch nach der Entwicklung der Zähne.

Die meisten Babys kommen Zahnlos zur Welt, so dass ab dem 6. Monat sich langsam die Zahnkronen vom ersten Zahn durch den Kiefer schiebt. Der erste Milchzahn ist meist ein Milchschneidezahn der durchbricht, wobei am Ende vom 1. Lebensjahr meist alle acht Schneidezähne zu sehen sind. Der Zeitpunkt vom Zahndurchbruch wie auch der Reihenfolge, wann welche Zähne beim Kind durchbrechen, kann individuell verschieden sein. Bei Kleinkindern ist ein verspätetes Zahnen kein Grund zur Beunruhigung, wie auch eine ungewöhnliche Reihenfolge beim Zahndurchbruch kein Grund zur Sorge ist. Damit der Zahnarzt die Entwicklung der Zähne kontrollieren kann oder eine Fehlentwicklung vom Gebiss rechtzeitig feststellen und eingreifen kann, sind regelmässige Zahnarztbesuche mit dem Kind sinnvoll.

Bei einem Kind besteht das vollständige Milchgebiss aus 20 Zähnen.

Gesunde Kinderzähne Zähne Kinder Zahngebiss

Milchzähne haben einen weicheren noch nicht vollständig ausgereiften Zahnschmelz, weshalb die Zahnkronen einen besonderen Kariesschutz benötigen.

Gesunde Kinderzähne

Im Wachstumsprozess spielen Zähne beim Kind eine besondere Rolle.

Milchzähne sind am Kieferwachstum massgeblich beteiligt und haben im Kindergebiss eine Platzhalterfunktion für die späteren bleibenden Zähne im Dauergebiss. Gesunde Kinderzähne sind wichtig, da Milchzähne als Platzhalter der bleibenden Zähne dienen, so dass die Zahnpflege der Milchzähne besonders wichtig ist. Das Milchgebiss ist ein temporäres Gebiss, das nur für eine gewisse Zeit für die Milchzähne bestimmt ist, dies im Gegensatz zum permanenten Gebiss, das meist als bleibendes Gebiss bezeichnet wird.

Die Entwicklung der Kinderzähne im Milchgebiss beginnt schon vor der Geburt und besteht aus zwanzig Zähnen bzw. die Kinderzahnentwicklung ist im Alter von zwei bis drei Jahren abgeschlossen.

Kinderzähne Milchzähne Milchzahngebiss Zähne

Die Gesundheit der Kinderzähne sind für ein strahlendes Lächeln wichtig, doch Kinderzähne sie sind auch ein Teil vom Gesamtsystem, sodass Kariöse und kranke Zähne den Organismus schädigen können.

Zahnwachstum beim Kind

Wie sich das Zahnwachstum eines Neugeborenen Kindes entwickelt wird bereits schon vor dem Erscheinen des ersten Zähnchens beeinflusst, denn durch das Stillen an der Brust Entwickeln sich auch die Kiefermuskeln.

Die ersten Zähne zeigen sich beim Kleinkind meist nach sechs Monaten, wenn meist zuerst die Schneidezähne im Unterkiefer durchbrechen, da die Zähne im Oberkiefer meist später zum Vorschein kommen. Die Eckzähne und die ersten Milchbackenzähne sind dann meist erst 12 Monate später sichtbar. Das Milchgebiss ist im Alter von zwei bis drei Jahren meist komplett, bis im sechsten Lebensjahr oft unbemerkt der Durchbruch der bleibenden Zähne mit dem ersten grossen Backenzahn beginnt. Da für Backenzähne (Molaren) als Zuwachszähne hinter den Milchbackenzähnen als Mahlzähne (Milchmolaren) keine Milchzähne ausfallen, verläuft der Zahndurchbruch vielfach unbemerkt. Der Zahnwechsel erfolgt im Wechselgebiss dann ein Jahr später, wenn sich die Milchzahnwurzeln auflösen, damit die Milchzähne ausfallen können und für die Nachwuchs-Zähne Platz schaffen. Im Kindesalter ist der Zahnwechsel im elften Jahr meist vollzogen, wonach die zweiten grossen Backenzähne durchbrechen. Die Weisheitszähne zeigen sich dann meist als Stockzähne erst im Erwachsenenalter, sofern sie angelegt sind.

Durch das häufige Berühren vom zahnlosen Kiefer bereitet sich das Kind auf die Zuwendungsbedürftigkeit dieser Kinderzahn-Zone vor.

Gesunde Kinderzähne, Milchgebiss, Milchzähne

Die Entwicklung des bleibenden Gebisses vom geweblichen bis zum voll ausgebildeten mineralisierten Zustand beginnt im sechsten Schwangerschaftsmonat und erfolgt bis zum sechzehnten Lebensjahr.

Milchzähne sind Platzhalter für die Nachwuchs-Zähne

Milchzähne bilden das Fundament für die nachfolgenden Zähne und somit für ein gesundes Gebiss, denn die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne hinausgestossen und ersetzt.

Die Krone der Milchmolaren stellen im Kindergebiss eine Zwischenform der bleibenden Krone bei den Prämolaren dar, da die Kindermolaren als Backenzähne mit der Mahlfunktion beim Zahnwechsel im Wechselgebiss durch die Prämolaren als Vormahlzähne ersetzt werden. Der erste neue bleibende Zahn ist normalerweise der erste grosse Backenzahn, der im sechsten Lebensjahr hinter der Milchzahnreihe durchbricht und wird darum auch als Sechsjahrmolar bezeichnet. Der mittlerer Schneidezahn kommt ca. im siebten Jahr, der seitliche Schneidezahn im achten Jahr und der erste Prämolar im neunten Jahr zum Vorschein. Der erste Eckzahn folgt mit ca. 12 Jahren vor dem zweiten grossen Backenzahn, der keinen Milchzahnvorgänger hat.

Kinderzähne haben eine Platzhalterfunktion

Kinderzähne als Milchzähne haben eine wichtige Platzhalterfunktion für die nachfolgenden bleibenden Zähne, die den gleichen Zahnaufbau bei allen Zahnarten haben.

Als Zahnarten im Kindergebiss werden die Schneidezähne "I" Incisivi, die Eckzähne "C" Canini, die Prämolaren "P" als Vormahlzähne und die Molaren "M" als Mahlzähne im Gebissschema Kinderzähne bezeichnet. Das Zahnschema Milchgebiss wird in Kiefer-Quadranten unterteilt wie das Zahnschema im bleibenden Gebiss, wo die Zähne durch das FDI-Code-System eine andere Zahnnummer im "Zwei-Ziffern-System" erhalten.

Karies als Zahnerkrankung bei den Milchzähnen

Mütter lecken oft den Schnuller oder Sauger sauber und machen eine Vorkost vom Brei mit dem Babylöffel was das Übertragen der Karies-Bakterien von der Mutter auf das Kind mit sich bringt.

Das Kind kommt ohne Karies-Erreger auf die Welt und wird erst nach der Geburt meist von der Mutter angesteckt, was mit der körperlichen Nähe zwischen Mutter und Kind im Zusammenhang steht.

Kinderzähne, Platzhalter für bleibende Zähne

Es gibt darum vom ersten Kinder-Milchzahn über das Ausfallen der Milchzähne bis zur Zahnspange verschiedene Dinge zu beachten.

Durch das Ablutschen vom Schnuller oder gleichartigen Speiseutensilien wie Löffel oder Gabel kann ein gewisses Risiko bestehen, das die Übertragung von kariesverursachenden Bakterien auf die Milchzähne der Kinder erfolgt. Den Schnuller von Babys abzulutschen kann besonders bei Milchzähnen bzw. Milchmahlzähnen als Milchmolaren eine Zahnkaries als Zahnerkrankung durch Kariesbakterien verursachen, da der Zahnschmelz bei den Milchzahnkronen noch nicht vollständig ausgereift ist und weicher ist als bei den Zähnen im bleibenden Gebiss. Eltern mit akuter Herpesinfektion an Lippen oder im Backenbereich sollten mit dem Ablecken des Schnullers oder einer Vorkost vom Brei mit dem Babylöffel besonders vorsichtig sein, da eine Wahrscheinlichkeit der Übertragung von Herpes Viren und Infektionen im Mund gross sein kann, wie auch die Übertragung von Kariesbakterien auf Babys. Der Erstkontakt mit dem Herpes simplex-Virus führt zu einer schmerzhaften Entzündung der Mundschleimhaut.


Zahnentwicklung beginnt mit der Zahnleiste

Die Zahnentwicklung beginnt für alle Zahnarten mit der Keimanlag zwischen der sechsten und achten Schwangerschaftswoche.

Am Anfang vom Leben kann das Baby meist noch niemandem die Zähne zeigen, auch wenn die Zähne im Babymund bereits angelegt sind, denn die Entwicklung der Zahnknospen beginnt in der Gebärmutter. Bei der Zahnentwicklung ist die Entwicklung der Zahnleiste für den späteren Zahnbogen (Alveolarbogen) das erste Stadium der Zahnanlage, wo die Entwicklung der Zähne in der späten Embryonalperiode beginnt, so ca. am 23. Tag die Anlage von Oberkiefer und Unterkiefer und am 25. Tag die Anlage der Zahnleiste. Die ontogenetische Entwicklung der Zähne ist ein komplexer Prozess, wo die Zahnentwicklung langsam vorangeht, denn Zähne entstehen aus embryonalen Zellen und wachsen nur langsam in die Mundhöhle. Bei der Zahnentwicklung geht die Verbindung vom odontogenen Epithel zum Mundhöhlenepithel langsam verloren, was als Zahnleiste bezeichnet wird, wo Milchzähne entstehen können. Die Milchzähne entwickeln sich in der generellen Zahnleiste und die bleibenden Zähne bzw. "Permanente Zähne" in der Zahnreihe als Ersatzzähne für die Milchzähne in der Ersatzzahnleiste.

Entwicklung vom Zahn aus der Zahnknospe

Die Zahnknospe wird auch als Schmelzorgan bezeichnet und ist aus ektodermaler Herkunft, denn die Zahnknospe entwickelt sich an ihrem Ende, und geht aus dem Schmelzorgan hervor.

Die Gebissentwicklung ist ein komplexer Prozess und beginnt in der späten Embryonalperiode. Bei der Zahnentwicklung geht die Verbindung vom odontogenen Epithel zum Mundhöhlenepithel (Zahnleiste) verloren, sodass die Milchzähne entstehen können. Die ontogenetische Entwicklung der Zähne als komplexer Prozess geht langsam voran, da die Zähne im Kiefer aus embryonalen Zellen entstehen. Die Zahnknospe wird in ihrem Inneren durch ein verdichtetes Mesenchym neuroektodermaler Herkunft (Embryonalentwicklung) umgeben und das Zahnmark bzw. die Pulpa bildet. Aus der Zahnknospe entsteht ein kappenförmiges Stadium, wo die Schmelzorganränder stärker wachsen als der mittlere Teil, so dass die Zahnglocke entsteht, welche eine Gestalt der späteren Zahnpulpa bzw. Zahnkrone hat. Das Mesenchym um die Zahnknospe herum kann sich verdichten und bildet das Zahnsäckchen, woraus das Zahnbett bzw. der Zahnhalteapparat und der Wurzelzement der Zahnwurzeln entstehen. Der Zahnhalteapparat bildet eine Einheit, zu dem Zahnfach (Alveole), Zahnzement (Cementum), Wurzelhaut (Periodontium / Desmodont) und das Zahnfleisch (Gingiva propria) gehören. Die Zahnpulpa (Zahnmark) in der "Pulpahöhle" ist von allen Seiten von Dentin (Zahnbein) umschlossen ist besteht aus Bindegewebe, Blutgefässen, Lymphgefässen und Nervenfasern. Der Zahnschmelz als Beschichtung vom Zahn wird in einem besonderen Schmelzorgan (Ektoderm) von Adamantoblasten durch Biomineralisation gebildet. Der Zahnhals stellt den vom Zahnfleisch umgebenen Teil vom Zahn zwischen Zahnwurzel und Zahnkrone dar. Der Zahnschmelz ist im Bereich vom Zahnhals sehr dünn, sodass das Dentinbein freiliegen kann, so dass der Zahnhals ungeschützt ist und damit Schmerzen am Zahnhals entstehen können.

Odontogenese ist die Zahnentwicklung von der ersten Anlage der Milchzähne bis zum Durchbruch der bleibenden Zähne.

Zahnentwicklung Odontogenese Zahnleiste Zahn

Die Entwicklung der Zähne ist ein komplexer Prozess, bei dem Zähne aus embryonalen Zellen entstehen und wachsen, so dass die Kinderzähne im Mund hervortreten.

Entwicklung der Zähne

Zur Zahnentwicklung (Odontogenese) gehören alle Vorgänge, die sich von der ersten Anlage der Milchzähne bis zum Zahndurchbruch der bleibenden Zähne im bleibenden Gebiss ereignen.

Zur Zahnentwicklung gehören die Entstehung der Zahnleiste, die Ausbildung der Zahnwurzel, die Entwicklung vom Zahnbett wie auch die Ausbildung vom Schmelzorgan und dessen weitere Entwicklung bis zur Ausbildung der Zahnkrone und damit der Durchbruch der Milchzähne. Zur Weiterentwicklung der Zähne gehören die Resorption der Milchzahnwurzel und damit der Verlust vom Milchzahn sowie der Durchbruch vom bleibenden Zahn. Die Entwicklung der Zähne ist ein komplexer Prozess. Damit Zähne eine gesunde orale Umgebung haben, müssen sich während der Embryogenese Zahnschmelz, Dentin, Wurzelzement und die Wurzelhaut (Periodontium) entwickeln. Die Zahnentwicklung der Milchzähne und auch der bleibenden Zähne, beginnt ca. 40 Tage nach der Befruchtung der weiblichen Eizelle. In der fünften bis achten Schwangerschaftswoche differenzieren sich die Zahnanlagen. Dabei wird unterschieden zwischen Zahnleiste, Knotenstadium, Kappenstadium und Glockenstadium. Die Entwicklung der Zähne beginnt also in der späten Embryonalperiode. Die Zahnanlage ist die Vorstufe des Zahnes mit Schmelzorgan (Zahnglocke), Zahnpapille und dem Zahnsäckchen. Es ist auch der Zeitpunkt bis zur Bildung der Zahnhartsubstanz (Zahnkrone aus Schmelz und Dentin) unter diesem Begriff zu verstehen. Die Zahnglocke wird nach aussen durch das äussere Schmelzepithel gegen das mesenchymale Zahnsäckchen abgegrenzt. Die innere Oberfläche der Zahnglocke wird durch das hochprismatische innere Schmelzepithel ausgekleidet, das der Zahnpapille aus dichtem Mesenchym zugewandt ist. Inmitten dem inneren und äusseren Schmelzepithel befindet sich die Schmelzpulpa.

Zahndurchbruch der Kinderzähne

Ein röntgenologischer Nachweis der Zahnanlagen ist 1-2 Jahre vor Zahndurchbruch (Dentition) und bei Weisheitszähnen zwischen dem 8. und 9. Lebensjahr möglich.

Der Zahndurchbruch entsteht hauptsächlich durch das ansteigen vom Wachstumsdruck, denn Zähne und Kiefer sind einem stetigen Wachstum unterworfen. Genaue Angaben über die Dentition sind nicht möglich, da die Richtwerte den Kieferveränderungen unterliegen.

Dentition der Milchzähne im Oberkiefer:
 7. bis 12. Monat: erster Schneidezahn
 9. bis 13. Monat: zweiter Schneidezahn
14. bis 19. Monat: erster Mahlzahn (Milchmolar) als Milchbackenzahn bzw. Milchmahlzahn
17. bis 22. Monat: Eckzahn
24. bis 33. Monat: zweiter Mahlzahn

Dentition der Milchzähne im Unterkiefer:
 6. bis 10. Monat: erster Schneidezahn
 7. bis 16  Monat: zweiter Schneidezahn
12. bis 18. Monat: erster Mahlzahn (Zahnnachfoger Prämolar "Vormahlzahn" im bleibenden Gebiss)
16. bis 23. Monat: Eckzahn
20. bis 31. Monat: zweiter Mahlzahn

Ein frühzeitiger oder auch ein verspäteter Zahndurchbruch ist immer möglich wie auch Zähe nicht hervortreten können oder zu viele Zähne in der Mundhöhle erscheinen. Es gibt Menschen, die Ihre Milchzähne Zeitlebens nicht verlieren, so dass bleibenden Zähne "Permanente Zähne" ausbleiben, die ihren Ursprung in der Ersatz-Zahnleiste haben. Im Zweifelsfall kann durch eine Röntgenuntersuchung ein verspäteter Zahndurchbruch von einer Nichtanlage der Zähne unterschieden werden. Bei der Anlage der dritten Backenzähne bzw. den Weisheitszähnen kann der Zahndurchbruch nicht festgelegt werden, denn der Durchbruch der Weisheitszähne ist sehr ungewiss, wo retinierte Weisheitszähne beim Mensch auch Entzündungen auslösen können. Von einem retinierten Zahn wird gesprochen, wenn sich ein Zahn im Kiefer befindet und nicht in die Mundhöhle durchbricht, was vielfach Weisheitszähne und Distomolaren betrifft. Bei der Zahnanlage können auch zusätzliche Backenzähne hinter den Weisheitszähnen vorhanden sein, die zu einem Engstand der Zähne führen, wenn im Kieferbogen für die Distomolaren (Retromolaren) zu wenig Platz vorhanden ist. Es gibt auch Entwicklungsstörungen vom Zahnhartgewebe d.h. angeborene Störungen wie die Zahnform oder die Anzahl und Grösse der Zähne sowie erworbene Veränderungen wie Verletzungen, Infektionskrankheiten, Rachitis oder genetischen Defekte bis zu einem völligen Fehlen vom Zahnschmelzüberzug. Als Dysodontie wird eine Fehlbildung in der Zahnanlage als Vorstufe bei der Zahnentwicklung bezeichnet und Dysgnathie ist eine angeborene Zahnfehlstellung, Kieferfehlstellung (Kieferanomalie) und Bissfehlstellung (Bissanomalien), was Zahnabweichung und Kieferabweichung sind.


Entwicklung der Zähne

Die Entwicklung der Zähne erfolgt vor der Geburt und wird als Odontogenese oder Zahnentwicklung bezeichnet.

Die Entwicklung der Zähne beginnt beim Kind lange bevor die ersten Milchzähne in die Mundhöhle durchbrechen. Aus dem Epithel der primitiven Mundhöhle senkt sich durch Proliferation eine bogenförmige Epithelleiste für den späteren Zahnbogen und das darunterliegende Gewebe der Zahnleiste als erstes Stadium der Zahnanlage, woraus die Milchzähne entstehen. In der Frühphase der Entwicklung wächst aus dem Ektoderm die Zahnleiste senkrecht in das Mesenchym vom Kiefer, wo sich in jedem Kiefer in der Zahnleiste als Verdickungen 10 Zahnknospen für das Milchgebiss bilden. Somit bilden sich bei der Entwicklung der Milchzähne im Milchgebiss als temporäres Gebiss beim Mensch 20 Schmelzorgane, womit während der Entwicklungszeit von ca. 2 Jahren, im Milchzahngebiss gesamthaft 20 Milchzähne erscheinen können.

Die Kinderzahnheilkunde (Pädodontie) beschäftigt sich mit Zahnverletzungen, Zahnfehlbildungen, Kieferfehlbildungen oder Zahnzerstörung durch Karies als Zahnerkrankung.

Zahn Entwicklung der Zähne Zahnentwicklung

Die Milchzahnkrone als später sichtbaren Teil vom Zahn ist bereits bei der Geburt fertig ausgebildet, so dass ein Baby ca. sechs Monate nach der Geburt die ersten Zähne zeigen kann. Als erste Milchzahn kommt im Milchgebiss meist der untere mittlere Milch-Schneidezahn zum Vorschein, wonach meist später die Milch-Eckzähne und zwei Milchmahlzähne als Milchmolaren folgen. Bei Kindern sind meist alle acht Schneidezähne im Alter von einem Jahr durchgebrochen und spätestens mit drei Jahren sind im Normalfall alle Milchzähne vorhanden. Danach kommt im Alter von sechs Jahren der Sechsjahrmolar als erster bleibende Mahlzahn, dass ein grosser Backenzahn ist und als Molar bezeichnet wird, der hinter den letzten Milchmolaren durchbricht. Da bei den grossen Backenzähnen im Seitenzahngebiet keine Milchzähne als Platzhalter für die bleibenden Zähne vorhanden sind, werden diese als Zuwachszähne bezeichnet. Wenn im menschlichen Gebiss die Milchzähne durch bleibende Zähne abgelöst werden, spricht man von Ersatzzähnen. Wackelnde Milchzähne fallen beim Zahnwechsel im Wechselgebiss nach und nach aus, so die acht Frontzähne zwischen 6-8 Jahren, was das Abbeissen erschweren oder auch Schmerzen verursachen kann, wenn beim Beissen Zahnfleisch abgelöst wird. Wenn die Prämolaren hinter den Eckzähnen als Vormahlzähne im Alter zwischen 10 und 12 Jahren nachwachsen, gehen beim Zahndurchbruch (Dentition) die wackelnden Kinder-Backenzähne beim Ausstoss der Milchzähne verloren. Beim Zahnwechsel vom Milchgebiss zum Dauergebiss bewirken die Odontoklasten im Wechselgebiss eine natürliche Beseitigung der Zahnwurzeln von Milchzähnen.

Zahnentwicklung beim Kind

Die Zahnentwicklung beginnt mit dem Zahnaufbau der verschiedenen Zahnarten bereits weit vor der Geburt während der Schwangerschaft.

Etwa ab der 6. Schwangerschaftswoche bildet sich im Bereich vom späteren Oberkiefer und Unterkiefer jeweils eine Zahnleiste aus dem Mundhöhlenepithel. An der Zahnleiste entstehen entsprechend dem Milchgebiss in jedem Kiefer zehn kolbenförmige Zahnknospen. Jede Zahnknospe stülpt sich unten ein und wird zu einer Zahnkappe. Mit dem Wachstum der Zahnkappe nimmt die Zahnanlage langsam die Form einer Glocke an. Die innere Wand dieser Zahnglocke hat dabei wie eine Gussform die Gestalt der künftigen Zahnkrone. In der innere Wand dieser aus Epithel bestehenden Zahnglocke befinden sich die Schmelz bildenden Zellen (Ameloblasten). Von unten lagert sich an die innere Zahnglockenwand Bindegewebe mit Blutgefässen und Nerven an die Zahnpulpa. Im Innern vom Zahn wird die weiche Masse als Zahnpulpa oder Zahnmark in der Pulpahöhle bezeichnet. Die Zellen der Zahnpulpa, die direkt an die Zahnglocke angrenzen, werden zu den Dentin bildenden Zellen, den Odontoblasten (Dentinbeinbildner) bzw. Zahnbeinbildner. Sie erzeugen das Prädentin, das später verkalkt und so zum Dentin wird. Die Zahnentwicklung beginnt also an der Schmelz-Dentin-Grenze. Das Dentin bildet sich dabei nach innen zur Zahnpulpa hin, während sich die Schmelzschicht vom Zahnschmelz langsam nach aussen hin verdickt. Die Dentin bildenden Odontoblasten wandern dabei langsam nach innen und hinterlassen jeweils einen Odontoblasten-Fortsatz im Dentin (Zahnbein). Die nach aussen wandernden Ameloblasten bilden jeweils die Grundlage für ein Schmelzprisma. Nach Abschluss der Zahnentwicklung gehen die Schmelz bildenden Zellen zugrunde.


Odontogenese

Zähne entstehen bei der ontogenetischen Entwicklung aus embryonalen Zellen, was bei Milchzähnen und Erwachsenenzähnen ein komplexer Prozess ist, bis die klinische Zahnkronen im Mund erscheinen.

Als Odontogenese wird in der Zahnmedizin die vor der Geburt stattfindende Entwicklung der Zähne bezeichnet, wo die Zahnentwicklung bereits ab der 6. Woche nach dem Eisprung beginnt. Zur Zahnentwicklung (Odontogenese) gehören alle Vorgänge, die sich von der ersten Anlage der Milchzähne bis zum Durchbruch der Zähne der bleibenden Zähne ereignen. Die Amelogenese setzt im Glockenstadium ein und ist die Bildung von Zahnschmelz, die in zwei Phasen von den Ameloblasten durchgeführt wird. Die Amelogenese beschreibt die Bildung von Zahnschmelz als Beschichtung der Zahnkrone, die durch Ameloblasten als Schmelz bildenden Zellen entsteht und eine fast reinkristalline Struktur hat.

Odontogenese Zahndurchbruch Milchzähne

Die Entwicklung der Zähne ist ein komplexer Prozess, denn damit Zähne eine gesunde orale Umgebung haben, müssen sich während der Embryogenese Zahnschmelz, Dentin, Wurzelzement und die Wurzelhaut (Periodontium) entwickeln.

Zahnanlage und Zahnentwicklung

Odontogenese beschreibt die Zahnentwicklung von der ersten Zahnanlage der Milchzähne bis zum Zahndurchbruch (Dentition) der bleibenden Zähne.

Zur Zahnentwicklung (Odontogenese) gehören die Entstehung der Zahnleiste, die Ausbildung des Schmelzorgans, dessen weitere Entwicklung bis zur Ausbildung der Zahnkrone, Zahndurchbruch der Milchzähne im Milchgebiss, die Ausbildung der Zahnwurzel, die Entwicklung vom Zahnbett (Zahnhalteapparat) bzw. Parodontium, Resorption der Milchzahnwurzel, Ausstoss Milchzähne (Verlust der Milchzähne) sowie Durchbruch der bleibenden Zähne. Die Zahnentwicklung der Milchzähne und auch der bleibenden Zähne, beginnt ca. 40 Tage nach der Befruchtung der weiblichen Eizelle. In der fünften bis achten Schwangerschaftswoche differenzieren sich die Zahnanlagen. Dabei wird unterschieden zwischen Zahnleiste, Knotenstadium, Kappenstadium und Glockenstadium. Die Entwicklung der Zähne beginnt also in der späten Embryonalperiode. Die Zahnanlage ist die Vorstufe des Zahnes mit Schmelzorgan (Zahnglocke), Zahnpapille als Bestandteil vom Zahnkeim, aus dem die Zahnpulpa bzw. Kronenpulpa und Wurzelpulpa entsteht und dem Zahnsäckchen als Bindegewebige Umhüllung der Zahnkrone. Es ist auch der Zeitpunkt bis zur Bildung der Zahnhartsubstanz als Zahnhartgewebe, wozu Zahnschmelz, Dentin (Zahnbein) und Wurzelzement gezählt werden unter diesem Begriff zu verstehen. Die Zahnglocke wird nach aussen durch das äussere Schmelzepithel gegen das mesenchymale Zahnsäckchen abgegrenzt. Die innere Oberfläche der Zahnglocke wird durch das hochprismatische innere Schmelzepithel ausgekleidet, das der Zahnpapille aus dichtem Mesenchym zugewandt ist. Inmitten dem inneren und äusseren Schmelzepithel befindet sich die Schmelzpulpa.

Kinderzahn Zahndurchbruch

Die Hauptursachen beim Zahndurchbruch bei Kinderzähnen liegen im Besonderen im ansteigenden Wachstumsdruck, denn die Zähne und der gesamte Kiefer wird einem stetigen Wachstum unterworfen.

Die Angaben vom Zahndurchbruch sind grobe Richtwerte, die Veränderungen unterliegen, denn das Zahnwachstum hängt mit dem Kieferwachstum zusammen, das von den Genen festgelegt wird. Ein frühzeitiger Zahndurchbruch oder auch ein verspäteter Zahndurchbruch kann bei Kindern normal sein und ist keine Krankheit. Im Zweifelsfall kann durch eine Röntgenuntersuchung ein verspäteter Zahndurchbruch von einer Nichtanlage der Zähne unterschieden werden. Bei Anlage vom dritten Backenzahn (Weisheitszahn) bzw. Stockzahn im Seitenzahnbereich im Dauergebiss, kann der Zahndurchbruch meist nicht festgelegt werden. Bei der Zahnanlage können auch zusätzliche Molaren bzw. Backenzähne als Distomolaren vorhanden sein, die als Zusatzzähne überzählige Zähne sind. Es gibt auch Entwicklungsstörungen vom Zahnhartgewebe als angeborene Störung. Zahndurchbruchs-Störungen können bei Kinderzähnen wie auch bei Erwachsenenzähnen erfolgen, so wegen der Zahnform, der Zahngrösse oder einer vermehrten Anzahl an Zähnen. Ein erschwerter Zahndurchbruch erfolgt vielfach wegen erworbenen Veränderungen wie Verletzungen, Infektionskrankheiten, Rachitis oder genetischen Defekte bis zum völligen Fehlen vom Zahn oder dem Schmelzüberzug als Zahnbeschichtung. Möglich ist auch, dass keine bleibenden Zähne angelegt sind, so dass kein Zahnwechsel erfolgt und die Milchzähne im Gebiss verbleiben.


Erste Zähnchen beim Baby

Sechs Monate nach der Geburt kann das Baby sein erstes Zähnchen zeigen.

Die ersten Zähnchen beim Kleinkind kündigen sich meist erst an, wenn das Baby auf allem herumbeisst und dabei bereits vor dem Zahnen sabbert. Dass ein erstes Zähnchen bereit ist, durch das Zahnfleisch als Teil der Mundschleimhaut zu stossen, kann sich auch an geröteten, dickeren Wangen zeigen, wie auch an einer erhöhten Körpertemperatur. Das langsame Vorrücken der Zahnkrone und der Durchbruch der Milchzähne werden als Zahnen bezeichnet und sind bei Babys ein länger währender Prozess. Der Beginn vom Zahnen zeigt sich meist durch auffällig vermehrtem Speichelfluss. Babys bekommen die ersten Zähne meist mit ca. sechs Monaten, doch es kann in seltenen Fällen möglich sein, das mit der Geburt bereits eine Zahn erscheint, meist jedoch nach zwölf Wochen oder bei verspätetem Zahndurchbruch auch erst nach einem Jahr, was erblich bedingt sein kann. Es gibt Kinder die beim Zahnen keinerlei Beschwerden haben und andere die bei den ersten Zähnchen durch geschwollenes Zahnfleisch starke Schmerzen und hochrote Bäckchen wie auch Fieber bekommen, was beim Zahnen völlig normal sein kann. Mit dem ersten Milchzahn der ca. im Alter von sechsten Monat erscheint, sollte auch die tägliche Zahnpflege bei Milchzähnen erfolgen, denn nur gesunde Milchzähne können als Platzhalter den Nachwuchs-Zähnen dienen, damit die bleibenden Zähnen gesund wachsen können.

Die ersten Kinderzähne zahnen Zahnleiste Zähne

Die Zahnleiste ist ein Begriff für Milchzähne, Ersatzzähne und Zuwachszähne, denn bei der Gebissentwicklung ist die Zahnleiste das erste Stadium der Zahnanlage in der Zahnbogenform. Aus Sprossungen der generellen Zahnleiste entstehen die Anlagen der Ersatzzähne bzw. der bleibenden Frontzähne und Prämolaren in der Ersatzzahnleiste.

Die ersten und die zweiten Zähne beim Kind

Die ersten Zähne erscheinen beim Kind im Normalfall zwischen dem sechsten und achten Monat mit dem ersten Milch-Schneidezahn.

Die ersten Zähne erscheinen beim Kind im Normalfall zwischen dem sechsten und achten Monat mit dem ersten Milch-Schneidezahn. Nach den Schneidezähnen folgen meist ab dem 12. bis 16. Monat die Milch-Eckzähne und in Monatsabständen hinter den Eckzähnen die Milchmahlzähne als Milchmolaren, wo die hinteren Mahlzähne und zwischen dem 20. und 40. Monat folgen. Milchzähne als Platzhalter erfüllen wichtige Aufgaben als Wegbereiter für die bleibenden Zähne und werden für die Lautbildung zum Sprechen gebraucht. Der Zahnwechsel im Wechselgebiss vollzieht sich zwischen dem 6. und 16. Lebensjahr, wo im Gebiss Milchzähne und bleibenden Zähne vorhandenen sind. Der Zahnwechsel beginnt mit dem Sechsjahrmolaren mit ca. sechs Jahren, wonach die vorderen ersten Schneidezähne durchbrechen und danach die die seitlichen Schneidezähne folgen. Die zweite Phase vom Zahnwechsel erfolgt nach einer Pause zwischen dem 9. – 10. Lebensjahr, wo die Eckzähne vor den vorderen Backenzähnen erscheinen. Mit 12 Jahren erscheinen die zweiten bleibenden Backenzähne und die dritten Backenzähne als Weisheitszähne erst ab dem 16. Lebensjahr und vielfach als Stockzähne bezeichnet werden.

Die Zahnleiste

Die Zahnleiste ist das erste Stadium der Zahnanlage in Form von bogenförmigen Absenkungen des Epithels der Mundbucht im Bereich vom späteren Oberkiefer und Unterkiefer.

In jedem Kiefer bilden sich für das Milchgebiss der Inneren der Zahnleiste als Verdickungen 10 Zahnknospen, aus denen sich jeweils die Schmelzkappen differenzieren, woraus die Zahnpapillen entstehen, denn die Zahnpapille ist bei der Entwicklung vom Zahn ein Bestandteil vom Zahnkeim, aus dem die Zahnpulpa entsteht. Die Zahnknospe entwickelt sich an ihrem Ende, aus der das Schmelzorgan hervorgeht. Zahnleiste ist ein Begriff bei Milchzähnen, Ersatzzähnen beim Zahnwechsel im Wechselgebiss und den Zuwachszähnen, das drei Molaren in jedem Kieferviertel im bleibenden Gebiss sind. Die Verbindung des odontogenen Epithels zum Mundhöhlenephitel vergeht mit der Zeit verloren und wird fortwährend als Zahnleiste bezeichnet. Die Milchzähne entstehen in der Zahnleiste, wo es danebst zur Ausbildung eines Ablegers kommt, der generellen Zahnleiste bzw. Ersatzzahnleiste, wo sich bleibende Zähne nach den Milchzähnen bilden. In das Mundhöhlenepithel stülpt sich zunächst die Zahnleiste ein, bis ihr tiefer Teil zur Zahnglocke wird, anschliessend zur Zahnkappe bzw. zur Zahnglocke die sich von der Zahnleiste freimacht. Aus der Zahnleiste entstehen bei der Zahnentwicklung kolbenförmige Zahnkospen, woraus die Zahnkappe entsteht. Mit dem Wachstum bekommt die Zahnkappe die Form einer Zahnglocke, wo die innere Form der Zahnglocke die Gestalt der späteren natürlichen Zahnkrone hat.

Gebissentwicklung bei Babys

Innert 6. bis 8. der Schwangerschaft bilden sich Embryo die Keimanlagen für 20 Milchzähne.

Die ersten 20 Milchzähne im Kinderzahngebiss entstehen ca. sechs Wochen vor der Geburt, denn die Zahnknospe ist ektodermaler Herkunft und wird auch bezeichnet mit Schmelzorgan, was bereits ab dem vierten Monat der Schwangerschaft mit der Bildung von Zahnhartsubstanzen beginnt, womit Zahnschmelz und das weichere Dentin gemeint ist, so dass im Alter von drei Jahren das Milchzahngebiss vollständig ist. Die für den Aufbau der Zähne benötigten Stoffe bekommt man vor der Geburt aus dem mütterlichen Organismus. Richtige Ernährung während der Schwangerschaft ist für eine gute Entwicklung der Zähne (Odontogenese) des werdenden Kindes wichtig. Die Gebissentwicklung des Babys wird durch das Stillen günstig beeinflusst, denn es ist ein optimales Trainingsprogramm für die Entwicklung der vom Kieferknochen und der Kaumuskulatur. Beim Stillen wird die Mundmuskulatur und Kiefermuskulatur stärker beansprucht, als beim mühelosen Trinken aus der Flasche. Die ersten Zähne kommen um den 6. Lebensmonat zum Vorschein, doch möglich ist auch, dass Babys mit Zähnen auf die Welt kommen. Die meisten Kinder bekommen zuerst einen Schneidezahn im Unterkiefer. Nach und nach arbeiten sich die anderen Zähne durch den Kiefer und das Zahnfleisch bis in die Mundhöhle durch. Das vollständige Milchgebiss enthält 20 Milchzähne, jeweils im Oberkiefer und im Unterkiefer vier Schneidezähne, zwei Eckzähne und vier Backenzähne. 


Gebissentwicklung beim Kind

Das Milchgebiss ist bei Kindern ein temporäres Gebiss und ist das einzige Organ beim Mensch, das einmalig erneuert und ersetzt wird.

Als erstes Stadium der Zahnanlage dient bei der Gebissentwicklung die Zahnleiste in der Zahnbogenform, denn die Zahnleiste ist ein Begriff für Milchzähne, Ersatzzähne und Zuwachszähne. Für die Funktion der Zähne die Entwicklung von einem temporären Gebiss wichtig, da für grosse Zähne bei Babys im kleinen Kiefer zu wenig Platz vorhanden ist. Die Kinderzähne sind vor der Geburt dicht gedrängt angelegt und warten nach der Zahnentwicklung versteckt im Kiefer auf den Zahndurchbruch (Dentition). Da das Baby bei der Geburt im Normalfall noch Zahnlos ist und noch keine Zähne besitzt, ergeben sich beim Stillen an der Brust der Mutter auch keine Verletzungen. Das erste Zähnchen erscheint meist erst im 6. Monat, wo bei den meisten Kindern als erster Zahn der untere Schneidezahn zum Vorschein kommt. Der Zeitpunkt vom Erscheinen der Zähne kann sehr unterschiedlich sein, denn es gibt Babys die bereits die ersten Zähnchen zeigen, wenn sie auf die Welt kommen.

Nach der Gebiss-Entwicklungszeit von 2 Jahren sind im Milchgebiss insgesamt 20 Milchzähne vorhanden.

Gebissentwicklung Kind Entwicklung Gebiss Zahn

Bei der Gebissentwicklung gibt es zwei Dentitionen (Zahndurchbruch), beim ersten sind es die Milchzähne und beim zweiten die bleibenden Zähne.

Der Zahnwechsel in zwei Phasen

Der Zahnwechsel findet bei Kindern in zwei Phasen statt.

Der erste Milchzahn ist meist der untere mittlere Schneidezahn der im 6. Lebensmonat durchtritt. Das Milchgebiss besteht pro Kieferhälfte aus zwei Milch-Schneidezähnen, einem Milch-Eckzahn und zwei Milchmahlzähnen. Im 6. Lebensjahr beginnt der Durchbruch der bleibenden Zähne, wo zunächst hinter den letzten Milchmolaren der sogenannte "Sechsjahrmolar" häufig als erster durchbrechender bleibender Backenzahn "Molar" als Zuwachszahn unbemerkt durchtritt. Die zweite Zahnung erstreckt sich im Wechselgebiss über ca. 8 Jahre, dies ohne Weisheitszähne die meist erst ab dem 16. Lebensjahr durchtreten. Das bleibende Gebiss besteht pro Kieferhälfte aus zwei Schneidezähnen, einem Eckzahn, zwei kleinen Backenzähne (Prämolaren) und drei Mahlzähne (Molaren).

Entwicklung vom Gebiss und der Zähne

Beim Menschen gibt es bei der Gebissentwicklung zwei Dentitionen (Zahndurchbruch), beim ersten sind es die Milchzähne und beim zweiten die bleibenden Zähne.

Die Zahnentwicklung für die Zahnanlage beginnt ab der sechsten Schwangerschaftswoche, wo sich im Bereich des späteren Oberkiefer und Unterkiefer eine Zahnleiste bildet. Die Zahnleiste bildet sich aus dem Mundhöhlenepithel nach innen bzw. das Epithel stülpt sich nach innen und bildet Zahnknospen aus. Durch erneutes Einstülpen nach innen entsteht daraus die Zahnkappe aus der die so genannte Zahnglocke oder das Schmelzorgan entsteht. Zwischen der äusseren und inneren Epithelschicht bildet sich die Schmelzpulpa (Krone vom Zahn) aus, die als Platzhalter für die zukünftige Zahnkrone dient und später die Kittsubstanz für die Schmelzprismen ergibt. In der Innenwand der Zahnglocke befinden sich die die schmelzbildenden Zellen (Ameloblasten). Es lagern sich von unten her Bindegewebe mit Blutgefässen und Nervengefässen an, aus dem die Zahnpulpa entsteht. Am Rand der Zahnpulpa (Zahnmark) bilden sich die Odontoblasten, die das Prädentin als pulpennahe Dentinschicht die noch nicht mineralisiert ist bilden, das unter der Zahnglocke abgelagert wird und später verkalkt, was zu Dentinbein (Zahnbein) wird. Die Entwicklung der Zähne "Odontogenese" beginnt an der Schmelz-Dentin-Grenze, wobei sich das Dentin nach innen zur Zahnpulpa hin entwickelt, während sich die Schmelzschicht langsam nach aussen verdickt. Das Dentin wächst also nach innen und der Zahnschmelz nach aussen. Die Odontoblasten wandern ins Kerninnere und hinterlassen einen Odontoblastenfortsatz im Dentin. Die Ameloblasten bilden immer die Grundlage für ein Schmelzprisma, das fortwährend verkalkt. Ameloblasten gehen nach Abschluss der Schmelzbildung zugrunde. Im vierten Schwangerschaftsmonat verliert der Zahnkeim die Verbindung zur Zahnleiste. Um den sich entwickelnden Keim bildet sich das Zahnsäckchen als Bindegewebige Umhüllung der Zahnkrone aus, woraus sich später Wurzelzement als mineralisierte Hartsubstanz, Parodontium und Alveolarknochen bilden. Der Alveolarknochen bildet sich bei der Zahnentwicklung als tragende Einheit und bei Zahnverlust bildet er sich wieder zurück, was als Alveolarkammatrophie bezeichnet wird. Nach dem Durchbruch vom Zahn beginnt sich die Zahnwurzel zu bilden. Hierbei wird das Dentin von aussen nach innen gebildet und der Pulparaum (Pulpencavum) bzw. die Zahnhöhle oder Zahnmarkhöhle damit eingeengt. 


Zahndurchbruch im Milchgebiss & Erwachsenengebiss

Da der Kiefer im Kindergebiss zu klein ist, um grössere bleibende Zähne aufnehmen, bildet sich zunächst ein Milchgebiss mit 20 Milchzähnen.

Da bei Kleinkindern im noch kleinen Kieferknochen die vergleichsweise grösseren bleibenden Zähne keinen Platz hätten, entsteht beim Mensch zunächst ein Milchgebiss, wo pro Kiefer 2 mittlere Schneidezähne, 2 seitliche Schneidezähne, 2 erste Backenzähne, 2 Eckzähne und 2 hintere Backenzähne durchbrechen. Der Zahndurchbruch hängt mit dem Kieferwachstum und dem Zahnwachstum im Gebiss zusammen, was meist durch die Gene festgelegt ist. Die Entwicklung der Kieferbreite ist bereits beim Kind für eine normale Entwicklung der Zähne entscheidend, damit ein normaler Durchbruch der Zähne (Dentition) in der Zahnreihe erfolgen kann, doch gibt es Menschen die wegen der schmalen Kieferbreite das Gebiss mit den Milchzähnen in der Zahnbogenform behalten. Die Entwicklung der Kieferbreite als Kauorgan erfolgt normal durch die vergleichsweise grösseren und breiteren Zähne mit den längeren Zahnwurzeln. Das Milchgebiss wird mit dem grösser werden vom Mund und der wachsenden Kiefergrösse zum bleibende Gebiss, wo alle bleibenden Zähne mit der Zahnbreite im Zahnkiefer Platz finden sollten. Ein erschwerter Zahndurchbruch entsteht meist bei einem Zahnengstand, wo neu durchbrechende Zähne im Kieferbogen zu wenig Platz haben und leicht verdreht oder versetzt wachsen. Ein frühzeitiger oder verspäteter Zahndurchbruch (Dentitio tarda) ist bei Kindern normal wie auch bei Erwachsenen im Dauergebiss, wo der Durchbruch der Weisheitszähne als letzte Zähne im Kiefer sehr spät erfolgen kann.

Zähne im Unterkiefer brechen meist früher durch als die Zähne im Oberkiefer.

Zahndurchbruch Milchgebiss Reihenfolge Zähne

Beim Kind besteht der Oberkiefer wie auch der Unterkiefer aus vier Milch-Schneidezähne mit schaufelförmige Zahnform, zwei Milch-Eckzähne als Eckpfeiler und vier Milch-Backenzähne als Milchmolaren bzw. Milchmahlzähne, womit das Kindergebiss aus 20 Milchzähnen besteht.

Zahn-Durchbruchszeiten und Reihenfolge der Milchzähen:

4 mittlerer Schneidezähne ca. 06. bis 08. Monat
4 seitlicher Schneidezähne ca. 06. bis 12. Monat
4 erster Backenzähne ca. 12. bis 16. Monat
4 Eckzähne ca. 16. bis 20. Monat
4 zweiter Backenzähne ca. 20. bis 30. Monat

Vor der Geburt wird das Milchzahngebiss gebildet, das nach dem Zahndurchbruch (Dentition) insgesamt 20 Milchzähne umfasst, doch im Normalfall werden die Milchzähne später nach und nach durch bleibende Zähne ersetzt.

Zahndurchbruch im Milchgebiss

Im Normalfall brechen die Kinderzähne vom Unterkiefer früher durch als die Zähne im Oberkiefer.

Sofern bleibende Zähne angelegt sind, gehen alle Milchzähne verloren und werden durch bleibend Zähne ersetzt, da durch die nachwachsenden bleibenden Zähne ein Druck erfolgt, wo dabei ein Abbau (Resorption) der Milchzahnwurzeln durch die Odontoklasten als "Dentinfresser" in der Wechselgebissperiode erfolgt. Der Abbauvorgang von Milchzahnwurzeln wird auch Odontoklasie bezeichnet, denn Odontoklasten können im Wechselgebiss beim Zahnwechsel vom Milchgebiss zum Dauergebiss eine natürliche Beseitigung der Zahnwurzeln von Milchzähnen bewirken. Ein normaler Ausstoss der Milchzähne ist wichtig, wo die Odontoklasie beim Abbauvorgang der Zahnwurzeln im Wechselgebiss eine wichtige Rolle spielt, damit ein grosser Teil der Milchzahnwurzeln resorbiert werden. Es kommt jedoch immer häufiger vor, dass bleibende Zähne nicht angelegt sind, so dass die Milchzähne im Gebiss bleiben. Dabei handelt es sich im Normalfall um den letzten Zahn einer Zahngruppe, so der zweite kleine Schneidezahn, der zweite kleine Backenzahn und der dritte grosse Backenzahn (Weisheitszahn). In seltenen Fällen kommt es besonders bei Menschen mit einem kleinen Kiefer vor, dass alle bleibenden Zähne nicht angelegt sind und die Milchzähne die Zahnfunktion beibehalten. Bei den bleibenden grossen Backenzähnen (Molaren) als Zuwachszähne gibt es keine Milchzahnvorgänger, doch auch dann besteht kein Gewähr, dass diese Zähne angelegt sind.


Verspäteter Zahndurchbruch

Der Durchbruch der Zähne wird genetisch gesteuert und kann auch bei Kindern im Milchzahngebiss sehr unterschiedlich sein.

Die Entwicklung der Zähne (Odontogenese) beginnt beim Kind lange vor der Geburt aus embryonalen Zellen mit der bogenförmigen Epithelleiste für den späteren Zahnbogen, wie auch dem darunterliegenden Gewebe der Zahnleiste, das beim Mensch ein erstes Stadium der Zahnanlage ist, woraus die Milchzähne entstehen und die in der späten Embryonalperiode beginnt. Bei der Entwicklung der Milchzähne in Zahnkiefer erfolgt in der Zahnleiste eine Verdickung für 10 Zahnknospen, womit sich 10 Milchzähne im Milchgebiss bilden. Der Zahndurchbruch im Kiefer ist zeitlich auf die Grössenverhältnisse vom Alveolarbogen abgestimmt, was ein Zusammenhang hat mit Körperwachstum und dem Wachstum vom Gesichtsschädel sowie der Knochenmenge oder Knochenqualität hat. Der Zeitpunkt vom Zahndurchbruch (Dentition) kann somit sehr unterschiedlich sein, so dass einen frühzeitigen Durchbruch der Zähne oder auch ein verspäteter Zahndurchbruch erfolgen kann. Vor sich der erste Zahn zeigt, kann es im Kiefer beim Baby zu einem schmerzhaften Druck mit Rötungen und Schwellungen an den Durchbruchstellen kommen.

Durch Platzeinengung und ungünstige Durchbruchsrichtung werden Zähne im Gebiss, im Besonderen bei den oberen Eckzähnen am normalen Durchbruch in die Mundhöhle gehindert.

Späteter Zahndurchbruch früher Retention

Bei Zahnengstand haben die durchbrechenden neuen Zähne zu wenig Platz im Kieferbogen und wachsen leicht verdreht und versetzt.

Später Zahndurchbruch oder eine Nichtanlage der Zähne

Ein frühzeitiger oder auch ein verspäteter Zahndurchbruch ist normal und damit auch keine Krankheit.

Der Zahndurchbruch ist bei Kindern individuell und kann viel früher oder auch später sein. Ein verspäteter Zahndurchbruch (Dentitio tarda) kann erblich bedingt sein oder auch durch eine späte Geburt erfolgen, denn ein später Zahndurchbruch hängt meist mit einer verkürzten Dauer der Schwangerschaft zusammen. Wenn ein Kind sehr früh auf die Welt kommt, konnte sich die Zahnsubstanz im Mutterleib noch nicht ausreichend entwickelt. Verspäteter Zahndurchbruch, Retention, Zahnunterzahl, Zahnüberzahl, Zahnverlagerung (Zahnverschiebung) sowie Zahnfehlstellung oder Kieferfehlstellungen sind keine Seltenheit. Es gibt angeborene Zahnfehlstellungen wie auch erworbene Zahnfehlstellungen oder auch eine Kombination aus angeborener und erworbener Fehlstellung der Zähne. Verzögerungen beim Zahndurchbruch und das Verbleiben eines Zahnes im Kieferknochen (Retention) sowie Verlagerungen der Zähne kommen vielfach bei bleibenden Zähnen bzw. im bleibenden Gebiss vor und werden meistens von Hindernissen beim Zahndurchbruch hervorgerufen, im Besonderen bei Zahnengstand und bei Zahnmissbildungen, die sich im Gebiss sehr nachteilig auswirken. Die Ursache für einen Zahnengstand ist vielfach ein zu früher Milchzahnverlust im Kindesalter oder auch eine Zahnveränderungen im Erwachsenenalter. Die Zahnunterzahl (Hypodontie) ist ein Zahnmangelzustand wozu auch die Nichtanlage von Zähnen gehört, das im Zahngebiss eine der verbreitetsten Anomalien ist. Bei der Zahnüberzahl spricht man von auch Hyperodontie oder Hyperdontie, wo sich mehr Zähne bilden als das üblich ist. Häufiger als die Zahnüberzahl ist die Zahnunterzahl, wo vielfach nur einzelne Zähne fehlen, so dass der Zahnarzt von einer Nichtanlage der Zähne spricht. Bei der Zahnentwicklung wird eine Angeborene oder anlagebedingte Unterentwicklung vom Zahnaufbau bei allen Zahnarten als Hypoplasie bezeichnet. Bei einem Zapfenzahn handelt es sich um einen gentechnischen Defekt, was eine Missbildung der Zahnform bewirkt. Beim Zahnwechsel äussert sich das Ausbleiben von einem bleibenden Zahn im Wechselgebiss meist durch den Nichtausfall vom Milchzahn. Zähne lassen sich aber meistens durch kieferorthopädische oder chirurgische Massnahmen wieder einordnen.


Milchgebiss

Das Milchgebiss ist als temporäres Gebiss meist erst nach der Geburt mit Milchzähnen bestückt.

Damit die Mutter beim Stillen nicht verletzt wird, ist der Säugling bei Geburt normalerweise zahnlos, auch wenn die Milchzahnkrone bereits bei der Geburt fertig ausgebildet ist. Wenn Babys Zahnen und die ersten Milchzähne bekommen, erscheinen diese Kinderzähne in einer bestimmten Reihenfolge, wo sich im Alter von fünf bis zehn Monaten meist die unteren Milch-Schneidezähne als Frontzähne zuerst zeigen. Der Durchbruch der Zähne (Dentition) der Kinderzähne steht in Abhängigkeit der Zahnentwicklung bzw. dem ansteigen vom Wachstumsdruck der Zähne im Kiefer. Wegen dem Kieferwachstum und den Kieferveränderungen sind die Zahn-Durchbruchszeiten nur Richtwerte. Nach den Schneidezähnen im Unterkiefer zeigen sich zwischen dem sechsten und dem zwölften Monat meist paarweise die oberen Schneidezähne im Milchgebiss. Die seitlichen Schneidezähne im Oberkiefer kann man zwischen dem neunten und zwölften Monat erwarten und die unteren seitlichen Schneidezähne zwischen dem zehnten und dem vierzehnten Monat. Die ersten Milchbackenzähne als Milchmolaren erscheinen zwischen dem 12. und 17. Lebensmonat im Oberkiefer wie auch im Unterkiefer, das grössere Zähne im hinteren Bereich vom Mund sind. Die oberen Milch-Eckzähne zwischen den Schneidezähnen und den Backenzähnen als Seitenzähne erscheinen wie die unteren Eckzähne zwischen dem 16. und dem 20. Monat, wonach die zweiten hinteren Backenzähne ab dem 20. Monat erscheinen, vielfach zuerst im Unterkiefer und dann im Oberkiefer. Das vollständige Milchgebiss beim Kind besteht bei jedem Kieferviertel (Quadrant im Gebiss) aus fünf Zähnen, so dem mittleren und seitlichen Schneidezahn, dem Eckzahn und dem ersten und dem zweiten Milchmahlzahn, was gesamthaft 20 Milchzähne ergibt.

Kindergebiss

Die Entwicklung vom Kindergebiss beginnt vor der Geburt mit der Keimanlag in der achten Schwangerschaftswoche im Mutterleib, damit sich die Kinderzähne entwickeln können.

Die Entwicklung der Zahnleiste im Kiefer dient dem späteren Zahnbogen im Unterkiefer und Oberkiefer, wo als kleine Verdickung eine Zahnknospe als Schmelzorgan für den späteren Zahn entsteht, das ein erstes Stadium der Zahnanlage ist, damit die Entwicklung der Zähne "Odontogenese" in der späten Embryonalperiode erfolgen kann. Bei Menschen entsteht zuerst ein temporäres Gebiss als kleineres Milchgebiss mit Schneidezähnen, Eckenzähnen und Backenzähnen, damit durch das Kieferwachstum ein grösseres Platzangebot für die grösseren bleibenden Zähne im permanenten Gebiss vorhanden ist.

Milchgebiss Säugling zahnlos Gebiss Zahngebiss

Als erstes lernen die Neugeborenen Babys das Saugen an der Brust der Mutter und gleichzeitig das schlucken, womit ein inniger Kontakt zwischen Mutter und Kind entsteht. Wenn einige Monate später die flüssige Nahrung durch feste Mahlzeiten ergänzt wird, lernt das Kind mit den ersten Zähnchen das Abbeissen und später das richtige Kauen und Sprechen (Phonetik). Mit den Mund-Funktionen wie Beissen Kauen und Sprechen vergrössern sich die Organe wie Kieferknochen, Kiefergelenke, Zähne, Zunge, Lippen, Gaumen und Wangen, womit nebst der Zahnentwicklung bzw. Gebissentwicklung auch eine ständige Kieferentwicklung erfolgt. Bei Kindern sind oft Knirschgeräusche zu hören, da durch die Kaumuskelaktivität vielfach ein Zähnereiben, Zähnepressen und Zähneknirschen erfolgt. Diese Mahlbewegungen mit den Milchzähnen und das Zähneknirschen bei Kindern ist völlig normal, denn Kinder müssen vor, während und nach dem Zahnwechsel die Feinabstimmung zwischen der oberen und der unteren Zahnreihe zurechtbeissen und einschleifen. Bei Kindern ist das Milchgebiss ein temporäres Gebiss und bei Menschen das einzige Organ, das einmal ersetzt und erneuert wird. Durch das Kauen verbreitert sich beim Kind der Kiefer, sodass gegenüber dem Milchgebiss mit 20 Milchzähnen im Dauergebiss bei Erwachsenen meist 32 bleibende Zähne vorhanden sind.

Der Zahndurchbruch beginnt mit dem Erscheinen der zentralen Schneidezähne im Unterkiefer im Alter von ca. acht Monaten und dauert bis zum sechsten Jahr, wenn die ersten bleibenden Backenzähne als grosse Mahlzähne erscheinen.

Milchzahngebiss

Zum Zeitpunkt der Geburt sind normalerweise noch keine Zähne durchgebrochen.

Zwischen dem 6. und 30. Lebensmonat brechen die Milchzähne durch. Die bleibenden Zähne erscheinen ab dem 6. Lebensjahr. Allgemein brechen die Zähne im Unterkiefer etwas früher durch als im Oberkiefer. Bei Jungen ist der Zahnwechsel in der Regel etwas später als bei Mädchen. Als Erstes brechen beim Kind in der Regel zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat die unteren mittleren Schneidezähne durch. Es folgen die entsprechenden oberen mittleren Schneidezähne, anschliessend die seitlichen Schneidezähne, die 1. Milchmolaren, die Milcheckzähne und zum Schluss die 2. Milchmolaren. Es folgt die Gebrauchsperiode der Milchzähne, wo es zu einer Abnutzung (Abrasion) im Bereich der Schneidekanten und den Kauflächen kommt. Der Erhalt der Milchzähne ist für eine regelrechte Gebissentwicklung wichtig, da die Milchzähne Platzhalter für die bleibenden Zähne sind bzw. eine Platzhalterfunktion haben. Ab dem 4. Lebensjahr kommt es durch das Wachstum der Kiefer zu einer Lückenbildung im Frontzahnbereich. Dadurch wird bereits für die breiteren bleibenden Frontzähne Platz geschaffen.

Milchzähne im Milchgebiss

Milchzähne im Milchgebiss sind in jedem Quadranten zwei Schneidezähne, ein Eckzahn und zwei Molaren.

Die Milchzähne im Milchgebiss ähneln weitgehend den entsprechenden bleibenden Zähnen in verkleinerter Form. Die zweiten Milchmolaren haben dabei ein ähnliches Aussehen wie die ersten bleibenden Molaren, das Zuwachszähne sind. Als Ersatzzähne werden die bleibenden Zähne im menschlichen Gebiss bezeichnet, wenn sie die Milchzähne ablösen. Die Zahnkrone der ersten Milchmolaren stellt dagegen eine Zwischenform zwischen der bleibenden Prämolaren und Molarenkrone dar. Die Milchfrontzähne sind einwurzelig. Die Molaren im Oberkiefer haben drei, im Unterkiefer zwei Wurzeln. Die Zahnwurzeln der Milchmolaren sind dabei stark gespreizt, da sich die Keime des nachfolgenden Gebisses zwischen den Wurzeln der Milchmolaren entwickeln. Insgesamt fällt bei den Milchzähnen eine weisse Farbe der gegenüber der mehr gelblichen Farbe der bleibenden Zähne auf.


Milchzahn

Der Milchzahn als Platzhalter für den bleibenden Zahn wird im Milchgebiss vielfach als Kinderzahn bezeichnet.

Die Entwicklung der Milchzähne beginnt im unterentwickelten Kiefer mit dem bilden der Zahnleiste in der sechsten bis achten Schwangerschaftswoche, aus denen die Keimanlagen für die 20 Milchzähne entstehen. Bei der Entwicklung der Zähne ist Zahnleiste in der Zahnbogenform, das erste Stadium der Zahnanlage und ist ein Begriff für Milchzähne, Ersatzzähne und Zuwachszähne die keine Vorgänger im Milchgebiss besitzen. Die Zahnknospen beginnen ab dem vierten Monat der Schwangerschaft mit der Herstellung der Zahnhartsubstanzen beim Aufbau vom Zahn, so bei allen Zahnarten mit dem Zahnschmelz und dem Dentin (Zahnbein). Anomalien im Milchgebiss sind eher selten, doch häufiger kommt vor, dass bleibende Zähne nicht angelegt sind, so dass die Milchzähne im Gebiss verbleiben. Die Kinderzähne im Milchgebiss werden beim Zahnarzt als Dentes decidui (Dentes lactales) bezeichnet, die als Milchzähne ab dem 6. bis 7. Lebensmonat durchbrechen, bilden das erste Gebiss und sind bis zum 6. Lebensjahr beim Kind die Bezahnung. Der Zahnerhalt der Milchzähne hat einen grossen Einfluss auf die Kieferentwicklung und die bleibenden Zähne,  sodass ein nicht physiologischer Zahnausfall bei Kindern (nicht natürlicher Ausstoss der Milchzähne) durch das "Fehlen der Zähne" zu einer undeutlichen Aussprache führt und im bleibenden Gebiss zu Zahnstellungs-AbweichungenBiss-Anomalien und anderen Zahnproblemen führen kann.

Wechselgebiss Milchzähne Milchzahn Zahnfarbe

Der Milchzahn hat beim Menschen im Milchgebiss wie der bleibende Zahn gleiche Zahnwurzeln und wird wegen der sehr hellen und milchigen Zahnfarbe als Milchzahn bezeichnet.

Milchzähne sind die ersten Zähne der Kinder.

Die Entwicklung der Milchzähne beginnt zwischen der 6. und 8. Schwangerschaftswoche, wo die Kinderzähne im temporären Gebiss eine begrenzte Lebensdauer bis zum 6. Lebensjahr haben.

Für den Zahnerhalt ist Zahnpflege der Milchzähne sehr wichtig, denn Milchzähne als Platzhalter für  die nachstossenden bleibenden Zähne haben eine wichtige Platzhalterfunktion für die Ersatzzähne und Zuwachszähne, damit ein schönes bleibendes Gebiss entsteht. Die Ersatzzähne lösen beim Zahnwechsel die Milchzähne und als Zuwachszähne werden die Backenzähne im bleibenden Gebiss bezeichnet, die keine Vorgänger im Milchgebiss haben. Als Kauwerkzeug zur Nahrungszerkleinerung sind Milchzähne wichtig wie auch zur Gesichtsentwicklung und Sprachbildung (Phonetik), denn Milchzähne werden wie die bleibenden Zähne auch zum Sprechen gebraucht. Die erste Zahngeneration umfassen insgesamt 20 Milchzähne, in jedem Kiefer vier Milch-Schneidezähne, zwei Milch-Eckzähne und vier Milch-Backenzähne (Milchmolaren). Die Gesamtheit der Zähne bildet das Gebiss, bei den Milchzähnen das Milchzahngebiss und bei Erwachsenen als permanentes Gebiss das Dauergebiss. Bei der Geburt sind alle Milchzähne und Dauerzähne bereits angelegt, doch diese Zähne im Kiefer bleiben im Kiefer versteckt und brechen in einer bestimmten Reihenfolge zu einem bestimmten Zeitpunkten von der Alveole (Zahnfach) durch das Zahnfleisch hindurch. Die zeitliche Reihenfolge vom Zahndurchbruch kann stark variieren oder auch ausbleiben, wenn die Zähne im Alveolarfortsatz bzw. Alveolarbogen nicht angelegt sind.

Im Unterschied zu den bleibenden Zähnen werden die kleineren Milchzähne rascher von Zahnkaries befallen und durchbrochen, da der Zahnschmelz bei den Kinderzähnen weicher als bei den Dauerzähnen ist und die Wandstärke höchstens 1mm beträgt.

Milchzähne Kleinkind Platzhalter Milchzahngebiss

Das Milchgebiss hat 20 Zähne, die zwischen dem 6. und dem 12. Lebensjahr beim Zahnwechsel im Wechselgebiss ausfallen und durch die bleibenden Zähne ersetzt werden.

Milchzähne und ihre Zahnwurzeln

Die Milchzähne als erste Zahngarnitur beim Mensch dienen als Platzhalter für die bleibenden Zähne und sollten möglichst lange intakt bleiben.

Milchzähne sind bei der Gebissentwicklung beim Mensch die ersten Zähne, die im 6. bis 7. Lebensmonat sichtbar werden und zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr beim Zahnwechsel im Wechselgebiss durch die bleibenden Zähne ersetzt werden. Die Milchschneidezähne und Milcheckzähne sind einwurzelig, die Milchmolaren 2-wurzelig und je weiter hinten die Zähne in der Zahnreihe sind, desto mehr Zahnwurzeln sind vorhanden. Die Odontoklasten als "Dentinfresser" bewirken bei den Milchzähnen im Wechselgebiss eine natürliche Beseitigung der Zahnwurzeln, da diese Fresszellen für den Abbau von Zahnhartsubstanzgewebe (Zahnbein) zuständig sind, ähnlich wie knochenabbauende Zellen als Osteoklasten und knochenbildende Zellen als Osteoblasten bezeichnet werden. Dentin bildenden Zellen, die für die Entwicklung der Zähne (Odontogenese) zuständig sind, werden als Odontoblasten bezeichnet. Der Abbauvorgang der Zahnwurzeln ist ein normaler Ausstoss der Milchzähne, was als Odontoklasie bezeichnet wird, wenn ein grosser Teil der Milchzahnwurzeln resorbiert wird. Um eine normale Gebissentwicklung wie auch die Phonetik, Ästhetik und Kaufunktion zu sichern, sollten Milchzähne bis zum physiologischen Zahnausfall erhalten werden. Die Wiederherstellung zerstörter Milchzähne kann sehr wichtig sein, denn Kinderzähne sind für das Sprechverhalten (Lautbildung) wichtig und auch für die Kaufunktion erforderlich.

Erhaltung der Milchzähne

Aus kieferorthopädischer Sicht ist die Erhaltung von Milchzähnen eine der wichtigsten zahnärztlichen Massnahmen.

Milchzähne benötigen aufgrund vom weicheren und nicht ausreichend ausgereiften Zahnschmelz einen besonderen Kariesschutz, so z. B. eine Fissurenversiegelung bei den  Milchbackenzähnen als Grübchenversiegelung. Milchzähne haben genauso gut ausgebildete Zahnwurzeln wie die bleibenden Zähne. Da die Zahnwurzeln der Milchzähne durch die nachkommenden bleibenden Zähne aufgelöst werden, besteht vielfach die Meinung, dass die Kinder-Zahnpflege und Zahnfleischpflege bei Kindern nicht so wichtig sei, wenn ein Zahnausfall der kleinen Zähne bald bevorstehe, doch das ist eine falsche Schlussfolgerung, denn Kariesbakterien lassen sich auch auf die nachfolgenden Zähne übertragen. Auch sollten Milchzahnlücken die durch kariöse Defekte oder durch einen Zahnunfall (Milchzahnverletzung) entstanden sind geschlossen werden, denn Milchzähne dienen nebst dem Kauen, Sprechen und Lachen auch als Platzhalter für die bleibenden Zähne, damit der Zahndurchbruch korrekt erfolgen kann. Fehlende Milchzähne können durch einen Zahnunfall eine ganze Zahnreihe kippen lassen, wenn benachbarte Zähne einer Milchzahnlücke keinen Halt mehr finden, was zu einem weiteren Milchzahnverlust führen kann.


Milchzähne und Milchmahlzähne

Die Entwicklung der Milchzähne beginnt mit der Keimanlage als erstes Stadium der Zahnanlage bereits in der Frühschwangerschaft zwischen der sechsten und achten Woche während der Schwangerschaft.

Das Gebiss im Kindsalter wird meist nach der Entwicklung der Zähne als Milchgebiss genannt, das aus 20 Zähnen besteht. Die Keimanlage ist für alle Zähne eine Zahnvorstufe und wird als Zahnanlage bezeichnet, wozu das Schmelzorgan (Zahnglocke), die Zahnpapille und das Zahnsäckchen gehören. Das zweite Stadium ist die Bildung der Zahnhartsubstanz, womit meist die Zahnkrone gemeint ist, die aus Zahnschmelz und Dentin (Zahnbein) besteht. Die ersten Milchzähne erscheinen mit dem 6. Lebensmonat, wo meist beim Zahnen der untere mittlere Milch-Schneidezahn als erster Kinderzahn zum Vorschein kommt. Mit dem Begriff "Zahnen" ist meist das Durchdringen der Milchzähne durch das Zahnfleisch bei Babys und Kindern gemeint, so bei Schneidezähnen, Eckzähnen, Milchmahlzähnen (Milchmolaren) oder auch Sechsjahrmolaren, die meist als erste bleibende Molaren im 6. Lebensjahr durchbrechen und häufig hinter den letzten Milchmolaren unbemerkt durch das Zahnfleisch stossen. Bei der Gebissentwicklung haben die Sechsjahrmolaren als Zuwachszähne im Gebiss beim Kind die grösste Kaufläche.

Milchzähne Milchmahlzähne Milchmolaren Zähne

Die zweiten Milchmolaren haben ein ähnliches Aussehen wie die ersten bleibenden Molaren.

Milchmolaren / Milchmahlzähne

In jeder Kieferhälfte befinden sich beim Milchzahngebiss zwei Milchschneidezähne, ein Milcheckzahn und zwei Milchmahlzähne bzw. Milchmolaren.

Mit zweieinhalb Jahren ist das Milchgebiss im Normalfall vollständig ausgebildet. Die Milchzähne sehen den entsprechenden bleibenden Zähnen in verkleinerter Form ähnlich. Die zweiten Milchmolaren haben ein ähnliches Aussehen wie die ersten bleibenden Molaren. Die Zahnkrone der ersten Milchmolaren stellt eine Zwischenform zwischen der bleibenden Prämolar-Kronen und Molar-Kronen dar. Die Milchfrontzähne sind einwurzelig. Die Molaren im Oberkiefer haben drei, im Unterkiefer zwei Wurzeln. Die Wurzeln der Milchmolaren sind dabei stark gespreizt, da sich die Keime der nachfolgenden Prämolaren im bleibenden Gebiss zwischen den Zahnwurzeln der Milchmolaren entwickeln. Insgesamt fällt bei den Milchzähnen eine bläulich-weissliche Farbe gegenüber der mehr gelblichen Farbe der bleibenden Zähne auf. Im Bereich vom Zahnhals zwischen Zahnwurzel und Zahnkrone haben die Milchzähne in der Regel einen ausgeprägten Schmelzwulst. Insgesamt sind die Milchzähne etwas weicher als die bleibenden Zähne. Bleibende Zähne werden im menschlichen Gebiss als Ersatzzähne bezeichnet, wenn sie die Milchzähne ablösen.


Wechselgebiss

Als Wechselgebiss wird beim Zahnwechsel das Gebiss bezeichnet, wenn aus dem Milchgebiss ein neues Gebiss entsteht, das als bleibendes Gebiss oder Erwachsenengebiss bezeichnet wird.

Beim Zahnwechsel entstehen aus dem Milchgebiss (Kindergebiss) als temporäres Gebiss ein neues Gebiss, zuerst das Wechselgebiss das Milchzähne und bleibende Zähne beinhaltet und dann das Dauergebiss (Erwachsenengebiss) als permanentes Gebiss. Von einem Wechselgebiss spricht man, wenn die Milchzähne nur noch teilweise vorhanden sind und die bleibenden Zähne noch nicht vollständig sind bzw. während dem Zahnwechsel bzw. Übergang von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen. Ab dem Alter von ca. 6 Jahren werden die Milchzähne "Zahn um Zahn" durch neue bleibende Zähne ersetzt, denn das Gebiss verändert sich und wird breiter noch bevor der erste Milchzahn ausfällt. Beim Zahnwechsel bekommt normal jeder Milchzahn einen Zahnnachfolger, so dass vielfach auch von einem "Wechselbiss" gesprochen, wenn Milchzähne und bleibende Zähne gleichzeitig im Gebiss vorhanden sind. Die Wachstumsphase zwischen dem Milchgebiss und dem bleibenden Gebiss wird als Wechselgebiss bezeichnet, wo die Milchzähne durch die bleibenden Zähne aus dem Kiefer verdrängt und ersetzt werden. Mit dem Körperwachstum wächst der Kieferknochen, so dass beim Zahnwechsel während der Wechselgebissperiode vom Milchzahngebiss zum bleibenden Gebiss, das Verhältnis zwischen der Kiefergrösse und der Anzahl grösseren Zähne im Wechselgebiss ausgeglichen wird. Im menschlichen Gebiss werden die bleibenden Zähne als Ersatzzähne bezeichnet, wenn sie die Milchzähne ablösen. Wenn kein Milchzahn-Vorgänger im Milchgebiss vorhanden ist, wird der bleibende Backenzahn als Zuwachszahn bezeichnet.

Zahn Wechselgebiss Gebiss bleibenden Zähne

Eine gute Zahnpflege der Milchzähne mit fluoridhaltiger Zahnpasta ist wichtig, denn die Milchzähne sind Platzhalter für die bleibenden Zähne.

Zahnwechsel im Wechselgebiss

Das Gebiss welches die Milchzähne durch bleibende Zähne ersetzt, wird beim Zahnwechsel vom Milchgebiss zum Dauergebiss als Wechselgebiss bezeichnet.

Der Zahnwechsel beschreibt in der Zahnmedizin den Übergang zwischen dem Milchzahngebiss zum bleibenden Gebiss in der Reihenfolge der Dentition bzw. Durchbruch der Zähne. mit den Durchbruchszeiten. Im Wechselgebiss werden die Milchzähne durch bleibende Zähne ersetzt, wenn die bleibenden Zähne ab dem 6. Lebensjahr durchbrechen. Man unterscheidet, Zuwachszähne, die hinter den Milchzähnen durchbrechen und Ersatzzähne, die anstelle der Milchzähne erscheinen. Das Gebiss, in dem die Milchzähne durch bleibende Zähne ersetzt werden, nennt man Wechselgebiss. Unter dem Druck der nachwachsenden bleibenden Zähne erfolgt dabei ein Abbau (Resorption) der Milchzahnwurzeln. Die Odontoklasten können im Wechselgebiss die natürliche Beseitigung der Zahnwurzeln von Milchzähnen beim Zahnwechsel vom Milchgebiss zum Dauergebiss bewirken. Odontoklasten sind "Dentinfresser" und spielen beim Abbauvorgang der Milchzahnwurzeln eine wichtige Rolle im Wechselgebiss, da sie einen grossen Teil der Zahnwurzeln resorbieren, was auch als Odontoklasie bezeichnet wird.

Der Zahnwechsel erfolgt in Etappen

Erste Etappe beim Zahnwechsel

Der Zahndurchbruch beim Zahnwechsel erfolgt bei Kinderzähnen zwischen 5-9 Jahren in Etappen, so erscheint der Sechsjahrmolar und normal auch die mittleren Schneidezähne unten noch vor die oberen mittleren Schneidezähne folgen, wonach es eine kurze Pause gibt. Danach erscheinen die seitlichen Schneidezähne im Unterkiefer und nach einem Jahr die seitlichen Schneidezähne im Oberkiefer. Danach folgt beim Zahnwechsel eine Wechselpause vor die zweite Etappe erfolgt.

Zweite Etappe vom Zahnwechsel

Als erster Zahn erscheint in der zweiten Etappe der Prämolar im Oberkiefer, dann der Eckzahn und die Prämolaren im Unterkiefer vor die zweiten Prämolaren im Oberkiefer wie auch im Unterkiefer folgen. Als letzte Zähne wechseln in der Stützzone dann der obere Eckzahn und der zweiter Prämolar im Unterkiefer. Danach folgt der zweite Molar, der als 12-Jahesmolar bezeichnet wird. Mit zwölf bis vierzehn Jahren sind ohne die Weisheitszähne meist alle Zähne im bleibenden Gebiss vorhanden.

Dritte Etappe vom Zahndurchbruch

Bei der dritten Etappe erfolgt der Zahndurchbruch vom dritten Molar wenn das Wachstum vom Kieferknochen abgeschlossen ist. Als dritter Molar wird der Weisheitszahn (Stockzahn) bezeichnet, der  normal ab dem 18. Jahr erscheint,

Frühes Wechselgebiss:

Als erster Zahnwechsel beginnt es mit dem Zahndurchbruch der Sechsjahrmolaren hinter den zweiten Milchmolaren.

Die Milchzahnperiode unterscheidet man von der Wechselgebissperiode und dem bleibendem Gebiss, wo beim Zahnwechsel der Wechsel zwischen den Schneidezähnen und den Seitenzähnen als Wechselpause beschrieben wird. Der erste Zahnwechsel im Milchgebiss endet erst mit dem vollständigen Durchbruch der oberen seitlichen Schneidezähne. Die unteren Schneidezähne brechen im Normalfall vor den oberen Schneidezähnen durch und die mittleren Zähne vor den seitlichen Schneidezähnen.

Spätes Wechselgebiss:

Die Zähne der Stützzone wechseln zwischen dem neunten und zwölften Lebensjahr und in einer zweiten Phase werden die Milcheckzähne und Milchmahlzähne als Milchmolaren durch die Nachfolgerzähne ersetzt.

Das bleibende Gebiss

Der Durchbruch der bleibenden Zähne verläuft in zwei Phasen.

In der ersten Phase zwischen dem 6. und 9. Lebensjahr brechen zunächst die ersten bleibenden Molaren hinter der Milchzahnreihe durch. Anschliessend kommt es zum Wechsel der mittleren und seitlichen Schneidezähne. In der zweiten Phase zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr brechen die Eckzähne und Prämolaren als Vormahlzähne durch, wobei der 1. Prämolar meist früher als der Eckzahn erscheint. Zuletzt bricht der 2. bleibende Molar im Zahngebiss durch. Der 3. Molar wird als Weisheitszahn bezeichnet und bricht erst ab dem 16. Lebensjahr durch. Häufig besteht für diese Molaren (Stockzähne) jedoch ein Platzmangel, womit der Zahndurchbruch hindert wird.


Bleibendes Gebiss

Das bleibende Gebiss besteht aus insgesamt 32 Zähnen, so in jedem Kiefer aus vier Schneidezähnen, zwei Eckzähnen, vier Prämolaren und sechs grossen Backenzähnen.

Der erste bleibende Zuwachszahn der das bleibende Gebiss eröffnet, ist normalerweise im sechsten Lebensjahr der erste Backenzahn, der hinter dem Milchmolar (Milchmahlzahn) als letzter Milchbackenzahn durchbricht, ohne dass zuvor ein Milchzahn im Milchgebiss gestanden hat, weshalb er auch Sechsjahrmolar bezeichnet wird und gleichzeitig von der Kiefermitte aus der 6. Zahn ist.

Bleibendes Gebiss Zahn Zahndurchbruch Zähne

Auch aus ästhetischen Gründen ist ein vollständiges Gebiss von grosser Bedeutung, denn fehlerhafte und unvollständige Zahnreihen in der Zahnbogenform lassen das Gesicht alt aussehen.

Zähne fallen aus, neue Zähne kommen

Ab dem siebten Lebensjahr fallen die Milchzähne aus, und das bleibende Gebiss wächst, denn die ersten bleibenden Zähne brechen hinter dem letzten Milchzahn durch.

Im menschlichen Gebiss werden die bleibenden Zähne als Ersatzzähne bezeichnet, wenn sie die Milchzähne ablösen und wenn keine Vorgänger im Milchgebiss vorhanden waren, werden diese bleibenden Zähne (Backenzähne) als Zuwachszähne bezeichnet. Der Zahndurchbruch erfolgt im Zahngebiss meist unbemerkt, denn für diese grossen Backenzahn als Molar (6er) fällt kein Milchzahn aus. Später beginnen nach Durchbruch der 6er die seitlichen Schneidezähne an zu wackeln, die im 7. bis 9. Lebensjahr durch die bleibenden Schneidezähne ersetzt werden. Bis zum dreizehnten Lebensjahr erscheinen dann die kleinen Backenzähne und die Eckzähne und im 12. bis 14. Jahr brechen die zweiten grossen Backenzähne durch, sodass das bleibende Gebiss ohne Weisheitszähne als "Achter" im Fachjargon komplett ist. Wenn alle bleibenden Zähne durchgebrochen sind, ist in der Regel das Hauptwachstum vom Kieferknochen abgeschlossen. Ab dem sechzehnten Lebensjahr erscheinen die Weisheitszähne (Stockzähne) normal als letzte Zähne beim Mensch im Dauergebiss. Der Weisheitszahndurchbruch bereitet aber vielfach bei vielen Menschen Probleme, denn im Laufe der menschlichen Entwicklungsgeschichte hat sich das Gebiss zurückentwickelt, sodass der Kiefer im Verhältnis zur Zahngrösse meist im Unterkiefer zu klein ist, sodass der hinterste Zahn im bleibenden Gebiss nicht genügend Platz findet. Darum bekommen nicht alle Menschen die Weisheitszähne, denn die letzten Molaren sind oft verkümmert oder die Zahnkeime fehlen in der Zahnanlage bei der Entwicklung der Zähne (Odontogenese) gänzlich. Wenn die Weisheitszähne nicht ganz durchbrechen und im Kieferknochen stecken bleiben, sodass nur die Zahnkrone teilweise oder gar nicht in der Mundhöhle erscheint, kann es zu Entzündungen mit Eiterbildung kommen, im Besonderen wenn sich Bakterien unter der Kapuze vom Zahnfleisch ansammeln, das ein idealen Schlupfwinkel für Speisereste ist.

Durchbruch der bleibenden Zähne

Gesunde Kinderzähne sind für unversehrte Nachwuchszähne im bleibenden Gebiss wichtig.

Das Milchgebiss mit den Milchzähnen ist ein temporäres Gebiss, dies im Gegensatz zum permanenten Gebiss mit den bleibenden Zähnen, wo das Zahngebiss als Dauergebiss oder als bleibendes Gebiss bezeichnet wird. Im Kieferbogen bilden unversehrte und geradestehende Kinderzähne eine ideale Voraussetzung für die Dauerzähne im bleibenden Gebiss. Wenn Milchzähne beim Durchbruch die Milchzahnkrone ausfallen und bleibende Zähne im Wechselgebiss nachwachsen, ist das für das bleibende Gebiss kein Zahnverlust.

Durchbruchszeiten der Zähne Reihenfolge Zahn

Die Zähne werden im temporären Gebiss wie auch im bleibenden Gebiss zum Sprechen gebraucht und stehen in engster Verbindung mit der Sprachbildung, so dass beim Fehlen von Zähnen die Aussprache undeutlich wird.

Durchbruchszeiten und Reihenfolge der bleibenden Zähne:

Erster grosser Backenzahn ca. 06. bis 07. Jahr
Mittlerer Schneidezahn ca. 07. bis 08. Jahr
Seitlicher Schneidezahn ca. 08. bis 09. Jahr
Erster Prämolar ca. 09. bis 11. Jahr
Zweiter Prämolar ca. 11. bis 13. Jahr
Eckzahn ca. 11. bis 13. Jahr
Zweiter grosser Backenzahn ca. 12. bis 16. Jahr
Weisheitszahn ca. 17. bis 99. Jahr

Aufgaben vom bleibenden Gebiss

Die Hauptaufgabe vom bleibenden Gebiss ist die Zerkleinerung und Zermahlen der Nahrung, so dass mit Hilfe von Speichel ein Nahrungsbrei entsteht, der die Verdauungssäfte in lösliche Nährstoffe umwandeln kann.

Für die ausreichende Zerkleinerung der Nahrung ist daher ein vollständiges und kaukräftiges Zahngebiss erforderlich. Mit natürlichem oder künstlichem Gebiss werden die Speisen optimal zermahlen, sofern keine Zahnlücken vorhanden sind. Mit der Kautätigkeit wird gleichzeitig mehr Speichel aus den Speicheldrüsen produziert, was eine gute Verdauung mit sich bringt. Die einzelnen Zahnarten bzw. Zahngruppen haben dabei im bleibenden Gebiss verschiedene Aufgaben. Die Frontzähne bzw. Schneidezähne und Eckzähne zerschneiden die Nahrung, die kleinen vorderen Backenzähne welche als Prämolaren genannt werden, zerkleinern die Nahrung und die grossen Backenzähne als Mahlzähne zermalmen und zerkauen die Bissen. Zähne werden aber auch zum Sprechen gebraucht und stehen in engster Verbindung mit der Sprachbildung. Mit zunehmendem Alter kommt es zur Abrasion bzw. Zahnabnutzung oder Abrieb der Zähne, so dass von Abrasionszähnen oder einem Abrasionsgebiss gesprochen wird. Je nach Art und dem Grad der Beanspruchung ist die Attrition bzw. Abrasion der Zähne verschieden und hat unterschiedliche Ursache wie Zähneknirschen oder Zähnepressen (Bruxismus). Massgebend ist die Art der Nahrung, Grad und Dauer der Beanspruchung sowie die Bissart, Kauart und die Widerstandsfähigkeit vom Zahnschmelz.

Zahnarztangst

Viele Zahnpatienten haben Angst beim Zahnarzt, Angst vor Spritzen oder Angst vor der Zahnbehandlung, meist aber nicht vom Zahnarzt sondern ein Angstgefühl vor der Zahnbehandlung und keine Zahnarztphobie. Eine Dentalphobie entsteht meist durch ein traumatisches Erlebnis bei Zahnarzt bzw. früher erlebtes im Mundorgan bei der Zahnbehandlung. Bei Zahnarztangst gibt es ein spezialisiertes Zahnärzte-Team in Zagreb für eine günstige Zahnbehandlung in Kroatien.