Gebissentwicklung, Zahndurchbruch, Milchzähne, Kinderzähne

Zähne der Kinder

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Milchgebiss

Das Milchgebiss ist als temporäres Gebiss meist erst nach der Geburt mit Milchzähnen bestückt.

Damit die Mutter beim Stillen nicht verletzt wird, ist der Säugling bei Geburt normalerweise zahnlos, auch wenn die Milchzahnkrone bereits bei der Geburt fertig ausgebildet ist. Wenn Babys Zahnen und die ersten Milchzähne bekommen, erscheinen diese Kinderzähne in einer bestimmten Reihenfolge, wo sich im Alter von fünf bis zehn Monaten meist die unteren Milch-Schneidezähne als Frontzähne zuerst zeigen. Der Durchbruch der Zähne (Dentition) der Kinderzähne steht in Abhängigkeit der Zahnentwicklung bzw. dem ansteigen vom Wachstumsdruck der Zähne im Kiefer. Wegen dem Kieferwachstum und den Kieferveränderungen sind die Zahn-Durchbruchszeiten nur Richtwerte. Nach den Schneidezähnen im Unterkiefer zeigen sich zwischen dem sechsten und dem zwölften Monat meist paarweise die oberen Schneidezähne im Milchgebiss. Die seitlichen Schneidezähne im Oberkiefer kann man zwischen dem neunten und zwölften Monat erwarten und die unteren seitlichen Schneidezähne zwischen dem zehnten und dem vierzehnten Monat. Die ersten Milchbackenzähne als Milchmolaren erscheinen zwischen dem 12. und 17. Lebensmonat im Oberkiefer wie auch im Unterkiefer, das grössere Zähne im hinteren Bereich vom Mund sind. Die oberen Milch-Eckzähne zwischen den Schneidezähnen und den Backenzähnen als Seitenzähne erscheinen wie die unteren Eckzähne zwischen dem 16. und dem 20. Monat, wonach die zweiten hinteren Backenzähne ab dem 20. Monat erscheinen, vielfach zuerst im Unterkiefer und dann im Oberkiefer. Das vollständige Milchgebiss beim Kind besteht bei jedem Kieferviertel (Quadrant im Gebiss) aus fünf Zähnen, so dem mittleren und seitlichen Schneidezahn, dem Eckzahn und dem ersten und dem zweiten Milchmahlzahn, was gesamthaft 20 Milchzähne ergibt.

Kindergebiss

Die Entwicklung vom Kindergebiss beginnt vor der Geburt mit der Keimanlag in der achten Schwangerschaftswoche im Mutterleib, damit sich die Kinderzähne entwickeln können.

Die Entwicklung der Zahnleiste im Kiefer dient dem späteren Zahnbogen im Unterkiefer und Oberkiefer, wo als kleine Verdickung eine Zahnknospe als Schmelzorgan für den späteren Zahn entsteht, das ein erstes Stadium der Zahnanlage ist, damit die Entwicklung der Zähne "Odontogenese" in der späten Embryonalperiode erfolgen kann. Bei Menschen entsteht zuerst ein temporäres Gebiss als kleineres Milchgebiss mit Schneidezähnen, Eckenzähnen und Backenzähnen, damit durch das Kieferwachstum ein grösseres Platzangebot für die grösseren bleibenden Zähne im permanenten Gebiss vorhanden ist.

Milchgebiss Säugling zahnlos Gebiss Zahngebiss

Als erstes lernen die Neugeborenen Babys das Saugen an der Brust der Mutter und gleichzeitig das schlucken, womit ein inniger Kontakt zwischen Mutter und Kind entsteht. Wenn einige Monate später die flüssige Nahrung durch feste Mahlzeiten ergänzt wird, lernt das Kind mit den ersten Zähnchen das Abbeissen und später das richtige Kauen und Sprechen (Phonetik). Mit den Mund-Funktionen wie Beissen Kauen und Sprechen vergrössern sich die Organe wie Kieferknochen, Kiefergelenke, Zähne, Zunge, Lippen, Gaumen und Wangen, womit nebst der Zahnentwicklung bzw. Gebissentwicklung auch eine ständige Kieferentwicklung erfolgt. Bei Kindern sind oft Knirschgeräusche zu hören, da durch die Kaumuskelaktivität vielfach ein Zähnereiben, Zähnepressen und Zähneknirschen erfolgt. Diese Mahlbewegungen mit den Milchzähnen und das Zähneknirschen bei Kindern ist völlig normal, denn Kinder müssen vor, während und nach dem Zahnwechsel die Feinabstimmung zwischen der oberen und der unteren Zahnreihe zurechtbeissen und einschleifen. Bei Kindern ist das Milchgebiss ein temporäres Gebiss und bei Menschen das einzige Organ, das einmal ersetzt und erneuert wird. Durch das Kauen verbreitert sich beim Kind der Kiefer, sodass gegenüber dem Milchgebiss mit 20 Milchzähnen im Dauergebiss bei Erwachsenen meist 32 bleibende Zähne vorhanden sind.

Der Zahndurchbruch beginnt mit dem Erscheinen der zentralen Schneidezähne im Unterkiefer im Alter von ca. acht Monaten und dauert bis zum sechsten Jahr, wenn die ersten bleibenden Backenzähne als grosse Mahlzähne erscheinen.

Milchzahngebiss

Zum Zeitpunkt der Geburt sind normalerweise noch keine Zähne durchgebrochen.

Zwischen dem 6. und 30. Lebensmonat brechen die Milchzähne durch. Die bleibenden Zähne erscheinen ab dem 6. Lebensjahr. Allgemein brechen die Zähne im Unterkiefer etwas früher durch als im Oberkiefer. Bei Jungen ist der Zahnwechsel in der Regel etwas später als bei Mädchen. Als Erstes brechen beim Kind in der Regel zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat die unteren mittleren Schneidezähne durch. Es folgen die entsprechenden oberen mittleren Schneidezähne, anschliessend die seitlichen Schneidezähne, die 1. Milchmolaren, die Milcheckzähne und zum Schluss die 2. Milchmolaren. Es folgt die Gebrauchsperiode der Milchzähne, wo es zu einer Abnutzung (Abrasion) im Bereich der Schneidekanten und den Kauflächen kommt. Der Erhalt der Milchzähne ist für eine regelrechte Gebissentwicklung wichtig, da die Milchzähne Platzhalter für die bleibenden Zähne sind bzw. eine Platzhalterfunktion haben. Ab dem 4. Lebensjahr kommt es durch das Wachstum der Kiefer zu einer Lückenbildung im Frontzahnbereich. Dadurch wird bereits für die breiteren bleibenden Frontzähne Platz geschaffen.

Milchzähne im Milchgebiss

Milchzähne im Milchgebiss sind in jedem Quadranten zwei Schneidezähne, ein Eckzahn und zwei Molaren.

Die Milchzähne im Milchgebiss ähneln weitgehend den entsprechenden bleibenden Zähnen in verkleinerter Form. Die zweiten Milchmolaren haben dabei ein ähnliches Aussehen wie die ersten bleibenden Molaren, das Zuwachszähne sind. Als Ersatzzähne werden die bleibenden Zähne im menschlichen Gebiss bezeichnet, wenn sie die Milchzähne ablösen. Die Zahnkrone der ersten Milchmolaren stellt dagegen eine Zwischenform zwischen der bleibenden Prämolaren und Molarenkrone dar. Die Milchfrontzähne sind einwurzelig. Die Molaren im Oberkiefer haben drei, im Unterkiefer zwei Wurzeln. Die Zahnwurzeln der Milchmolaren sind dabei stark gespreizt, da sich die Keime des nachfolgenden Gebisses zwischen den Wurzeln der Milchmolaren entwickeln. Insgesamt fällt bei den Milchzähnen eine weisse Farbe der gegenüber der mehr gelblichen Farbe der bleibenden Zähne auf.

Zahnbehandlung in Vollnarkose

Die zur Vollnarkose benötigten Medikamente (Anästhetika) bei der Zahnbehandlung werden als Injektion über die Vene (intravenös) oder mit einer Maske über die Atemwege (inhalativ) verabreicht. In der Regel werden zuerst Schmerzmittel und ein Schlaferzeugendes Medikament in die Vene gespritzt. Bei der Narkose mit der Maske gelangt das Narkosegas über die Lunge ins Blut. Durch kontinuierliche Gabe von Narkosemedikamenten über die Vene wird bis zum Ende der Zahnbehandlung die Narkose (Allgemeinanästhesie) aufrecht erhalten. Die Vollnarkose eine Alternative zur Teilnarkose bzw. der Regionalanästhesie.