Gebissentwicklung, Zahndurchbruch, Milchzähne, Kinderzähne

Zähne der Kinder

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Odontogenese

Zähne entstehen bei der ontogenetischen Entwicklung aus embryonalen Zellen, was bei Milchzähnen und Erwachsenenzähnen ein komplexer Prozess ist, bis die klinische Zahnkronen im Mund erscheinen.

Als Odontogenese wird in der Zahnmedizin die vor der Geburt stattfindende Entwicklung der Zähne bezeichnet, wo die Zahnentwicklung bereits ab der 6. Woche nach dem Eisprung beginnt. Zur Zahnentwicklung (Odontogenese) gehören alle Vorgänge, die sich von der ersten Anlage der Milchzähne bis zum Durchbruch der Zähne der bleibenden Zähne ereignen. Die Amelogenese setzt im Glockenstadium ein und ist die Bildung von Zahnschmelz, die in zwei Phasen von den Ameloblasten durchgeführt wird. Die Amelogenese beschreibt die Bildung von Zahnschmelz als Beschichtung der Zahnkrone, die durch Ameloblasten als Schmelz bildenden Zellen entsteht und eine fast reinkristalline Struktur hat.

Odontogenese Zahndurchbruch Milchzähne

Die Entwicklung der Zähne ist ein komplexer Prozess, denn damit Zähne eine gesunde orale Umgebung haben, müssen sich während der Embryogenese Zahnschmelz, Dentin, Wurzelzement und die Wurzelhaut (Periodontium) entwickeln.

Zahnanlage und Zahnentwicklung

Odontogenese beschreibt die Zahnentwicklung von der ersten Zahnanlage der Milchzähne bis zum Zahndurchbruch (Dentition) der bleibenden Zähne.

Zur Zahnentwicklung (Odontogenese) gehören die Entstehung der Zahnleiste, die Ausbildung des Schmelzorgans, dessen weitere Entwicklung bis zur Ausbildung der Zahnkrone, Zahndurchbruch der Milchzähne im Milchgebiss, die Ausbildung der Zahnwurzel, die Entwicklung vom Zahnbett (Zahnhalteapparat) bzw. Parodontium, Resorption der Milchzahnwurzel, Ausstoss Milchzähne (Verlust der Milchzähne) sowie Durchbruch der bleibenden Zähne. Die Zahnentwicklung der Milchzähne und auch der bleibenden Zähne, beginnt ca. 40 Tage nach der Befruchtung der weiblichen Eizelle. In der fünften bis achten Schwangerschaftswoche differenzieren sich die Zahnanlagen. Dabei wird unterschieden zwischen Zahnleiste, Knotenstadium, Kappenstadium und Glockenstadium. Die Entwicklung der Zähne beginnt also in der späten Embryonalperiode. Die Zahnanlage ist die Vorstufe des Zahnes mit Schmelzorgan (Zahnglocke), Zahnpapille als Bestandteil vom Zahnkeim, aus dem die Zahnpulpa bzw. Kronenpulpa und Wurzelpulpa entsteht und dem Zahnsäckchen als Bindegewebige Umhüllung der Zahnkrone. Es ist auch der Zeitpunkt bis zur Bildung der Zahnhartsubstanz als Zahnhartgewebe, wozu Zahnschmelz, Dentin (Zahnbein) und Wurzelzement gezählt werden unter diesem Begriff zu verstehen. Die Zahnglocke wird nach aussen durch das äussere Schmelzepithel gegen das mesenchymale Zahnsäckchen abgegrenzt. Die innere Oberfläche der Zahnglocke wird durch das hochprismatische innere Schmelzepithel ausgekleidet, das der Zahnpapille aus dichtem Mesenchym zugewandt ist. Inmitten dem inneren und äusseren Schmelzepithel befindet sich die Schmelzpulpa.

Kinderzahn Zahndurchbruch

Die Hauptursachen beim Zahndurchbruch bei Kinderzähnen liegen im Besonderen im ansteigenden Wachstumsdruck, denn die Zähne und der gesamte Kiefer wird einem stetigen Wachstum unterworfen.

Die Angaben vom Zahndurchbruch sind grobe Richtwerte, die Veränderungen unterliegen, denn das Zahnwachstum hängt mit dem Kieferwachstum zusammen, das von den Genen festgelegt wird. Ein frühzeitiger Zahndurchbruch oder auch ein verspäteter Zahndurchbruch kann bei Kindern normal sein und ist keine Krankheit. Im Zweifelsfall kann durch eine Röntgenuntersuchung ein verspäteter Zahndurchbruch von einer Nichtanlage der Zähne unterschieden werden. Bei Anlage vom dritten Backenzahn (Weisheitszahn) bzw. Stockzahn im Seitenzahnbereich im Dauergebiss, kann der Zahndurchbruch meist nicht festgelegt werden. Bei der Zahnanlage können auch zusätzliche Molaren bzw. Backenzähne als Distomolaren vorhanden sein, die als Zusatzzähne überzählige Zähne sind. Es gibt auch Entwicklungsstörungen vom Zahnhartgewebe als angeborene Störung. Zahndurchbruchs-Störungen können bei Kinderzähnen wie auch bei Erwachsenenzähnen erfolgen, so wegen der Zahnform, der Zahngrösse oder einer vermehrten Anzahl an Zähnen. Ein erschwerter Zahndurchbruch erfolgt vielfach wegen erworbenen Veränderungen wie Verletzungen, Infektionskrankheiten, Rachitis oder genetischen Defekte bis zum völligen Fehlen vom Zahn oder dem Schmelzüberzug als Zahnbeschichtung. Möglich ist auch, dass keine bleibenden Zähne angelegt sind, so dass kein Zahnwechsel erfolgt und die Milchzähne im Gebiss verbleiben.

Zahnspangenbehandlung

Die kieferorthopädische Behandlung ist meist mit einer Zahnspangenbehandlung verbunden. Eine Zahnspangenbehandlung wird notwendig, wenn eine Zahnfehlstellung vorhanden ist bzw. wenn die Zähne nicht in der richtigen Position zueinander stehen. Von einer ungünstigen Kieferform wird in der Kieferorthopädie gesprochen, wenn Oberkiefer und Unterkiefer nicht zueinander passt. Die Dauer einer Zahnspangenbehandlung ist abhängig vom Schweregrad der Zahnfehlstellung.