Zahnschmerzen, empfindliche Zähne, freiliegende Zahnhälse

ZAHNSCHMERZEN

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Dicke Backen 

Die "dicke Backen" ist bedingt durch eine Wassereinlagerung im Bereich des entzündeten Gewebes.

Für eine geschwollene Wange gibt es verschiedene Ursachen die von den Zähnen und dem Kiefer ausgehend sind oder durch andere Erkrankungen im Hals-Kopfbereich entstehen. Wenn sich eine Schwellung im Backenbereich mit Zahnschmerzen oder auch ohne Schmerzen bemerkbar macht, sollte man den Zahnarzt aufzusuchen, damit die Ursache der Schwellung abgeklärt werden kann, so dass eine Behandlung eingeleitet werden kann um ernsthafte Folgen vermeiden zu können. Eine dicke Backe kann ohne Schmerzen durch einen Abszess entstehen wie auch eine Allergie für eine schmerzfreie Schwellung der Wange sorgen kann. Wenn Karieserreger in den Zahn eindringen, können massive Entzündung im Wurzelkanal entstehen, die sich nebst starken Zahnschmerzen (Karies-Zahnschmerzen und Aufbiss-Zahnschmerzen) auch in einer geschwollenen Wange äussern kann. Für geschwollene Lymphknoten und Backen kann die Ursache bei Kindern und Erwachsenen eine Mumpserkrankung sein wie auch Speichelsteine am Ausgang der Speicheldrüsen, wo die Spülung mit Kamille bei bakterielle Infektion mit möglicher Eiterbildung hilfreich sein kann, da Kamille als Hausmittel gegen Zahnschmerzen und Zahnfleischentzündungen etc. eine entzündungshemmende Wirkung aufweist. Bei Kindern kann das Anschwellen der Wangen durch Entzündungen der Milchzähne erfolgen wie die Ursache Mumps als infektiöse hochansteckende Krankheit sein kann, der zu den typischen Kinderkrankheiten gehört wie Masern, Röteln und Windpocken.

Sofern ein geschwollenes Auge in Verbindung mit einer geschwollenen Wange vorhanden ist, deutet dies auf eine bakterielle Infektion hin, wo höchste Vorsicht geboten ist, was eine sofortige Behandlung notwendig macht, um ernsthafte Folgen vermeiden zu können.

Entzündung Zahnschmerzen, dicke Backe Karies

Die „Dicke Backe“ ist eine Anschwellung der Wange, das eine Folge von entzündlichen Prozessen in der Mundhöhle ist.

Dicke Backe bei Bettwärme 

Dentalschmerzen mit einer dicken Backe entstehen durch eine angeregte und verstärkte Durchblutung, wenn die Nervenstränge in Mitleidenschaft gezogen werden, ähnlich einer Verstauchung.

Zahnschmerzen führen vielfach zu einer Schwellung der Mundbereiche, die sich im Bereich der Schmerzquelle befinden, was sich an der geschwollenen "dicken Backe" zeigt. Eine dicke Backe wird Parulis genannt und ist eine entzündliche Schwellung im Bereich vom Kiefer wie z.B. bei der Zahnwurzelkaries bzw. Zahnwurzelentzündung oder Zahnwurzelspitzenentzündung. Zahnschmerzen sind sehr unangenehm und entstehen, wenn die Nerven in den Zähnen durch Druck, Verletzungen oder Chemikalien gereizt werden. Die Zahnversorgung erfolgt durch Seitenäste durch einen bestimmten Nerv bzw. über den Hauptnerv (Trigeminusnerv), der lat. als „Drillingsnerv“ bezeichnet wird, da eine Teilung in drei Hauptäste erfolgt, so der Augenast (Nervus ophthalmicus), der Oberkieferast (Nervus maxillaris) und der Unterkieferast (Nervus mandibularis). Durch diese Nerven erfolgt auch die Versorgung der Kaumuskeln und Mundschleimhäute sowie der Nasenschleimhaut. Der Schmerz geht bei Entzündungen mit einem "Pochen" einher, so als habe sich der spürbare Puls auf die schmerzenden Bereiche ausgedehnt. Dies liegt an der dadurch angeregten stärkeren Durchblutung, wie bei allen Schmerzfällen, im Besonderen aber bei Nervensträngen. Die Zahnnerven sind extrem empfindlich und schon kleinste Reizungen können zu unangenehmen Empfindungen führen. Durch Kühlung des entsprechenden Bereiches kann die Durchblutung eingeschränkt werden, was hilft, so den Schmerz etwas zu reduzieren, denn Schmerzmittel gegen Zahnschmerzen wirken bei Pulpitis meist nicht mehr.

Dicke Backe bei Pulpitis

Dringen Erreger bis ins Zahninnere vor wie bei einer tiefen Zahnkaries, kann sich die Zahnpulpa entzünden, so dass im Volksmund von einer Zahnentzündung, Zahnnerventzündung oder Zahnmarkentzündung gesprochen wird, was der Zahnarzt jedoch meist als Pulpitis bezeichnet, was nebst einer dicken Wange meist auch Aufbissschmerzen verursacht.

Zahnschmerz Dicke Backe bedeutet Entzündung

Bei Pulpitis beginnt der Zahn an zu pochen (Eiterzahn), sodass die Zahnschmerzen sehr stark und unerträglich werden können.

Dicke Backe mit starken Schmerzen

Die dicke Backe mit starken Schmerzen entsteht häufig nachts, wenn die Bettwärme den Entzündungsprozess unterstützt, was durch Kühlung gelindert werden kann.

Unbehandelt bleiben die Schmerzen der dicken Backe meist mehrere Tage bestehen und hören dann auf, wenn die Pulpa nach einem Pulpaabszess abgestorben ist, wo der Zahnarzt von einer Pulpanekrose spricht. Wenn die Schmerzen geringer werden, kann die Schwellung „dicke Backe“ grösser werden, was damit zusammenhängt, dass die Entzündungsflüssigkeit einen Weg gefunden hat und sich das Eiter ausbreiten kann, ohne mehr Druck auf das Gewebe auszuüben, denn der Druck im Gewebe auf den Kieferknochen verursacht Schmerzen. Durch den Druck bekommt man das Gefühl, dass der Zahn höher ist als die anderen Zähne, denn der Zahn „wächst aus dem Kieferknochen“.

Dicke Backe bei Karies

Der Zahnschmerz als Warnsignal setzt ein, wenn sich die Erreger bis zum Dentin vorgearbeitet haben.

Für die "dicke Backe" ist vielfach ein toter kariöser Zahn die Ursache, wenn eine Schwellung im Kieferbereich auftritt und sich die Entzündung mit zur Eiteransammlung sich über den Bereich der Zahnwurzeln hinaus in den Kiefer ausgebreitet. Wenn sich die Eiteransammlung auf dem zahntragenden Knochen unter der Knochenhaut befindet und ausbreitet, ist dies äusserst schmerzhaft und lässt vorübergehend erst nach, wenn der Eiter die Knochenhaut durchbricht. Sofern sich der Eiterherd durch die Haut nach aussen bewegt und entweicht, ist dies ungefährlich. Eiter kann sich aber im Gewebe ausbreiten und in Richtung Mundboden, Hals oder Auge wandern, was weitaus gefährlicher ist, sodass der Zahnarzt oder Kieferchirurg möglichst rasch aufgesucht werden muss. Auch undichte Zahnfüllungen oder künstliche Zahnkronen können Schmerzen auslösen wenn sich an undichten Kronenrändern Karies gebildet hat. Entzündungen können jedoch auch entstehen, wenn sich unter einer dichten Füllung noch Karies befindet, die den Zahn weiterhin unbemerkt schädigt. Wenn bei den Zähnen der Zahnschmelz der den Zahn schützen soll nicht mehr oder ungenügend vorhanden ist und das empfindliche Dentin (Zahnbein) am Zahnhals freiliegt, genügt ein leichtes Antippen mit dem Fingernagel an der ungeschützten Stelle, um Schmerzen auszulösen. Es können auch kleine unsichtbare Risse im Zahnschmelz sein, was beim Zuckerkonsum sowie bei heissen oder kalten Getränke ein kurzes Ziehen verursacht.

Dicke Backe nach der Wurzelkanalbehandlung

Um akute Schmerzen (dicke Backe) schnell abklingen zu lassen, muss die Eiteransammlung an der Wurzelspitze entweichen können.

Eine dicke Backe nach einer Wurzelkanalbehandlung kann dadurch entstehen, wenn sich vorher an diesem Zahn eine chronische Entzündung befand und das Immunsystem diese Entzündung zurück gehalten hat, was eine Schwellung und Schmerzen verhinderte.

Dicke Backe Wurzelkanalbehandlung Schmerzen

Die dicke Backe Parulis (griech. Zahngeschwür) ist eine Schwellung im Kieferbereich oder Wangenbereich und ist vielfach von einer akuten Entzündung der Zahnwurzel, seltener von einer Zahnfleischtasche ausgehend.

Entzündung der Zahnwurzel

Die von einer Zahnwurzel ausgehende Entzündung hat den Knochen, bzw. die Knochenhaut unter Zahnschmerzen durchbrochen und kann sich dann in den umgebenden Weichgeweben ausbreiten.

Wenn eine Zahnbehandlung an diesem Zahn stattfindet, kann das umliegende Gewebe manchmal akut reagieren, sodass es nach der Wurzelkanalbehandlung vorkommen kann, dass zusätzlich andere Keime aus der Mundhöhle in den Zahn gelangen und das Immunsystem damit überfordert ist, was sich dann an der dicken Backe durch Schmerzen und Schwellungen durch den "Eiterzahn" äussert. Der Zahn wird dann durch den Zahnarzt geöffnet und die Kanäle nochmals gereinigt, sodass die Chance hoch ist, dass die Entzündungssymptome und damit die Schmerzen abklingen können. Eine Weichgewebsschwellung mit geschwollener Wange zählt zu den normalen Nebenwirkungen nach einem operativen Eingriff, so nach der Zahnextraktion wo die Schmerzen durch Kühlen bekämpft werden können.

Dicke Backe durch tote Zähne

Die Entzündung an gleicher Stelle (zweite dicke Backe) muss immer sofort professionell behandelt werden.

Wenn bereits ein Zahn abgestorben ist, wird vielfach von einem toten Zahn gesprochen, können Zahnfleisch und Wangen nochmals anschwellen und eine dicke Backe verursachen, so auch durch Gangrän, die Gangrän-Schmerzen verursachen können. Von der Zahnwurzel ausgehend, kann sich die Entzündung bis in den Kieferknochen ausbreiten, sodass die Wange und die Lymphknoten durch die Kieferknochenentzündung nochmals anschwellen und eine dicke Backe verursachen können. Bei der zweiten dicken Backe entstehen nebst den Schmerzen vielfach auch noch Fieber, sodass man zusätzlich geschwächt ist. Durch die starke Schwellung kann der betroffene Zahn als länger erscheinen, denn der Zahn wird durch die starke Schwellung ein Stückweit aus der Alveole herausgehoben.

Entblösste Zahnhälse

Der Zahn ist durch den Zahnschmelz normal bis zum Zahnfleischrand geschützt. Wenn sich das Zahnfleisch zurückgezogen hat, ist der entblösste Zahnhals sehr empfindlich, denn das Dentin ist an dieser Stelle von winzigen Kanälchen (Dentindubeli) durchzogen, die von der Oberfläche bis ins Zahnmark reichen. Über die sensiblen Dentinkanälchen erreichen chemische und thermische Reize den Zahnnerv und lösen die Überempfindlichkeit der Zahnhälse oder auch Zahnschmerzen aus.