Zahnprothese: Teilprothese, Vollprothese, Prothesenhalt

Zahnprothesen

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Prothese mit künstlichen Zähnen

Zahnprothesen können als Zahnersatz auf vorhandenen Zähnen oder auf Dentalimplantaten befestigt werden.

Wenn noch eigene Zähne für die Befestigung einer Prothese vorhanden sind, wird von einer Teilprothese gesprochen. Müssen alle Zähne in einem Kiefer ersetzt werden, so spricht man von einer Totalprothese oder Vollprothese. Ein festsitzender Zahnersatz wie die Zahnbrücke wird an vorhandenen Zähnen oder Implantaten als künstliche Zahnwurzeln im Alveolarfortsatz befestigt, die dann zusätzlich die Kaukräfte der "Ersatzzähne" mittragen und in den Alveolarknochen leiten, wodurch der Kieferknochen besser durchblutet wird als bei einer Zahnprothese.

Die Zahnprothese ist ein Zahnersatz

Eine zahnmedizinische Prothese die fehlende Zähne ersetzt wird beim Zahnarzt als Zahnersatz-Prothetik bezeichnet.

Zahnprothesen können als Zahnersatz auf Zahnimplantaten befestigt sein.

Prothese als Zahnersatz vollprothese Teilprothese 

Die Zahnarzt-Kosten für Zahnersatz sind je nach Anfertigungsart sehr unterschiedlich.

Zahnprothese als Zahnersatz

Wenn noch eigene Zähne, die als Befestigung für eine Prothese vorhanden sind, so wird von einer Teilprothese gesprochen, müssen alle Zähne vom Oberkiefer oder Unterkiefers ersetzt werden, so spricht man von einer Totalprothese oder Vollprothese.

Wenn man von künstlichen Zähnen spricht, kann damit Unterschiedliches gemeint sein, denn Zahnprothesen gehören zum Zahnersatz wie künstliche Zahnkronen oder Zahnbrücken. Einteilen lässt sich Zahnersatz in die Kategorien "Festsitzender Zahnersatz", "Herausnehmbarer Zahnersatz" und "Kombinierten Zahnersatz" bzw. Kombinationsprothetik mit Halteelementen und Stützelementen einer herausnehmbaren Prothese.

Zahnprothesen gehören zum herausnehmbaren Ersatz natürlicher Zähne.

Zahnprothese Zahnersatz Totalprothese Zähne

Kronen mit Ausnahmen sind meist festsitzender Zahnersatz.

Zahnbrücken können sowohl als festsitzender oder auch als herausnehmbarer Zahnersatz gemacht werden.

Wenn durch fehlende Zähne die Zahnlücken im Gebiss sehr gross sind, dass eine Zahnbrücke nicht mehr aufgesetzt werden kann, so werden die fehlenden Zähne durch eine Prothese ersetzt, denn Prothesen stellen die Kaufunktion und die Sprechfähigkeit weitgehend wieder her, die durch den Zahnverlust stark beeinträchtigt sein können.

Teilprothese oder Totalprothese 

Zahnprothesen lassen sich in Teilprothesen und Totalprothesen bzw. Vollprothesen einteilen.

Fehlende natürliche Zähne können ersetzt werden durch eine festsitzende oder abnehmbare zahnprothetische Lösung. Die Zahnprothese stellt eine von verschiedenen Möglichkeiten dar, um natürliche Zähne nach dem Zahnverlust durch eine Teilprothese oder Vollprothese zu ersetzen, was in Abhängigkeit steht, ob einige oder alle Zähne ersetzt werden sollen. Vollprothesen dienen als Ersatz für die Zähne eines kompletten Kiefers bzw. im Oberkiefer oder Unterkiefer, während die Teilprothese neben gesunde Zähne eingesetzt wird.

Zahnersatz Prothesen Teilprothese Totalprothese

Durch die Vollprothese bzw. Totalprothese wird die komplette Zahnreihe in der Zahnbogenform ersetzt und durch Teilprothesen werden nur einzelne fehlende Zähne ersetzt und an den Restzähnen oder an Zahnimplantaten als Zahnwurzelersatz befestigt. Wenn eine Zahnprothese auf Implantaten befestigt wird, handelt es sich um eine Implantatgetragene Prothese (Implantatprothetik), die im Volksmund als Implantatprothese bezeichnet wird, wenn einzelne Zähne oder ein komplettes Gebiss darauf befestigt wird. Wenn eine Zahnprothese auf einem Implantat als Zahnwurzelersatz und einem natürlichen Zahn als Zahnpfeiler befestigt wird, spricht man von einem kombinierten Zahnersatz wie auch einer Hybrid-Prothese oder Kombinationsprothetik, so auch wenn der Zahnersatz aus festsitzenden und herausnehmbaren Elementen besteht.

Zahnsanierung mit Prothese als Zahnersatz

Zahnprothesen kommen bei der Zahnsanierung zum Einsatz, wenn entstandene Zahnlücken gross sind oder wenn der Zahnersatz wie eine Zahnbrücke nicht an den Zähnen verankert werden kann.

Jede Prothese als Zahnersatz ist gewöhnungsbedürftig, sei es eine Teilprothese oder Vollprothese, denn man hat wieder mehr Zähne im Mund, die sich nicht wie die Zähne im natürlichen Gebiss anfühlen. Im Gegensatz zu Zahnprothesen fühlen sich Zahnimplantate als Zahnwurzelersatz mit Implantatkrone als Zahnersatz im natürlichen Gebiss wesentlich natürlicher an, denn Implantate mit künstlicher Zahnkrone werden als festsitzender Zahnersatz dem natürlichen Zahn nachgebildet.

Prothese als Zahnersatz

Unter Zahnprothese versteht man normalerweise ein herausnehmbarer Zahnersatz, denn eine künstlich geschaffene Prothese kann funktionell Organteile ersetzen wie die künstlichen Ersatzzähne anstelle natürlicher Zähne.

Umgangssprachlich wird ein herausnehmbarer Zahnersatz als Prothese bezeichnet, die zur Reinigung herausgenommen und selbst wieder eingesetzt werden kann, wo es beim Aufbau und der optischen Gestaltung einer Prothese eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt. Die Art der Zahnprothese richtet sich nach dem Zahn-Zustand und den noch vorhandenen Zähnen, wo zwischen Teilprothesen und Vollprothesen bzw. künstlichem Gebiss unterschieden wird. Eine Teilprothese schliesst als Teilzahnersatz die Zahnlücke zwischen den eigenen Zähnen und wird an den restlichen Zähnen mit Klammern an den Klammerzähnen als Klammerprothese verankert oder wird ähnlich wie eine Zahnbrücke durch spezielle Verschlüsse an den Nachbarzähnen befestigt. Unter einer Teleskopprothese wird ein qualitativ hochwertiger herausnehmbarer Zahnersatz verstanden, das meist eine Teilprothese ist, die an Teleskopkronen stabil und sicher befestigt ist. Die Teleskopprothese ist ein kombinierter Zahnersatz, der als herausnehmbare Teilprothese oder als eine abnehmbare Zahnbrücke gefertigt werden kann. Eine Vollprothese kann erforderlich werden, wenn die gesamte Zahnsubstanz verloren gegangen ist, denn unter einer Vollprothese bzw. Totalprothese wird in der Zahnmedizin ein herausnehmbarer Ersatz aller Zähne in einem Kiefer verstanden, dass ein Zahnersatz ist, der aus einer Kunststoffbasis besteht, worauf die künstlichen Zähne befestigt sind. Herausnehmbare Vollprothesen sind bei völliger Zahnlosigkeit eine preisgünstige Zahnersatz-Lösung, damit man wieder normal kauen und essen kann. Optische ergeben Totalprothesen in Zahnform und Zahnfarbe ein ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild. Für die Schleimhautgetragene Zahnprothese ist Speichel wichtig bzw. der wichtigste Faktor, damit der Halt der Zahnprothese gewährleistet werden kann. Da eine Vollprothese durch den Speichel aus den Speicheldrüsen zusammen mit der natürlichen Mundstruktur gehalten wird, können sich Probleme beim Prothesenhalt ergeben, so wenn zu wenig Speichel vorhanden ist oder eine Mundtrockenheit als Nebenwirkungen von Medikamenten entsteht. Der Speichel ist für eine Schleimhautgetragene Zahnprothese sehr wichtig, denn die Zahnprothese kann nur durch einen dünnen Speichelfilm zwischen der Prothese und der Kieferschleimhaut über den Kapillareffekt und die Adhäsionskräfte halten, wenn sich die Prothese im Mund durch den Unterdruck an der Mundschleimhaut anhaften kann.


Verschiedenartige Zahnprothesen und Zahnbrücken

Eine Zahnbrücke unterscheidet sich als Zahnersatz erheblich von einer herausnehmbaren Zahnprothese (Kieferprothese) in der Kaufunktion.

Die Zahnprothese ist im Gegensatz zur Zahnbrücke mit den Brücken-Zwischengliedern herausnehmbar, doch eine Prothese kann durch unterschiedliche Stützelemente und Halte-Elemente im Oberkiefer oder Unterkiefer als hufeisenförmiger Unterkieferkörper festsitzend verankert werden. Wenn eine Zahnprothese oder Zahnbrücke festsitzende Teil wie Teleskopkronen, Konuskronen, Stege oder Geschiebe hat, spricht der Zahnarzt von einem Kombinationszahnersatz oder einer Kombinationsprothese wie auch von Kombinationsprothetik, was einen guten Kaukomfort und Sprechkomfort ergibt. Bei Zahnverlust kann die Zahnlücke mit einer Zahnbrücke auf eigenen Zähnen oder auf Implantaten als Zahnwurzelersatz geschlossen werden, sei dies wenn ein Zahn oder mehrere Zähne in einer Zahnreihe im Zahnbogen fehlen. Ein Zahnbrücke wird an vorhandenen Zähnen oder Implantaten als künstliche Zahnwurzeln im Alveolarfortsatz befestigt, die dann zusätzlich die Kaukräfte als festsitzender Zahnersatz mit den "Ersatzzähnen" mittragen und in den Alveolarknochen leiten, wodurch der Kieferknochen im Gegensatz zu einer Zahnprothese auf dem Kieferkamm (Alveolarkamm) besser durchblutet wird.

Unterschied Zahnbrücke Zahnprothese Gebiss

Naturgemäss gibt es bei festsitzendem Zahnersatz wie einer Zahnbrücken keine Druckstellen, weil der Kaudruck nicht wie bei einer Schleimhautgetragenen Prothese auf dem Zahnfleisch lastet.

Unterschied zwischen Zahnbrücke und Zahnprothese

Die Zahnbrücke ist gegenüber einer Zahnprothese wegen der Übertragung vom Kaudruck auf den Kieferknochen das bessere Versorgungskonzept.

Bei natürlichen Zähnen erfolgt die Übertragung vom Kaudruck über die Zahnwurzel auf den Kiefer und erhält somit die Knochensubstanz wie auch das Zahnimplantat als Zahnwurzelersatz aus Titan oder metallfrei aus Zirkonoxid-Keramik. Bei einer Zahnprothese (Gebiss) kann die Übertragung vom Kaudruck auf den darunterliegenden Kieferknochen wegen der grossen aufliegenden Fläche nur mässig erfolgen, so besonders bei einer Flächig aufliegenden Vollprothese bzw. Totalprothese als Zahnersatz, sodass der Kiefer ähnlich wie bei einer Zahnlücke nach dem Zahnverlust in der Folge wegen mangelnder Durchblutung schwindet. Der Tragekomfort einer Zahnbrücke ist gegenüber einer Teilprothese sehr gut wie auch der Halt einer Brücke sehr sicher ist. Die Teilprothese hat einen grossen Nachteil, so besonders eine Klammerprothese die einen weiteren Zahnverlust der Klammerzähne auslösen kann, so wegen der Prothese-Konstruktion mit Klammern, wo das Risiko einer Zahnerkrankung wegen der Keimbelastung durch Kariesbakterien steigt. Auch wenn die Zahnarzt-Kosten einer Teilprothese gegenüber einer Zahnbrücke geringer ausfallen, sollt man bedenken, dass unter den Klammern eine Prothesenpflege Zahnpasta und Zahnbürste schwieriger ist wie auch bei der Zahnregulierung mit festsitzenden Zahnspangen (Brackets). Probleme mit Zahnprothesen entstehen vielfach durch einen schlechten Halt und Druckstellen durch Prothesen sind keine Seltenheit und auch die Ästhetik wie auch die Sprachfunktion ist weniger gut als bei Brücken.

Herausnehmbare Zahnprothese

Unter einer Zahnprothese versteht man einen herausnehmbaren Zahnersatz

Die Zahnprothese dient bei Menschen nebst den ästhetischen Zwecken der Wiederherstellung der Kaufunktion und Sprechfunktion (Phonetik). Die herausnehmbare Zahnprothese bzw. Zahnbrücke hat den Vorteil, dass eine gute Prothesenpflege bzw. Zahnersatzpflege und Zahnfleischpflege erfolgen kann, was bei Implantaten besonders wichtig ist, damit keine Zahnfleischentzündung bzw. Gingivitis durch Bakterien entsteht. Das Zahnfleisch ist Teil der Mundschleimhaut die den Mundraum auskleidet, sodass durch eine schlechtsitzende Zahnprothese eine Schleimhautentzündung (Stomatitis) entstehen kann, was beim Tragen der Zahnprothese im Volksmund vielfach als Prothesen-Problem bezeichnet wird, wenn ein Schlotterkamm entsteht.

Unterschied Zahnbrücke Zahnprothese Gebiss

Eine Prothese als Ersatz für Zähne im Gebiss wird individuell gestaltet und kann je nach Einsatzort und Anforderung aus verschiedenen Materialien bestehen. Bei Zahnverlust wird eine Prothese als künstlich geschaffenes funktionell ähnliches Produkt mit "Ersatzzähnen" aus Keramik oder Kunststoff angefertigt, sofern Zahnimplantate nicht in Frage kommen oder die Gegebenheit zum Anpassen einer Zahnbrücke nicht möglich ist.


Zahnprothese

Oberkieferprothesen und Unterkieferprothesen können als herausnehmbarer Zahnersatz oder als festsitzender Zahnersatz gefertigt werden.

Unter einer Zahnprothese versteht man den Ersatz einzelner Zähne im Gebiss wie auch den kompletten Zahnersatz mit künstlich hergestellten Ersatzzähnen. Als Gebiss wird die Gesamtheit aller Zähne bezeichnet, seien es natürliche Zähne mit Zahnwurzeln oder ein Zahnersatz, die bei Menschen zum Beissen, Kauen und Sprechen gebraucht werden.

Gebiss Oberkieferprothese Unterkieferprothese 

Zahnprothesen werden in Vollprothesen und in Teilprothesen unterteilt.

Teilprothesen die auch als partielle Prothesen bezeichnet werden, kommen bei einem Zahnlückengebiss (Zahnlückenstand) als Zahnlücken-Ersatz zum Einsatz, wenn noch eigenen Zähne im Kiefer vorhanden sind, denn die Teilprothese dient dazu, um im Zahngebiss die Zahnlücken mit künstlichen Zähnen die auch als Kunstzähne bezeichnet werden zu füllen. Die Teilprothese als kombiniert festsitzend und abnehmbaren Zahnersatz ist eine Kombination aus den in den Kieferknochen einzementierten Prothesenankern und abnehmbaren Prothesenkronen, so dass der Zahnarzt auch von einem kombinierten Zahnersatz oder von einer Kombinationsprothetik spricht. Totalprothesen bzw. Vollprothesen (Kieferprothesen) werden im Zahnlosen Kiefer eingesetzt. Bei den Zahnprothesen werden Materialien wie Kunststoff, Metall oder Keramik verwendet. Metallfreie Vollkeramikzähne lassen sich sehr gut nach den persönlichen Wünschen vom Zahnpatienten bearbeiten, so dass ästhetische Aspekte optimal berücksichtigt werden können. Implantatgetragene Prothesen werden im Volksmund meist als Implantatprothesen bezeichnet, die auch im zahnlosen Kiefer einen festen Sitz haben können, damit ein Zahngefühl entsteht wie dies die natürlichen Zähne bieten.

Die Prothese ist ein künstlicher Ersatz von einem fehlenden Organteil

Unter Zahnprothesen versteht man künstliche Zähne, die als Ersatz für verloren gegangene Zähne dienen.

Alternativen zu Zahnimplantaten sind in der Gebissprothetik beim Zahnarzt die Zahnprothesen als Zahnersatz (dritte Zähne), die ein Ersatz für fehlende Zähne in einem natürliches Gebiss sind. Zahnprothesen können immer selber herausgenommen und wieder eingesetzt werden, wodurch das natürliche Gebiss oder einzelner Zähne durch künstliche Zahnkronen in der Prothese ersetzt werden. Zahnprothesen sind vielfach nicht wie Zahnbrücken oder Implantate mit der Implantatkrone fest in der Mundhöhle verankert. Der Gebrauch von Zahnprothesen ist anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig und lässt sich nicht wie ein natürliches Gebiss anfühlen. 

Totalprothese im zahnlosen Kiefer

Unter einer Totalprothese versteht man den Ersatz sämtlicher natürlichen Zähne durch einen künstlich abnehmbaren Zahnersatz.

Durch eine Totalprothese werden die Funktionen des Kauens und Sprechens sowie die Ästhetik wiederhergestellt. Die Prothesenbasis besteht aus Kunststoff, in dem die künstlichen zähne verankert sind. Diese Prothesen sind abnehmbar gestaltet und sind wesentlich günstiger als fest verbundener (verankerter) Zahnersatz. Das Angewöhnen an Prothesen ist schwieriger als beim kombinierten oder festsitzenden Zahnersatz und führt bei Totalprothesen wegen ungenügendem Prothesenhalt besonders im Unterkiefer bei einem schmalen Kieferkamm vielfach zu einer Prothesenunverträglichkeit. Viele Menschen haben Probleme mit Zahnprothesen bzw. dem Tragen einer Vollprothese, denn die Zunge als länglicher Muskelkörper mit Tastsinn muss sich bei jedem neuen Zahnersatz zuerst gewöhnen, so besonders wenn wieder mehr Zähne im Mund vorhanden sind.

Standard Vollprothese

Normal besteht die Gaumenplatte einer Vollprothese aus Kunststoff mit einem Metallnetz verstärkt oder die Prothese wird komplett aus Metall gefertigt.

Bei Prothesen werden Materialien verwendet die von der Edelstahl-Legierung bis hin zur hochwertigen, biokompatiblen Goldlegierung reichen. Die Vollprothese wird im Volksmund auch als "Gebiss" oder "totale Prothese" genannt, die im Oberkiefer meist weniger Probleme verursacht als im Unterkiefer, da sich die Oberkieferprothese am Gaumen besser festsaugt. Da im Unterkiefer kein breitflächiger Gaumen vorhanden ist, kann sich die Prothese im Unterkiefer auf der Schleimhaut weniger gut festsaugen und wird erst beim Zubeissen auf den Kieferkamm gedrückt. Damit die Unterkieferprothese weniger "schwimmt", kann die Unterkieferprothese durch die Wangenmuskulatur zusätzlich etwas stabilisiert werden, was jedoch vielen Menschen mit ungenügendem Mundspeichel beim Essen und Sprechen nicht immer gelingt und sind damit Unzufrieden mit dem Zahnersatz.

Prothesen Standard Vollprothese Totalprothese

Anstelle von Kunststoffzähnen werden bei Zahnprothesen vielfach Vollkeramikzähne verwendet, die etwas schöner sind als Kunststoffzähne, denn die Zähne aus Kunststoff können sich rascher verfärben. Kunststoffzähne (Konfektionszähne) werden hauptsächlich bei der Interimsprothese als Übergangsprothese oder der Immediatprothese als Sofortprothese nach einer Zahnextraktion (Zahn ziehen beim Zahnarzt) eingesetzt, um die Kaufunktion und Sprechfunktion wieder herzustellen.
 


Prothese als Zahnersatz

Unter festsitzender Zahnprothese versteht man künstliche Zähne als Zahnersatz in Form einer Prothese, wo es viele unterschiedliche Zahnersatz-Möglichkeiten gibt.

Die Vollprothese (Kieferprothese) als Schleimhautgetragene Prothese im Oberkiefer oder Unterkiefer ist im Zahnlosen Kiefer ein einfacher Zahnersatz der herausnehmbar ist und wenig Kosten verursacht wie die Klammerprothese als einfache Teilprothese. Kostengünstige Zahnprothesen können jedoch nicht den gleichen Kaukomfort und Sprechkomfort bieten wie eine Arbeitsintensiver Zahnersatz, denn je aufwändiger die gewählte Prothese als Zahnersatz ist, desto teurer sind die Gesamtkosten beim Zahnarzt. Bei der Zahnsanierung gibt es günstigen Zahnersatz in allen Varianten mit unterschiedlicher Zahnästhetik, Kaukomfort und Sprechkomfort, so auch beim Zahnarzt im Ausland. Der Zahnersatz im Ausland ist bei tieferen Lohnkosten und Lohnnebenkosten bei gleicher Qualität günstiger.

Zahnersatz festsitzende Zahnprothesen Zähne

In der Zahnmedizin ist mit Prothese eine Zahnprothese gemeint, die im allgemeinen Wortschatz vielfach als Gebiss oder Gebissprothese bezeichnet wird.

Zahnprothese, eine Gebissprothese

Eine Prothese bezeichnet in der Medizin den Ersatz von Gliedmassen, Organen oder Organteilen durch künstlich geschaffene, funktionell ähnliche Produkte wie Zahnersatz festsitzend und abnehmbar.

Wenn ein Zahn oder mehrere Zähne fehlen, ist ein festsitzender Zahnersatz als Gebissprothese die hochwertigste und teuerste Lösung, jedoch bei der Gebiss-Sanierung auch optisch die schönste Variante und angenehmste Zahnersatz-Lösung. Die "dritten Zähne" werden im allgemeinen Sprachgebrauch vielfach als Ersatzzähne oder Gebiss bezeichnet, womit eine Zahnprothese gemeint ist. Bei einer Zahnprothese handelt es sich um einen herausnehmbaren Zahnersatz. Unter Zahnprothesen versteht man künstliche Zähne, die als Ersatz für verloren gegangene natürliche Zähne dienen wobei man Vollprothesen bzw. Totalprothesen von Teilprothesen unterscheidet. Es gibt herausnehmbare Prothese und die festsitzende Prothese sowie die Implantatgetragene Prothese.

Zahnersatz Gebiss

Die Prothese als Zahnersatz wird Landläufig vielfach als Gebiss bezeichnet bzw. damit ist ein Herausnehmbarer Zahnersatz gemeint.

Wenn nach einem Verlust der Zähne in einem Zahnlückengebiss beim Mensch ein festsitzender Zahnersatz oder kombinierter Zahnersatz mit festsitzenden Teilen und einer herausnehmbaren Zahnprothese nicht möglich oder erwünscht ist, können fehlende Zähne nur durch eine herausnehmbaren Prothese mit "Ersatzzähnen" ersetzt werden. Wenn im Zahnkiefer keine Zähne mehr vorhanden sind und keine Implantate gewünscht sind, kann im Dentallabor eine Vollprothese gefertigt werden, die nur am Kiefer haftet, was im Oberkiefer  mit einer Schleimhautgetragenen Oberkieferprothese meist weniger ein Problem ist als bei der Prothese im Unterkiefer, so besonders bei einem schmalen Kieferkamm im Unterkiefer, wo es vielfach beim Kauen und Sprechen Probleme gibt.

Zahnprothese bezeichnet die Ergänzung oder den Ersatz vom natürlichen Gebiss.

Zahnersatz Gebiss Zahnprothese oben unten

Bei der Zahnprothese können es auch einzelne Zähne sein, die durch künstliche Zähne ersetzt werden.

Befestigung der Prothese als Zahnersatz

Teilprothesen werden an noch vorhandenen Zähnen mit Klammern, Teleskopkronen oder Kronen mit Geschieben befestigt.

Die Befestigungstechniken mit Teleskopkronen oder Geschieben sind kosmetisch wesentlich schöner und auch haltbarer als einfache Klammerbefestigungen. Zahnprothesen sind nicht wie Zahnbrücken oder Zahnimplantate fix in der Mundhöhle verankerte Prothesen, sondern abnehmbar gestaltet. Die Prothese ist im Preis meist wesentlich günstiger als ein fest verankerter Zahnersatz wie eine Brücke oder eine Implantatgetragene Zahnprothese, die in Volksmund meist als Implantatprothese bezeichnet wird. Künstlichen Zähne die auf der Prothese befestigt sind, bestehen meist aus Keramik oder Kunststoff, doch Konfektionszähne aus Kunststoff können sich rasch verfärben und so werden Kunststoffzähne meist für Übergangsprothesen (Interimsprothese) oder Immediatprothesen verwendet. Je nach Art der Prothese ist die Prothesenbasis mehr oder weniger ausladend gestaltet und liegt auf der Mundschleimhaut auf. Bei Prothesen die der Mundschleimhaut aufliegen gibt es viele Nachteile, so dass es während dem Kauen zu geringen Bewegungen kommt und damit ein verminderter Tragkomfort besteht, wenn eine Prothese wie die Totalprothese nicht fix im Mund verankert ist. Somit können durch den schlechten Halt besonders bei Vollprothesen verschiedene Druckstelle durch Prothesen entstehen wie auch ein Schlotterkamm, was eine Schlotterkammentfernung notwendig machen kann. Zur Verbesserung vom Prothesenhalt können bei Vollprothesen günstige Durchmesser-reduzierte Mini-Implantate oder Kurzimplantate dienen. Mini-Implantate zur Fixation von Vollprothesen sind Kleinstimplantate die meist mit einem Kugelkopfaufbau versehen sind, damit eine herausnehmbare Prothese sicher befestigt ist, was ein sicheres Gefühl beim Sprechen, Essen oder Lachen ergibt. Preisgünstige Mini-Implantate können das Wackeln einer Zahnprothese verhindern, jedoch keine Zahnkrone oder Brückenglieder einer Zahnbrücke tragen, da die kleinen Implantate mit einem Durchmesser von 3 mm keine ausreichende Stabilität aufweisen. Eine Alternative für einen guten Halt einer Zahnprothese sind jedoch Zahnimplantate, wofür es viele verschiedene Implantatsysteme und Implantattypen gibt.

Abgestützte Zahnprothesen

Bei der abgestützte Prothese handelt es sich um einen herausnehmbaren Zahnersatz im teilbezahnten Kiefer, der an den vorhandenen eigenen Zähnen nicht nur durch Konstruktionen wie Klammern gehalten sondern abgestützt wird.

Da bei der abgestützten Zahnprothese die eigenen Zähne dadurch beim Kauakt mitbeteiligt sind, kann der Kaudruck auf den Ersatz höher sein, so dass ein besseres Beissgefühl vorhanden ist. Als Stützelemente bei der abgestützten Prothese können Riegel, Stege, Teleskope, Halteklammern oder Geschiebe dienen. Als herausnehmbare Zahnprothesen gibt es Stegprothesen, Geschiebeprothesen, Teleskopprothesen (Teleskopbrücke) auf Teleskopkronen und die Druckknopfprothese auf Druckknopfankern oder auch günstige Klammerprothesen.


Prothese als Zahnersatz im Oberkiefer

Totalprothesen haften auf dem Kieferkamm am Oberkiefer normalerweise besser, als am Unterkiefer.

Die Teilprothese im Oberkiefer kann wie eine Prothese im Unterkiefer ohne Gaumenplatte gefertigt werden. Die Gaumenplatte werden meist bei Vollprothesen im Oberkiefer verwendet, können jedoch auch bei Teilprothesen als Gaumenbügel bei einem schmalen Kieferkamm zum Einsatz kommen. Die Gaumenplatte kann im Unterkiefer wegen der Zunge als beweglicher Muskelkörper bzw. wegen Platzmangel nicht eingesetzt werden und funktioniert nur im Oberkiefer, um dem Zahnersatz den genügenden Halt zu geben, wenn sich die Platte beim Gaumen an der Mundschleimhaut durch den Speichel festsaugt. Im Oberkiefer kann auch ohne Implantate mit der Gaumenplatte ein gute Prothesenhalt erzielt werden, doch kann dieser Fremdkörper ein Fremdkörpergefühl wie auch ein Geschmacksverlust oder ein Würgereiz verursachen, wie sich auch Essensreste verstecken können, was kurzfristig Mundgeruch (Halitose) verursachen kann. Wenn im Oberkiefer alle Zähne fehlen, gibt es als Alternative die gaumenfreie Teleskopprothese bzw. Teleskopbrücke als herausnehmbaren Zahnersatz, was kein Fremdkörpergefühle oder Probleme beim Sprechen verursacht und auch keine Beeinträchtigung vom Geschmack entstehen lässt. Bei der Teleskopprothese als herausnehmbaren Zahnersatz handelt es sich um eine hochwertige Zahnprothese die aus den fest im Kiefer verankerten Innenkronen und den Aussenkronen besteht und nach dem Doppelkronenprinzip funktioniert.

Prothesenhalt der Totalprothese im Oberkiefer

Der Halt einer Totalprothese im Unterkiefer unterscheidet sich stark vom Oberkiefer, da die Unterkieferprothese eine reduzierte Saugwirkung durch die kleinere Auflagefläche bekommt und auch ein erheblich geringerer Halt durch die Zungenbeweglichkeit bestehen kann.

Nach einem Zahnverlust erfolgt der Abbau vom Alveolarknochen, der im Oberkiefer bedeutend kleiner ist als im Unterkiefer. Ein rascherer Abbau vom Kieferknochen im Unterkiefer kann auch daraus entstehen, weil die Auflagefläche der Vollprothese im Unterkiefer gegenüber der Oberkieferprothese nur halb so gross ist, da die Prothese auf dem Gaumen aufliegt, womit die wirkenden Belastungskräfte auf den Unterkiefer doppelt so gross sind wie im Oberkiefer. Die Prothesentragedauer einer Vollprothese im Oberkiefer ist viel länger als auf dem Kieferkamm im Unterkiefer, wenn dieser Alveolarkamm stark abgebaut und flach geworden ist und damit einer Totalprothese keinen Halt mehr bieten kann. Durch ungenügenden Prothesenhalt kann auch ein Schlotterkamm entstehen, so vorwiegend durch eine schlechtsitzende Zahnprothese im Oberkiefer. Als Schlotterkamm bezeichnet man den infolge von ungünstiger Belastung wie bei einer nicht anliegender Vollprothese als Zahnersatz, der als Überschuss von Weichgewebe auf dem Kieferkamm entstanden ist.

Oberkieferprothese Vollprothese Oberkiefer 

Sofern im Oberkiefer noch einzelne Zähne vorhanden sind, können der einzelne Zahn oder mehrere Zähne der Oberkieferprothese einen Halt geben, so dass der Zahnarzt meist von einer Deckprothese, Overdenture oder Coverdentures spricht. Die Deckprothese als herausnehmbare Teilprothese ist in einem nur noch gering bezahnten Kiefer eine spezielle Prothesenart.

Oberkieferprothese

In erster Linie dient die Totalprothese die auch als Vollprothese oder Kieferprothese bezeichnet wird der Wiederherstellung der Kaufunktionen.

Die einfachste, kostengünstigste und daher am häufigsten eingesetzte Zahnersatz-Variante im Zahnlosen Oberkiefer ist die herausnehmbare Oberkieferprothese. Durch spezielle Anpassung und Formung findet sie ihren Halt an der Kieferschleimhaut und wird durch Unterdruck an der Oberkieferschleimhaut festgesogen und hält zusätzlich durch eine Gaumenplatte am Gaumen. Die Oberkieferprothese ersetzt im Oberkiefer komplett die fehlende Zahnreihe im Zahnbogen durch eine Totalprothese bzw. Vollprothese. Auch wenn durch die Erdanziehungskraft eine eingesetzte Oberkiefer-Prothese leichter runterrutschen könnte, so sind es doch die Unterkiefer-Prothesen, die besonders auf einem schmalen Kieferkamm Probleme bieten, da diese beim Sprechen und Essen leichter mit der Zunge leichter angehoben werden können. Wenn die Oberkieferprothese bzw. Vollprothese im Oberkiefer richtig angepasst ist, muss sie in der Regel nicht mehr mit zusätzlicher Haftcreme (Haftmittel für Prothesenhalt) befestigt werden, was eine Geschmacksirritation verursachen kann. Die Oberkieferprothese sollte aber auch ästhetische und sprachliche Komponenten berücksichtigen, wo ein gaumenfreier Zahnersatz ohne störende Gaumenplatte immer zu empfehlen ist, die das Kauen und Sprechen behindern kann. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die von herausnehmbaren über den Implantatgetragenen Zahnersatz (Implantatbrücke) bis zur festsitzenden Totalprothese bzw. "Implantatprothese" reichen.


Zahnprothese im Unterkiefer

Viele Menschen verspüren beim Tragen der Zahnprothese im Unterkiefer ein Prothesenproblem oder haben eine Prothesenunverträglichkeit, wenn die Totalprothese auf der Kiefer nicht richtig sitzt.

In der Zahnheilkunde ist im Unterkiefer die getragene Zahnprothese auf der Kieferschleimhaut für viele Menschen ein Problem, wenn ein schmaler Kieferkamm vorhanden ist, wo eine besondere Mitarbeit vom Zahnpatient gefragt ist, wenn der Halt der Zahnprothese durch das Vakuum nicht gegeben ist oder die Prothese als Fremdkörper nicht richtig sitzt. Prothesen-Probleme ergeben sich meist durch eine schlechtsitzende Zahnprothese im Unterkiefer, wodurch das Fremdkörpergefühl durch den herausnehmbaren Zahnersatz erhöht wird, so dass bei ungünstigen Biss-Verhältnissen eine Prothesen-Unverträglichkeit entstehen kann, wo der Zahnersatz mit den künstlichen "Ersatzzähnen" (dritten Zähnen) ausserhalb der Mundhöhle verweilen. Die Schleimhautgetragene Vollprothese haftet mit der Gaumenplatte am Oberkiefer besser als am Unterkiefer, wo meist ein schmaler Kieferkamm vorhanden ist. Auch wenn die Prothesenbasis einer Vollprothese im Unterkiefer den Kieferkamm überzieht, kann die Zahnprothese mit der Zunge als Muskelkörper leichter angehoben werden, denn im Gegensatz zum Oberkiefer ist die Auflagefläche wesentlich kleiner.

Prothese Unterkiefer Unterkiefertotalprothese 

Das Angewöhnen an Prothesen ist Gewöhnungsbedürftig und besonders im Unterkiefer anfänglich nicht einfach, doch sollte eine Unterkiefer-Totalprothese regelmässig getragen werden.

Probleme mit Unterkieferprothese

Bei Prothesen-Problemen sollte man den Zahnarzt nochmals aufsuchen.

Bei Problemen mit neuen Prothesen sollte man beim Zahnarzt nochmals Vorstellig werden, denn bei Zahnprothesen können die Probleme individuell sehr unterschiedlich sein, zu denen es auch unterschiedliche Zahnersatz-Möglichkeiten gibt. Wenn der Kieferkamm vom Unterkiefer zu schmal ist, kann ein sicherer Halt der Vollprothese nicht gegeben sein, wie auch wenn ein flacher Alveolarkamm besteht. Am Unterkiefer kann sich das Weichgewebe dauernd bewegen, so dass die Bedingungen für einen sicheren Halt der "Kieferprothese" schwieriger sind als im Oberkiefer. Bei einer Totalprothese darf sich die Prothese beim Zahndruck nicht von der Kieferschleimhaut lösen, wenn die einzelnen Zähne statisch korrekt aufgestellt sind. Im Unterkiefer kann der Zahnarzt bei der Prothese für kürzere Zähne sorgen, womit eine Schleimhautgetragene Prothese nicht gigampft bzw. wackelt und einen besseren Halt als bei schöneren Zähnen in Normallänge findet. Nebst dem Prothesenhalt hat jedoch die "Phonetische Zahnaufstellung" ebenfalls eine grosse Bedeutung, denn die Zähne sind beim Mensch auch ein Sprechwerkzeug und werden zum Sprechen gebraucht. Bei der Lautbildung (Phonetik) sind nebst den Zähnen auch der Gaumen, die Zunge und die Lippen an der Stimmbildung beteiligt, wobei die Sprache durch die Bisshöhe und die Ausrichtung der Zähne nach vorne oder hinten geprägt wird. Der Zahnarzt wie auch der Zahntechniker hat bei der Anfertigung einer Unterkiefer-Vollprothese ohne Implantate als künstliche Zahnwurzeln keine leichte Aufgabe, um eine schöne Zahnästhetik herzustellen, wo gleichzeitig ein guter Kaukomfort und Sprechkomfort vorhanden sein muss.

Prothese im Unterkiefer hält vielfach nicht gut

Wenn die Prothese im Unterkiefer keinen guten Halt erhält, gibt es dafür verschiedene Ursachen und Möglichkeiten, doch dabei handelt es sich meist um eine Vollprothese, da der Halt der Prothese durch einen Saugeffekt zwischen der Mundschleimhaut und der Prothesenbasis mit dem Speichelfilm erzeugt werden muss.

Sofern im Unterkiefer ein schmaler Kieferkamm oder ungünstige Biss-Verhältnisse vorhanden sind, "schwimmt" die Unterkieferprothese auf der Schleimhaut, so dass die Prothese erst beim Zubeissen auf den Kieferkamm gedrückt wird. Im Unterkiefer muss die Prothese beim Sprechen und Kauen zusätzlich von der Wangenmuskulatur stabilisiert werden, ansonsten die Prothese bei losem Halt leicht mit der Zunge angehoben werden kann. Je grösser die Berührungsfläche zwischen Prothesenbasis und Mundschleimhaut ist bzw. je besser die Prothesenbasis auf der Schleimhautoberfläche anliegt, umso besser ist der Prothesenhalt, was bei der Prothese im Oberkiefer vielfach kein Problem darstellt, da sich die Oberkieferprothese am Gaumen bzw. an der Gaumenschleimhaut besser festsaugt als eine Vollprothese im Unterkiefer.

Druckknopfprothese

Da im Unterkiefer kein breitflächiger Gaumen vorhanden ist und meist eine ungünstige Situation vorliegt, wo sich die Prothese nicht festsaugen kann, ist vielfach eine Druckknopfprothese notwendig.

Sofern eine ungünstige Situation im Unterkiefer vorliegt und kein festsitzender Zahnersatz mehr möglich oder wegen höheren Kosten erwünscht ist, können im teilbezahnten oder in einem zahnlosen Kiefer durch einen abnehmbaren Zahnersatz Funktion und Ästhetik wieder hergestellt werden. Wenn der Kieferkamm vom Unterkiefer zu flach wird kann man Verschraubungen in den Kiefer einbauen, die an der Oberseite über einen Druckknopf verfügen.

Druckknopfprothese Prothese mit Druckknopf

Als Gegenstück wird in die Prothese das Druckknopfgegenstück eingebaut, das beim Einsetzen in den Mund einschnappt und so einen sicheren Halt gewährleistet. Das Locator-System ist eine komfortable Lösung um eine Zahnprothese sicher zu fixieren und funktioniert ähnlich einem Druckknopf, wo zwei bis vier Implantate zur Stabilisierung der Prothese in den Kieferknochen eingesetzt werden. Als Locator wird in der Zahnmedizin ein Verankerungssystem für Vollprothesen auf zwei oder mehreren Zahnimplantaten als Verbindungselemente zur Fixierung von abnehmbarem Zahnersatz bezeichnet, um ein lästiges Schaukeln der Zahnprothese beim Kauen und Sprechen auf dem Kieferkamm zu verhindern. Das flexible Prothetik-System zur Befestigung von Vollprothesen ermöglicht ein sehr einfaches Einsetzen einer Zahnprothese auf Implantaten. Günstige Durchmesser-reduzierte Mini-Implantate die meist mit einem mit einem Kugelkopfaufbau versehen sind, dienen zur Fixation von Vollprothesen. Mini-Implantate können einen ungenügenden Halt der "Schleimhautprothese" beim Essen und Sprechen verbessern, jedoch keinen Zahnersatz tragen wie eine künstliche Krone oder Zahnprothese.

Implantate bei ungünstigen Kieferverhältnissen

Im Extremfall können bei ungünstigen Kieferverhältnissen die Implantate am besten helfen.

Wenn aus Kostengründen keine normalen Zahnimplantate als Zahnwurzelersatz (Einzelzahnimplantate) erwünscht sind, ist die beste und hochwertigste Ausführung eine Vollprothese als Implantatgetragener Zahnersatz, sei es eine "Implantatbrücke" oder eine Implantatgetragene Prothese. Es gibt Implantatgetragene Vollprothesen, die auf implantierten Pfosten in unterschiedlichen Ausführungen zur Anwendung kommen. Die Stegverbindung dient der Stegprothese als herausnehmbarer Zahnersatz der Verankerung und Abstützung. Wenn noch Restzähne vorhanden sind, kann eine Geschiebeprothese als herausnehmbarer Zahnersatz bei der Zahnsanierung gute Dienste leisten. Auf gesunden Zähnen kann die Prothese mit Geschiebe wie auch die Teleskopbrücke bzw. Teleskopprothese mit Teleskopkronen eine Alternative zum Implantat sein.

Implantatgetragene Vollprothesen Zahnersatz

Zahnimplantate geben dem Träger hierbei jedoch deutlich mehr Sicherheit und Tragekomfort.

Durch eingebrachte Zahnimplantate die man nicht spürt ist es vielfach möglich, durch die Anfertigung von der festsitzenden Zahnbrücke bis zur fest verankerten Totalprothese dem Zahnpatienten mehr Sicherheit im Umgang mit seinen Mitmenschen wie auch Kaukomfort, Sprachsicherheit und eine ansprechende Zahn-Ästhetik zurückzugeben. Auch die Kronen-Geschiebeprothese die aus einem feinmechanischen Geschiebe mit einem spezifischen Verschlusssystem besteht, ist ein hochwertiger herausnehmbarer Zahnersatz, der im Unterkiefer wie auch im Oberkiefer einen festsitzenden Prothesen-Halt ergibt.


Teilprothesen als Zahnersatz

Eine Teilprothese als Zahnersatz kann in unterschiedlichen Ausführungen hergestellt werden, wobei die Zahnersatz-Qualität auch den Preis bestimmt.

Wenn noch ausreichend guterhaltene eigene Zähne vorhanden sind, kann eine Teilprothese angefertigt werden, um daran einen festsitzenden Zahnersatz im Zahngebiss stabil befestigen zu können. Die Funktion der Zähne mit ein vollständigen Gebiss ohne Zahnlücken ist beim Mensch für die Verdauung sehr wichtig, da die Zähne vielfältig Aufgaben erledigen müssen, so bei der Nahrungsaufnahme die Nahrung festzuhalten, die Nahrung zerkleinern und für das Schlucken zermalmen, doch die Zähne tragen auch einen wesentlichen Teil zur Artikulation und Aussprache bei, denn einige "Dental-Laute" können nur mit Hilfe der Zähne gebildet werden. Die Teilprothese ist als Lückenbüsser ein Zahnlücken-Ersatz, der im menschlichen Gebiss grössere Lücken zwischen den Zähnen schliessen kann. Die einfachste Ausführung einer Teilprothese besteht aus einer Kunststoffbasis und den zu ersetzenden Zähnen und gebogenen Halteelements und Stützelementen, den sogenannten Klammern als Halteelemente und bestenfalls zusätzliche Auflagedorne als Stützelemente, die ein Absinken der Prothese verhindern.

Teilprothesen als Zahnersatz Klammerprothesen

Die Prothese kann durch einen eingearbeiteten Draht oder Bügel verstärkt werden.

Eine derartige Teilprothese ist allenfalls als eine Interimsprothese (Übergangsprothese) zu verantworten und sollte keinesfalls als Dauerlösung eingegliedert werden, weil sie in aller Regel sowohl die verbliebenen natürlichen Zähne als auch das Zahnfleisch und den darunterliegenden Knochen schädigt: mechanische Atrophie.

Teilprothese

Die Entscheidung für die Art der Teilprothese im teilbezahnten Kiefer ist vom aktuellen Zahnarzt-Befund vom Gebisszustand (Parodontalstatus) bzw. dem Zahnstatus und der Finanzsituation für einen guten Sprechkomfort und Kaukomfort abhängig, denn eine gute Zahnersatz-Qualität bestimmt auch die Zahnersatzkosten. Die Kosten der Zahnsanierung sind auch bei Teilprothesen von verschiedenen Faktoren abhängig, so wenn man Mundinstrumente spielt oder in einem Chor mitsingt. Bei der Qualität von Zahnersatz kann auch das Allergierisiko (Metallallergie im Mund) bzw. eine Materialverträglichkeit gegen gewisse Dentalmaterialien wie Dentalkunststoffe eine wichtige Rolle spielen. Die Teilprothese als Zahnersatz kann wie die Totalprothese mit oder ohne Implantate als Zahnersatz aufgebracht werden, wobei die Klammerprothese die Kostengünstigste Variante unter den Teilprothesen ist.

Günstige Klammerprothese Unterkiefer Zahnersatz 

Klammerprothesen und Vollprothesen sind vergleichsweise günstige Prothesen im Preis, denn die Herstellung von Klammerprothesen und Vollprothesen stellt keine hohen Ansprüche an das Dentallabor und können dem Zustand der eigenen Zähne angepasst werden. Nachteile der einfachen kostengünstigen Klammerprothesen wie die Modellgussprothesen sind die eingeschränkt Haltbarkeit und die verminderte Lebensqualität, im Besonderen beim Sprechen, Lachen und bei der Nahrungsaufnahme. Durch sichtbare Klammern im Frontzahnbereich ist der Ästhetische Eindruck vermindert und der Halt im Besonderen im Unterkiefer unbefriedigend. Durch die Klammerbefestigung an den Pfeilerzähnen kann es zum Abrieb sowie zur Überlastung und Lockerung der Zähne kommen. Da Klammerprothesen meist keinen festen Sitz im Gaumenbereich aufweisen, kann durch fehlende oder falsche Belastung der Abbau vom Kieferknochen (Knochenschwund) beginnen.

Teil-Zahnprothesen als Zahnersatz

Bei den Teil - Zahnprothesen als Zahnersatz lassen sich Klammerprothese, Geschiebeprothese und Teleskopprothese bzw. Teleskopbrücke unterscheiden.

Bei den Teilprothesen unterscheidet man verschiedene Arten von Teilprothesen bzw. Zahnersatz-Arten nach der Befestigung, so für Klammerprothese die Klammerverankerung, für die Druckknopfprothese die Druckknopfverankerung mit den Druckknopfankern, für die Geschiebeprothese die Geschiebe-Verankerung und für Stegprothesen die Stegverankerung (Stegverbindung), die an Zähnen oder Zahnimplantaten verankert werden können. Die Stegverbindung dient der Verankerung und Abstützung von herausnehmbarem Zahnersatz, so meist von Totalprothesen bzw. Vollprothesen. Während die Klammern bei der Klammerprothese die Teilprothese verankern, werden für die Geschiebeprothese als Zahnersatz benachbarte Zähne überkront, anschliessend wird ein Geschiebe an die Zähne angehängt, sodass dort die Zahnprothese verankert werden kann. Auch für die Teleskopprothese werden benachbarte Zähne überkront, denn die Prothese wird auf die Kronen aufgesetzt, so auch ein metallfreier Zahnersatz der meist als Bio-Zahnersatz bezeichnet wird. Eine Teilprothese besitzt gegenüber einer Schleimhautgetragenen Zahnprothese in der Regel eine bessere Stabilität, da sie an den vorhandenen festen Zähnen verankert werden kann. So enthält sie oftmals Metallklammern, um an das Restgebiss angehakt werden zu können. Es gibt auch spezielle Verankerungen (Geschiebe) an festen überkronten Restzähnen, die durch ihre kleine mechanische Verbindungsstelle einen kosmetischen Vorteil bringen. Zahnprothesen können auch an einem Zahnimplantat befestigt werden. Die Teleskopprothese besteht aus einem festsitzenden und einen herausnehmbaren Teil und ist als kombinierter Zahnersatz eine hochwertige, herausnehmbare Zahnprothese die zum Ersatz kommt, wenn Zähne fehlen. Ein Teleskop ist eine Zahnprothese, die an einem mit einem Metallkegel (Teleskop) überkronten Zahn (Überkronung) befestigt wird.


Arten von Teilprothesen

Unter einer Teilprothese versteht man einen abnehmbaren Zahnersatz im teilbezahnten Kiefer für den es verschiedene Teilprothese-Arten gibt.

Teilprothesen können im Gebiss eingegliedert werden, wenn Zahnlücken aufgrund von fehlenden Zähnen geschlossen werden müssen und noch natürliche Zähne im Zahnlückengebiss vorhanden sind. Teilbezahnte Kiefer sind in Bezug auf Ästhetik, Sprachbildung und Kauvermögen häufig ungenügend, so dass sich bei einem Zahnlückenstand meist eine Zahnersatz-Versorgung aufdrängt. Von einer Teilprothese spricht man, wenn der Zahnersatz abnehmbar gestaltet ist und vom Zahnpatient selbst herausgenommen und wieder eingesetzt werden kann. Bei der Zahnsanierung mit Teilprothesen kann man die künstlichen Zähne von den natürlichen Zähnen meist nicht unterscheiden, so besonders beim metallfreien Zahnersatz, der in der Bio-Prothetik vielfach als Bio-Zahnersatz bezeichnet wird. Spezielle Teilprothesen ergeben sich beim Kombinations-Zahnersatz im Oberkiefer oder Unterkiefer, sei dies eine Teleskopprothese, eine Prothese mit Geschiebe wie auch die Stegprothese oder die Coverdenture-Prothese als Deckprothese.

Zahnsanierung mit Teilprothese

Die Ursachen von Zahnverlust können verschiedenartig sein und sollten bei dem Entscheid von Zahnersatz bei der Wahl der Teilprothesen-Art mitberücksichtigt werden. Die Teilprothese ersetzt einen Teil der natürlichen Zahnreihe im Oberkiefer wie auch im Unterkiefer in der Zahnborgenform, wenn der Verlust der Zähne durch einen Zahnunfall, eine Zahnerkrankung (Zahnfäule) oder durch eine Zahnfleischerkrankung durch Bakterien, Viren und Pilze entstanden ist wie auch wenn eine Nichtanlage von einzelnen Zähnen besteht.

Teilprothesen-Arten

Bei den Zahnprothesen unterscheidet man die preisgünstigen Klammerprothesen von den hochwertigen Geschiebeprothesen und Teleskopprothesen bzw. Teleskopbrücken, die als kombinierter Zahnersatz (festsitzend / herausnehmbar) aus einem festsitzenden und einem herausnehmbaren Teil bestehen.

Teilprothesen als Zahnersatz können in unterschiedlichster Art und Qualität für einen guten Kaukomfort und Sprechkomfort gefertigt werden, wobei die Zahnästhetik mit schönen weissen Zähnen bei vielen Menschen eine wichtige Rolle einnimmt. Eine gute Teilzahnersatz-Art und Ausführung ist bei Menschen für die Lautbildung und Stimmbildung (Phonetik) sehr wichtig, so besonders auch für den Klang beim Musizieren und Singen, wo eine "Phonetische Zahnaufstellung" beim Zahnersatz von grosser Bedeutung ist. Der Halt einer Teilprothese ist sehr wichtig und kann durch eine Verankerung an der Restbezahnung sichergestellt werden, so durch eine Klammerprothese die an Klammerzähnen befestigt wird, was jedoch beim Spielen von Musikinstrumenten vielfach ungenügend ist wie auch eine Freiendprothese als herausnehmbarer Zahnersatz.

Teilprothese im Oberkiefer

Günstige Teilprothesen gibt es für den Oberkiefer mit und ohne Klammern wie auch für den Unterkiefer.

Wird der Zahnersatz im paarig angelegten Oberkiefer als Zentrum vom mittleren Gesichtsabschnitt oder im Unterkiefer mit dem hufeisenförmigen Unterkieferkörper abnehmbar gestaltet, so wird von einer Teilprothese gesprochen. Wenn genügend stabile eigene Zähne im Oberkiefer vorhanden sind, kann eine Oberkiefer-Teilprothese auch ohne Gaumenplatte eingesetzt werden.

Teilprothese Oberkiefer abnehmbaren Zahnersatz

Teilprothesen können als Zahnersatz aus einer Kunststoff-Gaumenplatte, Befestigungsklammern aus Metall und künstlichen Zahnkronen aus Keramik oder Kunststoff bestehen.

Teilprothese im Unterkiefer

Eine einfache Kunststoff-Teilprothese wird vielfach nur als Übergangsprothese bzw. Interimsersatz mit vorgefertigten Halte- und Stützelementen vorübergehend eingegliedert als Sofortprothese.

Eine einfache Übergangsprothese mit Klammern als Immediatprothese ist eine provisorische Sofortprothese, die unmittelbar nach der Zahnextraktion eingesetzt wird und ist für eine gewisse Zeit bestimmt, denn sie kann bei längerem Tragen das Zahnbett der Restzähne zerstören. Die Interimsprothese wird eingegliedert, um das Wandern der Zähne in die Zahnlücke zu verhindern, bis die endgültige Teilprothese fertiggestellt ist und kann auf längere Sicht einen weiteren Zahnverlust fördern. Bei Unterkieferprothesen kann wegen der Zunge als beweglicher Muskelkörper keine Gaumenplatte eingesetzt werden, sei dies eine Teilprothese als Zahnersatz im Teilbezahnten Kiefer oder eine Vollprothese im Zahnlosen Kiefer, wo der Prothesenhalt nur durch Implantate verbessert werden kann, wenn zu wenig Speichel für den Halt der Prothese im Mund vorhanden ist. Für einen guten Prothesenhalt im Unterkiefer gibt es meist nur die Möglichkeit mit Implantaten, wo viele verschiedene Implantatsysteme und Implantattypen zu unterschiedlichen Implantatkosten zur Verfügung stehen, so auch günstige Durchmesser-reduzierte Mini-Implantate oder Kurzimplantate für Totalprothesen (Kieferprothesen).

Teilprothese Unterkiefer Zahnersatz abnehmbar  

Bei den Prothesen im Oberkiefer wie auch bei den Prothesen im Unterkiefer unterscheidet man verschiedene Zahnersatz-Arten nach der Befestigung, so die Schleimhautgetragene Teilprothese welche auf dem Kieferkamm auf der Kieferschleimhaut aufliegt wie die Freiendprothese. die Zahnersatz-Arten können an Zähnen, Zahnimplantaten oder kombiniert als Hybrid-Prothese verankert werden, so die Klammerverankerung für Klammerprothesen, die Druckknopfanker bzw. Kugelkopf-Anker für Druckknopfprothesen, die Geschiebe-Verankerung für Geschiebeprothesen und die Stegverankerung (Stegverbindung) für Stegprothesen.

Erweitern der Prothese

Im Gegensatz zu Zahnbrücken kann der Zahntechniker die Teilprothesen bei erneutem Verlust von Zähnen erweitern bzw. ergänzen. Dabei fügt der Zahntechniker Kunststoffzähne nach einem Gebissabdruck in die alte Prothese ein, sofern diese noch funktionsfähig ist. Die erweiterte Prothese kann der Patient direkt nach Entfernung des kranken Zahns tragen, was für Zahnpatienten ein grosser Vorteil ist.

Halt der Prothesen im vergleich

Der Halt einer Teilprothese ist besser als einer Totalprothese, denn der Halt einer Teilprothese wird, im Gegensatz zur Totalprothese, mittels einer Verankerung an die Restbezahnung angehängt.

Modellgussprothese mit Klammerverankerung

Die Modellgussprothese ist eine gegossene Prothese, die häufig auch Klammerprothese genannt wird, denn es ist eine Teilprothese die mittels Klammern Verankert wird.

Vorteile dieser Klammer-Technik bei den Modellgussprothesen ist, dass es eine relativ kostengünstige Zahnprothese ist. Nachteilig sind die Sichtbaren Klammern bei der Klammerprothese, wo sich auch Bakterienbeläge ansammeln können, weshalb nebst der Mundpflege und Zahnpflege der Klammerzähne, die besonders gut gereinigt werden müssen wie bei der Zahnspangenbehandlung, eine gute Pflege der Zahnprothese notwendig ist.

Druckknopfverankerung

Druckknopf verankerte Teilprothesen kommen vor allem bei stark zerstörten Zähnen zur Anwendung.

Bei Druckknopf verankerte Teilprothesen wird der Druckknopf (Patrize) mit einem Stift an der Zahnwurzel befestigt. Diese Zahnwurzel muss wurzelbehandelt sein bzw. der Nerv vom Zahn muss entfernt werden. Das Gegenstück des Druckknopfes (Matrize), wird in der Prothese verankert. Der Prothesenhalt einer Druckknopfprothese erfolgt durch einen Schnapp- Mechanismus von Patrize und Matrize. Vorteil dieser Technik ist der Halt der Prothese, da dieser variabel und besser ist als bei einer normalen Modellgussprothese. Betreffend Ästhetik ist die Druckknopfverankerung schöner, denn bei Druckknopfverankerten Teilprothesen sind die Halteelemente versteckt. Nachteil dieser Technik ist, dass eine Wurzelbehandlung bei bestehendem Zahn vorgenommen werden muss. Möglich ist auch das Setzen von Zahnimplantaten, was aber Kostenintensiver ist als eine Modellgussprothese.

Stegverankerung für Stegprothese

Die Stegprothese mit der Stegverankerung haben bei stark zerstörten Zähnen oder im Zahnlosen Kiefer ein grosser Vorteil.

Zwei bis vier Zahnwurzeln oder Implantate können miteinander verbunden werden, was der Stegprothese einen guten Halt gibt und man als Steg-Konstruktion bezeichnet. Das Gegenstück vom Steg wird als sogenannter Steg-Reiter genannt, der sich in der Zahnprothese befindet. Der Steg-Reiter wird beim Einsetzten der Prothese über den Steg gedrückt, womit der Halt durch die Klemm-Wirkung von Steg und Steg-Reiter zustande kommt. Die Steg- Lösung ist der so genannte Rolls- Royce unter den Prothesen, denn der Steg der Prothese bietet den bestmöglichsten Halt für eine Teilprothese. Vorteile dieser Technik liegen in der Zahn-Ästhetik, denn der Steg ist nicht sichtbar da er vollkommen in der Prothese verschwindet. Die Stegprothese bietet einen sehr guten Halt, sodass der Kaukomfort beinahe so wie bei einem festsitzenden Zahnersatz besteht. Diese Technik setzt eine Wurzelbehandlung oder ein Zahnimplantat voraus, was dementsprechend Kostenintensiv ist.

Geschiebe-Verankerung

Für die Geschiebeverankerung braucht es eine gute Restbezahnung die meist als Restzahngebiss genannt wird, das die noch die vorhandenen Zähne im Gebiss beinhaltet.

Für die Geschiebeverankerung muss eine relativ gut erhaltene Restbezahnung vorhanden sein. Eine an Geschieben verankerte Teilprothese benötigt immer zwei Geschiebe bzw. eine Geschiebeprothese besteht immer aus zwei Teilen. Der abnehmbare Teil ist die Matrize und befindet sich in der Prothese, der fixe Teil nennt man Patrize und ist ein Bestandteil einer Krone. Für eine Geschiebeverankerung müssen deshalb vorausgehend immer zwei Pfeilerzähne für Kronen präpariert werden. Im Gegensatz zu den konventionellen Klammerprothesen ergibt sich vor allem ein ästhetischer Vorteil, da die Verankerung nach aussen hin nicht sichtbar ist. Vorteil dieser Technik ist der Halt, der gegenüber Klammerprothesen sehr gut ist. Das Geschiebe ist in Bezug auf Ästhetik vollkommen, denn die Geschiebeverankerung ist in die Geschiebeprothese integriert und der Kaukomfort besser als bei einer Modellgussprothese. Nachteile dieser Geschiebeverankerung ist, dass sie kostenintensiv ist, da die Geschiebeverankerung technisch sehr aufwendig und daher teuer ist.

Pflege einer Prothese

Prothesen sollten beim morgendlichen und abendlichen Zähneputzen sowie nach den Mahlzeiten herausgenommen und gereinigt werden, eine antibakterielle Sprudellösung ist aber nicht unbedingt notwendig.

Wenn man zweimal im Monat eine antibakterielle Sprudellösung als Zusatz zur Reinigung der Prothese verwendet ist dies vollkommen ausreichend, denn viel effektiver ist es, wenn man die Prothese intensiv mit ein wenig Zahnpasta und einer weichen Zahnbürsten säubert.

Prothesenhalt Zahnpasta Pflege der Prothese

Nach Pflege von Zahnfleisch bzw. dem Zahnfleisch massieren und dem reinigen der restlichen Zähne mit Zahnpasta und Zahnbürste im Mundraum kann die Prothese wieder eingesetzt werden. Eine gute Zahnfleischpflege kann beim Tragen einer Zahnprothese wie auch bei Implantaten sehr wichtig sein, damit das Zahnfleisch besser durchblutet wird und eine Zahnfleischentzündung verhindert werden kann. Eine im Gebiss festsitzende Prothese kann auch über Nacht im Mund behalten werden.

Die Prothesenbasis

Die Prothesenbasis ist bei einer Teilprothese besser gestaltet als bei einer Vollprothese, denn sie besitzt meist ein Metallgerüst und kann so wesentlich graziler gestaltet werden als eine Totalprothese.

Bei einer schleimhautgetragenen Zahnprothese muss die Prothesenbasis auf der Kieferschleimhaut aufliegen, damit der Prothesenhalt auf dem Kieferkamm nicht verloren geht. Der Tragkomfort bei der Teilprothese ist meist besser als bei der Totalprothese, die einen erhöhten Kaukomfort gegenüber einer Totalprothese hat. Jeglicher abnehmbare Zahnersatz wird aber vom Zahnpatienten am Anfang immer als störender Fremdkörper wahrgenommen und eine Gewöhnung daran findet meist erst nach einiger Zeit statt.


Druckknopfprothese

Bei der Druckknopfprothese handelt es sich um einen Kombinierten Zahnersatz, der kombiniert durch die Kugelkopf-Anker als Verbindungselemente festsitzend-herausnehmbaren ist.

Unterkieferprothese mit Druckknopfsystem, wo die Druckknöpfe Halte-Elemente sind, um eine Teilprothese oder Vollprothese (Kieferprothese) als herausnehmbarer Zahnersatz auf Zähnen oder Zahnimplantaten als künstliche Zahnwurzeln befestigen zu können. Auf den Druckknopfankern kann eine Totalprothese befestigt werden, denn die Verbindung mit dem Druckknopfsystem funktioniert ähnlich wie das Verschluss-Knopfprinzip bei Kleidern, wo der Druckknopf einrasten kann. Bei der Druckknopf-Prothese müssen die Kugelkopf-Anker als Verbindungselemente auf den Wurzeln von Restzähnen oder Implantaten parallel angeordnet sein, damit die Zahnprothese gleichmässig auf den Prothesen-Ankern einrasten kann. Im Vergleich zur Steg-Prothese hat die Druckknopfprothese den Vorteil, dass der Kugelkopfanker wie auch die Matrizen als Gegenstücke in der Prothese weniger Platz benötigt. Mit der Verankerung durch Kugelanker oder mit dem Druckknopfsystem kann auch bei einer Teilprothese vermieden werden, dass sichtbare Klammern zum Vorschein kommen, wie dies bei Klammerprothesen als künstlicher Zahnersatz für fehlende natürliche Zähne der Fall sein kann.

Prothese mit Druckknopf Druckknopfprothese

Druckknopf verankerte Prothesen kommen vor allem bei stark zerstörten Zähnen zur Anwendung, wenn die natürlichen Zahnwurzeln unterhalb vom Zahnfleisch für das Eingliedern und Ausgliedern noch in gutem Zustand sind. Wenn Druckknopfsysteme auf Implantaten eingegliedert werden, müssen diese im Kieferknochen präzise parallel gesetzt werden können, was jedoch nur bei genügendem Knochenangebot in Kieferhöhe und Kieferbreite möglich ist.

Zahnprothese mit Druckknopfsystem

Der Druckknopf bei der Druckknopfprothese im Oberkiefer oder Unterkiefer ist ein Halte-Element um eine Teilprothese oder Totalprothese zu befestigen.

Wurzelbehandelte Zähne werden für den Zahnersatz so präpariert, dass auf einer Wurzelstiftkappe ein Halteelement befestigt werden kann. Dabei wird der Druckknopf (Patrize) mit einem Stift an der Zahnwurzel befestigt. Diese Zahnwurzel muss wurzelbehandelt sein bzw. der Nerv vom Zahn muss entfernt werden. Das Gegenstück vom Druckknopf ist die Matrize, die in der Zahnprothese verankert wird. Der Halt der Druckknopfprothese erfolgt durch einen Schnapp- Mechanismus von Patrize und Matrize, ähnlich wie die Stegverbindung bei der Stegprothese oder das Geschiebe bei der Geschiebeprothese, wo die Halteelemente zur Verankerung und Abstützung auch versteckt sind.

Zahnsanierung durch Kugelanker oder Druckknopfanker

Der Druckknopfanker ist ein als Druckknopf gestaltetes Halteelement wie der Kugelanker zur Verankerung von herausnehmbaren Prothesen auf Wurzelkappen.

Vorteil der Technik mit Druckknopfanker ist der Halt, da dieser variabel und besser ist als bei einer Modellgussprothese mit Klammern, die als Klammerprothese bezeichnet wird. Betreffend Ästhetik ist die Druckknopfverankerung schöner, denn bei Druckknopfverankerten Teilprothesen sind die Halteelemente versteckt. Nachteil dieser Technik ist, dass eine Wurzelbehandlung bei bestehendem Zahn vorgenommen werden muss. Bei der Zahnsanierung resp. Gebiss-Sanierung mit Druckknopfprothesen ist auch das Setzen von Implantaten als Zahnwurzelersatz möglich, was aber Kostenintensiver ist als eine Modellgussprothese mit Klammern, das meist eine günstige Zahnprothese ist, so dass man von einer günstigen Zahnsanierung spricht. Die Klammerprothese bietet auf längere Zeit meist keinen zufriedenstellenden Kaukomfort und Sprechkomfort, da die Klammern  diese Zähne (Klammerzähne) schädigen können. Demgegenüber bietet ein kombinierter Zahnersatz auf Zahnimplantaten (festsitzend und herausnehmbar) meist für eine lange Zeit einen sicheren Halt, sofern eine gute Implantatpflege bzw. Zahnfleischpflege um die Implantate herum erfolgt, womit eine Zahnfleischentzündung verhindert werden kann. Bei jeder Versorgung mit Zahnersatz, seien es Steggeschiebe, Kugelkopfanker, eine festsitzende Zahnbrücke oder eine Klammerprothese, ist eine gute Pflege der Zähne, Zahnersatzpflege und Mundpflege mit Zahnpasta und Zahnbürste wichtig, denn Zahnbelag ist nicht nur für natürliche Zähne der Feind Nummer eins, sondern auch für jeden Zahnersatz. Die Prothesenreinigung ist nicht nur wegen den Verfärbungen und hartnäckige Belägen an Teleskopbrücken (Teleskopprothesen mit Teleskopkronen) Kombinationsbrücken (Verbundbrücke / Hybrid-Brücke), Druckknopfankern, Kugelankern oder Steggeschieben wichtig, denn nebst der geschädigten Zahnersatz-Funktionen können auch pathogene Pilze an Zahnprothesen entstehen, so auch an "Implantatbrücken" und Implantatprothesen als Implantatgetragener Zahnersatz.


Interimsprothese 

Die Interimsprothese ist eine Übergangsprothese als zeitlich begrenzte optische Verbesserung der Zahnsituation im Zahn-Gebiss.

Der Name Übergangsprothese verrät, dass es sich beim Mensch um einen zeitlich begrenzten Interims-Zahnersatz handelt, der als Provisorium eingesetzt wird. Die Interimsprothese ist keine Dauerlösung, denn die "Notprothese" ergibt wegen der schlechten Passform einen ungenügenden Halt und ausserdem können die gebogenen Klammern bei der Klammerprothese die Restbezahnung auf die Dauer beschädigen.

Übergangsprothese als provisorischen Zahnersatz

Die Interimsprothese ist eine Übergangsprothese, ein vorläufiger Zahnersatz bzw. Provisorium zur Überbrückung der Zeitspanne bis zu einer endgültigen Versorgung.

Übergangsprothese

Die Interimsprothese ist nicht zu verwechseln mit der Immediatprothese als Sofortprothese, die nach einer Zahnextraktion eingesetzt wird.

Bei der Immediatprothese kann es sich um eine partielle oder Vollprothese handeln, die vor einem chirurgischen Eingriff wie einer Zahnextraktion beim Zahntechniker auf einem Kiefermodell hergestellt wird und durch eine prothetische Versorgung ersetzt wird. Extraktionswunden können nach der Zahnextraktion unter der provisorischen Prothese, die als Sofortprothese bezeichnet wird geschützt abheilen. Wenn mehrere Zähne im Unterkiefer gezogen werden, besteht die Gefahr, dass die gegenüberliegenden Zähne im Oberkiefer sich verlängern oder die Nachbarzähne der gezogenen Zähne sich verlagern können. Um Zahnverlängerung, Zahnwanderung oder Zahnkippung zu verhindern, muss ein Zahnersatz als Übergangsversorgung in Form einer Interimsprothese eingesetzt werden. Des Weiteren stellt die Interimsprothese die Kaufunktion und die Zahnästhetik provisorisch wieder her, bis z.B. ein Bio-Zahnersatz gefertigt ist, was eine lange Lebensdauer vom Zahnersatz garantiert.

Provisorische Zahnprothese

Die provisorische Prothese besteht aus einer Kunststoffbasis, in der die zu ersetzenden Zähne eingearbeitet sind.

Mit Hilfe kleiner Anker, der so genannten Rush-Anker wird die provisorische Prothese auf noch vorhandenen Zähnen befestigt und kann jederzeit zum Reinigen herausgenommen werden. Die Prothese wird so lange getragen, bis der Knochen abgeheilt ist, was in der Regel ca. drei bis sechs Monate dauert. Interimsprothesen dienen dem vorübergehenden Ersatz von Zähnen und werden in der Regel direkt nach der Zahnentfernung eingesetzt. Die Interimsprothese wird nicht so gut passen wie eine vollwertige Langzeitversorgung, sondern überbrückt nur die Zeit bis zu deren Anfertigung. Diese Prothese wird im Labor hergestellt nach der Grundlage von Modellen die vor der Zahnentfernung angefertigt wurden, weshalb eine optimale Passform nicht möglich ist. Die Interimsprothese besitzt einen einfachen Kunststoffkörper sowie die vom Zahntechniker im Labor per Hand gebogene Klammern zur Befestigung an den Restzähnen.
 
Vorteile der Übergangsprothese:

Als Zahnersatz ist die Interimsprothese ein günstiges Provisorium
Fehlende Zähne werden durch die Übergangslösung gleich ersetzt
 Extraktionswunden können unter der provisorischen Prothese geschützt gut abheilen
 
Nachteile der Übergangsprothese:

Schlechter Halt der Prothese (schlecht sitzende Zahnprothese)
 Die Übergangsprothese ist keine Dauerlösung
 Die Übergangsprothese hat meist eine schlechte Passform
 Die nur gebogenen Klammern können auf Dauer Zähne beschädigen
 Durch ungleichmässige Belastung kann sich der Kieferkochen mit der Zeit abbauen

Die Interimsprothese ist nicht zu verwechseln mit der Immediatprothese, denn die Interimprothese ist eine Prothese, die eingesetzt wird, um das Wandern der Zähne in eine Zahnlücke zu verhindern, bis die endgültige Zahnprothese fertig ist. Die Immediatprothese ist eine provisorische Sofortprothese als Zahnersatz, die unmittelbar nach der Extraktion der natürlichen Zähne eingesetzt wird, da diese vor einem chirurgischen Eingriff angefertigt wird. 


Totalprothesen

Totalprothesen die im zahnlosen Kiefer als Zahnersatz zum Einsatz kommen, werden in der Umgangssprache meist als Gebiss bezeichnet.

Die Oberkieferprothese und Unterkieferprothese ersetzen im Kiefer alle natürlichen Zähne durch künstliche "Ersatzzähne" in der Prothese. Damit der Prothesenhalt einer schleimhautgetragenen Zahnprothese auf dem Kieferkamm nicht verloren geht, muss Prothesenbasis auf der Kieferschleimhaut aufliegen. Als Prothesenbasis wird die untere Fläche einer abnehmbaren Totalprothese bezeichnet, die auf der Mundschleimhaut über dem Kieferknochen (Alveolarfortsatz) aufliegt. In einem zahnlosen Kiefer entsteht der Prothesenhalt zwischen der Prothesenbasis und dem Weichgewebe auf dem Kieferkamm, wodurch ein Vakuum durch den Mundspeichel aus den verschiedenen Speicheldrüsen entstehen kann. Die Prothesenbasis ist immer die der Mundschleimhaut anliegende Unterseite von einem Zahnersatz, der die künstlichen Zähne trägt.

Totalprothesen Gebiss Zahnprothese Zahnersatz

Totalprothesen werden als Vollprothesen, Gebissprothesen oder als Gebiss bezeichnet.

Prothesenhalt bei Totalprothesen

Vollprothesen haften am Oberkiefer besser, als am Unterkiefer.

Wenn in einem Kiefer keine Zähne mehr vorhanden sind "Kiefer ohne Zähne" und keine Zahnimplantate eingesetzt werden können, so kommt als Zahnersatz nur eine Totalprothese bzw. Vollprothese in Frage. Die Vollprothese besteht im Normalfall aus zahnfarbenem Kunststoff und kann für gewisse Zahnpatienten ein Problem sein, so wegen Materialunverträglichkeit auf Dentalwerkstoffe wie einer Allergie auf Kunststoff oder einer Metallallergie wie auch wegen mangelnder Haftung am Gaumen beim "Totalprothese tragen" infolge Mundtrockenheit. Weil keine Zähne mehr vorhanden sind, muss die Prothese auf dem Kiefer haften, was nur funktioniert, wenn zuvor ein sehr genauer Kieferabdruck gemacht wird, denn nur so kann sich die Zahnprothese genau an die Schleimhaut anfügen. Im Oberkiefer ist der Halt der Totalprothese meist besser als der Prothesenhalt im Unterkiefer, denn am Oberkiefer wird die Prothese mit einer Gaumenplatte ausgestattet. Diese grosse Auflagefläche saugt sich an der Mundschleimhaut fest und bietet der Zahnprothese so den Halt. Wegen der beweglichen Zunge als Muskelkörper ist eine Gaumenplatte am Unterkiefer nicht möglich, weshalb die Totalprothese kiefergerecht wie ein Hufeisen geformt wird. Diese Unterkieferprothese kann nicht mit Querverbindungen stabilisiert werden. Da die Auflagefläche auf dem Unterkiefer nur sehr klein ist, kann es nur einen ausreichenden Halt bei genügendem Speichelfluss (Absonderung von Speichel) geben und wenn die Passgenauigkeit der Prothesenbasis mit dem Weichgewebe sehr gut ist.

Ungünstiger Kieferkamm für Totalprothese

Für einen guten Halt sollte die Vollprothese nebst einem funktionellen Prothesenrand zur Abdichtung vom Unterdruck für einen guten Saugeffekt auf einem möglichst breitflächigen Kieferkamm abgestützt sein.

Bei ungünstigem Kieferkamm kann selbst bei optimaler Gestaltung vom Prothesenrand kein genügender Saugeffekt erreicht werden. In solchen Situationen ist das setzen vom 2 - 4 Implantaten notwendig, an denen die Prothese fixiert wird, so an den sogenannten Implantatpfeilern oder Stegkonstruktionen als Halteelement und Stützelement für herausnehmbare Prothesen bzw. Stegprothesen sind. Zahnwurzeln oder Implantate können durch einen Steg miteinander verbunden werden und sind damit eine verblockte Einheit, damit die Stegprothese einen guten Halt bekommt. Das Gegenstück vom Steg wird als Steg-Reiter bezeichnet, der in die Zahnprothese eingearbeitet wird. Beim Einsetzten der Stegprothese wird der Steg-Reiter über den Steg gedrückt, womit durch die Klemmwirkung von Steg und Steg-Reiter ein guter der Halt der Zahnprothese für die "Dritte Zähne" entsteht. Eine Implantatlösung wird vor allem im Unterkiefer häufig angewendet, da sich durch die Zunge und den beweglichen Mundboden kein optimaler Saugeffekt einstellen kann.

Vollprothese, eine Zahnprothese auf dem Kiefer

Vollprothesen dienen zur Versorgung eines unbezahnten Kiefers, denn im Gegensatz zur Teilprothese können bei Totalprothese keine natürlichen Zähne zum Prothesenhalt herangezogen werden.

Ein guter halt kann bei der Totalprothese die auch als Vollprothese genannt wird, nur erzielt werden, wenn die Prothesenbasis dem betreffenden Kiefer möglichst exakt anliegt und der Prothesenrand funktionell sauber ausgeformt ist, damit zwischen Prothese und Kieferschleimhaut ein Unterdruck entstehen kann. Im Volksmund wird eine Zahnprothese die den Halt auf dem Kiefer durch den Speichel erhält, auch als Kieferprothese oder als Gebiss bezeichnet. Ein erhöhter Knochenschwund bzw. Kieferknochenabbau kann zu einem Schlotterkamm führen, womit der Halt der Zahnprothese nicht mehr gewährleistet ist, denn eine "Kieferprothese" ist vollständig vom Prothesenlager abhängig, was ein grosser Nachteil der Vollprothese ist, wenn sich die Knochensubstanz zurückbildet. Eine schlechtsitzende Prothese kann zu einem Knochenabbau bzw. Rückgang vom Kieferknochen führen, wo ein Kieferknochenaufbau notwendig sein kann, wenn die Haftung der Prothese nicht mehr gegeben ist. Mit dem Älterwerden erfolgt eine Verringerung vom Speichelfluss wie auch durch die Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten und Psychopharmaka, so dass eine Trockenheit im Mund entsteht, wodurch sich die Haftkraft der Prothese am Kieferkamm vermindert. Das Haftmittel für Prothesenhalt in Form von Pulver, Gele, Cremes oder anderen Flüssigkeiten dient der Erhöhung der Adhäsionskräfte von herausnehmbaren Zahnersatz, doch diese können die Speichelproduktion (Absonderung von Speichel) und das Geschmacksempfinden beeinträchtigen wie auch bei dauerhafter Anwendung die Mundschleimhaut schädigen und den Prothesensitz beeinträchtigen. Wenn die Prothese nicht gut sitzt, sollten Haftmittel nur kurze Zeit als Hilfsmittel eine Anwendung finden, denn vielfach ist eine Anpassung der Prothese an den Kieferknochen wie eine Prothesenunterfütterung notwendig, wobei es verschiedene Verfahren der Unterfütterung gibt.

Die Prothese sollte eine möglichst breitflächige Abstützung auf dem Kiefer haben.

Vollprothesen Unterkieferprothese Oberkiefer

Ein guter Prothesenhalt für eine schleimhautgetragene Zahnprothese kann durch mehrere Faktoren erzielt werden, doch das wichtigste ist der Speichel, damit ein genügender Saugeffekt erreicht werden kann.

Schleimhautgetragene Zahnprothese

Bei der Schleimhaut getragenen Zahnprothese hat ein dünner Speichelfilm zwischen Prothesenbasis und Kieferschleimhaut eine wichtige Haltefunktion.

Der Halt entsteht auf ähnliche Weise wie bei 2 Glasplatten, die mit Wasser benetzt aufeinander gelegt werden. Zusätzlich bildet sich ein Unterdruck unter der Prothesenbasis, wenn man eine gut sitzende Prothese herausnehmen will. Der Prothesenrand dient dabei als Ventilrand zur Abdichtung vom Unterdruckraum. Der Prothesenrand ist jedoch nicht nur ein Ventilrand, sondern auch ein Funktionsrand, denn er muss dem Muskelspiel entsprechend funktionell ausgeformt werden, damit die Zahnprothese nicht durch die Bewegungen der umliegenden Muskulatur abgehebelt werden kann. Für den Halt der Prothese hat dazu der ringförmig um die Mundspalte verlaufende Muskel eine wichtige Bedeutung. Darüber hinaus wird die auf der Schleimhaut getragene Prothese so ausgestaltet, dass die umgebende Muskulatur stabilisierend auf den Zahnersatz wirkt.


Totalprothese Arbeitsablauf

Im zahnlosen Kiefer besteht ein Totalprothese aus Kunststoff, die mit einer Metallbasis verstärkt sein kann, um alle fehlenden Zähne ohne die Weisheitszähne im Oberkiefer oder auch Unterkiefer durch eine herausnehmbare "Kieferprothese" ersetzen zu können. Die Oberkieferprothese liegt auch auf dem Gaumen auf und wird diesem exakt angepasst.

1. Sitzung beim Zahnarzt:

Zunächst erfolgt eine Voruntersuchung beim Zahnarzt mit Erhebung einer Anamnese und eines extraoralen und Intraoralen Befundes durchgeführt.

Nach der Untersuchung vom Gebisszustand bzw. Zahnstatus und Parodontalstatus beim Zahnarzt wird ein Panoramaröntgenbild meist mit einem digitalen Röntgensystem gemacht. Damit ist ersichtlich, ob noch Wurzelreste von Zahnwurzeln oder erhaltenswerte Zähne vorhanden sind, denn beim Zahnarzt dürfen gesunde Zähne nicht gezogen werden bzw. eine Zahnextraktion durchgeführt werden. Danach erfolgt eine anatomische Abformung die bei geöffnetem Mund getrennt für Oberkiefer und Unterkiefer erfolgen kann. Die Abformung (Abdruck) ist beim Zahnarzt ein Arbeitsschritt für das Arbeitsmodell der zahntechnischen Arbeiten beim Zahntechniker, denn die Abformungen der Kiefer und Zähne ist die Grundlage für zahntechnische Arbeite. Die Situationsabformung wird als Erstabformung überwiegend mit Alginat und dem Funktionslöffel durchgeführt und in der Dimension so ausgedehnt, dass die Kiefer mit dem angrenzenden Weichgeweben erfasst werden. Im Dentallabor werden die Abformungen vom Zahngebiss-Abdruck in der Höhe der späteren Funktionsränder mit Wachsleisten und aussen rundherum mit Plattenwachs aufgebaut und zusätzlich im Unterkiefer der Zungenraum für die Zunge als Muskelkörper mit einer Wachsplatte abgedeckt, damit ästhetisch schöne Situationsmodelle entstehen können.

Herstellung einer Totalprothese Sitzung Zahnarzt

Beim Zahnarzt oder Zahnprothetiker wird meist der weitere Ablauf und das Vorgehen nach getrennter Abformung von Oberkiefer und Unterkiefer erläutert und das Vorgehen nach einer mundgeschlossenen Abformung wird im Anschluss vorgestellt. Nebst der Abformung bei geöffnetem Mund besteht die Möglichkeit einer mundgeschlossenen Abformung beim Zahnarzt, wobei beide Kiefer gleichzeitig abgeformt werden und dabei auch ihre Lage zueinander wiedergegeben wird. Die mundgeschlossene Abformung hat bei der Herstellung von Vollprothesen den Vorteil, dass gleichzeitig beide Kiefer abgeformt und ihre Lage zueinander wiedergegeben wird. Im Labor werden die anatomischen Abformungen ausgegossen und anschliessend werden auf den Modellen individuelle Löffel hergestellt.

2. Sitzung beim Zahnarzt:

Mit den individuellen Löffeln werden Funktionsabformungen vom Oberkiefer und Unterkiefer durchgeführt.

Dabei wird das Bewegungsspiel der Schleimhäute und Bänder sorgfältig abgeformt, indem aktive und passive Bewegungen der Weichteile durchgeführt werden. Im Labor werden diese Funktionsabformungen ausgegossen. Anschliessend werden auf den Modellen Bissschablonen mit Wachswällen angefertigt.

3. Sitzung beim Zahnarzt:

Mit Hilfe der Biss-Schablone werden Bissnahmen durchgeführt die zur Bestimmung der Lage des Unterkiefers in Bezug zum Oberkiefer dient.

Bei den Bissnahmen werden die Wachswälle am Patienten zunächst korrigiert, bis die Bisshöhe als vertikaler Abstand zwischen Oberkiefer und Unterkiefer im Schlussbiss stimmt. Anschliessend wird die korrekte Lage vom Unterkiefer zum Oberkiefer auch in den übrigen Raumrichtungen, also Sagittal und transversal bestimmt und die exakte Relation vom Unterkiefer zum Oberkiefer festgelegt. Eine Bissnahme wird daher auch als Kieferrelationsbestimmung bezeichnet. Wenn die richtige Kieferrelation bestimmt ist, werden die Wachswälle zueinander fixiert und ins Dentallabor gesandt. Neben diesen Handbissnahmen besteht die Möglichkeit, die Kieferrelation mit Registrierbehelfen zu bestimmen was auch als Bissregistrierung bezeichnet wird. Dazu wird in eine Bissschablone eine kleine Metallplatte eingebaut, während die andere mit einem in der Höhe verstellbaren Stützstift versehen wird. Nach Einstellung der Korrekten Bisshöhe lässt man den Patienten Vorschubbewegungen und Seitwärtsbewegungen ausführen, wobei der der Stützstift auf der eingefärbten Metallplatte einen charakteristischen Pfeilwinkel einzeichnet. Mit Hilfe dieses Pfeilwinkels kann die korrekte Lage des Unterkiefers zum Oberkiefer festgelegt werden. Die Bissschablonen werden anschliessend in dieser Lage miteinander verschlüsselt und ins Labor geschickt. Die Bissschablone ist eine dem Kiefer angepasste Platte aus Wachs oder Kunststoff, die einen Wall aus Wachs trägt.

Artikulator Gipsmodelle Funktionsabformung

Als Saugabdruck (Funktionsabdruck) werden Abformverfahren für die Randgestaltung von Vollprothesen bzw. Gebissprothesen bezeichnet. Die Funktionsabformung ist eine spezielle Abformung im unbezahnten Kiefer, die der Randgestaltung einer schleimhautgetragenen Zahnprothese dient und die natürlichen Bewegungen von Schleimhäuten und Muskeln berücksichtigt. Im Zahnlabor werden die Gipsmodelle der Funktionsabformung mit Hilfe der verschlüsselten Bissschablonen in einem Artikulator eingegipst.

Totalprothese Wachsaufstellung Zahntechniker

Anschliessend erfolgt eine Aufstellung der "Ersatzzähne" (dritten Zähnen) bei der Modellation in Wachs bzw. bei der "Kieferprothese" als Zahnersatz in einer Wachsaufstellung.

4. Sitzung beim Zahnarzt:

Es wird eine Wachseinprobe durchgeführt, wobei die Aufstellung der Zähne noch korrigiert werden kann. Dabei werden Okklusion, Artikulation, Zahn-Ästhetik bzw. Gebissästhetik und Phonetik (Sprache) bei eingesetzten Prothesen überprüft, wo eine phonetische Zahnaufstellung beim Zahnersatz sehr wichtig ist, da die Zähne beim Mensch auch zur Lautbildung und Stimmbildung beim Sprechen gebraucht werden. Im Labor werden die Prothesen anschliessend in Kunststoff fertig gestellt, so dass öffnen und schliessen wie auch beim Kauen und Sprechen die Vorwärtsbewegung und Seitwärtsbewegung.

5. Sitzung beim Zahnarzt:

Die fertig gestellten Prothesen werden eingegliedert und die Okklusion und Artikulation mit der Unterkieferbewegung bei Zahnkontakt nochmals sorgfältig überprüft. Bei der Artikulation beschreibt man das Verschieben der Zahnreihen unter Zahnkontakt gegeneinander, die durch Gleitbewegungen vom Unterkiefer mit der Zahnprothese im Oberkiefer und der Unterkieferprothese erfolgt.

6. Sitzung beim Zahnarzt:

Nach einer kurzen Tragezeit erfolgt eine erste Kontrolle, wobei eventuell vorhandene Druckstellen entfernt werden können.

Meist werden zur Nachsorge noch weitere Kontrolltermine vereinbart. Bei einer mundgeschlossenen Abformung in der 1. Sitzung kann der Arbeitsablauf abgekürzt werden, da nicht nur beide Kiefer gleichzeitig abgeformt werden, sondern auch die Lage zueinander wiedergegeben wird. Die Studienmodelle können daher bereits in einem Artikulator eingegipst und die individuellen Löffel mit entsprechenden Wachswällen versehen werden. Dadurch kann in der zweiten Sitzung sowohl eine Funktionsabformung als auch eine Bissnahme (Bissregistrierung oder Kieferrelationsbestimmung) erfolgen und die dritte Sitzung dadurch eingespart werden.

Wiederherstellung und Erweiterung einer Zahnprothese

Da im Kieferknochen (Alveolarfortsatz) ständig Umbauvorgänge ablaufen, kann es nach einiger Zeit zu einem schlechten Prothesensitz kommen.

Meist muss keine komplette Prothese neu angefertigt werden, denn vielfach liegt das Prothesenproblem einer schlechtsitzenden Zahnprothese an der Unterfütterung, wenn die Haftung der Prothese auf dem Kieferkamm nicht mehr gegeben ist. Um wieder einen guten Prothesenhalt zu erzielen, reicht häufig eine Unterfütterung aus, so besonders bei einem schlechten Prothesenhalt im Unterkiefer. Werden nur Teile der Prothese unterfüttert, so spricht man auch von einer partiellen Unterfütterung im Gegensatz zur totalen Unterfütterung, wo es unterschiedliche Unterfütterungs-Verfahren gibt.

Unterfütterung der Zahnprothese

Beim technischen Vorgehen bei der Unterfütterung der Zahnprothesen unterscheidet man die direkt Unterfütterung von der indirekten Unterfütterung.

Die direkte Unterfütterung erfolgt im Mund vom Zahnpatient, wozu plastischer Kunststoff auf die gereinigte und angeraute Prothesenunterseite aufgetragen und die Prothese wieder im Mund eingesetzt wird. Somit wird die "Kieferprothese" direkt im Mund der geänderten Kieferform angepasst. Bei der indirekten Unterfütterung wird zunächst eine Abformung mit einem elastischen Abformmaterial durchgeführt, wobei die Prothese als individueller Löffel dient. Die Prothese wird anschliessend im Dentallabor anhand dieser Abformung mit Kunststoff unterfüttert, damit durch die Prothesenunterfütterung eine ungenau sitzende "Gebissprothese" den Veränderungen des Kiefers angepasst wird.


Festsitzende Prothese

Eine festsitzende Zahnprothese als künstlicher Zahnersatz ist im Kiefer fest verankerter.

Bei festsitzendem Zahnersatz gibt es unterschiedliche Lösungen, so dass die künstlichen Zähne nur durch den Zahnarzt entfernt werden können. Wenn der Zahnersatz festsitzend und abnehmbar gestaltet ist, spricht man von einem kombinierten Zahnersatz oder einer Kombinationsprothese (Kombinationsprothetik). Unter einer Kombinationsprothese versteht man eine Teleskopprothese (Teleskopbrücke) oder Geschiebeprothese die auf eigenen Zähnen oder auf Implantaten aus einem festsitzenden und einem herausnehmbaren Teil besteht. Bei der Hybridprothese als kombinierten Zahnersatz werden bei der Zahnsanierung verschiedene Teleskopkronen, Stege (Stegverbindung) auf Wurzelstiftkappen oder Kugelköpfchen an der meist nur noch geringen Restbezahnung oder auf Implantaten befestigt. Wenn als Brückenpfeiler Zähne und Zahnimplantate für eine Zahnbrücke benutzt werden, spricht man von einer Hybridbrücke oder einer Kombinationsbrücke.

Festsitzende Prothese fest verankert Zahnarzt

Ein abnehmbarer Zahnersatz bzw. herausnehmbarer Zahnersatz kann vom Zahnpatienten entfernt werden.

Festsitzender Zahnersatz

Ein festsitzender Zahnersatz (Zahnbrücke) ist fest verankert und lässt sich durch den Zahnpatienten nicht entfernen.

Festsitzende Prothesen können an den gesunden Zähnen oder mit Hilfe von Implantaten im Kiefer verankert werden. Die festsitzende Prothese auf Implantaten findet immer häufiger Anklang, denn sie bietet ein fester Biss, mehr Sicherheit und Komfort. Wenn keine Zähne mehr vorhanden sind, gibt es die Möglichkeit einer Totalprothese die auf der Mundschleimhaut aufliegt und im Volksmund vielfach als Schleimhautprothese bezeichnet wird. Eine festsitzende Prothese oder eine Kombinationsversorgung die durch Zähne (Zahnwurzel) oder Implantate gehalten wird, ist eine hochwertigere Alternative zu einer Schleimhautgetragenen Zahnprothese. Wenn Stege der Verankerung und Abstützung von einer herausnehmbaren Zahnprothese dienen, die zahngetragen oder implantatgetragen im Unterkiefer oder Oberkiefer sein kann, wird von einer Stegprothese gesprochen. Sofern Geschiebe zur Abstützung der Prothese verwendet werden, sprich man von einer Geschiebeprothese und wenn Druckknopfanker eingesetzt werden, wird meist von einer Druckknopfprothese gesprochen. 

Als Materialien für festsitzenden Zahnersatz werden Titan, Keramik oder eine Mischung beider Werkstoffe verwendet.

Festsitzende Prothese Zahnimplantat Zahnersatz

Im zahnlosen Kiefer wird je nach Anzahl der fehlenden Zähne eine ausreichende Zahl (notwendige Implantate) an Zahnimplantaten gesetzt, die nach der Einheilzeit ohne Belastung normal im Unterkiefer 3 Monaten und im Oberkiefer 6 Monate mit einer fest zementierten oder verschraubten Keramikbrücke verbunden werden.

Nicht festsitzende Teilprothese oder Vollprothese

Die herausnehmbare Vollprothese (nicht festsitzende Prothese) kann Probleme bereiten, im Besonderen wenn sie durch den Schlotterkamm einen unzureichenden Halt hat.

Da sich im zahnlosen Kiefer der Knochen mit der „befestigten Schleimhaut“ abbauen kann, ist es möglich, dass die Vollprothese nach einiger Zeit instabil wird und wackelt. Bei herausnehmbarer Totalprothese die im Volksmund als "Kieferprothese" oder "Gebiss" (dritte Zähne) bezeichnet wird, ist dies vielfach unabhängig von der guten Qualität und Präzision der Prothese der Fall. Auf mehreren Implantaten, die operativ in den Kieferknochen eingesetzt werden, kann eine Teilprothese oder Totalprothese mit den "Ersatzzähnen" im Oberkiefer und Unterkiefer sicher und stabil befestigt werden. Für eine totale Sanierung mit Implantaten sind im Zahnloser Kiefer mindestens vier Zahnimplantate für eine "Implantatbrücke" bzw. Implantatgetragene Prothese notwendig, wobei es unterschiedliche Implantatsysteme und Implantattypen gibt wie auch eine festsitzende Zahnversorgung durch die All-on-4 Implantologie als minimalinvasives Verfahren ohne Kieferknochenaufbau, das nicht immer Empfehlenswert ist. Je nach anatomischen Verhältnissen können beim Zahnarzt verschiedene Implantat-Arten und Implantat-Formen eingesetzt werden, so auch Kurzimplantate oder günstige Mini-Implantate die als Kleinstimplantate meist Durchmesser-reduziert mit einem Kugelkopfaufbau versehen sind, so dass diese der Fixation von Vollprothesen dienen können. Preisgünstige Mini-Implantate können jedoch keine künstliche Krone oder eine Zahnprothese tragen. Nur mit der stabilen festsitzenden Prothese auf normalen Implantaten gehören Prothesen-Probleme der Vergangenheit an, so dass man wieder unbeschwert zubeissen, lachen, essen und sprechen kann, was die Lebensqualität spürbar erhöht. Die Beisskraft und Kaufähigkeit des Zahnpatienten sind bei der festsitzenden Prothese nicht eingeschränkt. Die Anzahl Implantate ist abhängig von der Kieferknochenqualität und ob es sich um eine festsitzende Prothese im Oberkiefer oder Unterkiefer handelt. Je nach individueller Situation sind für die festsitzende Prothese 2 bis 6 Implantate erforderlich.


Totalprothese tragen

Das Tragen von Totalprothesen können die Ästhetik wie auch die Kaufunktion und Sprachfunktion wieder herstellen.

Die Vollprothese (dritte Zähne), die im Volksmund als "Gebiss“, Gebissprothese, Kieferprothese, Schleimhautprothese oder Totalprothese bezeichnet wird, ist eine günstige Zahnersatz-Variante im Oberkiefer wie auch im Unterkiefer, wenn keine Zähne mehr im Kiefer vorhanden sind. Mit diesem herausnehmbaren Zahnersatz in der Zahnbogenform kann die Zahn-Ästhetik wie auch die Kaufunktion und das Sprachhalten wieder hergestellt werden, so dass man das natürliche Aussehen zurückerlangt, wenn nach dem Zahnverlust die Lippen und Wangen (Bucca) bzw. Backen wieder gestützt werden, die zusammen mit den "Ersatzzähnen" als "dritte Zähne" in der "Kieferprothese" zu einer schönen Gesichtsästhetik beitragen können. Bei der totalen Unterkiefer-Prothese können beim Tragen Prothesen-Probleme entstehen, denn diese Vollprothese wird nur "schwimmend“ auf die Mundschleimhaut aufgelegt und erst beim Zubeissen auf den Kieferkamm (Alveolarkamm) gedrückt wie auch zusätzlich durch die Wangenmuskulatur stabilisiert.

Wenn die Totalprothesen nachts nicht getragen werden, kann das durch die "Schleimhautprothese" mechanisch beanspruchte Kiefergewebe für ein Drittel des Tages von diesen unnatürlichen Belastungen befreit werden.

Zahnersatz Totalprothese Vollprothese Wasser

Vollprothesen, die nachts nicht getragen werden, sollten komplett in normalem Leitungswasser untergetaucht und aufbewahrt werden.

Vollprothese während der Nacht tragen

Vollprothesen kommen im zahnlosen Kiefer zum Einsatz und dienen der Wiederherstellung der Kaufähigkeit und der Ästhetik.

Meist empfiehlt es sich, Totalprothesen nachts nicht zu tragen, denn man kann mit Vollprothesen ebenso wie mit natürlichen Zähnen nachts Parafunktionen wie Zähneknirschen und Zähnepressen ausüben, wo grosse Kräfte auf die künstlichen Zähne der Kieferprothese wirken können. Presst oder knirscht man mit Totalprothesen, werden die Blutgefässe komprimiert und der Kieferknochen reagiert auf den ausgeübten Druck mit dem Kieferknochenabbau. Liegt jedoch eine Kiefergelenkserkrankung vor, die durch das Nichttragen zu Beschwerden führt, sollten die Zahnprothesen auch nachts im Mund bleiben.

Tragen der Totalprothese im Unterkiefer

Der Saugeffekt einer schleimhautgetragenen Prothese wird zwischen der Schleimhaut und der Prothesenbasis durch einen dünnen Speichelfilm erzeugt.

Unzufrieden mit dem Zahnersatz sind viele Menschen und wünschen sich einen festsitzenden Zahnersatz, so besonders bei Problemen mit Zahnprothesen wie beim Tragen der Vollprothese im Unterkiefer, wo die Verträglichkeit der Prothese nicht immer gegeben ist. Bei einer ungünstigen Situation im Unterkiefer vorhanden ist, kann sich eine schleimhautgetragene Prothese als Zahnersatz nicht festsaugen, so bei einem schmalen Kieferkamm oder wenn bei einer Mundtrockenheit zu wenig Speichel vorhanden ist. Wenn der Prothesenhalt bei einer "Gebissprothese" im Unterkiefer ungenügend ist, sollte man beim Zahnarzt nochmals vorsprechen, denn in vielen Fällen kann sich die Zahnprothese nicht festsaugen, weil kein breitflächiger Gaumen vorhanden ist. Möglich ist auch, dass eine Unterfütterung vom künstlichen Gebiss notwendig ist, wenn nach dem Angewöhnen an die Vollprothese eine Prothese schlecht sitzt, denn jede neue Zahnprothese ist immer Gewöhnungsbedürftig.

Probleme mit Vollprothesen verbessern

Wenn das Tragen der Vollprothesen Probleme bereitet, kann der Prothesenhalt durch günstige Mini-Implantate oder Kurzimplantate verbessert werden.

Mithilfe von Durchmesser-reduzierte Mini-Implantaten ist eine gaumenfrei Gestaltung der Oberkieferprothese möglich und im Unterkiefer können einteilige Implantatformen mit Kugelkopfaufbau der Fixation von Vollprothesen dienen und den Prothesenhalt verbessern. Mini Implantate können herausnehmbare Prothesen sicher befestigen und das Wackeln von Schleimhautprothesen verhindern, jedoch keine Implantatkrone oder Zahnbrücke bzw. "Implantatbrücke" als Implantatgetragene Brücke tragen. Damit ein natürliches Zahngefühl entsteht, kann auch die Implantatprothese als Implantatgetragene Vollprothese im zahnlosen Kiefer einen festen Sitz ermöglichen, wenn das Angewöhnen an Vollprothesen auf dem Kieferkamm nicht möglich ist. Im Normalfall bieten normale Zahnimplantate als künstliche Zahnwurzeln mit Zahnersatz nach dem Vorbild der Natur die beste Lösung, um einen ästhetisch und funktionell hochwertigen Zahnersatz zu erzielen. Die Vorteile der Implantate sind gross, denn sie werden operativ in den Kieferknochen eingepflanzt und können durch eine natürliche Kieferbelastung nach dem Vorbild der natürlichen Zähne mit Zahnwurzel einen Kieferknochenabbau (Knochenschwund) verhindern. Zahnimplantate verursachen jedoch auch höhere Zahnarztkosten und Zahnersatzkosten.


Gebiss oder dritte Zähne beim Mensch

Als "dritte Zähne" oder "falsche Zähne" werden im Volksmund vielfach die herausnehmbaren Zähne einer Zahnprothese bezeichnet wie auch das künstliche Zahngebiss als "falsches Gebiss" bezeichnet wird.

Wenn es zum Verlust von einem Zahn oder mehrerer Zähne kommt, ist ein Zahnersatz notwendig, damit einem Kieferknochenschwund vorgebeugt werden kann. Dabei gibt es eine Vielzahl an Zahnersatz-Möglichkeiten, so eine gute Beratung durch den Zahnarzt notwendig ist, um den passenden Zahnersatz mit gutem Tragekomfort und schöner Zahnästhetik erhalten zu können. Bei festsitzendem Zahnersatz auf Zähnen oder Zahnimplantaten als künstliche Zahnwurzeln wird in der Umgangssprache vielfach von künstlichen Zähnen und bei einem herausnehmbaren Zahnersatz von Gebissprothese gesprochen, wobei eine Zahnprothese als Zahnersatz gemeint ist. Das Unterfüttern der Zahnprothese bezeichnet man im allgemeinen Sprachgebrauch ebenfalls als Gebiss-Unterfütterung für einen besseren Prothesenhalt und nicht als Prothesen-Unterfütterung.

Die "Dritten Zähne" müssen als künstliche Zähne genauso sorgfältig gepflegt werden wie die eigenen Zähne bzw. das natürliche Zahngebiss

Zahn Prothese Dritten Zähnen Zahnprothesen

Die Totalprothese ist ein Zahnersatz bei komplettem Zahnverlust eines oder beider Kiefer und wird im Volksmund vielfach als dritten Zähne oder Gebiss bezeichnet.

Die dritten Zähne beim Mensch

Unter "Dritten Zähnen" versteht man in der Umgangssprache künstliche Zähne bzw. ein künstliches Gebiss das auf der Mundschleimhaut getragen wird sowie auch Zahnersatz auf Zahnimplantaten.

Die Schleimhautgetragene Zahnprothese (Kieferprothese) dient als Ersatz der gesamten Zahnreihe in Zahnbogenform, die im Unterkiefer den Kieferknochen allein bedeckt und im Oberkiefer zusätzlich den harten Gaumen. Die Funktion der verloren gegangenen natürlichen Zähne wird durch die künstlichen Zähne (Ersatzzähne) übernommen. Normalerweise werden als Ersatzzähne die bleibenden Zähne im bleibenden Gebiss vom menschlichen Gebiss bezeichnet, welche die Milchzähne ablösen, doch Umgangssprachlich ist mit dem Wort "Ersatzzähne" meist auch eine zweite Zahnprothese bzw. eine Ersatzprothese oder Zweitprothese gemeint, wenn die Hauptprothese nicht verfügbar ist. Unzufrieden mit dem Zahnersatz sind viele Menschen und haben Probleme beim Tragen einer Totalprothese nach einer anderen Lösung suchen. Eine Implantatgetragene Prothese "Implantatprothese" oder Implantatgetragene Brücke "Implantatbrücke" als Zahnbrücke meist die beste Lösung sein kann, da sie nebst den Einzelzahn-Implantaten als Einzelzahnersatz der natürlichen Mundsituation am nächsten kommt.

Die Zähne bestehen aus Kunststoff oder Keramik, die Prothesenbasis besteht aus Kunststoff oder Metall.

Dritte Zähne Vollprothesee Gebiss dritten Zähnen

Unter einer Vollprothese bzw. dritte Zähne versteht man einen abnehmbaren Zahnersatz der beim zahnlosen Kiefer zur Anwendung kommt.

Dritte Zähne sind beim Mensch künstliche Zähne

Diese künstlichen Zähne sind an der Prothesenbasis einer Vollprothese verankert, welche aus Kunststoff besteht.

Die Vollprothesen ist ein herausnehmbarer Zahnersatz bzw. Ersatz der gesamten Zahnreihe nach Verlust aller Zähne im Oberkiefer oder Unterkiefer. Die Prothesenbasis besteht in der Regel aus rosafarbenem Kunststoff, in den fabrikgefertigte Kunststoffzähne eingearbeitet werden, denn wegen den Kosten werden meist nur selten Keramikzähne verwendet. Die Totalprothese liegt der Schleimhaut vom Kieferknochen auf, so dass die Kaukräfte auf den Kieferkamm weitergeleitet werden. Der Prothesenhalt kommt durch den Unterdruck und die Kapillarkräfte zwischen Prothesenbasis und Mundschleimhaut zustande sowie durch die Stabilisierung der Muskulatur, der Zunge, den Lippen, den Wangen bzw. Backen als Teil vom Gesicht und dem Zusammenbiss. Um eine gut sitzende Totalprothese zu erhalten, ist eine Abformung beim Zahnarzt (Zahngebiss-Abdruck) notwendig.


Prothese sitzt schlecht

Eine schlecht sitzende Prothese die wackelig ist, kann Problem beim Essen und Sprechen verursachen.

Der Halt der Zahnprothese wird durch ein Vakuum sichergestellt, welches durch den Speichel und die leicht elastische Kieferschleimhaut entsteht. Je grösser die Haftfläche, je ausgeprägter die Kieferkammverhältnisse (ehemaliges Zahnbett) und je optimaler die Speichelqualität, desto ausgeprägter ist dieses Vakuum. Sehr wichtig für diesen positiven Saugeffekt ist eine korrekte Gestaltung vom Prothesenrand, ansonsten der Unterdruck entweicht und sich kein Vakuum einstellt, was ein ungenügender Prothesenhalt erzeugt, sodass die Prothese wackelt und lottert.

Halt Zahnprothese Vakuum Speichel Saugeffekt

Gut passende Zahnprothesen sollten auch ohne Haftcreme halten.

Ursache für schlecht sitzende Vollprothese

Für einen stabilen Sitz der Vollprothese spiel der Speichel eine wichtige Rolle, so gibt es vielfach bei älteren Menschen die bei Mundtrockenheit Probleme mit der Prothesenhaftung.

Bei der klassischen Totalprothese die auf der Kieferschleimhaut getragen wird, entsteht bei vielen Menschen im Alter ein schlechtsitzender Halt der Zahnprothese auf dem Kieferkamm. Mit zunehmendem Alter verschärft sich das Problem vom Kieferknochenschwund als natürlicher Alterungsabbau vom Kieferkamm wie auch der Mundtrockenheit, die vielfach durch vermehrte Einnahme von Medikamenten entsteht. Aus medizinischer Sicht ist es vorteilhafter, einen festsitzenden Zahnersatz zu tragen, denn durch jede Prothese können sich über kurz oder lang Schäden an den noch vorhandenen festen Zähnen und am Zahnfleisch, das Teil der Mundschleimhaut ist entwickeln. Nach einem Zahnverlust kommt festsitzender Zahnersatz, der an vorhandenen Zähnen oder Zahnimplantaten als Zahnwurzelersatz befestigt werden kann, der Natürlichkeit und Funktionalität beim Kauen und beim Sprechen am nächsten. Auch wenn festsitzender Zahnersatz oder kombinierter Zahnersatz teurer ist, sollte man bedenken, dass schlechtsitzende Zahnprothesen persönliche Einschränkungen ergeben und oftmals auch psychische Erkrankungen auslösen können. Zahnprothesen sollten auch ohne Haftcreme halten können, denn Haftmittel für Prothesenhalt ist nur eine Notlösung. Wer mit dem Zahnersatz nicht zufrieden ist, spricht meist von einem schlechtsitzenden Gebiss, wobei das Prothesengebiss im zahnlosen Kiefer gemeint ist. Im Volksmund wird die auf dem Kiefer aufliegende Totalprothese als herausnehmbarem Zahnersatz vielfach als Kieferprothese bezeichnet, doch darunter versteht der Kieferspezialist ein künstlicher Kieferknochen und keine Zahnprothese.

Prothesenhaftung mangelhaft

Ein gut funktionierendes Kauwerkzeug durch eine gute Prothesenhaftung ist für den allgemeinen Gesundheitszustand wichtig.

Für den Prothesenhalt bzw. einen guten Sitz einer Vollprothese ist der zwischen der Mundschleimhaut und der Prothesenbasis befindliche und mit Speichel angefüllte kleine Spalt von entscheidender Bedeutung. Wenn die dritten Zähne wackeln und nicht richtig fest sitzen, sondern scheuern, neigen viele Leute dazu, auf alles zu verzichten, was schwer zu kauen ist, wenn Prothesenprobleme vorhanden sind. Eine einseitige Ernährung durch eine schlecht sitzende Prothese die kippt und wackelt, kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. Wenn die Prothese auf dem Kieferkamm lottert, sollte man den Zahnarzt aufsuchen, denn längerfristig kann dies zu Reizen und Schleimhautwucherungen führen. Eine schlechtsitzende Prothese die kippt und wackelt führt vielfach dazu, dass auf die Prothese verzichtet wird, was das  Essen und Sprechen erschwert und auch die Gesichtspartie bzw. die Gesichtsästhetik beeinflusst, so dass durch die fehlenden Zähne im Mund ein eingefallenes Gesicht entsteht, denn die Wangen (Backen) werden wie die Lippen von einer mittleren Muskelschicht gebildet.

Prothesenhaftung mangelhaft Prothese wackelt

Nicht zu unterschätzen ist die seelische Belastung durch eine nicht richtig sitzende Prothese, wenn man aus Angst, das Gebiss zu verlieren, kaum noch wagt, im Restaurant oder in Gesellschaft etwas zu essen.

Kieferknochenschwund

Sobald der Kiefer seiner natürlichen Zähne beraubt ist, fangen Knochen und Zahnfleisch an, sich zurückzubilden, so dass man von einem Kieferschund und Zahnfleischschwund spricht.

Eine schlechtsitzende Prothese kann den Zahnfleischschwund durch den Druck verstärken, der beim Kauen und Beissen ständig ausgeübt wird. Mit welcher Geschwindigkeit diese Rückbildung fortschreitet, ist ganz individuell und hängt hauptsächlich vom Alter des Patienten und dem Zustand der Prothese ab. Da die künstlichen Zähne nicht mitwachsen, entsteht ein Hohlraum, so dass die dritten Zähne ihren Halt verlieren. Um dies zu vermeiden, muss der Hohlraum zwischen Kieferknochen und Zahnprothese durch eine "Gebiss-Unterfütterung" aufgefüllt werden, womit eine Prothesenunterfütterung gemeint ist wo es unterschiedliche Unterfütterungsverfahren gibt.

Haftcremes oder Pulver sind dauerhaft keine ideale Lösung und hygienisch fragwürdig.

Haftcremes Haftpulver Schlechtsitzende Prothese

Der grösste Nachteil der diversen Haftmittel ist es, das mit keinem ein Randschluss erzielt werden kann.

Totalprothese sollte sich auf der Schleimhaut festsaugen

Eine Prothese sollte nicht am Gaumen festgeklebt werden, sondern sich an ihm festsaugen.

Ein optimaler Sitz der Prothese hilft, Druckstellen auf der Mundschleimhaut zu vermeiden, denn je besser und sicherer die Randabdichtung ist, desto eher kann ein Eindringen von Speiseresten verhindert werden. Kleinste Fremdkörper können Ursache für Druckstellen und Entzündungen sein. Der Einsatz von einem Haftmittel die den Halt verbessert und den Prothesenrand sicher abschliesst, ist meist nur von kurzer Dauer, wenn die Randabdichtung der Zahnprothese nachlässt, denn nur mit einem perfekten Randschluss kann man den Saugnapfeffekt erzielen. Durch die Zähne wird auch die Aussprache bzw. Lautbildung (Phonetik) geprägt, sodass eine "Phonetische Zahnaufstellung" wie auch ein guter Prothesenhalt von grosser Bedeutung ist.

Schlecht sitzende Zahnprothesen

Schlecht sitzende Prothesen als Zahnersatz oder scharfe Kanten an Zahnfüllungen können die Haut im Mund reizen und Geschwülste wachsen lassen.

Damit mit einer Totalprothese beschwerdefrei gekaut werden kann, ist es sehr wichtig, dass die künstlichen Zähne statisch korrekt aufgestellt sind und die Prothese tägliche gründliche gereinigt wird, was als Prothesenpflege bezeichnet wird, denn an jedem Zahnersatz siedeln sich Bakterien wie auch "Zahnstein" und Speisereste an, wodurch Druckstellen entstehen können.

Schlecht sitzende Prothesen kein Saugnapfeffekt

Haftmittel muss immer entfernt werden, ansonsten kein Vakuum bzw. Saugeffekt entstehen kann

Unter einer Totalprothese versteht man den Ersatz sämtlicher natürlicher Zähne, die durch künstliche Zähne ersetzt werden. Totalprothesen kommen beim zahnlosen Kiefer zum Einsatz und dienen der Zahn-Ästhetik bzw. Gebiss-Ästhetik sowie der Wiederherstellung der Kaufähigkeit. Die Funktion der verloren gegangenen natürlichen Zähne wird durch künstliche Zähne übernommen, denn die künstlichen Ersatzzähne sind an der Prothesenbasis verankert, welche aus Kunststoff besteht. Einzelne Zähne der Prothese müssen auf den Kieferkamm (ehemaliges Zahnbett) zentriert werden. Häufig ist diese Zentrierung nicht möglich, so dass die Prothesenzähne entsprechend beschliffen werden müssen. Sind die einzelnen Zähne statisch korrekt aufgestellt, so darf sich die Prothese bei Druck auf den entsprechenden Zahn nicht von der Kieferschleimhaut lösen. Der Saugeffekt, respektive das Vakuum darf nicht verloren gehen, denn die Zahnprothese muss immer noch gut halten, was man mit einem Fingerdruck überprüfen kann. Feste und schöne Zähne und einen sicheren Halt, als ob es die eigenen sind, ermöglichen die Zahnimplantate mit abnehmbarem Zahnersatz. Bei totalem oder ausgedehntem Zahnverlust ist es möglich, den Zahnpatienten mit Implantaten d.h. mit festsitzenden, nicht herausnehmbaren Zahnersatz oder einer Implantatprothese zu versorgen, womit eine Implantatgetragene Zahnprothese gemeint ist die herausnehmbar gestaltet ist.

Prothese wackelt und hält nicht

Zahnpatienten mit schlecht sitzender Prothese die wackelt haben nach der Zahnsanierung beim Kauen vielfach Schwierigkeiten, lassen jedoch die Prothese beim Zahnarzt nicht auf deren Kaufunktion hin nochmals überprüfen, denn vielfach ist nach dem Tragen einer Totalprothese die erstmals eingesetzt wurde, nach einigen Wochen eine Prothesenunterfütterung notwendig und nicht das Umstellen der Ernährungsgewohnheit.

Schlecht sitzende Prothese wackelt Zahnersatz

Eine schlecht sitzende Prothese oder fehlende Zähne sind unästhetisch und können die Aussprache beeinträchtigen, sei es der Prothesenhalt einer Teilprothese, Totalprothese oder einer festsitzenden Prothese als Zahnersatz.

Prothese wackelt und kippt

Schlecht sitzende Prothese die wackelt oder kippt führt zu Schwierigkeiten beim Kauen und Sprechen.

Wenn die Zähne durch Zahnverlust verloren gegangen sind fertigt der Zahnarzt oftmals eine Zahnprothese an deren Halt beim Kauen und Sprechen bei schmalem Kieferkamm im Besonderen bei Unterkieferprothesen problematisch sein kann und dem Zahnpatienten die Freude am Essen verderben kann. Es gibt klinischer Studien die zeigen, dass Haftcremes den Halt korrekt sitzender Prothesen verbessern kann und so zusätzlich mehr Sicherheit durch den sicheren Halt ergibt, denn Unsicherheiten beim Sprechen kommen oft durch das Gefühl zustande, dass die dritten Zähne nicht fest genug sitzen und wackeln oder kippen. Haftmittel sind kurzfristige Hilfsmittel die bei dauerhafter und täglicher Anwendung die Schleimhaut schädigen und langfristig den Sitz der Zahnprothese beeinträchtigen können. Durch die Zahnchirurgie bzw. Kieferchirurgie können im Kieferknochen Implantate verankert werden und so den Prothesenhalt verbessern bzw. durch festen Zahnersatz das Problem von schlecht sitzender Prothese die wackelt eliminieren.


Prothesen-Probleme

Prothesenprobleme können Schäden am Zahnfleisch und an den Kiefergelenken verursachen. 

Die wichtigste Aufgabe der Zähne wie auch dem Zahnersatz ist die Zerkleinerung der Nahrung, doch bei einer neuen Zahnprothese ist die Eingewöhnungsphase nicht immer einfach und kann zur Einschränkung der Lebensqualität führen. Die Nachteile der Vollprothesen ohne Implantate als Zahnwurzelersatz können gross sein, so besonders das Angewöhnen an Prothesen, wenn diese auf der Kieferschleimhaut aufliegen und nicht befestigt sind. Probleme mit schlecht haftender Zahnprothese auf der Kieferschleimhaut ist keine Seltenheit, besonders während der Eingewöhnungszeit, wo das Gefühl mangelnder Haftung entsteht, wenn wieder mehr Zähne im Mund vorhanden sind, die von der Zunge abgetastet werden.

Protthes Probleme beim tragen Zahnprothese

Für das allgemeine Wohlbefinden und die zwischenmenschliche Kommunikation sind die Zähne von grosser Bedeutung weshalb der Gebissabdruck (Abformung beim Zahnarzt) im Oberkiefer wie auch im Unterkiefer sehr wichtig ist.

Probleme beim Tragen der Zahnprothese

Bei Zahnersatz-Problemen ist die Angewöhnung an den Zahnersatz vielfach ein Problem.

Fehlende Zähne nach einem Zahnausfall oder eine schlecht sitzende Zahnprothese sind unästhetisch und können auch die Aussprache beeinträchtigen. Der Zahnverlust eigener Zähne bedeutet unausweichlich im zahnkosen Kiefer das Tragen einer Totalprothese mit allen damit verbundenen Folgen wie Druckstellen, häufig schlechter Prothesenhalt, speziell im Unterkiefer, verminderte Kauleistung, Geschmacksbeeinträchtigung oder gestörte Aussprache. Die Druckbelastung der Zahnprothese bewirkt Probleme durch einen beschleunigten Rückgang vom Kieferknochen (Knochenschwund) und damit durch den Knochenverlust eine weitere Verschlechterung vom Prothesensitz. Schlecht sitzende Prothesen stützen die Gesichtsweichteile schlecht ab, so vor allem die Lippen, was die Zahnpatienten älter aussehen lässt und Faltenbildung der eingefallenen Hautpartien begünstigt. Auch die psychologische Wirkung ist nicht zu unterschätzen, da die Zahnprothese für viele Menschen das Alter symbolisiert. Die Hauptursache einer verminderten Kaufunktion ist vielfach auf eine abgenutzte Kaufläche der Prothesenzähne zurückzuführen. Mit zunehmendem Alter nimmt der Abbauprozess vom Kieferkamm zu. Diese Entwicklung wird man nicht vermeiden, jedoch deutlich verlangsamen können. Das Zahnfleisch möchte immer wieder massiert werden, wodurch es gutbesser durchblutet wird. Ein regelmässige Prothesenunterfütterung, Nachkorrektur sowie das Einschleifen der Seitenzähne nach einer Nachregistrierung ist notwendig. Mit diesen vorsorglichen Massnahmen lassen sich der Kieferknochenabbau und eine nachteilige Veränderung der Kiefergelenke erheblich verlangsamen.

Durch das Tragen einer nicht gewarteten Zahnprothese können Schäden und damit Probleme nach einigen Jahren auftreten, so dass viele Menschen Unzufrieden mit dem Zahnersatz und dem Zahnfleisch sind.

Erschwertes Kauen und Verdauungsprobleme
Beschleunigter Kieferknochenabbau und Kiefergelenkarthrose
Schmerzhafte Irritation vom Mundgewebe durch Entzündungen
Eingefallener Mund und dadurch bedingtes älteres Aussehen
Kiefergelenkprobleme können Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Genickschmerzen sein
Schlotterkamm durch schwammig werdendes Mundgewebe durch den Knochenschwund

Das Unvermögen zum Tragen von einem herausnehmbaren Zahnersatz wird als Prothesenintoleranz bezeichnet, wobei die Prothesenunverträglichkeit unterteilt in eine "Psychogene Unverträglichkeit", "Somatogene Unverträglichkeit", "Iatrogene Unverträglichkeit" wie auch in eine Werkstoffbedingte Zahnersatz-Unverträglichkeit, die durch zahnärztliche Wirkstoffe bedingt sein kann.


Nachteile der Vollprothese

Vollprothesen kommen im zahnlosen Oberkiefer und Unterkiefer auf der Kieferschleimhaut zum Einsatz, wenn keine Implantate als Zahnwurzelersatz gesetzt wurden.

Bei herausnehmbarer Vollprothese kommt es durch die Abdeckung vom Gaumen vielfach zu geschmacklichen Irritationen. Eine Gaumenplatte kann nur im Oberkiefer eingesetzt werden, damit der Zahnersatz auf der Mundschleimhaut einen genügenden Halt erhält, da sich die Platte beim Gaumen an der Mundschleimhaut durch den Mundspeichel festsaugen kann. Die Gaumenplatte hat jedoch Nachteile, da diese Fremdkörpergefühle wie auch Würgereiz auslösen kann und vielfach mit Geschmacksverlust einhergeht. Unter der Gaumenplatte können sich im  Oberkiefer auch Essensreste verstecken oder ein eingeschränktes Artikulationsvermögen und Kauvermögen verursachen. Im Unterkiefer kann eine Gaumenplatte wegen der Zunge als beweglicher Muskelkörper nicht eingesetzt werden, da zu wenig Platz vorhanden ist. Gaumenplatte werden bei Vollprothesen im Oberkiefer verwendet, können jedoch bei einem schmalen Kieferkamm auch bei Teilprothesen als Gaumenbügel zum Einsatz kommen. Bei Mundtrockenheit sitzt die Vollprothese auf der Mundschleimhaut jedoch schlecht, so dass diese beim Essen, Sprechen oder Lachen herausfallen kann, so besonders im Unterkiefer bei einem schmalen Alveolarkamm als oberste Teil vom Alveolarfortsatz durch den der Abbau vom Kieferknochen (Alveolarkammatrophie). Die Prothesenbasis einer schleimhautgetragenen Zahnprothese muss auf der Kieferschleimhaut genau aufliegen, damit der Prothesenhalt auf dem Kieferkamm nicht verloren geht.

Nachteil Vollprothese Abdeckung Gaumens Zahn

Durch die Totalprothese als künstliches Gebiss kann es zu leichten Veränderungen der Sprachlaute kommen.

Vollprothese im Unterkiefer

Der Sitz der Unterkieferprothese kann auf Grund von einem geringen Knochenangebot durch den zurückgegangenen Kieferkamm ein grosses und belastendes Problem darstellen.

Die Vollprothese (dritten Zähne) als Ersatz aller Zähne werden durch Saugkräfte und die statischen Kräfte im Oberkiefer und Unterkiefer gehalten, wo die Totalprothese im Oberkiefer wegen der breitflächigeren Auflage am Gaumen besser sitzt als im Unterkiefer. Je grösser die Haftfläche und je ausgeprägter die Kieferkammverhältnisse sind, desto ausgeprägter ist das Vakuum zwischen der Zahnprothese und der Mundschleimhaut (Alveolarkamm). Die Kunststoffprothesen werden durch den Saugeffekt an Ihrem Platz fixiert, doch im Unterkiefer ist es durch den Zungenraum inkl. der beweglichen Zunge schwieriger, einen vergleichbaren Saugeffekt wie bei der Zahnprothese im Oberkiefer zu erzielen.

Halt der "Kieferprothese" auf der Schleimhaut

Der Halt einer Schleimhautgetragenen Prothese wird durch das Vakuum sichergestellt, welches durch den Speichel und die leicht elastische Kieferschleimhaut entsteht.

Physikalische Faktoren einer Schleimhautgetragenen Prothese die im Volksmund meist als Schleimhautprothese bezeichnet wird sind Kapillarkräfte, Unterdruck und Adhäsionskräfte. Massgebend für den Saugeffekt ist eine optimale Speichelqualität, denn der Speichelfilm zwischen der Prothesenbasis und der Kieferschleimhaut wie auch der Gaumenschleimhaut hat als Prothesenlager eine grosse Bedeutung. Ältere Zahnpatienten leiden häufig durch die Einnahme gewisser Medikamente unter Mundtrockenheit und haben durch die Speicheldrüsen einen geringen Speichelfluss und damit wenig Speichel, was ein grosser Nachteil bei Totalprothesen ist. Bei krankhaftem Mangel an Speichel gibt es jedoch Ersatzstoffe, die nötigenfalls zur Anwendung kommen können. Bei ungünstigen Kieferkammverhältnissen kann selbst bei optimaler Gestaltung vom Prothesenrand kein genügender Saugeffekt erreicht werden. Damit mit einer Totalprothese beschwerdefrei gekaut werden kann, ist es von grosser Wichtigkeit, dass die künstlichen Zähne statisch korrekt auch wegen der Phonetik (Lautbildung) "Phonetische Zahnaufstellung" aufgestellt sind, , denn Zähne werden auch zum Sprechen gebraucht.

Schleimhautgetragene Zahnprothese

Ein kippen muss bei einer schleimhautgetragenen Prothese verhindert werden, denn eine Zahnprothese darf sich nicht von der Kieferschleimhaut lösen.

Der Saugeffekt (Vakuum) darf bei der "Schleimhautprothese" nicht verloren gehen, was bei der Gestaltung einer Totalprothese nicht immer einfach ist, damit gleichzeitig eine schöne Zahnästhetik entsteht. Die einzelnen Zähne der Prothese müssen auf den Kieferkamm (früheres Zahnbett) zentriert werden, was häufig nicht ohne weiteres möglich ist, so dass die Prothesenzähne entsprechend beschliffen werden müssen. Die Versorgung beim Zahnpatienten mit einer Totalprothese muss vom Zahnarzt sorgfältig geplant und vorbereitet werden, denn die dritten Zähne sollten in Aussehen und Funktion optimal passen. Individuellen Wünsche und Ansprüche an Zahnfarbe und Zahnform der einzelnen Zahnarten und Zahngruppen vom Zahnersatz bzw. der Vollprothese können berücksichtigt werden, sofern dies der Zustand vom Kiefer und der Schleimhautbereich zulässt.

Prothesenhalt verbessern

Damit der Prothesenhalt verbessert werden kann, ist eine Prothesenunterfütterung beim Zahnarzt notwendig, denn bei einer Unterfütterung wird eine nicht mehr richtig passende Prothese an die veränderten Kieferbedingungen angepasst.

Über eine mögliche Verbesserung durch eine chirurgische Intervention mit zwei Implantaten sollte zumindest nachgedacht werden, wenn der gewünschten Erfolg durch die Unterfütterung der Prothese nicht erreicht wird, den "Prothesenhalt verbessern" zu können. Es muss individuell abgeklärt werden, ob z.B. eine Vestibulumplastik oder das Einsetzen von Zahnimplantaten einen wirklichen Erfolg, den Prothesenhalt verbessern zu können bewirken kann. Eine Implantatlösung mit 4 Zahnimplantaten ist vor allem im Unterkiefer relativ häufig, da sich durch die Zunge und den beweglichen Mundboden kein Saugeffekt einstellt.

Einfache Vollprothese

Bei der einfachen Vollprothese wird für die "Ersatzzähne" und für die Prothesenbasis Kunststoff verwendet.

Bedingt können künstliche Zähne als Ersatzzähne nach den persönlichen Merkmalen und Wünschen des Zahnpatienten bearbeitet werden, so dass die einfache Vollprothese nicht als solche sofort erkennbar ist. Ein guter Saugeffekt bei gut erhaltenem Oberkiefer, so dass die Vollprothese über einen sicheren Halt verfügt. Statik und Halt der Unterkieferprothese ist dagegen schwieriger zu bewerkstelligen und zudem besteht bei der einfachen Kunststoffprothese eine erhöhte Bruchgefahr vom Prothesenkunststoff, der zur Imitation der Schleimhautfarbe meist in Rosa gehalten wird. Das Tragen einer einfachen Vollprothese kann gegenüber festsitzendem Zahnersatz wie auch kombiniertem Zahnersatz (Kombinationsprothetik) ein grosser Nachteil sein, so durch das Unvermögen zum Tragen von herausnehmbaren Zahnersatz, was vom Zahnarzt als Prothesenintoleranz bezeichnet wird. Die Prothesenunverträglichkeit kann unterteilt werden in eine "Psychogene Unverträglichkeit", "Somatogene Unverträglichkeit", "Iatrogene Unverträglichkeit" und "Werkstoffbedingte Unverträglichkeit", die durch zahnärztliche Wirkstoffe bedingt sein kann.


Totalprothese

Unter einer Totalprothese bzw. Vollprothese versteht man bei der Zahnsanierung den Ersatz sämtlicher natürlicher Zähne, die durch künstliche Zähne in einem herausnehmbaren Zahnersatz eingesetzt werden.

Die Vollprothese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz  der aus einer Kunststoffbasis im zahnlosen Oberkiefer und/oder Unterkiefer besteht, wenn alle Zähne durch künstliche Zähne aus Kunststoff oder Porzellan ersetzt werden müssen. Totalprothesen werden beim zahnlosen Kiefer eingesetzt und dienen der Wiederherstellung der Kaufähigkeit wie auch der Zahn-Ästhetik. Im Volksmund wird die Totalprothese (dritte Zähne) auch als künstliches Gebiss, Zahngebiss, Gebissprothese, Schleimhautprothese oder Kieferprothese genannt, wo der Halt am Kiefer durch die Saugwirkung wie auch durch Kohäsionskräfte, Adhäsionskräfte und gleichzeitig zur Stabilisierung durch das Zusammenspiel der Muskulatur erfolgt. Der Prothesenhalt hängt hauptsächlich von der Kieferform ab, denn je grösser und ausgeprägter der Alveolarfortsatz bzw. der zahnlose Kieferkamm ist, umso besser ist der Halt einer "Kieferprothese" bei der Kaufunktion, denn die "Ersatzzähne", die Kaumuskulatur als Muskelpaare und die Kiefergelenke müssen beim Kauvorgang zusammenarbeiten. 

Totalprothesen Oberkieferprothesen Kiefer

Die Totalprothese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz bei kompletter Zahnlosigkeit im Oberkiefer oder Unterkiefer, wobei im Oberkiefer für einen besseren Prothesenhalt meist eine Gaumenplatte eingesetzt wird.

Prothesenbasis aus Kunststoff (PMMA)

Die Prothesenbasis besteht in der Regel aus rosafarbenem Kunststoff bzw. Polymethylmethacrylat (PMMA), in der Kunststoffzähne oder auch Keramikzähne eingearbeitet werden.

Der Einsatz von Vollprothesen ist nur gegeben, wenn keine natürlichen Zähne mehr vorhanden sind und keine Implantate erwünscht sind. Die Totalprothese liegt der Mundschleimhaut über dem Kieferknochen auf, so dass die Kaukräfte auf diesen weitergeleitet werden. Der Prothesenhalt kommt durch den Unterdruck und die Kapillarkräfte zwischen Prothesenbasis und Schleimhaut zustande. Gleichzeitig erfolgt die Stabilisierung durch die Muskulatur, der Zunge, den Lippen, der Wangen und den Zusammenbiss. Damit die Vollprothese gut sitzt, ist eine genaue Abformung und Bissnahme nötig, die zur Bestimmung der Lage vom Unterkiefer in Bezug zum Oberkiefer dient. Mit Hilfe der Bissnahme können die so erhaltenen Modelle in einem Artikulator (Gelenksimulator) einander zugeordnet werden. Die Gnathologische Vermessung benutzt Techniken zur Bissnahme und Abdrucknahme wo die Gelenks-Aufzeichnung Axiographie genutzt wird, um die Bewegungen vom Kiefergelenk mit einem Fernröntgen-Seitenbild sowie einem Funktionsabdruck mit Rekonstruktion im Artikulator zu simulieren, was das Zahnarztfachgebiet Gnathologie (Lehre vom Kiefer) betrifft. Durch die Kiefervermessung werden wichtige Erkenntnisse für eine bevorstehende Herstellung (Arbeitsablauf Totalprothese) von passgenauem, funktionellem Zahnersatz gewonnen.

Behandlungsablauf bei der Herstellung der Totalprothese

1. Abdruck (Abformung beim Zahnarzt) von Oberkiefer und Unterkiefer

In dieser Sitzung wird mit einem Perforierten Löffel, der mit Abdruckmasse gefüllt ist, einen Abdruck vom Oberkiefer und Unterkiefer genommen (Zahngebiss-Abdruck).

Die Abformung beim Zahnarzt ist ein Arbeitsschritt für das Arbeitsmodell der zahntechnische Arbeiten, die beim Zahntechniker durchgeführt werden. Im Zahntechnischen Labor werden vom Zahntechniker oder Zahnprothetiker von diesen Abdrücken Gipsmodelle und ein individueller Löffel hergestellt. Unter einem individuellen Löffel versteht man einen genau auf die Kieferverhältnisse vom jeweiligen Zahnpatient angepassten Abdrucklöffel, um einen Zahnersatz herstellen zu können, so auch für eine Vollprothese. Wenn Kronen, Zahnbrücken, kombinierter Zahnersatz oder Suprakonstruktionen auf Zahnimplantaten gefertigt werden, wird ein Sägemodell hergestellt, wo die einzelnen Zähne getrennt bearbeitet werden und auf den Modellsockel zurückgesetzt werden können. Bei der Zahnaufstellung in Wachs wird in der Zahntechnik meist von der "Modellation in Wachs" gesprochen.

2. Abdruck beim Zahnarzt mit individuellem Löffel (Abformlöffel)

Der individuelle Löffel wird im Mund vom Zahnpatienten einprobiert und die Ränder vom individuellen Löffel werden mit einem speziellen Wachs angepasst.

Mit dem angepassten individuellen Löffel wird ein genauer Abdruck für die neue Zahnprothese (Kieferprothese) genommen. Das Zahntechnische Labor bzw. Dentallabor erstellt davon ein Gipsmodell, das genau dem Patienten entspricht. Auf das Gipsmodell wird im Labor die Kunststoffbasis angepasst. Auf die Kunststoffbasis wird ein Wachswall modelliert, welche dem Zahnarzt zur Bissregistrierung dient.

3. Bissregistrierung (Registrat) beim Zahnarzt

Mit der Bissregistrierung wird die Lage vom Oberkiefer zum Unterkiefer bestimmt, denn die Okklusionsebenen von Oberkiefer und Unterkiefer kann stark abweichend sein.

Die Kunststoffbasis mit Wachswahl wird im Mund des Patienten einprobiert. Das Wachs wird mit einem Wachsmesser erwärmt. Nun darf der Patient zusammenbeissen. Die Zähne vom Gegenkiefer beissen dabei in das Wachs und hinterlassen dort Bissspuren. Anhand dieser Bissspuren lässt sich nun das Gipsmodell vom Gegenkiefer, welcher in der 1. Sitzung hergestellt wurde, korrekt zum gewünschten Kiefer positionieren. So erhält man eine Kopie der Kieferverhältnisse vom Zahnpatient, wonach mit Hilfe einer Farbskala die Zahnfarbe bestimmt wird (Zahnfarbe bestimmen). Der Zahntechniker setzt künstliche Zähne mit Wachs auf die Prothesenbasis. Das Wachs dient dabei als Verankerung. Durch die Bissregistrierung weiss er nun ganz genau, wie er die Zähne platzieren muss, um ein möglichst angenehmes Kauen zu ermöglichen.

4. Wachseinprobe beim Zahnarzt

Bei der Wachseinprobe werden beim Zahnarzt die in Wachs fixierten künstlichen Zähne einprobiert (Anprobe der neuen Zahnprothese).

Die Zahnaufstellung (Wachsaufstellung) ist eine provisorische Befestigung von künstlichen Zähnen auf Basisplatten mit Wachs. In einem ersten Schritt wird der Biss kontrolliert, denn die Wachseinprobe wird im Mund vom Zahnpatient gemacht, damit vor der Fertigstellung eine Überprüfung der Zahnform, Zahnstellung und Zahnfarben bei allen Zahnarten und Zahngruppen gemacht werden kann. Die Zähne müssen dabei in einem korrekten Verhältnis zum Gegenkiefer stehen. Sollte dies nicht der Fall sein, so muss nachregistriert werden. In diesem Fall muss der Zahntechniker die in Wachs aufgestellten künstlichen Zähne nochmals neu platzieren. In einem zweiten Schritt wird die Farbe der künstlichen Zähne mit den natürlichen Zähnen des Gegenkiefers verglichen. Es gilt dabei hauptsächlich den Wünschen des Patienten nachzukommen.

5. Reservesitzung beim Zahnarzt

Eine Reservesitzung wird beim Zahnarzt eingeplant und ist nur notwendig, wenn bei der Wachseinprobe der Biss nicht korrekt registriert wurde.

Wie bei der letzten Sitzung "Anprobe der neuen Zahnprothese" die korrekte Lage der künstlichen Zähne überprüft, sodass die Totalprothese im Zahntechnischen Labor fertiggestellt werden kann.

6. Abgabe der Zahnprothese durch den Zahnarzt

In einem ersten Schritt werden bei der Abgabe der Totalprothese die restlichen Zähne gezogen und die dabei entstehenden Wunden versorgt.

In einem zweiten Schritt wird die fertig gestellte Totalprothese anprobiert. Dabei wir nochmals der Biss kontrolliert. Meistens ist der Prothesenhalt noch nicht ganz optimal. Die Prothesenränder müssen mit einer Fräse auf die korrekte Länge gekürzt werden. Feine Bisskorrekturen werden direkt im Mund des Patienten durchgeführt. Dabei werden die künstlichen Zähne dort wo nötig mit einem feinen Diamantbohrer beschliffen.

7. Erste Nachkontrolle beim Zahnarzt

Häufig treten bereits innerhalb von zwei Tagen Druckstellen durch die Totalprothese auf.

Druckstellen entstehen immer dort, wo die Prothesenbasis zu eng ist und so die darunter liegende Mundschleimhaut gereizt wird. Die Prothesenbasis wird im Bereich der Druckstelle mittels einer Fräse entlastet.

8. Zweite Nachkontrolle beim Zahnarzt

Bei der zweiten Nachkontrolle können beim Zahnarzt auftretende Druckstellen durch die Zahnprothese entfernt werden.

Der Prothesenhalt der Vollprothese sollte bei der zweiten Kontrolle nach dem "Angewöhnen an Prothese" wesentlich besser sein als nach der Abgabe der Prothese, denn am Anfang wird jede Vollprothese als lästiger Fremdkörper empfunden, wenn man wieder mehr Zähne im Mund hat. Bei Totalprothesen ist nach einer gewissen Zeit beim Zahnarzt oder Zahnprothetiker eine Prothesenunterfütterung notwendig, womit eine ungenau sitzende Prothese den Veränderungen vom Kiefer angepasst werden kann. Bei der Prothesen-Unterfütterung gibt es unterschiedliche Verfahren der Unterfütterung, so die indirekte Unterfütterung, die direkte Unterfütterung und die weichbleibende Unterfütterung.


Vollprothese Totalprothesen

Mittels Saugkraft werden Totalprothesen (Gebiss) als Zahnersatz am Kiefer gehalten.

Unter einer Vollprothese bzw. Totalprothese wird ein herausnehmbaren Zahnersatz zur Versorgung von einem zahnlosen Oberkiefer oder Unterkiefer verstanden. Zur Herstellung der Zahnprothese ist eine Situationsabformung der zahnlosen Kiefer notwendig, die normalerweise mit genormten Abformlöffeln mit Alginat als Abformmasse benutzt werden. Das Ziel der Funktionsabformung ist eine optimale Auflagefläche der Prothesenbasis unter Berücksichtigung der Muskelbewegungen zu erreichen, damit bei der Vollprothese (Schleimhautprothese) zwischen der Prothesenbasis und der Schleimhautoberfläche auch während der Kaufunktion (Kauvorgang) und Sprachfunktion (Phonetik) ein Saugeffekt erzielt werden kann. Die Kieferrelationsbestimmung ist eine wichtige Voraussetzung für einen guten funktionellen Erfolg bei der Herstellung der Totalprothese. Bei der Lautbildung kann die Zunge gegen die Totalprothese schlagen und einen Zischlaut provozieren, denn durch die Vollprothese wird die Mundhöhle verkleinert, so dass die Bewegungsfreiheit der Zunge eingeschränkt ist. Bei der Totalprothese kann der Zahntechniker das Problem vom Zischlaut durch eine genaue Frontzahnaufstellung resp. "Phonetische Zahnaufstellung" entschärfen, doch bei der Lautbildung werden diese anfänglichen Schwierigkeiten nicht ausbleiben, da man sich an das Gebiss bzw. "dritten Zähne" zuerst gewöhnen muss. Anfängliche Prothesenprobleme sind normal, denn das Angewöhnen an eine Totalprothese ist gewöhnungsbedürftig. Bei Mundtrockenheit "Xerostomie" als Begleiterscheinung von Medikamenten und Erkrankungen ist ohne zusätzliche Verankerung der Vollprothese (Halte-Element) an Zahnwurzeln, Implantaten mit Stegverbindungen, Kugelkopfanker (Druckknopfprothese), günstige Durchmesser-reduzierte Mini-Implantate, Kurzimplantaten oder andere Implantat-Systeme nicht möglich.

Zahnprothese Vollprothese Totalprothese Zähne

Totalprothesen kommen zum Einsatz, wenn keine Zähne mehr vorhanden sind.

Verankerung der Totalprothese

Bei Totalprothesen bzw. Vollprothesen handelt sich somit um den Zahnersatz der natürlichen Zähne bei völligem Zahnverlust in einem oder beiden Kiefern.

Totalprothesen bzw. Vollprothesen dienen der prothetischen Zahnversorgung in einem zahnlosen Kiefer oder im gesamten zahnlosen Mund. Die Totalprothesen werden im Volksmund auch als Vollprothesen, Gebissprothesen, Kieferprothesen oder Mundschleimhautprothesen genannt. Wenn eine Totalprothese wegen Speichelmangel (Speichelsekretion) aus den Speicheldrüsen oder einem zu schmalen Kieferkamm (ohne Kieferknochenaufbau), meist im Unterkiefer keine genügende Haftung auf der Mundschleimhaut erhält, braucht es ein zusätzliches Halte-Element für die Totalprothese. Die stabilsten Zahnprothesen sind die Prothesen auf Zahnimplantaten oder Implantaten als Zahnwurzelersatz mit einer Stegkonstruktion befestigt sind, was man als Stegprothese oder auch Hybridprothese bezeichnet. Der Vorteil der Hybridprothesen liegt darin, dass die Implantate mit der Stegkonstruktion, Teleskopkronen, Stegen auf Wurzelstiftkappen oder Kugelköpfen eine stabile Befestigung geben und dennoch als Zahnprothesen herausnehmbar sind. Zahnwurzeln oder Implantate werden vielfach durch eine Steg miteinander verbunden, so dass sich eine verblockte Einheit bildet, damit die Stegprothese einen guten Halt bekommt. Als Steg-Reiter bezeichnet man das in die Zahnprothese eingearbeitet Stück, das zum Steg das Gegenstück bildet. Beim Einsetzten der Stegprothese wird der Steg-Reiter in den Steg gedrückt, womit eine Klemmwirkung von Steg und Steg-Reiter und damit ein guter der Halt der Totalprothese mit den Ersatzzähnen als den "Dritten Zähnen" entsteht.

Halt der Vollprothesen

Die Zahnprothesen sollen der Wiederherstellung der Kaufunktion sowie der Phonetik und Ästhetik dienen und brauchen einen guten Prothesenhalt.

Die Problematik bei den Vollprothesen liegt in der Befestigung, da es bei der Vollprothese nicht mehr möglich ist, vorhandene Zähne zur Haftung der Totalprothese auf dem Kiefer heranzuziehen. Ein guter Halt der Prothese auf der Mundschleimhaut ist sehr wichtig und wird aus funktionellen und physikalischen Gegebenheiten abgeleitet. Funktioneller Faktor ist die Einlagerung der Prothesenränder in die angrenzenden Weichteile, wie Schleimhaut, Bänder und Muskulatur. Der Halt der Zahnprothese (Kieferprothese) wird durch ein Vakuum sichergestellt, welches durch den Speichel aus den Speicheldrüsen und der leicht elastischen Kieferschleimhaut entsteht. Physikalische Faktoren sind Kapillarkräfte, Unterdruck und Adhäsionskräfte. Der Speichelfilm zwischen der Prothesenbasis und der Kieferschleimhaut und der Schleimhaut vom Gaumen hat eine grosse Bedeutung. Aus diesem Grund sollten Totalprothesen immer leicht mit Wasser benetzt werden, bevor sie eingesetzt werden, im Besonderen bei trockenen Mundverhältnissen bzw. Trockenheit vom Mund. Ältere Zahnpatienten leiden häufig an Mundtrockenheit und haben durch die Speicheldrüsen einen geringen Speichelfluss und damit wenig Speichel. Bei krankhaftem Mangel an Speichel gibt es Ersatzstoffe, die nötigenfalls zur Anwendung kommen können.


Einsatz Vollprothese

Die klassische Vollprothese ist die preisgünstigste Variante bei der Gebisssanierung, wenn der Prothesenhalt durch das Vakuum sichergestellt ist.

Einsatz finden Vollprothesen als Zahnersatz, wenn keine natürlichen Zähne mehr vorhanden sind, doch es gibt auch eine Prothesenintoleranz die oft seelische (psychogene) Ursachen hat. Nach der Angewöhnungszeit an eine neue Zahnprothese ist bei den meisten Menschen eine Prothesenverträglichkeit vorhanden, doch es kann auch Probleme mit Zahnprothesen geben, so besonders beim Tragen der Vollprothese, wo daraus eine Prothesenunverträglichkeit entstehen kann. Das Unvermögen zum Tragen von einem herausnehmbaren Zahnersatz (dritten Zähne) wird unterteilt in eine "Psychogene Unverträglichkeit", "Somatogene Prothesenunverträglichkeit" und in eine "Iatrogene Unverträglichkeit".

Einsatz Vollprothese keine natürlichen Zähne  

Die individuelle Zahnversorgung zum Tragen einer Totalprothese beginnt wie bei jeder Zahnprothese mit einer prothetischen Planung und der Rekonstruktion der vorher vorhandenen Frontzähne in Bezug auf Funktion und Zahnästhetik nachgebildet werden. Bei der exakten Vermessung vom Kiefer mit den Kiefergelenken wird das Kaumuster und Bewegungsmuster festgehalten.

Nachbildung vom Zahngebiss 

Die Nachbildung vom natürlichen Zahngebiss und der Einsatz der Vollprothese verlangt exakte Kenntnisse über anatomische Möglichkeiten und grosse Erfahrung vom Zahnarzt und Zahntechniker.

Gesichtsform und Nasenform sowie der Körperbau sind massgebende Faktoren bei der naturgetreuen Rekonstruktion vom natürlichen Gebiss. Nach der Auswertung aller Informationen, auch in Bezug auf Kaufunktion und Sprachlautbildung (Phonetik) kann die Prothese gefertigt werden, denn Zähne sind beim Mensch ein Esswerkzeug wie auch Sprechwerkzeug, wo ein schönes Gebiss mit weissen Zähnen auch Glück und Erfolg signalisiert. Die eingebrachten Kunstzähne können nach den persönlichen Wünschen des Zahnpatienten bearbeitet werden, so dass die Totalprothese kaum als solche erkennbar ist. Die Herstellung einer Vollprothese ist deutlich anspruchsvoller und aufwendiger als eine einfache Rekonstruktion und erfordert vom Zahnarzt ein gutes Vorstellungsvermögen wie auch ein hohes Mass an zahntechnischen Können vom Zahntechniker. Auf dem erstellten Modell werden Kunststoffzähne in Wachs aufgestellt und nach einer erfolgreichen Anprobe am Zahnpatienten gemäss Behandlungsablauf bei der Herstellung der Totalprothese, wird das Wachs durch zahnfleischfarbenen Kunststoff ersetzt. Durch die fertig eingegliederte Vollprothese erhält der Zahnpatient sein natürliches Aussehen zurück. 


Angewöhnungszeit an neue Prothese

Da die Zahnprothese als Zahnersatz ein künstlicher Körperteil ist, wird eine Prothese in der Mundhöhle als empfindlicher Bereich zunächst vom Mensch als Fremdkörper wahrgenommen.

Die moderne Zahntechnik kann "Dritten Zähne" so perfekt machen, das sie weder optisch noch in ihrer Funktion einen Nachteil für den Träger darstellen. Bei perfekten Ersatzzähnen ("Dritten Zähnen" aus dem Dentallabor) für die eigenen Zähne handelt es sich jedoch meist um einen festsitzenden Zahnersatz oder um eine Kombinationsprothetik bzw. einen kombinierten Zahnersatz, was bei Teilprothesen und Vollprothesen im Unterkiefer und Oberkiefer möglich ist. Bei Totalprothesen die ohne Verankerung auf der Mundleimhaut aufliegen (Schleimhautgetragene Prothese), ist das Angewöhnen an eine neue Prothese meist sehr viel schwieriger, wo viele Menschen unzufrieden mit dem Zahnersatz sind, wenn der Prothesenhalt auf dem Kieferkamm nur ungenügend vorhanden ist. Vielfach entsteht durch die Totalprothese die im Volksmund auch als Schleimhautprothese, Gebissprothese oder Kieferprothese bezeichnet wird, eine Prothesenstomatitis als Entzündung der Mundschleimhaut wie auch ein Schlotterkamm, was eine Schlotterkammentfernung notwendig macht. Beim Tragen der Totalprothese ist die Haftung der Prothese nicht mehr gegeben, da eine Prothese auf dem Schlotterkamm den Saugeffekt verliert, wenn sich kein Vakuum einstellt.

Angewöhnen an neue Prothese Zahnprothese

Eine neue Prothese ist anfänglich Gewöhnungsbedürftig, denn Lippen, Zunge, Kaumuskeln und Schleimhäute brauchen einige Zeit, um sich an das "neue Gefühl" zu gewöhnen, so besonders bei den Totalprothesen im zahnlosen Kiefer als Zahnersatz.

Prothese ist Gewöhnungsbedürftig

Am Anfang werden alle Arten von Teilprothesen und Vollprothesen als lästigen Fremdkörper empfunden, den man möglichst schnell wieder loswerden möchte.

Wenn ein guter Halt der Zahnprothese anfänglich nicht vorhanden ist Geduld für die ersten Tage nach der Anpassung der dritten Zähne das oberste Gebot, denn bei einigen Zahnpatienten dauert die Gewöhnung einige Wochen. Man kann den Anpassungsprozess beschleunigen, wenn der neuen "Herausnehmbare Zahnersatz" ständig getragen wird und nicht stundenweise herausgenommen wird. Der Einsatz einer klassischen Vollprothese ist eine Nachbildung vom Zahngebiss und die günstige Variante an Zahnersatz im zahnlosen Kiefer, doch kann die Gefahr einer Prothesenunverträglichkeit bestehen, so besonders wenn eine Schleimhautentzündung entsteht, was auch als Begleitsymptom von Hautkrankheiten und Infektionskrankheiten auftreten kann. Hilfreich ist, wenn die Prothese anfänglich auch über Nacht getragen wird, sofern keine Gefahr von Zähneknirschen und Zähnepressen besteht, was der Zahnarzt auch als Bruxismus bezeichnet und bei Zähnen, Kiefer und Kiefergelenken wie auch bei jedem Zahnersatz grossen Schaden anrichten kann.

Defekte Zahnprothesen oder zerbrochene Prothesen sollte man raschmöglichst reparieren lassen und nicht die Faust im Sack machen, denn ein Bruch der Zahnprothese kann weitere Schäden und auch Schmerzen verursachen.

Zahnprothese Gewöhnungsbedürftig Prothese

Eine schleimhautgetragene Vollprothese trägt niemand gerne, denn an eine neue Prothese muss man sich beim "Älterwerden" zuerst langsam gewöhnen, wenn der lästig empfundene Fremdkörper drückt und kann anfänglich Schmerzen bereitet, denn es braucht etwas Geduld, da sich auch der Kiefer an die neue Situation gewöhnen muss. Wenn die Zahnprothese anfänglich regelmässig und auch in der Nacht trägt, kann sich der Kiefer rascher an die neue Situation gewöhnen, doch wenn Probleme mit Zahnprothesen beim Kauen oder Druckstellen durch Prothesen entstehen, sollte man den Zahnarzt aufsuchen und den Zahnersatz nicht nur eine kurze Zeit tragen, ansonsten die Gefahr einer psychogenen Prothesenunverträglichkeit entstehen kann.

Angewöhnen an eine Schleimhautgetragene Vollprothese

Bei den schleimhautgetragenen Prothesen wird der Kaudruck normalerweise auf die Schleimhaut weitergeleitet, da dieser Zahnersatz keine Abstützung an Restzähnen oder Zahnimplantaten hat.

Eine Ausnahme bei den schleimhautgetragenen Prothesen bildet hierbei die künstlichen Zähnen, wo das nicht abgestützte Freiendteil wie bei einer Vollprothese auf der Mundschleimhaut aufliegt. Da die Mundhöhle ein sehr empfindlicher Bereich ist, wird eine Zahnprothese zunächst als Fremdkörper wahrgenommen, so besonders eine Vollprothese im Zahnlosen Kiefer, denn die Prothese als Zahnersatz ist ein künstlicher Körperteil. Die Angewöhnungszeit bei einer schleimhautgetragenen Totalprothese beträgt meist ein bis drei Monate, denn man muss mit der Prothese, die im Volksmund auch als Kieferprothese bezeichnet wird, das Essen und Sprechen mit den "Ersatzzähnen" bzw. neuen künstlichen Zähnen zuerst erlernen. Auch bei einer optisch schönen schleimhautgetragenen Zahnprothese ist das ist das Angewöhnen an eine neue Prothese nicht einfach wie auch bei einer funktional hochwertigen Vollprothese oder Teilprothese das anfängliche Empfinden ein Fremdkörpergefühl auslösen kann, wenn sich Wangen (Backen), Lippen und Zunge als Muskelkörper beim Essen zum Schmecken und Tasten wie auch die Kaumuskulatur bzw. Kiefermuskulatur beim Sprechen zuerst an die neue Situation gewöhnen muss. Das Haftmittel für Prothesenhalt kann für einen besseren Halt der schleimhautgetragenen Prothese sorgen, denn das eingebrachte Haftmittel vergrössert die Viskosität von Speichel und Schleim. Anfänglich sollte man versuchen, nur kleine Bissen und weiche Kost zu sich zu nehmen und kontrollieren, ob alle Beläge entfernt sind (Pflege der Prothese), damit keine Rötungen oder Entzündungen entstehen können, denn vielfach ist es Prothesenhaftmittel oder Zahnstein an Prothesen, die Probleme an der Mundschleimhaut verursachen. Wenn nach zwei Woche eine Rötung oder Entzündung immer noch vorhanden ist, sollte man sich beim Zahnarzt in der Zahnarztpraxis oder Zahnklinik melden. Wenn man sich nach drei Wochen noch nicht an die Prothese angewöhnt hat oder noch Druckstellen vorhanden sind, muss der Zahnarzt die Zahnprothese noch etwas anpassen.

Prothese und Phonetik

Unsere Sprache wird durch die Bisshöhe und die Ausrichtung der Zähne nach vorne oder hinten geprägt, was beim Zahnersatz als "Phonetische Zahnaufstellung" genannt wird.

In den ersten Tagen kann es mit der Aussprache bzw. Phonetik bestimmter Wörter kleine Probleme geben. Die Laute s, sch, st und z, sowie die Laute f, pf und w bereiten erfahrungsgemäss anfänglich die meisten Schwierigkeiten. Ein bewährtes Mittel diese Unsicherheiten zu überwinden, sind Sprachübungen am besten vor dem Spiegel. Lesen von Texten mit lauter Stimme kann hilfreich sein.

Druckstellen von Prothesen

Bei Druckstellen durch Prothesen gibt es keinen Grund zur Beunruhigung, wenn in den ersten Tagen Druckstellen auftreten.

Druckstellen verschwinden vielfach erst in einigen Tagen, doch sollte der Schmerz innert zwei Wochen nicht nachlassen, sollte man mit dem Zahnarzt darüber sprechen. Vor dem Zahnarztbesuch sollte man die den herausnehmbaren Zahnersatz einige Stunden tragen, denn damit kann der Zahnarzt die Problemstelle (Druckstelle) der Prothese genauer erkennen.


Prothesenhalt bei Vollprothesen

Die Prothesenbasis einer schleimhautgetragenen Zahnprothese muss auf dem Kieferkamm genau aufliegen, damit der Halt der Zahnprothese gegeben ist und nicht verloren geht.

Bei der Prothese im Unterkiefer (Unterkieferprothese) ist ein guter Halt über den Saugeffekt vielfach schwieriger zu erreichen als im Oberkiefer und damit auch das Angewöhnen an die "Mundschleimhaut-Prothese", die im Volksmund auch als Kieferprothese bezeichnet wird. Eine schlechtsitzende Zahnprothese im Oberkiefer tritt vorwiegend auf einem Schlotterkamm auf, so dass die Vollprothese auf dem Kieferkamm lottert, was eine Schlotterkammentfernung notwendig macht, das beim Zahnarzt eine operativen Entfernung ist.

Halt Zahnprothese Speichel Unterdruck Zähne

Wichtig für den Halt der Zahnprothese einer schleimhautgetragenen Zahnprothese auf dem Kieferkamm ist eine korrekte Gestaltung vom Prothesenrad, ansonsten der Unterdruck zwischen der Vollprothese und der Kieferschleimhaut entweicht und sich kein Vakuum einstellen kann.

Halt der Zahnprothese

Die Prothesenbasis liegt direkt der Kieferschleimhaut auf, wo der Prothesenhalt durch das Vakuum sichergestellt wird.

Sind die einzelnen Zähne statisch korrekt aufgestellt, so darf sich die Prothese bei Druck auf den entsprechenden Zahn nicht von der Kieferschleimhaut lösen. Auf der Zahnprothese werden die "Ersatzzähne" auch zum Sprechen gebraucht, so das eine "Phonetische Zahnaufstellung" und Prothesenhaftung bei Totalprothesen von grosser Bedeutung sind. Der Saugeffekt bzw. das Vakuum darf nicht verloren gehen und die Zahnprothese muss immer noch gut halten, was man mit einem Fingerdruck überprüfen kann.

Prothesenhalt durch Saugeffekt Vakum Speichel

Der Prothesenhalt wird durch ein Vakuum sichergestellt, welches durch den Speichel und die leicht elastische Kieferschleimhaut entsteht.

Prothesenhalt auf Implantaten

Sofern kein genügender Saugeffekt erreicht wird, ist das setzen vom 2 - 4 Implantaten notwendig, an denen die Prothese fixiert wird und der Prothesenhalt durch Mini-Implantate oder Kurzimplantate gewährleistet werden kann.

Bei ungünstigen Kieferkammverhältnissen kann selbst bei optimaler Gestaltung vom Prothesenrand kein genügender Saugeffekt für einen guten Prothesenhalt im Unterkiefer erreicht werden, denn je grösser die Haftfläche und je ausgeprägter die Kieferkammverhältnisse und je optimaler die Speichelqualität ist, desto ausgeprägter ist das Vakuum. Günstige Durchmesser-reduzierte Mini-Implantate sind kein Ersatz für natürliche Zahnwurzeln (Zahnwurzelersatz) wie normale Zahnimplantate, denn sie dienen lediglich dazu, eine Totalprothese zu befestigen. Das Vergleichen von Implantatsystemen und auseinanderhalten von Implantattypen ist vor der Implantatplanung wichtig, so wegen dem Kieferknochenaufbau und den Kosten für Zahnimplantate, was zusammen mit der Zahnersatz-Qualität das Allergierisiko (Kunststoffprothese) wie auch die Kaufunktion und das Sprechen (Phonetik) bzw. die Lautbildung stark beeinflusst. Durch Mini-Implantate kann sichergestellt werden, dass eine herausnehmbare Totalprothese sicher befestigt ist, was ein sicheres Gefühl beim Sprechen, Essen oder Lachen ergibt, wenn die Prothese nicht wackelt, sei dies eine Prothese im Oberkiefer oder im Unterkiefer.

Zähne der Zahnprothese

Die einzelnen Zähne der Zahnprothese müssen auf den Kieferkamm genau abgestimmt werden.

Sind die einzelnen Zähne statisch korrekt aufgestellt, so darf sich die Prothese bei Druck auf die entsprechenden Zähne nicht von der Kieferschleimhaut lösen, damit mit einer Prothese auch wirklich beschwerdefrei gekaut werden kann. Oft ist das Zentrieren nicht ohne weiteres möglich, so dass die künstlichen Zähne der "Kieferprothese" entsprechend beschliffen werden müssen, damit die Qualität vom Zahnersatz verbessert wird oder eine Prothesen-Unverträglichkeit vermieden werden kann. Die Prothesenbasis liegt auf der Kieferschleimhaut auf. Halt findet die Zahnprothese durch einen Saugeffekt bzw. das Vakuum, welches durch den Speichel und die leicht elastische Kieferschleimhaut hervorgeht. Je optimaler die Kieferkammverhältnisse bzw. das ehemaliges Zahnbett und Speichelqualität ist, desto besser ist das Vakuum.


Prothesenhalt Unterkiefer

Unter einer schlecht sitzenden Zahnprothese wird meist ein ungenügender Halt der Vollprothese im Unterkiefer verstanden.

Im zahnlosen Kiefer kommt als klassischer herausnehmbarer Zahnersatz die Vollprothese zum Einsatz, wenn bei der Zahnsanierung keine Implantate als künstliche Zahnwurzeln bzw. kein Zahnwurzelersatz erwünscht ist. Viele Prothesen-Probleme entstehen meist bei einer schleimhautgetragenen Totalprothese, wenn das Vakuum durch den Speichel infolge Mundtrockenheit auf dem Kieferkamm im Unterkiefer nicht mehr sichergestellt werden kann. Bei ungünstigen Kieferkammverhältnissen kann für den Prothesenhalt im Unterkiefer auch bei optimaler Gestaltung vom Prothesenrand bei Vollprothesen kein genügender Saugeffekt durch den Speichel erreicht werden, denn der Prothesenhalt wird durch ein Vakuum erzeugt, welches durch den Mundspeichel und die leicht elastische Kieferschleimhaut entsteht. Die Unterkieferprothese kann vom Träger der Prothese in vielen Fällen nur durch die Muskulatur stabilisiert werden, dies im Gegensatz zur Oberkieferprothese, die am Gaumendach über einen Saugeffekt ihren Halt findet.

Zahnprothese Prothesenhalt Unterkiefer Prothese

Erschwerend für den Prothesenhalt kann bei einer Unterkieferprothese sein, wenn nebst einem schmalen Kieferkamm sich unter der bedeckenden Mundschleimhaut im Unterkiefer scharfe Knochenkanten befinden.

Schleimhautgetragene Prothese im Unterkiefer

Da der Halt bei der Unterkieferprothese über den Saugeffekt schwieriger zu erreichen ist, wird in der Zahnmedizin bei Verlust aller Zähne das Tragen der Totalprothese im Unterkiefer als Stiefkind bezeichnet.

Meist kommen Totalprothesen mit weissen Kunststoffzähnen wegen den günstigen Zahnersatzkosten bei der Zahnsanierung im zahnlosen Kiefer als Zahnersatz zum Einsatz. Bei schleimhautgetragenen Zahnprothesen sind die Zahnarztkosten meist sehr viel günstiger als bei kombinierten Zahnersatz wie auch bei allen Arten von festsitzenden Zahnersatz, der auf Zahnimplantaten befestigt werden kann und besonders im Unterkiefer einen besseren Kaukomfort und Sprechkomfort bietet. Auch beim Angewöhnen an Prothesen bestehen wegen dem Prothesenhalt grosse Nachteile bei Vollprothesen, wo es zu geschmacklichen Irritationen kommen kann oder sogar zu einer Prothesenunverträglichkeit führt. Eine Abneigung gegen den Zahnersatz kann durch die Kombination aus schlechtem Prothesenhalt und Knochenkanten entstehen, so dass schmerzhaften Druckstellen durch Prothesen und somit auch Mundschleimhautentzündung (Prothesenstomatitis) entstehen können. Bei der Unterkieferprothese ist eine Unterfütterung wegen dem Kaudruck und den damit verbundenen Gewebeabbau besonders wichtig, damit die Zahnprothese immer wieder an die geschwundene Unterkieferform angepasst wird und man den Prothesenhalt verbessern kann. Im Bereich vom Mund ist der Kieferknochen beim Mensch nicht auf Druck für Prothesen auf der Mundschleimhaut ausgelegt, sondern auf Zug. Bei noch eigenen Zähnen wird der Knochen vom Kiefer nicht auf Druck sondern auf Zug belastet, denn Zähne sind im Kieferknochen nicht fest verankert, sondern im Kieferknochen über Fasern aufgehängt. Die Unterkieferprothese mit Druck auf das unterliegende Gewebe ist für den Kieferknochen eine unnatürliche Belastung, was ein beschleunigter Knochenabbau zur Folge hat und sollte vom Körper durch Bindegewebe ersetzt werden. Mit der Zeit steht bei einer "Schleimhautprothese" im Unterkiefer immer weniger Unterlage zur Verfügung, um die Zahnprothese auf der Schleimhaut zu lagern, so dass sich der Kaudruck auf eine kleinere Unterlage verteilt.

Haftcreme beim lottern der Prothese

Um den Prothesenhalt einer lotternden Vollprothese zu verbessern, kann man sich bei beginnenden Anzeichen einer schlechtsitzenden Zahnprothese mit Prothesenhaftmittel helfen.

Haftcreme für Zahnprothesen kann als Übergangslösung sehr nützlich sein, da das eingebrachte Haftmittel die Viskosität von Schleim und Mundspeichel vergrössern, doch dies kann aber keineswegs als Dauerlösung funktionieren. Wenn sich die Kieferkammverhältnisse im ehemaligen Zahnbett stark verändern kann auch die Haftcreme nichts mehr nützen. Damit der Prothesenhalt verbessert werden kann, ist eine Prothesenunterfütterung beim Zahnarzt notwendig, was im Volksmund vielfach als Gebiss-Unterfütterung bezeichnet wird, wenn wie Prothese als Zahnersatz mit Prothesenkunststoff aufgefüllt wird. Eine Prothesen-Unterfütterung bezeichnet das Auffüllen von fehlendem Material an der Kunststoffbasis mit Kunststoff, wobei es unterschiedliche Unterfütterungs-Verfahren gibt.

Kontrolle beim Zahnarzt

Durch Prothesen-Druckstellen kann ein Kieferknochenabbau als schleichender Prozess einsetzen.

Da sich die Kieferkammverhältnisse im ehemaligen Zahnbett über die Jahre hinweg verändern, kann eine regelmässige Kontrolle der Prothese beim Zahnarzt sehr wichtig sein, damit ein guter Prothesenhalt gewährleistet ist. Die häufigsten Gründe für die Veränderungen im Kiefer sind Knochenschwund (Osteoporose) oder übermässige Schwankungen vom Körpergewicht. Veränderungen der Verhältnisse vom Kieferkamm sind immer negativ, denn die Prothesenbasis aus Kunststoff kann sich nicht von selbst an die neue Situation anpassen, wodurch ein Schlotterkamm entstehen kann, was als Folge immer eine Verschlechterung vom Saugeffekt bedeutet und eine Schlotterkammentfernung notwendig macht. Wenn die schleimhautgetragene Vollprothese "Kieferprothese" nicht mehr auf der Kieferschleimhaut aufliegt und eine gewisse Bewegungsfreiheit hat, zeichnen sich auf dem bindegewebigen Kieferfortsatz meist Druckstellen durch die Prothese auf dem Schlotterkamm ab, wo Kieferprobleme und Schmerzen im Kiefer eine Folge sein können.


Halt der Zahnprothese

Wenn vom Halt einer Zahnprothese gesprochen wird, ist damit ein herausnehmbarer Zahnersatz gemeint, der sich beim Tragen, Kauen und Sprechen nicht abheben lassen sollte.

Bei einer Zahnprothese wie der Vollprothese wird im Volksmund vielfach von einem künstlichen Zahn-Gebiss, einer Gebissprothese oder einer "Kieferprothese" gesprochen, wo der Halt der Prothese über eine funktionelle Randgestaltung oder durch Halteelemente erzielt werden kann. Wenn der Prothesenhalt über Halteelemente erfolgt, spricht der Zahnarzt vielfach von einer parodontalhygienisch günstigen Basisgestaltung, wo ein guter Halt der Zahnprothese mit den Zahngruppen in der Bogenform über ein stabiles Metallgerüst integriert wird. Bei der Zahngruppe erfolgt die Unterteilung in Frontzähne und Seitenzähne, wie das Modell Zahnarten und Zahngruppen im Gebiss zeigt. Die Zahngruppe ist wie beim Zahngruppen-Zahnersatz (Zahneinheit / Zahnblock) eine Gruppenbezeichnung mehrerer Zähne mit ähnlichen Merkmalen wie Schneidezähne mit der Schneidekante, Eckzähne mit der Eckzahnspitze am Übergang der Frontzähne zu den Seitenzähnen, Prämolaren als Vormahlzähne (vordere kleine Backenzähne) und Molaren als Mahlzähne bzw. grosse Backenzähne im Seitenzahnbereich mit vier bis fünf Höckern. Mit dem Stockzahn ist meist ein Weisheitszahn gemeint, der wie die Distomolaren bzw. Retromolaren als überzählige Zähne durch keinen Zahnersatz ersetzt werden. 

Halt der Zahnprothese Modell Zahngruppen

Zahngruppe wird auch als Zahneinheit oder Zahnblock bezeichnet und sind Zähne mit ähnlichen Merkmalen, eingeteilt in Schneidezähne, Eckzähne und im Molarbereich die Prämolaren und Molaren.

Prothesenlager

Eine schleimhautgetragene Zahnprothese sitzt auf einem so genannten Prothesenlager.

Mit Prothesenlager sind die Bereiche der Mundschleimhaut und der darunter liegende Knochen bzw. Alveolarfortsatz gemeint. Die Totalprothese im Oberkiefer saugt sich im zahnlosen Kiefer auf der Mundschleimhaut vom Gaumen fest wie die Zahnprothese im Unterkiefer. Da die Vollprothese im Oberkiefer meist mit einer Gaumenplatte ausgestattet wird, erhält diese einen besseren Halt als die Unterkieferprothese, da wegen der beweglichen Zunge kein Gaumenbügel angebracht werden kann. Wegen den engen Platzverhältnissen ist ein guter Prothesenhalt im Unterkiefer bei einer schleimhautgetragenen Prothese auf einem schmalen Kieferkamm (Alveolarkamm) vielfach nicht gegeben. Bei der schleimhautgetragenen Zahnprothese werden die auftreffenden Kaukräfte auf den darunterliegenden Kieferknochen weitergeleitet und halten die Zahnprothese als herausnehmbaren Zahnersatz fest. Je besser das Zahnprothesenlager proportioniert ist, umso besser sind auch die Funktion und der Halt einer Zahnprothese auf dem Kiefer, denn die Haftung der Totalprothese als schleimhautgetragene Prothese sollte im Oberkiefer und Unterkiefer auch ohne "Haftmittel für Prothesenhalt" halten können, ansonsten eine Implantatgetragene Prothese (Implantatprothese) im zahnlosen Kiefer die bessere Wahl ist.

Halt der Zahnprothese auf der Kieferschleimhaut

Der Halt einer schleimhautgetragenen Zahnprothese ist vom Prothesenlager abhängig.

Die Basis der Totalprothese liegt unmittelbar der Kieferschleimhaut und dem darunter liegenden Knochen auf. Der gute Halt bei Totalprothesen wird durch den dünnen Speichelfilm zwischen Zahnprothese und der Kieferschleimhaut gehalten, was als Prothesenhaftung bezeichnet wird. Ausserdem wirken bei einer Zahnprothese die Kapillarkräfte, der Unterdruck und Adhäsionskräfte, die bei Totalprothesen für einen guten Halt vom künstlichen Gebiss im Mund sorgen können. Für einen positiven Saugeffekt vom künstlichen Gebiss ist eine korrekte Gestaltung vom Prothesenrand bzw. Funktionsrand sehr wichtig, ansonsten der Unterdruck entweicht und sich kein Vakuum einstellt, was ein ungenügender Prothesenhalt und eine stark wackelnde Zahnprothese zur Folge haben kann. Wichtig für den Saugeffekt ist bei Vollprothesen, dass man vor dem "Totalprothese tragen" die Prothese befeuchtet, resp. eine Zahnprothese sollte auch über nacht nicht trocken gelagert werden. Das Tragen von künstlichen Zähnen (Kieferprothesen) während der Nacht kann nur sinnvoll sein, wenn man mit den künstlichen Zähnen keine Parafunktionen wie Zähnepressen und Zähnepressen ausübt, denn jeder Zahnersatz kann wie die eigenen Zähne durch den unnatürlichen Bruxismus durch abreiben sich abnützen und einen Schaden am künstliche Gebiss wie auch an den Kiefergelenken verursachen.

Teilprothesen und deren Halt

Der Halt einer Zahnprothese kann durch so genannte Ankopplungselemente bei einer Teilprothese am Restgebiss sichergestellt werden.

Diese Verankerungselemente am restlichen Zahnbestand können wie auch bei Zahnimplantaten als Zahnwurzelersatz Teleskope, Stege, Riegel, Druckknöpfe, Geschiebe und Klammern sein. Da hier der Prothesenhalt der Zahnprothese überwiegend durch die Ankopplungselemente bestimmt wird, können die Prothesenbasis bzw. die so genannte Prothesensättel schöner gestaltet werden. Zahnwurzeln oder Implantate können miteinander verbunden werden durch eine Steg wodurch eine verblockte Einheit entsteht, damit die Stegprothese als Zahnersatz einen guten Halt bekommt. Das Gegenstück vom Steg der in die Zahnprothese eingearbeitet wird ist der Steg-Reiter. Beim Einsetzten der Stegprothese kann der Steg-Reiter über den Steg gedrückt werden, womit durch die Klemmwirkung von Steg und Steg-Reiter ein guter Prothesenhalt für die "Dritte Zähne" entsteht. Der Kaukomfort und Tragekomfort ist bei Geschiebeprothesen, Stegprothesen, Teleskopprothesen (Teleskopbrücken) auf Teleskopkronen oder Druckknopfprothesen gegenüber einer auf der Mundschleimhaut getragenen Totalprothese (Kieferprothese) erheblich verbessert.

Zahnprothese ist ein Fremdkörper

Der Zahnpatient sollte bedenken, dass eine Zahnprothese nach dem Einsetzen vom Zahnarzt immer einer Gewöhnungsphase bedarf, da das neue Gebiss ein Fremdkörper ist, an den man sich gewöhnen muss. So treten gerade nach der Eingliederung von Totalprothesen Druckstellen durch die mechanische Belastung auf das Prothesenlager auf. Durch diese mechanische Belastung kann es später zum Knochenverlust und zu einem noch schlechteren Halt der Zahnprothese kommen.

Vakuum bei Zahnprothesen

Sind die einzelnen Zähne statisch korrekt aufgestellt, so darf sich die Prothese bei Druck auf die entsprechenden Zähne nicht von der Kieferschleimhaut lösen.

Für den Prothesenhalt ist eine korrekte Gestaltung des Prothesenrades sehr wichtig. Die einzelnen Zähne müssen auf den Kieferkamm genau abgestimmt werden damit mit der Prothese beschwerdefrei gekaut werden kann. Oft ist das Zentrieren nicht ohne weiteres möglich, so dass die künstlichen Zähne entsprechend Beschliffen werden müssen. Die Prothesenbasis liegt auf der Kieferschleimhaut auf. Halt findet sie durch einen Saugeffekt, respektive das Vakuum, welches durch den Speichel und die leicht elastische Kieferschleimhaut hervorgeht. Je optimaler die Kieferkammverhältnisse bzw. das ehemalige Zahnbett ist und je besser die Speichelqualität ist, desto besser ist das Vakuum unter der Prothese.


Haftung der Totalprothese

Die Haftung von Totalprothesen bzw. Vollprothesen wird durch Adhäsionskräfte zwischen der Schleimhaut und der Prothese mit einem dazwischen befindlichen Speichelfilm erreicht.

Die Prothesenhaftung bzw. Prothesenhalt funktioniert ähnlich wie bei einem Wasserfilm zwischen zwei Glasplatten oder mit den Schuhen im Sumpf.

Bei der Prothesenherstellung im Dentallabor ist deshalb die Schaffung eines abdichtenden Prothesenrandes sehr wichtig, wie auch die Prothesenreinigung.

Haftung Totalprothese Prothesenhalt Prothesen

Wenn der Prothesenrand nicht abdichtet oder zu wenig Speichel bzw. Speichelfluss von der Speicheldrüse oder Mundtrockenheit (Xerostomie) vorhanden ist, verliert man die Prothese bei jeder Mundöffnung.

Massgebend ist für die Haftung von Totalprothesen bzw. Vollprothesen auch der Kieferkamm.

Bei einem schmalen Kieferkamm halten besonders im Unterkiefer Prothesen mit langen Zähnen nicht sehr gut, so dass die Prothese beim Beissen kippen kann. Um dies zu verhindern, sind Hilfsmittel wie Haftcremes und Haftpulver notwendig. Nachteile von Totalprothesen können auch entstehen durch die Abdeckung des Gaumens, denn es kommt vielfach zu einer geschmacklichen Irritation.

Haftmittel für Prothesenhalt

Haftmittel für Prothesen gibt es als Pulver, Cremes, Flüssigkeiten oder Pasten.

Zur Erhöhung der Haftung von der Totalprothese bzw. der Adhäsionskräfte (Adhäsiv: lat. adhaerere = anhaften) von herausnehmbaren Zahnersatz gibt es Haftmittel für herausnehmbaren Zahnersatz. Mit Haftcreme sollte man sparsam umgehen, denn dies kann das Geschmacksempfinden und die Speichelproduktion beeinträchtigen. Wenn Haftmittel wegen trockener Mund oder zu wenig Speichel bzw. Speichelmangel notwendig ist, sollte man mit leichten Haftpulvern beginnen. Haftcremen sollte man nur so lange verwenden, bis man den Zahnarzt aufgesucht hat. Wenn man Prothesenhaftmittel verwendet, sollte dieses Haftmittel gründlich einmal täglich entfernt werden. In vielen Fällen ist die Verwendung von Haftmitteln ein Zeichen für den ungenügenden Sitz der Zahnprothese. Mit der Unterfütterung der entstandenen Prothesenhohlräume lässt sich der mangelhafte Halt der Prothese vielfach beheben, sodass Prothesen-Haftmittel nicht mehr benötigt werden.


Alternative zu Zahnprothesen

Zahnbrücken können als Zahnersatz einen oder mehrere Zahnlücken überbrücken und sind eine alternative zu Zahnprothesen.

Zahnbrücke als Alternative zur Zahnprothese

Die Auswahl der Zahnbrücke ist abhängig von Zahnlücken im sichtbaren Bereich des Gebisses die überbrückt werden müssen oder auch das Material für die Zahnbrücke, das verwendet wird.

Brücken, Kronen und Implantate als Zahnersatz sind eine Alternative zu Zahnprothesen.

Brücken können an benachbarten Zähnen, durch Implantate oder Zahnstümpfe verankert werden. Als Brückenarten existieren die Schwebebrücke, die nicht auf dem Zahnfleisch aufliegt, und die Basisbrücke, die direkt am Zahnfleisch anliegt und im sichtbaren Zahnbereich eingesetzt wird.

Implantatbrücken werden nicht wie andere Brücken an den Nachbarzähnen verankert, sondern durch Implantate die im Kieferknochen verankert werden.

Zahnimlantate für Implantatbrücken Zahnbrücke

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, es sind Fremdkörper, die im Kieferknochen befestigt werden und als Zahnimplantat mit Krone also kompletter Zahnersatz bezeichnet wird.

Bei Zahnbrücken wird auch der Begriff Verbundbrücke genutzt, wenn die Brücke sowohl an Zähnen als auch durch Implantate verankert ist.

Marylandbrücken sind Brücken, die in der Regel bei einzelnen Zahnlücken eingesetzt werden und die Zahnbrücke an den Nachbarzähnen angeklebt wird. 


Haftmittel für Prothesenhalt

Haftmittel für Prothesen befinden sich zahlreich auf dem Markt in Form von Pulvern, Gelen, Cremes oder Flüssigkeiten und sollten nur nach vorheriger zahnärztlicher Absprache Verwendung finden, da vor Anwendung derartiger Mittel unbedingt überprüft werden muss, ob der unbefriedigende Sitz nicht seine Ursache in einer mangelnden Passung des Zahnersatzes hat.

Halt Zahnprothese Haftmittel für Prothesenhalt

Wenn der Halt der Zahnprothese ungenügend ist, kann dies an ungenügender Unterfütterung oder sonstiger Störung oder Beschädigung liegen.

Zur Erhöhung der Adhäsionskräfte bzw. Halt von herausnehmbaren Prothesen, gibt es Haftmittel wie Haftcremes oder Haftpulver.

Die wichtigste Kraft beim Halt einer Vollprothese ist das Druckgefälle unter der Prothesenbasis. Durch das Anpressen dieser Basis an das Schleimhautlager verkleinert sich dieser Spaltraum, der Speichel wird herausgepresst (Saugwirkung). Der dadurch erzeugte Unterdruck hält die Prothese und bleibt aufrechterhalten, bis die kapillaren Kräfte des Mediums im Spalt überwunden werden. Dieses Medium ist natürlicherweise ein Gemisch aus Mundschleim und Mundspeichel. Eingebrachte Haftmittel vergrössern die Viskosität von Schleim und Speichel. Durch Quellvorgänge gleichen sie somit kleinste Hohlräume im Spalt aus und wirken als Adhäsiv sowohl gegenüber dem Prothesenmaterial als auch der Schleimhaut. Haftmittel können dadurch den Prothesenhalt beträchtlich steigern. 

Haftmittel für Zahnprothesen

Haftmittel ist ein Mittel in Pulverform oder Pastenform, die die Prothesenhaftung am Kiefer verbessern.

Haftmittel für die Prothesenhaftung sind Kräfte und Vorrichtungen, die für den Halt von Prothesen sorgen. Partielle Plattenprothesen werden jedoch durch Verbindungselemente an den restlichen Zähnen gehalten. Haftmittel wie Haftpulver und Haftcremes werden für Zahnprothesen verwendet um diesen einen besseren Sitz und Halt zu geben. Haftmittel gibt es in pulvriger Form oder als Paste, als Creme oder in flüssiger Konsistenz. Häufig werden, um die Haftung der Unterkieferprothese oder auch Oberkieferprothese zu erhöhen, Haftmittel verwendet, die ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit geben. Wenn man das Gefühl hat, dass die Zahnprothese bzw. die dritten Zähne sich beim Essen lockern oder zu lose sitzen, kann man Haftcremes oder Haftpulver verwenden, was mehr Sicherheit durch zusätzlichen Halt ergibt, denn Unsicherheiten beim Sprechen kommen oft durch das Gefühl zustande, dass die dritten Zähne nicht fest genug sitzen. Haftmittel können aber bei dauerhafter und täglicher Anwendung die Schleimhaut schädigen und langfristig den Sitz der Zahnprothese beeinträchtigen. Dieses Hilfsmittel sollte nach Möglichkeit nur kurzfristig bei besonderen Gegebenheiten angewendet werden. Wenn man das Gefühl hat, dass die Prothese ohne Haftmittel sehr lose sitzt, sollte man den Zahnarzt aufsuchen, denn vielfach ist eine Anpassung der Prothese notwendig. Haftmittel sollten nur in Absprache mit dem Zahnarzt Anwendung finden, wenn zahnmedizinisch kein zufrieden stellender Halt erreicht werden kann, denn bei unsachgemässer Anwendung können Schäden an der Schleimhaut entstehen.

Haftmittel für Prothese

Haftmittel für Prothesen gibt es in Pulverform oder Pastenform, als Creme oder auch flüssig.

Prothesenhalt Haftmittel für Prothesenhaftung

Haftmittel für die Prothesenhaftung ist ein Mittel in Pulverform oder Pastenform, die die Prothesenhaftung bzw. den Prothesenhalt am Kiefer verbessert.

Haftcreme bzw. Haftmittel  wird für Zahnprothesen verwendet, um Prothesen einen besseren Sitz und Halt zu geben.

Haftmittel für herausnehmbaren Zahnersatz sind eine Möglichkeit zur Verbesserung vom Halt der Vollprothese. Haftmittel sollten in möglichst dünner Schicht auf den vorher gründlich gesäuberten und trockenen Zahnersatz aufgetragen werden. Ebenso muss eine besonders intensive Mundhygiene erfolgen bzw. das Entfernen von Resten auf der Mundschleimhaut, regelmässige Spülungen z.B. mit Kamille etc. um Mundschleimhautentzündungen (Stomatitiden) vorzubeugen. Die Zusammensetzung von Haftmittel kann je nach Hersteller sehr unterschiedlich sein. Folgende Stoffe können darin enthalten sein: Calcium/Zinc PVM/MA Copolymer, Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Cellulose Gum, Silica. 


Prothesenunterfütterung

Unterfütterung mit Prothesenkunststoff hart

Als erstes wird ein Abdruck von der schlecht sitzenden Prothese genommen.

Für den Prothesenabdruck wird die der Schleimhaut aufliegende Seite der Prothese mit Abdruckmaterial bestrichen und die Prothese in den Mund eingesetzt. Für das Erkennen des Fehlers der schlecht sitzenden Prothese werden Mundbewegungen durchgeführt. Gibt es eine Neugestaltung des Prothesenrandes, so muss eine Funktionsabformung durchgeführt werden. Das Abdruckmaterial haftet überall dort, wo die Zahnprothese nicht mehr richtig sitzt. Der Abdruck wird mit der Prothese zusammen in das Labor geschickt. Im Labor werden dann Gipsmodelle hergestellt, die Prothesenbasis wird ausgeschliffen, eventuell werden die Ränder der Zahnprothese gekürzt und neuer Kunststoff an die Prothese angebracht. Bei dem verwendeten Kunststoff handelt es sich zu über 90 Prozent Polymethacrylate, das in den meisten Labors verwendet wird. Weitere Kunststoffe die verwendet werden sind Polycarbonate, Polyamide und Luxene. Danach wird die vom Zahntechniker überarbeitete Zahnprothese einprobiert. Der Zahnarzt kann kleine Korrekturen vornehmen wo kleine Druckstellen auftreten, bis die Prothese optimal sitzt. Nach einer Woche sollte der Prothesenträger zur Nachkontrolle den Zahnarzt nochmals aufsuchen, denn kleine Druckstellen können immer auch nach der Einprobe entstehen. Sind kleine Druckstellen aufgetreten, kann der Zahnarzt die Zahnprothese mit einer kleinen Fräse einschleifen.

Weichbleibende Prothesen-Unterfütterung

Eine Weichbleibende Unterfütterung wird mittels Weichbleibenden Acrylaten oder Silikonen durchgeführt.

Eine Weichbleibende Unterfütterung kommt bei immer wieder auftauchende Druckstellen z.B. wegen besonderen anatomischen Verhältnissen zum Einsatz. Dabei ist zu beachten, dass die Weichbleibenden Materialien anfälliger für Keimbesiedlungen sind und regelmässig kontrolliert und gegebenenfalls erneuert werden müssen. Anwendungsgebiete für die Weichbleibende Unterfütterung sind Mangelhafter Sitz der Prothese, Fehlerhafter Prothesenhalt und immer wiederkehrenden Druckstellen durch die Prothese.

Unterfütterung der Prothese

Nach einer Unterfütterung passt die Prothese normalerweise wieder perfekt.

Das sprechen ist durch die Prothesenunterfütterung meist wieder möglich, ohne das die Prothese wackelt und mit Haftcreme befestigt werden muss. Mit dem besseren Prothesenhalt sind auch das feste Zubeissen und ein gutes Kauen wieder möglich. Man sollte einmal im Jahr den Zahnarzt konsultieren, das er sich die Zahnprothese Intraoral bzw. in der Mundhöhle wie auch extraoral bzw. ausserhalb der Mundhöhle anschauen kann, damit eine lange Haltbarkeit der Prothese und ein guter Prothesenhalt gewährleistet sind.


Gebiss Unterfütterung

Zahnprothesen als Zahnersatz werden vielfach als Gebiss oder Zahngebiss bezeichnet.

Unterfütterung Gebiss unterfüttern Zahnprothese

Mit Gebiss Unterfütterung ist das "Unterfüttern der Prothese" bzw. eine Prothesenunterfütterung gemeint, denn Landläufig wird die Prothese als Gebiss bezeichnet. 

Da nicht alle den Begriff Prothesenunterfütterung kennen haben wir den Begriff Gebiss Unterfütterung (Zahnunterfütterung) verwendet als Erklärung.

Die Unterfütterung ist eine Methode, um eine nicht mehr richtig sitzende Prothese wieder anzupassen. Die Unterfütterung kann sowohl mit hartem Prothesenkunststoff als auch mit weich bleibendem Kunststoff durchgeführt werden. Jeder Kiefer kann sich im Laufe von Jahren verändern. Die häufigsten Gründe für eine Unterfütterung bzw. Prothesenunterfütterung sind Knochenabbau durch Druckstellen (Osteoporose), übermässige Gewichtsschwankungen und durch die Belastungen. Denn beim Tragen der Prothese sind die Belastungen, die beim Kauen auftreten, anders als bei natürlichen Zähnen. Der Kieferknochen wird unnatürlich belastet, dies führt zu einem Knochenabbau bzw. Alveolarkammatrophie. Dadurch wird der Abstand zwischen der Prothese und Zahnfleisch immer grösser, Fazit die Prothese wackelt und hat schlechten Halt.


Unterfütterung Prothesen

Bei einer Unterfütterung wird eine nicht mehr richtig passende Prothese an die veränderten Kieferbedingungen angepasst.

Eine Prothese-Unterfütterung kann mit normalem hartem Prothesenkunststoff erfolgen oder bei einer starken Neigung zu Druckstellen mit weichbleibendem Kunststoff. Der weich bleibende Kunststoff wird nach relativ kurzer Zeit härter und ist durch die poröse Oberfläche Bakterienanfälliger, also weit weniger hygienisch und schwieriger zu reinigen.

Zahnersatz - Unterfütterung

Da der Kieferknochen einer ständigen Veränderung unterliegt, kann sich im Laufe von Jahren der Kiefer verändern.

Wenn eine Kunststoffprothese nicht mehr richtig sitzt, muss sie mit neuem Kunststoff den Veränderungen angepasst werden. Man spricht vom Unterfüttern einer Basis, wobei es mehrere unterschiedliche Möglichkeiten gibt. Die gebräuchlichste Methode ist die indirekte Unterfütterung, bei der der Zahnarzt eine Silikonmasse zur Ausfüllung der Hohlräume in die Zahnprothesenbasis einbringt. Diese Schicht härtet im Mund aus und gibt die aktuelle Form des Kieferknochens und der Mundschleimhautsituation genau wieder. Die Umsetzung der Silikonschicht in Kunststoff und Anpassung der Prothese an diese neue Basisform erfolgt innerhalb eines Tages im Zahnlabor bzw. Dentallabor oder Zahntechniker-Labor. Bei der indirekten Methode wird noch weicher, teigiger Kunststoff in die Prothesenbasis eingelegt, in den Mund eingesetzt, und nach kurzer Verfestigungszeit im Mund ausserhalb fertig auspolymerisiert. Irritationen der Mundschleimhaut sind bei dieser sehr schnellen Methode häufig. 

Unterfütterung beim Zahnarzt

Bei der Unterfütterung der Zahnprothesen wird vom Zahnarzt zunächst ein Abdruck genommen, die Prothese dient dabei quasi als Abrucklöffel.

Das Abdruckmaterial füllt alle Stellen auf, an denen die Prothese nicht mehr richtig sitzt. Im zahntechnischen Labor werden, nach der Anfertigung von Gipsmodellen, alle Bereiche mit Prothesenkunststoff aufgefüllt. Beim Zahnarzt wird die überarbeitete Prothese wieder eingesetzt und wenn nötig kleine Korrekturen vorgenommen. Nach der Unterfütterung sitz die Zahn-Prothese wieder an allen Stellen optimal auf der Mundschleimhaut. Dadurch hält die Zahnprothese besser und es können sich weniger Speisereste unter die Prothese setzen und Druckstellen entstehen lassen. 


Verfahren der Unterfütterung

Die  Unterfütterung resp. Auffütterung ist ein Verfahren, um eine nicht mehr korrekt sitzende Prothese den natürlichen Veränderungen des Kiefers bzw. dem unterliegenden Kieferschwund wieder genau anzupassen.

Unterfütterung Auffütterung Zahnprothese

Man unterscheidet die direkte Unterfütterung, indirekte Unterfütterung oder die weichbleibende Unterfütterung.

Indirekte Unterfütterung

Durch die Die indirekte Unterfütterung findet eine Erneuerung des zur Mundschleimhaut zugewandten Teils der Prothesenbasis statt.

Ersatzzähne und Klammern oder andere Halteelemente bleiben bei der indirekten Unterfütterung unverändert. Die indirekte Unterfütterung geschieht, indem auf die Prothese Abdruckmaterial aufgebracht wird und dieser "Prothesenabdruck", welcher im Prinzip bei einer Vollprothese einem Funktionsabdruck gleicht, in einem zahntechnischen Labor entsprechend verarbeitet, gleich wie bei der Herstellung einer neuen Zahnprothese.

Direkte Unterfütterung

Die direkte Unterfütterung wird durch Auftragen eines Kunststoffes "Kaltpolymerisat" auf die Prothese und anschliessendes Einsetzen in den Mund werden die fehlenden Partien ausgeglichen.

Nach der Erhärtung des Kunststoffs wird die so aufgefütterte Prothese noch entsprechend nachbearbeitet. Wegen allfälligen Allergien und der Wärmeentwicklung bei der Abbindung des Kaltpolymerisates auf der Mundschleimhaut und den mangelnden Möglichkeiten der Nachbearbeitung ist dieses Verfahren umstritten und nicht Empfehlenswert.

Weichbleibende Unterfütterung

Weichbleibende Unterfütterungen sind anfällig gegen Keimbesiedlung (candida albicans) mit der Folge einer Prothesenstomatitis.

Die weichbleibende Unterfütterung wird wegen der Anfälligkeit auf Keimbesiedlung sehr selten angewendet. Bei besonders empfindlichen Kieferabschnitten, welche trotz korrekter Abformung ständig zur Druckstellenbildung neigen oder ungünstigen anatomischen Verhältnissen, werden zur Unterfütterung dauerhaft weichbleibende Materialien (Acrylate, Silikone) angewandt, und dies im besonderen zahnlosen Unterkiefer. Acrylate sind härter und rauer als Silikone und weisen die höchste Besiedelung von Mikroorganismen auf. Silikone weisen eine verhältnismässig glatte Oberfläche auf und werden mikrobiell weniger belastet.


Hybrid-Prothese

Die Hybridprothese gehört zur "Prothetische Versorgung" eines Kiefers mit Geschiebetechnik und ist eine Zahnprothese.

Bei der Hybridprothetik werden die vorhandenen Zähne über die nicht sichtbare Verankerungselemente mit dem künstlichen Zahnersatz verbunden, so dass man von einer Hybridprothese oder Hybridbrücke spricht. Unter einer Hybridprothese versteht man die kombinierte Verwendung unterschiedlicher Abstützungssysteme wie Geschiebe, Stege oder Teleskope, jedoch auch die Abstützung auf dem Zahn und dem Zahnimplantat als Zahnwurzelersatz, denn Hybrid bedeutet, aus zwei Bestandteilen zusammengesetzt, so auch als Pfeiler zur Abstützung von einem herausnehmbaren Zahnersatz. Die Verbindungselemente der Hybridprothese als Teilprothese sind wie auch bei einer Teleskopbrücke nicht zu sehen und bekommen durch das Geschiebe einen sehr sicheren Halt. Unter der Geschiebetechnik verstehen Zahnärzte ein bestimmtes Verankerungsprinzip der noch vorhandenen Zähne mit Ersatzzähnen (dritte Zähne). Geschiebe für Geschiebeprothesen sind Verbindungselemente für Teilprothesen und funktionieren ähnlich einem Stecksystem und bestehen aus zwei exakt ineinander passenden Elementen. Eines ist fest an einer Krone verankert, das andere an der herausnehmbaren Prothese befestigt. Künstliche Fräsungen und Rillen (Matrize), die in die die Teilprothese hineingeschoben wird, verbinden die überkronten Nachbarzähne mit der Zahnprothese.

Hybridprothese als kombinierten Zahnersatz

Eine Sonderform vom kombinierten Zahnersatz bzw. der Kombinationsprothetik ist die Hybridprothese, die mit Teleskopkronen, Stegen auf Wurzelstiftkappen oder Kugelköpfchen an der meist nur noch geringen Restbezahnung befestigt wird.

Eingegliedert sieht eine Hybridprothese einer Vollprothese ähnlich und hat auch die gleiche Ausdehnung, bietet aber durch den „Unterbau“ einen wesentlich höheren Tragekomfort und schont das Prothesenlager. Die Deckprothese die auch als Cover-Denture-Prothese oder Hybridprothese genannt wird, ist eine Sonderform vom kombinierten Zahnersatz und wird bei nur noch geringen Restbezahnung auf der Stegverbindung auf Wurzelstiftkappen oder auf Teleskopkronen verankert wie auch auf Kugelköpfchen befestigt. Bei festsitzenden Zahnbrücken die auf einem Implantat und auf einem Zahn abgestützt ist, wird von einer Hybridbrücke, Kombinationsbrücke oder einer Verbundbrücke gesprochen. Die kombinierte Verwendung von Zähnen und Implantaten als Teleskoppfeiler werden wie die Kombination aus Kugelkopfankern bzw. Locatoren auf Implantaten und Teleskopen auf Zähnen als Hybrid bezeichnet.

Denture

Bei der Deckprothese kommt nebst der eingeschränkten Belastungsfähigkeit vom Restzahngebiss die Resilienz vom Prothesenlager zum Tragen.


Prothese mit Geschiebe

Die Geschiebeprothese wird über ein Geschiebe an den Restzähnen verankert bzw. dem Präzisionsteil das nach dem Prinzip der Haftreibung funktioniert.

Die Geschiebeprothese zählt zum kombinierten, nicht festsitzenden Zahnersatz und besteht aus einem feinmechanischen Geschiebe mit einem spezifischen Verschlusssystem, wo eine Matrize in die Krone der Pfeilerzähne eingearbeitet wird. Das notwendige Beschleifen von gesunden Zähnen zu Pfeilerzähnen kann bei der Geschiebeprothese ein Nachteil sein, denn dies birgt das Risiko der Schädigung von gesunder Zahnsubstanz auf beiden Seiten der Zahnlücke. Gegenüber einem festsitzenden Zahnersatz ist eine Geschiebeprothese leicht und einfach zu reinigen, in der Herstellung aber aufwendig. Es gibt verschiedenartige Geschiebe wobei vielfach Präzisionsgeschiebe mit austauschbaren Kunststoffhülsen verwendet werden. Diese Geschiebeprothesen haben den Vorteil, dass sie erneuert werden können, wenn der Halt der Prothese nach einer gewissen Zeit nachlässt. Moderne Präzisionsgeschiebe ersetzen die Klammern als Halteelemente und sind von aussen nicht wie bei der günstigen Zahnsanierung mit Klammerprothesen sichtbar. Die Verwendung für eine Prothese mit Geschiebe setzt jedoch eine Überkronung der Zähne voraus, an denen das Geschiebe befestigt wird. Semipräzisionsgeschiebe sind in der Zahntechnik individuell hergestellte Geschiebe wie das Teilhülsengeschiebe, das durch die Paralleltechnik gefräst wird, so dass der Primärteil nur teilweise vom Sekundärteil umfasst wird. An Geschiebeprothesen ist erkennbar, dass der Zahntechnikerberuf ein hoch spezialisiertes und hoch qualifiziertes Handwerk ausübt.

Geschiebeprothese

Die Geschiebeprothese ist eine herausnehmbare Teilprothese die am vorhandenen Restzahngebiss abgestützt und verankert wird.

In früheren Zeiten waren die Geschiebeprothesen als herausnehmbarer Zahnersatz das Nonplusultra wie die Teleskopprothesen (Teleskopbrücken) auf Teleskopkronen, doch wurden diese durch die Zahnimplantate als Zahnwurzelersatz mit den unterschiedlichen Zahnersatz-Aufbauten etwas verdrängt. Als individuell gefertigtes Geschiebe wird das Rillen-Schulter-Stift-Geschiebe bezeichnet, bei dem eine Zahnkrone paralellwandig auf der Innenseite gefräst wird. Das Geschiebe einer Geschiebeprothese funktioniert mit zwei Geschiebeteilen im Unterkiefer wie auch im Oberkiefer, ähnlich wie die Teleskopprothese mit Doppelkronen funktioniert, wo die Patrize mit der Krone fest verbunden ist und sich die Matrize in der herausnehmbaren Prothese befindet. Ein Geschiebe mit Geschiebeprothese funktioniert als nicht festsitzenden Zahnersatz nach dem Prinzip der Haftreibung und wird an den noch vorhandenen Restzähnen oder an Implantaten verankert. Die Hybridprothese ist als kombinierten Zahnersatz eine Sonderform wie die Kombinationsbrücke bzw. Hybridbrücke, wo an der meist nur noch geringen Restbezahnung Teleskopkronen, Stege auf Wurzelstiftkappen oder Kugelköpfchen bei der Kombinationsprothetik befestigt werden. Der Positivteil einer herausnehmbaren Zahnprothese wird in der Geschiebetechnik vom Dentalgeschiebe als Patritze bezeichnet, die in eine Matritze als Schnappmechanismus hineinpasst. Als herausnehmbare Zahnprothesen gibt es Stegprothesen, Teleskopprothesen, Geschiebeprothesen und Druckknopfprothesen mit Druckknopfanker. Als Knopfanker wird das Verbindungselement bezeichnet, das aus zwei Teilen besteht, so aus dem Knopf am festsitzenden Zahnersatz und einer Hülse die am herausnehmbaren Zahnersatz eingearbeitet ist.


Prothesenhalt verbessern

Der Prothesenhalt (Gebiss) kann im zahnlosen Kiefer mit Implantaten verbessert werden.

Für eine Zahnprothese die nicht gut hält, kann es immer verschiedene Ursachen bei jeder Zahnersatz-Art geben, doch man muss wissen, um welche "Arten an Teilprothesen" (im teilbezahnten Kiefer) oder Vollprothesen (im zahnlosen Kiefer) es sich handelt. Wichtig ist auch zu wissen, ob es eine Prothese im Oberkiefer oder eine Unterkieferprothese ist, wo es meist ein guter Prothesenhalt ohne Implantate nicht gegeben ist. Bei Prothesen-Problemen handelt es sich meist um herausnehmbare Zahnprothesen die auf der Mundschleimhaut getragen werden und im Volksmund als Kieferprothesen, Schleimhautprothesen oder Gebissprothesen bezeichnet werden. Beim Tragen der Modellgussprothese bzw. Einstück-Gussprothese, das eine einfache Teilprothese als Zahnersatz mit Halteelementen und Stützelementen ist, gibt es weniger Probleme als bei der schleimhautgetragenen Prothese bzw. Totalprothese, wo zwischen der Schleimhaut und der Prothesenbasis ein Saugeffekt durch einen dünnen Speichelfilm erzeugt werden muss. Bei Mundtrockenheit durch ungenügendem Speichelfluss aus den Speicheldrüsen ist der Prothesenhalt im Unterkiefer bei schmalem Kieferkamm immer schlecht.

Prothesenhalt verbessern Gebiss-Prothese  Halt

Mit dem Älterwerden bilden sich die Kieferknochen zurück, so dass sich der Prothesenhalt auf einem flachen Kieferkamm verschlechtert. Mit der Unterfütterung der Zahnprothese kann vielfach wieder ein besserer Prothesenhalt erreicht werden, doch bei ungünstigen Bissverhältnissen verschlechtert sich mit den Jahren der Halt der Prothese zusehends, womit nur eine Verankerung der Prothese für Abhilfe schaffen kann, auch wenn es nur günstige Mini-Implantate oder Kurzimplantate sind, die das Wackeln der Totalprothese verhindern kann. Wer Probleme mit der Vollprothese hat, ist meist gut bedient mit Verbindungselementen (Locatoren) zur Fixierung von herausnehmbarem Zahnersatz auf Implantaten, auch wenn diese keine Implantatkrone, Implantatprothese oder Implantatbrücke als Implantatgetragene Brücke tragen kann. Für ungünstige Kieferkamm-Verhältnisse gibt es verschiedene Implantatsysteme und Implantattypen, wo der Prothesenhalt durch Mini-Dental-Implantate wie auch durch die "Gebiss-Unterfütterung" (dritte Zähne) nachhaltig verbessert werden kann, wo es unterschiedliche Unterfütterungs-Verfahren gibt. Eine Prothesenunterfütterung ist bei einer Totalprothese meist im Unterkiefer notwendig, da der Prothesenhalt durch die Gaumenplatte im Oberkiefer besser ist.

Zwei eingepflanzte Implantate für besseren Prothesenhalt

Zwei eingepflanzte Implantate verbessern den Prothesenhalt, den die künstlich gestützte Gebissprothese ist eine Art Overdenture.

Als Overdenture oder Deckprothese bezeichnet man den auf der Schleimhaut oder auch auf Pfeilern wie Zähne und oder auch Implantate abgestützten herausnehmbaren Zahnersatz bzw. Prothese die den Kieferkamm über diesen Pfeilern vollständig abdeckt. Die Deckprothese bzw. Overdenture ist in einem nur noch gering bezahnten Kiefer eine herausnehmbare Teilprothese, das eine spezielle Prothesenart ist. Als Pfeiler sind bei Teilprothesen Zähne mit gesunden Zahnwurzeln oder Teleskopkronen möglich, bei Totalprothesen jedoch meist nur noch Kugelkopfanker, Druckknopf für Druckknopfprothese, Stegverbindungen für die Stegprothese, Geschiebe für Geschiebeprothese oder Locatoren, sofern keine Zahnimplantate erwünscht sind. Als Locatoren werden in der Zahnmedizin Verankerungssysteme für Vollprothesen auf zwei oder mehreren Zahnimplantaten bezeichnet, so dass man auch von einer Locator-Prothese spricht, wenn konfektionierte Verbindungselemente zur Fixierung von herausnehmbarem Zahnersatz vorhanden sind. Die Gebissprothese kann auf allen verschiedenen Implantaten aufgebracht werden, denn durch die Implantologie erreicht man einen besseren Prothesenhalt, womit man meist einem weiteren Knochenschwund (Osteoporose) durch die natürliche funktionelle Belastung vom Kiefer entgegenwirken kann.

Prothesenhalt verbessern Implantate Prothese

Die zahnärztliche Prothetik kennt verschiedene Möglichkeiten zur parodontal-gingivalen Abstützung und Verankerung der Prothesen für einen besseren Prothesenhalt, sodass auch Probleme mit Druckstellen durch Prothesen der Vergangenheit angehören, sofern eine gute Prothesenpflege erfolgt. Zahnprothesen-Defekte wie Sprünge und Prothesenbrüche sollten durch den Zahntechniker oder Zahnprothetiker sofort repariert werden, so wenn die Zahnprothese auf den Boden gefallen ist oder Schäden durch Zähneknirschen oder Zähnepressen etc. entstanden sind.

Prothesenhalt auf Implantat

Der Halt der Prothese kann im zahnlosen Unterkiefer mit min. 2, oder besser mit 4 Implantaten verbessert werden.

Im Oberkiefer braucht es aufgrund der weicheren Knochenstruktur vielfach min. 4 Implantate die meist über Stegverbindung bzw. Prothesenverankerung miteinander verbunden sind.

Prothesenhalt verbessern Stegverbindung

Eine Sofortbelastung der Implantate durch die Implantation ist aufgrund der hohen Primärstabilität meist möglich und verbessert so den Prothesenhalt.

Bei einem nicht herausnehmbaren Zahnersatz können 6-8 Implantate für die Prothese eingesetzt werden, was die beste Implantatlösung für den Prothesenhalt ist.


Freiendprothese

Die Freiendprothese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz bei der Freiendlücke, wo eine Freiendsituation vorliegt. 

Freiendprothese herausnehmbar, Freiendlücke 

Bei einer Freiendprothese liegt das nicht abgestützte Freiendteil wie bei einer Vollprothese auf der Mundschleimhaut auf, so dass die Übertragung vom Kaudruck zum Teil auf die Schleimhaut des Prothesenlagers und zum Teil auf dem Restgebiss erfolgt.

Freiendprothese für Freiend-Zahnlücke

Die Schaltprothese ist im Gegensatz zur Freiendprothese eine normale herausnehmbare Zahnprothese als Brücke die Abgestützt ist.

Die Schaltprothese sitzt auf beiden Seiten der Zahnlücke auf den Pfeilerzähnen auf und ist eine Teilprothese (partielle Prothese) damit für fehlenden Zähne auf beiden Seiten der Zahnlücke eine Verankerung besteht, dies im Gegensatz zur Freiendprothese, wo nur auf einer Seite Zähne vorhanden sind. Freiendprothesen bezeichnet Konstruktionsformen von Zahnersatz für die Freiendlücke, wo eine Freiendsituation vorliegt bzw. bei denen Zähne an verkürzten Zahnreihen ersetzt werden. Bei einer Freiendprothese liegt das nicht abgestützte Freiendteil auf der Kiefer-Schleimhaut auf und der andere Teil auf dem Pfeilerzahn. Die Freiendlücke ist ein Kieferabschnitt ohne Zähne, der zur Mitte hin durch einen Zahn begrenzt ist. Somit liegt die Übertragung vom Kaudruck zum Teil auf der Schleimhaut als Prothesenlager auf und der andere Teil auf dem Restgebiss. Unterschieden werden können einseitige und beidseitige oder bogenförmige Freiendprothesen, was bedeutet, dass ein totaler Zahnersatz notwendig wird wenn einseitig einige endständige Molaren oder nur kleine Frontzahngruppen vorhanden sind. Bei Freiendprothesen entsteht zwingend eine gemischte Lagerung auf Restgebiss und Schleimhaut, wenn sie mit Auflageklammern, Gelenken oder federnden Verbindungsteilen abgestützt sind. Statisch sind Freiendprothesen eine Gelenkkupplung, denn die Freiendsättel werden in die Schleimhaut gepresst, während die okklusale Auflage auf dem Zahn sich nicht verlagert und zum Drehpunkt der Zahnprothese wird.

Freiendprothese

Die Freiendprothese ist ein Zahnersatz für die Freiendsituation als Teilprothese, bei welcher der Sattel mit den ersetzten Zähnen nach hinten durch keinen Zahn mehr gehalten bzw. abgestützt wird.

Bei der Freiendprothese besteht die Gefahr einer Hebelwirkung, durch die das Restgebiss, an welchem die Prothese befestigt ist, geschädigt werden kann. Schlecht sitzende Prothesen können als Zahnersatz die Haut im Mund reizen und unter Umständen Geschwülste wachsen lassen. Zur Vorbeugung von Schädigungen der Hebelwirkung kann bei einer Freiendprothese eine Resilienz-Verankerung angebracht werden, die bei Belastungen einsinkt und damit den Druck auf die Schleimhaut und die Restbezahnung abmildern kann. Das Resilienzgeschiebe kommt bei Freiendprothesen als spezielles Verankerungselement bzw. Geschiebe bei Kombinationszahnersatz zum Einsatz, das die Resilienz der Schleimhaut in vertikaler Richtung kompensiert. Die Freiendprothese wie auch die Schaltprothese kann auf einer oder auf beiden Seiten Sättel haben, denn eine Kombination beider Prothesen ist möglich, wenn die verkürzten Zahnreihen von Schaltlücken unterbrochen sind.

Freiendprothese, eine Teilprothese

Eine Freiendprothese ist eine Teilprothese, die bei verkürzten Zahnreihen zum Einsatz kommt wie die Freiendbrücke.

Im Gegensatz zur Schaltprothese hat der Sattel der Freiendprothese mit den ersetzten Zähnen nicht auf beiden Seiten eine Verankerung oder Abstützung. Da der nach hinten nicht abgestützte Freiendsattel nur der nachgiebigen Schleimhaut aufliegt, ist die Freiendprothese Biologisch und statisch ungünstig, denn dadurch kann das Restgebiss, an welchem die Prothese befestigt ist, geschädigt werden. Auch der Gegenbiss wird nicht so gut abgestützt, wie bei festsitzendem Zahnersatz, kombiniertem Zahnersatz oder Zahnimplantaten. Die Freiendprothese ist für einen Kieferabschnitt ohne Backenzähne, wo zur Kiefermitte hin noch mindestens einen Zahn oder besser zwei Zähne nebeneinander liegen. Die vorhandenen Zähne werden für die Alternative Freiendprothese durch mit Teleskopkronen bzw. Teleskopkeramikkronen oder Metallkeramikkronen überkront (Zahnkrone überkronen) was im Alltag nicht stört. Die ersetzten Zähne werden an den Kronen durch Verwendung von Geschieben oder Verriegelungen befestigt und bieten dann einen guten Halt, denn es ist eine Art der Resilienz-Verankerung, Teleskopkronenverbund bzw. Doppelkronen mit eingearbeitetem Resilienzspielraum (Spiel), das der natürlichen Resilienz der bedeckten Kieferschleimhaut entspricht. Auf die sonst zwingend notwendige Abdeckung im Oberkiefer vom Gaumen kann verzichtet werden und im bogenförmigen Unterkiefer entfällt der als störend empfundene Unterzugbügel. Es gibt Freiendbrücken die Extensionsbrücken genannt werden, doch die Pfeilerzähne bei Freiendbrücken sind besonders kritisch auf ihre Eignung zu hinterfragen, denn Extension bedeutet Ausdehnung über den Zahn hinaus.

Zahnbehandlung Deutschland

Die Zahnbehandlung beim Zahnarzt in Singen Deutschland hat den Vorteil, dass die Zahnarztpraxis in der Nähe der Schweizergrenze ist und die Kosten der Zahnbehandlung sehr viel günstiger sind als normal in der Schweiz. Der Zahnarzttarif Deutschland bietet einen Preisrahmen für die Zahnbehandlung und Kosten für Zahnersatz, denn jede Zahnbehandlung ist individuell. Die Zahnbehandlung in Deutschland ist eine Preisgünstige Alternative zur Zahnbehandlung in Ungarn, Österreich oder der Schweiz. Der günstige Zahnarzttarif Deutschland in Singen an der Schweizergrenze zu Schaffhausen hat auch Gültigkeit für die Zahnklinik Offenbach. Da jede Zahnbehandlung individuell ist, können Zahnbehandlungskosten nicht immer ganz verglichen werden, denn jeder Zahnarzt hat eine andere Vorstellung beim Zahnersatz.