Bruxismus: Zähneknirschen, Zähnepressen, Zungenpressen

KNIRSCHEN BRUXISMUS

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Bruxismus

Als Bruxismus wird das unbewusste und meist nächtliche Zähneknirschen und Aufeinanderpressen der Zähne bzw. Zähnepressen bezeichnet.

Die Ursachen für Bruxismus können bei jedem Mensch sehr unterschiedlich sein und setzen sich aus der individuellen Befindlichkeit, dem Lebensstil und hauptsächlich dem Umfeld der menschlichen Gesellschaft zusammen. Durch den Bruxismus als Stressventil im Schlaf wird der Zahnhalteapparat wie auch die Kaumuskulatur und andere Muskelgruppen überlastet. Eine direkte Behandlungsform als Bruxismus-Therapie gibt es kurzfristig beim Zahnarzt meist nicht, sodass man sich auf die Schmerzlinderung und Vorbeugung weiterer Schäden mit einer Aufbiss-Schiene die in der Nacht getragen wird beschränkt, damit weitere Funktionsstörungen vom Kauorgan ausbleiben. Das nächtliche Knirschen mit den Zähnen (Bruxomanie) kann durch das Verhalten und der Psyche zu Kiefergelenkserkrankungen führen, die vielfach dadurch auf einer Fehlregulation vom Kiefer basieren und den Ursprung in einer Störung der Okklusion (Nonokklusion), der Kaumuskelpaare oder Störung der Gelenks-Binnenstrukturen mit Gelenkskapsel, Bänder, Diskus, Gelenksknorpel und Knochen vom Kiefergelenk haben. Durch den Bruxismus können verschiedene Beschwerden entstehen wie Kieferschmerzen, Gelenkgeräusche oder eine eingeschränkt Mundöffnung, was unter dem Begriff Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD Syndrom) zusammengefasst wird. Bei dem CMD Syndrom handelt es sich um eine Fehlfunktion im Zusammenspiel von Oberkiefer und Unterkiefer, bedingt durch Störungen in der Funktion der Zähne, der Kiefermuskulatur und den Kiefergelenken.

Wenn man zähneknirschend zustimmt, dann macht man dies nicht freiwillig bzw. man macht die Faust in der Hosentasche und knirscht dann in der Nacht weiter.

Aggressionen, Stress, Frust bruxismus Knirschen

Aggressionen, Stress und Frust entladen sich nicht dem Gegenüber, sondern oft in der Nacht an den eigenen Zähnen durch Zähnepressen, das täglich bis zu 45 Minuten dauern kann, wodurch Zahnhartsubstanzverluste (Attritionen) oder Schliffflächen wie auch kleine Schmelzrisse und Frakturen am Zahnschmelz bzw. Zahnschmelz-Absplitterungen entstehen können.

Bruxismus bei Tag und Nacht

Das Zähneknirschen mit Zähnereiben und Zähnepressen bezeichnet der Zahnarzt als Bruxismus, wo man zwischen dem Wachbruxismus und dem Schlafbruxismus unterscheidet.

Wachbruxismus ist das unbewusste Aufeinanderpressen der Kiefer mit starken Kräften auf Zähne mit dem Zähne schleifen lassen und der Schlafbruxismus das Zähneknirschen und Zähnereiben in der Nacht, wenn Zähne und Seele eine Einheit bilden und Ängste, Stress und Sorgen abbauen möchten durch Kauen, Knirschen und Malmen. Beim Zähneknirschen und Zähnepressen lasteten sehr hohe Drücke, auf dem Kiefergelenk von bis zu 1000 Kg. Auf den einzelnen Zahn macht dieser Druck öfters ca. 50 Kg und mehr aus und kann bis zum Eigengewicht des Körpers betragen. Das unbewusste, meist nächtliche, aber auch tagsüber ausgeführte Zähneknirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne ergibt durch die Abrasion an Zähnen einen Verschleiss an Zahnhartsubstanz, so dass Zahnschäden wie auch Schäden am Zahnfleisch entstehen können. Durch das Zähneknirschen, wird der Zahnhalteapparat überlastet und zusätzlich die Kiefergelenke welche einen grossen Einfluss auf die Statik vom Oberkörper haben, die Kaumuskulatur oder auch andere Muskelgruppen, die zur Stabilisierung vom Kopf angespannt und geschädigt werden können. Durch den Bruxismus kann es zu schweren Schmerzsyndromen und Ohrpfeifen (Tinnitus) kommen.

Bruxismus Zahnklemmen

Nebst dem Zähneknirschen gibt es auch das Zahnklemmen, das auch als Brygmus bezeichnet wird.

Unter dem Begriff Bruxismus werden unterschiedliche Formen an parafunktionellen Zahnkontakten verstanden, wo der tagsüber auftretende Bruxismus von der nächtlichen Bruxomanie unterschieden wird. Die statische Form wird als Zähnepressen oder Zahnklemmen bezeichnet, wo die Zähne fest aufeinander beissen und es langen Phasen des Zusammenpressens der Zähne gibt und wo der entstehende Druck bis zu 480  kg/cm² oder mehr betragen kann, das dem 10-fachen vom normalen Kaudruck beim Kauen von Speisen entspricht. Als Zähneknirschen wird die dynamische Form bezeichnet, wo die Zähne mit grossem Druck aufeinander reiben. Die Bedeutung von Brygmus ist das Reiben der Zähne während dem Schlaf, was auch als Zähneknirschen bzw. bei der Definition als Bruxismus oder Bruxomanie bezeichnet werden kann. Beim Zahnklemmen werden die beiden Kiefer sehr fest zusammengepresst, ohne dass dabei Kaubewegungen gemacht werden, sodass es durch den starken Druck zu keilförmigen Defekten am Zahnhals wie durch die mechanische Zahnreinigung mit horizontaler Schrubbmethode kommen kann. Bei starkem Pressen der Zähne kann es schlimmstenfalls zum Absterben von den Zahnnerven bei allen Zähnen kommen. Durch einen sehr hohen Kaudruck werden die Zähne aus dem Zahnfach hineingedrückt, sodass es durch das Absterben der Zahnnerven meist zu Zahnverfärbungen und damit zu schwarzen Zähnen kommt. Dabei wird die Blutversorgung des Zahnes unterbrochen. Eine längere Unterbrechung führt zwangsläufig zum Absterben der Pulpa. 

Häufigkeit von Zähneknirschen, Bruxismus, Bruxomanie, Fremitus dentium.

Bruxismus ist in der Bevölkerung weit verbreitet, wo das Knirschen bei Stress durch das Zähne schleifen lassen, bereits bei Jugendlichen Spuren vom Zähneknirschen als Schadenfolge vom Knirschen und Schäden durch Zähnepressen oder auch Zungenpressen an den Zähnen zu sehen sind. Durch das Pressen der Zunge an die Zähne können über einen längeren Zeitraum zwischen den einzelnen Frontzähnen Lücken entstehen und für den Zahnhalteapparat ein Problem bedeuten. Das unbewusste Zungenpressen kann für die Veränderung der Zahnstellung verantwortlich sein, wenn der Druck der Zunge von innen her gegen die Frontzähne sehr stark ist. Durch die starke Anspannung der Kaumuskulatur kann es durch Bruxismus zu einer Hypertrophie und zu Muskelverspannungen kommen wie auch vorhandene künstliche Kronen und Zahnbrücken als Zahnersatz Schaden nehmen können. Fast alle Erwachsenen haben Schlifffacetten an den Zähnen, die irgendwann im Unterbewusstsein durch Parafunktionen entstanden sind. Bei Parodontalerkrankungen als Erkrankung vom Zahnhalteapparat bzw. Zahnbetterkrankung neigen ca. 80% aller Menschen zu Bruxismus, doch sind sich nur deren zehn bis zwanzig Prozent der Betroffenen bewusst, dass sie in der Nacht Zähneknirschen und Zähnepressen und Symptome von Bruxismus aufweisen. Bei Wut und Zorn werden die Aktivitäten vom Kauapparat bei einem Wutanfall mit Zähnepressen und Zähneknirschen oft bewusst wahrgenommen, wie auch der Körper automatisch mit den Bewegungsabläufen bei Angst oder Kälte mit Zähneklappern reagiert oder sich bei Müdigkeit und Stress mit dem Bruxismus-verhalten äussern kann.

Symptome von Bruxismus

Unangenehme Symptome können bei Bruxismus verursacht werden, so im Besonderen wenn Parafunktionen über einen längeren Zeitraum anhalten.

Bei starkem Zähneknirschen über einen längeren Zeitraum während dem Schlaf machen sich die Beschwerden vom Bruxismus meist erst am darauffolgenden Tag nach dem Aufwachen bemerkbar:

Verhärtungen und Verspannungen der Kaumuskulatur und Gesichtsmuskulatur
Verspannungen im Nackenbereich wie gleichzeitig auch im Schulterbereich
Kieferschmerzen, Zahnschmerzen, lockere Zähne, Nackenschmerzen, Schulter- und Rückenschmerzen
Schmerzhafte Beschwerden der Kiefergelenke, Entzündungen am Zahnfleisch und abgewetzte Zahnkronen
Schmerzen im Gesicht und den Schläfen oder auch empfindliches Zahnfleisch
Knackgeräusch, behindert oder blockiert Kieferbewegung (Mundöffnung)
Kopfschmerzen oder auch Migräne und Schmerzen im Bereich der Ohren
Schlafstörungen und auch Schwindel
Ohrgeräusche (Tinnitus)

Durch ein unbewusstes Zungenpressen gegen die Frontzähne oder Zungendrücken gegen den Gaumen, meist wegen psychischem Stress, können sich Zahnstellungen verschieben, was wiederum das Knirschen und Pressen mit den Zähnen verstärkt, wenn die Stellung der Zähne nur leicht verschoben sind. Das unbewusste Zungenpressen kann für den Zahnhalteapparat ein grosses Problem sein, wenn die Zunge gegen die Oberkieferzähne oder stark gegen die Backenzähne im Unterkiefer gedrückt wird, wie auch das Zungenbeissen und Zungendrücken in eine Zahnlücke. Bruxismus-Symptome an den Zahnoberflächen mit Abschleifspuren als Schlifffacetten können auch bei leichtem Zähneknirschen mit der Zeit entstehen, wie auch bei starkem Knirschen und Zähnebeissen die Zähne empfindlich werden und sich lockern können. Bei langanhaltendem Zähneknirschen können in den Kiefergelenkflächen wie auch den Gelenkkapseln entzündliche Prozesse erfolgen, wo meist auch die Bänder der Kiefergelenke durch die einwirkenden Kräfte beim Zähneknirschen und Zähnepressen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Zahnimplantate

Auch beim ehemals erkrankten Zahn sind Zahnimplantate im ästhetischen Bereich möglich. Zähne werden als Bestandteil eines ästhetischen und harmonischen Gesichtsausdrucks empfunden. Gesunde und schöne Zähne strahlen Vitalität, Durchsetzungsvermögen und Sympathie aus. Die gewohnte Lebensqualität kann mit Hilfe von Implantaten, die mit dem Kieferknochen fest verwachsen hergestellt werden, denn Implantate mit künstlichen Zahnkronen als Zahnersatz kommen dem natürlichen Zahn am nächsten.