Bruxismus: Zähneknirschen, Zähnepressen, Zungenbeissen

KNIRSCHEN BRUXISMUS

Zähneknirschen

Das Knirschen, Pressen und Reiben mit den Zähnen ist eine unbewusste Aktivität der Kaumuskulatur, vielfach durch eine psychische Belastung.

Das Zähneknirschen, Zähnepressen und Zähnereiben wird in der Fachsprache als Bruxismus genannt und ist das meist unbewusste Knirschen, Reiben, Knattern und Pressen mit den Zähnen, das zum Verschleiss der Zähne und dem Zahnhalteapparat führen kann.

Kausystem Okklusion Zähneknirschen pressen

Betroffene bemerken das Knirschen in der Nacht meist nicht, da es bevorzugt während des Schlafs oder in extremen Konzentrationsphasen auftritt.

Da durch das Zähneknirschen der Zahnhalteapparat, die Kiefergelenke und die Kaumuskulatur sowie andere Muskelgruppen durch lange dauernde Anspannung überlastet werden, können diese geschädigt werden.

Unter grossen auftretenden Belastungen durch das Zähneknirschen, leiden nicht nur die Kiefergelenke, sondern auch die Kaumuskeln und die Zähne werden überbelastet und geschädigt, denn beim Zähneknirschen ist die Kaumuskulatur überaktiv. Zähneknirschen (Bruxismus) ist ein unbewusstes Zähneknirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne, welches meist nachts, aber auch tagsüber auftreten kann. Durch das Zähneknirschen kommt es zu Verschleisserscheinungen im Beissapparat. Weitere Belastungen treten vor allem im Kiefergelenk und der Kaumuskulatur auf, sodass auch verschiedene Kopfmuskeln in Mitleidenschaft gezogen werden können. Bruxismus (Brygmus) ist ein unbewusster Zahnkontakt mit Kaubewegungen oder Pressphasen, der zu einer Abnutzung der Zähne oder Kiefergelenkschäden führt. Sofern diese Bewegungen bewusst durchgeführt werden, spricht man von Bruxomanie.

Verspannungen im Kopf-Hals-Bereich sowie Gesichtsschmerzen und Kopfschmerzen sind vielfach eine Folge von Zähneknirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne.

Symtome Zähneknirschen Zähnereiben Pressen

Wer zum Zähneknirschen neigt, sollte auf Stressbewältigung ein besonderes Augenmerk legen, denn beim Zähneknirschen kann es zu Schmelzabsplitterungen und zur Kauabnutzung der Zähne kommen, was den Zähnen von Knirschern eine erhöhte Kälteempfindlichkeit beschert.

Zähneknirschen als körperliche Reaktion

Stress ist oft die Ursache von nächtlichem Zähneknirschen, was nicht nur den Kauapparat in Mitleidenschaft zieht, sondern auch zu Tinnitus führen kann.

Der seelische und körperliche Druck in Verbindung mit Migräne kann wiederum eine Ursache in ungleich langen Beinen haben. Ein Längenunterschied von einem halben bis einem Zentimeter fällt den meisten Betroffenen gar nicht auf, führt aber zu Verspannungen der Wirbelsäule, die sich wiederum in Kopfschmerzen, Zähneknirschen, Zungenpressen, Zahnfehlstellung und Stressanfälligkeit äussern.

Ursache von Zähneknirschen

Bei Sorgen und Ängsten wird häufig geknirscht, sodass die Zähne stark aufeinander gedrückt werden und die Zunge sehr stark gegen den Gaumen gepresst wird.

Zähneknirschen Angst, Aggression, Stress Zähne

Gründe für das ständige Pressen, Beissen und Knirschen sind zumeist im seelischen Bereich zu suchen.

Angst, Aggression und Stress führen zu Zähneknirschen

Aggressionen werden durch Zähneknirschen häufig nicht ausgelebt, sondern unterdrückt. Der Knirscher verbeisst sich seinen Ärger oder manchmal ist der "Zerknirschte" auch depressiv und der Verbissene kann sich am Leben nicht erfreuen, denn die Zähne sind Spiegelbilder der Seele. Die Spannungen ungelöster Probleme, Belastungen, Ärger und Sorgen übertragen sich nicht nur auf die Schultermuskulatur, Nackenmuskulatur oder Stirnmuskulatur, wo sie unter anderem Kopfschmerzen, Sehstörungen und Konzentrationsstörungen sowie schmerzhaften Muskelverspannungen hervorrufen, sondern auch auf die Kaumuskulatur.

Bruxismus Zähneknirschen Zähnepressen Schlaf 

Wenn die Bisssituation (Okklusion) nicht passt, versucht das Kausystem ebenfalls störende Hindernisse wegzuknirschen.

Meist ist die Ursache von Zähneknirschen und Zungenpressen eine psychische Überbelastung oder ein störendes Gleithindernisse bei Kaubewegungen.

Therapeutisch kann eine Schienentherapie oder das Einschleifen der Zähne durch den Zahnarzt die Zähne schützen. Gymnastische Übungen können helfen, die Kaumuskulatur zu lockern. Dem psychischen Auslöser entgegenzuwirken ist vielfach nicht möglich. Wenn man als Betroffene nicht nur unter einer vorübergehenden Stresssituation leidet, sollte man in ausgeprägtem Fall eine Psychotherapie in Betracht ziehen, denn die Zähne können im Extremfall bis auf den Nerv abgeschliffen werden, was starke Schmerzen verursachen kann.

Schäden die Zähneknirschen anrichten kann

Durch den einseitigen Druck "wandern" gewisse Zähne und dadurch verändert sich die Okklusion.

Die Zähne werden durch das Zähneknirschen und Zähnereiben abgeschliffen und Teile oder ganze Zähne können durch den ständigen Druck herausbrechen.

Durch Zähneknirschen, Zähnereiben und Zähnepressen können Zahnschmerzen entstehen, wenn man beim abschleifen der Zähne bis auf die Zahnnerven kommt.

Zahnschmerzen Zahnnerv Zähneknirschen Zahn

Das Zahnfleisch wird durch das Zähneknirschen in Mitleidenschaft gezogen und kann Zahnfleischerkrankungen hervorrufen.

Dauernder Bruxismus führt zu schmerzhaften Verspannungen der Kaumuskulatur das zum Kieferklemmen führen kann.

Viele Zahnpatienten empfinden durch das knirschen mit den Zähnen Taubheitsgefühle und Schwellungsgefühle im Bereich der Kaumuskeln, die durch die Unterversorgung der Muskulatur entstehen.

Unter Zähneknirschen versteht man das unbewusste Gegeneinander-reiben der Zähne im Schlaf was für das Gebiss unangenehme Folgen hat.

Kiefergelenke und Kaumuskulatur werden übermässig beansprucht
 Zahnhalteapparat und Kieferknochen können Schaden nehmen
 Dauerhafte Knackgeräusche und Reibegeräuschen können entstehen
 Sprüngen im Zahnschmelz können entstehen
 Die Zähne können locker werden
 Durch Verlust an Schmelz und Dentin werden die Zähne temperaturempfindlich
 Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Schmerzen aller Art können eine Folge sein

Zähneknirschen ist ein unbewusster Zahnkontakt mit Kaubewegungen oder Pressphasen, der zu einer Abnutzung der Zähne oder Kiefergelenkschäden führt. Bruxieren bedeutet Knirschen, Reiben und Pressen mit den Zähnen ohne funktionellen Zweck, was mit Schwindel, Übelkeit und Sehstörungen einhergehen kann oder zu schweren Schmerzsymptomen wie Tinnitus führt. Bei Zähneknirschen (Bruxismus) sollten keine Veneers bzw. Verblendeschalen (Keramikschalen) verwendet werden, da die grossen Kräfte, die beim Zähneknirschen auftreten, Keramikschale in kurzer Zeit zerstören können.

Redewendungen im Zusammenhang mit Zähneknirschen

In den Redewendungen des Volksmunds erkennt man die Zusammenhänge mit Zähneknirschen:

"Beisse auf die Zähne", "sich durchbeissen", "verbissen sein", "auf dem Zahnfleisch laufen", "sich die Zähne ausbeissen", "Zähne zeigen", "Vor Angst mit den Zähnen klappern" oder "zähneknirschend nachgeben", denn bei Angst und Sorge wird häufig geknirscht.

Probleme durchkauen und sich durchbeissen:

Wenn jemand zähneknirschend etwas zustimmt, dann tut er das in aller Regel nicht freiwillig. Dann ballt er zwar zuweilen die Faust in der Tasche, doch Aggressionen, Stress und Frust entladen sich nicht am Gegenüber, sondern oft an den eigenen Zähnen durch Knirschen, Knattern, Knacken wie auch Mahlen und Kauen ohne Nahrung.

Mundgeruch Atemgeruch

Mundgeruch bzw. schlechte Atemgerüche entstehen vielfach bei Zahnerkrankungen und Zahnfleischerkrankungen, undichte Zahnfüllungen und schlecht passender Zahnersatz sowie Zungenbeläge auf der Zungenwurzel und kommen nur selten vom Magen-Darm-Trakt. Meist geht der Mundgeruch (Halitosis) von Bakterien aus der Mundhöhle oder auf der Zunge aus. Der Betroffenen selber riecht den Atemgeruch nicht und die Mitmenschen möchten den schlechten Atemgeruch nicht riechen.