Verlust der Zähne: Zahnverlust, Zahnlücke, Lückengebiss

VERLUST DER ZÄHNE

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Zahnlücke

Die Zahnlücken sind eine natürliche oder krankhafte Veränderung im Kiefer.

Bindegewebe Zahnlücke im Kiefer  Lückengebiss

Die Zahnlücke ist eine Lücke im Gebiss bzw. Zahngebiss, was man Lückengebiss bzw. Zahnlückengebiss nennt.

Anatomisch bedingtes Zahnlücke Diastema
Zahnlücke durch Retention von Zähnen
Zahnlücke durch Nichtanlage von Zähnen (Zahnunterzahl)
Zahnlücke nach Zahnunfall (durch äussere Gewalteinwirkung)
Zahnlücken nach zahnärztlichen Eingriffen wie die Zahnextraktionen resp. Zahnentfernung
Vorübergehend Zahnlücke durch das Wechselgebiss während der Wechselgebissperiode
Missverhältnis zwischen Zahngrösse und Kiefergrösse (lückige Zahnstellungen) bzw. Lückenstand

Zahnlücke im Gebiss

Eine Zahnlücke, im Besonderen im Frontzahnbereich ist dem ästhetischen Erscheinungsbild abträglich.

Fehlt im Zahngebiss ein Schneidezahn, so sind viele Zahnpatienten gewillt, für Abhilfe sorgen zu lassen, um das ansehnliche Lächeln zurückzugewinnen.

Zahn Zahnlücke im Gebiss, Lückengebiss Zähne

Eine Zahnlücke im Seitenzahnbereich fällt auf den ersten Blick nicht auf und wird deshalb von den Zahnpatienten nicht als schlimm empfunden.

Das Gebiss mit den Zähnen ist keine starre Einrichtung, sondern vielmehr eine bewegliches System, denn Zähne bewegen sich und reagieren auf Veränderungen einer Zahnlücke umgehend.

Die Position der Zähne im Gebiss wird bestimmt von den Nachbarzähnen die ihn stützen, sowie von seinem Antagonisten gegenüber. Der im anderen Kiefer gegenüber liegende Zahn hat beim Zubeissen Kontakt mit ihm und nimmt so auch Einfluss auf die Lage unseres Zahnes innerhalb des Gebisses. Fehlt ein Zahn im Gebiss, so hat der gegenüberliegende Antagonist beim Zubeissen keinen Gegenkontakt und benützt stattdessen den Freiraum. Der Zahn wächst aus seiner Zahnreihe heraus, bis er wieder Gegenkontakt mit einem Zahn neben der Zahnlücke findet. Die benachbarten Zähne der Zahnlücke kippen in Richtung der Zahnlücke, da sie durch den fehlenden Zahn nicht mehr gestützt werden. Von beiden Gebissseiten her kippen vielfach alle Zähne gegen die Zahnlücke. Die Zähne stehen schräg und nicht mehr an ihrem heimatberechtigten Platz.

Zähne brauchen eine Führung

Schneidezähne und Eckzähne dienen beim Aufbiss als grobe Führung was als Frontzahnführung bzw. Eckzahnführung bezeichnet wird.

Mit Hilfe der Führung finden bei der groben Verzahnung die Backenzähne und Mahlzähne ihre richtige Position zueinander.

Zähne, Frontzahnführung, Eckzahnführung

Die Feinverzahnung erfolgt durch die unterschiedlich strukturierten der Höckern und Furchen bzw. Fissuren.

Die Zahnkronen der Backenzähne und Mahlzähne sorgen dafür, dass der Zahn seine genaue Position resp. die Verzahnung findet, bei der die Kraftübertragung die Kaumuskulatur übernimmt.

Die Anordnung der Höcker ist bei jedem Zahn anders angeordnet, so dass die Position durch den Gegenzahn gefunden wird. An der Kontrolle vom Aufbiss bei der dynamischen Okklusion sind das Kiefergelenk und die Kaumuskulatur beteiligt. Wenn die Oberflächenstruktur wie Grübchen oder Höcker verändert sind oder durch die Zahnlücke fehlen, ist die Kraftübertragung fehlerhaft und die Führung stimmt nicht mehr, sodass dies zu einem Fehlbiss führt, was sich auf das Kiefergelenk und auf die Muskulatur auswirkt. Die Kaumuskeln können dabei verspannt sein und das Kiefergelenk kann Schmerzen verursachen. Auch Höcker und Grübchen andere Zähne können durch Zahnlücken in Mitleidenschaft gezogen werden, denn durch den veränderten Aufbiss ergibt sich ein ungünstiges Kontaktmuster, was die Kraftbelastung falsch verteilt und so die Höcker mit der Zeit abgeschliffen werden (Abrasion).

Zahnlücke im Gebiss können viele Schäden bewirken

Bei dem Knochengewebe im Kiefer ist es wie bei den Muskeln, wird das Knochengewebe durch den fehlenden Zahn weniger oder nicht belastet, verringert er sich und der Halt für die verbliebenen Zähne bzw. das Restgebiss.

Sind mehrere Zahnlücken bzw. fehlende Zähne im Kieferknochen vorhanden, geht auch die Restbezahnung zurück.

Zahnlücke Gebiss Schäden Kiefergelenk Zähne

Der stetige Kieferknochenabbau bzw. Kieferknochenschwund kann zu einer veränderten Gesichtsform führen, weshalb grundsätzlich empfohlen wird, Zahnlücken sowie den Lückenstand im sichtbaren und funktionellen Bereich zu schliessen.

Durch diese Schrägstellung der Zähne können sich für die Zahnbürste schwer zugängliche Nischen und Ritzen zwischen den Zähnen bilden, was durch Ansammlung von Speiseresten und in der Folge bakteriellem Zahnbelag die Bildung von Karies und Zahnfleischerkrankungen begünstigt.

Gekippte oder verlängerte Zähne verursachen Vorkontakte zwischen Oberkiefer und Unterkieferzähnen beim Zubeissen, was nächtliches Zähneknirschen und damit Zahnschmerzen und Kieferschmerzen auslösen kann. Durch die unausgeglichene Muskelbelastung beim Kauen können Kaumuskeln ungleichmässig stark ausgeprägt sein, was auch zu optischer Asymmetrie des Gesichtes führt. Durch die gestörte natürliche Kaufunktion entstehen vielfach Kopfschmerzen, chronische Verspannungen, Rückenschmerzen und Ohrgeräusche etc.

Zahnlücken können geschlossen werden durch den Zahnersatz:

Zahnbrücke
Zahnimplantate (künstliche Zahnwurzeln)
Herausnehmbaren Zahnersatz (Zahnprothese)

Zahnimplantate

Auch beim ehemals erkrankten Zahn sind Zahnimplantate im ästhetischen Bereich möglich. Zähne werden als Bestandteil eines ästhetischen und harmonischen Gesichtsausdrucks empfunden. Gesunde und schöne Zähne strahlen Vitalität, Durchsetzungsvermögen und Sympathie aus. Die gewohnte Lebensqualität kann mit Hilfe von Implantaten, die mit dem Kieferknochen fest verwachsen hergestellt werden, denn Implantate mit künstlichen Zahnkronen als Zahnersatz kommen dem natürlichen Zahn am nächsten.