Mund: Mundhöhle, Zähne, Gaumen, Lippen, Wange, Speichel

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Lippen beim Mensch

Die beweglichen Lippen (Labium Oris) als paariges Organ dichten beim Mensch an der Mundöffnung die Mundhöhle von der Aussenwelt ab.

Die Lippen sind aussen von der Gesichtshaut und innen von der Mundschleimhaut bedeckt und werden von einem ringförmigen Schliessmuskel gebildet. Am Übergang der Gesichtshaut zur Mundschleimhaut als Auskleidung der Mundhöhle, befindet sich das nur gering verhornte Lippenrot, dessen Farbe von den durchscheinenden Blutgefässen bestimmt wird. Die beweglichen Lippen bilden zusammen mit den Wangen (Bucca) die äussere Grenze vom Mundvorhof (Vestibulum oris). Die Lippen werten in Oberlippe (Labium superius) und den meist grösseren Unterlippe (Labium inferius) eingeteilt. In der Mitte der Oberlippe befindet der Amorbogen als Einbuchtung und die vertikale Vertiefung zwischen der Nase und dem Amorbogen wird als Philtrum bezeichnet, was von Mensch zu Mensch sehr der unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Der Mundvorhof (Vestibulum oris) ist ein Raum zwischen Lippen bzw. Wangen und den Zahnreihen in der Zahnbogenform.

Lippen Mund Gesichtshaut zur Mundschleimhaut

Eine dunkle Verfärbung des Blutes bei Sauerstoffmangel wird am Lippenrot deutlich sichtbar. Da die Lippenhaut gegenüber der übrigen Gesichtshaut keine Pigmentzellen enthält, kommt es bei den Lippen zu einer Rotfärbung, denn das Blut der Blutgefässe befinden sich direkt unter der Lippenhaut und kann stark durchscheinen.

Schöne Lippen sind nicht nur zum Küssen da

Die Lippen (Labia) werden von einem ringförmigen Schliessmuskel gebildet, der aussen von der Gesichtshaut und innen von der Mundschleimhaut bedeckt wird.

Schöne Lippen die anziehend und sexy wirken, können eine schöne Gesichtsästhetik erzeugen und zu einem sinnlichen Teil vom menschlichen Gesicht beitragen. Schöne Lippen sind mit weissen Zähnen und gesundem Zahnfleisch mit einem leichten Wellenprofil, das eine hellrosa Farbe aufweist, ist beim Mensch die Basis für ein strahlendes Lächeln, das zum Plaudern, Lachen und Küssen einlädt und auch die sexuelle Attraktivität steigern kann. Durch das gezielte Bewegen der Lippen kann die mimische Muskulatur anderen Menschen emotionale Ausdrücke vermitteln. Bei den Lippen unterscheidet man Oberlippe und Unterlippe, wobei die Unterlippe meist etwas grösser ist, doch die Lippenhaut beider Lippen sind sehr dünn bei Menschen, denn die Lippenhaut verfügt nur über drei bis fünf Zellschichten. Die Lippenhaut ist nicht behaart und verfügt nur vereinzelt über Talgdrüsen, jedoch keine Schweissdrüsen, sodass die Lippenhaut darum rasch austrocknen kann und spröde werden kann. Die Oberlippe und die Unterlippe haben eine Schleimhautfalte auf der den Innenseiten, das als Lippenbändchen bezeichnet wird und an das Zahnfleisch grenzt. Zwischen den Lippen befindet sich die Mundspalte und die Lippenschleimhaut geht im Bereich der Umschlagfalte in die Schleimhaut des Kiefers über. Im mittleren Bereich von Oberlippe und Unterlippe befindet sich jeweils ein Lippenbändchen, das zum Alveolarfortsatz zieht. Meist unterscheiden Kieferchirurgen und Kieferorthopäden kompetente Lippen von inkompetenten Lippen, denn die kompetenten Lippen versiegeln den Mund in entspannten Zustand und von inkompetenten Lippen spricht man, wenn Lippen im entspannten Zustand den Mund nicht vollständig oder gar nicht verschliessen.

Beim Mensch haben Lippen verschiedene Funktionen

Die Lippen als gepaartes Organ haben eine grosse Eigenbeweglichkeit und schirmen die Mundhöhle vor äusseren Einflüssen ab.

Die Lippen sorgen bereits beim Säugling für einen dichten Abschluss beim Stillen an der weiblichen Brustwarze. Im Mundwinkel ist die Oberlippe mit der Unterlippe als gepaartes Organ im Übergangsbereich zu den Wangen verbunden. Die Lippen senden auch ein eindeutiges Signal bei der Körpersprache (Gestik) und reagieren während des Denkens bei der zwischenmenschlichen Kommunikation mit dem Gesprächspartner, noch vor Gegenargumente ausgesprochen werden. Wer mit den Zähnen an der Oberlippe oder Unterlippe knabbert, sendet dem Gesprächspartner ein Signal aus, dass er etwas sagen möchte oder davor auch eine gewisse Angst, Ärger oder Erbitterung verspürt, was sich auch in der Nacht als Stressventil im Schlaf auswirken kann. Angst, Stress, Wut und Empörung kann sich durch Lippenpressen und Lippenbeissen zeigen, was der Zahnarzt als Bruxismus bezeichnet wie das Zahnreiben, Zähneknirschen, Zähnepressen, Zungenpressen, Zungendrücken und Zungenbeissen. Private Sorgen und beruflicher Stress können das Übel von Lippenpressen, Zungenpressen und Wangenbeissen auch in der Nacht auslösen, wo man von Schlafbruxismus spricht. Auf die Lippen beissen oder die Lippen zusammenpressen bedeutet, skeptisch oder unzufrieden mit der Situation zu sein. So können die Lippen dicht verschlossen werden, womit ein leichter Druck zwischen Oberlippe und Unterlippe entsteht. Lippen tragen viel zur Mimik und Gesichtsästhetik bei, können jedoch auch durch bestimmte Symptome auf eine spezielle Erkrankung hinweisen.

Labialis bedeutet Lippenlaut und Labial zur Lippe hin

In der Zahnmedizin dient "Labial" der Orientierung in Mundhöhle, was zur Lippe hin bedeutet und in der Phonetik beschreibt Labial einen Laut, an deren Artikulation primär die Lippen beteiligt sind.

Die weichen und wulstigen Lippen sind bei Menschen als Körperöffnung der Eingang zur Mundhöhle und sind sehr beweglich, da sie als Tastorgan bei der Nahrungsaufnahme dienen wie auch in der Phonetik am Lippenlaut (Labialis), an dessen Artikulation primär die Lippen beteiligt sind. Labial ist beim Zahnarzt eine Lagebezeichnung und bedeutet die Lippen betreffend wie beim Labialbogen als aktives Element ein speziell geformter Stahldraht gemeint ist, wenn Druck auf die Schneidezähne ausgeübt wird, damit die Zähne in eine richtige Zahnbogenform bewegt werden können. Der Labialbogen wird darum in der Kieferorthopädie auch als Vestibularbogen oder Aussenbogen bezeichnet. In der Zahnmedizin beschreibt Labial "lat. labia" zu den Lippen gehörig oder beschreibt die Zahnfläche, die zur Lippe hin gelegen ist. Labial (lat. labium Lippe) bedeutet lippenseitig im Frontzahnbereich (Frontzähne), das identisch ist mit Vestibulär, das eine Flächenbezeichnung der Zähne ist und bedeutet "zum Mundvorhof". In der Phonetik (Lautbildung) werden mit Hilfe der Lippen gebildete Konsonanten als L.-Laute bezeichnet, sodass "Labiales" Lippenlaute bedeutet. Bei labiodentaler Laute besteht der Kontakt zwischen Unterlippe und den Zähnen vom Oberkiefer, labio-labiale (bilabiale) Laute, an deren Bildung Oberlippe und Unterlippe beteiligt sind sowie apiko-labiale Laute. Dabei sind der Artikulator die Zungenspitze (Apex) und die Artikulationsstelle die Oberlippe.

Krankheiten und Verletzungen der Lippen

Die Lippe können Symptome einer Krankheit aufweisen oder ein Krankheitsherd sein.

Das Anschwellen der Lippen ist meist vorübergehend immer möglich, so durch unerwünschte Nebenwirkungen von Medikamenten oder durch Verletzungen, so auch durch das Zungenbeissen bzw. Wangenbeissen und nachts durch Kau-Attacken wegen Verdrossenheit, Angst, Ärger und Stress. Bei Nachtbruxismus kann die Wunden durch eine desinfiziert Salbe eine Heilwirkung bringen wie auch eine Zahnschiene aus Kunststoff zum Schutz. Die Lippen können bei Kälte oder bereits bei leichter Unterkühlung violette bis bläuliche Verfärbungen aufweisen, womit Lippen extrem empfindlich sind und bei Frost leicht spröde und rissig werden, so dass man bei Nässe und Kälte am besten Hautcremes auf Fettbasis benutzt. Erblich angeborene Fehlbildungen bei den Lippen als Entwicklungsstörung können unterschiedlich sein, so dass man von einer Lippenspalte, Kieferspalte, Gaumenspalte, Lippenkieferspalte oder Lippen-Kiefer-Gaumen-Segelspalte spricht. Bei den Lippenkrankheiten ist die Viruserkrankung "Lippenherpes" (Herpes labialis), wo sich schmerzhafte Bläschen an den Lippen bilden, keine Seltenheit. Doch können sich auch Karzinome (Krebsgeschwulste) an den Lippe bilden.

Zahnschmerzen

Zähne haben im Inneren empfindliche Nervenendigungen, die normalerweise durch das harte Zahnäussere geschützt werden. Wenn der harte Zahnschmelz, das Zahnäussere durch Verletzungen, Bakterien, Druck oder Chemikalien beschädigt wird, werden die Nervenfasern vom Zahnnerv gereizt, sodass die Empfindungen über den dreiteiligen Gesichtsnerv, den Nervus trigeminus, in das nahegelegene Gehirn weiterleitet werden und man bohrende, dumpfe, stechende oder klopfende Zahnschmerzen je nach Ursache verspürt.