Mundspeichel, Speicheldrüsen, Speichelfluss, Speichelfunktion

Mund-Speichel

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Speichel im Mund

Der Speichel spült die Zähne und enthält Mineralbestandteile des Zahnschmelzes, die den Zahnschmelz nach Säureangriffen reparieren (Remineralisation).

Speichel gibt dem Zahnschmelz Mineralstoffe zurück und überzieht die Zähne mit einer schützenden Schicht. 

Speichel spült die Zähne Zahnschmelz Schleim

Speichel verdünnt und neutralisiert aggressive Säuren und kann Bakterien wie auch Viren angreifen.

Speichel hat eine wichtige Funktion

Speichel ist ein sehr wichtiger Faktor für die Zahngesundheit, denn ohne Speichel würden die Zähne im Mund innerhalb weniger Wochen vollständig erodieren.

Der Speichel ist für die Gesundheit der Zähne äusserst wichtig, denn der Speichel enthält alle chemisch gelösten Mineralbestandteile der Zahngrundsubstanz und regeneriert bzw. repariert dauernd die durch chemische  und mechanische Einflüsse angegriffene Zahnoberfläche. Der Speichel enthält sämtliche Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt seiner Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht. Eine wichtige Funktion hat der Speichel bei der Nahrungsaufnahme und ist in seiner Schleimigkeit begründet, denn während des Kauvorgangs wird aus der trockenen, bröseligen oder zerfliessenden Nahrung ein weicher, aber in sich zusammenhaltender Klumpen geformt, das wichtig ist,  damit wir uns nicht verschlucken und die Speiseröhre nicht durch raue Nahrungsbestandteile geschädigt wird. Durch die im Speichel enthaltenen Enzyme werden bereits während des Kauens Teile der Nahrung zerlegt. Das Enzym Ptyalin zerteilt die langen Molekularketten der Kohlenhydrate aus Brot, Zucker, Mehl usw. in kleine Stücke, die im Darm weiter verarbeitet werden.

Mundspeichel

Mundspeichel, der über Speicheldrüsen in der Mundhöhle verteilt wird, dient dazu, den Mund feucht zu halten und Nahrung aufzuweichen.

Speichel ist eines der wichtigsten natürlichen Schutzsysteme des menschlichen Körpers, denn Speichel ist für die Neutralisation von Säuren nach dem Essen oder Trinken zuständig und zugleich für die Remineralisation vom Zahnschmelz durch die enthaltenen Mineralien, denn der Speichel ist ein Mineralienspeicher. Der Speichel enthält alle Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt seiner Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht, denn nach der Nahrungsaufnahme bauen Bakterien den Zucker in der Nahrung zu Säure ab. Speichel ist ein Gemisch aus Wasser und Schleim der Amylasen enthält und bereits im Mund die Zersetzung der zugeführten Kohlehydrate einleitet bzw. Stärke in Zucker verwandelt. Kaugummi ist ein Hilfsmittel zur Unterstützung der täglichen Mundhygiene und kann sehr hilfreich sein, da er Säuren durch Anregung der Speichelproduktion abpuffern kann. Der Speichel kann Stoffe aus der Nahrung lösen, so, dass man die Nahrung gut schmecken kann.

Kauen stimuliert den Speichelfluss und der Bikarbonatgehalt vom Speichel macht die von aussen zugeführten Säuren wie die Fruchtsäuren sowie die Säuren aus den Mundhöhlenbakterien unschädlich.

Speichel im Mund, Säuren, Bakterien Mundhöhle 

Zahnpflegekaugummis bewirken einen durch die Kaubewegung angeregten Speichelfluss und Vermehrter Speichel durch das Kaugummikauen schützt die Zähne.

Speichelabsonderung

Die Speichelabsonderung wird durch den Kauvorgang sowie durch geschmackliche, optische oder psychische Reize ausgelöst.

Speichel ist das Sekret der Speicheldrüsen das eine vielfältige Funktion hat, denn Speichel hält die Mundschleimhaut feucht, spült die Zähne, löst Geschmackstoffe und schwächt Säuren ab. Der Speichel beschleunigt die Wundheilung, hemmt das Wachstum von Bakterien und schützt das eigene Gewebe. Durch das Kauen wird der Speichelfluss anregt und die Speichelmenge erhöht, durch verschiedene Medikamente wie Psychopharmaka und bestimmte blutdrucksenkende Mittel gesenkt, sodass es zur Mundtrockenheit (Xerostomie) kommen kann. Speichel wird im Mund von kleinen Speicheldrüsen, die sich in der Mundschleimhaut befinden, und von den grossen Speicheldrüsen, der Glandula parotis, Glandula submandibularis und der Glandula sublingualis gebildet. Die Ohrspeicheldrüse ist die grösste Speicheldrüse, wo die Ausführgang ca. in der Höhe des mittleren der drei Mahlzähne in die Mundhöhle mündet. Die Unterzungenspeicheldrüse hat viele Ausführgänge und mündet in der Rinne zwischen Zunge und Mundboden. Die Unterkieferspeicheldrüse mündet an der Unterseite der Zunge. In den paarig vorhandenen Speicheldrüsen Ohrspeicheldrüse, Unterzungenspeicheldrüse, Unterkieferspeicheldrüse und den zahlreichen kleinen Speicheldrüsen werden Täglich ca. 1 bis 2 Liter Speichel in der Mundschleimhaut gebildet. Die Speichelproduktion kann man am besten beim Zahnarzt während der Zahnbehandlung beobachten, wenn der Speichel aus dem Mundraum abgesaugt wird.


Speichel ist ein Sekret

Als Sekretion wird die Abgabe von Produkten durch Drüsen oder drüsenähnlichen Zellen bezeichnet.

Speichel, exokrines Sekret von Speicheldrüsen

Der Speichel ist die Mundflüssigkeit, die Schleimhäute vor der Austrocknung bewahrt, spült die Mundhöhle, neutralisiert Säuren und liefert Mineralien zur Stärkung vom Zahnschmelz.

Speichel ist ein exokrines Sekret, das von den Speicheldrüsen gebildet wird.

Speichel als exokrines Sekret befeuchtet die Schleimhäute, trägt zur Immunabwehr bei, nimmt lösliche Substanzen der Nahrung auf und mischt sich mit trockenen Bestandteilen, sodass der Nahrungsbrei besser geschluckt werden kann. Die grössten Speicheldrüsen die einen besonders amylasenreichen Speichel produzieren sind die Ohrspeicheldrüsen, die vom Ohr bis zur Höhe vom Jochbein reichen. Die Unterzungenspeicheldrüse im Mundboden sondert einen dickflüssigen, schleimigen Speichel ab. Zusammen mit den Unterkieferspeicheldrüsen unterhalb der Backenzähne erzeugen diese drei grössten Speicheldrüsen ca. 75% der gesamten Speichelproduktion. Der Mundspeichel des Menschen befeuchtet die Mundraum, was das Schlucken, Sprechen und Schmecken ermöglicht. Der Speichel sorgt für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung, Speichel erleichtert aber auch das Schlucken und bildet mit seinen antiviralen und antibakteriellen Faktoren eine erste Barriere gegenüber Krankheitserregern im Mund. Speichel ist ein geruchsloses, farbloses und geschmacksloses Sekret der grossen und kleinen Speicheldrüsen in der Mundhöhle. Die Produktion des Speichels befindet sich im Bereich der Mundhöhle. Der Speichel wird im Mund von den kleinen Speicheldrüsen, die sich in der Mundschleimhaut befinden, und den grossen Speicheldrüsen (Ohrspeicheldrüse, Unterkieferdrüse, Unterzungendrüse) gebildet. Der Speichel hat einen neutralen pH-Wert und dient der Remineralisation des Zahnschmelzes, sowie der Neutralisation vorhandener Säuren und der Mundspülung. Neben Wasser enthält Speichel Mineralien wie Natrium, Kalium, Calcium, Phosphat, Bikarbonat und Enzyme der Kohlenhydratverdauung, Eiweisse, Fette und Glykoproteine.

Saliva bedeutet Speichel
Asialie ist das Fehlen von Speichel
Salivation bedeutet Speichelsekretion
Als Sekretion wird die Abgabe der Flüssigkeit, die aus 99% Wasser besteht bezeichnet.
Das Sekret ist ein Gemisch der Sekrete der Speicheldrüsen und der Mundschleimdrüsen.

Feste Bestandteile vom Sekret werden aus Eiweisskörpern, Salzen, Bakterien und Speichelkörperchen gebildet.

Speichel enthält unter anderem Mineralien, Enzyme, Eiweisse und Glykoproteine. Nach der Zusammensetzung des Speichels unterscheidet man serösen Speichel und den muzinösen Speichel. Je nach sezernierender Speicheldrüse ist der dort gebildete Speichel eher serös "wässrig" oder eher mukös "schleimig". Die Sekretion des serösen Speichels wird durch parasympathische Aktivität, die Sekretion des muzinösen Speichels durch Aktivität des sympathischen Nervensystems angeregt. Der Speichel enthält alle Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt seiner Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht, denn nach der Nahrungsaufnahme bauen Bakterien den Zucker in der Nahrung zu Säure ab.


Schutzsystem Speichel 

Der Speichel enthält für die Zähne alle Mineralsalze, die der Zahnschmelz zur Härtung und den Erhalt der Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht.

Mund Speichel Schutzsysteme Säure Zähne

Der Speichel neutralisiert Säuren, die von Zahnschädigenden Bakterien gebildet werden und den Zahnschmelz angreifen.

Der Speichel ist ein natürliches Schutzsystem des menschlichen Körpers und ist für die Gesundheit der Zähne sehr wichtig, denn Karies entsteht, wenn die Zahnoberfläche von den Säuren angegriffen und entmineralisiert wird.

Nach der Nahrungsaufnahme bauen die Bakterien mit dem Speichel den in der Nahrung enthaltenen Zucker zu Säure um.

Der Speichel vernichtet auch einen Teil der Krankheitserreger wie Bakterien und Kleinpilze, die in die Mundhöhle gelangen.

Mundspeichel Speicheldrüsen Zahnschmelz Zahn

Der Speichel enthält unter verschiedenem natürliche mineralische Bestandteile, um diese Säuren zu verdünnen und abzubauen.

Speichel fördert zusätzlich in den Zahnschmelz auch den Wiedereinbau (Remineralisation) Zahnhärtender Mineralien und wirkt der Entstehung von Karies bzw. dem Loch im Zahn entgegen.

Mund-Speichel als Schutzsysteme

Speichel ist eines der wichtigsten natürlichen Schutzsysteme des menschlichen Körpers, denn Speichel ist für die Neutralisation von Säuren nach dem Essen oder Trinken zuständig und zugleich für die Remineralisation des Zahnschmelzes durch die enthaltenen Mineralien.

Der Speichelfluss ist die Absonderung von Speichel aus den Speicheldrüsen und enthält sämtliche Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt seiner Widerstandskraft gegenüber Säure braucht. Durch Kaugummikauen kann der Speichelfluss verstärkt werden. Dieses erhöhte Speichelflussvolumen enthält auch eine besonders hohe Konzentration an Mineralien und verfügt damit über eine noch höhere Neutralisierungskapazität. Medikamente wie Psychopharmaka und bestimmte blutdrucksenkende Mittel hemmen den Speichelfluss. Wenn die Speichelbildung vermindert ist, spricht man von "Xerostomie" und bei vermehrter Speichelbildung von "Ptyalismus".


Speichelsekretion

Speichel (lat. Saliva) ist das Sekret der Speicheldrüsen.

Als Sekretion (lat. secretio „Absonderung“, von secernere „absondern, sezernieren“) wird die Produktion bzw. Abgabe von Produkten durch Drüsen oder drüsenähnlichen Zellen bezeichnet. Als Sekretion wird die Abgabe von Sekret an den Organismus wie Hormone oder Verdauungsenzyme bezeichnet, im Speziellen aber die durch spezialisierte Zellen wie die Drüsenzellen. Je nach Ort der Sekretion werden verschiedene Arten unterschieden wie die innere Sekretion (Endokrine Sekretion) und die äussere Sekretion (Exokrine Sekretion) durch Abgabe der relevanten Substanzen direkt oder über Drüsengänge zu inneren oder äusseren Oberflächen.

Speichel hält die Mundhöhle feucht, was die Wangenschleimhaut schlüpfriger macht und zum Schlucken der Nahrung geeignet ist und erleichtert gleichzeitig den Sprechakt.

Speichel Sekretion Sekret der Speicheldrüsen

Ohne Speichel ist die Geschmacksentwicklung der Nahrung nicht möglich und durch seinen mucösen Charakter resp. durch die eingespeichelte Nahrung wird das Schlucken erleichtert.

Speichel besitzt eine reinigende Wirkung (Mundhygiene) durch seinen Gehalt an Lysozym. Für die Produktion des Speichels sind die kleinen und grossen Mundspeicheldrüsen verantwortlich, denn über 90% des Speichels werden von den grossen Mundspeicheldrüsen Glandula parotis, Glandula submandibularis und Glandula sublingualis gebildet. Den Rest erzeugen die kleinen Speicheldrüsen, die in der Mundschleimhaut verstreut sind.


Kauen stimuliert Speichelfluss

Der Speichelfluss kann auch durch Kauen von Kaugummis angeregt werden, denn es gibt spezielle Kaugummis mit dem Zuckeraustauschstoff Xylitol für nach der Mahlzeit.

Kaugummi Kauen stimuliert Speichelfluss Speichel

Kauen produziert mehr Speichel und kann dadurch die Remineralisation vom Zahnschmelz fördern und damit einer Karies vorbeugen.

Kauen stimuliert den Speichelfluss, was ganz normal während der Nahrungsaufnahme geschieht.

Kaugummis können auch als "Zahnbürstenersatz für Unterwegs" benutzt werden. Wenn man regelmässig zuckerfreien Kaugummi kaut, produziert man mehr Speichel und der Plaque-PH reagiert damit nicht mehr sehr stark auf den Zucker. Urvölker kauten regelmässig Wurzeln, Trockenfleisch und kauten auch Kautschuk um den Speichel anzuregen. Es gibt eine Knospe des Zahnbürstenbaumes (Salvadora persica) oder das Wurzelstück, das zur Reinigung der Zähne verwendet wurde oder noch wird. Ein Zweig wird abgeschnitten und so lange gekaut, bis das Ende ausgefranst ist, was an eine Zahnbürste erinnert. Durch diese Art der Zahnreinigung wird die Speichelbildung angeregt und ist eine Selbstreinigung der Zähne vom Urvolk. Für die Zahnprophylaxe zwischendurch bieten sich in Europa Zahnpflegebonbons und zuckerfreie Kaugummis an, denn beim Kauen und Sprechen sowie durch die dem Brechakt vorausgehenden heftigen Bewegungen der Mundmuskeln und Schlundmuskeln wird die Speichelabsonderung vermehrt. Die Zahnreinigung wird aber durch den Zahnpflege-Kaugummi nicht ersetzt, denn durch die angeregte Speichelbildung erfolgt nur ein erster Schritt für die Selbstreinigung der Mundhöhle. Zahnpflege-Kaugummis sind eine wertvolle Ergänzung zur Mundhygiene, besonders wenn man unterwegs keine Gelegenheit zu klassischen Mundhygiene hat.


Speichelfunktion für Zähne

Der Speichel hat für die Zähne eine grosse Bedeutung betreffend Spülfunktion, Pufferkapazität und Remineralisation vom Zahnschmelz.

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Spülfunktion

Durch die Spülfunktion des Speichels werden die Zuckerkonzentration und gleichzeitig die Säurekonzentration auf der Zahnoberfläche durch die Spülwirkung verringert, denn Speichel kann den Zahnbelag (Plaque) nicht auflösen.

Speichelfunktion Zähne Spülfunktion Speichel

Mit zunehmender Dicke der Plaque (bakterieller Zahnbelag) nimmt diese Spülwirkung ab und kann durch Kauen von Kaugummi erhöht werden, denn der Speichelfluss wird durch Kauen sowie Reizung der Geschmacksrezeptoren resp. Sinnesnerven angeregt.

Pufferkapazität

Speichel hat eine Schutzwirkung gegen Karies.

Das Kariesrisiko kann durch dünnflüssigen Speichel vermindert werden indem die befindliche Säure im Mund neutralisiert wird, was als Pufferung der Säure bezeichnet wird. Die Säuren können aus der Nahrung stammen oder als Stoffwechselprodukt beim Abbau von Zucker durch Bakterien entstehen. Die Pufferkapazität ist bei den Leuten unterschiedlich, denn bei einigen Personen kann der Speichel mehr Säure neutralisieren als bei anderen und kann gemessen werden. Dazu erfolgt eine Bestimmung des pH-Wertes, der ein Mass für den Säuregrad ist. Eine Kariesentstehung wird begünstigt durch verminderte Speichelmenge, zähen und mukösen bzw. schleimigen Speichel sowie Mangel an Kalksalzen im Speichel und verminderte neutralisierende Wirkung des Speichels.

Remineralisation der Zähne

Die Bestandteile Kalzium, Phosphat und Fluorid, die im Zahnschmelz vorhandenen sind können mit dem Speichel in Lösung gehen, was zu einer Demineralisation resp. Entkalkung der Zahnoberfläche führen kann.

Kalzium, Phosphat und Fluorid aus dem Speichel können in den Zahnschmelz vom Zahn wieder eingebaut werden und so eine Remineralisation von Entkalkungen im Anfangsstadium ermöglichen.

Die Remineralisation wird durch Fluoridzusatz und Plaqueentfernung verbessert und beschleunigt.

Remineralisation Zähne Fluorid Zahnschmelz

Zwischen dem Speichel und der Zahnoberfläche findet ein ständiger Austausch von Kalzium, Phosphat und Fluorid statt, den man im Rahmen der Zahnprophylaxe nutzen kann.

Plaque auf den Zähnen kann durch die Speichelbestandteile verkalken und somit Zahnstein entstehen lassen, denn Zahnstein setzt sich vorwiegend aus Kalziumphosphat zusammen, das mit Geweberesten und Mikroorganismen vermischt ist.

Zahnsteinablagerungen findet man daher vor allem im Bereich der Ausführungsgänge der Speicheldrüsen an den Lingualflächen der unteren Frontzähnen und Bukkalflächen der oberen Molaren.


Funktion von Speichel

Der Speichel dient auch der immunologischen Abwehr, dem Beginn des Stärkeabbaus und der Einspeichelung von Speisen, denn Speichel ist ein natürliches Schutzsysteme des menschlichen Körpers und sorgt für Mundhygiene.

Speichelfunktion Funktion vom Speichel Zähne

Bei der Speichelfunktion kann der Speichel dank seiner chemischen Inhaltsstoffe vielfältige Aufgaben erfüllen, denn Speichel ist nicht nur Wasser, er enthält auch Mineralsalze, Verdauungshilfsstoffe sowie Bakterien tötende Bestandteile.

Aufgaben von Speichel

Die Mundhöhle wird mit dem hohen Wasseranteil des Speichels feucht gehalten.

Speichel erfüllt verschiedene Aufgaben wie das Anfeuchten der Mundhöhle, die Spülfunktion, das Lösen von Geschmackstoffen, die Nahrung Gleitfähig zu machen, Pufferung von Säuren bzw. Neutralisation sowie Remineralisation der Zähne. Speichel hat eine antibakterielle Wirkung und ist Zuständig für den Beginn der Kohlenhydratverdauung. Der Speichel hat eine reinigende und antibakterielle Spülwirkung die gleichzeitig auch Geschmacksstoffe aus der Nahrung lösen kann. Die im Speichel enthaltenen Schleimstoffe bzw. Muzine machen für den Schluckvorgang die Nahrung gleitfähig, das Enzym leitet die Kohlenhydratverdauung ein.

Mundspeichel-Funktionen

Die wichtigsten Funktionen des Speichels sind die Spülung der Mundhöhle sowie die Abpufferung entstandener Säuren und die Remineralisation vom Zahnschmelz.

Erzeugt wird der Speichel in drei grossen sowie mehreren kleinen Speicheldrüsen, täglich zwischen einem halben bis zu zwei Liter. Er hilft beim Wegspülen von Nahrungsresten aus der Mundhöhle sowie von den Zähnen und aus den Zahnzwischenräumen bzw. Speichel sorgt auch für Mundhygiene. Speichel vermag mineralische Bestandteile vom Zahnschmelz abzuscheiden und so zwischen den Mahlzeiten den harten Schmelz in gewissen Grenzen zu reparieren. Der Speichel vernichtet einen Teil der Krankheitserreger wie Bakterien und Kleinpilze, die in die Mundhöhle gelangen. Speichel neutralisiert Säuren, die von zahnschädigenden Bakterien gebildet werden und den Zahnschmelz angreifen. Speichel hält die empfindliche Hautauskleidung der Mundhöhle ständig feucht und macht die Nahrungsbrocken gleitfähig, damit sie leicht durch die Speiseröhre rutschen. Speichel enthält Enzyme bzw. Hilfsstoffe des Körpers, der die Verdauung von Stärke wie Brot, Nudeln oder Kuchen einleitet. Unter Physiologische Selbstreinigung versteht man die antiseptische Wirkung des Speichels sowie die Funktion der Zunge zur Reinigung der Zähne. 

Speichelfunktion

Speichel ist für das Gebiss wichtig, denn ohne Speichel würden die Zähne des Menschen innerhalb weniger Wochen vollständig erodieren.

Speichel sorgt für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung und sorgt für ein erleichtertes Schlucken. Mit dem Speichelfluss sorgt der Speichel auch für die Physiologische Selbstreinigung resp. Mundhygiene. Physiologische Selbstreinigung ist die antiseptische bzw. desinfizierende Wirkung des Speichels, die Zunge und Zähne reinigt. Speichel bildet mit seinen antiviralen und antibakteriellen Faktoren die erste Barriere gegenüber Krankheitserregern im Mund.

Speichel-Multifunktion

Der Speichel erfüllt viele Aufgaben und hat eine Speichel-Multifunktion.

Der Speichel verflüssigt die von den Zähnen zerkleinerte Nahrung, was den Transport zur Speiseröhre und das Schlucken erleichtert und die im Speichel enthaltenen Enzyme tragen zur Nahrungsverdauung bei. Neben Elektrolyten und Enzymen enthält der Speichel auch Immunglobuline (Antikörper), das zur Abwehr von Krankheitserregern in der Mundhöhle dient. Diese Antikörper sind in Speichel - Ausführungsgängen nicht enthalten, denn er entsteht erst aus einer von den Speicheldrüsen gelieferten Substanz bei Zutritt der Luft. Die Speichelabsonderung erfolgt erst, wenn die an die Speicheldrüsen tretenden Fasern des Nervs direkt oder reflektorisch gereizt werden. Die Speichelsekretion ist sehr unterschiedlich und schwankt stark im Tagesverlauf. Die Speichelsekretion ist am höchsten bei der Nahrungsaufnahme oder beim Kauen von Kaugummi. Speichel wird auch in der Nacht produziert, denn ein Versiegen des Speichelflusses hätte unangenehme Folgen, was bei Patienten mit stetig offenem Maul in der Nacht zu beobachten ist. Da die Ausführungsgänge der Speicheldrüsen in der dicht bakterienbesiedelten Mundhöhle enden, kann nur ein kontinuierlicher Speichelfluss das Eindringen der Keime in die Drüsen verhindern.


Speichel von Speicheldrüsen

Über die ganze Mundschleimhaut verteilt befinden sich mikroskopisch kleine Speicheldrüsen.

Speichel, Speicheldrüsen, Unterkieferdrüse

Speicheldrüsen befinden sich im harten und im weichen Gaumens sowie die Speicheldrüsen der Zunge und die Speicheldrüsen der Lippen.

Speichel wird in Speicheldrüsen gebildet

Speichel (lat. Saliva) wird in den Speicheldrüsen gebildet und ist das Sekret der Speicheldrüsen.

Pro Tag werden beim Menschen durch die Speicheldrüsen bis 2 Liter Speichel produziert. Der Speichel besteht zu 99% aus Wasser und 1 % enthält eine Vielzahl Substanzen, die für Nahrungsaufnahme, Zahnerhalt und Kontrolle der mikrobiellen Besiedlung bedeutsam sind. Als Grundlage für die Speichelproduktion dient Blutplasma, das dem durch die Speicheldrüsen bestimmte Stoffe entzogen und andere hinzugefügt werden. Die vorwiegende Produktion vom Mundspeichel findet in den drei grossen, paarig angelegten Speicheldrüsen statt, die ausserhalb des Mundes angelegt sind und den Speichel über Ausführungsgänge in die Mundhöhle abgeben. In der Mundhöhle findet man ein Gemisch von verschiedenen Speichelarten. Je nach sezernierender Drüse ist der dort gebildete Speichel eher serös, also wässrig oder eher mukös bzw. schleimig. Die Sekretion des serösen Speichels wird durch parasympathische Aktivität, die Sekretion des muzinösen Speichels durch Aktivität des sympathischen Nervensystems angeregt.

Grosse Speicheldrüsen

Die grössten und wichtigsten Speicheldrüsen sind die Ohrspeicheldrüsen wo deren Ausführungsgänge gegenüber den zweiten oberen Mahlzähnen (Molaren) enden. Die Drüsenausgänge der Unterkieferspeicheldrüsen enden unter der Zunge. Die Unterzungenspeicheldrüsen liegen innerhalb der Mundhöhle und werfen auf dem Mundboden eine Schleimhautfalte auf.

Speichel, grosse Speicheldrüsen, Glandula

Die Mundhöhle mit den Zähnen, Zunge und den Speicheldrüsen zählt zum Verdauungstrakt.

Grosse Speicheldrüsen in der Mundhöhle

Die paarigen Ohrspeicheldrüsen (Parotis) sind die grössten Speicheldrüsen des menschlichen Körpers.

Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis)
Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis)
Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis)

Unterzungendrüse

Die die Unterzungendrüsen liegen direkt in der Mundbodenmuskulatur und besitzen mehrere kurze Ausführungsgänge, die auf beiden Seiten der Zunge in die Mundhöhle münden.

Ein etwas grösserer Ausführungsgang der Unterzungendrüsen endet gemeinsam mit dem Ausführungsgang der Unterkieferspeicheldrüse unter der Zunge.

Unterkieferdrüse

Die Unterkieferspeicheldrüsen befinden sich beiderseits der Innenseite des Unterkiefers und münden im Bereich des Zungenbändchens durch den de langen Ausführungsgang in einem kleinen Höcker unter der Zunge.

Ohrspeicheldrüse

Die Ohrspeicheldrüse ist die grösste und wichtigste und ist beiderseits etwas unterhalb des Ohres zwischen Kaumuskel und Hautoberfläche eingebettet.

Der Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse ist lang und mündet im Bereich des Oberkiefers gegenüber dem zweiten Mahlzahn in die Mundhöhle. Zur Ohrspeicheldrüse kommen die Unterzungenspeicheldrüse und die Unterkieferspeicheldrüse dazu, die eine Menge Speichel produzieren.


Speicheldrüsen im Mund

Mit Munddrüsen (lat. Glandulae oris) werden die Speicheldrüsen bezeichnet die exokrine Drüsen sind und den Speichel bilden, damit die Gleitfähigkeit zum Schlucken und Beissen gewährleistet ist.

Der Speichelfluss (Salviation) ist die Absonderung von Speichel aus den Mundspeicheldrüsen und ist wichtig für die Speichelfunktion, denn der Speichel enthält stärkespaltende Enzyme (Amylasen), wodurch Mund-Speicheldrüsen bereits in geringem Umfang zur Verdauung beitragen.

Drüsen im Mund Speicheldrüsen Munddrüsen

Der Mundspeichel enthält Abwehrstoffe und hilft bei der mechanischen Reinigung des Mundes.

Der Mundspeichel der Munddrüsen schützt die Zähne, ist behilflich bei der Mundhygiene und hat gleichzeitig eine Verdauungsfunktion.

Die Mundhöhle mit den Zähnen, Zunge und den Speicheldrüsen zählt zum Verdauungstrakt, denn der erste Kontakt der Nahrung mit enzymhaltigen Verdauungssäften beginnt bereits im Mund. Mundspeichel spielt eine wichtige Rolle beim Schlucken von festen Speisen, denn ist die Speichelproduktion eingeschränkt, kann dies zu vermehrter Karies und zu Mundtrockenheit sowie Schwierigkeiten beim Essen führen.
 
Es gibt drei grosse Kopfspeicheldrüsen

Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis)
Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis)
Ohrspeicheldrüse (Glandula parotidea oder Parotis)

Es gibt eine Vielzahl von kleinen Kopfspeicheldrüsen

Zungendrüsen (Glandulae linguales)
Wangendrüsen (Glandulae buccales)
Lippendrüsen (Glandulae labiales)
Gaumendrüsen (Glandulae palatinae)
Mahlzahndrüsen (Glandulae molares)
Geschmacksdrüsen (Glandulae gustatoriae) bzw. Spüldrüsen der Geschmacksknospen


Absonderung von Speichel

Zahnpflegekaugummis bewirken wie beim Essen einen durch die Kaubewegung angeregten Speichelfluss und somit vermehrter Speichel durch das Kaugummikauen, dass dadurch die Zähne schützen.

Absonderung Speichel Speicheldrüsen Sekret

Als Speichelsekretion wird die Abgabe von Produkten durch Drüsen bezeichnet und ist eine Flüssigkeit, die ein Gemisch der Sekrete der Speicheldrüsen und der Mundschleimdrüsen darstellt.

Die Speichelabsonderung wird durch den Kauvorgang ausgelöst, aber auch durch geschmackliche, optische oder psychische Reize.

Feste Bestandteile werden aus Eiweisskörpern, Salzen, Bakterien und Speichelkörperchen gebildet. Speichel enthält unter anderem Mineralien, Enzyme, Eiweisse und Glykoproteine. Wird der Speichelfluss durch Kauen angeregt, so enthält dieser mehr Mineralien, als der Ruhespeichel. Intensives Kauen ist wichtig zur Vorbeugung von Zahn-Karies, denn der Speichelfluss wird durch Kauen angeregt und erhält damit mehr Mineralien, als der Ruhespeichel. Die Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten und Psychopharmaka oder auch Rauchen können den Speichelfluss verringern. 

Speichelproduktion

An einem Tag produzieren die Speicheldrüsen 1 bis 2 Liter Speichel.

Die Speichelproduktion wird vom autonomen Nervensystem gesteuert und je nach Drüse ist der Speichel eher wässrig (serös) oder schleimig (mukös). Bei grossem Appetit auf gutes Essen steigt die Speichelproduktion, so dass einem „das Wasser im Mund zusammenläuft“ während die Speichelproduktion bei Nervosität oder Angst sinkt. Grosse Wut oder sonstige Erregungen können aber auch zu einem erhöhten Speichelfluss bzw. Speichelabsonderung führen.


Speichelfluss beim Mensch

Der Speichelfluss (Salviation, Salivation) ist die Absonderung von Speichel aus den Speicheldrüsen.

Speichelfluss Gleitfähigkeit Hinunterschlucken

Mit Speichelfluss ist die Absonderung von Speichel aus den Speicheldrüsen gemeint, denn der Speichel ist für die Gesundheit der Zähne äusserst wichtig der auch für die Mundhygiene sorgt.

Speichel, ein Sekret der Speicheldrüsen

Speicheldrüsen sind exokrine Drüsen die den Speichelfluss beeinträchtigen und den Speichel bilden damit die Gleitfähigkeit zum Hinunterschlucken gewährleistet ist.

Täglich werden ca. 1/2 bis 2 Liter Speichel in den paarig vorhandenen Speicheldrüsen, also Ohrspeicheldrüse, Unterkieferspeicheldrüse sowie Unterzungenspeicheldrüse und den zahlreichen kleinen Speicheldrüsen der Mundschleimhaut gebildet. In der Mundhöhle findet man ein Gemisch der verschiedenen Speichelarten die von den verschiedenen Speicheldrüsen stammen, denn die kleinen Drüsen bilden eher mukösen Speichel und die grossen Speicheldrüsen eher serösen Speichel. Der Speichel enthält sämtliche Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt seiner Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht. Kauen stimuliert den Speichelfluss und geschieht ganz normal während der Nahrungsaufnahme. Auch das Kauen von Kaugummi regt den Speichelfluss an und hilft die Zähne zu reinigen, die Zahnreinigung wird aber durch den Zahnpflege-Kaugummi nicht ersetzt. Obwohl die Zähne mit dem Zahnschmelz eine grosse Härte aufweisen, reagieren Zähne sehr empfindlich auf Säureeinwirkung vom Magen, denn Säure löst Mineralien aus der Zahnoberfläche und macht die Zähne so weicher, sodass Karies durch Magensäure entstehen kann.

Geringer Speichelfluss beim Mensch

Ein zu geringer Speichelfluss hat Nebenwirkungen auf die Zähne, denn Speichel enthält verschiedene Mineralien und Enzyme, deren spezielle Zusammensetzung das Zahnfleisch vor Entzündungen und die Zähne vor Demineralisierung und Karies schützen.

Ein guter Speichelfluss ermöglicht das Schlucken und Sprechen, fördert die Verdauung und die Geschmackswahrnehmung. Mundtrockenheit kann entstehen als Nebenwirkung bei der Einnahme verschiedener Arzneimittel wie Antiallergika, Beruhigungsmitteln, Blutdrucksenkern oder Medikamenten gegen Depressionen. Durch das Kauen zuckerfreier Kaugummis oder das Lutschen zuckerfreier Bonbons kann der Speichelfluss angeregt werden. Auch das Lutschen von Eiswürfeln fördert den Speichelfluss bzw. die Speichelproduktion. Bei geringem Speichelfluss ist es wichtig, dass man täglich min. 1,5 Liter zuckerfreie und säurefreie Flüssigkeit wie Mineralwasser trinkt.

Zu grosser Speichelfluss beim Mensch

Ein vermehrter Speichelfluss kann als Nebenwirkung einiger Medikamente und als Vergiftungserscheinung auftreten, was als feuchte Aussprache wahrgenommen wird.

Nebst sozialer Ausgrenzung kann der vermehrte Speichelfluss Probleme verursachen wie Würgen und Erbrechen sowie Hautinfektionen oder Husten. Sofern Speichel in den Respirationstrakt gelangt, steigt das Risiko für Atemwegsinfektionen und Lungenentzündungen. Zu wenig Speichel begünstigt die Kariesbildung und durch zu viel Speichel in der Mundhöhle entsteht eine feuchte Aussprache. Der Begriff Sialorrhö bezeichnet das unwillkürliche Abfliessen von Speichel aus der Mundhöhle und tritt unabhängig von der Speichelmenge auf, kann aber verbunden sein mit einer vermehrten Speichelproduktion was man als Hypersalivation bezeichnet. Hypersalivation kann durch Infektionen wie Tollwut oder Entzündungen wie Entzündung der Mundschleimhaut, Entzündung der Speicheldrüse, durch bakterielle Infektion oder Intoxikationen durch Quecksilber und Pestizide etc.


Speichelfunktionen

Der Speichel sorgt für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung.

Speichelfunktion Befeuchtung Vorverdauung

Schleimstoffe und andere Substanzen machen die Nahrung durch den Speichel gleitfähig und erleichtern Kaubewegung und Sprechbewegungen.

Aufgabe und Funktion vom Speichel

Die Aufgabe und Funktion des Speichels ist vielfältig, denn sie hält die Mundschleimhaut feucht, spült die Zähne, löst Geschmackstoffe und schwächt Säuren ab.

Der Speichel schützt das eigene Gewebe, beschleunigt die Wundheilung und hemmt das Wachstum von Bakterien. Der Speichel erfüllt wichtige Aufgaben im Bereich der Verdauung, denn durch die im Speichel enthaltenen Enzyme werden bereits während des Kauens Teile der Nahrung zerlegt. So zerteilt das Enzym Ptyalin die langen Molekularketten der Kohlenhydrate wie Brot in kleine Stücke, die im Darm weiter verarbeitet werden. Je nach Nahrungsbeschaffenheit ändert sich auch die Zusammensetzung des Speichels. Speichel ist auch wichtig für den Geschmack, denn die Geschmacksunterscheidung ist umso schwieriger, je trockener die Zunge ist. Die Geschmacksknospen liegen auf der Zunge versteckt in tiefen, schmalen Einfurchungen, die von trockenen, verklumpten Geschmacksstoffen nicht erreicht werden können.

Speichel als Beschichtung der Mundhöhle und Zähne

Speichel hat eine nützlich Speichelfunktion als Beschichtung der Mundhöhle und der Zähne, denn damit können sich Fremdstoffe nicht so leicht an den Zähnen und in der Mundhöhle festsetzen.

Der Speichel hilft auch, dass alles leichter geschluckt werden kann. Der Speichel als Schutzfilm schützt die Zähne vor Säuren, hat eine Spülfunktion und bietet einen leichten Schutz für die Mundschleimhaut und freiliegende Zahnhälse vor Schmerzempfindungen.

Speichel hat Reinigungsfunktion

Der Speichel hat eine Reinigungsfunktion in der Mundhöhle, denn Reste der verkleinerten Nahrung sowie abgestorbene Mundschleimhautzellen und in Speichel lösliche Substanzen wie Salze und Zucker oder auch Mikroorganismen die nicht in den Zahnbelägen festsitzen, können dank dem Speichel durch den Schluckakt dem Magen zugeführt werden.

Regeneration von Zahnschmelz

Der Speichel enthält alle chemisch gelösten Mineralbestandteile der Zahnsubstanz Zahnschmelz und regeneriert bzw. repariert so ständig die durch chemische und mechanische Einflüsse angegriffene Zahnoberfläche, sodass im Normalfall das Gleichgewicht nicht gestört wird und sich eine Zahnkaries nicht einfach entwickeln kann.

Speichel und Prothesenhalt

Damit der Prothesenhalt einer Vollprothese gewährleistet ist braucht es eine genügende Speichelproduktion, denn ohne Speichel ist die Prothese nicht funktionsfähig.

Der zwischen der Mundschleimhaut und der Prothesenbasis befindliche und mit Speichel angefüllte kleine Spalt ist von entscheidender Bedeutung für den guten Sitz einer Vollprothese.


Trockenheit vom Mund

Ein trockener Mund ist keine Seltenheit, denn je älter eine Person ist, desto eher tritt Mundtrockenheit auf.

Trockener Mund Mundtrockenheit Medikamente

In vielen Fällen hält die Mundtrockenheit nur kurzfristig an und kann durch ausreichendes Trinken beseitigt werden.

Eine Mundtrockenheit verursacht durch geringen Speichelfluss ist sehr unangenehm, denn durch die Mundtrockenheit entstehen auch Probleme beim Sprechen.

Speichel wird im Mund als Gemisch der verschiedenen Speichelarten von kleinen Speicheldrüsen, die sich in der Mundschleimhaut befinden, und von den grossen Speicheldrüsen, der Ohrspeicheldrüse, der Unterkieferdrüse und der Unterzungendrüse gebildet.

Wenn durch Stress der Mund trocken wird, ist das eine vorübergehend trockener Mund bzw. Mundtrockenheit.

Ursache Mundtrockenheit Speichelfluss reduktion

Die Ursache für die Reduktion des Speichelflusses liegt aber vielfach in  Nebenwirkungen von Medikamenten, denn es gibt mehr als 400 hemmende Medikamente auf dem Markt, die den Speichelfluss hemmen oder sehr stark verhindern.

Auch durch Autoimmunkrankheiten oder Rauchen kann die Speichelproduktion beeinträchtigt werden.

Trockener Mund

Trockener Mund (Mundtrockenheit) entsteht bei älteren Leuten vielfach durch eine verminderte Produktion von Speichel bzw. weniger als 0,1 ml/min was man als Xerostomie oder Hyposalivation bezeichnet.

Mit zunehmendem Alter verschärft sich das Problem vom trockenen Mund bzw. der Mundtrockenheit, vielfach aber auch durch vermehrte Einnahme von Medikamenten, was zu häufigen Erkrankungen wie Zahn-Karies und Zahnfleischentzündungen führt. Ungenügende Einnahme von Flüssigkeiten erzeugt ebenfalls Mundtrockenheit und wird durch die natürliche Alterung der Speicheldrüsen zusätzlich verstärkt, welche weniger Speichel produzieren.

Mundatmung

Die Mundatmung ist häufig Folge einer erschwerten oder behinderten Nasenatmung, was zur Austrocknung der Mundhöhle führt.

Ursachen für die Mundatmung können ein unzureichender Lippenschluss oder einfach nur eine schlechte Angewohnheit sein, wodurch Fehlfunktion und Kieferfehlbildungen entstehen können. Bei der Mundatmung kommt es durch den ständigen Luftstrom zu einer andauernden Austrocknung der Mundhöhle, wodurch der Speichel seine Kariesschützende Wirkung nicht mehr entfalten kann.

Mundtrockenheit durch Medikamente

Mundtrockenheit können Medikamente gegen Asthma oder Schlafmittel, Bestrahlungstherapien im Bereich der Speicheldrüsen oder Chirurgische Eingriffe im Bereich der Speicheldrüse auslösen.

Mundtrockenheit Medikamente trockener Mund

Schlucken oder ein gestörter Geschmacksinn sind vielfach Folgen von der Mundtrockenheit wie auch erschwertes Kauen.

Mundtrockenheit durch Nebenwirkung von Medikamenten für Herzkreislauf bzw. hoher Blutdruck die Betablocker, Medikamente gegen Depression oder gegen Parkinson sind im Alter häufig.

Durch die Mundtrockenheit können verstärkte Blutungsneigung, schmerzhafte Stellen an der Mundschleimhaut, Zungenbrennen und Mundbrennen oder auch eine schlechte Haftung der Zahnprothese mangels Speichel, verbunden mit Schmerzen entstehen, denn bei Prothesen können Brennen auf der darunter liegenden Schleimhaut stark störend wirken. Der Prothesenhalt wird durch die Mundtrockenheit durch ungenügende Speichelmenge in Leidenschaft gezogen. Erkrankungen der Speicheldrüsen wie Sjögren-Syndrom oder Begleiterscheinungen bei bestimmten Krankheiten (Diabetes, Morbus Parkinson, Depression), Schlafen mit geöffnetem Mund, Tumor in der Mundhöhle etc. lassen eine Mundtrockenheit in Erscheinung treten.

Die Ursachen für Mundtrockenheit sind vielfältig:

Diabetes
 Hoher Blutdruck
 Schilddrüsenerkrankungen
 Bestrahlungstherapie
 Rheumatische Erkrankungen
 Stoffwechselkrankheiten
 Stress und Depressionen
 Hormonstörungen


Speichel als Schutzfunktion

Karies entsteht, weil die Zahnoberfläche von diesen Säuren angegriffen und entmineralisiert wird bzw. wenn die Speichel-Schutzfunktion nicht funktioniert.

Nach fast jeder Nahrungsaufnahme bauen Bakterien den in der Nahrung enthaltenen Zucker zu Säure ab. Der Speichel hat eine besondere Schutzfunktion, denn er enthält sämtliche Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt seiner Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht. Bei der Nahrungsaufnahme setzt die natürliche Schutzfunktion des Speichels ein, denn der Speichel enthält natürliche mineralische Bestandteile, um diese Säuren zu verdünnen und abzubauen. Zusätzlich fördert der Speichel den Wiedereinbau (Remineralisation) zahnhärtender Mineralien in den Zahnschmelz und wirkt somit der Entstehung von Karies entgegen. Kauen stimuliert den Speichelfluss und geschieht ganz normal während der Nahrungsaufnahme.

Durch Kaugummikauen nach dem Essen kann der Speichelfluss verstärkt werden.

Speichel, Speichelbildung Schutzfunktion Zähne

Dieses erhöhte Speichelflussvolumen enthält auch eine besonders hohe Konzentration an Mineralien und verfügt damit über eine noch höhere Neutralisierungskapazität.

Im Gegensatz dazu hemmen verschiedene Medikamente wie z.B. Psychopharmaka oder bestimmte blutdrucksenkende Mittel den Speichelfluss. Ist die Speichelbildung vermindert spricht man von "Xerostomie". Eine vermehrte Speichelbildung wird als "Ptyalismus" bezeichnet.


Speicheltest

Der Speicheltest ist eine Untersuchung des Speichels auf karieserregende Bakterien, seinen Säuregehalt und seine Menge pro Zeiteinheit.

Auf Grund der Werte vom Speicheltest lassen sich Voraussagen zur Kariesanfälligkeit bzw. Kariesrisiko machen.

Speicheltest Menge karieserregende Bakterien

Cario-doc ist ein Speicheltest resp. ein Speicheltestverfahren, mit dem die drei Keimarten Streptococcus Mutans, Laktobazillen und Candida-Pilze im Speichel erkannt werden können, die massgeblich an der Kariesentstehung beteiligt sind.

Brutschrank für Speicheltest

Im Speicheltest-Brutschrank wird der Speichel auf karieserregende Bakterien getestet.

Karies wird von Bakterien im Zahnbelag (Plaque) und im Speichel verursacht. Durch einen Speicheltest ist es möglich, diese kariesverursachende Keimmenge von Mutans-Streptokokken und Laktobazillen zu messen. Durch Kauen auf einem Stück Wachs (Paraffin) "oder ein Kaugummi" für 2 bis 5 Minuten wird die Speichelsekretion angeregt und die Bakterien aus dem Zahnbelag in den Speichel gespült, denn der Speichel wird in einem Plastikbecher gesammelt.

Ein Träger mit einem speziellen Nährboden wird nun beidseitig mit dem Speichel befeuchtet und in ein spezielles Kulturgefäss gesteckt und für 2 bis 4 Tage im Brutschrank bei 37o C bebrütet.

Speicheltest Mundflora Speichel Bakterien Mund

Anschliessend wird die Probe mit einer Skala verglichen, auf der den möglichen Erscheinungsbildern eine bestimmte Bakterienzahl zugeordnet ist.

Damit kann das bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägte Kariesrisiko individuell noch bevor Schäden an den Zähnen entstehen festgestellt werden.

Mundflora

Mit Mundflora ist die Zusammensetzung der im Mund vorkommenden Bakterien gemeint die bei jedem Menschen ganz verschieden sein kann.

Besteht ein hoher Anteil an Kariesbakterien wie Streptococcus mutans und Laktobazillen bei der Mundflora, so ist das Kariesrisiko erhöht.

Speichel Bakterien Speicheltest Mundflora Karies 

Die Bakterien können durch mikrobiologische Speicheltests nachgewiesen werden, wobei sowohl Art als auch Zahl der Bakterien bestimmt werden können.


Entzündung Speicheldrüsen

Entzündungen sind die häufigsten Erkrankungen der Speicheldrüsen, denn die Erreger sind Bakterien wie Streptokokken und Staphylokokken sowie Viren.

Speicheldrüsenentzündung Sialadenitis Schmerz

Bei der Entzündung der Speicheldrüse schwillt die betroffene Speicheldrüse schmerzhaft an und bei Rissen der Ausführungsgänge von Speicheldrüsen fliesst Speichel in das umgebene Gewebe, sodass sich Speichelzysten entwickeln können. 

Eine Entzündung der Speicheldrüsen wird als Sialadenitis bzw. Speicheldrüsenentzündung bezeichnet.

Bei der Entzündung der Speicheldrüsen schwillt die betroffene Speicheldrüse schmerzhaft an. Bei Rissen der Ausführungsgänge von Speicheldrüsen fliesst Speichel in das umgebende Gewebe, sodass sich Speichelzysten entwickeln können. Bei der Entzündung der Speicheldrüsen bestimmen Schmerzen und Schwellung das klinische Bild, denn es werden infektiöse von den nicht infektiösen Ursachen unterschieden. Bei der chronisch-aktiven Sialadenitis handelt sich um eine bakteriell ausgelöste Entzündung der Speicheldrüse, hervorgerufen durch Staphylococcus aureus und Streptococcus viridans die durch den Speichelstein ein gutes versteck haben, was die Besiedlung erleichtert. Unterteilt wird die chronisch-aktive Sialadenitis in eine akute Entzündung, chronische unspezifische Entzündung und chronisch sklerosierende Entzündung bzw. Küttner-Tumor.

Speicheldrüsenentzündung

Bei der Speicheldrüsenentzündung kann der Speichel nicht mehr richtig abfliessen, so dass Keime entstehen, welche einen Entzündungsprozess auslösen können.

Die kleinen Steine sitzen bei der Entzündung der Speicheldrüsen entweder in einer Drüse oder in einem zum Mund führenden Gang wodurch der Speichel nicht richtig fliessen kann und sich staut.

Bei den Ausführungsgängen kann es zur Bildung von Speichelsteinen (Sialolithen) kommen. Bei den grösseren Mundspeicheldrüsen können krankhafte Veränderungen durch grosse Speichelsteine (Sialadenitis) hervorgerufen werden.

Mundschleimhaut Entzündung Speicheldrüsen

Es können Infektionen durch Bakterien oder Viren wie Mumps entstehen die zu schmerzhaften Entzündungen der Speicheldrüsen führen können.

Patienten mit einer Immunschwäche wie erhöhter Blutzucker, AIDS oder mit vorbestehender Schädigung der Speicheldrüsen sind besonders anfällig auf Entzündungen der Speicheldrüsen.

Eine Speichelabflussstörung kann eine Entzündung begünstigen, denn vielfach werden solche Abflussstörungen durch Speichelsteine resp. Kalziumapatit provoziert. Mangelnde Mundhygiene oder eine Stomatitis bzw. die Entzündung der Mundschleimhaut begünstigen die Entstehung einer Speicheldrüsenentzündung. Auch Medikamente, die den Speichelfluss reduzieren, können eine Entzündung hervorrufen wobei z.B. Diuretika, Tabletten gegen Depressionen und Allergien (Antihistaminika) oder Herzbeschwerden dazu zählen. Eine Bestrahlung wie z.B. im Rahmen einer Tumortherapie, kann zu einer vorübergehenden Entzündung der Speicheldrüsen (radiogene Sialadenitis) führen. Kleinere Steine lassen sich teilweise durch Speichelfördernde Massnahmen wie Kauen von Zitronenschnitzen oder Kaugummi etc. ausschwemmen. Sofern dies durch ausschwemmen nicht gelingt, kommt eine Entfernung des Steins durch einen chirurgischen Eingriff oder eine endoskopische oder externe Steinzertrümmerung in Frage. Auch ist es möglich, dass die ganze Speicheldrüse gewissen Fällen entfernt werden muss. Chronisch auftretende Speicheldrüsenentzündungen führen zu einer Vernarbung und Atrophie des Gewebes wo kaum noch Speichel produziert wird und die Drüse dann als derber Knoten tastbar ist. Zur Vorbeugung einer Entzündung der Speicheldrüsen sollte man auf Mundhygiene, Zahnpflege und reichliches Trinken achten. Wenn ein Speichelstein vorhanden ist, sollte dieser entfernt werden, damit sich keine Komplikation einer Entzündung entwickelt.


Speicheldrüsen Krankheiten

Die Speicheldrüsenentzündung ist eine einseitige oder beidseitig bakterielle, virale oder durch Speichelsteine verursachte Entzündung die schmerzhafte Schwellung der grossen Speicheldrüsen verursacht.

Entzündungen Speicheldrüsen Krankheiten  

Gewisse Medikamente, Zuckerkrankheit, Eiweissmangel, Vitaminmangel oder Hormonstörungen können zu einer bleibenden Schwellung führen. 

Speicheldrüsenkrankheiten können durch Entzündungen oder Speicheldrüsentumoren verursacht sein.

Es gibt auch gutartige Adenome und bösartige Tumore bzw. Adenokarzinome der Speicheldrüsen. Wenn ein Tumor Schmerzen bereitet oder eine Gesichtsnervenlähmung auftritt oder im Halsbereich weitere Knoten entstehen, deutet dies eher auf eine bösartige Erkrankung hin. Gutartige bösartige Tumore der Speicheldrüsen lassen sich in der Regel nur durch eine Operation behandeln. Bei Störungen der Speichelproduktion spricht man von Xerostomie (Mundtrockenheit). Als Ursache für eine akute Entzündung der Speicheldrüse können die viralen Infektionen und bakteriellen Besiedlungen oder ein verminderter Speichelfluss bei allgemeinen Erkrankungen verantwortlich sein. Als mögliche Ursachen für Speicheldrüsenerkrankungen kommen auch verminderte Flüssigkeitszufuhr, die Bildung von Konkrementen bzw. Speichelstein in den Speicheldrüsen (Sialolithiasis) sowie eine Erkrankung der Speicheldrüse nach einer Bestrahlungsbehandlung in Betracht. Neben einigen hundert kleinen Speicheldrüsen in der Mundschleimhaut und Rachenschleimhaut besitzt der Mensch drei grosse und paarig angelegte Kopfspeicheldrüsen bei denen krankhafte Veränderungen wie eine Sialadenitis hervorgerufen werden kann. Eine Sialadenitis ist eine Entzündung der Speicheldrüsen durch Speichelsteine, die mittels Ultraschall oder einer Gangdarstellung der Drüse mit einem Röntgenkontrastmittel abgeklärt werden kann.

Für Störung der Speichelproduktion können unterschiedliche Ursachen verantwortlich sein:

Spezielle Erkrankungen wie das Sjögren-Syndrom usw.
Mit in höherem Lebensalter nimmt die Speichelproduktion vielfach ab.
Bestrahlung (Strahlentherapie) im Kopfbereich und Halsbereich kann zu einer Schädigung der Speicheldrüsen führen.
Flüssigkeitsmangel infolge Flüssigkeitsverlusts durch Schwitzen, Durchfall, Medikamentenwirkung oder geringe Flüssigkeitseinnahme.

Untersuchung der Speicheldrüsenerkrankung

Bereits bei der Untersuchung beim Zahnarzt können durch Betasten der Speicheldrüse wichtige Informationen einer Speicheldrüsenerkrankung festgestellt werden, so z.B. ob sich eine sichtbare Rötung und spürbare Überwärmung der Haut ergibt, Schwellungen oder Raumforderungen im Bereich der Speichel-Drüse vorhanden sind und ob diese gegenüber dem Gewebe verschieblich sind. Auch kann der Zahnarzt tasten, ob die Speicheldrüsen weich oder derb zu tasten sind, ob sie vergrössert und schmerzhaft bei Berührung sind und ob eine Lähmung der Gesichtsmuskulatur als Ausdruck einer Funktionsstörung vom Gesichtsnerv besteht. Bei der Untersuchung von Speicheldrüsenerkrankungen kommen immer auch Ultraschalluntersuchung und bildgebende Verfahren zum Einsatz, damit mögliche Entzündungsherde oder Einschmelzung bzw. Abszesse, Zysten, Lymphknoten, Speichelsteine oder Tumoren der Speicheldrüsen genau erkannt werden können.


Speichelstau mit Entzündungen

Dadurch, dass es bei der Nahrungsaufnahme reflektorisch zu einer Speichelproduktion kommt, können erhebliche Schmerzen und Schwellungen auftreten, sodass eine Entfernung von grossen Speichelsteinen angebracht ist.

Speichelstau mit Entzündungen, Speichelstein 

Ein Speichelstein misst oft nur weniger Millimeter, kann aber bis zu einer Grösse von 2 cm anwachsen und enthält Kalziumphosphat, Kalziumkarbonat, Kohlenhydrate, Eiweisse und Magnesium.

Grosse Speichelsteine können zu einem Speichelstau mit Entzündungen bzw. Sialolithiasis führen.

Von Speichelstein betroffen sind Männer zwischen dreissig und vierzig Jahren besonders Betroffen. Bei 80% der Betroffenen ist eine der beiden Unterkieferspeicheldrüsen befallen, denn die Unterkieferspeicheldrüsen produzieren den grössten Teil des Speichels und liegen etwas unter dem Kiefergelenk, wo ihre Ausführungsgänge neben dem Zungenbändchen zu finden sind. Statistisch gesehen treten Speichelsteine bei rund 1.2% der Bevölkerung auf. Kleine Speichelsteine können durch einen regen Speichelfluss ausgeschwemmt werden, grössere Steine bedürfen der chirurgischen Entfernung bzw. bei häufigen Rezidiven Entfernung der betroffenen Speicheldrüse. Früher wurde ein Speichelstein immer herausoperiert, was nicht ohne Risiken war, weil Nerven im Kopfbereich verletzt werden konnten. Heute gibt es  die extrakorporale Stosswellenlithotripsie (ESWL) bzw. Zertrümmerung. Der Speichelstein wird so zerlegt, dass der Stein wie Sand über den Speichelgang ausgeschieden wird. Eine Operation ist bei der Speichelsteinkrankheit dadurch vielfach nicht mehr notwendig.

Speichelsteine

Ein Speichelstein ist ein kleiner, harter Stein, aufgebaut aus Bestandteilen des Speichels, welcher sich in einer Speicheldrüse bildet.

Wenn der harte Speichelstein weiterrutscht in den Ausführungsgang der Speicheldrüse, kann er diesen verstopfen und kann zu Beschwerden führen, sodass es zur Speichelsteinkrankheit „Sialothiasis“ kommt. Calculus ist eine andere Bezeichnung für Zahnstein, Konkrement oder Speichelstein. Speichelsteine (Ptyalolith, Sialolith) sind in den Ausführungsgängen der grossen Speicheldrüsen Parotis, Submandibularis und Sublingualis befindliche Ablagerungen, hauptsächlich bestehend aus Calciumphosphat und Calciumcarbonat.


Symptome Speichelstein

Bei einer Speicheldrüsenentzündung treten die Symptome meist plötzlich und einseitig auf.

Wenn die Speicheldrüsenentzündung eine Folge von Mumps ist, kann die Speicheldrüsenentzündung beidseitig auftreten. Wann bei Speichelstein Symptome der Speicheldrüsenentzündung ausgelöst werden, ist abhängig wie gross der Speichelstein ist und wo er sich befindet.

Die betroffene Drüse schwillt bei einer der Speicheldrüsenentzündung an, wird hart und schmerzt.

Symptome Speichelstein Drüsenentzündung

Bei Essen nehmen die Symptome der Drüsenentzündung zu, da sich dann vermehrt Speichel bildet, der einen Druck auf das entzündete Gewebe ausübt wobei es häufig bei einer Speicheldrüsenentzündung zu Fieber kommt.

Eine Entzündung der Speicheldrüsen wird als Sialadenitis bezeichnet.

Bei der Entzündung der Speicheldrüsen ist die Haut über der Drüse gerötet und fühlt sich warm an. Manchmal entleert sich bei der Speicheldrüsenentzündung Eiter in den Mund der einen unangenehmen Geschmack verursacht. Liegt eine Ohrspeicheldrüsenentzündung vor, kann auch das Kauen schmerzhaft sein, da das Kiefergelenk und die Kaumuskulatur in unmittelbarer Nähe liegen. Der Mund kann dabei vielfach kaum mehr geöffnet werden. Mögliches Symptom für einen Speichelstein, der noch keine Speicheldrüsenentzündung verursacht hat, kann eine schmerzhafte oder auch schmerzlose Schwellung bei der betroffenen Speicheldrüse sein. Möglich ist auch, dass die Symptome nur ausgelöst werden beim Essen, wenn sich vermehrt Speichel bildet.

Speichelstein Symptome

Sekretstauung, stark schmerzhafte Schwellung der betroffenen Speicheldrüse beim Essen
Mundtrockenheit tritt auf, wenn die Speichelbildung fehlt oder vermindert ist
Kolikartige Schmerzen nach der Nahrungsaufnahme als Entzündungszeichen
Schwellung, wenn die Volumenzunahme bei äusserer Betrachtung erkennbar ist
Tastend fühlt man eine meist schmerzhafte, überwiegend teigige Drüsenauftreibung


Warum Speichelsteine

In den Ausführungsgängen kann es zur Bildung von Speichelsteinen (Sialolithen) kommen.

Durch eine zu geringe Trinkmenge versucht der Körper Flüssigkeit zu sparen und gibt möglichst wenig Wasser über den Speichel ab.

Warum Speichelsteine, Dickflüssigkeit Speichel  

Bei der Entstehung vom Speichelstein spielt Dickflüssigkeit des Speichels eine wesentliche Rolle, denn wenn das Flüssigkeitsangebot des Körpers zu gering ist, dickt der Speichel ein.

Ein häufiges Problem in der Bevölkerung ist die zu geringe Trinkmenge, die ein Hauptfaktor bei der Entstehung von Speichelstein ist.

Durch Erkrankungen wie bei Mumps oder andere Virusinfektionen kann besonders zähflüssigen Speichel entstehen, so auch die Mukoviszidose, bei der alle Körpersekrete extrem dickflüssig sind, was ein zu geringer Speichelfluss ergibt.

Medikamente, wie Wassertabletten, Antidepressiva, Tabletten gegen Allergien oder Herztabletten können als Nebenwirkung den Speichelfluss reduzieren und demzufolge zu Mundtrockenheit führen.

Speichelsteine Speichelstau mit Entzündungen

Sofern häufige Entzündungen einer Speicheldrüse erfolgen, kann die Speicheldrüse Zeit vernarben und produziert somit nur noch wenig Speichel.

Entzündung der Speicheldrüse

Zu einer radiogenen Sialadenitis und somit zu einer Entzündung einer Speicheldrüse kann es kommen, wenn Patienten im Kopfbereich bestrahlt werden.

Das Sjögren-Syndrom ist eine Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis, wo es nebst einer Tränendrüsenentzündung mit Austrocknen des Auges zu einer Speicheldrüsenentzündung mit Austrocknen des Mundes kommen kann. Wenn wenig Speichel fliesst, werden die Drüsengänge und somit der Ausführungsgang weniger durchspült wo sich kleine Steine im Anfangsstadium festsetzen und wachsen. Nebst geringem Speichelfluss und der Speichelbeschaffenheit entstehen Speichelsteine auch dadurch dass sich Salze im Speichel zu kristallinen Strukturen zusammenlagern.

Die Speichelsteinbildung wird vielfach durch ein Ungleichgewicht zwischen den einzelnen Bestandteilen des Speichels besteht begünstigt und kommt bei Erkrankungen vor wie z.B. einer Hyperkalzämie wo es zu viel Kalzium im Blut kommt oder einem Diabetes mellitus sowie der Gicht.

Speichelsteine, Gallensteine Nierensteine Speichel  

Patienten die Speichelsteine haben, leiden vermehrt auch unter Gallensteinen oder Nierensteinen.

Wenn es zur Steinbildung in der Speicheldrüse gekommen ist, macht der Stein vielfach erst dann Beschwerden, wenn er in den Ausführungsgang der Speicheldrüse wandert, dort hängen bleibt und diesen verstopft, denn hinter dem Stein staut sich der Speichel sodass die Drüse anschwillt und besonders beim Kauen Beschwerde macht.

Speichelsteine Steinbildung Speicheldrüse Zähne

Bakterien oder Viren, die vom Mundraum in die Speicheldrüse gelangen, werden nicht mehr heraus gespült und können sich ungehindert vermehren, sodass sich die Speicheldrüse entzünden und durch eine mangelnde Mundhygiene beschleunigen und verstärken können. 


PH-Wert vom Speichel

Mit diesem pH-Wert vom Speichel zwischen 7 bis 7,1 kann der Speichel seine wichtigsten Funktionen, die Remineralisierung des Schmelzes nach den ernährungsbedingten Säureattacken sowie die Verdauung der Kohlenhydrate optimal ausführen.

Mund, PH-Wert Speichel, PH Wert Mundraum

Der Speichel reagiert alkalisch und enthält durchschnittlich 0,5 % feste Bestandteile. Wenn der Speichel zu sauer ist spricht man von Übersäuerung, sodass diese Funktionen nicht immer gewährleistet sind und Auswirkungen auf den Zustand des Zahnfleisches haben.

Ein normaler pH-Wert vom Speichel liegt bei 7 bis 7,1, was einem neutralen oder leicht basischen Milieu entspricht.

Eine ausreichende Pufferkapazität trägt zu einem neutrale pH-Werte in Speichel und Plaque bei, während eine unzureichende Pufferkapazität zu einer Erhöhung des Kariesrisikos führt. Entzündungsbereitschaft und Schmerzanfälligkeit sind bei Übersäuerung des Speichels erhöht und die Wundheilungstendenz wird damit im Mund verschlechtert. Häufige Ursachen für eine Übersäuerung sind falsche Ernährung oder auch anatomische Fehlanlagen, die Magensäure zu einem Rückfluss vom Magen in die Speiseröhre führen. Saures Aufstossen ist meist die Folge eines ungenügenden Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen. 

Zahnschmerzen

Zähne haben im Inneren empfindliche Nervenendigungen, die normalerweise durch das harte Zahnäussere geschützt werden. Wenn der harte Zahnschmelz, das Zahnäussere durch Verletzungen, Bakterien, Druck oder Chemikalien beschädigt wird, werden die Nervenfasern vom Zahnnerv gereizt, sodass die Empfindungen über den dreiteiligen Gesichtsnerv, den Nervus trigeminus, in das nahegelegene Gehirn weiterleitet werden und man bohrende, dumpfe, stechende oder klopfende Zahnschmerzen je nach Ursache verspürt.