Mundschleimhaut, Schleimhautentzündung, Stomatitis, Herpes

Mundschleimhaut

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Mundschleimhaut

Die Mundschleimhaut ist die Auskleidung der Mundhöhle, wovon das Zahnfleisch als Zahnhalsschutz ein Teil der Mundschleimhaut bildet.

Damit der Mund den speziellen Anforderungen gerecht wird, ist die Mundhöhle im ganzen Mundraum mit Schleimhaut ausgekleidet. Die Mundschleimhaut besteht aus einem mehrschichtigen Plattenepithel, das als auskleidende Mundschleimhaut grösstenteils unverhornt ist, doch die mastikatorische Mundschleimhaut ist verhornt. Die Mundschleimhaut besteht aus einer bindegewebigen Eigenschicht mit Abwehrzellen, die von einem mehrschichtigen Plattenepithel bedeckt ist. Da die Bereiche vom harten Gaumen, Zungenrücken und Zahnfleisch im Kauorgan (Kausystem) stark beansprucht werden beim Kauvorgang, sind diese verhornt. Die Mundschleimhaut hat verschiedene Aufgaben, denn die Enden der Nerven in der Schleimhaut orten Grösse und Lage von Nahrungsteilen und bieten als Vorverdauungsraum zusammen mit dem Speichel einen Schutz gegen Bakterien, Viren und Pilze.

Mundschleimhaut, Schleimhaut Gaumen Lippen

Eine gesunde Mundschleimhaut ist feucht, erscheint rosafarben und umfasst die Zungenschleimhaut, die Schleimhaut vom Mundboden, der Wangen, der Lippen und dem Gaumen sowie dem Zahnfleisch (Gingiva).

Der Mund ist verschiedenen Einflüssen wie heissen Speisen, kalte Speisen, harter Nahrung oder Mikroorganismen ausgesetzt, die in der warmen und feuchten Höhle ein ideales Klima findet.

Die Mundschleimhaut wird als orale Mukosa oder als Mundhöhlenschleimhaut bezeichnet. Die Schleimhautschicht (Tunica mucosa) im der Mundhöhle (Cavum oris) wird als Mundschleimhaut bezeichnet, doch in Abhängigkeit von Funktion und Struktur differenziert der Zahnarzt zwischen der auskleidenden Mundschleimhaut, der mastikatorischen Mundschleimhaut und der spezialisierten Mundschleimhaut. Die Mundschleimhaut ist gut durchblutet und die Zellen teilen sich rasch und häufig, damit Wunden im Mundbereich rasch heilen, schneller als in anderen Körperteilen. Es kann aber trotz der schützenden Mundschleimhaut durch verschiedene Reize zu entzündlichen Veränderungen der Mundschleimhaut (Stomatitis) kommen. Abgegrenzt werden Entzündungen vom Zahnfleisch (Gingivitis) und entzündliche Erkrankungen vom Zahnhalteapparat (Parodontitis).

Mundschleimhaut und deren Aufgaben

Die Mundschleimhaut hat eine Sinnesfunktion mit Geschmacksempfinden, Temperaturempfinden und Tastempfinden.

Die Mundschleimhaut dient der Auskleidung und Abgrenzung der Mundhöhle und erfüllt durch den spezifischen Aufbau der Mundschleimhaut mehrere Funktionen. Die Aufgaben der Mundschleimhaut (Mukosa) ist der Schutz vor mechanischen, chemischen und thermischen Einflüssen sowie Sekretabsonderung, um die Mundhöhle anzufeuchten, die Nahrung gleitfähig zu machen und ihre chemische Aufspaltung einzuleiten. Der Begriff Schleimhaut bzw. Mukosa bezeichnet die Schutzschicht, die das Innere von Hohlorganen auskleidet.


Schleimhaut (Mucosa)

Als Schleimhaut (Mukosa) wird die zarte, gefässreiche Auskleidung der innerer Hohlräume und Hohlorganen vom Organismus bezeichnet die im Normalfall unverhornt ist und Oberfläche der Schleimhaut von einer Schleimschicht aus Muzinen bedeckt ist.

Schleimhaut Mucosa, Hohlorgan Mund,  Nase

Die Auskleidung der Hohlorgane mit Schleimhaut hat die gleiche gesundheitliche Bedeutung wie die Haut, denn die Schleimhaut (lat.-med. Tunica mucosa) als Schleim absondernde Auskleidung ist in den Hohlorganen wie Nase und Mund sowie im ganzen Verdauungsapparat und Verdauungstrakt als Verdauungskanal zu finden, die der Aufnahme, der Verkleinerung, dem Weitertransport und der Resorption der Nahrung dienen.

Mucosa

Die Schleimhaut (Mucosa) ist eine meist Schleim absondernde innere Auskleidung von Hohlorganen, so auch in der Mundhöhle die Mundschleimhaut.

Die Aufgaben der Schleimhaut (Mucosa) sind Schutz, Gleitfähigkeit, Resorption oder Ausscheidung, je nach der Funktion vom schleimhauttragenden Organ. Schleimhaut "Tunica mucosa" bezeichnet die Schutzschicht, die das Innere von Hohlorganen auskleidet. Die Schleimhaut hat die Eigenschaft, durch aktive Transportmechanismen an der Schleimhautoberfläche Sekrete wie den Mundspeichel als Sekret in eine bestimmte Richtung zu transportieren und ermöglich somit Sekretionsprozesse wie auch Resorptionsprozesse. Als Verdauungsapparat oder Verdauungstrakt werden alle Organe zusammengefasst, die der Aufnahme, der Zerkleinerung und dem Weitertransport der Nahrung dienen, um die Speisen verdauen zu können und die darin enthaltenen Nährstoffe für den Körper verwertbar zu machen. Der ganze Verdauungskanal enthält aber zum Schutz und der Gleitfähigkeit eine Schleimhaut. Eine Schleimhaut besteht aus einem Epithel, das mehrschichtig wie im Mund bzw. in der Mundhöhle sein kann oder einschichtig wie im Darm. Eine spezifische Verhornung zeigt das Epithel oberflächlich nur bei einigen Organen. Im Gegensatz zur normalen Haut besitzt sie keine echte Hornschicht und keine Haare. Viele Schleimhäute haben die Eigenschaft, durch aktive Transportmechanismen an der Schleimhautoberfläche Sekrete in eine bestimmte Richtung zu transportieren, und ermöglichen somit Hypersekretion und Resorptionsprozesse.

Schleimhaut

Schleimhäute dienen der mechanischen Abgrenzung der Organoberfläche.

Die menschliche Haut und die Schleimhaut ist das Schutzorgan und Grenzorgan zur mikrobiologischen Umwelt. In der Eigenschicht finden sich häufig Lymphknötchen. Schleimhäute können Immunglobuline absondern und haben so eine wichtige Schutzfunktion gegen eindringende Krankheitserreger. Die Schleimhaut besteht aus einem der jeweiligen Organfunktion angepasstes Epithel. Das Epithel kann einschichtig oder wie die Mundhöhle mehrschichtig sein. Durch die in der Schleimhaut enthaltenen Schleimdrüsen, Flimmerepithelhärchen mit zur Körperöffnung gerichteter Bewegung und durch eine dünne Muskelschicht wird die Funktion des schleimhauttragenden Organs ermöglicht. Die Feuchtigkeit und die Schleimigkeit durch Muzin werden durch Absonderungen der eigenen Epithelzellen oder durch grössere Drüsen erreicht. Adstringentien ist ein Mittel, das die Schleimhaut zusammenzieht. Die Eigenschicht enthält zumeist Drüsen (Drüsenschleimhaut), die die Schleimhaut feucht halten. Teilweise wird die Schleimhautoberfläche durch Papillen, Zotten, Faltenbildung oder Lakunen vergrössert. Lymphozyten und Lysozyme im Schleimhautsekret sorgen für antibakteriellen Effekt und der unterschiedliche pH-Milieu für das Gedeihen organspezifischer mikrobieller Symbionten Mundflora. 


Veränderung Schleimhaut

Viele Allgemeinerkrankungen und Hauterkrankungen machen sich als Veränderung auf der Mundschleimhaut bemerkbar, weshalb dem Zahnarzt bei der Diagnose von Mundschleimhauterkrankungen eine grosse Bedeutung zukommt.

Veränderung Schleimhaut Erkrankung Zahnarzt

In Zusammenarbeit mit Hautärzten kann der Zahnarzt zu frühzeitigen Erkennung von Erkrankungen beitragen, denn Mundschleimhaut-Erkrankungen dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Erkrankung der Mundschleimhaut

Je früher eine Mundschleimhaut-Erkrankung erkannt wird, desto einfacher ist die Behandlung.

Bei einer grossen Mehrzahl von Mundschleimhauterkrankungen ist jedoch die Ursache der bakterielle Zahnbelag. Seit längerer Zeit wurden bisherigen chirurgischen und medikamentösen Therapien durch den Einsatz von Lasern bei Schleimhautveränderungen erweitert worden.

Gefährliche Veränderung Mundschleimhaut

Alle chronischen Mundschleimhautveränderungen die nicht nur einige Tage bestehen, können Krebsvorstufen (Präkanzerosen) sein, sodass sie in der Regel vorsorglich entfernt werden müssen.

Gefährlichen Veränderungen der Mundschleimhaut sind vielfach unauffällig, schmerzlos und entstehen über einen längeren Zeitraum.

Veränderungen der Schleimhaut können eine warzenähnliche bis glatte oder netzförmig Oberfläche oder eine flache ausgeprägte Form haben. Farblich können sie weisslich rötlich bis zu bläulich oder braun sein. Wenn die Veränderung der Schleimhaut rasch erfolgt, ist es vielfach gutartig, denn gefährlich bzw. akut sind langsam entstehende Veränderungen im Mundraum

Mundschleimhaut und Allgemeinerkrankungen

Die Mundschleimhaut umfasst die Zungenschleimhaut, die Schleimhaut des Mundbodens, der Wangen, der Lippen und des Gaumens sowie evt. auch das Zahnfleisch (Gingiva).

Viele Allgemeinerkrankungen machen sich als Veränderung in der Mundschleimhaut bemerkbar. Bei Kindern können sich Röteln, Scharlach, Masern, Windpocken oder Pfeiffer'sches Drüsenfieber auf der Mundschleimhaut als Krankheitsbilde zeigen. Dem Zahnarzt kommt bei der Diagnose von Mundschleimhauterkrankungen eine grosse Bedeutung zu, denn sie können verschiedene Ursachen haben wie: Auswirkungen von Allgemeinerkrankungen auf die Mundschleimhaut, Infektion durch Pilze, Viren oder Bakterien sowie Bakterielle Zahnbeläge. Reaktionen sind möglich auf aggressive Substanzen wie Medikamente, Laugen oder Säuren. Möglich sind auch Mechanische Einflüsse durch den Prothesendruck bzw. Reizungen durch die Prothese, Zahnbürste, scharfen Zahnkanten oder Thermische Einflüsse durch Verbrennungen (heisse Getränke und Speisen). Die chirurgischen und medikamentösen Therapien sind heute meistens nicht mehr nötig, denn es werden Laser eingesetzt. 


Schleimhautentzündung

Schleimhautentzündung ist eine katarrhalische Entzündung Katarrh. Die Stomatitis ist eine Entzündung der Mundschleimhaut. Die Ursachen können vielfältig sen. Sie kann infektiös durch Viren, Bakterien oder Pilze, aber auch durch physikalische Irritationen, allergische oder toxische Reaktionen, als Folge von systemischen Erkrankungen, bei Vitaminmangel, als Nebenwirkung von Arzneimitteln oder durch Substanzen wie zum Beispiel Alkohol und Nicotin ausgelöst werden. Die Behandlung erfolgt nach Ursache meist lokal mit desinfizierenden, entzündungshemmenden und schmerzhemmenden Mundspüllösungen oder Gels.

Mundschleimhautentzündung

Eine Mundschleimhautentzündung kann aber auch als Begleitsymptom von Hautkrankheiten oder schweren Infektionskrankheiten wie Lungenentzündung, Masern oder AIDS auftreten. Die Mundschleimhaut ist dann lediglich mitbetroffen, die Krankheit spielt sich hauptsächlich an anderen Körperstellen ab. Der Mund kann als Spiegel des Körpers bezeichnet werden, an dessen empfindlicher Schleimhaut allgemeine Probleme des Körpers wie Mangelzustände und Krankheiten deutlich werden. Ist die Entzündung der Mundschleimhaut infektiöser Art, kann sich die Erkrankung ausbreiten und den gesamten Organismus befallen. Folgeerkrankungen können Zahnfleischschwund, Appetitlosigkeit und dadurch starker Gewichtsverlust sein. Verletzungen der Mundschleimhaut durch schlecht sitzende Zahnprothesen (Prothesenstomatitis), Bisswunden und Verletzungen durch zu heisse Speisen sind ebenfalls häufig Ausgangspunkt einer Entzündung. Allergisierende Stoffe im Mund, enthalten in Zahnprothesen (Prothesen-Verträglichkeit) oder Mundpflegeartikeln, können die Mundschleimhaut durch die ausgelöste allergische Reaktion schädigen. Mundschleimhautentzündungen sind vor allem bei Patienten mit Störungen des Immunsystems ein häufiges Problem, können aber auch ein Zeichen eines Mangelzustands oder Symptom einer Allgemeinerkrankung sein. Wenn die Entzündung im Mund nach einigen Tagen nicht zurückgeht sollte man zum Zahnarzt gehen. Der Zahnarzt oder auch Hautarzt untersucht die Mundhöhle um zu klären, ob es eine einfach zu beseitigende Ursache für die Mundschleimhautveränderung gibt wie eine Aphthe oder Druckstelle.

Bei unklaren Veränderungen der Mundschleimhaut oder Verdacht auf eine Bösartigkeit wird eine Gewebeprobe entnommen, die histologisch unter dem Mikroskop untersucht wird.

Schleimhaut, Mundschleimhautentzündung

Der Histologe oder Pathologe untersucht dann die Gewebeproben.

Gegebenenfalls überweist der Zahnarzt den Patienten zur Untersuchung an einen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, denn Präkanzerosen werden in der Regel vorsorglich wegoperiert.

Beschwerden sind vielfach Brennen und Schmerz der geröteten Schleimhaut, sowie Eiter an betroffenen Stellen. Pilzinfektionen des Mundes Candida albicans (Soor) zeigen sich in weisslichen Belägen. Eine Infektion ist der häufigste Grund für Stomatitis. Als Erreger kommen Pilze, Viren und Bakterien in Frage, doch meist besteht eine Grunderkrankung, die das Immunsystem geschwächt hat, wodurch sich die Infektion ausbreiten konnte. Der Mundraum und Rachenraum ist im gesunden Zustand dicht mit symbiotischen Bakterien besiedelt, die auf der Schleimhaut eine Schutzschicht bilden.


Entzündung Mundschleimhaut

Gefährdet von Stomatitis sind Menschen, die keine Nahrung zu sich nehmen dürfen und ältere Menschen mit Zahnprothesen.

Mundschleimhäute unterliegen mit zunehmendem Lebensalter einem grösseren Risiko, denn die Immunabwehr reduziert sich und die Mundschleimhaut wird trockener. Vielfach entsteht auch durch Medikamente ein geringerer Speichelfluss, sodass der Speichel fehlt, der wichtig für die Selbstreinigung der Zähne und vom Mundraum ist. Die Speicheldrüsen produzieren normal ca. eineinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag. Die darin enthaltenen Stoffe sorgen für einen neutralen pH-Wert und damit für ein Keimfeindliches Mundmilieu. Zudem können Zahnersatz und Prothesen Probleme verursachen. Entzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitis resp. Prothesenstomatitis) treten im Besonderen bei geschwächtem Allgemeinzustand und bei mangelnder Mundhygiene auf.

Ursachen für Entzündung der Mundschleimhaut nebst Infektionen:
Plaque, Zahnstein, Karies
Verbrennungen durch zu heisse Speisen oder Getränke
Schlecht sitzende Zahnprothesen oder Zahnspangen
Trockene Mundschleimhaut (ältere Menschen)
Vitaminmangel bzw. Vitamin A, B und C
Eisenmangel oder Folsäuremangel
Vergiftungen und Schädigungen (Metalle Nikotin, Alkohol)
Hormonschwankungen (Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre)
Reizungen und Bissverletzung beim Kauen oder harter Zahnbürste
Stomatitis als Begleiterkrankung bei Hautkrankheiten, Stoffwechselkrankheiten und Blutkrankheiten oder als Nebenwirkung einer Chemotherapie bei Krebs.
Allergische Reaktionen gegen bestimmte Speisen, Prothesenmaterial, Mundpflegemittel, Medikamente oder Arzneimittel im Mundbereich (Stomatitis medicamentosa), vielfach bei Penicillinen als Überempfindlichkeitsreaktion. 


Stomatitis: Entzündung der Schleimhaut

Stomatitis ist eine eigene Krankheit die auch ein Begleitsymptom einer anderen Krankheit oder eine Nebenwirkung von einer Therapie sein kann.

Eine Entzündung der Mundschleimhaut die eine eigene Krankheit darstellt wird beim Zahnarzt als Stomatitis (Stoma = Mund / -itis = Entzündung) bzw. Mucositis bezeichnet und ist vielfach ein Begleitsymptom von einer anderen Krankheit oder entsteht durch Nebenwirkungen einer Therapie. Unter einer Stomatitis (Mundkatarrh) versteht man eine Entzündung der Mundschleimhaut, wo eine Mundschleimhautentzündung sich durch Schmerzen, Schwellungen, Rötung, Brennen, Juckreiz, Geschwüre, Zahnfleischbluten (Zahnfleischentzündung) oder vermehrtem Speichelfluss (Absonderung von Speichel) äussern kann. Stomatitis (griech. Stoma = Mund) ist eine Entzündung der gesamten Mundschleimhaut, meist auf dem Boden einer Gingivitis oder Parodontitis. Mundschleimhaut-Entzündungen gehen mit Veränderungen der Schleimhaut bzw. vom Zungenbelag einher, wo der Grund für die Entzündung weit gefächert sein kann. Somit können neben Stress, Viren und Pilzen auch scharfkantige Schneidezähne und Eckzähne sowie eine schlecht sitzende Zahnprothese der Auslöser für Stomatitis sein. Charakteristisch bei einer Stomatitis ist auf der Mundschleimhaut ein weisser Belag.

Stomatitis MundschleimhautBei der Stomatitis ulcerosa als Entzündung der Mundschleimhaut kann es nebst Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und Brennen auch zu Bläschen, Geschwüren, Gewebe-Einrissen und zu Aphten kommen, wo Geschmacksverluste Taubheitsgefühle und Schluck-Beschwerden möglich sind. Bei einer vorübergehenden Immunbelastung können Aphthen als runde oder ovale Schleimhautschäden im Mundraum entstehen, das sehr schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut sind, die man nicht immer sofort erkennen kann.


Symptome von Stomatitis

Mögliche Symptome einer Stomatitis sind Rötungen der Mundschleimhaut bzw. sichtbar entzündlich veränderte Entzündungszeichen wie Schwellungen, Brennen und Schmerzen, besonders bei heissen, scharfen oder sauren Speisen. Weitere Begleiterscheinungen sind Mundgeruch, Appetitlosigkeit oder auch Essverweigerung und Trinkverweigerung bei Kleinkindern. Beläge können zu sehen sein und vielfach tritt Mundgeruch auf, wenn eine Stomatitis vorliegt. Bei der Zahnreinigung kann es mit harter Zahnbürste zur Mundschleimhautblutung kommen. Auch vermehrte Speichelbildung oder umgekehrt trockene Schleimhäute sind unangenehme Nebenwirkungen einer Stomatitis. Es können auch Aphthen entstehen, was schmerzhafte Defekte der Mundschleimhaut sind. Aphthen können vereinzelt oder in Gruppen auftreten. Eine Aphthe ist eine weiss belegte von einem entzündlichen Randsaum umgebene Erosion der Mundschleimhaut des Zahnfleischs, der Mundhöhle oder der Zunge.

Symptome von Stomatitis:
Rötung
Schwellung
Entzündung
Fleckenförmiger oder grossflächiger Belag
Schleimhautblutungen
Mundgeruch
Schmerzen
Brennen
Taubheitsgefühl
Geschmacksverlust
Eingeschränkte Kaufunktion und Schluckfunktion
Läsionen in der Mundhöhle in Form von Aphthen, Erosionen, Ulzerationen und Nekroseherden
 Schluckbeschwerden und damit verbundene Einschränkung der Nahrungsaufnahme
 Aphthen
 Bläschenbildung 


Prothesenstomatitis

Prothesenstomatitis bedeutet, Entzündung der Mundschleimhaut die durch schlecht sitzende Zahnprothesen hervorgerufen werden.

Unter einer Prothesenstomatitis versteht man Mundschleimhautentzündungen (Stomatitis) und andere Beschwerden, die nach dem Einsatz eines herausnehmbaren Zahnersatzes auftreten. Die Prothesenstomatitis ist im Oberkiefer häufiger anzutreffen als im Unterkiefer. Bei der Prothesenstomatitis treten häufig punktförmige Veränderungen des Gaumens bzw. der Kieferkämme auf, die als papillare Hyperplasien bezeichnet werden und von den Patienten als störend empfunden werden. Sie können grossflächig auftreten und granulare oder nodulare Strukturen aufweisen. Prothesenstomatitis entsteht vielfach durch Infektion mit dem Pilzerreger der Gattung Candida-albicans in kausalem Zusammenhang mit schlechter Mundhygiene, mangelhafte Prothesenstabilität, Verabreichung von Antibiotika und Cortison sowie Radiotherapien. Allergisierende Stoffe im Mund, enthalten in Zahnprothesen (Prothesen-Verträglichkeit) oder Mundpflegeartikeln, können die Mundschleimhaut durch die ausgelöste allergische Reaktion schädigen. Die Candida-albicans-Infektion verhindert ein Abheilen befallener Wunden wie sie durch Prothesen bei Druckstellen oder Reibung entstehen können. Die hyperplastischen Gaumenveränderungen rufen vielfach eine Prothesenbeweglichkeit hervor, die eine wiederholende Reinfektion bewirkt, was eine nachträglich vollständige Abheilung der Prothesenstomatitis verhindert. Damit kann der Erreger tieferer in die Schleimhautschichten eindringen und neue Infektionsherde bilden. Bei vorhandenen Druckstellen sollte der Zahnarzt aufgesucht werden, denn nebst dem Prothesenbereich können Mundwinkel, Zunge oder Wangenschleimhaut befallen werden. Der Pilz kann über die Speiseröhre zu Infektionen des Magen-Darm-Traktes führen. Die symptomatische Prothesenstomatitis (Burning-Mouth-Syndrom) erzeugt keine erkennbaren Schleimhautveränderungen und äussert sich vielfach durch Hitzegefühl, Mundtrockenheit, Mundbrennen, Zungenbrennen, und vereinzelten Sensibilitätsstörungen. Krankheiten, wie Mangel an Vitamin-B, Eisenmangelanämie, Magenschleimhautentzündung, Leberstörungen oder Kreislaufstörungen, können eine Stomatitis bedingen. Abzugrenzen davon ist die autonome Prothesenstomatitis, die sich auf den Schleimhautarealen befindet, die der Zahnprothese anliegen und entsteht durch mechanische, chemische oder Wärmereize. 

Ursachen einer Stomatitis

Die Ursachen einer Stomatitis sind sehr vielfältig, geht aber meist von einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) aus. Vielfach sind Infektionen mit Bakterien, Viren oder Hefepilzen verantwortlich, im Besonderen der Hefepilz Candida albicans der sehr häufig ist und zum Mundsoor führt. Als Ursachen kommen mangelnde Mundhygiene, ein reduzierter Allgemeinzustand bzw. bei Infektionen, Erkrankungen des Immunsystems, chemische oder physikalische Reize und Vergiftungen in Frage. Vitaminmangel resp. Vitamin B und C sowie Unterernährung können für Stomatitis verantwortlich sein, wie auch Allgemeine Erkrankungen d.h. Blutkrankheiten, Vergiftungen (Schwermetalle, Laugendämpfe) und bestimmte Hautkrankheiten. Vielfach besteht aber eine Grunderkrankung, die zur Schwächung des Immunsystems führt, das eine Infektion erst möglich macht. Bei vorgeschädigter Mundschleimhaut oder bei geschwächtem Allgemeinzustand siedeln sich auch gerne Bakterien an. Ist diese Mundflora gestört, kann es zu Entzündungen, Aphthen (Aphthose), Mundfäule oder Soor kommen. Beim "ansonsten" gesunden Mensch verheilen Mundschleimhautentzündungen automatisch rasch von selbst. Eine antibiotische oder antivirale Therapie mit Tabletten ist vielfach nur bei schwerem Verlauf oder bei Pilzinfektionen mit Antimykotika erforderlich. Entzündungen sind Abwehrreaktionen des Körpers auf schädigende Einflüsse. Eine Mundschleimhautentzündung geht meist auf örtliche Reizungen oder Infektionen mit Viren zurück und tritt häufig gemeinsam mit einer Zahnfleischentzündung auf. Durch Entzündungen versucht der Körper, schädigende Reize durch stärkere Durchblutung des betroffenen Gewebes zu beseitigen, wodurch es sich rötet und anschwillt und die Temperatur steigt. Häufig treten Schmerzen auf und der Speichelfluss verstärkt sich. Sind Viren die Verursacher, entstehen auf der Schleimhaut kleine Bläschen, die rasch platzen und flache, runde Wundflächen hinterlassen. Bei schwererem Verlauf von Herpes können sich Mundgeschwüre bilden.


Herpes

Bei den Viren führt der Erstkontakt mit dem Herpes simplex-Virus zu einer schmerzhaften Entzündung der Mundschleimhaut.

Unter Herpes simplex (lat. einfach) versteht man Virusinfektionen, die durch Herpes-simplex-Viren hervorgerufen werden.

Herpes-simplex-Viren sind weltweit verbreitet, wobei der Mensch für diese Viren als Reservoir der einzige natürliche Wirt ist.

Lippen Herpes-simplex-Viren Virusinfektionen

Bei Herpes-simplex-Viren spricht somit von einer Gingiva-Stomatitis herpetica oder auch Mundfäule (Stomatitis aphthosa).

Bei solchen Infektionen kommt es meist bei Kindern zu kleinen, schmerzhaften Bläschen in der gesamten Mundhöhle, die jucken, brennen oder spannen, begleitet von vermehrtem Speichelfluss.

Geschwollene Halslymphknoten und hohes Fieber sind Symptome von Stomatitis


Mundschleimhauttumore

Mundschleimhauttumore sind sehr schnell wachsen Karzinome in bösartigen Formen, d.h. Karzinom ist ein bösartiges Geschwulst, Krebs oder Tumor. Karzinogene sind Substanzen mit krebserregender oder krebsauslösender Wirkung.

Zahnbehandlung

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