Kariologie: Zahn, Karies, Kariesbakterien, Caries, Zahnloch

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Karieserkennung

Karies erkennen kann man durch die Kariesdiagnostik.

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Bei der Kariesdiagnostik gibt es mehrere Untersuchungsmassnahmen zum frühzeitigen Erkennen von Karies, z.B. die klassische Methode mit Mundspiegel, Zahnsonde und Pinzette.

Erkennen von Karies

Erkennen kann man Karies an kreidig weisser Veränderung an der Zahnoberfläche, denn Veränderungen deuten vielfach auf einen Mineralverlust hin.

Mineralverluste können beim Zahnarzt meist durch eine geeignete Mineralisationstherapie ohne Bohren behandelt werden. Sicher erkennen von Karies an den Zähnen kann aber nur der Zahnarzt, denn Mineralverluste vom Zahnschmelz erfolgt meist unterhalb der Zahnoberfläche. Der Zahnarzt kann eine Karies bereits erkennen, wenn für den Zahnpatienten noch kein Loch im Zahn sichtbar ist, denn Karies kann man meist erst in einem späteren Stadium erkennen, wenn bereits Zahnschmerzen oder Verfärbungen am Zahn auftreten. Zuckerhaltige Nahrungsmittel bilden Kohlenhydrate die Nahrungsgrundlage der Plaquebakterien sind, denn Bakterien wandeln Zucker in Säuren um die auf die Zahnoberfläche einwirkt und in die Tiefe vordringt und damit dem Schmelz Mineralsalze bzw. Kalzium und Phosphat entziehen. Im Laufe der Zeit wird der Zahnschmelz unter der Oberfläche zerstört, während die Oberfläche intakt bleibt.

Wenn ausreichend Zahnschmelz unterhalb der Oberfläche aufgelöst ist, bricht die Oberfläche in sich zusammen sodass ein Loch im Zahn entsteht.

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Zahnkaries entsteht meist an den Kontaktflächen in den Zwischenräumen der Zähne oder in den Fissuren bzw. Vertiefungen der Kauflächen der Backenzähne nahe dem Zahnfleischsaum. Bildet sich an bereits behandelten Stellen bzw. bei Zahnfüllungen erneut Karies, so spricht man vom Kariesrezidiv oder der Sekundärkaries. Wenn man bei der Aufnahme von kalten oder heissen Speisen einen Zahnschmerz verspürt oder Schmerzen beim Zubeissen entstehen, die meist gleich wieder nachlassen, kann das ein Anzeichen von Karies sein. Auch länger anhaltende Schmerzen am Zahn sind nicht untypisch für Zahnkaries. Ist die Zahnoberfläche gelblich, bräunlich oder schwarz verfärbt, kann man davon ausgehen, dass es sich mit grösster Wahrscheinlichkeit um eine Karies handelt.

Erkennung von Zahnkaries

Karies-Erkennung per Laser-Diagnostik bzw. Laser-Diagnostik

Kariesdiagnostik ist eine Untersuchungsmethode zur Feststellung von Zahn-Karies. Tiefe Defekte, die früher mit der zahnärztlichen Sonde ertastet wurden, können heute gescannt werden. Der Laser-Strahl trifft sanft auf die zu untersuchenden Bereiche vom Zahn, so dass keine Schmerzen entstehen und ohne die Oberfläche des Zahnes zu beschädigen. Der Zahnarztlaser ist besonders geeignet für Patienten mit Zahnarztangst. Die Digitalanzeige gibt eine genaue "Karies-Stufe" des Zahnes an. Die Laser-Diagnostik ermöglicht ein genaues Erkennen der Karies bevor schmerzhafte Zustände entstehen. Um Karies erkennen zu können wird bei der Laserkariesdiagnostik mit einer Fluoreszenzkamera oder mit dem Diagnodent ein spezielles Licht erzeugt das von den kariösen Stellen im Zahn reflektiert und in das Gerät zurückgeleitet und ausgewertet wird. So kann der Zahnarzt zusammen mit dem Patienten verfolgen wie stark die Zähne von Karies betroffen sind, was auch akustisch und optisch dargestellt werden kann. Die Fluoreszenzkamera verdeutlicht visuell die Zahn-Karies und deren Tiefe im Zahn und dies schmerzfrei und völlig ohne belastende Röntgenstrahlung. Die Bissflügel-Röntgenaufnahme in nicht einsehbare Bereiche funktioniert nur, wenn mindestens 30% des Gebisses durch Karies betroffen sind.

Die Kaltlichtleuchte zur Durchleuchtung der Zahnhartsubstanz

Die Diagnose der Karies erfolgt meist klinisch durch Inspektion und Sondierung vom betroffenen Zahn. Zusätzlich kommen die Bissflügel-Röntgenaufnahme, Röntgenaufnahmen, Durchleuchtung vom Zahn mit Kaltlicht sowie Tests der Empfindlichkeit vom Zahn mit Luft zum Einsatz. In der Kariesdiagnostik werden teilweise auch verdeckte Läsionen der Zahnhartsubstanz durch Laserfluoreszenz oder Impedanz-Spektroskopie aufgespürt. Möglich ist es auch mit dem Kariesdetektor, eine 0,5-1%ige Fuchsin-Lösung zur Anfärbung kariösen Dentins, sowie die Laserfluoreszenz, die eine Messungen bis zu 1mm Zahntiefe ermöglicht.

Zahnersatz

Zahnersatz ist ein Sammelbegriff und bezeichnet die Form des Ersatzes fehlender natürlicher Zähne. Es gibt einen festsitzenden Zahnersatz und einen abnehmbaren Zahnersatz, wobei der festsitzende Zahnersatz der abnehmbaren Zahnprothesen (Gebiss) in Bezug auf Zahn-Ästhetik und Kaukomfort deutlich überlegen ist. Ein Zahnimplantat kann als Zahnersatz einer Einzelzahnlücke dienen. Mit dem Implantat und einer darauf befestigten künstlichen Zahnkrone bleiben gesunde Nachbarzähne erhalten und gleichzeitig kann damit ein Knochenabbau im Kiefer weitgehend verhindert werden.