Kariologie: Zahn, Karies, Kariesbakterien, Caries, Zahnloch

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Wurzel-Karies

Wurzelkaries ist Karies an der Zahnwurzel und entsteht, wenn das Dentin im Bereich freiliegender Zahnhälse bzw. Zahnwurzeln keinen schützenden Schmelzüberzug mehr hat und darum kariesanfälliger ist.

Wurzelkaries, Zementkaries, Zahnhalskaries Zahn

Wurzelkaries ist erkennbar als oberflächliche, weiche und verfärbte Zerstörung von Zement und Zahnbein bzw. Dentin.

Wurzelkaries ist eine Kariesform, bei der meist der ganze Wurzelbereich befallen ist, was vielfach zum Verlust vom befallenen Zahn führt.

Als Ursache für Wurzelkaries ist das Zurückbilden vom Zahnfleisch im Bereich der Zahnwurzel verantwortlich. Dies wird hervorgerufen durch das voranschreitende Alter, durch eine falsche Zahnputztechnik, Verwendung harter Zahnbürsten oder abrasiver Zahnpasten. In dem Bereich einer freiliegenden Zahnwurzel fehlt der schützende Schmelzüberzug vom Zahn, der darum besonders anfällig für Karies ist. Wurzelkaries wird auch als Zementkaries oder Zahnhalskaries bezeichnet. Wurzelkaries ist ein Kariesbefall am freiliegenden Zement nach Entblössung der Zahnhälse des Zahnfleisches. Im Alter entwickelt sich eine Karies (Caries) an ca. 15 % aller freiliegenden Zahnwurzeloberflächen, die bei Männern stärker als bei Frauen ausgebildet ist. Neben den üblichen Kariesrisiko-Faktoren ist es im Alter besonders der verminderte Speichelfluss, der die Wurzelkaries auslöst. Am häufigsten werden die bukkalen Wurzelflächen der Molaren und Prämolaren, weniger die der Eckzähne und Schneidezähne von Wurzelkaries befallen. Diese Zahnwurzeln haben dann bereits eine Krankengeschichte hinter sich, wenn die Zementkaries beginnt, denn während der Entblössung des Zahnhalses (Zahnhalskaries) infolge Rezession dürfte das Wurzeldentin schon seit längerer Zeit reagiert haben.

Meist sind Senioren von Parodontitis und Wurzelkaries betroffen

Viele Menschen entwickeln mit zunehmendem Alter eine degenerative Veränderung von Zahnfleisch und Kieferknochen oder leiden unter Zahnfleischschwund.

Ursache ist oft unbehandelte oder auch behandelte Parodontitis, das eine Entzündung des Zahnhalteapparates ist. Der meist nichtentzündliche Prozess an einzelnen oder mehreren Zähnen legt jedoch die Wurzeloberflächen bzw. Zahnhälse frei. Aufgrund individueller Zahnstrukturen sind dies Zahnhälse anfälliger für Karies als andere Schmelzoberflächen. Auch eine Veränderung der chemischen Zusammensetzung von Dentin und Zement aufgrund mechanischer Reizungen durch falsches starkes Zähneputzen, harte Zahnbürsten und Abrieb fördernde Zahnpasten sowie Zähneknirschen oder Zähne mit geringer Kieferknochenstütze die im Kieferknochen weit nach aussen stehen können zu einer erhöhten Anfälligkeit für Wurzelkaries beitragen.

Angstbewältigung bei Phobie

Viele Zahnpatienten haben Zahnarztangst (Oralphobie), Angst vor der Zahnarztspritze oder Angst vor Schmerzen. Erster Schritt der Angstbewältigung bei Phobie ist ein ausführliches Gespräch beim Zahnarzt und eine erste schonende Untersuchung der Mundhöhle. Dabei ist eine Röntgenaufnahme der Zähne notwendig. Je nach Angstgefühl kann die Zahnbehandlung schmerzlos im Dämmerschlaf erfolgen.