Kariologie: Zahn, Karies, Kariesbakterien, Caries, Zahnloch

Karies Kariologie

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Karies-Problemzonen

Kariesprädilektionsstellen sind Gebiete am Zahn, an welchen sich aus anatomisch-funktionellen Gründen bevorzugt Karies bildet.

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Ein kariöser Defekt im Kontaktbereich was man Approximalkontakt zum Nachbarzahn nennt, wird als Kariesprädilektionsstelle bezeichnet.

Karies-Problemzonen sind Kariesprädilektionsstellen.

Als Prädilektionsstelle (Prädilektion = Vorliebe) wird in der Medizin die von einem bestimmten Krankheitsprozess bevorzugte bezeichnet. In der Zahnmedizin werden die Risikostellen hinsichtlich der Kariesentstehung Kariesprädilektionsstellen genannt und betreffen auch Füllungsränder und Kronenränder. Die Prädilektionsstelle ist eine typische Stelle für das Auftreten einer bestimmten Erkrankung.

Kariesprädilektionsstellen sind:

Fissurenkaries: Zahnvertiefungen (Fissuren (Fissur), Grübchen) der Backenzähne
Approximalkaries: Kontaktpunkte der Zähne und die Zahnzwischenräume
Zahnhalskaries: Zahnhals
Wurzelkaries: Zahnwurzeln

Faktoren von Karies

Risikofaktoren von Karies

Die Entstehung und der Verlauf der Karies werden durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst.

Mangelnde Zahnpflege 
Anzahl der Mutans Streptokokken in Speichel und Plaque 
Zahnfehlstellung (Engstellung) 
Kaugewohnheiten 
Nahrungszusammensetzung, Essgewohnheiten (Zucker) 
Zungenaktivitäten und Wangenaktivitäten
Zahnstatus wie fehlende Zähne  
Speicheleigenschaften, Speichelzusammensetzung, Speichelfluss (Xerostomie) 
Restaurationen wie mangelhafte Zahnfüllungen 
Fluoridgehalt des Schmelzes 
Medikamenteneinnahme

Kariesfördernde Faktoren

Kariesfördernde Faktoren sind häufiger Verzehr von niedermolekularer Kohlenhydrate (Zucker), grosse Plaque-Mengen, hoher Anteil von Kariesbakterien, Zahnfehlstellungen und Zahnfehlbildungen, Mundatmung, Mundtrockenheit und indirekte Faktoren (Berufe und soziale Lage, Lebensweise, chronische Krankheiten)

Karieshemmende Faktoren

Karieshemmende Faktoren sind hohe Speichelfliessrat, hohe Pufferkapazität des Speichels, Remineralisation durch Speichel, Selbstreinigung durch Muskeltätigkeit, sorgfältige Mundhygiene und regelmässige Fluoridierung.

Kariesdisposition

Kariesdisposition bedeutet die angebotene oder erworbene Anfälligkeit für Karies, abhängig von der mineralischen Struktur des Zahnschmelzes, Vertiefungen in der Zahnoberfläche (Fissuren, Grübchen), Nischenbildung bei Stellungsanomalien, Mundhygiene (Plaquebildung), Ernährung (zuckerhaltige Nahrungsmittel), Menge und Zusammensetzung des Speichels, Vererbung und evt. Kariesresistenz.

Entblösste Zahnhälse

Der Zahn ist durch den Zahnschmelz normal bis zum Zahnfleischrand geschützt. Wenn sich das Zahnfleisch zurückgezogen hat, ist der entblösste Zahnhals sehr empfindlich, denn das Dentin ist an dieser Stelle von winzigen Kanälchen (Dentindubeli) durchzogen, die von der Oberfläche bis ins Zahnmark reichen. Über die sensiblen Dentinkanälchen erreichen chemische und thermische Reize den Zahnnerv und lösen die Überempfindlichkeit der Zahnhälse oder auch Zahnschmerzen aus.