Kariologie: Zahn, Karies, Kariesbakterien, Caries, Zahnloch

Karies Kariologie

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Kariologie bei Zahnkaries

Die Kariologie befasst sich mit der Kariesbehandlung resp. Behandlung vom Loch im Zahn.

Kariologie Erkrankung Zahnhartsubstanzen Zahn

Die wichtigste Art der Zerstörung von Zahnhartsubstanz ist die Karies. Ursache von Karies sind besonders zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke in Verbindung mit einer schlechten Mundpflege und Zahnpflege.

Die Kariologie befasst sich mit den Erkrankungen der Zahnhartsubstanzen wie Zahnschmelz, Dentin und Wurzelzement sowie deren Prävention und Therapie.

Bei der Kariologie wird unterschieden zwischen angeborenen und erworbenen Erkrankungen der Zahnhartsubstanz. Die meisten Erkrankungen der Zähne inkl. Zahnfleisch lassen sich durch gute und konsequent durchgeführte Mundhygiene vermeiden. Die Kariologie befasst sich mit der Kariesbehandlung bzw. Behandlung von Zahnlöchern. Die wichtigste Art der Zerstörung von Zahnhartsubstanz ist die berüchtigte Karies, denn kaum sichtbar beginnt die Zahnfäule in den tiefen Ritzen, den so genannten "Fissuren" der Kauflächen, und an den Kontaktpunkten zweier benachbarter Zähne, sogar wenn diese regelmässig gut gereinigt werden. Zahnarztbesuche, die ohne Bohren enden, sind die angenehmsten, doch auch wenn der Bohrer eingesetzt wird, ist das heute mit weitaus weniger Schmerzen verbunden als früher. Mit Hilfe von verschiedenen neuen Technologien, wie Laser, Healozone, computergesteuerter Anästhesie, Lupenbrille etc., kann viel schonender gearbeitet werden. Wenn nötig, wird der Zahn nachher meistens mit Zahnfüllungen wie Kunststofffüllungen oder Keramikfüllungen restauriert.

Kaum sichtbar beginnt die Zahnfäule in den tiefen Ritzen, den so genannten "Fissuren" der Kauflächen, und an den Kontaktpunkten zweier benachbarter Zähne, sogar wenn diese regelmässig gebürstet werden.

Kariestest beim Zahnarzt Kariologe Zahnfäulnis

Zahnarztbesuche, die ohne Bohren enden, sind die angenehmsten, doch auch wenn der Bohrer eingesetzt wird, ist das heute mit viel weniger Schmerzen verbunden als früher.

Mit Hilfe von verschiedenen neuen Technologien, wie Laser, Healozone, computergesteuerter Anästhesie, Lupenbrille etc., kann viel schonender gearbeitet werden.

Eine nicht behandelte Karies kann zur Beschädigung vom Zahn führen, was mit Schmerzen und der Notwendigkeit der Wurzelkanalbehandlung verbunden ist. Wenn nötig, wird der Zahn nachher meistens mit Kunststofffüllungen oder Keramikfüllungen restauriert.


Zahn-Karies "Caries"

Das erste Warnsignal für Karies ist eine gesteigerte Empfindlichkeit der Zähne bei heissen, kalten, süssen oder sauren Speisen.

Mit Zahnkaries, Kariesarten und Zahnerosionen bzw. dem "Loch im Zahn" befasst sich die Kariologie, ein Teilbereich der Zahnmedizin. Approximalkaries bildet sich zwischen den Zähnen und entsteht im Kontaktbereich zum Nachbarzahn, denn approximal bedeutet benachbart. Approximalkaries (Interdentalkaries) ist frühzeitig erkennbar durch Röntgen, so in der Zahnarztpraxis durch eine  Bissflügelaufnahme.

Die Kariesentwicklung erfolgt meist schleichend, denn Zahnkaries ist eine Erkrankung der Zahnhartgewebe Zahnschmelz und Dentin (Zahnbein), das im Volksmund Zahnfäule genannt wird.

Karies Kariesentwicklung Zahnkaries Zahnschmelz

Da Dentin weicher als Zahnschmelz ist, breitet sich die Karies unterhalb der Schmelz-Dentin-Grenze schnell in die Breite aus, sodass der unterminierte Zahnschmelz an den Rändern des kariösen Defektes nach einigen Wochen beim Kauen plötzlich wegbricht.

Die konservierende Zahnbehandlung beim Zahnarzt bzw. konservierende Zahnheilkunde beschäftigt sich mit der Zahnerhaltung, vielfach durch Therapien wie Kariesbeseitigung und Wurzelkanalbehandlung.

Zahnschmelzkaries

Die Zahnschmelzkaries ist eine Zahnkaries (Caries dentium) das eine Erkrankung vom Zahnhartgewebe bzw. Zahnschmelz und Dentin ist, denn es gibt verschiedene Stufen bei Karies (Caries) und verschiedene Bezeichnungen dafür, denn Stadien der Karies reichen von der Initialkaries über die Dentinkaries bis zur Caries penetrans. Caries dentium bedeutet Zahnfäule und ist eine Karies (Caries). Initialkaries ist eine Kariesvorstufe, denn es bilden sich zuerst die Entkalkung die makroskopisch als weisse Flecken (White Spot) erkennbar sind. Durch Einlagerungen von Farbpigmenten aus der Nahrung werden diese Flecken oft dunkel. Da Dentin weicher ist als Zahnschmelz, breitet sich die Karies unterhalb der Schmelz-Dentin-Grenze schnell in die Breite aus was als unterminierende Karies bezeichnet wird. Der so unterminierte Zahnschmelz an den Rändern des kariösen Defektes bricht dann nach einigen Wochen beim Kauen plötzlich weg. Meist wird die Karies erst in diesem Moment wahrgenommen, obwohl sie schon seit längerer Zeit existiert. Bei der Karies (Zahn-Fäulnis) was so viel wie Morschheit oder Fäulnis bedeutet, kommt es zu einer irreparablen Schädigung vom Zahnschmelz, der sich darum in Rissen und Löchern mit dunkler Verfärbung zeigt und ein echtes Zahnproblem ist.

Karies ist eine Infektionskrankheit bei dem jeder Mensch betroffen sein kann.

Kariologie Kariesbehandlung Loch im Zahn Karies

Die Bakterien, die sich auf den Zähnen ansiedeln, greifen den Zahnschmelz an und wenn man dagegen nichts unternimmt, kann dies schlimmstenfalls zu Zahnausfall führen.

Anfänglich sind nur helle oder bräunliche Stellen auf den Zähnen sichtbar, die im späteren Verlauf schwarz werden.

Je früher der Zahnarzt eingreifen kann, umso eher kann der den Krankheitsprozess gestoppt werden, ansonsten nur noch der Bohrer und eine Zahnfüllung helfen kann, denn Karies ist eine multifaktorielle Erkrankung der Zahnhartsubstanz, die unbehandelt die Struktur der Zähne zerstört, was zu Zahnverlust führen kann.

Caries

Karies (Caries, CER) bzw. Zahnfäule ist am besten bekannt als das Loch im Zahn, denn die Zahnsubstanz wird durch Säuren zerstört, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet wird.

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Karies ist weltweit eine der häufigsten Infektionskrankheiten, und so sind in Europa über 95% der Menschen davon betroffen.

Karies wird auch als Caries geschrieben, das eine Infektionskrankheit ist, bei der Kariesbakterien Zucker in Säure umwandeln womit die Zahnsubstanz aufgelöst wird.

Karies beginnt als Entkalkungsprozess aussen an der Zahnoberfläche an der Zahnhartsubstanz. Wichtig zur Eindämmung von Karies sind regelmässige Mundhygiene, eine gesunde Ernährung und eine frühzeitige Behandlung der befallenen Zähne. Karies kann durch gründliche Reinigung der Zähne und Verminderung des Zuckerkonsums sowie Fluoridzufuhr verhindert werden. Karies ist der häufigste Grund für eine lockere oder herausgefallene Füllung. Wird die Karies nicht behandelt, so drohen Wurzelbehandlung oder gar Zahnextraktion bzw. Entfernen vom betroffenen Zahn. Deswegen sollte nach einem Füllungsverlust immer ein Zahnarzt kontaktiert werden.

Karies bedeutet Zerstörung der Zahnhartsubstanzen

Zahnfäule bedeutet Zerstörung von Zahnschmelz unter Mitwirkung von Kariesbakterien, die im Zahnbelag zu finden sind.

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Eine gesunde Ernährung und regelmässige, sorgfältige Mundhygiene dienen der Vorbeugung von Zahn-Karies.

Zahnkaries

Diese Säuren bilden sich, wenn Bakterien im Mund Essensreste „verdauen“ wo besonders Zucker als Bindemittel dient, durch das sich die Bakterien an die Zähne anheften.

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Zusammen mit den Nahrungsresten und Speichelbestandteilen bildet sich der sogenannte Zahnbelag (Plaque).

Zahnkaries entsteht durch Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und ein Loch im Zahn entstehen lassen.

In und unter der Plaque erfolgt hauptsächlich die Säurebildung. Bei Kariesbefall werden die Zähne durch Säuren, die durch die Zersetzung von Speiseresten durch die Kariesbakterien entstehen, geschwächt, im Besonderen unter der Zahnoberfläche, wo die Schwächung der Zähne beginnt. Die Oberfläche bricht nach einer gewissen Zeit ein sodass ein Loch im Zahn entsteht. Wird das Loch im Zahn nicht behandelt, kann sich immer mehr Plaque im Zahnloch ansiedeln, sodass der Zahn vollkommen zerstört wird und im Extremfall verloren geht. Um Zahnfäule (Zahnkaries) vorzubeugen, ist regelmässige, gründliche Mundpflege und Zahnreinigung notwendig.


Kariesbildung

Die durch den Bakterienstoffwechsel als Abbauprodukt entstehenden Säuren führen dabei zu einer Entkalkung des Zahnes.

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Eine Karies-Läsion ist eine Schädigung oder Verletzung von Zahn-Hartgewebe.

Die Kariesbildung beginnt stets an der Zahnoberfläche.

Im Schmelzbereich dringt die Säure durch die Oberfläche in die Schmelzprismen ein und führt zu einer Entkalkung unter einer zunächst noch intakt erscheinenden Zahnoberfläche. Dadurch verliert der Zahnschmelz seinen Glanz und seine Transparenz, während noch kein Defekt an der Oberfläche zu tasten ist. Man erkennt einen weissen Fleck (white spot), der nur zu Beginn noch durch Einlagerung von Kalzium, Phosphat und Fluorid aus dem Speichel durch die Remineralisation rückgängig gemacht werden kann. Der Befund wird als Initialkaries bezeichnet, denn es folgt rasch eine bräunliche Verfärbung.

Bei der Untersuchung mit einer Zahnsonde ist bald ein Schmelzdefekt zu tasten.

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Beim Zahnschmelzdefekt spricht man von einer Schmelzkaries (Caries superficiali`s).

Unbehandelte Karies bereitet sich zum Dentin hin aus. Wenn die Schmelz-Dentin-Grenze überschritten ist, spricht man von einer Dentinkaries (Caries media).

Im Dentin läuft der Zerstörungsprozess schneller ab als im Schmelz, da mehr organische Substanz vorhanden sind. Die Karies breitet sich daher im Dentinbereich in der Regel ampullenartig unter dem Schmelz aus, womit man auch von einer unterminierenden Karies spricht. Die Karies schreitet entlang der Dentinkanälchen zur Pulpa hin weiter fort. Wenn auch das pulpanahe Dentin kariös ist, spricht man von einer tiefen Dentinkaries (Caries profunda). Über ihre Fortsätze in den Dentinkanälchen werden die Odontoblasten zur Bildung von Tertiärdentin angeregt. Dies geschieht durch Reize oder Karies, die sich in die Pulpa zurückzieht und Dentin bildet und die Markhöhle der Pulpa dadurch verkleinert wird. Diese Tertiärdentinbildung ist eine Abwehrreaktion der Pulpa, um einen Schutz vor der Karies aufzubauen. Ohne zahnärztliche Behandlung kommt es jedoch in den meisten Fällen zu einer Entzündung der Pulpa, was man Pulpitis nennt. Treten Schmerzen bei süss, sauer, kalt oder warm auf, so hat sich der Defekt in der Regel schon weit im Dentin ausgebreitet. Davon sind jedoch Schmerzen bei überempfindlichen Zahnhälsen sorgfältig abzugrenzen. Bei freiliegenden Zahnhälsen kommt es verstärkt zu einer so genannten Zementkaries. Die Zementkaries ähnelt der Schmelzkaries. Es kommt hierbei jedoch häufig zu einer ringförmig um den Zahn verlaufenden, oft nur langsam fortschreitenden Karies.


Kariöse Läsionen

Eine Läsion ist eine Schädigung oder Verletzung von Geweben.

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Eine Läsion ist eine Abweichung vom Normalzustand und kann alle Gewebe und Strukturen betreffen, so den Zahn als Folge von Verletzungen und Schädigungen oder Hautläsionen wie Bläschen, Geschwüre und Tumore.

Kariös bedeutet, von Zahnkaries befallen und kariöse Läsionen sind die durch Karies (Caries) entstandener Defekt an der Zahnhartsubstanz.

Karies wird auch als Caries geschrieben und wird in der Zahnheilkunde als Kariös bzw. an Caries leidend bezeichnet, was Zähne und Kieferknochen betreffen kann. Kariös Läsion verwendet man auch für eine kariöse Zerstörung der Zähne, denn Läsion ist ein medizinischer Fachbegriff, der Schädigung, Verletzung oder Störung bedeutet. Eine Form der Parodontalerkrankungen wird als Paro-Endo-Läsion bezeichnet, bei der Krankheitserreger vom Endodont (Weichgewebskern im Zahn) auf das Parodont übergehen oder umgekehrt, denn zwischen Endodont (Zahnmark) und Parodont (Zahnhalteapparat) gibt es verschiedene direkte Verbindungen. Endodont ist ein aus der amerikanischen Fachliteratur stammender Begriff, der Zahnmark (Pulpa) und Zahnbein (Dentin) umfasst. Als Odontium ist die Gesamtheit des zum Zahn gehörenden Gewebes wie Schmelz, Dentin (Zahnbein), Pulpa (Nerv) und Parodontium. Die primär endodontischen Läsionen haben ihren Ursprung in tiefen kariösen Läsionen, denn sobald die Kariesbakterien die Pulpenhöhle erreicht haben, können sie sich kurzerhand ausbreiten. Die primären parodontalen Läsionen haben ihren Ursprung in ausgeprägten parodontalen Zahnfleischtaschen, die unbehandelt die Knochendefekte bis an die Wurzelspitze angreifen können und man von einer retrogradem infizieren bzw. von der Wurzelspitze aus in die Pulpenhöhle spricht, sodass keine kariösen Läsionen von einer Pulpitis ausgegangen ist. Ausgedehnte kariöse Läsionen können sich auch lange Zeit unbemerkt unter einer Zahnspange entwickeln. Kariesdetektoren sind ein Mittel der Kariesdiagnostik und die Bissflügelaufnahme ist ein geeignetes Verfahren zur Darstellung einer kariösen Läsion im Approximalbereich (Berührungsbereich der Zähne).

Bei der der Kariesdiagnostik handelt sich um Flüssigkeiten, die mittels eines Farbstoffes anzeigen, wo sich am Zahn kariös veränderte Zahnhartsubstanz befindet.

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Kariöse Läsionen sind die durch Karies entstandener Defekt an der Zahnhartsubstanz.

Die aktiven kariösen Läsionen bei Dentinkaries sind gelb bis hellbraun, inaktive Läsionen dunkelbraun bis schwarz, wobei die Farbe kein sicheres diagnostisches Kriterium darstellt.

Röntgenologische Diagnostik kariöser Läsionen erfolgt mittels direkter digitaler Aufnahmetechnik. Neben zahlreichen Verfahren zur Kariesdiagnostik ist zurzeit die Bissflügelaufnahme das geeignetste Verfahren zur Darstellung einer kariösen Läsion im Approximalbereich.


Kariesarten und Kariesformen

Für Zahnkaries ist ein gestörtes Gleichgewicht zwischen Entkalkungsvorgang und Verkalkungsvorgang auf der Zahnoberfläche verantwortlich.

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Für Zahnkaries ist die treibende Kraft vom Ungleichgewicht eine lang andauernde oder häufig wiederholte Produktion von Säuren durch Mikroorganismen in den Zahnbelägen.

Approximale Karies, eine Karies in den Zahnzwischenräumen
Initialkaries ist Karies im Frühstadium.
Primärkaries
Sekundärkaries
Präkaries
Hidden Caries ist eine versteckte oder verborgene Karies.
Arretierte Karies, ist eine stationäre Karies, eine ruhende oder chronische Karies. Sie wird auch als trockene Karies genannt und ist eine zum Stillstand gekommene Karies.
Fluoride Karies ist eine besonders bei Jugendlichen auftretende Karies, eine sich rasch verbreitende Karies die schnell voranschreitet und viele Zähne angreifen kann.
Penetrierende Karies ist Karies an den Dentinkanälchen entlang. Diese ist in der Form eines Kegels sich ausbreitende Karies.
Unterminierende Karies ist eine sich entlang des Übergangs vom Schmelz zum Dentin ausbreitende Karies. Optisch erscheint der Zahn gesund und ist nur wenig von Karies befallen, weshalb der Ausdruck verborgene Karies. Diese vor allem an den Kauflächen der Backenzähne auftretende Karies kann in diese Art nur mit Hilfe von Röntgenaufnahmen festgestellt werden.
Zirkuläre Karies ist eine im Milchgebiss auftretende Kariesform im Bereich des Überhangs vom Schmelz zur Zahnwurzel an den oberen Schneidezähnen. Dies ist vielfach bedingt durch eine mangelhafte Mineralisation der in den ersten Lebensmonaten gebildeten Schmelzabschnitte.
Kariesrezidiv bzw. Rezidivkaries ist ein erneutes Ausbrechen einer zeitweise ruhenden Karies (Caries) als Folge mangelhaften Entfernung der kariösen Stellen bei der Erstbehandlung.

Die Gefährdung durch Karies ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und kann bis ins hohe Alter dauerhaft erhöht sein. Für den Laien ist schwer feststellbar, ob Säureschädigungen an den Zähnen vorliegen denn die Säureschäden beginnen meist an der Innenseite der Oberkieferzähne und bleiben lange Zeit unbemerkt. Ein erstes Warnsignal für Karies ist eine gesteigerte Empfindlichkeit der Zähne bei heissen, kalten, süssen oder sauren Speisen. Speichel im Alter meist vermindert ist, spielt aber beim Kariesrisiko eine wichtige Rolle und trägt zur Aufrechterhaltung der oralen Gesundheit in entscheidendem Masse bei.


Karies als Infektionskrankheit

Säuglinge können noch nicht infiziert werden solange sie noch Zahnlos sind, denn Kariesbakterien können sich nur auf natürlichen Zahnflächen halten.

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Übertragung der Kariesbakterien durch Speichelkontakt ist möglich und bei Milchzähnen im Babymund bzw. Milchgebiss gefährlich.

Karies ist eine Infektionskrankheit, denn Kariesbakterien wandeln Zucker in Säure um und lösen die Zahnsubstanz auf.

Faktoren der Karies-Erkrankung sind Zuckerkonsum, Grad der Zahnreinigung sowie Zungenreinigung, Säurelöslichkeit der Zahnsubstanz die grösstenteils vom Fluoridgehalt abhängt, Speichelfluss und Speichelzusammensetzung, ererbter Härte des Zahnes und Nahrungsgewohnheiten wie Vorliebe für Saures und intensivem oder flüchtigem Kauen vorwiegend harter oder weicher Speisen.


Karieserreger

Ein besonders gefährlicher Karieserreger ist die Bakterienart Streptococcus mutans, die nicht zur Mundflora gehört.

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Bakterien setzen Stoffe bzw. bestimmte Säuren frei, die den harten Zahnschmelz angreifen und auflösen.

Krankheits-Erreger

Im Mund leben mehrere hundert Arten von Bakterien, wobei zwei Dutzend von ihnen Gattung Streptococcus angehören wie die Arten Streptococcus mutans und Streptococcus salivarius.

Zahn-Karies entsteht, wenn Bakterien Zucker im Zahnbelag abbauen, denn dadurch entsteht Säure, die den Zahnschmelz zerstört, sodass allmählich Löcher in den Zähnen entstehen. Je mehr Zahnbelag sich auf den Zähnen ansammelt, umso mehr Bakterien und Krankheitserreger können sich darin verstecken und ungehindert vermehren und umso grösser ist auch die Gefahr, Karies zu bekommen. Mit Erreger sind Krankheitserreger gemeint, das Stoffe oder Organismen sind, die in anderen Organismen Gesundheitsschäden verursachen können. Krankheitserreger sind Mikroorganismen die mit blossem Auge meist nicht erkennbar sind und können Bakterien, Protisten, Pilze, Parasiten, Viroide, Viren, Algen oder Prionen sein. Einige der Oralstreptokokken sind an der Bildung von Plaque und Karies an den Zähnen beteiligt, aber nicht sehr gefährlich. Der Bakterienreiche Belag auf den Zähnen "Plaque" ist so widerstandsfähig, dass der Körper sie mit den üblichen Mundreinigungskräften nicht mehr entfernen kann. In den meisten Fällen ist das Bakterium Streptococcus mutans der Hauptverursacher der Zahnlöcher, aber auch in Kombination das Bakterium mit dem Namen Scardovia wiggsiae. Diese Mundbakterien können nur durch ein häufiges Zähneputzen entfernt werden, denn Plaque ist die Hauptursache für Karies.

Karieserreger im Mund können gefährlich sein

Als besonders gefährlicher Karieserreger gilt eine Bakterienart namens Streptococcus mutans.

Die Karieserreger Streptococcus mutans gehören nicht zur normalen Bakterienflora der Mundhöhle, sondern wird von Mensch zu Mensch übertragen, oft schon von der Mutter zum Baby. Die Karieserreger Oralstreptokokken, die in der menschlichen Mundhöhle leben, lösen nicht nur Karies aus, sondern können auch Erkrankungen bis hin zur Herzklappenentzündung auslösen. Wenn diese Bakterien durch eine Verletzung in den Kreislauf eindringen, können diese Mikroorganismen zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen. Wenn die Bakterien über die Blutbahn an andere Stellen des Körpers gelangen, verursachen die Keime teilweise Abszesse in Hals, Lunge oder auch Leber und können sogar lebensbedrohliche Herzklappenentzündungen auslösen.

Gefährlichkeit von Karieserregern

Streptokokken als Karieserreger haben eine Fähigkeit, Resistenzen zu entwickeln bzw. sie werden unempfindlich gegen Antibiotika, was als beste Waffen im Kampf gegen Bakterien gilt.

Es gibt Oralstreptokokken die an der Bildung von Plaque und Karies an den Zähnen beteiligt sind, diese sind aber nicht gefährlich, solange diese Streptokokken nicht in den Blutkreislauf gelangen. Erst wenn sie durch Verletzungen in den Kreislauf eindringen, können diese Mikroorganismen zu einer Blutvergiftung bzw. Sepsis führen. Gelangen sie über die Blutbahn an andere Stellen des Körpers, können die Keime Abszesse in Hals, Lunge und Leber, sogar lebensbedrohliche Herzklappenentzündungen verursachen. Streptokokken können ihre Gene für solche Resistenzen an andere Bakterien weitergeben, was die Gefährlichkeit der Krankheitserreger erhöht. Streptococcus mutans vermehren sich durch eine einfache Zellteilung. Es muss aber nicht jede Bakterien-Verunreinigung im Blut dramatische Folgen haben, denn gefährlich sind diese Bakterien nur in grosser Anzahl und bei geschwächtem Immunsystem, wo Oralstreptokokken zur Bedrohung werden können. Anlass zur Panik muss wegen den Karieserregern keine bestehen. Wichtig ist nur eine gute Mundhygiene, im Besonderen für Zahnpatienten mit geschwächtem Immunsystem.


Kariesbakterien

Fast alle Karies verursachenden Bakterien bzw. Kariesbakterien sind Milchsäurebildner.

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Von den ca. 300 in der Mundhöhle anzutreffenden Bakterien verursachen nur drei davon Karies, so Streptococcus mutans, Laktobazillen und Candidapilze.

Karies entsteht durch die Bakterien der Zahnbeläge (Plaque) auf der Zahnoberfläche.

Bestimmte Bakterien, sogenannte Mutans-Streptokokken und Laktobazillen, wandeln Zucker und Speisereste in Säure um, die den Zahnschmelz angreift und zerstört. In der Mundhöhle des Menschen gilt Streptococcus mutans als "Haupt-Karies-Bakterium", gefolgt von Laktobazillen und  Candida-Pilzen.

Kohlenhydrate sind Nahrung für Kariesbakterien

Nahrungsgrundlage der den Zahn zerstörenden Kariesbakterien sind Zucker, Stärke und Zellulose.

Kohlenhydrate wie Stärke oder Zucker sind neben Eiweiss und Fetten eine der Grundnahrungsmittel nicht nur für den Menschen, sondern auch für die den Zahn zerstörenden Kariesbakterien.

Ohne Kohlenhydrate gibt es keine Karies, denn Eiweisse und Fette sind ein Grundnahrungsmittel für Kariesbakterien.


Karieserkennung

Karies erkennen kann man durch die Kariesdiagnostik.

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Bei der Kariesdiagnostik gibt es mehrere Untersuchungsmassnahmen zum frühzeitigen Erkennen von Karies, z.B. die klassische Methode mit Mundspiegel, Zahnsonde und Pinzette.

Erkennen von Karies

Erkennen kann man Karies an kreidig weisser Veränderung an der Zahnoberfläche, denn Veränderungen deuten vielfach auf einen Mineralverlust hin.

Mineralverluste können beim Zahnarzt meist durch eine geeignete Mineralisationstherapie ohne Bohren behandelt werden. Sicher erkennen von Karies an den Zähnen kann aber nur der Zahnarzt, denn Mineralverluste vom Zahnschmelz erfolgt meist unterhalb der Zahnoberfläche. Der Zahnarzt kann eine Karies bereits erkennen, wenn für den Zahnpatienten noch kein Loch im Zahn sichtbar ist, denn Karies kann man meist erst in einem späteren Stadium erkennen, wenn bereits Zahnschmerzen oder Verfärbungen am Zahn auftreten. Zuckerhaltige Nahrungsmittel bilden Kohlenhydrate die Nahrungsgrundlage der Plaquebakterien sind, denn Bakterien wandeln Zucker in Säuren um die auf die Zahnoberfläche einwirkt und in die Tiefe vordringt und damit dem Schmelz Mineralsalze bzw. Kalzium und Phosphat entziehen. Im Laufe der Zeit wird der Zahnschmelz unter der Oberfläche zerstört, während die Oberfläche intakt bleibt.

Wenn ausreichend Zahnschmelz unterhalb der Oberfläche aufgelöst ist, bricht die Oberfläche in sich zusammen sodass ein Loch im Zahn entsteht.

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Zahnkaries entsteht meist an den Kontaktflächen in den Zwischenräumen der Zähne oder in den Fissuren bzw. Vertiefungen der Kauflächen der Backenzähne nahe dem Zahnfleischsaum. Bildet sich an bereits behandelten Stellen bzw. bei Zahnfüllungen erneut Karies, so spricht man vom Kariesrezidiv oder der Sekundärkaries. Wenn man bei der Aufnahme von kalten oder heissen Speisen einen Zahnschmerz verspürt oder Schmerzen beim Zubeissen entstehen, die meist gleich wieder nachlassen, kann das ein Anzeichen von Karies sein. Auch länger anhaltende Schmerzen am Zahn sind nicht untypisch für Zahnkaries. Ist die Zahnoberfläche gelblich, bräunlich oder schwarz verfärbt, kann man davon ausgehen, dass es sich mit grösster Wahrscheinlichkeit um eine Karies handelt.

Erkennung von Zahnkaries

Karies-Erkennung per Laser-Diagnostik bzw. Laser-Diagnostik

Kariesdiagnostik ist eine Untersuchungsmethode zur Feststellung von Zahn-Karies. Tiefe Defekte, die früher mit der zahnärztlichen Sonde ertastet wurden, können heute gescannt werden. Der Laser-Strahl trifft sanft auf die zu untersuchenden Bereiche vom Zahn, so dass keine Schmerzen entstehen und ohne die Oberfläche des Zahnes zu beschädigen. Der Zahnarztlaser ist besonders geeignet für Patienten mit Zahnarztangst. Die Digitalanzeige gibt eine genaue "Karies-Stufe" des Zahnes an. Die Laser-Diagnostik ermöglicht ein genaues Erkennen der Karies bevor schmerzhafte Zustände entstehen. Um Karies erkennen zu können wird bei der Laserkariesdiagnostik mit einer Fluoreszenzkamera oder mit dem Diagnodent ein spezielles Licht erzeugt das von den kariösen Stellen im Zahn reflektiert und in das Gerät zurückgeleitet und ausgewertet wird. So kann der Zahnarzt zusammen mit dem Patienten verfolgen wie stark die Zähne von Karies betroffen sind, was auch akustisch und optisch dargestellt werden kann. Die Fluoreszenzkamera verdeutlicht visuell die Zahn-Karies und deren Tiefe im Zahn und dies schmerzfrei und völlig ohne belastende Röntgenstrahlung. Die Bissflügel-Röntgenaufnahme in nicht einsehbare Bereiche funktioniert nur, wenn mindestens 30% des Gebisses durch Karies betroffen sind.

Die Kaltlichtleuchte zur Durchleuchtung der Zahnhartsubstanz

Die Diagnose der Karies erfolgt meist klinisch durch Inspektion und Sondierung vom betroffenen Zahn. Zusätzlich kommen die Bissflügel-Röntgenaufnahme, Röntgenaufnahmen, Durchleuchtung vom Zahn mit Kaltlicht sowie Tests der Empfindlichkeit vom Zahn mit Luft zum Einsatz. In der Kariesdiagnostik werden teilweise auch verdeckte Läsionen der Zahnhartsubstanz durch Laserfluoreszenz oder Impedanz-Spektroskopie aufgespürt. Möglich ist es auch mit dem Kariesdetektor, eine 0,5-1%ige Fuchsin-Lösung zur Anfärbung kariösen Dentins, sowie die Laserfluoreszenz, die eine Messungen bis zu 1mm Zahntiefe ermöglicht.


Kariesdiagnostik

Kariesdiagnostik (engl. caries diagnostics) ist die Untersuchungsmethode zur Feststellung von Karies.

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Kariesdiagnostik dient zur Frühzeitigen Erkennung der Karieserkrankung.

Zur Karieserkennung stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, wobei diese Diagnostikmethoden häufig miteinander werden kombiniert.

Klassische Kariesdiagnostik-Methode

Die klassische Methode der Kariesdiagnostik ist die visuelle Inspektion der Zähne mit Mundspiegel, Zahnsonde und Pinzette kombiniert mit Druckluft zum Trockenblasen der Zähne.

Bei der klassischen Kariesdiagnostik können Läsionen im Zahnzwischenraum erst spät oder gar nicht erkannt werden. Auch Karies unter Füllungen der Zahnkronen ist bei dieser Methode unter Umständen nicht zu erkennen. Ergänzt wird die klassische Methode daher mit einer Bissflügel-Röntgenaufnahme.

Kariesdiagnostik durch Röntgen

Röntgenaufnahmen sind für Zahnzwischenräume, Zahnwurzeln und unter dem Zahnfleisch liegende Zähne (wie Weisheitszähne) ein unverzichtbares Hilfsmittel zur Beurteilung bei der Kariesdiagnostik. Hier hat sich besonders die sog. Bissflügel-Röntgenaufnahme durchgesetzt, welche gleichzeitig die Kronen und Teile der Zahnwurzeln beider Kiefer bei geringer Strahlenbelastung darstellt. Mit einem kleinen Zahnfilm kann im Oberkiefer und Unterkiefer gleichzeitig bei mehreren Zähnen Karies darstellt werden.

Kariesdiagnostik durch Laserfluoreszenz

Das moderne Diagnose-Instrument nutzt die unterschiedliche Fluoreszenz gesunder und erkrankter Zahnsubstanz. Dabei misst man die durch Karies veränderte Mineralisationsdichte der Zahnhartsubstanz mittels laserinduzierter Fluoreszenz. Auch die feinsten Läsionen werden zuverlässig ohne Strahlenbelastung für den Patienten angezeigt. Hiermit kann man detailliert und mit höchster Genauigkeit die unterschiedlichen Stadien der Karies erkennen und dokumentieren. Kratzen an der gesunden Zahnsubstanz ist nicht notwendig, womit auch Beschädigungen ausbleiben. Bei der Laserfluoreszenz benutzt man die Tatsache, dass durch Kariesbakterien verändertes Zahnmaterial nach Bestrahlung von Licht fluoresziert. Laserlicht der Wellenlänge 650nm wird über ein Handstück an die zu untersuchende Stelle gebracht (Fissurenkaries, Glattflächenkaries etc.) und seine Fluoreszenz-Emission gemessen und akustisch dargestellt. Messungen bis zu 1mm Zahntiefe sind so möglich.

Kariesdiagnostik Durchleuchtung

Durchleuchtung des Zahnes mit einer starken Lichtquelle.

Chemischen Mittel für Kariesdiagnostik

Darstellung der Karies mit chemischen Mitteln.

Laserlicht für Kariesdiagnostik

Mit Laserlicht macht man die nach Bestrahlung fluoreszierende Karies sichtbar.

Mittel der Kariesdiagnostik

Mira-2-Ton, Lösung zum Sichtbarmachen von Zahnbelägen. Ältere Plaque färbt sich dunkelblau, die neuere lila-rot. Leicht entfernbar. Erythrosynfrei, reine Lebensmittelfarben.
Mira-2-Ton, Tabletten Kautablette zum Sichtbarmachen von Zahnbelägen. Unterscheidet sicher zwischen älteren und neueren Zahnbelägen. Die ältere Plaque wird dunkelblau, die neuere lila-rot angezeigt. Leicht wieder zu entfernen, durch normales Zähneputzen. Erythrosynfrei, reine Lebensmittelfarben.
Speikoplaque Indikatorflüssigkeit zur Visualisierung von Zahnbelag (Plaque) auf Zahnoberflächen. Lösung wird mit dem Pinsel oder Wattetupfer auf die Zahnoberfläche aufgebracht. Vorhandener Belag wird durch Rotfärbung sofort sichtbar. Tropfsicher, sparsam im Verbrauch.
Speikoplaque 3% ist bei gleicher Indikation und gleicher Anwendung deutlich farbintensiver als Speikoplaque.
Speikoplaque Duo, Indikatorflüssigkeit zur zweistufigen Visualisierung von Plaque. Die Lösung wird mit Kunststoffpellets oder Wattetupfer auf die Zahnoberfläche tropfsicher aufgebracht. Alter Belag wird durch bläuliche, jüngere durch rötliche Färbung sofort sichtbar. Entfernen durch Spülen mit Wasser.
Clinpro Cario L-Pop Chairside Schnelltest zur Bestimmung der Stoffwechselaktivität von Karies verursachenden Bakterien in der Mundflora, anhand der Milchsäurebildungsrate.
Curasept plaquesearch PCA 260 Liquid ist die ideale Anfärbe-Lösung um Plaquestellen im Mund aufzuzeigen. Färbt alte, bestehende Plaque blau und neu gebildete Plaque rot. Gebrauchsfertige Lösung mit angenehmem Mintgeschmack.
Plaque Check zur Kontrolle von Zahnbelägen. Die Kautabletten färben ältere Zahnbeläge blau und neue Zahnbeläge rosa an.
Plaque-Test, Fluoreszierende Indikatorflüssigkeit zur Sichtbarmachung von Zahnbelag. Bei Beleuchtung mit einem Halogenlichtgerät erscheint Plaque gelb, bei Tageslicht nicht sichtbar.
Caries Detector eignet sich hervorragend zur Karieserkennung und ermöglicht ein hohes Mass an Zahnerhaltung. Die Flüssigkeit färbt nach 10 Sek. infiziertes, kariöses Dentin an. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass so wenig remineralisierbares, gesundes Dentin wie möglich entfernt wird, die Pulpen.
Zahnbelag-Tabletten wo durch das Kauen der Tabletten die Zahnbeläge sichtbar werden.
See-it ist ein Kariesindikator und Wurzelkanalfinder. Indikatorgel zur einfachen und deutlichen Erkennung der äußeren, irreversibel kariösen Dentinschicht. See-it färbt auch schwer zu lokalisierendes infiziertes Dentin ein und deckt schwer zu findende Wurzelkanäle auf. Thixotrope Konsistenz, nichttoxischer Farben
Rondell Red & Blue sind imprägnierte Pellets mit leichtem Pfefferminzgeschmack zur einfachen Plaque-Bestimmung. Rondell differenziert ältere und jüngere Plaque-Ablagerungen durch unterschiedliche Farben (rot bis zu 3 Tage alt, blau, älter als 3 Tage). Rondell lässt sich leicht mit der Zahnbürste vom Schmelz entfernen.
Caries Marker ist ein Farbindikator zum Anfärben von infiziertem kariösem Dentin. Der Caries Marker ermöglicht die optische Kontrolle kariöser Bereiche. Gesundes sowie nicht infiziertes, remineralisierbares Dentin wird nicht angefärbt.


Kariesindex

Kariesbakterien finden guten Unterschlupf unter dem Zahnstein in Zahnbelag, der eigefärbt werden kann.

Kariesbakterien, Bakterielle eingefärbte Beläge

Bakterielle Zahnbeläge können durch Farbstoffe sichtbar gemacht werden.

Der Belagsindex als Messzahl zur Bestimmung der noch weichen Beläge.

Die Plaque kann mittels Färbetabletten sichtbar gemacht werden. Zahnbelag ist der dünne Film auf dem Zahn, der eine gelbliche Farbe aufweist und zunächst nicht gut sichtbar, Plaque auf den Zähnen ist aber eine wichtige Komponente bei der Bestimmung des Mundhygienestatus bzw. es ist das Ausmass der Zahnbeläge. Der Belag ist mit der Zunge auf der Zahnoberfläche jedoch fühlbar. Zunächst ist Plaque noch weich und durch die Zahnbürste entfernbar. Der Zahnbelag wird später durch die Zufuhr von Mineralstoffen aus dem Speichel von der Speicheldrüse zu Zahnstein der mit der Zahnbürste nicht mehr beseitigt werden kann. Bei der Anlagerung unter dem Zahnfleisch kommt es zum Konkrement. Der Belagsindex ist die Messzahl zur Bestimmung der noch weichen Beläge (Plaque) auf den Zähnen (auch DI-S) und ist eine wichtige Komponente bei der Bestimmung des Mundhygiene-Status.

Index für Zahnkaries

Der Kariesindex ist die statistische Messzahl zur Dokumentation des Kariesvorkommens einer Person.

Kariesindex ist das Verhältnis der Summe der fehlenden, kariösen und gefüllten Zähne zur Gesamtzahl der Zähne (= 28) oder Zahnflächen (= 140), als statistische Messzahl für den Kariesbefall einer Person oder Gruppe, DMF-Index. Der weltweit gebräuchlichste Index ist der DMF-Index (D=diseased=erkrankt; M=missing=fehlend; F=filled=mit einer Füllung versehen).

Kariesindex DMF-T

Der Kariesindex ist eine Masszahl für die von Karies betroffenen Zähne einer Person.

Der Kariesindex gibt die Summe an, wie viele der 28 bleibenden Zähne kariös sind, fehlen oder gefüllt sind, einschliesslich der überkronten Zähne. Weisheitszähne werden dabei nicht bewertet. Die Buchstaben bedeuten: D decayed= Kariös, M missing= fehlend, F filled= gefüllt, T teeth= Zähne. Der entsprechende Kariesindex bei Milchzähnen wird mit Kleinbuchstaben geschrieben (dmf- t). Dabei werden Milchzähne, die durch den Zahnwechsel verloren gegangen sind, nicht mitgezählt. Der Kariesindex DMF- T wird oft zu Vergleichszwecken herangezogen, um das Kariesvorkommen in einer Bevölkerungsgruppe zu erfassen. Es ist jedoch zu beachten, dass fehlende Zähne nicht unbedingt immer aufgrund einer Karies entfernt wurden. Da der Kariesindex DMF- T mit zunehmendem Alter in der Regel ansteigt, ist bei Vergleichen zusätzlich die Altersangabe erforderlich. Im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen wird die Erhebung des Kariesindex dmf- t- Wertes zur Einschätzung des Kariesrisikos verlangt. Für wissenschaftliche Zwecke kann der genauere DMF- S- Index (dmf-s) erhoben werden, der sich auf die einzelnen Zahnflächen bezieht (S surface= Oberfläche). Der höchste erreichbare DMF- T- Wert ist 28 und DMF- S- Wert 128.


Behandlung von Karies

Eine Karies im Frühstadium lässt sich noch ohne mechanische Massnahmen behandeln.

Gesteigerte Empfindlichkeit der Zähne bei heissen, kalten, süssen oder sauren Speisen ist das erste Warnsignal für Karies.

Bei der Behandlung von Karies wird das geschwächte Hartgewebe des Zahns entfernt und mit einer Füllung versiegelt, sodass verhindert werden kann, dass sich die Karies weiter entwickelt und der ganze Zahn befallen wird.

Behandlung von Zahnkaries Zahnbehandlung

Als Füllmaterial stehen in der heutigen Zahntechnik sechs verschiedene Füllmaterialien für Zahnfüllungen zur Verfügung, so sind es Amalgam, Komposit, Computergefräste Keramik, Gold-Inlay, Komposit-Inlay und technisch hergestellte Keramik.

Therapie bei Karies

Die Behandlung der Karies erfolgt anhand des Stadiums der Erkrankung resp. der betroffenen Zahnschicht.

Verlorengegangene Zahnsubstanz kann nicht wieder nachwachsen, bei der Initialkaries handelt es sich aber um eine Vorstufe der Karies die auffällig ist durch kleine weisse und dunkle Flecken im Zahnschmelz. Bei der Initialkaries genügt im Normalfall die Versorgung durch den Zahnarzt mit hochkonzentrierten Fluorid-Präparaten die auf die betroffenen Bereiche aufgetragen werden, um der Demineralisierung des Zahnes entgegenzuwirken und die Zahnoberfläche zu härten. Diese Präparate geben ihren Wirkstoff kontinuierlich über mehrere Tage ab und gewährleisten damit einen nachhaltigen Schutz gegenüber den kariesauslösenden Bakterien.

Behandlung von Karies, Kariestherapie, Caries

Eine intensive Mundhygiene und Zahnhygiene ist aber anschliessend notwendig und umfasst das gründliches und regelmässiges Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta und Mundspülungen nach dem Essen sowie den Gebrauch von Zahnseide, denn nur durch diese Massnahmen lässt sich der kariöse Prozess abwenden.

Wenn eine Karies entdeckt wird, gibt es zwei Therapie-Massnahmen die ergriffen werden können.

Wenn die Karies nur den Zahnschmelz angegriffen hat, wird der Zahn durch die Verwendung von Fluorid remineralisiert. Danach sollte aber eine Kontrolle beim Zahnarzt erfolgen.
Wenn die Karies bereits das Dentin beschädigt hat, muss dieses entfernt werden wodurch man einen Teil des Zahngewebes verliert, das durch restaurative Materialien bzw. Zahnfüllung ersetzt wird.

Die Wahl des richtigen Füllmaterials hängt von verschiedensten Faktoren ab, denn es sind funktionelle und kosmetische oder auch finanzielle Aspekte ausschlaggebend.

Die neueren Komposit- und Inlay-Technologien bieten sehr gute Eigenschaften und sind kosmetisch elegante Lösungen.

Kariestherapie bei Zahnschäden

Kariestherapie ist die Behandlung von durch Karies entstandenen Zahnschäden.

Bei fortgeschrittener Karies kommen Kariestherapien zum Einsatz wie Ausbohren des Defektes, Überkappung des Zahnnervs, Präparation einer Kavität und Ausfüllen mit geeignetem Füllungsmaterial. Bei grösseren Defekten wird der Restzahn mit einer Krone versorgt. Bei der Zahnbehandlung einer Karies wird vielfach nebst der erkrankten Zahnsubstanz auch gesundes Zahnhartgewebe entfernt, um sicherzustellen, dass ein Grossteil der Bakterien abgetötet sind, bevor eine Versiegelung und Zahnfüllung erfolgt, doch entfernte Zahnsubstanz ist unwiederbringlich verloren, denn je mehr Zahnsubstanz verloren geht, desto schwächer wird der Zahn. Neben der konventionellen Methode des Bohrens gibt es alternative Behandlungsarten wie z.B. das Bohr-Gel Carisolv, Laserbehandlungen und Pulverstrahltechniken.

Kariestherapie mit Ozon

Bei der Kariesbehandlung von kleinen Zahndefekten wie Initialkaries kann um die Kariesbakterien abzutöten, Ozon direkt auf den befallenen Zahn aufgetragen werden, sodass alle Bakterien und Viren im kariösen Zahnbereich vernichtet werden.

Bei der völlig schmerzfreien Ozontherapie wird das kariöse Zahnmaterial nicht entfernt sondern durch das Ozon sterilisiert und damit keimfrei gemacht. Durch Ozon wird verhindert, dass Zahnsubstanz entfernt werden muss. Erst wenn die Keime mit der Ozontherapie im Zahn reduziert worden sind, kann eine Fluoridtherapie einen grösseren Schutz des Zahnes vor Demineralisation bieten. Bei einer Ozonbehandlung wird nur der kariöse Zahn mit Ozon behandelt und gesunde Zähne davon abgegrenzt. Da durch Ozon alle schädlichen Mikroorganismen aus der Zahnsubstanz entfernt werden und die Zahnhartsubstanz keimfrei ist, muss das Gewebe nicht abgeschliffen werden sodass die Zahnhartsubstanz gänzlich erhalten bleibt, muss aber remineralisiert werden. An schwer zugänglichen Stellen und unter vorhandenen Füllungen ist keine Zahnbehandlung mit Ozon möglich. Bei grösseren kariösen Zahndefekten ist eine vorherige Entfernung der kariösen Substanz mittels Bohrer oder Laser notwendig.

Kariestherapie bei grösseren Zahndefekten

Die Kariestherapie besteht darin, wenn der Schmelzmantel zerstört ist, die Karies vollständig aus dem Zahn zu entfernen.

Bei grösseren kariösen Defekten muss die kariöse Substanz der Läsion immer mit Bohrer oder Laser entfernt werden. Bei fortgeschrittener Caries profunda ist eine Wurzelkanalbehandlung notwendig, wenn eine Entzündung der Zahnpulpa vorliegt oder wenn das Pulpagewebe vom Zahn abgestorben ist, so dass die Möglichkeit besteht den Zahn zu erhalten. Bei einer Wurzelkanalbehandlung wird die Zahnpulpa vom Zahn komplett entfernt und nach der Wurzelkanalsäuberung die Wurzelkanäle geschlossen. Zur Entfernung erkrankter Zahnsubstanz können Mittel zur Desinfektion vom Zahnloch (Kavität) eingesetzt werden wie Alkohol, Phosphorsäure oder Chlorhexidin. Diese Mittel haben jedoch ein eingeschränktes Wirkungsspektrum und töten nur bestimmte Bakterienarten ab.

Zahndefekt füllen durch Zahnfüllung

Um den Zahndefekt wieder aufzufüllen gibt es verschiedene Materialien für die Zahnfüllung.

Kunststoff-Füllung als Provisorium bei grossem Zahnloch für ca. 3 Monate.
Kunststoffkeramik-Füllung
Keramikfüllung oder Gold-Füllung (Inlay oder Onlay). 
Künstliche Zahnkrone.

Zahndefekte an der Schmelzzementgrenze

Freiliegende überempfindliche Zahnhälse und keilförmige Zahndefekte können dauerhaft gedeckt und vor Karies geschützt werden.

Unter keilförmigen Zahndefekten versteht man Defekte an der Zahnhartsubstanz bzw. Defekte an der Schmelzzementgrenze. Die Schmelzzementgrenze ist beim Zahn jener Bereich, wo der Schmelz in das Wurzelzement übergeht. Eine ästhetische Analyse kann aufzeigen, wo zu viel und wo zu wenig Zahnfleisch vorhanden ist. Der Zahnschmelz verläuft in einer bestimmten geometrischen Anordnung und ist wie ein Kristall aufgebaut, es ist das Schmelzprisma und wird auch als Schmelzkristall bezeichnet. Im Bereich der Schmelzzementgrenze kann sich die Geometrie der Schmelzprismen auflösen wodurch Schwachstellen im Schmelz am Übergang zum Wurzelzement entstehen können.


Karies-Problemzonen

Kariesprädilektionsstellen sind Gebiete am Zahn, an welchen sich aus anatomisch-funktionellen Gründen bevorzugt Karies bildet.

Kariesproblem, Karies-Problemzonen Caries Zahn

Ein kariöser Defekt im Kontaktbereich was man Approximalkontakt zum Nachbarzahn nennt, wird als Kariesprädilektionsstelle bezeichnet.

Karies-Problemzonen sind Kariesprädilektionsstellen.

Als Prädilektionsstelle (Prädilektion = Vorliebe) wird in der Medizin die von einem bestimmten Krankheitsprozess bevorzugte bezeichnet. In der Zahnmedizin werden die Risikostellen hinsichtlich der Kariesentstehung Kariesprädilektionsstellen genannt und betreffen auch Füllungsränder und Kronenränder. Die Prädilektionsstelle ist eine typische Stelle für das Auftreten einer bestimmten Erkrankung.

Kariesprädilektionsstellen sind:

Fissurenkaries: Zahnvertiefungen (Fissuren (Fissur), Grübchen) der Backenzähne
Approximalkaries: Kontaktpunkte der Zähne und die Zahnzwischenräume
Zahnhalskaries: Zahnhals
Wurzelkaries: Zahnwurzeln

Faktoren von Karies

Risikofaktoren von Karies

Die Entstehung und der Verlauf der Karies werden durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst.

Mangelnde Zahnpflege 
Anzahl der Mutans Streptokokken in Speichel und Plaque 
Zahnfehlstellung (Engstellung) 
Kaugewohnheiten 
Nahrungszusammensetzung, Essgewohnheiten (Zucker) 
Zungenaktivitäten und Wangenaktivitäten
Zahnstatus wie fehlende Zähne  
Speicheleigenschaften, Speichelzusammensetzung, Speichelfluss (Xerostomie) 
Restaurationen wie mangelhafte Zahnfüllungen 
Fluoridgehalt des Schmelzes 
Medikamenteneinnahme

Kariesfördernde Faktoren

Kariesfördernde Faktoren sind häufiger Verzehr von niedermolekularer Kohlenhydrate (Zucker), grosse Plaque-Mengen, hoher Anteil von Kariesbakterien, Zahnfehlstellungen und Zahnfehlbildungen, Mundatmung, Mundtrockenheit und indirekte Faktoren (Berufe und soziale Lage, Lebensweise, chronische Krankheiten)

Karieshemmende Faktoren

Karieshemmende Faktoren sind hohe Speichelfliessrat, hohe Pufferkapazität des Speichels, Remineralisation durch Speichel, Selbstreinigung durch Muskeltätigkeit, sorgfältige Mundhygiene und regelmässige Fluoridierung.

Kariesdisposition

Kariesdisposition bedeutet die angebotene oder erworbene Anfälligkeit für Karies, abhängig von der mineralischen Struktur des Zahnschmelzes, Vertiefungen in der Zahnoberfläche (Fissuren, Grübchen), Nischenbildung bei Stellungsanomalien, Mundhygiene (Plaquebildung), Ernährung (zuckerhaltige Nahrungsmittel), Menge und Zusammensetzung des Speichels, Vererbung und evt. Kariesresistenz.


Kariesrisiko

Kariesrisiko ist die Wahrscheinlichkeit, an Zahn-Karies bzw. Zahnfäule zu erkranken was ein Loch im Zahn bedeutet.

Das Kariesrisiko wird hauptsächlich aufgrund vom Keimgehalt des Speichels und der verteilten Menge der zuckerhaltigen Speisen bestimmt.

Kariesrisiko, Karies, Kariologie, Zahnkaries, Zahn

Mit einer gezielten Kariesprophylaxe kann Karies meist vermieden werden.

Risiko für Karies

Zur Demineralisation der Zahnhartsubstanz führen Zucker und daraus entstehende Säuren.

Die Bakterien verursachen dabei nicht direkt die Schädigung vom Zahn sondern die von den Bakterien gebildete Milchsäure. Die Menge der freigesetzten Milchsäure wird daher als Indikator für die Stoffwechselaktivität der Kariesverursachenden Bakterien angesehen, denn je höher die Stoffwechselaktivität dieser Bakterien ist, umso grösser ist die Gefahr für die Zahnschäden durch Bildung von Milchsäure. Für die Entstehung von Karies ist nicht die Anzahl von Bakterien entscheidend sondern deren Stoffwechselaktivität.

Kariesrisiko ist die Wahrscheinlichkeit, an Karies zu erkranken

Zahn-Karies wird als übertragbare Erkrankung angesehen, wobei Streptococcus mutans und Laktobazillen die primären Pathogene darstellen.

Das Kariesrisiko wird hauptsächlich aufgrund des Keimgehaltes des Speichels und der verteilten Menge der zuckerhaltigen Speisen bestimmt. Biologische Testverfahren eröffnen in Verbindung mit der klinischen Inspektion die Möglichkeit, das individuelle Kariesrisiko von Zahnkaries zu bewerten. Das Karies Risiko ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ausgeprägt. Mit Hilfe von verschiedenen Testverfahren kann das Karies Risiko bestimmt werden. Beim Testverfahren für das Karies-Risiko wird die Qualität und Menge des Speichels gemessen.

Für Kariesrisiko ist die Anamnese wichtig

die Mundhygienegewohnheiten
das Ernährungsverhalten
Allgemeinerkrankungen
Medikamente die Auswirkungen auf die Speicheldrüsenfunktion haben
Familienanamnese Kariesvorkommen in der Familie
Fluoridanamnese

Diese Faktoren können eine Auswirkung auf das Kariesrisiko haben, wobei die individuelle Mundsituation beachtet werden muss.

Bestimmung vom Karies-Risiko

Kontrolle der Schwachstellen beim Zahnarzt
Messung, Menge und Qualität des Speichels
Messung der Anzahl der Karies verursachenden Bakterien
Bestimmung vom Säuregehalts des Speichels
Bestimmung vom Plaque-Index
Bestimmung vom Blutungs-Index

Bakteriologische Analysen von Speichel

Das Erkrankungsrisiko für Zähne und Zahnfleisch wird durch bakteriologische Analysen des Speichels bestimmt.

Auf der Basis der umfassenden Befundaufnahme können geeignete präventive oder therapeutische Massnahmen gezielt eingeleitet werden. Bei den bakteriologischen Analysen des Speichels wird die Anzahl der Karies verursachenden Streptococcus-mutans-Bakterien und Laktobazillen pro Milliliter Speichel bestimmt. Der Säuregehalt des Speichels mit seinem PH-Wert wird damit eruiert und diagnostisch ausgewertet. Der PH-Wert vom Speichel wird durch die Ernährung und Aktivität der Zahnplaque beeinflusst und verändert sich ständig. Der neutrale Mittelwert vom Speichel liegt bei 6,4. Bei Übersäuerung wie durch den Genuss von Süssigkeiten steigt auch das Karies-Risiko, denn dadurch wird die natürliche Schutzwirkung des Speichels reduziert.

Reduzierung vom Risiko Karies

Mit den Ergebnissen von Plaque-Index und Speichel-Tests ist eine gezielte und wirkungsvolle Reduzierung vom Karies-Risiko möglich.

Die Testergebnisse sind Grundlage für das persönliche Präventionskonzept um das Karies Risiko zu senken für gesunde Zähne und Zahnfleisch.

Wichtig für das Karies Risiko ist der Plaqueindex

Durch das Einfärben der Zähne wird Umfang und die Ausdehnung der Plaque sichtbar gemacht.

Wo die Reinigung der Zähne erschwert ist wie in den Grübchen und Fissuren der Kauflächen und an Zahnzwischenräumen sowie am Zahnfleischrand tritt Karies vermehrt auf. Bestimmt wird darum das persönliche Karies-Risiko mit Hilfe vom Plaque-Index.

Caries risk test

Der "Caries risk test" ist ein Verfahren bzw. Speicheltest um den Speichel des Zahnpatienten auf Bakterien wie Streptococcus Mutans und Laktobazillen zu testen, denn dabei handelt es sich um kariesverursachenden Bakterien.

Streptococcus mutans bildet aus der im Speisebrei enthaltenen Saccharose extrazelluläre Glukan-Polymere, mit der die Bakterien sich dem Zahnschmelz anzuheften. Die Höhe der Bakterienkonzentration im Speichel ist zusammenhängend mit dem Kariesrisiko. Laktobazillen sind Milchsäurebakterien und gehören zu den Kariesbakterien. Kariesbakterien sind Streptococcus mutans, Lactobacillus acidophilus und sind säurebildend, säurefest und Kolonien-Bildend.

Einschätzen vom Kariesrisiko

Die Erfassung der individuell gefährdenden Faktoren und die Einschätzung vom Kariesrisiko sind sehr wichtig.

Durch ätiologische Faktoren kann der kariöse Prozess durch die konsequente Beeinflussung verhindert, vermindert oder in frühen Stadien umgekehrt werden. Die Bestimmung des Kariesrisikos ist durch Kombinationen mehrerer Informationen möglich, denn Karies ist ein multifaktorielles Geschehen und sehr komplex.

Zur Bestimmung vom Kariesrisiko zählen:

Empfänglichkeit des Wirtes wie Karies in der Vergangenheit
Bestimmung der Streptococcus mutans-Werte als Indikator für Risiko
Bestimmung der Laktobazillen als Indikator für Zuckergehalt der Diät
Speichelfliessrate und Pufferkapazität als Indikator (Remineralisierung-Potenzial)

Speichelfliessrate

Speichel hat eine remineralisierende, antibakterielle Wirkung resp. Pufferwirkung zur Neutralisation bakterieller Säuren.

Der Speichel bzw. die Speichelfunktion ist für die Zähne wichtig betreffend Spülfunktion, Pufferkapazität und Remineralisation. Eine ausreichende Speichelfluss ist besonders wichtig und trägt zur Aufrechterhaltung der oralen Gesundheit bei, denn Mundspeichel hat die Funktion der mechanischen Reinigung bzw. eine Spülfunktion zur Entfernung von Bakterien und Speichel bildet mit seinen antiviralen und antibakteriellen Faktoren die erste Barriere im Mund gegenüber Krankheitserregern. Der Mundspeichel enthält alle Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt der Zähne und seiner Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht. Die Speichelfunktion ist ein wichtiger Faktor für die Zahngesundheit, denn ohne Speichel würden die Zähne innerhalb weniger Wochen vollständig erodieren. Eine ausreichende Pufferkapazität trägt zu einem neutrale pH-Werte in Speichel und Plaque bei, während eine unzureichende Pufferkapazität zu einer Erhöhung des Kariesrisikos führt. Eine eingeschränkte Speichelproduktion, was besonders bei älteren Leuten der Fall ist korreliert mit einem erhöhten Kariesrisiko.

Kariesschutz

Kariesschutz ist möglich durch Fluoride resp. die Mineralsalze des Fluors, die zu den Spurenelementen zählen.

Diese Spurenelemente werden vom Körper zum Aufbau der Zähne und der Knochen benötigt. Natürliche Fluoridquellen sind Trinkwasser, Mineralwasser und Nahrungsmittel. Es gibt auch fluoridhaltiges Speisesalz, das zum Kochen verwendet wird. Zur Kariesverhütung (Zahnprophylaxe) werden in der Zahnmedizin Fluoride  eingesetzt.

Beim Kariesschutz macht man sich Folgendes zunutze:

Fluoride hemmen das Herauslösen von Mineralstoffen aus dem Zahnschmelz (Demineralisation)
Spurenelemente erhöhen die chemische Widerstandsfähigkeit des Zahnschmelzes
Fluoride fördern den Einbau von Mineralstoffen in den Zahnschmelz (Remineralisation)
Fluoride behindern die Besiedlung der Zahnoberfläche durch Karies verursachende Bakterien
Fluoride hemmen den Stoffwechsel der Bakterien und damit deren Säureproduktion (Kariesentstehung)

Kariesprophylaxe

Unter der Kariesprophylaxe versteht man alle Massnahmen, die der Verhütung von Karies dienen.

Zur Kariesvorbeugung gehört neben der intensiven Mundhygiene und Zahnhygiene ein regelmässiger Zahnarztbesuch mit professioneller Zahnreinigung. Mit einer gezielten Kariesprophylaxe kann Karies vielfach vermieden werden, denn Fluoride wirken karieshemmend durch direkten Kontakt mit den Zahnhartsubstanzen.


Rezidiv-Karies

Rezidivkaries ist zu unterscheiden von der Sekundärkaries, denn bei der Rezidivkaries entstehen wegen mangelhafter Zahnbehandlung neue Probleme an gleicher Stelle wie bei überstehenden und unpolierten oder schadhaften Füllungsrändern oder Kronenrändern.

Rezidiv-Karies ist ein erneutes Ausbrechen einer zeitweise ruhenden Karies (Caries) als Folge mangelhaften Entfernung der kariösen Stellen bei der Erstbehandlung und wird auch als Kariesrezidiv genannt.

Möglich ist bei der Kariesrezidiv auch, dass bei der Erstbehandlung die vollständige Entfernung der Karies nicht möglich war und erst ein Speicheltest vorgenommen wurde.

Kariesrezidiv, Kariesarten, Kariesformen, Karies

Ein Rezidiv ist das Wiederauftreten bzw. Rückfall einer Krankheit, einer Störung oder deren Symptomen nach einer Zahnbehandlung, ein Kariesrezidiv kann auch die Folge eines zahnärztlichen Behandlungsfehlers sein.

Kariesrezidiv

Kariesrezidiv bedeutet die Aktivierung einer alten, zeitweise ruhenden Karies als Folge einer mangelhaften Entfernung der Erkrankung bei der Erstbehandlung oder durch schlechten Randschluss der Reparaturmassnahme.

Kariesrezidiv, Zahn Karies, Zahnkrankheit, Zähne

Im Gegensatz zur Sekundärkaries kann die Karies nur bei grösserem Ausmass klinisch erkannt werden.

Karies Rezidiv

Ein Rezidiv (lat. recidere, zurückfallen) ist das Wiederauftreten bzw. Rückfall einer Krankheit, einer Störung oder deren Symptomen nach einer Zahnbehandlung.

Unter einem Karies-rezidiv versteht man in der Zahnmedizin das wieder auftreten einer Karies an einer bereits behandelten Stelle von einem Zahn. Rezidivkaries bedeutet die Aktivierung einer alten, zeitweise ruhenden Karies als Folge einer mangelhaften Entfernung der Erkrankung bei der Erstbehandlung oder durch schlechten Randschluss der Reparaturmassnahme. Dafür gibt es verschiedene Gründe wie unzugängliche Stelle am Zahn, drohender Gefahr der Pulpaeröffnung oder behandlungsunwilliger Zahnpatient etc. Kariesrezidiv bezeichnet ein erneutes Aufflammen einer nicht vollständig entfernten Karies an einer bereits behandelten Stelle. Ein Kariesrezidiv ist meist die Folge eines zahnärztlichen Behandlungsfehlers oder aber auch bei der Erstbehandlung wo die vollständige Entfernung der Karies nicht möglich war z. B. tiefe Karies (Caries profunda). Der Begriff Kariesrezidiv bezeichnet das Fortschreiten oder Wiederaufflammen einer Karies, die während der Zahnbehandlung (Exkavation) nicht ausreichend entfernt wurde. Das Kariesrezidiv ist zu unterscheiden von der Sekundärkaries, bei der die Karies bei mangelhafter Zahnbehandlung neu geschaffenen Problemstellen auftritt wie bei einem überstehenden, unpolierten oder schadhaften Füllungsrand oder Kronenrand. Als Sekundärkaries wird die Entstehung von Karies im Randbereich von zahnärztlichen Restaurationen wie Zahnfüllungen oder Kronen bezeichnet. Ursache für eine Sekundärkaries sind meist kleine Randspalten zwischen Füllung und der Zahnhartsubtanz. Es können auch alterungsbedingte Randspalten (Verschleiss) an Füllungen entstehen, sodass Bakterien eindringen können und sowohl im Zahnschmelz am Füllungsrand wie auch im Zahnbein (Dentin) kariöse Defekte verursachen. Unter einem Kariesrezidiv versteht man in der Zahnmedizin das wieder auftreten einer Karies an einer bereits behandelten Stelle eines Zahns. Eine Früherkennung durch die Röntgentechnik ist besonders mit Bissflügelaufnahmen gut möglich.

Erneute Caries nach Zahnbehandlung

Das erneute Entstehen einer Caries an einem bereits behandelten Zahn bzw. Füllungsrand bezeichnet man als Sekundärkaries oder Rezidivkaries.

Der Unterschied zwischen Caries superficiali`s und Caries media ist sehr klein, denn bei Caries media kann es ein Zufallsbefund sein, wo vorher keine Schmerzen vorhanden waren entstehen plötzlich Zahnschmerzen, denn je grösser der Defekt ist, umso mehr finden Fäulnisprozesse statt. Die Schmelzkaries (Caries superficiali`s) ist eine oberflächliche und vorerst nur den Zahnschmelz befallene Karies mit Initialkaries, eine kreidige Zahnverfärbung resp. Initialläsion. Die Symptome von Initialkaries zeigen sich in Form einer kreidigen Schmelzoberfläche (Kreideflecken auf Zahn). Die Initialschäden sind mithilfe von Mineralien regenerierbar, etablierte Schäden müssen mechanisch gesäubert und therapeutisch versorgt werden. Bei der Caries penetrans (Zahnfäule) hat der Defekt die Pulpa durch das Dentin hindurch bereits erreicht. Caries profunda ist eine Tiefgehende Karies. Caries Florida ist eine rapide Verlaufsform von Karies und wird auch "blühende Karies" genannt. Die Zahnfäule wird als Caries dentium bezeichnet und ist eine Erkrankung von Zahnhartgewebe, Zahnschmelz und Dentin. Caries Decline ist der Rückgang von Zahnkaries durch den Einsatz von Fluoriden. Kariesrezidiv oder Rezidivkaries ist ein erneutes Ausbrechen einer zeitweise ruhenden Karies, evt. durch einen Behandlungsfehler.


Kariestest Kariesschnelltest

Kariestest mit Laboruntersuchung von Speichelproben hat das Ziel, Säuregehalt und Bakterienvorkommen zu bestimmen.

Kariestest ist die Laboruntersuchung vom Speichel auf seine Kariesverursachenden Bakterien hin. Gleichzeitig kann der Säuregrad des Speichels bestimmt werden. Da der Bakteriengehalt oder Säuregehalt des Speichels nur bedingt etwas über die Kariesanfälligkeit sowie Kariesrisiko aussagt, sind diese umstritten.

Kariesschnelltest

Eine Probe wird mit dem Teststäbchen auf dem Zungenrücken vorhandenen Biofilm entnommen.

Kariesschnelltest, Kariesverursachende Bakterien

Durch Biochemische Untersuchungen kann die Zusammensetzung des Biofilm von Zungenrücken und der Zahnoberflächen verglichen werden.

Es gibt auch den Kariesschnelltest der auf dem Nachweis von Milchsäure basiert, gebildet von Karies verursachenden Bakterien im Biofilm der Zunge, denn ein Biofilm entsteht, wenn sich Mikroorganismen auf einer Oberfläche ansiedeln. Durch die Stoffwechselproduktion der Mikroorganismen bildet sich auf der Oberfläche eine dünne geschlossene Schleimschicht. In diesem Biofilm sind die Mikroorganismen eingebettet. Je mehr Milchsäure von den Bakterien produziert wird, umso höher ist die Stoffwechselaktivität der Bakterien. Damit steigt auch das Potenzial dieser Bakterien Karies zu verursachen. Mit einem Teststäbchen wird beim Kariesschnelltest ein Abstrich von der Zunge genommen. Das Teststäbchen wird dann in eine Diagnoseflüssigkeit eingetaucht und nach 3 min. wieder herausgenommen. Anhand der Farbskala kann man beim Kariesschnelltest das Testergebnis ablesen.

Kariestest

Streptococcus Mutans Test:

Kariestest zur Bestimmung der gefährlichsten Kariesverursacher wie Streptococcus Mutans auf seine Menge und Art.

Hoher Wert an Streptococcus mutans ergibt ein hohes Kariesrisiko und sollte mit antibakterieller Massnahmen durch Chlorhexidin bekämpft werden. Bei hohem Werte an Laktobazillen kann meist von einem hohen Zuckerkonsum ausgegangen werden. Dabei sollte aber immer die Speichelfliessrate und Pufferkapazität beurteilt werden, da sie einen entscheidenden Einfluss auf die Remineralisation, den pH-Wert und den Selbstreinigungseffekt haben.

Caries Risk Test (CRT-Test):

Kariesverursachenden Bakterien (Streptococcus Mutans, Laktobazillen) werden mittels einer Speichelentnahme (Speicheltest) getestet. Streptokokkus Mutans Bakterien sind die Auslöser von Karies. Mit dem Kariestest werden die Anzahl dieser Bakterien im Speichel gemessen, wodurch das individuelle Kariesrisiko bestimmt wird. Mit Hilfe des Pufferkapazitäts-testes, kann geprüft werden,  wie weit der Speichel in der Lage ist, schädliche Säuren zu neutralisieren.


Kariogen

Süsse Stoffe werden innerhalb von etwa 2 Stunden abgebaut.

Anfälligkeit für Karies, Kariogen, Antikariogen

Bei Stärkeprodukten ist der Zeitraum, in dem Stärke zu Glukose abgebaut wird, wesentlich länger.

Kariogen bedeutet Karies fördernd und Antikariogen, Kariesverhütend (Kariesbekämpfung).

Zu Kariogen bzw. zur Kariogenität gehören leicht abbaubare Kohlenhydrate wie Saccharose, aber auch Glukose, Fruktose, Laktose und Süssmittel, wie Honig und viele Natursüssmittel. Kariogen ist die im Zusammenhang mit Nahrungsmitteln stehende Anfälligkeit für Karies. Bestimmte Bakterien im Plaquebelag bauen insbesondere Zucker, welcher mit Nahrung in die Mundhöhle und in den Zahnbelag gelangt ist, in ihrem Stoffwechsel zu organischen Säuren ab die dann die Schmelzoberfläche angreift, was zu Zahnkaries führt. Bei guter Mundhygiene mit Fluoridzahnpaste und der Vermeidung von Zucker, kann sich die angegriffene Zahnoberfläche wieder remineralisierend bzw. stabilisieren. Sofern aber diese Bakterien weiterhin mit Zucker gefüttert resp. gezüchtet indem die Mundhygiene vernachlässigt wird, ist der Zahn weiteren Säureangriffen ausgesetzt, die dann auch mit Fluorid aus Zahnpasten oder Gelées nicht mehr remineralisiert werden können, sodass Zahnkaries entsteht bzw. das berühmte „Loch im Zahn“. Bakterien bevorzugen Zahnzwischenräume wo sie im Besonderen während den Nachtzeiten am wenigsten gestört werden, denn die Speicheldrüsen produzieren nachts weniger Speichel und sich die Säuren der Kariesbakterien nicht verdünnen und puffern können. Wenn keine Mundhygiene vor dem zu Bett gehen erfolgt, haben die Bakterien im feuchtwarmen Klima der Mundhöhle stundenlang Zeit sich zu vermehren. Die grösste Bedeutung für Zahnkaries bzw. Kariesbildung wurde bisher den kariogenen Eigenschaften von zuckerhaltigen Speisen zugemessen. Nach neuere Untersuchungen aber besitzen Lebensmittel, welche gekochte Stärke enthalten wie Pommes Frites oder Kartoffelchips eine noch grössere Kariogenität. Unter Kariogenität versteht man Kariesverursachend oder Kariesauslösend bzw. das Vermögen eines Nahrungsstoffes, die eine Kariesentstehung fördert. Die Kariogenität sagt nichts aus über die "Klebrigkeit" der Substanzen auf der Zahnoberfläche. Zu den kariogenen Stoffen gehören leicht abbaubare Kohlenhydrate wie Saccharose, Glukose, Fruktose, Laktose und Süssmittel, wie Honig und viele natürliche Süssmittel.


Wurzel-Karies

Wurzelkaries ist Karies an der Zahnwurzel und entsteht, wenn das Dentin im Bereich freiliegender Zahnhälse bzw. Zahnwurzeln keinen schützenden Schmelzüberzug mehr hat und darum kariesanfälliger ist.

Wurzelkaries, Zementkaries, Zahnhalskaries Zahn

Wurzelkaries ist erkennbar als oberflächliche, weiche und verfärbte Zerstörung von Zement und Zahnbein bzw. Dentin.

Wurzelkaries ist eine Kariesform, bei der meist der ganze Wurzelbereich befallen ist, was vielfach zum Verlust vom befallenen Zahn führt.

Als Ursache für Wurzelkaries ist das Zurückbilden vom Zahnfleisch im Bereich der Zahnwurzel verantwortlich. Dies wird hervorgerufen durch das voranschreitende Alter, durch eine falsche Zahnputztechnik, Verwendung harter Zahnbürsten oder abrasiver Zahnpasten. In dem Bereich einer freiliegenden Zahnwurzel fehlt der schützende Schmelzüberzug vom Zahn, der darum besonders anfällig für Karies ist. Wurzelkaries wird auch als Zementkaries oder Zahnhalskaries bezeichnet. Wurzelkaries ist ein Kariesbefall am freiliegenden Zement nach Entblössung der Zahnhälse des Zahnfleisches. Im Alter entwickelt sich eine Karies (Caries) an ca. 15 % aller freiliegenden Zahnwurzeloberflächen, die bei Männern stärker als bei Frauen ausgebildet ist. Neben den üblichen Kariesrisiko-Faktoren ist es im Alter besonders der verminderte Speichelfluss, der die Wurzelkaries auslöst. Am häufigsten werden die bukkalen Wurzelflächen der Molaren und Prämolaren, weniger die der Eckzähne und Schneidezähne von Wurzelkaries befallen. Diese Zahnwurzeln haben dann bereits eine Krankengeschichte hinter sich, wenn die Zementkaries beginnt, denn während der Entblössung des Zahnhalses (Zahnhalskaries) infolge Rezession dürfte das Wurzeldentin schon seit längerer Zeit reagiert haben.

Meist sind Senioren von Parodontitis und Wurzelkaries betroffen

Viele Menschen entwickeln mit zunehmendem Alter eine degenerative Veränderung von Zahnfleisch und Kieferknochen oder leiden unter Zahnfleischschwund.

Ursache ist oft unbehandelte oder auch behandelte Parodontitis, das eine Entzündung des Zahnhalteapparates ist. Der meist nichtentzündliche Prozess an einzelnen oder mehreren Zähnen legt jedoch die Wurzeloberflächen bzw. Zahnhälse frei. Aufgrund individueller Zahnstrukturen sind dies Zahnhälse anfälliger für Karies als andere Schmelzoberflächen. Auch eine Veränderung der chemischen Zusammensetzung von Dentin und Zement aufgrund mechanischer Reizungen durch falsches starkes Zähneputzen, harte Zahnbürsten und Abrieb fördernde Zahnpasten sowie Zähneknirschen oder Zähne mit geringer Kieferknochenstütze die im Kieferknochen weit nach aussen stehen können zu einer erhöhten Anfälligkeit für Wurzelkaries beitragen.


Zement-Karies

Zementkaries ist das Zahnkaries des Wurzelzementes im Besonderen beim Zementsaum bzw. Zementspalt.

Zementkaries, Zahnkaries, Wurzelzement, Karies

Kariöse Veränderungen am Zahnzement können nur auftreten, wenn die Schmelzzementgrenze vom Epithel entblösst ist.

Beim Wurzelzement wird Zahnkaries als Zementkaries oder Wurzelkaries bezeichnet.

Zementkaries ist Karies auf der Wurzeloberfläche nach dem zurückziehen vom Zahnfleisch (Gingiva). Diese Zahnwurzeln haben dann bereits eine Krankengeschichte hinter sich, wenn die Zementkaries beginnt. Die Bakterien rufen eine Auflösung der Zement-Kutikula hervor, wonach Säuren und Mikroorganismen in den Zement eindringen können. Die dünne Zementschicht wird bei der Zementkaries rasch zerstört und bröckelt ab.


Glattflächenkaries

Glattflächenkaries ist ein Prozess progressiver Demineralisation durch organische, von Bakterien gebildete Säuren.

Glattflächenkaries Zahnschmelz, Zahn, Karies

Die Glattflächenkaries beschränkt sich anfänglich nur auf den Zahnschmelz im Glattflächenbereich der Zähne.

Glattflächenkaries ist meist ein Kreidefleck mit intakter oder lokal eingebrochener Zahnoberfläche.

Glattflächenkaries betrifft vorwiegend Frontzähne von Kindern bei gesteigertem Süsswarenkonsum, unzureichender Zahnpflege oder bei Mangel der Schmelzstruktur. Glattflächenkaries ist ein Kariesbefall der mittleren und inzisalen bzw. dem okklusalen Drittel der Glattflächen, meist vestibulär. Glattflächenkaries ist vorkommend bei Erwachsenen bei der Bäckerkaries, denn die Bäckerkaries ist eine rasch fortschreitende und sich flächenhaft ausbreitende Karies bei Bäckern und Konditoren, die auf den Kontakt mit Mehlstaub und Zuckerstaub zurückzuführen ist, so dass die Bäckerkaries als Berufskrankheit anerkannt ist.


Zahnhals-Karies

Zahnhalskaries ist Karies am Schmelz-Zement-übergang der durch den Gingivitis-bedingten Zahnbelag begünstigt wird.

Zahnhalskaries, Karies Zahnhals, Wurzelkaries

Zahnhalskaries ist Zahn-Karies (Caries) am Zahnhals, der zu den Prädilektionsstellen gehört.

Als häufigste Ursache für Zahnhalskaries sind freiliegende Zahnhälse die ein hohes Risiko darstellen für Zahnhalskaries und damit betrifft es hauptsächlich Erwachsene und Menschen im fortgeschrittenen Alter. Zahnhalskaries ist eine Sonderform von Karies im Bereich der Schmelz-Zement-Grenze, wobei nicht nur wie gewöhnlich der Zahnschmelz und das Dentin der Zahnkrone befallen sind, sondern die Zahnwurzel an der Schmelz-Wurzelzement-Grenze und darum auch als Wurzelkaries bezeichnet wird. Sofern grössere Defekte nicht vermieden werden können, muss der Zahnhals mit speziellen Füllungen wie Glasionomerzement oder Komposite präpariert werden. Positiver Nebeneffekt von Glasionomerzement ist, das er in geringen Mengen Fluor abgibt und so die Zähne zusätzlich vor Karies schützt. In schwierigen Fällen hilft aber nur noch das Überkronen vom Zahn.

Unterschied zwischen Zahn-Karies und Zahnhals-Karies

Zwischen normaler Zahnkaries und Zahnhals-Karies gibt es einen entscheidenden Unterschied, denn Zahnhalskaries befindet sich nicht auf dem Zahn, sondern am Zahnhals der besonders empfindlich auf Süsses, Heisses und Saures reagiert wenn der Zahnhals nicht mehr vom Zahnschmelz bedeckt ist, sodass Zahnhalskaries besonders schmerzhaft ist. Anders als die Zahnkronen besitzen die Zahnhälse keinen schützenden Zahnschmelz, sodass sich Karies schneller ausbreiten und die Zähne schädigen kann. Mit Zahnhalskaries der auch als Wurzelkaries bezeichnet wird, ist nicht zu spassen, denn Karies entsteht durch Stoffwechselleistungen der Mikroorganismen in der Plaque, wo Leitkeime in der Entwicklung der Zahnkaries bzw. Zahnhalskaries der Streptococcus Mutans und der Lactobacillus eine wichtige Rolle spielen. Sofern Zahnhalskaries frühzeitig erkannt wird, ist eine schonende Zahnbehandlung möglich, denn der Zahnarzt nimmt eine sorgfältige Reinigung vor und bringt anschliessend konzentrierte Fluoridpräparate an den betroffenen Stellen auf, durch die Einlagerung von Mineralien wird die Heilung der Zahnoberfläche beschleunigt.


Loch im Zahn, ein Zahnloch

Ein Loch im Zahn kann man selbst nicht ohne weiteres erkennen und wird vom Zahnarzt als Kavität bezeichnet.

Loch im Zahn, Zahnloch, Zahnkaries Schmelz

Das Zahnloch kann sehr schmerzhaft sein und sogar zu Zahnverlust führen, wenn sich die Kavität vergrössert.

Loch im Zahn ist eine Umgangssprachliche Formulierung für Zahn-Karies bzw. Zahnfäule, Kariöse Läsionen etc.

In der Zahnmedizin ist das Loch im Zahn ein akuter oder chronischer Zerfall der harten Substanz der Zähne. Gebrochene Knochen wachsen selbstständig zusammen, Zähne haben diese Vorteile aber nicht, denn die Zahnschmelzbildenden Zellen sterben nach dem Zahndurchbruch ab. Ein Loch im Zahn kann also nicht ausheilen und muss um das Fortschreiten der Karies zu stoppen mit einer künstlichen Füllung vom Zahnarzt geschlossen werden. Die Behandlung von kariösen Zahn-Löchern ist wichtig, denn je früher mit der Zahnbehandlung begonnen wird, umso weniger geht gesunde Zahnsubstanz verloren. In der Zahnmedizin wird zwischen plastischen Füllungen wie Amalgamfüllungen und Einlagefüllungen bzw. Inlays unterschieden. Jede Füllungsart und jedes Material hat seine spezifischen Vorteile und Nachteile um das Loch im Zahn zu füllen. Die Auswahl der Methode richtet sich immer individuell nach dem Zahnschaden und dem Zustand vom Gebiss. Um das Loch im Zahn zu füllen ist nebst der Wahl vom Füllungsmaterial die Qualität der Materialverarbeitung durch den Zahnarzt sehr wichtig, damit keine Rezidiv-Karies entstehen kann.

Caries Florida

Caries Florida ist eine rapide Verlaufsform der Karies (Caries) und wird auch "blühende Karies" genannt.

Caries Florida ist eine tiefgehende Karies, bis nahe an den Zahnnerv heranreichend und oder ist bereits infiziert, was mit Zahnschmerzen verbunden ist.

Caries penetrans

Die schwerste Form von Zahnkaries ist die "durchdringende Zahnfäule" (Caries penetrans) wo die Karies bereits das Zahnmark (Pulpa) erreicht hat was bedeutet, Loch im Zahn.

Caries penetrans ist eine durchdringenden Zahnfäule wo der Defekt bereits durch das Dentin hindurch die Pulpa erreicht hat, so dass eine Verbindung zwischen Mundhöhle und Pulpencavum entstanden ist.  Weitere Folgen der Karies sind Entzündungen des Zahnmarks, Entzündungen des Zahnhalteapparats an der Wurzelspitze (apikale Parodontitis), Abszesse und Osteomyelitis, die in Ausnahmefällen zum Tod führen können.

Zahnloch

Zahnloch oder Loch im Zahn ist eine Umgangssprachliche Formulierung für Zahnfäule, eine kariöse Läsion was Karies bzw. Zahnkaries bedeutet. Wichtiger als die Wahl des Materials (Füllungsmaterialien) bei Zahnfüllungen sind die Qualität der Verarbeitung durch den Zahnarzt und den Dentaltechniker sowie die Mundhygiene.


Milchzahnkaries

Milchzahnkaries (Caries) ist eine an den oberen Frontzähnen symmetrisch auftretende Karies, bedingt durch mangelhafte Mineralisation der in den ersten Lebensmonaten gebildeten Schmelzabschnitte.

Milchzahnkaries Frontzähne Zahn-Karies Kinder

Die unteren Schneidezähne bleiben von Zahn-Karies meist verschont bzw. Kariesfrei.

Milchzahnkaries entsteht im Prinzip durch die gleichen Ursachen wie die Zahn-Karies der bleibenden Zähne, der Unterschied liegt in der Anatomie der Milchzähne und im Karies-Verlauf, denn Milchzähne haben eine dünnere Schmelzschicht und Dentinschicht als bleibende Zähne.

Milchzahnkaries ist eine an den oberen Frontzähnen symmetrisch auftretende Caries, bedingt durch mangelhafte Mineralisation der in den ersten Lebensmonaten gebildeten Schmelzabschnitte. Die unteren Schneidezähne bleiben dagegen von Karies (Caries) meist frei. Bei den Mahlzähnen kann die gesamte Kronenfläche betroffen sein. Milchzahnkaries unterscheidet sich nicht von der Karies der bleibenden Zähne, Milchzähne besitzen aber eine geringere Hartgewebemasse als permanente Zähne, sodass Karies bei gleicher Ausbreitungsgeschwindigkeit die Zahnpulpa schneller erreicht. Bei den Mahlzähnen kann die gesamte Kronenfläche betroffen sein. Die Schmelzkaries ist eine oberflächliche, vorerst nur den Zahnschmelz befallene Karies mit kreidiger Verfärbung. Milchzahnkaries muss vom Zahnarzt behandelt werden, denn bei Milchzähnen hat Karies einen schnelleren Verlauf als bei bleibenden Zähnen. Milchzähne haben eine Platzhalterfunktion für die bleibenden Zähne weshalb die Kariesentstehung im Milchzahngebiss möglichst vermieden werden sollte. Kariöse Milchzähne sind auch das Schicksal für das bleibende Gebiss, denn bleibende Zähne können angesteckt werden, sodass Zahn-Karies im bleibenden Gebiss vorprogrammiert ist.

Flaschenkaries

Flaschenkaries ist eine Aussageform von Karies für Milchzahnkaries und wird meist verwendet für eine frühkindliche Karies die durch regelmässiges trinken von Süssigkeiten entsteht.

Ein grosses Kariesrisiko für Flaschenkaries besteht bei Flaschengetränken mit viel Zucker und Säuregehalt. Flaschenkaries entsteht durch dauerndes Nuckeln an Süssen Getränken mit den Milchzähnen. Viele Babys werden von Ihren Eltern oder Betreuungspersonen infiziert mit Karies indem Schnuller und Babyflaschen-Sauger ablutscht und so dem Säugling wieder in den Mund geben werden, denn Kleinkinder kommen ohne Karies zur Welt. Flaschenkaries entsteht auch meist an den Oberkieferfrontzähnen, in ausgeprägten Fällen auch bei anderen Zähnen, was gravierende Zerstörungen durch häufige und lange Aufnahme stark gesüsster Flaschennahrung zur Folge hat. Für Milchzahnkaries gibt es verschiedene Aussageformen wie Flaschenkaries, Milchflaschenkaries, Zuckerteekaries oder Zuckersaftkaries etc.


Was ist Karies

Karies ist eine lokale, bakteriell bedingte Zahnerkrankung, die mit einem fortscheitenden Verfall vom Zahnhartgewebe einhergeht was zu Kavität bzw. einem "Loch im Zahn" führt.

Faule Zähne im Mund, verursacht durch Karies sind meist schmerzhaft und verursachen zugleich Mundgeruch.

Was ist Karies, faule Zähne, Zahnausfall, Zahn

Die Karies ist eine Erkrankung der Zahnhartsubstanz, die unbehandelt die Struktur der Zähne zunehmend zerstört, was zum Zahnverlust führen kann.

Karies hat seinen Ursprung im Latein und bedeutet so viel wie Morschheit oder Fäulnis.

Beim Zahn ist Karies der akute oder chronische Zerfall der harten Zahnsubstanz und bei Knochen bzw. bei der Knochenkaries ist es eine entzündliche Erkrankung der Knochen mit Zerstörung von Knochengewebe, resp. Knochengewebeschwund, eine eitrige oder granulomatöse Knochengewebsentzündung (Ostitis), besonders bei Knochentuberkulose.

Zahnkaries ist eine Erkrankung vom Zahnhartgewebe Zahnschmelz und Dentin, die meist schleichend erfolgt und vielfach als faule Zähne oder Zahnfäule bezeichnet wird.

Was ist Karies, Faule Zähne, Zahnausfall, Zahn

Faule Zähne entstehen vielfach wenn die Zahnkaries nicht behandelt wird, im Besonderen bei Zahnarztangst bzw. Angst vor der Zahnbehandlung.

Aber auch Speichel ist ein sehr wichtiger Faktor für die Zahngesundheit, denn ohne Speichel würden die Zähne im Mund innerhalb weniger Wochen vollständig erodieren.

Der Speichel enthält alle Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt der Zähne und seiner Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht, denn nach der Nahrungsaufnahme bauen Bakterien den Zucker in der Nahrung zu Säure ab. Speichel bildet mit seinen antiviralen und antibakteriellen Faktoren die erste Barriere im Mund gegenüber Krankheitserregern.


Zahnschmelzkaries

Zahnschmelzkaries ist eine Erkrankung der Zahnhartgewebe Zahnschmelz und Dentin wo es viele verschiedene Bezeichnungen gibt für mehrere Stufen der Karies (Caries).

Der Begriff Karies bezeichnet die Zerstörung der Zahnhartsubstanz von Zahnschmelz und Dentin durch Stoffwechselendprodukte des Bakteriums Streptokokkus mutans.

Präkaries, Zahnschmelzkaries, Schmelzkaries

Die Zahnerkrankung Karies wird in unterschiedliche Stadien eingeteilt, die von Karies befallen sind, so unterscheidet man die Initialkaries wo die äusserste Schicht vom Zahnschmelz betroffen ist von der Dentinkaries bzw. dem Befall vom Zahnbein. Die Dentinkaries wird als Karies profunda bzw. tiefe Zahnfäulnis genannt wenn bereits über 2/3 des Dentins befallen sind. Sofern die Karies das Dentin vollständig durchdrungen hat spricht man von der Karies penetrans bzw. durchdringende Karies (Zahnfäulnis).

Präkaries

Präkaries ist eine "Vorkaries", eine jederzeit reversible Mineralisationsstörung, bei welcher das Gleichgewicht zwischen Prozessen der Entkalkung und Verkalkung zu Ungunsten der Remineralisation verschoben ist. Der Übergang von der Präkaries auf dem Zahn ist fliessend in eine initialen Schmelzkaries.

Schmelzkaries

Schmelzkaries (Caries superficiali`s), ist eine Oberflächliche, vorerst nur den Schmelz befallene Karies (Caries), Zahn mit kreidiger Verfärbung.

Schmelzkaries ist eine Initialkaries bzw. eine Initialläsion. Schmelzkaries ist ein Keilförmiger Strukturdefekt am Zahn.

Caries superficiali`s

Die Zahnschmelzkaries ist eine Karies bzw. Zahnkaries (Caries dentium). Caries superficiali`s ist Karies, die sich noch an der Oberfläche, also im Anfangsstadium, befindet und meist noch schmerzfrei verläuft. Sie beschränkt sich auf den Zahnschmelz und grenzt an das Dentin. Caries superficiali`s im Anfangsstadium ist relativ einfach zu beheben, da noch nicht oder nicht tief gebohrt werden muss. Caries superficiali`s ist Schmelzkaries (Zahnschmelzkaries) mit Keilförmiger Strukturdefekt. Bei dieser Karies ist die Schmelzschicht angegriffen, jedoch noch nicht in das Dentin eingedrungen. Bei der Caries superficiali`s ist die Ausbreitung im Schmelz nur leicht. bzw. mit leichter Dentin-Beteiligung. Bei der Caries media besteht die Karies bereits mit Dentin-Beteiligung und ist vielfach auch noch schmerzfrei. Möglich ist, dass beim Essen Schmerzen entstehen können. Anders als bei der Initialkaries ist die superfizielle (oberflächliche) Karies Irreversibel bzw. nicht mehr umkehrbar. Die Caries superficiali`s ist in ihrer Ausdehnung noch auf den Zahnschmelz begrenzt und bereitet dadurch auch vielfach keine Schmerzen. Aus dem unter einer intakten Oberfläche liegenden Mineralverlust ist ein Schaden entstanden. Diese Defekte an der Zahnoberfläche stellen ein ideales Versteck bzw. Schlupfwinkel für Bakterien dar. Plaques sind in diesen Defekten ständig vorhanden, so dass die von den Bakterien gebildete Säure durch den Speichel nicht neutralisiert werden kann. Dies führt zu einem kontinuierlich weiteren Mineralverlust.


Caries

In jeder Mundhöhle leben Mikroorganismen die sich ernähren sich von leicht verwertbaren Substanzen, vor allem von Zucker.

Caries, Zahncaries, Zahnfäule, Zahnschmelz Zahn

Mikroorganismen scheiden Stoffwechselprodukte (Säuren) aus, die den Zahnschmelz angreifen und entkalken resp. demineralisieren. Als Folge davon entsteht bei mangelnder Zahnpflege zuerst unter der noch intakten Schmelzoberfläche eine entkalkte Stelle als Initialläsion. Wenn die Entkalkung weiter voranschreitet, bricht die Schmelzoberfläche ein, sodass ein Karies-Loch entsteht.

Caries zerstört die Zahnsubstanz durch Abbauprodukte von Mundbakterien.

Caries bedeutet Karies (Zahnfäule, Caries dentum). Bakterien ernähren sich durch die Bakteriennährstoffe und im Zahnbelag zersetzen sie kleine Essensreste. Dabei entsteht Säure, die den Schmelz bzw. Zahnschmelz angreift und allmählich entkalkt. Dieser Prozess ist anfänglich noch umkehrbar durch Fluoridzufuhr und gute Zahnpflege. Bei fortschreitender Zerstörung vom Zahnschmelz entstehen zuerst eine weiche Stelle und später ein kleines Loch im Zahnschmelz, so dass die Beschädigung des Zahnschmelzes nicht mehr umkehrbar ist.

Zahnloch kann durch Zahnfüllung repariert werden

Das Loch im Zahn kann durch eine Zahnfüllung repariert werden, Zahnschmelz jedoch nicht.

Geht die Zerstörung weiter, greift die Caries das Zahnbein an und später den Zahnnerv. Unbehandelte Karies ist bei Menschen unter 35 der häufigste Grund für Zahnverlust, denn unbehandelte Karies zerstört nach und nach die Zahnhartsubstanz, also Zahnschmelz und Dentin. Wenn der Prozess das Dentin erreicht, beginnt der Zahn zu schmerzen. Besonders beim Verzehr süsser oder kalter Nahrungsmittel reagieren die Nervenfasern der Pulpa mit einem Schmerz. Dieser kann sich über den Zahn hinaus auf die entsprechende Kieferseite ausbreiten. Wird das entstandene Zahnloch nicht ausgebohrt und zahnmedizinisch versorgt (evt. Wurzelkanalbehandlung oder Wurzelspitzenresektion), dringen die Bakterien weiter vor, der Zahn vereitert, es gibt die berühmte "dicke Backe" oder krankhafte Veränderungen an inneren Organen, z.B. am Herzen, weil die Bakterien über die Blutbahn dorthin gelangt sind. Erst durch die zahnärztliche Untersuchung, Kariesdiagnostik mit spezieller Beleuchtung oder durch ein Röntgenbild und Sondierung (Karieserkennung) kann Karies genauer beurteilt werden. Eine Kariesunterteilung ist erst nach dem Ausmass des kariösen Schadens "kariöse Läsionen" möglich (Kariesindex). Eine Caries initialis bzw. Caries superficiali`s liegt vor, wenn sich die Karies innerhalb des Zahnschmelzes befindet. Bei einem Kariesbefall des Dentins handelt es sich entsprechend der Tiefe der Dentinkaries um eine Caries media oder Caries profunda.

Kariesstufen werden unterschieden:

Anhand der Lokalisation und Tiefe des Zahndefekts (Läsion) werden verschiedene Formen und Stufen der Karies unterschieden.
Initialkaries: Demineralisation ohne Strukturdefekt. (kann durch Fluoridierung umgekehrt werden)
Caries superficiali`s: Ausbreitung im Schmelz (vielfach noch schmerzfrei)
Caries media: mit Dentin-Beteiligung (teilw. Schmerzen beim Essen) Defekt bis zum Zahnbein (Dentinkaries)
Caries profunda: Grenzt mit infiziertem erweichten Dentin an das Pulpakavum. (Karies im Nerv-nahen Bereich)
Caries sicca: Alte, dunkle, harte, zum Stillstand gekommene Karies. Caries sicca stellt eine Sonderform dar.

Caries (Zahnkaries) wird begünstigt durch verschiedene Faktoren

Zahnbelägen 
Kariesfördernden Bakterien (Streptococcus Mutans, Laktobazillen)
Zucker und Kohlenhydraten aus denen Kariesbakterien Säure bilden können.
Zu wenig Speichel (Speicheldrüsen, Speichelfluss, Speichelfunktion)
Zeitspanne zwischen Essen und Zahnreinigung (Mundpflege).

Verlauf von Caries

Kleine und, zunächst weiss, später hell bis dunkelbraune Zahnverfärbungen (Zahnfarbe)
Überempfindliche Zahnhälse süss, warm, kalt
Zahnschmerzen (Odontalgie) bzw. (Karies - Zahnschmerz)
Schwellungen und oder auch Zahnfleischbluten bzw. Zahnfleischentzündung
Weiche Stellen im Zahn
Abbrechende Zahnteile.

Symptome von Caries

Zahnempfindlichkeit auf heiss, kalt, süss, sauer
Zahnschmerzen (Karies - Zahnschmerz intermittierend)
Ziehender leichter Zahnschmerz bei Genuss bestimmter Nahrungsmittel
Dauerschmerzen (anhaltende Zahnschmerzen)
Lockerung von Füllungen bzw. Füllungsfrakturen
Mundgeruch (lokale Halitose)

Caries Decline

Caries Decline bedeutet, die Karies (Caries) ist rückläufig bzw. Kariesrückgang, Kariesverringerung oder, Kariesabnahme.

Caries Decline ist ein Schlagwort bei Jugendlichen beobachteten, denn die Verminderung der Karies erfolgt durch den zunehmenden Einsatz von Fluoriden.

Zahnschmerzen von Karies

Gegen Karies-Zahnschmerzen (Odontalgie) die durch ein Loch im Zahn helfen fürs erste nur Zahn-Schmerzmittel oder einfache Hausmittel wie spülen mit kaltem Wasser, den Zahn bestreichen mit Nelkenöl oder kauen von Gewürznelken. Ein nicht zu heisser Kamillentee wirkt besonders bei Kindern (Milchzahnkaries) schmerzlindernd.


Zahnfäule, eine Zahnkaries

Faule Zähne bzw. Zähne mit Zahnfäule was Karies bedeutet brauchen eine Zahnreparatur bzw. eine Zahnfüllung.

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Füllungen werden dann notwendig, wenn faule Zähne resp. kariöse Läsionen oder andere Schädigungen aufweisen.

Zahnfäule (lat. Caries dentium) ist ein fauler Zahn und bedeutet Zahnkaries.

Diese Zahn-Karies (Caries) verminderter den Gehalt des Knochengewebes an anorganischen Bestandteilen und Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundhöhlenbakterien aus Zucker gebildet werden.

Zahnfäule wird verursacht durch:

Anhaften von Keimen in der Plaque
Mangelhafte Mundhygiene, die zur vermehrten Plaquebildung führt
Aufnahme von viel Zucker
Verminderte Speichelsekretion (Faule Zähne)

Im Volksmund wird Karies Zahnfäule genannt

Der Begriff Karies hat seinen Ursprung im Latein und heisst so viel wie Morschheit oder Fäulnis.

Zahnkaries ist eine Erkrankung der Zahnhartgewebe Zahnschmelz und Dentin und ist meist eine direkte Folge schlechter Mundhygiene bzw. Mundpflege. Dabei lagern sich Bakterien durch fehlende oder mangelhafte Zahnpflege an den Schmelz an und bilden einen engen Verbund.


Caries sicca

Der Begriff Caries sicca bedeutet ausgetrocknete Karies (Caries) und ist eine dunkle, alte, harte, zum Stillstand gekommene Karies.

Die trockenen Zerfallsprodukte (Caries sicca) verfärben sich dunkelbraun bis schwarz (Caries nigra). Caries sicca bedeutet, eine durch Veränderung der Umgebungsbedingungen wie bessere Mundpflege, zum Stillstand gekommene Karies. Als Vorstufe der Caries sicca gilt die Caries tarda. Eine langsam und chronisch verlaufende Karies bezeichnet man als Caries tarda.


Initialkaries

Die Symptome von Initialkaries zeigen sich in Form einer kreidigen Schmelzoberfläche bzw. Kreideflecken auf den Zähnen.

Initialkaries, Schmelzläsion, Schmelzkaries Zahn

Bei Initialkaries handelt es sich um Schmelzläsionen im Anfangsstadium, wo nur Schmelzbereiche betroffen sind.

Unter Initialkaries oder auch Initialläsion versteht man Karies im Frühstadium.

Eine Weiterentwicklung der Initialkaries kann durch die Behandlung von Karies bzw. Therapie durch Fluoridanwendung noch verhindert werden, indem eine Remineralisierung erreicht wird. Initialkaries (Caries incipiens, Kreideflecken, engl. White spot) ist das Anfangsstadium der Karies mit kreidiger Verfärbung und Aufrauhung der Schmelzoberfläche auf dem Zahn. Im Frühstadium einer Schmelzkaries sind es Entkalkungsbedingte, weissliche Verfärbungen der Zahnschmelzoberfläche und als kreidige oder braune Verfärbung am Zahn erkennbar. Die Karies kann in diesem Stadium durch Fluoridgabe ausgeheilt werden (Remineralisation). In der Phase der Initialkaries ist die Remineralisierung der Zähne durch Mineralien bzw. der Zufuhr von Fluoriden sehr wichtig. Der Mineralienverlust kann durch fluoridhaltige Zahncremes, Zahngelees, Mundspüllösungen kompensiert werden. Durch mit Fluorid angereichertes Speisesalz in der Nahrung kann der Fluoridverlust teilweise auch ausgeglichen werden. Eine weitere Ausbreitung der Karies kann meist durch die Aufnahme von Mineralien durch den Zahnschmelz verhindert werden indem Zähne widerstandsfähiger gegen die Karieserkrankung sind. Gute Mundhygiene kann häufig noch eine natürliche Ausheilung bewirken. Zur Abgrenzung gegenüber der unterminierenden Karies haben sich Röntgenaufnahmen bewährt.

Initialkaries ist eine Karies mit intakter Oberfläche bei Entkalkungsbeginn

weisser opaker Schmelzfleck
bräunlicher Schmelzfleck
etablierte Läsion mit eingebrochener Oberfläche
Caries superficiali`s, ein Defekt nur im Schmelz
Caries media, ein Defekt bis zum Zahnbein (Dentin)
Caries profunda ist eine Karies im Nerv-nahen Bereich
Caries sicca, eine alte, dunkle, aber harte, zum Stillstand gekommene Karies

Caries initialis

Caries initialis bedeutet, es ist eine Initialkaries (Initialläsion) die noch umkehrbar (reversibel) ist, denn unter Initialkaries versteht man eine Karies-Läsion welche nur im Zahnschmelz lokalisiert ist und damit noch ohne bohren therapiert werden kann. Der Mineralverlust im Zahnschmelz zeigt sich als White Spot weisslicher Fleck. Weisse Flecken auf den Zähnen können mehrere Ursachen haben, wie z. B. Kalzium-Mangel oder können ein Hinweis auf eine beginnende Entmineralisierung des Zahnes sein. Schreitet die Karies (Caries) in diesem Stadium nicht weiter voran, weil der Patient eine bessere Zahnpflege betreibt, verfärben sich diese Flecken. Die Therapie der Caries initialis ist gleichbedeutend mit Kariesprophylaxe. Die Initialkaries kann durch erneute Einlagerung von Mineralstoffen wieder behoben werden. Zusätzlich können die betroffenen Stellen mit einem Fluoridgel oder einer Fluoridlösung behandelt werden. Dadurch wird die Wiedereinlagerung von Mineralstoffen (Remineralisation) durch die Remineralisierung gefördert. Wenn bereits im Kindesalter gehäuft Initialkaries auftritt, ist der Befund ein Zeichen dafür, dass eine hohe Kariesanfälligkeit bzw. Kariesrisiko besteht und ein Kariesschutz notwendig ist, denn ein Scheitern von Prophylaxe-bemühungen führt bereits auch in jungen Jahren zu schweren Gebissschäden.


Approximalkaries

Die Approximalkaries wird meist als Interdentalkaries genannt, denn man versteht Karies zwischen zwei Zähnen bzw. Zahnzwischenräumen.

Die Approximalkaries ist eine Zahnkaries an den Zahnzwischenräumen bzw. zwischen zwei Zähnen und wird auch als Zahnzwischenraumkaries bezeichnet.

Approximalkaries, Interdentalkaries, Zahnkaries

Karies auf den Approximalflächen ist die Berührungsfläche zwischen zwei Zähnen bzw. Approximal eines Zahnes zum Nachbarzahn das als Approximalkontakt bezeichnet wird.

Approximalkaries bzw. Interdentalkaries ist ein kariöser Defekt im Kontaktbereich zum Nachbarzahn (Kariesprädilektionsstelle).

Als Approximalfläche ist die Berührungsfläche (Approximal) von einem Zahn zum Nachbarzahn gemeint bzw. der Approximalkontakt. Die Erkennung von Approximalkaries im Frühstadium ist möglich durch die Bissflügelaufnahme im Seitenzahnbereich und Kaltlicht. Approximalkaries ist Karies im Zahnzwischenraum und tritt wegen der oft vernachlässigten Reinigung der Zahnzwischenräume sehr häufig auf. Schutz bietet eine regelmässige Reinigung der Zahnzwischenräume unter Anwendung aminfluoridhaltigen Produkten bzw. von amin- und fluoridhaltiger Zusammensetzung. Aminfluoride bilden auf allen Zahnoberflächen eine Deckschicht, die vor Säureangriffen schützt.

Karies zwischen Zähnen

Karies zwischen den Zähnen ist ein kariöser Defekt im Kontaktbereich zum Nachbarzahn, es ist eine Kariesprädilektionsstelle und wird als Approximalkaries oder Interdentalkaries bezeichnet.

Die Zahnzwischenräume und die Kontaktbereiche zu den jeweiligen Nachbarzähnen können nur schwer geschützt werden, weshalb die Interdentalkaries eine besonders schwer beherrschbare Form der Karieserkrankung darstellt. Der Kariesbereich zwischen den Zähnen ist klinisch kaum einsehbar, so dass Interdentalkaries meist nur mithilfe von Röntgenbildern diagnostiziert werden kann. Die Zahnzwischenräume zwischen den Zähnen sind aufgrund ihrer schweren Zugänglichkeit beim Zähneputzen stark gefährdet, denn Bakterien können dort weitgehend ungestört den Zucker aus Nahrungsresten aufnehmen und ihn zu Säure abbauen und so den Zahn entkalken, womit ein "Kaputter Zahn" resp. das Zahnloch erzeugt werden kann. Neben Fissurenkaries bzw. Karies in den Furchen der Zahnoberfläche, ist Interdentalkaries die häufigste Form der Karieserkrankung. Im frühen Stadium der Interdentalkaries können gezielte Reinigung und Fluoride die Kariesentwicklung aufhalten. Bei bereits sichtbaren Schäden kommen klassische Reparaturmassnahmen, wie Zahnfüllungen, Kronen und Wurzelkanalbehandlungen zum Einsatz, denn unbehandelt kann Interdentalkaries zu Zahnverlust führen.

Interdentalkaries

Interdentalkaries ist Karies an den Zahnzwischenräumen.

Unter Interdentalkaries oder Interdentalraumkaries versteht man Karies im Zahnzwischenraum.

Interdentalkaries zwischen den Zähnen Karies

Interdentalraumkaries ist wegen der schlechten Reinigungsmöglichkeit der Zahnzwischenräume sehr häufig und wegen der schlechten Zugänglichkeit ist die Diagnose meist schwierig und oft nur auf dem Röntgenbild ersichtlich.

Wenn man im Mund selbst noch kein "Loch im Zahn" bemerkt hat, bedeutet das nicht, dass man keine Karies hat.

Zahn-Karies breitet sich oft vom Zahnzwischenraum bzw. Interdentalraum aus, weshalb sie darum Interdentalkaries genannt wird. Die Karies im Zahnzwischenraumbereich kann oft nur durch eine Röntgenuntersuchung festgestellt werden ebenso wie eine Zahnkaries, die sich unter alten Füllungen oder am Rand einer Krone befindet.

Interdentalraumkaries

Als Interdentalraumkaries wird eine Karies in den Zahnzwischenräumen bezeichnet.

An den Stellen des Interdentalraums entsteht oft Karies, da die dort anhaftenden Zahnbeläge nur schwer oder gar nicht mit der Zahnbürste erreicht werden.

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Nur durch Zahnseide oder andere Hilfsmittel wie Interdentalraumbürsten können die Zahnzwischenräume vielfach bei der Zahnpflege ausreichend gereinigt werden, was besonders wichtig bei der Zahnpflege mit zunehmendem Alter.

Bei einer professionellen Zahnreinigung entfernt die Prophylaxe-Assistentin auch diese Zahnbeläge, wo die Interdentalraumkaries entsteht.

Die Erkennung von Approximalkaries im Frühstadium zwischen zwei Zähnen ist möglich durch die Bissflügelaufnahme im Seitenzahnbereich und mit Kaltlicht. Approximalkaries ist Karies im Zahnzwischenraum und tritt wegen der oft vernachlässigten Reinigung der Zahnzwischenräume sehr häufig auf oder beim häufigen Erbrechen. Magensäure kann die Zähne schädigen, denn die Magensäure greift den Zahnschmelz an. Darum sollte man nach dem sauren Aufstossen oder Erbrechen nicht sofort die Zähne putzen, denn damit vergrössert man das Kariesrisiko für Approximalkaries bzw. die Zahnschäden, da Zähne an den Interdentalstellen nicht geputzt werden können. Nach jedem Kontakt der Zähne mit Säure durch Erbrechen oder säurehaltige Nahrung bzw. Getränken sollten man den Mund mit einer neutralisierenden Flüssigkeit spülen oder eine Stunde mit dem Zähneputzen warten. Eine weitere Möglichkeit bietet der Zahnpflegekaugummi, denn Kaugummis bewirken einen durch die Kaubewegung angeregten Speichelfluss. Schutz bietet eine regelmässige Reinigung der Zahnzwischenräume unter Anwendung aminfluoridhaltiger Produkte. Aminfluoride bilden auf allen Zahnoberflächen eine Deckschicht, die vor Säureangriffen schützt.

Röntgendiagnostik zwischen den Zähnen

Kariöse Veränderungen der Approximalkaries werden bei der Röntgendiagnostik mit der Bissflügelaufnahme mehrheitlich erkannt.

Die visuelle optische Inspektion bei guter Beleuchtung ist mit Mundspiegel, Zahnsonde, Pinzette und Einsatz einer Lupenbrille, verbunden mit Druckluft zum Trockenblasen vom Zahn die standardmässige Diagnosemethode, obwohl sich viele vorhandenen Karieserkrankungen an den von aussen nicht zugänglichen Stellen wie bei der Interdentalkaries zwischen zwei Zähnen nicht erkennen lassen. Die Röntgendiagnostik vor allem für die nicht einsehbaren Zahnzwischenräume wie bei der Interdentalraumkaries zur Bestimmung der Tiefenausdehnung und Kontrolle von Bereichen an und unter schon bestehenden Füllungen (Sekundärkaries) hat sich die Untersuchungsmethode der sogenannte Bissflügelaufnahmen ("bite wings") bewährt. Eine röntgenologische Erkennung ist erst ab ca. 20 % Entkalzifizierung möglich.


Dentinkaries

Wenn bei der Dentinkaries die kariöse Zerstörung des Zahnschmelzes sich bis ins Dentin ausgebreitet hat, ebnet die Röhrenstruktur der Zerstörung den Weg direkt bis zum Zahnmark.

Dentinkaries, Caries media, Caries profunda

Die aktiven kariöse Läsionen bei Dentinkaries sind gelb bis hellbraun, inaktive Läsionen dunkelbraun bis schwarz, wobei die Farbe kein sicheres diagnostisches Kriterium darstellt.

Bei der Dentinkaries handelt es sich um eine, bis ins Dentin vorgedrungene Karies mit bräunlicher Verfärbung durch eingelagertes Pigment.

Von Dentinkaries (lat. Caries media / medial) spricht man, wenn die Karies (Caries) bis ins Dentin vorgedrungen ist. Das Dentin im Bereich freiliegender Zahnhälse und Zahnwurzeln [Zahnhalskaries und Wurzelkaries] hat keinen schützenden Zahnschmelzüberzug und ist deshalb sehr kariesempfindlich. Dentinkaries ist ein Begriff für Demineralisation, Abbau der organischen Grundsubstanz bis zur Defektbildung im Zahnbein. Erreicht die Entkalkung im Schmelz auch schon das Dentin, breitet sich der Prozess seitwärts, im Bereich der Schmelz-Dentin-Grenze unterminierend aus, aber auch in Richtung zur Pulpa, so dass der Befall die Form eines Kegelstumpfes aufweist. Die Pulpa kann an korrespondierender Stelle Tertiärdentin bilden.

Caries media

Caries media ist Dentinkaries und ist eine Breitflächiger Strukturdefekt.

Von Caries media spricht man, wenn die Karies (Caries) bis ins Dentin vorgedrungen ist. Durch die Dentinkanälchen innerhalb des Dentins können die Bakterien dann rasch vorankommen, so dass die Kariesentstehung schnell unter einer fast intakten Schmelzoberfläche schon nach kurzer Zeit eine erhebliche Ausdehnung annehmen kann. Bei der Caries media die bis in das Dentin vorgedrungen ist kann sich auch deshalb unter dem Schmelzdefekt rasch und flächig ausbreiten, weil das Dentin wenig Widerstand bietet. Bei einer vorliegenden Dentinkaries kommt der Zahnpatient nicht um eine Zahnbehandlung herum, da die kariöse Schädigung mithilfe eines Bohrers entfernt werden muss. Neben dem von Karies befallenen Zahngewebe muss auch zusätzlich gesundes Gewebe abgeschliffen werden, dabei geht die Zahnsubstanz verloren. Wenn die Karies nicht behandelt wird unterhöhlt die Caries media den Zahnschmelz, was man unterminierender Charakter der Karies bzw. unterminierende Karies nennt. Der Unterschied zwischen Caries superficiali`s und beginnender Caries media ist gering, die Wirkung von Caries media aber sehr gross, denn bei grösserer Caries media kann die Sonde im erweichten Dentin stecken bleiben. Caries media kann beim Zahnarzt auch ein Zufallsbefund sein, denn möglich ist, dass diese Caries vorher noch keinerlei Kariesschmerzen verursacht hat, denn je grösser ein Defekt ist, umso eher findet der Fäulnisprozesse durch bakterielle Zersetzung von Speiseresten statt. Durch diesen Fäulnisprozess und die vermehrten Bakteriennährstoffe kann es zu Mundgeruch kommen.

Caries profunda / profunde Karies

Man spricht von einer Caries profunda, wenn die Dentinkaries  die Pulpanähe bzw. Zahnmark erreicht hat.

Caries profunda ist eine Tiefgehende Karies, die bis in das zahnmarknahe Drittel des Dentins (Zahnbein) reicht. (2/3 des Dentins sind angegriffen) Der kariöse Defekt mit erweichtem Dentin hat bei der Caries profunda einen grossen Teil vom Zahn erfasst. Karies kann sich unterschiedlich schnell entwickeln. Ohne Therapie wird der Zahn durch die Karies zerstört und es entwickelt sich als Folge der bakteriellen Schädigung der Pulpa eine Pulpitis. Die Behandlung besteht in der Kariesentfernung, der Abdeckung des zahnmarknahen Dentins mit einem Medikament (z. B. Kalziumhydroxyd) und einer randdichten Füllung. Bei der Caries penetrans (durchdringenden Zahnfäule) hat der Defekt bereits durch das Dentin hindurch die Pulpa erreicht, so dass eine Verbindung zwischen Mundhöhle und Pulpencavum entstanden ist. Caries profunda complicata bedeutet, die Karies hat zur Eröffnung der Pulpenhöhle geführt.

Unterminierende Karies

Unterminierende Karies bedeutet, dass die Karies an der Zahnoberfläche nicht zu sehen ist, sich aber unterhalb der Oberfläche bereits recht weit ausgedehnt hat.

Erreicht die Entkalkung im Schmelz auch schon das Dentin (Dentinkaries), breitet sich der Prozess seitwärts, im Bereich der Schmelz-Dentin-Grenze unterminierend aus, aber auch in Richtung zur Pulpa. Die Caries media unterhöhlt den Zahnschmelz, was man unterminierender Charakter der Karies nennt. Da Dentin weicher ist als Zahnschmelz, breitet sich die Zahnkaries unterhalb der Schmelz-Dentin-Grenze schnell in die Breite aus (Unterminierende Karies).


Fissurenkaries / Okklusalkaries

Fissurenkaries oder Grübchenkaries ist Karies in den Zahnfurchen, die zu den Prädilektionsstellen der Zahnfäule gehören.

Fissur sind kleine Grübchen und Ritzen auf der Oberfläche von Backenzähnen.

Fissurenkaries, Okklusalkaries, Grübchenkaries

Dieses Grübchen (Fissuren, Zahnfurche) in den Backenzähnen ist vielfach der Anfang von Karies, die so genannte Grübchenkaries bzw. Fissurenkaries.

Grübchenkaries

Jeder Backenzahn (Molar und Prämolar) hat jeweils ein Grübchen (Fissur) bzw. eine Zahnfurche.

Fissurenkaries ist ein in der Zahnmedizin gebräuchlicher Begriff für eine spaltartige Vertiefung  des Zahnschmelzes in den Zahnfissuren im Gebiet der Kauflächen der grossen und kleinen Backenzähne. Fissurenkaries bzw. Okklusalkaries ist Karies ausgehend von den Fissuren der Kauflächen von (Prämolaren) Molaren und tritt besonders in den ersten Jahren nach dem Durchbruch auf. Je nach Zahnstellung im Zahnbogen und der Fissuren-Form ist eine Reinigung für die Zahnbürste schlecht zugänglich und kann ein Hauptangriffs-punkte für Karies sein. Fissuren und Furchen sind bei Zähnen zwischen den Höckern eine besondere Schwachstelle für die Zahnreinigung wo die Kariesentstehung auf der Kaufläche der Seitenzähne stattfindet und für Bakterien ein gutes Versteck bietet. Die Fissuren-eingänge bei den Zähnen sind schmale Spalten zwischen den Höckern, die bei ihrer Entstehung zusammengewachsen sind. Fissurenkaries kann durch Prophylaxe, Fluoridierung und frühzeitige Versiegelung der Kauflächen vermieden werden.

Bei für das Auge scheinbar noch intakter Schmelzoberfläche kann das darunterliegende Dentin von der Okklusalkaries bereits befallen sein.

Grübchenkaries, Okklusalkaries, Fissurenkaries

Ein dunkel verfärbter Fissuren-Grund muss andererseits nicht mit Karies verbunden sein, massgeblich ist eine Opazität in diesem Bereich.

Das Sondieren verbessert die Diagnose kaum, eher Bissflügelaufnahmen, noch mehr das Messen des elektrischen Widerstandes in diesem Bereich (Kariesmeter). Hilfreich sind das Erweitern des verfärbten Fissuren-Abschnitts mit einem dünnen Diamantschleifer und eine anschliessende Fissurenversiegelung.


Sekundärkaries, Randkaries

Sekundärkaries bezeichnet eine wiederholte Kariesbildung an einer bereits vom Zahnarzt behandelten Stelle.

Sekundärkaries, Randkaries, Zahnfüllung Rand

Um ein Übergreifen auf weitere Zahnbereiche zu verhindern sollte Sekundärkaries möglichst rasch entfernt werden.

Sekundärkaries ist Karies und entsteht vor allem am Rand einer Füllung.

Risse zwischen Füllung und Zahn sind Ursache dieser Kariesform. Randkaries ist eine an einem Füllungsrand bzw. Kronenrand auftretende neue Karies (Caries). Die Sekundärkaries entsteht vor allem, wenn sich am Rand (Randschluss) einer Füllung ein Spalt (Randspalt) befindet, an dem Zahnbelag gut anhaften kann. Häufigste Ursache für Randkaries sind Undichtigkeiten (Mikroleckage) bei Kronenränder oder Füllungsrändern im Zusammenhang mit schlechter Mundhygiene. Es ist eine neue Zahnkaries, die am Rande mangelhafter Zahnfüllungen auftreten kann. Randkaries ist eine an einem Füllungsrand oder Kronenrand auftretende Karies, wobei es sich um eine neue Erkrankung oder den verbliebenen Teil einer nicht vollständig entfernten Karies handeln kann. Eine Sekundärkaries bezeichnet erneute Kariesbildung an einer bereits vom Zahnarzt zuvor erfolgreich behandelten Stelle und muss von der Kariesrezidiv unterschieden werden, denn diese bezeichnet ein erneutes Ausbrechen einer nicht ganz vollständig entfernten Karies an gleicher Stelle und Primärkaries ist das Auftreten von Karies an einer vorher noch nicht befallenen Stelle.


Radiogene Karies

Nach Abschluss der Strahlentherapie lässt sich bei den meisten Patienten eine sogenannte Strahlenkaries beobachten.

Radiogene Karies Strahlentherapie Strahlenkaries

Die Spätfolgen einer Radiotherapie können ein gestörtes Wachstum bei Kindern, die radiogene Karies, parodontale Erkrankungen wie Kieferklemme oder ein bösartiger Tumor im Mund sein.

Die Strahlentherapie ist ein etabliertes Verfahren zur Therapie von Malignomen im Kopf-Hals-Bereich.

An den verschiedenen Geweben der Mundhöhle kommt es bei der Radiotherapie neben dem therapeutischen Effekt zu unerwünschten Nebenwirkungen. Bei den akuten Nebenwirkungen handelt es sich um strahleninduzierte Mukositis, was eine Entzündung der Schleimhaut (Mukosa) ist. Dabei handelt es sich um Schädigungen der sich im Strahlenfeld befindlichen Speicheldrüsen, orale Infekte und Störungen vom Geschmackssinn. Trotz aller Bemühungen steht der Zahnarzt häufig einer rasch verlaufenden Karies gegenüber, die ihm oftmals wenig Handlungsspielraum lässt. Daraus ergibt sich ein massiver zahnärztlicher Therapiebedarf, wobei nicht zuletzt umfangreiche prothetische und endodontische Massnahmen notwendig sind um die natürlichen Zähne als gesunde Grundlage für das Kauen zu erhalten. Zahnhartsubstanz verliert an Härte

Die Auswirkungen der Radiatio auf die Zahnhartsubstanzen sind seit langem bekannt, sodass eine radiogene Karies entsteht.

Radiatio beschreibt die Strahlentherapie bzw. die Bestrahlung von Körpergewebe mit zellschädigender Strahlung als therapeutische Massnahme. Bestrahltes Dentin verliert unter dem Einfluss einer Bestrahlung von Körpergewebe mit zellschädigender Strahlung als therapeutische Massnahme drastisch an Härte, sodass die Entstehung einer Initialkaries Auswirkungen einer Bestrahlung auf Dentin hat was als radiogene Karies bezeichnet wird. Die Fähigkeit, den bedeckenden Schmelzmantel zu stützen geht verloren, so dass der teilweise Verlust des bedeckenden Schmelzes bis hin zum vollständigen Verlust des Schmelzmantels durch die strahlenbedingte Veränderung des Dentins führt. Erweichungen vom Zahnschmelzmantel unterstützenden Dentinkern können zu unbemerkten Mikrofrakturen in inzisalen oder okklusalen Regionen führen, die bei bestrahlten Patienten zu einer extremen mikrobiellen Besiedlung mit verstärkter Demineralisation führt. Durch die strahlenbedingte Mundtrockenheit die nicht wieder hergestellt werden kann ist eine ausreichende remineralisierende Wirkung vom Speichel bei bestrahlten Patienten nicht möglich. Therapieansätze zielen darauf ab, die Intensität kariogener Angriffe über eine Reduzierung der kariogenen Flora und der Einhaltung entsprechender Diätpläne betreffend Zucker zu minimieren. Fluoridhaltige Kariostatika (Karies-Hemmer) sind in Verbindung mit Speichelersatzlösungen zur Kariesprophylaxe geeignet.


Chemotherapie und Zähne

Bestehende Zahnprobleme und Zahnfleischprobleme sollten diese vor einer Chemotherapie behoben werden, denn Zahnfleischentzündungen oder Zahnfleischtaschen können zu einer Infektionsquelle während einer Therapie werden.

Stomatitis bei Chemotherapie, Strahlentherapie

Eine infizierte Osteoradionekrose im Kieferbereich, das ein bösartiger Tumor im Mund ist, verursacht durch eine Strahlenbehandlung steht im unmittelbaren Zusammenhang mit einer Strahlenkaries.

Alle Chemotherapie-Mittel greifen nicht nur Krebszellen, sondern auch gesunde Körperzellen an was zu Nebenwirkungen führen kann.

Während und nach der Chemotherapie ist eine gute Mundhygiene eine wesentliche Voraussetzung, dass Zähne erhalten bleiben können. Die Chemotherapie kann zu einer erhöhten Anfälligkeit für Zahn-Karies führen, im Besonderen wenn Entzündungsherde oder Infektionsherde im Bereich der Zähne vorhanden sind. Zähne können aber auch durch ständiges Erbrechen Schaden nehmen. Die Mundpflege nach dem Erbrechen beginnend mit spülen vom Mund ist besonders wichtig, ansonsten die Magensäure die Zähne angreifen, denn Magensäure ist ein Feind der Mundgesundheit.

Stomatitis bei Chemotherapie und Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie wird darauf abgezielt, das Tumorgewebe zu schädigen und gleichzeitig das gesunde Gewebe zu schonen wobei Teilchenstrahlen resp. elektromagnetische Strahlen möglichst direkt auf das erkrankte Gewebe gerichtet sind.

Bei der Strahlentherapie kann es bei benachbarten Schleimhautzellen vor allem bei der Bestrahlung im Kopfbereich und Halsbereich zu Schädigungen kommen, denn Schleimhautzellen teilen sich häufig und sind darum empfindlich für Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Auch eine Strahlentherapie wirkt sich häufig auf Schleimhäute aus sofern sie im Bestrahlungsfeld liegen. Geschädigte Schleimhaut wird besonders gerne besiedelt von Bakterien und Pilzen. Schleimhäute von Mund und Speiseröhre gehören zu den Geweben, die sich rasch erneuern und darum nach einer Chemotherapie empfindlich reagieren sodass es zu einer Stomatitis kommt, was eine Entzündung der Mundschleimhaut ist. Bei bestimmten Erkrankungen kann es zu unerwünschter Nebeneffekten kommen was das Infektionsrisiko erhöht, wodurch Schleimhautentzündungen begünstigt werden. Nach Abschluss der Strahlentherapie lässt sich bei vielen Patienten eine Strahlenkaries bzw. radiogene Karies beobachten.

Schleimhautentzündung durch Chemotherapie

Eine Mukositis, oder auch Schleimhautentzündung kann nie ausgeschlossen werden und kann jede Art von Schleimhaut betreffen, meist jedoch die Mundschleimhaut sowie die Schleimhäute des Verdauungssystems.

Dabei kann es in wenigen Fällen zur Ablösung der Schleimhaut, Bildung von offenen Stellen und Infektionen im Mundbereich kommen, was zu starken Schmerzen und Behinderungen bei der Nahrungsaufnahme führen kann. Betroffen an Mukositis zu erkranken sind meist Patienten mit einem schlechten Allgemeinzustand, einem höheren Lebensalter die bereits bestehenden Problemen im Mundbereich wie Parodontitis bzw. Parodontose als Sammelbegriff für alle entzündlichen und nichtentzündlichen Erkrankungen des Zahnbettes oder schlecht sitzende Prothesen haben. Vom Mucositis sind häufig Personen betroffen die auf eine Gabe von Sauerstoff angewiesen sind, sodass die Schleimhäute austrocknet sind und auch Patienten mit Magensonden. Die Strahlenkaries stellt eine lebenslange Bedrohung dar und erfordert demzufolge immerwährende Präventionsmassnahmen.

Mundtrockenheit bei Chemotherapie und Strahlentherapien

Chemotherapie und Strahlentherapien können nicht nur Entzündungen zur Folge haben, sondern auch zu Mundtrockenheit (Xerostomie) führen.

Mundtrockenheit kann während der Chemotherapie, meist aber während einer Bestrahlung auftreten. Lösungen zum Befeuchten, Spülen und viel Wasser trinken sowie "künstlicher Speichel" kann helfen bei Mundtrockenheit gegen Folgeschäden an Schleimhaut und Zähnen. Produkte wie künstlicher Speichel, Mundwasser oder Kaugummis um die Speichelfunktion anzuregen werden in Apotheken angeboten. Speichel ist zur Gesunderhaltung der Zähne wichtig, denn bei verminderter Speichelproduktion durch die Bestrahlung ist das Kariesrisiko sehr viel grösser. Speichel befeuchtet nicht nur Mund und Nahrung, denn Mundspeichel wirkt auch antibakteriell und neutralisiert zahnschädigende Säuren. Beim Spülen oder schluckweisen Trinken und Befeuchten des Mundes sollte darauf geachtet werden, dass möglichst kein zuckerhaltige Limonaden, säurehaltige Säfte und sauren Tee getrunken werden, denn Zucker und Säuren zerstören den Zahnschmelz, im Besonderen wenn sie zur Mundspülung dauerhaft mit den Zähnen in Kontakt kommen sodass Zahn-Karies entsteht. Wenn Magensäure beim Aufstossen oder auch beim Erbrechen in den Mundraum gelangen, sollte man nicht sofort die Zähne putzen, denn damit vergrössert man die Zahnschäden.


Strahlenkaries

Damit das Risiko einer Strahlenkaries verringert werden kann, sollte vor Beginn der Radiotherapie eine Zahnsanierung im ganzen Gebiss erfolgen.

Strahlenkaries nach Chemotherapie Zahnkaries

Eine regelmässige lokale Fluoridierung während und nach der Bestrahlung ist eine wichtige Begleittherapie für bestrahlte Patienten im Kopfbereich.

Strahlenkaries nach Chemotherapie

Bei der Krebsbehandlung steht der Heilungserfolg durch Chemotherapie und Strahlentherapie bzw. Abtötung von Tumorzellen an erster Stelle.

Betroffene können nach der Chemotherapie und Strahlentherapie unter Nebenwirkungen wie dauerhafte Mundtrockenheit und der so genannten Strahlenkaries leiden. Die Mukositis ist eine meist schmerzhafte Entzündung der Schleimhäute, im Besonderen der Mundschleimhaut, denn durch die Strahlentherapie können die empfindlichen Schleimhäute und Speicheldrüsen im Mund geschädigt werden. Durch die Schädigung wird der Mund-Speichel dickflüssiger und verringert sich, sodass es zu einer dauerhaften Mundtrockenheit kommt. Durch den Speichelmangel nehmen Zahn-Karies und Zahnverlust stark zu, was Strahlenkaries oder radiogene Karies genannt wird. Fällt der Speichelfluss aus, kann es in kürzester Zeit zur kariösen Zerstörung der Zähne kommen. Nach einer Bestrahlung im Kopfbereich können Zähne bzw. Zahnhälse geschädigt werden, so dass sie anfälliger für die Besiedlung mit Bakterien und damit auch für Karies sind. Eine regelmässige Kontrolle durch den Zahnarzt und eine gute Mundhygiene sind in diesen Fällen sehr wichtig.

Nebenwirkungen von Strahlenkaries nach Chemotherapie

Viele Krebspatienten leiden nach der Chemotherapie unter Nebenwirkungen wie Haut und Schleimhaut, Muskulatur, Speicheldrüsen, Knochen und Zähne.

Damit das Risiko einer Strahlenkaries verringert werden kann, sollte vor Beginn der Radiotherapie eine vollständige Sanierung des Gebisses erfolgen. Bereits in dieser Phase sollte die Zahnpflege und die Kooperationsbereitschaft des Patienten durch umfangreiche Mundhygieneinstruktionen verbessert werden. Das Risiko einer sogenannten Strahlenkaries (Caries radiatio) steigt bei Patienten die durch Chemotherapie (Strahlentherapie) behandelt wurden durch den Wegfall der neutralisierenden und remineralisierende Wirkung des Speichels extrem stark an, denn eine Schädigung der Speicheldrüsen führt zu Mundtrockenheit was auch als radiogene Xerostomie genannt wird. In der Folge treten oft sehr schmerzhafte Entzündung der Mundschleimhaut (Mukositis) auf. Bei dauerhafter Mundtrockenheit steigt das Risiko der Strahlenkaries. Die Mundtrockenheit bewirkt einen kontinuierlichen Mineralverlust des Zahnschmelzes durch die Radioxerostomie. Ein ausreichender Speichelfluss ist für die Gesunderhaltung von Zähnen und Mundschleimhäuten unerlässlich, denn ein gänzliches Versiegen des Speichelflusses kann innerhalb kürzester Zeit zur kariösen Zerstörung der Zähne führen.

Strahlenkaries, eine kreidige Veränderung vom Zahnschmelz

Bei Strahlenkaries zeigt sich meist eine kreidige bis opake Veränderung des Zahnschmelzes, sodass dieser seinen Glanz und seine Transparenz verliert.

Echte Substanzdefekte zeigen sich gleichzeitig oder verzögert am Zahnhals oder an den Schneidekanten. Ausgehend von diesem Krankheitsprozess stellt sich die für die Strahlenkaries typische, den Schmelz unterminierende Zerstörung ein, die oft zum Verlust flächiger Anteile des Zahnschmelzmantels führt. Dies sind chronische Strahlenfolgen an den Zahnhartgeweben (Strahlenkaries). Die Schmelzunterminierung schreitet innerhalb von wenigen Monaten weiter voran und kann eine bräunliche bis schwarze Verfärbung annehmen. Der entblösste Dentinkern weist Erweichungen, Kavitäten und eine fortschreitende Zerstörung des gesamten Zahnes auf. Meist fehlen bei Strahlenkaries aber spontane oder thermische Schmerzen. Mundhygienemassnahmen alleine können jedoch das Auftreten der Strahlenkaries nicht verhindern. Auch Speichelersatzmittel sind ein zusätzlich einsetzbares Mittel, haben aber keine kariesprophylaktische Wirkung und können teilweise sogar Schäden an der Zahnhartsubstanz hervorrufen. Speichelersatzmittel haben einen niedrigen pH-Wert und können erosiv wirken bzw. die Erosion betreffen.

Begleittherapie bei Strahlenkaries

Die regelmässige lokale Fluoridierung während und nach der Bestrahlung ist eine zentrale Begleittherapie für bestrahlte Patienten im Kopfbereich.

Symptomatisch ist die Stimulation der Speichelbildung durch zuckerfreie Bonbons oder Mundpflege-Kaugummi sowie reichliche Flüssigkeitszufuhr hilfreich. Durch häufige Mundspülung wird der zähe Speichel entfernt und dazu die Hygiene im Mund erleichtert. Eine ausgeprägte Trockenheit im Mund kann mit künstlichem Speichel gelindert, das Kariesproblem aber nicht gelöst werden. Fluoride stärken die Zähne und machen sie unempfindlicher gegen Karies, doch bei besonders kariesgefährdeten Personen, zu denen Patienten nach einer Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich zählen, reicht die Gabe von Fluoriden nicht, um die Zähne ausreichend vor Karies zu schützen. Eine Folge der Strahlenkaries bzw. Zahnkaries sind Entzündungen der Pulpa, die apikale Parodontitis was eine Entzündung im Zahnhalteapparat an der Wurzelspitze ist, Abszesse und Osteomyelitis, die in extremen Fällen sogar zum Tod führen können. Bildet sich an bereits behandelten Stellen erneut Karies, so spricht man vom Kariesrezidiv oder der Sekundärkaries. Bei der Sekundärkaries handelt es sich um eine erneute Erkrankung der ursprünglich gesunden Zahnhartsubstanz, so z.B. an einem überstehenden, unpolierten oder schadhaften Füllungsrand oder Kronenrand. Als Kariesrezidiv bezeichnet man bei einer Zahnerkrankung das erneute Aufflammen einer nicht vollständig entfernten Karies.


Unbehandelte Karies

Unbehandelte Karies ist der häufigste Grund für den Verlust von Zähnen bei Menschen unter 35 Jahren.

Schmelzkaries führt zu Zahnfäulnis und wird zu Dentinkaries sofern die Karies unbehandelt bleibt, sodass es den Zahn zerstört. Eine nicht behandelte Karies führt zur Zahnfäulnis und schädigt unbehandelt nicht nur den Zahnschmelz, sondern auch das Dentin, was eine knochenähnliche Zahnhartsubstanz ist. Wenn die Karies das Dentin komplett durchdrungen hat spricht man von der Karies penetrans, was eine durchdringende Zahnfäulnis ist. Je früher etwas gegen Zahn-Karies unternommen wird, desto geringer fallen die Zahnschäden aus, denn eine unbehandelte Karies führ zu Zahnverlust. Die bakterielle Entzündung geht auf die Zahnwurzel über, die zunehmend als Wurzelkaries vereitert. Wenn der Kariesprozess das Dentin erreicht, entstehen Zahnschmerzen, im Besonderen beim Verzehr von süssen oder kalten Nahrungsmitteln, denn dann reagieren die Nervenfasern der Pulpa mit einem Schmerz der sich über den Zahn hinaus auf die entsprechende Kieferseite ausbreiten kann. Wird das entstandene Loch im Zahn nicht ausgebohrt und zahnmedizinisch durch eine Wurzelkanalbehandlung oder Wurzelspitzenresektion versorgt, dringen die Bakterien weiter vor, sodass der Zahn vereitert und die berühmte "dicke Backe" entsteht.

Solange Eiter aus dem Eiterherd nicht entweichen kann, bleiben der Druck und auch die Zahnschmerzen, denn erst wenn der Eiter entweichen kann, lassen die Zahnschmerzen nach.

Unbehandelte Karies, nicht behandelte Zahnkaries

Unbehandelte Zahn-Karies ist nicht ungefährlich, denn vom Entzündungsherd können die Bakterien in die Blutbahn gelangen.

Nicht behandelte Karies

Eine nicht behandelte Karies kann zur Beschädigung vom Zahn was der Zahnarzt kariöse Läsion nennt führen, was mit Zahnschmerzen und der Notwendigkeit der Wurzelkanalbehandlung verbunden ist.

Nicht behandelte Karies führt zur Entzündung vom Zahnmark und der Wurzelhaut was als Puplitis und Periodontitis bezeichnet wird sowie Knochenabszessen und Gewebeabszessen das Eiteransammlungen im Gewebe ist. Unbehandelte Zahnkaries kann zur Eiterbildung an der Zahnwurzel bzw. Zahnfisteln, Entstehung von Granulomen wo der Entzündungsherd an der Zahnwurzel liegt und Entzündungen in der Kieferhöhle führen. Zahnwurzelentzündungen können, sofern sie nicht behandelt werden, chronische Erkrankungen auslösen. Da sich im Zahn Bakterien eingelagert haben, muss die durch Karies befallene Zahnhartsubstanz mit dem Bohrer oder Laser entfernt werden und mit Füllungsmaterial bzw. einer Zahnfüllung als Zahnersatz aufgefüllt werden. Durch unbehandelte Karies kann dieser Vorgang durch das Vordringen der Bakterien in die Blutbahn krankhafte Veränderungen an inneren Organen, z.B. am Herzen verursachen, weil die Bakterien über die Blutbahn dorthin gelangen können. Tote Zähne, entzündetes Zahnfleisch, Amalgam und Weisheitszähne können verantwortlich sein für viele chronische Krankheiten. Krankheiten durch kranke Zähne können Auslöser oder Mitverursacher sein für Multiple Sklerose, vereiterte Wurzelspitzen können eine akute Herzerkrankung auslösen oder Parodontitis kann das Risiko einer Frühgeburt erhöhen. Zur Zahnerhaltung, der Vorbeugung und Therapie von Zahnkrankheit wie Karies beschäftigt sich die konservative Zahnheilkunde.


Karies durch Magensäure

Der saure Magensaft greift den Zahnschmelz an und reizt das Zahnfleisch.

Eine der gefährlichsten Säuren für die Zähne ist die Magensäure, denn Magensäure vermischt sich im Magen mit der chemisch in kleinere Bestandteile zerlegten Nahrung.

Magensäure, Zahnkaries, Caries, Zahnschmelz

Beim Erbrechen gelangt Säure in den Mundraum die auf den Zahnschmelz einwirkt und die Magensäure den Zahn schädigt.

Zähne nach Reflux nicht putzen

Nach dem Aufstossen oder Erbrechen ergibt sich bei den Zähnen eine Säureerosion.

Bei Säureerosion ist es möglich, dass der Zahnschmelz den mechanischen Einflüssen beim Zähneputzen oder auch beim Essen nicht mehr standhalten kann sodass Zahnschmelz ständig stärker abgenutzt wird. Die Erosion beim Zahnschmelz erfolgt, wenn der pH-Wert in der Mundhöhle unter 5,5 fällt. Reflux, was Rückfluss vom Magen über die Speiseröhre bedeutet, begünstigt das Auswaschen vom Zahnschmelz, denn die Magensäure, die beim Sodbrennen zurückfliesst hat einen pH-Wert von 2,0. Werden die Zähne mehrmals täglich starken Säuren ausgesetzt, wird dies zu einer Gefahr für die Zähne im Gebiss. Auf der Zahnschmelzschicht erfolgt nach saurem Aufstossen oder Erbrechen eine Erosion dadurch, da zunehmend Mineralien aus dem Zahnschmelz ausgewaschen werden. Zähne sollten dann nicht geputzt werden, denn bei angefressenen Zähnen durch die Säure vom Aufstossen oder Erbrechen kann bei der Zahnreinigung die Reibung an den Zahnoberflächen zu stark sein, sodass die erweichte Schicht verloren geht was auch für zerfressene Milchzähne gilt. Einen Abrieb bei der Säureerosion an den Zähnen kann man nicht selbst wahrnehmen, denn der Vorgang ist nur unter dem Mikroskop sichtbar.

Der Zahnschmelz vom Zahn kann durch Magensäure und Lebensmittelsäuren angegriffen werden.

Erbrechen, Säure Mundraum, Magensäure, Karies

Säure vom Magen löst Mineralien aus dem Zahnschmelz heraus und weicht so die harte Zahnhartsubstanz der Zahnoberfläche auf, sodass Zahnkaries entstehen kann.

Magensäure greift den Zahnschmelz an

Magensäure gelangt in den Mundraum beim sauren Aufstossen oder beim Erbrechen.

Zu Zahnkaries kommt es vielfach bei Patienten mit Sodbrennen oder Krankheiten mit häufigem Erbrechen und Regurgitation durch die Säureschädigung beim Zahnschmelz, denn in der Mundhöhle herrscht normalerweise ein neutraler pH-Wert von 7. Wenn der pH-Wert durch eine Übersäuerung des Speichels dauerhaft sinkt, wirkt sich das saure Milieu auf den Zahnschmelz aus, sodass Zahnkaries entsteht. Gleichzeitig kann aber auch durch den Speichel-PH-Wert das Zahnfleisch gereizt und mit leichten Entzündungen reagieren.

Magensäure kann die Zähne schädigen

Beim Aufstossen oder beim Erbrechen können bereits die Zähne im Babymund von der Magensäure angegriffen werden, denn Kleinkinder haben häufig ein saures aufstossen.

Auch säurehaltige Getränke wie Fruchtsäfte, Softdrinks oder Alkopops können die Zähne schädigen, im Besonderen die Milchzähne, denn Milchzähne haben eine dünnere Schmelzschicht und Dentinschicht als bleibende Zähne, sodass Flaschenkaries bzw. Milchzahnkaries entstehen kann.

Mundhygiene nach dem Erbrechen

Nach jedem Kontakt der Zähne mit Säure durch Erbrechen oder säurehaltiger Nahrung und Getränken sollte man den Mund mit einer neutralisierenden Flüssigkeit spülen und eine Stunde mit der Zahnreinigung warten.

Für die Mundspülung eignet sich ein fluoridiertes Mundwasser oder eine Lösung von Natriumhydrogencarbonat sowie klares Wasser oder Milch. Um den Speichelfluss anzuregen und die Säure im Mund zu verdünnen eignet sich ein Zahnpflegekaugummi.

Obwohl die Zähne mit dem Zahnschmelz eine grosse Härte aufweisen, reagieren sie sehr empfindlich auf Säureeinwirkung, denn Säure löst Mineralien aus der Zahnoberfläche und macht die Zähne so weicher.

Karies, Kaugumi, Speichellfluss, Mundspeichel

Vermehrter Speichel durch das Kaugummikauen schützt die Zähne vor Karies, so dass das Kariesrisiko stark reduziert wird.

Speichel kann Zahnschäden reparieren

Der Mundspeichel spült die Zähne und enthält Mineralbestandteile des Zahnschmelzes, die den Zahnschmelz nach Säureangriffen reparieren was Remineralisation genannt wird.

Damit man Zahnschäden nicht vergrössert, sollte man nach dem sauren Aufstossen nicht sofort die Zähne putzen, wenn der Zahnschmelz weich ist. Sinnvoll ist es, mit Wasser zu spülen und zahnfreundlichen Kaugummi zu kauen. Wenn man nach dem Essen oder Trinken sowie nach Sodbrennen oder Erbrechen einen Dental-Kaugummi kaut, wird der pH-Wert im Mund vom sauren in einen neutralen Bereich angehoben. Das Kauen regt die Speichelproduktion vom Mundspeichel an und wirkt neutralisierend, so dass frische Zahnschäden repariert werden können. Das Dentin unter dem Zahnschmelz ist knochenähnlich und stellt einen grossen Anteil vom Zahn dar. Im Gegensatz zum Zahnschmelz, kann das Dentin durch eine Biomineralisation immer wieder neu gebildet werden, ein zerstörter Zahnschmelz dagegen kann nicht wieder nachgebildet werden.

Angefressene kaputte Zähne durch Säure

Durch Säure angefressene kaputte Zähne die sich nicht mehr regenerieren können sind meist schmerzempfindlich und temperaturempfindlich und können im schlimmsten Fall zerfallen.

Sobald Zahnschmerzen an kaputten Zähnen durch Säure auftreten, sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden, den Schäden am Zahnschmelz sind irreversibel bzw. Zahnschmelz kann nicht nachgebildet werden obwohl es die härteste Substanz des menschlichen Körpers ist. Bei angefressenen kaputten Zähnen durch Säure (Zahnerosionen) kann der Zahnarzt zur Schadensbegrenzung Lack und Versiegelungsmaterialien auftragen. Als Prophylaxe kommen Spülungen mit einer Fluoridlösung zur Anwendung. Wenn der Zahnsubstanzverlust durch die Säureeinwirkung zu gross ist, gibt es ein Aufbau mit einem speziellen Präparat.


Gefahr von Zahn-Erosionen

Obwohl die Zähne eine grosse Härte aufweisen, reagieren sie sehr empfindlich auf Säureeinwirkung, denn Säure löst Mineralien aus der Zahnoberfläche und macht die Zahnoberfläche weicher, sodass ein Abbau von Zahnschmelz erfolgen kann was als Zahnerosion oder Säureerosion bezeichnet wird.

Zahnerosion, Zahnschädigung, Säureerosion

Sinkt der pH-Wert durch eine Übersäuerung des Speichels dauerhaft in der Mundhöhle, kann das Zahnfleisch gereizt und mit leichten Entzündungen reagieren.

Refluxbedingte Erosionen bei Kindern und Erwachsenen

Als Zahnerosion wird der Zahnhartsubstanzverlust verursacht durch chemische Prozesse ohne Beteiligung von Mikroorganismen bezeichnet.

Der Zahnhartsubstanzverlust ohne Beteiligung von Bakterien spielen erosive Prozesse eine nebst den mechanischen Ursachen wichtige Rolle, Attrition und Demastikation sowie Abrasion beim Zähneputzen oder Zähneknirschen. Erosive Läsionen können an den Milchzähnen im Milchgebiss und an den permanenten Zähnen im bleibenden Zahngebiss auftreten. Wie bei den Erwachsenen hat die Entstehung von Erosionen auch unterschiedliche Ursachen bei Kindern, so das Eintreten von Magensaft in die Mundhöhle oder das saure Aufstossen sowie Erbrechen. Säure können auch von aussen in die Mundhöhle gelangen, meist durch übermässigen Konsum von sauren Nahrungsmitteln und Getränken. Bei Erwachsenen können berufsbedingte Säureexposition in Frage kommen oder eine häufige Einnahme gewisser Medikamente.

Zahnerosion mit Abrasion

Unter Erosion versteht der Zahnarzt in der Zahnmedizin den Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säureeinwirkungen bzw. abrasiver Verschleiss oder Substanzverlust.

Zahnerosion mit Abrasion, Substanzverlust Zahn

Nach dem Aufstossen oder Erbrechen ergibt sich durch die Magensäure bei den Zähnen eine Säureerosion bzw. eine Säureschädigung beim Zahnschmelz.

Als Zahn-Erosion wird der Vorgang bezeichnet, wenn Säuren vom Magen oder von Nahrungsmittel die Zahnsubstanz angreifen.

Nach dem Erbrechen sollten darum die Zähne nicht umgehend geputzt werden, sondern zuerst der Mund gründlich ausgespült werden. Die Säuren vom Magen können Mineralien aus dem Zahnschmelz herauslösen und so die harte Zahnhartsubstanz der Zahnoberfläche aufweichen, sodass Zahnkaries leichter entstehen kann. Der Säureangriff geht den Zähnen auch von Fruchtsäften, Limonaden, Drinks mit viel Kohlensäure an die Zahnsubstanz, was zu einem Verlust des Zahnschmelzes führt. Von einer Säureerosion spricht man darum, weil bei erweichter Zahnschmelz-Schicht durch die Säure die oberflächlich bei starker Reibung an den Zähnen durch Zähne Putzen oder Zähneknirschen verloren geht. Mit kalziumhaltigen Lebensmitteln wie Milch oder Käse lässt sich die zahnschädigende Wirkung von stark säurehaltigen Lebensmitteln und Getränken neutralisieren.

Entblösste Zahnhälse

Der Zahn ist durch den Zahnschmelz normal bis zum Zahnfleischrand geschützt. Wenn sich das Zahnfleisch zurückgezogen hat, ist der entblösste Zahnhals sehr empfindlich, denn das Dentin ist an dieser Stelle von winzigen Kanälchen (Dentindubeli) durchzogen, die von der Oberfläche bis ins Zahnmark reichen. Über die sensiblen Dentinkanälchen erreichen chemische und thermische Reize den Zahnnerv und lösen die Überempfindlichkeit der Zahnhälse oder auch Zahnschmerzen aus.