Kariologie: Zahn, Karies, Kariesbakterien, Caries, Zahnloch

Karies Kariologie

Karies durch Magensäure

Der saure Magensaft greift den Zahnschmelz an und reizt das Zahnfleisch.

Eine der gefährlichsten Säuren für die Zähne ist die Magensäure, denn Magensäure vermischt sich im Magen mit der chemisch in kleinere Bestandteile zerlegten Nahrung.

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Beim Erbrechen gelangt Säure in den Mundraum die auf den Zahnschmelz einwirkt und die Magensäure den Zahn schädigt.

Zähne nach Reflux nicht putzen

Nach dem Aufstossen oder Erbrechen ergibt sich bei den Zähnen eine Säureerosion.

Bei Säureerosion ist es möglich, dass der Zahnschmelz den mechanischen Einflüssen beim Zähneputzen oder auch beim Essen nicht mehr standhalten kann sodass Zahnschmelz ständig stärker abgenutzt wird. Die Erosion beim Zahnschmelz erfolgt, wenn der pH-Wert in der Mundhöhle unter 5,5 fällt. Reflux, was Rückfluss vom Magen über die Speiseröhre bedeutet, begünstigt das Auswaschen vom Zahnschmelz, denn die Magensäure, die beim Sodbrennen zurückfliesst hat einen pH-Wert von 2,0. Werden die Zähne mehrmals täglich starken Säuren ausgesetzt, wird dies zu einer Gefahr für die Zähne im Gebiss. Auf der Zahnschmelzschicht erfolgt nach saurem Aufstossen oder Erbrechen eine Erosion dadurch, da zunehmend Mineralien aus dem Zahnschmelz ausgewaschen werden. Zähne sollten dann nicht geputzt werden, denn bei angefressenen Zähnen durch die Säure vom Aufstossen oder Erbrechen kann bei der Zahnreinigung die Reibung an den Zahnoberflächen zu stark sein, sodass die erweichte Schicht verloren geht was auch für zerfressene Milchzähne gilt. Einen Abrieb bei der Säureerosion an den Zähnen kann man nicht selbst wahrnehmen, denn der Vorgang ist nur unter dem Mikroskop sichtbar.

Der Zahnschmelz vom Zahn kann durch Magensäure und Lebensmittelsäuren angegriffen werden.

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Säure vom Magen löst Mineralien aus dem Zahnschmelz heraus und weicht so die harte Zahnhartsubstanz der Zahnoberfläche auf, sodass Zahnkaries entstehen kann.

Magensäure greift den Zahnschmelz an

Magensäure gelangt in den Mundraum beim sauren Aufstossen oder beim Erbrechen.

Zu Zahnkaries kommt es vielfach bei Patienten mit Sodbrennen oder Krankheiten mit häufigem Erbrechen und Regurgitation durch die Säureschädigung beim Zahnschmelz, denn in der Mundhöhle herrscht normalerweise ein neutraler pH-Wert von 7. Wenn der pH-Wert durch eine Übersäuerung des Speichels dauerhaft sinkt, wirkt sich das saure Milieu auf den Zahnschmelz aus, sodass Zahnkaries entsteht. Gleichzeitig kann aber auch durch den Speichel-PH-Wert das Zahnfleisch gereizt und mit leichten Entzündungen reagieren.

Magensäure kann die Zähne schädigen

Beim Aufstossen oder beim Erbrechen können bereits die Zähne im Babymund von der Magensäure angegriffen werden, denn Kleinkinder haben häufig ein saures aufstossen.

Auch säurehaltige Getränke wie Fruchtsäfte, Softdrinks oder Alkopops können die Zähne schädigen, im Besonderen die Milchzähne, denn Milchzähne haben eine dünnere Schmelzschicht und Dentinschicht als bleibende Zähne, sodass Flaschenkaries bzw. Milchzahnkaries entstehen kann.

Mundhygiene nach dem Erbrechen

Nach jedem Kontakt der Zähne mit Säure durch Erbrechen oder säurehaltiger Nahrung und Getränken sollte man den Mund mit einer neutralisierenden Flüssigkeit spülen und eine Stunde mit der Zahnreinigung warten.

Für die Mundspülung eignet sich ein fluoridiertes Mundwasser oder eine Lösung von Natriumhydrogencarbonat sowie klares Wasser oder Milch. Um den Speichelfluss anzuregen und die Säure im Mund zu verdünnen eignet sich ein Zahnpflegekaugummi.

Obwohl die Zähne mit dem Zahnschmelz eine grosse Härte aufweisen, reagieren sie sehr empfindlich auf Säureeinwirkung, denn Säure löst Mineralien aus der Zahnoberfläche und macht die Zähne so weicher.

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Vermehrter Speichel durch das Kaugummikauen schützt die Zähne vor Karies, so dass das Kariesrisiko stark reduziert wird.

Speichel kann Zahnschäden reparieren

Der Mundspeichel spült die Zähne und enthält Mineralbestandteile des Zahnschmelzes, die den Zahnschmelz nach Säureangriffen reparieren was Remineralisation genannt wird.

Damit man Zahnschäden nicht vergrössert, sollte man nach dem sauren Aufstossen nicht sofort die Zähne putzen, wenn der Zahnschmelz weich ist. Sinnvoll ist es, mit Wasser zu spülen und zahnfreundlichen Kaugummi zu kauen. Wenn man nach dem Essen oder Trinken sowie nach Sodbrennen oder Erbrechen einen Dental-Kaugummi kaut, wird der pH-Wert im Mund vom sauren in einen neutralen Bereich angehoben. Das Kauen regt die Speichelproduktion vom Mundspeichel an und wirkt neutralisierend, so dass frische Zahnschäden repariert werden können. Das Dentin unter dem Zahnschmelz ist knochenähnlich und stellt einen grossen Anteil vom Zahn dar. Im Gegensatz zum Zahnschmelz, kann das Dentin durch eine Biomineralisation immer wieder neu gebildet werden, ein zerstörter Zahnschmelz dagegen kann nicht wieder nachgebildet werden.

Angefressene kaputte Zähne durch Säure

Durch Säure angefressene kaputte Zähne die sich nicht mehr regenerieren können sind meist schmerzempfindlich und temperaturempfindlich und können im schlimmsten Fall zerfallen.

Sobald Zahnschmerzen an kaputten Zähnen durch Säure auftreten, sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden, den Schäden am Zahnschmelz sind irreversibel bzw. Zahnschmelz kann nicht nachgebildet werden obwohl es die härteste Substanz des menschlichen Körpers ist. Bei angefressenen kaputten Zähnen durch Säure (Zahnerosionen) kann der Zahnarzt zur Schadensbegrenzung Lack und Versiegelungsmaterialien auftragen. Als Prophylaxe kommen Spülungen mit einer Fluoridlösung zur Anwendung. Wenn der Zahnsubstanzverlust durch die Säureeinwirkung zu gross ist, gibt es ein Aufbau mit einem speziellen Präparat.

Zahnerneuerung

Eine Zahnerneuerung durch Keramikinlays entspricht der natürlichen Zahnsubstanz am ehesten. Eine gute Keramikfüllung (Zahnfüllung) ist praktisch unsichtbar, biologisch neutral und genauso haltbar wie ein Goldinlay oder eine Krone. Dank der Klebetechniken kann gesunde Zahnhartsubstanz erhalten bleiben, denn nur das fehlende oder defekte Zahnmaterial muss ersetzt werden.