Kieferknochen, Kieferprobleme, Kiefergelenkprobleme

KIEFER

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Schlotterkamm

Der Schlotterkamm ist eine bewegliche Schleimhautfalte anstelle des knöchernen Alveolarkamm, vielfach am Oberkiefer, wenn im Unterkiefer nur noch ein anteriores Restgebiss vorhanden ist.

Schlotterkamm von Oberkieferprothese

Eine lockere bindegewebige Schleimhautfalte bezeichnet man als Schlotterkamm.

Schlotterkamm Kieferkamm schlechte Prothese

Der Schlotterkamm befindet sich vorwiegend vorne im Oberkieferbereich.

Schlotterkamm und Prothesenhalt

Als Schlotterkamm bezeichnet man den infolge von ungünstiger Belastung wie bei einer nicht anliegender Vollprothese entstandenen Überschuss vom Weichgewebe vom Kieferkamm, der eine verschiebliche, schlotternde Form annimmt.

Der Schlotterkamm ist vielfach eine Folge einer lang anhaltenden Fehlbelastung der Zähne, wenn z.B. keine geeignete Extensionsbrücke oder Freiendprothese bzw. Freiendlücke vorhanden ist. Als Schlotterkamm bezeichnet man ein speziell im Oberkiefer auftretender Abbau und Umbau des knöchernen Kieferkamms in eine verschiebbare, schlotternde Form des Bindegewebes. Der zahntragende Kieferfortsatz bzw. Alveolarfortsatz ist im Normalfall Knöchern und bildet sich nach dem Zahnverlust wegen fehlender Belastung zurück. Die Umbauprozesse an den Alveolarfortsätzen sind in den ersten Monaten nach Zahnverlust am ausgeprägtesten, halten jedoch zeitlebens an.

Wenn Prothese lottert auf dem Kieferkamm

Wenn die Zahnprothese lottert auf dem Kieferkamm bedeutet dies, dass im Besonderen beim Oberkiefer ein Schlotterkamm besteht oder der Speichel fehlt, denn die Prothese saugt sich auf der Schleimhaut des Kieferkamms durch Unterdruck fest. Das funktioniert aber nur, wenn die Prothese präzise aufsitzt und nicht wackelt. Dünnflüssiger Speichel sowie zu gering Speichelbildung oder auch zu starker Speichelfluss kann den Prothesensitz entscheidend beeinflussen. Ein geringer Speichelfluss kann durch Medikamente entstehen, wenn die Speicheldrüsen zu wenig Speichel produzieren und dadurch eine Trockenheit im Mund entsteht. Auch tief inserierende Bänder im Bereich vom Mundvorhof (Vestibulum) oder das Zungenbändchen können den Halt von Prothesen negativ beeinflussen. Ein Verlust vom festen Halt der Prothese kann auch durch fortschreitende Rückbildung des Kieferknochens durch neue Hohlräume entstehen, sodass die Prothese lottert und wackelt. Möglich ist auch eine Erschlaffung der Kiefermuskulatur, die das Vakuum der Kieferränder verringert.

Rückgang vom Kieferkamm

Durch Zahnverluste und fehlender Belastung vom Kieferknochen (Alveolarknochen) kommt es zu einer Alveolarkammatrophie bzw. Rückgang vom Knochen sodass vielfach die bewegliche Schleimhaut nahe an den Kieferkamm reicht.

Der Rückgang vom Kieferknochen wird als Knochenschwund bezeichnet. Der Alveolarkammabbau wird bezeichnet als Alveolarkammatrophie, Alveolarfortsatzatrophie, Kieferkammatrophie, Kieferatrophie und ist ein physiologischer Abbauvorgang am zahntragenden Kieferknochen nach Zahnverlust. Durch unzweckmässig gestalteten Zahnersatz wie Überbelastung, Fehlbelastung oder Unterbelastung, kann der Alveolarkammabbau verstärkt werden. Zuerst verliert der Alveolarfortsatz an Breite und danach entwickelt er sich auch in der Höhe zurück, was man als Alveolarfortsatz-Atrophie nennt. Wir rasch sich der Kieferknochen nach Zahnverlust zurückbildet ist sehr verschieden und abhängig von verschiedenen Faktoren, denn bei einigen Zahnpatienten dauert es Monate oder Jahre, bei anderen bildet sich der Kieferknochen sehr rasch zurück, vor allem bei flächig schlecht sitzenden Zahnprothesen und bei Extraktion und damit verbundener Verletzung des Gewebes.

Schmaler Kieferkamm

Die Unterkieferprothese kann vom Träger der Prothese in vielen Fällen bei schmalem Kieferkamm nur durch die Muskulatur stabilisiert werden, dies im Gegensatz zur Oberkieferprothese, die am Gaumendach über einen Saugeffekt ihren Halt findet.

Für den schnellen Knochenabbau und den damit verbundenen Schlotterkamm ist ist vielfach kein Grund ersichtlich. Der Kieferknochen wird beim schnellen Abbau bindegewebig ersetzt, sodass sich ein Schlotterkamm bildet. Der Schlotterkamm darf aber nicht verwechselt werden mit einem Prothesenreizfibrom die bei einer punktuell schlecht sitzenden Zahnprothese entsteht. Bei der Zahnprothese, im Besonderen bei der Freiendprothese ist der funktionelle Wert geringer als bei einer allseitigen Abstützung auf den eigene Zähnen oder dem Zahnimplantat resp. dem auf Zahnimplantat getragenen Zahnersatz, da die Kaudruckübertragung bei Prothesen teils auf das Restgebiss und teils auch auf die Schleimhaut des Prothesenlagers erfolgt. Besonders bei der Freiendprothese ist eine Kippbewegung der Prothesensättel möglich und somit die Gefahr der Senkungsschäden sowie der Fehlbelastung der letzten Zähne bzw. je nach Konstruktionsprinzip der Verbindung zwischen Restgebiss und Freiendsattel. Eine schleimhautgetragene Prothese lagert sich ganz langsam in die Schleimhaut ein, wobei es vielfach zu Druckstellen und Schleimhautentzündungen kommt. Bleiben diese Schäden unbehandelt, kann dies zu Reizen und Schleimhautwucherungen führen, so dass diese vom Zahnarzt entfernt werden müssen, ansonsten sie den festen Sitz der Prothese beeinträchtigen.

Kiefer-Schlotterkamm

Der Schlotterkamm kann auch durch eine punktuell schlecht sitzende Zahnprothese entstehen.

Schlotterkamm Kiefer Kieferkamm Oberkiefer 

Der Schlotterkamm ist die Bildung von beweglichen Schleimhautfalten auf dem zahnlosen Alveolarfortsatz und die Folge einer schlecht sitzenden Zahnprothese oder kann entstehen nach der Entfernung stark gelockerter Zähne (Wackelzähne).

Am häufigsten tritt der Schlotterkamm vorwiegend durch schlecht sitzende Zahnprothesen im Oberkiefer auf.

Der Schlotterkamm kann auch eine Folge von bereits gelockerten Zähnen nach dem Entfernen der Zähne sein, da der Kieferknochen bei diesen Zähnen bereits weitgehend abgebaut ist und die Schleimhaut nach der Extraktion nicht fest mit dem Kieferkamm verbunden ist bzw. einen losen Lappen bildet. Vor prothetischer oder implantologischer Versorgung mit Zahnimplantaten kann bei ausgeprägter Atrophie eine Augmentationsplastik erforderlich sein.

Zahnarzt  /  Zahnärzte

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