Mund

Mund-Speichel

Speichel im Mund

Der Speichel spült die Zähne und enthält Mineralbestandteile des Zahnschmelzes, die den Zahnschmelz nach Säureangriffen reparieren (Remineralisation).

Speichel gibt dem Zahnschmelz Mineralstoffe zurück und überzieht die Zähne mit einer schützenden Schicht. 

Speichel spült die Zähne Zahnschmelz Schleim

Speichel verdünnt und neutralisiert aggressive Säuren und kann Bakterien wie auch Viren angreifen.

Speichel hat eine wichtige Funktion

Speichel ist ein sehr wichtiger Faktor für die Zahngesundheit, denn ohne Speichel würden die Zähne im Mund innerhalb weniger Wochen vollständig erodieren.

Der Speichel ist für die Gesundheit der Zähne äusserst wichtig, denn der Speichel enthält alle chemisch gelösten Mineralbestandteile der Zahngrundsubstanz und regeneriert bzw. repariert dauernd die durch chemische  und mechanische Einflüsse angegriffene Zahnoberfläche. Der Speichel enthält sämtliche Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt seiner Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht. Eine wichtige Funktion hat der Speichel bei der Nahrungsaufnahme und ist in seiner Schleimigkeit begründet, denn während des Kauvorgangs wird aus der trockenen, bröseligen oder zerfliessenden Nahrung ein weicher, aber in sich zusammenhaltender Klumpen geformt, das wichtig ist,  damit wir uns nicht verschlucken und die Speiseröhre nicht durch raue Nahrungsbestandteile geschädigt wird. Durch die im Speichel enthaltenen Enzyme werden bereits während des Kauens Teile der Nahrung zerlegt. Das Enzym Ptyalin zerteilt die langen Molekularketten der Kohlenhydrate aus Brot, Zucker, Mehl usw. in kleine Stücke, die im Darm weiter verarbeitet werden.

Mundspeichel

Mundspeichel, der über Speicheldrüsen in der Mundhöhle verteilt wird, dient dazu, den Mund feucht zu halten und Nahrung aufzuweichen.

Speichel ist eines der wichtigsten natürlichen Schutzsysteme des menschlichen Körpers, denn Speichel ist für die Neutralisation von Säuren nach dem Essen oder Trinken zuständig und zugleich für die Remineralisation vom Zahnschmelz durch die enthaltenen Mineralien, denn der Speichel ist ein Mineralienspeicher. Der Speichel enthält alle Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt seiner Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht, denn nach der Nahrungsaufnahme bauen Bakterien den Zucker in der Nahrung zu Säure ab. Speichel ist ein Gemisch aus Wasser und Schleim der Amylasen enthält und bereits im Mund die Zersetzung der zugeführten Kohlehydrate einleitet bzw. Stärke in Zucker verwandelt. Kaugummi ist ein Hilfsmittel zur Unterstützung der täglichen Mundhygiene und kann sehr hilfreich sein, da er Säuren durch Anregung der Speichelproduktion abpuffern kann. Der Speichel kann Stoffe aus der Nahrung lösen, so, dass man die Nahrung gut schmecken kann.

Kauen stimuliert den Speichelfluss und der Bikarbonatgehalt vom Speichel macht die von aussen zugeführten Säuren wie die Fruchtsäuren sowie die Säuren aus den Mundhöhlenbakterien unschädlich.

Speichel im Mund, Säuren, Bakterien Mundhöhle 

Zahnpflegekaugummis bewirken einen durch die Kaubewegung angeregten Speichelfluss und Vermehrter Speichel durch das Kaugummikauen schützt die Zähne.

Speichelabsonderung

Die Speichelabsonderung wird durch den Kauvorgang sowie durch geschmackliche, optische oder psychische Reize ausgelöst.

Speichel ist das Sekret der Speicheldrüsen das eine vielfältige Funktion hat, denn Speichel hält die Mundschleimhaut feucht, spült die Zähne, löst Geschmackstoffe und schwächt Säuren ab. Der Speichel beschleunigt die Wundheilung, hemmt das Wachstum von Bakterien und schützt das eigene Gewebe. Durch das Kauen wird der Speichelfluss anregt und die Speichelmenge erhöht, durch verschiedene Medikamente wie Psychopharmaka und bestimmte blutdrucksenkende Mittel gesenkt, sodass es zur Mundtrockenheit (Xerostomie) kommen kann. Speichel wird im Mund von kleinen Speicheldrüsen, die sich in der Mundschleimhaut befinden, und von den grossen Speicheldrüsen, der Glandula parotis, Glandula submandibularis und der Glandula sublingualis gebildet. Die Ohrspeicheldrüse ist die grösste Speicheldrüse, wo die Ausführgang ca. in der Höhe des mittleren der drei Mahlzähne in die Mundhöhle mündet. Die Unterzungenspeicheldrüse hat viele Ausführgänge und mündet in der Rinne zwischen Zunge und Mundboden. Die Unterkieferspeicheldrüse mündet an der Unterseite der Zunge. In den paarig vorhandenen Speicheldrüsen Ohrspeicheldrüse, Unterzungenspeicheldrüse, Unterkieferspeicheldrüse und den zahlreichen kleinen Speicheldrüsen werden Täglich ca. 1 bis 2 Liter Speichel in der Mundschleimhaut gebildet. Die Speichelproduktion kann man am besten beim Zahnarzt während der Zahnbehandlung beobachten, wenn der Speichel aus dem Mundraum abgesaugt wird.


Speichel ist ein Sekret

Als Sekretion wird die Abgabe von Produkten durch Drüsen oder drüsenähnlichen Zellen bezeichnet.

Speichel, exokrines Sekret von Speicheldrüsen

Der Speichel ist die Mundflüssigkeit, die Schleimhäute vor der Austrocknung bewahrt, spült die Mundhöhle, neutralisiert Säuren und liefert Mineralien zur Stärkung vom Zahnschmelz.

Speichel ist ein exokrines Sekret, das von den Speicheldrüsen gebildet wird.

Speichel als exokrines Sekret befeuchtet die Schleimhäute, trägt zur Immunabwehr bei, nimmt lösliche Substanzen der Nahrung auf und mischt sich mit trockenen Bestandteilen, sodass der Nahrungsbrei besser geschluckt werden kann. Die grössten Speicheldrüsen die einen besonders amylasenreichen Speichel produzieren sind die Ohrspeicheldrüsen, die vom Ohr bis zur Höhe vom Jochbein reichen. Die Unterzungenspeicheldrüse im Mundboden sondert einen dickflüssigen, schleimigen Speichel ab. Zusammen mit den Unterkieferspeicheldrüsen unterhalb der Backenzähne erzeugen diese drei grössten Speicheldrüsen ca. 75% der gesamten Speichelproduktion. Der Mundspeichel des Menschen befeuchtet die Mundraum, was das Schlucken, Sprechen und Schmecken ermöglicht. Der Speichel sorgt für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung, Speichel erleichtert aber auch das Schlucken und bildet mit seinen antiviralen und antibakteriellen Faktoren eine erste Barriere gegenüber Krankheitserregern im Mund. Speichel ist ein geruchsloses, farbloses und geschmacksloses Sekret der grossen und kleinen Speicheldrüsen in der Mundhöhle. Die Produktion des Speichels befindet sich im Bereich der Mundhöhle. Der Speichel wird im Mund von den kleinen Speicheldrüsen, die sich in der Mundschleimhaut befinden, und den grossen Speicheldrüsen (Ohrspeicheldrüse, Unterkieferdrüse, Unterzungendrüse) gebildet. Der Speichel hat einen neutralen pH-Wert und dient der Remineralisation des Zahnschmelzes, sowie der Neutralisation vorhandener Säuren und der Mundspülung. Neben Wasser enthält Speichel Mineralien wie Natrium, Kalium, Calcium, Phosphat, Bikarbonat und Enzyme der Kohlenhydratverdauung, Eiweisse, Fette und Glykoproteine.

Saliva bedeutet Speichel
Asialie ist das Fehlen von Speichel
Salivation bedeutet Speichelsekretion
Als Sekretion wird die Abgabe der Flüssigkeit, die aus 99% Wasser besteht bezeichnet.
Das Sekret ist ein Gemisch der Sekrete der Speicheldrüsen und der Mundschleimdrüsen.

Feste Bestandteile vom Sekret werden aus Eiweisskörpern, Salzen, Bakterien und Speichelkörperchen gebildet.

Speichel enthält unter anderem Mineralien, Enzyme, Eiweisse und Glykoproteine. Nach der Zusammensetzung des Speichels unterscheidet man serösen Speichel und den muzinösen Speichel. Je nach sezernierender Speicheldrüse ist der dort gebildete Speichel eher serös "wässrig" oder eher mukös "schleimig". Die Sekretion des serösen Speichels wird durch parasympathische Aktivität, die Sekretion des muzinösen Speichels durch Aktivität des sympathischen Nervensystems angeregt. Der Speichel enthält alle Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt seiner Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht, denn nach der Nahrungsaufnahme bauen Bakterien den Zucker in der Nahrung zu Säure ab.


Schutzsystem Speichel 

Der Speichel enthält für die Zähne alle Mineralsalze, die der Zahnschmelz zur Härtung und den Erhalt der Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht.

Mund Speichel Schutzsysteme Säure Zähne

Der Speichel neutralisiert Säuren, die von Zahnschädigenden Bakterien gebildet werden und den Zahnschmelz angreifen.

Der Speichel ist ein natürliches Schutzsystem des menschlichen Körpers und ist für die Gesundheit der Zähne sehr wichtig, denn Karies entsteht, wenn die Zahnoberfläche von den Säuren angegriffen und entmineralisiert wird.

Nach der Nahrungsaufnahme bauen die Bakterien mit dem Speichel den in der Nahrung enthaltenen Zucker zu Säure um.

Der Speichel vernichtet auch einen Teil der Krankheitserreger wie Bakterien und Kleinpilze, die in die Mundhöhle gelangen.

Mundspeichel Speicheldrüsen Zahnschmelz Zahn

Der Speichel enthält unter verschiedenem natürliche mineralische Bestandteile, um diese Säuren zu verdünnen und abzubauen.

Speichel fördert zusätzlich in den Zahnschmelz auch den Wiedereinbau (Remineralisation) Zahnhärtender Mineralien und wirkt der Entstehung von Karies bzw. dem Loch im Zahn entgegen.

Mund-Speichel als Schutzsysteme

Speichel ist eines der wichtigsten natürlichen Schutzsysteme des menschlichen Körpers, denn Speichel ist für die Neutralisation von Säuren nach dem Essen oder Trinken zuständig und zugleich für die Remineralisation des Zahnschmelzes durch die enthaltenen Mineralien.

Der Speichelfluss ist die Absonderung von Speichel aus den Speicheldrüsen und enthält sämtliche Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt seiner Widerstandskraft gegenüber Säure braucht. Durch Kaugummikauen kann der Speichelfluss verstärkt werden. Dieses erhöhte Speichelflussvolumen enthält auch eine besonders hohe Konzentration an Mineralien und verfügt damit über eine noch höhere Neutralisierungskapazität. Medikamente wie Psychopharmaka und bestimmte blutdrucksenkende Mittel hemmen den Speichelfluss. Wenn die Speichelbildung vermindert ist, spricht man von "Xerostomie" und bei vermehrter Speichelbildung von "Ptyalismus".


Speichelsekretion

Speichel (lat. Saliva) ist das Sekret der Speicheldrüsen.

Als Sekretion (lat. secretio „Absonderung“, von secernere „absondern, sezernieren“) wird die Produktion bzw. Abgabe von Produkten durch Drüsen oder drüsenähnlichen Zellen bezeichnet. Als Sekretion wird die Abgabe von Sekret an den Organismus wie Hormone oder Verdauungsenzyme bezeichnet, im Speziellen aber die durch spezialisierte Zellen wie die Drüsenzellen. Je nach Ort der Sekretion werden verschiedene Arten unterschieden wie die innere Sekretion (Endokrine Sekretion) und die äussere Sekretion (Exokrine Sekretion) durch Abgabe der relevanten Substanzen direkt oder über Drüsengänge zu inneren oder äusseren Oberflächen.

Speichel hält die Mundhöhle feucht, was die Wangenschleimhaut schlüpfriger macht und zum Schlucken der Nahrung geeignet ist und erleichtert gleichzeitig den Sprechakt.

Speichel Sekretion Sekret der Speicheldrüsen

Ohne Speichel ist die Geschmacksentwicklung der Nahrung nicht möglich und durch seinen mucösen Charakter resp. durch die eingespeichelte Nahrung wird das Schlucken erleichtert.

Speichel besitzt eine reinigende Wirkung (Mundhygiene) durch seinen Gehalt an Lysozym. Für die Produktion des Speichels sind die kleinen und grossen Mundspeicheldrüsen verantwortlich, denn über 90% des Speichels werden von den grossen Mundspeicheldrüsen Glandula parotis, Glandula submandibularis und Glandula sublingualis gebildet. Den Rest erzeugen die kleinen Speicheldrüsen, die in der Mundschleimhaut verstreut sind.


Kauen stimuliert Speichelfluss

Der Speichelfluss kann auch durch Kauen von Kaugummis angeregt werden, denn es gibt spezielle Kaugummis mit dem Zuckeraustauschstoff Xylitol für nach der Mahlzeit.

Kaugummi Kauen stimuliert Speichelfluss Speichel

Kauen produziert mehr Speichel und kann dadurch die Remineralisation vom Zahnschmelz fördern und damit einer Karies vorbeugen.

Kauen stimuliert den Speichelfluss, was ganz normal während der Nahrungsaufnahme geschieht.

Kaugummis können auch als "Zahnbürstenersatz für Unterwegs" benutzt werden. Wenn man regelmässig zuckerfreien Kaugummi kaut, produziert man mehr Speichel und der Plaque-PH reagiert damit nicht mehr sehr stark auf den Zucker. Urvölker kauten regelmässig Wurzeln, Trockenfleisch und kauten auch Kautschuk um den Speichel anzuregen. Es gibt eine Knospe des Zahnbürstenbaumes (Salvadora persica) oder das Wurzelstück, das zur Reinigung der Zähne verwendet wurde oder noch wird. Ein Zweig wird abgeschnitten und so lange gekaut, bis das Ende ausgefranst ist, was an eine Zahnbürste erinnert. Durch diese Art der Zahnreinigung wird die Speichelbildung angeregt und ist eine Selbstreinigung der Zähne vom Urvolk. Für die Zahnprophylaxe zwischendurch bieten sich in Europa Zahnpflegebonbons und zuckerfreie Kaugummis an, denn beim Kauen und Sprechen sowie durch die dem Brechakt vorausgehenden heftigen Bewegungen der Mundmuskeln und Schlundmuskeln wird die Speichelabsonderung vermehrt. Die Zahnreinigung wird aber durch den Zahnpflege-Kaugummi nicht ersetzt, denn durch die angeregte Speichelbildung erfolgt nur ein erster Schritt für die Selbstreinigung der Mundhöhle. Zahnpflege-Kaugummis sind eine wertvolle Ergänzung zur Mundhygiene, besonders wenn man unterwegs keine Gelegenheit zu klassischen Mundhygiene hat.


Speichelfunktion für Zähne

Der Speichel hat für die Zähne eine grosse Bedeutung betreffend Spülfunktion, Pufferkapazität und Remineralisation vom Zahnschmelz.

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Spülfunktion

Durch die Spülfunktion des Speichels werden die Zuckerkonzentration und gleichzeitig die Säurekonzentration auf der Zahnoberfläche durch die Spülwirkung verringert, denn Speichel kann den Zahnbelag (Plaque) nicht auflösen.

Speichelfunktion Zähne Spülfunktion Speichel

Mit zunehmender Dicke der Plaque (bakterieller Zahnbelag) nimmt diese Spülwirkung ab und kann durch Kauen von Kaugummi erhöht werden, denn der Speichelfluss wird durch Kauen sowie Reizung der Geschmacksrezeptoren resp. Sinnesnerven angeregt.

Pufferkapazität

Speichel hat eine Schutzwirkung gegen Karies.

Das Kariesrisiko kann durch dünnflüssigen Speichel vermindert werden indem die befindliche Säure im Mund neutralisiert wird, was als Pufferung der Säure bezeichnet wird. Die Säuren können aus der Nahrung stammen oder als Stoffwechselprodukt beim Abbau von Zucker durch Bakterien entstehen. Die Pufferkapazität ist bei den Leuten unterschiedlich, denn bei einigen Personen kann der Speichel mehr Säure neutralisieren als bei anderen und kann gemessen werden. Dazu erfolgt eine Bestimmung des pH-Wertes, der ein Mass für den Säuregrad ist. Eine Kariesentstehung wird begünstigt durch verminderte Speichelmenge, zähen und mukösen bzw. schleimigen Speichel sowie Mangel an Kalksalzen im Speichel und verminderte neutralisierende Wirkung des Speichels.

Remineralisation der Zähne

Die Bestandteile Kalzium, Phosphat und Fluorid, die im Zahnschmelz vorhandenen sind können mit dem Speichel in Lösung gehen, was zu einer Demineralisation resp. Entkalkung der Zahnoberfläche führen kann.

Kalzium, Phosphat und Fluorid aus dem Speichel können in den Zahnschmelz vom Zahn wieder eingebaut werden und so eine Remineralisation von Entkalkungen im Anfangsstadium ermöglichen.

Die Remineralisation wird durch Fluoridzusatz und Plaqueentfernung verbessert und beschleunigt.

Remineralisation Zähne Fluorid Zahnschmelz

Zwischen dem Speichel und der Zahnoberfläche findet ein ständiger Austausch von Kalzium, Phosphat und Fluorid statt, den man im Rahmen der Zahnprophylaxe nutzen kann.

Plaque auf den Zähnen kann durch die Speichelbestandteile verkalken und somit Zahnstein entstehen lassen, denn Zahnstein setzt sich vorwiegend aus Kalziumphosphat zusammen, das mit Geweberesten und Mikroorganismen vermischt ist.

Zahnsteinablagerungen findet man daher vor allem im Bereich der Ausführungsgänge der Speicheldrüsen an den Lingualflächen der unteren Frontzähnen und Bukkalflächen der oberen Molaren.


Funktion von Speichel

Der Speichel dient auch der immunologischen Abwehr, dem Beginn des Stärkeabbaus und der Einspeichelung von Speisen, denn Speichel ist ein natürliches Schutzsysteme des menschlichen Körpers und sorgt für Mundhygiene.

Speichelfunktion Funktion vom Speichel Zähne

Bei der Speichelfunktion kann der Speichel dank seiner chemischen Inhaltsstoffe vielfältige Aufgaben erfüllen, denn Speichel ist nicht nur Wasser, er enthält auch Mineralsalze, Verdauungshilfsstoffe sowie Bakterien tötende Bestandteile.

Aufgaben von Speichel

Die Mundhöhle wird mit dem hohen Wasseranteil des Speichels feucht gehalten.

Speichel erfüllt verschiedene Aufgaben wie das Anfeuchten der Mundhöhle, die Spülfunktion, das Lösen von Geschmackstoffen, die Nahrung Gleitfähig zu machen, Pufferung von Säuren bzw. Neutralisation sowie Remineralisation der Zähne. Speichel hat eine antibakterielle Wirkung und ist Zuständig für den Beginn der Kohlenhydratverdauung. Der Speichel hat eine reinigende und antibakterielle Spülwirkung die gleichzeitig auch Geschmacksstoffe aus der Nahrung lösen kann. Die im Speichel enthaltenen Schleimstoffe bzw. Muzine machen für den Schluckvorgang die Nahrung gleitfähig, das Enzym leitet die Kohlenhydratverdauung ein.

Mundspeichel-Funktionen

Die wichtigsten Funktionen des Speichels sind die Spülung der Mundhöhle sowie die Abpufferung entstandener Säuren und die Remineralisation vom Zahnschmelz.

Erzeugt wird der Speichel in drei grossen sowie mehreren kleinen Speicheldrüsen, täglich zwischen einem halben bis zu zwei Liter. Er hilft beim Wegspülen von Nahrungsresten aus der Mundhöhle sowie von den Zähnen und aus den Zahnzwischenräumen bzw. Speichel sorgt auch für Mundhygiene. Speichel vermag mineralische Bestandteile vom Zahnschmelz abzuscheiden und so zwischen den Mahlzeiten den harten Schmelz in gewissen Grenzen zu reparieren. Der Speichel vernichtet einen Teil der Krankheitserreger wie Bakterien und Kleinpilze, die in die Mundhöhle gelangen. Speichel neutralisiert Säuren, die von zahnschädigenden Bakterien gebildet werden und den Zahnschmelz angreifen. Speichel hält die empfindliche Hautauskleidung der Mundhöhle ständig feucht und macht die Nahrungsbrocken gleitfähig, damit sie leicht durch die Speiseröhre rutschen. Speichel enthält Enzyme bzw. Hilfsstoffe des Körpers, der die Verdauung von Stärke wie Brot, Nudeln oder Kuchen einleitet. Unter Physiologische Selbstreinigung versteht man die antiseptische Wirkung des Speichels sowie die Funktion der Zunge zur Reinigung der Zähne. 

Speichelfunktion

Speichel ist für das Gebiss wichtig, denn ohne Speichel würden die Zähne des Menschen innerhalb weniger Wochen vollständig erodieren.

Speichel sorgt für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung und sorgt für ein erleichtertes Schlucken. Mit dem Speichelfluss sorgt der Speichel auch für die Physiologische Selbstreinigung resp. Mundhygiene. Physiologische Selbstreinigung ist die antiseptische bzw. desinfizierende Wirkung des Speichels, die Zunge und Zähne reinigt. Speichel bildet mit seinen antiviralen und antibakteriellen Faktoren die erste Barriere gegenüber Krankheitserregern im Mund.

Speichel-Multifunktion

Der Speichel erfüllt viele Aufgaben und hat eine Speichel-Multifunktion.

Der Speichel verflüssigt die von den Zähnen zerkleinerte Nahrung, was den Transport zur Speiseröhre und das Schlucken erleichtert und die im Speichel enthaltenen Enzyme tragen zur Nahrungsverdauung bei. Neben Elektrolyten und Enzymen enthält der Speichel auch Immunglobuline (Antikörper), das zur Abwehr von Krankheitserregern in der Mundhöhle dient. Diese Antikörper sind in Speichel - Ausführungsgängen nicht enthalten, denn er entsteht erst aus einer von den Speicheldrüsen gelieferten Substanz bei Zutritt der Luft. Die Speichelabsonderung erfolgt erst, wenn die an die Speicheldrüsen tretenden Fasern des Nervs direkt oder reflektorisch gereizt werden. Die Speichelsekretion ist sehr unterschiedlich und schwankt stark im Tagesverlauf. Die Speichelsekretion ist am höchsten bei der Nahrungsaufnahme oder beim Kauen von Kaugummi. Speichel wird auch in der Nacht produziert, denn ein Versiegen des Speichelflusses hätte unangenehme Folgen, was bei Patienten mit stetig offenem Maul in der Nacht zu beobachten ist. Da die Ausführungsgänge der Speicheldrüsen in der dicht bakterienbesiedelten Mundhöhle enden, kann nur ein kontinuierlicher Speichelfluss das Eindringen der Keime in die Drüsen verhindern.


Speichel von Speicheldrüsen

Über die ganze Mundschleimhaut verteilt befinden sich mikroskopisch kleine Speicheldrüsen.

Speichel, Speicheldrüsen, Unterkieferdrüse

Speicheldrüsen befinden sich im harten und im weichen Gaumens sowie die Speicheldrüsen der Zunge und die Speicheldrüsen der Lippen.

Speichel wird in Speicheldrüsen gebildet

Speichel (lat. Saliva) wird in den Speicheldrüsen gebildet und ist das Sekret der Speicheldrüsen.

Pro Tag werden beim Menschen durch die Speicheldrüsen bis 2 Liter Speichel produziert. Der Speichel besteht zu 99% aus Wasser und 1 % enthält eine Vielzahl Substanzen, die für Nahrungsaufnahme, Zahnerhalt und Kontrolle der mikrobiellen Besiedlung bedeutsam sind. Als Grundlage für die Speichelproduktion dient Blutplasma, das dem durch die Speicheldrüsen bestimmte Stoffe entzogen und andere hinzugefügt werden. Die vorwiegende Produktion vom Mundspeichel findet in den drei grossen, paarig angelegten Speicheldrüsen statt, die ausserhalb des Mundes angelegt sind und den Speichel über Ausführungsgänge in die Mundhöhle abgeben. In der Mundhöhle findet man ein Gemisch von verschiedenen Speichelarten. Je nach sezernierender Drüse ist der dort gebildete Speichel eher serös, also wässrig oder eher mukös bzw. schleimig. Die Sekretion des serösen Speichels wird durch parasympathische Aktivität, die Sekretion des muzinösen Speichels durch Aktivität des sympathischen Nervensystems angeregt.

Grosse Speicheldrüsen

Die grössten und wichtigsten Speicheldrüsen sind die Ohrspeicheldrüsen wo deren Ausführungsgänge gegenüber den zweiten oberen Mahlzähnen (Molaren) enden. Die Drüsenausgänge der Unterkieferspeicheldrüsen enden unter der Zunge. Die Unterzungenspeicheldrüsen liegen innerhalb der Mundhöhle und werfen auf dem Mundboden eine Schleimhautfalte auf.

Speichel, grosse Speicheldrüsen, Glandula

Die Mundhöhle mit den Zähnen, Zunge und den Speicheldrüsen zählt zum Verdauungstrakt.

Grosse Speicheldrüsen in der Mundhöhle

Die paarigen Ohrspeicheldrüsen (Parotis) sind die grössten Speicheldrüsen des menschlichen Körpers.

Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis)
Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis)
Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis)

Unterzungendrüse

Die die Unterzungendrüsen liegen direkt in der Mundbodenmuskulatur und besitzen mehrere kurze Ausführungsgänge, die auf beiden Seiten der Zunge in die Mundhöhle münden.

Ein etwas grösserer Ausführungsgang der Unterzungendrüsen endet gemeinsam mit dem Ausführungsgang der Unterkieferspeicheldrüse unter der Zunge.

Unterkieferdrüse

Die Unterkieferspeicheldrüsen befinden sich beiderseits der Innenseite des Unterkiefers und münden im Bereich des Zungenbändchens durch den de langen Ausführungsgang in einem kleinen Höcker unter der Zunge.

Ohrspeicheldrüse

Die Ohrspeicheldrüse ist die grösste und wichtigste und ist beiderseits etwas unterhalb des Ohres zwischen Kaumuskel und Hautoberfläche eingebettet.

Der Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse ist lang und mündet im Bereich des Oberkiefers gegenüber dem zweiten Mahlzahn in die Mundhöhle. Zur Ohrspeicheldrüse kommen die Unterzungenspeicheldrüse und die Unterkieferspeicheldrüse dazu, die eine Menge Speichel produzieren.


Speicheldrüsen im Mund

Mit Munddrüsen (lat. Glandulae oris) werden die Speicheldrüsen bezeichnet die exokrine Drüsen sind und den Speichel bilden, damit die Gleitfähigkeit zum Schlucken und Beissen gewährleistet ist.

Der Speichelfluss (Salviation) ist die Absonderung von Speichel aus den Mundspeicheldrüsen und ist wichtig für die Speichelfunktion, denn der Speichel enthält stärkespaltende Enzyme (Amylasen), wodurch Mund-Speicheldrüsen bereits in geringem Umfang zur Verdauung beitragen.

Drüsen im Mund Speicheldrüsen Munddrüsen

Der Mundspeichel enthält Abwehrstoffe und hilft bei der mechanischen Reinigung des Mundes.

Der Mundspeichel der Munddrüsen schützt die Zähne, ist behilflich bei der Mundhygiene und hat gleichzeitig eine Verdauungsfunktion.

Die Mundhöhle mit den Zähnen, Zunge und den Speicheldrüsen zählt zum Verdauungstrakt, denn der erste Kontakt der Nahrung mit enzymhaltigen Verdauungssäften beginnt bereits im Mund. Mundspeichel spielt eine wichtige Rolle beim Schlucken von festen Speisen, denn ist die Speichelproduktion eingeschränkt, kann dies zu vermehrter Karies und zu Mundtrockenheit sowie Schwierigkeiten beim Essen führen.
 
Es gibt drei grosse Kopfspeicheldrüsen

Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis)
Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis)
Ohrspeicheldrüse (Glandula parotidea oder Parotis)

Es gibt eine Vielzahl von kleinen Kopfspeicheldrüsen

Zungendrüsen (Glandulae linguales)
Wangendrüsen (Glandulae buccales)
Lippendrüsen (Glandulae labiales)
Gaumendrüsen (Glandulae palatinae)
Mahlzahndrüsen (Glandulae molares)
Geschmacksdrüsen (Glandulae gustatoriae) bzw. Spüldrüsen der Geschmacksknospen


Absonderung von Speichel

Zahnpflegekaugummis bewirken wie beim Essen einen durch die Kaubewegung angeregten Speichelfluss und somit vermehrter Speichel durch das Kaugummikauen, dass dadurch die Zähne schützen.

Absonderung Speichel Speicheldrüsen Sekret

Als Speichelsekretion wird die Abgabe von Produkten durch Drüsen bezeichnet und ist eine Flüssigkeit, die ein Gemisch der Sekrete der Speicheldrüsen und der Mundschleimdrüsen darstellt.

Die Speichelabsonderung wird durch den Kauvorgang ausgelöst, aber auch durch geschmackliche, optische oder psychische Reize.

Feste Bestandteile werden aus Eiweisskörpern, Salzen, Bakterien und Speichelkörperchen gebildet. Speichel enthält unter anderem Mineralien, Enzyme, Eiweisse und Glykoproteine. Wird der Speichelfluss durch Kauen angeregt, so enthält dieser mehr Mineralien, als der Ruhespeichel. Intensives Kauen ist wichtig zur Vorbeugung von Zahn-Karies, denn der Speichelfluss wird durch Kauen angeregt und erhält damit mehr Mineralien, als der Ruhespeichel. Die Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten und Psychopharmaka oder auch Rauchen können den Speichelfluss verringern. 

Speichelproduktion

An einem Tag produzieren die Speicheldrüsen 1 bis 2 Liter Speichel.

Die Speichelproduktion wird vom autonomen Nervensystem gesteuert und je nach Drüse ist der Speichel eher wässrig (serös) oder schleimig (mukös). Bei grossem Appetit auf gutes Essen steigt die Speichelproduktion, so dass einem „das Wasser im Mund zusammenläuft“ während die Speichelproduktion bei Nervosität oder Angst sinkt. Grosse Wut oder sonstige Erregungen können aber auch zu einem erhöhten Speichelfluss bzw. Speichelabsonderung führen.


Speichelfluss beim Mensch

Der Speichelfluss (Salviation, Salivation) ist die Absonderung von Speichel aus den Speicheldrüsen.

Speichelfluss Gleitfähigkeit Hinunterschlucken

Mit Speichelfluss ist die Absonderung von Speichel aus den Speicheldrüsen gemeint, denn der Speichel ist für die Gesundheit der Zähne äusserst wichtig der auch für die Mundhygiene sorgt.

Speichel, ein Sekret der Speicheldrüsen

Speicheldrüsen sind exokrine Drüsen die den Speichelfluss beeinträchtigen und den Speichel bilden damit die Gleitfähigkeit zum Hinunterschlucken gewährleistet ist.

Täglich werden ca. 1/2 bis 2 Liter Speichel in den paarig vorhandenen Speicheldrüsen, also Ohrspeicheldrüse, Unterkieferspeicheldrüse sowie Unterzungenspeicheldrüse und den zahlreichen kleinen Speicheldrüsen der Mundschleimhaut gebildet. In der Mundhöhle findet man ein Gemisch der verschiedenen Speichelarten die von den verschiedenen Speicheldrüsen stammen, denn die kleinen Drüsen bilden eher mukösen Speichel und die grossen Speicheldrüsen eher serösen Speichel. Der Speichel enthält sämtliche Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt seiner Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht. Kauen stimuliert den Speichelfluss und geschieht ganz normal während der Nahrungsaufnahme. Auch das Kauen von Kaugummi regt den Speichelfluss an und hilft die Zähne zu reinigen, die Zahnreinigung wird aber durch den Zahnpflege-Kaugummi nicht ersetzt. Obwohl die Zähne mit dem Zahnschmelz eine grosse Härte aufweisen, reagieren Zähne sehr empfindlich auf Säureeinwirkung vom Magen, denn Säure löst Mineralien aus der Zahnoberfläche und macht die Zähne so weicher, sodass Karies durch Magensäure entstehen kann.

Geringer Speichelfluss beim Mensch

Ein zu geringer Speichelfluss hat Nebenwirkungen auf die Zähne, denn Speichel enthält verschiedene Mineralien und Enzyme, deren spezielle Zusammensetzung das Zahnfleisch vor Entzündungen und die Zähne vor Demineralisierung und Karies schützen.

Ein guter Speichelfluss ermöglicht das Schlucken und Sprechen, fördert die Verdauung und die Geschmackswahrnehmung. Mundtrockenheit kann entstehen als Nebenwirkung bei der Einnahme verschiedener Arzneimittel wie Antiallergika, Beruhigungsmitteln, Blutdrucksenkern oder Medikamenten gegen Depressionen. Durch das Kauen zuckerfreier Kaugummis oder das Lutschen zuckerfreier Bonbons kann der Speichelfluss angeregt werden. Auch das Lutschen von Eiswürfeln fördert den Speichelfluss bzw. die Speichelproduktion. Bei geringem Speichelfluss ist es wichtig, dass man täglich min. 1,5 Liter zuckerfreie und säurefreie Flüssigkeit wie Mineralwasser trinkt.

Zu grosser Speichelfluss beim Mensch

Ein vermehrter Speichelfluss kann als Nebenwirkung einiger Medikamente und als Vergiftungserscheinung auftreten, was als feuchte Aussprache wahrgenommen wird.

Nebst sozialer Ausgrenzung kann der vermehrte Speichelfluss Probleme verursachen wie Würgen und Erbrechen sowie Hautinfektionen oder Husten. Sofern Speichel in den Respirationstrakt gelangt, steigt das Risiko für Atemwegsinfektionen und Lungenentzündungen. Zu wenig Speichel begünstigt die Kariesbildung und durch zu viel Speichel in der Mundhöhle entsteht eine feuchte Aussprache. Der Begriff Sialorrhö bezeichnet das unwillkürliche Abfliessen von Speichel aus der Mundhöhle und tritt unabhängig von der Speichelmenge auf, kann aber verbunden sein mit einer vermehrten Speichelproduktion was man als Hypersalivation bezeichnet. Hypersalivation kann durch Infektionen wie Tollwut oder Entzündungen wie Entzündung der Mundschleimhaut, Entzündung der Speicheldrüse, durch bakterielle Infektion oder Intoxikationen durch Quecksilber und Pestizide etc.


Speichelfunktionen

Der Speichel sorgt für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung.

Speichelfunktion Befeuchtung Vorverdauung

Schleimstoffe und andere Substanzen machen die Nahrung durch den Speichel gleitfähig und erleichtern Kaubewegung und Sprechbewegungen.

Aufgabe und Funktion vom Speichel

Die Aufgabe und Funktion des Speichels ist vielfältig, denn sie hält die Mundschleimhaut feucht, spült die Zähne, löst Geschmackstoffe und schwächt Säuren ab.

Der Speichel schützt das eigene Gewebe, beschleunigt die Wundheilung und hemmt das Wachstum von Bakterien. Der Speichel erfüllt wichtige Aufgaben im Bereich der Verdauung, denn durch die im Speichel enthaltenen Enzyme werden bereits während des Kauens Teile der Nahrung zerlegt. So zerteilt das Enzym Ptyalin die langen Molekularketten der Kohlenhydrate wie Brot in kleine Stücke, die im Darm weiter verarbeitet werden. Je nach Nahrungsbeschaffenheit ändert sich auch die Zusammensetzung des Speichels. Speichel ist auch wichtig für den Geschmack, denn die Geschmacksunterscheidung ist umso schwieriger, je trockener die Zunge ist. Die Geschmacksknospen liegen auf der Zunge versteckt in tiefen, schmalen Einfurchungen, die von trockenen, verklumpten Geschmacksstoffen nicht erreicht werden können.

Speichel als Beschichtung der Mundhöhle und Zähne

Speichel hat eine nützlich Speichelfunktion als Beschichtung der Mundhöhle und der Zähne, denn damit können sich Fremdstoffe nicht so leicht an den Zähnen und in der Mundhöhle festsetzen.

Der Speichel hilft auch, dass alles leichter geschluckt werden kann. Der Speichel als Schutzfilm schützt die Zähne vor Säuren, hat eine Spülfunktion und bietet einen leichten Schutz für die Mundschleimhaut und freiliegende Zahnhälse vor Schmerzempfindungen.

Speichel hat Reinigungsfunktion

Der Speichel hat eine Reinigungsfunktion in der Mundhöhle, denn Reste der verkleinerten Nahrung sowie abgestorbene Mundschleimhautzellen und in Speichel lösliche Substanzen wie Salze und Zucker oder auch Mikroorganismen die nicht in den Zahnbelägen festsitzen, können dank dem Speichel durch den Schluckakt dem Magen zugeführt werden.

Regeneration von Zahnschmelz

Der Speichel enthält alle chemisch gelösten Mineralbestandteile der Zahnsubstanz Zahnschmelz und regeneriert bzw. repariert so ständig die durch chemische und mechanische Einflüsse angegriffene Zahnoberfläche, sodass im Normalfall das Gleichgewicht nicht gestört wird und sich eine Zahnkaries nicht einfach entwickeln kann.

Speichel und Prothesenhalt

Damit der Prothesenhalt einer Vollprothese gewährleistet ist braucht es eine genügende Speichelproduktion, denn ohne Speichel ist die Prothese nicht funktionsfähig.

Der zwischen der Mundschleimhaut und der Prothesenbasis befindliche und mit Speichel angefüllte kleine Spalt ist von entscheidender Bedeutung für den guten Sitz einer Vollprothese.


Trockenheit vom Mund

Ein trockener Mund ist keine Seltenheit, denn je älter eine Person ist, desto eher tritt Mundtrockenheit auf.

Trockener Mund Mundtrockenheit Medikamente

In vielen Fällen hält die Mundtrockenheit nur kurzfristig an und kann durch ausreichendes Trinken beseitigt werden.

Eine Mundtrockenheit verursacht durch geringen Speichelfluss ist sehr unangenehm, denn durch die Mundtrockenheit entstehen auch Probleme beim Sprechen.

Speichel wird im Mund als Gemisch der verschiedenen Speichelarten von kleinen Speicheldrüsen, die sich in der Mundschleimhaut befinden, und von den grossen Speicheldrüsen, der Ohrspeicheldrüse, der Unterkieferdrüse und der Unterzungendrüse gebildet.

Wenn durch Stress der Mund trocken wird, ist das eine vorübergehend trockener Mund bzw. Mundtrockenheit.

Ursache Mundtrockenheit Speichelfluss reduktion

Die Ursache für die Reduktion des Speichelflusses liegt aber vielfach in  Nebenwirkungen von Medikamenten, denn es gibt mehr als 400 hemmende Medikamente auf dem Markt, die den Speichelfluss hemmen oder sehr stark verhindern.

Auch durch Autoimmunkrankheiten oder Rauchen kann die Speichelproduktion beeinträchtigt werden.

Trockener Mund

Trockener Mund (Mundtrockenheit) entsteht bei älteren Leuten vielfach durch eine verminderte Produktion von Speichel bzw. weniger als 0,1 ml/min was man als Xerostomie oder Hyposalivation bezeichnet.

Mit zunehmendem Alter verschärft sich das Problem vom trockenen Mund bzw. der Mundtrockenheit, vielfach aber auch durch vermehrte Einnahme von Medikamenten, was zu häufigen Erkrankungen wie Zahn-Karies und Zahnfleischentzündungen führt. Ungenügende Einnahme von Flüssigkeiten erzeugt ebenfalls Mundtrockenheit und wird durch die natürliche Alterung der Speicheldrüsen zusätzlich verstärkt, welche weniger Speichel produzieren.

Mundatmung

Die Mundatmung ist häufig Folge einer erschwerten oder behinderten Nasenatmung, was zur Austrocknung der Mundhöhle führt.

Ursachen für die Mundatmung können ein unzureichender Lippenschluss oder einfach nur eine schlechte Angewohnheit sein, wodurch Fehlfunktion und Kieferfehlbildungen entstehen können. Bei der Mundatmung kommt es durch den ständigen Luftstrom zu einer andauernden Austrocknung der Mundhöhle, wodurch der Speichel seine Kariesschützende Wirkung nicht mehr entfalten kann.

Mundtrockenheit durch Medikamente

Mundtrockenheit können Medikamente gegen Asthma oder Schlafmittel, Bestrahlungstherapien im Bereich der Speicheldrüsen oder Chirurgische Eingriffe im Bereich der Speicheldrüse auslösen.

Mundtrockenheit Medikamente trockener Mund

Schlucken oder ein gestörter Geschmacksinn sind vielfach Folgen von der Mundtrockenheit wie auch erschwertes Kauen.

Mundtrockenheit durch Nebenwirkung von Medikamenten für Herzkreislauf bzw. hoher Blutdruck die Betablocker, Medikamente gegen Depression oder gegen Parkinson sind im Alter häufig.

Durch die Mundtrockenheit können verstärkte Blutungsneigung, schmerzhafte Stellen an der Mundschleimhaut, Zungenbrennen und Mundbrennen oder auch eine schlechte Haftung der Zahnprothese mangels Speichel, verbunden mit Schmerzen entstehen, denn bei Prothesen können Brennen auf der darunter liegenden Schleimhaut stark störend wirken. Der Prothesenhalt wird durch die Mundtrockenheit durch ungenügende Speichelmenge in Leidenschaft gezogen. Erkrankungen der Speicheldrüsen wie Sjögren-Syndrom oder Begleiterscheinungen bei bestimmten Krankheiten (Diabetes, Morbus Parkinson, Depression), Schlafen mit geöffnetem Mund, Tumor in der Mundhöhle etc. lassen eine Mundtrockenheit in Erscheinung treten.

Die Ursachen für Mundtrockenheit sind vielfältig:

Diabetes
 Hoher Blutdruck
 Schilddrüsenerkrankungen
 Bestrahlungstherapie
 Rheumatische Erkrankungen
 Stoffwechselkrankheiten
 Stress und Depressionen
 Hormonstörungen


Speichel als Schutzfunktion

Karies entsteht, weil die Zahnoberfläche von diesen Säuren angegriffen und entmineralisiert wird bzw. wenn die Speichel-Schutzfunktion nicht funktioniert.

Nach fast jeder Nahrungsaufnahme bauen Bakterien den in der Nahrung enthaltenen Zucker zu Säure ab. Der Speichel hat eine besondere Schutzfunktion, denn er enthält sämtliche Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt seiner Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht. Bei der Nahrungsaufnahme setzt die natürliche Schutzfunktion des Speichels ein, denn der Speichel enthält natürliche mineralische Bestandteile, um diese Säuren zu verdünnen und abzubauen. Zusätzlich fördert der Speichel den Wiedereinbau (Remineralisation) zahnhärtender Mineralien in den Zahnschmelz und wirkt somit der Entstehung von Karies entgegen. Kauen stimuliert den Speichelfluss und geschieht ganz normal während der Nahrungsaufnahme.

Durch Kaugummikauen nach dem Essen kann der Speichelfluss verstärkt werden.

Speichel, Speichelbildung Schutzfunktion Zähne

Dieses erhöhte Speichelflussvolumen enthält auch eine besonders hohe Konzentration an Mineralien und verfügt damit über eine noch höhere Neutralisierungskapazität.

Im Gegensatz dazu hemmen verschiedene Medikamente wie z.B. Psychopharmaka oder bestimmte blutdrucksenkende Mittel den Speichelfluss. Ist die Speichelbildung vermindert spricht man von "Xerostomie". Eine vermehrte Speichelbildung wird als "Ptyalismus" bezeichnet.


Speicheltest

Der Speicheltest ist eine Untersuchung des Speichels auf karieserregende Bakterien, seinen Säuregehalt und seine Menge pro Zeiteinheit.

Auf Grund der Werte vom Speicheltest lassen sich Voraussagen zur Kariesanfälligkeit bzw. Kariesrisiko machen.

Speicheltest Menge karieserregende Bakterien

Cario-doc ist ein Speicheltest resp. ein Speicheltestverfahren, mit dem die drei Keimarten Streptococcus Mutans, Laktobazillen und Candida-Pilze im Speichel erkannt werden können, die massgeblich an der Kariesentstehung beteiligt sind.

Brutschrank für Speicheltest

Im Speicheltest-Brutschrank wird der Speichel auf karieserregende Bakterien getestet.

Karies wird von Bakterien im Zahnbelag (Plaque) und im Speichel verursacht. Durch einen Speicheltest ist es möglich, diese kariesverursachende Keimmenge von Mutans-Streptokokken und Laktobazillen zu messen. Durch Kauen auf einem Stück Wachs (Paraffin) "oder ein Kaugummi" für 2 bis 5 Minuten wird die Speichelsekretion angeregt und die Bakterien aus dem Zahnbelag in den Speichel gespült, denn der Speichel wird in einem Plastikbecher gesammelt.

Ein Träger mit einem speziellen Nährboden wird nun beidseitig mit dem Speichel befeuchtet und in ein spezielles Kulturgefäss gesteckt und für 2 bis 4 Tage im Brutschrank bei 37o C bebrütet.

Speicheltest Mundflora Speichel Bakterien Mund

Anschliessend wird die Probe mit einer Skala verglichen, auf der den möglichen Erscheinungsbildern eine bestimmte Bakterienzahl zugeordnet ist.

Damit kann das bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägte Kariesrisiko individuell noch bevor Schäden an den Zähnen entstehen festgestellt werden.

Mundflora

Mit Mundflora ist die Zusammensetzung der im Mund vorkommenden Bakterien gemeint die bei jedem Menschen ganz verschieden sein kann.

Besteht ein hoher Anteil an Kariesbakterien wie Streptococcus mutans und Laktobazillen bei der Mundflora, so ist das Kariesrisiko erhöht.

Speichel Bakterien Speicheltest Mundflora Karies 

Die Bakterien können durch mikrobiologische Speicheltests nachgewiesen werden, wobei sowohl Art als auch Zahl der Bakterien bestimmt werden können.


Entzündung Speicheldrüsen

Entzündungen sind die häufigsten Erkrankungen der Speicheldrüsen, denn die Erreger sind Bakterien wie Streptokokken und Staphylokokken sowie Viren.

Speicheldrüsenentzündung Sialadenitis Schmerz

Bei der Entzündung der Speicheldrüse schwillt die betroffene Speicheldrüse schmerzhaft an und bei Rissen der Ausführungsgänge von Speicheldrüsen fliesst Speichel in das umgebene Gewebe, sodass sich Speichelzysten entwickeln können. 

Eine Entzündung der Speicheldrüsen wird als Sialadenitis bzw. Speicheldrüsenentzündung bezeichnet.

Bei der Entzündung der Speicheldrüsen schwillt die betroffene Speicheldrüse schmerzhaft an. Bei Rissen der Ausführungsgänge von Speicheldrüsen fliesst Speichel in das umgebende Gewebe, sodass sich Speichelzysten entwickeln können. Bei der Entzündung der Speicheldrüsen bestimmen Schmerzen und Schwellung das klinische Bild, denn es werden infektiöse von den nicht infektiösen Ursachen unterschieden. Bei der chronisch-aktiven Sialadenitis handelt sich um eine bakteriell ausgelöste Entzündung der Speicheldrüse, hervorgerufen durch Staphylococcus aureus und Streptococcus viridans die durch den Speichelstein ein gutes versteck haben, was die Besiedlung erleichtert. Unterteilt wird die chronisch-aktive Sialadenitis in eine akute Entzündung, chronische unspezifische Entzündung und chronisch sklerosierende Entzündung bzw. Küttner-Tumor.

Speicheldrüsenentzündung

Bei der Speicheldrüsenentzündung kann der Speichel nicht mehr richtig abfliessen, so dass Keime entstehen, welche einen Entzündungsprozess auslösen können.

Die kleinen Steine sitzen bei der Entzündung der Speicheldrüsen entweder in einer Drüse oder in einem zum Mund führenden Gang wodurch der Speichel nicht richtig fliessen kann und sich staut.

Bei den Ausführungsgängen kann es zur Bildung von Speichelsteinen (Sialolithen) kommen. Bei den grösseren Mundspeicheldrüsen können krankhafte Veränderungen durch grosse Speichelsteine (Sialadenitis) hervorgerufen werden.

Mundschleimhaut Entzündung Speicheldrüsen

Es können Infektionen durch Bakterien oder Viren wie Mumps entstehen die zu schmerzhaften Entzündungen der Speicheldrüsen führen können.

Patienten mit einer Immunschwäche wie erhöhter Blutzucker, AIDS oder mit vorbestehender Schädigung der Speicheldrüsen sind besonders anfällig auf Entzündungen der Speicheldrüsen.

Eine Speichelabflussstörung kann eine Entzündung begünstigen, denn vielfach werden solche Abflussstörungen durch Speichelsteine resp. Kalziumapatit provoziert. Mangelnde Mundhygiene oder eine Stomatitis bzw. die Entzündung der Mundschleimhaut begünstigen die Entstehung einer Speicheldrüsenentzündung. Auch Medikamente, die den Speichelfluss reduzieren, können eine Entzündung hervorrufen wobei z.B. Diuretika, Tabletten gegen Depressionen und Allergien (Antihistaminika) oder Herzbeschwerden dazu zählen. Eine Bestrahlung wie z.B. im Rahmen einer Tumortherapie, kann zu einer vorübergehenden Entzündung der Speicheldrüsen (radiogene Sialadenitis) führen. Kleinere Steine lassen sich teilweise durch Speichelfördernde Massnahmen wie Kauen von Zitronenschnitzen oder Kaugummi etc. ausschwemmen. Sofern dies durch ausschwemmen nicht gelingt, kommt eine Entfernung des Steins durch einen chirurgischen Eingriff oder eine endoskopische oder externe Steinzertrümmerung in Frage. Auch ist es möglich, dass die ganze Speicheldrüse gewissen Fällen entfernt werden muss. Chronisch auftretende Speicheldrüsenentzündungen führen zu einer Vernarbung und Atrophie des Gewebes wo kaum noch Speichel produziert wird und die Drüse dann als derber Knoten tastbar ist. Zur Vorbeugung einer Entzündung der Speicheldrüsen sollte man auf Mundhygiene, Zahnpflege und reichliches Trinken achten. Wenn ein Speichelstein vorhanden ist, sollte dieser entfernt werden, damit sich keine Komplikation einer Entzündung entwickelt.


Speicheldrüsen Krankheiten

Die Speicheldrüsenentzündung ist eine einseitige oder beidseitig bakterielle, virale oder durch Speichelsteine verursachte Entzündung die schmerzhafte Schwellung der grossen Speicheldrüsen verursacht.

Entzündungen Speicheldrüsen Krankheiten  

Gewisse Medikamente, Zuckerkrankheit, Eiweissmangel, Vitaminmangel oder Hormonstörungen können zu einer bleibenden Schwellung führen. 

Speicheldrüsenkrankheiten können durch Entzündungen oder Speicheldrüsentumoren verursacht sein.

Es gibt auch gutartige Adenome und bösartige Tumore bzw. Adenokarzinome der Speicheldrüsen. Wenn ein Tumor Schmerzen bereitet oder eine Gesichtsnervenlähmung auftritt oder im Halsbereich weitere Knoten entstehen, deutet dies eher auf eine bösartige Erkrankung hin. Gutartige bösartige Tumore der Speicheldrüsen lassen sich in der Regel nur durch eine Operation behandeln. Bei Störungen der Speichelproduktion spricht man von Xerostomie (Mundtrockenheit). Als Ursache für eine akute Entzündung der Speicheldrüse können die viralen Infektionen und bakteriellen Besiedlungen oder ein verminderter Speichelfluss bei allgemeinen Erkrankungen verantwortlich sein. Als mögliche Ursachen für Speicheldrüsenerkrankungen kommen auch verminderte Flüssigkeitszufuhr, die Bildung von Konkrementen bzw. Speichelstein in den Speicheldrüsen (Sialolithiasis) sowie eine Erkrankung der Speicheldrüse nach einer Bestrahlungsbehandlung in Betracht. Neben einigen hundert kleinen Speicheldrüsen in der Mundschleimhaut und Rachenschleimhaut besitzt der Mensch drei grosse und paarig angelegte Kopfspeicheldrüsen bei denen krankhafte Veränderungen wie eine Sialadenitis hervorgerufen werden kann. Eine Sialadenitis ist eine Entzündung der Speicheldrüsen durch Speichelsteine, die mittels Ultraschall oder einer Gangdarstellung der Drüse mit einem Röntgenkontrastmittel abgeklärt werden kann.

Für Störung der Speichelproduktion können unterschiedliche Ursachen verantwortlich sein:

Spezielle Erkrankungen wie das Sjögren-Syndrom usw.
Mit in höherem Lebensalter nimmt die Speichelproduktion vielfach ab.
Bestrahlung (Strahlentherapie) im Kopfbereich und Halsbereich kann zu einer Schädigung der Speicheldrüsen führen.
Flüssigkeitsmangel infolge Flüssigkeitsverlusts durch Schwitzen, Durchfall, Medikamentenwirkung oder geringe Flüssigkeitseinnahme.

Untersuchung der Speicheldrüsenerkrankung

Bereits bei der Untersuchung beim Zahnarzt können durch Betasten der Speicheldrüse wichtige Informationen einer Speicheldrüsenerkrankung festgestellt werden, so z.B. ob sich eine sichtbare Rötung und spürbare Überwärmung der Haut ergibt, Schwellungen oder Raumforderungen im Bereich der Speichel-Drüse vorhanden sind und ob diese gegenüber dem Gewebe verschieblich sind. Auch kann der Zahnarzt tasten, ob die Speicheldrüsen weich oder derb zu tasten sind, ob sie vergrössert und schmerzhaft bei Berührung sind und ob eine Lähmung der Gesichtsmuskulatur als Ausdruck einer Funktionsstörung vom Gesichtsnerv besteht. Bei der Untersuchung von Speicheldrüsenerkrankungen kommen immer auch Ultraschalluntersuchung und bildgebende Verfahren zum Einsatz, damit mögliche Entzündungsherde oder Einschmelzung bzw. Abszesse, Zysten, Lymphknoten, Speichelsteine oder Tumoren der Speicheldrüsen genau erkannt werden können.


Speichelstau mit Entzündungen

Dadurch, dass es bei der Nahrungsaufnahme reflektorisch zu einer Speichelproduktion kommt, können erhebliche Schmerzen und Schwellungen auftreten, sodass eine Entfernung von grossen Speichelsteinen angebracht ist.

Speichelstau mit Entzündungen, Speichelstein 

Ein Speichelstein misst oft nur weniger Millimeter, kann aber bis zu einer Grösse von 2 cm anwachsen und enthält Kalziumphosphat, Kalziumkarbonat, Kohlenhydrate, Eiweisse und Magnesium.

Grosse Speichelsteine können zu einem Speichelstau mit Entzündungen bzw. Sialolithiasis führen.

Von Speichelstein betroffen sind Männer zwischen dreissig und vierzig Jahren besonders Betroffen. Bei 80% der Betroffenen ist eine der beiden Unterkieferspeicheldrüsen befallen, denn die Unterkieferspeicheldrüsen produzieren den grössten Teil des Speichels und liegen etwas unter dem Kiefergelenk, wo ihre Ausführungsgänge neben dem Zungenbändchen zu finden sind. Statistisch gesehen treten Speichelsteine bei rund 1.2% der Bevölkerung auf. Kleine Speichelsteine können durch einen regen Speichelfluss ausgeschwemmt werden, grössere Steine bedürfen der chirurgischen Entfernung bzw. bei häufigen Rezidiven Entfernung der betroffenen Speicheldrüse. Früher wurde ein Speichelstein immer herausoperiert, was nicht ohne Risiken war, weil Nerven im Kopfbereich verletzt werden konnten. Heute gibt es  die extrakorporale Stosswellenlithotripsie (ESWL) bzw. Zertrümmerung. Der Speichelstein wird so zerlegt, dass der Stein wie Sand über den Speichelgang ausgeschieden wird. Eine Operation ist bei der Speichelsteinkrankheit dadurch vielfach nicht mehr notwendig.

Speichelsteine

Ein Speichelstein ist ein kleiner, harter Stein, aufgebaut aus Bestandteilen des Speichels, welcher sich in einer Speicheldrüse bildet.

Wenn der harte Speichelstein weiterrutscht in den Ausführungsgang der Speicheldrüse, kann er diesen verstopfen und kann zu Beschwerden führen, sodass es zur Speichelsteinkrankheit „Sialothiasis“ kommt. Calculus ist eine andere Bezeichnung für Zahnstein, Konkrement oder Speichelstein. Speichelsteine (Ptyalolith, Sialolith) sind in den Ausführungsgängen der grossen Speicheldrüsen Parotis, Submandibularis und Sublingualis befindliche Ablagerungen, hauptsächlich bestehend aus Calciumphosphat und Calciumcarbonat.


Symptome Speichelstein

Bei einer Speicheldrüsenentzündung treten die Symptome meist plötzlich und einseitig auf.

Wenn die Speicheldrüsenentzündung eine Folge von Mumps ist, kann die Speicheldrüsenentzündung beidseitig auftreten. Wann bei Speichelstein Symptome der Speicheldrüsenentzündung ausgelöst werden, ist abhängig wie gross der Speichelstein ist und wo er sich befindet.

Die betroffene Drüse schwillt bei einer der Speicheldrüsenentzündung an, wird hart und schmerzt.

Symptome Speichelstein Drüsenentzündung

Bei Essen nehmen die Symptome der Drüsenentzündung zu, da sich dann vermehrt Speichel bildet, der einen Druck auf das entzündete Gewebe ausübt wobei es häufig bei einer Speicheldrüsenentzündung zu Fieber kommt.

Eine Entzündung der Speicheldrüsen wird als Sialadenitis bezeichnet.

Bei der Entzündung der Speicheldrüsen ist die Haut über der Drüse gerötet und fühlt sich warm an. Manchmal entleert sich bei der Speicheldrüsenentzündung Eiter in den Mund der einen unangenehmen Geschmack verursacht. Liegt eine Ohrspeicheldrüsenentzündung vor, kann auch das Kauen schmerzhaft sein, da das Kiefergelenk und die Kaumuskulatur in unmittelbarer Nähe liegen. Der Mund kann dabei vielfach kaum mehr geöffnet werden. Mögliches Symptom für einen Speichelstein, der noch keine Speicheldrüsenentzündung verursacht hat, kann eine schmerzhafte oder auch schmerzlose Schwellung bei der betroffenen Speicheldrüse sein. Möglich ist auch, dass die Symptome nur ausgelöst werden beim Essen, wenn sich vermehrt Speichel bildet.

Speichelstein Symptome

Sekretstauung, stark schmerzhafte Schwellung der betroffenen Speicheldrüse beim Essen
Mundtrockenheit tritt auf, wenn die Speichelbildung fehlt oder vermindert ist
Kolikartige Schmerzen nach der Nahrungsaufnahme als Entzündungszeichen
Schwellung, wenn die Volumenzunahme bei äusserer Betrachtung erkennbar ist
Tastend fühlt man eine meist schmerzhafte, überwiegend teigige Drüsenauftreibung


Warum Speichelsteine

In den Ausführungsgängen kann es zur Bildung von Speichelsteinen (Sialolithen) kommen.

Durch eine zu geringe Trinkmenge versucht der Körper Flüssigkeit zu sparen und gibt möglichst wenig Wasser über den Speichel ab.

Warum Speichelsteine, Dickflüssigkeit Speichel  

Bei der Entstehung vom Speichelstein spielt Dickflüssigkeit des Speichels eine wesentliche Rolle, denn wenn das Flüssigkeitsangebot des Körpers zu gering ist, dickt der Speichel ein.

Ein häufiges Problem in der Bevölkerung ist die zu geringe Trinkmenge, die ein Hauptfaktor bei der Entstehung von Speichelstein ist.

Durch Erkrankungen wie bei Mumps oder andere Virusinfektionen kann besonders zähflüssigen Speichel entstehen, so auch die Mukoviszidose, bei der alle Körpersekrete extrem dickflüssig sind, was ein zu geringer Speichelfluss ergibt.

Medikamente, wie Wassertabletten, Antidepressiva, Tabletten gegen Allergien oder Herztabletten können als Nebenwirkung den Speichelfluss reduzieren und demzufolge zu Mundtrockenheit führen.

Speichelsteine Speichelstau mit Entzündungen

Sofern häufige Entzündungen einer Speicheldrüse erfolgen, kann die Speicheldrüse Zeit vernarben und produziert somit nur noch wenig Speichel.

Entzündung der Speicheldrüse

Zu einer radiogenen Sialadenitis und somit zu einer Entzündung einer Speicheldrüse kann es kommen, wenn Patienten im Kopfbereich bestrahlt werden.

Das Sjögren-Syndrom ist eine Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis, wo es nebst einer Tränendrüsenentzündung mit Austrocknen des Auges zu einer Speicheldrüsenentzündung mit Austrocknen des Mundes kommen kann. Wenn wenig Speichel fliesst, werden die Drüsengänge und somit der Ausführungsgang weniger durchspült wo sich kleine Steine im Anfangsstadium festsetzen und wachsen. Nebst geringem Speichelfluss und der Speichelbeschaffenheit entstehen Speichelsteine auch dadurch dass sich Salze im Speichel zu kristallinen Strukturen zusammenlagern.

Die Speichelsteinbildung wird vielfach durch ein Ungleichgewicht zwischen den einzelnen Bestandteilen des Speichels besteht begünstigt und kommt bei Erkrankungen vor wie z.B. einer Hyperkalzämie wo es zu viel Kalzium im Blut kommt oder einem Diabetes mellitus sowie der Gicht.

Speichelsteine, Gallensteine Nierensteine Speichel  

Patienten die Speichelsteine haben, leiden vermehrt auch unter Gallensteinen oder Nierensteinen.

Wenn es zur Steinbildung in der Speicheldrüse gekommen ist, macht der Stein vielfach erst dann Beschwerden, wenn er in den Ausführungsgang der Speicheldrüse wandert, dort hängen bleibt und diesen verstopft, denn hinter dem Stein staut sich der Speichel sodass die Drüse anschwillt und besonders beim Kauen Beschwerde macht.

Speichelsteine Steinbildung Speicheldrüse Zähne

Bakterien oder Viren, die vom Mundraum in die Speicheldrüse gelangen, werden nicht mehr heraus gespült und können sich ungehindert vermehren, sodass sich die Speicheldrüse entzünden und durch eine mangelnde Mundhygiene beschleunigen und verstärken können. 


PH-Wert vom Speichel

Mit diesem pH-Wert vom Speichel zwischen 7 bis 7,1 kann der Speichel seine wichtigsten Funktionen, die Remineralisierung des Schmelzes nach den ernährungsbedingten Säureattacken sowie die Verdauung der Kohlenhydrate optimal ausführen.

Mund, PH-Wert Speichel, PH Wert Mundraum

Der Speichel reagiert alkalisch und enthält durchschnittlich 0,5 % feste Bestandteile. Wenn der Speichel zu sauer ist spricht man von Übersäuerung, sodass diese Funktionen nicht immer gewährleistet sind und Auswirkungen auf den Zustand des Zahnfleisches haben.

Ein normaler pH-Wert vom Speichel liegt bei 7 bis 7,1, was einem neutralen oder leicht basischen Milieu entspricht.

Eine ausreichende Pufferkapazität trägt zu einem neutrale pH-Werte in Speichel und Plaque bei, während eine unzureichende Pufferkapazität zu einer Erhöhung des Kariesrisikos führt. Entzündungsbereitschaft und Schmerzanfälligkeit sind bei Übersäuerung des Speichels erhöht und die Wundheilungstendenz wird damit im Mund verschlechtert. Häufige Ursachen für eine Übersäuerung sind falsche Ernährung oder auch anatomische Fehlanlagen, die Magensäure zu einem Rückfluss vom Magen in die Speiseröhre führen. Saures Aufstossen ist meist die Folge eines ungenügenden Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen. 

Schnarchen

Schnarchen

Das Schnarchen in der Nacht ist weit verbreitet, denn je nach Alter Schnarchen ca. 30 bis 50 % der Bevölkerung.

Schnarchen, Schnarchgeräusche, Atemraum

Das Schnarchen kommt in verschiedenen Ausprägungen vor und ist oftmals ein lästige Geräusch, stellt aber in der Regel bei Erwachsenen keine Gefahr für die Gesundheit dar und ist in den meisten Fällen nicht behandlungsbedürftig, doch Atemaussetzer können gefährlich sein.

Schnarchen ist eine lästige Ruhestörung in der Nacht die manche Beziehung auf die Probe stellt.

Beim Schnarchenden liegt eine Blockade der Atemwege vor, denn das Geräusch beim Schnarchen entsteht dadurch, dass sich im Schlaf die Atemwege durch Erschlaffen der Muskulatur verengen und so das Luftholen erschwert wird. Es gibt Personen die nur gelegentlich Schnarchen wie z.B. bei einem Schnupfen und andere Personen schnarchen nahezu jede Nacht. Bei stark ausgeprägtem Schnarchen kann es zu einer Verminderung der Sauerstoffversorgung kommen wobei man von obstruktivem Schnarchen spricht, wo es in der Folge zu einer Störung vom Schlaf kommt. Bei vielen Patienten kommt es nur in Rückenlage während dem Schlaf zum Schnarchen mit den gefährlichen Atemaussetzern mit Abfall vom Sauerstoff im Blut. Infolge der Entspannung des Körpers im Schlaf schwingt das erschlaffte Gaumensegel vielfach flatternd im Sog der Atemluft, was das Schnarchen auslöst. Möglich ist aber auch, dass der hintere Bereich der Zunge in den Rachen zurückfällt.

Grund für das Schnarchen

Schnarchen hat immer ein Grund, so ist eine Verengung der oberen Atemwege wie durch Halszäpfchen oder Gaumensegel die zum Weichgaumenbereich gehören, in der Nase oder am Zungengrund.

Das Schnarchen kann verursacht sein durch eine behinderte Nasenatmung als Folge von einer krummen Nasenscheidewand oder einer Verdickung der Nasenschleimhäute. Vielfach ist es aber die Zunge die für das Schnarchen verantwortlich ist indem sie im Schlaf zurückfällt und den Atemweg verschliesst. Es kann aber auch ein sehr grosses Halszäpfchen oder ein verlängertes Gaumensegel zum Schnarchen und zu Atemaussetzern führen.

Das Schnarchen ist dann verbunden mit zum Teil sehr lauten und stark störenden Schnarchgeräuschen.

Schnarchen, Schnarchgeräusch, Schlaf, Atem

Schnarchen ist ein Atemgeräusch das ausgelöst wird durch das nicht angespannte Gaumensegel, das durch den Luftstrom in Schwingungen versetzt wird.

Mit Schnarchen bezeichnet man ein knatterndes Geräusch, das in den oberen Atemwegen eines schlafenden Menschen erzeugt wird.

Schnarchen oder Rhonchopathie ist eine hervorgerufene Schlafstörung. Das Schnarchgeräusch entsteht durch flatternde Bewegungen des Gaumens und des Zäpfchens, zum Teil auch des Zungengrundes und des Rachens beim Atmen. Auch kann das Schnarchen durch Nasenatmungsbehinderungen hervorgerufen werden. Gegen das Schnarchen gibt es eine Schnarchschiene, die während des Schlafens getragen wird. Diese Schnarchschiene hält den Unterkiefer nach vorne und somit die Atemwege frei. Das Schnarchen wird zu den Parasomnien gezählt, wobei es sich um Aktivierungen verschiedener Körpersysteme handelt, die während des Schlafes auftreten. Zu diesen Phänomenen zählen das Zähneknirschen sowie das Sprechen im Schlaf und das Schlafwandeln.

Schnarchen in der Nacht

Schnarchen kann auch bei jungen Menschen auftreten und anatomisch bedingt sein wie durch eine zu grosse Zunge, vergrösserte Gaumenmandeln oder Rachenmandeln, ein kurzer Abstand der Zunge zu der Rachenhinterwand, grosse Halszäpfchen, zurückliegender Unterkiefer, Zahnengstand sowie Verengungen in der Nase.

Schnarchen Nacht, Schnarchgeräusch, Nase

Bei Kindern, die schnarchen sollte, um schwerwiegende Störungen rechtzeitig beheben zu können grundsätzlich eine Abklärung der Ursache erfolgen.

Schnarchgeräusch

Ein Schnarchgeräusch ist immer ein Zeichen dafür, dass der Luftdurchfluss in der Nase, dem Rachen oder dem Schlund behindert ist.

Schnarchen ist ein lästiges Geräusch, welches eine Lautstärke bis zu 100 Dezibel erreichen kann. Während des Schlafs entspannt sich der weiche Gaumen im Hals und verkleinert dabei den Atemraum im Rachen, was sich mit zunehmendem Alter verstärkt, wenn das Körpergewebe an Festigkeit einbüsst. Bei Schnarchern ist die Luftpassage wegen der Verengung dann zu klein. Die Atemfrequenz muss demzufolge gesteigert werden, um die gleiche Menge Luft einzuatmen, sodass der Druck im Rachen sinkt und laute Vibrationen im Gaumenzäpfchen und Gaumen entstehen lässt. Durch die Verengung in den Luftwegen kommt die zirkulierende Luft in Turbulenz und erzeugt ein Vibrieren der Weichteilgewebe bzw. das Schnarchen, meist im weichen Gaumen und dem Halszäpfchen oder auch im Zungengrund und dem Rachen, im Besonderen bei Übergewichtigen und durch Einnahme von Alkohol, das das Schnarchen verstärkt. Angeblich schnarchen 60 % aller Männer und 40 % aller Frauen über 60 Jahre. Gefährlich kann dies werden, wenn das Gaumensegel den Luftweg beim Schnarcher vollständig schliesst und Atemaussetzer resp. die obstruktive Schlafapnoe entsteht.

Primäres Schnarchen oder Apnoe

Eine Abgrenzung des primären Schnarchens gegenüber der obstruktiven Schlafapnoe ist wichtig.

Da bei Schlafapnoe die nächtliche Atmung unterbrochen und abgeflacht verläuft, erhalten die Patienten nicht genug Sauerstoff und schlafen insgesamt schlecht. Bei lautem und regelmässigem Schnarchen, das in jeder Körperlage auftritt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wenn dieser nach der Befragung und körperlichen Untersuchung das Vorliegen eines Schlafapnoesyndroms für wahrscheinlich hält, erfolgt eine Untersuchung des Schlafes normalerweise in einem Schlaflabor, wo während des Schlafes Messungen der Atmung, des Kreislaufs und der Schlaftiefe durchgeführt werden. Schlafapnoe kann langfristige gesundheitliche Folgen haben und geht mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher. Es sind ca. 4 % der Männer und 2 % der Frauen im mittleren Erwachsenenalter die eine Schlafapnoe haben. Wenn das Schnarchen in Zusammenhang mit Atemstörungen wie der Schlafapnoe resp. dem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom steht, ist das Schnarchen häufig besonders laut und unregelmässig, was als sekundäres Schnarchen bezeichnet wird. Die Schnarchpatienten klagen über Tagesmüdigkeit und empfinden den Schlaf als nicht erholsam. In starker Ausprägung kann der Schnarcher von seinem eigenen Schnarchgeräusch aufwachen. Atemstillstände infolge vollständigen Zusammenfallens des Rachens von 30 Sekunden und mehr, sowie bis zu 100x pro Nacht können auftreten, wodurch der Schlaf stark beeinträchtigt werden kann. Solch eine extreme Ausprägung von Schnarchen verbunden mit Atemstillständen nennt man obstruktives Schlaf-Apnoesyndrom und muss als erhebliche Schlafstörung betrachtet werden.

Schnarch-Behandlungen

Schnarch-Behandlungen, Gaumenspange, Schnarch-Operationen und andere Schnarch-Therapien sind abhängig von den Ursachen und Schweregrad des Schnarchens bzw. der Apnoe.

Wenn jemand in der Nacht schnarcht geschieht das meist nur in Rückenlage wo es zu Atemaussetzern kommen kann. Somit ist eine Therapie einfach, indem man das Schlafen auf dem Rücken vermeidet und versucht. Das Schnarchen kann meist eliminiert werden indem man beim Einschlafen eine stabile Seitenlage durch das angezogene obere Knie einnimmt. Dies kann geschehen wie wenn man eine Bewusstlose Person lagert, obenliegendes Bein anwinkelt, sodass der Fuss in die Kniekehle des anderen Beines zu liegen kommt. Damit die Rückenlage und damit das Schnarchen sicher vermieden werden kann, können zusätzliche Hindernisse wie Knetbälle im Rückenteil vom Pyschama eingenäht werden. Damit wird man die Rückenstellung selbst verändern und sich in die Ursprüngliche Seitenlage begeben, was das Schnarchen verhindert.


Schnarchschienen

Wenn sich die Muskulatur während des Schlafes nicht entspannt, fällt der Unterkiefer mit der Zunge nach hinten und engt damit den Atemweg ein.

Protrusionsschienen, Schnarchschienen

Die Schnarchschiene ist den Zahnspangen oder dem Sportlermundschutz (Zahnschutz) ähnlich, ist aber eine Miniplastschiene.

Schnarchen entsteht durch Flattern und Schwingen der Muskulatur und den Weichteilen im verengten Rachen.

Das Schnarchen sowie eine leicht bis mittelgradige Schlafapnoe können mit der Schnarchschiene (Zahnschiene) behandelt werden. Die Schnarchschiene als Kunststoffschiene wird nur während des Schlafens getragen und hält den Unterkiefer nach vorne und somit die Atemwege frei. Die Schnarchschiene ist zweiteilig und wird nach Gebissabdrücken hergestellt. Mit den Protrusionsschienen wird erreicht, dass der Unterkiefer über Nacht in einer vorgeschobenen Position gebracht und dort verharrt, denn mit dem Kiefer wird auch die Zunge und alle anhängenden Gewebe in eine günstige Position gebracht, was eine vorteilhafte Muskelspannung erzeugt.

Zahnschiene als Schnarchschiene

Zahnschienen halten Unterkiefer, Zunge und Gaumensegel während des Schlafes nach vorne, damit der Rachenraum weit geöffnet bleibt und die schlaffen Rachenmuskeln stabilisiert werden.

Die Schnarchschiene ist eine Schnarchtherapie bzw. eine Massnahme gegen die Geräuschentwicklung beim Schlafen aufgrund der Erschlaffung der Muskulatur, welche das Gaumensegel im Rachen strafft. Schnarchschienen die als Protrusionsschienen bezeichnet werden gibt es zahlreich auf dem Markt. Technische Hilfsmittel wie die Protrusionsschiene, welche nachts in den Mundraum eingesetzt wird und die Atemwege offen halten, haben sich bislang bewährt. Durch die Zahnschiene wird die Lunge mit genügend Luft versorgt, um das Blut in genügender Menge mit Sauerstoff zu sättigen. Über Verbindungselemente zwischen Oberkieferschiene und Unterkieferschiene lassen sich diese Unterkiefer-Protrusionsschienen einstellen, so dass die Weckreaktionen ausbleiben. Das Anpassen der Schienen erfolgt vielfach durch spezialisierte Zahnmediziner die mit schlafmedizinischen Fachärzten zusammenarbeiten. Schnarcher-Schienen können Schnarchen verhindern oder reduzieren und dadurch bedingte Atemaussetzer vermeiden. Patienten können sich durch die Schnarchschiene morgens ausgeruhter und wohler fühlen, da diese Schiene negative Effekte des Schnarchens reduziert, wie z.B. das Gefühl der Müdigkeit trotz langer Schlafphase. Schnarcherschienen werden auch Protrusionsschienen genannt und sind eine wirkungsvolle Methode, um den Auswirkungen des Schlafapnoe-Syndroms entgegenzuwirken. Auf dem Markt gibt es eine grosse Auswahl verschiedener Modelle von Schnarcher-Schienen, die jeweils passend für den Patienten ausgewählt werden kann. Diese Schnarcherschienen werden individuell an das Gebiss angepasst.


Protrusionsschiene

Anhand von Kiefermodellen des Patienten wird eine Protrusionsschiene bzw. eine Schnarcher-Schiene angefertigt die die Atemwege verlegt, so dass der Unterkiefer mehr oder weniger weit vorne festhält und die Zunge damit nicht mehr in den Rachen fallen kann.

Protrusionsschienen, Schnarchschienen,  Schiene

In vielen Fällen wird durch die Protrusionsschiene nicht nur das Schnarchen beseitigt, sondern es werden auch die Atemaussetzer können deutlich reduziert. 

Protrusionsschienen sind Anti-Schnarchschienen

Die Behandlungsmethoden beim Zahnarzt haben zum Ziel, durch die Protrusionsschienen bzw. Anti-Schnarchschienen eine Verengung der oberen Luftwege die im Kauorgan liegen, in Lage und Grösse der Kiefer zu verändern. 

Gegen das Schnarchen gibt es von der einfachen Version der Schlafspange, die zuhause selbst angepasst werden kann bis zur professionellen Schnarchschiene, die vom Zahnarzt oder Kieferorthopäden angepasst wird. Bei der Therapie mit den Protrusionsschienen geht zumeist darum, den Unterkiefer nach vorne zu stellen damit der hintere Zungenraum frei gehalten werden kann. Dauerhaft geht dies mit Hilfe einer kieferorthopädischen Regulation oder durch die operative Kieferchirurgie. Die kieferorthopädische Regulation und die operative Kieferchirurgie sind aufwändig, haben aber einen guten Behandlungserfolg und führen meist zu einer vollständigen Beseitigung der obstruktive Schlafapnoe, in den meisten Fällen ist jedoch eine Behandlung mit intraoralen Protrusionsschienen angezeigt. Eine Schnarchschiene (Protrusionsschiene) schiebt während dem Tragen den Unterkiefer nach unten und nach vorne. Die Wirkung gegen Schnarchen und Schlafapnoe ist unbestritten und medizinisch belegt. Allerdings ist es ratsam, eine solche Behandlung medizinisch zu begleiten und die Anpassung durch einen Zahnarzt oder Kieferorthopäden vorzunehmen. Bedingung zur Anpassung einer Schlafspange bzw. Protrusionsschiene kaum möglich. Mit einer Schnarchschiene (Protrusionsschiene) kann man kaum sprechen und schlecht schlucken. Schnarchschienen verursachen häufig Kiefergelenkschmerzen, insbesondere zu Beginn der Therapie. Oft muss bei Schnarchschienen  der Kiefervorschub nachgestellt werden, mit der Zeit meist in immer kürzeren Abständen. Dies kann zu Problemen mit dem Biss führen resp. übereinander passen der oberen und unteren Zähne. Es können Kiefergelenkschäden entstehen, sodass ein Absetzen der Schiene erforderlich ist. Bei Veränderungen am Gebiss muss die Schiene meist auch neu angepasst werden vom Zahnarzt oder vom Kieferorthopäden und ist meist mit hohen Kosten verbunden.


Gaumenspangen

Gaumenspange Schnarchspange, Schnarchen

Gaumenspangen gegen Schnarchen

Mit einer Gaumenspange gegen das Schnarchen kann man sprechen, schlucken, niesen oder husten.

Durch das Einsetzen der Gaumenspange in die Mundhöhle wird der Luftkanal hinter dem Gaumensegel mechanisch am Verschliessen gehindert und Lärmerzeugende Vibrationen am Entstehungsort verhindert. Protrusionsschienen bzw. Schnarchschienen setzen dagegen eine einwandfreie Bezahnung voraus, denn beim Tragen einer Prothese ist die Anpassung einer Protrusionsschiene nicht möglich, wo hingegen die Gaumenspange unabhängig von der Bezahnung angepasst werden kann. Häufig verursachen Protrusionsschienen zu Beginn der Schnarch-Therapie auch Kiefergelenkschmerzen oder es können sogar Kiefergelenkschäden entstehen, die ein Absetzen der Schiene erforderlich machen. Die Gaumenspange stösst nur an Weichteile, sodass am Kiefergelenk und an den Zähnen keine Schäden entstehen können. Das Tragen der Gaumenspange ist auch beim Tragen einer Prothese oder Knirschschiene möglich.

Mit den Gaumenspangen bzw. Schlafspangen schläft man tiefer und vielfach ohne zu Schnarchen.

Reduktion vom Schnarchen
Verringerung der Schlafapnoe
Zunahme vom Tiefschlaf und Traumschlafs
Verbesserung der geistigen und körperlichen Erholung


Schlafapnoe

Apnoe bezeichnet den Atemstillstand oder die Nicht-Atmung für eine gewisse Zeit bzw. die Atmung wird ausgesetzt.

Schlafapnoe Rhonchopathie, Apnea, CPAP-Gerät 

Apnoe bezeichnet ein mehr oder weniger langes Aussetzen vom Atemzug und wird als äussere Atmung bezeichnet.

Die Behandlung der Schlafapnoe mit einem kieferorthopädischen Gerät ist in einigen Fällen erfolgreich.

Schlafapnoe sind Nächtliche Atemaussetzer, unter anderem ausgelöst durch Verlegung der Atemwege in der Nacht, bedingt durch Zurückfallen von Unterkiefer und Zunge in den hinteren Rachenraum. Schlafapnoe ist ein Schlafapnoe-Syndrom, ein Beschwerdebild das durch Atemstillstände während dem Schlaf verursacht wird und durch eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit, Müdigkeitsattacke bzw. Einschlafzwang hervorruft, der als Sekundenschlaf bezeichnet wird.

Schlafapnoe Rhonchopathie

Viele der Schnarcher weisen ein primäres Schnarchen auf und empfindet den Schlaf grundsätzlich als erholsam.

Rhonchopathie ist das Schnarchen bzw. das im Schlaf auftretende Atemgeräusche, das nahezu jede Nacht besteht. Ein primäres oder gewohnheitsmässiges Schnarchen liegt vor, wenn durch das Schnarchen keine Beeinträchtigungen der Kreislauffunktion und des Sauerstoffgehalts im Blut erfolgen und die Zahl der Weckreaktionen im Elektroenzephalogramm nicht ansteigt. Bei primären Schnarchern sind Tagesmüdigkeiten selten, d.h. es sind keine Schlafstörungen. Für das störende Schnarchen gibt es eine Schnarchschiene oder auch Schnarchspangen.

Symptome bei Schlafapnoe

Lautes, unregelmässiges Schnarchen
Einschlafzwang am Tag und ständige Müdigkeit
Verminderte geistige und körperliche Leistungsfähigkeit
Konzentrationsschwäche, Nervosität, Gereiztheit, Kopfschmerzen
Albträume, Depressionen, Persönlichkeitsveränderungen
Sexuelle Störungen (Impotenz)

Therapie der Schlafapnoe

Therapie für Patienten mit Schlafapnoe können operative oder konservative Massnahmen sein.

Schlafapnoe Rhonchopathie, Schnarchen, ApnoeKonservative Therapieverfahren bei Apnoe sind verhaltenstherapeutische Massnahmen wie Schlafen auf der Seite und nicht auf dem Rücken, Alkoholreduktion, Gewichtsabnahme, Miniplastschiene (Zahnschiene bzw. Schnarchschiene) und, als effizienteste Therapieform, die nächtliche Beatmungstherapie mit einem CPAP-Gerät. Als Operative Verfahren kommen im Besonderen die Verbesserung der Nasenatmung (Operation an der Nasenscheidewand und den Nasenmuscheln) sowie die Straffung des Gaumensegels und die Entfernung der Gaumenmandeln sowie eine Verkleinerung des Zungengrundes in Frage. Das Ergebnis aller Behandlungsformen sollte eine bessere Lebensqualität bringen, so dass der behandelte Patient am Tag wieder wach ist und beim morgendlichen Aufwachen sich wieder erholt fühlt.

Mundschleimhaut

Mundschleimhaut

Die Mundschleimhaut ist die Auskleidung der Mundhöhle, wovon das Zahnfleisch als Zahnhalsschutz ein Teil der Mundschleimhaut bildet.

Damit der Mund den speziellen Anforderungen gerecht wird, ist die Mundhöhle im ganzen Mundraum mit Schleimhaut ausgekleidet. Die Mundschleimhaut besteht aus einem mehrschichtigen Plattenepithel, das als auskleidende Mundschleimhaut grösstenteils unverhornt ist, doch die mastikatorische Mundschleimhaut ist verhornt. Die Mundschleimhaut besteht aus einer bindegewebigen Eigenschicht mit Abwehrzellen, die von einem mehrschichtigen Plattenepithel bedeckt ist. Da die Bereiche vom harten Gaumen, Zungenrücken und Zahnfleisch im Kauorgan (Kausystem) stark beansprucht werden beim Kauvorgang, sind diese verhornt. Die Mundschleimhaut hat verschiedene Aufgaben, denn die Enden der Nerven in der Schleimhaut orten Grösse und Lage von Nahrungsteilen und bieten als Vorverdauungsraum zusammen mit dem Speichel einen Schutz gegen Bakterien, Viren und Pilze.

Mundschleimhaut, Schleimhaut Gaumen Lippen

Eine gesunde Mundschleimhaut ist feucht, erscheint rosafarben und umfasst die Zungenschleimhaut, die Schleimhaut vom Mundboden, der Wangen, der Lippen und dem Gaumen sowie dem Zahnfleisch (Gingiva).

Der Mund ist verschiedenen Einflüssen wie heissen Speisen, kalte Speisen, harter Nahrung oder Mikroorganismen ausgesetzt, die in der warmen und feuchten Höhle ein ideales Klima findet.

Die Mundschleimhaut wird als orale Mukosa oder als Mundhöhlenschleimhaut bezeichnet. Die Schleimhautschicht (Tunica mucosa) im der Mundhöhle (Cavum oris) wird als Mundschleimhaut bezeichnet, doch in Abhängigkeit von Funktion und Struktur differenziert der Zahnarzt zwischen der auskleidenden Mundschleimhaut, der mastikatorischen Mundschleimhaut und der spezialisierten Mundschleimhaut. Die Mundschleimhaut ist gut durchblutet und die Zellen teilen sich rasch und häufig, damit Wunden im Mundbereich rasch heilen, schneller als in anderen Körperteilen. Es kann aber trotz der schützenden Mundschleimhaut durch verschiedene Reize zu entzündlichen Veränderungen der Mundschleimhaut (Stomatitis) kommen. Abgegrenzt werden Entzündungen vom Zahnfleisch (Gingivitis) und entzündliche Erkrankungen vom Zahnhalteapparat (Parodontitis).

Mundschleimhaut und deren Aufgaben

Die Mundschleimhaut hat eine Sinnesfunktion mit Geschmacksempfinden, Temperaturempfinden und Tastempfinden.

Die Mundschleimhaut dient der Auskleidung und Abgrenzung der Mundhöhle und erfüllt durch den spezifischen Aufbau der Mundschleimhaut mehrere Funktionen. Die Aufgaben der Mundschleimhaut (Mukosa) ist der Schutz vor mechanischen, chemischen und thermischen Einflüssen sowie Sekretabsonderung, um die Mundhöhle anzufeuchten, die Nahrung gleitfähig zu machen und ihre chemische Aufspaltung einzuleiten. Der Begriff Schleimhaut bzw. Mukosa bezeichnet die Schutzschicht, die das Innere von Hohlorganen auskleidet.


Schleimhaut (Mucosa)

Als Schleimhaut (Mukosa) wird die zarte, gefässreiche Auskleidung der innerer Hohlräume und Hohlorganen vom Organismus bezeichnet die im Normalfall unverhornt ist und Oberfläche der Schleimhaut von einer Schleimschicht aus Muzinen bedeckt ist.

Schleimhaut Mucosa, Hohlorgan Mund,  Nase

Die Auskleidung der Hohlorgane mit Schleimhaut hat die gleiche gesundheitliche Bedeutung wie die Haut, denn die Schleimhaut (lat.-med. Tunica mucosa) als Schleim absondernde Auskleidung ist in den Hohlorganen wie Nase und Mund sowie im ganzen Verdauungsapparat und Verdauungstrakt als Verdauungskanal zu finden, die der Aufnahme, der Verkleinerung, dem Weitertransport und der Resorption der Nahrung dienen.

Mucosa

Die Schleimhaut (Mucosa) ist eine meist Schleim absondernde innere Auskleidung von Hohlorganen, so auch in der Mundhöhle die Mundschleimhaut.

Die Aufgaben der Schleimhaut (Mucosa) sind Schutz, Gleitfähigkeit, Resorption oder Ausscheidung, je nach der Funktion vom schleimhauttragenden Organ. Schleimhaut "Tunica mucosa" bezeichnet die Schutzschicht, die das Innere von Hohlorganen auskleidet. Die Schleimhaut hat die Eigenschaft, durch aktive Transportmechanismen an der Schleimhautoberfläche Sekrete wie den Mundspeichel als Sekret in eine bestimmte Richtung zu transportieren und ermöglich somit Sekretionsprozesse wie auch Resorptionsprozesse. Als Verdauungsapparat oder Verdauungstrakt werden alle Organe zusammengefasst, die der Aufnahme, der Zerkleinerung und dem Weitertransport der Nahrung dienen, um die Speisen verdauen zu können und die darin enthaltenen Nährstoffe für den Körper verwertbar zu machen. Der ganze Verdauungskanal enthält aber zum Schutz und der Gleitfähigkeit eine Schleimhaut. Eine Schleimhaut besteht aus einem Epithel, das mehrschichtig wie im Mund bzw. in der Mundhöhle sein kann oder einschichtig wie im Darm. Eine spezifische Verhornung zeigt das Epithel oberflächlich nur bei einigen Organen. Im Gegensatz zur normalen Haut besitzt sie keine echte Hornschicht und keine Haare. Viele Schleimhäute haben die Eigenschaft, durch aktive Transportmechanismen an der Schleimhautoberfläche Sekrete in eine bestimmte Richtung zu transportieren, und ermöglichen somit Hypersekretion und Resorptionsprozesse.

Schleimhaut

Schleimhäute dienen der mechanischen Abgrenzung der Organoberfläche.

Die menschliche Haut und die Schleimhaut ist das Schutzorgan und Grenzorgan zur mikrobiologischen Umwelt. In der Eigenschicht finden sich häufig Lymphknötchen. Schleimhäute können Immunglobuline absondern und haben so eine wichtige Schutzfunktion gegen eindringende Krankheitserreger. Die Schleimhaut besteht aus einem der jeweiligen Organfunktion angepasstes Epithel. Das Epithel kann einschichtig oder wie die Mundhöhle mehrschichtig sein. Durch die in der Schleimhaut enthaltenen Schleimdrüsen, Flimmerepithelhärchen mit zur Körperöffnung gerichteter Bewegung und durch eine dünne Muskelschicht wird die Funktion des schleimhauttragenden Organs ermöglicht. Die Feuchtigkeit und die Schleimigkeit durch Muzin werden durch Absonderungen der eigenen Epithelzellen oder durch grössere Drüsen erreicht. Adstringentien ist ein Mittel, das die Schleimhaut zusammenzieht. Die Eigenschicht enthält zumeist Drüsen (Drüsenschleimhaut), die die Schleimhaut feucht halten. Teilweise wird die Schleimhautoberfläche durch Papillen, Zotten, Faltenbildung oder Lakunen vergrössert. Lymphozyten und Lysozyme im Schleimhautsekret sorgen für antibakteriellen Effekt und der unterschiedliche pH-Milieu für das Gedeihen organspezifischer mikrobieller Symbionten Mundflora. 


Veränderung Schleimhaut

Viele Allgemeinerkrankungen und Hauterkrankungen machen sich als Veränderung auf der Mundschleimhaut bemerkbar, weshalb dem Zahnarzt bei der Diagnose von Mundschleimhauterkrankungen eine grosse Bedeutung zukommt.

Veränderung Schleimhaut Erkrankung Zahnarzt

In Zusammenarbeit mit Hautärzten kann der Zahnarzt zu frühzeitigen Erkennung von Erkrankungen beitragen, denn Mundschleimhaut-Erkrankungen dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Erkrankung der Mundschleimhaut

Je früher eine Mundschleimhaut-Erkrankung erkannt wird, desto einfacher ist die Behandlung.

Bei einer grossen Mehrzahl von Mundschleimhauterkrankungen ist jedoch die Ursache der bakterielle Zahnbelag. Seit längerer Zeit wurden bisherigen chirurgischen und medikamentösen Therapien durch den Einsatz von Lasern bei Schleimhautveränderungen erweitert worden.

Gefährliche Veränderung Mundschleimhaut

Alle chronischen Mundschleimhautveränderungen die nicht nur einige Tage bestehen, können Krebsvorstufen (Präkanzerosen) sein, sodass sie in der Regel vorsorglich entfernt werden müssen.

Gefährlichen Veränderungen der Mundschleimhaut sind vielfach unauffällig, schmerzlos und entstehen über einen längeren Zeitraum.

Veränderungen der Schleimhaut können eine warzenähnliche bis glatte oder netzförmig Oberfläche oder eine flache ausgeprägte Form haben. Farblich können sie weisslich rötlich bis zu bläulich oder braun sein. Wenn die Veränderung der Schleimhaut rasch erfolgt, ist es vielfach gutartig, denn gefährlich bzw. akut sind langsam entstehende Veränderungen im Mundraum

Mundschleimhaut und Allgemeinerkrankungen

Die Mundschleimhaut umfasst die Zungenschleimhaut, die Schleimhaut des Mundbodens, der Wangen, der Lippen und des Gaumens sowie evt. auch das Zahnfleisch (Gingiva).

Viele Allgemeinerkrankungen machen sich als Veränderung in der Mundschleimhaut bemerkbar. Bei Kindern können sich Röteln, Scharlach, Masern, Windpocken oder Pfeiffer'sches Drüsenfieber auf der Mundschleimhaut als Krankheitsbilde zeigen. Dem Zahnarzt kommt bei der Diagnose von Mundschleimhauterkrankungen eine grosse Bedeutung zu, denn sie können verschiedene Ursachen haben wie: Auswirkungen von Allgemeinerkrankungen auf die Mundschleimhaut, Infektion durch Pilze, Viren oder Bakterien sowie Bakterielle Zahnbeläge. Reaktionen sind möglich auf aggressive Substanzen wie Medikamente, Laugen oder Säuren. Möglich sind auch Mechanische Einflüsse durch den Prothesendruck bzw. Reizungen durch die Prothese, Zahnbürste, scharfen Zahnkanten oder Thermische Einflüsse durch Verbrennungen (heisse Getränke und Speisen). Die chirurgischen und medikamentösen Therapien sind heute meistens nicht mehr nötig, denn es werden Laser eingesetzt. 


Schleimhautentzündung

Schleimhautentzündung ist eine katarrhalische Entzündung Katarrh. Die Stomatitis ist eine Entzündung der Mundschleimhaut. Die Ursachen können vielfältig sen. Sie kann infektiös durch Viren, Bakterien oder Pilze, aber auch durch physikalische Irritationen, allergische oder toxische Reaktionen, als Folge von systemischen Erkrankungen, bei Vitaminmangel, als Nebenwirkung von Arzneimitteln oder durch Substanzen wie zum Beispiel Alkohol und Nicotin ausgelöst werden. Die Behandlung erfolgt nach Ursache meist lokal mit desinfizierenden, entzündungshemmenden und schmerzhemmenden Mundspüllösungen oder Gels.

Mundschleimhautentzündung

Eine Mundschleimhautentzündung kann aber auch als Begleitsymptom von Hautkrankheiten oder schweren Infektionskrankheiten wie Lungenentzündung, Masern oder AIDS auftreten. Die Mundschleimhaut ist dann lediglich mitbetroffen, die Krankheit spielt sich hauptsächlich an anderen Körperstellen ab. Der Mund kann als Spiegel des Körpers bezeichnet werden, an dessen empfindlicher Schleimhaut allgemeine Probleme des Körpers wie Mangelzustände und Krankheiten deutlich werden. Ist die Entzündung der Mundschleimhaut infektiöser Art, kann sich die Erkrankung ausbreiten und den gesamten Organismus befallen. Folgeerkrankungen können Zahnfleischschwund, Appetitlosigkeit und dadurch starker Gewichtsverlust sein. Verletzungen der Mundschleimhaut durch schlecht sitzende Zahnprothesen (Prothesenstomatitis), Bisswunden und Verletzungen durch zu heisse Speisen sind ebenfalls häufig Ausgangspunkt einer Entzündung. Allergisierende Stoffe im Mund, enthalten in Zahnprothesen (Prothesen-Verträglichkeit) oder Mundpflegeartikeln, können die Mundschleimhaut durch die ausgelöste allergische Reaktion schädigen. Mundschleimhautentzündungen sind vor allem bei Patienten mit Störungen des Immunsystems ein häufiges Problem, können aber auch ein Zeichen eines Mangelzustands oder Symptom einer Allgemeinerkrankung sein. Wenn die Entzündung im Mund nach einigen Tagen nicht zurückgeht sollte man zum Zahnarzt gehen. Der Zahnarzt oder auch Hautarzt untersucht die Mundhöhle um zu klären, ob es eine einfach zu beseitigende Ursache für die Mundschleimhautveränderung gibt wie eine Aphthe oder Druckstelle.

Bei unklaren Veränderungen der Mundschleimhaut oder Verdacht auf eine Bösartigkeit wird eine Gewebeprobe entnommen, die histologisch unter dem Mikroskop untersucht wird.

Schleimhaut, Mundschleimhautentzündung

Der Histologe oder Pathologe untersucht dann die Gewebeproben.

Gegebenenfalls überweist der Zahnarzt den Patienten zur Untersuchung an einen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, denn Präkanzerosen werden in der Regel vorsorglich wegoperiert.

Beschwerden sind vielfach Brennen und Schmerz der geröteten Schleimhaut, sowie Eiter an betroffenen Stellen. Pilzinfektionen des Mundes Candida albicans (Soor) zeigen sich in weisslichen Belägen. Eine Infektion ist der häufigste Grund für Stomatitis. Als Erreger kommen Pilze, Viren und Bakterien in Frage, doch meist besteht eine Grunderkrankung, die das Immunsystem geschwächt hat, wodurch sich die Infektion ausbreiten konnte. Der Mundraum und Rachenraum ist im gesunden Zustand dicht mit symbiotischen Bakterien besiedelt, die auf der Schleimhaut eine Schutzschicht bilden.


Entzündung Mundschleimhaut

Gefährdet von Stomatitis sind Menschen, die keine Nahrung zu sich nehmen dürfen und ältere Menschen mit Zahnprothesen.

Mundschleimhäute unterliegen mit zunehmendem Lebensalter einem grösseren Risiko, denn die Immunabwehr reduziert sich und die Mundschleimhaut wird trockener. Vielfach entsteht auch durch Medikamente ein geringerer Speichelfluss, sodass der Speichel fehlt, der wichtig für die Selbstreinigung der Zähne und vom Mundraum ist. Die Speicheldrüsen produzieren normal ca. eineinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag. Die darin enthaltenen Stoffe sorgen für einen neutralen pH-Wert und damit für ein Keimfeindliches Mundmilieu. Zudem können Zahnersatz und Prothesen Probleme verursachen. Entzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitis resp. Prothesenstomatitis) treten im Besonderen bei geschwächtem Allgemeinzustand und bei mangelnder Mundhygiene auf.

Ursachen für Entzündung der Mundschleimhaut nebst Infektionen:
Plaque, Zahnstein, Karies
Verbrennungen durch zu heisse Speisen oder Getränke
Schlecht sitzende Zahnprothesen oder Zahnspangen
Trockene Mundschleimhaut (ältere Menschen)
Vitaminmangel bzw. Vitamin A, B und C
Eisenmangel oder Folsäuremangel
Vergiftungen und Schädigungen (Metalle Nikotin, Alkohol)
Hormonschwankungen (Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre)
Reizungen und Bissverletzung beim Kauen oder harter Zahnbürste
Stomatitis als Begleiterkrankung bei Hautkrankheiten, Stoffwechselkrankheiten und Blutkrankheiten oder als Nebenwirkung einer Chemotherapie bei Krebs.
Allergische Reaktionen gegen bestimmte Speisen, Prothesenmaterial, Mundpflegemittel, Medikamente oder Arzneimittel im Mundbereich (Stomatitis medicamentosa), vielfach bei Penicillinen als Überempfindlichkeitsreaktion. 


Stomatitis: Entzündung der Schleimhaut

Stomatitis ist eine eigene Krankheit die auch ein Begleitsymptom einer anderen Krankheit oder eine Nebenwirkung von einer Therapie sein kann.

Eine Entzündung der Mundschleimhaut die eine eigene Krankheit darstellt wird beim Zahnarzt als Stomatitis (Stoma = Mund / -itis = Entzündung) bzw. Mucositis bezeichnet und ist vielfach ein Begleitsymptom von einer anderen Krankheit oder entsteht durch Nebenwirkungen einer Therapie. Unter einer Stomatitis (Mundkatarrh) versteht man eine Entzündung der Mundschleimhaut, wo eine Mundschleimhautentzündung sich durch Schmerzen, Schwellungen, Rötung, Brennen, Juckreiz, Geschwüre, Zahnfleischbluten (Zahnfleischentzündung) oder vermehrtem Speichelfluss (Absonderung von Speichel) äussern kann. Stomatitis (griech. Stoma = Mund) ist eine Entzündung der gesamten Mundschleimhaut, meist auf dem Boden einer Gingivitis oder Parodontitis. Mundschleimhaut-Entzündungen gehen mit Veränderungen der Schleimhaut bzw. vom Zungenbelag einher, wo der Grund für die Entzündung weit gefächert sein kann. Somit können neben Stress, Viren und Pilzen auch scharfkantige Schneidezähne und Eckzähne sowie eine schlecht sitzende Zahnprothese der Auslöser für Stomatitis sein. Charakteristisch bei einer Stomatitis ist auf der Mundschleimhaut ein weisser Belag.

Stomatitis MundschleimhautBei der Stomatitis ulcerosa als Entzündung der Mundschleimhaut kann es nebst Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und Brennen auch zu Bläschen, Geschwüren, Gewebe-Einrissen und zu Aphten kommen, wo Geschmacksverluste Taubheitsgefühle und Schluck-Beschwerden möglich sind. Bei einer vorübergehenden Immunbelastung können Aphthen als runde oder ovale Schleimhautschäden im Mundraum entstehen, das sehr schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut sind, die man nicht immer sofort erkennen kann.


Symptome von Stomatitis

Mögliche Symptome einer Stomatitis sind Rötungen der Mundschleimhaut bzw. sichtbar entzündlich veränderte Entzündungszeichen wie Schwellungen, Brennen und Schmerzen, besonders bei heissen, scharfen oder sauren Speisen. Weitere Begleiterscheinungen sind Mundgeruch, Appetitlosigkeit oder auch Essverweigerung und Trinkverweigerung bei Kleinkindern. Beläge können zu sehen sein und vielfach tritt Mundgeruch auf, wenn eine Stomatitis vorliegt. Bei der Zahnreinigung kann es mit harter Zahnbürste zur Mundschleimhautblutung kommen. Auch vermehrte Speichelbildung oder umgekehrt trockene Schleimhäute sind unangenehme Nebenwirkungen einer Stomatitis. Es können auch Aphthen entstehen, was schmerzhafte Defekte der Mundschleimhaut sind. Aphthen können vereinzelt oder in Gruppen auftreten. Eine Aphthe ist eine weiss belegte von einem entzündlichen Randsaum umgebene Erosion der Mundschleimhaut des Zahnfleischs, der Mundhöhle oder der Zunge.

Symptome von Stomatitis:
Rötung
Schwellung
Entzündung
Fleckenförmiger oder grossflächiger Belag
Schleimhautblutungen
Mundgeruch
Schmerzen
Brennen
Taubheitsgefühl
Geschmacksverlust
Eingeschränkte Kaufunktion und Schluckfunktion
Läsionen in der Mundhöhle in Form von Aphthen, Erosionen, Ulzerationen und Nekroseherden
 Schluckbeschwerden und damit verbundene Einschränkung der Nahrungsaufnahme
 Aphthen
 Bläschenbildung 


Prothesenstomatitis

Prothesenstomatitis bedeutet, Entzündung der Mundschleimhaut die durch schlecht sitzende Zahnprothesen hervorgerufen werden.

Unter einer Prothesenstomatitis versteht man Mundschleimhautentzündungen (Stomatitis) und andere Beschwerden, die nach dem Einsatz eines herausnehmbaren Zahnersatzes auftreten. Die Prothesenstomatitis ist im Oberkiefer häufiger anzutreffen als im Unterkiefer. Bei der Prothesenstomatitis treten häufig punktförmige Veränderungen des Gaumens bzw. der Kieferkämme auf, die als papillare Hyperplasien bezeichnet werden und von den Patienten als störend empfunden werden. Sie können grossflächig auftreten und granulare oder nodulare Strukturen aufweisen. Prothesenstomatitis entsteht vielfach durch Infektion mit dem Pilzerreger der Gattung Candida-albicans in kausalem Zusammenhang mit schlechter Mundhygiene, mangelhafte Prothesenstabilität, Verabreichung von Antibiotika und Cortison sowie Radiotherapien. Allergisierende Stoffe im Mund, enthalten in Zahnprothesen (Prothesen-Verträglichkeit) oder Mundpflegeartikeln, können die Mundschleimhaut durch die ausgelöste allergische Reaktion schädigen. Die Candida-albicans-Infektion verhindert ein Abheilen befallener Wunden wie sie durch Prothesen bei Druckstellen oder Reibung entstehen können. Die hyperplastischen Gaumenveränderungen rufen vielfach eine Prothesenbeweglichkeit hervor, die eine wiederholende Reinfektion bewirkt, was eine nachträglich vollständige Abheilung der Prothesenstomatitis verhindert. Damit kann der Erreger tieferer in die Schleimhautschichten eindringen und neue Infektionsherde bilden. Bei vorhandenen Druckstellen sollte der Zahnarzt aufgesucht werden, denn nebst dem Prothesenbereich können Mundwinkel, Zunge oder Wangenschleimhaut befallen werden. Der Pilz kann über die Speiseröhre zu Infektionen des Magen-Darm-Traktes führen. Die symptomatische Prothesenstomatitis (Burning-Mouth-Syndrom) erzeugt keine erkennbaren Schleimhautveränderungen und äussert sich vielfach durch Hitzegefühl, Mundtrockenheit, Mundbrennen, Zungenbrennen, und vereinzelten Sensibilitätsstörungen. Krankheiten, wie Mangel an Vitamin-B, Eisenmangelanämie, Magenschleimhautentzündung, Leberstörungen oder Kreislaufstörungen, können eine Stomatitis bedingen. Abzugrenzen davon ist die autonome Prothesenstomatitis, die sich auf den Schleimhautarealen befindet, die der Zahnprothese anliegen und entsteht durch mechanische, chemische oder Wärmereize. 

Ursachen einer Stomatitis

Die Ursachen einer Stomatitis sind sehr vielfältig, geht aber meist von einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) aus. Vielfach sind Infektionen mit Bakterien, Viren oder Hefepilzen verantwortlich, im Besonderen der Hefepilz Candida albicans der sehr häufig ist und zum Mundsoor führt. Als Ursachen kommen mangelnde Mundhygiene, ein reduzierter Allgemeinzustand bzw. bei Infektionen, Erkrankungen des Immunsystems, chemische oder physikalische Reize und Vergiftungen in Frage. Vitaminmangel resp. Vitamin B und C sowie Unterernährung können für Stomatitis verantwortlich sein, wie auch Allgemeine Erkrankungen d.h. Blutkrankheiten, Vergiftungen (Schwermetalle, Laugendämpfe) und bestimmte Hautkrankheiten. Vielfach besteht aber eine Grunderkrankung, die zur Schwächung des Immunsystems führt, das eine Infektion erst möglich macht. Bei vorgeschädigter Mundschleimhaut oder bei geschwächtem Allgemeinzustand siedeln sich auch gerne Bakterien an. Ist diese Mundflora gestört, kann es zu Entzündungen, Aphthen (Aphthose), Mundfäule oder Soor kommen. Beim "ansonsten" gesunden Mensch verheilen Mundschleimhautentzündungen automatisch rasch von selbst. Eine antibiotische oder antivirale Therapie mit Tabletten ist vielfach nur bei schwerem Verlauf oder bei Pilzinfektionen mit Antimykotika erforderlich. Entzündungen sind Abwehrreaktionen des Körpers auf schädigende Einflüsse. Eine Mundschleimhautentzündung geht meist auf örtliche Reizungen oder Infektionen mit Viren zurück und tritt häufig gemeinsam mit einer Zahnfleischentzündung auf. Durch Entzündungen versucht der Körper, schädigende Reize durch stärkere Durchblutung des betroffenen Gewebes zu beseitigen, wodurch es sich rötet und anschwillt und die Temperatur steigt. Häufig treten Schmerzen auf und der Speichelfluss verstärkt sich. Sind Viren die Verursacher, entstehen auf der Schleimhaut kleine Bläschen, die rasch platzen und flache, runde Wundflächen hinterlassen. Bei schwererem Verlauf von Herpes können sich Mundgeschwüre bilden.


Herpes

Bei den Viren führt der Erstkontakt mit dem Herpes simplex-Virus zu einer schmerzhaften Entzündung der Mundschleimhaut.

Unter Herpes simplex (lat. einfach) versteht man Virusinfektionen, die durch Herpes-simplex-Viren hervorgerufen werden.

Herpes-simplex-Viren sind weltweit verbreitet, wobei der Mensch für diese Viren als Reservoir der einzige natürliche Wirt ist.

Lippen Herpes-simplex-Viren Virusinfektionen

Bei Herpes-simplex-Viren spricht somit von einer Gingiva-Stomatitis herpetica oder auch Mundfäule (Stomatitis aphthosa).

Bei solchen Infektionen kommt es meist bei Kindern zu kleinen, schmerzhaften Bläschen in der gesamten Mundhöhle, die jucken, brennen oder spannen, begleitet von vermehrtem Speichelfluss.

Geschwollene Halslymphknoten und hohes Fieber sind Symptome von Stomatitis


Mundschleimhauttumore

Mundschleimhauttumore sind sehr schnell wachsen Karzinome in bösartigen Formen, d.h. Karzinom ist ein bösartiges Geschwulst, Krebs oder Tumor. Karzinogene sind Substanzen mit krebserregender oder krebsauslösender Wirkung.

MUND

Beim Mensch hat der Mund viele Funktionen

Der Mund ist eine Körperöffnung zur Mundhöhle, das beim Mensch ein Vorverdauungstrakt ist, wo durch die Zähne und dem Speichel aus den Speicheldrüsen die Verdauung eingeleitet wird.

Beim Mensch dient der Mund als Körperhöhle mit den umgebenden Weichteilen im Kopf, nebst der Nahrungsaufnahme bei dem die Verdauung während dem Kauen bereits beginnt, auch zur Atmung und der Stimmerzeugung (Phonetik). Der Mund bildet als Körperöffnung zur Körperhöhle den obersten Teil vom Verdauungstrakt, womit die Nahrung aufgenommen werden kann.

Mund Gaumen

Die Mundhöhle bildet den Anfang vom Verdauungstrakt und erfüllt wichtige Funktionen, denn der Mund ist an Verdauung, Atmung und Stimmbildung beteiligt. Die Unterlippe und Oberlippe sind im seitlichen Mundwinkel miteinander verbunden und bilden beim Mundraum der mit der Mundschleimhaut ausgekleidet ist, die äussere Begrenzung. Die Schleimhaut der Lippen und die Wangen-Schleimhaut mit den kleine Speicheldrüsen bilden einen nahtlosen Übergang zum Zahnfleisch (Gingiva), das den Alveolarfortsatz (Processus alveolaris) bzw. Kieferkamm mit dem Kieferknochen bedeckt, damit dieser von den Mundbakterien der Mundflora geschützt ist. Unter Mundflora wird die Gesamtheit aller Kleinstlebewesen im Mund verstanden, die sich in der feuchtwarmen Mundhöhle vermehren können und die Mundschleimhäute und Zahnoberflächen besiedeln. Zur Wange (Bucca) als mimische Muskulatur gehört die Wangenmuskulatur und der Wangenfettpfropf als rundliches kleines Fettpolster in der Wange, das beim Saugen das Einfallen der Wange verhindert und die Saugkraft erhöht.

Mundbereich beim Mensch

Der Mundbereich mit der Mundhöhle als Vorverdauungstrakt ist als Intimbereich sehr feinfühlig und ein hoch empfindlicher Bereich, der reizbar, verletzlich und sensibel reagiert.

Die Spritzenangst (Trypanophobie) als Angst vor der Zahnarztspritze oder die Angst vor Schmerzen im Mundbereich führen oft dazu, dass eine notwendige Zahnbehandlung unterlassen wird. Einblicke in die Mundhöhle (Cavum oris) zeigen Mundvorhof (Vestibulum oris), ein Raum zwischen der Wangenschleimhaut und der Aussenfläche der Zähne mit der Zunge (Lingua), die den Mundraum ausfüllt und zum Kauen, Saugen, Schlucken und Sprechen gebraucht wird.

Mund Lippen Wangen Mundhöhle MundbodenDie Mundhöhle besteht aus dem Mundhöhlenvorhof resp. dem Mundraum zwischen Wangen, Lippen und Zähnen und der eigentlichen Mundhöhle die von vielen Mundbakterien besiedelt ist und zu den Mikroorganismen der Mundflora gehören. Zur Mundhöhle zählt Lippe, Zahnfleisch, Mundboden, die bewegliche Zunge, der vorderen Gaumenbogen, der harte Gaumen, die Mundschleimhaut und die Wangenschleimhaut. Die Begrenzung der Mundhöhle wo die Zähne eingeschlossen sind wird nach oben vom harten und vom weichen Gaumen begrenzt, der Raum nach unten ist begrenzt durch die Unterseite der Zunge und der Mundbodenmuskulatur sowie seitlich von den Zahnreihen und nach hinten vom Rachen (Pharynx). In der Mundhöhle und auf der Zunge können verschiedene Allgemeinerkrankungen erkannt werden, doch können Entzündungen im Mundraum das Risiko für bestimmte körperliche Erkrankungen auch erhöhen.

Der Mund als Intimbereich bzw. Oralbereich ist eine Körperöffnung, durch die Nahrung und Getränke aufgenommen werden, wo gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch zum Erhalt der allgemeinen Gesundheit beitragen, sodass die Pflege der Mundhöhle besonders wichtig ist. Unter Mundpflege werden alle Massnahmen bezeichnet, die der Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der physiologischen Mundflora dienen. Der Mundraum sollte von bakteriellen Belägen und Entzündungen frei sein, damit keine Karies als Zahnerkrankung durch Kariesbakterien und Parodontalerkrankungen wie Parodontose, Gingivitis bzw. Zahnfleischentzündung, Parodontitis oder auch Mundgeruch durch Bakterien im Mund verursacht werden.

Der Mund wird als Mundhöhle oder Mundraum bezeichnet.

Der Mund ist beim Menschen die Körperhöhle mit den umgebenden Weichteilen im Kopf, die den ersten Teil vom Verdauungstrakt bilden.

Im Innern vom Mund, der nach hinten in den Rachen übergeht, befinden sich die Zähne und die Zunge. Feucht gehalten wird die Mundhöhle durch Speicheldrüsen und Schleimzellen. Die in die Mundhöhle aufgenommenen Nahrungsmittel werden im Mund zerkleinert und für die Verdauung vorbereitet, wo der Mund auch am Schlucken und Sprechen beteiligt ist. Der Mund ist die Öffnung für die Nahrungsaufnahme und ist das Sprechwerkzeug vom Menschen, denn der Mund dient der Stimmerzeugung (Phonetik) an dem der Gaumen, die Zunge, die Lippen und die Zähne beteiligt sind. Als Lippen werden die im vorderen Gesichtsbereich die Weichteilfalten bezeichnet, welche die Mundhöhle gegenüber der Aussenwelt abdichten. Die haarlose Lippe als wenig verhorntes Plattenepithel bildet mit den Wangen die äussere Grenze vom Mundvorhof und verfügt über eine Eigenbeweglichkeit. Lippen haben keine Schweissdrüsen, Talgdrüsen oder Schleimdrüsen, jedoch viele Nerven und Rezeptoren die bei Berührung und Temperaturen für den Wärmesinn und Kältesinn sehr sensibel sind. Der Mund wird auch für die Atmung genutzt, kann jedoch auch Mundgeruch "Halitosis" als unangenehmer Geruch des Atems (Atemgeruch) aus der Mundhöhle ausstossen. Hauptteile des Mundes sind die Mundspalte (von den Lippen umschlossen), der Mundvorhof, der sich zwischen Lippen und Wangen sowie zwischen Oberkiefer und Unterkiefer (nebst Zahngruppen) befindet. Die Lippen drücken zusammen mit der mimischen Muskulatur die menschlichen Gefühle des Lächelns aus. Zum Hauptteil des Mundes gehört auch die Mundhöhle mit dem Mundboden, der Zunge und dem Gaumen. Der Mund dient neben seiner Verdauungsfunktion, dem Kauen bzw. Zerkleinern und Einspeicheln auch der Stimmerzeugung und kann zur Atmung genutzt werden.

Die häufigsten Erkrankungen im Mund

Häufige Erkrankungen im Mund sind Zahnerkrankungen durch Karies und Parodontalerkrankungen.

Zu den häufigsten Erkrankungen im Mund der gehören die Zahnkaries durch Kariesbakterien wie auch Entzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitis) und beim Zahnfleisch die Gingivitis als Zahnfleischentzündung, wo auch der Zahnhalteapparat durch Parodontitis oder Parodontose (ohne Entzündung) als degenerative Veränderung vom Zahnfleisch sowie vom zahntragenden Kieferknochen betroffen sein kann. Munderkrankungen wie Tumore, Plattenepithel-Karzinome, Zysten, Leukoplakien und Pilzinfektionen durch Candida albicans "Kandidose" gehören in der Mundhöhle nicht zu den häufigsten Erkrankungen. Was in den letzten Jahren häufiger zu beobachten ist, sind Allergien wie die Metallallergie im Mund durch Zahnersatz. Zu den angeborenen Krankheiten im Mund gehören Fehlbildungen, Kieferfehlstellungen und Zahnfehlstellungen sowie die Lippenspalten, Kieferspalten und Gaumenspalten (LKG-Spalten). Im Mundraum und im Rachenraum können Insektenstich die Atemwege durch rasches Anschwellen der Schleimhaut blockieren wie auch bei der Zunge. Magensäure und Lebensmittelsäuren sind Feinde der Mundgesundheit, denn Säuren wie die Magensäure greifen den Zahnschmelz an und können durch Karies die Zähne schädigen. Auch Zähne haben Feinde wie Karies und Parodontitis, denn kariesverursachenden Bakterien verwerten zuckerhaltige Lebensmittel und produzieren daraus Säure die den Zahnschmelz angreifen.


Mundhöhle als Mundraum

Die Mundhöhle als Oralbereich Raum innerhalb der Zahnreihen im Alveolarbogen ist beim Mensch ein Intimbereich, wo sich viele Bakterien, Viren und Pilze befinden.

Der Verdauungsvorgang beginnt in der Mundhöhle als erste Station auf dem Verdauungsweg wo der gesamte Kauapparat mit den Lippen, den verschiedenen Zähnen bzw. Zahnarten, der Zunge als Muskelkörper und die Speicheldrüsen beteiligt ist, damit die Nahrung unter Befeuchtung durch den Speichel in die Speiseröhre zum Magen gelangen kann. Die Mundhöhle ist der Anfang vom Verdauungsapparat und ist der Raum, der nach vorne durch die Lippen, nach oben durch den harten und weichen Gaumen begrenzt ist und sich von der Nasenhöhle trennt.

Mund Mundhöhle Cavitas oris Mundboden 

Der Mundhöhlenraum ist seitlich durch die Wangen und nach unten durch den Mundboden begrenzt.

Mundraum, Mundhöhlenraum

Der Mundraum wird als Mundhöhle (Cavitas oris) oder Mundhöhlenraum bezeichnet und beginnt vorne an der Mundspalte die ohne scharfe Grenze hinten in den Schlund übergeht.

Der Mundhöhlenraum ist durch die Wangen seitlich und nach unten durch den Mundboden begrenzt. Die Mundhöhle beginnt vorne an der Mundspalte und geht hinten in den Höhlenschlund über. Die hintere Grenze vom Mundhöhlenraum bildet der Rachenraum. An den Seiten der Mundraum befinden sich die Zähne des Oberkiefers und Unterkiefers. Die Mundhöhle wird durch die Zähne in einem innerhalb der Zahnbögen gelegenen Hauptraum sowie einen, zwischen den Zähnen bzw. Lippen und Wangen und dem Vorraum getrennt. chronische Entzündungen im Mundraum und in den Mandeln sowie im Bindegewebe können unbehandelt über Jahre das körpereigene Immunsystem massiv schwächen. Das Mundhöhlen-Dach wird vom Gaumen gebildet und der vordere, knöcherne Anteil, (harte Gaumen) trennt die Mundhöhle von den Nasenhöhlen. Der hintere bewegliche Teil wird als weicher Gaumen bezeichnet und trennt sie vom Nasopharynx (Schlund), während unter dem weichen Gaumen der Übergang der Mundhöhle in den Schlund (Oropharynx) erfolgt. In den seitlichen Übergangsgebieten (Wänden) liegen die Gaumenmandeln (Mandel) und von oben hängt in der Mitte das Zäpfchen (Uvula) als hinterster Anteil des weichen Gaumens herab. Die Zunge wölbt sich von unten in die Mundhöhle.

Mundraum ist empfindlich

Im Mundraum ist alles empfindlich und auch nichts immun gegen den Alterungsprozess, denn mit der Zeit beginnen der Zahnfleischrückgang und der Wurzelbereich der Zähne durch die ansonsten schützende Schmelzschicht empfindlich gestört, wenn dies freigelegt ist.

Die Zahngesundheit beginnt mit gesundem Zahnfleisch im Mund, das die Zähne und den Kieferknochen vor Bakterien, Viren und Pilzen im Mund schützt. Zähne können im Alter unter Mineralverlust leiden, was zur Abtragung des Zahnschmelzes beiträgt. Ohne den Schutz von Zahnfleisch und Zahnschmelz reagiert der Wurzelbereich der Zähne empfindlich auf äussere Reize. Im empfindlichen freiliegenden Zahnbereich kann Wurzelkaries entstehen. Sehr kleine Löcher im Dentin ermöglichen die Rückleitung von Wärme, Kälte und anderen Reizen zum Zahnnerv, was Zahnschmerz auslöst und im Mundraum empfindlich stört. Im Mundraum und im Rachenraum können Insektenstich die Atemwege durch rasches Anschwellen der Schleimhaut blockieren wie auch bei der Zunge. Im Mundraum können auch Aphthen mit entzündlichem Randsaum, das erbsengrosse Bläschen sind vorkommen. Aphthen sind schmerzhafte, von einem entzündlichen Randsaum umgebene Schädigung der Schleimhaut des Zahnfleischs, der Mundhöhle, der Tonsillen oder der Zunge.

Mundgesundheit im Mundraum

Für die Mundgesundheit im Mundraum sind auch Magensäure und Lebensmittelsäuren Feinde im Mundraum, denn Säuren wie die Magensäure greifen den Zahnschmelz an und können durch Karies die Zähne empfindlich schädigen.

Auch die Zähne im Mundraum haben Feinde wie Zahnkaries und Parodontitis, denn kariesverursachenden Bakterien verwerten zuckerhaltige Lebensmittel und produzieren daraus Säure die den Zahnschmelz angreifen. Verschiedene Bakterien die in der Mundhöhle leben ernähren sich von den Kohlenhydraten aus unserer Nahrung und wandeln sie in Säuren um. Diese Säuren greifen den Zahnschmelz an und entkalken ihn, anfänglich den äusseren Teil vom Zahnschmelz und dann das Zahnbein (Dentin). Wenn der Säureangriff wiederholt an der gleichen Stelle stattfindet, entsteht durch die Entkalkung ein Loch im Zahn. Die Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates bzw. entzündlich degenerative Erkrankungen vom Parodontium das das funktionelle Verankerungssystem vom Zahn ist mit den angrenzenden Strukturen. Zu den entzündlich degenerativen Erkrankungen vom Zahnbett bzw. Zahnhalteapparat gehören Zahnfleischrückgang, Kieferknochenabbau, Zahnfleischentzündung, Zahnbetterkrankung oder ähnlichem. Im Mundraum auftretende Erkrankungen sind meist sehr unangenehm und meist auch sehr schmerzhaft. Zwischen Zahnerkrankung, Munderkrankung und Allgemeinerkrankungen bestehen vielfältige Verbindungen, denn Erkrankungen in der Mundhöhle haben Auswirkungen auf andere Körperbereiche und Organe. Eine Zahnbehandlung kann durch den ärztlichen Eingriff helfen, die Erkrankung zu beheben, teilweise reicht aber auch eine sorgfältige Mundhygiene, denn durch eine gute Zahnpflege und Mundpflege sind Karies, Entzündungen vom Zahnfleisch und vom Zahnhalteapparat sowie Mundgeruch vermeidbar.

Speicheldrüsen im Mundraum

In Lippen, Wangen, und Gaumen gibt es viele kleine Drüsen, die den Speichel (Sekret) in die Mundhöhle abgeben.

Die Sekrete (Speichel) aller Drüsen im Mundraum enthalten Enzyme, die den Verdauungsvorgang einleiten. Während sich das Sekret der Ohrspeicheldrüsen gegenüber dem 2. oberen Mahlzahn entleert, entleert sich der Speichel der beiden anderen Drüsen hinter den unteren Schneidezähnen. Die ganze Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet. Die Schleimhaut enthält viele Drüsen, die einen feinen Schleim absondern. Im Bereich von Oberkiefer und Unterkiefer ist die Schleimhaut fest mit der Knochenhaut verwachsen und wird als Zahnfleisch bzw. Gingiva bezeichnet. Die Mundhöhle ist der Raum für die Zähle und dem Mundhöhlenvorhof (Mundvorhof), das den Raum zwischen den Wangen, Lippen und Zähnen bildet. Oben wird die Mundhöhle durch den harten und den weichen Gaumen begrenzt und unten durch die Unterseite der Zunge und die Mundbodenmuskulatur. Zahnstein der durch Einlagerung von Mineralien aus dem Speichel in die Plaque entsteht bezeichnet man im Mundraum als feste Auflagerungen auf dem Zahn, die man weder durch Spülen noch durch Zähneputzen entfernen kann. 
 


Mundvorhof bei Menschen

Der Mund als der oberste Teil vom Verdauungstrakt wird beim Mensch mit dem Mundvorhof als Mundhöhle bezeichnet.

Der Mundhöhlenraum als Raum innerhalb der Zahnreihen in der Zahnbogenform ist eine Körperhöhle beim Mensch, wozu die Weichteile gehören und als Mundvorhof wird der Raum zwischen den Lippen resp. Wangen und den Zähnen genannt, wo der Mundspalt die vordere Mundöffnung bildet, die von den beiden Lippen eingefasst ist. Der Mundvorhof wird vorne durch die Lippen, seitlich durch die Wange und innen durch die Zahnreihen mit den Alveolarfortsätzen begrenzt. Der seitliche Teil vom Mundvorhof wird auch als Schleimhauttasche bezeichnet. Zur Wangentasche gehört der ausserhalb der Zahnreihen gelegene Bereich bzw. zu den Wangen und Lippen zeigende Bereich der Mundhöhle. Nebst vielen kleinen Munddrüsen in der Mundschleimhaut als Auskleidung der Mundhöhle, sorgen die Ausführungsgänge der Ohrspeicheldrüse, Unterzungendrüse und Unterkieferspeicheldrüse die für die Speichelsekretion die in den Mundvorhof münden. Die Mundschleimhaut ist an den Zahnfortsätzen vom Unterkiefer (Mandibula) und Oberkiefer (Maxilla) mit der Knochenhaut fest verwachsen. Auf der Unterseite der Zunge liegt in der Mitte  das Zungenbändchen, welches die Zunge am Mundboden festhält. Die Zunge mimt ein Grossteil der Mundhöhle ein, wo die Zungenwurzel im hintere Teil der Zunge fest mit dem Mundboden verwachsen ist. Die Zunge besteht aus dem Zungenkörper und der Zungenspitze die jedoch frei beweglich ist.

Mundvorhof Vestibulum Mundhöhle Lippen

In der Zahnmedizin wird der Mundvorhof beim Zahnarzt auch als Wangentasche (Vestibulum oris) genannt. Der Mundvorhof ist ein Teil der Mundhöhle wo der seitliche Teil auch als Schleimhauttasche bezeichnet wird. In den Mundvorhof münden die Ausführungsgänge der Ohrspeicheldrüse und der Lippendrüsen und Wangendrüsen.

Mundvorhof als Teil der Mundhöhle

Der Mundvorhof (Vestibulum oris) ist der Raum zwischen den Lippen, Wangen und den Zahnreihen bzw. beim Zahnlosen Kiefer, den in die Mundhöhle ragenden Fortsätzen der Kieferknochen (Alveolarfortsatz).

Der Mundvorhof wird bei geöffnetem Mund zuerst als spaltförmiger Raum zwischen der Wangenschleimhaut und der Aussenfläche der Zähne sichtbar. Als Mundvorhof (Vestibulum oris) wird der Raum zwischen den Lippen resp. Wangen und den Zahnreihen in der Zahnbogenform bzw. beim Zahnlosen den in die Mundhöhle ragenden Fortsätzen der Kieferknochen (Alveolarfortsatz) bezeichnet. Mit "Vestibulär" wird die Zahnfläche bezeichnet, denn es ist eine Lagebezeichnung und bedeutet in der Mundhöhle, zur Lippe oder Wange hingewandt. Beim Vestibularbogen handelt es sich in der Kieferorthopädie um einen Drahtbogen, das ein anderer Ausdruck für Labialbogen ist. In den Mundvorhof münden die Ausführungsgänge der Ohrspeicheldrüse und der Lippendrüsen und Wangendrüsen. Die Mundschleimhaut bildet beim Mundvorhof eine tiefe Umschlagfalte im Bereich zwischen den Zähnen und den Lippen. Die auskleidende Mundschleimhaut ist im Bereich der Zähne fest mit dem Alveolarknochen verwachsen. Diese dem Knochen anhaftende Schleimhaut wird als Gingiva propria oder attached Gingiva bezeichnet. Die Gingiva propia als "Festsitzende Schleimhaut" geht zum Zahn hin in die freie marginale Gingiva bzw. bewegliches Zahnfleisch über. Zwischen den Zähnen befinden sich Zahnfleischpapillen. Die blassrosa erscheinende Gingiva propia bildet eine scharfe Grenzlinie zur dunkleren beweglichen Schleimhaut. Diese Grenze zur dunkleren beweglichen Schleimhaut wird Mukogingivalgrenze genannt. Die bewegliche Schleimhaut vom Alveolarfortsatz geht im Bereich der Umschlagfalte in die Lippenschleimhaut und Wangenschleimhaut über.  


Mundboden beim Mensch

Der Mundboden ist die untere Begrenzung der Mundhöhle.

Als Mundboden wird die Gesamtheit der Weichteile zwischen Unterkieferkörper und Zungenbein bezeichnet, das den Abschluss der Mundhöhle bildet. Auf der Zungenunterseite liegt in der Mitte  das Zungenbändchen, welches die Zunge durch die Zungenwurzel am Mundboden festhält und fest verwachsen ist. Das Zungenbein (Os hyoideum) befindet sich am Übergang vom Mundboden zum Hals. Das Fundament vom Mundboden wird von den Mundbodenmuskeln gebildet, der zwischen dem Unterkiefer und dem Zungenbein ausgespannt ist. Der Mundboden ist zur Mundhöhle hin mit Mundschleimhaut ausgekleidet, die aus einer bindegewebigen Eigenschicht mit Abwehrzellen besteht und von einem mehrschichtigen Plattenepithel bedeckt ist. Am Mundboden kann jedoch auch Mundbodenphlegmon als Entzündung am Mundboden (Mundbodenabszess) entstehen, so dass sich eine Eitergeschwulst oder ein Plattenepithelkarzinom als bösartiges Geschwulst, Krebs oder Tumor bilden kann. Bösartige Tumore am Mundboden beim Unterkiefer werden meist als Mundbodenphlegmone bezeichnet, das ein veralteter Sammelbegriff für Abszess und Phlegmone (Wundrose) in der Umgebung vom Unterkiefer verwendet. Das Plattenepithelkarzinom ist im Mund das häufigste vorkommende Karzinom. Den Mundboden bilden die Weichteile zwischen Unterkieferkörper und Zungenbein bzw. bilden den Abschluss der Mundhöhle. Der flächige, zwischen Unterkiefer und Zungenbein ausgespannte Muskel (Musculus mylohyoideus) bildet dabei den Unterbau vom Mundboden. Im vorderen Mundboden zieht das Zungenbändchen (Frenulum linguae) vom Unterkiefer zur Zunge. Rechts und links davon münden die Ausführungsgänge der unteren Speicheldrüsen und an ihrer Mündung unter der Zunge befindet sich jeweils eine kleine Erhebung, die als Caruncula sublingualis bezeichnet wird. Seitlich von dieser Erhebung liegt eine gleichnamige Schleimhautfalte im Mundboden, die Plica sublingualis.


Gaumen beim Mensch

Der Gaumen bildet den Boden der Nasenhöhle beim Mensch und ist gleichzeitig das Dach der Mundhöhle, wobei man den harten Gaumen vom weichen Gaumen unterscheidet.

Der Gaumen hat beim Essen und Trinken eine wichtige Funktion wie auch bei der Lautbildung beim Sprechen, denn mit seiner Hilfe werden Laute gebildet. Der Gaumen hat im Bereich der Zähne eine knöcherne Basis, während er im hinteren Anteil von Muskulatur gebildet wird. Der harte Gaumen ist von einer gut durchbluteten drüsenhaltigen Schleimhaut überzogen und enthält ein grosses Venengeflecht, das für die Durchblutung sorgt. Der Gaumen ist als Begrenzung der Kieferhöhle die Decke der Mundhöhle und vom Mundraum der Übergang zum Schlund.

Mund Rachen

An den Zähnen geht die Mundschleimhaut über in das empfindlich Zahnfleisch, denn das Zahnfleisch als Zahnhalsschutz ist Teil der Schleimhaut. Die Gaumenschleimhaut ist die Mundschleimhaut gemeint, welche die Mundhöhle auskleidet und aus einem mehrschichtigen Plattenepithel besteht, die teilweise verhornt oder auch unverhornt ist.

Harter Gaumen Palatum durum Weicher Gaumen Der harte Gaumen (palatum durum) besteht aus Fortsätzen vom Oberkieferknochen und bildet den vorderen Teil der Mundhöhle, der weiche Gaumen dagegen umschreibt den hinteren Drittel vom Gaumen, wo das Gaumenzäpfchen in der Mitte liegt. Zum Gaumen gehören nebst den verschiedenen Muskeln die Gaumensegel und das Gaumenzäpfchen. Die Gaumenmandel (Tonsilla palatina) ist ein paariges, mandelförmiges, lymphatisches Organ zwischen vorderem und hinterem Gaumenbogen, das zum Waldeyerschen Rachenring gehört. Akute Entzündungen der Gaumenmandeln, die sich im seitlichen hinteren Mund-Rachenbereich befinden, sind keine Seltenheit, die mit Beschwerden wie Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Fieber und Mattigkeit verbunden sind. Der Waldeyersche Ring bildet eine Abwehrbarriere für Keime, die durch die oberen Atemwege versuchen, in den Körper einzudringen. Der Gaumen ist nur wenig beweglich und hat eine kleine Platte, welche die Nasenhöhle von der Mundhöhle trennt. Der Gaumen ist im Oberkiefer nach innen vom Zahnbogen gelegen, die obere Begrenzung der Mundhöhle, welche die Nasenhöhle und Rachen voneinander trennt. Den eigentlichen harten Gaumen bilden die Gaumenplatten welche sich vom Oberkiefer aus in die Tiefe der Mundhöhle erstrecken und ergänzt werden durch die waagerechten Teile beider Oberkieferbeine und Gaumenbeine.

Der Übergang vom harten zum weichen Gaumen wird in der Regel erst bei Bewegung der Gaumenmuskulatur deutlich sichtbar.

Gaumen, eine Abgrenzung zur Nasenhöhle

Der Gaumen (Palatum) bildet das Dach der Mundhöhle und damit gleichzeitig die Abgrenzung zur Nasenhöhle.

Der eigentliche Gaumen ist der harte Gaumen, der von den Gaumenplatten gebildet wird, die sich vom Oberkiefer aus in die Tiefe der Mundhöhle erstrecken und aus den waagerechten Teilen beider Oberkiefer und Gaumenbeine, also aus vier durch Nähte miteinander verbundenen Knochenteilen, bestehen. Der Gaumen ist von einer gut durchbluteten drüsenhaltigen Schleimhaut überzogen. Die Gaumenschleimhaut geht vorn und seitlich in das Zahnfleisch über. Die Schleimhaut des Gaumens besitzt Querleisten bzw. Gaumenstaffeln.

Harter Gaumen (Palatum durum)

Die knöcherne Grundlage des harten Gaumens wird zum grössten Teil vom Gaumenfortsatz des Oberkiefers und nur im hinteren Bereich zusätzlich vom Gaumenbein gebildet.

Die dem Knochen fest anliegende, straffe Schleimhaut enthält zahlreiche Falten. In der Mitte verläuft eine Längsfalte, die Raphe palati. Hinter den mittleren Schneidezähnen geht diese Längsfalte in einen stärkeren Wulst über, die Papilla incisiva. Zur Seite hin ziehen mehrere leicht geschwundene Querfalten zu den Alveolarfortsätzen hin.

Weicher Gaumen (Palatum molle)

Der weiche Gaumen, auch Gaumensegel genannt, ist beweglich und besteht aus einer mit Schleimhaut überzogenen Muskelschicht, die beim Schlucken für eine Abdichtung der Mundhöhle zur Nasenhöhle sorgt.

Am Hinterrand des Gaumensegels befindet sich das Zäpfchen. Rechts und links vom Gaumensegel ziehen beidseits jeweils zwei Gaumenbögen nach unten. Zwischen den Gaumenbögen liegt auf jeder Seite eine Gaumenmandel. Der Übergang vom harten zum weichen Gaumen wird besonders deutlich, wenn man den Mund weit öffnet und Ah sagt. Man bezeichnet diese Grenzlinie zwischen hartem und weichem Gaumen deshalb auch als Ah- Linie. Diese Grenze wird jedoch noch besser sichtbar, wenn man bei geöffnetem Mund und geschlossener Nase versucht, durch die Nase auszuatmen. Man kann dann einen deutlichen Knick am Übergang vom unbeweglichen harten Gaumen zum beweglichen weichen Gaumen erkennen. Der Hinterrand von Oberkiefer- Totalprothesen (Vollprothesen) soll im Bereich der Ah- Line liegen.

Gaumenspalte

Der Gaumen trennt die Mundhöhle von der Nasenhöhle, wo vier Nähte die Knochenplatten miteinander verbinden.

Palatoschisis bzw. Uranoschisis ist die angeborene mittige Spaltung vom harten und weichen Gaumen, in unterschiedlichen Ausprägungsformen wie die vollständige und unvollständige Gaumenspalte, kann jedoch als Kombination von beiden auftreten. Patienten mit einer Gaumenspalte haben Probleme bei der Nahrungsaufnahme sowie Schluckstörungen und Sprachstörungen. Als Therapieform gilt der operative Verschluss, was beim Zahnarzt als Gaumenplastik bezeichnet wird. Lippen-Kiefer-Spalten gehören zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen. Am häufigsten sind einseitige Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten, gefolgt von reinen Gaumenspalten und den eher seltenen reinen Lippen-Kiefer-Spalten.

Begriffe zum Gaumen

Palatinal bedeutet zum Gaumen hin.
Gaumenfalten sind Querfalten der Gaumenschleimhaut.
Gaumenfortsatz ist ein Teil vom Oberkieferknochen, der den grössten Teil vom harten Gaumen bildet.
Tonsille ist ein zwischen den Gaumenbögen liegendes Organ, welches aus Lymphgewebe besteht.
Mandeln bzw. Tonsillen sind lymphatische Organe im Bereich von Mundhöhle und Rachen.
Gaumenspalte: Palatoschisis, Uranoschisis: angeborene Spaltung vom Gaumen.
Velumspalte bedeutet Gaumenspalte im weichen Gaumen. (Wolfsrachen)
Als Plica wird in der Medizin eine Falte wie die Schleimhautfalte am Gaumen bezeichnet.
Die Gaumenbogen sind Weichteilfalten, die vom seitlichen Rand vom Gaumensegel ausgehen.
Der Gaumensegel ist die mit Schleimhaut überzogene Fortsetzung vom harten Gaumen.

Der Gaumensegel befindet sich am Übergang von der Mundhöhle zur Rachenhöhle. Wenn man in der Zahnmedizin von Mandeln spricht, sind im Normalfall die Gaumenmandeln (Tonsilla palatina) gemeint, die paarig am hinteren Ende vom Gaumen zwischen den beiden Gaumenbögen liegen. Darüber hinaus gibt es jedoch weitere Mandeln, die in ihrer Gesamtheit als Waldeyer-Rachenring bezeichnet werden. Wolfsrachen (lat. Cheilognathopalatoschisis) ist ein veralteter Begriff für eine doppelseitige, angeborene Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (LKG-Spalten). Umgangssprachlich wird die Lippenspalte oft als "Hasenscharte" und die Gaumenspalte als Wolfsrachen bezeichnet.


Lippen beim Mensch

Die beweglichen Lippen (Labium Oris) als paariges Organ dichten beim Mensch an der Mundöffnung die Mundhöhle von der Aussenwelt ab.

Die Lippen sind aussen von der Gesichtshaut und innen von der Mundschleimhaut bedeckt und werden von einem ringförmigen Schliessmuskel gebildet. Am Übergang der Gesichtshaut zur Mundschleimhaut als Auskleidung der Mundhöhle, befindet sich das nur gering verhornte Lippenrot, dessen Farbe von den durchscheinenden Blutgefässen bestimmt wird. Die beweglichen Lippen bilden zusammen mit den Wangen (Bucca) die äussere Grenze vom Mundvorhof (Vestibulum oris). Die Lippen werten in Oberlippe (Labium superius) und den meist grösseren Unterlippe (Labium inferius) eingeteilt. In der Mitte der Oberlippe befindet der Amorbogen als Einbuchtung und die vertikale Vertiefung zwischen der Nase und dem Amorbogen wird als Philtrum bezeichnet, was von Mensch zu Mensch sehr der unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Der Mundvorhof (Vestibulum oris) ist ein Raum zwischen Lippen bzw. Wangen und den Zahnreihen in der Zahnbogenform.

Lippen Mund Gesichtshaut zur Mundschleimhaut

Eine dunkle Verfärbung des Blutes bei Sauerstoffmangel wird am Lippenrot deutlich sichtbar. Da die Lippenhaut gegenüber der übrigen Gesichtshaut keine Pigmentzellen enthält, kommt es bei den Lippen zu einer Rotfärbung, denn das Blut der Blutgefässe befinden sich direkt unter der Lippenhaut und kann stark durchscheinen.

Schöne Lippen sind nicht nur zum Küssen da

Die Lippen (Labia) werden von einem ringförmigen Schliessmuskel gebildet, der aussen von der Gesichtshaut und innen von der Mundschleimhaut bedeckt wird.

Schöne Lippen die anziehend und sexy wirken, können eine schöne Gesichtsästhetik erzeugen und zu einem sinnlichen Teil vom menschlichen Gesicht beitragen. Schöne Lippen sind mit weissen Zähnen und gesundem Zahnfleisch mit einem leichten Wellenprofil, das eine hellrosa Farbe aufweist, ist beim Mensch die Basis für ein strahlendes Lächeln, das zum Plaudern, Lachen und Küssen einlädt und auch die sexuelle Attraktivität steigern kann. Durch das gezielte Bewegen der Lippen kann die mimische Muskulatur anderen Menschen emotionale Ausdrücke vermitteln. Bei den Lippen unterscheidet man Oberlippe und Unterlippe, wobei die Unterlippe meist etwas grösser ist, doch die Lippenhaut beider Lippen sind sehr dünn bei Menschen, denn die Lippenhaut verfügt nur über drei bis fünf Zellschichten. Die Lippenhaut ist nicht behaart und verfügt nur vereinzelt über Talgdrüsen, jedoch keine Schweissdrüsen, sodass die Lippenhaut darum rasch austrocknen kann und spröde werden kann. Die Oberlippe und die Unterlippe haben eine Schleimhautfalte auf der den Innenseiten, das als Lippenbändchen bezeichnet wird und an das Zahnfleisch grenzt. Zwischen den Lippen befindet sich die Mundspalte und die Lippenschleimhaut geht im Bereich der Umschlagfalte in die Schleimhaut des Kiefers über. Im mittleren Bereich von Oberlippe und Unterlippe befindet sich jeweils ein Lippenbändchen, das zum Alveolarfortsatz zieht. Meist unterscheiden Kieferchirurgen und Kieferorthopäden kompetente Lippen von inkompetenten Lippen, denn die kompetenten Lippen versiegeln den Mund in entspannten Zustand und von inkompetenten Lippen spricht man, wenn Lippen im entspannten Zustand den Mund nicht vollständig oder gar nicht verschliessen.

Beim Mensch haben Lippen verschiedene Funktionen

Die Lippen als gepaartes Organ haben eine grosse Eigenbeweglichkeit und schirmen die Mundhöhle vor äusseren Einflüssen ab.

Die Lippen sorgen bereits beim Säugling für einen dichten Abschluss beim Stillen an der weiblichen Brustwarze. Im Mundwinkel ist die Oberlippe mit der Unterlippe als gepaartes Organ im Übergangsbereich zu den Wangen verbunden. Die Lippen senden auch ein eindeutiges Signal bei der Körpersprache (Gestik) und reagieren während des Denkens bei der zwischenmenschlichen Kommunikation mit dem Gesprächspartner, noch vor Gegenargumente ausgesprochen werden. Wer mit den Zähnen an der Oberlippe oder Unterlippe knabbert, sendet dem Gesprächspartner ein Signal aus, dass er etwas sagen möchte oder davor auch eine gewisse Angst, Ärger oder Erbitterung verspürt, was sich auch in der Nacht als Stressventil im Schlaf auswirken kann. Angst, Stress, Wut und Empörung kann sich durch Lippenpressen und Lippenbeissen zeigen, was der Zahnarzt als Bruxismus bezeichnet wie das Zahnreiben, Zähneknirschen, Zähnepressen, Zungenpressen, Zungendrücken und Zungenbeissen. Private Sorgen und beruflicher Stress können das Übel von Lippenpressen, Zungenpressen und Wangenbeissen auch in der Nacht auslösen, wo man von Schlafbruxismus spricht. Auf die Lippen beissen oder die Lippen zusammenpressen bedeutet, skeptisch oder unzufrieden mit der Situation zu sein. So können die Lippen dicht verschlossen werden, womit ein leichter Druck zwischen Oberlippe und Unterlippe entsteht. Lippen tragen viel zur Mimik und Gesichtsästhetik bei, können jedoch auch durch bestimmte Symptome auf eine spezielle Erkrankung hinweisen.

Labialis bedeutet Lippenlaut und Labial zur Lippe hin

In der Zahnmedizin dient "Labial" der Orientierung in Mundhöhle, was zur Lippe hin bedeutet und in der Phonetik beschreibt Labial einen Laut, an deren Artikulation primär die Lippen beteiligt sind.

Die weichen und wulstigen Lippen sind bei Menschen als Körperöffnung der Eingang zur Mundhöhle und sind sehr beweglich, da sie als Tastorgan bei der Nahrungsaufnahme dienen wie auch in der Phonetik am Lippenlaut (Labialis), an dessen Artikulation primär die Lippen beteiligt sind. Labial ist beim Zahnarzt eine Lagebezeichnung und bedeutet die Lippen betreffend wie beim Labialbogen als aktives Element ein speziell geformter Stahldraht gemeint ist, wenn Druck auf die Schneidezähne ausgeübt wird, damit die Zähne in eine richtige Zahnbogenform bewegt werden können. Der Labialbogen wird darum in der Kieferorthopädie auch als Vestibularbogen oder Aussenbogen bezeichnet. In der Zahnmedizin beschreibt Labial "lat. labia" zu den Lippen gehörig oder beschreibt die Zahnfläche, die zur Lippe hin gelegen ist. Labial (lat. labium Lippe) bedeutet lippenseitig im Frontzahnbereich (Frontzähne), das identisch ist mit Vestibulär, das eine Flächenbezeichnung der Zähne ist und bedeutet "zum Mundvorhof". In der Phonetik (Lautbildung) werden mit Hilfe der Lippen gebildete Konsonanten als L.-Laute bezeichnet, sodass "Labiales" Lippenlaute bedeutet. Bei labiodentaler Laute besteht der Kontakt zwischen Unterlippe und den Zähnen vom Oberkiefer, labio-labiale (bilabiale) Laute, an deren Bildung Oberlippe und Unterlippe beteiligt sind sowie apiko-labiale Laute. Dabei sind der Artikulator die Zungenspitze (Apex) und die Artikulationsstelle die Oberlippe.

Krankheiten und Verletzungen der Lippen

Die Lippe können Symptome einer Krankheit aufweisen oder ein Krankheitsherd sein.

Das Anschwellen der Lippen ist meist vorübergehend immer möglich, so durch unerwünschte Nebenwirkungen von Medikamenten oder durch Verletzungen, so auch durch das Zungenbeissen bzw. Wangenbeissen und nachts durch Kau-Attacken wegen Verdrossenheit, Angst, Ärger und Stress. Bei Nachtbruxismus kann die Wunden durch eine desinfiziert Salbe eine Heilwirkung bringen wie auch eine Zahnschiene aus Kunststoff zum Schutz. Die Lippen können bei Kälte oder bereits bei leichter Unterkühlung violette bis bläuliche Verfärbungen aufweisen, womit Lippen extrem empfindlich sind und bei Frost leicht spröde und rissig werden, so dass man bei Nässe und Kälte am besten Hautcremes auf Fettbasis benutzt. Erblich angeborene Fehlbildungen bei den Lippen als Entwicklungsstörung können unterschiedlich sein, so dass man von einer Lippenspalte, Kieferspalte, Gaumenspalte, Lippenkieferspalte oder Lippen-Kiefer-Gaumen-Segelspalte spricht. Bei den Lippenkrankheiten ist die Viruserkrankung "Lippenherpes" (Herpes labialis), wo sich schmerzhafte Bläschen an den Lippen bilden, keine Seltenheit. Doch können sich auch Karzinome (Krebsgeschwulste) an den Lippe bilden.


Backen als Teil vom Gesicht sind Wangen

Die Wange (Bucca) wird wie die Lippe von einer mittleren Muskelschicht gebildet, die innen von Mundschleimhaut und aussen von Gesichtshaut bedeckt ist.

Beim Mensch befinden sich die Wangen bzw. Backen mit den Backenmuskeln (Musculus buccinator) im Gesicht unter den Augenhöhlen und werden zwischen Jochbein (Wangenbein) und Unterkiefer nach hinten durch die Ohren begrenzt und nach vorne durch Nase und Kinn. Das Jochbein ist als Wangenknochen ein Backenknochen (Os zygomaticum), der am seitlichen Gesichtsschädel angebracht ist und ein Teil vom Auge umgibt. Der Backenmuskeln (Musculus buccinator) der Wangen sind eine muskulöse Grundlage für eine schöne Gesichtsästhetik.

Wangen bzw. Backen beim Mensch

Die Lippen bilden mit den Wangen den Eingang zur Nahrungsaufnahme zur Mundhöhle, wie auch den Ausgang zum Ausspucken. Wangen und Lippen bilden mit ihrer Beweglichkeit eine Einheit, damit Nahrung aufgenommene werden kann. Auch die Flüssigkeiten können zwischen den Zahnreihen in die Mundhöhle weiterbefördert werden, denn die Lippen können für einen dichten Abschluss sorgen. Die Lippen bilden zusammen mit den Wangen die äussere Grenze vom Mundvorhof (Vestibulum oris). Zwischen äusserer Haut und Muskulatur befindet sich bei den Wangen ein Fettpolster.

Von der Wangenschleimhaut ziehen vereinzelte Wangenbänder zum Alveolarfortsatz. Diese Schleimhautbänder können bei zahnlosen Patienten den Sitz einer Vollprothese als herausnehmbarer Zahnersatz beeinträchtigen. Gegenüber von den zweiten oberen Molaren mündet der Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis) in der Wange. Man kann ihn leicht an einer kleinen Erhebung (Papille) erkennen.

Entzündungen an der Wange

Die Ursachen für Entzündungen an der Wange können sehr unterschiedlich sein, denn nach innen ist sie durch den Mundraum begrenzt, wo sie mit Mundschleimhaut und zahlreichen Speicheldrüsen ausgekleidet ist.

Die Wange ist aus der äusserer Haut, der Wangenmuskulatur, der Mundschleimhaut wie auch dem Bindegewebe und Fettgewebe zusammengesetzt. Nicht selten können es Entzündungsherde im inneren der Zähne (Zahnentzündungen) sein, wo man im Volksmund von einem Eiterzahn spricht, das der Auslöser für Wangenschmerzen ist, sodass eine "dicke Backe" im Bereich vom entzündeten Gewebe entsteht, bedingt durch die Wassereinlagerung. Die dicke Backe ist eine Anschwellung der Wange als Folge von entzündlichen Prozessen in der Mundhöhle, da eine angeregte und verstärkte Durchblutung, ähnlich einer Verstauchung erfolgt, wenn die Nervenstränge in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei einer Zahnmarkentzündung mit Zahnschmerzen spricht der Zahnarzt von Pulpitis oder einem Abszess, das eine umschriebene Entzündung ist, bei der sich Eiter vom umliegenden Gewebe abkapselt. Wangenschmerzen können akute oder chronische Schmerzen im Gesicht unterhalb der Augenhöhle sein, die zwischen dem Jochbein und dem Unterkiefer plötzlich punktuell oder flächig auftreten können. Die Entzündungen im Mundraum durch Bakterien, Viren und Pilzen sind häufig und meist sehr schmerzhaft, jedoch in den meisten Fällen ungefährlich. Die Ursachen für die Schmerzen an der Wange können sehr vielfältig sein, so sind es Entzündungen oder Reizungen der Gesichtsnerven, was der Zahnarzt als Neuralgie bezeichnet. Im Gesichtsbereich können Trigeminusneuralgien auftreten, bei der die Schmerzen vom Trigeminusnerv als fünfter Hirnnerv ausgehen wie auch bei Clusterkopfschmerzen als atypische Zahnschmerzen. Der Trigeminusnerv im Gesicht verläuft in drei Hauptästen und kann sehr heftige Schmerzen verursachen, da meist die Kaumuskulatur und das Kiefergelenk betroffen sind. Bei Clusterkopfschmerzen kann der Schmerz in rascher Reihenfolge vom Kiefer oder einem Zahn ausgehend zum Aug, Stirn und wieder zurück in einer Gesichtshälfte wechseln. Diese Schmerzen bei den Gesichtsnerven zählen zu den zu den heftigsten Schmerzen, wo die Wangenmuskulatur mitbetroffen ist.

Entzündung im Backenbereich vom Mund

Als Erreger von Entzündungen im Mundraum kommen Bakterien, Viren wie auch Pilze in Betracht.

Auf der Innenseite der Wange ausgehend, haben Entzündungen den Ursprung von der Backenschleimhaut, den Speicheldrüsen oder Entzündungen entstehen im Zahnapparat. Zahnentzündungen, Zahnwurzelentzündungen oder Entzündungen im Zahnhalteapparat können sich ausbreiten und Schwellung an der Wange verursachen. Im Mundraum stellen Entzündungen keine einheitliche Erkrankung dar, denn nebst bakteriellen spezifischen Infekten kann eine geschädigte Mundschleimhaut eine Entzündung auslösen. Eine Stomatitis kann auch als Nebenwirkung von Arzneimitteln, bei Vitaminmangel wie auch als Folge von systemischen Erkrankungen oder durch physikalische Irritationen und allergischen oder toxischen Reaktionen erfolgen. Der Speichel hat normalerweise genügend Abwehrstoffe, um Bakterien und Viren bekämpfen zu können, doch wenn die Immunabwehr geschwächt ist kann sich die Schleimhaut entzünden. Auch eine ungenügende Pflegen der Mundhöhle kann eine Schleimhautentzündung auslösen oder durch eine Zahnprothese verursacht sein (Prothesenstomatitis), denn die Bakterien sind bereits im Mund vorhandenen. Nebst Schmerzen und unangenehmen Brennen im Mundraum kann eine Entzündung auch Mundgeruch verursachen. Eine Speicheldrüsenentzündung kann plötzlich akut und chronisch auftreten, so dass einseitige Schmerzen und Schwellungen im Mund bei der Munddrüse entstehen, so dass die Drüse durch die Entzündung hart und druckempfindlich ist. Die darüberliegende Wangenhaut kann stark erwärmt und gerötet sein und wenn mehr Speichel besonders beim Essen und Kauen produziert wird, erhöhen sich die Schmerzen, da durch die Entzündung kein Speichel aus der Drüse abfliessen kann.

Äusserliche Entzündungen im Backenbereich

Bei der Wange können Entzündungen durch Bakterien von der Haut an der Aussenseite ausgehen, wo sich schmerzhafte Rötungen entwickeln.

Im Bereich der Wange können auch Viren entzündliche Veränderungen bewirken, so kann das Herpes Virus wie auch der Varizella-Zoster-Virus Hautläsionen auslösen und für eine schmerzhafte Entzündung der Ausgangspunkt sein. Auch das sogenannte Erysipel als örtlich begrenzte bakterielle Entzündung der Haut kann im Wangenbereich und Nasenbereich mit Rötung, Schwellung und Überwärmung auftreten, was vielfach auch Symptome wie Frösteln, Fieber und Mattigkeit verursacht. Bei schweren Entzündungen der Nasennebenhöhlen durch Erkältungen oder Grippe kann eine Entzündungen sich auf die Wange auswirken und sich auf die Wangenhaut ausdehnt.


Funktion der Mundhöhle beim Mensch

Die Mundhöhle als Höhlenraum wird hauptsächlich durch die Zunge ausgefüllt.

Der Mundraum mit den ringförmigen Schliessmuskeln der roten Lippen dient verschiedenen Zwecken, denn es ist der Eingang zur Nahrungsaufnahme und ist als "Kopfdarm" der Beginn vom Verdauungstrakt. Die Mundhöhle beginnt mit der Mundspalte und geht zunächst über in den Mundvorhof, der zwischen der Wangenschleimhaut der Backen und der Aussenfläche der Zähne sichtbar ist und geht hinten in den Höhlenschlund über. Der Mundhöhlenraum besteht aus der Mundhöhle (Cavum oris) und dem Mundhöhlenvorhof, das den Mundraum zwischen den Wangen, Lippen und Zähnen bildet. Die Mundhöhle wird an den Seiten begrenzt durch die Zähne, nach oben durch den Gaumen und nach unten durch die Mundbodenmuskulatur, wo die Zunge als Muskelkörper von unten in die Mundhöhle ragt. Die hintere Grenze der Mundhöhlen bildet der Rachenraum. Der Mundhöhlenraum dient mit den Zähnen im Gebiss der Mundhöhle, der Aufnahme und Vorbereitung der Nahrung für die weitere Verdauung im Magen- Darm- Trakt.

Funktion der Mundhöhle Verdauungssystem 

Vorne wird die Mundhöhle von den Lippen, seitlich von den Wangen, unten von Zuge und Mundboden und oben vom Gaumen begrenzt.

Mundhöhle gehört zum Verdauungssystem

Die Mundhöhle stellt den ersten Abschnitt des Verdauungssystems dar.

Die Mundhöhle dient der Nahrungszerkleinerung und Nahrungsverdauung, wobei die Zähne, die einen Bissen festhalten, zerteilen und zermahlen können, in der Mundhöhle eine grosse Bedeutung haben. Die Lippen können mit ihrer feinen Empfindungsfähigkeit, Konsistenz und Temperatur einer Speise zu prüfen. Die Zunge ist nebst Mundschleimhaut, Rachens und des Kehldeckels besonders stark von Geschmacksknospen, den Geschmacksrezeptoren für süss, salzig, sauer und bitter, bedeckt. Die Geschmacksknospen machen zusammen mit dem Geruchssinn  unseren Geschmackssinn aus. Zwei Drittel vom vorderen Gaumen sind mit Schleimhaut ausgekleidet, was als harter Gaumen bezeichnet wird, der aus miteinander verbundenen Knochen vom Oberkiefers und dem Gaumenbein besteht. Die Schleimhaut bietet einen Schutz vor Verletzungen und wird von mehreren Gaumenkämmen durchzogen, damit die von den Mahlzähnen (Backenzähne) zerkaute Nahrung mit der Zunge zerdrückt werden kann. Nach hinten geht der Mund im Bereich der Gaumenbögen in den mittleren Rachenabschnitt über. Die Mundhöhle ist von einer Schleimhaut (Mukosa) ausgekleidet, die aus einem mehrschichtigen Plattenepithel besteht. Durch Drüsenabsonderungen wird diese Schleimhaut feucht gehalten. An Stellen mit besonders starker mechanischer Beanspruchung, vor allem im Bereich der Gingiva (Zahnfleisch), ist die Schleimhaut verhornt. Gesundes Zahnfleisch mit schönem Zahnfleischverlauf weist eine hellrosa Farbe auf und umschliesst den Zahn als Zahnhalsschutz mit einem leichten Wellenprofil und schützt damit die Zahnwurzel und den Kieferknochen vor schädlichen Mundbakterien.

Die Mundhöhle hat eine vielfältige Funktion

Die Mundhöhle dient als Beginn des Verdauungstraktes (Kopfdarm) und zur Nahrungsaufnahme, denn das Verdauungssystem beginnt mit dem Mund.

 Der Mund dient nicht nur der Nahrungsaufnahme und der Vorverdauung, denn beim Mensch ist der Mund mit schönen Lippen und weissen Zähnen ein Anziehungspunkt, was mit einem schönen Lächeln für Sympathie sorgen kann. Der Mund mit den roten Lippen und schönen weissen Zähnen, die mit einer schönen Zahnfleischfarbe umgeben sind, ergeben beim Mensch eine schöne Gesichtsästhetik. Die Zahn-Ästhetik wird hauptsächlich durch einen schönen Zahnfleischverlauf bestimmt. Die Mundhöhle dient auch der Lautbildung und damit der Sprache. Die sie begrenzenden Wangen mit ihrer Muskulatur spielen eine wichtige Rolle bei der Mimik und damit der Kommunikation.


Funktion Mundspeichel

Der Mundspeichel des Menschen befeuchtet die Mundhöhle, was das Schlucken, Sprechen und Schmecken ermöglicht.

Der Speichel im Mund sorgt für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung und sorgt für ein erleichtertes Schlucken, beeinflusst aber auch das Riechen.

Der Speichel sorgt mit dem Speichelfluss auch für die Physiologische Selbstreinigung bzw. Mundhygiene.

Speichelfunktion Speichel Säuren neutralisieren

Physiologische Selbstreinigung ist die antiseptische (desinfizierende) Wirkung des Speichels die Zunge und Zähne reinigt und dem Kariesrisiko entgegenwirkt.

Speichel bildet mit seinen antiviralen und antibakteriellen Faktoren die erste Barriere im Mund gegenüber Krankheitserregern.

Speichel ist für das Gebiss wichtig, denn ohne Speichel würden die Zähne des Menschen innerhalb weniger Wochen vollständig erodieren.

Speichel kann Säuren neutralisieren

Dünnflüssiger Speichel kann im Mund befindliche Säure neutralisieren und so das Kariesrisiko vermindern.

Diese Wirkung wird auch als Pufferung von Säuren bezeichnet. Die Säuren können dabei aus der Nahrung stammen oder als Stoffwechselprodukt beim Abbau von Zucker durch Bakterien entstehen. Die Pufferkapazität ist bei den Zahnpatienten unterschiedlich, d.h. bei einigen Patienten kann der Speichel mehr Säure neutralisieren als bei anderen. Diese individuelle Pufferkapazität kann man messen. Dazu erfolgt eine Bestimmung des pH-Wertes, der ein Mass für den Säuregrad ist.

Mundspeichel

Für die Produktion des Speichels sind die kleinen und grossen Mundspeicheldrüsen verantwortlich.

Mundspeichel Speichelfunktion Speicheldrüsen

Mundspeichel ist eine komplex zusammengesetzte Flüssigkeit, die neben 99% Wasser eine Vielzahl von organischen und anorganischen Verbindungen enthält.

Der Hauptanteil an Speichel wird dabei von den drei grossen, paarig angeordneten Speicheldrüsen, der Ohrspeicheldrüse, der Unterkieferspeicheldrüse und Unterzungenspeicheldrüse abgesondert.

Beim Erwachsenen werden täglich 0,5- 1,5 Liter Speichel gebildet. Speichel enthält ca. 99% Wasser und Salze, bestehend aus Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphat, Chlorid und Fluorid sowie dem Eiweiss, abgeschilferte Epithelzellen, Blutzellen und Bakterien. Speichel erfüllt eine Vielzahl von Aufgaben wie das Anfeuchten der Mundhöhle, Spülfunktion der Zähne, Lösen von Geschmackstoffen, Gleitfähig machen der Nahrung, Pufferung von Säuren bzw. die Neutralisation, Remineralisation der Zähne sowie die antibakterielle Wirkung und beginn der Kohlenhydratverdauung. Zunächst feuchtet Speichel mit seinem hohen Wasseranteil die Mundhöhle an. Dabei hat der Speichel eine reinigende, leicht antibakterielle Spülwirkung und kann gleichzeitig auch Geschmacksstoffe aus der Nahrung lösen. Schleimstoffe (Muzine) im Speichel machen die Nahrung gleitfähig für den Schluckvorgang, das Enzym alpha- Amylase (= Ptyalin) leitet die Kohlenhydratverdauung ein.

Speichel für die Zahnreinigung

Für die Zähne hat Speichel betreffend Spülfunktion eine grosse Bedeutung, zwar kann Speichel den Zahnbelag (Plaque) nicht auflösen, aber die Zuckerkonzentration und Säurekonzentration auf der Zahnoberfläche durch Spülwirkung verringern.

Der Speichelfluss wird durch Kauen sowie Reizung der Geschmacksrezeptoren bzw. Sinnesnerven angeregt. Die Speichelflussmenge wird somit durch den Kauvorgang individuell bestimmt. Mit zunehmender Dicke vom Zahnbelag nimmt die Spülwirkung ab.

Remineralisation

Die im Zahnschmelz vorhandenen Bestandteile Kalzium, Phosphat und Fluorid können mit dem Speichel in Lösung gehen.

Dies kann zu einer Entkalkung bzw. Demineralisation der Zahnoberfläche führen. Andererseits können Kalzium, Phosphat und Fluorid aus dem Speichel in den Schmelz eingebaut werden und so eine Remineralisation von Entkalkungen im Anfangsstadium ermöglichen. Die Remineralisation wird dabei durch Fluoridzusatz und sorgfältige Plaqueentfernung deutlich beschleunigt.

Zwischen dem Speichel und der Zahnoberfläche findet somit ein ständiger Austausch von Kalzium, Phosphat und Fluorid statt, den man im Rahmen von Prophylaxemassnahmen und Behandlungsmassnahmen nutzen kann.

Speichel für Zahnreinigung Remineralisation Zahn

Die auf den Zähnen befindliche Plaque kann durch die Speichelbestandteile verkalken, wodurch Zahnstein entsteht.

Zahnstein setzt sich dabei im Wesentlichen aus Kalziumphosphat zusammen, das mit Geweberesten und Mikroorganismen vermischt ist.

Zahnsteinablagerungen findet man daher vor allem im Bereich der Ausführungsgänge der Speicheldrüsen an den Lingualflächen der unteren Frontzähnen und Bukkalflächen der oberen Molaren. Speichel hat eine Schutzwirkung vor Kariesbildung, doch die Kariesentstehung wird begünstigt durch eine verminderte Speichelmenge, zähen, mukösen bzw. Schleimigen Speichel, Mangel an Kalksalzen im Speichel und verminderter neutralisierender Wirkung des Speichels.

Mundflora

Die Zusammensetzung der Mundflora, also der im Mund vorkommenden Bakterien ist bei jedem Mensch sehr verschieden.

Besteht ein hoher Anteil an Kariesbakterien wie Streptococcus mutans und Laktobazillen, so ist das Kariesrisiko erhöht, denn die Bakterien können durch mikrobiologische Speicheltests nachgewiesen werden. Dabei können sowohl Art als auch Anzahl der Bakterien bestimmt werden.

Mundatmung

Die Mundatmung ist häufig Folge einer erschwerten oder behinderten Nasenatmung.

Ein unzureichender Lippenschluss, ein offener Mund in den Nachtstunden oder einfach nur eine schlechte Angewohnheit können die Ursache sein. Durch diese Fehlfunktion können Kieferfehlbildungen entstehen. Weiterhin kommt es bei Mundatmung durch den ständigen Luftstrom zu einer andauernden Austrocknung der Mundhöhle, wodurch der Speichel seine Kariesschützende Wirkung nicht mehr entfalten kann.


Mineralienspeicher für Zähne

Karies entsteht, wenn die Zahnoberfläche von den Säuren angegriffen und entmineralisiert wird.

Speichel Mineralienspeicher Härtung Zahnschmelz

Der Speichel enthält alle Mineralsalze, die der Zahnschmelz zur Härtung und den Erhalt der Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht.

Der Speichel ist ein Mineralienspeicher, ein natürliches Schutzsystem des menschlichen Körpers das für die Gesundheit der Zähne sehr wichtig ist.

Nach der Nahrungsaufnahme bauen Bakterien den in der Nahrung enthaltenen Zucker zu Säure um. Speichel neutralisiert Säuren, die von Zahnschädigenden Bakterien gebildet werden und den Zahnschmelz angreifen. Speichel vernichtet auch einen Teil der Krankheitserreger wie Bakterien und Kleinpilze, die in die Mundhöhle gelangen. Der Speichel enthält unter verschiedenem mineralische Bestandteile natürlicher Art, um diese Säuren zu verdünnen und abzubauen. Speichel fördert zusätzlich in den Zahnschmelz auch den Wiedereinbau (Remineralisation) Zahnhärtender Mineralien und wirkt somit der Entstehung von Zahn-Karies entgegen.


Kauen stimuliert Speichelfluss

Der Speichelfluss kann durch Kauen von Kaugummis angeregt werden.

Kauen stimuliert Speichelfluss Kaugummis Zähne

Kauen von speziellen Kaugummis mit dem Zuckeraustauschstoff Xylitol nach den Mahlzeiten produziert mehr Speichel und kann dadurch die Remineralisation des Schmelzes fördern und damit einer Karies vorbeugen.

Kauen stimuliert den Speichelfluss, das ganz normal während der Nahrungsaufnahme geschieht.

Kaugummis können auch als "Zahnbürstenersatz für Unterwegs" benutzt werden. Durch regelmässiges Kauen von zuckerfreiem Kaugummi produziert man mehr Speichel und der Plaque-PH reagiert damit nicht sehr stark auf den Zucker. Die Zahnreinigung wird aber durch den Zahnpflege-Kaugummi nicht ersetzt. Durch die angeregte Speichelbildung erfolgt nur ein erster Schritt für die Selbstreinigung der Mundhöhle. Zahnpflege-Kaugummis sind eine wertvolle Ergänzung zur Mundhygiene, besonders wenn man unterwegs keine Gelegenheit zu klassischen Mundhygiene hat. Für die Zahnprophylaxe zwischendurch bieten sich Zahnpflegebonbons und zuckerfreie Kaugummis an.  Beim Kauen und Sprechen sowie durch die dem Brechakt vorausgehenden heftigen Bewegungen der Mundmuskeln und Schlundmuskeln wird die Speichelabsonderung vermehrt. Die in 24 Stunden abgesonderte Menge des Speichels wird auf 1,5 kg geschätzt (erwachsenen Menschen).


Speicheldrüsen beim Mensch

Der Speichel ist ein natürliches Schutzsystem des menschlichen Körpers und ist sehr wichtig, denn Speichel ist für die Neutralisation von Säuren nach dem Essen oder Trinken zuständig und auch für die Remineralisation des Zahnschmelzes durch die enthaltenen Mineralien.

Speicheldrüsen anregen Kauen Kaugummi Zähne

Speicheldrüsen werden durch das Kauen von Kaugummi angeregt.

Speichel ist eines der wichtigsten natürlichen Schutzsysteme des menschlichen Körpers

Der Speichel enthält sämtliche Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt seiner Widerstandskraft gegenüber Säure braucht. Durch Kaugummikauen kann der Speichelfluss verstärkt werden. Dieses erhöhte Speichelflussvolumen enthält auch eine besonders hohe Konzentration an Mineralien und verfügt damit über eine noch höhere Neutralisierungskapazität. Medikamente wie Psychopharmaka und bestimmte blutdrucksenkende Mittel hemmen den Speichelfluss. Wenn die Speichelbildung vermindert ist, spricht man von "Xerostomie" und bei vermehrter Speichelbildung von "Ptyalismus".

Der Speichelfluss ist die Absonderung von Speichel aus den Speicheldrüsen.

Speicheldrüsen unterscheidet man zwischen den kleinen Lippendrüsen und den paarigen grossen Speicheldrüsen.

Kleinen Lippendrüsen sind die Speicheldrüsen der Wangenschleimhaut, Speicheldrüsen der Zunge und die kleinen Speicheldrüsen des harten und weichen Gaumens.

Zu den grossen Speicheldrüsen gehören die Ohrspeicheldrüsen, Unterkieferspeicheldrüsen und Unterzungendrüsen.


Aufgaben vom Speichel

Die Funktion vom Speichel im Mund hat für die Zähne eine wichtige Spülfunktion.

Funktion Mundspeichel Spülfunktion für Zähne

Als Sekretion wird die Abgabe von Mundspeichel durch Drüsen oder drüsenähnlichen Zellen bezeichnet. Die Sekretion des serösen Mundspeichels wird durch parasympathische Aktivität und die Sekretion des muzinösen Mundspeichels durch Aktivität des sympathischen Nervensystems angeregt.

Der Speichel hat eine Speichel-Multifunktion und erfüllt viele Aufgaben.

Der Speichel hält die Mundhöhle feucht und sie schützt die Schleimhäute vor dem Austrocknen.

Aufgaben Speichel, Speichelfunktion Zähne

Der Speichel verflüssigt die von den Zähnen zerkleinerte Nahrung, was den Transport zur Speiseröhre und das Schlucken erleichtert und die im Speichel enthaltenen Enzyme tragen zur Nahrungsverdauung bei.

In der Mundhöhle findet man ein Gemisch von verschiedenen Speichelarten, denn die kleinen Drüsen bilden eher mukösen Speichel und die grossen Drüsen wie die Unterzungenspeicheldrüse, Unterkieferspeicheldrüse und Ohrspeicheldrüse einen eher serösen Speichel. Neben Elektrolyten und Enzymen enthält der Speichel auch Immunglobuline (Antikörper), das zur Abwehr von Krankheitserregern in der Mundhöhle dient.

Speichel erfüllt viele Aufgaben und fungiert:

Antibakteriell
Pufferung
Antiviral
Fungizid
Gewebeschutz
Gleitmittel
Mineralisation
Verdauung

Speichel entsteht an der Luft

Der Speichel ist in den Speicheldrüsen bzw. in deren Ausführungsgängen nicht enthalten, denn er entsteht erst aus einer von den Speicheldrüsen gelieferten Substanz bei Zutritt der Luft.

Die Speichelabsonderung erfolgt nur, wenn die an die Speicheldrüsen tretenden Fasern des Nervs direkt oder reflektorisch gereizt werden. Die Speichelsekretion ist unterschiedlich und schwankt stark im Tagesverlauf. Die Speichelsekretion ist am höchsten bei der Nahrungsaufnahme oder beim Kauen von Kaugummi. Speichel wird auch in der Nacht produziert, denn ein Versiegen des Speichelflusses hätte unangenehme Folgen. Da die Ausführungsgänge der Speicheldrüsen in der dicht bakterienbesiedelten Mundhöhle enden, kann nur ein kontinuierlicher Speichelfluss das Eindringen der Keime in die Drüsen verhindern.


Speichel - PH-Wert

Saures Aufstossen ist meist die Folge eines ungenügenden Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen.

Mundspeichel PH-Wert neutral oder basisch Zahn

Häufige Ursachen für eine Übersäuerung sind falsche Ernährungsgewohnheiten oder auch anatomische Fehlanlagen, die Magensäure zu einem Rückfluss vom Magen in die Speiseröhre führen.

Beim Speichel liegt ein normaler pH-Wert bei 7 bis 7,1, was einem neutralen oder leicht basisches Milieu entspricht.

Der Speichel kann mit diesem Wert seine wichtigsten Funktionen, die Remineralisierung des Schmelzes nach ernährungsbedingten Säureattacken sowie die Verdauung der Kohlenhydrate optimal ausführen. Der Speichel reagiert alkalisch und enthält durchschnittlich 0,5 %  feste Bestandteile. Wenn der Speichel zu sauer ist bzw. eine Übersäuerung vorhanden ist, sind diese Funktionen nicht immer gewährleistet was Auswirkungen auf den Zustand vom Zahnfleisch hat. Entzündungsbereitschaft und Schmerzanfälligkeit sind bei Übersäuerung des Speichels erhöht und die Wundheilungstendenz im Mund wird damit verschlechtert. Der saure Magensaft greift den Zahnschmelz an sodass Karies durch Magensäure entsteht und gleichzeitig das Zahnfleisch reizt. Auch wenn die Zähne eine grosse Härte aufweisen, reagieren sie sehr empfindlich auf Säureeinwirkung, denn Säure löst Mineralien aus der Zahnoberfläche und macht die Zahnoberfläche weicher, sodass ein Abbau von Zahnschmelz erfolgen kann was als Zahnerosion oder Säureerosion bezeichnet wird.


Speichelstein beim Mensch

Grund für die Entstehung eines Speichelsteins ist eine veränderte Zusammensetzung des Speichels, der ein Verklumpen der festen Bestandteile und Salze fördert.

Speichelsteine Unterkieferspeicheldrüse Speichel

Bis vor wenigen Jahren mussten viele Patienten bei der Diagnose "Speichelstein" operiert werden, wobei die Speicheldrüse ganz entfernt wurde.

Speichelsteine entstehen vielfach in der in der Unterkieferspeicheldrüse wo sich Salze im eingedickten Speichel lagern und sich zu kristallinen Strukturieren und sich vor den Ausführungsgang der Drüse verlegen.

Das Entfernen der betroffenen Speicheldrüse ist mit  Risiko verbunden, denn benachbarte Strukturen wie die Gesichtsnerven liegen sehr nahe und können bei der Operation verletzt werden. Darum haben die Schonung der Gesichtsnerven und deren nebenwirkungsarme höchste Priorität. Verletzungen der Gesichtsnerven bzw. Operationsrisiken werden mit der Stosswellenlithotripsie vermieden. Bei grösseren Speichelsteinen der Ohrspeichelkieferdrüsen sowie Unterkieferdrüsen und den Gangabschnitten ist die drüsenerhaltende, sonografisch kontrollierte Extrakorporale Stosswellenlithotripsie eine gute Wahl. Die Steindesintegration werden die Speichelsteinbruchstücke als sandartiges Material mit Hilfe medikamentöser Speichelflussanreger über den natürlichen Drüsenausführungsgang ausgeschieden.


Mundtrockenheit

Jeder Mensch kennt das Gefühl von einem trockener Mund, was im Normalfall bei langem Sprechen auftritt, doch eine Mundtrockenheit tritt auch dann auf, wenn man aufgeregt ist.

Die Ursache für die Speichelflussreduktion und damit verbundener Mundtrockenheit liegt vielfach in Nebenwirkungen von Medikamenten, denn es gibt mehr als 400 hemmende Medikamente auf dem Markt, die den Speichelfluss hemmen oder fast ganz verhindern.

Mundtrockenheit Speichelfluss trockener Mund

Eine vorübergehende Mundtrockenheit kann durch Stress entstehen.

Ein trockener Mund verursacht durch geringen Speichelfluss ist sehr unangenehm, denn durch die Mundtrockenheit entstehen Probleme beim Sprechen.

Wenn durch Stress der Mund trocken wird, ist das eine vorübergehende Mundtrockenheit, vielfach liegt aber die Ursache für die Mundtrockenheit in der Reduktion vom Speichelfluss als Nebenwirkungen von Medikamenten. Die Speichelproduktion kann auch durch Autoimmunkrankheiten oder Rauchen beeinträchtigt sein.

Mundtrockenheit im Alter

Mit zunehmendem Alter verschärft sich das Problem der Mundtrockenheit, vielfach aber auch durch vermehrte Einnahme von Medikamenten, was zu vermehrten Erkrankungen wie Karies und Zahnfleischentzündung führt.

Mundtrockenheit Alter Medikamente Speichelfluss

Ungenügende Einnahme von Getränken erzeugt Mundtrockenheit und wird durch die natürliche Alterung der Speicheldrüsen zusätzlich verstärkt, welche weniger Speichel produzieren.

Mundtrockenheit durch Nebenwirkung von Medikamenten für Herzkreislauf (hoher Blutdruck, Betablocker), Medikamente gegen Depression oder gegen Parkinson sind im Alter sehr häufig.

Auch Medikamente gegen Asthma oder Schlafmittel, Bestrahlungstherapien im Bereich der Speicheldrüsen oder Chirurgische Eingriffe im Bereich der Speicheldrüse können Mundtrockenheit auslösen.

Mundtrockenheit hat Folgen

Schlucken oder ein gestörter Geschmacksinn sind vielfach Folgen von der Mundtrockenheit wie auch erschwertes Kauen.

Durch die Mundtrockenheit können verstärkte Blutungsneigung, schmerzhafte Stellen an der Mundschleimhaut, Zungenbrennen und Mundbrennen oder auch eine schlechte Haftung der Zahnprothese (ohne Speichel), verbunden mit Schmerzen entstehen, denn bei Prothesen können Brennen auf der darunter liegenden Schleimhaut stark störend wirken.

Mundtrockenheit Speichelfluss Zähne Prothese

Der Prothesenhalt wird durch die Mundtrockenheit durch ungenügende Speichelmenge immer in Leidenschaft gezogen sodass der Prothesenhalt verbessert werden muss.

Erkrankungen der Speicheldrüsen wie Sjögren-Syndrom oder Begleiterscheinungen bei bestimmten Krankheiten (Diabetes, Morbus Parkinson, Depression), Schlafen mit geöffnetem Mund, Tumor in der Mundhöhle etc. lassen eine Mundtrockenheit in Erscheinung treten.

Eine Mundtrockenheit kann als Begleiterscheinung von Erkrankungen auftreten, aber auch durch Medikamente wie blutdrucksenkende Mittel und Psychopharmaka hervorgerufen werden. Wenn zu wenig Speichel vorhanden ist, werden aggressive Säuren im Mund nicht neutralisiert, so dass Zahnkaries rasch zunimmt. Zuckerfreie Kaugummis regen den Speichelfluss an und fördern somit die Zahngesundheit und damit auch die Mundhygiene.

Xerostomie

Mundtrockenheit wird als Xerostomie bezeichnet und ist vielfach eine Begleiterscheinung von Medikamenten und Erkrankungen.

Der medizinische Ausdruck für Mundtrockenheit bzw. trockener Mund ist "Xerostomie". Mundtrockenheit bezeichnet die Trockenheit der Mundhöhle, die verschiedene Ursachen haben kann. Ein trockener Mund ist eine häufige Nebenwirkung verschiedener Arzneimittel, wie Anticholinergika, Atropin oder Psychopharmaka. Die Ursachen Mundtrockenheit können auch Krankheitsbilder, wie Sialadenitis, Sjögren-Syndrom oder auch Heerfordt-Syndrom sein. Auch kann die Entfernung von Speicheldrüsen, eine Strahlentherapie oder eine fieberhafte Allgemeinerkrankung Ursache für einen ständig trockenen Mund sein.

Behandlung der Mundtrockenheit

Die Behandlung der Mundtrockenheit bzw. Xerostomie ist meist schwierig, denn häufig liegt die Ursache der Mundtrockenheit in einer Mundatmung, welche durch verengte oder verstopfte Nasenwege verursacht wird.

Eine Unterfunktion der Speicheldrüsen kann verschiedene Ursachen haben, denn der Patient hat neben dem unangenehmen trockenen Gefühl im Mund unter Umständen auch erhebliche Beschwerden an der Mundschleimhaut und der Zunge, was sich wiederum auch auf das Sprechverhalten auswirken kann. Gleichzeitig können Prothesenempfindlichkeit (Prothesenunverträglichkeit) und eine erhöhte Kariesaktivität die Folge einer zu geringen Speichelsekretion sein. Tatsächlich kann eine Mundtrockenheit der Indikator einer ernsten systemischen Erkrankung oder exokrinen Drüsendysfunktion sein. Die Mundtrockenheit ist ein häufiges Beschwerdebild bei der älteren Bevölkerung, die unter einer Erkrankung des rheumatischen Formenkreises leiden und meist nur wenig Wasser trinken.

Entstehung von Mundtrockenheit:

Altersregression
Erkrankungen mit Speicheldrüsenbeteiligung
Flüssigkeitsverlust nach verminderte Kautätigkeit
Medikamenteneinnahme nach radiologische Therapie in der Mundregion und Gesichtsregion
Speicheldrüsenerkrankungen und Speicheldrüsenoperationen
Erkrankungen mit direkter oder indirekter Beeinflussung der funktionellen Versorgung und des Stoffwechsels der Speicheldrüsen.

Speichelflussminderung

Die beiden oralen Hauptsymptome der Speichelflussminderung (geringer Speichelfluss) sind ein Mundtrockenheitsgefühl oder Rauhigkeitsgefühl, ein Gefühl dass die Zunge klebt am Gaumen sowie ein verstärktes Durstgefühl.

Subjektive Symptome bei Mundtrockenheit:

Geschmacksstörungen
Schluckbeschwerden (beim leeren Schlucken)
schmerzhafte Stellen im Mund und Taubheitsgefühl
Zungenbrennen oder Mundbrennen
Mundgeruch
Zahnfleischbluten oder Zungenbluten
Sprechstörungen (durch Adhäsion der Schleimhaut)
Kaubeschwerden (beim Verzehr von trockener Nahrung)
Prothesenunverträglichkeit mit fehlender Haftfähigkeit und Druckstellen

Extraorale Symptome bei Mundtrockenheit:

Geruchsstörungen
Augentrockenheit mit Augenbrennen
Trockenheit der Nasenschleimhaut mit Schorfbildung und Nasenbluten
Miktionsbeschwerden mit verstärktem Harndrang
Trockenheitsgefühl im Hals mit Heiserkeit und chronischem Husten Hauttrockenheit
Verdauungsstörungen mit Sodbrennen, Verstopfungen, Appetitlosigkeit, Brechreiz und Durchfall

Mundgeruch

Mundgeruch

Mundgeruch (Atemgeruch) ist unangenehmer Geruch des Atems.

Geruch aus dem Mund Mundgeruch Atemgeruch

Mundgeruch ist lästig und wird vielfach totgeschwiegen.

Geruch aus dem Mund

Mundgeruch kann verschiedenste Ursachen haben, die meisten sind in der Mundhöhle zu suchen.

Viele Betroffene wissen nicht, dass sie an Mundgeruch leiden, denn Mundgeruch spürt man vielfach selbst nicht und wird, da es sich um ein intimes Thema handelt, vielfach von Mitmenschen meist darauf nicht angesprochen. Vielfach ist der betroffenen Person, besonders älteren Leuten gar nicht klar, dass sie durch einen trockenen Mund durch Flüssigkeitsmangel plötzlich an Atemgeruch leiden. Ältere Menschen leiden häufiger unter schlechtem Atem, denn die Speichelbildung nimmt im Alter ab. Da es sich meist um ein Tabuthema handelt, wird man auch vom eigenen Umfeld nicht auf den Atemgeruch bzw. Mundgeruch aufmerksam gemacht. Mundgeruch wird in der Fachsprache Halitosis genannt und ist ein lästiges Problem, das stark verbreitet ist. In vielen Fällen ist die Ursache für Mundgeruch in der Mundhöhle zu suchen. Schwefelverbindungen werden von bestimmten Bakterien beim Zersetzen von Speiseresten, Blut und Zellen produziert. Auf der Zunge befinden sich ca. 60% sämtlicher oralen Bakterien. Es ist daher nicht erstaunlich, dass der Zungenbelag die häufigste Ursache für Atemgeruch ist.

Ursachen für Mundgeruch:

Orale Ursachen wie Entzündung, Zahnbelag, Zahnstein  
Nicht orale Ursachen
Medikamentöse Ursachen
Genussmittel- und Ernährungsbedingte Ursachen

Messen von Atemgeruch:

Damit der Atemgeruch festgestellt werden kann, gibt es Gaschromatographen oder Halimeter die Schwefelwasserstoff objektiv anzeigen, so dass der Mundgeruch genau gemessen werden kann.


Mundgerüche

Viele Leute sind nicht sicher, ob sie selber Mundgeruch haben, denn der eigene Atem riecht man nicht.

Viele Menschen kennen das Gefühl von einem trockenen Mund, wenn man aufgeregt ist oder wenn man bei einem Vortrag lange sprechen muss, was ein Mundgeruch durch die Mundtrockenheit auslösen kann. Da Mundgerüche sehr lästig sind, gibt es viele Menschen die von anderen Menschen einen gewissen Abstand halten, weil die Verunsicherung wegen dem Mundgeruch vielfach sehr gross  ist und man den Geruch selbst nicht riechen kann.

Atemgeruch Mundgeruch Bakterien Mund  

Mundgeruch wird als unangenehm, lästig und abstossend empfunden. 

Mundgeruch

Den eigenen Mundgeruch kann man normalerweise nicht riechen, den Mundgeruch des Partners vis-à-vis jedoch schon.

Mundgeruch kann subjektiv mittels Erschnüffeln durch den Zahnarzt festgestellt werden. Mundgeruch kann mit einer angeborenen Bakterienbesiedlung des Mundraumes zusammenhängen, aber auch Mundtrockenheit begünstigt den Mundgeruch, denn der Speichel kontrolliert die Mundbakterien. Als Mundgeruchpatient hat man besonders am Morgen oft fauligen Mundgeruch, denn während man schläft, wird weniger Speichel produziert, wodurch sich die Mundbakterien rasch vermehren können. Verstärkter Mundgeruch am Morgen entsteht, weil der Körper nachts die Speichelproduktion drosselt und so stinkenden Stoffe nicht gut weggespült werden, denn der Speichel sorgt mit dem Speichelfluss auch für die Physiologische Selbstreinigung bzw. Mundhygiene. Auch Medikamente wie Antihistamine, Antidepressiva oder harntreibende Mittel reduzieren den Speichelfluss und können so vermehrt Mundgeruch verursachen.


Mundgeruch im Alter

Ältere Menschen leiden häufiger unter schlechtem Atem, denn die Speichelbildung nimmt im Alter ab, so dass man auch vielfach ein trockener Mund hat.

Ältere Menschen Mundgeruch Halitosis, Halitose

Ein trockener Mund und damit vermehrt Mundgeruch wird auch verursacht wenn man zu wenig trinkt.

An Mundgeruch leiden ältere Menschen häufiger

Mundgeruch ist so alt wie die Menschheit selbst.

Bei Diabetes kann ein fruchtiger oder alkoholartiger Mundgeruch entstehen, was bei einem unterzuckender Diabetiker wie betrunken zu sein riecht. Mundgerüche sind meist übelriechend und führen in schweren Fällen zur sozialen Isolation. Kranke Zähne verursachen oft auch Mundgeruch. Der Betroffene merkt das bisweilen erst daran, wenn sich Menschen von ihm abwenden, denn gesprochen wird über dieses Thema nur selten. Unzureichende Mundhygiene und bestimmte Nahrungsmittel oder Rauchen verursachen meist üblen Atem. Die üblen Düfte entstehen in der überwiegenden Zahl der Fälle durch chemische Zersetzung bestimmter schwefelhaltiger Nahrungsstoffe durch Bakterien in den Zähnen oder auch auf der rauen Oberfläche der Zunge durch Mundbakterien. Seltener sind Erkrankungen der Mandeln, der Kiefer oder Magenprobleme schuld, doch können Krankheiten wie chronische Bronchitis, Lungenerkrankungen, Magenschleimhautentzündung, Hepatitis, Leberzirrhose und Nierenversagen Mundgerüche verursachen. Wer Mundgeruch an sich bemerkt, sollte zunächst mit dem Zahnarzt über seine Mundhygiene sprechen. Sind andere Ursachen vorhanden, wird ihn der Zahnarzt zu Fachärzten weiterschicken. Spülen mit duftenden Mundwässern freilich überdeckt bestenfalls die üblen Düfte, aber löst nicht das Problem. 


Mundgeruch am Morgen

Mundgeruch am Morgen ist nichts aussergewöhnliches, denn Geruchsbakterien werden bei Speichelmangel nicht in die Speiseröhre transportiert und erzeugen einen muffigen Geruch.

Mundgeruch am Morgen ist ein vorübergehender Mundgeruch und ist kein Behandlungsbedürftiger Mundgeruch, denn während dem Schlaf wird im Mund weniger Speichel produziert, der riechende Mundmikroben durch die kleine Mundspeichelmenge nicht wegspülen kann, denn der Speichel sorgt mit dem Speichelfluss für die Selbstreinigung des Mundes. Mundgeruch am Morgen ist nichts aussergewöhnliches, denn Bazillen auf den trockenen Mundschleimhäuten werden bei Speichelmangel nicht in die Speiseröhre transportiert und erzeugen einen muffigen Geruch. Während des Tages spült der Speichel die Mundmikroben mitsamt ihren Ausscheidungen die Speiseröhre herunter. Mundgeruch am Morgen kann meist schnell entfernt werden, indem der Mund gespült wird. Mit der Mundspülung hat man keine trockenen Mundschleimhäute mehr und spült gleichzeitig Geruchsbakterien weg. Der Mundgeschmack verändert sich rasch, wenn man anschliessen etwas gegessen hat, den durch Kaubewegungen wird der Speichelfluss anregt, sodass durch den grösseren Speichelfluss stinkenden Mundmikroben durch den Speichel weggespült werden und die die Physiologische Selbstreinigung des Mundes funktioniert. Werden anschliessend Zähne und Zunge geputzt, wird der Speichelfluss zusätzlich angeregt. Mit einer guten Mundhygiene werden die Anzahl der Bakterien, welche den Mundgeruch auslösen, reduziert und Nahrungsbestandteile entfernt.

Mundgeruch ist ein intimes Thema

Der Atemgeruch ist abhängig von der Mundhygiene und der Ernährung.

Geruch Bakterien Mundgeruch am Morgen 

Betroffene und Mitmenschen sprechen ungern über Mundgeruch.

Antibakterielle Mundpflegeprodukte wie Mundspülungen und Zahnpasten, reduzieren die bakterielle Flora auch an Orten, welche von den mechanischen Reinigungsmethoden nicht erreicht werden.

Bei akutem Mundgeruch können Zahnpasten, Sprays und Mundspüllösungen den Geruch zusätzlich überdecken und kurzfristig neutralisieren. Hersteller von Mundpflegeprodukten bieten kombinierte Systeme an, die zum Beispiel ein Zungen-Gel, eine Mundspülung und einen Zungenreiniger enthalten. 


Mundgeruch Vorübergehend

Vorübergehender Mundgeruch wird durch bestimmte Nahrungsmittel ausgelöst.

Vorübergehender akuter Mundgeruch Atem 

Vorübergehender Mundgeruch ist kein Behandlungsbedürftiger Mundgeruch.

Vorübergehender akuter Mundgeruch

Vorübergehender akuter Mundgeruch ist kein Behandlungsbedürftiger Mundgeruch, denn es handelt sich um den Mundgeruch am Morgen oder um schlechten Atemgeruch nach einer Diät oder einer Alkoholfahne.

Ein schlechter Mundgeruch kann auch nach dem Konsum von bestimmten Nahrungsmitteln entstehen wie durch Knoblauch, Zwiebeln, Rettich, Kohl, Rucola oder Durianfrüchte die auch als Stink- oder Käsefrucht bezeichnet werden. Vorübergehender Mundgeruch entsteht auch vielfach durch Medikamente wie Disulfiram, Chloralhydrat, Phenothiazine oder durch Einnahme von Rauschmitteln sowie durch das Rauchen. Akuter vorübergehender Mundgeruch entsteht ebenfalls durch die Betelnuss die gekaut wird. Das Betelkauen ist seit Jahrtausenden verbreitet. Geröstete oder gekochte Samen werden mit einem Gemisch aus Zimt, Kalkpaste und anderen Gewürzen gemischt, in die Blätter des Betelpfeffers gewickelt und dann gekaut. Das Betelkauen hat eine anregende Wirkung und fördert den Speichelfluss, ähnlich wie beim Kautabak kauen. Naturvölker hatten schon früher gesunde Zähne durch gesunde Rohkostnahrung und etwas andere Mundgeruchspflege und Zahnreinigung.


Pseudo - Halitosis

Mundgeruch, ein schlechter Geruch aus dem Mund.

Phobie Pseudo-Halitosis Mundgeruch riechbar  

Da die meisten Menschen nur sehr unzuverlässig ihren eigenen Mundgeruch beurteilen können, besteht der erste Teil der zahnärztlichen Diagnostik darin, festzustellen ob überhaupt objektivierbarer Mundgeruch riechbar ist.

Das Phänomen der "Pseudo-Halitosis" kann sich sogar zu einer Phobie ausweiten und extreme Formen annehmen.

Ein grosses Problem in der zahnärztlichen Praxis sind nicht nur die Patienten, die Mundgeruch haben und es selbst nicht glauben, sondern auch umgekehrt, Leute die keinen Mundgeruch haben, selbst aber felsenfest überzeugt sind, dass sie Mundgeruch haben, was man Halitophobie nennt. Mundgeruch kann subjektiv mittels Erschnüffeln durch den Zahnarzt festgestellt werden. Organoleptische Tests beruhen auf der Wahrnehmung von Halitosis durch den Geruchssinn des Untersuchers. Der behandelnde Zahnarzt kann mit dem Halimeter den Geruch, feststellen. Um Mundgeruch bzw. Halitose sichtbar zu machen, haben Wissenschaftler schon vor einigen Jahren ein Gerät entwickelt, das ähnlich einem Alkomat den Mundgeruch misst. Der Patient nimmt das Mundstück in den leicht geöffneten Mund und in kürzester Zeit erscheint der Wert ppb VSC (part per billion flüchtige Schwefelverbindungen) auf dem Display.


Mundgeruch von Mundhöhle

Wie ein Mensch riecht, ist individuell,
ob man jemanden riechen kann ist Geschmacksache,
die Geruchstoleranz endet aber beim Mundgeruch.

Mundgeruch, ausgehend von der Mundhöhle

Speichel hat eine wichtige Spülfunktion und hilft Nahrungsreste und stinkende Mundmikroben aus der Mundhöhle zu entfernen.

Mundgeruch Mundhöhle Speichelfluss reduziert

Ein reduzierter Speichelfluss kann starken Karieszuwachs bewirken, denn in einem Milliliter Speichel können sich ca. 200 Millionen Mikroorganismen ansiedeln.

Mundgeruch kann Bakteriell begünstigt sein, wenn der Speichelfluss vermindert ist.

Eine zu geringe Speichel-Produktion kann ein entscheidender Faktor für die Entstehung von Mundgeruch sein. Als Xerostomie bezeichnet man, wenn durch die Speicheldrüsen wenig Speichel produziert wird und der Mund dadurch zu trocken ist, was im Besonderen bei älteren Menschen vorkommt. Speichel hat eine gewisse antibakterielle Wirkung und kann die bei der bakteriellen Zersetzung von Proteinen entstehenden übelriechenden Gase im Mund binden.

Die Quelle des Mundgeruchs liegt zu ca. 90% in der Mundhöhle.

Bakteriellen Zungenbelag
Mangelhafter Speichelfluss (Xerostomie)
Zahnfleischentzündung (Gingivitis)
Entzündung des Zahnhalteapparats (Parodontitis)

Ursachen von reduziertem Speichelfluss

Drogen
Erkrankungen der Speicheldrüsen
Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich
Durch bestimmte Medikamente wie Appetitzügler, Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Psychopharmaka, Medikamente gegen Depressionen, krampflösende Mittel, blutdrucksenkende Medikamente, Antihistaminika bei Allergien, harntreibende Medikamente.

Mundgeruch nicht von der Mundhöhle ausgehend

In seltenen Fällen liegt Mundgeruch nicht in der Mundhöhle und ist eine Folge von Erkrankungen.

Entzündung der Gaumenmandeln (Chronische Tonsillitis)
Chronische Entzündungen der Kieferhöhle oder anderer Nasennebenhöhlen (Sinusitis)
Tumore im Mundbereich bzw. Rachenraum, Nasenbereich oder Atemwege
Ausstülpungen der Speiseröhre (Divertikel)
Schleimhautentzündungen der Nase, Nasenpolypen (Chronische Rhinitis)
Störung der Schliessmuskel, Magen zu Speiseröhre 


Halitose  

Halitose bedeutet Mundgeruch

Mundgeruch äussert sich in einem übel riechenden Atem.

Halitose Halitosis Mundgeruch schlechter Atem

Chronischer Mundgeruch "Halitosis“ geht meistens vom Mundraum aus.

Halitosis, Halitose

Mundgeruch oder schlechter Atem wird auch als Halitose, foetor ex ore oder Halitosis bezeichnet und ist ein weitverbreitetes Problem.

Unangenehmer Geruch Halitose entsteht in etwa 85% bis 90% der Fälle durch Fäulnisprozesse im Mund. Dabei zersetzen Bakterien Speisereste und setzen dabei Schwefelverbindungen und andere Gase frei. Eiweisshaltige Nahrungsmittel wie Milch oder Fisch sind dabei die Grundlage besonders übler Gerüche. Zur Geruchsbelästigung führen ausserdem Entzündungen am Zahnfleisch. Auch wenn genaue Erhebungen zur Häufigkeit von Mundgeruch bzw. Halitose nicht existieren, so schätzt man, dass etwa ein Viertel aller Menschen darunter leiden. Ein schlechter Mundgeruch stellt für den Halitose-Patienten kein Problem dar, da er es normalerweise selbst nicht riechen kann und solange niemand davon spricht. Das Problem haben nur Bekannte und Angehörige seiner Umgebung und überlegen, soll man etwas sagen und wie, denn wenn ein Halitose-Patient der auf seinen üblen Mundgeruch aufmerksam gemacht wird, ist oft tief beschämt. Mundgeruch hat mehrheitlich eine harmlose Ursache, kann jedoch in Einzelfällen auch Ausdruck einer ernsthaften Krankheit sein.


Halitosis

Halitosis ist auch ein psychosoziales Problem und kann das Selbstwertgefühl vermindern.

Übler Mundgeruch Halitosis Mundhöhle Speichel  

Schamgefühle durch Halitosis erschweren die Kommunikation mit anderen Menschen.

Halitosis ist Mundgeruch

Der Begriff Halitosis wird verwendet für Mundgeruch in der Mundhöhle und ist übergreifend für jede Art von Mundgeruch.

Da der Geruchssinn beim Mensch nur auf Veränderungen der Konzentration eines Duftstoffes anspricht, können Halitose-Patienten den Geruch des eigenen Atems nicht selbst erkennen und wahrnehmen. Unter Halitosis versteht man (Foetor ex ore) üblen Mundgeruch. Halitosis ist ein unangenehmer Mundgeruch, der nichts mit mangelnder Mundhygiene oder krankhaften Veränderungen in der Mundhöhle zu tun hat, sondern vorwiegend durch Absonderung von normalen oder krankhaften Stoffwechselprodukten im Speichel verursacht wird. Mundgeruch wird hervorgerufen durch Verunreinigungen der Zähne oder des Zahnersatzes aufgrund von schlechter Mundhygiene, Zahnfleischentzündung oder Schleimhautentzündungen, Infektionen oder Geschwüre in der Speiseröhre, fehlende Magensäure oder Übersäuerung des Magens. Die Ursachen von Mundgeruch können ebenso im Darm, in der Nase, in den Lungen und bei einer Allgemeinerkrankung wie z.B. Diabetes mellitus liegen. Wenn ein unangenehmer Geruch trotz sorgfältiger Mundhygiene bestehen bleibt, sollte man, um die Ursache herauszufinden einen Zahnarzt aufsuchen, der eine wirksame Behandlung vorschlagen kann. Eine wichtige Rolle spielen auch Stoffwechselprodukte, die bei bestimmten Krankheiten über die Lungen abgeatmet werden oder einfach auch bestimmte Nahrungsmittel. Halitosis entsteht aber zu etwa 85 % durch Fäulnisprozesse im Mund bzw. bakterieller Abbau von Nahrungsresten oder Epithelablagerungen, bei schlecht gesäuberten und kariösen Zähnen sowie bei Entzündungen in der Mundhöhle durch Gingivitis oder Parodontitis.


Ursachen für Halitose

Lymphknotenschwellung am Hals, starke Schmerzen und etwas Fieber sind typische Begleiterscheinungen der Mundfäule.

Ursachen für Halitose Mundgeruch Halitosis

Mundfäule bzw. Mundschwämmchen kommt vor allem bei Kleinkindern vor und verläuft in der Regel harmlos, kann aber auch Erwachsene betreffen.

Ursachen für Halitose sind vielfach Aphthen / Mundfäule bzw. Herpesvirus-Infektion, Bläschen und weisse Flecken mit entzündetem Rand an der Mundschleimhaut.

Druckstellen von Prothesen können sehr schmerzhaft sein und zu örtlichen Entzündungen führen. Mundgeruch bei Magen-Darmbeschwerden, als Stresserscheinung (Nervosität) oder bei Mundschleimhautentzündung, Zahntaschen. Soor, Candida Pilz-Infektionen bzw. weissliche, etwa erbsengrosse Flecken oder flächige Flecken an der Mundschleimhaut. Soorpilz tritt besonders oft bei Säuglingen und alten Menschen mit Prothesen oder bei Zahnlosigkeit sowie nach Antibiotika-Behandlungen auf. Die Neigung zu Rückfällen ist gross, insbesondere, wenn nicht richtig und nicht genügend lang behandelt wird. Zahnfleischentzündungen, Zahntaschenbildung, Zahnfleischschwund und Parodontose können zu Zahnlockerung und Zahnausfall (Zahnverlust) führen. Zahnsteinablagerung, mangelhafte Zahnhygiene, Verwendung ungeeigneter Zahnbürsten und gewisse Erkrankungen wie Magen-Darm oder Immunschwäche sind als Ursachen bekannt.

Chronischer Mundgeruch und deren Ursachen

Die Ursachen des chronischen Mundgeruchs sind vielfältiger Natur, denn auch der Nasen- Rachenraum spielt bei der Entstehung des Mundgeruches eine wichtige Rolle.

Geruchsmoleküle können im Darm in die Blutbahn aufgenommen und dann über die Lungen abgeatmet werden, was vor allem dann geschieht, wenn die Bakterienbesiedlung der Darmschleimhaut durch Antibiotika oder Bestrahlung geschädigt wurde und dadurch die Schleimhaut für alle möglichen Moleküle, die normalerweise nicht durch die Darmschleimhaut gelangen, durchlässig wird.


Halitophobie

Mit dem Begriff Halitophobie beschreibt man die übertriebene Angst des Patienten, andere Menschen mit dem vermeintlichen Mundgeruch unerträglich zu belästigen und ist ein vielfach unterschätztes Krankheitsbild.

Halitophobie unbegründete Mundgeruch-Angst

Menschen, die unter Halitophobie leiden, leben vielfach in extremer Isolation, so dass das Sozialleben darunter stark leidet. 

Als Halitophobie wird eine anhaltende, unbegründete Angst bezeichnet, an Mundgeruch zu leiden.

Als Halitophobie oder Pseudo-Halitosis wird die unbegründete und anhaltende Angst bezeichnet, an Halitosis (Mundgeruch) zu leiden und andere dadurch zu belästigen. Halitophobie-Patienten sind sich vielfach absolut sicher, unter Mundgeruch zu leiden, so dass sie keine instrumentelle oder subjektive Detektionsmethode überzeugen kann. Da Halitophobie-Patienten sich auch nicht durch die Mundgeruchsmessung mit einem Halimeter  davon überzeugen lassen, ist Ihre Aussage meistens, „ich bin fest davon überzeugt, Halitose zu haben, aber alle Bekannten, die ich gefragt habe, sagen mir, ich hätte überhaupt keinen Mundgeruch“. Daraus resultiert für den Zahnarzt die Schwierigkeit, einen Halitophobie-Patienten einem Psychotherapeuten zu überweisen, da er seinen Mundgeruch behandelt haben möchte. Die Halitophobie lässt sich nicht durch einen Arzt oder Zahnarzt behandeln und wird meistens als Zwangsstörung beschrieben. Diese Beschwerden sind psychischer Natur und werden nach ihrem Schweregrad als Halitophobie oder Pseudohalitosis bezeichnet, wenn der Mundgeruch nur eingebildet ist. 


Schlechter Atemgeruch

Atemgeruch ist eine übelriechende Halitosis, ein stinkender Fäulnisgeruch aus dem Mund.

Schlechter Atemgeruch übelriechende Halitosis 

Atemgeruch ist ein übelriechender Mundgeruch.

Mundgeruch

Bei Mundgeruch handelt es sich um ein intimes Thema, Betroffene und Mitmenschen sprechen ungern darüber.

Atemgeruch hat verschiedenste Ursachen, wobei die meisten in der Mundhöhle zu suchen sind. Viele Betroffene wissen gar nicht, dass sie an Mundgeruch leiden und werden von ihren Mitmenschen auch nicht darauf aufmerksam gemacht, denn „einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul", womit der entgegenkommende Geruch gemeint ist. Da es sich bei Mundgeruch um ein eher intimes Thema handelt, ist es den Betroffenen meist unangenehm über Atemgeruch zu sprechen. Atemgeruch kann Orale Ursachen, Nicht orale Ursachen oder Medikamentöse Ursachen haben. Möglich sind auch Genussmittelbedingte und Ernährungsbedingte Ursachen. Mundgeruch (Halitosis, Foetor ex ore) ist unangenehmer Geruch des Atems, weshalb dieser auch Atemgeruch genannt wird. Übler Mundgeruch entsteht durch flüchtige Schwefelverbindungen, die sich unter die ausatmende Atemluft mengen. Diese Stoffe entstehen durch die bakterielle Zersetzung von Nahrungsmittelresten oder totem Gewebematerial. Halitosis bedeutet in der medizinischen Fachsprache unangenehmer Mundgeruch bzw. Atemgeruch. Es handelt sich um flüchtige Schwefelverbindungen im Atem, deren Entstehungsgründe verschieden sind.

Gründe für die Entstehung von Atemgeruch:

Schlechter Zahnstatus wie Karies oder Wurzelreste
Mangelnde Mundhygiene oder Zungenhygiene
Essensrückstände
Entzündungen der Mundschleimhaut oder des Zahnfleischs
trockener Mund ist weit verbreitet, im Besonderen bei älteren Leuten
Infektionen der Mundhöhle
Infektionen im Nasen-Rachenraum 
Tumore
Diabetes mellitus, Diabetisches Koma
Entzündungen des Zahnhalteapparats (Parodontitis)
chronisches oder akutes Nierenversagen
Leberzirrhose, Hepatische Enzephalopathie
Nahrungsmittel und Genussmittel wie Knoblauch oder Alkohol
schwefelhaltige Medikamente
Rauchen


Mundgeruch bei Kindern

Mundgeruch bei Kindern kann entstehen durch Entzündungen und Infektionen der Mundschleimhaut.

Mundgeruch Kind Kleinkind Babys Entzündung

Mundgeruch ist bei Kindern möglich beim Zahndurchbruch der Milchzähne oder beim Zahnwechsel. 

Mundgeruch beim Kind

Ursachen von Mundgeruch bei Kindern sind häufig Entzündungen und Infektionen der Mundschleimhaut, zu geringe Trinkmenge, Durchbruch der Milchzähne oder Zahnwechsel, Erkrankungen im Bereich von Hals und Nasennebenhöhlen wie Angina oder Diphtherie.

Schlechter Atem, Mundgeruch Kind Entzündung

Wenn bei Kleinkindern und Säuglingen die Milchzähne durchbrechen, ist dies vielfach mit Entzündungen und Schmerzen verbunden. Lösungen und Gele mit entzündungshemmenden sowie schmerzstillenden Wirkstoffen wie Kamillenextrakt, Lidokain oder Polidocanol sind dagegen wirksam.

Schlechter Atem bzw. Mundgeruch kann bei Kindern viele Ursachen haben.

Die Ursache von Mundgeruch kann eine unerkannte Diabetes-Erkrankung sein, die den Geruch wie Nagellack-Entferner hat. Mundgeruch bei Kindern entsteht vielfach durch Aphthen / Mundfäule, Herpesvirus, Infektion resp. Bläschen und weisse Flecken mit entzündetem Rand an der Mundschleimhaut. Lymphknotenschwellung am Hals, starke Schmerzen und etwas Fieber sind typische Begleiterscheinungen der Mundfäule. Mundfäule (Mundschwämmchen) kommt vor allem bei Kleinkindern vor und verläuft in der Regel harmlos. Mundgeruch beim Kind kann in seltenen Fällen eine Zuckererkrankung, Probleme mit den Nieren, der Leber oder dem Magen die Ursache sein, Bei kleinen Kindern sollte man auch an einen nicht bemerkten Fremdkörper in der Nase denken. Vorübergehend kann scharfes Essen, Knoblauch, Zwiebeln, Schnittlauch, koffeinhaltige Getränke wie Cola oder Hunger bei Kindern zu Mundgeruch bzw. schlechtem Atem führen. Kinder ernähren sich gerne von Schokolade und Cola, also Nahrungsmitteln, die viel Zucker und Stärke enthalten. Diese Stärke ist für Geruchsbakterien gutes Futter, wo Bakterien besonders aktiv sind, wenn sich Eiweissreste auf der Zunge befinden. Wenn Bakterien Speisereste zersetzen, entstehen unter anderem Schwefelgase die verantwortlich sind für den schlechten Atem bzw. Mundgeruch. Bei Mundgeruch kann Kindern ein Zungenreiniger helfen. Petersilie, Karotten, Fenchel oder auch Fencheltee lindern Mundgeruch.

Vielfach riechen kranke Kinder aus dem Mund

Da Mundgeruch auch bei Kindern soziale Kontakte verhindert, ist es möglich, dass die Entwicklung des Kindes ins Hintertreffen kommt.

Häufig riechen Kinder am Morgen aus dem Mund oder wenn die Zähne nicht geputzt sind, denn es bleibt vieles hängen zwischen den Zähnen, was für Mundbakterien ein gefundenes Fressen ist.

Kramke Kinder riechen aus Mund Mundgeruch

Möglich ist aber auch, dass Kinder aufgrund einer Krankheit aus dem Mund riechen. Häufig ist das bei Kindern der Fall, wenn Halsschmerzen oder Scharlach vorhanden sind. Kinder können auch Mundgeruch durch Mundfäule bekommen, was kleine Wunden im Mund sind, die von einer Virusinfektion stammen.

Ursachen von Mundgeruch sind vielfach:

Trockene Mundschleimhaut, z.B. durch Schlafen mit offenem Mund oder als Nebenwirkung von Medikamenten oder Entzündungen im Hals-Rachen-Bereich, wie z.B. bei einer Mandelentzündung.

Gezielten Rat und Hilfe für Geplagte Kinder mit Mundgeruch gibt es meist beim Zahnarzt.

Ursachen Mundgeruch Mundschleimhaut trocken

Bei der ersten Untersuchung muss der Arzt herausfinden, wo die Quelle des Mundgeruchs sitzt, an den Zähnen, der Zunge oder der Nase.

In Zahnarztpraxen und Zahnkliniken wird bei der Mundgeruchssprechstunde ein spezielles Gerät mit dem Namen Halimeter eingesetzt.

Diese künstliche Nase bestimmt die Konzentration von Schwefelverbindungen im Atem und ermöglicht damit eine objektive Aussage zum Mundgeruch. Ausserdem eignet sich der Geruchsmesser zur Verlaufskontrolle unter der Behandlung. Die Ursache eines allmählich oder plötzlich auftretenden Mundgeruches, der über Wochen anhält, sollte unverzüglich vom Arzt abgeklärt werden.


Mundgeruch beim Kleinkind

Mundgeruch am Morgen nach dem Schlafen ist beim bei Babys, Kleinkind, Kind und beim Erwachsenen normal, denn während dem Schlaf wird im Mund weniger Speichel produziert, der stinkenden Mundmikroben nicht gut weggespült, denn der Speichel sorgt mit dem Speichelfluss auch für die Physiologische Selbstreinigung des Mundes.

Mundgeruch Kleinkind Babys Morgen Speichel

Bazillen auf den trockenen Mundschleimhäuten werden bei Speichelmangel nicht in die Speiseröhre transportiert und erzeugen einen muffig-käsigen Geruch.

Mundgeruch Babys und Kleinkind

Auch Kinder können unter Mundgeruch leiden, dass für Mitschüler sehr störend sein kann.

Während des Tages spült der Speichel die Mundmikroben mitsamt ihren Ausscheidungen die Speiseröhre herunter. Mundgeruch ist meist harmlos, denn jeder hat nach dem Genuss von Knoblauch und Käse am Morgen Mundgeruch, was aber für Mitmenschen sehr störend sein kann. Den Geruchsbakterien ist es egal, ob sie bei Kindern oder Erwachsenen im Mund siedeln, für Bakterien ist die Hauptsache, dass sie ausreichend Nahrung in der feuchten, warmen Mundhöhle finden. Die Mikroben ernähren sich hauptsächlich von übrig gebliebenen Speiseresten zwischen den Zähnen, und auf der Zunge, aber auch von menschlichen Zellen und Blut. Geruchsbakterien siedeln sich hauptsächlich auf der Zunge an, wo sich Eiweissreste befinden. Man schätzt, dass sich etwa zwei Drittel der oralen Mikroorganismen auf der Oberfläche der Zunge befinden. Der Zungenreiniger kann dann gegen Mundgeruch am besten Abhilfe und Sicherheit schaffen, denn vielfach riecht man als Betroffener den Mundgeruch selbst nicht. Es gibt auch Kinder und Erwachsene, die bilden sich den Mundgeruch auch ein, was man Halitophobie oder Pseudo-Halitosis nennt.

Mundgeruch kann die Entwicklung des Kindes stören

Schlechter Atem resp. Mundgeruch ist häufig auch bei Kindern ein Tabu-Thema.

Erst wenn die Freunde beim Zuhören in der Schule den Kopf abwenden, ahnen Betroffene Kinder, dass etwas nicht stimmt, was aber meist nicht mit schlechtem Atem in Zusammenhang gebracht wird. Da Mundgeruch soziale Kontakte verhindern kann, ist es möglich, dass die Entwicklung des Kindes dadurch gehänselt wird und ins Hintertreffen kommt. Bei Kindern kann eine schwarze Haarzunge, ein trepanierter und bzw. offen gelassener Milchzahn, eine Akut nekrotisierende ulzerierende Gingivitis oder Alveolitis für Mundgeruch verantwortlich sein.

Mundgeruch am Morgen beim Kind

Mundgeruch beim Kind nach dem Schlafen ist völlig normal.

Am Morgen ist der Mundgeruch beim Kind in der Regel ausgeprägter als am Abend, denn der Speichelfluss während des Schlafs ist reduziert.

Mundgeruch Kind am Morgen Halitose Halitosis

Werden beim Kind die auslösenden Bakterien für schlechten Atem regelmässig und sorgfältig entfernt, kommt es auch beim gesunden Kind nicht zu üblem Geruch, denn Mundgeruch entsteht durch flüchtige Schwefelverbindungen, die sich unter die austretende Atemluft mischen und von Bakterien und Nahrungsmittelresten Produziert werden.

Ein übler Geruch kann aber wegen Verdauungsbeschwerden, oder durch eine Mandelentzündung sowie einer Rachenentzündung entstehen.

Ursachen von Mundgeruch bei Kindern sind vielfach:

Zu geringe Trinkmenge.
Durchbruch der Milchzähne oder Zahnwechsel.
Entzündungen und Infektionen der Mundschleimhaut.
Halserkrankungen und Erkrankungen der Nasennebenhöhlen wie Angina, Diphtherie etc.
Unerkannte Diabetes-Erkrankung, Geruch wie Nagellack-Entferner.


Atemgeruch bekämpfen

Mundgeruch äussert sich in einem übel riechenden Atem.

Atemgeruch bekämpfen Mundgeruch Therapie

Bei älteren Menschen ist eine häufig auftretende Mundtrockenheit auf systemische Erkrankungen oder exogene Faktoren wie chronische Medikamenteneinnahme zurückzuführen. 

Therapie der Grunderkrankung

Folgende Medikamenten-Wirkstoffe in Form von Spüllösungen können bei der Behandlung von Mundgeruch zur Anwendung kommen:

Chlorhexidin, Aminfluorid und Zinnfluorid, Triclosan, Wasserstoffperoxid Chlorhexidin ist wohl der effizienteste Wirkstoff zur Plaque-Reduktion und Gingivitis-Reduktion. Nachteilig sind eine Braunverfärbung der Zunge sowie Geschmacksveränderungen, welche durch den Wirkstoff verursacht werden. Aminfluoride und Zinnfluoride haben ebenfalls eine antibakterielle Wirkung und sind auch in Zahnpasten enthalten. Gegen Mundgeruch sollen sie ähnlich wirksam sein wie Chlorhexidin. Triclosan führt in Kombination mit Zink ebenfalls zu einer deutlichen Reduktion der flüchtigen Schwefelverbindungen und somit zu einer Verminderung des Mundgeruchs. Zahncremes, Mundwasser oder Kaugummi helfen bei Mundgeruch nur begrenzt. Nach relativ kurzer Zeit ist der Mundgeruch wieder da, weil die Ursache nicht beseitigt wurde.

Atemgeruch vermindern kann man durch:

Zähneputzen nach jeder Mahlzeit mit Zahnpasta
Zahnseide verwenden, um zwischen den Zähnen zu reinigen
Zunge putzen mit Zungenschaber
Viel Wasser trinken (Mundtrockenheit)
Antibakterielles Mundwasser benutzen, das kein Alkohol enthält, denn Alkohol kann den Mund austrocknet, was den Mundgeruch noch verstärken kann.

Kaugummi und Bonbons gegen Mundgeruch

Die Produkte wie Kaugummi und Bonbons sollten zuckerfrei und neutralisierend sein, ihre Wirkung ist aber Zeitlich beschränkt.

Durch das Lutschen und Kauen wird vermehrt Speichel gebildet, wodurch Bakterien weggespült werden.

Kaugummi Bonbons gegen Mundgeruch Speichel

Kaugummi und Bonbons verhindern geruchsbildende Schwefelverbindungen bzw. Mundgeruch, vor allem dann, wenn sie Zink, Tee-extrakt oder Chlorophyll enthalten.

Austrocknung der Mundhöhle vermeiden

Bei Atemgeruch bzw. Mundgeruch sollte man wenig Alkohol trinken und Nikotin vermeiden.

Gegen trockene Mundhöhle kann helfen, wenn man möglichst viel Wasser oder Tee trinkt sowie öfters auch den Mund mit Wasser spült. Zuckerlose Kaugummis kauen regen die Speichelproduktion an, denn Kauen stimuliert den Speichelfluss, was ganz normal während der Nahrungsaufnahme auch geschieht. Durch die angeregte Speichelbildung erfolgt nur ein erster Schritt für die Selbstreinigung der Mundhöhle, denn die Zahnreinigung kann durch den Zahnpflege-Kaugummi nicht ersetzt werden.

Empfehlenswert gegen Mundgeruch

Helfen gegen Mundgeruch können auch, wenn man täglich einen Becher zuckerfreien Naturjoghurt über mindestens sechs Wochen einnimmt, denn der Verzehr senkt den Schwefelwasserstoffgehalt im Mund.

Schwarztee kann je nach Konzentration die Bakterien bis zu 30 Prozent verringern, denn es senkt Schwefelwasserstoffe im Mund. Petersilie frisch kauen wirkt vielfach wegen des Chlorophylls als Inhaltsstoff geruchsmindernd und geruchbindend und übertönt den dominanten Eigengeruch bzw. den unangenehmen Mundgeruch. Kümmel enthält ätherische Öle, die geruchbindend wirken. Kümmel zum Kauen wird in fernöstlichen Ländern oft nach dem Essen serviert.

Mundspray und Mundspüllösungen gegen Mundgeruch

Zur mechanischen Reinigung ist bei starkem Mundgeruch (Halitosis) eine zusätzliche Mundspülung empfehlenswert.

Die zusätzliche Mundspülung sollte sich vor allem eine antibakterielle Wirkung wie das Chlorhexidin haben, denn als effektivster Wirkstoff hat sich Chlorhexidin erwiesen.

Mundgeruch, Mundspray Mundspüllösungen

Dieser Wirkstoff findet sich unter anderem in Chlorhexamed und Plak out.

Empfohlen werden Sprays mit Kräuter-Extrakten, die entzündungshemmend wirken, haben aber nur eine kurzfristige Wirkung.

Antibakterielles Mundwasser kann jedoch nützliche Bakterien der Mundflora zerstören.

Vermeiden von bestimmten Nahrungsmitteln gegen Mundgeruch

Durch viel Wasser zu trinken und regelmässigen einzunehmen von Zwischenmahlzeiten kann der Mundgeruch eingedämmt werden, denn durch das Kauen und den vermehrten Speichelfluss werden die Bakterien aus der Mundhöhle weggespült.

Kaffee hat einen dominanten Eigengeruch und trocknet zudem den Mund aus, was eine verminderte Speichelbildung zur Folge hat. Der Speichelfluss kann auch bei Einnahme bestimmter Medikamente oder durch Rauchen sowie Alkohol vermindert werden. Nach Fleischkonsum vergären Eiweissreste in der Mundhöhle und produzieren einen unangenehmen Geruch. Durch den veränderten Stoffwechsel bei langem Fasten kann ebenfalls übler Mundgeruch resp. Azeton entstehen. 


Mundgeruch Hausmittel

Wenn man an einem üblen Mundgeruch leidet der nicht krankheitsbedingt ist, kann man diesen angehen mit Heilpflanzen gegen schlechten Atem und Wachstum von Bakterien.

Apfel Hausmittel gegen Mundgeruch Atemgeruch

Üblen Mundgeruch kann man auch durch Essen oder Getränke bekommen, wo die Hausmittel helfen können.

Hausmittel gegen Mundgeruch

Ausser einer gründlichen Mundhygiene, die das Putzen mit Bürste, Zahnseide und Zungenspatel beinhaltet, gibt es noch jede Menge Hausmittel, die gegen Mundgeruch helfen können und eine desinfizierende Wirkung haben.

Knoblauch, rohe Zwiebeln, Lauch in allen Variationen, Käse mit sehr deftigem Geschmack, Bier, Rotwein oder Schnaps machen schlechten Atem bzw. Mundgeruch.

Essen gegen Mundgeruch:

 Apfel kann helfen gegen üblen Mundgeruch.
 Naturjoghurt verändert Milieu, stoppt Bakterienentwicklung Milchsäurebakterien. 
Kur mit Propolis aus dem Bienenstock ist ein Hilfsmittel bei Mundgeruch der vom Magen kommt.

Altbewährte Hausmittel können gegen Mundgeruch helfen

Trinken gegen Mundgeruch:

Trinken min. 3 Liter pro Tag
Trinken 3 Tropfen Pfefferminzöl 1Tasse Wasser nach dem Essen
Orangensaft bei Mundgeruch durch wenig Essen
Holunderblütentee
Kalmustee hat eine desinfizierende Wirkung
Milch gegen Knoblauchgeschmack
Isländisches Moos-Tee reizlindernd bei Entzündungen, leicht antibiotisch.
Tee von Pfefferminze, denn Polyphenole hemmen Wachstum von den Bakterien
Tee von Anis, denn Polyphenole hemmen Wachstum von den Bakterien
Tee von Zimt, denn Polyphenole hemmen Wachstum von den Bakterien
Tee von Kümmel, denn Polyphenole hemmen Wachstum von den Bakterien
Grüner Tee, denn Polyphenole hemmen Wachstum von den Bakterien
Schwarzer Tee, denn Polyphenole hemmen Wachstum von den Bakterien

Kauen / Lutschen gegen Mundgeruch:

Kauen von Kaugummis regt Speichelfluss an
Kauen von Kaffeebohnen kleingehackt
Kauen Petersilie oder auch essen mindert Mundgeruch (Apiol)
Kauen von einige Wacholderbeeren mehrmals am Tag (frisch oder getrocknet)
Kauen getrocknete Salbeiblätter (frisch oder getrocknet)
Kauen Meerrettichwurzeln
Kauen gehackte Minze
Kauen Samen von Anis
Kauen Samen von Dill
Kauen Samen von Kümmel
Kauen Thymian
Kauen Majoran
Kauen Anis (Anissamen)
Kauen Fenchel (Fenchelsamen)
Kauen geriebener Apfel
Kauen von Gewürzen Ingwer (Gingerol (Terpenoid)
Kauen von Gewürznelken
Kauen rohe Spinatblätter (grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll)
Kauen von Parakresse (Gemüse und Heilpflanze)
Lutschen 2-3 Propolis-Bonbons
Lutschen von 2-3 Propolis-Bonbons
Lutschen von Bonbons mit ätherischen Ölen
Lutschen Pastillen mit Eukalyptus
Lutschen Chlorophyll-Dragees (Blattgrün)
Lutschtabletten Isländisches Moos bei Entzündungen leicht antibiotisch.
Lutschtabletten Echinacea

Gurgeln Mundspülung gegen Mundgeruch:

Mundspülung mit Salbeitee
Mundspülung 7 Tropfen Myrrhentinktur in 1/4 Liter Wasser.
Mundspülung mit Kamillentee bei belegter Zunge
Mundspülung Obstessig (3 Esslöffel Essig, 1 Glas Wasser)
Mundspülung mit Sesamöl spülen hilft Durchblutung anregen
Mundspülung mit Olivenöl ändert das Bakterienwachstum
Mundspülung mit Eichenrinde
Mundspülung Odermennig-Kraut
Gurgeln mit Salzwasser, vertreibt Fäulnisgeruch
Gurgeln mit Pfefferminztee
Gurgeln Teebaumöl australisch 10 Tropf 1/4 Liter Wasser
Gurgeln 4-5 Tropfen Propolis-Tinktur (Mundgeruch Magen)
Gurgeln Holundertee Blüten 1 Liter Wasser kochen
Gurgeln Saft von Zitrone auspressen, in 1 Glas Wasser


Mundgeruch Symptome

Frischer Atem wirkt sympathisch und ist so wichtig, wie ein strahlendes Lächeln.

Symptome von Mundgeruch Halitose Bakterien 

Seinen eigenen Mundgeruch kann man normalerweise nicht riechen, wenn das vis-à-vis die ausgeatmete Luft riechen kann ist es Mundgeruch, wenn nicht, ist es kein Mundgeruch, denn ausgeatmete Luft hat normalerweise keinen Geruch.

Mundgeruch riechen

Mundgeruch kann ein Symptom von einer schwerwiegenden Erkrankung sein.

Eigener Mundgeruch kann man normal nicht riechen. Mundgeruch bzw. Halitose entsteht, entgegen einer vielfach auch in Fachkreisen verbreiteten Meinung, nicht überwiegend auf Grund einer Magenerkrankung, sondern in den meisten Fällen durch Bakterien im Mund. Diese Bakterien setzen sich auf der Zunge und am Zungengrund fest und verbreiten üble Gerüche aus dem Mund. Mundgeruch (Halitosis) ist kein unabänderliches Schicksal, denn ist die Entstehungsursache geklärt, gibt es zuverlässige Methoden, wieder zu frischem Atem zu kommen. Zungenbelag, mangelhafte Hygiene und Infektionen, ein Hefepilz (Candidiasis), überstehende Kronenränder, offene Wurzelkanäle oder auch Geschwüre oder Tumore zählen zu den Ursachen von Halitosis im Mundbereich. Nur selten ist eine internistische Grunderkrankung, etwa eine Magen-Darmerkrankung oder Diabetes, ursächlich beteiligt. Wichtig ist hier auf jeden Fall der Besuch beim Zahnarzt, um die Ursache des Mundgeruchs abzuklären. Das Auftreten von Mundgeruch sollte auf jeden Fall ernst genommen werden, denn in seltenen Fällen kann dies das Symptom einer schwerwiegenden Erkrankung sein. Vielfach wird der unangenehme Geruch von Mikroorganismen innerhalb der Mundhöhle verursacht und kann erfolgreich behandelt werden. Gute Mundhygiene ist dabei unabdingbar, denn eine professionelle Zahnreinigung wirkt bei Mundgeruch oft Wunder. Auch der regelmässige Gebrauch von Zahnseide, Zahnbürste und Mundwasser kann zu frischem Atem verhelfen. Ein Zungenreiniger ergänzt die tägliche Zahnreinigung perfekt und entfernt geruchsbildende Bakterien von der Zungenoberfläche, sodass Mundgeruch merklich reduziert werden kann Ausserdem stimuliert er das Geschmacksempfinden und reduziert Plaque bis zu einem Drittel. Die sanften Borsten auf der einen Seite lockern den Belag auf der Zunge und massieren die empfindlichen Kapillaren. Die andere Seite des Zungenreinigers zieht die schädlichen Stoffe sauber von der Zungenoberfläche ab. Zusätzlich können antibakterielle Zahncremes und Mundtropfen helfen, dem üblen Geruch Herr zu werden.


Bekämpfung von Mundgeruch

Damit kein Mundgeruch durch Speisereste entsteht sollte man mindestens einmal täglich Zahnseide oder eine spezielle Zahnbürste für den Zahnzwischenraum verwenden, um Speisereste gründlich zu entfernen.

Schlechter Atemgeruch Mundgeruch bekämpfen  

Auch ein hartnäckiger Belag der Zunge kann schlecht riechen.

Was kann man tun gegen schlechter Atem

Die wirksamste Waffe dagegen ist eine Zungenbürste aus der Apotheke.

Oft kann bereits eine gründliche Reinigung der Zähne einen Erfolg gegen schlechter Atem bzw. Mundgeruch bringen. Mit der Bürste sollte man nach dem Zähneputzen auch die Zunge reinigen. Dazu kann man einfach die Bürste mehrmals von hinten nach vorne ziehen, den Zungenbelag abschaben und das Ganze wiederholen. Mit erfrischenden Mundwässerchen, Kaugummi, Mundsprays etc. erreicht man meist nur einen vorübergehenden Erfolg.

Was kann man tun gegen Mundgeruch

Mit Pfefferminze oder Kaugummi kann man Mundgeruch einfach nur überdecken.

Die wahre Ursache von Mundgeruch wird dabei nicht bekämpft, denn die geruchsbildenden Bakterien sind anaerob die keinen Sauerstoff mögen und sich am besten vermehren, wo es sehr wenig oder keinen Sauerstoff gibt, was auf dem hinteren Teil der Zunge in den furchen unter dem Zungenbelag der Fall ist.

Anzeichen, wie ein bitterer oder saurer Geschmack oder eine belegte Zunge, können oft auf schlechten Atem bzw. Mundgeruch hinweisen, sind aber kein absolut sicherer Indikator. 

Von Zahnärzten wird eine tägliche Reinigung des Zungenrückens empfohlen.

Zungenreiniger gegen Mundgeruch Atemgeruch

Mit Zahnbürste oder Zungenschaber fährt man mehrmals kräftig über den Rücken der Zunge.

Durch das Abschaben vom Belag auf der Zunge werden die übel riechenden Gase vermindert.

Zur Reinigung können sowohl normale Zahnbürsten als auch spezielle Zungenschaber verwendet werden.

Gegen Mundgeruch Zungenbürste Schaber

Die Zunge sollte solange mit dem Zungenschaber und der Zungenbürste gereinigt werden, bis nur noch wenig Belag sichtbar ist.

Durch schliessen der Augen können Würgreflexe während dem Reinigen der Zunge sowie Brechreiz vermindert werden.

Durch Parodontitis und Gingivitis verursachter Mundgeruch kann durch mehrmalige professionelle Zahnreinigung bei der Dentalhygienikerin therapiert werden. Die Grundvoraussetzung um Mundgeruch vorzubeugen, ist eine gründliche Mundhygiene, die bis in den letzten Winkel reicht. Eine regelmässige Reinigung mit Zahnseide wird empfohlen, sofern das Zahnfleisch nicht entzündet ist, um Speisereste restlos zu entfernen. Für grosse Zahnzwischenräume gibt es spezielle Mini-Bürstchen. Im Trend sind Schallzahnbürsten für die optimale Mundhygiene.


Auslöser von Mundgeruch

Auslöser für Mundgeruch können Zahnkrankheiten sein.

Auslöser von Mundgeruch Bakterien Speisereste 

Mundgeruch entsteht durch Schwefelverbindungen, welche sich unter die Atemluft mengen.

Produziert werden diese Stoffe des Mundgeruchs, wenn Bakterien Speisereste, Zellen, Blut oder Eiweisse zersetzen und dabei flüchtige Schwefelverbindungen freisetzen.

Dazu gehören z.B. Plaque, Zahnbetterkrankungen (Parodontitis) oder Karies, Zahnextraktionen, Alkoholkonsum oder Tabakkonsum sowie Fasten. Auch gewisse Nahrungsmittel oder Medikamente können Mundgeruch auslösen. Am Morgen ist der Mundgeruch in der Regel ausgeprägter als am Abend, weil der Speichelfluss während des Schlafs reduziert ist. Die Ursachen des chronischen Mundgeruchs sind vielfältiger Natur. Auch der Nasen- Rachenraum spielt bei der Entstehung des Mundgeruches eine wichtige Rolle. In vielen Fällen sind Bakterien der Mundhöhle die Ursache des Mundgeruchs, selten aber liegt es an einer Magen-Darm-Erkrankung. Der Mundgeruch kann Verdauungsbeschwerden, bei einer Mandelentzündung oder einer Rachenentzündung auftreten. Weil Mundgeruch ein Anzeichen für eine gesundheitliche Störung sein kann, ist es wichtig, dies zu erkennen.

Als Auslöser von Mundgeruch kommen in Betracht:

Systemisch bedingter Mundgeruch durch:

Zenker-Divertikel, Diabetes mellitus, Diabetisches Koma, Leberzirrhose, Hepatische Enzephalopathie, chronisches oder akutes Nierenversagen, schwefelhaltige Medikamente (Disulfiram, Dimethylsulfoxid) Nahrungsmittel und Genussmittel (Knoblauch, Alkohol)

Lokale Ursachen für Mundgeruch:

Schlechten Zahnstatus wie Karies, Wurzelreste, schlechte Mundhygiene oder Zungenhygiene, Essensrückstände, Rauchen, Genuss von Alkohol (selbst bei alkoholhaltigen Mundwassern), Entzündungen der Mundschleimhaut und oder auch des Zahnfleischs (Stomatitis, Gingivitis, ANUG, Mundfäule), Entzündungen des Zahnhalteapparats wie Parodontitis, parodontale Taschen oder auch verschiedene Infektionen der Mundhöhle wie z. B. Kandidose, Mundtrockenheit, Infektionen im Nasen-Rachenraum wie Sinusitis, Tonsillitis, Pharyngitis, Rhinitis, Pfeiffer-Drüsenfieber, Mandelsteine sowie maligne Tumoren.

Ursachen von Mundgeruch in der Mundhöhle

Morgendlicher Mundgeruch ist vorübergehend und entsteht durch Vergärung von Nahrungsresten über Nacht. Echter Mundgeruch erfordert Ursachenabklärung und eine ursachenbezogene Behandlung. In ca. 80% der Fälle ist der Grund des Mundgeruchs in der Mundhöhle zu suchen. Oft entsteht unangenehmer Geruch durch Zungenbelag, denn die Zunge ist das Haupt- Bakterienreservoir der Mundhöhle. Ihre Oberfläche kann sehr unterschiedlich strukturiert sein und tiefe Furchen aufweisen. Darin sitzen Millionen von Bakterien, die sich ungehindert vermehren und einen verfilzten Oberflächenbelag bilden. Bei schlechter Mundhygiene bleiben Nahrungsreste in der Mundhöhle zurück und werden durch die Bakterien zersetzt. Vielfach sind Karies in den Zähnen, entzündetes Zahnfleisch oder Zahnstein die Verursacher von Mundgeruch.

Ursachen von Mundgeruch ausserhalb der Mundhöhle

In ca. 20% der möglichen Ursachen von Mundgeruch sind nicht oralen Ursprungs. Darunter versteht man an erster Stelle Erkrankungen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs z.B. chronische Nasennebenhöhlenentzündung oder chronisch entzündete Mandeln. Der Atemgeruch kommt selten aus dem Magen. Bestimmte innere Erkrankungen wie Nierenleiden oder Leberleiden, schlecht eingestellter Diabetes mellitus etc. können Halitosis verursachen.

Abhilfe bei Mundgeruch

Mundgeruch-Patienten können den Geruch des eigenen Atems selbst nicht wahrnehmen, da der Geruchssinn nur auf Veränderungen der Konzentration eines Duftstoffes anspricht. Der Betroffene weiss meist nichts davon, da er persönlich immer mit dem Geruch lebt. Sorgfältige Mundhygiene mit regelmässigem Reinigen der Zahnzwischenräume und des Zungenrückens spielt eine zentrale Rolle. Wenn diese einfachen Massnahmen nicht helfen, ist der Gang zum Zahnarzt und evt. zu einem Hals-Nasen-Ohren-(HNO)-Spezialisten notwendig. Diese können oft den Ursprung des Mundgeruchs lokalisieren und gezielte Abhilfe schaffen.


Diagnose von Mundgeruch

In vielen Fällen werden zuerst die Ernährungsfaktoren in Betracht gezogen, schlechter Atem oder Mundgeruch kann aber verschiedene Ursachen haben.

Zahnarzt Diagnose Mundgeruch schlechter Atem

Mundgeruch kann die Folge von schlechter Mundhygiene oder Erkrankungen wie z.B. Nierenversagen oder Zuckerkrankheit sein.

Die Diagnose von Mundgeruch von nicht Fachleuten ist oft nicht einfach, denn es handelt sich um ein sehr intimes Thema.

Mundgeruch wird vielfach vom Zahnarzt subjektiv mittels Erschnüffeln festgestellt. Mit einem Halimeter erfolgt eine objektive Messung der flüchtigen Schwefelverbindungen, welche Auskunft über den Mundgeruch geben, denn Mundgeruch entsteht durch flüchtige Schwefelverbindungen, die sich unter die ausatmende Atemluft mengen. Dazu zählen unter anderem Schwefelwasserstoff (H2S), 1,5-Diaminopentan und Methanthiol. Wenn die Ursache nicht in der Mundhöhle liegt, so ist es die Aufgabe vom Hausart, eine Diagnose zu stellen und die geeignete Therapie gegen Krankheiten die den Mundgeruch verursachen einzuleiten.

Diagnose Mundgeruch Halitose beim ZahnarztDurch die bakterielle Zersetzung von Nahrungsmittelresten oder totem Gewebematerial entstehen diese Stoffe, die hauptsächlich für Mundgeruch verantwortlich sind.

Bevor mit der Therapie von Mundgeruch begonnen werden kann, muss aber immer erst die Ursache bestimmt werden. Bei über 80% der Fälle liegt die Ursache des Mundgeruches in der Mundhöhle. Es ist Sache des behandelnden Zahnarztes, die geeignete Therapie einzuleiten. Medikamente sollten nur als begleitende Massnahmen in Betracht gezogen werden. In erster Linie gilt es aber, die Ursache des Mundgeruches zu beseitigen und nicht die Symptome zu bekämpfen. 


Ursachen von Mundgeruch

Auf der Zunge befinden sich ca. 60% sämtlicher oralen Bakterien, weshalb es nicht erstaunlich ist, dass der Zungenbelag die häufigste Ursache für Mundgeruch ist.

Ursachen von Mundgeruch Zunge Zungenbelag 

Ursachen für Mundgeruch in der Mundhöhle:

Zungenbelag, Mangelnde Mundhygiene, Gingivitis, Parodontitis, Karies, Ungepflegte Prothesen, Abszesse, Mundtrockenheit (Xerostomie) Gewisse Tumoren und Allgemeinerkrankungen mit oralen Symptomen.

Nicht orale Ursachen von Mundgeruch

Beim Verdacht auf eine nicht orale Ursache sollte immer auch an eine systemische bzw. den ganzen Körper betreffenden Erkrankungen gedacht werden. Diese Abklärung, sowie die Therapie des nicht oral bedingten Mundgeruches ist Sache des Arztes.

Chronische Rhinitis bzw. ständiger Schnupfen, Fremdkörper in der Nase ist eher selten.
Chronische Sinusitis bzw. ständige Nasennebenhöhlenentzündung ist für 20% des nicht oralen Mundgeruchs verantwortlich.
Chronische Tonsilitis bzw. ständige Entzündung der Mandeln ist für rund 70% des nicht oralen Mundgeruchs verantwortlich.

Genussmittelbedingte und Ernährungsbedingte Ursachen von Mundgeruch

Mundgeruch kann durch Übergang flüchtiger, geruchsbildender Substanzen aus dem Blut der Lunge in die Atemluft entstehen. Beispiele dafür sind: Alkoholabusus (Alkoholmissbrauch), Knoblauch, Käse, Zwiebeln oder Kaffee.

Medikamentöse Ursachen von Mundgeruch

Medikamente können indirekt durch Reduzierung des Speichelflusses Mundgeruch verursachen, was man medikamentös bedingte Xerostomie nennt.

Mundgeruch Ursache von Medikamenten Geruch

Unter anderem sind dies Medikamente wie Anorektika (Appetitzügler), Antiparkinsonmittel, Antipsychotika (Neuroleptika), Anticholinergika (Medikament gegen unkontrollierte Blasenentleerung), Antiparkinsonmittel, Antipsychotika (Neuroleptika), Antihypertensiva Blutdrucksenker), Antidepressiva (Medikament gegen Depressionen)


Entstehung von Mundgeruch

Die Entstehung des chronischen Mundgeruchs sind vielfältiger Natur, meistens sind Gründe für chronischen Mundgeruch in der Mundhöhle selbst zu suchen, wobei auch der Nasen- Rachenraum bei der Entstehung des Mundgeruches eine wichtige Rolle spielt.

Entstehung Mundgeruch Mundhöhle Bakterien

Geruchsmoleküle können auch im Darm in die Blutbahn aufgenommen und über die Lungen abgeatmet werden. Möglich wird dies im Besonderen, wenn die Bakterienbesiedlung der Darmschleimhaut durch Bestrahlung sowie Antibiotika geschädigt ist und die Darmschleimhaut für verschiedene Moleküle durchlässig wird.

Die Entstehung von Mundgeruch ist vielfältig:

Mundgeruch aus Mundhöhle

Zahnfleischentzündungen bzw. blutendes Zahnfleisch.
Grosse Karieslöcher
Ungepflegtes Gebiss
Ungepflegte Prothese
Schlechte Füllungsränder und Kronenränder
Mundtrockenheit bzw. Xerostomie
Geschwüre und Schleimhaut-Entzündungen
Bösartige, geschwürige Tumore, Abszesse
Bakterielle Fehlbesiedlung der Zunge oder vom Zahnfleisch

Mundgeruch aus Rachen

Chronische Mandelentzündung
Bösartige Geschwüre bzw. Tumore
Nasensekret läuft in den Rachen (postnasal drip)

Mundgeruch aus Speiseröhre

Pilz-Infektion (Candida)
Reflux-Oesophagitis
Ausstülpungen (Divertikel)
Bösartige, geschwürige Tumore
Hiatus Hernie

Mundgeruch aus Magen

 Übersäuerung
Untersäuerung
 Chronische Gastritis
 Infektion mit Helicobacter pylori

Mundgeruch aus Nase / Nasennebenhöhlen

Bakterielle Fehlbesiedlung der Nasenschleimhaut
Fremdkörper in der Nase
Bösartige, geschwürige Tumore
Nasennebenhöhlenentzündung (Kieferhöhlen, Siebbeinzellen)
Stinknase bzw. Schleimhautzerstörung

Mundgeruch aus Bronchien / Lungen

Chronische Bronchitis
Fremdkörper
Bösartige Geschwüre bzw. Tumore

Mundgeruch aus Darm

Chronische Verstopfung
Verdauungsstörungen (Fettverdauung)
Bakterielle Fehlbesiedlung vom Dünndarm nach Antibiotika.
Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln (Lactose-Intoleranz etc.)
Erhöhte Durchlässigkeit des Dünndarmes (= leaky gut Syndrome)

Mundgeruch durch Allgemeinerkrankungen

Diabetes mellitus
Chronisches Nierenversagen
Mangelerscheinungen wie Zink oder Vitamine etc.
Gallenwegserkrankungen
Chronische bakterielle Prostata-Entzündungen
Leberzirrhose
Pfortaderhochdruck


Akute Mundgerüche überdecken

Unter normalen physiologischen Bedingungen ist der Atem Geruchlos und nach aussen hin kaum wahrnehmbar.

Schlechter Mundgeruch überdecken Mundwasser

Ein vorübergehender akuter Mundgeruch wie Düfte von Zwiebeln, Knoblauch oder Alkohol sowie Mundgeruch am Morgen ist kein Behandlungsbedürftiger Mundgeruch.

Schlechter Mundgeruch ist auch ein psychosoziales Problem und kann das Selbstwertgefühl vermindern, denn es entsteht ein Schamgefühl wodurch die Kommunikation mit anderen Menschen erschwert ist.

Mundgeruch ist morgens stärker als im weiteren Verlauf des Tages, was nebst der Speichelfliessrate auch zusammenhängend ist mit der Ansammlung und Andauung von Epithelzellen und Nahrungsresten während der Nacht.

Mundgeruch überdecken

Spülen mit duftenden Mundwässern überdeckt den Mundgeruch, löst aber das Problem nicht.

Düfte können durch Desodorantien wie Zahnpasta, Mundspüllösungen, Bonbons, Kaugummis etc. überdeckt werden und den Geruch kurzfristig neutralisieren, denn Desodorantien sind geruchbindende Mittel oder geruchsbeseitigende Mittel.

Akuter Mundgeruch überdecken Desodorantien

Parfümierte Mundspüllösungen überdecken aber lediglich den Geruch und lösen das Problem von Atemgeruch nicht.

Hersteller von Mundpflegeprodukten bieten kombinierte Systeme an, die z.B. ein Zungengel, eine Mundspülung und einen Zungenreiniger enthalten.

Mundgeruch überdecken bedeutet, Mundgeruch neutralisieren durch Parfümierte Produkte oder auch Naturprodukte wie Naturjoghurt, der die übelriechenden Bakterien in der Mundschleimhaut überdecken und gleichzeitig Plaque-Entstehung vermindern kann. Auch Ingwer als Tee aufgebrüht oder pur auf die Zunge gelegt, merzen die asiatischen Wurzel (ätherischen Öle) den Mief im Mund aus, denn bei Desodorantien in Form von Kaugummis, Bonbons usw. werden auch ätherische Öle eingesetzt. Durch Zitronensaft im Trinkwasser oder Zitronenbonbons erhält man einen frischen Atem durch die Bekämpfung der Mundtrockenheit und dem frischen zitronigen Aroma. Durch Kauen von Kaugummis regt man Speichelfluss an, so dass durch den grösseren Speichelfluss stinkenden Mundmikroben durch den Speichel weggespült werden und die die Physiologische Selbstreinigung des Mundes funktioniert, was mit Mundgeruch überdecken keinen direkten Zusammenhang hat. Schwarztee beinhalten Bestandteile von Polyphenole, die im Tee gegen die Rachenbakterien angehen und frischen Atem fördern. Das einfachste Mittel gegen üblen Mundgeruch ist, viel Wasser oder Tee trinken, was den Speichelfluss anregt und Speisereste sowie Geruchsbakterien weggespült werden.

Raucher überdecken Mundgeruch

Ein trockener Mund ist auf die dauer ein Ausgangsort für ständigen Mundgeruch.

Raucher versuchen vielfach, den Mundgeruch durch Zigarettenrauch zu überdecken, was zur Raucherabhängigkeit führt und keinesfalls den Atemgeruch verbessert. Rauchen nimmt in Bezug auf Mundgeruch eine Sonderstellung ein, denn man versucht durch Rauchen einen präsenten Mundgeruch zu überdecken und produziert gleichzeitig durch Tabakrauch einen charakteristischen Mundgeruch. Stress, Schnarchen und Alkohol und sind weitere Ursachen von Mundgeruch. Alkohol und Nikotin verursachen so oder so einen schlechten Atem, ein offener Mund (Schnarchen), Nikotin und Alkohol hemmen die Speichelproduktion aber zusätzlich und sorgen damit für einen trockenen Mund und damit besonders am Morgen starken Mundgeruch.

Desodorantien

Desodorantien sind geruchbindende Mittel oder geruchsbeseitigende Mittel.

Mundgeruch überdecken Desodorantien GeruchDesodorantien sind Arzneimittel oder Stoffe, die schlechte Gerüche kurzfristig überdecken bzw. verstecken oder deren Entstehung verhindern. Desodorantien werden vielfach mit antibakteriellen Wirkstoffen kombiniert. Desodorantien in Form von Zahnpasten, Sprays und Spülungen sowie Kaugummis oder Bonbons, überdecken den Geruch kurzfristig oder neutralisieren die Geruchsverbindungen. Deren Inhalte sind z.B. ätherische Öle, Menthol, Pfefferminzöl, Fenchelfrüchte zum Kauen, Metallsalze wie Natrium, Magnesium, Zink, Zinn sowie Chlorophyllin und Natron. Mit Desodorantien werden in der Regel die Ursachen nicht beseitigt, denn Mittel mit Menthol-Aroma oder Minze-Aroma helfen nur vorübergehend und parfümierte Mundspülungen überdecken lediglich den schlechten Atem. 


Gegen Mundgeruch

Freunde und Arbeitskollegen gehen oft lieber auf Distanz und sprechen das Thema gegen Mundgeruch nicht an, denn es ist mit Scham und Ängstlichkeit behaftet.

Wer von Mundgeruch betroffen ist, probiert vielfach alle möglichen Mittel aus, um die unangenehmen Mundgerüche, und wenn es nur kurzfristig für ein Gespräch ist, zu überdecken.

Gegen Mundgeruch trägt das Schweigen der Kollegen sowie auch das überdecken durch kosmetisches Mundwasser gegen Mundgeruch zur Besserung und Problembewältigung von Atemgeruch nicht bei.

Gegen Mundgeruch Zahnprophylaxe Geruch

Mundgeruch lässt sich vermeiden, wenn auf bestimmte Nahrungsmittel und Gewürze wie Zwiebeln, Knoblauch und Meerrettich oder auch Alkohol und Rauchen verzichtet wird.

Wird Mundgeruch von einer primären Erkrankung verursacht, so muss diese zunächst erkannt und geheilt werden.

Der kompetente Ansprechpartner gegen Mundgeruch ist der Zahnarzt oder die Dentalhygienikerin, denn für die verursachende Geruchsbildung kann eine Zahnprophylaxe oder eine Gebisssanierung schlechter Zähne notwendig sein. Auch entzündetes Zahnfleisch kann für Mundgeruch verantwortlich sein. Mit einer Mundhygiene werden die Anzahl der Bakterien, welche den Mundgeruch auslösen, reduziert und Nahrungsbestandteile entfernt. Regelmässige Mundhygiene mit Zahnbürste, Interdentalbürsten, Zahnseide und besonders Zungenschaber sind die wichtigsten Vorkehrungen gegen Mundgeruch, denn die „Geruchsbakterien“ sitzen hauptsächlich zwischen den Zähnen und auf dem Zungenrücken. Auch häufiges Trinken, und Hausmittel gegen Mundgeruch wie regelmässige Mundspülungen mit Salbeitee oder anderen Hausmittelchen sind eine günstigste Lösung.


Bakterien im Mund

Durch die langfristige Verwendung von hoch dosierten, antibakteriellen Mundpflegeprodukten, kann die natürliche Mundflora aus dem Gleichgewicht gebracht werden.

In der Mundhöhle leben über 300 verschiedene Bakterienarten, 80 Arten sind davon an der Entstehung von übel riechenden Schwefelverbindungen und Fettsäuren beteiligt.

Antibakterielle Mundpflegeprodukte Bakterien

Die Keime nisten sich vor allem im hinteren Teil der Zunge ein und breiten sich von dort in der gesamten Mundhöhle aus, die ideale Lebensbedingungen für Mikroorganismen durch eine gleichbleibende Temperatur mit hoher Feuchtigkeit und vielen Nischen bietet.

Antibakterielle Mundpflegeprodukte

Die Bakterien haben eine Vorliebe für eiweisshaltige Kost, denn Käse, Fleisch und Fisch stehen oben auf der Beliebtheitsliste der Mikroorganismen.

Wenn die Nahrungsreste von ihnen zerlegt werden, entsteht ein Gemisch von Geruchsstoffen, das dem Duft von faulen Eiern in nichts nachsteht. Für die Mundgesundheit ist es wichtig, dass die Mikroorganismen miteinander in einem ökologischen Gleichgewicht stehen. Durch Anwendung von hochdosierten antibakteriellen Mundpflegeprodukten kann langfristige die natürliche Mundflora aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Durch eine Störung oder Verschiebung des Gleichgewichts hin zu anderen vorhandenen Bakterienarten wegen mangelnder Mundhygiene oder durch Einnahme von Antibiotika kann es zu entzündlichen Krankheiten in der Mundhöhle kommen.

Allgemeinerkrankungen äussern sich vielfach zuerst durch Erkrankungen in der Mundhöhle.

Zu störendem Mundgeruch kommt es vielfach in Zusammenhang mit dem Zersetzungsprozess von Nahrungsmittelresten durch Bakterien wie bei geschädigten Zähnen, Zahnfleischentzündungen und in Zahnfleischtaschen, die einen typischen faulen Mundgeruch verursachen.

Zu Mundgeruch führt auch die Magensäure durch Erbrechen.

Mundgeruch Magensäure durch Erbrechen

Für akute Entzündungen kommen alle in der Mundflora vorkommenden Bakterien als Erreger in Betracht.

Antibakterielle Mundpflegeprodukte wie Mundspülungen und Zahnpasten, reduzieren die bakterielle Mundflora auch an Orten, wo eine mechanische Reinigungsmethode nicht möglich ist.

Als Antibakterielle Mundpflegeprodukte werden z.B. Desinfektionsmittel, Chlorhexidin, ätherische Öle, Triclosan, Alkohole, Cetylpyridiniumchlorid, Chlorverbindungen, Oxidationsmittel, Teebaumöl und Wasserstoffperoxid eingesetzt. Die Mundpflegeprodukte enthalten vielfach Substanzen, die den Mundgeruch kurzfristig überdecken oder neutralisieren. Unerwünschte Nebenwirkungen können entstehen wie Verfärbungen der Zähne und der Zunge, lokale Reizungen, allergische Reaktionen, Geschmacksveränderungen oder schlechter Geschmack. Chlorhexidin kann die Zähne verfärben und sollte nur kurzfristig verwendet werden. 

Antibakterieller Mundspüllösungen

Häufig angewandte Methode gegen Mundgeruch ist das Lutschen von mentholhaltigen Bonbons oder das Anwenden von Sprays zum Überdecken von schlechtem Atem.

Häufig wird die Möglichkeit antibakterieller Mundspüllösungen gegen Mundgeruch angewandt, wobei das antibakterielle Mittel wie z.B. Chlorhexidin Bakterien sehr zuverlässig abtötet, Bakterien die für Gerüche verantwortlich sind, haben keine Chance, die schützende Mundflora wird dabei, besonders bei häufiger Anwendung auch zerstört und die Verbreitung von gefährlichen Keimen somit erleichtert.


Begleitsymptome von Mundgeruch

Viele Mundgeruch - Patienten glauben, dass die Hauptursache für Mundgeruch im Bereich des Magen-Darm-Traktes oder des Stoffwechsels zu suchen ist.

Begleitsymptome von Mundgeruch Mundhöhle

Ein unangenehmer Geruch aus der Mundhöhle ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern zählt zu den Befindlichkeitsstörungen und Begleitsymptomen anderer Grunderkrankungen.

Mundgeruch vom  Magen-Darm-Trakt ist möglich und sollte auch immer in Betracht gezogen werden, meistens liegt die Geruchsquelle aber in der Mundhöhle.

Süsslich fader Geruch entsteht bei einer Infektion.
Urinöser Atemgeruch tritt bei Urämie im Endstadium der Niereninsuffizienz auf.
Nach frischer Leber riechender Atem (Erdig) tritt bei schweren Lebererkrankungen mit Parenchymuntergang auf
Jauchiger, stinkender Fäulnisgeruch Weist auf eitrige Atemwegserkrankungen oder auf Zerfall des Lungengewebes hin.
Acetongeruch wie faule Äpfel tritt begleiten bei Azidose infolge eines Komadiabetikum oder langandauernder Hunger auf.
Ammoniakgeruch wie faule Eier entsteht bei Eiweisszerfall während des Leberkomas oder bei Blutungen aus der Speiseröhre.
Möglich ist Mundgeruch durch Erkrankungen der Mundhöhle oder bei Verzicht auf Nahrung.
Übler Mundgeruch kann verursacht sein durch den bakteriellen Abbau von Nahrungsresten oder abgeschilferten Epithelien bei mangelhafter Zahnhygiene, Mundhygiene oder bei Karies.

Der Atemgeruch ist abhängig von der Mundhygiene und der Ernährung. Ernährungsbedingte Atemgerüche sind z.B. Knoblauch oder Zwiebel.

Pathologische Veränderungen von Atemgeruch

Pathologische Veränderungen von Mundgeruch bzw. des Atemgeruchs die Hinweise auf bestimmte Krankheiten geben.

Eitrigen Atem deutet auf Stirnhöhlenvereiterung hin
Eitrigen, süsslich fader Atem deutet auf Pneumonie hin
Eitrigen, süsslich fader Atem deutet auf Bronchitis hin
Acetongeruch wie faule Äpfel deutet auf einer hungernden Menschen hin
Acetongeruch wie faule Äpfel deutet auf Diabetes hin
Fäulnisgeruch kann von einer Diphtherie kommen
Fäulnisgeruch kann von einem Mundbodenkarzinom herrühren
Fäulnisgeruch kann von einem Bronchialkarzinom kommen
Unangenehmer Geruch deutet auf Erkrankungen der Mundhöhle
Unangenehmer Geruch deutet auf Atemwegsentzündungen hin
Unangenehmer Geruch deutet auf mangelnde Mundhygiene hin
Unangenehmer Geruch deutet auf Alkohol oder Knoblauchverzehr usw. hin
Atemgeruch nach frischer Leber, erdig deutet auf ein Leberversagen hin
Fader süsser Ammoniakgeruch wie faule Eier deutet auf Niereninsuffizienz
Fader süsser Ammoniakgeruch wie faule Eier deutet auf Leberkoma
Fader süsser Ammoniakgeruch wie faule Eier deutet auf Speiseröhrenblutung
Fader süsser Ammoniakgeruch wie faule Eier deutet auf Leberzirrhose hin
Wenn der Atem nach Urin riecht deutet es auf Nierenversagen hin
Atem riecht nach Kot was auf einen Darmverschluss hindeutet


Mundgeruchsprechstunde

Wer Mundgeruch bemerkt, sollte sich zunächst mit dem Zahnarzt über seine Mundhygiene in einer Mundgeruch-Sprechstunde unterhalten.

Sprechstunde Mundgeruch Halitose Halitosis

Als Mundgeruchpatient hat man besonders am Morgen oft fauligen Mundgeruch, weil der Körper nachts die Speichelproduktion drosselt und so stinkenden Stoffe nicht so gut weggespült werden, denn Speichel sorgt mit dem Speichelfluss auch für die Physiologische Selbstreinigung bzw. Mundhygiene.

Sprechstunde über Mundgeruch

Um den Mundgeruch erfolgreich zu bekämpfen, müssen Ursache und Entstehungsort bei der Mundgeruch-Sprechstunde diagnostiziert werden.

Sofern andere Ursachen als die Mundverhältnisse für den Mundgeruch verantwortlich sind, wird der Zahnarzt eine Einweisung zu den jeweiligen Fachärzten veranlassen, denn spülen mit duftenden Mundwässern überdeckt die üblen Düfte, löst aber das Problem vom Mundgeruch nicht. Bei der Diagnose von Mundgeruch fällt dem Zahnarzt eine wichtige Rolle zu, denn es ist für den Patienten vielfach nicht einfach, über das intime Thema zu sprechen, obwohl 87% der Ursachen in der Mundhöhle liegen und es sich um Zahnstein, Beläge auf Zähnen und Zunge sowie Entzündungen des Zahnfleisches handelt. Die häufigste Ursache ist der Zungenbelag, weshalb die Zungenpflege nicht vernachlässigt werden darf. Der üble Mundgeruch entsteht in der überwiegenden Zahl der Fälle durch chemische Zersetzung bestimmter schwefelhaltiger Nahrungsstoffe durch Bakterien auf der Zungenoberfläche oder in den Zähnen, seltener Schuld für Mundgeruch sind Erkrankungen der Mandeln, der Kiefer oder Magenprobleme.

Sprechstunde Mundgeruch

In dieser "Sprechstunde Mundgeruch" werden einerseits nach möglichen allgemeinmedizinischen Ursachen, andererseits anhand einer exakten Untersuchung nach zahnärztlichen Zusammenhängen wie durch Mundbakterien gesucht.

Zahnarzt Sprechstunde Mundgeruch Halitose

Der Betroffene Patient mit Mundgeruch merkt das vielfach erst daran, dass sich Menschen von ihm abwenden, denn gesprochen wird über dieses Thema Mundgeruch nur selten, da der Mund zum Intimbereich gehört.

Für Patienten, die unter hartnäckigem Mundgeruch leiden, führen einige spezialisierte Zahnärzte eine spezielle Mundgeruchsprechstunde durch.

Der Halimeter ist ein Gerät zum Messen des Mundgeruchs bzw. Messung der schwefligen Verbindungen in der Ausatmungsluft, das in der Mundgeruchsprechstunde eingesetzt wird. Die Mundgeruch-Sprechstunde bietet für Patienten die Möglichkeit, das Vorhandensein und die Intensität von Mundgeruch zweifelsfrei festzustellen, denn übelriechender Mundgeruch führt in schweren Fällen zur sozialen Isolation.


Mundgeruch messen

Mundgeruch (Atemgeruch) wird in der Fachsprache Halitosis oder Halitose genannt.

Halimeter Mundgeruchsmessung Mundgeruch 

Mundgeruch kann subjektiv mittels Erschnüffeln durch den Zahnarzt festgestellt werden. Der Mundgeruch (Halitosis) kann mit Hilfe von Messgeräten objektiv gemessen werden.

Mundgeruchsmessung

Mit einem Halimeter erfolgt eine objektive Messung der flüchtigen Schwefelverbindungen, welche Auskunft über den Mundgeruch geben.

Organoleptische Tests beruhen auf der Wahrnehmung von Halitosis durch den Geruchssinn des Untersuchers. Wenn die Messungen Vorliegen von Halitosis, muss die Ursache des Mundgeruchs ermittelt werden. Das Halimeter ist ein elektronisches Messgerät, das es erlaubt, die für Halitose verantwortlichen gasförmigen Verbindungen im Mund des Patienten zu messen. Der hochempfindliche Sensor im Gerät misst bei der Mundgeruchsmessung die Konzentration der schwefligen Gase und zeigt den Messwert in Teile pro Milliarde (ppb) an. Das Halimeter saugt über ein Röhrchen eine Luftprobe aus dem Mund des Patienten an. Bei der Mundgeruchsmessung mit dem Untersuchungsgerät Halimeter, misst man also die Geruchsstoffe im Mundraum, welcher darüber Auskunft geben kann, ob eine bakterielle Belastung besteht und wie ausgeprägt sie ist.

Mundgeruch beim Mensch

Bakterielle Zungenbeläge sind beim Mensch die häufigste Quelle der Halitose, weshalb auf die Zungenpflege ein besonderes Augenmerk gelegt werden muss.

Halitose Ursache Mundgeruch Zungenbeläge

Anhand von Struktur, Belägen und Verfärbung kann man beurteilen, ob eine bakterielle Besiedlung der Zunge vorliegt.

Die Ursache von Mundgeruch liegt in vielen Fällen in der Mundhöhle.

Bei Mundgeruch kann auch eine Zahnfleisch-Entzündungen (Gingivitis) vorliegen. Zahnfleisch-Entzündungen werden von Bakterien verursacht, die schweflige Gase freisetzen und so Mundgeruch verursachen können. Gasförmige Verbindungen, die für Mundgeruch verantwortlich sein können, sind auch durch bakterielle Besiedlung der Zahnfleisch-Taschen (Parodontitis) möglich. Ein zu trockener Mund infolge zu geringer Speichelproduktion (Xerostomie) begünstigt Halitosis. Speichel sorgt mit dem Speichelfluss auch für die Physiologische Selbstreinigung bzw. Mundhygiene. Bei Verdacht auf eine zu geringe Speichelproduktion wird die Speichelmenge gemessen. Ursache für einen reduzierten Speichelfluss können Erkrankungen der Speicheldrüsen, psychische Störungen oder besonders im Alter unerwünschte Nebenwirkungen bestimmter Medikamente sein.


Mundbakterien

Mund-Bakterien zersetzen Speisereste und setzen dabei Schwefelverbindungen und andere Gase frei, sodass Mundgeruch entsteht.

Mundbakterien Mikroorganismen der Mundflora

Mundgeruch kann subjektiv mittels Erschnüffeln durch den Zahnarzt festgestellt werden.

Mundbakterien und Mundgeruch

Mundbakterien sind alle Bakterien die zu den Mikroorganismen der Mundflora gehören, denn Mundbakterien im Sinne spezifisch oraler Bakterienarten gibt es so nicht.

In anderen Mengenverhältnissen lassen sich alle Bakterien auch auf den Schleimhäuten der offenen Körperhöhlen nachweisen. Zuckervergärende Bakterien überwiegen bei weitem die Eiweisszersetzer. In der Mundhöhle wimmelt es geradezu von mikrobiellem Leben, denn im Mund leben bis zu 700 verschiedene Bakterienarten, die meisten davon gelten als harmlose oder sogar nützliche Mitbewohner unseres Körpers. Einige Mundbakterien sind Erreger von Zahninfektionen und Kieferinfektionen, andere an der Entstehung von Gefässerkrankungen und anderen Krankheiten beteiligt. Wo ein Mensch auf der Welt lebt, hat kaum Einfluss auf die Zusammensetzung oder die Vielfalt der identifizierten Mundbakterien. Kausale, ursachenorientierte Vorbeugung gegen Karies bedeutet demnach, den Mundbakterien möglichst selten und möglichst wenig Zucker anzubieten, denn das sind Bakterien-Nährstoffe. Zwischen den Mahlzeiten sollte man zuckerfreie Süsswaren zu sich nehmen, die es heute in guter Qualität und in günstiger Auswahl zu kaufen gibt. Aus mehreren Studien ist bekannt, dass sich aus der Zusammensetzung der Bakterienpopulation im Mund Rückschlüsse auf verschiedene Krankheitsrisiken ziehen lassen. Dazu zählen Herzerkrankungen und Gefässerkrankungen sowie das Frühgeburtsrisiko. Mit grösster Wahrscheinlichkeit gelangen bestimmte Mundbakterien über Verletzungen des Zahnfleisches mit dem Blut an andere Stellen des Körpers, wo sie Entzündungsreaktionen auslösen.


Bakterien gegen Mundgeruch

Starker Mundgeruch ist unter anderem auf die Aktivität bestimmter Mundbakterien zurückzuführen.

Übler Atem Mundbakterien gegen Mundgeruch

Generelle Mundtrockenheit begünstigt den Mundgeruch, denn der Speichel kontrolliert die Mundbakterien.

Mundbakterien gegen Mundgeruch

Übler Atem hat nicht allein mit schlechter Mundhygiene zu tun.

Mundgeruch kann mit einer angeborenen Bakterienbesiedlung des Mundraumes zusammenhängen, denn es gibt unterschiedliche Konzentrationen von leichtflüchtigem Schwefel, der dem Atem die unangenehme Note verleiht. Mundgeruch kann vererbt sein und hat nicht alleine mit schlechter Mundhygiene zu tun. Ergebnisse zeigten, dass Mundgerüche viel eher auf die charakteristische Belagerung durch eigene Mundbakterien zurückzuführen sind, als allein ein übermässiges Bakterienwachstum aufgrund schlechter Mundhygiene. Wie weit das andere Mundbakterien, wie methylotrophen Bakterien helfen, Mundgeruch zu verhindern oder abzubauen ist noch nicht ganz geklärt. Nach britischen Mikrobiologen verwerten diese Mikroben schwefelhaltige Ein-Kohlenstoff-Verbindungen, die beim Abbau von Eiweissstoffen durch verschiedene Mundbakterien entstehen. Zahnärzte raten zur täglichen Reinigung von Zähnen, Zahnersatz und der Zunge, die einen Grossteil der Bakterien beheimatet.


Mundgeruch durch Zungenbelag

Wenn man die Zunge nicht richtig gereinigt hat, kann man den schlechten Atem Geruch messen.

Zungenbelag, Mundgeruch Atemgeruch Mund 

Mundgeruch oder schlechter Atem ist eine weit verbreitete Erscheinung.

Ursache für Mundgeruch

Eine typische Ursache für Mundgeruch kann eine mangelnde Zungenpflege sein.

Mundgeruch entsteht bei Menschen mit gesunden Zähnen hauptsächlich von dem Raum hinter dem Zungenrücken, denn viele Menschen reinigen die Zunge aus Unkenntnis nicht, sodass Speichel und Beläge auf der rauen Zunge liegen bleiben. Auf der rauen Oberfläche der Zunge, besonders im hinteren Drittel, lagern sich Essensreste ab, die einen Nährboden für Bakterien und Pilze bilden und so zu Erkrankungen der Mundschleimhaut und Parodontose führen können. Durch die Zersetzungsprozesse entstehen Gase, die für Mundgeruch verantwortlich sind. Speichel sorgt mit dem Speichelfluss auch für die Physiologische Selbstreinigung des Mundes. Fasten, Atmen durch den Mund, langes Sprechen, Stress, bestimmte Medikamente und Rauchen kann den Zungenrücken austrocknen und so zu Mundgeruch führen, denn damit wird verhindert, dass die Zunge genügend von Speichel umspült wird, im Besonderen während dem Schlaf, denn damit werden Abfallstoffe auf der Zunge nicht abtransportiert bzw. stinkende Mundmikroben werden nicht gut weggespült. 


Belegte Zunge

Mit Belegte Zunge ist der Zungenbelag gemeint.

Zungenpflege Zungenbelag Mikroorganismen 

Die Behandlung des Zungenbelags richtet sich nach den zugrunde liegenden Ursachen.

Die Zunge ist ein von Schleimhaut überzogener Muskel im Mund, die das schmecken ermöglicht, denn auf der Zungenschleimhaut befinden sich Papillen, die salzige, saure, bittere oder süsse Geschmacksrichtungen wahrnehmen.

Die verursachenden Mikroorganismen, meist gramnegative Anaerobier, befinden sich auf dem dorsalen Anteil der Zunge und in Zahnfleischtaschen sowie Interdentalräumen. Mundgeruch lässt sich in den meisten Fällen durch Massnahmen wie regelmässiges Reinigen der Zunge, häusliche Mundpflege, Parodontalbehandlung und professionelle Zahnreinigungen erfolgreich behandeln. Zungenbeläge aus alten Zellen, Nahrungsresten und Keimen bilden sich vielfach, wenn die Zunge nicht ausreichend gepflegt bzw. abgerieben wird. Ein alkalischer pH-Wert im Mund begünstigt die Bildung von üblem Mundgeruch, wogegen ein saurer pH-Wert die Geruchsbildung eher vermindert. Einer belegten Zunge, können aber auch Erkrankungen, Entzündungen, Infekte sowie Vergiftungen zugrunde liegen. Ursachen für eine belegte Zunge sind vielfach Zahnkrankheiten und Zahnfleischkrankheiten wie Parodontitis sowie Hautkrankheiten und innere Erkrankungen, die sich an der Haut und an der Mundschleimhaut äussern Ein weisser Zungenbelag kann auch durch einen Mundpilz (Soor) oder fieberhafte Infekte und Magenerkrankungen wie Magenschleimhautentzündung bedingt sein. Eine Glossitis bzw. Zungenentzündung äussert sich durch eine glatte, rote Zunge mit Zungenbrennen.

Dentallaser Zahnarzt-Laser

Der Dentallaser (Zahnarzt-Laser) ist ein Laser, der beim Zahnarzt bei der Zahnbehandlung eingesetzt wird und für unterschiedliche Verfahren eingesetzt wird, so bei der Laserbehandlung von Karies. Bei der Wurzelbehandlung bzw. Behandlung im Inneren vom Zahn bei Entzündungen vom Zahnmark, stellt der Zahnarzt-Laser eine der gängigen Behandlung dar, Bakterien werden abgetötet und Entzündungsherde bekämpft. Beim Dental-Laser handelt es sich bei Zahnbehandlungen um gebündeltes, energiereiches Licht, denn der Laser setzt einen hoch gebündelten energiereichen Lichtstrahl in Impulsen frei.