Zahn-Fleisch

ZAHNFLEISCH GINGIVA

Zahnfleisch (Gingiva)

Gingiva ist das eng am Zahnhals anliegende Zahnfleisch.

Das Zahnfleisch als Teil der Mundschleimhaut ist wegen den Bakterien vielen Einflüssen in der Mundhöhle ausgesetzt und eine Schwachstelle im Mund. Das Zahnfleisch dichtet die Eintrittsstelle vom Zahn zum Kieferknochen gegenüber der Mundhöhle ab umschliesst als Saumepithel den Zahnhals wie ein eng anliegender Kragen zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel unter dem Zahnfleischverlauf. Wenn sich das Zahnfleisch zur Zahnwurzel hin zurückzieht, entsteht ein freiliegender Zahnhals der als empfindlicher Zahnhals bezeichnet wird. Das schlimmste an einer Zahnfleischrezession bzw. Gingivarezession ist, das ein Zahnfleisch bei entblössten Zahnhälsen nicht nachwachsen kann. Bei verlorenem Zahnfleischgewebe kann der menschliche Körper das Zahnfleisch nicht selbstständig neu aufbauen und nur noch regenerieren, sofern es nur leicht angegriffen ist. Ein chirurgischer Zahnfleischaufbau "rote Ästhetik" als Zahnhalsschutz ist beim Zahnarzt beschränkt möglich und wird im Volksmund als Zahnfleischbehandlung bezeichnet, damit die Schutzfunktion durch das Zahnfleisch wieder gegeben ist. Durch die Zahnfleischkorrektur wird die Zahnfleisch-Ästhetik nach den Gesetzmässigkeiten von natürlicher Harmonie zwischen Zähnen und Zahnfleisch wieder hergestellt.

Zahnfleischfarbe Gingiva Zahnfleisch Zahnhals

Rotes Zahnfleisch zeigt Anzeichen für Empfindlichkeit oder Entzündungen an, denn gesundes Zahnfleisch hat eine hellrosa Zahnfleischfarbe, ist nicht geschwollen oder gerötet und blutet nicht, ist nicht druckempfindlich und bedeckt den Zahnhals wie auch den Kieferknochen.

Zahnfleischfarbe bei gesundem Zahnfleisch

Gesundes Zahnfleisch umschliesst den Zahn fest mit einem leichten Wellenprofil und weist eine hellrosa Farbe auf.

Beim bei Kiefer ist ein gesundes Zahnfleisch mit harmonischem Zahnfleischverlauf um die Zähne wichtig, ansonsten bildet es beim Zahnhals die Eintrittspforte für Bakterien im Mund, das Mikroorganismen der Mundflora sind, die ein entzündetes Zahnfleisch verursachen können. Zahnfleisch bedeckt den Kieferknochen und sitzt, wenn es gesund ist, wie ein Kragen stramm und eng am Zahnhals an. Gesundes Zahnfleisch ist straff, von blass-rosa Farbe, hat eine leicht gestippelte Oberfläche wie die Haut einer Orange und blutet bei Berührung nicht. Wenn sich auf dem Zahnfleisch ein schmierige Biofilm festgesetzt hat, ändert sich die Zahnfleischfarbe von Blass-Rosa auf Rot wie auch bei Verletzungen vom Zahnfleisch durch das nächtliche Zähneknirschen und Zähnepressen. Durch die die Ausscheidungen der Mikroben wie Bakterien, Viren oder Pilze bilden diese eine Plaque (Biofilm), wodurch das Zahnfleisch leicht angegriffen werden kann und mit einer Entzündung reagiert, was meist als Gingivitis bezeichnet wird.

Zahnfleisch und Zahnfleisch-Ästhetik

Ein schönes Lächeln entsteht aus einem harmonischen Miteinander von Zähnen und Zahnfleisch.

Zur Zahn-Ästhetik gehören weisse Zähne "Weisse Ästhetik" in schöner Zahnbogenform wie auch eine schöne Zahnfleisch-Ästhetik mit gesundem Zahnfleisch mit einem schönen Zahnfleischsaum, was zu einer schönen Gesichtsästhetik beiträgt. Ein gesunder Zahnfleischsaum hinterlässt einen angenehmen Eindruck und umschliesst die Zähne wie ein Dichtungsring zum Schutz der Zahnwurzeln und dem Kieferknochen ab. Das Zahnfleisch hat auf die Gesamtwahrnehmung der Zähne und dem Gesicht einen grossen Einfluss, so dass in der ästhetischen Zahnheilkunde von "Rosa Ästhetik" gesprochen wird. Wenn ein Zahnfleischrückgang durch eine falsche Zahnputztechnik als mechanischen Zahnreinigung oder eine Zahnfleischerkrankung erfolgt ist, kann das zurückgegangene Zahnfleisch durch einen mikrochirurgischen Zahnfleischaufbau teilweise wieder hergestellt werden. Durch eine schöne Zahnfleisch-Ästhetik bedeckt das Zahnfleisch die Zähne im Zahnhalsbereich wie auch den Zahnwurzelbereich und die Ränder vom Alveolarknochen.

Zahnfleisch Gingiva Zahnfleischfarbe Zähne

Wenn sich das Zahnfleisch zurückzieht wird von einem Zahnfleischschwund gesprochen, was eine Verschlechterung vom kosmetischen Gesamtbild für die Zähne bedeuten.

Zahnfleischfurche

Das Zahnfleisch (lat. Gingiva) bildet eine Manschette um jeden Zahn, wo der Rand vom Zahnfleisch in Richtung Zahnwurzel eingestülpt ist, sodass eine kleine Zahnfleischfurche zwischen Zahn und Zahnfleisch entsteht.

Die Zahnfleischfurche ist eine Furche zwischen Zahn und Zahnfleisch und wird beim Zahnarzt als Sulcus gingivae bezeichnet, wo die tiefe der Zahnfleischfurche bei gesundem Zahnfleisch ca. 1mm beträgt. Das Zahnfleisch bedeckt den Kieferknochen und umschliesst den empfindlichen Zahnhals als Schutz für Zähne und Zahnwurzeln. Das Zahnfleisch ist das Deckgewebe bestehend aus dem mehrschichtigen Plattenepithel und ist ein Bestandteil vom Zahnhalteapparat als funktionelles Verankerungssystem der Zähne. Als Zahnfleischsaum (freie Gingiva) ist der Zahnfleisch-Abschnitt gemeint, der gemeinsam mit den Zähnen den Sulcus gingivalis bildet und demzufolge nicht mit dem darunter liegenden Gewebe fest verbunden ist. Supragingival bedeutet oberhalb vom Zahnfleischsaum am Zahn gelegen und wird häufig im Zusammenhang mit der Bildung von Zahnstein gebraucht und als subgingival wird der Raum unterhalb vom Gingivalsaum bezeichnet. Wenn sich verkalkter Belag unter dem Zahnfleisch in den Zahnfleischtaschen auf der Oberfläche der Zahnwurzel gebildet hat, spricht man nicht von Zahnstein sondern von Konkrement, wo Blutbestandteile für die dunkle Farbe der harten Ablagerungen verantwortlich sind. Bei gesunden parodontalen Verhältnissen beträgt beim Menschen die Sondierungstiefe vom Zahnfleisch nicht mehr als 2 mm, wobei die Zahnfleischfurche mit einer Tiefe von über 2 mm als Erkrankung angesehen werden kann. Eine tiefere Zahnfleischfurche wird in der Zahnmedizin als Zahnfleischtasche oder Knochentasche bezeichnet.

Zahnfleisch Zahnhalsschutz Zahnhals Zahn Fleisch

Erweiterungen wie auch Vertiefungen der Zahnfleischfurche werden als Zahnfleischtasche bezeichnet, doch diese können durch Entzündungsprozesse wie bei der Parodontitis unbehandelt zu einem fortschreitenden Kieferknochenabbau führen wo von Knochentaschen gesprochen wird, wenn es vertikale Einbrüche im Kieferknochen sind.

Zahnfleischverlauf

Zahnfehlstellungen oder entzündliche Erkrankungen wie die Gingivitis als Auslöser für Zahnfleischschwund können wie auch ein Zahnunfall (Zahntrauma) zu einem unregelmässigen Zahnfleischverlauf beitragen.

Den ästhetischen Eindruck vom Lächeln wird massgeblich girlandenförmigen Verlauf am Übergang von Zahn zu Zahnfleisch bestimmt, wobei das Saumepithel kragenförmig den Zahn umgibt, das im Normalfall eine dichte Verbindung ist und keine Bakterien eindringen lässt. Als Saumepithel wird das Epithel vom Zahnfleischrand bezeichnet, denn Epithel ist eine Sammelbezeichnung für Deckgewebe und Drüsengewebe als Grundgewebeart. Als Gingivafurche, Sulkus gingivae oder Gingivalsulkus wird die schmale ringartige Vertiefung zwischen Zahnfleischsaum und Zahnfleisch bezeichnet, wo die Zähne aus dem Zahnfleisch ragen und sich viele Bakterien durch die bakterielle Plaque ansammeln können. Der Zahnfleischsaum wird beim Zahnarzt als Gingivalrand bezeichnet, wie in der Zahnmedizin marginal "zum Zahnfleischrand gehörend" bedeutet und Supragingival bedeutet oberhalb vom Zahnfleischsaum gelegen. Eine regelmässige Reinigung des Sulcus von bakteriellen Belägen und Speiseresten ist beim Zahnarzt notwendig, um einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) vorzubeugen, die sich schnell unbemerkt in eine Parodontitis entwickeln kann. Bei prothetischen Behandlungen ist vielfach eine Korrektur von einem unregelmässigen Zahnfleischverlauf erforderlich, womit sich die "rote Ästhetik" mit dem Zahnfleischaufbau beschäftigt. Als Interdentalpapille wird das spitz zulaufende Zahnfleisch (Zahnfleischspitze) in den Zahnzwischenräumen bezeichnet, wo das Zahnfleisch den Zahnhals schützt. Das dreiecksförmige Zahnfleisch zwischen den Zähnen wird als Interdentalpapille (Papilla interdentalis), die Grenzlinie zwischen dem Zahnfleisch und der verschieblich dunkelroten Mundschleimhaut (Mucosa) als Mukogingivallinie bezeichnet. 


Zahnhalsschutz

Das Zahnfleisch schützt Zahnhals und Kieferknochen sowie den unteren Teil des Zahnes vor schädlichen Bakterien, denn wandern Bakterien bis zur Zahnwurzelspitze vor, führt dies zu Zahnausfall.

Zahnfleisch schutz Zahnhals Zahn Kieferknochen

Gingivoplastik ist die "Operative Gestaltung" des Zahnfleischrandes und Gingival besagt, zum Zahnfleisch gehörend, das Zahnfleisch betreffend oder zum Zahnfleisch hin.

Zahnfleisch schützt den Zahnhals

Das Zahnfleisch schützt den empfindlichen Zahnhals und hält den Zahn im Kieferknochen fest.

Das Zahnfleisch (Gingiva) bedeckt den Kieferknochen und umschliesst den Zahnhals, d.h. es ist das dem Zahnhals anliegende Weichgewebe. Die Zahnzwischenräume werden vom Zahnfleisch mittels der spitz zulaufenden Zahnfleischpapillen ausgefüllt. Normalerweise findet man nur eine kleine Furche zwischen Zahn und Zahnfleisch. Das Zahnfleisch ist der epitheliale Bestandteil des Zahnhalteapparates. Es besteht aus einem mehrschichtigen Plattenepithel, das nur wenige Hornschichten aufweist. Da eine Unterhaut (Subkutis) fehlt, ist das Zahnfleisch nicht verschiebbar und kann nicht nachgebildet werden. Die Subkutis wird auch Subkutangewebe genannt und ist das unter der Haut liegende Gewebe, welches aus dem zwischen Bindegewebssepten liegendem Fettgewebe und den die Haut versorgenden Blutgefässen und Nerven besteht. Zahnfleischrezession ist ein lokaler Zahnfleischrückgang, wo freiliegende Zahnhälse, meist an einzelnen Zähnen ohne Zahnfleischentzündungen vielfach bedingt durch Fehlbelastungen von Zähnen oder auch Verletzungen durch unsachgemässe Mundpflege. 


Verlauf Zahnfleisch

Ein schönes Lächeln wird massgeblich bestimmt durch die Zahn-Ästhetik und den Zahnfleischverlauf.

Zahnfleisch, Zahn-Ästhetik, Zahnfleischverlauf

Der Zahnfleischverlauf ist für die Zahn-Ästhetik von grosser Bedeutung, denn das Zahnfleisch sollte girlandenförmig den Zähnen anliegen und die Zahnwurzel vollständig bedecken.

Ein schönes Lächeln entsteht bei einem harmonischen Miteinander von Zähnen und Zahnfleisch.

Der Übergang von Zahn zu Zahnfleisch mit seinem girlandenförmigen Verlauf bestimmt massgeblich den ästhetischen Eindruck des Lächelns.

Verlauf Zahnfleisch Zahn-Ästhetik Zähne

Das Zahnfleisch und im Besonderen die Papillen benötigen eine Unterstützung durch den Kieferknochen, fehlt diese so kann das Zahnfleisch den harmonischen Verlauf nicht erhalten. Ästhetisch gut sichtbar wird der Zahnfleischrückgang erst, wenn die Knochenunterstützung nicht mehr vorhandenen ist.

Der Zahnfleischverlauf ist für die Zahn-Ästhetik von grosser Bedeutung.

Zahnfleischverlauf, Zahnfleisch Zahn-Ästhetik

Das Zahnfleisch sollte girlandenförmig den Zähnen anliegen und die Zahnwurzel vollständig bedecken.

Bei stark zurückgezogenem Zahnfleisch scheinen die Zähne zu lange und verhindert so ein schönes Lächeln.

Verlauf Zahnfleisch Zahnfleischrückgang Zähne

Wenn der Kieferknochen einen Defekt erleidet, bildet sich das Zahnfleisch zurück, denn der Kieferknochen ernährt das Zahnfleisch durch Blutgefässe.

Zahnfleischverlauf korrigieren

Mit einem chirurgischen Eingriff kann der Verlauf des Zahnfleisches korrigiert werden.

Die Zahnfleischästhetik kann mikrochirurgisch verbessert werden, indem freiliegende Wurzeloberflächen plastisch gedeckt und der Zahnfleischverlauf optimiert werden. Die Behandlung der Zahnfleischrezession erfolgt durch mikrochirurgischen Zahnfleischaufbau mit und ohne Zahnfleischtransplantate. Durch Transplantieren von lokalem Bindegewebe oder leichtem Umgestalten des Zahnfleischverlaufes lässt sich ein natürlicher Zahnfleischverlauf wieder herstellen. Ein unharmonischer Verlauf des Zahnfleisches, Zahnfleischentzündung oder (Zahnfleischrezession) können das Bild des Lächelns ebenso beeinträchtigen wie defekte Füllungen, verfärbte Zähne oder Lücken zwischen den Frontzähnen.


Erkrankung Zahnfleisch

Die Gingivitis ist eine Entzündung des Zahnfleisches aufgrund der Plaqueauflagerung am Zahnfleischsaum.

Zahnfleischerkrankung Gingivitis Entzündung 

Bakterien produzieren bei der Gingivitis Gifte (Toxine), die Entzündungen am Zahnfleisch und Zahnhalteapparat verursachen, in diesem Stadium der Zahnfleischerkrankung entstehen aber noch keine Zahnfleischschmerzen.

Zahnfleischerkrankung und Zahnfleisch-Schmerzen

Das frühe Stadium einer Zahnfleischerkrankung wird als Gingivitis bezeichnet.

Die Zahnfleischerkrankung ist durch eine Blutung am Zahn oder Zahnzwischenraum (Approximalflächen) gekennzeichnet. Entzündungen des Zahnfleisches führen zu sichtbaren Rötungen, Schwellungen oder Blutungen meist aber erst im fortgeschrittenen Stadium, wenn es eigentlich bereits zu spät ist. Bei der Zahnfleischerkrankung ist das Zahnfleisch ist meist lokal geschwollen. Selten wird dieses frühe Stadium der Zahnfleischentzündung durch überstehende Zahnfüllungen oder als eine Nichtverträglichkeit (Allergie) von Zahnkronen oder Brücken beobachtet. In diesem Stadium der Zahnfleischerkrankung kann durch die lokale medikamentöse Behandlung vom Zahnarzt lokal ein Antibiotikum in den Zahnzwischenraum gespritzt werden. Bei richtiger Zahnpflege, Prophylaxe und weiteren Mundspülungen kann diese Erkrankung im Mund schnell und effizient behandelt werden. Lokale Zahnfleischschmerzen können aber auch aufgrund einer lokalen, örtlichen Verletzung durch Fremdkörper oder Verbrennungen durch heisse, scharfe Speisen oder Getränke entstehen. Oft ist hier das Zahnfleisch schon durch eine systemische Allgemeinerkrankung oder die chronische Einnahme von Medikamenten vorgeschädigt und bildet so keine effiziente Barriere mehr für den Schutz von Zahnfleischschmerzen. Auch hier kann durch eine lokale Behandlung mit Wundsalben oder Spülungen der Zahnfleisch schmerz und die lokale Entzündung schnell behoben werden. 

Zahnfleischerkrankung

Entzündliche Zahnfleischerkrankungen sollte man immer behandeln lassen, denn es kommt zu Rötungen, Schwellungen und Zahnfleischrückgang.

Im weiteren Verlauf einer Entzündlichen Zahnfleischerkrankung entstehen zwischen Zähnen und Zahnfleisch so genannte Zahnfleischtaschen, worin sich die Keime ungehindert vermehren können und im Laufe der Zeit auch den Knochen angreifen.

Zahnfleischerkrankung, Zahnfleischtaschen

Im Anfangsstadium von Rötungen reicht eine gründliche, professionelle Entfernung aller harten und weichen Beläge beim Zahnarzt meist aus.

Bei einer fortgeschrittenen Parodontalerkrankung ist die Parodontalbehandlung und Parodontalchirurgie am Zahnhalteapparat gefragt.

Mit mikrochirurgischen Operationstechniken kann das Zahnfleisch sehr gezielt und schonend eröffnet werden, um die bakteriellen Ablagerungen auch unter dem Zahnfleisch zu entfernen. Gleichzeitig kann auch zurückgebildetes Knochengewebe regeneriert oder mit Ersatzmaterial wieder aufgebaut werden. Mit modernen Labortests lassen sich die Parodontitis-Keime identifizieren, so dass eine zielgerichtete Behandlung mit Antibiotika möglich ist. Erfolgt bei einer Zahnfleischerkrankung keine Behandlung, verlieren die Zähne ihren festen Halt, wackeln und fallen schlimmstenfalls aus. Zudem können die Bakterien über das Zahnbett auch in andere Bereiche des Körpers gelangen und schwere Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes begünstigen.

Warnhinweis einer Zahnfleischerkrankung durch:

Zahnstein oder viel Zahnbelag
Zahnfleischbluten
Dunkelrotes Zahnfleisch mit evtl. auch bläulicher Verfärbung
Schwellungen vom Zahnfleisch
Lockerung der Zähne
Zahnfleischrückgang bzw. Rückbildung vom Zahnfleisch
Mundgeruch
Berührungsempfindlichkeit und Schmerzempfindlichkeit vom Zahnfleisch


Gingivitis

Die Gingivitis ist eine meist bakteriell verursachte Entzündung vom Zahnfleisch wo tiefere Strukturen vom Zahnhalteapparat noch nicht betroffen sind.

Gingivitis ist eine oberflächliche Entzündung vom Zahnfleischsaum, verursacht durch Bakterien.

Gingivitis, akute oder chronische Entzündung  

Bei der Gingivitis kommt es zu gerötetem und geschwollenem Zahnfleisch welches druckempfindlich ist und zu Blutungen neigt.

Die Gingivitis umschreibt eine Entzündung vom Zahnfleisch.

Als Erreger für Gingivitis (Parodontose) kommen alle in der Mundflora vorkommenden Bakterien in Betracht. Schmerzen sind bei der Gingivitis eher selten. Es wird unterschieden zwischen einer akuten und einer chronischen Form.

Gingivitis kann begünstigt sein durch:

Schlechte Mundhygiene
 Stress
 schlecht angepasster Zahnersatz, Kronen oder Füllungen
 Fehlerhafte Zahnstellungen, geeignet für Schlupfwinkel im Zahnfleisch
 Schwangerschaft, Pubertät und andere hormonelle Veränderungen
 Störungen des Immunsystems durch Diabetes, Leukämie etc.
 Altersschwäche

Chronisch Gingivitis oder akute Gingivitis

Unter einer Gingivitis versteht man eine Zahnfleischentzündung der Gingiva.

Chronisch Gingivitis, akute Gingivitis, Gingiva

Die Gingivitis gehört zu den Parodontalerkrankungen bzw. zu den Erkrankungen vom Zahnhalteapparat.

Gingivitis ist eine akute oder chronische Entzündung des Zahnfleischs (Gingiva), die mit Plaque (Zahnbelag) in Verbindung steht.

Gingivitis ist eine zumeist bakteriell verursachte Entzündung vom Zahnfleisch (Gingiva) und wird nach dem zeitlichen Verlauf unterschieden, man nennt die akute Gingivitis und die chronische Gingivitis. Eine chronische Gingivitis verursacht zumeist keine Schmerzen. Die Entzündung bleibt auf das Zahnfleisch beschränkt und löst keinen Knochenabbau aus. Bei der chronischen Gingivitis kommen als Erreger alle in der Mundflora vorkommenden Bakterien in Betracht, es ist ein langsam, schleppend verlaufen des Krankheitsbild. Die Symptome der chronischen Gingivitis sind individuell sehr unterschiedlich und können neben wechselnden Entzündungsreaktionen begleitet sein von übermässigem Schleimhautwachstum. Tieferliegende Strukturen vom Zahnhalteapparat (Parodont) sind von der chronischen Gingivitis nicht betroffen.

Akute Gingivitis

Akute Gingivitis bedeutet, akute Entzündung der Gingiva mit Rötung, Schwellung sowie Absonderung eiweissreicher Flüssigkeiten des entzündlichen Prozesses bzw. Exsudation.

Ursache für die Akute Gingivitis können mechanische oder thermische Verletzungen und oder aber auch bakterielle Beläge sein. Sofern bakterielle Beläge die Ursache sind und langfristig bestehen bleiben, geht die akute Gingivitis innerhalb weniger Tage in eine chronische Gingivitis über. Eine Gingivitis ist eine Zahnfleischentzündung, welche durch Stoffwechselprodukte von Plaque-Bakterien verursacht wird. Wichtigstes Merkmal der Gingivitis ist gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, übler Mundgeruch und Mundgeschmack und Zahnfleischbluten, welches bei mechanischer Reizung bei der Zahnpflege rasch ausgelöst wird. Gingivitis ist oft mit Mundgeruch verbunden und erfolgt ohne Knochenabbau oder Lockerung der Zähne. Gingivitis kann mechanisch (Zahnstein), infektiös (bakteriell, Plaquebakterien), toxisch (Schwermetallvergiftung) oder hormonell (Schwangerschaftsgingivitis) bedingt sein und kann auch als Begleiterkrankung einer Allgemeinerkrankung wie Diabetes mellitus oder AIDS in Erscheinung treten. Auslöser der Zahnfleischentzündung ist in der Regel eine vernachlässigte Zahnpflege und Mundpflege, sowie Erkältungskrankheiten, bei denen es zur Schwellung, Rötung und Blutung des Zahnfleisches kommt. Damit die Entzündung ausheilen kann, müssen die bakteriellen Beläge möglichst vollständig beseitigt werden. Bleibt die Entzündung unbehandelt, kann sich daraus eine Parodontitis entwickeln, die im schlechtesten Fall Zahnverlust zur Folge hat. Regelmässige Prophylaxe und sorgfältige Zahnpflege beugen einer Gingivitis wirksam vor. Mundspüllösungen unterstützen die Bekämpfung von Entzündungsprozessen, indem sie vorhandene bakterielle Beläge inaktivieren und die Neubildung von Belägen hemmen. Wird eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) nicht behandelt, geht die Entzündung auf den Kieferknochen über. Eine Sonderform der akuten Gingivitis ist die ANUG, die sich besonders bei einer nicht gesunden Lebensweise wie Stress, Alkoholabusus, Medikamentenabusus und Nikotinabusus entwickelt.

Gingivitis kann zu Parodontitis führen

Wenn die Gingivitis nicht behandelt wird, geht die Entzündung auf den Kieferknochen über, sodass man von einer Parodontitis spricht.

Diese so genannte Parodontitis führt zu einem langsamen Abbau des Zahnhalteapparates. Ursachen der Zahnfleischentzündung können neben der Plaquebildung auch virale Einflüsse sein. Vitamin-C-Mangel, Pilze oder mechanische Verletzungen von aussen können zu Gingivitis führen. Zu unterscheiden sind gingivale Erkrankungen, die unabhängig von Plaque entstehen, denn alle Formen der gingivalen Erkrankung stellen eine Unterform der Entzündliche Parodontalerkrankungen dar. Eine chronische Gingivitis kann in eine Parodontitis übergehen, oder bei einer bestehenden Parodontitis den Verlauf beschleunigen.


ANUG

Anzeichen einer ANUG sind hohes Fieber, starke Zahnfleischschmerzen, starker Mundgeruch und ein fauliger metallischer Geschmack.

ANUG akute Gingivitis, Plaque, Mundgeruch

Kennzeichen von ANUG sind neben Schmerzen ein abstossender Mundgeruch und ein verminderter Allgemeinzustand.

Eine Sonderform der akuten Gingivitis ist die ANUG bzw. die akut nekrotisierende ulzerierende Gingivitis von welcher vor allem Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15-30 Jahren betroffen sind.

ANUG entwickelt sich besonders bei einer nicht gesunden Lebensweise wie Stress, Alkoholabusus, Medikamentenabusus und Nikotinabusus, aber auch bei einem erschwerten Zahndurchbruch (Weisheitszahn). Die Krankheit ANUG beginnt schlagartig mit einer akuten Entzündung, meist an den Frontzähnen bzw. am Zahnfleisch, das zwischen den Zähnen gelegen ist und zerstört die Interdentalpapillen. Dies bedeutet, dass nach dem Ausheilen der ANUG, die Gingiva bzw. Zahnfleisch, das epitheliale Bestandteil des Zahnhalteapparates ist, an diesen Stellen fehlt. Die Erreger sind grösstenteils kleine, grosse und mittelgrosse Spirochäten, Kokken und Stäbchenbakterien. Das Zahnfleisch im Zahnzwischenraum wird rot und kann mit einem leicht gelblichen, abwischbaren Film bedeckt sein. Die Erkrankung ist nicht ansteckend und wird durch schnell ins Gewebe eindringende Bakterien verursacht.  Die am häufigsten betroffenen Patienten von ANUG sind starke Raucher und Menschen die unter starkem Stress leiden. Voraussetzung für eine ANUG ist aber vielfach eine schlechte Mundhygiene.


Bluten von Zahnfleisch

Blutendes Zahnfleisch ist ein Anzeichen und gleichzeitig ein Alarmsignal, dass mit dem Zahnfleisch oder gleichzeitig mit den Zähnen etwas nicht in Ordnung ist.

Zahnfleisch blutet, Zahnfleischbluten, Entzündung

Wiederholtes Zahnfleischbluten deutet auf eine Zahnerkrankung hin und ist ein Anzeichen für eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis).

Das Zahnfleisch blutet entweder durch chemischen, hormonellen, bakteriellen oder mechanischen Reiz.

Zahnfleischbluten ist das Resultat einer entzündlichen Erkrankung vom Zahnfleisch (Gingiva). Wenn das Zahnfleisch wiederholt blutet, deutet dies auf eine Zahnerkrankung hin wie bei Zahnschmerzen, denn Zähne senden auch durch den gereizten Zahnnerv ein Alarmsignal aus. Zahnfleischbluten wird meistens beim Zähneputzen bemerkt und ist in der Regel nicht schmerzhaft. Bei einer akuten Zahnfleischentzündung ist das Zahnfleisch gerötet, weich, angeschwollen und druckempfindlich, so dass das Kauen erschwert ist. Die Zahnfleischentzündung kann mit der Bildung von Eiter und einem schlechten Mundgeruch einhergehen, denn Kranke Zähne verursachen oft auch Mundgeruch.

Ursachen von Zahnfleischbluten

Ungenügende Mundhygiene ist in vielen Fällen die Ursache von Zahnfleischbluten und Zahnfleischentzündungen.

Durch ungenügende Mundhygiene bilden sich Plaque und Zahnstein, die das Zahnfleisch reizen. Zahnfleischentzündung können auch durch Bakterien oder in seltenen Fällen durch Viren ausgelöst werden. Verschiedene Faktoren fördern die Entstehung einer akuten Zahnfleischentzündung, z. B. Rauchen, trinken von Alkohol, die Einnahme von Medikamenten oder die Hormonumstellung während der Schwangerschaft. Infektionskrankheit oder Allergien können ebenfalls Zahnfleischentzündungen auslösen. Eine schlecht sitzende Zahnprothese kann eine Entzündung des Zahnfleischs verursachen und damit Zahnfleischbluten verursachen. Eine chronische oder wiederholte akute Zahnfleischentzündung kann eine Parodontitis nach sich ziehen und dadurch längerfristig die Erhaltung der Zähne gefährden.

Zahnfleisch blutet durch Entzündung im Mund

Wenn das Zahnfleisch schmerzhaft ist und stark blutet, sollte man einen Zahnarzt aufsuchen.

Blutspuren beim kräftigen Biss in den Apfel oder rötlicher Zahnpasta-Schaum nach dem Zähneputzen sind eindeutige Anzeichen für eine Zahnfleischentzündung. Das Zahnfleisch kann auch geschwollen sein, sich rötlich verändern oder so empfindlich sein, dass das Putzen der Zähne schmerzt. Zahnfleischbluten ist eine Entzündung des Zahnfleischs (Gingivitis) oder Zahnhalteapparates (Parodontitis). Zum Zahnhalteapparat gehören neben dem Kieferknochen die Zahnwurzeln und das Zahnfleisch.

Speisereste als Ursache für das bluten von Zahnfleisch

Speisereste können Ursache für das Zahnfleischbluten sein, denn Speisereste sind Bakterienherde.

Die Bakterien an den Zähnen verursachen eine Entzündung vom Zahnfleisch, so dass das Zahnfleisch bluten kann. Der Zahnbelag ("Plaque") wird ebenfalls zum Bakterienherd und kann Zahnfleischbluten auslösen. Zahnspangen wie Zahnklammer, Multibracketapparaturen sowie Zahnspangenfixierungen an den Zähnen sind ebenfalls Bakterienherde und können Zahnfleischbluten und Zahnfleischentzündungen provozieren, im Besonderen, wenn die Fixierungen der Zahnspange bzw. eines Innenbogens ins Zahnfleisch hineinreichen und so das Zahnfleisch gleichzeitig dauern irritieren oder verletzen.

Zahnfleischbluten kann in Verbindung mit Herzerkrankung stehen

Bakterien lösen meist eine Zahnerkrankung aus, die sich anfänglich in Form von Zahnfleischbluten, Schwellungen und Entzündungen bemerkbar macht.

Zahnfleischbluten, Herzerkrankungen, Zähne

Ein Zahnabszess mit einer Zahnfistel die in Verbindung zwischen der entzündeten Zahnwurzel und der Mundhöhle steht ist eine unschöne und schmerzhafte Angelegenheit die im Bereich der Zahnwurzelspitzen entsteht und ist die Bezeichnung für die Bildung von Eiter im Zahn (Eiterzahn).

Der Mund ist einer der schmutzigsten Orte im menschlichen Körper. 

Schlechte Zähne und eine mangelhafte Mundhygiene können Herzerkrankungen hervorrufen, denn Personen mit mangelhafter Mundhygiene leiden häufiger unter Zahnfleischbluten, was den Zugang für ca. 700 verschiedene Bakterienarten des Mundraums zum Blutkreislauf möglich macht. Durch offene Blutgefässe, wie sie bei Zahnfleischbluten vorkommen, dringen Bakterien in die Blutlaufbahn ein, wo sie auf winzige Fragmente treffen, die Thrombozyten, welche für die Blutgerinnung bei Verletzungen verantwortlich sind. Indem sie sich an die Thrombozyten anheften, verursachen die Bakterien ein Gerinnen innerhalb des Blutgefässes, wodurch dieses teilweise blockiert wird. Das Blut kann so nicht mehr ungehindert ins Herz zurückfliessen, sodass man die Gefahr läuft, einen Herzinfarkt zu erleiden.

Mundhygiene bei Zahnfleischbluten

Beim Bluten von Zahnfleisch ist die Mundhygiene sehr wichtig.

Wenn die Zähne nicht sorgfältig und regelmässig gereinigt werden, vermehren sich die Bakterien im Mund und scheiden vermehrt Stoffwechselprodukte wie Säuren und Giftstoffe aus. Vor allem schlecht zugängliche Zahnfleischtaschen sind ein Eldorado für Bakterien sowie Speiseresten. Die bakteriellen Giftstoffe (Endotoxine) greifen das Zahnfleisch an und es entsteht eine akute Entzündung. Das Zahnfleisch ist rot gefärbt, geschwollen, blutet bei der geringsten Berührung und schmerzt. Ohne eine gute Mundhygiene vermehren sich Bakterien vermehrt und reizen das Zahnfleisch weiter. Mit der Zeit entsteht so aus der Gingivitis eine Parodontitis. Das entzündete Zahnfleisch zieht sich immer weiter zurück und der Knochen baut sich ab, was zum Zahnausfall führt. Wenn man das Zahnfleischbluten bemerkt oder das Zahnfleisch beim Zähneputzen schmerzt, sollte man den Zahnarzt aufsuchen.

Schwangerschaft und Zahnfleischbluten

Während der Schwangerschaft ist die Mundpflege gegen Zahnfleischerkrankungen besonders wichtig, denn jede Art von Zahnfleischbluten ist ein Alarmsignal.

Zahnfleischbluten während der Schwangerschaft verursacht auch bei der Schwangerschaftsgingivits vielfach keine Schmerzen und wird deshalb oft nicht ernst genug genommen. Zahnfleischerkrankungen können auch durch hormonelle Veränderungen wie Schwangerschaft, Diabetes oder Störungen der Schilddrüse entstehen. Man sollte daran denken, dass man dem Zahnarzt sagt, dass man Schwanger ist, so dass Röntgenaufnahmen während der ersten drei Schwangerschaftsmonate vermieden werden können. Lokale Betäubung zur Zahnbehandlung ist dagegen während der gesamten Schwangerschaft unbedenklich.


Entzündetes Zahnfleisch

Zahnfleischschmerzen treten bei diesem Krankheitsbild der Zahnfleischentzündung nur periodisch auf und zwischen Zahnfleisch und Wurzeloberfläche bilden sich tiefe Zahnfleischtaschen.

Entzündetes Zahnfleisch, Zahnfleischentzündung

In diesem Stadium dieser chronischen Zahnfleischerkrankung ist eine Zahnfleischbehandlung durch den Spezialisten erforderlich.

Zahnfleischentzündung

Das Bluten von Zahnfleisch ist das wichtigste Anzeichen der Zahnfleischentzündung, das Zahnprobleme auslösen kann.

Entzündungen des Zahnfleisches führen zu sichtbaren Rötungen, Schwellungen oder Blutungen meist erst im fortgeschrittenen Zustand, wenn es vielfach bereits etwas spät ist. Eine langandauernde Gingivitis bzw. Zahnfleischentzündung kann auf den Kieferknochen, die Wurzelhaut und den Zahnzement übergreifen.

Zahnfleischentzündung mit Zahnfleischschmerzen

Schreitet eine Zahnfleischentzündung unbemerkt schleichend fort wird der umliegende Knochen und das Bindegewebe irreversibel bzw. nicht rückgängig machbar geschädigt.

Durch eine professionelle Zahnreinigung werden beim Zahnarzt zunächst der Zahnstein und die Verfärbungen auf den Zähnen beseitigt. Meist zieht sich auch das Zahnfleisch zurück sodass sich lange Zahnhälse zeigen, die Zähne sind stark Temperatur empfindlich auf heisse oder kalte Getränke oder Speisen bzw. es sind empfindliche Zähne. Im Endstadium der Parodontose lockern sich die Zähne sehr stark, sodass die lockeren Zähne ausfallen oder vom Zahnarzt durch eine Zahnextraktion entfernt werden müssen. Gleichzeitig ist diese chronische Entzündung im Zahnfleisch durch einen starken Knochenverlust (Knochenschwund) gekennzeichnet. Hat sich das Zahnfleisch weit zurückgezogen und sind die erkrankten Zähne schon weites gehend gelockert, muss vom Zahnarzt abgewogen werden, ob ein Zahnerhalt mit Gewebeaufbau (Argumentation) und einer plastischen Rekonstruktion das Zahnfleisch wieder aufgebaut werden kann.


Rückgang vom Zahnfleisch

Wenn durch Parodontose das Zahnfleisch schwindet und zurückgeht, wird von einem Zahnfleischrückgang oder Zahnfleischschwund gesprochen.

Der Kieferknochen ernährt das Zahnfleisch durch Blutgefässe.

Rückgang Zahnfleisch Zahnstein Zahnprobleme

Wenn der Kieferknochen einen Defekt erleidet, bildet sich das Zahnfleisch zurück was Zahnsubstanzgefährdend ist, wobei es dafür verschiedene Ursachen gibt.

Das Zahnfleisch haftet normal an dem Kieferknochen resp. Alveolarfortsatz fest.

Zahnfleischrückgang (Parodontitis) ist ästhetisch unschön und auch ein gesundheitlicher Aspekt, den ein gesunder Zahnfleischkragen mit angewachsenem, verhorntem Zahnfleisch ist Voraussetzung für die Zahngesundheit. Der Rückgang vom Zahnfleisch ist keine so seltene Erkrankung, doch viele Menschen erachten freiliegende Zahnhälse, wenn die Zähne als länger erscheinende, als Alterserscheinung, doch Zahnfleischschwund ist eine Krankheit. Der Zahnfleischrückgang kann eine genetische Veranlagung sein den man nicht verhindern kann, aber der Rückgang vom Zahnfleisch kann stark verzögert werden. Als Auslöser für den Rückgang vom Zahnfleisch können bakterielle Infektionen verantwortlich sein oder aber auch Überbelastung durch Zähneknirschen, was den Zahnfleischrückgang begünstigt kann.

Der Zahnfleischschwund ohne Zahnfleischentzündung  wird vom Zahnarzt als Gingivarezession (Zahnfleischrezession) bezeichnet.

 Zahnfleischrückgang, Schwund Zahnfleisch

Für den Zahnfleischrückgang gibt es verschiedene Ursachen, so können Ablagerungen von verkalkten Zahnbelägen wie Plaque und Zahnstein zu Parodontose führen.

Schwund vom Zahnfleisch durch Parodontitis

Der Zahnfleischrückgang beginnt meistens mit einer Zahnfleisch-Entzündung, was auch als Gingivitis bezeichnet wird.

Beim Rückgang vom Zahnfleisch bzw. Zahnfleischschwund handelt sich um eine häufig auftretende Entzündung, die einen harmlosen verlauf nehmen kann. Allerdings ist es möglich, dass sich hinter einem scheinbar harmlosen Zahnfleischproblem auch der Beginn einer Parodontitis verstecken kann, im Besonderen, wenn man die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) nicht von einem Zahnarzt behandeln lässt. Die Mundhöhle ist normalerweise von ca. 500 verschiedenen Bakterienstämmen besiedelt, die in kleinen Konzentrationen von unserem Immunsystem problemlos in Schach gehalten wird. Wenn die Mundhygiene vernachlässigt wird, bilden sich klebrige, gelbliche, zähe Zahnbeläge (Plaques), in denen sich die Bakterien massenhaft vermehren können. Durch Bakteriengiftstoffe (Toxine) kommt es dann zur Zahnfleischentzündung (Gingivitis), die sich meist durch eine verstärkte Blutungsneigung des Zahnfleisches beim Zähneputzen bemerkbar macht. Bei länger bestehender Gingivitis greift die Entzündung vom Zahnfleisch auf den die Zahnwurzel tragenden Kieferknochen über und beginnt, diesen abzubauen. Es bilden sich zunächst Zahnfleisch-Taschen, in denen sich die Bakterien ungestört vermehren können, da sie dort mit Zahnpasta und Zahnbürste nicht mehr entfernt werden können. Durch fortschreitenden Abbau des Kieferknochens werden diese Taschen immer tiefer. Der Zahnstein, der sich unter dem Zahnfleisch bildet, wird dieser Kieferknochenabbau noch verstärkt. Dabei nimmt mit zunehmender Tiefe der Taschen die Anzahl der besonders aggressiven Bakterien zu, die gänzlich ohne Sauerstoff leben können, denn es sind Anaerobe Bakterien. Anaerobe Bakterien sind solche Bakterien, die nur unter Luftabschluss, also im Körperinnern leben können. Ohne Behandlung führt die Parodontose schliesslich zum Zahnfleischrückgang bzw. Zahnfleischabbau sowie zur Lockerung der befallenen Zähne und zum Zahnverlust. Eine Gingivitis ist Reversibel bzw. kann wieder Rückgängig gemacht werden im Gegensatz zu einer Parodontitis die Irreversibel ist, also nicht Rückgängig gemacht werden kann.

Rückgang vom Zahnfleisch durch zu harte Zahnbürste

Unter Zahnfleischrezession bzw. Gingivarezession versteht man einen lokalisierten Zahnfleischschwund.

Als Gingivarezession wird der entzündungsfreie Zahnfleischrückgang oder auch Zahnfleischschwund bezeichnet. Dieser Zahnfleischrückgang wird durch besonders dünnes, empfindliches Zahnfleisch begünstigt und auch durch falsches Zähneputzen mit zu harten Bürsten verursacht. Im Gegensatz zur Parodontitis ist der Zahnfleischschwund bei der Rezession also nicht entzündungsbedingt.

Zahnfleischschwund durch schlechte Mundhygiene

Der Zahnfleischrückgang kann auch durch schlechte Mundhygiene oder falsches Zähneputzen verursacht werden.

Wenn die Zahnbeläge (Plaque) nicht entfernt werden bildet sich durch eine Entkalkung der Plaques Zahnstein. Der Zahnstein führ dazu das, dass Zahnfleisch verdrängt wird und so der Zahnfleischrückgang verursacht.

Zahnfleischrückgang durch Tabakkonsum

Raucher haben zum Vergleich mit Nichtrauchern ein höheres Risiko an Parodontitis zu erkranken als Nichtraucher.

Der Zigarettenrauch, der durch die Mundhöhle geht, mindert die Durchblutung und Abwehrkraft des Zahnfleisches (Gingiva). Die Bakterien vermehren sich dann vermehrt und schieben langsam das Zahnfleisch (Gingiva) über Jahre zurück.

Rückgang vom Zahnfleisch durch Diabetes mellitus

Es ist seit längerem bekannt, dass der Zahnfleischrückgang bzw. Zahnfleischschwund hauptsächlich stattfindet, wenn der Blutzuckerspiegel nicht richtig oder schlecht eingestellt ist, was auch mit dem Immunsystem in Zusammenhang steht und zur Zahnfleischrückbildung beiträgt, denn das Zahnfleisch ist mit der Mundschleimhaut verbunden und umgibt die Zahnhälse.

Rückgang vom Zahnfleisch durch Lebenspartner mit Parodontitis

Auch der Lebenspartner kann die Bakterien der Parodontitis beim Küssen auf einen anderen Menschen übertragen.

Das bedeutet, dass die Bakterien sich bei vorhandener Plaque massenhaft vermehren können und zur Parodontitis führen. Eine Ansteckung ist auch von Mutter zu Kind möglich, wenn der Schnuller auf den Bonden fällt und die Mutter diesen ableckt und dem Kind zurückgibt, was auch zur Übertragung der Kariesbakterien führen kann.

Zahnfleischrückgang durch Schwangerschaft

Durch die Schwangerschaft entsteht eine Hormonumstellung die das Bindegewebe lockert.

Bei der Schwangerschaftsgingivits kann das Zahnfleisch bluten und deutlich anschwellen, wodurch vielfach Pseudotaschen bzw. vertiefte Zahnfleischtaschen entstehen können. Das Zahnfleisch schwillt an und die Bakterien können leichter in die Tiefe vordringen, wo man mit der Zahnbürste nicht mehr ran kommt und sich die Bakterien so massenhaft vermehren können und damit ein Zahnfleischschwund gefördert wird. Während der Schwangerschaft kann es in der Mundhöhle zur Entwicklung von ausgeprägten, geschwulstartigen Zahnfleischwucherungen kommen die meist schmerzunempfindlich auftreten.

Zahnfleischrückgang durch Zähneknirschen (Bruxismus)

Das nächtliche Zähneknirschen oder Zähnepressen ist eine meist unbewusste Reaktion auf stress.

Dadurch wird der Verschleiss der Zähne erhöht und der Zahnhalteapparat überlastet und somit geschädigt. Durch den geschädigten Zahnhalteapparat wird das Zahnfleisch (Gingiva) nicht mehr sehr gut durchblutet, was zu einem Rückgang vom Zahnfleisch bzw. Zahnfleischschwund führt.

Grössere Risikofaktoren für den Zahnfleischschwund sind:

Zuviel druck beim Zähneputzen
Zu starkes Lippenbändchen oder Zungenbändchen
Allgemeine Abwehrschwäche durch das Immunsystem
Piercings im Mundbereich
Unausgewogene Ernährung


Schwund Zahnfleisch

Ein Zahnfleischschwund kann vielfältige Ursachen haben und kann auch ohne Entzündung erfolgen.

Entzündetes Zahnfleisch ist oft schuld am Verlust von Zähnen, das sich durch gute Zahnhygiene vermeiden lässt.

Zahnfleischrückgang durch Parodontitis Zähne

Die durch Zahnfleischrückgang freiliegenden Zahnhälse sind besonders empfindlich gegenüber Karies sowie äusseren Reizen wie heiss, kalt, süss, sauer oder Berührungen.

Zahnfleischschwund ist die Rückbildung vom Zahnfleisch nach entzündlichen Prozessen wie Gingivitis oder Parodontitis (Parodontose) sowie auch durch Verletzung vom Zahnfleisch (Gingiva) an einzelnen Zähnen. Zahnfleischschwund kann auch entstehen durch eine falsche Zahnputztechnik, meist durch horizontales Schrubben und oder auch mit zu viel Druck. Zahnfleischschwund kann nicht mehr rückgängig gemacht, sondern höchstens durch Gewebetransplantation verbessert werden.

Zahnfleischschwund ist eine Krankheit

Das Zahnfleisch bietet einen Schutz für die Zähne.

Das Zahnfleisch bedeckt den Zahn vom Kieferknochen bis zum Zahnhals, auf dem die Zahnkrone sitzt. Somit werden der Zahn und der Kieferknochen abgedichtet und damit vor dem Befall von Krankheitserregern geschützt. Die Zähne sind im Kieferknochen eingebettet und je mehr das man darauf kaut, umso widerstandsfähiger wird das ganze Zahngebiss. Weichgekochte Nahrung bietet dies nicht, sodass bei falscher Ernährung es vorkommen kann, dass in jungen Jahren bereits eine Zahnlockerung mit anschliessendem Knochenabbau erfolgen kann. Die Folge sind Zahnfleischentzündung bzw. Zahnbettentzündung und Zahnbettschwund. Zwischen Zahn und Zahnfleisch bilden sich Zahntaschen resp. Zahnfleischtaschen, die sich entzünden und vereitern. Bleibt die Entzündung unbehandelt, greift sie die Wurzelhaut des Zahns und anschliessend den Kieferknochen an, was mit schmerzendem und leicht blutendem Zahnfleisch anfängt, denn Zahnfleischbluten ist ein Alarmsignal und deutet auf eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) hin.

Krankheiten entstehen durch Übersäuerung

Der Zahnfleischschwund ist in Beziehung mit dem PH-Wert im Mund.

Zahnfleischschwund ist abhängig vom PH-Wert in der Mundhöhle und dieser hängt wiederum mit dem PH-Wert des Dünndarms zusammen. Übersäuerung im Mund beschleunigt den Angriff auf die Zahnhartsubstanz (Zahnschmelz). Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist deshalb auch sehr wichtig für die Zähne und Ihrer Gesundheit (Speichel - PH-Wert). Ein normaler pH-Wert vom Mundspeichel liegt bei 7 bis 7,1, was einem neutralen oder leicht basischen Milieu entspricht. Viele Krankheiten der Zähne und dem Zahnfleisch können entstehen durch Übersäuerung, so auch durch die Magensäure. Medikamente und Arzneimittel überfluten den Körper mit Säure und verbrauchen sehr viele Basenstoffe.

Die eigentliche Parodontose ist weitgehend schmerzlos und deshalb gefährlich und unberechenbar.

Zahnfleischschwund, Parodontose, Zahnhälse

Das Zahnfleisch weicht langsam zurück und legt die Zahnhälse frei.

Die Zähne reagieren sehr empfindlich auf Kälte, Wärme und Süssigkeiten was bedeutet, dass der Abbau des Kieferknochens in diesem Stadium bereits begonnen hat.

Wenn sich Zahnfleisch und Kieferknochen abbauen, verliert der Zahn seinen Halt und fällt aus, was Zahnverlust bedeutet. Bei der Zahnfleischrezession entsteht keine Entzündung im Gegensatz zu Parodontitis, wo eine Entzündung stattfindet. Zahnfleischbluten kann eine erste Andeutung auf eine Parodontose-Erkrankung sein. Verursacht durch bakterielle Zahnbeläge, die den Zahnhalteapparat und somit die Verankerung des Zahnes im Kiefer gefährdet, gibt es bei Parodontitis ist immer eine Entzündung. Die Entzündung kann altersunabhängig auftreten und spielt vor allem bei Erwachsenen ab dem 30. Lebensjahr eine immer grössere Rolle. Vorstufe ist eine unbehandelte Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Wird die Gingivitis nicht behandelt, breiten sich die Bakterien weiter aus, sodass sich ein grösserer Bereich des Zahnhalteapparates entzündet. Im ungünstigsten Fall ist der betroffene Zahn gefährdet und eine Schädigung vom Kieferknochen möglich. Die Parodontitis hat auch ungünstige Auswirkungen bei Herz- und Kreislauferkrankungen. Eine Schwangerschaft kann durch die Parodontitis negativ beeinflusst werden und schlechte Mundhygiene, Rauchen und Krankheiten, wie Diabetes, können zusätzlich die Entwicklung einer Parodontitis begünstigen.


Rezession Zahnfleisch

Rezession bzw. Zahnfleischrezession ist ein Zahnfleischproblem und bedeutet Zahnfleischschwund oder Zahnfleischrückgang und wird durch sehr dünnes, empfindliches Zahnfleisch begünstigt.

Zahnfleischrezession, Gingivarezession, Zähne

Typisch für eine Zahnfleischrezession ist, dass das Zahnfleisch ohne eine Entzündung zurückgeht, was aber nicht bedeutet, dass nicht zusätzlich eine Zahnfleischentzündung erfolgen kann.

Gingivarezession

Zahnfleischrezession bzw. Gingivarezession ist ein traumatischer Zahnfleischrückgang.

Bei der Zahnfleischrezession entsteht keine Entzündung im Gegensatz zu Parodontitis Unter traumatischem Zahnfleischrückgang oder Rezessionen versteht man den sichtbaren, nichtentzündlichen Rückgang von Zahnfleisch und Kieferknochen. Die Zähne werden sichtbar länger und die freiliegenden Zahnhälse empfindlich. Lange Zähne können zudem den ästhetischen Eindruck stören. Unter Zahnfleischrezession oder Gingiva-Rezession versteht man einen lokalisierten Zahnfleischschwund. Lokaler Zahnfleischrückgang ist vielfach bedingt durch Zahnfehlstellungen, Fehlbelastungen von Zähnen und oder auch Verletzungen. Je nach Zahnstellung und Putzgewohnheiten gibt es Situationen, in denen sich das Zahnfleisch im Bereich des Zahnhalses im Laufe der Jahre zurückzieht. Zahnfleischrezession kommt auf einem oder mehrere benachbarten Zahnhälse vor und entsteht vielfach aussen stehenden Zähnen im Zahnbogen.

Durch Zahnfleischrezession entstehen entblösste Zahnhälse

Entblösste Zahnhälse durch die Zahnfleischrezession sind harmlos und führen sehr wenig zu einem direkten Zahnverlust, reagieren aber auf kalt / warm oder süss / sauer sehr empfindlich, weshalb man dies als empfindliche Zahnhälse bezeichnet.

Die Ursache für eine Gingivarezession liegt vielfach in der genetischen Veranlagung jedes Einzelnen. Das gesunde Zahnfleisch ist um die Zahnkrone fest angewachsen. Dieses befestigte Zahnfleisch ist im Normalfall verhornt, dick und deshalb auch sehr widerstandsfähig. Es schützt die darunter liegenden Zahnwurzeln und den Zahnknochen. Manches befestigte Zahnfleisch ist sehr dünn und dadurch leicht verletzlich. Angewachsenes Zahnfleisch kann stellenweise ganz fehlen. Dünnes Zahnfleisch ist anfälliger für einen Zahnfleischrückgang sodass das Gewebe im Mund von vornherein eher aufgelockert ist. Zahnwurzeln sind konisch geformt und haben einen schmalen Durchmesser. Bei Überbeanspruchung, meist durch zu festes Zähneputzen mit harter Zahnbürste kann dünnes, empfindliches Zahnfleisch verloren gehen. Aber auch eine entzündliche Komponente kann zum Auslöser der Zahnfleischerkrankung bzw. Zahnbetterkrankung werden, diese unterstützen oder verstärken. 

Zahnfleischrezession

Im Gegensatz zum Zahnfleischrückgang bei der Parodontitis ist der Rückgang des Zahnfleisches bei der Zahnfleischrezession nicht entzündlich bedingt.

Oft entsteht der Zahnfleischrückgang auch durch falsches Zähneputzen mit zu harter Zahnbürste oder übertriebenes Zähneputzen. Vielfach bildet sich das Zahnfleisch nicht wie bei einer Parodontitis aufgrund einer Entzündung zurück, sondern geht ohne entzündlichen Reiz zurück, was Zahnfleischrezession bedeutet. Infolge Fehlbelastung der Zähne kann es zu einer Kompression des Knochenfaches kommen und demzufolge zu einer geringeren Durchblutung was eine schlechte Nährstoffversorgung des anatomischen Gebietes zur Folge hat. Der Kieferknochen und somit auch das Zahnfleisch bilden sich daraufhin zurück, was man Rezession nennt. Unter einem lokalisierten Zahnfleischschwund versteht man eine Gingiva-Rezession bzw. Zahnfleischrezession die behandelt wird durch einen mikrochirurgischen Zahnfleischaufbau mit oder ohne Zahnfleisch-Transplantat.


Ersatz Zahnfleisch

Die Parodontitis bzw. Erkrankung des Zahnhalteapparates führt zum Rückgang vom Zahnfleisch.

Zahnfleischersatz, Erkrankung, Zahnhalteapparat

Infolge Zahnfleischrückgangs liegen die Zahnhälse frei, es treten Schmerzen auf, und die Lücken zwischen den Zähnen sind unschön und werden immer grösser.

Wenn das Zahnfleisch zurückgeht

Häufiger Grund für den Verlust von Zahnfleisch, wenn das Zahnfleisch zurückgeht ist die Parodontitis, so dass Zahnfleischersatz notwendig wird.

Die Lücken zwischen den Zähnen führen mit der Zeit zu Problemen mit der Aussprache und gleichzeitig entstehen vielfach Fehlfunktionen der Zunge, wie Saugen oder Pressen durch die grossen Zahnzwischenräume. Auch nach Operationen, wie dem Einsetzen von Implantaten, kann es zu Problemen mit der Zahnfleischregeneration kommen, wo nur die Zahnfleischepithese hilft. Die Epithese wird ganz individuell hergestellt. Nachdem der Zahnarzt einen Abdruck der Zähne genommen hat und die Farbe Ihres Zahnfleisches genauestens bestimmt hat, wird der Abdruck an ein Labor geschickt. Dort wird eine Epithese gefertigt, die die Zahnhälse schützt und unschöne Lücken abdeckt. Die Zahnfleischepithesen werden so gearbeitet, dass der Übergang zum natürlichen Zahnfleisch möglichst unsichtbar verläuft. Die Zahnfleischepithese kann täglich zur Reinigung entfernt werden. Aufgrund von Verfärbungen durch Speisen und Getränke, die auch an den natürlichen Zähnen auftreten, muss eine Zahnfleischepithese in der Regel nach ein bis drei Jahren erneuert werden.

Zahnfleischersatz aus Kautschuk oder Silikon

Zahnfleischersatz für fehlendes Zahnfleisch ist eine Zahnfleischepithese bzw. Zahnfleischmaske aus Kautschuk oder Silikon.

Eine Epithese dient der ästhetischen Wiederherstellung von Körperdefekten mit körperfremdem Material. Fehlendes Zahnfleisch wird durch eine Zahnfleischepithese, das eine Zahnfleischmaske aus weichbleibendem Silikon oder Kautschuk ist ersetzt und so die Ästhetik verbessert. Die Zahnfleischepithesen werden so gemacht, dass der Übergang zum natürlichen Zahnfleisch möglichst unsichtbar verläuft. Die Epithese ist herausnehmbar und muss nach etwa alle nach ein bis drei Jahren erneuert werden.


Zahnfleischersatz

Parodontitis als Erkrankung führt zum Rückgang des Zahnhalteapparates und somit auch vom Zahnfleisch, was den Zahnfleischersatz notwendig macht.

Ersatzzahnfleisch, Zahnfleischersatz, Zahnfleisch

Zahnfleischmasken werden meist für den sichtbaren Bereich, also den Frontzahnbereich, angefertigt.

Ein häufiger Grund für den Verlust von Zahnfleisch das zu Zahnfleischersatz führt ist die Parodontitis.

Infolge Zahnfleischrückgangs durch Parodontitis liegen die Zahnhälse frei, es treten Schmerzen auf und die Lücken zwischen den Zähnen werden grösser und unschön für die Ästhetik. Diese Lücken führen zu Problemen mit der Aussprache und zu Fehlfunktionen der Zunge, wie Saugen oder Pressen durch die grossen Zahnzwischenräume. Auch eine feuchte Aussprache kann nach einer Zahnfleischmaske verbessert werden. Nach Operationen, wie dem Einsetzen von Implantaten, kann es zu Problemen mit der Zahnfleischregeneration kommen. Freiliegende Kronenränder und Brückenränder aus Metall beeinflussen die Ästhetik negativ. Auch hier hilft die Zahnfleischepithese. Zahnfleischmasken werden meist für den sichtbaren Bereich, also den Frontzahnbereich, angefertigt, aber auch mit Ausdehnung bis in den Molarenbereich (Backenzähne) ist sehr häufig.

Zahnfleischmasken nach Parodontalbehandlung

Die Zahnfleischmasken können erst nach abgeschlossener Parodontalbehandlung mit stabilem Ergebnis angefertigt werden.

Die konservierende Zahnbehandlung (Füllungstherapien / Zahnfüllungen) im betroffenen Bereich sollte nebst der Parodontalbehandlung ebenfalls abgeschlossen sein. Nachdem der Zahnarzt mit Hilfe eines individuell hergestellten Löffels einen Abdruck mittels Silikon oder Polyether, der zu versorgenden Zahnfleischpartie den Abdruck genommen hat und die Farbe vom Zahnfleisch genauestens bestimmt hat, wird der Abdruck an ein Labor geschickt. Im Labor wird dann eine Zahnfleischmaske angefertigt, die die Zahnhälse schützt und unschöne Lücken abdeckt. Die Zahnfleischmasken sollten so gearbeitet sein, dass der Übergang zum natürlichen Zahnfleisch möglichst unsichtbar verläuft.

Zahnfleischmaske muss gereinigt werden

Die Zahnfleischmaske kann täglich zur Reinigung entfernt werden und sollte nach dem Essen unter fliessendem Wasser gereinigt werden.

Aufgrund von Verfärbungen durch Speisen und Getränke, die auch an den natürlichen Zähnen auftreten, muss eine Zahnfleischmaske bzw. Zahnfleischepithese in der Regel nach einem Jahr erneuert werden. Nach dem Zähneputzen mit fluoridierter Zahnpasta sollte die Zahnfleischmaske (Epithese) nicht direkt wieder eingesetzt werden, ansonsten es zu gelblichen Verfärbungen kommt. Um schnelle Gelbfärbungen zu vermeiden, sollte nach dem Verzehr von Karotten mit dem Einsetzen der Zahnfleischmaske etwas abgewartet werden. Nachts sollte die Zahnfleischmaske (Epithese) nicht getragen werden.


Rote Ästhetik 

Der Zahnfleischaufbau als rote Ästhetik wird durchgeführt nach einer Zahnfleischrezession.

Zahnfleischaufbau, rote Ästhetik Zahnfleisch 

Die Papillenregeneration und Knochenregeneration sowie Bindegewebstransplantationen erfordern hochentwickelte, mikrochirurgische Techniken und Geräte, die sehr kleine, feine Eingriffe ermöglichen.

Zahnfleischaufbau

Beim Zahnfleischaufbau spricht man von der roten Ästhetik "Zahnfleisch", bei der weissen Ästhetik von "Zähne".

Die rote Ästhetik umfasst alle Behandlungen für ein gesundes Zahnfleisch, denn gesundes und Kräftiges Zahnfleisch bildet den Rahmen und das Fundament für gesunde Zähne. Zahnfleischrückgang führt zu freiliegenden Zahnwurzeln und zu örtlichem Knochenabbau, sodass ein Zahnfleischaufbau notwendig ist, denn freiliegende Zahnhälse können starke Schmerzen verursachen. Durch Zahnfleischverpflanzung kann man in zahlreichen Fällen die freiliegenden Zahnhälse wieder mit Zahnfleisch bedecken. Sichtbare Bereiche werden mit den Methoden Papillenregeneration und Knochenregeneration sowie Bindegewebstransplantationen naturgetreu rekonstruiert. Feine, minimalinvasive chirurgische Eingriffe können das Zahnfleisch in die richtige Form bringen. Unter einem minimal-invasiven Eingriff "Zahnfleisch" versteht man eine Operation mit einer besonders gewebeschonenden Vorgehensweise.

Zahnfleischverpflanzung

Mit einer Zahnfleischverpflanzung unter dem Mikroskop kann man widerstandsfähiges Zahnfleisch schaffen und freiliegende Zahnhälse damit soweit als möglich wieder bedecken, denn Dünnes, verletzliches Zahnfleisch kann sich durch Überbeanspruchung zurückziehen.

Um Zähne zu erhalten, ist in einigen Fällen eine Zahnfleischverpflanzung medizinisch notwendig, denn der Zahnfleischrückgang führt oftmals zu schmerzhaften freiliegenden Zahnhälse und Zahnwurzeln sowie zu örtlichem Knochenabbau. Zahnfleischverpflanzung oder Schleimhauttransplantat bedeutet, dass ein Stück Schleimhaut, meist vom Gaumen an eine andere Stelle im Mund verpflanzt wird. Durch eine mikrochirurgische Zahnfleischverpflanzung können freiliegende Zahnhälse wieder bedeckt und ein widerstandsfähiges Zahnfleisch geschaffen werden. Um Zahnfleischrückgang auszugleichen, kann man Zahnfleisch aus anderen Bereichen der Mundhöhle an die erforderlichen Stellen transplantieren, was ohne sichtbare Spuren an den Entnahmestellen geschieht, denn diese heilen aus. Das Bindegewebstransplantat enthält auch das Unterhautbindegewebe im Gegensatz zu einem Schleimhauttransplantat, weshalb das Bindegewebstransplantat nach der Verpflanzung volumenstabiler ist und weniger schrumpft als reine Schleimhauttransplantat. Das Bindegewebstransplantat eignet sich sehr gut zur Aufpolsterung von dünnem und zu gering ausgebildetem Zahnfleisch, sofern dies in gewissen Regionen vorhanden ist. So wie die Rezessionsdeckung am Zahn, so erfolgt der Zahnfleischaufbau am Kiefer. Wenn fehlende Zähne die Rekonstruktion mit Brücken oder Implantaten unbefriedigend sind, wird Zahnfleisch, welches hinter dem letzten Zahn oder am Gaumen entnommen wird, durch mikrochirurgische Technik am Kieferkamm eingenäht und aufgefüttert. Die neuen Zähne können sich wieder natürlich an das Zahnfleisch anschmiegen.


Zahnfleisch schmerzt

Zahnfleischentzündungen sind meist schmerzarm bis Schmerzlos, eine Sonderform ist die ANUG als akute Gingivitis, die sehr starke Zahnfleischschmerzen verursachen kann.

Zahnfleischschmerzen, Schmerzen, Zahnfleisch

Die Zähne sind während der Schwangerschaft meist empfindlicher, denn die Mundschleimhaut ist aufgrund der hormonellen Umstellung auflockert und somit das Zahnfleisch leichter angreifbar und in den ersten Schwangerschaftswochen kommt es verstärkt zum Erbrechen, was die Zähne durch die stark säurehaltige Magensäure angreift und es zu Zahnerosionen mit Abrasionen kommen kann. 

Wenn die Zähne schmerzen machen sich viele Zahnpatienten Gedanken, dass es sich bei dem schmerzenden Zahn um Karies handeln muss, doch vielfach sind es Zahnfleischschmerzen.

Dass es sich bei schmerzenden Zähnen um Karies handeln muss ist zum Teil nicht ganz korrekt, denn nicht immer nur der Zahn ist die Ursache für die Schmerzen, sondern es kann auch sein, dass die Schmerzen vom Zahnfleisch kommen. Zahnfleischschmerzen entstehen akut oder chronisch, wenn durch eine akute Verletzung oder einen lang dauernden Krankheitsverlauf wie Parodontose Gewebsschädigungen am Zahnfleisch entstehen. Zahnfleischschmerzen, die durch eine Zahnfleischerkrankung ausgelöst werden, sind einer Entzündung des Zahnfleisches ausgesetzt, die sich auf den Kieferknochen und das Stützgewebe, das die Zähne umgibt, ausweiten kann. Diese Zahnfleischerkrankung wird durch die Bakterien der Plaque ausgelöst, einen klebrigen, gelblichen, zähen, lebendigen Belag aus Bakterien, der sich bei falscher Zahnpflege ständig auf den Zähnen bildet. Die darauf entstehenden Bakterien können nicht nur Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch infizieren, sondern auch das umliegende Gewebe des Zahnhalteapparates wie Kieferknochen und Bindegewebe, in dem die Zähne durch die so genannten  Sharpey-Fasern (Bindegewebsfasern) aufgehängt sind. Oft sind Zahnschmerzen nicht nur durch die Karies ausgelöst, die dann den Zahnnerven schon erreicht hat, sondern eben auch durch Zahnfleischschmerzen als lokale Reaktion auf einen nicht physiologischen Reiz.

Zahnfleischschmerzen

Zahnfleischschmerzen sind Folge einer örtlichen Verletzung durch Fremdkörper oder Verbrennungen durch zu heisse Speisen oder Getränke.

Zahnfleischentzündungen sind meistens schmerzarm oder sogar schmerzlos. Zahnfleischschmerzen als Folge von örtlicher Verletzung durch Fremdkörper oder Verbrennungen durch zu heisse Getränke  sind durch Wundsalben und Spüllösungen gut behandelbar. Parodontitis, können wie gewisse Erkrankungen des Körpers Zahnfleischschmerzen verursachen. Starke Zahnfleischschmerzen können entstehen durch akute Gingivitis. Bei den extremen geschwulstartigen Zahnfleischwucherungen kann es zu Einbissverletzungen der Gegenkieferzähne kommen, die meist durch eine bakterielle Infektion zu Entzündung und starken Schmerzen führt. Eine Sonderform der akuten Gingivitis ist die ANUG (acute necrotizing ulcerative gingivitis), auch Plaut- Vincent-Gingivitis genannt. Betroffen sind meist Jugendliche oder junge Erwachsene zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr. Erreger sind kleine, grosse und mittelgrosse Spirochäten, Kokken und Stäbchenbakterien. Die Bakterien dringen schnell in das Gewebe vor, das durch eine schon vorhandene Gingivitis vorgeschädigt ist. Anzeichen sind: Starke Zahnfleischschmerzen, Mundgeruch, fauler metallischer Geschmack und Fieber. 


Zahnfleisch geschwollen

Wenn das Zahnfleisch geschwollen ist und zugleich beim Zähneputzen blutet, ist das oft ein Anzeichen einer Parodontalerkrankung wo eine Parodontalbehandlung notwendig sein kann.

Zahnfleisch geschwollen, Parodontalerkrankung

Ein Grund für geschwollenes Zahnfleisch kann durch erhöhten Konsum von Zigaretten und Alkohol sein, denn beiden Genussmittel sind für das Zahnfleisch ungesund aufgrund deren Inhaltsstoffe.

Geschwollenes Zahnfleisch 

Gerötetes, leicht geschwollenes Zahnfleisch oder Zahnfleischbluten beim Zähneputzen sind ein Zeichen für Zahnfleischerkrankungen.

Neben Blutungen erscheint das Zahnfleisch aufgrund der Entzündung auch gerötet und geschwollen. Rotes, geschwollenes Zahnfleisch, blutendes Zahnfleisch, Mundgeruch, Zahnfleischrückgang, sich lockernde Zähne und  Zahnwanderungen deuten auf Parodontitis hin. Die Hauptursachen von Zahnkaries und Parodontitis ist Plaque, ein fast unsichtbarer, bakterieller Zahnbelag indem Millionen von Bakterien leben. Bakterieller Zahnbelag bildet schädliche Stoffe, die Zähne und Zahnfleisch angreifen. Wenn das Zahnfleisch rot und geschwollen ist, zugleich beim Zähneputzen blutet, ist das oft das erste Anzeichen einer Parodontalerkrankung. Die Gingivitis ist zu erkennen an einem geröteten und geschwollenen Zahnfleisch, das leicht blutet, denn gesundes Zahnfleisch ist fest und blassrosa, der Zahnfleischrand läuft dünn aus und liegt dem Zahn eng an und blutet beim Zähneputzen nicht.

Angeschwollenes Zahnfleisch bei Gingivitis

Wenn bei Gingivitis nichts gegen das angeschwollene Zahnfleisch unternommen wird, kann dies zu Zahnausfall bzw. zum Verlust der Zähne führen.

Geschwollenes Zahnfleisch, Gingiva, Zahnhals

Ein Grund für geschwollenes Zahnfleisch kann auch eine zu harte Zahnbürste die benutzt wurde sein, die das Zahnfleisch zu stark reizte.

Bei der Mundpflege ist darauf zu achten, dass mit einer nicht zu harten Zahnbürste das Zahnfleisch um die Zähne massiert wird, denn dies fördert die Durchblutung vom Zahnfleisch.

Die Gingivitis ist das Anfangsstadium der Zahnfleischerkrankung, denn Plaque-Bakterien greifen an den Saumzellen des Zahnfleisches an und können diese vom Zahn lösen. Wenn schädliche bakterielle Zahnbeläge (Plaque) im Randbereich zwischen Zahnfleisch und Zahn nicht regelmässig und sorgfältig entfernt werden, kann dies zu einer oberflächlichen Zahnfleischentzündung (Gingivitis) führen, wo das Zahnfleisch anschwillt und zwischen Zahn und Zahnfleischrand eine Pseudotasche bildet, eine kleine Vertiefung in denen sich schädliche Bakterien einnisten können. Sofern diese Entzündung nicht behandelt wird, bilden sich durch entzündliche Rückbildungsprozesse echte Zahnfleischtaschen, die sich vertiefen und mit normaler Zahnbürste nicht mehr zu reinigen sind. Bakteriengiftstoffe dringen in das aufgeweichte Zahnfleisch ein, was zu einer Entzündung führt. Die Anaerobier sind Parodontitis-verursachende Bakterienarten, die ohne Sauerstoff leben können und in den Zahnfleischtaschen perfekte Lebensbedingungen vorfinden sodass sich diese rasant vermehren und immer mehr Giftstoffe produzieren können. Das Zahnfleisch schwillt an, wird weicher, rötet sich und kann schmerzen. Beim Essen oder Zähneputzen blutet das Zahnfleisch und schützt somit Zahnwurzel und Kiefer nur noch beschränkt vor den schädlichen Wirkungen der Bakterien. Bei einer subakut oder chronisch verlaufenden Quecksilbervergiftung treten Mundentzündungen mit Speichelfluss und Zahnfleischverfärbung auf. Wenn das Zahnfleisch geschwollen ist, sollte man die Schwellung vom Zahnarzt untersuchen lassen, damit diese rechtzeitig beseitigt werden kann, denn das geschwollene Zahnfleisch kann verschiedene Ursachen haben und ein Merkmal einer Zahnfleischentzündung sein, im Besonderen, wenn es gereizt und dunkelrot ist. Die immer tieferen „Zahntaschen“ führen letztlich zur Zerstörung des Zahnhalteapparates und des Knochens, was zur Zahnlockerung und schliesslich zum Zahnausfall führt.


Zahnfleischtasche 

Tiefe der Zahnfleischtasche kann gemessen werden.

Zahnfleischtasche Zahnfleisch Zahnhalsschutz 

Wenn man von der Zahnfleischtasche spricht, ist ein Spalt zwischen Zahn und umgebendem Zahnfleisch bzw. Kieferknochen entstanden.

Wenn sich das Zahnfleisch vom Zahn löst, entstehen Zahnfleischtaschen.

Löst sich das Zahnfleisch vom Zahn, so spricht man von einer Zahnfleischtasche, was das wichtigste Symptom entzündlicher Zahnbetterkrankungen ist. Parallel zur Zahnfleischtasche bilden sich an der Zementoberfläche Ablagerungen bzw. Konkremente. Es entsteht eine Vertiefung der Zahnfleischfurche bei entzündlichen Zahnfleischerkrankung bzw. Zahnhalteapparat-Erkrankung. Die Taschentiefe der Zahnfleischtasche kennzeichnet den Abstand zwischen dem oberen Zahnfleischrand und dem Taschenboden. Der Taschenabszess ist ein von tiefen Zahnfleischtaschen ausgehender Abszess. Der Entzündungsprozess bei der Parodontitis führt unbehandelt zu einem fortschreitenden Knochenabbau bzw. zu Knochentaschen das vertikale Einbrüche im Kieferknochen sind. Knochentasche (Bursa) ist ein Parodontologischer Begriff und bedeutet Beutel oder Tasche.

Zu unterscheiden sind bei Zahnfleischtaschen:

Pseudotasche: Anschwellung des Zahnfleischrandes.
Echte Tasche: Verlust von Knochen am Zahnhalteapparat und Verschiebung des Zahnfleischansatzes zur Wurzelspitze hin.
Zwischen Zahn und angrenzendem Zahnfleisch kann es zur Bildung einer Zahnfleischtasche kommen, falls Zahnbeläge zu spät von den betroffenen Zähnen entfernt werden. Bakterien können sich einnisten und eine Zahnfleischentzündung auslösen (Zahnfleischbluten). Reagiert man nicht rechtzeitig kann eine Parodontitis entstehen und zum Zahnverlust führen.

Konkremente

Konkrement bedeutet harter Zahnbelag bzw. Zahnhartbelag unter dem Zahnfleisch.

Konkremente sind dunkel verfärbte, fest anhaftende, harte Ablagerungen innerhalb einer Zahnfleischtasche (subgingival) auf der Wurzeloberfläche des Zahnes. Supragingival bedeutet oberhalb des Zahnfleischsaumes. Im Gegensatz zu echtem Zahnstein haften die Konkremente äusserst fest an der Zahnoberfläche an und sind nur mühsam zu entfernen. Die Konkremententfernung ist ein Bestandteil der Zahnbehandlung von Zahnfleischerkrankungen.

Taschentiefe bei Zahnfleischtaschen

Bei Entzündungen des Zahnfleisches (Gingiva) entstehen sog. Zahnfleischtaschen.

Die Taschentiefe kennzeichnet den Abstand zwischen dem oberen Zahnfleischrand und dem Taschenboden.

Die Taschentiefe gibt Hinweise auf das Ausmass der Zerstörung des Zahnhalteapparats bei einer Parodontitis, sowie auf den Grad von Zahnfleischwucherungen bzw. Zahnfleischpolyp.

Zahnfleischtaschen, Zahnfleischwucherungen

Als Zahnfleischpolyp bezeichnet man eine entzündliche Zahnfleischwucherung infolge chronischer Reizung durch scharfe Kanten wie z.B. kariöse Defekte, überstehende Füllungen usw.

Die Taschentiefe beim Zahnfleisch ist ein Begriff zur Feststellung der Schwere einer Zahnfleischerkrankung.

Mit einer Parodontalsonde wird der Abstand vom Zahnfleischrand bis zum Boden der Zahnfleischtasche gemessen. Eine Taschentiefe von etwa 2 mm gilt noch als normal. Taschentiefen darüber sollten behandelt werden, da sie einer Reinigung von aussen nicht mehr zugänglich sind. Die Taschentiefe ist ein Begriff zur Feststellung der Schwere einer Zahnfleischerkrankung. Taschentiefen von über zwei Millimeter sollten behandelt werden, da sie einer Reinigung von aussen wie auch einer Selbstreinigung nicht mehr zugänglich und häufig krankhaft entzündet sind. Der Taschenabszess ist ein von tiefen Zahnfleischtaschen ausgehender Abszess. Unter einem Abszess (Eitergeschwulst) versteht man eine Eiteransammlung im Körpergewebe wie beim Zahnabszess.

Taschenabszess

Der Taschenabszess ist ein von tiefen Zahnfleischtaschen ausgehender Abszess, der sich in den parodontalen Geweben ausbreitet, im Normalfall im Zahnfleisch, seltener in den Weichgeweben des harten Gaumens. Ohne Behandlung kann beim Taschenabszess Spontandurchbruch oder Entleerung durch die Zahnfleischtasche erfolgen.


Zahnfleisch empfindlich

Wenn das Zahnfleisch empfindlich auf die Anwesenheit von Zahnbelag reagiert wie z.B. während einer Schwangerschaft, kommt es vermehrt zu Zahnfleischbluten.

Empfindliches Zahnfleisch, Zahnhals, Zahnbelag 

Bei empfindlichem Zahnfleisch ist die gründliche Zahnpflege und zudem eine professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis wichtig.

Empfindliches Zahnfleisch ist eine Erkrankung der Zähne im Bereich vom Gebiss.

Zahnhals überempfindlich

Bei der Überempfindlichkeit vom Zahnhals schmerzt der Zahnhals beim Kontakt mit kalten, sauren oder süssen Speisen.

Dünnes verletzliches Zahnfleisch kann sich bei Überbeanspruchung durch starkes Zähneputzen oder Zähneknirschen zurückziehen. Eine unangenehme und häufige Erscheinung bei Zahnfleischschwund und speziell im Verlauf von Zahnfleischbehandlung sowie Parodontitisbehandlung ist das Auftreten der Empfindlichkeit vom Zahnhals, was auch als Zahnhalsempfindlichkeit bzw. Zahnhalsüberempfindlichkeit bezeichnet wird. Die Zahnhälse schmerzen beim Kontakt mit kalten, sauren oder süssen Speisen, womit die Nahrungsaufnahme und die Zahnpflege vielfach erschwert sind.


Probleme mit Zahnfleisch

Zu Zahnfleischblutungen kann es infolge hormoneller, bakterieller, chemischer oder mechanischer Reizeinwirkung kommen.

Zahnfleischproblem, Probleme mit Zahnfleisch 

Es gibt Patienten die grosse Probleme mit dem Zahnfleisch haben und anfällig auf Zahnfleischentzündung sind.

Zahnfleischprobleme

Unter Zahnfleischprobleme versteht man ZahnfleischblutenZahnfleischentzündung und Zahnfleischschwund.

Zahnfleischerkrankungen basieren gewöhnlich auf einer Entzündung des Zahnfleisches. Zahnfleischprobleme können aber auch entstehen durch Zahnfleischschwund was als Gingivarezession bezeichnet wird, womit der Zahnfleischrückgang ohne Krankheit oder Zahnfleischentzündung gemeint ist. Entzündete Zahnfleischprobleme haben besonders Leute die ein sehr dünnes Zahnfleisch besitzen, was vererblich ist. Zahnfleischschwund wird als Gingivarezession bezeichnet und ist ein Zahnfleischrückgang ohne Krankheit und ohne Zahnfleischentzündung. Beim Problem Zahnfleischschwund unterscheiden Zahnärzte die Entstehung des schwindenden Zahnfleisches. So können Zähneknirschen oder Zähnebeissen und Zähnepressen eine Überbelastung durch den Zahndruck Auslöser für Zahnfleischprobleme sein, denn das Knirschen mit den Zähnen begünstigt das Zurückziehen vom Zahnfleisch. Auch können Belagsanlagerungerungen wie Plaque und Zahnstein zu Parodontose führen. Auslöser für den Rückgang vom Zahnfleisch sind bakterielle Infektionen. Als Parodontose bezeichnet man das plötzliche, krankhafte oder auch altersbedingte Zurückgehen vom Zahnbett ohne entzündlichen Prozess, was auch genetisch bedingt sein kann. Schreitet der Prozess vom Zahnfleischrückgang weiter voran, können die Zähne im Zahnbett nicht mehr gehalten werden, sodass es zu Zahnverlust kommt.

Rückgang vom Zahnfleisch ohne Entzündung

Zahnfleisch kann ohne Entzündung zurückgehen, was zu empfindlichen Zahnhälsen und Zahnwurzeln führt die freigelegt sind.

Für das Zahnfleischproblem ohne Entzündung bzw. dem Zahnfleischschwund gibt es verschiedene Ursachen, so durch Überbeanspruchung vom Zahnfleisch, mangelnder Mundhygiene oder falschem „Zähne putzen“. Am Zahnfleischrückgang kann ein sehr dünnes Zahnfleisch oder ein Lippenbändchen-Piercing sowie bei einigen Personen das Rauchen oder ein bestimmter Knochen zusammen mit dem Zahnstein schuld sein. Der Zahnfleischrückgang ohne Entzündung kann in vier Stufen eingeteilt werden, wobei bei den ersten zwei Stufen keine Schäden entstehen und ein ästhetisches Problem darstellen, denn es liegt noch kein Gewebeschwund und Kiefer-Knochenschwund vor. In den Stufen 3 und 4 besteht aber die Gefahr, dass die Zahnhälse und Zahnwurzeln zunehmend freiliegen und beschädigt werden können, was zu Zahnausfall führen kann. Durch das Zahnfleischproblem bzw. dem Zahnfleischrückgang kann der ästhetische Eindruck von langen Zähnen mit wenig Zahnfleischüberdeckung stören. Das Zahnfleischproblem durch freiliegende Zahnhälse kann mit Hilfe von plastisch-chirurgischen Methoden wieder mit festem, stabilem Zahnfleisch dauerhaft bedeckt werden, sofern kein Knochenabbau stattfindet oder stattgefunden hat.

Ursachen für nicht entzündlichen Zahnfleischrückgang:

Falsche Zahnputztechnik
Zähneknirschen und Zähnepressen
Vererbtes dünnes und empfindliches Zahnfleisch mit genetischer Ursache


Zahnfleischmaske

Die herausnehmbare Zahnfleischmaske ist vielfach die einzige Lösung bei grossen Zahnfleischdefekten wo nach Abdrucknahme im zahntechnischen Labor aus Kunststoff eine hauchdünne zahnfleischfarbene Maske angefertigt wird.

Zahnfleischmaske, Zahnfleischersatz, Abdruck

In der Zahntechnik wird ein weichbleibendes Material, das auf dem Gipsmodell das Zahnfleisch imitiert, Zahnfleischmaske genannt.

Die Zahnfleischmaske ist eine abnehmbare Lösung bei grossen Zahnfleischdefekten die entstanden sind durch eine fortgeschrittene Parodontitis.

Bei fortgeschrittener Parodontitis mit Knochenschwund kommt es zu sichtbarem Zahnfleischrückgang das ästhetischen Probleme verursacht, denn zwischen den Zähnen werden schwarze Dreiecke sichtbar. Wenn das Zahnfleisch stark zurückgegangen ist und die Zähne zu kurz oder zu lang wirken, kann man mit diese Stellen mit rosafarbenem Silikon abdecken. Nebst den freiliegenden braunen Wurzelanteilen und den Zahnflächen die bei den Zähnen als zu langen erscheinen kann es zu phonetischen Behinderungen kommen, denn die Luft kann ungehindert zwischen den Schneidezähnen hindurch treten.  Durch ein derartiges Hilfsmittel einer Zahnfleischmaske als Zahnfleischersatz lassen sich die optischen Verhältnisse im Mund sehr gut widerspiegeln.

Zahnfleischmaske als Zahnfleischersatz

Eine Zahnfleischmaske ist eine Zahnfleischepithese (Zahnfleischersatz) aus Silikon oder Kautschuk, die fehlendes Zahnfleisch ersetzt und somit die Zahn-Ästhetik verbessert. Die Zahnfleischmaske ist die Rekonstruktion des Zahnfleisches aus Silikon auf dem Meistermodell. Diese Zahnfleischmaske liegt dann den Zähnen ganz präzise an. Die Ästhetik und Phonetik bzw. Aussprache wird durch die herausnehmbare Zahnfleischmaske die auch als Epithese genannt wird entscheidend verbessert. Der Tragekomfort dieser Zahnfleisch-Maske ist für den Zahn-Patienten meist sehr gut und kann für die Zahnreinigung herausgenommen und anschliessend wieder eingesetzt werden.

Wenn Zahnfleischmaske nicht möglich ist

Bei krankheitsbedingtem oder altersbedingtem Zahnfleischrückgang zeigen sich häufig unnatürlich lange Zähne, die zu kosmetischen Beeinträchtigungen führen können.

Eine Zahnfleischepithese ist eine Zahnfleischmaske aus Silikon oder Kautschuk, die fehlendes Zahnfleisch ersetzt und somit die Ästhetik verbessert. Gingivoplastik ist die chirurgische Formung des Zahnfleisches. Ein gutes Resultat durch einen chirurgischen Zahnfleischaufbau oder eine Zahnfleischmaske ist nicht immer möglich, wenn zu viel Kieferknochen verloren gegangen ist. In vielen Fällen können mit entsprechend gestalteten Keramikkronen oder Veneers die "schwarzen Löcher" geschlossen werden. In besonders schwierigen Fällen von Knochenschwund und Zahnfleischschwund nach einer Parodontitis kann eine funktionelle und ästhetische Wiederherstellung nur mit Zahnimplantaten und implantatgetragenen Zahnersatz erreicht werden. 


Zahnfleischepithese

Eine Zahnfleischepithese ist meist die letzte Hoffnung für das ästhetische Problem nach einer Defektheilung von einer schweren Parodontitis zu lösen.

Zahnfleischersatz, Zahnfleischmaske, Epithese

Zahnfleischepithese (Zahnfleischmaske) ist ein Ersatz für Zahnfleisch aus weichbleibendem Silikonmaterial.

Eine Zahnfleischmaske ist ein Zahnfleischersatz aus weichbleibendem Silikonmaterial, um zurückgebildetes Zahnfleischgewebe zu ersetzen.

Eine Zahnfleischmaske ist ein Zahnfleischersatz aus weichbleibendem Silikonmaterial, um zurückgebildetes Zahnfleischgewebe zu ersetzen. Die Zahnfleischmaske wird häufig auch als Gingivamaske bezeichnet und ist ein meistens aus Silikon bestehender, Zahnfleischschutz. Diese Abdeckung (Epithese) wird bei freiliegenden Zahnhälsen vorgenommen wo ein weich bleibender Kunststoff in der Farbe vom Zahnfleisch als herausnehmbarer Schutz mit kleinen Zapfen in den Zahnzwischenräumen installiert wird. Patienten mit fortgeschrittener Parodontitis haben vielfach ästhetische Zahnprobleme und Zahnfleischprobleme, wie freiliegende Zahnwurzeln und grosse Zahnzwischenräume. Nach einer Parodontitis-Therapie bzw. Parodontalbehandlung am Zahnhalteapparat entsteht durch das Abheilen vom entzündeten Zahnfleisch oft ein zusätzlicher Zahnfleischrückgang wodurch Schwierigkeiten bei der Aussprache von S-, Sch- und Z-Lauten auftreten, die entstehen durch die offenen Interdentalräume. Auch können Parafunktionen wie Saugen und Zungenpressen durch die offenen Interdentalräume beobachtet werden. Vielfach ist dann eine Zahnfleischepithese die letzte Lösung für das ästhetische Problem, was nach einer Ausheilung einer Parodontitis helfen kann, sofern keine Zahnimplantate mit Zahnersatz erwünscht ist. Zahnfleischersatz aus weichbleibendem Silikonmaterial, benötigt man bei Zahnfleischrückgang bzw. Zahnfleischschwund als Folge von Erkrankungen und Rückbildungen von Zahnfleischgewebe (Gingivarezession bzw. Zahnfleischrezession). Wenn das Zahnfleisch stark zurückgegangen ist und die Zähne unter Umständen zu kurz oder zu lang wirken, kann man mit diese Stellen mit rosafarbenem Silikon abdecken (Gingiva-Epithese).

Zahnarztpraxis, Zahnklinik

Die Ausstattung von Zahnarztpraxen und Zahnkliniken im Ausland ist vielfach besser als im Heimatland. Man kann auch Überzeugt sein, dass es im Innland wie im Ausland, sehr gute und weniger gute Zahnärzte und Zahnspezialisten gibt. OPTI-DENT bietet gute und günstige Zahnarztpraxen und Zahnkliniken für die Zahnbehandlung im Ausland an.