Zähne-Knirschen

KNIRSCHEN BRUXISMUS

Zähneknirschen

Das Knirschen, Pressen und Reiben mit den Zähnen ist eine unbewusste Aktivität der Kaumuskulatur, vielfach durch eine psychische Belastung.

Zähneknirschen ist ein Anzeichen psychischer Anspannung und entsteht meist in einer Konzentrationsphasen oder seelischen Belastungsphase, sei es tagsüber als Wachbruxismus oder in bestimmten Schlafstadien als Schlafbruxismus, so im REM-Schlaf, der auch als Traumschlaf bezeichnet wird. Die Ursachen vom Zähneknirschen und Zähnepressen mit den Aktivitäten des Kausystems hängen mit Emotionen und Stress zusammen, wo deren Beweggrund sehr unterschiedlich sein kann. Das Zähneknirschen, Zähnepressen (Kieferpressen) und Zähnereiben wird in der Fachsprache als Bruxismus genannt und ist das meist unbewusste Knirschen, Reiben, Knattern und Pressen mit den Zähnen, das zum Verschleiss der Zähne und dem Zahnhalteapparat führen kann, da gegenüber normalen Kaubewegungen ein vielfaches an Kraft angewendet wird und beim Knirschen und Pressen grosse Kräfte auf Zähne wirken. Da dieser Knirsch-Prozess in jeder Altersstufe meist im Unterbewusstsein abläuft, werden diese Aktivitäten vom Kausystem vom Betroffenen Knirscher meist nicht bemerkt, da die Knirsch-Bewegungen keinem funktionellen Zweck dienen, so wie beim Abbeissen und Kauen bzw. Zerkleinern der Nahrung.

Kausystem Okklusion Zähneknirschen pressen

Betroffene bemerken das Knirschen in der Nacht meist nicht, da es bevorzugt während des Schlafs oder in extremen Konzentrationsphasen auftritt.

Unnatürliche Belastung durch Zähneknirschen

Da durch das Zähneknirschen der Zahnhalteapparat, die Kiefergelenke und die Kaumuskulatur sowie andere Muskelgruppen durch lange dauernde Anspannung überlastet werden, können diese geschädigt werden.

Unter grossen auftretenden Belastungen durch das Zähneknirschen, leiden nicht nur die Kiefergelenke, sondern auch die Kaumuskeln. Die Zähne werden durch die unnatürliche Belastung überbelastet und geschädigt, denn beim Zähneknirschen ist die Kaumuskulatur überaktiv. Zähneknirschen (Bruxismus) und zählt zu den Parafunktionen und ist ein unbewusstes Knirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne, welches meist nachts, aber auch tagsüber auftreten kann. Eine unterbewusste Aktivität vom Kauapparat die im Unterbewusstsein gesteuert wird wie das Knirschen und Pressen mit Zähnen oder Zunge und als abnormale Funktion nicht der Zerkleinerung der Nahrung dient, wird beim Zahnarzt vielfach als Parafunktion bezeichnet. Durch das Zähneknirschen kommt es zu Verschleisserscheinungen im "Beissapparat". Weitere Belastungen treten vor allem im Kiefergelenk und der Kaumuskulatur auf, sodass auch verschiedene Kopfmuskeln in Mitleidenschaft gezogen werden können. Bruxismus (Brygmus) ist ein unbewusster Zahnkontakt mit Kaubewegungen oder Pressphasen, der zu einer Abnutzung der Zähne oder Kiefergelenkschäden führt. Sofern diese Bewegungen bewusst durchgeführt werden, spricht man von Bruxomanie.

Verspannungen im Kopf-Hals-Bereich sowie Gesichtsschmerzen und Kopfschmerzen sind vielfach eine Folge von Zähneknirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne, was mit einer Zahnschiene (Nachtschiene) gestoppt werden kann.

Symtome Zähneknirschen Zähnereiben PressenDamit das Zähnepressen wie auch Zähneknirschen und damit die Abrasion der Zähne verhindert werden kann, sind für die Therapie nebst den Entspannungstechniken die Zahnschienen, welche während der Nacht getragen werden sehr Hilfreich. Diese "Nachtschiene" als Aufbissschiene wird beim Zahnarzt an die Zahnbogenform angepasst, damit Zähne wie auch die Kiefergelenke während der Nacht vor Überbelastungen und Fehlbelastungen geschützt werden. Die Zahnschiene dient als Miniplastschiene der Entlastungs-Therapie und ist eine dünne Kunststoffschiene, die als Knirschschiene, Michiganschiene, Relaxierungsschiene oder Aufbissschiene bezeichnet wird.

Wer zum Zähneknirschen neigt, sollte auf Stressbewältigung ein besonderes Augenmerk legen, denn beim Zähneknirschen kann es zu Schmelzabsplitterungen und zur Kauabnutzung der Zähne kommen, was den Zähnen von Knirschern eine erhöhte Kälteempfindlichkeit beschert.

Zähneknirschen bei Zähnen und Zahnersatz, eine körperliche Reaktion beim Mensch

Stress ist oft die Ursache von nächtlichem Zähneknirschen, was nicht nur den Kauapparat in Mitleidenschaft zieht, sondern auch zu Tinnitus führen kann.

Der seelische und körperliche Druck in Verbindung mit Migräne kann wiederum eine Ursache in ungleich langen Beinen haben. Ein Längenunterschied von einem halben bis einem Zentimeter fällt den meisten Betroffenen gar nicht auf, führt aber zu Verspannungen der Wirbelsäule, die sich wiederum in Kopfschmerzen, Zähneknirschen, Zungenpressen, Zahnfehlstellung und Stressanfälligkeit äussern. Eine körperliche Reaktion kann beim Mensch auch durch eine zu hohe Zahnfüllung entstehen, so dass man diese Kuppelfüllung durch das nächtliche Abknirschen, Malmen und Pressen loswerden möchte. Wen man durch den Zahnersatz wieder mehr Zähne im Mund hat, erfolgt die gleiche Reaktion wie bei den Kindern, die Zähne zurechtbeissen und einschleifen. Das Zähneknirschen als körperliche Reaktion bei Kindern ist meist völlig normal, denn Kinder müssen die Zähne zurechtschleifen, so bereits vor dem Zahnwechsel im Milchgebiss wie auch im Wechselgebiss während und nach dem Zahnwechsel im bleibenden Gebiss. Damit die Feinabstimmung beim Zusammenbeissen zwischen den oberen und unteren Zähnen stimmt, ist es normal, wenn Kinder Knirschen und die Zahnreihe im Zahnbogen wegen der Okklusion (nicht Okklusion) zurechtbeissen und einschleifen. Zähneknirschen und ein zu kraftvoller Biss schadet den Zähnen wie auch den Zahnimplantaten als Zahnwurzelersatz und jedem Zahnersatz, wenn man die Materialien überfordert, so besonders bei Implantatkronen der "Zirkon-Krone".

Ursache von Zähneknirschen bei Menschen

Die Ursache für das meist nächtliche Zähneknirschen sind vielfach Sorgen und Stress, wo die unbewusste Aktivität der Kaumuskulatur die bei psychischer Belastung verstärkt auftreten kann.

Bei Sorgen und Ängsten wird bei Menschen häufig geknirscht, sodass die Zähne stark aufeinander gedrückt werden und die Zunge sehr stark gegen den Gaumen gepresst wird. Vor Angst kann es auch zum Zähneklappern kommen, so besonders bei Existenzängsten, wenn man alles zu verlieren hat.

Zähneknirschen Angst, Aggression, Stress Zähne

Gründe für das ständige Pressen, Beissen und Knirschen sind zumeist im seelischen Bereich zu suchen.

Ängste und Stress führen zu Zähneknirschen

Ängste, Aggressionen, Stress und Okklusionsstörungen können zu Zähneknirschen führen.

Aggressionen werden durch Zähneknirschen häufig nicht ausgelebt, sondern unterdrückt, so dass das richtige Druckgefühl zwischen den Zähnen im Oberkiefer und Unterkiefer nicht mehr vorhanden ist. Der Knirscher verbeisst sich seinen Ärger oder manchmal ist der "Zerknirschte" auch depressiv und der Verbissene kann sich am Leben nicht erfreuen, denn die Zähne sind Spiegelbilder der Seele. Die Spannungen ungelöster Probleme, Belastungen, Ärger und Sorgen übertragen sich nicht nur auf die Schultermuskulatur, Nackenmuskulatur oder Stirnmuskulatur, wo sie unter anderem Kopfschmerzen, Sehstörungen und Konzentrationsstörungen sowie schmerzhaften Muskelverspannungen hervorrufen, sondern auch auf die Kaumuskulatur.

Bruxismus Zähneknirschen Zähnepressen Schlaf 

Wenn die Bisssituation (Okklusion) nicht passt, versucht das Kausystem ebenfalls störende Hindernisse wegzuknirschen, so dass am Zahnhals auch Zahnhalsdefekte entstehen können wie auch beim Zähneputzen durch das Zähne-Schrubben mit harter Zahnbürste und abrasiver Zahnpasta.

Zähneknirschen und deren Ursache

Meist ist die Ursache von Zähneknirschen und Zungenpressen eine psychische Überbelastung oder ein störendes Gleithindernisse bei Kaubewegungen, wenn das Zusammenspiel der Zähne gestört ist.

Die Ursache vom Zähneknirschen hängt meist mit emotionalem Stress zusammen, der im Schlaf abgebaut wird, womit unbewusste Bewegungsabläufe durch die Muskulatur erfolgen und dadurch lang andauernde Muskel-Verspannungen vorhanden sind. Wenn das Zusammenspiel der Zähne von Oberkiefer und Unterkiefer gestört ist, was eine fehlerhafte Bisslage ergibt, spricht der Zahnarzt von einer Okklusionsstörung, da beiden Kiefergelenke zwangsläufig in einer unphysiologischen Lage sind. Störungen der Okklusion entstehen auch mit einem neuen Zahnersatz im Zusammenhang, wenn zu hohe Zahnfüllung wegknirsch werden, wie auch Knirschen und Pressen bei nichtpassenden Zahnprothesen oder Zahnbrücken ein Problem sein kann. Die Kaumuskeln und die Kiefergelenke bilden eine funktionelle Einheit, das durch die Verspannung der Muskeln gestört sein kann, so dass auch das Druckgefühl für den Zahndruck nicht mehr vorhanden ist. Therapeutisch kann eine Schienentherapie oder das Einschleifen der Zähne durch den Zahnarzt die Zähne schützen. Gymnastische Übungen können helfen, die Kaumuskulatur zu lockern. Dem psychischen Auslöser entgegenzuwirken ist vielfach nicht möglich. Wenn man als Betroffene nicht nur unter einer vorübergehenden Stresssituation leidet, sollte man in ausgeprägtem Fall eine Psychotherapie in Betracht ziehen, denn die Zähne können im Extremfall bis auf den Nerv abgeschliffen werden, was starke Schmerzen verursachen kann.

Schäden die Zähneknirschen anrichten kann

Durch den einseitigen Druck "wandern" gewisse Zähne und dadurch verändert sich die Okklusion.

Die Zähne werden durch das Zähneknirschen und Zähnereiben abgeschliffen und Teile oder ganze Zähne können durch den ständigen Druck herausbrechen. Durch Zähneknirschen, Zähnereiben und Zähnepressen können Zahnschmerzen entstehen, wenn empfindliche Zähne und freiliegende Zahnhälse entstehen und man beim abschleifen der Zähne bis auf das Zahnnervengewebe kommt.

Zahnschmerzen Zahnnerv Zähneknirschen Zahn

Das Zahnfleisch wird durch das Zähneknirschen in Mitleidenschaft gezogen und kann Zahnfleischerkrankungen hervorrufen.

Dauerhafte Bruxomanie

Dauernder Bruxismus führt zu schmerzhaften Verspannungen der Kaumuskulatur das zum Kieferklemmen führen kann.

Viele Zahnpatienten empfinden durch das knirschen mit den Zähnen Taubheitsgefühle und Schwellungsgefühle im Bereich der Kaumuskeln, die durch die Unterversorgung der Muskulatur entstehen.

Unter Zähneknirschen versteht man das unbewusste Gegeneinander-reiben der Zähne im Schlaf was für das Gebiss und den Zahnersatz unangenehme Folgen haben kann.

Kiefergelenke und Kaumuskulatur werden übermässig beansprucht und führen zu Funktionsstörungen am Kauorgan
 Zahnhalteapparat und Kieferknochen können Schaden nehmen wie auch die Kiefergelenke
 Dauerhafte Knackgeräusche und Reibegeräuschen können entstehen
 Sprüngen im Zahnschmelz können entstehen wie auch bei Implantatkronen als künstliche Kronen
Zähne können locker werden wie auch Implantate als künstliche Zahnwurzel locker werden können
 Durch Zahnschmelz-Verlust und Dentin-Verlust werden die Zähne temperaturempfindlich
 Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Schmerzen aller Art können eine Folge sein

Zähneknirschen ist ein unbewusster Zahnkontakt mit Kaubewegungen oder Pressphasen, der zu einer Abnutzung der Zähne oder Kiefergelenkschäden führt. Bruxieren bedeutet Knirschen, Reiben und Pressen mit den Zähnen ohne funktionellen Zweck, was mit Schwindel, Übelkeit und Sehstörungen einhergehen kann oder zu schweren Schmerzsymptomen wie Tinnitus führt. Nach dem Zahnverlust endlich wieder richtig zubeissen und knirschen ist mit Zahnersatz trügerisch, denn jeder Zahnersatz kann verschleissen wie die eigenen Zähne. Beim Zähneknirschen (Bruxismus) sollten keine Veneers bzw. Verblendeschalen (Keramikschalen) verwendet werden, da die grossen Kräfte beim Zähneknirschen auch Keramikschale wie auch vollkeramische Zircon-Kronen ohne Knirsch-Schiene in kurzer Zeit zerstören können. Wenn Menschen mit den Zähnen knirschen, sollte dies bei der prothetischen Versorgung auch bei Implantatgetragenen Zahnersatz berücksichtigt werden, sei dies eine "Implantatprothese" oder eine "Implantatbrücke", wo in der Nacht ein Aufbiss-Schiene bzw. Zahnschiene als Zahnschutz bzw. Zahnersatzschutz getragen werden soll.

Redewendungen im Zusammenhang mit Zähneknirschen

An den Redewendungen im Volksmund kann man die Zusammenhänge vom Malmen, Knirschen und Pressen erkennen:

Bei Angst und Sorge wird häufig geknirscht und mit den Zähnen gepresst, so nach dem Ausdrucksstil: Beisse auf die Zähne, zeige dem die Zähne, sich durchbeissen, verbissen sein, auf dem Zahnfleisch laufen, sich die Zähne ausbeissen, zähneknirschend nachgeben und die Probleme durchkauen.


Parafunktionen

Unterbewusste Aktivitäten vom Kauapparat die vom Unterbewusstsein gesteuert werden und von der Hauptaufgabe der Nahrungszerkleinerung durch das Kauen abweichen, werden beim Zahnarzt  als Parafunktionen bezeichnet.

Diese unnatürlichen Parafunktionen oder Fehlfunktionen vom Kausystem, auch Habits genannt, sind dem Betroffenen häufig nicht bewusst und können im Gebiss schwere Schäden bis hin zum Zahnverlust anrichten. Parafunktionen haben ein zusammenhängendes Verhaltensmuster die keinem funktionellen Zweck dienen wie Zähneknirschen, Zähnepressen, Lippenpressen oder Zungenpressen, so dass vielfach der Begriff "Bruxismus" verwendet wird. Dauerspannung der Kaumuskulatur und Gesichtsmuskulatur entstehen meist durch den intensiven Zahnkontakt wie beim Zähneknirschen oder Zähnepressen, was eine Ursache für Gesichtsschmerzen und Kopfschmerzen sein kann, wenn eine stressbedingte Kieferverspannung vorhanden ist. Parafunktionen wie Knirschen und Pressen mit den Zähnen bzw. Frontzahn-Abrasionen gehen vielfach mit der Craniomandibulären Dysfunktion des Kiefers (CMD) einher, wo psychosomatische Faktoren wie Stress, Anspannung oder hohe psychische Belastungen eine wichtige Rolle spielen. Durch das Zähneknirschen werden im Besonderen die Kaumuskulatur und die Kiefergelenke hohen Belastungen ausgesetzt, wo es durch die Konsequenzen zu Haltungsschäden der Nackenmuskulatur wie auch zu Tinnitus kommen kann.

Oral Habit Parafunktionen Zähneknirschen

Parafunktionen als Funktionsstörungen vom Kauorgan wie Zähneknirschen und Zähnepressen können Zahnschäden im Gebiss verursachen, so auch so auch keilförmige Zahnhalsdefekte wie dies durch eine falsche Zahnputztechnik beim Putzen der Zähne erfolgen kann.

Orale Parafunktionen sind abnormale Funktionen

Parafunktion ist ein Sammelbegriff für einen nicht natürlichen Gebrauch vom Kauapparat, was auch gelegentlich als Oral Habit genannt wird.

Orale Parafunktionen wie DaumenlutschenAuslöser für Parafunktionen wie beim Zähneknirschen können durch überstehende Zahnfüllungen wie auch durch Schwierigkeiten mit dem Zahnersatz erfolgen. Auslösende oder unterhaltende Faktoren können nebst emotionalem Stress auch durch "Frühkontakte der Zähne", "Überempfindliche Zahnhälse" oder zentral induzierte muskuläre Hyperaktivitäten beeinflusst sein. Parafunktionen sind Kraftbelastungen der Zähne und Kiefergelenke durch Tätigkeiten die nicht zu den Normalfunktionen gehören wie Kauen, Sprachbildung und Schlucken. Die Parafunktion wird meist in der Kindheit erworben und findet im Wesentlichen unter seelischer Anspannung verstärkt und unbewusst statt. Daumenlutschen kann bei Kindern über drei Jahren auch Zahnfehlstellungen bewirken. Parafunktionen können zum Zahnverlust führen oder auch zur Entstehung von Parodontitis als Parodontalerkrankung beitragen. Im Gebiss sind die Parafunktionen deutlich durch Abrasionen der Okklusalflächen der Zähne (Schlifffacette), an Schmelzsprüngen, Zahnempfindlichkeiten und Zahnhalsdefekten wie beim Zähneputzen durch Schrubben der Zähne zu erkennen.

Zu den Parafunktionen gehören:

Zähneknirschen, Zähnebeissen, Zähnepressen und Zungenpressen (Zungendrücken)
Wangenbeissen und Lippenbeissen
Daumenlutschen
Bleistiftkauen und Fingernägelkauen

Die orale Parafunktion ohne natürliche Kaufunktion wie Zähneknirschen und Zähnepressen ist eine Begrifflichkeit für den unnatürlichen Gebrauch vom Kauapparat als Nebenfunktion, denn Parafunktionen finden vermehrt unter seelischer Anspannung statt und erfolgen meist als unbewusste Bewegungsabläufe im Kausystem. Gewohnheiten wie das unbewusste nächtliche Zähneknirschen und Zähnepressen (Bruxismus) als orale Parafunktionen und Abrasionen wirken sich normalerweise beim Mensch durch lang andauernde Verspannungen bestimmter Muskeln auf die Gesundheit aus, nicht jedoch normalerweise bei Kindern, wenn sie beim Einschleifen der Zähne Knirschen. Der Knirsch-Prozess kann als Parafunktion in jeder Altersstufe im Unterbewusstsein ablaufen, doch wenn Kinder knirschen sind dies keine schädlichen Nebenfunktionen mit traumatischer Wirkung, denn dies erfolgt meist völlig normal, um die Feinabstimmung beim Zusammenbiss zwischen der oberen und der unteren Zahnreihe zu erreichen. Kinder müssen die Milchzähne wie auch die Zähne beim Zahnwechsel im Wechselgebiss durch Knirschen einschleifen und "zurechtbeissen".
 
Das Zähneknirschen kann durch auslösende Faktoren beeinflusst werden wie:

Überstehende Zahnfüllungen
Probleme und Schwierigkeiten mit Implantaten (künstliche Zahnwurzeln) und dem Zahnersatz
Zentral induzierte muskuläre Hyperaktivitäten (Hypervigilanz)
Emotionaler Stress und Schmerzempfindlichkeit
Hormonelle Störungen oder Tinnitus

Da das Zähneknirschen und Zähnepressen aufgrund bestehender Zahnprobleme wie auch schlecht sitzender Zahnfüllungen, Zahnkronen, Zahnbrücken oder Zahnprothesen entstehen kann, sollte der Zahnarzt den Zahnersatz auf Mängel untersuchen.


Zähnepressen

Wenn beide Kiefer fest aneinander gepresst werden ohne eine Kaubewegung auszuführen, spricht man von Zähnepressen bzw. Zahnpressen oder Zahnklemmen, das eine Art von Bruxismus ist.

Beim Bruxismus wird zwischen Wachbruxismus und Schlafbruxismus unterschieden, wobei meist unbemerkt ein nächtliches Zähnepressen oder Zähneknirschen ausgeführt wird. Das Pressen mit den Zähnen wird meist ganz ohne Kieferbewegung ausgeführt, dies in Gegensatz zum Zähneknirschen, wo man die Zähne gegeneinander reibt, so dass man unterscheidet zwischen dem zentrischen Bruxismus wo man die Zähne aneinanderpresst und dem exzentrischen Bruxismus, wo mit den Zähnen gerieben wird.  Die Gründe für übermässiges Zähnepressen und Knirschen mit den Zähnen ist in vielen Fällen psychischer Stress und unbewusste Aggression oder hohe Anspannung und Konzentration.

Bruxismus Zähnepressen Zähneknirschen Zähne

Das Pressen mit den Zähnen kann eine mechanische Ursache haben, so durch einen Fehlbiss, eine schlecht sitzende Prothese, eine künstliche Krone (Überkronung) oder Zahnfüllung die zu hoch ist, wie auch eine Zahnbrücke die nicht passt.

Zusammenpressen der Zähne

Das Zusammenpressen der Zähne ohne Gleitbewegung der Kiefergelenke wird als Zähnepressen bezeichnet, was meist im Schlaf erfolgt.

Das Pressen der Zähne erfolgt durch die unbewusste Kaumuskelaktivität ohne Seitwärtsbewegung meist in der Nacht mit grosser Kraft, so dass man von Zähnepressen, Zahnklemmen oder Kieferpressen spricht, wenn beiden Kiefer bzw. Oberkiefer und Unterkiefer sehr fest gegeneinander gepresst werden, ohne dass dabei eine Kaubewegung ausgeführt wird. Das Zusammenpressen der Zähne wird wie das Knirschen mit den Zähnen als Bruxismus oder Brygmus bezeichnet und ist das Pressen, Reiben und Mahlen der Zähne während dem Schlaf, was auch als Zähneknirschen oder Bruxomanie bezeichnet werden kann, das ohne Nahrung ausserhalb vom normalen Kauakt im Schlaf erfolgt. Zu den Auslösern vom Zähnepressen im Schlaf gehören eine veränderte Zahnstellung oder Kieferstellung wie auch Stress, Angst, Wut und Zorn, was auch bei einem Wutanfall beobachtet werden kann, wenn die Zähne zusammengepresst und zusammengebissen werden.

Dauerspannung der Kaumuskulatur und der Gesichtsmuskulatur sind oft verbunden mit intensivem Zahnkontakt wie das Zähnepressen oder Zähneknirschen als Funktionsstörung vom Kauorgan, was die Ursache für Gesichtsschmerzen und Kopfschmerzen sein kann.

 Zähneknirschen Zähnepressen Kopfschmerzen

Das Zähnepressen und Zahnreiben das ohne Unterbrechung durch einzelne Zahnpaare oder der gesamten Zahnreihe bis zu 45 Minuten dauern kann bleibt meist unbemerkt und schaden dem Zahnsystem, der Kaumuskulatur sowie den Kiefergelenken.

Zähnepressen, ein meist unbewusstes Verhalten

Die automatisierten, meist unbewussten Verhaltensweisen von Zähnepressen und Zähneknirschen können sowohl in der Nacht als auch am Tage auftreten.

Obwohl der Zahnschmelz zu den härtesten Substanzen gehört, kann der Schmelz der Zähne durch die grossen Kräfte beim Zähnepressen und Zähne-Reiben schwer geschädigt werden. Bei kurzfristig überanstrengten Muskeln gibt es eine Art Muskelkater, bei einer dauerhaften Überanstrengung verändert sich die Muskelfaser, sodass sich der Muskel verhärtet und kleine schmerzhafte Knötchen entstehen. Der Bewegungsablauf bzw. das Zusammenspiel zwischen den Muskeln und Kiefergelenken wird somit krankhaft verändert. Durch solche Belastungen kann es zu entzündlichen Prozessen der Gelenkflächen und der Gelenkkapsel sowie zur Schädigung des Bandapparates kommen. Die Lage der Gelenkscheibe kann sich in einem oder in beiden Kiefergelenken verändern und als Zeichen dafür ein Knackgeräusch bei der Bewegung vom Kiefer bemerkbar machen. Die Gelenkscheibe kann extrem verrutschen, so dass die Mundöffnung teilweise total blockiert ist und der Mund nicht mehr richtig geöffnet werden kann, so dass man von einer Kieferklemme oder auch Kiefersperre spricht.

Zähnepressen und Zähnereiben im Schlaf

Der Betroffene selbst bemerkt das Zähnereiben, Zähnepressen und Abkauen der Zähne nur selten, da es meist unbewusst während dem Schlaf stattfindet.

Es gibt viele Menschen, die in der Nacht das "Zusammenbeissen der Zähne" oder das sich "Festbeissen an Problemen" sehr wörtlich nehmen und unbewusst die Zähne stark zusammenpressen. Wenn das Zähnepressen oder Zähneknirschen einen bestimmten Punkt überschritte hat, können Verspannungen in der Gesichtsmuskulatur auftreten, so dass manchmal schmerzen im Kiefergelenk, im Gesicht oder sogar im ganzen Kopf entstehen.

Beim Zähneknirschen können Schlifffacetten durch Abrasionen an Zähnen entstehen, wie auch durch das Pressen mit den Zähnen Verletzungen am Zahnfleisch möglich sind, woraus eine Gingivitis als Entzündung entstehen kann.

Zähnepressen Schlaf Zähneknirschen Zahnkrone

Wenn das Knirschen und das Aneinanderreiben der Zähne "Zähnereiben" wie auch das Zähnepressen sehr stark ist, kann eine Zahnabnutzung oder sogar eine Zerstörung vom Zahn erfolgen, doch meist entsteht dabei am Zahnhals zwischen Zahnwurzel und Zahnkrone ein Zahnfleischrückgang, so dass die Zahnhälse empfindlich werden und auf äussere Reize wie Wärme, Kälte oder Druck sehr sensibel reagieren.

Bruxismus, eine unbewusste Kaumuskelaktivität

Bruxismus ist ein Überbegriff für das Pressen und Knirschen mit den Zähnen.

Von Bruxismus spricht man, wenn jemand unbewusst mit den Zähnen knirscht oder die Zähne lautlos aufeinanderpresst, was vor allem nachts im Schlaf passiert, kann jedoch bei besonderer Anspannung auch tagsüber erfolgen. Unbewusste Bewegungsabläufe durch Knirschen, Kauen und Pressen mit den Zähnen sowie lang andauernde Verspannungen bestimmter Muskeln sind vielfach die Ursache für akute und chronische Schmerzzustände vom Bewegungsapparat. Zähnepressen ist ein starkes Aufeinanderbeissen der Zähne, ohne dabei eine Bewegung auszuführen. Zähnepressen und Zähneknirschen findet tagsüber oder auch nachts statt, ohne dass man sich auch bei Schmerzphasen dessen bewusst ist, dass ein Aufbeissen ohne Nahrung erfolgt. Durch Zähnepressen oder Knirschen bei Stress können Schäden an den Zähnen, am Zahnhalteapparat und am Kiefergelenk entstehen. Das meist unbewusste Zahnpressen und Knirschen wird vom Fachmann als Bruxismus bezeichnet und kann Verspannungen, Kopfschmerzen, Kiefergelenksbeschwerden und Zahnschmerzen verursachen oder sogar zu massivsten Zahnschäden führen.

Zähnepressen erzeugt Zahnschäden und Zahnfleischschäden

Abgewetzte Zahnkronen können durch das Pressen mit den Zähnen sichtbar werden, wie auch Zähne in der Längsachse durchbrechen können.

Besonders in Zeiten hoher seelischer Belastungen wird versucht, Störkontakte durch Knirschen und Pressen zu beseitigen, seien es die eigenen Zähne oder ein Zahnersatz. Auch die Kaumuskulatur kann sich durch die hohe Belastung deutlich vergrössern sodass schmerzhafte Verhärtungen entstehen können. An den Kiefergelenken können durch die Dauerbelastung Veränderungen entstehen, die das Öffnen vom Mund erschweren und eine Lageveränderung der Gelenkflächen des Kiefers als Knackgeräusch bei der Mundöffnung bemerkt werden kann. Gelenkknacken, Spannungskopfschmerz, Migräne und Verspannungen sind meist Zeichen für eine gestörte Beziehung der Zuordnung von Oberkiefer zum Unterkiefer. Durch kleine Störungen der Kauflächen zueinander wird das neuromuskuläre Gleichgewicht instabil.

Ursache von Zähnepressen

Zähnepressen und Zähneknirschen kann auch Ausdruck einer verstärkten Stressbelastung sein, was zusätzlich auch zu Symptomen wie Ohrgeräusch führen kann.

Zähnepressen kann die Ursache für Gesichtsschmerzen und Kopfschmerzen sein, denn Dauerspannung der Kaumuskulatur und der Gesichtsmuskulatur stehen in engem Zahnkontakt. Unbewusste Bewegungsabläufe bzw. lang andauernde Verspannungen bestimmter Muskeln sind die Ursache für akute und chronische Schmerzzustände unseres Bewegungsapparates.

Ursachen Zähnepressen Zähneknierschen Zähne

Durch die hohe Konzentriertheit merkt man bei grosser Stressbelastung durch Frust, Wut, Zorn und Ärger im Normalfall nicht, dass einzelne Zahnpaare oder die gesamten Zahnreihen aufeinander gepresst oder aneinander gerieben werden.

Zähnepressen wirkt als Stressventil

Der Mund ist mit dem Zähnepressen ein zentraler Bereich des Kopfes und damit des menschlichen Körpers, der durch eine Vielzahl von Nerven in alle Regionen durchzogen ist.

Durch das Zähnepressen in der Nacht, wo man mit Frust und Ärger im Halbschlaf verschiedene Probleme lösen möchte, wirkt das Knirschen und Pressen vielfach wie ein Stressventil im Schlaf, womit durch die hohen Druckbelastungen der Zähne auch Muskelverspannungen, Kiefergelenkschmerzen, Nackenschmerzen sowie Rückenschmerzen entstehen können. Als Parafunktionen bezeichnet der Zahnarzt meist alle Aktivitäten vom Kauapparat die im Unterbewusstsein gesteuert werden und Fehlfunktionen vom Kausystem sind. Um das Zähnepressen oder Zähneknirschen zu beeinflussen, müssen Betroffene zuerst lernen, selbst auf das Fehlverhalten (Bruxismus) aufmerksam zu werden.


Wenn Kinder Zähne knirschen

Bei Kindern erfolgt das Pressen und Mahlen meist normal und unbewusst als Kaumuskelaktivität in Form von Kieferpressen und Zähneknirschen.

Knirschgeräusche bei Kindern durch das Zähneknirschen und Zähnereiben im Schlaf stellen meist keinen Grund zur Beunruhigung dar, denn ungefähr die Hälfte aller Babys knirschen mit den Zähnen. Bei Kindern kann Zähneknirschen völlig normal sein, denn Kinder müssen vor, während und nach dem Zahnwechsel die Feinabstimmung zwischen der oberen und der unteren Zahnreihe zurechtbeissen und einschleifen. Beim vorübergehenden Zähneknirschen und Zähnereiben sind bei Kindern bei Milchzähnen keine Zahnschäden und Zahnfleischschäden zu erwarten, ansonsten merken sie es, wenn es wehtut, dies im Gegensatz zum Zähneknirschen und Zähnepressen bei Erwachsenen, wo viel höhere Kräfte vorhanden sind, sodass Schäden durch Zähnepressen entstehen. Erscheinungen einer Abnutzung ist bei Kinderzähnen normal, wenn Kinder knirschen und die Zähne mit dem weicheren Zahnschmelz aufeinander reiben, als dies bei den bleibenden Zähnen im Dauergebiss der Fall ist.

Zähneknirschen Kinder Zähnepressen Okklusion 

Das oft heftige Knirschgeräusch bei den Kindern ist häufig keinen Grund zur Beunruhigung, denn nur selten benutzen Kinder das Zähneknirschen und Zähnepressen als Schmerzableiter bei Zahnungsproblemen oder Ohrschmerzen.

Kinder knirschen ihre Zähne zurecht

Kinder knirschen, wenn die Oberkieferzähne und Unterkieferzähne nicht richtig zueinander verzahnt stehen.

Bei Kindern kann Zähneknirschen völlig normal sein, denn Kinder müssen vor, während und nach dem Zahnwechsel die Feinabstimmung beim Zusammenbiss zwischen den Zähnen im Oberkiefer und Unterkiefer finden (Okklusion) und die Zahnreihe einschleifen. Normalerweise fängt fast jedes Kind mit dem Zähneknirschen im Alter von zehn Monaten an. Im Gegensatz zum Erwachsenenalter ist das Zähneknirschen bei Babys und Kleinkindern zwischen dem achten Lebensmonat und dem dritten Lebensjahr ein vollkommen natürliches Entwicklungsphänomen. Das Zähneknirschen bzw. Zähnemahlen während der Zahnungsphase im frühen Kindesalter ist als natürliches Phänomen nicht behandlungsbedürftig. Das Problem als Parafunktion beim Knirschen und Pressen kann jedoch auch bei älteren Kindern durch Anspannung, Stress und Angst oder Überforderung entstehen und längere Zeit bestehen bleiben.

Babys wie auch Kinder beissen ihre Milchzähne ein

Wenn im Kindesalter neue Milchzähne bei der Zahnentwicklung in der generellen Zahnleiste in die Mundhöhle hineinwachsen, schleifen sich die Kauflächen durch das Knirschen und Zähnebeissen gegenseitig ab, damit die Zähne der unteren Zahnreihe exakt zur Zahnlänge der oberen Zahnreihe passen.

Vom Zähneknirschen können Babys die ihre Zähne gerade erst kennenlernen wie auch Kinder und Jugendliche in jedem Alter betroffen sein, doch wenn die Milchzähne zurechtgeschliffen sind, verschwindet das Knirschen meist wieder. Das Zähneknirschen bei Kindern mit Milchzähnen hat für die Positionierung der bleibenden Zähne eine natürliche Funktion, denn Milchzähne sind Platzhalter und haben eine Platzhalterfunktion für die bleibenden Zähne im bleibenden Gebiss. Die Kinder beissen ihre Zähne ein und ist kein Indiz für psychische oder stressbedingte Ursachen sondern ein notwendiger Schleifvorgang, wie auch beim Zahnwechsel im Wechselgebiss, wenn sich die Milchzahnwurzeln auflösen und die Milchzähne ausfallen müssen wenn diese im menschlichen Gebiss durch die Nachfolgezähne als "Ersatzzähne" (Erwachsenenzähne) ersetzt werden, den Kinderzähne fallen aus, wenn neue Zähne kommen.

Zähneknirschen Kinder Zähne Milchzähne Zahn 

Kinder produzieren spielerisch Mahlgeräusche und haben Freude, wenn sie ihre neuen Zähne im Mundraum entdecken.

Zähneknirschen bei älteren Kindern

Überaktivität der Kaumuskulatur (Bruxismus) bei den älteren Kindern und Jugendlichen führt zu Schäden am Zahnschmelz und langfristig auch am Kiefergelenk.

Das Zähneknirschen (Bruxismus) und Zähnepressen bei älteren Kindern und Jugendlichen weist auf eine Überfunktion der Kiefermuskulatur hin, denn der Unterkiefer wird dauernd durch Muskelaktivität im Wangenbereich gegen die natürliche Schwerkraft im Kiefergelenk festgehalten. Ein Zähneknirschen bei Stress und physischen Schwierigkeiten erfolgt auch bei Kindern, wenn eine erhöhte muskuläre Anspannung vorhanden ist. Bei Stress oder anderen psychischen Anspannungen neigt man zu Verspannungen im Halsbereich und Nackenbereich sowie im Bereich der Kaumuskulatur. Eine Aufbissschiene bzw. Okklusionsschiene die während der Nacht getragen wird, kann als harte oder weiche Zahnschiene als Sofortmassnahme angefertigt werden, um die Zähne und den Zahnhalteapparat zu schonen, doch damit ist die Ursache vom Zähneknirschen noch nicht beseitigt und braucht weitere Abklärungen.


Zähneknirschen bei Stress

Vielfach entstehen Zähneknirschen und Zähnereiben als körperliche Reaktion auf Anspannung, Belastung und Stress, aber auch bei Kummer und Sorgen.

Die Ursachen für Knirschen in der Nacht sind vielfältig, doch vielfach ist es eine körperliche Reaktion auf Stress und Ärger, der in der Nacht durch das Knirschen und Pressen unbewusst verarbeitet werden möchte, wozu Knirschen als Stressventil im Schlaf benutzt wird. Gegen das Zähneknirschen und Zähnepressen gibt es beim Zahnarzt unterschiedliche Aufbissschienen, damit eine Schädigung von Zähnen und Zahnbett (Zahnhalteapparat) verhindert werden kann. Gleichzeitig erfolgt durch die Zahnschiene (Nachtschiene) eine Entlastung der Kaumuskulatur und Kiefergelenke. Die harte oder auch weiche Aufbissschiene wird während der Nacht getragen und wird beim Zahnarzt vielfach als Knirschschiene oder Okklusionsschiene bezeichnet.

Zähneknirschen Stress Zähnepressen Bruxismus

Jeder kennt die Redewendung, "Beiss auf die Zähne" oder "ich kaue in der Nacht alle meine Probleme durch".

Psychischer Faktor, eine Ursache für Zähneknirschen

Die häufigste Ursache für das Zähneknirschen ist der psychische Faktor "Dauerstress", der beim Mensch fatale Folgen haben kann.

Beim Mensch kann sich Stress positiv oder negativ auswirken und ist individuelle von der Person abhängig. Die Stressreaktion entsteht durch die Ausschüttung von Stresshormonen (Adrenalin), so bei der Wahrnehmung einer akuten Gefahr, womit die Energieversorgung vom Körper für eine bestimmte Zeit erhöht wird wie auch das Verhalten beeinflusst wird, sei es die Aggression oder die Flucht. Wenn der Stress häufig oder dauerhaft auftritt und körperlich oder auch psychisch nicht kompensiert werden kann wird er negativ und überfordernd empfunden. Durch den Stress kann es zu Zähneknirschen (Bruxismus) kommen, wodurch die Zähne und die Kiefergelenke Schaden nehmen können.  Auch kann es durch Stress als Schutzreaktion zu einer unnatürlichen muskulären Anspannung kommen, wodurch Kieferschmerzen und Rückenschmerzen entstehen können. Das Knirschen bei Stress und physischen Schwierigkeiten erfolgt durch eine erhöhte muskuläre Anspannung, so auch wenn Kinder knirschen durch Anspannung, Stress, Angst oder Überforderung, denn Kinder können emotionale, psychische und physische Schwierigkeiten durch eine erhöhte muskuläre Anspannung ausdrücken. Durch chronische Muskelanspannung kann ein bestehender Schmerz verstärkt werden, was wiederum zu weiteren Verspannungen, Fehlhaltungen und Schmerzen führt. Wenn in schwierigen Lebenssituationen ein bereits vorhandenes Pressen und Knirschen intensiver wird, können auch Schmerzen oder andere Beschwerden entstehen, die später wieder verschwinden, wenn das Problem gelöst ist.

Aggressionen, Stress und Frust durch Bruxismus entladen

Beim Bruxismus wird zwischen Wachbruxismus und Schlafbruxismus unterschieden, sei es das Zähneknirschen oder Zähnepressen.

Der Wachbruxismus der am Tag erfolgt wird vom Schlafbruxismus in der Nacht unterschieden wie auch zwischen dem exzentrischen Bruxismus, wo die Zähne gegeneinander gerieben werden, vom zentrischen Bruxismus unterschieden wird, wo die Zähne stark aufeinandergepresst werden, was Muskelschmerzen zur Folge haben kann. Da psychischer Stress zu den auslösenden Faktoren von Bruxismus zählt, können nebst Zahnschienen als Relaxierungs-Schiene die in der Nacht bei der Knirscher-Therapie getragen wird, Entspannungstechniken zur Vorbeugung des Zähneknirschens eingesetzt werden. Beim Bruxismus kann man ein Wechsel von Schmerzphasen und schmerzfreie Zeiten beobachten und wenn man tagsüber an den Kaumuskeln fühlt, kann man beobachten ob diese verspannt sind. Man ist jedoch vielfach erstaunt, warum diese verspannt sind, obwohl man in diesem Moment keinen Stress hat. Wenn man sich darüber bewusst wird, warum die Kaumuskeln in diesem Moment verspannt sind und je mehr Unbewusstes man aufdeckt, desto geringer werden die Beschwerden durch unbewusstes Zähneknirschen und Zähnebeissen.

Das Themenfeld Stress wird umrissen durch:

Das Gefühl, durch Stress überfordert zu sein, eine natürliche körperliche Reaktion auf psychische Belastungen
Psychische Probleme, Kummer, Stress und Ärger im Sport oder am Arbeitsplatz
 Beziehungskrisen, Prüfungsstress, psychosozialer Stress
 Der zunehmende Stress im Beruf oder durch zunehmende Krankheiten und Schmerzen
 Frust, Ärger und Erbitterung, die Nachwirkungen haben
 Psychische Probleme und Sorgen wie Alltagssorgen oder schlimme Ereignisse
 Verbissene Konzentration und Anspannung
 Zeitdruck oder Lärm
 Belastende Gefühle wie Angststörungen, Depressionen oder Geldsorgen
 Ungelöste Spannungen, Abenteuer, Affäre oder Konflikte
 Sich verbissen in ein Problem verrennen
 Sich durchbeissen oder zerknirscht eine Niederlage einstecken
 Eine unangenehme oder anstrengende Situation durchstehen 
Anerzogene Unterdrückung von Aggressionen, Wut, Aufgebrachtheit, Frustration und Empörung
 Innere Haltung "Beiss dich durch" 
Bei Schmerzen gilt, "Zähne zusammenbeissen"
 Wenn man etwas "zähneknirschend" zur Kenntnis nimmt


Bruxismus, das Stressventil im Schlaf

Fast jeder Mensch durchlebt Phasen, in denen mehr oder weniger stark mit den Zähnen gepresst oder geknirscht wird.

Durch Anspannung hat fast jeder Mensch Stress, doch keiner möchte den Stress, der von Stressoren als äussere Reize erzeugt wird und eine psychische und physische Reaktion bewirkt. Das Zähnepressen und Zähneknirschen bei Stress erfolgt meist unbewusst als Stressventil im Schlaf und wird nicht selten vehement bestritten und verneint, auch wenn sichere Indizien dafür im Zahngebiss vorhanden sind. Bruxismus erfolgt fast immer im Unterbewusstsein, doch auch das Zähneknirschen und Zähnereiben muss nicht zwingend zu hören sein, auch wenn extrem hohe Kräfte in der Grössenordnung vom eigenen Körpergewicht beim Bruxismus keine Seltenheit sind. Die Ursachen vom Knirschen mit den Zähnen kann eine rein mechanisches Problem sein, wie eine zu hohe Zahnfüllung oder eine falsche Zahnstellung, doch vielfach sind es psychische Störungen durch grossen emotionalen Stress.

Zähneknirschen ist ein Stressventil im Schlaf

Bruxismus verstärkt sich bei Stress, anstrengender Arbeit oder psychischer Anspannung sehr stark und ist willentlich kaum abzustellen.

Wenn man zähneknirschend für etwas zustimmt, ist dies im Normalfall nicht freiwillig und macht die Faust im Sack. Da sich Frust, Aggression und Stress nicht am Gegenüber entladen können, erfolgt dies oft an den eigenen Zähnen durch Knirschen, Knattern, Knacken, Malmen und Kauen. Wer grossen Hass, Unmut, Rachelust, Verbitterung oder Feindseligkeit verspürt, möchte dies in der Nacht im REM-Schlaf als Verhaltensstörung durch Knirschen und Zähnebeissen wieder loswerden. 

Zähnepressen als Stressventil Zähneknirschen

Sehr häufig tritt das Zähnepressen oder Zähneknirschen wegen Ärger und Stress im Schlaf auf, sodass die Kaumuskeln am Morgen einige Zeit "wegen dem Kampf im REM-Schlaf" verspannt sein können.

Kräfte beim Zähnepressen

Extrem grosse Kräfte auf Zähne entstehen besonders beim Zähnepressen, die sehr schädliche und schmerzhafte Auswirkungen auf Zähne, Zahnbett und Kiefermuskeln haben können.

Das Knirschen und Pressen mit den Zähnen kann wie auch das Zungenpressen, Zungenbeissen oder Lippenpressen, die als Parafunktionen bezeichnet werden, eine anlagebedingte Anfälligkeit für Störungen vom vegetativen Nervensystem sein und muss nicht zwingend ein stressbedingter Bruxismus sein. Die Folgen vom nächtlichen Zähnepressen und Zähneknirschen können Zahnschäden, Schäden am Zahnfleisch sowie Kieferschmerzen und Gesichtsschmerzen sein, was auch Auswirkungen auf die Kiefergelenke und den Wirbelsäulenbereich haben kann. Bei Kindern ist Zähneknirschen normal, da Kinder zur Verzahnung, vor, während oder nach dem Zahnwechsel die Okklusion zur Feinabstimmung vom Aufbiss zurechtbeissen müssen. Bruxismus kann bei Kindern normal sein, da die Kontakte zwischen den Zähnen beider Kiefer für die Verzahnung zurechtgeschliffen werden müssen, was mit Knirsch-Geräuschen einhergehen kann.

Das Kauwerkzeug ist ein Spiegel der Seele

Zähne sind das Kauwerkzeug zum Kauen von Esswaren und ohne Speisen zu Kauen ist der Kauapparat besonders in der Nacht ein Spiegel der Seele, wenn Zähne und Seele eine Einheit bilden.

Die Zähne sind mehr als ein Kauwerkzeug, sie haben einiges mit unserer psychischen Verfassung zu tun, wo Knirschen, Pressen und Mahlen mit den Zähnen ein unbewusster Vorgang ausserhalb vom normalen Kauakt ist. Das unbewusste, meist nächtliche Knirschen, Pressen und Mahlen mit den Zähnen wird in der Zahnmedizin auch als Bruxomanie bezeichnet, so auch das Aufeinanderbeissen der Zähne vor einem Kampf.

Zähne beissen Zähneknirschen, Stressventil

Nicht umsonst heisst es "die Zähne zusammenbeissen" oder etwas "zähneknirschend in Kauf nehmen" an dem man "schwer zu beissen hat".

Ärger und Stress können nächtliches Zähneknirschen verursachen

Mit Ärger und Stress hat auch das nächtliche Zähneknirschen zu tun, da dieses Knirschen ein Stressventil im Schlaf ist, wo unbewusst alles zerbissen und zermalmt wird, was am Tag als Ärger nicht geschluckt werden konnte.

Zähneknirschen als Stressventil im Schlaf ist an sich eine ganz normale Reaktion, die jedoch bei vermehrter Stressbelastung zu einem Gesundheitsproblem werden kann. Schwere Zahnschäden, heftige Kopfschmerzen, Muskelverspannungen oder Migräne etc. können die Folge sein. Die sichtbaren Folgen von Bruxismus sind abgeschliffene und abgebrochene Zähne, was für Zahnpatienten nicht unbedingt auf den ersten Blick zu erkennen ist. Betroffenen leiden unter schmerzhaften Entzündungen vom Kiefergelenk und der Kaumuskulatur und Wissen vielfach nicht warum. Um die Zähne vor irreversiblen Schäden vor Zähneknirschen zu schützen, verschreibt der Zahnarzt meist eine Knirscher-Schiene, das eine Aufbiss-Schiene ist die speziell angepasst wird und nachts getragen werden muss. Die Zahnschiene (Nachtschiene) schützt vor Funktionsstörungen vom Kauorgan und die Zähne wie auch das Zahnfleisch vor einer weiteren Zerstörung und kann das Knirschen eindämmen. 


Ursachen von Zähneknirschen

Die Ursache vom Zähneknirschen liegt im Gehirn und hängt vielfach mit emotionalem Stress zusammen, der im Schlaf abgebaut wird.

Folglich kann das nächtliche Zähneknirschen auch als eine Form von Schlafstörung (Parasomnie) gesehen werden, wo meist Ängste und Stress das psychisch bedingt ist, ein Auslöser für das Knirschen und Pressen mit den Zähnen ist, was bei jedem Mensch durch die genetische Veranlagung unterschiedlich hoch sein kann. So kann auch Zahnarztangst ein grosser Stress bedeuten, was eine Ursache für das Knirschen sein kann und dabei eine Knirscher-Therapie wegen der grossen Angst ausbleibt. Bei vielen Menschen ist das Verarbeiten seelischer Probleme im Schlaf der Auslöser für das Zähneknirschen, so auch kurzfristige Stressbelastungen in Familie oder Beruf, die unter anderem durch den Bruxismus zum Ausdruck kommen, worunter auch das Zungenbeissen, Zungenpressen (Zungendrücken), Lippenpressen und Zähnepressen oder Zähnereiben im Schlaf fällt. Als Ursache für das Knirschen mit den Zähnen können jedoch auch schiefe Zähne oder schlecht sitzender Zahnersatz sein.

Ursache Zähnepressen Zähneknirschen akut 

Generell ist das Zähneknirschen ein sehr häufiges Phänomen und ist auf keinen Fall zwingend mit einer ernsthaften psychischen Erkrankung verbunden.

Ursachen für Bruxismus

In manchen Fällen können Erkrankungen vom Zahnhalteapparat hinter den Problemen von Bruxismus stecken, wo das Knirschen eine Schadenfolge davon ist.

Meist liegt die Ursache für Bruxismus an seelischen Ursachen wie Angst und Stress oder an falsch ausgerichteten Zähnen, einer schlechtsitzende Zahnbrücke oder Zahnprothese sowie künstlichen Kronen oder Zahnfüllungen, die zu hoch sind. Bruxismus ist bei Menschen vielfach in der Nacht eine Form von unbewusstem Stressabbau, der meist wegen psychischen Ereignissen im Unterbewusstsein ausgelöst wird. Bei Kindern ist das Knirschen und Reiben nebst dem zurechtbeissen der Zähne eher eine aktiven Fantasie von Erlebtem die verarbeitet und ausgelebt wird und kann erst bei grösseren Kindern die Ursache oder ein Anzeichen für psychischen Stress sein, wo Bruxismus unbewusst als Stressventil im Schlaf dient. Vielfach wird Zähneknirschen bei Stress bei Kindern erst in der Schule benutzt, um Stress, Aggressionen und Frust zu entladen.

Ursache für akutes Zähnepressen und Zähneknirschen

Zähneknirschen und Zähnepressen sind unbewusste Bewegungsabläufe bzw. lang andauernde Verspannungen bestimmter Muskeln, die durch die grossen Kräfte auf Zähne wirken, für chronische Schmerzzustände vom Bewegungsapparat. Dauerspannung der zuständigen Kaumuskulatur und Gesichtsmuskulatur, oft verbunden mit intensivem Zahnkontakt "Zähneknirschen oder Zähnepressen", was die Ursache für Gesichtsschmerzen sowie Kopfschmerzen sein kann. In der Regel merkt man besonders in der Nacht nicht, dass entweder einzelne Zahnpaare oder die gesamten Zahnreihen aufeinander gepresst oder aneinander gerieben werden. Solche stereotypen Verhaltensmuster schaden dem Kausystem bzw. Zahnsystem, der Kaumuskulatur und den Kiefergelenken. Die Anspannungsphasen durch Wut und Zorn (Bruxomanie) kann bis zu 45 Minuten dauern, wobei der Kaudruck um ein Vielfaches stärker ist als beim normalen Kauen, sodass Schäden durch Zähnepressen entstehen und Spuren vom Zähneknirschen vorhanden sind, was der Zahnarzt als Abrasionen an Zähnen bezeichnet.

Ursache vom Zähneknirschen bei Kindern

Zähneknirschen hat verschiedene Ursachen und kann psychisch, mechanisch oder durch verschiedene Faktoren bedingt sein, so auch bei Kleinkindern und Babys.

Das Zähneknirschen bei Kindern wie auch bei Kleinkinder und Babys ist weit verbreitet, was meist mit störenden und nicht richtig stehenden Milchzähnen im Zusammenhang steht. Wenn zwischen den Zähnen im Mund etwas als störend empfunden wird, versucht man es wegzuknirschen und wegzubeissen, so auch die Kinder. Die Kinder beginnen teilweise bereits während dem Zahnen mit Pressen und Reibebewegungen, wenn wieder etwas Ungewohntes im Mund zum Vorschein kommt und so ist ein nächtliches Zähneknirschen bei Kindern nichts ungewöhnliches und muss nicht eine schlechte Angewohnheit sein. Kinder Knirschen und Reiben vor, während und nach dem Zahnwechsel im Wechselgebiss zwischen den Zähnen im Oberkiefer und Unterkiefer zur Feinabstimmung, da sie die Milchzähne zurechtbeissen und einschleifen, was völlig normal ist. Bei Kindern sind bei Milchzähnen beim Knirschen und Zähnereiben keine Zahnschäden oder Schäden am Zahnfleisch zu erwarten und mit dem Nachwachsen der bleibenden Zähne als "Ersatzzähne" sollte das Zähneknirschen verschwinden.

Zähneknirschen mechanisch bedingt:

Unter "Mechanisch bedingtem Zähneknirschen“ versteht man Abweichungen in der Bisslage durch eine zu hohe Füllung oder gekippten Weisheitszähnen. Abweichungen aller Zahnarten oder Zahngruppen können im Zahngebiss den Beissapparat bzw. Kauapparat derart stören, dass Zähnepressen oder Zähneknirschen auftreten kann, denn Abweichung von über 0.01 mm sind bei einem ausgewogenen Zahnkontakt spürbar. Durch Zahnüberhöhungen von 0.08 mm kann eine verkürzte Tiefschlafphase entstehen, welche nach kurzer Zeit eine Störung der Kaumuskulatur auslösen kann. Unbewusst versucht das Gehirn die wahrgenommenen, störenden Bereiche durch Zähneknirschen, Pressen und Reiben zu beseitigen, so dass es zu einem mechanischen Abrieb kommt. Da dies im Erwachsenengebiss mit dem harten Zahnschmelz das die Zahnkrone schützt, gegenüber dem Kindergebiss mit weichem Zahnschmelz als Zahnbeschichtung meist nicht zufriedenstellend funktioniert, so dass immer neue Störstellen durch wiederum neue Abriebstellen entstehen.

Zähneknirschen psychisch bedingt:

Unter psychogen bzw. Zähneknirschen psychisch bedingt versteht man Ängste und Stress die Bruxismus auslösen oder verstärken können.

Bei den psychisch bedingten Form von Knirschen kann mit einer Therapie versucht werden, die seelischen Ursachen zu erkennen (warum Zähneknirschen) und zu verarbeiten, ansonsten es keine wirksame Behandlung der Ursachen gibt. Eine ursächliche Behandlung für Bruxismus ist praktisch unmöglich, da die auslösenden Gründe von psychischen Überbelastungen in Berufsleben wie auch Privatleben nur selten kurzfristig geändert werden können. Zähneknirschen behandeln kann man nur mit einer Zahnschiene bzw. Knirsch-Schiene als "Knirscher-Therapie", da ein Abgewöhnen von Parafunktionen als unterbewusste Aktivitäten vom Kauapparat schwierig sind.

Zähneknirschen bedingt durch verschiedene Faktoren:

Verschiedene Faktoren für Zähneknirschen sind genetische Prädisposition (Zusammensetzung von Erbgut), Nährstoffmängel für "Gesundheit der Zähne", bestimmte Medikamente, Schlafstörungen oder Schnarchen als lästige Ruhestörung in der Nacht etc.


Bruxismus

Als Bruxismus wird das unbewusste und meist nächtliche Zähneknirschen und Aufeinanderpressen der Zähne bzw. Zähnepressen bezeichnet.

Die Ursachen für Bruxismus können bei jedem Mensch sehr unterschiedlich sein und setzen sich aus der individuellen Befindlichkeit, dem Lebensstil und hauptsächlich dem Umfeld der menschlichen Gesellschaft zusammen. Durch den Bruxismus als Stressventil im Schlaf wird der Zahnhalteapparat wie auch die Kaumuskulatur und andere Muskelgruppen überlastet. Eine direkte Behandlungsform als Bruxismus-Therapie gibt es kurzfristig beim Zahnarzt meist nicht, sodass man sich auf die Schmerzlinderung und Vorbeugung weiterer Schäden mit einer Aufbiss-Schiene die in der Nacht getragen wird beschränkt, damit weitere Funktionsstörungen vom Kauorgan ausbleiben. Das nächtliche Knirschen mit den Zähnen (Bruxomanie) kann durch das Verhalten und der Psyche zu Kiefergelenkserkrankungen führen, die vielfach dadurch auf einer Fehlregulation vom Kiefer basieren und den Ursprung in einer Störung der Okklusion (Nonokklusion), der Kaumuskelpaare oder Störung der Gelenks-Binnenstrukturen mit Gelenkskapsel, Bänder, Diskus, Gelenksknorpel und Knochen vom Kiefergelenk haben. Durch den Bruxismus können verschiedene Beschwerden entstehen wie Kieferschmerzen, Gelenkgeräusche oder eine eingeschränkt Mundöffnung, was unter dem Begriff Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD Syndrom) zusammengefasst wird. Bei dem CMD Syndrom handelt es sich um eine Fehlfunktion im Zusammenspiel von Oberkiefer und Unterkiefer, bedingt durch Störungen in der Funktion der Zähne, der Kiefermuskulatur und den Kiefergelenken.

Wenn man zähneknirschend zustimmt, dann macht man dies nicht freiwillig bzw. man macht die Faust in der Hosentasche und knirscht dann in der Nacht weiter.

Aggressionen, Stress, Frust bruxismus Knirschen

Aggressionen, Stress und Frust entladen sich nicht dem Gegenüber, sondern oft in der Nacht an den eigenen Zähnen durch Zähnepressen, das täglich bis zu 45 Minuten dauern kann, wodurch Zahnhartsubstanzverluste (Attritionen) oder Schliffflächen wie auch kleine Schmelzrisse und Frakturen am Zahnschmelz bzw. Zahnschmelz-Absplitterungen entstehen können.

Bruxismus bei Tag und Nacht

Das Zähneknirschen mit Zähnereiben und Zähnepressen bezeichnet der Zahnarzt als Bruxismus, wo man zwischen dem Wachbruxismus und dem Schlafbruxismus unterscheidet.

Wachbruxismus ist das unbewusste Aufeinanderpressen der Kiefer mit starken Kräften auf Zähne mit dem Zähne schleifen lassen und der Schlafbruxismus das Zähneknirschen und Zähnereiben in der Nacht, wenn Zähne und Seele eine Einheit bilden und Ängste, Stress und Sorgen abbauen möchten durch Kauen, Knirschen und Malmen. Beim Zähneknirschen und Zähnepressen lasteten sehr hohe Drücke, auf dem Kiefergelenk von bis zu 1000 Kg. Auf den einzelnen Zahn macht dieser Druck öfters ca. 50 Kg und mehr aus und kann bis zum Eigengewicht des Körpers betragen. Das unbewusste, meist nächtliche, aber auch tagsüber ausgeführte Zähneknirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne ergibt durch die Abrasion an Zähnen einen Verschleiss an Zahnhartsubstanz, so dass Zahnschäden wie auch Schäden am Zahnfleisch entstehen können. Durch das Zähneknirschen, wird der Zahnhalteapparat überlastet und zusätzlich die Kiefergelenke welche einen grossen Einfluss auf die Statik vom Oberkörper haben, die Kaumuskulatur oder auch andere Muskelgruppen, die zur Stabilisierung vom Kopf angespannt und geschädigt werden können. Durch den Bruxismus kann es zu schweren Schmerzsyndromen und Ohrpfeifen (Tinnitus) kommen.

Bruxismus Zahnklemmen

Nebst dem Zähneknirschen gibt es auch das Zahnklemmen, das auch als Brygmus bezeichnet wird.

Unter dem Begriff Bruxismus werden unterschiedliche Formen an parafunktionellen Zahnkontakten verstanden, wo der tagsüber auftretende Bruxismus von der nächtlichen Bruxomanie unterschieden wird. Die statische Form wird als Zähnepressen oder Zahnklemmen bezeichnet, wo die Zähne fest aufeinander beissen und es langen Phasen des Zusammenpressens der Zähne gibt und wo der entstehende Druck bis zu 480  kg/cm² oder mehr betragen kann, das dem 10-fachen vom normalen Kaudruck beim Kauen von Speisen entspricht. Als Zähneknirschen wird die dynamische Form bezeichnet, wo die Zähne mit grossem Druck aufeinander reiben. Die Bedeutung von Brygmus ist das Reiben der Zähne während dem Schlaf, was auch als Zähneknirschen bzw. bei der Definition als Bruxismus oder Bruxomanie bezeichnet werden kann. Beim Zahnklemmen werden die beiden Kiefer sehr fest zusammengepresst, ohne dass dabei Kaubewegungen gemacht werden, sodass es durch den starken Druck zu keilförmigen Defekten am Zahnhals wie durch die mechanische Zahnreinigung mit horizontaler Schrubbmethode kommen kann. Bei starkem Pressen der Zähne kann es schlimmstenfalls zum Absterben von den Zahnnerven bei allen Zähnen kommen. Durch einen sehr hohen Kaudruck werden die Zähne aus dem Zahnfach hineingedrückt, sodass es durch das Absterben der Zahnnerven meist zu Zahnverfärbungen und damit zu schwarzen Zähnen kommt. Dabei wird die Blutversorgung des Zahnes unterbrochen. Eine längere Unterbrechung führt zwangsläufig zum Absterben der Pulpa. 

Häufigkeit von Zähneknirschen, Bruxismus, Bruxomanie, Fremitus dentium.

Bruxismus ist in der Bevölkerung weit verbreitet, wo das Knirschen bei Stress durch das Zähne schleifen lassen, bereits bei Jugendlichen Spuren vom Zähneknirschen als Schadenfolge vom Knirschen und Schäden durch Zähnepressen oder auch Zungenpressen an den Zähnen zu sehen sind. Durch das Pressen der Zunge an die Zähne können über einen längeren Zeitraum zwischen den einzelnen Frontzähnen Lücken entstehen und für den Zahnhalteapparat ein Problem bedeuten. Das unbewusste Zungenpressen kann für die Veränderung der Zahnstellung verantwortlich sein, wenn der Druck der Zunge von innen her gegen die Frontzähne sehr stark ist. Durch die starke Anspannung der Kaumuskulatur kann es durch Bruxismus zu einer Hypertrophie und zu Muskelverspannungen kommen wie auch vorhandene künstliche Kronen und Zahnbrücken als Zahnersatz Schaden nehmen können. Fast alle Erwachsenen haben Schlifffacetten an den Zähnen, die irgendwann im Unterbewusstsein durch Parafunktionen entstanden sind. Bei Parodontalerkrankungen als Erkrankung vom Zahnhalteapparat bzw. Zahnbetterkrankung neigen ca. 80% aller Menschen zu Bruxismus, doch sind sich nur deren zehn bis zwanzig Prozent der Betroffenen bewusst, dass sie in der Nacht Zähneknirschen und Zähnepressen und Symptome von Bruxismus aufweisen. Bei Wut und Zorn werden die Aktivitäten vom Kauapparat bei einem Wutanfall mit Zähnepressen und Zähneknirschen oft bewusst wahrgenommen, wie auch der Körper automatisch mit den Bewegungsabläufen bei Angst oder Kälte mit Zähneklappern reagiert oder sich bei Müdigkeit und Stress mit dem Bruxismus-verhalten äussern kann.

Symptome von Bruxismus

Unangenehme Symptome können bei Bruxismus verursacht werden, so im Besonderen wenn Parafunktionen über einen längeren Zeitraum anhalten.

Bei starkem Zähneknirschen über einen längeren Zeitraum während dem Schlaf machen sich die Beschwerden vom Bruxismus meist erst am darauffolgenden Tag nach dem Aufwachen bemerkbar:

Verhärtungen und Verspannungen der Kaumuskulatur und Gesichtsmuskulatur
Verspannungen im Nackenbereich wie gleichzeitig auch im Schulterbereich
Kieferschmerzen, Zahnschmerzen, lockere Zähne, Nackenschmerzen, Schulter- und Rückenschmerzen
Schmerzhafte Beschwerden der Kiefergelenke, Entzündungen am Zahnfleisch und abgewetzte Zahnkronen
Schmerzen im Gesicht und den Schläfen oder auch empfindliches Zahnfleisch
Knackgeräusch, behindert oder blockiert Kieferbewegung (Mundöffnung)
Kopfschmerzen oder auch Migräne und Schmerzen im Bereich der Ohren
Schlafstörungen und auch Schwindel
Ohrgeräusche (Tinnitus)

Durch ein unbewusstes Zungenpressen gegen die Frontzähne oder Zungendrücken gegen den Gaumen, meist wegen psychischem Stress, können sich Zahnstellungen verschieben, was wiederum das Knirschen und Pressen mit den Zähnen verstärkt, wenn die Stellung der Zähne nur leicht verschoben sind. Das unbewusste Zungenpressen kann für den Zahnhalteapparat ein grosses Problem sein, wenn die Zunge gegen die Oberkieferzähne oder stark gegen die Backenzähne im Unterkiefer gedrückt wird, wie auch das Zungenbeissen und Zungendrücken in eine Zahnlücke. Bruxismus-Symptome an den Zahnoberflächen mit Abschleifspuren als Schlifffacetten können auch bei leichtem Zähneknirschen mit der Zeit entstehen, wie auch bei starkem Knirschen und Zähnebeissen die Zähne empfindlich werden und sich lockern können. Bei langanhaltendem Zähneknirschen können in den Kiefergelenkflächen wie auch den Gelenkkapseln entzündliche Prozesse erfolgen, wo meist auch die Bänder der Kiefergelenke durch die einwirkenden Kräfte beim Zähneknirschen und Zähnepressen in Mitleidenschaft gezogen werden.


Definition von Bruxismus

Zentrischer und exzentrischer Bruxismus

Man unterscheidet zwischen dem zentrischen Bruxismus und exzentrischen Bruxismus, je nachdem, ob man die Zähne aneinanderpresst oder sie gegeneinander reibt.

Beim zentrischen Bruxismus werden die Betroffenen Zähne so stark aufeinander-gepresst, dass Muskelschmerzen im Kieferbereich entstehen können, denn dabei wirken Kräfte, die jene des funktionellen Kauens bei Weitem übersteigen. Beim exzentrischen Bruxismus reibt der Mensch seine Zähne lautlos oder auch geräuschvoll aneinander, was meist in der Nacht im Unterbewusstsein abläuft, sodass die Gewebe der Kiefergelenke belastet werden, nicht aber die Zähne die nicht mit gleicher Intensität und den hohen Kräften belastet werden. Beim Bruxismus wird die Muskulatur stark belastet wo es mit der Zeit zu Formveränderungen der Gewebe kommen kann, auch wenn sich die Zunge und die Wangen zum Dämpfen der Kräfte als Polster zwischen die Zähne vom Oberkiefer und Unterkiefer schieben, so dass an den Weichteilen die Zahneindrücke zu sehen sind.

Zentrischer Bruxismus exzentrischer Bruxismus

Zähneknirschen ist durch exzentrischen Bruxismus kennzeichnend, bei dem die Zähne gegeneinander gerieben werden, was häufig an einem Knirschgeräusch erkennbar ist.

Brygmus; Zähneknirschen und Zähneklappern

Zähneknirschen ist die bekannteste Form der so genannten Parafunktionen.

Unter dem Begriff Bruxomanie oder Bruxismus (Brygmus) wird oft von stomatognathen Parafunktionen gesprochen, wo sich durch die Abrasionen an der Zahnhartsubstanz mit der Zeit Schlifffacetten ausbilden können. Parafunktionen sind zusammenhängende Verhaltensmuster, die durch Lippenpressen, Zungenpressen, Zähneknirschen, Zähneklappern und Pressen mit den Zähnen durch eine Hyperaktivität der Kaumuskulatur gekennzeichnet ist. Unter Parafunktionen versteht man Aktivitäten vom Kausystem, die keinem funktionellen Zweck dienen. Unter Kausystem versteht man die Kaumuskulatur und die Kiefergelenke, die zusammen mit den Zähnen den Kauapparat als eine funktionelle Einheit bildet. So zählen neben dem Zähneknirschen, Zähnebeissen auch Wangenbeissen, Lippenbeissen und Zungenbeissen, Zähnepressen und Zungenpressen, sowie das Kauen auf Objekten, wie auf Fingernägeln oder Bleistiften zu diesem Komplex. Bei gezieltem Nachdenken werden sich viele Menschen bestimmt bewusst werden, dass auch sie mindestens eine dieser erzwungenen Bewegungen ausführen.

Folgen von Bruxismus

Trotz der weiten Verbreitung vom Bruxismus in der Bevölkerung, haben viele Parafunktionen meist keine schwerwiegenden Folgen für Mund und Zähne, doch auf längere Zeit kann es zu Prozessstörungen kommen.

Beim Zähneknirschen und Zähnepressen, die unter dem Begriff Bruxismus zusammengefasst werden, können Schäden an den Zähnen entstehen. Die Muskulatur wird dadurch stark belastet wie auch die  antagonistischen hyoidalen Muskeln und die komplementären Nackenmuskeln, sodass es mit der Zeit zu Prozessstörungen kommt. Bruxismus bezeichnet ein aussergewöhnlich langes, übermässig starkes und nicht den natürlichen Kaubewegungen entsprechendes Aufeinander-bringen der Zähne. Bruxismus ist eine Überschussbelastung, die nicht dem Zerkleinern von Speisen dient, sondern mit leerem Mund stattfindet. Die Zahnhartsubstanz als Zahnhartgewebe selbst kann wie auch der Zahnhalteapparat aufgrund der Dauerbelastungen verletzt werden. Neben Bruxismus tagsüber in geistigen Anspannungsphasen, tritt er vor allem nachts in den flacheren Schlafstadien (REM-Schlaf) auf. In manchem Fällen wird dabei bis zu 45 Minuten am Stück mit einer vielfach stärkeren Kraft als beim Kauen geknirscht oder gepresst. Beim Bruxismus wird also unterscheiden zwischen dem Wachbruxismus, dem unbewussten Aufeinanderpressen des Kiefers, und dem Schlafbruxismus, dem Zähneknirschen in der Nacht.


Zähne, Spiegelbild der Seele

Zähne sind ein Spiegelbild unserer Seele, was sich als unbewusstes Verhalten beim Knirschen, Pressen und Zähnereiben im Schlaf zeigt.

Die Kauvorgänge mit den Zähnen hängen bei Mensch eng zusammen mit der Seele, womit die Gefühlsregungen gemeint sind. Im Sprachgebrauch wird mit Seele dabei die Gesamtheit der Gefühlsregungen genannt, was sich durch das Zähneknirschen und Zähnepressen bei Stress, Ängste und Sorgen als körperliche Reaktion beim Mensch zeigt, wo Zähne als Stressventil im Schlaf benutzt werden. Der Mund ist beim Mensch das komplexeste Zentrum der Nerven, wo Nervenbahnen von der Zunge und den verschiedenen Zahnarten zum Hirn und in den ganzen Körper führen, wie die ganzheitliche Zahnmedizin zeigt und Zahnherde und Zahnstörfelder beim Mensch für viele Krankheiten verantwortlich sein können.

Zähne Entschlüsseln mit dem Gesichtsausdruck als Spiegelbild der Seele eine Botschaft dem Gegenüber und im Spiegel auch sich selbst.

Zähneknirschen Spiegelbild Seele Knirschen

Zähne werden zum Abbeissen und Kauen benötigt und sind beim Mensch zum Sprechen für die Lautbildung wie auch für den Gesichtsausdruck sehr wichtig.

Mit schönen gepflegten Zähnen fühlt man sich sicher

Lächeln mit schönen Zähnen und gesundem Zahnfleisch ist die schönste Art, dem Gegenüber die Zähne zu zeigen, damit ein positiver Eindruck bewusst oder unbewusst von anderen Menschen wahrgenommen wird.

Der Mund ist als Sinnes- und Reizzentrum an der Verdauung, Atmung und Stimmbildung beteiligt, wo die Körperöffnung den Zugang für die Nahrung als erster Teil vom Verdauungstrakt bildet. Die Mundhöhle ist wie die Zunge beim Mensch ein Reizzentrum im Oralbereich und als erogene Zone ein sehr diffiziler Intimbereich, der mit einer Mundschleimhaut ausgekleidet ist. Mit gepflegten Zähnen fühlt man sich wohler, man lacht lieber, fühlt sich sicherer und hat mit schönen Zähnen auch mehr Chancen bei der Partnersuche. Dabei ist es egal ob es die eigenen Zähne sind oder ob es sich um festsitzenden Zahnersatz mit künstlichen Zahnkronen handelt. Nebst der Zahnpflege und Zahnfleischpflege ist auch die Zungenpflege sehr wichtig, denn die Zunge als Sinnesorgan zum Schmecken und Tasten verrät auch den Gesundheitszustand bei Menschen, denn nebst den Zähnen ist auch die Zunge über die Nerven mit dem Gehirn und den Organen direkt verbunden.

Gesichtsausdruck, ein Wechselspiel von Mund, Körper und Seele

Durch die Gefühlsregungen spiegeln sich die Gefühle der Seele in der Mimik beim Gesichtsausdruck wieder.

Beim menschlichen Gesichtsausdruck gehört die Mimik zur Körpersprache und ist als Spiegel der Seele angeboren, denn die Mimik läuft meist unterbewusst ab, sei es bei Schmerzen, Furcht, Trauer oder Freude. Im Alltag ist der Gesichtsausdruck eine Mischung aus Ärger, Missmut und Anspannung, was sich unmittelbar auf die Mimik überträgt.

Zähne können beim Zähneknirschen mitleiden und Geschichten von der Seele erzählen, denn wer Angst, Stress, Sorgen und Probleme hat, neigt dazu, sich als körperliche Reaktion darauf zu verspannen.

Zähne Verbissen Körper Seele Zähneknirschen 

Zähne können Geschichten von der Seele erzählen und leiden mit, denn Körper und Seele bilden eine Einheit.

Anreiz zur Motivation an Seele und Zähne gerichtet

Wer kennt die Schlagwörter als Anreize zur Motivation nicht?

Im Volksmund erzählen Sprüche vieles, was dem Zahnhalteapparat als funktionelles Verankerungssystem der Zähne, dem Zahnfleisch, den Kiefergelenken und der Seele schaden kann:

Du musst dich im Leben durchbeissen, dem Gegenüber die Zähne zeigen, auf die Zähne beissen, verbissen an eine Aufgabe herangehen oder etwas zähneknirschend akzeptieren, was die mit "Psyche" bzw. die "Seele" beeinflusst und auch körperliche Vorgänge herbeiführen kann. Viele Menschen verarbeiten den Druck, unter dem sie stehen, auch nachts, indem sie diese Probleme „durchkauen“ und mit den Zähnen knirschen. Wer unter grossem Druck durch Prüfungsangst, Sorgen und Problemen steht, der neigt dazu, sich die Kaumuskulatur und Kiefermuskulatur zu verspannen, was sich in der Nacht durch das Zähneknirschen und Zähnepressen meist noch verstärkt, was durch den Bruxismus schwerwiegenden Folgen für Zähne, Kiefer und Kiefergelenke haben kann. Die Zahnwurzeln können im Kiefer extrem belastet werden und drücken auf den Kieferknochen, sodass sich die Kaumuskulatur verspannt und verhärtet. Anhaltende Schmerzen bei den Kiefergelenken mit Kieferknacken, Gesichtsschmerzen oder Kopfschmerzen können eine Folge von Zähnepressen, Zähnereiben oder Zähneknirschen sein.

Bei Menschen kann das Zähne zeigen mit Zähnepressen eine Drohgebärde sein, wo die Seele in der Nacht unbewusst das Knirschen bei Stress weiterführt und die Ängste und Sorgen durch Mahlen und Reiben mit den Zähnen weiter verarbeiten möchte.

Druck auf Zähne Spiegelbild Seele Zähnepressen

Wenn man unbewusst seine Zähne zusammenpresst, entsteht auf den Backenzähnen ein Druck von bis zu 40 Kilo pro Quadratzentimeter.

Wenn die Seele die Sorgen durch Knirschen mahlt

Zähne und Seele hängen eng zusammen und bilden eine Einheit.

Wer morgens beim Aufwachen häufiger ein Ziehen in den Zähnen spürt oder sogar so etwas wie Muskelkater in den Kiefergelenken bemerkt, knirscht nachts möglicherweise unbewusst mit den Zähnen.

Muskelkater Kiefergelenken Knirschen Zähne 

Wenn man keinen Partner hat, der einem auf das Knirschen während der Nacht aufmerksam macht, kann es lange dauern bis man merkt, dass man mit den Zähnen Mahlt, Knirscht oder Presst, wodurch eine verhärtete Kaumuskulatur entsteht. Jeder zwanzigste Mensch knirscht mit den Zähnen Nacht für Nacht, so dass das Gebiss durch das Zähnepressen regelrecht zermalmt wird, wo ein Abrasionsgebiss entsteht. Die Kräfte auf Zähne können enorm gross sein und beim Zähnepressen bis zu 100 Kilogramm pro Quadratzentimeter wirken, was einer Kraft entspricht, wie wenn man mit zwei Zementsäcken auf einen Backenzahn drücken würde, was schmerzhafte Muskelverspannungen hervorrufen kann.

Einige Knirscher schaffen es im Laufe der Jahre, ihre Schneidezähne bis auf den Stumpf abzuschleifen, Scharten hineinzuwetzen oder die Eckzähne abzuhobeln.

Zähne mahlen Zähne pressen Knirschen Beissen

In vielen Fällen sind seelische Probleme die Ursache für das Zungenpressen (Zungendrücken gegen Zähne) und das Pressen, Beissen und Knirschen mit den Zähnen. Ungelöste Probleme, Belastungen, Ärger und Sorgen übertragen sich durch Bruxismus auf die Schultermuskulatur, Nackenmuskulatur oder Stirnmuskulatur, was Kopfschmerzen, Sehstörungen und Konzentrationsstörungen verursacht. Knirschen, Beissen und Zungendrücken geben den inneren Druck unkontrolliert und meist völlig unbewusst an den Kauapparat weiter. Dahinter steckt das so bezeichnete sympathische Nervensystem bzw. der Teil vom Nervensystem, das sich nicht willentlich beeinflussen lässt. Beim Zähneknirschen ist die Kaumuskulatur überaktiv woran auch bereits grössere Kinder leiden können. Wenn Kleinkinder knirschen erfolgt das Mahlen meist unbewusst und ganz normal durch die Kaumuskelaktivität in Form von Zähnereiben und Zurechtbeissen der Milchzähne. Dabei entstehen meist keine Zahnschäden, da der Zahnschmelz als Zahnbeschichtung weicher ist als bei den Erwachsenenzähnen.

Zähneknirschen Kaumuskeln überbelastet Zähne 

Meist bemerken die Betroffenen das Knirschen nicht, da es bevorzugt während des Schlafs oder in extremen Konzentrationsphasen auftritt.

Bruxismus-Behandlung mit Bruxismus-Schiene

Unter den teilweise grossen Belastungen, die bei Bruxismus auftreten, leiden nicht nur die Kiefergelenke, denn es werden auch die Kaumuskeln und die Zähne überbelastet und geschädigt.

Darüber hinaus sind Verspannungen im Kopf-Hals-Bereich sowie Gesichtsschmerzen und Kopfschmerzen möglich, wo eine Bruxismus-Behandlung mit Bruxismus-Schienen (Zahnschiene) notwendig sind. Verursacht wird das Zähneknirschen und durch psychische Überbelastungen wie auch Krankheiten die mit Stress verbunden sind oder störende Gleithindernisse bei Kaubewegungen.

Therapeutisch kann eine Schienentherapie oder evt. ein Einschleifen der Zähne durch den Zahnarzt die Zähne schützen.

Knierscherschienen Zähneknirschen Pressen

Gymnastische Übungen können helfen, die Kaumuskulatur zu lockern, dem psychischen Auslöser selbst entgegenzuwirken ist aber meist sehr schwierig. Wenn der Betroffene nicht nur unter einer vorübergehenden Stresssituation leidet, sollte in ausgeprägten Fällen eine Psychotherapie in Betracht gezogen werden. Die zahnärztlichen Massnahmen bei der Knirscher-Therapie mit Knirsch-Schiene bzw. Aufbiss-Schiene entsprechen oft nicht einer Bekämpfung der Ursache sondern der Vermeidung von Zahnschäden. Wer zum Zähneknirschen neigt, sollte auf Stressbewältigung besonderes Augenmerk legen. Das Erlernen von Entspannungstechniken wie Autogenem Training, Tai Chi oder Yoga kann helfen, mit den Belastungen des Alltags gelassener umzugehen und letztlich weniger mit den Zähnen zu knirschen.


Zungenpressen und Zungenbeissen

Ein Problem für den Zahnhalteapparat ist das unbewusste Zungenbeissen, Zungendrücken und Zungenpressen durch psychischen Stress.

Beim Zungenpressen erfolgt ein extrem starkes Pressen auf die Zähne mit der Zunge, wo am häufigsten gegen die Frontzähne im Unterkiefer gepresst wird. Wenn Aktivitäten unbewusst als nicht natürlicher Gebrauch im Kausystem getätigt werden, die keinem funktionellen Zweck dienen, spricht man von Parafunktionen. Nebst dem Zähneknirschen, Zähnepressen und "Zähne-Beissen" gehören auch das Wangenpressen, Lippenpressen, Zungenpressen und Zungenbeissen zu den oralen Parafunktionen wie auch schlechte Angewohnheiten, so das Daumenlutschen, Bleistiftkauen und Fingernägelkauen. Ein primäres Zungenpressen kann Zahnfehlstellungen wie auch Kieferfehlstellungen verursachen, wo ersten Anzeichen für das Knirschen und Beissen schräg abgeschliffene Kauflächen (Facetten) an Zähnen oder auch ein Zahnfleischrückgang an einzelnen Zähnen entstehen wie auch beim Zungendrücken Abdrücke der Zähne am Zungenrand zu sehen sind. Durch die Parafunktionen unter seelischer Anspannung entstehen meist auch freiliegende Zahnhälse und Zahnhalsdefekte, sowie Entzündungen mit Zahnfleischbluten und Risse im Zahnschmelz, wenn im Kauapparat als Kauorgan unkoordinierte Aktivitäten durch die Kaumuskulatur und Kiefermuskulatur stattfinden, die keinem funktionellen Zweck dienen.

Zungenpressen Zungenbeissen LippenpressenBeim Zungenpressen handelt es sich um unbewusst auftretende Reflexabläufe, wo im Laufe der Zeit zwischen den einzelnen Frontzähnen Lücken entstehen können, wenn oft mit starkem Druck der Zunge von innen her gegen die Frontzähne gedrückt wird, was Veränderungen der Zahnstellung zur Folge haben kann,

Beim Zungenbeissen wie auch beim Zungenpressen resp. Zungendrücken wird der psychische Druck durch unterdrückte Emotionen wie Wut, Ärger, Nervosität oder Stress meist in der Nacht unbewusst und unkontrolliert an den Kauapparat weitergegeben, was eine Zahnlockerung zur Folge haben kann. Das Zungenpressen kann jedoch aufgrund einer bestehenden Zahnfehlstellung oder Kieferfehlstellung (Dysgnathie) auftreten, so dass man das Störende im diffizilen Mundraum wegpressen möchte. Meist sind Zahnfehlstellungen nicht ursächlich, können jedoch Auslöser für das Zungenpressen oder Verstärker funktioneller Störungen durch überhöhte Zahnfüllungen oder schlecht sitzendem Zahnersatz sein, sei dies eine künstliche Krone, Zahnprothese oder Zahnbrücke. Zum Zungenpressen kann eine zu starke oder zu schwache Zungen-Muskulatur wie auch eine vergrösserte Zunge (Makroglossie) und eine verkleinerte Zunge (Hypoglossie) führen.

Zungenpressen und Zähnepressen

Zungenpressen und Zähnepressen treten sowohl in der Nacht als auch tagsüber auf und sind Kennzeichen einer Anspannung (diurnaler Bruxismus).

Neben den direkten physiologischen und sozialen Funktionen hat die Mundregion eine bedeutende psychologische Funktion. Entsprechend zeigen sich Symptome wie das Knirschen mit den Zähnen (Bruxismus) und das Zungenpressen. Das Knirschen läuft unbewusst meist nur während des Schlafens bis zu 45 Minuten andauern ab (nocturnaler Bruxismus) und ist demzufolge der Kontrolle des Menschen entzogen. Die Ursachen von Knirschen sind wie alle funktionelle Störungen im Kauapparat vielfältig und von Mensch zu Mensch verschieden, so dass jede Behandlung individuell zu betrachten ist. Wenn Behandlungen wegen körperlichen Ursachen bei Zahnärzten nicht zum Ziel führen, weil psychologische Ursachen zu vermuten sind, kann es sich lohnen, eine Lösung auf dieser Ebene zu suchen.

Zungenpressen, Zungendrücken, Zungenbeissen und Knirschen

Viele Zahnpatienten pressen extrem mit der Zunge, entweder gegen die Oberkieferkiefer-Seitenzähne oder die Unterkiefer-Seitenzähne.

Von Zungendrücken oder Zungenpressen spricht man, wenn die Zunge gegen den Gaumen und die Zahnreihen in der Zahnbogenform gedrückt wird, so dass sich die Zunge auch zwischen den Zahnreihen in Zahnlücken einlagern kann. Am häufigsten wird gegen die Unterkiefer-Frontzähne gepresst, denn Anzeichen des Knirschens, Beissens und Zungenpressens lassen sich an schräg abgeschliffene Kauflächen der Zähne und Zahnfleischrückgang an den einzelnen Zähnen, Risse im Zahnschmelz, Zahnfleischbluten, Entzündungen und Abdrücke der Zähne am Zungenrand bei Zungendrücken erkennen. Das Phänomen des Zähneknirschens und Zungenpressens ist eine weit verbreitete orale Funktionsstörung vom Kauorgan, die bei Betroffenen zu schwerwiegenden Schäden am Kauorgan führen kann, so wegen fehlenden Zähnen die nicht ersetzt werden und die Bissverhältnisse dadurch nicht mehr stimmen, womit sich die Belastungen im Kiefer verändern. So kann sich bereits nach einem normalen Milchzahnverlust die Zunge in die Lücke einlagern und diese Position aus Gewohnheit beibehalten, so auch wenn die bleibenden Zähne bereits durchgebrochen sind. Wenn die Zunge zwischen den Zähnen durch das Zungenpressen eingelagert wird, kann es im Frontzahnbereich wie auch im Seitenzahnbereich zu einem offenen Biss kommen oder auch bestehende Gebiss-Anomalien verstärken.

Lippenpressen und Zungenbeissen 

Lippenpressen und Zungenbeissen ist eine Angewohnheit, die deformierenden Einfluss auf die Zahnstellung und den Kieferkörper haben kann.

Anamnestisch hat der Patient Grund, schlechte Gewohnheiten "Habits" wie Lippensaugen, Lippenpressen oder Zungenbeissen auszuführen und die innere Spannung auf diese Weise abzubauen. Hält diese "schlechte Gewohnheit" über längere Zeit an, kann man dies an der Zunge oder den Lippen sehen, was nicht unterschätzt werden darf, was besonders bei Kindern zu Fehlfunktionen der Zunge und zu Stellungsanomalien der Zähne führen kann. An den natürlichen Zahnabdrücken kann man ersehen, an welche Zähne der betreffende Patient presst. Durch andauernd über lange Zeit einwirkende Kräfte auf die Zähne, geraten diese in Bewegung und können verschoben werden.

Verhaltenstherapie bei Parafunktionen

Wenn das menschliche Verhalten als störend empfunden wird oder pathologische Formen annimmt, bietet die Verhaltenstherapie bei Parafunktionen Konzepte an, um diese Verhaltensweise abzugewöhnen.

Der Sammelbegriff "Parafunktion" (Oral Habit) wird für einen nicht natürlichen Gebrauch vom Kauorgan verwendet, das von der Norm abweichende Überfunktionen wie Zungenpressen, Zungenbeissen, Lippenpressen oder Zähnepressen sind, die zu einer Muskelverspannung führen. Entspannungstechniken wie das Autogene Training,  Gymnastische Übungen, Massage und Wärmebehandlung helfen, die verspannten Muskeln wieder zu entspannen wie bei der Verhaltenstherapie der Knirscher-Therapie. Eine Langzeitwirkung wird jedoch nur durch eine Ursachenbehandlung bei Bruxismus erreicht, wenn die seelischen oder auch mechanischen Probleme gelöst werden und wenn man lernt, diese unbewussten Mechanismen der Anspannung zu vermeiden und die Muskeln ganz bewusst zu entspannt.


Kräfte beim Zähneknirschen

Beim Essen entstehen bei Menschen Kaukräfte von ca. 3 Kg. und beim nächtlichen Zähneknirschen dagegen ca. das 30-fache.

Wenn man morgens regelmässig unter verspannter und verhärteter Kiefermuskulatur leidet, handelt es sich meist um unbewusstes Zähneknirschen und Zähnepressen in der Nacht, wo grosse Kräfte einwirken, was nebst Kieferschmerzen, Zahnschmerzen und Schmerzen an Kiefergelenken auch Nackenschmerzen oder starke Kopfschmerzen verursachen kann. Wenn grosse Kräfte durch die Parafunktionen auf die Zähne einwirken, sollte man dies mit dem Zahnarzt besprechen, denn dadurch kann das Zahnfleisch als Zahnhalsschutz wie auch der Zahnersatz beschädigt werden. Eine Hilfe gegen Zähneknirschen kann der Zahnarzt durch die Knirscher-Therapie bieten, welche eine Verhaltenstherapie beinhalten kann. Bei der Therapie gegen Bruxismus kann eine Bruxismus-Schiene bzw. Relaxierungs-Schiene aus Kunststoff die natürliche Abstandhaltung von den Zähnen im Oberkiefer mit den Zähnen im Unterkiefer gewährleisten und stark wirkende Kräfte wie auch eine mechanische Belastung auf die Zähne oder den Zahnersatz verhindern. Die Schienentherapie mit Zahnschienen kann Kiefergelenk und Kaumuskulatur entlasten, ist jedoch eine Symptombekämpfung die als Schutzschicht den Zähnen dient, da bei physischen und nervlichen Gründen wie auch bei einer seelische Anspannung eine kurzfristige Ursachenbehandlung von Bruxismus nicht möglich ist. Psychische Probleme wie das Knirschen bei Stress, Aggressionen und Frust, können durch gezielte Kiefer-Entspannungsübungen und Massage, eine Veränderung der Kiefermuskulatur bewirken und die Symptome von Bruxismus mindern. Bei der Schienentherapie können durch das Abstandhalten der oberen Zähne von den unteren Zähnen grosse Kräfte auf Zähne vermieden oder auch besser auf den ganzen Kiefer verteilt werden

Die Zähne beim Mensch bestehen aus den härtesten Substanzen des menschlichen Organismus und dienen zum Abbeissen sowie Kauen der Nahrungsmittel, aber auch zur Lautbildung beim Sprechen.

Kräfte wirken auf Zahn Kräfte Zähneknirschen

Die Zähne stehen in der Regel lückenlos aneinandergereiht, wobei die Zahnreihe vom Oberkiefer ein Halboval, die vom Unterkiefer eine Parabel bildet.

Starke Kräfte beim Pressen und Knirschen mit Zähnen

Das Knirschen und Pressen mit den Zähnen findet meistens nachts im Schlaf statt.

Beim nächtlichen Zähneknirschen wirken hohe Kräfte, die beim normalen, funktionellen Kauen der Nahrung nicht erreicht werden können. Wenn die Zähne gegeneinander gerieben werden, wird von einem exzentrischen Bruxismus gesprochen, was an einem Knirschgeräusch zu erkennen sein kann, wenn die Kaukräfte diejenige vom normalen Kauakt bei weitem übersteigt. Wenn die Kräfte beim Knirschen und Zähnepressen auf die Kiefergelenke einwirken, können entzündliche Prozesse in den Kiefergelenkflächen und den Gelenkkapseln eine Folge davon sein und auch Bänder vom Kiefergelenk in Mitleidenschaft gezogen werden können. Wenn ein ungewöhnlich langes und übermässig starkes Aufeinanderpressen der Zähne stattfindet, das nicht dem Zerkleinern der Nahrung dient, wirken Kräfte von über 100 kg/cm² auf die Zähne. Dabei werden beim Bruxismus keine natürlichen Kaubewegungen ohne Nahrung gemacht. Es sind Zahnpatienten bekannt, die mit einer Kraft von teilweise mehr als 100 kg ununterbrochen über einen Zeitraum von 50 Minuten geknirscht und gepresst haben. Beim Zähneknirschen wirken Kräfte von bis zu 480 kg/cm² auf die Zähne wobei leere Kaubewegungen ausgeführt werden. Beim Zeitraum vom Kaukontakt besteht ein grosser Unterschied, denn während im normalen Fall die Zähne in 24 Stunden 10 bis 30 Minuten beim Kauen und Schlucken Kontakt haben, sind es beim Zähneknirschen und Zähnepressen ca. 45 Minuten. Auch das Zungenpressen gegen den Gaumen und unbewusste Zungenstossen gegen die Frontzähne kann Beschwerden verursachen. Durch das Zungendrücken (Pressen der Zunge) kann sich die Stellung der Frontzähne (Schneidezähne) nach vorne verschieben, so dass sich die Schaufelzähne auf die Dauer lockern können.

Kräfte die auf Zähne und Zahnersatz wirken

Jeder Zahn muss im Laufe unseres Lebens ungeheuer viel leisten, denn wir zerkleinern in dieser Zeit riesige Berge der verschiedensten Nahrungsmittel.

Bei der Nahrungsaufnahme liegen die Kräfte, denen ein Zahn standhalten muss, zwischen 150-300 N bzw. 15 bis 40 kg, im Extremfall bis zu 950 N bzw. ca. 95 kg oder mehr, denn die Obergrenze vom Kaudruck entsteht nicht bei Mahlzeiten, sondern beim nächtlichen Zähnepressen. Beim einzelnen Zahn können drei Teile deutlich unterschieden werden die durch das Pressen und Knirschen beschädigt werden können, so die Zahnkrone, der Zahnhals und die Zahnwurzel. Während die Zahnkrone in die Mundhöhle ragt, liegt die Zahnwurzel innerhalb vom Knochenfach (Alveole) im Kieferknochen und wird durch die Wurzelhaut im Knochenfach befestigt, wobei die einzelnen Zähne eine, zwei oder drei Wurzeln haben können. Die Zahnwurzel ist ca. doppelt so lang wie die Zahnkrone, wo der Zahnhals als Übergang zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel liegt. Im Innern vom Zahn befindet sich die Markhöhle mit dem Zahnmark (Pulpa), was in der Umgangssprache als Zahnnerv bezeichnet wird. Die Zahnmarkhöhle verschmälert sich zur Zahnwurzelspitze hin, wo im Wurzelkanal an der Wurzelspitzenöffnung der Durchtritt von Zahnnervengeweben und Blutgefässen erfolgt. Durch die grossen einwirkenden Kräfte beim Zähneknirschen können sich Zähne lockern oder absterben, wie der grosse Druck dazu führen kann, dass die Durchblutung vom Zahnfleisch geringer wird, was eine Entzündung vom Zahnfleisch begünstigen kann. Durch die Überlastung der Kiefergelenke können auch muskuläre Strukturen beschädigt werden, was sich durch eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung vom Unterkiefer äussern kann. Die einzelnen Zahnarten und Zahngruppen haben entsprechend ihrer Funktion verschiedene Zahnformen. Beim Aufbau der Zähne, kann man drei Hartsubstanzen feststellen, so der Zahnschmelz, das Dentin (Zahnbein) und der Zahnzement (Wurzelzement) sowie als Weichgewebe das Zahnmark (Zahnpulpa) und die Wurzelhaut. Werden diese Strukturen vom Zahn als Zahnersatz nachgebaut, können diese durch einwirkenden Kräfte durch Bruxismus beschädigt werden wie der natürliche Zahn, sei es das Zahnimplantat als Zahnwurzelersatz ohne Zahnnerv oder der Zahnersatzaufbau, sei dies eine künstliche Krone, eine "Implantatbrücke" oder eine "Implantatprothese".

Kräfte bei Bruxismus beschädigen den Zahnersatz

Festsitzender Zahnersatz wie eine Zahnbrücke, die an vorhandenen Zähnen im Gebiss befestigt wird müssen auftretende Kaukräfte mitzutragen.

Jeder gesunde Zahn kann normalerweise einen zusätzlichen Kaudruck von einem bis max. zwei weiteren Zähnen aufnehmen, so auch die Zahnwurzel, wenn auf dem Zahnstumpf ein Zahnersatz darauf direkt dauerhaft befestigt wird. Um eine möglichst hohe Stabilität erreichen zu können, sollte ein festsitzende Zahnersatz an beiden Pfeilerzähnen befestigt werden, damit die natürliche Kaufunktion wie auch Sprechfunktion nahezu vollständig wieder hergestellt werden kann. Da beim Zähneknirschen und Zähnepressen (Bruxismus) enorme Kräfte auf Zähne bzw. den Zahnersatz und die Zahnwurzeln wirken und auch die Muskulatur vom Unterkiefer stark belasten, kann dieser Druck den natürliche Zahnschmelz wie auch den Zahnersatz beschädigen, auch wenn dieser aus keramischem Zirkonoxid besteht, was Risse, Abplatzungen und Frakturen zur Folge hat. Bruxismus ist für jeden Zahnersatz eine Gefahr, so auch bei allen Arten von künstlichen Kronen, wo eine Knirscherschiene als Aufbiss-Schiene wie bei natürlichen Zähnen über Nacht getragen werden sollten, so auch wenn es sich um eine metallfreie Krone aus Zirkonoxid handelt, die meist als Zirkonkrone bezeichnet wird.


Schäden durch Zähnepressen

Beim Zähneknirschen reiben und pressen die Zahnreihen von Oberkiefer und Unterkiefer unbewusst aufeinander, so dass an den Zähnen, Zahnhälsen und am Zahnfleisch Schäden entstehen können.

Beim Zähnemahlen ausserhalb vom Kauakt wird wie auch beim Zähnepressen und Zähneknirschen von Bruxomanie oder Bruxismus gesprochen, was eine Gefahr für Parodontopathien ist. Bei der Parodontopathie handelt es sich um Erkrankungen vom Zahnbett, wo das Zahnfleisch, die bindegewebigen Fasern der Wurzelhaut und der Alveolarknochen davon betroffen sind. Bruxismus ist eine aggressive und kämpferischen Form der Stressreaktion als körperliche Reaktion beim Mensch, wo unbewusst die Kaumuskulatur aktiviert wird, was zu Zähnepressen und Zähneknirschen führt. Beiden Schneidekanten entsteht beim Zähnepressen und Zähneknirschen ein Abrieb in Form von Schliffflächen, wie auch die Kiefergelenke verschleissen können.

Zahnschäden Zähnepressen Abrieb Abrasion

Besonders an den Schneidekanten entsteht beim Zähnepressen und Zähneknirschen ein Abrieb in Form von Schliffflächen, das als Knirsch-Schadenfolge Abschleifspuren durch die auftretenden Kräfte auf Zähne durch den Bruxismus sind.

Zahnschäden durch Bruxismus

Durch grosse Kräfte beim Zähnepressen und Zähnereiben können die Zähne geschädigt werden.

Ein verstärkter Bruxismus kommt besonders bei Menschen vor, die ein gestörten Aggressionsverhalten haben, wobei man zwischen dem zentrischen Bruxismus und exzentrischen Bruxismus unterscheidet, was durch beides zu erheblichen Zahnschäden führt. Anfänglich betrifft die Abrasion der Zähne durch das Zähnepressen nur die Schmelzbereiche, anschliessend wird aber auch das Zahnbein angegriffen. Der Zahnarzt spricht von Abrasionen bzw. von einem Abrasionsgebiss, wenn es verschiedene Zähne im Gebiss betrifft. Durch das Zähnepressen wird die Zahnkrone geschädigt und kürzer, wobei sich das Zahnmark in die Zahnwurzel zurückzieht und abstirbt. Der Verlust der Zahnhartsubstanz kann so stark ausgeprägt sein, dass keine Zahnkrone mehr zu sehen ist und durch starken Druck am Zahnhals Defekte entstehen. Der Zahnschmelz ist im Bereich vom Zahnhals am dünnsten und kann darum am leichtesten zerstört werden. Vielfach kommt es auch zu Schmelzrissen oder Schmelzfrakturen an den Schneidekanten. In der Längsachse können die Zähne auch durchbrechen.

Anzeichen für Zähneknirschen, Zähnepressen und Zungenpressen

Zähneknirschen, Zähnepressen und Zungenpressen sind Anzeichen für eine psychische Anspannung während einer Konzentrationsphase am Tag oder als seelische Belastung besonders in der Nacht durch Stress, Sorgen, Angst oder funktioneller Störung, was unangenehme Symptome verursachen kann.

Druckempfindliche Kaumuskeln
Verspanntheit und Verhärtungen der Gesichtsmuskulatur oder Gesichtsschmerzen
Veränderte Gesichtsproportionen, Gesichtsschmerzen und Schmerzen an Schläfen
Muskuläre Verspannungen und Verhärtung im Nackenbereich und Schulterbereich (Kopf-Hals-Bereich)
Kiefergelenksprobleme mit Knackgeräuschen und Kieferschmerzen, Probleme mit Mundöffnung
Schmerzen im Ohrenbereich bzw. Ohrenschmerzen (Tinnitus)
Kopfschmerzen oder Migräne
Zahnschmerzen durch gereizte Zahnnerven
Schwindelgefühl oder auch Sehstörungen
Eindrücke der Zähne in Zunge und/oder Wange durch Zungenpressen, (Zungendrücken) als Parafunktionen
Abschleifspuren, Schliffflächen an den Zähnen (glatt polierte Flächen) Schlifffacetten
Abgewetzte Zahnkronen durch Zahnabrieb (Spuren vom Zähneknirschen), Schleifspuren beim Zähnepressen
Zahnprobleme und Aussprengungen beim Zahnschmelz oder Risse
Schäden an Zahnhartsubstanzen, Zahnhälsen und ausgewaschene abgesplitterte Schneidekanten
Zähne werden kürzer und wirken alt und abgekaut durch die Zahnabnutzung (Abrasionen)
Zahnschmelz wird dünner und die Bisshöhe der Zähne verringert sich
 Zahnfleischverletzungen und gereiztes Zahnfleisch (Zahnfleischschwund), Zahnfleisch wird dünner
Empfindliche Zähne und Zahnhälse auf heiss, kalt und sauer
Gelockerte Zähne (Wackelzähne) und Störungen am Kauorgan
Natürliche Kieferbewegung blockiert (verrutscht Gelenkscheibe beim Kiefergelenk)
Entzündungen und Schäden am Zahnhalteapparat als Verankerungssystem der Zähne

Das Knirschen bei Stress als Stressventil im Schlaf ist auch bei Kindern möglich wie alle Parafunktionen, so das Daumenlutschen, Bleistiftkauen oder Fingernägelkauen. Bei Kindern können Knirschgeräusche als natürliche Funktion völlig normal sein, denn "wenn Kinder Knirschen" werden die Milchzähne zur Feinabstimmung beim Zusammenbiss zur Verzahnung (Okklusion) zurechtgeschliffen, was ein notwendiger Schleifvorgang für den Kontakt zwischen den Zähnen beider Kiefer ist, wo meist keine Schäden verursacht werden.


Zähneknirschen Schadenfolge

Zahnschäden sind vielfach eine Schadenfolgen von Zähneknirschen, Zähnepressen oder Zungenpressen.

Zähneknirschen sollte behandelt werden, so durch das Abgewöhnen von Zähnepressen, Zungenpressen und Zähneknirschen oder es sollte eine Zahnschiene während der Nacht getragen werden. Ein Gebiss kann bei starkem Zähneknirschen mit der Zeit ähnlich aussehen, wie Zähne die beim Zahnarzt präpariert werden für eine Überkronung.

Zähne Zahnschäden Zähnpressen Zähnereiben

Zähnepressen und Zähnereiben erzeugen Zahnschäden und Defekte am Zahnhals mit Zahnfleischschwund (Zahnfleischrückgang).

Durch Zähneknirschen und Zahnpressen können grosse Schäden an den Zähnen entstehen.

Auch wenn der Zahnschmelz zu den härtesten Substanzen gehört, kann der Schmelz durch die grossen Kräfte beim Zähnepressen und Zahnreiben stark geschädigt werden. Besonders an den Schneidekanten entsteht ein Durch das Zähneknirschen, Zähnereiben oder Zähnepressen entsteht im Besonderen bei den Schneidekanten Abrieb in Form von Schliffflächen. Zuerst betrifft es durch die Abrasion nur die Schmelzbereiche, später wird aber auch das Zahnbein angegriffen.

Der Zahnarzt spricht von einzelnen Abrasionen oder von einem Abrasionsgebiss, wenn so gut wie alle Zähne betroffen sind und langsam alle Zahnkronen immer kürzer werden.

Als Reaktion auf die Schädigung zieht sich das Zahnmark mitunter in die Zahnwurzel zurück oder stirbt ab.

Der Verlust der Zahnhartsubstanz kann so ausgeprägt sein, dass schliesslich keine Zahnkrone mehr existiert und nur noch die Zahnwurzel sichtbar ist.

Durch den extremen Druck entstehen vielfach auch Defekte am Zahnhals zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel. Der Zahnschmelz ist in diesem Bereich am dünnsten und kann durch sein Gefüge an dieser Stelle am leichtesten zerstört werden. Vielfach kommt es auch zu Schmelzrissen, feine Linien im Schmelz oder Schmelzfrakturen an den Schneidekanten sodass hin und wieder ein ganzer Zahn in der Längsachse durchbricht.

Zähneknirschen ist an seinen typischen Folgen, den abgewetzten Zahnkronen und der vergrösserten Kaumuskulatur erkennbar.

Zu diesem Zeitpunkt ist die Erkrankung aber bereits fortgeschritten. Günstiger ist es, wenn der Partner das Knirschen während des Schlafs bemerkt und den Betroffenen darauf aufmerksam macht. So kann frühzeitig eingeschritten werden, solange noch keine Zahnschäden und Zahnprobleme entstanden sind, denn dies kann Zahnschmerzen und Kieferschmerzen verursachen.

Die Zähne werden zum Essen nur ca. eine Stunde pro Tag gebrauch.

Als Menschen beissen auch sonst, ohne zu Essen die Zähne zusammen und kauen auf irgendwelchen Problemen herum.

Wenn Muskeln kurzzeitig überanstrengt werden, entsteht der Muskelkater und wenn es zu einer dauerhaften Überanstrengung kommt, verändern sich die Muskelfasern.

Der Muskel verhärtet sich, es entstehen kleine schmerzhafte Knötchen, der Bewegungsablauf, d.h. Zusammenspiel zwischen den Muskeln und Gelenken werden krankhaft verändert.

Kiefergelenk Knackgeräusch Zähneknirschen 

Durch eine derartige Belastung kann es zu entzündlichen Prozessen der Gelenkflächen und der Gelenkkapsel als auch zu einer erheblichen Schädigung des Bandapparates kommen.

Die Lage der Gelenkscheibe kann sich in einem oder in beiden Kiefergelenken verändern, sodass Patienten als Zeichen dafür ein Knackgeräusch bei der Bewegung des Kiefers bemerken.

Die Gelenkscheibe kann so extrem verrutschen, dass sie die Mundöffnung teilweise oder gänzlich blockiert, sodass der Mund nicht mehr richtig geöffnet werden kann. Anzeichen des Zähneknirschens, Beissens und Zungenpressens lassen sich leicht erkennen. Schräg abgeschliffene Kauflächen der Zähne, Zahnfleischrückgang an den einzelnen Zähnen, Risse im Zahnschmelz, Zahnfleischbluten, Entzündungen und Abdrücke der Zähne am Zungenrand bei Zungendrücken, sind klar ersichtlich. Druck reduziert die Durchblutung erheblich und somit die Ernährung des Zahnfleischs, des Zahnhaltegewebes und des Knochens. Die andauernde Druckbelastung, die durch das Pressen, Beissen und Knirschen entsteht, kann ein Grund für Zahnfleischschwund, Zahnlockerung und Zahnverlust sein. Kein Wunder, denn Kräfte bis zu 100 Kilogramm pro Quadratzentimeter können beim unbewussten Knirschen auf die Zähne einwirken. 

Schnell-Check für akute Knirsch-Gefahr:

Knirschen mit den Zähnen am Tag oder Nacht ?
 Sind Kopfschmerzen oder Migräne zu gewissen Zeiten vorhanden?
 Sind Gefühle vorhanden, dass der Biss nicht stimmt?
 Ist die Unterkieferbeweglichkeit eingeschränkt?
 Bestehen Schmerzen in der Ohrregion und Kiefergelenkregion?
 Bestehen Knackgeräusche oder Reibegeräusche beim Öffnen oder Schliessen vom Mund?
 Sind Ohrgeräusche oder Tinnitus vorhanden?
 Hat ein Unfall mit Schädigungen im Hals- oder Kopfbereich stattgefunden?
 Sind Verspannungen der Nackenmuskulatur oder Schultermuskulatur vorhanden?
 Sind Gleichgewichtsstörungen oder Schwindelgefühle vorhanden?
 Vorhandene Schlafstörungen wie Schnarchen oder Atemaussetzer?

Zähneknirschen sollte behandelt werden.

Bruxismus als unbewusstes Zähneknirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne muss, damit Verschleisserscheinungen im Beissapparat nicht zunehmen, behandelt werden. Weitere Belastungen im Kiefergelenk und der Kaumuskulatur sowie Kopfmuskeln die ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden können, müssen vermieden werden, denn Übelkeit, Schwindel und Sehstörungen können auftreten. Bruxismus kann auch zu schweren Schmerzsymptomen und Tinnitus führen.


Abrasion und Attrition Zähne

Abrasion bedeutet Abschaffung der Zahnhartsubstanz durch Reibung beim Kauen.

Abrasion Attrition Zahnkronen kürzer Knirschen

Abrasion ist die Abschaffung der Zahnhartsubstanz durch Reibung beim Kauen, wobei zuerst der Schmelz und zunehmend auch das Dentin angegriffen werden.

Abrasionen der Zähne bezeichnen jeglichen, durch Reibung verursachten Verlust an Zahnhartsubstanz.

Abrasio dentium ist ein Zahnhartsubstanzverlust infolge mechanischer Reibung, denn Abrasionen der Zähne bezeichnen jeglichen, durch Reibung verursachten Verlust an Zahnsubstanz. Häufig sind die Gebisse älterer Menschen durch die Abrasion stark abradiert, was als Abnutzung angesehen werden kann. Das Abrasionsgebiss entsteht durch Abkauen der meisten Kauflächen bzw. der Schneidezähne. Das Abrasionsgebiss wird auch als Vielkauergebiss bezeichnet, denn es ist ein durch starke Beissabnutzung und Kauabnutzung entstandener Gebisszustand. Abrasion der Zähne darf nicht verwechselt werden mit Abrasionszähnen, denn Abrasions-Zähne sind künstliche Zähne für Totalprothetik, die abradierte natürliche Zähne imitieren.

Attrition bei Zähnen

Die Attrition ist normalerweise ein gleichmässiger Zahnhartsubstanzverlust aller Zähne.

Attrition ist der Verlust von Zahnsubstanz durch mechanischen Abrieb der Zähne gegeneinander in funktionellen, aber auch parafunktionellen Zahn-Kontaktbereichen. Die Attrition ist eine Form der Abrasion, bei der ein Zahnhartsubstanzverlust durch Kontakt mit anderen Zähnen bei Kieferschlussbewegungen erfolgt. Durch abrasive Nahrungsbestandteile kann die Attrition verstärkt werden, was besonders bei den Naturvölkern vorkommt. Ursachen der Attrition sind die physiologischen Kautätigkeiten bei Vorkontakte, Zähneknirschen und Zähnepressen (Bruxismus) und ein reduziertes Restgebiss. Attrition tritt durch Zahnkontakt der beiden Kiefer im Besonderen an den Okklusalflächen der Seitenzähne auf, Kauflächen (Okklusalflächen), Schneidekanten, gaumenseitige Flächen, Frontzähne im Oberkiefer, Labialflächen der Frontzähne im Unterkiefer und die Approximalflächen.

Das Abrasionsgebiss entsteht durch Abkauen der meisten Kauflächen von den Zähnen und ist eine natürlich entstandene Abrasion, meist durch Kontakt der Zähne zueinander, was als Attrition bezeichnet wird.

Zähneknirschen Zähne Abrasion Attrition Dentin

Bei der Attrition sind die Zahnkronen kürzer und das Dentin liegt vielfach bereits frei.

Abkauen der Zähne

Abkauen bzw. Abkauung der Zähne oder Abrasion der Kauflächen wird als Abrasion bezeichnet.

Bei einem jungen Gebiss liegen den Abrasionen meist Parafunktionen wie Zähneknirschen und Zähnepressen zu Grunde. Das aufeinander Reiben der Zähne geschieht meist unbewusst, oftmals nachts in Form von nächtlichem Zähneknirschen. Der Verlust an Zahnhartsubstanz betrifft anfänglich nur den Zahnschmelz. Durch weitere Abrasion kann sich die Schädigung der Zähne so weit fortsetzen, dass auch das Zahnbein bzw. Dentin betroffen ist. Das Dentin ist sehr viel weicher als der Zahnschmelz, sodass die Abrasion rasch vor sich geht.

Da das Dentin, wenn es frei liegt, sehr schmerzempfindlich ist, reagieren die Zähne sehr sensibel.

Reibung Zähne Zahnhartsubstanz Zahnschmerz

Durch die andauernde Reizung kann es so weit kommen, dass sich der Zahnnerv (Pulpa) immer weiter in die Zahnwurzel zurückzieht, sodass es bei sehr starker Belastung zur Entzündung der Zahnnerven kommen kann, was zum Absterben der Zahnnerven führen kann, sodass eine Wurzelkanalbehandlung notwendig ist.

Eine weitere mögliche Ursache für den Verlust an Zahnhartsubstanz ist das „Schrubben“ der Zähne beim Zähneputzen.

Abrasion Zahn Attrition Verlust Zahnhartsubstanz

Das „Schrubben“ mit hoch abrasiven Zahnpasten kann beim Putzen der Zähne bereits frühzeitig zu Abrasionen führen, wie auch Defekte am Zahnhals mit Rillen und Einkerbungen.

Bei der Zahnpasta gibt es den RDA-Wert (Radioactive Dentin Abrasion), was ein Richtwert ist und Aussage darüber zulässt, wie abrasiv eine Zahnpasta ist bzw. was für Putzkörper, Menge und Grösse die Zahnpasta enthält.

Werte von einem RDA bis zu 70 gelten als gering abrasiv und sind daher empfehlenswert. Vielfach sind die Zähne durch die abrasiven Veränderungen empfindlich geworden, so dass eine Zahnpasta für empfindliche Zähne evt. in Kombination mit einer Mundspüllösung zu empfehlen ist. Auch ist es möglich, dass der Zahnarzt einen Versiegelungsschutz bei freiliegendem Dentin aufträgt. Wenn Zähneknirschen für die ursächliche Abrasion verantwortlich ist, sollte nachts eine vom Zahnarzt angefertigte, individuelle Knirscherschiene getragen werden. Somit können weitere Zahnhartsubstanzverluste minimiert werden.

Abrasion an Zähnen erfolgt bei Füllungen und Zahnersatzarbeiten und hat folgende Ursachen:

Das gegenseitige Abschleifen der Kronen
Die physiologische Abrasion "Alters-Abrasion"
Harte Nahrung bzw. starkes Kauen
Zu starke orale Betätigungen, wie häufiges Kauen auf Gegenständen wie Metall
Chemische Auflösung, ausgelöst durch übermässige Kontakte mit Säuren
Mechanische Beanspruchung, speziell bei exzessivem Pfeifenrauchen
Zu grobe Putzkörperbestandteile in Zahnpasten

Vielfach kann bei der Abrasion auch eine Biss-Senkung beobachtet werden, was Kiefergelenksbeschwerden sowie Entzündungen der Mundwinkel (Rhagade) zur Folge haben kann. 


Spuren vom Zähneknirschen

Einzelne Zähne können durch den Druck vom Zähnepressen und Zähnereiben immer kürzer werden.

Chronisches Zähneknirschen kann das Gebiss ruinieren, was zu ernsthaften Beschwerden führen kann, wenn die Zähne ähnlich aussehen, wie wenn der Zahnarzt die Zahnkrone präpariert für die Überkronung.

Schleifspuren Zahn Zahnknirschen Zähnepressen

Einzelne Zähne können durch das Zähnepressen auch brechen.

Schleifspuren am Zahn durch Zahnknirschen oder Zähnepressen

Der Zahnarzt kann am Gebiss die Schleifspuren erkennen, die durch das Aufeinanderpressen der Zähne entstehen. 

Auf dem Röntgenbild ist bei Knirschern ein Rückgang vom Kieferknochen oder eine Schädigung der Kiefergelenke zu sehen.

Zähneknirschen Zahnpressen Mahlen mit Zähnen

Durch Zähneknirschen oder Zähnepressen kann es zu Verspannungen im Gesicht und im Nacken kommen oder es können Zahnhalsdefekte, Zahnfleischentzündungen mit Zahnfleischbluten oder auch Zahnverluste entstehen.

Auch schlecht gearbeitete oder überhöhte Kronen oder Prothesen können die Ursache für das nächtliche Knirschen sein. 

Die Zähne stehen dann vielfach falsch zueinander, sodass man presst, um wieder die gewohnte Zahnstellung erreichen zu können.

Kieferschmerzen Zähneknirschen Zähnepressen

In diesen Fällen sollte aber die Prothetik durch den Zahnarzt nachgebessert werden.

Die meisten Beisser und Knirscher aber befinden sich akut in einer schwierigen Lebenslage und verlieren die Angewohnheit nach der Lösung der Probleme wieder.

Erste Anzeichen für Knirschen, Beissen oder Zungenpressen sind Schräg abgeschliffene Kauflächen der Zähne bzw. Facetten, besonders bei Eckzähnen, Zahnfleischrückgang an einzelnen Zähnen im Besonderen sichtbare Zahnhälse, besonders bei Eckzähnen, Risse im Zahnschmelz, Zahnfleischbluten, Entzündungen und bei Zungendrücken zusätzlich Abdrücke der Zähne am Zungenrand. 


Funktionsstörungen Kauorgan

Häufig sind Fehler im Gebiss selbst oder in einer unbewussten, aber aussergewöhnlichen Nutzung vom Gebiss die Ursache für Funktionsstörungen vom Kauorgan.

Schädigung der Kiefergelenke Verspannungen

Da sich der gesamte Körper über Muskelketten stabilisiert, können Fehler im Gebiss auch Auswirkungen in den Nackenbereich, Schulterbereich und Wirbelsäulenbereich und umgekehrt haben, wie z.B. als vergleich Schmerzen durch unterschiedliche Beinlängen treten selten im Fuss, sondern in Knie, Hüfte und Rücken auf.

Funktionsstörungen vom Kauorgan entwickeln sich im Normalfall über längere Zeiträume, wobei vielfach mehrere Ursachen zusammenspielen.

Neben Gebissfehlern wie Zahnfehlstellungen, zu hohe oder zu niedrige Füllungen oder Kronen, fehlende Zähne usw. ist das meist unbewusste Pressen oder Knirschen mit den Zähnen (Bruxismus) eine sehr häufige Ursache. Bruxismus verstärkt sich bei Stress und bei psychischen Belastungen bzw. Sorgen, Ängste, Depressionen, da dies über Regelmechanismen im Zentralnervensystem zwangsläufig zu einer erhöhten Anspannung und Aktivität der gesamten Muskulatur und speziell der Kaumuskeln führt. Die Folgen können Schäden und Schmerzen an allen beteiligten Geweben wie Gelenke, Muskeln, Bänder und Nerven sein. 


Knirsch-Schiene

Die sichtbaren Folgen vom Zähneknirschen sind abgeschliffene und abgebrochene Zähne.

Bruxismus Knirsch-Schiene Zähne mahlen Nacht

Die Knirsch-Schiene wird speziell angepasst und muss nachts getragen werden, damit die Zähne vor einer weiteren Zerstörung geschützt und das Knirschen eindämmt werden kann.

Die Knirschschiene wird dem Zahnbogen angepasst und muss nachts getragen werden.

Die Betroffenen von Zähneknirschen leiden oft unter schmerzhaften Entzündungen des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur, Ohrenschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Um die Zähne vor irreversiblen Schäden zu schützen, verschreiben Zahnärzte zumeist eine Knirschschiene. Bei starkem Knirschen hält die Knirschschiene ungefähr ein halbes Jahr. Ist der Bruxismus nicht so stark ausgeprägt und wird die Schiene gepflegt, kann sie aber auch bis zu fünf Jahre halten. Die Knirschschiene ist aber nur wie eine Krücke für ein verletztes Bein, man lindert die Symptome, die Quelle des Übels, der nicht bewältigte Stress bleibt. Abhilfe verspricht das sogenannte „Biofeedback“, wo mittels Sensoren die Muskelaktivität oder Atemfrequenz gemessen und an einen PC übermittelt wird. Mit Hilfe eines Psychologen und der Visualisierung auf dem Monitor kann man dann gezielt trainieren, wie man die Muskulatur entspannt und die Atmung beruhigt.

Knirscherschienen

Knirscherschienen gegen Bruxismus bzw. nächtliches Zähneknirschen.

Zähneknirscher werden sich dessen erst bewusst, wenn sie darauf aufmerksam gemacht werden und sie im Gegensatz zum Zungenstossen, welches weitgehend im Wachtzustand als störend empfunden wird, während des Schlafens ein lautes Knirschgeräusch erzeugen. Zähneknirschen kann zu schmerzhaften und gleichzeitig zu lockeren Zähnen führen, denn es kann den umgebenden Knochen und das Gewebe zerstören, das den Zahn hält. Schneidezähne oder Eckzähne können vollkommen abgeschliffen werden. Beschwerden wie Verspannungen, Kiefergelenkschmerzen, Nackenschmerzen und Rückenschmerzen können daraus resultieren.

Die Knirschschiene wird vielfach auf die Zähne des Oberkiefers aufgesetzt gegen das Zähne-Knirschen.

Aufbissschiene Knirscherschienen Knirschen

Die Knirscherschiene (Knirschschiene) ist eine Aufbissschiene und dient gegen Substanzverlust durch mechanischen Abrieb bzw. Abrasion sowie der Behandlung von Erkrankungen des Kausystems.

Die Angewohnheit, mit den Zähnen zu knirschen, kann man nicht verlieren, wenn man das Probleme Frust und Ärger nicht in den Griff bekommt.

Bis dahin können Aufbissschienen aus Plastik, die von Zahnärzten individuell hergestellt werden, helfen, schädliche Folgen für die Zähne zu vermeiden. Knirscherschienen, die überwiegend nachts getragen werden, können das Aneinanderreiben der Zähne verhindern und so den Knirscher vor sich selbst schützen. Eine Knirscherschiene bzw. Kiefergelenkschiene hilft gegen das Kiefergelenk-Dysfunktionssyndrom, wodurch Symptome wie chronische Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Nackenschmerzen und Kieferschmerzen oder Kieferknacken auftreten. Als effektive Behandlung hat sich entweder eine vorgefertigtes TMJ-Gerät oder eine individuell angepasste Schiene erwiesen. Das TMJ ist ein vorgefertigtes intraorales Gerät mit aerodynamisch geformter Profilbasis. Ein zeitaufwändiges Formen, Anpassen oder Ausrichten entfällt. Zum Schutz der Zähne und zur Stabilisierung des Kiefergelenks wird vom Zahnarzt eine durchsichtige "Aufbissschiene" aus Plastik angefertigt, die über die gesamten oberen oder unteren Zähne geschoben wird. Aufbissschienen gibt es in verschiedenen Ausführungsformen und sind herausnehmbar. Ihre Funktion besteht darin, dass sie bei Fehlbissen einen korrekten Zusammenbiss vermitteln, die Kiefergelenke entlasten sowie eine muskuläre Entspannung herbeiführen können. Für Knirscherschienen gibt es verschiedene Begriffe: Aufbissschiene, Nachtschienen, Okklusionsschienen, Miniplastschiene, Beissschienen und Relaxierungsschienen. Knirscherschienen, die nicht passen lassen sich kaum reparieren, es muss meist eine neue angefertigt werden.


Aufbiss-Schiene

Viele berufstätige Menschen gehen mit Kiefergelenkschmerzen, zerstörtem Zahnschmelz und Zahnfleischentzündungen zum Zahnarzt.

Aufbiss-Schiene Zähneknirschen Bruxismus

In den meisten Fällen sind die Beschwerden von Kiefergelenkschmerzen und zerstörtem Zahnschmelz das Ergebnis einer verspannten Kiefermuskulatur durch das nächtliche Zähneknirschen (Bruxismus).

Aufbiss-Schiene gegen Zähneknirschen "Bruxismus"

Die klassische zahnärztliche Behandlung durch den Einsatz einer Aufbissschiene wirkt den schädlichen Auswirkungen zwar entgegen, die eigentlichen Ursachen lassen sich damit jedoch nicht beheben.

Eine Aufbissschiene (Knirscherschiene) dient der Behandlung von Erkrankungen des Kausystems.

Zunächst wird der Zahnarzt beim Zahntechniker eine Aufbiss-Schiene als Zahnschutz anfertigen lassen.

Zähneknirschen Aufbiss Schiene Bruxismus Zahn

Die Aufbiss-Schiene aus Kunststoff wird nachts über die unteren Zähne gestülpt und verhindert, dass die Zähne direkten Kontakt zueinander haben.

Die Aufbissschiene schont zwar die Zähne, beseitigt aber die Ursache vom Zähneknirschen nicht.

Das Knirschen oder Zähnepressen wird durch die Knirscherschiene nicht verhindert, aber da die Schiene weicher ist als die Zähne, wird beim Knirschen die Schiene abgerieben und nicht die Zähne. Zahnärzte, Kieferchirurgen und Kieferorthopäden raten zu gezielten Entspannungsübungen als langfristige Massnahme. Wenn es gelingt, das Zähneknirschen bewusst zu machen und aktiv entgegen zu steuern können grössere Zahnschäden vermieden werden.

Das konsequente Tragen der Aufbiss-Schiene (Knirschschiene) entscheidet darüber, ob das Gebiss Schaden nimmt oder nicht.

Aufbiss-Schiene Knierscherschiene Knirschen

Wer im Beruf sehr angespannt ist, wird sich dem Stress nur schwer entziehen können, man kann aber lernen, mit Stress und Anspannung besser umzugehen, um dem Zähneknirschen entgegen zu wirken.

Bestimmte Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Yoga oder Progressive Relaxation und andere sportliche Aktivitäten können dabei helfen. Wohl tun auch ein Abendspaziergang oder ein warmes Bad. Je entspannter und ruhiger man zu Bett geht, desto mehr Chancen hat man, ohne Zähneknirschen bis zum Morgen durchzuschlafen.


Relaxierungs-Schiene

Aus zahnmedizinischer Sicht bieten sich beim Zähneknirschen vor allem Schienentherapien an.

Knirschschiene Schienentherapien Knierschen

Die Distanzschiene kann helfen, die Reflexmuster beim Zähneknirchen zu unterbrechen.

Mittels Axiographie, einer computertechnischen Diagnosemöglichkeit, lassen sich die Kurven, die das Kiefergelenk bei verschiedenen Bewegungen macht, festhalten und individuelle Schienen herstellen.

Man trägt die aus klarem Kunststoff hergestellte Relaxierungsschiene nur kurzzeitig. Stabilisierungsschienen ermöglichen eine ausgeglichene Ruheposition. Positionierungsschienen wiederum führen gezielt zu einer Lageänderung der Kiefergelenke und führen die Gelenke auch wieder in die ursprüngliche Position zurück.

Zweck einer Relaxierungsschiene ist die natürliche Abstandhaltung von Oberkieferzähnen und Unterkieferzähnen, eine sog. Ruheschwebe, die vorhanden sein muss, um die Kiefergelenke zu entlasten und die Muskulatur zu entspannen.

Knirscherschienen Zahnarzt Relaxierungsschiene

Die Relaxierungsschiene wird aus einem weichen Kunststoff gefertigt und hält die beiden Kiefer auf dem Abstand der Ruheschwebe voneinander entfernt.

Nicht zu verwechseln ist die Relaxierungsschiene mit einer Aufbissschiene, die zum Therapiemittel der Wahl bei der Kiefergelenksproblematik gehört, aber nicht ursächlich den Bruxismus bekämpft.

In den Fällen von Zähneknirschen und Zahnklemmen muss man dem Unterbewusstsein des Patienten den Anreiz nehmen, diese nächtlichen Parafunktionen auszuführen. Dies erreicht man durch die Anfertigung einer Relaxierungsschiene, denn Relaxierung bedeutet, in seinen Grundzustand oder Gleichgewichtszustand zu bringen. Die Relaxierungsschiene wird aus einem weichen Kunststoff gefertigt und hält die beiden Kiefer auf dem Abstand der Ruheschwebe voneinander entfernt.

Aufbiss-Schiene

Die Relaxierungsschiene oder Aufbiss-Schiene stellt die Gummizelle dar, die dem Unterbewusstsein die Möglichkeit nimmt, sich an den Zähnen zu reiben.

Knirscherschiene Relaxierungsschiene Knirschen

Wichtig ist, dass das Gebiss keine okklusalen Interferenzen zeigt, denn diese müssten unbedingt eliminiert werden, durch Aufbissschienen-Therapie und Einschleifmassnahmen bzw. durch das Remounting.

Knirscherschiene

Die metallverstärkte, aus Kunststoff gefertigte Knirscherschiene schützt die Zähne, das Zähneknirschen wird aber nicht abstellt.

Die spezielle Gestaltung der Schiene schützt auch die Kaumuskeln und das Kiefergelenk wird durch die Zahnschiene geschont. Je früher die Schienenbehandlung bei Zähneknirschen einsetzt, umso besser können langfristige Folgen des Knirschens vermieden werden. Nach einer genauen zahnärztlichen Untersuchung kann abgeklärt werden, ob eine Behandlung mit einer Knirscherschiene notwendig ist.

Zahnpatienten, die unter Zähneknirschen oder Zahnpressen leiden, kann durch eine Relaxierungsschiene oder auch Aufbiss-Schiene geholfen werden.

Relaxierungsschiene Zähneknirschen Bruxismus

Knirschen und andere Parafunktionen können Kiefergelenksdysfunktionen verursachen, die wiederum unbehandelt zu Verspannungen sowie Durchblutungsstörungen, akute Kiefergelenksentzündungen oder Veränderungen wie Arthrosen führen können.

Abgewöhnen von Zähnepressen, Zähneknirschen und Zahnmahlen

Um das Zähnemahlen, Zähnepressen, Zähneknirschen und andere schädigende Gewohnheiten zu beeinflussen, muss man lernen, aufmerksam das Fehlverhalten zu beobachten.

Die richtige Haltung der Zähne und Kiefer ist die "Ruheschwebe", resp. der Unterkiefer befindet sich in einer Schwebehaltung, die Kaumuskeln sind entspannt und die Zähne des Oberkiefers und Unterkiefers berühren sich nicht bzw. es besteht ein Spalt von 2-3 mm, nur beim Essen und Schlucken haben die Zähne normal zueinander Kontakt. Bemerkt man, dass die Zähne aufeinander gepresst sind oder aneinander reiben, sollte man versuchen, sich diese Verhaltensweise abzugewöhnen. Das Pressen oder Knirschen gewöhnt man sich in der Regel durch eine Beissschiene, die vorwiegend nachts getragen wird nicht ab, verhindert aber eine weitere Schädigung der Zähne.


Knirscher-Therapie als Hilfe gegen Zähneknirschen

Gegen das Zähneknirschen, Zähnepressen und Zungenpressen können verschiedene Behandlungsmethoden zum Erfolg führen.

Als Zähneknirschen wird das ständige und unbewusste Knirschen durch Reiben mit gleichzeitigem Aufeinanderpressen der Zähne im Unterkiefer gegen die Zähne im Oberkiefer bezeichnet, das am Tag oder bei Nacht während dem Schlaf erfolgen kann. Deutliche Hinweise für das unbewusste Knirschen mit den Zähnen ergibt primär der Zahnhartsubstanzverlust an den Zähnen, wo vor einer Knirscher-Behandlung eine sorgfältige Untersuchung und Diagnose der Ursache vom Knirschen beim Zahnarzt bevorsteht, Das Zähneknirschen und Zähnepressen als körperliche Reaktion auf emotionale Probleme, Ärger, Stress, Ängste und Anspannung ist meist psychisch bedingt wie auch beim Zähnepressen und Zungenpressen bzw. Zungendrücken gegen die Zähne. Eine ursächliche Behandlung von Zähneknirschen gibt es wie bei allen Parafunktionen stressabbauende Verfahren zur Stressbewältigung und das Beseitigen von auslösenden Faktoren für Zähneknirschen wie überstehende Zahnfüllungen. Auch Zahnfehlstellungen, Kieferfehlstellungen (Protrusion) und Zahnlücken können das Knirschen verstärken, was oft Kopfschmerzen und Rückenschmerzen zur Folge hat.

Entspannungsübungen als Knirscher-Therapie

Selbstmassage und Kieferentspannungsübungen können helfen, das Zähneknirschen und andere Parafunktionen abzubauen.

Zähneknirschen hat vielfach psychische Ursachen als negative und unterdrückten Emotionen wie Wut, Ärger, Nervosität oder Stress und tritt immer als Folge oder als Ursache einer anderen Störung wie der Cranio-mandibulären Dysfunktion (CMD) auf, was eine Fehlregulation der Kiefermuskulatur mit verspannten und verkrampfter Kaumuskulatur beschreibt, woran Zahnkontakte und Kiefergelenke beteiligt sind. Als Parafunktion wird eine Nebenfunktion im Craniomandibulären System bezeichnet, so dass Knirschen und Pressen mit den Zähnen wie auch das Zungenpressen und Lippenbeissen. Beim Zähneknirschen wie auch beim Aufeinanderpressen der Zähne wirken grosse Kräfte auf Zähne und Kiefergelenke wie auch auf die Kaumuskulatur ein, wo gezielte Kiefer-Entspannungsübungen und Massage die Kiefermuskulatur verändern und die Symptome von Bruxismus mindern können. Beim Zähneknirschen und Zähnepressen sind Entspannungsübungen eine Hilfe zur Bekämpfung der Schmerz-Symptome wie auch die Knirsch-Schiene eine Symptombekämpfung und keine Ursachenbehandlung ist.

Aufbissschiene kann Knirsch-Belastung verhindern

Zahnärzte und Zahntechniker können massgefertigte Aufbissschienen herstellen, welche die mechanische Belastung auf die Zähne verhindert.

Wenn durch das Zähneknirschen eine Fehlfunktion vom Kiefer wegen Überlastung vorliegt, ist eine kurzfristige Ursachenbehandlung meist nicht möglich, so dass bei der Bruxismus-Therapie eine Aufbissschiene während der Nacht getragen werden sollte, was eine reine Symptombekämpfung ist. Um entstehende Schäden durch Zähnepressen wie eine Attrition mit Verlust an Zahnhartsubstanz durch ein ständiges reflektorisches Berühren der Zähne vermindern zu können, kann durch eine eingesetzte Zahnschiene als "Nachtschiene" die Knirsch-Belastung dämpfen und helfen, Schäden an Zähnen, Zahnhalsdefekte an Zahnhälsen, Kiefergelenk-Schädigung und Verletzungen am Zahnfleisch zu verhindern.

Aufbissschiene Therapie Zähneknirschen Zähne

Der Druck auf die Kiefergelenke ist mit einer Knirsch-Schiene bzw. Relaxierungs-Schiene meist nicht sehr viel niedriger als ohne Zahnschiene, sodass die Belastung noch sehr hoch sein kann, auch wenn die Schäden an Zähnen und am Zahnhalteapparat kleiner werden. Bei längerem Gebrauch der Aufbissschiene kann es zu Fehlstellungen der Zähne kommen, sodass sich die oberen Vorderzähne mit den unteren Vorderzähnen nicht mehr berühren können.

Elektromechanische Geräte zum Stoppen von Zähneknirschen

Das Stoppen von Zähneknirschen und Zähnepressen ist nur möglich, wenn man die Knirschphasen und Ursachen vom Zähneknirschen kennt, um diese abzutrainieren zu können.

Es gibt verschiedene elektromechanische Geräte, die den Druck zwischen den Zähnen messen und den Schläfer beim Zähneknirschen aufwecken. Bei den Aktivitäten der Kiefermuskulatur können kleine Geräte elektrische Signale abgeben wie auch bei Anspannung einen Ton von sich geben, damit man sich die Unannehmlichkeitssymptome wie Schmerzsymptome abzutrainieren kann. Da sich der Stress im Unterbewusstsein wie auch im Bewusstsein ausdrücken kann, ist es möglich, dass man sich das Zähneknirschen und das Aufeinanderpressen der Zähne durch die Hilfe vom Ton abzutrainieren kann.

Therapie gegen Zähneknirschen

Da der Schlafbruxismus auch zu Schlafstörungen und damit auch wieder zu vermehrter Anspannung und Schmerzen führt, kann damit auch das Wohlbefinden leiden, wo eine Therapie gegen Zähneknirschen wichtig sein kann.

Elektromyographische Messgeräte können die Zahnabnutzung nicht beseitigen und das Zähneknirschen ohne dabei aufzuwachen nicht beseitigen. Geräte können als Lerneffekt nur helfen, das Knirsch-Verhalten bewusst wahrzunehmen, damit man die Muskelaktivität vom Kiefer kontrollieren kann. Preisgünstige elektrische Stimulationsgeräte die durch Impulse bei Anspannung der Kaumuskulatur und Kiefermuskulatur diese im Kausystem stimulieren, können die Zahnabnutzung bzw. die Abrasion der Zähne nicht beseitigen und ermöglichen ein Verhindern von Knirschen und Pressen der Zähne während dem schlafen meist nicht oder nur ungenügend.

Sensortechnologie beim Zähneknirschen

Durch die Sensortechnologie kann mit einem piezoelektronischen Sensor die Intensität vom Zähneknirschen in einer Aufbiss-Schiene gemessen werden.

Der in einer Zahnschiene integrierte Sensor kann bei jeder Knirsch-Bewegung die Kieferkraft beim Zahnpatienten messen, was Aufschluss über den Auslöser vom Zähneknirschen wie auch deren Intensität ergeben kann. Bei der Auswertung der Daten jeder einzelnen Nacht mit erhöhter Bruxismus-Aktivität kann auch die Häufigkeit vom Knirschen einfacher identifiziert und damit auch die Knirscher-Therapie besser angepasst werden. Die aufgezeichneten und gespeicherte Messdaten können vom Zahnarzt analysiert und ausgewertet werden, womit der jeweiligen Auslöser für das Knirschen besser identifiziert und Gegenmassnahmen getroffen werden können. Gleichzeitig kann die Zahnschiene bzw. Nachtschiene die Zähne vor weiteren Zahnschäden, Zahnfleischschäden und Kiefergelenkschäden schützen.

Psychotherapie und Hypnosetherapie bei Zähneknirschen

Hypnose und Hypnosetherapie sind eine mögliche Art, psychisch bedingten Bruxismus bzw. Zähnepressen anzugehen, um das Zähneknirschen behandeln zu können.

Wenn der Bruxismus vorwiegend psychogener Art ist, können Psychotherapie und Hypnosetherapie helfen, Stress oder Ängste abzubauen und aufwühlende Emotionen zu verarbeiten. Mittels Hypnoanalyse kann der Grund für dieses Verhalten bestimmt werden. Mit der Hypnosetherapie kann beim nächtlichen Zähneknirschen ein Erfolg erzielt werden, indem Spannungen vermindert und Blockaden aufgelöst werden. Symptome des Bruxismus können durch eine Hypnosetherapie reduziert werden oder gänzlich zum Verschwinden gebracht werden da die Hypnose symptomorientiert und ursachenorientiert wirken kann.

Vitaminpräparate bei Zähneknirschen

Zähneknirschen kann von einem Vitaminmangel her rühren.

Vitaminpräparate können bei einigen Menschen helfen die Bruxismus-Symptome zu lindern, denn das Zähneknirschen kann auch durch einen Vitaminmangel entstehen.

Genussmittel kann das Knirschen verstärken

Da Getränke wie Kaffee, Schwarztee oder Energydrinks etc. Einfluss auf das Regulieren der Schlafphasen nehmen können, haben diese Substanzen auch die Fähigkeit, das Risiko für Zähneknirschen zu erhöhen.

Die häufigste Ursache für Zähneknirschen in der Nacht ist Stress, so wenn man tagsüber Konflikten und Stresssituationen ausgesetzt ist, die nicht verarbeitet werden konnten, doch auch Medikamente, Alkohol oder Koffein gelten als Risikofaktoren und können durch das Anregen vom Nervensystem für das Zähneknirschen verantwortlich sein. Das Absetzen von Genussmittel wie Alkohol, Tabak oder Drogen kann Hilfe bringen, da viele Genussmittel das Zähneknirschen und Zähnepressen verstärken können.

Medikamente können Bruxismus verstärken

Abzuklären ist bei jeder Art von Bruxismus, ob die Symptome vom Knirschen und Pressen mit den Zähnen in einem Zusammenhang mit bestimmten Medikamenten stehen.

Es ist bekannt, dass Medikamente wie die versch. Antidepressiva Bruxismus auslösen oder verstärken können. Von Ärzten wird in einigen Fällen empfohlen, vor dem Schlaff muskelentspannende Mittel einzunehmen, doch Botox-Injektionen sollten wegen möglicher Nebenwirkungen nicht verwendet werden.

Psychische Probleme sind ein Faktor für Parafunktionen

Wenn emotionale Probleme vor dem Zähneknirschen auftauchten, kann eine Hypnoseanalyse helfen, diese Belastungen aufzulösen.

Bei den psychisch bedingten Formen von Bruxismus kann mit einer Therapie versucht werden, die seelischen Ursachen zu erkennen und zu verarbeiten, ansonsten es keine wirksame Ursachen-Behandlung gibt. Die aufgearbeiteten Emotionen haben vielfach auch einen positiven Einfluss auf das Zähneknirschen und Zähnepressen. Ist der Bruxismus etwa zeitgleich, oder ein wenig versetzt mit grösseren emotionalen Stress entstanden wie Arbeitssituation, Beziehungen oder sonstige Belastungen, kann dies einen direkten Zusammenhang mit dem Zähneknirschen haben. Eine Hypnose als schlafähnlicher Zustand mit leicht eingeengter Bewusstseinstätigkeit zur Stressreduktion kann gegebenenfalls helfen, da die Hypnose bei einer Hypnotisierbarkeit zur Entspannung gut wirkt und auch als Entspannungshypnose bezeichnet wird. Gegen Stress und Angst können beim Entspannungstraining verschiedene Entspannungstechniken helfen, so auch für einen entspannten Zahnarztbesuch bei Zahnarztangst. Die Physiotherapie ist ein Teil der Knirscher-Therapie, die sich auf schmerzhafte Begleitsymptome von Bruxismus durch die Behandlung von Muskelspannungen konzentriert. Die Physiotherapie kann vorübergehend eine Schmerzlinderung bringen und hat wenig Vorteile, da diese normalerweise die Ursache vom Problem für das Knirschen nicht angeht, was durch eine genetische Veranlagung erhöht sein kann.

Ursächliche Behandlung beim Zähneknirschen

Eine ursächliche Behandlung beim Zähneknirschen ist praktisch unmöglich, da die auslösenden Gründe für das Knirschen wie psychische Überbelastungen in Berufsleben oder Privatleben nur selten geändert werden können.

Die Methode der Verhaltenstherapie ist zur Beendigung vom unbewussten Knirsch-Verhalten eine effektive Ursachen-Lösung. Da Knirschen und Pressen als Bruxismus meist mit Stress verbunden ist, kann eine kognitive Verhaltenstherapie mit Stressmanagement und Psychotherapie als verhaltenssteuerndes System empfohlen werden. Um eine richtige Kieferpositionierung zu üben, können zusätzlich Entspannungsübungen angewendet werden, was als effektive Methode sehr zeitintensiv ist, um positive Ergebnisse erzielen zu können. Eine psychologische Betreuung vom Zahnpatient ist immer sinnvoll, denn damit muss man lernen, den Alltagsstress bereits vor dem Schlafen durch Meditation zu verarbeiten und abzubauen, wobei die Behandlung auch homöopathisch durch die Gabe von Zinkummetallikum unterstützt werden kann. Grundsätzlich sollte sich der Bruxist mit entspannenden Farben und ebensolcher Musik umgeben und nicht alles "Zähneknirschend hinnehmen" und "auf die Zähne beissen", wie es die Redensart ausdrückt.


Therapie gegen Bruxismus

Therapie gegen Bruxismus oder Bruxomanie (Wut, Zorn) ist wichtig, doch eine ursächliche Behandlung von Bruxismus gibt es nicht immer.

In der Zahnmedizin spricht man von Bruxismus, wenn der Zahnpatient mit grosser Kraft in der Nacht Oberkiefer und Unterkiefer zusammenpresst und dabei mit den Zähnen Presst und Knirscht. Die Bruxismus-Therapie ist eine Behandlung der Ursache von Bruxismus, damit Folgeerkrankungen ausbleiben. Helfen können bei Bruxismus Selbstbeobachtung zur Bewusstmachung von Knirschgeräusche und Beobachtungen vom Zähnepressen. Sofern Zahnpatient starke Stressphänomene zeigen, gibt es stressabbauende Verfahren zur Stressbewältigung. Psychotherapie wie auch psychologische Verfahren können dabei eine wichtige Rolle spielen wie gezielte Übungen zur besseren Wahrnehmung von von Parafunktionen und Entspannungs-Techniken.

Bruxismus-Behandlung mit Bruxismus-Schiene

Parafunktionen wie Knirschen und Pressen haben grosse Auswirkungen auf die Kaumuskulatur wie auch Zähne, Parodontien und Kiefergelenken, was eine Bruxismus-Behandlung mit Bruxismus-Schienen notwendig macht.

Es ist möglich den Bruxismus selbst zu beeinflussen, sofern bekannt ist, zu welchen Zeitpunkten das Knirschen und Pressen mit den Zähnen erfolgt. Dazu gibt es jedoch auch Geräte, die auf  Muskelanspannung hinweisen können durch Vibrationen oder akustischen Signalen. Als dauerhafte Bruxismus-Therapie werden meist harte individuelle Aufbissschienen (Bruxismusschiene) eingesetzt die auch als Okklusionsschienen bezeichnet werden denn bei Menschen beträgt der normale Kaudruck beim Kauen 0,4 bis 0,45 kN, der bei Bruxismus in der Nacht während dem Nachtschlaf um den Faktor 10 gesteigert werden kann, am Tag jedoch schmerzbedingt nicht erzeugt wird, da die Schmerzschwelle zu hoch wäre.

Bei Bruxomanie besteht jedoch die Möglichkeit, die Beschwerden vom Zähneknirschen zu lindern und Folgeschäden zu vermeiden.

Bruxismus Zähneknirschen Bruxomanie Zorn

Durch den Zahnarzt speziell gefertigte Zahnschienen schützen die Zahnreihen und verhindern das Einschleifen.

Schienentherapie bei Bruxismus

Bei starken Schmerzen der Kaumuskulatur sollten durchsichtige Aufbiss-Schiene nicht nur in der Nacht sondern auch tagsüber getragen werden.

Da sich Bruxismus durch psychische Anspannung hauptsächlich im Schlaf äussert, hat sich die Schienentherapie als Behandlung-Methode gegen seinen Funktionsmechanismus bewährt und dient hauptsächlich der Schmerzlinderung und der Vorbeugung vor einer weiteren Knirschen-Schadenfolge. Hohe Dauerbelastung die beim Zähneknirschen auftreten und beim Kauapparat zur schmerzhaften Verhärtungen der Kaumuskulatur führen, können durch die Schienentherapie verhindert werden. Auch wenn ein Knirscher beim Tragen einer Knirscherschiene in der Nacht als körperliche Reaktion auf emotionale Probleme wie Ärger, Stress und Ängste kaum weniger knirscht, entstehen durch die Zahnschiene weniger Schäden und Schmerzen. Die Schienentherapie mit der Relaxierungs-Schiene ist eine Symptombekämpfung, denn eine kurzfristige Ursachenbehandlung von Bruxismus ist bei physischen Gründen wie auch nervliche und seelische Anspannung nicht möglich.

Bruxomanie Wut Bruxismus Zähneknirschen

Je öfter sich der Betroffene selbst beobachtet und korrigiert, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit, mit dem verantwortlichen Stress-Grundproblem vom Zähneknirschen fertig zu werden.

Zähneknirschen ist ein Entlastungsventil für emotionale Probleme

Beim Zähneknirschen kann ein Kalendereintrag der Knirschphasen für die Knirscher-Therapie hilfreich sein.

Wenn Bruxismus durch psychischen Stress über einen längeren Zeitraum anhält und besonders stark mit den Zähnen in der Nacht unbewusst geknirscht wird, kann dies beim Mensch unangenehme Bruxismus-Symptome verursachen. Symptome von Bruxismus sind sichtbare Schlifffacetten an Zähnen, Schäden am Zahnfleisch und keilförmige Zahnhalsdefekte durch das Zähneknirschen und Zähnepressen. Die richtige Haltung der Kiefer zueinander ist die so genannte Schwebehaltung, was mit einer Knirsch-Schiene bzw. Relaxierungs-Schiene erreicht werden kann. Die Kaumuskeln sind durch die Aufbiss-Schiene als "Nachtschiene" in einer Schwebehaltung entspannt und die Zähne vom Oberkiefer und Unterkiefer können sich dabei in der Nacht nicht berühren.

Therapie gegen Bruxomanie Zähneknirschen  

Der Abstand der Zähne beträgt normalerweise zwei bis drei Millimeter, so dass die Zähne im Unterkiefer zu den Oberkieferzähnen nur beim Kauen zueinander Kontakt haben.

Ursachenbehandlung bei Bruxismus

Wenn seelische Probleme die wahrscheinlichsten Ursachen für Bruxismus sind, so können gezielte Übungen deren Lösung sein, um das Knirschen und Pressen mit den Zähnen zu beenden.

Die Therapie mit Zahnschienen dient nur der Ausschaltung von Beschwerden und kann eine dafür verantwortliche Ursache für Bruxismus nicht heilen, denn die meisten Menschen Knirschen bei Stress, Aggressionen, Frust und Sorgen. Gegen Stress und Angst können verschiedene Entspannungstechniken beim Entspannungstraining helfen, so auch für einen entspannten Zahnarztbesuch bei Zahnarztangst. Gymnastische Übungen, Wärmebehandlung durch wärmende Salben und Massagen können helfen, die Kaumuskulatur zu entspannen. Im Gespräch mit einem Psychologen schaffen es viele Menschen, ihre Probleme zu benennen, zu bearbeiten und die Ursachenbehandlung anzugehen, denn das nächtliche Knirschen ist ein Stressventil im Schlaf. Das ständige Bewusstmachen von Zähneknirschen wie auch Zungenpressen oder Lippenbeissen und seine willentliche Unterdrückung können längerfristig eine Linderung bringen, denn Bruxismus muss man sich wie alle Parafunktionen bewusst abgewöhnen. Auch das Erlernen einer Entspannungstechnik wie Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Tai Chi oder Yoga kann dabei helfen, mit psychischen Belastungen ruhiger und entspannter umzugehen. Bruxismus-Übungen können als Ursachenbehandlung bei der Therapie von Bruxismus dienen, wie auch eine gezielte Kräftigung der Muskulatur durch sportliche Aktivitäten zur Vorbeugung sinnvoll ist, sofern man Stress abbaut und den Kopf von allen anderen Gedanken und Sorgen befreit. Da Zähne und Seele eine Einheit bilden, kann ein warmes Bad bei der Entspannung vom ganzen Körper helfen, denn es beruhigt Muskeln und die Seele. Je entspannter man ohne Ängste, Probleme und Kummer zu Bett geht, umso grösser ist die Chance für einen guten und erholsamen Schlaf.


Bei Zähneknirschen: Eine Zahnschiene

Meist sind es dauerhafte Sorgen, die das nächtliche Knirschen der Zähne verursachen. Zahnärzte wissen, wie eng Seele und Gebiss miteinander verknüpft sind. Es sind nicht nur Ängste, sondern auch Feindseligkeiten und Verbitterungen, die in der Nacht durch das Knirschen der Zähne unbewusst Entlastung finden sollen. Im Einzelfall ist es deshalb sinnvoll, das Tragen der Zahnschiene durch eine psychologische Beratung oder Psychotherapie zu ergänzen.

Die Funktion der Zahnschiene

Die Zahnschiene, die aufgrund des Zähneknirschens verordnet wird, nennen Zahnärzte auch Aufbissschiene. Sie dient als Schutzschicht der Zähne und soll Kiefergelenk und Kaumuskulatur entlasten. Dabei wird der direkte Kontakt zwischen den Zähnen von Ober- und Unterkiefer verhindert, das Aneinanderreiben der Zähne wird unterbunden. Natürlich geht es vor allem auch darum, die aus dem Zähneknirschen entstehenden Zahnschäden zu verhindern.

Zahnschiene bei Bruxismus

Ebenso sollen automatisierte Verhaltensmuster durch das Tragen der Zahnschiene gelöst werden. Denn wer jahrelang mit den Zähnen geknirscht hat, wird dieses Verhalten nicht von einem auf den anderen Tag ablegen können. Gleichzeitig geht es natürlich auch darum, neue Verhaltensmuster zu erlernen. Hier hilft die angesprochene Therapie, dies sollte natürlich von Fall zu Fall individuell auf Basis der Schwere entschieden werden. Damit ein langfristig positives Ergebnis erzielt wird, sollte die Ursache des Bruxismus ebenfalls behandelt werden. Das bedeutet für den Patienten: Er muss sich seinen Ängsten stellen.

Mit der Zahnschiene auf dem Weg zur Besserung

Um die Situation zu verbessern, gibt es nur einen Weg: Der Gang zum Zahnarzt. Dabei geht es in erster Linie um den Erhalt der Zahnstruktur, aber auch um die Verbesserung des Schlafes. Auch Nackenverspannungen lösen sich dank der Zahnschiene. Ein Beratungsgespräch mit dem Zahnarzt ist der erste Schritt, sich das Zähneknirschen abzugewöhnen. Das primäre Ziel der Behandlung besteht darin, die bestehende Verzahnung von Unter- und Oberkiefer zu lösen, um Schäden an Zähnen und Kiefer zu verhindern. Auch das Kiefergelenk ist vom Zähneknirschen betroffen und führt zu Folgesymptomen, die nicht unterschätzt werden sollten. Aus langfristiger Sicht kann das Gebiss mit einer Knirscherschiene vor Schäden bewahrt werden. Dies gilt insbesondere für Fehlstellungen oder auch dem drohenden Verlust der Zähne.

Stress abbauen ist Teil der Behandlung

Dennoch muss jedem Patienten klar sein, dass der psychische Stress hiermit noch nicht beendet werden kann. Auch Entspannungstechniken sind hilfreich, um das Zähneknirschen zu verhindern. Da dieses Verhalten im Schlaf jedoch nicht zu kontrollieren ist, hilft die Zahnschiene oder Knirscherschiene, die Abrasion der Zähne zu unterbinden. Denkbar ist auch das Tragen während der Tagesstunden, beispielsweise während einer Vorlesung oder im Arbeitsalltag. Ausgenommen hiervon sind jedoch die Mahlzeiten.

Dentallaser Zahnarzt-Laser

Der Dentallaser (Zahnarzt-Laser) ist ein Laser, der beim Zahnarzt bei der Zahnbehandlung eingesetzt wird und für unterschiedliche Verfahren eingesetzt wird, so bei der Laserbehandlung von Karies. Bei der Wurzelbehandlung bzw. Behandlung im Inneren vom Zahn bei Entzündungen vom Zahnmark, stellt der Zahnarzt-Laser eine der gängigen Behandlung dar, Bakterien werden abgetötet und Entzündungsherde bekämpft. Beim Dental-Laser handelt es sich bei Zahnbehandlungen um gebündeltes, energiereiches Licht, denn der Laser setzt einen hoch gebündelten energiereichen Lichtstrahl in Impulsen frei.