Zahnersatz

Zahnfüllungen

Zahnfüllung

Für Zahnfüllungen können unterschiedliche Materialien als Zahnersatz verwendet werden, so ein Inlay als Keramikfüllung oder eine Amalgamfüllung als günstigstes Material.

Die Füllungstherapie bzw. Zahnfüllung wird auch konservierende oder restaurierende Therapie genannt und ist ein wichtiger Teil von der Tätigkeit des Zahnarztes das zum Ziel hat, kariöse Läsionen am Zahn zu beheben. Eine Zahnfüllung dient der Wiederherstellung von einem zerstörten Zahn bzw. zerstörten Zahnkrone in Bezug auf Zahn-Ästhetik und Funktionalität. Nebst der Keramikfüllung als Zahneinlage (Inlay / Onlay / Overlay) als Teilzahnersatz (Teilkrone) gibt es Zahnfüllungen die aus Amalgam als "Quecksilberlegierung", Zement, Kompomere oder Komposite sind. Jede Zahnfüllung, sei es Amalgam, Komposit, Keramik oder Gold hat Vorteile und Nachteile, denn Füllungen sind äusserlich unauffällig, zeigen aber Unterschiede im Preis und in der Haltbarkeit. Zahnfüllungen mit Amalgam werden weltweit noch heute am meisten verwendet, da Amalgam das wirtschaftlich günstigste Material für das Zahnloch ist, das eine hervorragende Langlebigkeit und hohe Belastbarkeit bietet. Auch wenn die Amalgamplombe gegenüber Kunststoff, Gold oder Keramik unschön anzuschauen ist, ist eine Amalgamfüllung wegen den Zahnarztkosten bei einer "Zahnreparatur" attraktiv. Die Bedeutung der Amalgamfüllung nimmt wegen gesundheitlichen Bedenken beim Silberamalgam als Quecksilberlegierung je länger je mehr ab, so dass viele Zahnärzte in Europa von einer Amalgamfüllung abraten und eine Kompositfüllung anbieten, denn Komposite sind zahnfarbene plastische Füllungsmaterialien, die im Volksmund als Kunststofffüllung bezeichnet wird.

Zahnfüllung Amalgam, Komposite, Keramik Gold

Zahnfüllungen dienen dazu, Zahndefekte aufzufüllen, was mit sichtbaren oder zahnfarbenen Werkstoffen erfolgen kann.

Zahnfüllung mit Komposit im Frontzahnbereich und Seitenzahnbereich

Bei kleineren Defekten kann der Zahn mit Komposit aufgebaut werden, denn das Komposit wird nach jeder Schicht ausgehärtet.

Die Anwendung der Komposite erfolgte anfänglich nur bei Zahnfüllungen im Frontzahnbereich, doch heute werden Komposite mit einem erhöhten Füllkörpergehalt auch im Seitenzahnbereich eingesetzt, so dass auf Amalgam verzichtet werden kann. Komposite können durch die direkte Herstellung der Kompositfüllung im Zahn, gegenüber Inlays kostengünstiger und mit geringerem Zeitaufwand eingesetzt werden. Die Präparation der Kavität erfolgt bei der Komposite-Restauration substanzschonend, da keine Einschubrichtung wie bei den laborgefertigten Keramikinlays berücksichtigt werden muss. Die Kompositen schrumpfen beim Aushärten, so dass durch diese Schrumpfung Spannungen im Zahn, die zu Rissen oder gar Frakturen führen können. Um diese Spannungen bei der Zahnfüllung für den Zahnerhalt möglichst gering zu halten wird der Zahndefekt nur schichtweise mit "Kunststoff" gefüllt und dadurch die Schrumpfung auf ein Minimum reduziert. Dieser Komposit-Eckaufbau kann in Zahnfarbe und Zahnform nahezu perfekt an den natürlichen Zahn angepasst werden, damit eine gute Funktion der Zähne gewährleistet werden kann. Bei grösseren Defekten oder bei ästhetisch sehr anspruchsvollen Zahnpatienten wird ein Veneer (Verblendschale) empfohlen, jedoch wegen den hohen Kräften nicht beim Zähneknirschen und Zähnepressen.

Zahnfüllung mit Glasionomerzement

Da Zement-Füllung mit Glasionomerzement gesundheitlich unbedenklich ist, wird dieser besonders bei Kindern mit Milchzähnen und bei Schwangeren eingesetzt.

Die Glasionomer-Zement-Füllung ist jedoch für eine dauerhafte Zahnfüllung nicht geeignet, da Glasionomerzement (GIZ) eine geringe Abrasionsstabilität aufweist und zwischen zwei bis fünf Jahren brüchig werden kann. Glasionomerzement besteht als Füllungsmaterial für Zahnfüllungen Copolymerisaten aus Acrylsäure, Itakonsäure wie auch Maleinsäure und aus Calcium-Aluminium-Silikat-Glas sowie destilliertem Wasser oder aus reiner Polyacrylsäure. Glasionomerzemente zeigen keine Polymerisationsschrumpfung und halten am Zahnschmelz als Zahnhartsubstanz wie Komposit oder Compomer als Kunststoffe. Glasionomerzemente haben gegenüber Kunststofffüllungen eine geringere Abrasions-, Bruch- und Biegefestigkeit. Ausser der geringen Lebensdauer hat die Zement-Füllung eine raue Oberfläche, was den Bakterien und somit der Plaque-Bildung einen bevorzugten Nistplatz bietet.

Zahnfüllung mit Inlay

Inlays sind Zahnfüllungen, die im Labor passgenau für den Zahn gefertigt werden.

Ein Inlay ist eine langlebige Zahneinlage bzw. Einlagefüllung als Alternative zur herkömmlichen Zahnfüllung. Diese Einlagefüllungen sind zum Teil länger haltbar als plastische Füllungen und können nicht im Mund verarbeitet werden. Inlay - Zahnfüllungen können aus Metall, Keramik oder Kunststoff bestehen und sind die anspruchsvollste Möglichkeit die fehlende Zahnhartsubstanz zu ersetzen. Nachdem der Zahn speziell beschliffen wurde, wird eine Abformung genommen. Im Dental-Labor fertigt der Zahntechniker die Inlays passgenau an und farblich werden sie an die natürlichen Zähne angepasst.

Keramikverblendung

Veneers sind hauchdünne, ca. 0.5mm lichtdurchlässige Keramikschalen (Verblendschalen, Facetten) für die Zähne.

Veneers werden nach einem Abdruck im Labor und mit einem speziellen Adhäsiv Verfahren unlösbar auf die Vorderseite der Frontzähne aufgeklebt. Dabei wird der Zahn im gesamten sichtbaren Bereich von der Keramik-Facette abgedeckt. Durch die chemische Verbindung zwischen Porzellan bzw. Keramikverblendung und Zahnschmelz entsteht eine lichtdurchlässige, zahnfarbene Einheit mit unvergleichlich natürlicher Ästhetik. Selbst ein Zahnarzt hat Mühe, mit Keramik Veneers versorgte Zähne von unbehandelten zu unterscheiden. Im Vergleich zur normalen Krone ist das Verfahren viel zahnschonender, da erheblich weniger Zahnsubstanz abgeschliffen werden muss. Porzellan Veneers sind durch die Verklebung mit dem Zahnschmelz sehr belastbar und langlebig. Keramikverblendung bzw. Verblendung der Zahnflächen mit Keramikschalen oder Kunststoffschalen überziehen den Zahn im Gegensatz zu Zahnkronen nicht vollständig. Die sichtbaren Flächen werden hauchdünn abgeschliffen und entweder direkt im Mund versorgt oder mit im Zahnlabor angefertigten Verblendschalen mittels Klebetechnik versehen. Der Verlust an Zahnsubstanz wird dabei auf ein Minimum reduziert. Der Lippe zugewandte Teil des Zahnes wird um ca. 0,4 - 0,8mm abgetragen und die Schneidekante (Inzisalkante) um 1,5 - 2mm gekürzt. Veneers sind dünne, zahnfarbene Keramikschalen, die verwendet werden, um beschädigte, schiefe, verfärbte, zu lange oder zu kurze Frontzähne zu verschönern. Kleine Lücken zwischen den Zähnen können mit Hilfe von Veneers geschlossen und die Zahn-Ästhetik verbessert werden. Es muss nur eine hauchdünne Schicht des Zahnschmelzes abgetragen werden, so dass die Zahnsubstanz maximal erhalten bleibt. 


Komposite Füllung

Lichthärtende Hybridkomposite mit kleinen Makrofüllern ist heute das Mittel der Wahl.

Kompositfüllung Lichthärtende Hybridkomposite

Zur sicheren Verankerung des Komposits ist die konsequente Anwendung der Adhäsivtechnik erforderlich.

Kompositfüllung

Die Kompositfüllung ist im Gegensatz zur Amalgamfüllung nach der Behandlung sofort belastbar.

Unter der Adhäsivtechnik versteht man die vorwiegend mikromechanische Haftung der Füllung am entsprechend bearbeiten Schmelz bzw. Dentin. Eine dentin-adhäsive Befestigung ist der Begriff in der Zahnmedizin die sich gegenüber der konventionellen Befestigung einer Krone oder Füllung mit Zement auszeichnet, dass eine chemische Reaktion erfolgt und es sich nicht um eine mechanische Retention handelt.

Da das Material beim Aushärten schrumpft, darf die Schichtstärke nicht zu gross aufgetragen werden, ansonsten es zu Spannungen im Zahn und zu Rissen bzw. offenen Füllungsrändern kommt.

Kompositfüllung Komposite Füllung Zahnfüllung

Bakterien können sich dann an den Füllungsrändern anlagern, so dass Sekundärkaries bzw. ein neues Loch im Zahn entstehen kann. Risse und offene Füllungsränder sind bei Zahnfüllungen für Bakterien ein gutes Versteck. Zähne und deren Füllungsränder werden durch die dauernde Säureabgabe demineralisiert bzw. entkalkt, sodass ein erneutes Loch im Zahn entsteht.

Bei der Adhäsivtechnik unterscheidet man folgende Arbeitsschritte:
1. Konditionieren (Ätzen= etching) der Oberfläche von Schmelz und gegebenenfalls Dentin mit Säure (Phosphorsäure mit Farbzusatz aus Gel oder Lösung). Hierdurch wird die Oberfläche für den späteren Halt der Füllung demineralisiert.
2. Priming (nur im Dentin erforderlich) Vorbereiten des Dentins mit den eröffneten Dentinkanälchen mit einem speziellen Kunststoff, dem so genannten Primer. Ein Primer ist erforderlich, um die wasseranziehende Dentinoberfläche für den wasserabstossenden Füllungskunststoff benetzbar zu machen.
3. Auftragen eines Adhäsives (=Haftvermittler, Bonding agent) als Bindemittel zwischen der angeätzten (aufgerauten) Zahnhartsubstanz und dem Komposit. Das Adhäsiv ist ein dünnfliessender Kunststoff, der auch kleine Rauigkeiten ausfüllen kann und sich chemisch mit dem Füllungskunststoff verbindet. Im Dentinbereich verbindet sich das Adhäsiv mit dem Primer und bildet zusammen mit der Dentinoberfläche die so genannte Hybridschicht. Dentinadhäsive können in vielen Fällen eine Unterfüllung überflüssig machen, da sie die Dentinoberfläche versiegeln.

Arbeitsablauf beim Legen einer lichthärtenden Kompositfüllung:

Die Kavitätenpräparation sollte möglichst minimal invasiv erfolgen. Die Schmelzränder werden angeschrägt, um eine grössere Oberfläche für die Adhäsivtechnik im Schmelzbereich (Säure-Ätz-Technik) zu erzielen.
Trockenlegung erfolgt am sichersten mit dem Kofferdamm
Unterfüllung im pulpanahen Bereich mit einem Glasionomerzement
Konditionieren bzw. Ätzen der Oberfläche von Schmelz und gegebenenfalls Dentin
Dentinpriming
Auftragen eines Adhäsives Bonding agent
Beim Einbringen vom Kompositmaterial muss bei tiefen Füllungen schichtweise vorgegangen werden, da das Licht für die Aushärtung nur bis zu einer Tiefe von ca. 2mm in das Komposit eindringt.
Abnehmen der Matrize und Entfernen von überschüssigem Füllungsmaterial
Politur der Füllung

Bei tief kariösen Zähnen können zur Formgebung anstelle von Matrizen auch industriell vorgefertigte Kronenhülsen verwendet werden, so genannte Stripkronen.

Ein besonderes Problem stellt die Gestaltung des Approximalkontaktes dar. Hier eignen sich geformte Matrizen, die beim Auspolymerisieren der ersten tiefen Kompositschichtung an den Nachbarzahn gedrückt werden. Im Seitenzahnbereich können Kompositfüllungen auch mit einer Fissurenversiegelung kombiniert werden. Eine Fissurenversiegelung mit gleichzeitiger kleiner Kompositfüllung wird auch als erweiterte Fissurenversiegelung bezeichnet. Bei grossen Defekten im Seitenzahnbereich besteht aber die Gefahr, dass dünne Seitenwände vom Zahn durch den grossen Kaudruck brechen können, weshalb vielfach ein stabiles Keramik-Inlay zur Anwendung kommt. Im Fronzahnbereich, wo hohe ästhetische Ansprüche gefragt sind, kommt vielfach ein Veneer zur Anwendung.


Komposite

Als Füllstoffe kommen bei Kompositen Glasteilchen, Keramikteilchen und Quarzteilchen zur Anwendung.

Zahnfüllungen Komposite Kunststoff-Füllung

Komposit-Füllungen benutz man bei kleinen Defekten im Frontzahnbereich wie auch im Seitenzahnbereich.

Komposit, eine Kunststoff-Füllung im Loch vom Zahn

Komposit wird im Volksmund auch als Kunststoff-Füllung bezeichnet und ist ein mit Füllstoffen verstärkter Kunststoff auf Acrylbasis.

Komposit-Füllungen werden im Gegensatz zu Amalgamfüllungen wo gestopft wird, geklebt und schichtweise aufgetragen. Nach jeder Schicht wird das Komposit-Material in zähflüssigen Zustand in das Zahnloch (Kavität) eingebracht und mit einer Polymerisationslampe ausgehärtet. Komposite (Composit) sind Füllungskunststoffe, die aus einem Grundgerüst aus Kunststoff und darin eingelagerten festen Füllkörpern zusammengesetzt sind. Der Füllungskunststoffe liegt in Form eines hochmolekularen Monomers vor. Durch Polymerisation des Monomers härtet das Komposit aus. Dabei werden die einzelnen Moleküle (Monomere) des Kunststoffs zu grossen Molekülen (Polymeren) verbunden, die ein netzartiges Grundgerüst des Komposits bilden. Bei der Polymerisation schrumpft der Kunststoff. Um diese Polymerisationsschrumpfung zu mindern und gleichzeitig die Abriebfestigkeit zu erhöhen, fügt man dem Kunststoff Füllkörper aus Quarz, Glas oder Keramik bei, die deutlich härter als das Polymer sind. Damit die Füllkörper fest im polymerisierten Kunststoff eingebunden werden, sind sie mit einem speziellen Kunststoff „Silan“ überzogen. Dies ist ein Kunststoff, der sich sowohl mit den Füllkörpern als auch dem Polymergeflecht der Kunststoffbasis chemisch verbinden kann.

Monomer - Stoff, der aus gleichartig aufgebauten Einzelmolekülen besteht, die sich chemisch zu grossen Molekülen (Polymeren) verbinden lassen.
Polymer - Stoff, der durch chemische Verbindung von vielen gleichartigen Einzelmolekülen (Monomeren) zu grossen Molekülen entstanden ist.
Polymerisation ist eine chemische Reaktion, bei der viele Einzelmoleküle (Monomere) zu grossen Molekülen (Polymeren) verbunden werden.

Komposite Einteilung

Komposite werden in drei Gruppen nach der Grösse der Füllkörper eingeteilt:

Konventionelle Komposite, die nur grosse Füllkörper (Makrofüller) aus Quarz, Glas oder Keramik mit einer Grösse über 1Mikrometer haben (1Mikrometer= 0.001 mm Millimeter).
Mikrofüllerkomposite, die feinste Füllkörper (Mikrofüller) aus Siliziumdioxid (SiO2) mit einer Grösse im Bereich von 0.01-0.04 Mikrometer haben.
Hybridkomposite, die sowohl Mikrofüller als auch Makrofüller enthalten. Moderne Hybridkomposite mit kleinen Makrofüllern mit der Grösse von 0.5- 1.0 Mikrofüller (Feinpartikel - Hybridkomposite) haben sich besonders bewährt, da sie gute mechanische Eigenschaften mit hoher Abriebfestigkeit aufweisen und gleichzeitig gut polierbar sind. Konventionelle, rein makrogefüllte Komposite werden heute kaum noch verwendet, da sie nicht polierbar sind und keine guten Materialeigenschaften haben.

Komposite Verarbeitung

Man unterscheidet zwei verschiedene Kompositarten bei der Verarbeitung  :

Lichthärtende Komposite härten durch Bestrahlung mit Licht einer geeigneten Wellenlänge aus. Dies wird als Photopolymerisation bezeichnet. Die Verarbeitungszeit kann man selbst bestimmen, da die Aushärtung von der Bestrahlung mit der Polymerisationsleuchte abhängt. Dabei ist jedoch zu beachten, dass bereits die Behandlungsleuchte die Polymerisation starten kann. Zur sachgerechten Lagerung sind Komposite im Kühlschrank aufzubewahren. Sie können trotz Kühlung sofort verarbeitet werden.

 Pasten - Komposite werden aus zwei Pasten angemischt, der Grundmasse (Base) und dem Härter (Katalysator). Sie härten nach dem Anmischen von selbst aus. Man bezeichnet dies auch als Autopolymerisation. Beim Anmischen dürfen dabei keine Metallspatel verwendet werden, da es durch die festen Füllkörper im Kunststoff zu Metallabrieb und damit zu Verfärbungen des Kunststoffes kommen kann. 


Kompomere

Hauptvorteil von Kompomere ist die einfache Verarbeitung, denn sie lassen sich leicht applizieren und polieren.

Zahnfüllung Kompomere Komposit Glasionomer

Hauptanwendungsbereich der Kompomere sind Zahnhalsfüllungen bei bleibenden Zähnen und Füllungen bei Milchmolaren.

Kompomer ist eine Amalgamalternative und setzt sich aus Komposit und Glasionomer zusammen.

Kompomere sind den Kompositen chemisch ähnlich, doch Kompomere enthalten Glaspartikel wie die Glasionomerzemente, die Ionen freisetzten können und lichthärtende, saure Monomere. Im Gegensatz zu den GIZ enthalten sie kein Wasser. Sie werden im Allgemeinen als Ein-Komponenten-Systeme geliefert und entsprechend nicht angemischt, sondern durch Photopolymerisation ausgehärtet. Kompomere haben gegenüber Glasionomerzementen deutlich verbesserte mechanische Eigenschaften wie z.B. höhere Abriebfestigkeit, erreichen jedoch nicht die Werte der Komposite. In geringerem Mass als GIZ geben sie Fluorid ab. Während GIZ chemisch an Schmelz und Dentin haften, ist bei Kompomeren ein Adhäsiv für einen sicheren Verbund mit den Zahnhartsubstanzen erforderlich.

Eigenschaften von Kompomere

Kompomere enthalten kein Wasser
Kompomere bestehen im Normalfall nur aus einer Komponente
Kompomere härten durch Photopolymerisation
Kompomere geben Fluorid ab
Adhäsiv für sicheren Verbund zum Zahn ist erforderlich 


Inlay, eine Einlagefüllung

Inlays, Onlays und Overlays sind Einlagefüllungen die im Zahnlabor als Zahnfüllung vorgefertigt werden, damit diese Werkstücke vom Zahnarzt in den präparierten Zahn eingeklebt werden können.

Inlay,  Zahneinlage, Einlagefüllung, Zahnfüllung

Ein Inlay ist beim Zahn eine Einlagefüllung und ist eine meist in einem zahntechnischen Labor hergestellte Zahnfüllung.

Das Inlay ist eine Einlagefüllung als Zahnfüllung die meist in einem zahntechnischen Labor hergestellt wird. 

Mit einem Inlay wird ein Zahn verschlossen. Ein Inlay ist eine im zahntechnischen Labor hergestellte Zahnfüllung, eine Einlagefüllung nach Abdruck, die in der Zahnmedizin eingesetzt wird. Das Inlay kann aus verschiedenen Materialien, wie Gold, Amalgam, Keramik oder eine galvanische Keramik, was eine Kombination aus Gold und Keramik ist sein. Auch Titan und Kunststoff können für das Inlay verwendet werden. Inlays werden entweder aus Edelmetall gegossen, aus Porzellan gebrannt oder aus Kunststoff polymerisiert und in die Kavität einzementiert.

Inlay, eine Zahneinlage

Das Inlay ist eine langlebige Zahneinlage bzw. Einlagefüllung als Alternative zur herkömmlichen Zahnfüllung.

Inlays bedecken den Bereich zwischen den Höckern eines Backenzahns und Onlays die vollständige Kaufläche von einem Backenzahn. Der Unterschied zur herkömmlichen Zahnfüllungen liegt darin, dass Inlays passgenau im zahntechnischen Labor individuell hergestellt werden. Inlays werden aus Kunststoff polymerisiert, aus Edelmetall gegossen (Gussfüllung) oder aus Porzellan gebrannt und in die Kavität einzementiert. Im Gegensatz zum Onlay ist ein Inlay vollständig im Zahn verankert und überdeckt keine Höcker. Ein Onlay ist eine Kuppelfüllung, es ist der Ersatz der defekten, geschwächten Zahnwände durch Übergreifen des Onlays über die Höcker vom Zahn, die die Kaukraft tragen. Das Inlay ist eine hochwertige Füllung aus Gold oder Keramik zum Füllen von Seitenzähnen. Im Gegensatz zu plastischen Füllungsmaterialien, wie Kunststoff oder Amalgam, die sofort nach dem Ausbohren vom Zahn eingebracht werden können, werden Inlays meist im zahntechnischen Labor angefertigt und in einer zweiten Sitzung eingeklebt, der Zahn wird aber zwischenzeitlich mit einem Provisorium versorgt.

Zahneinlagefüllung Inlay

Die Zahneinlagefüllung Inlay ist eine Langlebige Füllungsart, um grössere Defekte an einem Zahn zu beheben.

Für die Zahneinlagefüllung stehen verschiedene Materialien von unterschiedlicher Qualität und Ästhetik zur Verfügung. Ein Inlay (engl. für Einlagefüllung), ist eine im zahntechnischen Labor hergestellte Zahnfüllung und kann aus verschiedenen Materialien, wie Gold, Keramik, galvanische Keramik oder Kombination aus Gold und Keramik, Titan oder auch Kunststoff hergestellt werden. Unter allen zur Verfügung stehenden Materialien ist der Werkstoff Gold bezüglich seiner Langlebigkeit und Mundbeständigkeit das beste Material. Das Inlay wird meist im Seitenzahnbereich präpariert und ersetzt Teile der Kaufläche, jedoch nicht die Höcker vom Zahn. Wichtig bei der Zahnbehandlung ist die vollständige Entfernung der Karies. Der Problembereich bei der Herstellung ist die sogenannte Präparationsgrenze bzw. der Bereich, der den präparierten Teil vom unpräparierten trennt. Bei Gussfüllungen ist durch spezielle Präparationen, ein Federrand, oder das Schnitzen scharfer Kanten und Winkel bzw. Tuckertechnik, sowie die dadurch gegebene Möglichkeit des Finierens ein optimaler Randschluss möglich.

Befestigung von Inlays

Unterschiede zwischen den Inlays gibt es bei der Befestigung, denn während Gold-Inlays mit Zement am Zahn befestigt werden, sind die Inlays aus Komposit oder Keramik mit Komposit fixiert.

Zweiflächige und dreiflächige Inlays

Zweiflächige und dreiflächige Inlays wie OD-Inlay, MO-Inlay, oder MOD-Inlay können auch als Brückenanker Verwendung finden wodurch der Pfeilerzahn wesentlich geschont wird im Vergleich zu einer Vollkrone. Die Inlaybrücke ist ein Brückenzahnersatz mit Gussfüllungen bzw. Inlay als Anker. Die Perfektion von Goldinlays wird nur noch durch Goldhämmerfüllungen bzw. Blattgoldfüllungen übertroffen.

Cerec-Verfahren

Eine sofortige Alternative zum Anfertigen der Inlays durch den Zahntechniker bietet das so genannte Cerec-Verfahren.

Mit einer Spezialkamera wird der präparierte Zahn aufgenommen und mit Hilfe dieser Daten wird im Computer das Inlay entworfen und aus einem Keramikblock passgenau ausgefräst, sodass der Zahnarzt das Inlay noch in der gleichen Sitzung einsetzen kann. Keramik-Inlays führen bei grösseren Defekten an den Seitenzähnen zu den langlebigsten und aus ästhetischer Sicht besten Ergebnissen. Keramik-Inlays zeichnen sich durch eine hohe Kaustabilität aus und weisen fast keinen Materialabrieb auf. Optisch sind Keramik-Inlays kaum vom natürlichen Zahn zu unterscheiden.


Onlay, eine Kuppelfüllung

Onlay wird auch als Kuppelfüllung genannt, die Übergänge von Onlay und Overlay sind fliessend.

Das Onlay ist eine Kauflächen überdeckende zahntechnisch gefertigte Füllung bzw. Auflagefüllung. Ein Onlay stellt eine geeignete Möglichkeit von Zahnersatz dar und bietet dem Zahnarzt die Möglichkeit, so viel wie möglich vom natürlichen Zahn zu erhalten. Ein Onlay dient der Zahnerhaltung und kann dazu beitragen, einen bereits stark zerstörten Zahn doch noch zu erhalten, denn Onlays sind Füllungen, die in einem zahntechnischen Labor oder der Zahnarztpraxis bzw. Zahnklinik mit einem Fräsgerät angefertigt werden. Dabei arbeitet der Zahntechniker mit einem Abdruck vom Loch im Zahn. Onlays unterscheiden sich von den plastischen Füllungen, die direkt beim Zahnarzt aus plastischem Material direkt im Mund angefertigt werden und anschliessend aushärten. Ein Inlay ist komplett umgeben von Zahnsubstanz, beim Onlay ragt ein oder mehrere Teile der Füllung über den Zahnrand, bzw. die Zahnhöckerspitzen hinaus.

Dreiviertelkrone (Onlay)

Die Dreiviertelkrone (Onlay) als festsitzender Zahnersatz wird auch als Teilkrone bezeichnet.

Das Onlay ist eine ausserhalb des Mundes gefertigte Zahnfüllung, die verwendet wird, um die nach der Kariesentfernung entstandenen Schmelzdefekte und Dentindefekte zu ersetzen. Eine Dreiviertelkrone (Onlay) hat in der Regel nicht die gleiche Haltbarkeitsprognose wie eine komplette Zahnersatzkrone weshalb die Dreiviertelkronen (Onlay) nicht mehr oft verwendet werden. Dreiviertelkronen sind Kronen, bei denen nur eine oder mehrere Seiten sowie die Kaufläche vom Zahn überkront werden. Welche Kronenart für den Zahnpatienten geeignet ist entscheidet der Zahnarzt, nach dem Grad der Zahnschädigung, denn es kann sein, dass der Kariesbefall so weit fortgeschritten ist, dass eine Behandlung mit einem Inlay (Einlagefüllung) nicht mehr möglich ist, aber noch so viel gesunde Zahnhartsubstanz erhalten ist, dass eine vollständige Bekronung bzw. Überkronung nicht nötig ist, sodass der Zahnarzt eine Dreiviertelkrone empfiehlt. Voraussetzung für die Dreiviertelkrone (Onlay) ist, dass der aussen sichtbare Teil vom Zahn nicht zerstört ist. Ästhetisch ist das Ergebnis vielfach befriedigend, da die Zahnfarbe den Nachbarzähnen nicht in einem zusätzlichen Arbeitsschritt angepasst werden muss. Eine Dreiviertelkrone hat den Vorteil, dass die gesunde Zahnsubstanz so weit wie möglich geschont wird. Für jede Zahnsituation sollte die Frage nach dem richtigen Zahnersatz mit dem behandelnden Zahnarzt besprochen werden. Wenn ein Zahnersatz ansteht, stellt die Dreiviertelkrone (Onlay) eine interessante Alternative zur Vollkrone dar, wenn noch genügend gesunde Zahnsubstanz vorhanden ist, um die Dreiviertelkrone (Onlay) sicher zu verankern. Der Zahnarzt setzt die Dreiviertelkrone (Onlay) so auf, dass sie den Zahnkronenbereich überspannt, die sichtbare Aussenseite vom Zahn bleibt dabei unversehrt. Diese Art des festsitzenden Zahnersatzes zeigt kosmetisch sehr schöne Ergebnisse. Der mögliche Nachteil der Dreiviertelkrone (Onlay) gegenüber der klassischen Vollkrone kann darin bestehen, dass der Zahnpatient sehr gründliche Mundhygiene einhalten sollte, um Karies im Zwischenraum zwischen Krone und Zahn zu vermeiden.

Gold-Onlay als Zahneinlage

Das Gold-Onlay oxidiert nicht und führt nicht zu Zahnverfärbungen und die Abnutzung vom Onlay entspricht in etwa der des natürlichen Zahnes. Es gibt auch sehr wenige Menschen die allergisch auf Gold reagieren.

Keramik-Onlay Zahneinlage

Das Keramik-Onlay nutzt sich nur sehr langsam ab und verändert sich nicht in der Farbe. Keramik ist sehr gut verträglich und löst keine Allergien aus.


Overlay, eine Zahneinlage

Overlay ist eine Einlagefüllung zur Versorgung von einem Zahn.

Inlays, Onlays und Overlays sind in der Zahnmedizin Zahnloch-Füllungen als Füllungseinlage in der Zahnkrone. Das Overlay als Einlagefüllung ist ähnlich wie ein Inlay, denn als Overlay bezeichnet man die weiterreichende Abdeckung der Seitenbereiche zu einem Nachbarzahn. Bei Onlay und Overlay sind die Übergänge fliessend, denn das Overlay unterscheidet sich durch eine zusätzliche Überkuppelung der Zahnaussenfläche. Die Randbereiche des Inlays liegen normalerweise innerhalb der Kaufläche und erreichen die Höckerspitzen nicht. Im Gegensatz dazu reicht das Onlay bis zu den Höckerspitzen, während das Overlay die Höckerspitzen von innen und aussen umfasst.

Zahnfüllung als Zahnersatz für Zahnkrone

Overlay ist die Bezeichnung für weiterreichende Abdeckungen der Zahnkrone im Seitenzahnbereich zu den Nachbarzähnen.

Welche Form, ob Onlay oder Overlay notwendig wird, ist abhängig von der Vorschädigung vom Zahn bzw. der Ausdehnung sowie das Alter der zu ersetzenden Zahnfüllungen und Restaurationen. Materialien sind Kunststoff, Keramik und Metalllegierungen bzw. zur Herstellung von Overlay können Materialien wie Gold oder Keramik verwendet werden.

Das Overlay ist eine Teilkrone als Teilzahnersatz der natürlichen Zahnkrone 

Inlays, Onlays und Overlays sind ein Teilkronenersatz und ersetzt nicht die ganze natürliche Zahnkrone, sondern nur einen Teil davon.

Die Teilkronen Inlay, Onlay und Overlay sind bei der Zahnsanierung eine schonende Variante um ausgedehnten Zahnsubstanzdefekte bei der natürlichen Zahnkrone minimalinvasiv vorzunehmen, wenn keine Restaurierung durch eine normale Zahnfüllung bzw. einem Inlay als Einlagefüllung möglich ist. Der Vorteil der Teilkrone besteht bei der Zahnrestauration darin, dass mehr gesunde Zahnsubstanz erhalten werden kann und wird als Onlay, Overlay oder als Kuppelfüllung bezeichnet, wobei der Übergang vom Onlay zum Overlay fliessend ist. Die Inlays und Onlays als Teilkronen können aus Edelmetall, Titan, Keramik oder Kunststoff hergestellt werden, denn es ist eine Kronenart, welche die natürliche Zahnkrone nur teilweise bedeckt. Im Vergleich zur Vollgusskrone wird bei der Zahnrestauration weniger Zahnhartsubstanz geopfert, dafür ist der Herstellungsaufwand etwas höher. 

Eine Halbkrone oder Dreiviertelkrone wird beim Zahn als Teilkrone bezeichnet

Bei der Kronenrestauration vom Zahn unterscheidet man eine Teilkrone je nach bedeckter Fläche in Halbkrone und Dreiviertelkrone.

Substanzdefekte bei den klinischen Zahnkronen lassen teilweise nur noch bruchgefährdete Rest-Höcker übrig, die durch eine Zahnkronen-Restauration (Zahnreparatur) geschützt werden müssen. Wenn nur einzelne Zahnhöcker einen Überzug bekommen, wird vielfach von einem Onlay gesprochen und wenn alle Höcker überzogen werden, spricht der Zahnarzt von einer Teilkrone. Die Dreiviertelkrone ist eine Teilkrone wie die Halbkrone, bei denen nur ein Teil vom gesamten sichtbaren Zahn zur Aufnahme einer Krone beschliffen wird. wenn ein Zahnkronendefekt für eine Zahnfüllung zu gross aber noch nicht so ausgedehnt ist, dass eine komplette Überkronung notwendig ist, wird der Zahn mit einer Teilkrone versorgt. Damit gesunde Zahnsubstanz so weit wie möglich erhalten werden kann, wird nicht der komplette Zahn beschliffen bzw. präpariert, sondern nur ein Teilbereich der Zahnkrone. Im Normalfall wird die Teilkrone aus Gold oder Keramik als Keramik-Teilkrone gefertigt und ist darum langlebig und sehr stabil.


Kuppelfüllung

Das Onlay wird vielfach als Kuppelfüllung genannt. 

Als Kuppelfüllung wird das Onlay bezeichnet und ist der Ersatz von defekten, geschwächten Zahnwänden durch Übergreifen vom Onlay über die Höcker vom Zahn, der die Kaukraft trägt. Ein Onlay wird eingesetzt, wenn der Schaden am Zahn für ein Inlay bereits zu weit ausgeprägt ist und Zahnhöcker in die Versorgung mit einbezogen werden müssen. Der Übergang vom Inlay über das Onlay zur Teilkrone ist fliessend. Im Gegensatz zur Krone liegen die freien Ränder vom Onlay deutlich oberhalb vom Zahnfleischrand und haben daher weniger Substanzverlust zur Folge. Als Zahnkrone bezeichnet man den schmelzüberzogenen Teil vom Zahn wo der Hauptteil das Zahnfleisch überragt. Bei umfangreicheren Inlay bzw. Inlays, die auch die Zahnhöcker umfassen, spricht man von einem Onlay. Eine Kuppelfüllung ist eine Zahnfüllung welche die Kaufläche der Zahnkrone umfasst, denn durch ausgedehnte Karies oder Wurzelbehandlung werden die Zahnwände geschwächte und so gegen Zahnzerstörende Kaukräfte geschützt. Die Kuppelfüllung bzw. das Onlay ist eine Form von Zahnersatz wo die Kaufläche bedeckt ist, das im Gegensatz zu einem Inlay, bei dem die Kaufläche nicht komplett bedeckt ist. Bei der Zahnversorgung mit einem Onlay ist meist die ganze Kaufläche inkl. Teile der Höcker von Metall oder Keramik überlagert.

 Das Inlay (englisch Einlage) ist eine laborgefertigte Füllung bzw. Einlagefüllung im Seitenzahnbereich.
 Das Onlay (englisch Auflage) ist eine laborgefertigte Einlagefüllung im Seitenzahnbereich, die die gesamte Kaufläche der Zahnkrone umfasst.

Inlays und Onlays können aus Edelmetall, Titan, Keramik und Kunststoff hergestellt werden. Kunststoff-Inlays sind aus der Sicht der Langlebigkeit umstritten. Inlays oder Onlays aus Edelmetall, auch galvanisch herzustellen, sind auf Grund der präzisen Passung als Standardversorgung geeignet.


Gussfüllungen

Bei Gussfüllungen handelt es sich um Einlagefüllungen resp. Inlays, die vom Zahntechniker herstellt werden.

Gussfüllungen werden auch als Einlagefüllungen oder Inlays bezeichnet, die eine Möglichkeiten sind, schadhafte Stellen am Zahn aufzufüllen. Inlays werden im Zahnlabor produziert und dann als fester Körper in den Mund gebracht. Ein Inlay ist eine nach einer Abformung der Zahnreihe im Zahntechniklabor hergestellte Zahnfüllung, die genau in die Kavität passt. Ein Inlay kann unter anderem Teile der Kaufläche ersetzen und ist eine Alternative zu Amalgamfüllungen. Die Herstellung des Inlays unterscheidet sich nur unwesentlich von der Zahnkrone, denn der Zahnarzt muss ebenfalls ein Modell des Gebisses anfertigen. Es wird ein weiterer Abdruck des offenen Zahns gemacht, womit der Zahntechniker die Gussfüllung erstellen kann. Bis zur Fertigung wird der Zahn mit einer provisorischen Füllung verschlossen. Wenn das Inlay bei der Anprobe passt, wird es fest einzementiert. Voraussetzung zum Setzen einer Einlagefüllung ist, das noch ein vitaler Zahn vorhanden ist, ansonsten der Halt des Inlays nicht gewährleistet werden kann. Gussfüllungen müssen komplett von der Zahnhartsubstanz umgeben sein und können einflächig oder mehrflächig angefertigt werden. Dehnt sich die Gussfüllung an einigen Stellen über die komplette Kaufläche hinaus, so spricht man von einer Kuppelfüllung bzw. Onlay.


Amalgamfüllung

Für Amalgamfüllungen bohrt der Zahnarzt zuerst die kranke Zahnhartsubstanz möglichst schonend aus.

Zahn Amalgam-Füllung Füllung Kavität Zähne

Nach dem bohren wird das Amalgam hergestellt, indem in einem Mischautomat das Silberpulver und die übrigen Legierungsbestandteile mit dem Quecksilberanteil gemischt werden.

Das weiche Amalgam wird nun in das vorbereitete Loch gefüllt, verdichtet und die Zahnoberfläche geformt. Das gehärtete Material kann nach 24 Stunden poliert werden.

Amalgamfüllungen

Amalgamfüllung bedeutet, Füllung einer Kavität aus einem plastischen Gemisch einer Silberfeilung mit Quecksilber, das nach einer Abbindereaktion erhärtet.

Bei der Amalgamfüllung findet eine Expansion statt, die den Randschluss an der Kavitätenwand begünstigt und mit dem Silbergehalt der Feilung ansteigt. Die Bearbeitung der rasch härtenden Amalgame kann bereits nach 10 Minuten erfolgen. Amalgamfüllungen sind indiziert bei Klasse I und Klasse-II-Kavitäten, wenn andere Füllungsmaterialien nicht in Frage kommen. Kontraindikationen bestehen bei Kindern, Schwangeren, Nierenerkrankungen und den sehr seltenen Quecksilberallergien. Amalgamfüllungen sollten keine Restaurationen aus gegossenem Metall am Nachbarzahn berühren. Eine Abgabe von elementarem Quecksilberdampf und Quecksilberionen aus bereits gelegten Amalgamfüllungen und die damit verbundenen möglichen toxischen Nebenwirkungen werden derzeit kontrovers diskutiert. Für den Patienten belastend kann die Inhalation von Quecksilberdampf sein, das Verschlucken von abgeriebenen Amalgampartikeln und weniger Quecksilberionen, da kaum eine Darmresorption stattfindet. Die Bestimmung des Quecksilbers mittels Speicheltest nach Kaugummikauen ist daher ungeeignet, da sie den freigesetzten Quecksilberdampf nicht erfasst. Als Mass für die Resorption gilt der Gehalt an Quecksilber in Blut und Urin sowie in Kleinhirn und Niere.


 

Amalgam für Zahnfüllungen

Amalgame sind Materialien für Zahnfüllungen und ist der älteste Füllungswerkstoff der seit über 100 Jahren in der Zahnmedizin verwendet wird.

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Amalgam ist es eine Kostengünstige Füllung für die Zähne z.B. in der Form von Silberamalgam, das immer noch weltweit millionenfach bei der Kariesbehandlung eingesetzt wird.

In der Zahnmedizin versteht man unter Amalgam Legierungen des Quecksilbers.

Eine Alternativen zu Amalgamfüllungen sind Goldinlays oder Keramikinlays. Amalgam ist eine Legierung, das aus mehreren Metallen besteht. Amalgam wird vielfach falsch geschrieben als Amalgan und wird öfters in Mundart so verwendet. In den Handel und zum Zahnarzt kommt Amalgam als Pulver. Durch Zugabe von flüssigem Quecksilber zu diesem Pulver entsteht Amalgam. Die meisten Metalle besitzen die Fähigkeit, sich beim Zusammenschmelzen miteinander zu vereinigen, was als Legierung bezeichnet wird. Die Legierungen indes, welche das Quecksilber mit anderen Metallen bildet, werden mit dem Namen Amalgame bezeichnet. Unter Amalgamen sind also immer Legierungen zu verstehen, die nebst anderen Metallen auch Quecksilber enthalten. Für die Gesundheit nicht unbedenklich, denn Amalgam besteht aus folgenden Metallen: Quecksilber (Hg), Silber (Ag), Zinn (Sn), Kupfer (Cu), Zink (Zn). Nadelamalgam ist Amalgam mit Pulverpartikeln in Form feiner Nadeln (auch Silberamalgam). Amalgam wird vor allem im Seitenzahnbereich direkt vom Zahnarzt als Füllstoff für defekte Zahnsubstanz genutzt. Haltbar sind die Füllungen teilweise über zwanzig Jahre. Amalgam steht durch das enthaltene Quecksilber in der Kritik, Allergien auszulösen.


Verarbeitung von Amalgam

Da Quecksilber aufgrund seines niedrigen Schmelzpunktes von 38,9°C bei Zimmertemperatur in flüssiger Form vorliegt, kann Amalgam in der Zahnarztpraxis durch einfaches Vermischen von Quecksilber mit einem Metallpulver in einem Mischgerät hergestellt werden.

Vermischen von Quecksilber mit Metallpulver wird als Trituration bezeichnet. Das Metallpulver kann aus einzelnen Spänen oder Kugeln bestehen. Die Späne werden vom Hersteller durch Zerspanen grösserer Gussblöcke hergestellt. Das Metallpulver basiert auf einer Silber-Zinn-Legierung mit Zusätzen von Kupfer (Cu) und Zink (Zn). Das zum Anmischen verwendete Quecksilber hat einen Reinheitsgrad von mindestens 99.99%. Das Metallpulver kann durch einen kleinen Zusatz von Quecksilber bereits voramalgamiert sein, um das Anmischen in der Praxis zu erleichtern. Das Metallpulver konventioneller Amalgame enthält mindestens 65% Silber (Ag), maximal 29% Zinn (Sn) und maximal 6% Kupfer (Cu). Nach dem Anmischen entstehen beim Aushärten des Amalgams chemische Verbindungen zwischen Silber und Quecksilber, Gammaphase 1 genannt sowie zwischen Zinn und Quecksilber, Gammaphase 2 genannt, die korrosionsanfällig ist. Dadurch kann es bei der fertigen Füllung nach einiger Zeit unter anderem zu Verfärbungen, Rauigkeiten auf der Oberfläche, Formveränderungen und zu Randbrüchen kommen, weshalb verbesserte Amalgame entwickelt wurden, die keine Gammaphase 2 enthalten. Durch Erhöhung des Kupferanteils im Metallpulver auf bis zu 30% erhält man Amalgam, das im ausgehärteten Zustand keine Gammaphase2 und demzufolge deutlich bessere Werkstoffeigenschaften hat. Es ist formbeständiger, druckfester, korrosionsbeständiger und damit auch farbstabiler als konventionelles Amalgam. Aufgrund der besseren Werkstoffeigenschaften werden in Europa nur Gamma2freie Amalgame in der Zahnarztpraxis verwendet. Für den Gebrauch in der Praxis sind vordosierte, verschweisste Kapseln zu empfehlen, die Pulver und Quecksilber in konstanter Dosierung enthalten. Durch die Kapseln wird eine gleich bleibende Qualität bei gleichzeitigem Schutz von Patient und Personal vor einer Quecksilberbelastung beim Anmischen gewährleistet. Das Mischungsverhältnis von Metallpulver und Quecksilber beträgt 1:1. Das angemischte Amalgam wird mit einer Amalgampistole mit definiertem Druck in die Kavität gepresst, das als Stopfen der Amalgamfüllung bzw. Kondensation bezeichnet wird. Die Kondensation bewirkt gute Verdichtung des Amalgams, gute Anlagerung des Materials an den Kavitätenrand (Randschluss) und Auspressen von überflüssigem Quecksilber. An der Oberfläche entsteht dabei eine quecksilberreiche und entsprechend weiche Schicht, die wieder entfernt werden muss. Die Kavität wird daher zunächst etwas überstopft und anschliessend zurückgeschnitten.

Anwendung von Amalgam

Aufgrund der hohen mechanischen Belastbarkeit wird Amalgam vor allem für Füllungen im Seitenzahnbereich verwendet, die dem Kaudruck ausgesetzt sind.

In Bereichen geringerer mechanischer Belastung bzw. bei geringerer Kavitätenausdehnung können andere Füllungsmaterialien eingesetzt werden.


Silberamalgame

Silberamalgam war und ist die in der Zahnheilkunde Weltweit die am häufigsten benutzte Zahnfüllung.

Eine Amalgamfüllung wird umgangssprachlich auch als „Plombe“ bezeichnet und ist eine Zahnfüllung aus einer Quecksilberlegierung. Wegen gesundheitlicher Bedenken und kosmetischer Unzulänglichkeit nimmt die Bedeutung der Amalgamfüllung je länger je mehr ab, denn aus allen Materialien werden Substanzen freigesetzt, die eine Gefahr für den Patienten bedeuten können.

Das Risiken bei Amalgam besteht in der möglichen Freigabe von Quecksilber infolge von:

Abrieb durch Kaubewegungen
die Partikel werden über den Magen-Darmtrakt ausgeschieden
Abgabe von ionisiertem Quecksilber, das zu 10 - 15 % in den Blutkreislauf gelangt
Austritt von Quecksilber als Dampf, der in der Lunge bis zu 80% aufgenommen wird und von dort in den Blutkreislauf eintritt.

Amalgamkorrosion

Amalgamkorrosion bedeutet, lösen von Amalgambestandteilen durch Korrosion im Speichel unter Bildung von Quecksilberionen im Speichel.

Durch Amalgamkorrosion erhöhen sich die physiologischen Quecksilberwerte kurz nach Legen der Füllung. Amalgamkorrosion ist bei gamma-2-freiem, festgestopftem Amalgam allerdings kaum nachweisbar.

Amalgam

Amalgam in der Form von Silberamalgam ist ein seit über hundert Jahren verwendetes Füllungsmaterial.

Die Verarbeitung von reinem Quecksilber und der hohe Quecksilbergehalt des Amalgams haben bereits im 19. Jahrhundert schon eine Diskussion über mögliche Gesundheitsgefährdungen ausgelöst. Zahnfüllungen aus Amalgam werden seit Jahrzehnten weltweit massenhaft verwendet. Aufgrund der Berücksichtigung aller verfügbaren Daten kann Amalgam weder medizinisch, arbeitsmedizinisch noch ökologisch als sicheres Zahnfüllungsmaterial bezeichnet werden.

Amalgamfüllungen tragen zur Gesamtbelastung der Bevölkerung mit Quecksilber bei, denn die Quecksilbermenge entspricht in etwa der Menge, die wir mit der Nahrung aufnehmen.
Die im Urin und Blut nachweisbaren Quecksilbermengen bei Personen mit Amalgamfüllungen liegen erheblich unter den Grenzwerten zur Auslösung einer Quecksilbervergiftung.
Durch Verwendung von Gamma2freiem Amalgam mit geringer Korrosionsneigung wird die Quecksilberbelastung der Patienten vermindert.
Die Unfallverhütungsvorschrift schreibt vor, dass Amalgam in Mischgeräten hergestellt und nicht mit der ungeschützten Hand zubereitet und geformt wird. Quecksilberreste und Amalgamreste müssen unter Luftabschluss in Wasser gehalten werden, da eine besonders grosse Gefährdung von Quecksilberdämpfen ausgeht.


Veneers

Veneers werden auch als Porzellan-Schale, Veneer-Keramik oder Keramik-Schalen bezeichnet.

Veneers, Porzellan-Schale, Veneer-Keramik

Das Veneer ist eine ca. 0.4-0.8 mm dicke Zahnschale, die über einen defekten Frontzahn geklebt wird.

Das Veneer ist eine hauchdünne, lichtdurchlässige Keramikschale für die Zähne, die mit Spezialkleber auf die Zahnoberfläche aufgebracht wird, im Besonderen im Frontzahnbereich.

Eine Veneer genügt höchsten ästhetischen Ansprüchen, denn Verfärbungen sind praktisch ausgeschlossen. Das Veneer (englisch Furnier) ist eine sehr dünne Keramikschale, die auf den natürlichen Zahn aufgeklebt wird, sodass der Verlust an Zahnsubstanz auf ein Minimum reduziert werden kann. Durch Veneers kann die Zahnfarbe individuell korrigiert werden und sichtbare Oberflächen der Zähne erhalten ein optimiertes Aussehen.

Veneers sind Laminate für die Prothetische Versorgung im Frontzahnbereich durch Schalen und Facetten aus Keramik oder Composite.

Veneers, Keramikschale, Zähne,  Zahnfurnier

Veneers als lichtdurchlässige Verblendschalen bzw. Facetten aus Keramik (Porzellan) werden nach einem Abdruck im Labor hergestellt und im Adhäsiv-Verfahren unlösbar auf die Vorderseite der Frontzähne aufgeklebt.

Veneers sind Verblendeschalen (Verblendscheiben) für die Zähne, die dazu verwendet werden Verfärbungen oder Korrekturen an Zähnen zu beheben.

Als erstes wird am Zahn, an dem die Verblendeschale (Verblendescheiben) angebracht werden soll, eine dünne Zahnschicht abgetragen, sodass die Verblendung aus Keramik auf den Zahn geklebt werden kann.

Veneer, eine Verblendeschale für den Zahn

Der Hauptvorteil vom Veneer liegt in der hervorragenden Ästhetik, die einer Krone mit Metallkern weit überlegen ist.

Im Gegensatz zur Krone ist der Übergang von der hauchdünnen Keramikschale zum Zahn praktisch unsichtbar und muss daher nicht unter das Zahnfleisch verlegt werden. Das von Kronen bekannte Problem von Zahnfleischentzündung, nachfolgendem Zahnfleischrückgang und dadurch freiliegenden Kronenrändern gibt es beim Veneer nicht. Bei sehr dunklen Zähnen empfiehlt sich vor der Behandlung mit Keramikveneers eine schonende Zahnaufhellung durch Bleichung der Zähne (Bleaching), um die Zahnfarbe vor der Behandlung zu optimieren. Wenn Frontzähne in Form gebracht werden müssen, ist ein Veneer das Mittel der Wahl, denn die Beseitigung von leichten Fehlstellungen, Lücken, Korrekturen von Form und Farbe gelingen mit hervorragenden ästhetischen Resultaten. Bei grösseren Fehlstellungen kann es besser sein, zuerst eine kieferorthopädische Behandlung mit einer Zahnspange durchzuführen was mit nach aussen unsichtbaren Zahnspangen möglich ist.

Zahnschale Veneer, Keramikschalen für Zähne

Die Anwendung vom Veneer reicht von Schmelzdefekten, Kantenfrakturen über Zahnverfärbungen (Zahnfarbe) und Zahnmissbildungen bis zum Lückenschluss zwischen zwei Schneidezähnen. 

Verblendeschalen für die Zähne

Ein Veneer ist eine sehr dünne Keramikschale, die auf den natürlichen Zahn aufgeklebt wird und auch für den Zahnarzt kaum zu sehen ist.

Verblendeschale Zähne Veneers Keramikschale

Bei Zähneknirschen (Bruxismus) sollten keine Verblendeschalen bzw. Keramikschalen verwendet werden, da die grossen Kräfte, die beim Zähneknirschen auftreten, Keramikschale in kurzer Zeit zerstören können.

Keramikschalen (Veneers, Facetten) sind stärker bruchgefährdet, auch wenn die Schneidekante mitgefasst wird als Reinkeramik-Kronen oder VMK-Kronen, denn die verwendete Keramikschale müssen sehr dünn sein um ein gutes kosmetisches Ergebnis zu gewähren.

Bereits beim Beissen von harten Gegenständen wie Knochen oder Nussschale sowie der heftige Zahnkontakt mit dem Bierkrug kann zu einem Riss in der Keramik führen, sodass sich das Veneer vom Zahn lösen kann.

Veneer-Krone

Die Verblendkrone wird auch als Veneerkrone bezeichnet, denn die Metallkrone ist mit einer zahnfarbenen Schicht verblendet bzw. beschichtet.

Eine Veneer-Krone hat ein gegossenes Metallgerüst und wird mit Keramik oder Kunststoff ganz oder teilweise verkleidet. Die Verblendung einer Veneer-Krone kann durch Kunststoff oder dentalkeramische Massen bzw. zahnfarbenes Material auf entsprechend geeigneten Metallgerüsten erfolgen. Die Veneer-Krone ist auch unter dem Begriff „Facettierung“ bekannt. 

Facettierung

Das Veneer ist eine Verblendung der sichtbaren Zahnflächen mit dünnen Keramikschalen und wird auch unter dem Begriff Veneerkrone oder Facettierung zu finden.

Das Veneer ist aus Presskeramik, welche im Gegensatz zur Jacketkrone den Zahn nicht vollständig überzieht. Die sichtbaren Flächen werden hauchdünn abgeschliffen und mittels Adhäsivtechnik mit im Zahnlabor angefertigten keramischen Verblendschalen versehen. Veneers dienen der ästhetischen Verbesserung und werden angefertigt, um Zahnverfärbungen, Schmelzrissbildungen, Formkorrekturen von Zahnkronen und Stellungskorrekturen zu beseitigen.

Ablauf der Behandlung mit Veneers

Veneers sind dünne, zahnfarbene Porzellanschalen, die auf den beschädigten oder verfärbten Frontzähnen befestigt werden.

Veneer, Keramikschalen, Facetten, Zahnarzt 

Veneers werden mit  Spezialkleber auf die Zahnoberfläche besonders im Frontzahnbereich aufgebracht.

Vor Behandlungsbeginn mit Veneer ist eine sorgfältige Planung unerlässlich, denn Veneers sind hauchdünne Keramikschalen, die nach bearbeiten des natürlichen Zahnschmelzes zur Verbesserung der Zahn-Ästhetik auf die sichtbare Frontfläche von natürlichen Zähnen geklebt werden.

Als erstes werden vom Zahnarzt Abdrücke genommen, sodass der Zahntechniker auf den Gipsmodellen mit Zahnfarbenem Wachs eine Simulation des späteren Behandlungsergebnisses, das sogenannte Wax- Up erstellen kann. Dieses wird mit dem Zahnpatienten besprochen, sodass der in dieser Phase seine eigenen Vorstellungen und Ideen einbringen kann. Für die eigentliche Behandlung mit Veneers sind zwei Sitzungen erforderlich, denn zuerst werden die zu behandelnden Zähne auf der Vorderseite in örtlicher Betäubung leicht beschliffen und ca. 0.5 mm Zahnschmelz abgetragen, denn bei dieser „Reparaturmassnahme“ geht nur relativ wenig gesunde Zahnsubstanz verloren. Nach den Abdrucknahmen werden provisorische Kunststoff Veneers eingesetzt, die in Form und Zahnstellung den definitiven Veneers entsprechen. Der Patient kann anhand der Provisorien das geplante Behandlungsergebnis überprüfen und gegebenenfalls Korrekturen anfordern. Einige Tage nach der Präparation der Zähne werden die Porzellan-Veneers auf die Zähne verklebt bzw. zementiert.


Fissurenversiegelung bei den Zähnen

Fissuren sind Rillen und Vertiefungen in den natürlichen Zahnkronen, die für Mundbakterien einen idealen Brutplatz bieten.

Als Fissurenversiegelung bezeichnet der Zahnarzt das Ausebnen der Zahnoberfläche, damit ein Eindringen der Mundbakterien in die Fissuren an der Zahnoberfläche nicht mehr möglich ist und die Zähne damit vor der Gefahr einer Fissurenkaries geschützt sind. Wenn man die Seitenzähne im Backenbereich genauer betrachtet, kann man feststellen, dass diese Flächen nicht glatt sind und Fissuren aufweisen, das feinster Rillen und Furchen sind. Die Fissurenversiegelung ist als Zahnbeschichtung eine Art von Zahnkronenersatz als Präventivmassnahme, bei der zerklüftete Oberflächen und tiefen Grübchen auf den Zähnen mit Komposite ausgefüllt werden, was Füllungskunststoffe sind. Bei der Fissuren-Versiegelung der Zähne werden besonders im Bereich der Molaren alle Vertiefungen, Rillen und Furchen mit einem flüssigen Kunststoff meist bei Kindern und Jugendlichen ausgefüllt und wird im Volksmund vielfach als Zahnversiegelung bezeichnet.

Fissurenversiegelung, zerklüftete Zahnoberfläche

Auch im Erwachsenenalter kann eine Versiegelung der Backenzähne sinnvoll sein, da die Backenzähne meist ein stark zerklüftetes Fissurenrelief aufweisen können, so beim Mensch meist die Zahnkronen bei Molaren, Prämolaren, Eckzähnen und Weisheitszähnen.

Fissuren bei Molaren und Prämolaren

Fissuren der Molaren und Prämolaren sind eine Prädilektionsstelle für den Kariesbefall, denn diese Stellen auf den Zähnen lassen sich bei zerklüfteter Oberfläche kaum reinigen.

Zerklüftete Zahnoberflächen mit tiefen Rillen und Vertiefungen sind besonders kariesgefährdet, da sich in den Fissuren Bakterien ansammeln und gut vermehren können, was durch die Fissurenversiegelung verhindert werden kann. Fissuren bei Molaren und Prämolaren sind Einkerbungen auf der Kaufläche vom Zahn, die beim Zahnarzt vorbeugend versiegelt werden können, damit keine kariöse Defekte entstehen. Fissuren, Grübchen und Einziehungen können auf der Zahnoberfläche der Backenzähne die bei Bildung von Zahnschmelz vor dem Zahndurchbruch entstehen, können sehr tief und eng geartet sein. Die Fissurenversiegelung ist beim Zahnarzt besonders bei ausgeprägte Fissuren oder Einziehungen auf der Zahnoberfläche der Backenzähne eine prophylaktische Behandlung bei den natürlichen Zahnkronen, die auch als Grübchenversiegelung bezeichnet wird. Durch die Versiegelung der Kaufläche können die Zähne vor dem Eindringen von Bakterien geschützt werden, was bereits bei Milchzähnen möglich ist. Bei Kindern und Jugendlichen wird eine Grübchenversiegelung besonders häufig  vorgenommen, damit Zähne kariesfrei bleiben, denn die Versiegelung kann einen ausreichenden Schutz vor Karies als Zahnerkrankung durch Kariesbakterien gewähren.

Grübchenversiegelung

Am sinnvollsten ist es, die ersten und zweiten Molaren kurz nach dem Durchbruch zu versiegeln, denn die Kauflächen der grossen bleibenden Backenzähne (Molaren) sind in den Jahren nach dem Zahndurchbruch wegen der weicheren Zahnbeschichtung besonders kariesgefährdet.

In Einzelfällen wird bei den Milchzähnen eine Grübchenversiegelung bzw. Fissurenversiegelung durch den Zahnarzt vorgenommen, wenn ein erhöhtes Kariesrisiko vorliegt, meist aber erst nach dem Ausstoss der Milchzähne. Die Grübchenversiegelung kann als Kariesvorbeugende Massnahme ein wirksamer Schutz gegen Karies in diesen Zahnfurchen und Zahngrübchen sein, denn die Fissurenversiegelung erfolgt mit Kunststoff nach der Schmelz-Ätz-Technik. Zahnkaries trifft man hauptsächlich auf einem stark zerklüfteten Fissurenrelief, welches besonders Kariesanfällig ist, denn diese sehr tiefen Mulden im Zahn können mit der Zahnbürste sehr schlecht gereinigt werden. Während die Fissuren für die Bakterien und Karieserreger gross genug sind, sind sie zu klein und zu schmal für die Zahnbürste. Damit die Zahnschmelzkaries auf Zahnflächen keine Chance hat und die Zähne kariesfrei bleiben, gibt es die Möglichkeit, die Seitenzähne durch die Versiegelung gesund zu erhalten, denn die Versiegelung der Zähne verhindert, dass sich Kariesbakterien in den abgedeckten Fissuren festsetzen können. Die bleibenden Backenzähne können tiefe Fissuren und Ritzen aufweisen, deren Reinigung sehr schwierig ist, womit es eine bevorzugte Stelle für die Kariesbildung ist. Tiefe Fissuren an Prämolaren und Molaren werden mit einem speziellen dünn fliessenden Kunststoff versiegelt sodass an diesen Zähnen deutlich weniger Fissurenkaries entsteht. Eine Fissurenversiegelung wird meist kurz nach dem Zahndurchbruch (Dentition) der bleibenden Zähne durchgeführt. Eine Fissurenversiegelung die an den Kauflächen vorgenommen wird, kann auch als Grübchenversiegelung bezeichnet werden. Zähne mit zerklüfteter Oberfläche und tiefen Grübchen sind meist Kariesgefährdet, was eine Grübchenversiegelung notwendig macht, denn durch eine Versieglung der Zähne werden die tiefen Grübchen und Fissuren vor dem Angriff der bakteriellen Säure geschützt.

Warum Zähne versiegeln

Alle zerklüfteten Zahnoberflächen sind besonders kariesgefährdet, denn die tiefen Fissuren und Grübchen bieten den Bakterien in der Mundhöhle gute Möglichkeiten, sich festzuhalten und darin zu vermehren.

Wie sich Wasser im Tal ansammelt, so sammelt sich der Speisebrei in den trichterförmigen Vertiefungen in Furchen und Rillen auf den Kauflächen der Seitenzähne an. In der Mundhöhle hausen Milliarden von Mikroorganismen als natürlichen Bewohner, denn es sind mehrere hundert Arten von Mikroorganismen die als Mundflora auf den Zähnen und der Zunge ihre Nahrung finden, unter ihnen auch die gefährlichen Karieserzeuger Streptococcus mutans-Bakterien und die Laktobazillen. Wenn diese Mikroorganismen häufig zuckerhaltige Speisen und süsse Getränke erhalten, können sie sich vermehren und sich als klebrige Masse an den Zähnen festhalten was man als Zahnbelag und Plaque bezeichnet, die durch ihren Stoffwechsel zahnschädigende Säuren produzieren. Der schützende Speichel kann diese Säuren in den Grübchen nicht mehr ausreichend verdünnen oder wegspülen, sodass das ökologische Gleichgewicht in der Mundhöhle gestört ist und Zahnkaries entstehen kann. Durch die Versiegelung der Fissuren und der Grübchen an den Zahnoberflächen erhalten Zähne einen wirksamen Schutz gegen Zahn-Karies. Im Volksmund wird meist für Fissurenversiegelung von Versiegelung der Zähne oder auch von Zähne imprägnieren gesprochen. Eine Versiegelung der Einkerbungen (Fissuren) kann die Kariesanfälligkeit für viele Jahre erheblich vermindern.

Versiegelung der Zahnfissuren

Vor der Versiegelung der Zähne werden zuerst die Zähne gründlich durch eine professionelle Zahnreinigung gesäubert und danach mit einem speziellen Ätz-Gel aufgeraut, welches anschliessend mit einem Wasserstrahl entfernt wird.

Zur Kariesvermeidung werden Zahnfurchen bzw. Zahnfissuren versiegelt, das Einkerbungen sind mit zerklüftetem Fissurenrelief auf den Kauflächen der Zahnkrone. Bei der vorbeugend angewandten Fissurenversiegelung wird nur dann gesprochen, wenn es keine Füllungstherapie (Zahnfüllung) von kariösen Zahndefekten ist. Bei der Versiegelung der Zähne wird ein dünnflüssiger Fissurenversiegeler bzw. eine Kunststoffmasse mit einer biegsamen Spritze direkt in die Fissuren eingefüllt und durch UV-Licht gehärtet. Der ausgehärtete Zahnversiegeler sollte dann die Fissuren vollständig abgedeckt haben. Eine absolute Trockenlegung am Zahn ist bei der Fissurenversiegelung erforderlich. Nach der Versiegelung der Zähne wird ein Fluoridlack auf den Zahn aufgebracht, der Mineralien wieder in den Zahnschmelz einbaut und den angeätzten Zahnschmelz fördert, was den Schutz vor Karies stabilisiert. Die Lebensdauer einer Fissurenversiegelung kann acht bis zehn Jahre betragen.

Zahnsanierung, Zahnrestauration

Zahnsanierung ist eine Zahnrestauration

Unter Zahnsanierung versteht man eine Zahnausbesserung oder Zahnerneuerung mit Zahnersatz (Aufarbeitung vom Zahngebiss).

Eine Zahnsanierung oder Gebisssanierung ist eine Zahnrestauration mit Zahnersatz, die wegen der Zahn-Ästhetik oder dem Zahnerhalt als zahnerhaltende Massnahmen für gesunde Zähne bzw. Zahngesundheit vorgenommen wird. Mit dem Thema Zahnersatz und der Zahnersatz-Qualität beschäftigt sich in der Zahnmedizin die zahnärztliche Prothetik, so mit Kronen, Zahnbrücken, Zahnprothesen und mit Zahnimplantaten. Nebst der Zahnfüllung und der Wurzelbehandlung gehört auch die Zahnextraktion zur Zahnsanierung, sofern der Zahn nicht mehr zu retten ist wie auch das Ersetzen vom fehlenden Zahn durch einen geeigneten Zahnersatz wie einer künstlichen Zahnkrone (Überkronung), Zahnbrücke, Zahnprothese oder einem Zahnimplantat als Zahnwurzelersatz aus Titan oder Zirkonoxid-Keramik mit Implantatkrone, das mit einer Zahnimplantation und evt. mit einem Kieferknochenaufbau verbunden ist. Wenn ein Grossteil der Zähne saniert oder durch Zahnersatz ersetzt werden müssen, wird von einer Ganzzahnsanierung oder Komplettsanierung gesprochen, was meist mit Implantaten erfolgt, denn die Vorteile der Implantate sind aus zahnmedizinischer Sicht gross und bieten nebst den eigenen Zähnen den besten Kaukomfort und Sprechkomfort.

Eine Gebisssanierung / Zahnsanierung kann im Dämmerschlaf als Schlafnarkose beim Zahnarzt während der Zahnbehandlung erfolgen.

Zahnsanierung Gebisssanierung im Dämmerschlaf 

Die Kosten für die Sanierung der Zähne können sehr unterschiedlich sein, so je nach Verwendung von Materialien.

Zahnsanierung um Zähne erhalten zu können

Eine Zahnsanierung ist wichtig und hat erste Priorität, damit die natürlichen Zähne im Gebiss erhalten bleiben können. 

Eine Zahnsanierung wird vielfach in Betracht gezogen, wenn ein Grossteil der Zähne ruiniert oder bereits ausgefallen sind, wo meist grosse Zahnsanierungs-Kosten entstehen und von einer Ganzzahnsanierung gesprochen wird. Von einer Sanierung der Zähne spricht man bei vorausgegangener Zerstörung der Zähne, die noch zu retten sind und von einer Ganzzahnsanierung wird gesprochen, wenn mehr als die Hälfte der Zähne ruiniert sind. Eine Sanierung der Zähne dient der Wiederherstellung der Zahngesundheit durch Zahnersatz. Zahnersatz ist der Sammelbegriff für die Form des Ersatzes fehlender natürlicher Zähne. Von Zahnteilersatz spricht man bei der Zahnsanierung, wenn der Zahn gerettet werden kann durch Inlay, Onlay oder Überkronung etc. Eine Überkronung von Zähnen kann notwendig werden, wenn die Zähne tief zerstört sind und eine künstliche Zahnkrone zur Stabilisierung notwendig ist oder der Kontakt zur den Zähnen des Gegenkiefers verbessert werden kann. Auch kann die Ästhetik bei Zähnen, die verfärbt sind oder nicht regulär in der Zahnreihe stehen verbessert werden. Der Begriff Zahnsanierung oder Ganzzahnsanierung wird hauptsächlich gebraucht, wenn die Zähne nicht mehr zu retten sind, denn häufig fehlen bestimmte Zähne schon seit Jahren. In solchen Fällen ist der Begriff Gebisssanierung eher das richtige Wort. Bei der Zahnsanierung wie auch bei der Gebisssanierung lassen sich Kaufunktion und Ästhetik wieder herstellen.

Zahnrestauration wegen Zahnästhetik oder Zahngesundheit

Unter Zahnrestauration versteht man eine Zahnsanierung, wo kranken Zähne restauriert und im Zahngebiss ansehnlich schön gemacht werden können.

Die konservierende Zahnheilkunde (konservierende Zahnbehandlung) beschäftigt sich mit der Zahnrestauration zur Erhaltung der Zähne, wozu die Fachgebiete Kariologie (Füllungstherapie), Endodontie und Parodontologie gehören. Bei der Zahnrestauration gibt es die direkte Restauration, wo ein Loch im Zahn mit einer Zahnfüllung "Zahnplombe" gestopft wird und von einer indirekten Zahnrestauration wird gesprochen, wenn der Zahn durch eine individuell gestaltete Krone ersetzt wird oder mit einer Einlagefüllung wie durch ein Inlay, Onlay oder Overlay als vorgefertigtes Werkstück in den präparierten Zahn eingeklebt wird. Die Zahnrestauration kann wichtig sein um schöne Zähne und schönes Zahnfleisch das hellrosa ist zu haben, doch eine Zahnsanierung ist besonders bei einer Zahnerkrankung durch Kariesbakterien wichtig, denn Zähne können krank machen durch chronische Entzündungen und so weitere Krankheiten im Körper verursachen, denn viele Krankheiten entstehen durch Zähne, Mundbakterien, Zahnherde und Störfelder. Der Zahnherd kann als Entzündungsherd beim Mensch zu chronischen Belastungen im Zahnbereich, Mundbereich und Kieferbereich führen und Gesundheitsprobleme im ganzen Körper verursachen, wenn eine Behandlung beim Zahnarzt ausbleibt. Ein erkrankter Zahn kann ein Herd für andere Erkrankungen sein, so dass in der Zahnheilkunde von einer Herderkrankung gesprochen wird, wenn die Symptome und Reaktionen nicht auf den eigentlichen Auslöser einer Erkrankung schliessen lassen, da dies weit auseinander liegen können, weil die Zähne mit dem Körper vernetzt sind.

Ästhetische Zahnrestauration und Zahnsanierungen

Ästhetische Zahnrestaurationen und deren Kosten sind vom Gebisszustand abhängig.

Die Kosten einer Zahnrestauration bzw. Zahnsanierung sind vom Zustand der Zähne im Gebiss und vom gewünschten Sprechkomfort und Kaukomfort abhängig wie auch von der Zahnersatzart und der Qualität. Behandlungen die beim Zahnarzt aus ästhetischen Gründen durchgeführt werden, müssen meist selbst bezahlt werden, da die Krankenkassen und Versicherungen bei der Zahnsanierung vielfach nur zahnerhaltende Massnahmen und notwendigen Zahnersatz bezahlen. Die am häufigsten gewünschten ästhetischen Veränderungen bei Zahnrestaurationen betreffen Zahnform, Zahnfehlstellung, Zahnabnutzung und Zahnfarbe wie ein abgestorbener dunkler Zahn (schwarzer Zahn) bei Frontzähnen und Zahnfüllungen (Amalgamfüllungen) im Seitenzahnbereich.

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Ein strahlendes Lächeln mit gesunden und schönen Zähnen ist die schönste Visitenkarte beim Mensch.


Sanieren der Zähne

Zähne sanieren bedeutet eine Art Rundumerneuerung der eigenen Zähne zu dem auch die Amalgam-Sanierung zählt.

Zahnsanierung Sanieren der Zähne Erneuerung

Veneers und keramische Kronen als künstliche Zahnkronen oder Keramikteilkronen geben den Zähnen besonders bei der Frontzahn-Sanierung ein ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild.

Unter Sanieren oder Sanierung der Zähne versteht der Zahnarzt die Erneuerung bzw. Restauration vom Zahn oder beim Zahngebiss die Gebisssanierung.

Veneers sind keramische Verblendschalen mit denen man Verfärbungen, Unebenheiten sowie zu kurze Zähne optimal korrigieren kann. Das Sanieren der Zähne kann erblich bzw. gentechnisch bedingt sein. Wenn die Zähne saniert werden, erfolgt zuerst eine Bestandsaufnahme der noch vorhandenen Zähne. Dabei wird jeder Zahn auf den Zustand und die Zahngesundheit geprüft. Beim Sanieren der Zähne resp. Zahnsanierung werden die Zahnlöcher mit einer Zahnfüllung oder bei grossen Zahnlöchern mit einer Zahnkrone versehen. Die Zahnsanierung kann mit Hilfe von Zahnimplantaten, Zahnbrücken oder mit herausnehmbarem Zahnersatz als Prothese erfolgen. Die Planung, Herstellung und Eingliederung von Zahnersatz fällt unter die Zahnmedizinische Fachrichtung Prothetik. Prothetik ist der Berufszweig, der sich mit der Entwicklung bzw. Herstellung von Prothesen, also künstlichem Ersatz befasst. Zähne sanieren resp. eine Zahnsanierung wird auch als Zahnrestauration bezeichnet. Eine Zahnsanierung kann auch im Dämmerschlaf durchgeführt werden, was den Vorteil hat, dass der Zahnarzt bei der Gebisssanierung oder Sanierung mehrere Zähne lange daran arbeiten kann.


Zahnsanierung mit Zahnersatz

Die Kaufunktion und die Ästhetik lassen sich durch Zahnersatz wieder herstellen.

Zahnersatz Klammer Teilprothese Oberkiefer

Zahnersatz ist der Sammelbegriff für die Form des Ersatzes fehlender natürlicher Zähne.

Bei vorausgegangener Zerstörung der Zähne kann es vorkommen, dass die Zähne nicht mehr zu retten sind, denn vielfach fehlen einzelne Zähne schon seit Jahren.

Dies kann mit Hilfe von Zahnbrücken oder mit herausnehmbarem Zahnersatz erfolgen. Die Planung, Herstellung und Eingliederung von Zahnersatz fällt unter die Zahnmedizinische Fachrichtung Prothetik. Prothetik ist der Berufszweig, der sich mit der Entwicklung bzw. Herstellung von Prothesen, also künstlichem Ersatz befasst.


Gebisssanierung

Unter Sanierung versteht man in der Zahnmedizin die Erneuerung vom Zahngebiss bzw. Gebisssanierung z.B. Front-Zahn-Sanierung.

Sanierung Gebiss Gebisssanierung Zahngebiss

In der Ganzheitsmedizin versteht man unter Sanierung auch die Herdsanierung im Zahnbereich und Kieferbereich.

Sanierung vom Gebiss

Bei der Gebisssanierung können im Normalfall fast alle kosmetisch und zahnästhetisch bedingten Unzulänglichkeiten korrigiert werden.

Mit Sanierung sind die komplette Versorgung eines Gebisses und die Durchführung aller zahnärztlich notwendigen Massnahmen mit konservierenden, prothetischen und parodontologischen Methoden gemeint.

Zahngebiss

Das Gebiss bzw. Zahngebiss beinhaltet die Gesamtheit der Zähne des Oberkiefers und Unterkiefers.

Das erste Gebiss ist das Milchgebiss bzw. Milchzahngebiss für die Milchzähne. Das Milchgebiss besitzt 20, und ein bleibendes Gebiss bzw. Erwachsenengebiss 32 Zähne. Milchzähne haben Platzhalterfunktion für die späteren bleibenden Zähne und sind massgeblich am Kieferwachstum beteiligt. Es besteht aus einem oberen und einem unteren Zahnbogen. Der menschliche Kiefer ist von Natur aus sehr eng bemessen und bietet oft zu wenig Platz für eine ästhetische Eingliederung sämtlicher bleibenden Zähne. Beim gesunden Gebiss ist nur ein Teil jedes Zahns in der Mundhöhle sichtbar, nämlich die Zahnkrone. Unsichtbar bleibt die Zahnwurzel, die rund zwei Drittel der gesamten Zahnlänge ausmacht. Sie verankert den Zahn im Kieferknochen. Die Wurzeln der Zähne sind vom Zahnhals bis zur Zahnwurzelspitze mit einer dünnen harten Schicht, dem Wurzelzement überzogen. Am Zement sind die Fasern befestigt, die den Zahn im Kieferknochen verankern. Die Totalprothese bzw. Vollprothese wird auch als Gebiss bezeichnet.


Gesamtsanierung der Zähne

Eine umfangreiche Gebisssanierung bzw. Gesamtsanierung liegt vor, wenn mindestens die Hälfte der Zähne pro Kiefer eines natürlichen Gebisses sanierungsbedürftig ist.

Gesamtsanierung der Zähne Ganzzahnsanierung

Der Begriff umfangreiche Gebisssanierung wird auch benutzt, wenn die Indikationen Kiefergelenkerkrankung oder Muskelerkrankung (Myoarthropathien) sowie Zahnbetterkrankung vorliegen, die funktionstherapeutische und funktionsanalytische Massnahmen notwendig machen.

Die "Gebisssanierung" ist zu einem gängigen Begriff geworden, worunter vielfach eine Gesamtsanierung der Zähne verstanden wird.

Zur Gebisssanierung gehört nicht nur die Füllungstherapie, Wurzelbehandlungen oder die Veneers sondern auch das Ersetzen von fehlenden Zähnen durch Zahnersatz. Abgebrochene und fehlende Zähne sind keine Seltenheit und beeinträchtigen nicht nur das Aussehen, sondern können auch Probleme an den darunterliegenden Zahnwurzeln oder des ganzen Gebisses verursachen. Wird eine Gesamtsanierung bzw. eine totale Gebisssanierung angestrebt, braucht es eine Planung. Bei komplexen Gebisssanierungen, bei Implantat-Behandlungen oder wenn das gesamte Gebiss saniert wird mittels Keramikkronen, Zahnbrücken oder Keramikinlays etc. empfiehlt sich zur besseren Übersicht eine detaillierte Terminabsprache. Somit wird auch zu keinem Zeitpunkt einer Gebisssanierung die Lebensqualität für den Zahnpatienten nachhaltig beeinträchtigt. Häufig sind dann Gesamtsanierungen erwünscht, die in Etappen durchgeführt werden.

Eine Gebisssanierung kann auch im Dämmerschlaf durchgeführt werden, was den Vorteil hat, dass der Zahnarzt bei der Gebisssanierung lange daran arbeiten kann, denn der Dämmerschlaf macht es möglich, dass der Zahnpatient von der Zahnbehandlung nichts mitbekommt.

Gebisssanierung Dämmerschlaf Zahnersatz Zähne

Zur Gebisssanierung wird Landläufig vielfach auch die Zahnaufhellung gezählt, dass ein wirksames Mittel zur Veränderung der Zahnfarbe ist und zur ästhetischen Gebisssanierung gehört.


Versiegeln der Fissuren an Zahnkronen

Das versiegeln der Zahnfissuren als Kariesvorbeugende Massnahme wird meist als Fissurenversiegelung oder Grübchenversiegelung bezeichnet.

Wenn man die Backenzähne (Molaren) genau anschaut, stellt man fest, dass diese Flächen nicht glatt sind, sondern im im Kauflächenrelief viele Rillen, Spalte, Furche, Grübchen, Trichter und Einschnitte vorhanden sind, was der Zahnarzt als Fissuren bezeichnet.

Fissurenversiegelung Fissuren Rillen Furchen 

Backenzähne bestehen aus einem System feinster Rillen und Furchen bzw. Fissuren.

Versiegelung der Zähne wird als Fissurenversiegelung bezeichnet. 

Die Fissuren sind Nischen wo Speisereste und kariesauslösende Bakterien guten Schutz finden, da sie oft auch durch Zähneputzen nicht entfernt werden können, denn die Borsten der Zahnbürste sind zu dick, um an den Boden der Fissuren zu gelangen. Daher ist Fissurenkaries die häufigste Kariesform nach dem Durchbruch der Zähne. Durch ein Verschliessen der Fissuren mit einem speziellen Kunststoff. Nach einer sorgfältigen Reinigung der Zahnoberfläche schützt der Zahnarzt zunächst den Zahn durch eine Trockenlegung vor Speichel. Anschliessend werden die Fissur und ihre unmittelbare Umgebung mit einer schwachen Säure vorbehandelt, Anätzen nennt der Zahnarzt diesen Vorgang. Hierdurch entsteht eine leicht raue Oberfläche, an der das Versieglungsmaterial besser haftet. Nach sorgfältigem Absprühen mit Wasser und anschliessendem Trocknen ist der Zahnschmelz für die Versiegelung vorbereitet. Nun wird das Versiegelungsmittel, ein dünnflüssige Kunststoffmasse, mit einer biegsamen Spritze direkt in die Fissuren gefüllt und durch Lichteinwirkung gehärtet. Der ausgehärtete Kunststoff deckt die Fissuren vollständig ab. Die Kauflächen der Zähne sind nun für mehrere Jahre vor Karies geschützt. Wichtig ist, das die Vollständigkeit der Versiegelung regelmässig durch den Zahnarzt kontrollieren lassen. Wann bei einem Kind mit der Versiegelung begonnen werden sollte, kann der Zahnarzt am besten bei einer Untersuchung im 5. bis 6. Lebensjahr beurteilen. In der Regel erfolgt die Versiegelung nach dem Durchbruch der ersten bleibenden Backenzähne. Der Zahndurchbruch sollte dabei soweit fortgeschritten sein, dass kein Zahnfleisch mehr die Kaufläche bedeckt. Die weiteren Versiegelungen werden dann jeweils beim Durchbruch neuer bleibender Backenzähne vorgenommen. Die Fissurenversiegelung ist eine einfache, schmerzlose und wirksame Massnahme. Der Zahnarzt oder die Zahnärztin muss im Einzelfall entscheiden, ob eine Versiegelung der Fissuren notwendig ist.

Versiegelung der Zähne

Die Zahnversiegelung wird auch Fissurenversieglung oder Grübchenversiegelung genannt.

Da die Täler Spalten bzw. Zahnfurchen und Grübchen des Kaureliefs eine bevorzugte Zone für die Kariesentstehung sind, versucht man diesen Bereich vor Karies zu schützen.

Backenzähne, bei denen sich die Kauflächen schnell abnutzen und sich somit die Fissur bzw. Fissuren, die Täler im Kauflächenrelief, vertiefen, sind stark anfällig für Kariesbildung und werden deshalb der Zahnversieglung unterzogen.

Grübchenversiegelung Versiegelung der Zähne

Fissurenkaries bzw. Grübchenkaries ist die am häufigsten vorkommende Erkrankung bleibender Zähne weshalb eine Zahnversiegelung nach dem Zahndurchbruch sinnvoll ist.

Um die Zähne zu versiegeln, werden sie dafür gründlich gereinigt und somit werden keine fremden Partikel eingeschlossen sowie die Bildung von Karies unter den behandelten Stellen ausgeschlossen.

Zum Aufrauen der Zahnoberflächen wird ein Säure-Gel aufgetragen. Damit wird eine bessere Haftung des Versieglungsmittels zu gewährleisten. Die Zähne werden getrocknet und die Fissuren anschliessend mit einer dünnen Schicht Kunststoffmaterial überzogen. Der aufgetragene Lack wird mit UV-Licht getrocknet und die Zähne bei Unebenheiten abgeschliffen, um so die Unebenheiten auszugleichen.


Zahnversiegelung

Die Fissurenversiegelung ist eine prophylaktische Behandlung der natürlichen Zahnkronen, die vielfach auch als Grübchenversiegelung oder Zahnversiegelung bezeichnet wird.

Um zu verhindern, dass sich in den Tälern und Grübchen der Zähne eine Karies als Zahnerkrankung durch Kariesbakterien bilden kann, werden die Zähne versiegelt mit kunststoffhaltigen Lacken.

Zahnversiegelung Fisurenversiegelung Zähne

Backenzähne weisen Grübchen und Einschnitte (Fissur) auf, die im Zusammenspiel mit den Gegenzähnen das Zerkleinern von Nahrung ermöglichen.

Versiegelung der Zähne bzw. Zahnkrone

Die bekannteste Anwendung bei der Versiegelung ist die Fissurenversiegelung bei den Backenzähnen.

Versiegelung bei Zähnen ist das Verschliessen der Fissur bzw. Fissuren mit einem kunststoffhaltigen Lack gegen Fissurenkaries oder Grübchenkaries. Dabei werden Zahnoberflächen zur Kariesvorbeugung unter Anwendung des Säureätzverfahrens (auch Versiegelungskunststoffe, Fluoridlacke und Fluoridgelees) verschlossen, so dass keine Bakterien mehr eindringen können. Der Versiegelungslack ist das Material für die Versiegelung der Zähne. Die Zahnversiegelung ist eine prophylaktische Massnahme zur Kariesreduktion auf den Kauflächen der Seitenzähne. Die Fissurenversiegelung ist bei besonders tiefen Fissuren und insbesonders bei Kindern mit hohem Kariesrisiko sinnvoll. Die Zahnversiegelung bzw. Fissurenversiegelung ist absolut schmerzfrei und die Zähne sind längere Zeit geschützt.


Versiegelung der Fissuren

Eine Fissur ist ein Hauteinriss bzw. ein Knocheneinriss, ein Spalt oder eine Furche.

Fissurenversiegelung Zähne Zahnfurchen Spalten

Durch die Fissurenversiegelung erhalten gesunde kariesfreie Zähne einen wirksamen Schutz gegen Karies, denn alle Zähne mit einer zerklüfteten Zahnoberfläche und mit Grübchen sind besonders gefährdet für Karies, denn tiefe Fissuren bieten den Bakterien eine gute Haftungsmöglichkeit.

Fissurenversiegelung ist eine Vorsorgemassnahme, mit der die Gefahr von Zahnkaries (Fissurenkaries) der Kauflächen im Backenzahnbereich verringert wird.

Bei der Fissurenversiegelung wird nach der Aufrauhung des Zahnschmelzes in den Fissuren und Grübchen ein dünnflüssiger Kunststoff auf die Oberfläche des Zahnes gebracht und durch das Licht einer Speziallampe gehärtet. Damit werden die Furchen bzw. Fissuren an den Kauflächen der Seitzähne nivelliert. Nach der Fissurenversiegelung sind diese Zähne Bakterien und Schmutz unempfindlicher und für die Zahnbürste leichter zugänglich.

Die Fissurenversiegelung ist ein Schutz vor Karies

In der Plaque gebildeten Säuren können besonders lange in den Fissuren und Grübchen auf die Zahnoberfläche einwirken, was zu Karies führt. Bei Kindern und Jugendlichen ist die Fissurenversiegelung besonders sinnvoll, da die Kauoberflächen der Backenzähne vielfach tiefe Grübchen bzw. Fissuren aufweisen und mit der Zahnbürste nur schwer oder gar nicht geputzt werden können.

Zähne, Fissuren, Grübchen, Gefahr Zahnkaries

Bei der Fissurenversiegelung werden die besonders für Karies anfälligen Kauflächen der Zähne vorbeugend mit einem dünnflüssigen Kunststoff verschlossen.

Die Fissuren sind Nischen wo Speisereste und kariesauslösende Bakterien guten Schutz finden und diese Stellen mit der Zahnbürste nur ungenügend gereinigt werden können.

Die Versiegelung der Zahnoberfläche mit Kunststoff nach der Schmelz-Ätz-Technik stellt einen dauerhaft wirksamen Schutz dar. Die Fissurenversiegelung ist ein Schutz und eine Kariesvorbeugende Massnahme der Spalten Furchen und Grübchen auf der Zahnoberfläche. Dabei wird der Zahnschmelz mit Säure oberflächlich leicht angeraut und mit einer dünnen Kunststoffschicht überzogen. Die Beschichtung nutzt sich im Laufe der Zeit ab und sollte kontrolliert und bei Bedarf erneuert werden. Fissurenversiegelung bzw. Grübchenversiegelung ist eine Prophylaktische Massnahme zur Kariesreduktion der bleibenden Molaren gegen Grübchenkaries. Kariesgefährdete Regionen (Fissuren) werden durch photopolymerisierende Dimethacrylate unter Anwendung des Säureätzverfahrens (Säureätztechnik) verschlossen, so dass keine Bakterien mehr eindringen können. Die Versiegelung der Zähne ist bei Sechsjahrmolaren kurz nach ihren Durchbruch indiziert, bei Kindern mit erhöhtem Kariesbefall auch bei den 2. Molaren und Prämolaren. Ebenso können Milchmolaren bei stark zerklüftetem Kauflächenrelief versiegelt werden. Nicht nötig ist die Zahnversiegelung bei sehr flachen Fissuren und bei Zähnen, die über mehrere Jahre kariesfrei geblieben sind.


Fissuren Fissur Fissura

Als Fissur werden Einschnitt, Spalte, Furche, Grübchen, Trichter und Rillen im Kauflächenrelief der Seitenzähne bezeichnet.

Zahn Fissuren Fissur Fissura Grübchen Zähne

Nach dem Zahndurchbruch können die Fissuren durch Mikroorganismen besiedelt werden und kariesverursachende Bakterien in die Fissuren einbringen.

Fissuren sind kleine Grübchen und Ritzen auf der Oberfläche von Backenzähnen.

Die Bakterien können den dünnen Zahnschmelz angreifen und bis tief in die Zahnkrone eindringen, was Fissurenkaries verursacht. Durch eine Fissurenversiegelung kann verhindert werden, dass Bakterien den dünnen Zahnschmelz angreifen können.

Fissuren entstehen vor Zahndurchbruch

Die Fissur entsteht bei der Bildung von Zahnschmelz vor dem Zahndurchbruch.

Der Schmelz breitet sich von den Mineralisationszentren der Zähne, bei denen die Zahnhartgewebebildung beginnt in alle Richtungen aus. Wenn zwei Mineralisationsfronten aufeinander treffen wird das Gewebe gestaucht, so dass Gräben oder Furchen entstehen, die später auf der Kaufläche als Fissuren wahrgenommen werden können. Im Gegensatz zu Fissuren bilden sich die Höcker (Hügel). Wenn man sich die Kauflächen der Backenzähne und Mahlzähne bzw. Molaren und Prämolaren im Spiegel anschaut resp. Zahnschmelz der Seitenzähne, so stellt man fest, dass diese Flächen nicht glatt sind. Zahnflächen bestehen aus einem System feinster Rillen, Spalten, Ritze und Furchen. Ein spezifisches Muster an Fissuren hat es in jedem Zahntyp. Alle Zähne weisen im Normalfall eine Hauptfissur auf, die in Längsrichtung verläuft und darum Längsfissur genannt wird. Quer verlaufenden Fissuren werden als Querfissuren bezeichnet. In den Fissuren, Nischen und Furchen finden Speisereste und kariesauslösende Bakterien Schutz. Daher ist Fissurenkaries die häufigste Kariesform nach dem Durchbruch der Zähne.

Verschliessen der Fissuren

Durch ein Verschliessen der Fissuren durch die Fissurenversiegelung mit einem speziellen Kunststoff kann die Kariesanfälligkeit der Kauflächen verringert werden.

Die Versiegelung der Zähne sollte so früh wie möglich erfolgen, denn nach dem Durchbruch der der ersten bleibenden Backenzähne ca. 4 bis 6 Monate, ist der Erfolg am grössten. Die Fissurenversiegelung wird meist an intakten und noch nicht gefüllten Zähnen durchgeführt.


Grübchenversiegelung

Als wichtiger Faktor vor einer Versiegelung der Grübchen und Fissuren ist die Beschaffenheit der betreffenden Zahnfläche einzuschätzen.

Bei der Grübchenversiegelung das meist Fissurenversiegelung genannt wird, handelt es sich um eine vorbeugende Massnahme gegen Grübchenkaries bzw. Fissurenkaries. Die Versiegelung der Zähne ist das Verschliessen der  Fissuren mit einem Lack gegen Fissurenkaries oder Grübchenkaries. Sobald die ersten bleibenden Backenzähne mit ca. 6 Jahren vollständig durchgebrochen sind, ist es möglich, die Fissur bzw. Grübchen im Kaurelief mit einem speziellen Kunststoff abzudichten.

Der Zahnarzt muss die unter Umständen schwierige Entscheidung zwischen der präventiven und erweiterten Fissurenversiegelung treffen.

Grübchenversiegelung Fissuren Zahn Zahnfläche

Grübchenversiegelung findet dort Anwendung, wo kariesgefährdete Stellen an den Zähnen vorhanden sind.

Es werden durch den Auftrag von Kunststoffmaterial die Eintrittspforten für die Karies an den Kauflächen der Zähne verschlossen.

Bei der präventiven Grübchenversiegelung werden die Fissuren und Grübchen gesunder Zähne mit einem Kunststofflack versiegelt. Der Schmelz wird gereinigt und mit einem Säuregel behandelt. Somit wird bei der Zahnversiegelung bzw. Grübchenversiegelung ein dauerhafter Verbund zwischen Zahn und Versiegelungsmaterial gewährleistet. Nebst der präventiven Grübchenversiegelung stellt die erweiterte Fissurenversiegelung eine modifizierte Technik dar. Zuerst wird im Voraus diagnostizierte kariöse Läsion im Bereich der Kaufläche minimal invasiv entfernt. Bei weiter fortgeschrittenen Defekten wird eine Kunststofffüllung mit der Versiegelung kombiniert. Die Endversiegelung ist das Auftragen bzw. Versiegelung vom Zahn von ungefülltem oder leichtgefülltem Kunststoff auf eine polierte Kompositfüllung. Bei der Endversiegelung geht ein kurzes Anätzen der Füllungsoberfläche und des angrenzenden Schmelzes voraus.


Amalgamentfernung

Amalgam wird vielfach falsch geschrieben als Amalgan und wird öfters in Mundart so verwendet.

Amalgentfernung Amalgamausleitung Zähne

Zur Amalgamentfernung gehört die Amalgamausleitung.

Unter Amalgamsanierung werden die Entfernung von Amalgamfüllungen und das Ersetzen durch Kompositfüllungen oder Keramik-Inlays verstanden.

Unter Zahnsanierung oder Zahnerneuerung kann auch eine Amalgamsanierung verstanden werden. Amalgam war in der Vergangenheit das Standard-Füllungsmaterial für defekte Zähne. Amalgam ist Material bzw. eine Legierung mehrerer Metalle für Zahnfüllungen und ist der älteste Füllungswerkstoff für die Zähne. Obwohl heute kaum mehr Silberamalgam gelegt werden, ist man erstaunt, wie gut dass dieses Füllungsmaterial nach sehr langer Zeit den starken Beanspruchungen beim Kauen standhält. Haltbar sind die Amalgam-Füllungen (Plomben / Zahnplomben) teilweise weit über zwanzig Jahre. Die Legierungen, welche das Quecksilber und anderen Metallen enthalten, werden mit dem Namen Amalgame bezeichnet und kommt als Pulver zum Zahnarzt. Amalgam wird vor allem im Seitenzahnbereich direkt vom Zahnarzt als Füllstoff für defekte Zahnsubstanz genutzt. Amalgam steht durch das enthaltene Quecksilber in der Kritik, Allergien auszulösen. Eine Alternativen zu Amalgamfüllungen sind Kompositfüllungen, Goldinlays oder Keramikinlays.


Amalgam als Zahnfüllung

Ein Amalgam (griech. Malagma, Erweichend) ist eine Legierung mehrerer Metalle.

Zahn Amalgam Legierung Metall Quecksilber

Unter Amalgamen werden Legierungen verstanden, die nebst anderen Metallen auch Quecksilber enthalten. 

Amalgame sind in der Zahnmedizin Legierungen von Quecksilber (Hg) mit anderen Metallen.

Amalgam als Legierungen des Quecksilbers ist eine Kostengünstige Füllung für die Zähne z.B. in der Form von Silberamalgam und wird immer noch weltweit millionenfach bei der Kariesbehandlung eingesetzt. Da Quecksilber aufgrund seines niedrigen Schmelzpunktes von 38,9°C bei Zimmertemperatur in flüssiger Form vorliegt, kann Amalgam in der Zahnarztpraxis durch einfaches Vermischen von Quecksilber mit einem Metallpulver das aus einzelnen Spänen oder Kugeln besteht, in einem Mischgerät hergestellt werden, was man als Trituration bezeichnet. Die Späne werden vom Hersteller durch Zerspanen grösserer Gussblöcke hergestellt. Entsprechend wird das Metallpulver auch Feilung genannt. Das Metallpulver basiert auf einer Silber-Zinn-Legierung mit Zusätzen von Kupfer (Cu) und Zink (Zn). Das zum Anmischen verwendete Quecksilber hat einen Reinheitsgrad von mindestens 99.99%. Das Metallpulver kann durch einen kleinen Zusatz von Quecksilber bereits voramalgamiert sein, um das Anmischen in der Zahnarztpraxis zu erleichtern. Das Metallpulver konventioneller Amalgame enthält mindestens 65% Silber (Ag), maximal 29% Zinn (Sn) und maximal 6% Kupfer (Cu).


Amalgam als Pulver

Amalgam kommt als Pulver zum Zahnarzt und in den Handel.

Durch Zugabe von flüssigem Quecksilber zu diesem Pulver entsteht Amalgam, denn die meisten Metalle besitzen die Fähigkeit, sich beim Zusammenschmelzen miteinander zu vereinigen, was als Legierung bezeichnet wird. Nach dem Anmischen entstehen beim Aushärten des Amalgams chemische Verbindungen zwischen Silber und Quecksilber, Gammaphase 1 genannt und zwischen Zinn und Quecksilber, Gammaphase 2 genannt. Die Gammaphase 2 ist korrosionsanfällig wodurch es bei der fertigen Füllung nach einiger Zeit unter anderem zu Verfärbungen, Rauigkeiten auf der Oberfläche, Formveränderungen oder sogar zu Randbrüchen kommen kann.

Korrosion ist die Zerstörung der Oberfläche von Amalgam als Füllungstherapie durch schädliche äussere Einflüsse.

Kostengünstige Füllung für Zähne Amalgame

Amalgamkorrosion bedeutet, lösen von Amalgambestandteilen durch Korrosion im Speichel unter Bildung von Quecksilberionen im Speichel.

Daher wurden verbesserte Amalgame entwickelt, die keine Gammaphase 2 enthalten. Durch Erhöhung des Kupferanteils im Metallpulver auf bis zu 30% erhält man Amalgam, das im ausgehärteten Zustand keine Gammaphase2 hat. Dieses Gammazweifreie Amalgam hat bessere Werkstoffeigenschaften, ist formbeständiger, druckfester, korrosionsbeständiger und damit auch farbstabiler als konventionelles Amalgam. Aufgrund der besseren Werkstoffeigenschaften werden heutzutage nur Gamma2freie Amalgame in der Zahnarztpraxis verwendet. Amalgam ist für die Gesundheit nicht unbedenklich, denn Amalgam besteht aus folgenden Metallen: Quecksilber (Hg), Silber (Ag), Zinn (Sn), Kupfer (Cu), Zink (Zn). Nadelamalgam ist Amalgam mit Pulverpartikeln in Form feiner Nadeln. 

Zahnbrücke

Zahnbrücke für fehlende Zähne

Die Begriff Brücke wird beim Zahnersatz verwendet, wenn eine oder mehrere Zahnlücken durch künstliche Zähne überbrückt werden.

Eine Zahnbrücke dient als Zahnersatz für verlorengegangene Zähne nebst dem Kaukomfort der Zahnästhetik und der Formgebung der Gesichtsästhetik wie auch zur Stabilisierung der Zahnreihe in der Zahnbogenform. Eine Brücke mit schönen Zähnen und gesundem Zahnfleisch ergeben eine Verbesserung der Gesichtsästhetik, was auch ein Erfolgsfaktor im Berufsleben sein kann. Die Brückenkonstruktion einer Zahnbrücke ist eine festsitzende prothetische Zahnversorgung für fehlende Zähne und kommt dann in Frage, wenn ein oder mehrere Zähne fehlen. Für eine Zahnbrücke werden die angrenzenden gesunden Zähne beschliffen und als Brückenpfeiler überkront. In der Zahnmedizin unterscheidet man zwischen Schwebebrücken und Tangentialbrücken, da ältere Brückenformen wie die Sattelbrücke, Spaltbrücke oder Brückenzwischenglieder mit Wurzelfortsätzen nur noch selten eine Anwendung finden.

Zahnbrücken provisorisch Teleskopbrücke

Wenn die Brückenpfeilerzähne nicht vorhanden sind, zu schräg stehen oder die Zahnwurzeln angefault sind, können nur noch Implantate oder herausnehmbare Zahnprothesen eingesetzt werden.

Zahnbrücken ersetzen Zahnlücken

Eine Brücke ist in der Zahnmedizin eine Zahnbrücke, ein festsitzender Zahnersatz, der eine Zahnlücke schliesst.

Zahnbrücken ersetzt eine Lücke zwischen zwei Zähnen, wobei diese Zähne als "Pfeiler" genutzt und wie eine Krone präpariert werden. Die Zahnbrücke besteht aus einem Stück und wird auf den Pfeilern befestigt, so dass sie normal nicht herausgenommen werden kann. Ein Brückenersatz kann festsitzend, bedingt abnehmbar oder eine Teleskopbrücke auch abnehmbar sein. Eine provisorische Zahnbrücke ist für den Zeitraum zwischen Zahnpräparation und Eingliederung des definitiven Zahnersatzes bestimmt und dient der Ästhetik sowie dem Schutz von beschliffenen Pfeilerzähnen. Sehr preisgünstig ist als festsitzender Zahnersatz die Klebebrücke (Adhäsivbrücke), die bei Jugendlichen bei Nichtanlage einzelner Zähnen im parodontal geschädigten Gebiss eingesetzt wird wie auch bei Zahnverlust, denn sofern der Kiefer noch nicht fertig ausgewachsen ist, können keine Implantate als Zahnwurzelersatz gesetzt werden. Wenn sich bei Jugendlichen der Kiefer noch im Wachstum befindet kann eine einflügelige Klebebrücke (Schmetterlingsbrücke) als Zahnersatz eingesetzt werden, das eine künstliche Zahnbrücke als festsitzender Zahnersatz ist.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Materialauswahl und Verblendung von Zahnbrücken.

Zahnbrücken, Zahnlücken, Lückengebiss, Zähne

Die Basis der Zahnbrücke besteht aus einer Metalllegierung (meist goldfarbig), auf der Keramik oder Kunststoff befestigt wird.

Zahnbrücken können aus Edelmetall oder nicht Edelmetallischen Stoffen (NEM), Kunststoff, Keramik oder Verbundmaterialien bzw. Metallkeramik gefertigt werden.

Edelmetalle können auch bei Zahnbrücken Allergien auslösen, und sind daher für Metallallergiker ungeeignet. Gute kosmetische Ergebnisse, im Besonderen im Frontzahnbereich liefern Vollkeramikbrücken oder Brücken mit Keramikverblendungen, da diese farblich an das restliche Gebiss angepasst werden können. Ein Nachteil von Zahnbrücken ist, dass gesunde Zahnsubstanz von den Brückenpfeilern abgetragen werden muss und diese Zähne in Einzelfällen nach dem Abschleifen absterben können (toter Zahn), was eine Wurzelbehandlung für den Zahnerhalt notwendig machen kann.

Zahnbrücken werden unterschieden:

Provisorische Zahnbrücke
 Zahnbrücke als Langzeitprovisorium
 Implantatbrücke bzw. Brücke auf Zahnimplantaten
 Teleskopbrücke
 Freiendbrücke wird meist als Extensionsbrücke bezeichnet 
Schaltbrücke 
Klebebrücken, Marylandbrücke, Adhäsivbrücke, Flügelbrücke, Schmetterlingsbrücke
Zahnimplantat-Verbundbrücke, Kombinationsbrücke, Hybrid-Brücke

Zahnbrücken und Zahnkronen

Zahnbrücken und Zahnkronen werden im Dentallabor nach den Vorgaben vom Zahnarzt nach der Abformung (Zahngebissabdruck) angefertigt.

Optisch sind die künstlichen Zähne von den natürlichen fast nicht zu unterscheiden, denn Zahnbrücken und Kronen liegen in zahlreichen Varianten und aus unterschiedlichen Materialien vor. Ist die Vorbehandlung der Zähne abgeschlossen, wird die Brücke im zahntechnischen Labor gefertigt. Die Zahnlücke wird während dieser Zeit mit einem Provisorium bzw. provisorischer Zahnbrücke versorgt. Ist die Zahnbrücke fertig, wird sie genau eingepasst und erst wenn die Brücke beschwerdefrei sitzt wird sie dauerhaft befestigt. Es gibt "Festsitzende Zahnbrücken" die im Kiefer fix verankert sind sowie "Herausnehmbaren Zahnbrücken" die für die Reinigung aus dem Mund entfernt werden können. Die abnehmbare Zahnbrücke ist mit Teleskopkronen (Doppelkronen) an natürlichen Zähnen oder Zahnimplantaten verankert und wird als Teleskopbrücke bezeichnet. Zahnbrücken werden wie auch eine Geschiebebrücke (unterteilte Zahnbrücke) fest einzementiert und können nur vom Zahnarzt entfernt werden. Die bedingt abnehmbare Zahnbrücke kann nur vom Zahnarzt entfernt werden, da diese mit den Pfeilerzähnen bzw. Zahnimplantaten als Träger für Zahnersatz verschraubt oder die Flügelbrücken angeklebt sind.

Zahnbrücken können wie Kronen aus verschiedenen Materialien bestehen.

Edelmetallhaltige Metalle bzw. Goldlegierungen
 Edelmetallfreie Metalle die als Sparlegierung genannt wird 
Metallfreie Materialien, im Besonderen Keramik im sichtbaren Bereich
 Gemischte Materialien, also Kombinationen aus Keramik und Metall

Das Brückenglied ist der Teil einer Zahnbrücke, der den verloren gegangenen Zahn ersetzt und die Gesamtheit der zu ersetzenden Zähne einer Zahnbrücke wird als Brückenkörper bezeichnet.


Brückenkonstruktionen als Zahnersatz

Ein festsitzender Zahnersatz als Brückenkonstruktion ist auch bei völliger Zahnlosigkeit auf Implantaten als Zahnwurzelersatz möglich.

Bei einer Zahnbrücke sind die künstlichen Zähne mit den Brückenpfeilern verbunden, wo Zahnkronen oder Teilkronen den Anker auf natürlichen Zähnen oder Zahnimplantaten bilden. Für eine Zahnbrücke können Zahnimplantate wie auch Zähne als Brückenpfeiler genutzt werden, wo die Hybridbrücke bzw. Kombinationsbrücke auf der künstlichen Krone festsitzt. Die Verwendung von Zähnen als Brückenanker für den Brücken-Zahnersatz hängt jedoch von der Pfeilerwertigkeit ab, um eine Brücke dauerhaft und festsitzend einzementieren zu können. Wenn Teleskopkronen als Anker verwendet werden, kann eine Zahnbrücke auch herausnehmbar sein, so dass von einer Teleskopbrücke gesprochen wird. Für die Verankerung und Abstützung von Zahnersatz sollten im zahnlosen Kiefer jedoch genügend Implantate vorhanden sein, so min. sechs im Oberkiefer und vier im Unterkiefer, damit nach der Implantologie die Brückenkonstruktionen festsitzend oder kombiniert "festsitzend / herausnehmbar" gestaltet werden kann. Bei Brückenkonstruktionen können Stegaufbauten zur Brückenversorgung mit Implantaten verschraubt werden. Implantate als künstliche Zahnwurzeln ersetzen dabei die verlorengegangenen Zähne in entsprechender Position, die nach der Implantatplanung in den Kiefer eingebracht werden. Um den festsitzenden Zahnersatz mit künstlichen Zähnen bzw. Kronen zu gestalten, gibt viele unterschiedliche Zahnersatz-Arten und Möglichkeiten.

Zahnbrücke Brückenkonstruktionen Zahnersatz

Die Brückenkonstruktion wird als Zahnersatz im zahntechnischen Labor aus einer Metalllegierung vom Zahntechniker gefertigt und kann aus ästhetischen Gründen mit einer zahnfarbenen "Verblendung" ausgestattet werden.

Brückenkonstruktion bei Zahnlücken

Bei Zahnlücken und festsitzendem Zahnersatz tragen zwei Pfeilerzähne die Brückenkonstruktion für die fehlenden Zähne.

Zahnbrücken mit Kronen gehören zu den herkömmlichen Zahnersatzmöglichkeiten, wo es nach dem Zahnverlust eine Vielzahl von Brückenarten und unterschiedlichen Brückenkonstruktionen als Zahnersatz gibt. Wenn ein einzelner Brückenkörper zwischen den Brückenpfeilern vorhanden ist, wird von einer einspannigen Zahnbrücke gesprochen und wenn mehrere Brückenkörper vorhanden sind bzw. wenn mehrere Zwischenglieder in mehreren Bögen zwischen den Pfeilern angeordnet sind, handelt es sich um eine mehrspannige Brücke. Eine geteilte Zahnbrücke bzw. Geschiebebrücke ist eine Sonderform der herkömmlichen Zahnbrücken die aus min. zwei oder mehreren Teilen besteht. Für festsitzenden Zahnersatz bei einer oder mehreren Zahnlücken tragen zwei Pfeilerzähne die Brückenkonstruktion für den oder die fehlenden Zähne. Die Zwischenglieder beim Brücken-Zahnersatz werden als Brückenkörper oder Brückenglieder bezeichnet, welche die fehlenden Zähne ersetzen und die Pfeilerzähne als Fixierelemente. Die Brückenkonstruktion wird im zahntechnischen Labor aus einer Metalllegierung vom Zahntechniker gefertigt und kann aus ästhetischen Gründen mit einer Zahnfarbenen Verblendung ausgestattet werden. Die Brückenverblendung ist die Zahnfarbene Verkleidung eines Brückengerüstes. Sind der Kieferknochen und die Wurzeln der Pfeilerzähne ausreichend stabil, kann eine solche konventionelle Zahn-Brücke problemlos 10 oder 15 Jahre halten. Zahnkronen der Pfeilerzähne müssen dafür jedoch stark beschliffen werden. Geschont können die Pfeilerzähne nur werden durch eine Klebebrücke, denn die Pfeilerzähne werden mit der tragenden Brücke Adhäsivtechnik verbunden. Wegen der geringeren Haltbarkeit ist diese Technik nicht in jedem Fall die beste Wahl. Freiendbrücken bzw. Extensionsbrücken werden im Backenzahnbereich angewandt und sind nur an einer Seite des Brückengliedes mit dem Pfeilerzahn verbunden.


Künstliche Zahnbrücken

Mit Brücken sind in der Zahnmedizin die künstlichen Zahnbrücken gemeint, die zur Überbrückung von Zahnlücken dienen.

Damit grössere Schäden im menschlichen Gebiss vermieden werden können, sollte jede Zahnlücke geschlossen werden. Eine künstliche Zahnbrücke ist ein Zahnersatz, mit dem der Zahnarzt die Zahnlücken im Zahngebiss in jeder Grösse schliessen kann. Das Gebiss kann nur durch die gesamte Funktionseinheit der Zähne uneingeschränkt funktionieren und erhalten bleiben. Der Zahnarzt entscheidet nach den individuellen Gegebenheiten in der Mundhöhle, ob die Zahnlücken mit einer Zahnbrücke versorgt werden kann, denn für eine Brückenversorgung werden zwei gesunde Zähne als Pfeilerzähne benötigt. Der Zahnarzt kann jeden verlorengegangenen Zahn nach einem Zahnverlust durch Brückenzwischenglieder (Zahnzwischenglieder) ersetzen und dadurch die Zahnlücke schliessen. Die künstlichen Brückenglieder werden mit Hilfe von Kronen als Brückenanker auf den natürlichen Zähnen befestigt, die als Brückenpfeiler die Lücke begrenzen.

Brücke Künstliche Zahnbrücken Brückenkörper

Eine Zahnbrücke besteht aus dem Brückenkörper und aus Brücken-Elementen, mit dem der Zahnersatz im Gebiss verankert wird.

Zahnbrücke als künstlicher Zahnersatz

Die Zahnbrücke ist ein fest sitzender Zahnersatz, der an vorhandenen natürlichen oder künstlichen Zähnen befestigt wird.

Die Brückenkonstruktion der Zahnbrücke wird als Unterkonstruktion oder auch als Gerüst bezeichnet und besteht meist aus Edelmetall. Das Brückengerüst wird vielfach mit einer zahnfarbenen Keramikmasse überzogen, damit sie extrem stabil und langlebig sind. Da bei Zahnbrücken ältere Brückenformen wie die Sattelbrücke, Spaltbrücke oder Brückenzwischenglieder mit Wurzelfortsätzen nur noch selten eine Anwendung finden, unterscheidet der Zahnarzt meist nur noch zwischen Schwebebrücken und Tangentialbrücken als Sonderform einer Basisbrücke, wo die Zwischenglieder der Zahnbrücke nur einen punktförmigen bzw. linienförmigen Kontakt zur Mundschleimhaut haben. Die Tangentialbrücke wird hauptsächlich bei Zahnlücken im Bereich der Frontzähne und Oberkieferseitenzähne eingesetzt, so dass die Zwischenglieder der Zahnbrücke trotz engem Kontakt, keinen Druck auf die Mundschleimhaut ausüben. Die Schwebebrücke wird besonders als Zahnersatz im unsichtbaren Zahnbereich vom Unterkiefer eingesetzt, damit es nicht störend ist bei der Gesichtsästhetik, da ein Abstand der Zwischenglieder zur Schleimhaut besteht. Die Schwebebrücke hat den Vorteil, dass sich diese Zahnbrücke gegenüber andere Brücken leichter reinigen lässt. Die Inlaybrücke ist ein künstlicher jedoch zahnschonender Zahnersatz, wo die Krone an zwei Inlays der Nachbarzähne angebracht wird und nicht wie normal an Kronen, doch die Verklebungen der Inlays können sich lösen und ist für viele Menschen ungeeignet. Die Freiendbrücken die vom Zahnarzt als Zahnersatz eingesetzt wird, wenn der letzte Zahn in einer Zahnreihe fehlt wird auch als Fliegerbrücke oder Extensionsbrücke bezeichnet. Bei der Extensionsbrücke werden die beiden Zähne vor der endständigen Lücke überkront und miteinander verbunden, da diese Zahnbrücke weniger stabil sein kann, wenn der Ersatzzahn nur auf einer Seite gehalten wird. Die Klebebrücke als künstlicher Zahnersatz kann bei den Frontzähnen zum Einsatz kommen und wird fest verankert, ist jedoch weniger stabil als normal auf Kronen verankerte Zahnbrücken. Zahnärzte bevorzugen die Adhäsivbrücke bzw. Klebebrücke oder Marylandbrücke als typisch künstliche Zahnbrücke meist nur bei Kindern, weil die Pfeilerzähne sehr wenig beschliffen werden müssen, da dünne Metallplättchen und keine Kronen als Anker verwendet werden.


Schaltbrücke für Schaltlücke

Schaltbrücken werden als normale Zahnbrücken für fehlende Zähne eingesetzt, weil sich Zahnlücken auf den gesamten Kauapparat auswirken können.

Bei der Schaltlücke fehlen innerhalb einer Zahnreihe mindestens zwei Zähne nebeneinander, denn eine Schaltlücke ist von beiden Seiten durch vorhandene Zähne begrenzte, sodass es für die Zahnlücke eine Zahnbrücke braucht die als Schaltbrücke bezeichnet wird. Als Hybridbrücke, Verbundbrücke oder Kombinationsbrücke werden Zahnbrücken bezeichnet, wenn diese aus verschiedenen Elementen zusammengesetzt sind, die unterschiedliche Ankerelemente enthalten wie Implantate, Keramikkronen, Vollgusskronen, Inlays (Inlaybrücke), Teilkronen oder Klebeflügel bei der Adhäsivbrücke. Als parodontal getragene Zahnbrücke wird der Zahnersatz bezeichnet, wenn die Zahnbrücke über festsitzende Anker-Kronen auf Pfeilerzähnen zum Lückenschluss einer unterbrochenen Zahnreihe befestigt wird.

Schaltlücke, Schaltbrücke, Zahnbrücke, Brücke

Die häufigsten Brücken sind die so genannten Schaltbrücken, bei denen die Zwischenglieder zwischen den endständigen Brückenankern liegen.

Eine Schaltbrücke besteht aus den Brückenankern, die auf den angrenzenden Zähnen als Brückenpfeiler befestigt werden und dem Mittelstück als Brückenkörper, der die Zahnlücke überspannt bzw. die Zahnbrücke schaltet sich zwischen die Zähne als Pfeiler.

Schaltbrücken Pfeilerzähne Brückenanker

Zwischen zwei Brückenankern befindet sich das Brückenzwischenglied

Schaltbrücke für fehlende Zähne

Schaltbrücken dienen mit den "künstliche Zähnen" bzw. künstlichen Kronen als Zahnersatz der Rekonstruktion von unterbrochenen Zahnreihen.

Die Zahnbrücke sitzt immer fest im Mund, denn eine Brücke besteht immer aus Brückenankern und Brückenzwischengliedern wobei die Anker natürliche Zähne oder Implantate (Implantatbrücke) sowie eine Kombination von beidem sein kann. Um Überlastungen durch eine Schaltbrücke vermeiden zu können, sollten möglichst viele Pfeilerzähne vorhanden sein. Die Pfeiler sollten ein gesundes Parodontium und eine vitale Pulpa bzw. eine erfolgreiche Wurzelkanalbehandlung aufweisen.

Mit der Schaltbrücke als Zahnersatz werden Zahnlücken geschlossen und somit die Wiederherstellung der Kaufunktion, Ästhetik und Phonetik erreicht.

Zahnbrücke, Implantatbrücke, Schaltlücke

Die Schaltbrücke verhindert die Zahnwanderungen, Kippungen oder Elongation eines Antagonisten in die Lücke.

Ein unvollständiges Gebiss bzw. Unterbruch des Zahnbogens durch Zahnverlust führt durch fehlende Kontaktzonen zu Okklusionsstörungen und Artikulationsstörungen.

Die Kippung der lückenbegrenzenden Zähne sowie Verlängerung bzw. Elongation und Wanderung der Antagonisten können Karies und parodontale entzündliche Taschen hervorrufen, die sich durch eine rechtzeitige Eingliederung einer Schaltbrücke vermeiden lassen. 


Festsitzende Zahnbrücke

Eine festsitzende Zahnbrücke ist ein festsitzender, nicht herausnehmbarer Zahnersatz, der dauerhaft im Gebiss eingegliedert wird.

Zahnlücken in der Gebissreihe können durch eine festsitzende Zahnbrücke geschlossen werden, denn fehlende Zähne können beim Kauen und bei der Sprachbildung Probleme hervorrufen. Durch Zahnlücken verändert sich auch das Aussehen bzw. die Gesichtsästhetik, denn die Nachbarzähne einer entstandenen Lücke haben weniger Halt, so dass ohne Zahnersatz die ganze Zahnreihe dazu neigt in die Zahnlücke zu wandern, was auch Auswirkungen auf den Kieferknochen und die Kiefergelenke haben kann. Durch eine parodontale Zahnbrücke kann die Zahnästhetik bzw. Gebissästhetik verbessert werden wie auch der Biss, wenn die Zähne vom Oberkiefer und Unterkiefer wieder harmonisch aufeinander treffen.

Eine festsitzende Zahnbrücke auf den eigenen Zähnen wie auch auf Zahnimplantaten als Zahnwurzelersatz bietet den besten Tragkomfort.

Kronen Brücken Festsitzende Zahnbrücke

Dazu wird das Brückenzwischenglied, das die fehlenden Zähne ersetzt, je nach Art der Brücke meist mit verbundenen Zahnkronen auf den Pfeilerzähnen resp. die beiden Zähne, die an die Lücke angrenzen verankert oder mit Komposit-Zement durch die Adhäsivtechnik an diese angeklebt.

Zahnbrücke als Ersatz für natürliche Zähne

Wenn eine festsitzende Zahnbrücke eingesetzt wird, können sich Zahnlücken durch den Zahnverlust infolge von einem Zahnunfall oder Zahnerkrankung nicht mehr negativ auf den gesamten Kauapparat auswirken.

Mit der Brücke für Zähne können Zahnreihen mit bis zu vier fehlenden Zähnen nach einem Zahnausfall in der Zahnbogenform optisch verschönert werden.

Brücke für Zähne, Zahnbrücke als Zahnersatz

Die Zahnbrücke wird auf den beschliffenen, noch vorhanden Zähnen befestigt.

Vielfach wird beim Zahnarzt von Brücke und nicht von Zahnbrücke gesprochen, denn in der Kronen-Brücken-Prothetik versteht man unter einer Brücke den festsitzenden künstlichen Ersatz fehlender Zähne.

Das Hauptziel der Zahnbrücke ist, dass dauerhafte Zahnfehlstellungen und Kieferfehlstellungen vermieden werden wie eine Verschiebung von angrenzenden Zähnen gegen die Zahnlücke resp. eine Bissverlagerung. Nach einem Zahnausfall bzw. bei Verlust von einem oder mehrerer Zähne kann die festsitzende Zahnbrücke die Lücken schliessen. Vor der Anpassung und Eingliederung müssen vom Zahnarzt evt. Schäden an Zähnen, Zahnfleisch und Zahnwurzeln beseitigt werden, da nur intakte Zähne der Brücke sicheren Halt geben können.

Festsitzender Zahnersatz

Festsitzender Zahnersatz kann abnehmbar gestaltet sein und ist damit einer Gebiss-Prothese in Bezug auf Zahnästhetik, Kaukomfort und Sprechfunktion deutlich überlegen.

Festsitzender Zahnersatz kann an vorhandenen Zähnen oder Zahnimplantaten befestigt werden und kommt der natürlichen Mundsituation am nächsten. Das Gerüst für eine Zahnbrücke besteht aus Kronen für die begrenzenden Pfeilerzähne und aus Zwischengliedern, die fehlenden Zähne ersetzen. Bei guter Zahnpflege, Zahnfleischpflege und Brückenpflege bzw. Zahnersatzpflege und der Vermeidung von übermässigen Belastungen wie durch Zähneknirschen bleibt eine Zahnbrücke über viele Jahre stabil. Festsitzende Zahnbrücken können nicht herausgenommen oder erweitert werden, sie besitzen aber gegenüber Zahnprothesen einige Vorteile wie Tragekomfort, sichereren Halt und problemlosere Handhabung aus. Zahnbrücken passen sich oft kosmetisch besser an das restliche Zahngebiss an und ermöglichen ein optimales Kauen und Sprechen, was sich positiver auf die Zahngesundheit auswirkt.


Parodontal getragene Brücke

Eine Zahnbrücke ist nach dem Zahnverlust eine Alternative zum Implantat als Zahnwurzelersatz und ersetzt einen fehlenden Zahn oder auch mehren Zähne.

Parodontal getragene Zahnbrücken werden zur Überbrückung von Zahnlücken eingesetzt und dienen der Wiederherstellung vom Zahnhalteapparat bzw. der Kaufunktion und Sprechfunktion, aber auch zur ästhetischen Verbesserung vom Zahngebiss, im Besonderen im sichtbaren Bereich der Zähne. Die parodontal getragene Brücke ist ein Zahnersatz, der über festsitzende Anker bzw. künstliche Kronen an Pfeilerzähnen befestigt ist, die dann auch als Ankerzähne bezeichnet werden. Mit künstlicher Krone ist eine Überkronung der natürlichen Zahnkrone vom Zahn gemeint, wo kein ganzer Zahn wie beim Zahnimplantat als festsitzender künstlicher Zahn ersetzt wird, denn es werden nur Teile der Zahnsubstanz einer natürlichen Zahnkrone durch andere Materialien ersetzt. Die parodontal getragene Zahnbrücke ist ein Begriff wie die Parodontal-Prophylaxe als vorbeugende Massnahme zur Erhaltung vom Restgebiss durch die kontinuierliche Zahnpflege, denn als Parodont oder Parodontium wird der Zahnhalteapparat bzw. das Zahnbett bezeichnet.

Parodontal getragene Brücke Zahnbrücke

Ein parodontalgetragener Zahnersatz wird über festsitzende Kronen auf den Pfeilerzähnen befestigt, die den künstlichen "Ersatzzähnen" auf der Zahnbrücke als Anker dienen.

Parodontal getragener Zahnersatz

Eine Zahnbrücke ist ein rein parodontal getragener Zahnersatz zum Lückenschluss einer unterbrochenen Zahnreihe, der über fest sitzende Brückenanker an den Brückenpfeilern fixiert ist.

Die parodontal getragene Brücke für die künstlichen Zähne ist eine Zahnbrücke als Zahnersatz, denn "Parodontal" besagt, den Zahnhalteapparat (Parodontium) betreffend oder neben oder um den Zahn befindlich. Die Kaukräfte werden bei der parodontal getragenen Brücke somit von den Brückenpfeilern aufgenommen. Die auf eine Zahnbrücke einwirkenden Kräfte werden ausschliesslich von den Pfeilerzähnen aufgenommen, seien es Zahnpfeiler der natürlichen Zähnen oder Zahnimplantate als in den Kieferknochen implantierte künstliche Zahnpfeiler. Da die Pfeilerzähne durch das Tragen der Brückenkonstruktion als Zahnersatz stark belastet sind, können besonders beim Zähnepressen und Zähneknirschen in der Nacht in seltenen Fällen auch Schädigungen und Beschwerden durch Überbelastung auftreten. Auch wenn eine Brücke aus Brückenankern und künstlichen Kronen bzw. Brückenzwischengliedern besteht, können diese beim Zähneknirschen wie die natürlichen Zähne schädigen, so dass man bei Bruxismus eine Zahnschiene bzw. Aufbiss-Schiene tragen sollte. Unnatürliche Parafunktionen oder Fehlfunktionen können den Zähnen und dem Zahnersatz schaden wie auch dem ganzen Kausystem mit den Kiefergelenken, die Drehbewegungen, Gleitbewegungen und Seitwärtsbewegung ausführen können. Alle Zahnpatienten kommen darum mit einer festsitzenden Zahnbrücke besser zurecht als mit Zahnprothesen als Zahnersatz, so besonders bei Prothesen auf der Kieferschleimhaut wegen dem Prothesenhalt.

Zahnbrücke für parodontal geschädigten Gebiss

Als Brückenpfeiler könen nur gesunde und festsitzende Zähne verwendet werden, an denen Brückenanker befestigt sind.

Nach entsprechender Vorbehandlung kann das parodontal geschädigten Gebiss mit Kronen-Brücken-Rekonstruktionen saniert und stabilisiert werden.
Parodontal getragener Zahnersatz ist der über festsitzende Anker bzw. Kronen an Pfeilerzähnen befestigt ist. Eine fest sitzende Zahnbrücke ist eine funktionelle und ästhetische Lösung bei dem aber gesunde Nachbarzähne beschliffen werden müssen. Voraussetzung ist eine ausreichende Anzahl parodontal stabiler Zähne in statisch günstiger Position, die als Brückenpfeiler verwendet werden. Zähne die als Brückenpfeiler verwendet werden, nennt man Pfeilerzähne. Als Brückenpfeiler bezeichnet man den zur Aufnahme des Brückenankers präparierten Zahn. Pfeilerzähne die eine Brückenkonstruktion halten, sollten Zähne sein mit mehreren oder langen Zahnwurzeln, denn einwurzelige Zähne oder Zähne mit kurzen Wurzeln sind weniger belastbar.


Abnehmbare Zahnbrücke

Die abnehmbare Brücke ist vom Zahnpatienten abnehmbar und kann im Gegensatz zu festsitzenden Brücken nach Verlust eines Brückenpfeilers erweitert werden.

Brücke Abnehmbare Zahnbrücke mit Zähnen

Ist eine Brücke auf Zahnimplantaten verschraubt und kann nur vom Zahnarzt abgenommen werden, handelt es sich um eine bedingt abnehmbare Brücke.

Die abnehmbare Brücke ist mit Doppelkronen resp. Teleskopkronen an natürlichen Zähnen oder Zahnimplantaten verankerte.

Wenn die Zahnbrücke über Doppelkronen verbunden ist, so kann sie vom Zahnpatienten abgenommen werden, sodass man von einer herausnehmbaren Zahnbrücke oder abnehmbaren Brücke spricht. Bei einer günstigen Anordnung der restlichen Zähne ist auch eine abnehmbare Brücke möglich womit die restlichen Zähne mit Konuskronen bzw. Teleskopkronen Konusprothese oder Teleskop-Prothese (Hybridprothese) versorgt werden. Teleskopprothesen oder Konusprothesen (Hybridprothetik) funktionieren nach dem Prinzip der Doppelkronen bzw. die Zähne werden zu Zahnstümpfen beschliffen und mit Innenkronen versorgt. Die Hybridprothese ist eine Sonderform vom kombinierten Zahnersatz (Kombinationsprothetik), die mit Teleskopkronen, Stegen auf Wurzelstiftkappen (Steggeschiebe) oder Kugelköpfchen an der meist nur noch geringen Restbezahnung befestigt wird.

Herausnehmbare Brücke

Die herausnehmbare Zahnbrücke verläuft über den Kieferkamm wie eine festsitzende Brücke, denn sie kommt im Oberkiefer ohne Gaumenplatte und im Unterkiefer ohne Zungenbügel aus und vermittelt das Gefühl einer festsitzenden Zahnbrücke.

Die Teleskopbrücke als herausnehmbare Zahnbrücke ist eine komfortable und ästhetisch anspruchsvolle Alternative zu einer Teilprothese und kommt zum Einsatz, wenn nur noch einige Zähne vorhanden sind bzw. mehrere Zahnlücken existieren wovon man auch von einem Zahnlückenstand oder Zahnlückengebiss spricht. Die abnehmbare Brücke wird auch als teleskopierende Brücke bezeichnet, denn sie wird unter Einsatz der Teleskop-Technologie auf den Nachbarzähnen oder auch auf Zahnimplantaten befestigt. Die Voraussetzung für die Anfertigung einer herausnehmbaren Brücke ist, dass die vorhandenen Zähne im Kiefer noch gut verankert sind und mit einer Teleskopkrone versorgt werden können. Eine herausnehmbare Brücke ist aufgrund der aufwändigeren Herstellungsweise kostenintensiver als die meisten anderen Brückenarten, denn die doppelte Überkronung beansprucht mehr Zeit als üblich, was sich auch am höheren Preis der Zahnbrücke (Zahnersatzpreis) niederschlägt.

Lässt sich Zahnersatz nicht mehr festsitzend lösen weil zu wenige Zähne vorhanden sind oder auch durch Parodontose geschwächt sind, sollte nach Möglichkeit der Zahnersatz herausnehmbar gestaltet werden.

Herausnehmbare Brücke, abnehmbare Brücke

Im Gegensatz zur Teilprothese hat die Teleskopbrücke aufgrund ihres besonderen Konstruktionsprinzips den Vorteil, dass im Gaumenbereich oder Zungenbereich auf Metallbänder und Kunststoffteile verzichtet werden kann.

Die Teleskopbrücke arbeitet nach der sog. Doppelkronen-Mechanik, denn die Innenteleskope werden auf die tragenden Zähne zementiert und dienen als Stützpfeiler für die herausnehmbare Teleskopbrücke. Verblendungen mit Keramik werden nur selten eingesetzt, weil sie unter der Spannung der Zahnbrücke rascher brechen könnten. Das herausnehmbare Element der Teleskopbrücke besteht aus den Aussenteleskopen, die über Zwischenglieder miteinander verbunden sind und so die fehlenden Zähne ersetzen. Die Innenteleskope bestehen im Normalfall aus Gold und die herausnehmbare Brückenkonstruktion ist meist mit Kunststoff verblendet.

Abnehmbare Teleskopbrücke

Eine Teleskopbrücke ist eine Brücke mit Teleskopkronen als Brückenpfeiler und gehört zum herausnehmbaren Zahnersatz,  ähnlich wie bei Doppelkronenprothesen, steht aber betreffend Funktion und Tragekomfort dem festsitzenden Zahnersatz näher, da sie alleine von den Pfeilerzähnen getragen wird und die Mundschleimhaut nicht berührt.

Teleskopierende Brücken sind im Aussehen und im Tragekomfort kaum von festsitzenden Brücken zu unterscheiden und damit Teilprothesen überlegen. Teleskopbrücken finden bei Zahnsanierungen als Zahnersatz vor allem Verwendung bei Zahnbehandlungen mit grossen Freiständen im Kiefer, denn abnehmbare Teleskopbrücken haben einen erhöhte Tragekomfort und eine grosse Festigkeit wie beim festsitzenden Zahnersatz. Eine Teleskopkrone ist eine Doppelkrone, die aus einer Innenkrone und einer Aussenkrone besteht, wobei die inneren Kronen fest auf die präparierten Zähne zementiert werden. Die Aussenkronen werden in die abnehmbare Brücke eingearbeitet und in Zahnfarbe verblendet. Beim Einsetzen der abnehmbaren Brücke schieben sich die Aussenkronen sehr präzise über die Innenkronen. Das Metall der herausnehmbaren Brücke ist nur sichtbar, wenn die Brücke zur Reinigung bzw. zur Zahnersatzpflege herausgenommen wird. Zusammen mit Implantaten und festen Brücken handelt es sich bei teleskopierenden Zahnbrücken um die komfortabelste Form aller Zahnersätze. Die Reinigung der Brückenkonstruktion ist sehr einfach, da ein Teil der Teleskopbrücke herausgenommen werden kann und sich damit das Kariesrisiko verringert werden kann. Die Anfertigung und das Einsetzen der Teleskopbrücke als künstliche Zahnbrücke ist ein aufwändiger Prozess. Zur Verankerung vom späteren Zahnersatz müssen zuerst die der Zahnlücke benachbarten Zähne als Pfeilerzähne beschliffen werden. Anschliessend nimmt der Zahnarzt einige Abdrücke (Abformung) und bestimmt die ideale Farbe für die Verblendung. Diese Informationen dienen dem Zahntechniker oder Zahnprothetiker als Vorlage für die Herstellung der Brücke. Das Dentallabor benötigt für diese massgeschneiderte Arbeit viel Zeit weshalb der Zahnpatient in der Zwischenzeit mit einem Provisorium (Provisorische Zahnbrücke) versorgt wird.


Bedingt abnehmbare Brücke

Die bedingt abnehmbare Brücke kann nur vom Zahnarzt, nicht aber vom Zahnpatienten herausgenommen werden kann, da diese meist mit den Pfeilerzähnen verschraubt ist.

Bedingt abnehmbare Brücke Zahnbrücke Zähne

Wird eine gaumenfreie Kunststoffprothese bzw. eine bedingt abnehmbare Brücke im Oberkiefer verankert, so sind dafür Implantate notwendig.

Zahnbrücke

Die Zahnbrücke (Brücke) dient als festsitzender Zahnersatz und ermöglicht das "Überbrücken" einer unterbrochenen Zahnreihe.

Die Zahnbrücke findet ihre Abstützung an nebenstehenden Zähnen oder Zahnimplantaten, welche als Pfeiler (Pfeilerzahn) verwendet werden. Ob eine Brücke bei natürlichen Zähnen in Frage kommt, ist abhängig vom Zustand der nebenstehenden Zähne als Brückenpfeiler, denn wenn die Zähne erkrankt und gelockert sind, ist eine Zahnbrücke nicht möglich.

Die Aufgabe der Zahnbrücke ist:

Stabilisierung der Zahnreihe
Kauvorgang und Kaufunktion wieder herstellen
Zahnlücke bzw. Zahnlückengebiss oder Zahnlückenstand schliessen durch Zahnersatz
Verhinderung von Zahnverschiebungen in die Zahnlücke hinein
Ästhetische Funktionen wieder herstellen
Phonetische Funktionen (Phonetik) herstellen

Bedingt herausnehmbare Zahnbrücke

Die bedingt abnehmbare Zahnbrücke auf Zahnimplantaten als Zahnersatz ist eine ähnliche Variante wie der festsitzende Zahnersatz, wo der Zahnpatient die Brücke nicht selbstständig entfernen kann.

Bedingt herausnehmbare Zahnbrücke, Implantat

Bei der bedingt abnehmbaren Brücke besteht für den Zahnarzt die Möglichkeit, in der Krone oder Brücke eine Schraube mit Gewinde anzubringen, damit er diese gut entfernen und wieder einzusetzen kann.

Eine bedingt herausnehmbare Brücke kommt nur bei Zahnimplantaten zum Einsatz und ist bei natürlichen Zähnen nicht möglich.

Wenn die Brücke auf Implantaten verschraubt ist, kann diese vom Zahnarzt mit dem entsprechenden Gewindeschlüssel abgenommen werden, denn es handelt es sich um eine bedingt abnehmbare Implantatbrücke. Ist die Zahnbrücke über Doppelkronen verbunden, spricht man von einer Teleskopbrücke die vom Zahnpatienten abgenommen werden kann, denn es ist eine abnehmbare Brücke.


Einspannige Zahnbrücke

Wenn ein Zwischenglied ohne Unterbrechung zwischen den Brückenankern gespannt ist, wird von einer einspannigen Brücke gesprochen.

Zahnlücke Brücke Einspannige Zahnbrücke

Die einspannige Brücke als Zahnersatz wird mit einer Spanne, im Gegensatz zu der mehrspannigen Brücke, wo nur ein zahnfreier Kieferkammabschnitt durch Brückenzwischenglieder ersetzt wird.

Einspannigen Brücke für Zähne

Wird von einer Brücke nur eine Lücke geschlossen, so spricht man, unabhängig von der Zahl der zu ersetzenden Zähne, von einer einspannigen Brücke bzw. einspannigen Zahnbrücke.

Wenn bei Brücken mehrere Zwischenglieder in mehreren Bögen zwischen den Pfeilern angeordnet sind, spricht man von mehrspannigen Brücken bzw. hat eine Brücke mehrere Brückenkörper, werden durch sie mehrere Zahnlücken geschlossen, so dass es eine mehrspannige Brücke ist.


Geteilte Zahnbrücke

Sofern eine Parallelisierung wegen schiefstehenden Pfeilerzähnen nicht möglich ist, kann sich eine Geschiebebrücke anbieten, die aus zwei ineinander schiebbaren Teilen besteht.

Die unterteilt Zahnbrücke oder Geschiebebrücke ist eine Sonderform der herkömmlichen Brücken und besteht aus min. zwei oder mehreren Teilen. Die geteilte Zahnbrücke als Zahnersatz besteht aus min. zwei Teilen, wo die einzelnen Teile durch ein individuelles Geschiebe oder durch eine Verschraubung miteinander verbunden sind.

Geteilte Zahnbrücke Pfeilerzähne Geschiebe Zahn

Eine geteilte Brücke ist eine Zahnbrücke die durch ein Geschiebe oder durch Doppelkronen in mehrere Teile gegliedert ist.

Unterteilte Brücke auf Brückenpfeiler

Die unterteilte Brücke als Zahnersatz auf Brückenpfeilern ist eine geteilte Zahnbrücke oder Geschiebebrücke, das eine Sonderform ist um eine Zahnlücke mit der Zahnbrücke zu schliessen.

Wenn Zähne stark gekippt sind oder grosse Abstände zwischen den Pfeilerzähnen bestehen, wird eine geteilte Zahnbrücke eingesetzt. Wichtig ist, dass die Pfeilerzähne, die eine unterteilte Zahnbrücke tragen, parallel zu einander stehen, dass eine gemeinsame Einschubrichtung für beide Brückenpfeiler entsteht. Eine geteilte Zahnbrücke besitzt entweder ein Geschiebe, das auch Teleskop genannt wird, einen Riegel oder eine Verschraubung, die die Teile der Zahnbrücke miteinander verbindet. Die Verbindungsteile sind unsichtbar und beeinflussen die Ästhetik der Brücke nicht. Die Eingliederung einer ungeteilten Zahnbrücke ist nur möglich, wenn alle Pfeiler in derselben Einschubrichtung präpariert werden können. Bei gekippten Brückenpfeilern kann eine Zahnbrücke nur eingegliedert werden, wenn sie geteilt wird. Bei geteilten Zahnbrücken ist das Zwischenglied an dem einen Ende mit dem Brückenanker fest verbunden. Das andere Ende ist mit dem Brückenanker z.B. durch Geschiebe, Doppelkronen oder Verschraubung verbunden.

Einsatz unterteilte Zahnbrücken

Hybridbrücken, die auf Zahnimplantaten und auf natürlichen Zähnen abgestützt sind
Zur Korrektur der Einschubrichtung bei unterschiedlich ausgerichteten Brückenpfeilern
Als mobiles Element, um eine unterschiedliche Beweglichkeit der Brückenpfeiler auszugleichen
Brücken im Unterkiefer-Seitenzahngebiet, da der Unterkiefer sich bei Bewegungen verbiegt
Bei fehlender gemeinsamer Einschubrichtung der Brückenpfeiler sowie bei Brückenankern mit geringer Retention am Brückenpfeiler


Extensionsbrücke

Extensionsbrücken sind Brückenkonstruktionen, bei denen das Brückenglied einseitig von einem Brückenanker getragen wird und zur anderen Seite ohne Endpfeiler frei endet.

Um genügend Stabilität zu haben, benötigt diese Brückenkonstruktion der Freiendbrücke bzw. Fliegerbrücke als Zahnersatz mindestens zwei benachbarte Brückenanker.

Extensionsbrücke Freiendbrücke Fliegerbrücken 

Bei einer Freiendbrücke (Extensionsbrücke) befindet sich das Zwischenglied nicht zwischen zwei Brückenankern, sondern bildet das eine Ende der Brücke und wird darum auch als Endpfeilerbrücke genannt.

Die Extensionsbrücke wird vielfach als Freiendbrücke bezeichnet.

Bei Extensionsbrücken kann es zu Hebelwirkung, Kippung und Fehlbelastung der Pfeilerzähne kommen. Durch diese Freiendbrücke kann maximal ein fehlender Zahn ersetzt werden, da durch weitere Zähne der Hebelarm zu lang ist und die entstehenden Kräfte auf die Pfeilerzähne entsprechend zu gross sind, was Knochenabbau, Zahnlockerung und letztlich den Verlust der Pfeilerzähne zur Folge hat. Wird eine Zahnlücke nicht von eigenen Zähnen begrenzt, kann in seltenen Fällen eine Freiendbrücke verwendet werden, der Zahnarzt spricht dann von einer Extensionsbrücke. Bei Freiendlücken werden Freiendbrücken (Fliegerbrücken) nur an einem Ende durch einen Brückenpfeiler begrenzt und werden deshalb auch als Endpfeilerbrücken bezeichnet.  Freiendbrücken sind nur in Ausnahmefällen möglich, da sie statisch durch ein frei endendes Brückenglied als Hebelarm sehr ungünstig wirken d.h. es führt zur kippenden Belastung des Brückenpfeilers. Bei verkürzten Zahnreihen gelangen Extensionsbrücken zum Einsatz, wobei die fehlenden Zähne bzw. die Extensionsglieder nicht zwischen, sondern endständig an den Brückenankern befestigt sind und damit eine Zahnreihe erweitert (extendiert) werden kann. Es sind auch Kombinationen von Schaltbrücken und Extensionsbrücken gebräuchlich. Die Freiendprothese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz bei der Freiendlücke und bezeichnet Konstruktionsformen von Zahnersatz, bei denen Zähne an verkürzten Zahnreihen ersetzt werden.


Brücke auf Zahnimplantaten

Bei der Implantatgetragenen Brücke als Zahnersatz werden nicht nur eigene Zähne, sondern auch Implantate zur Befestigung der Brückenanker verwendet.

Zahnbrücke auf Implantaten Implantatbrücke

Vielfach kann eine Brückenkonstruktion umgangen werden, indem der Zahnarzt die fehlenden Zähne durch Implantate und Einzelkronen ersetzt.

Implantatbrücke

Implantatgetragene Brücke nennt man eine Zahnbrücke, die auf min. einem oder mehreren Implantaten verankert ist und wird im Volksmund meist als Implantatbrücke bezeichnet.

Bei der implantatgetragenen Brücke kann man auf die Prothese verzichten und hat absolut feste Zähne im Mund.

Brücke auf Implantaten Zahnbrücke feste Zähne

Die implantatgetragene Brücke ist angenehmer und bietet viele Vorteile, denn Kronen, die auf Implantaten befestigt werden, funktionieren wie ein natürliches Gebiss.

Brücke auf Zahnimplantaten ist eine implantatgetragene Zahnbrücke

Zahnimplantate bestehen meist aus Einzelteilen, wo die Zahnbrücke darauf aufgebracht wird. Die Suprakonstruktion der Zahnbrücke wird auf die Zahnimplantate aufgebracht.

Einzelteile der Zahnimplantate für Zahnbrücke

Als Suprakonstruktion auf Zahnimplantaten werden künstliche Zahnkronen, Teleskopprothesen oder auch Zahnbrücken aufgebracht.

Zahnbrücke auf Zahnimplantaten

Die Zahnbrücke auf Zahnimplantaten wackelt und klappert nicht wie bei den Zahnprothesen.

Zahnbrücke Zahnimplantaten Implantbrücke

Zahnbrücke auf Zahnimplantaten kann wie die natürlichen Zähne mit der Zahnbürste ohne herausgenommen zu werden, gepflegt werden.

Verbundbrücke (Hybridbrücke)

Als Verbundbrücke bezeichnet man eine Brücke, wenn Zahnimplantate mit natürlichen Zähnen verbunden werden.

Die Verbundbrücke kann besagen, dass die Zahnbrücke aus verschiedenen, miteinander verbundenen Materialien besteht. Wenn der Zahn und auch Implantat als Pfeiler einer fest eingeklebten Zahnbrücke dienen, spricht man von einer Verbundbrücke die auch als Hybridbrücke oder Kombinationsbrücke bezeichnet wird. Der Name Verbundbrücke oder Zahnimplantat-Verbundbrücke wird aber meist für eine Kombination der Brückenpfeiler aus eigenem Zahn und Zahnimplantat gebraucht und im Volksmund meist nur als Implantatbrücke bezeichnet.


Schwebebrücke

Die Schwebebrücke ist eine "Unterspülbare Brücke", eine Brücke deren Zwischenglieder durch Mundspeichel unterspülbar sind und keinen Kontakt zur Kieferkammschleimhaut haben.

Die Schwebebrücke als Zahnersatz unterscheidet sich wesentlich von anderen Brücken als Seitenzahnbrücke, da diese nicht auf dem Kiefer aufsetzt, sondern sich in einem Bogen über die Zahnlücke schliesst und dadurch unterspülbar ist. Da ältere Brückenformen wie die Sattelbrücke, Spaltbrücke oder Brückenzwischenglieder mit Wurzelfortsätzen bei Zahnbrürücken nur noch selten Anwendung finden, unterscheidet der Zahnarzt meist nur noch zwischen Schwebebrücken und Tangentialbrücken. Die Schwebebrücke wird im Frontzahnbereich grundsätzlich nicht verwendet, denn wie der Name besagt, schwebend in dem betreffenden Zwischenraum befindet und daher nicht auf dem Zahnfleisch aufliegt.

Brückenzahnersatz im Backenzahnbereich

Die Schwebebrücke ist ein Brückenzahnersatz im Backenzahnbereich der aus hygienischen Gründen unterspülbar ist und dessen Brückenkörper die Schleimhaut nicht berührt.

Die Schwebebrücke gilt als Standardanwendung im nicht sichtbaren Backenzahnbereich und wird auch als Seitenzahnbrücke bezeichnet. Das Brückenglied der Schwebebrücke liegt dem Kiefer nicht auf bzw. es ist unterspülbar. Die Schwebebrücke wird aus ästhetischen und funktionellen Gründen (Lautbildung) nur im nicht sichtbaren Unterkiefer-Seitenzahnbereich eingesetzt. Die Schwebebrücke sitzt nicht fest auf dem Kiefer sondern bildet eine unterspülbare Fläche und kann deshalb optimal gereinigt werden. 


Provisorische Zahnbrücke

Zahnersatz als Provisorium wird meist auf eine einfache und effektive Art in der Zahnarztpraxis angefertigt, die Kosten für den provisorischen Zahnersatz niedrig halten.

Zahnbrücken sind ein Zahnersatz, mit denen der Zahnarzt die Zahnlücken im Gebiss schliessen kann.

Brücke Zähne Provisorische Zahnbrücke Lücke

Wenn eine provisorische Zahnbrücke aus diagnostischen Gründen über einen längeren Zeitraum getragen werden soll, kann sie auch im Labor nach Abformung gefertigt werden.

Eine provisorische Brücke wird meistens vom Zahnarzt aus Kunststoffen gefertigt.

Eine Brücke kann auch eine provisorische Zahnbrücke für den Zeitraum zwischen Zahnpräparation und Eingliederung des definitiven Zahnersatzes sein und dient der Ästhetik sowie dem Schutz vom beschliffenen Pfeilerzahn. Nach dem Erhärten und der Korrekturen wird die provisorische Brücke mit einem leicht entfernbaren Zement befestigt, was auch ein Langzeitprovisorium einer Zahnbrücke sein kann. Langzeitprovisorien dienen zur Stabilisierung der Bisslage sowie der Kontrolle der jeweiligen Situation im Gebiss bzw. Zahngebiss


Brücke als Langzeitprovisorium

Bei der Zahnbehandlung versteht man unter einem Langzeitprovisorium eine vorübergehende Versorgung beim Zahnarzt von beschliffenen oder fehlenden Zähnen über einen längeren Zeitraum.

Beim Langzeitprovisorium wird der Zahn entfernt und gleichzeitig die langzeitprovisorische Brücke als Zahnersatz eingesetzt, so dass der Zahnpatient zu keinem Zeitpunkt mit einer Zahnlücke herum laufen muss.

Provisorische Zahnbrücke Langzeitprovisorium

Beim Zahnarzt dienen Provisorien als Überbrückung der Zeit bis zum Einsetzen der endgültigen Versorgung durch eine Zahnbrücke oder einer künstlichen Zahnkrone. Langzeitprovisorium bei Zahnbrücken sind in der Regel laborgefertigte und metallverstärkte Kunststoffkronen sowie Brücken aus Kunststoff.

Langzeitprovisorium bei Zahnbrücken sind Zahnkronen und Brücken, die für einen begrenzten Zeitraum eingegliedert werden.

Zahnkronen und Zahnbrücken als Langzeitprovisorium werden für einen begrenzten Zeitraum von einigen Monaten bis Jahre in Zahnlücken eingegliedert. Das Brücken-Langzeitprovisorium wird eingesetzt, um eine neue Bisslage zu testen oder Umbauvorgänge nach Parodontalbehandlungen oder Zahnextraktionen abzuwarten.

Zahnbrücke als Langzeitprovisorium

Ein Langzeitprovisorium beim Zahnarzt ist eine vorübergehende Zahnversorgung beschliffener oder fehlender Zähnen durch eine provisorische Zahnbrücke über einen grösseren Zeitraum.

Unter einem Langzeitprovisorium versteht man eine vorübergehende Versorgung von beschliffenen oder fehlenden Zähnen über einen längeren Zeitraum. Die Provisorien dienen als Überbrückung der Zeit bis zum Einsetzen der endgültigen Versorgung, beispielsweise einer Zahnbrücke oder einer Zahnkrone.

Langzeitprovisorien werden nur unter bestimmten Bedingungen eingesetzt und haben immer eine bestimmte Aufgabe.

Verhinderung von Zahnwanderungen
Überbrückung der Ausheilungszeit
Schutz vor Bakterien
Schutz des Zahnes vor mechanischen und thermischen oder chemischen Reizen
Verbesserung der Ästhetik bis zur endgültigen Versorgung
Aufrechterhaltung der Kaufunktion
Veränderungen im Verhältnis von Oberkiefer und Unterkiefer werden verhindert
Korrektur der Okklusion, also der Verzahnung der Zähne untereinander

Zur Anfertigung der Langzeitprovisorien gibt es die direkte Herstellung beim Zahnarzt oder die Herstellung mit Abdruck der Zähne und der Fertigung im Zahnlabor.

Die einfachste ist die direkte Herstellung wo das Provisorium unmittelbar im Mund des Patienten angefertigt wird. Vielfach wird aber die indirekte Herstellung bevorzugt indem ein Abdruck der Zähne genommen und in ein Labor geschickt werden muss. Im Zahnlabor wird dann ein Provisorium angefertigt, welches später vom Zahnarzt eingeklebt wird. Langzeitprovisorien werden mit Hilfe eines später leicht wieder zu entfernenden Zahnzements befestigt. In der Regel bleibt diese Versorgung zwischen drei und zwölf Monaten im Mund und wird dann gegen die endgültige Krone oder Brücke ausgetauscht. 


Adhäsivbrücke Klebebrücke als Zahnlücken-Ersatz

Bei  jungen Zahnpatienten, die als Zahnlücken-Ersatz eine Zahnbrücke benötigen und noch kein Implantate als Zahnwurzelersatz gesetzt werden können, da das Knochenwachstum vom Kieferknochen bei jungen Zahnpatienten noch nicht abgeschlossen ist, wird häufig eine Adhäsivbrücke die auch als Marylandbrücke oder Klebebrücke bekannt ist, zwischen die bestehenden Zähne eingeklebt. Klebebrücken dienen wie alle Zahnbrücken in der Zahnreihe dem Verschluss einer Zahnlücke im Gebiss, wo die Maryland-Brücke mittels kleiner Keramikflügeln oder Metallflügeln an einem oder beiden Nachbarzähnen durch Verkleben mit Spezialkunststoff (adhäsiv) befestigt wird. Die Adhäsivbrücke ist für Jugendliche bis zum 20. Altersjahr besonders geeignet, damit eine Zahnlücke schonend geschlossen werden kann, denn bei der Marylandbrücke ist ein starkes Beschleifen der Pfeilerzähne nicht notwendig, so dass das Zahnmark (Zahnpulpa) nicht geschädigt wird.

Adhäsivbrücke Marylandbrücke Klebebrücke

Bei der Adhäsivbrücke als Zahnersatz werden die Ankerzähne nicht überkront und müssen darum auch nicht stark beschliffen werden.

Die Zahnmedizin gibt es auch für Kinderzähne verschiedene Arten von Zahnbrücken und Zahnprothesen als Zahnersatz, die für das Milchgebiss geeignet sind, wenn einzelne Zähne ersetzt werden müssen. Wenn ein Milchzahn im Milchzahngebiss frühzeitig verloren gehen, ist vielfach ein Milchzahnersatz als Platzhalter notwendig, damit der bleibende Zahn später genug Platz für das Wachstum hat, was mit einer Miniprothese oder einer Adhäsivbrücke erfolgen kann. Die Marylandbrücke bzw. Klebebrücke hat bei Kindern einen Vorteil, da der Kaudruck bei den Backenzähnen durch kleine Auflagen abgefangen wird, doch das Einsatzgebiet ist auch bei gesunden Pfeilerzähnen beschränkt auf kleinere Zahnlücken. Im Gegensatz zu den andern Zahnbrücken bestehen deren Brückenanker der Adhäsivbrücke nicht aus Kronen, sondern aus metallischen Auflagen, die mittels Schmelzätztechnik und Komposit bzw. Kunststofffüllungsmaterial auf die sehr wenig beschliffenen Pfeilerzähne geklebt werden.


Zwischenglied Zahnbrücke

Brückenzwischenglieder werden im sichtbaren Bereich als verblendete Tangentialglieder gestaltet, die dem Kieferkamm punktförmig oder linienförmig anliegen.

Die Brückenzwischengliederkönnen im Seitenzahnbereich einen herzförmigen Querschnitt aufweisen und aus hygienischen Gründen muss die Fläche zur Mundschleimhaut hin gewölbt sein. Da Zwischenglieder bei der unterspülbaren Schwebebrücke keinen Kontakt zur Schleimhaut haben, ist eine gute Mundhygiene möglich, doch die Schwebebrücke ist nur im nicht sichtbaren Bereich angezeigt.

Zwischenglieder Zahnbrücke Zahnkrone Brücke

Aus mundhygienischen Gründen muss die Fläche zur Schleimhaut hin bei Brückenzwischengliedern gewölbt sein, damit eine natürliche Pflegen der Mundhöhle durch den Speichel erfolgen kann.

Brückenzwischenglieder beim Zahnersatz

Im Seitenzahnbereich können die Brückenzwischenglieder vom Zahnersatz einen herzförmigen Querschnitt aufweisen.

Da das Zwischenglied der unterspülbaren Schwebebrücke keinen Kontakt zur Schleimhaut hat, ist sie nur im nicht sichtbaren Bereich angezeigt. Die Parodontal-Hygiene ist aber so gut möglich. Spaltbrücken mit einem spaltförmigen Abstand zur Schleimhaut sind parodontalhygienisch ungünstig, da es zur Einlagerung und Retention von Speisen unter dem Zwischenglied kommt. Bei der Tangentialbrücke liegt das Zwischenglied der Schleimhaut dem Kieferkamm (Alveolarkamm) drucklos und stichförmig bzw. kleinflächig auf. Da das Zwischenglied bei Sattelbrücken grossflächig aufliegt, sind sie parodontalhygienisch ungünstig und können nicht gepflegt und gereinigt werden. Die Eingliederung einer ungeteilten Brücke ist nur möglich, wenn alle Pfeiler in derselben Einschubrichtung präpariert werden können. Bei gekippten Brückenpfeilern kann eine Zahnbrücke als Zahnersatz nur eingegliedert werden, wenn sie geteilt wird. Bei geteilten Zahnbrücken ist das Zwischenglied an dem einen Ende mit dem Brückenanker fest verbunden. Das andere Ende ist mit dem Brückenanker z.B. durch Geschiebe, Doppelkronen oder Verschraubung verbunden. Das Brückenglied ist der Teil einer Zahnbrücke, der den verloren gegangenen Zahn ersetzt. Der Brückenkörper bezeichnet die Gesamtheit der zu ersetzenden Zähne einer Zahnbrücke.

Zahnzwischenglieder bei Zahnbrücken

Die Brückenzwischenglieder werden bei Zahnbrücken als verblendete Tangentialglieder im sichtbaren Bereich gestaltet, die dem Kieferkamm punktförmig oder linienförmig anliegen.

Spaltbrücken mit einem spaltförmigen Abstand zur Schleimhaut sind Hygienisch ungünstig, da es zur Einlagerung und Retention von Speisen unter dem Zwischenglied kommen kann. Da ältere Brückenformen wie die Sattelbrücke, Spaltbrücke oder Brückenzwischenglieder mit Wurzelfortsätzen nur noch selten Anwendung finden, unterscheidet der Zahnarzt bei Zahnbrücken meist nur noch zwischen Schwebebrücken und Tangentialbrücken. Die Zwischenglieder der Sattelbrücke liegen der Schleimhaut breitbasig und grossflächig auf und werden daher nicht mehr als Teil von festsitzendem Zahnersatz verwendet, sondern nur noch als herausnehmbare Elemente von Zahnprothesen bei Alveolarfortsatz-Defekten miteinbezogen wie bei Teilprothesen, Freiendprothesen wenn eine Freiendsituation vorliegt oder Teleskopprothesen bzw. Teleskopbrücke als abnehmbare Zahnbrücke. Da der nach hinten nicht abgestützte Freiendsattel einer Freiendprothese nur der nachgiebigen Mundschleimhaut aufliegt, ist die Freiendprothese statisch ungünstig und kann das Restgebiss schädigen an dem die Zahnprothese (Kieferprothese) befestigt ist. Bei der Tangentialbrücke als konventionelle Zahnbrücke liegt das Brückenzwischenglied der Schleimhaut dem Kieferkamm drucklos und stichförmig bzw. kleinflächig auf. Eine Tangentialbrücke wird besonders im Bereich der Frontzähne und auch bei den Seitenzähnen im Oberkiefer verwendet.


Werkstoffe Zahnbrücken

Bei Einzelkronen kann für höchste Ansprüche bezüglich Aussehens auch eine reine Keramikkrone als Zahnersatz eingesetzt werden, die vielfach auch Jacketkrone genannt wird.

Werkstoffe Zahnbrücken Zahnkronen Brücken

Die Werkstoffe, die in der Kronen-Brücken-Prothetik Verwendung finden, sind vielfältig und bestehen vielfach aus Kombinationen wie Keramik und Kunststoffe oder Edelmetalle und Nichtedelmetalle.

Werkstoffe für Brücken und Kronen

Jeder Werkstoff für Brücken und Kronen hat seine spezifischen Eigenschaften und gelangt daher vielfach in Kombinationen zum Einsatz.

Wenn das Aussehen eine eher untergeordnete Rolle spielt wie im Seitenzahnbereich, ist die Festigkeit wegen der hohen Kaukräfte grosse Bedeutung. In diesen Bereichen werden vielfach reine Metallkronen oder Metallbrücken eingesetzt bzw. Vollgusskronen und Vollgussbrücken. Im sichtbaren Frontzahnbereich werden zahnfarbene Kronen und Brücken verwendet, also Verbund-Metall-Keramik VMK. Metallkronen und Metallbrücken werden im sichtbaren Bereich mit zahnfarbener Keramik verkleidet. Der Vorteil dieser Kombination liegt in der Verbindung der Festigkeit von Metall mit der Ästhetik von Keramik mit der gleichzeitigen Gewebefreundlichkeit. 


Zahnbrücke einsetzen

Auf einwurzeligen Zähnen als Brückenpfeiler dürfen normal keine Zahnbrücken als Zahnersatz aufgesetzt werden.

Vor die Brückenanker ausgewählt werden, muss die Pfeilerzahnwertigkeit ermittelt werden, denn nicht jeder Zahn eignet sich gleich gut oder gar nicht wie z.B. ein Zahn der nur eine Wurzel für diese tragende Aufgabe hat. Bevor eine Brücke eingesetzt werden kann, wird das zu behandelnde Areal präpariert bzw. alle Verunreinigungen, wie Karies an den Zähnenden und auch zukünftigen Pfeilerzähnen, Zahnstümpfe und Erkrankungen des Zahnfleisches beseitigt.

Zahnbrücke einsetzen Verankerung der Brücke  

Pfeilerzähne die der Verankerung der Brücke dienen, werden abgeschliffen und anschliessend überkront (verkront).

An den Kronen wird beim definitiven Einsetzen mittels Löttechnik, Schweisstechnik oder Klebetechnik die Brücke befestigt.


Teleskopbrücke

Die Teleskopbrücken gehören zum herausnehmbaren Zahnersatz, denn Teleskopbrücken werden nicht fest einzementiert, sondern auf Pfeilerzähnen aufgesteckt.

Teleskopbrücke, herausnehmbare Zahnbrücke

Eine Teleskopbrücke ist eine ästhetisch anspruchsvolle Alternative zu einer Teilprothese und kommt zum Einsatz, wenn nur noch wenige Zähne vorhanden sind und es nicht sicher ist, ob die Pfeilerzähne die gesamte zu erwartende Lebensdauer einer festsitzenden Brücke der Kaubelastung gewachsen sind.

Die Teleskopbrücke als abnehmbare Zahnbrücke ist aufgrund der aufwändigeren Herstellungsweise kostenintensiver als die meisten anderen Brückenarten.

Eine Teleskopbrücke ist eine Brücke mit Teleskopkronen als Brückenpfeiler ähnlich wie die Doppelkronenprothesen, und so ist die Teleskopbrücke keine Zahnbrücke im klassischen Sinn, denn sie gehört zum herausnehmbaren Zahnersatz und steht in Funktion und Tragekomfort dem festsitzenden Zahnersatz näher. Da die Teleskopbrücke von den Pfeilerzähnen als Brückenpfeiler alleine getragen wird, berührt die Zahnbrücke die Mundschleimhaut nicht. Die Teleskopbrücke ermöglicht bei einem Zahnlückengebiss eine optimale Versorgung, denn die im Mund verbliebenen Zähne werden mit den Innenteleskopen als Goldkappen überkront. Bei der Teleskopbrücke kann der Zahnpatient selbst entscheiden ob die Brücke dauerhaft im Mund verbleiben und wie eine festsitzende Brücke funktionieren soll, doch für die Zahnersatzpflege und Mundpflege ist es angenehmer, wenn die Teleskopbrücke wie eine Zahnprothese zur täglichen Mundhygiene herausgenommen werden kann. Bei der Teleskopbrücke sind die Teleskopkronen die eigentlich sichtbaren Kronen, die als Aussenteleskope bezeichnet werden und in die herausnehmbare Brücke eingearbeitet sind.


Kombinationsbrücke

Die Kombinationsbrücke wird auch als Hybridbrücke oder Verbundbrücke bezeichnet und ist ein Zahnersatz auf Implantaten und natürlichen Zähnen.

Verbundbrücke, Hybridbrücke, Zahnbrücke

Die Kombinationsbrücke als Zahnersatz ist teilweise umstritten, denn die fixe Einheilung von Zahnimplantaten gegenüber der natürlichen Beweglichkeit eigener Pfeilerzähne haben unterschiedliche Eigenschaften, denn Zahnimplantate sind fix verankert und die eigenen Zähne bewegen sich.

Kombination Brücke

Als Kombinationsbrücke findet man sie auch unter dem Begriff Verbundbrücke oder Hybrid-Brücke die eine Verbindung von natürlichen Zähnen und Implantaten darstellt.

Die Kombinationsbrücke ist eine Hybridbrücke bzw. Verbundbrücke und ist ein Zahnersatz auf Zahnimplantaten und natürlichen Zähnen, wird aber vielfach nur als Implantatbrücke bezeichnet. Die Verbundbrücke wird als festsitzender Zahnersatz bzw. bedingt abnehmbarer Zahnersatz bezeichnet bei dem mindestens ein eigene Zahn und mindestens ein Zahnimplantat verbinden. Eine Verbundbrücke kommt dann zum Einsatz, wenn natürliche Zähne und ein bereits vorhandenes Zahnimplantat miteinander verbunden werden. Als Verbundbrücke sind die Hybrid-Brücke und Kombinationsbrücke bekannt. Wenn die Zahnbrücke nur von Zahnimplantaten getragen wird, nennt man sie Implantatbrücke.

Hybridbrücke

Wenn Zahn und Zahnimplantat als Pfeiler für eine Zahnbrücke benutzt werden, spricht man von einer Hybridbrücke, denn Hybrid bedeutet „Gebündeltes, Gekreuztes oder Gemischtes".

Die gleichzeitige Nutzung von Zahnimplantaten und Zähnen zum Fixieren von einem herausnehmbaren Zahnersatz bzw. herausnehmbare Brücke bezeichnet man vielfach als Hybridprothese. Die Hybridbrücke ist eine Zahnbrücke, die über einem natürlichen Zahn und einem Zahnimplantat eingesetzt wird und eine Zahnbrücke ist, sofern sie eingesetzt ist. Eine teleskopierende Brücke mit Teleskopkronen als Brückenpfeiler ist genau genommen ein herausnehmbarer Zahnersatz und steht von der Funktion her dem festsitzenden Zahnersatz näher, denn die Mundschleimhaut wird nicht irritiert da die Konstruktion von den Pfeilerzähnen getragen wird. Wenn der Zahn und auch das Zahnimplantat als Pfeilerzahn einer fest eingeklebten Zahnbrücke dienen, ist das eine Hybridbrücke oder Verbundbrücke. Die Hybridbrücke ist ein festsitzender oder bedingt abnehmbarer Zahnersatz der zumindest einen eigenen Zahn und mindestens ein Zahnimplantat verbinden. Von der Statik her besteht das Problem, dass das Zahnimplantat starr verankert ist und über das Brückenzwischenglied mit einem natürlichen Zahn verbunden ist, welcher elastisch im Knochenfach aufgehängt ist und sich die Zähne bewegen können, denn Zähne bewegen sich. Dieser theoretische Problem ist kein Nachteil und hat sich in der Praxis bei normalen Bissverhältnissen (ohne Zähneknirschen) keine weitere klinische Bedeutung, denn zementierte Brücken zwischen einem natürlichen Zahnpfeiler und einem Implantat als Hybridbrücke sind genauso langlebig wie rein implantatgetragene, festsitzende Zahnbrücken. Auch Zähneknirschen stellt für die Hybridbrücke keine besondere Gefahr dar. 

Verbundbrücke

Eine Verbundbrücke ist eine Zahnbrücke, die natürliche Zähne und Implantate miteinander verbindet und einen festen Verbund bilden.

Der Name Verbundbrücke wird meist für eine Kombination der Brückenpfeiler aus eigenem Zahn und Zahnimplantat gebraucht. Die Kombinationsbrücke ist eine Hybridbrücke bzw. Verbundbrücke und ist ein Zahnersatz auf Zahnimplantaten und natürlichen Zähnen. Die Verbundbrücke wird als festsitzender Zahnersatz bzw. bedingt abnehmbarer Zahnersatz bezeichnet bei dem mindestens ein eigene Zahn und mindestens ein Zahnimplantat verbinden. Eine Verbundbrücke kommt dann zum Einsatz, wenn natürliche Zähne und ein bereits vorhandenes Zahnimplantat miteinander verbunden werden. Als Verbundbrücke sind die Hybrid-Brücke und Kombinationsbrücke bekannt, die Verbundbrücke kann aber auch besagen, dass die Brücke selbst aus verschiedenen, miteinander verbundenen Materialien besteht. Wenn die Zahnbrücke nur von Zahnimplantaten getragen wird, nennt man sie Implantatbrücke. Schaltbrücke ist eine Zahnbrücke für die Schaltlücke, das ein Fachbegriff ist zur Einteilung von einem unvollständigen Gebiss. Wenn nicht mehr alle Zähne vorhanden sind, kann dies die Lebensqualität je nach Anzahl, Art und Lokalisation der fehlenden Zähne beeinträchtigen, sodass der Zahnarzt eine Einteilung nach "Schaltlücken" und "Freiendlücken" macht. Eine Schaltlücke liegt vor, wenn die Zahnlücke von anderen Zähnen links und rechts begrenzt ist, und bei einer Freiendlücke besteht nur ein Zahn auf einer Seite, meist fehlen die hinteren Zähne wo nur noch eine Freiendbrücke bzw. Extensionsbrücke oder Freiendprothese angefertigt werden kann.

Zahnprothesen

Prothese mit künstlichen Zähnen

Zahnprothesen können als Zahnersatz auf vorhandenen Zähnen oder auf Dentalimplantaten befestigt werden.

Wenn noch eigene Zähne für die Befestigung einer Prothese vorhanden sind, wird von einer Teilprothese gesprochen. Müssen alle Zähne in einem Kiefer ersetzt werden, so spricht man von einer Totalprothese oder Vollprothese. Ein festsitzender Zahnersatz wie die Zahnbrücke wird an vorhandenen Zähnen oder Implantaten als künstliche Zahnwurzeln im Alveolarfortsatz befestigt, die dann zusätzlich die Kaukräfte der "Ersatzzähne" mittragen und in den Alveolarknochen leiten, wodurch der Kieferknochen besser durchblutet wird als bei einer Zahnprothese.

Die Zahnprothese ist ein Zahnersatz

Eine zahnmedizinische Prothese die fehlende Zähne ersetzt wird beim Zahnarzt als Zahnersatz-Prothetik bezeichnet.

Zahnprothesen können als Zahnersatz auf Zahnimplantaten befestigt sein.

Prothese als Zahnersatz vollprothese Teilprothese 

Die Zahnarzt-Kosten für Zahnersatz sind je nach Anfertigungsart sehr unterschiedlich.

Zahnprothese als Zahnersatz

Wenn noch eigene Zähne, die als Befestigung für eine Prothese vorhanden sind, so wird von einer Teilprothese gesprochen, müssen alle Zähne vom Oberkiefer oder Unterkiefers ersetzt werden, so spricht man von einer Totalprothese oder Vollprothese.

Wenn man von künstlichen Zähnen spricht, kann damit Unterschiedliches gemeint sein, denn Zahnprothesen gehören zum Zahnersatz wie künstliche Zahnkronen oder Zahnbrücken. Einteilen lässt sich Zahnersatz in die Kategorien "Festsitzender Zahnersatz", "Herausnehmbarer Zahnersatz" und "Kombinierten Zahnersatz" bzw. Kombinationsprothetik mit Halteelementen und Stützelementen einer herausnehmbaren Prothese.

Zahnprothesen gehören zum herausnehmbaren Ersatz natürlicher Zähne.

Zahnprothese Zahnersatz Totalprothese Zähne

Kronen mit Ausnahmen sind meist festsitzender Zahnersatz.

Zahnbrücken können sowohl als festsitzender oder auch als herausnehmbarer Zahnersatz gemacht werden.

Wenn durch fehlende Zähne die Zahnlücken im Gebiss sehr gross sind, dass eine Zahnbrücke nicht mehr aufgesetzt werden kann, so werden die fehlenden Zähne durch eine Prothese ersetzt, denn Prothesen stellen die Kaufunktion und die Sprechfähigkeit weitgehend wieder her, die durch den Zahnverlust stark beeinträchtigt sein können.

Teilprothese oder Totalprothese 

Zahnprothesen lassen sich in Teilprothesen und Totalprothesen bzw. Vollprothesen einteilen.

Fehlende natürliche Zähne können ersetzt werden durch eine festsitzende oder abnehmbare zahnprothetische Lösung. Die Zahnprothese stellt eine von verschiedenen Möglichkeiten dar, um natürliche Zähne nach dem Zahnverlust durch eine Teilprothese oder Vollprothese zu ersetzen, was in Abhängigkeit steht, ob einige oder alle Zähne ersetzt werden sollen. Vollprothesen dienen als Ersatz für die Zähne eines kompletten Kiefers bzw. im Oberkiefer oder Unterkiefer, während die Teilprothese neben gesunde Zähne eingesetzt wird.

Zahnersatz Prothesen Teilprothese Totalprothese

Durch die Vollprothese bzw. Totalprothese wird die komplette Zahnreihe in der Zahnbogenform ersetzt und durch Teilprothesen werden nur einzelne fehlende Zähne ersetzt und an den Restzähnen oder an Zahnimplantaten als Zahnwurzelersatz befestigt. Wenn eine Zahnprothese auf Implantaten befestigt wird, handelt es sich um eine Implantatgetragene Prothese (Implantatprothetik), die im Volksmund als Implantatprothese bezeichnet wird, wenn einzelne Zähne oder ein komplettes Gebiss darauf befestigt wird. Wenn eine Zahnprothese auf einem Implantat als Zahnwurzelersatz und einem natürlichen Zahn als Zahnpfeiler befestigt wird, spricht man von einem kombinierten Zahnersatz wie auch einer Hybrid-Prothese oder Kombinationsprothetik, so auch wenn der Zahnersatz aus festsitzenden und herausnehmbaren Elementen besteht.

Zahnsanierung mit Prothese als Zahnersatz

Zahnprothesen kommen bei der Zahnsanierung zum Einsatz, wenn entstandene Zahnlücken gross sind oder wenn der Zahnersatz wie eine Zahnbrücke nicht an den Zähnen verankert werden kann.

Jede Prothese als Zahnersatz ist gewöhnungsbedürftig, sei es eine Teilprothese oder Vollprothese, denn man hat wieder mehr Zähne im Mund, die sich nicht wie die Zähne im natürlichen Gebiss anfühlen. Im Gegensatz zu Zahnprothesen fühlen sich Zahnimplantate als Zahnwurzelersatz mit Implantatkrone als Zahnersatz im natürlichen Gebiss wesentlich natürlicher an, denn Implantate mit künstlicher Zahnkrone werden als festsitzender Zahnersatz dem natürlichen Zahn nachgebildet.

Prothese als Zahnersatz

Unter Zahnprothese versteht man normalerweise ein herausnehmbarer Zahnersatz, denn eine künstlich geschaffene Prothese kann funktionell Organteile ersetzen wie die künstlichen Ersatzzähne anstelle natürlicher Zähne.

Umgangssprachlich wird ein herausnehmbarer Zahnersatz als Prothese bezeichnet, die zur Reinigung herausgenommen und selbst wieder eingesetzt werden kann, wo es beim Aufbau und der optischen Gestaltung einer Prothese eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt. Die Art der Zahnprothese richtet sich nach dem Zahn-Zustand und den noch vorhandenen Zähnen, wo zwischen Teilprothesen und Vollprothesen bzw. künstlichem Gebiss unterschieden wird. Eine Teilprothese schliesst als Teilzahnersatz die Zahnlücke zwischen den eigenen Zähnen und wird an den restlichen Zähnen mit Klammern an den Klammerzähnen als Klammerprothese verankert oder wird ähnlich wie eine Zahnbrücke durch spezielle Verschlüsse an den Nachbarzähnen befestigt. Unter einer Teleskopprothese wird ein qualitativ hochwertiger herausnehmbarer Zahnersatz verstanden, das meist eine Teilprothese ist, die an Teleskopkronen stabil und sicher befestigt ist. Die Teleskopprothese ist ein kombinierter Zahnersatz, der als herausnehmbare Teilprothese oder als eine abnehmbare Zahnbrücke gefertigt werden kann. Eine Vollprothese kann erforderlich werden, wenn die gesamte Zahnsubstanz verloren gegangen ist, denn unter einer Vollprothese bzw. Totalprothese wird in der Zahnmedizin ein herausnehmbarer Ersatz aller Zähne in einem Kiefer verstanden, dass ein Zahnersatz ist, der aus einer Kunststoffbasis besteht, worauf die künstlichen Zähne befestigt sind. Herausnehmbare Vollprothesen sind bei völliger Zahnlosigkeit eine preisgünstige Zahnersatz-Lösung, damit man wieder normal kauen und essen kann. Optische ergeben Totalprothesen in Zahnform und Zahnfarbe ein ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild. Für die Schleimhautgetragene Zahnprothese ist Speichel wichtig bzw. der wichtigste Faktor, damit der Halt der Zahnprothese gewährleistet werden kann. Da eine Vollprothese durch den Speichel aus den Speicheldrüsen zusammen mit der natürlichen Mundstruktur gehalten wird, können sich Probleme beim Prothesenhalt ergeben, so wenn zu wenig Speichel vorhanden ist oder eine Mundtrockenheit als Nebenwirkungen von Medikamenten entsteht. Der Speichel ist für eine Schleimhautgetragene Zahnprothese sehr wichtig, denn die Zahnprothese kann nur durch einen dünnen Speichelfilm zwischen der Prothese und der Kieferschleimhaut über den Kapillareffekt und die Adhäsionskräfte halten, wenn sich die Prothese im Mund durch den Unterdruck an der Mundschleimhaut anhaften kann.


Verschiedenartige Zahnprothesen und Zahnbrücken

Eine Zahnbrücke unterscheidet sich als Zahnersatz erheblich von einer herausnehmbaren Zahnprothese (Kieferprothese) in der Kaufunktion.

Die Zahnprothese ist im Gegensatz zur Zahnbrücke mit den Brücken-Zwischengliedern herausnehmbar, doch eine Prothese kann durch unterschiedliche Stützelemente und Halte-Elemente im Oberkiefer oder Unterkiefer als hufeisenförmiger Unterkieferkörper festsitzend verankert werden. Wenn eine Zahnprothese oder Zahnbrücke festsitzende Teil wie Teleskopkronen, Konuskronen, Stege oder Geschiebe hat, spricht der Zahnarzt von einem Kombinationszahnersatz oder einer Kombinationsprothese wie auch von Kombinationsprothetik, was einen guten Kaukomfort und Sprechkomfort ergibt. Bei Zahnverlust kann die Zahnlücke mit einer Zahnbrücke auf eigenen Zähnen oder auf Implantaten als Zahnwurzelersatz geschlossen werden, sei dies wenn ein Zahn oder mehrere Zähne in einer Zahnreihe im Zahnbogen fehlen. Ein Zahnbrücke wird an vorhandenen Zähnen oder Implantaten als künstliche Zahnwurzeln im Alveolarfortsatz befestigt, die dann zusätzlich die Kaukräfte als festsitzender Zahnersatz mit den "Ersatzzähnen" mittragen und in den Alveolarknochen leiten, wodurch der Kieferknochen im Gegensatz zu einer Zahnprothese auf dem Kieferkamm (Alveolarkamm) besser durchblutet wird.

Unterschied Zahnbrücke Zahnprothese Gebiss

Naturgemäss gibt es bei festsitzendem Zahnersatz wie einer Zahnbrücken keine Druckstellen, weil der Kaudruck nicht wie bei einer Schleimhautgetragenen Prothese auf dem Zahnfleisch lastet.

Unterschied zwischen Zahnbrücke und Zahnprothese

Die Zahnbrücke ist gegenüber einer Zahnprothese wegen der Übertragung vom Kaudruck auf den Kieferknochen das bessere Versorgungskonzept.

Bei natürlichen Zähnen erfolgt die Übertragung vom Kaudruck über die Zahnwurzel auf den Kiefer und erhält somit die Knochensubstanz wie auch das Zahnimplantat als Zahnwurzelersatz aus Titan oder metallfrei aus Zirkonoxid-Keramik. Bei einer Zahnprothese (Gebiss) kann die Übertragung vom Kaudruck auf den darunterliegenden Kieferknochen wegen der grossen aufliegenden Fläche nur mässig erfolgen, so besonders bei einer Flächig aufliegenden Vollprothese bzw. Totalprothese als Zahnersatz, sodass der Kiefer ähnlich wie bei einer Zahnlücke nach dem Zahnverlust in der Folge wegen mangelnder Durchblutung schwindet. Der Tragekomfort einer Zahnbrücke ist gegenüber einer Teilprothese sehr gut wie auch der Halt einer Brücke sehr sicher ist. Die Teilprothese hat einen grossen Nachteil, so besonders eine Klammerprothese die einen weiteren Zahnverlust der Klammerzähne auslösen kann, so wegen der Prothese-Konstruktion mit Klammern, wo das Risiko einer Zahnerkrankung wegen der Keimbelastung durch Kariesbakterien steigt. Auch wenn die Zahnarzt-Kosten einer Teilprothese gegenüber einer Zahnbrücke geringer ausfallen, sollt man bedenken, dass unter den Klammern eine Prothesenpflege Zahnpasta und Zahnbürste schwieriger ist wie auch bei der Zahnregulierung mit festsitzenden Zahnspangen (Brackets). Probleme mit Zahnprothesen entstehen vielfach durch einen schlechten Halt und Druckstellen durch Prothesen sind keine Seltenheit und auch die Ästhetik wie auch die Sprachfunktion ist weniger gut als bei Brücken.

Herausnehmbare Zahnprothese

Unter einer Zahnprothese versteht man einen herausnehmbaren Zahnersatz

Die Zahnprothese dient bei Menschen nebst den ästhetischen Zwecken der Wiederherstellung der Kaufunktion und Sprechfunktion (Phonetik). Die herausnehmbare Zahnprothese bzw. Zahnbrücke hat den Vorteil, dass eine gute Prothesenpflege bzw. Zahnersatzpflege und Zahnfleischpflege erfolgen kann, was bei Implantaten besonders wichtig ist, damit keine Zahnfleischentzündung bzw. Gingivitis durch Bakterien entsteht. Das Zahnfleisch ist Teil der Mundschleimhaut die den Mundraum auskleidet, sodass durch eine schlechtsitzende Zahnprothese eine Schleimhautentzündung (Stomatitis) entstehen kann, was beim Tragen der Zahnprothese im Volksmund vielfach als Prothesen-Problem bezeichnet wird, wenn ein Schlotterkamm entsteht.

Unterschied Zahnbrücke Zahnprothese Gebiss

Eine Prothese als Ersatz für Zähne im Gebiss wird individuell gestaltet und kann je nach Einsatzort und Anforderung aus verschiedenen Materialien bestehen. Bei Zahnverlust wird eine Prothese als künstlich geschaffenes funktionell ähnliches Produkt mit "Ersatzzähnen" aus Keramik oder Kunststoff angefertigt, sofern Zahnimplantate nicht in Frage kommen oder die Gegebenheit zum Anpassen einer Zahnbrücke nicht möglich ist.


Zahnprothese

Oberkieferprothesen und Unterkieferprothesen können als herausnehmbarer Zahnersatz oder als festsitzender Zahnersatz gefertigt werden.

Unter einer Zahnprothese versteht man den Ersatz einzelner Zähne im Gebiss wie auch den kompletten Zahnersatz mit künstlich hergestellten Ersatzzähnen. Als Gebiss wird die Gesamtheit aller Zähne bezeichnet, seien es natürliche Zähne mit Zahnwurzeln oder ein Zahnersatz, die bei Menschen zum Beissen, Kauen und Sprechen gebraucht werden.

Gebiss Oberkieferprothese Unterkieferprothese 

Zahnprothesen werden in Vollprothesen und in Teilprothesen unterteilt.

Teilprothesen die auch als partielle Prothesen bezeichnet werden, kommen bei einem Zahnlückengebiss (Zahnlückenstand) als Zahnlücken-Ersatz zum Einsatz, wenn noch eigenen Zähne im Kiefer vorhanden sind, denn die Teilprothese dient dazu, um im Zahngebiss die Zahnlücken mit künstlichen Zähnen die auch als Kunstzähne bezeichnet werden zu füllen. Die Teilprothese als kombiniert festsitzend und abnehmbaren Zahnersatz ist eine Kombination aus den in den Kieferknochen einzementierten Prothesenankern und abnehmbaren Prothesenkronen, so dass der Zahnarzt auch von einem kombinierten Zahnersatz oder von einer Kombinationsprothetik spricht. Totalprothesen bzw. Vollprothesen (Kieferprothesen) werden im Zahnlosen Kiefer eingesetzt. Bei den Zahnprothesen werden Materialien wie Kunststoff, Metall oder Keramik verwendet. Metallfreie Vollkeramikzähne lassen sich sehr gut nach den persönlichen Wünschen vom Zahnpatienten bearbeiten, so dass ästhetische Aspekte optimal berücksichtigt werden können. Implantatgetragene Prothesen werden im Volksmund meist als Implantatprothesen bezeichnet, die auch im zahnlosen Kiefer einen festen Sitz haben können, damit ein Zahngefühl entsteht wie dies die natürlichen Zähne bieten.

Die Prothese ist ein künstlicher Ersatz von einem fehlenden Organteil

Unter Zahnprothesen versteht man künstliche Zähne, die als Ersatz für verloren gegangene Zähne dienen.

Alternativen zu Zahnimplantaten sind in der Gebissprothetik beim Zahnarzt die Zahnprothesen als Zahnersatz (dritte Zähne), die ein Ersatz für fehlende Zähne in einem natürliches Gebiss sind. Zahnprothesen können immer selber herausgenommen und wieder eingesetzt werden, wodurch das natürliche Gebiss oder einzelner Zähne durch künstliche Zahnkronen in der Prothese ersetzt werden. Zahnprothesen sind vielfach nicht wie Zahnbrücken oder Implantate mit der Implantatkrone fest in der Mundhöhle verankert. Der Gebrauch von Zahnprothesen ist anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig und lässt sich nicht wie ein natürliches Gebiss anfühlen. 

Totalprothese im zahnlosen Kiefer

Unter einer Totalprothese versteht man den Ersatz sämtlicher natürlichen Zähne durch einen künstlich abnehmbaren Zahnersatz.

Durch eine Totalprothese werden die Funktionen des Kauens und Sprechens sowie die Ästhetik wiederhergestellt. Die Prothesenbasis besteht aus Kunststoff, in dem die künstlichen zähne verankert sind. Diese Prothesen sind abnehmbar gestaltet und sind wesentlich günstiger als fest verbundener (verankerter) Zahnersatz. Das Angewöhnen an Prothesen ist schwieriger als beim kombinierten oder festsitzenden Zahnersatz und führt bei Totalprothesen wegen ungenügendem Prothesenhalt besonders im Unterkiefer bei einem schmalen Kieferkamm vielfach zu einer Prothesenunverträglichkeit. Viele Menschen haben Probleme mit Zahnprothesen bzw. dem Tragen einer Vollprothese, denn die Zunge als länglicher Muskelkörper mit Tastsinn muss sich bei jedem neuen Zahnersatz zuerst gewöhnen, so besonders wenn wieder mehr Zähne im Mund vorhanden sind.

Standard Vollprothese

Normal besteht die Gaumenplatte einer Vollprothese aus Kunststoff mit einem Metallnetz verstärkt oder die Prothese wird komplett aus Metall gefertigt.

Bei Prothesen werden Materialien verwendet die von der Edelstahl-Legierung bis hin zur hochwertigen, biokompatiblen Goldlegierung reichen. Die Vollprothese wird im Volksmund auch als "Gebiss" oder "totale Prothese" genannt, die im Oberkiefer meist weniger Probleme verursacht als im Unterkiefer, da sich die Oberkieferprothese am Gaumen besser festsaugt. Da im Unterkiefer kein breitflächiger Gaumen vorhanden ist, kann sich die Prothese im Unterkiefer auf der Schleimhaut weniger gut festsaugen und wird erst beim Zubeissen auf den Kieferkamm gedrückt. Damit die Unterkieferprothese weniger "schwimmt", kann die Unterkieferprothese durch die Wangenmuskulatur zusätzlich etwas stabilisiert werden, was jedoch vielen Menschen mit ungenügendem Mundspeichel beim Essen und Sprechen nicht immer gelingt und sind damit Unzufrieden mit dem Zahnersatz.

Prothesen Standard Vollprothese Totalprothese

Anstelle von Kunststoffzähnen werden bei Zahnprothesen vielfach Vollkeramikzähne verwendet, die etwas schöner sind als Kunststoffzähne, denn die Zähne aus Kunststoff können sich rascher verfärben. Kunststoffzähne (Konfektionszähne) werden hauptsächlich bei der Interimsprothese als Übergangsprothese oder der Immediatprothese als Sofortprothese nach einer Zahnextraktion (Zahn ziehen beim Zahnarzt) eingesetzt, um die Kaufunktion und Sprechfunktion wieder herzustellen.
 


Prothese als Zahnersatz

Unter festsitzender Zahnprothese versteht man künstliche Zähne als Zahnersatz in Form einer Prothese, wo es viele unterschiedliche Zahnersatz-Möglichkeiten gibt.

Die Vollprothese (Kieferprothese) als Schleimhautgetragene Prothese im Oberkiefer oder Unterkiefer ist im Zahnlosen Kiefer ein einfacher Zahnersatz der herausnehmbar ist und wenig Kosten verursacht wie die Klammerprothese als einfache Teilprothese. Kostengünstige Zahnprothesen können jedoch nicht den gleichen Kaukomfort und Sprechkomfort bieten wie eine Arbeitsintensiver Zahnersatz, denn je aufwändiger die gewählte Prothese als Zahnersatz ist, desto teurer sind die Gesamtkosten beim Zahnarzt. Bei der Zahnsanierung gibt es günstigen Zahnersatz in allen Varianten mit unterschiedlicher Zahnästhetik, Kaukomfort und Sprechkomfort, so auch beim Zahnarzt im Ausland. Der Zahnersatz im Ausland ist bei tieferen Lohnkosten und Lohnnebenkosten bei gleicher Qualität günstiger.

Zahnersatz festsitzende Zahnprothesen Zähne

In der Zahnmedizin ist mit Prothese eine Zahnprothese gemeint, die im allgemeinen Wortschatz vielfach als Gebiss oder Gebissprothese bezeichnet wird.

Zahnprothese, eine Gebissprothese

Eine Prothese bezeichnet in der Medizin den Ersatz von Gliedmassen, Organen oder Organteilen durch künstlich geschaffene, funktionell ähnliche Produkte wie Zahnersatz festsitzend und abnehmbar.

Wenn ein Zahn oder mehrere Zähne fehlen, ist ein festsitzender Zahnersatz als Gebissprothese die hochwertigste und teuerste Lösung, jedoch bei der Gebiss-Sanierung auch optisch die schönste Variante und angenehmste Zahnersatz-Lösung. Die "dritten Zähne" werden im allgemeinen Sprachgebrauch vielfach als Ersatzzähne oder Gebiss bezeichnet, womit eine Zahnprothese gemeint ist. Bei einer Zahnprothese handelt es sich um einen herausnehmbaren Zahnersatz. Unter Zahnprothesen versteht man künstliche Zähne, die als Ersatz für verloren gegangene natürliche Zähne dienen wobei man Vollprothesen bzw. Totalprothesen von Teilprothesen unterscheidet. Es gibt herausnehmbare Prothese und die festsitzende Prothese sowie die Implantatgetragene Prothese.

Zahnersatz Gebiss

Die Prothese als Zahnersatz wird Landläufig vielfach als Gebiss bezeichnet bzw. damit ist ein Herausnehmbarer Zahnersatz gemeint.

Wenn nach einem Verlust der Zähne in einem Zahnlückengebiss beim Mensch ein festsitzender Zahnersatz oder kombinierter Zahnersatz mit festsitzenden Teilen und einer herausnehmbaren Zahnprothese nicht möglich oder erwünscht ist, können fehlende Zähne nur durch eine herausnehmbaren Prothese mit "Ersatzzähnen" ersetzt werden. Wenn im Zahnkiefer keine Zähne mehr vorhanden sind und keine Implantate gewünscht sind, kann im Dentallabor eine Vollprothese gefertigt werden, die nur am Kiefer haftet, was im Oberkiefer  mit einer Schleimhautgetragenen Oberkieferprothese meist weniger ein Problem ist als bei der Prothese im Unterkiefer, so besonders bei einem schmalen Kieferkamm im Unterkiefer, wo es vielfach beim Kauen und Sprechen Probleme gibt.

Zahnprothese bezeichnet die Ergänzung oder den Ersatz vom natürlichen Gebiss.

Zahnersatz Gebiss Zahnprothese oben unten

Bei der Zahnprothese können es auch einzelne Zähne sein, die durch künstliche Zähne ersetzt werden.

Befestigung der Prothese als Zahnersatz

Teilprothesen werden an noch vorhandenen Zähnen mit Klammern, Teleskopkronen oder Kronen mit Geschieben befestigt.

Die Befestigungstechniken mit Teleskopkronen oder Geschieben sind kosmetisch wesentlich schöner und auch haltbarer als einfache Klammerbefestigungen. Zahnprothesen sind nicht wie Zahnbrücken oder Zahnimplantate fix in der Mundhöhle verankerte Prothesen, sondern abnehmbar gestaltet. Die Prothese ist im Preis meist wesentlich günstiger als ein fest verankerter Zahnersatz wie eine Brücke oder eine Implantatgetragene Zahnprothese, die in Volksmund meist als Implantatprothese bezeichnet wird. Künstlichen Zähne die auf der Prothese befestigt sind, bestehen meist aus Keramik oder Kunststoff, doch Konfektionszähne aus Kunststoff können sich rasch verfärben und so werden Kunststoffzähne meist für Übergangsprothesen (Interimsprothese) oder Immediatprothesen verwendet. Je nach Art der Prothese ist die Prothesenbasis mehr oder weniger ausladend gestaltet und liegt auf der Mundschleimhaut auf. Bei Prothesen die der Mundschleimhaut aufliegen gibt es viele Nachteile, so dass es während dem Kauen zu geringen Bewegungen kommt und damit ein verminderter Tragkomfort besteht, wenn eine Prothese wie die Totalprothese nicht fix im Mund verankert ist. Somit können durch den schlechten Halt besonders bei Vollprothesen verschiedene Druckstelle durch Prothesen entstehen wie auch ein Schlotterkamm, was eine Schlotterkammentfernung notwendig machen kann. Zur Verbesserung vom Prothesenhalt können bei Vollprothesen günstige Durchmesser-reduzierte Mini-Implantate oder Kurzimplantate dienen. Mini-Implantate zur Fixation von Vollprothesen sind Kleinstimplantate die meist mit einem Kugelkopfaufbau versehen sind, damit eine herausnehmbare Prothese sicher befestigt ist, was ein sicheres Gefühl beim Sprechen, Essen oder Lachen ergibt. Preisgünstige Mini-Implantate können das Wackeln einer Zahnprothese verhindern, jedoch keine Zahnkrone oder Brückenglieder einer Zahnbrücke tragen, da die kleinen Implantate mit einem Durchmesser von 3 mm keine ausreichende Stabilität aufweisen. Eine Alternative für einen guten Halt einer Zahnprothese sind jedoch Zahnimplantate, wofür es viele verschiedene Implantatsysteme und Implantattypen gibt.

Abgestützte Zahnprothesen

Bei der abgestützte Prothese handelt es sich um einen herausnehmbaren Zahnersatz im teilbezahnten Kiefer, der an den vorhandenen eigenen Zähnen nicht nur durch Konstruktionen wie Klammern gehalten sondern abgestützt wird.

Da bei der abgestützten Zahnprothese die eigenen Zähne dadurch beim Kauakt mitbeteiligt sind, kann der Kaudruck auf den Ersatz höher sein, so dass ein besseres Beissgefühl vorhanden ist. Als Stützelemente bei der abgestützten Prothese können Riegel, Stege, Teleskope, Halteklammern oder Geschiebe dienen. Als herausnehmbare Zahnprothesen gibt es Stegprothesen, Geschiebeprothesen, Teleskopprothesen (Teleskopbrücke) auf Teleskopkronen und die Druckknopfprothese auf Druckknopfankern oder auch günstige Klammerprothesen.


Prothese als Zahnersatz im Oberkiefer

Totalprothesen haften auf dem Kieferkamm am Oberkiefer normalerweise besser, als am Unterkiefer.

Die Teilprothese im Oberkiefer kann wie eine Prothese im Unterkiefer ohne Gaumenplatte gefertigt werden. Die Gaumenplatte werden meist bei Vollprothesen im Oberkiefer verwendet, können jedoch auch bei Teilprothesen als Gaumenbügel bei einem schmalen Kieferkamm zum Einsatz kommen. Die Gaumenplatte kann im Unterkiefer wegen der Zunge als beweglicher Muskelkörper bzw. wegen Platzmangel nicht eingesetzt werden und funktioniert nur im Oberkiefer, um dem Zahnersatz den genügenden Halt zu geben, wenn sich die Platte beim Gaumen an der Mundschleimhaut durch den Speichel festsaugt. Im Oberkiefer kann auch ohne Implantate mit der Gaumenplatte ein gute Prothesenhalt erzielt werden, doch kann dieser Fremdkörper ein Fremdkörpergefühl wie auch ein Geschmacksverlust oder ein Würgereiz verursachen, wie sich auch Essensreste verstecken können, was kurzfristig Mundgeruch (Halitose) verursachen kann. Wenn im Oberkiefer alle Zähne fehlen, gibt es als Alternative die gaumenfreie Teleskopprothese bzw. Teleskopbrücke als herausnehmbaren Zahnersatz, was kein Fremdkörpergefühle oder Probleme beim Sprechen verursacht und auch keine Beeinträchtigung vom Geschmack entstehen lässt. Bei der Teleskopprothese als herausnehmbaren Zahnersatz handelt es sich um eine hochwertige Zahnprothese die aus den fest im Kiefer verankerten Innenkronen und den Aussenkronen besteht und nach dem Doppelkronenprinzip funktioniert.

Prothesenhalt der Totalprothese im Oberkiefer

Der Halt einer Totalprothese im Unterkiefer unterscheidet sich stark vom Oberkiefer, da die Unterkieferprothese eine reduzierte Saugwirkung durch die kleinere Auflagefläche bekommt und auch ein erheblich geringerer Halt durch die Zungenbeweglichkeit bestehen kann.

Nach einem Zahnverlust erfolgt der Abbau vom Alveolarknochen, der im Oberkiefer bedeutend kleiner ist als im Unterkiefer. Ein rascherer Abbau vom Kieferknochen im Unterkiefer kann auch daraus entstehen, weil die Auflagefläche der Vollprothese im Unterkiefer gegenüber der Oberkieferprothese nur halb so gross ist, da die Prothese auf dem Gaumen aufliegt, womit die wirkenden Belastungskräfte auf den Unterkiefer doppelt so gross sind wie im Oberkiefer. Die Prothesentragedauer einer Vollprothese im Oberkiefer ist viel länger als auf dem Kieferkamm im Unterkiefer, wenn dieser Alveolarkamm stark abgebaut und flach geworden ist und damit einer Totalprothese keinen Halt mehr bieten kann. Durch ungenügenden Prothesenhalt kann auch ein Schlotterkamm entstehen, so vorwiegend durch eine schlechtsitzende Zahnprothese im Oberkiefer. Als Schlotterkamm bezeichnet man den infolge von ungünstiger Belastung wie bei einer nicht anliegender Vollprothese als Zahnersatz, der als Überschuss von Weichgewebe auf dem Kieferkamm entstanden ist.

Oberkieferprothese Vollprothese Oberkiefer 

Sofern im Oberkiefer noch einzelne Zähne vorhanden sind, können der einzelne Zahn oder mehrere Zähne der Oberkieferprothese einen Halt geben, so dass der Zahnarzt meist von einer Deckprothese, Overdenture oder Coverdentures spricht. Die Deckprothese als herausnehmbare Teilprothese ist in einem nur noch gering bezahnten Kiefer eine spezielle Prothesenart.

Oberkieferprothese

In erster Linie dient die Totalprothese die auch als Vollprothese oder Kieferprothese bezeichnet wird der Wiederherstellung der Kaufunktionen.

Die einfachste, kostengünstigste und daher am häufigsten eingesetzte Zahnersatz-Variante im Zahnlosen Oberkiefer ist die herausnehmbare Oberkieferprothese. Durch spezielle Anpassung und Formung findet sie ihren Halt an der Kieferschleimhaut und wird durch Unterdruck an der Oberkieferschleimhaut festgesogen und hält zusätzlich durch eine Gaumenplatte am Gaumen. Die Oberkieferprothese ersetzt im Oberkiefer komplett die fehlende Zahnreihe im Zahnbogen durch eine Totalprothese bzw. Vollprothese. Auch wenn durch die Erdanziehungskraft eine eingesetzte Oberkiefer-Prothese leichter runterrutschen könnte, so sind es doch die Unterkiefer-Prothesen, die besonders auf einem schmalen Kieferkamm Probleme bieten, da diese beim Sprechen und Essen leichter mit der Zunge leichter angehoben werden können. Wenn die Oberkieferprothese bzw. Vollprothese im Oberkiefer richtig angepasst ist, muss sie in der Regel nicht mehr mit zusätzlicher Haftcreme (Haftmittel für Prothesenhalt) befestigt werden, was eine Geschmacksirritation verursachen kann. Die Oberkieferprothese sollte aber auch ästhetische und sprachliche Komponenten berücksichtigen, wo ein gaumenfreier Zahnersatz ohne störende Gaumenplatte immer zu empfehlen ist, die das Kauen und Sprechen behindern kann. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die von herausnehmbaren über den Implantatgetragenen Zahnersatz (Implantatbrücke) bis zur festsitzenden Totalprothese bzw. "Implantatprothese" reichen.


Zahnprothese im Unterkiefer

Viele Menschen verspüren beim Tragen der Zahnprothese im Unterkiefer ein Prothesenproblem oder haben eine Prothesenunverträglichkeit, wenn die Totalprothese auf der Kiefer nicht richtig sitzt.

In der Zahnheilkunde ist im Unterkiefer die getragene Zahnprothese auf der Kieferschleimhaut für viele Menschen ein Problem, wenn ein schmaler Kieferkamm vorhanden ist, wo eine besondere Mitarbeit vom Zahnpatient gefragt ist, wenn der Halt der Zahnprothese durch das Vakuum nicht gegeben ist oder die Prothese als Fremdkörper nicht richtig sitzt. Prothesen-Probleme ergeben sich meist durch eine schlechtsitzende Zahnprothese im Unterkiefer, wodurch das Fremdkörpergefühl durch den herausnehmbaren Zahnersatz erhöht wird, so dass bei ungünstigen Biss-Verhältnissen eine Prothesen-Unverträglichkeit entstehen kann, wo der Zahnersatz mit den künstlichen "Ersatzzähnen" (dritten Zähnen) ausserhalb der Mundhöhle verweilen. Die Schleimhautgetragene Vollprothese haftet mit der Gaumenplatte am Oberkiefer besser als am Unterkiefer, wo meist ein schmaler Kieferkamm vorhanden ist. Auch wenn die Prothesenbasis einer Vollprothese im Unterkiefer den Kieferkamm überzieht, kann die Zahnprothese mit der Zunge als Muskelkörper leichter angehoben werden, denn im Gegensatz zum Oberkiefer ist die Auflagefläche wesentlich kleiner.

Prothese Unterkiefer Unterkiefertotalprothese 

Das Angewöhnen an Prothesen ist Gewöhnungsbedürftig und besonders im Unterkiefer anfänglich nicht einfach, doch sollte eine Unterkiefer-Totalprothese regelmässig getragen werden.

Probleme mit Unterkieferprothese

Bei Prothesen-Problemen sollte man den Zahnarzt nochmals aufsuchen.

Bei Problemen mit neuen Prothesen sollte man beim Zahnarzt nochmals Vorstellig werden, denn bei Zahnprothesen können die Probleme individuell sehr unterschiedlich sein, zu denen es auch unterschiedliche Zahnersatz-Möglichkeiten gibt. Wenn der Kieferkamm vom Unterkiefer zu schmal ist, kann ein sicherer Halt der Vollprothese nicht gegeben sein, wie auch wenn ein flacher Alveolarkamm besteht. Am Unterkiefer kann sich das Weichgewebe dauernd bewegen, so dass die Bedingungen für einen sicheren Halt der "Kieferprothese" schwieriger sind als im Oberkiefer. Bei einer Totalprothese darf sich die Prothese beim Zahndruck nicht von der Kieferschleimhaut lösen, wenn die einzelnen Zähne statisch korrekt aufgestellt sind. Im Unterkiefer kann der Zahnarzt bei der Prothese für kürzere Zähne sorgen, womit eine Schleimhautgetragene Prothese nicht gigampft bzw. wackelt und einen besseren Halt als bei schöneren Zähnen in Normallänge findet. Nebst dem Prothesenhalt hat jedoch die "Phonetische Zahnaufstellung" ebenfalls eine grosse Bedeutung, denn die Zähne sind beim Mensch auch ein Sprechwerkzeug und werden zum Sprechen gebraucht. Bei der Lautbildung (Phonetik) sind nebst den Zähnen auch der Gaumen, die Zunge und die Lippen an der Stimmbildung beteiligt, wobei die Sprache durch die Bisshöhe und die Ausrichtung der Zähne nach vorne oder hinten geprägt wird. Der Zahnarzt wie auch der Zahntechniker hat bei der Anfertigung einer Unterkiefer-Vollprothese ohne Implantate als künstliche Zahnwurzeln keine leichte Aufgabe, um eine schöne Zahnästhetik herzustellen, wo gleichzeitig ein guter Kaukomfort und Sprechkomfort vorhanden sein muss.

Prothese im Unterkiefer hält vielfach nicht gut

Wenn die Prothese im Unterkiefer keinen guten Halt erhält, gibt es dafür verschiedene Ursachen und Möglichkeiten, doch dabei handelt es sich meist um eine Vollprothese, da der Halt der Prothese durch einen Saugeffekt zwischen der Mundschleimhaut und der Prothesenbasis mit dem Speichelfilm erzeugt werden muss.

Sofern im Unterkiefer ein schmaler Kieferkamm oder ungünstige Biss-Verhältnisse vorhanden sind, "schwimmt" die Unterkieferprothese auf der Schleimhaut, so dass die Prothese erst beim Zubeissen auf den Kieferkamm gedrückt wird. Im Unterkiefer muss die Prothese beim Sprechen und Kauen zusätzlich von der Wangenmuskulatur stabilisiert werden, ansonsten die Prothese bei losem Halt leicht mit der Zunge angehoben werden kann. Je grösser die Berührungsfläche zwischen Prothesenbasis und Mundschleimhaut ist bzw. je besser die Prothesenbasis auf der Schleimhautoberfläche anliegt, umso besser ist der Prothesenhalt, was bei der Prothese im Oberkiefer vielfach kein Problem darstellt, da sich die Oberkieferprothese am Gaumen bzw. an der Gaumenschleimhaut besser festsaugt als eine Vollprothese im Unterkiefer.

Druckknopfprothese

Da im Unterkiefer kein breitflächiger Gaumen vorhanden ist und meist eine ungünstige Situation vorliegt, wo sich die Prothese nicht festsaugen kann, ist vielfach eine Druckknopfprothese notwendig.

Sofern eine ungünstige Situation im Unterkiefer vorliegt und kein festsitzender Zahnersatz mehr möglich oder wegen höheren Kosten erwünscht ist, können im teilbezahnten oder in einem zahnlosen Kiefer durch einen abnehmbaren Zahnersatz Funktion und Ästhetik wieder hergestellt werden. Wenn der Kieferkamm vom Unterkiefer zu flach wird kann man Verschraubungen in den Kiefer einbauen, die an der Oberseite über einen Druckknopf verfügen.

Druckknopfprothese Prothese mit Druckknopf

Als Gegenstück wird in die Prothese das Druckknopfgegenstück eingebaut, das beim Einsetzen in den Mund einschnappt und so einen sicheren Halt gewährleistet. Das Locator-System ist eine komfortable Lösung um eine Zahnprothese sicher zu fixieren und funktioniert ähnlich einem Druckknopf, wo zwei bis vier Implantate zur Stabilisierung der Prothese in den Kieferknochen eingesetzt werden. Als Locator wird in der Zahnmedizin ein Verankerungssystem für Vollprothesen auf zwei oder mehreren Zahnimplantaten als Verbindungselemente zur Fixierung von abnehmbarem Zahnersatz bezeichnet, um ein lästiges Schaukeln der Zahnprothese beim Kauen und Sprechen auf dem Kieferkamm zu verhindern. Das flexible Prothetik-System zur Befestigung von Vollprothesen ermöglicht ein sehr einfaches Einsetzen einer Zahnprothese auf Implantaten. Günstige Durchmesser-reduzierte Mini-Implantate die meist mit einem mit einem Kugelkopfaufbau versehen sind, dienen zur Fixation von Vollprothesen. Mini-Implantate können einen ungenügenden Halt der "Schleimhautprothese" beim Essen und Sprechen verbessern, jedoch keinen Zahnersatz tragen wie eine künstliche Krone oder Zahnprothese.

Implantate bei ungünstigen Kieferverhältnissen

Im Extremfall können bei ungünstigen Kieferverhältnissen die Implantate am besten helfen.

Wenn aus Kostengründen keine normalen Zahnimplantate als Zahnwurzelersatz (Einzelzahnimplantate) erwünscht sind, ist die beste und hochwertigste Ausführung eine Vollprothese als Implantatgetragener Zahnersatz, sei es eine "Implantatbrücke" oder eine Implantatgetragene Prothese. Es gibt Implantatgetragene Vollprothesen, die auf implantierten Pfosten in unterschiedlichen Ausführungen zur Anwendung kommen. Die Stegverbindung dient der Stegprothese als herausnehmbarer Zahnersatz der Verankerung und Abstützung. Wenn noch Restzähne vorhanden sind, kann eine Geschiebeprothese als herausnehmbarer Zahnersatz bei der Zahnsanierung gute Dienste leisten. Auf gesunden Zähnen kann die Prothese mit Geschiebe wie auch die Teleskopbrücke bzw. Teleskopprothese mit Teleskopkronen eine Alternative zum Implantat sein.

Implantatgetragene Vollprothesen Zahnersatz

Zahnimplantate geben dem Träger hierbei jedoch deutlich mehr Sicherheit und Tragekomfort.

Durch eingebrachte Zahnimplantate die man nicht spürt ist es vielfach möglich, durch die Anfertigung von der festsitzenden Zahnbrücke bis zur fest verankerten Totalprothese dem Zahnpatienten mehr Sicherheit im Umgang mit seinen Mitmenschen wie auch Kaukomfort, Sprachsicherheit und eine ansprechende Zahn-Ästhetik zurückzugeben. Auch die Kronen-Geschiebeprothese die aus einem feinmechanischen Geschiebe mit einem spezifischen Verschlusssystem besteht, ist ein hochwertiger herausnehmbarer Zahnersatz, der im Unterkiefer wie auch im Oberkiefer einen festsitzenden Prothesen-Halt ergibt.


Teilprothesen als Zahnersatz

Eine Teilprothese als Zahnersatz kann in unterschiedlichen Ausführungen hergestellt werden, wobei die Zahnersatz-Qualität auch den Preis bestimmt.

Wenn noch ausreichend guterhaltene eigene Zähne vorhanden sind, kann eine Teilprothese angefertigt werden, um daran einen festsitzenden Zahnersatz im Zahngebiss stabil befestigen zu können. Die Funktion der Zähne mit ein vollständigen Gebiss ohne Zahnlücken ist beim Mensch für die Verdauung sehr wichtig, da die Zähne vielfältig Aufgaben erledigen müssen, so bei der Nahrungsaufnahme die Nahrung festzuhalten, die Nahrung zerkleinern und für das Schlucken zermalmen, doch die Zähne tragen auch einen wesentlichen Teil zur Artikulation und Aussprache bei, denn einige "Dental-Laute" können nur mit Hilfe der Zähne gebildet werden. Die Teilprothese ist als Lückenbüsser ein Zahnlücken-Ersatz, der im menschlichen Gebiss grössere Lücken zwischen den Zähnen schliessen kann. Die einfachste Ausführung einer Teilprothese besteht aus einer Kunststoffbasis und den zu ersetzenden Zähnen und gebogenen Halteelements und Stützelementen, den sogenannten Klammern als Halteelemente und bestenfalls zusätzliche Auflagedorne als Stützelemente, die ein Absinken der Prothese verhindern.

Teilprothesen als Zahnersatz Klammerprothesen

Die Prothese kann durch einen eingearbeiteten Draht oder Bügel verstärkt werden.

Eine derartige Teilprothese ist allenfalls als eine Interimsprothese (Übergangsprothese) zu verantworten und sollte keinesfalls als Dauerlösung eingegliedert werden, weil sie in aller Regel sowohl die verbliebenen natürlichen Zähne als auch das Zahnfleisch und den darunterliegenden Knochen schädigt: mechanische Atrophie.

Teilprothese

Die Entscheidung für die Art der Teilprothese im teilbezahnten Kiefer ist vom aktuellen Zahnarzt-Befund vom Gebisszustand (Parodontalstatus) bzw. dem Zahnstatus und der Finanzsituation für einen guten Sprechkomfort und Kaukomfort abhängig, denn eine gute Zahnersatz-Qualität bestimmt auch die Zahnersatzkosten. Die Kosten der Zahnsanierung sind auch bei Teilprothesen von verschiedenen Faktoren abhängig, so wenn man Mundinstrumente spielt oder in einem Chor mitsingt. Bei der Qualität von Zahnersatz kann auch das Allergierisiko (Metallallergie im Mund) bzw. eine Materialverträglichkeit gegen gewisse Dentalmaterialien wie Dentalkunststoffe eine wichtige Rolle spielen. Die Teilprothese als Zahnersatz kann wie die Totalprothese mit oder ohne Implantate als Zahnersatz aufgebracht werden, wobei die Klammerprothese die Kostengünstigste Variante unter den Teilprothesen ist.

Günstige Klammerprothese Unterkiefer Zahnersatz 

Klammerprothesen und Vollprothesen sind vergleichsweise günstige Prothesen im Preis, denn die Herstellung von Klammerprothesen und Vollprothesen stellt keine hohen Ansprüche an das Dentallabor und können dem Zustand der eigenen Zähne angepasst werden. Nachteile der einfachen kostengünstigen Klammerprothesen wie die Modellgussprothesen sind die eingeschränkt Haltbarkeit und die verminderte Lebensqualität, im Besonderen beim Sprechen, Lachen und bei der Nahrungsaufnahme. Durch sichtbare Klammern im Frontzahnbereich ist der Ästhetische Eindruck vermindert und der Halt im Besonderen im Unterkiefer unbefriedigend. Durch die Klammerbefestigung an den Pfeilerzähnen kann es zum Abrieb sowie zur Überlastung und Lockerung der Zähne kommen. Da Klammerprothesen meist keinen festen Sitz im Gaumenbereich aufweisen, kann durch fehlende oder falsche Belastung der Abbau vom Kieferknochen (Knochenschwund) beginnen.

Teil-Zahnprothesen als Zahnersatz

Bei den Teil - Zahnprothesen als Zahnersatz lassen sich Klammerprothese, Geschiebeprothese und Teleskopprothese bzw. Teleskopbrücke unterscheiden.

Bei den Teilprothesen unterscheidet man verschiedene Arten von Teilprothesen bzw. Zahnersatz-Arten nach der Befestigung, so für Klammerprothese die Klammerverankerung, für die Druckknopfprothese die Druckknopfverankerung mit den Druckknopfankern, für die Geschiebeprothese die Geschiebe-Verankerung und für Stegprothesen die Stegverankerung (Stegverbindung), die an Zähnen oder Zahnimplantaten verankert werden können. Die Stegverbindung dient der Verankerung und Abstützung von herausnehmbarem Zahnersatz, so meist von Totalprothesen bzw. Vollprothesen. Während die Klammern bei der Klammerprothese die Teilprothese verankern, werden für die Geschiebeprothese als Zahnersatz benachbarte Zähne überkront, anschliessend wird ein Geschiebe an die Zähne angehängt, sodass dort die Zahnprothese verankert werden kann. Auch für die Teleskopprothese werden benachbarte Zähne überkront, denn die Prothese wird auf die Kronen aufgesetzt, so auch ein metallfreier Zahnersatz der meist als Bio-Zahnersatz bezeichnet wird. Eine Teilprothese besitzt gegenüber einer Schleimhautgetragenen Zahnprothese in der Regel eine bessere Stabilität, da sie an den vorhandenen festen Zähnen verankert werden kann. So enthält sie oftmals Metallklammern, um an das Restgebiss angehakt werden zu können. Es gibt auch spezielle Verankerungen (Geschiebe) an festen überkronten Restzähnen, die durch ihre kleine mechanische Verbindungsstelle einen kosmetischen Vorteil bringen. Zahnprothesen können auch an einem Zahnimplantat befestigt werden. Die Teleskopprothese besteht aus einem festsitzenden und einen herausnehmbaren Teil und ist als kombinierter Zahnersatz eine hochwertige, herausnehmbare Zahnprothese die zum Ersatz kommt, wenn Zähne fehlen. Ein Teleskop ist eine Zahnprothese, die an einem mit einem Metallkegel (Teleskop) überkronten Zahn (Überkronung) befestigt wird.


Arten von Teilprothesen

Unter einer Teilprothese versteht man einen abnehmbaren Zahnersatz im teilbezahnten Kiefer für den es verschiedene Teilprothese-Arten gibt.

Teilprothesen können im Gebiss eingegliedert werden, wenn Zahnlücken aufgrund von fehlenden Zähnen geschlossen werden müssen und noch natürliche Zähne im Zahnlückengebiss vorhanden sind. Teilbezahnte Kiefer sind in Bezug auf Ästhetik, Sprachbildung und Kauvermögen häufig ungenügend, so dass sich bei einem Zahnlückenstand meist eine Zahnersatz-Versorgung aufdrängt. Von einer Teilprothese spricht man, wenn der Zahnersatz abnehmbar gestaltet ist und vom Zahnpatient selbst herausgenommen und wieder eingesetzt werden kann. Bei der Zahnsanierung mit Teilprothesen kann man die künstlichen Zähne von den natürlichen Zähnen meist nicht unterscheiden, so besonders beim metallfreien Zahnersatz, der in der Bio-Prothetik vielfach als Bio-Zahnersatz bezeichnet wird. Spezielle Teilprothesen ergeben sich beim Kombinations-Zahnersatz im Oberkiefer oder Unterkiefer, sei dies eine Teleskopprothese, eine Prothese mit Geschiebe wie auch die Stegprothese oder die Coverdenture-Prothese als Deckprothese.

Zahnsanierung mit Teilprothese

Die Ursachen von Zahnverlust können verschiedenartig sein und sollten bei dem Entscheid von Zahnersatz bei der Wahl der Teilprothesen-Art mitberücksichtigt werden. Die Teilprothese ersetzt einen Teil der natürlichen Zahnreihe im Oberkiefer wie auch im Unterkiefer in der Zahnborgenform, wenn der Verlust der Zähne durch einen Zahnunfall, eine Zahnerkrankung (Zahnfäule) oder durch eine Zahnfleischerkrankung durch Bakterien, Viren und Pilze entstanden ist wie auch wenn eine Nichtanlage von einzelnen Zähnen besteht.

Teilprothesen-Arten

Bei den Zahnprothesen unterscheidet man die preisgünstigen Klammerprothesen von den hochwertigen Geschiebeprothesen und Teleskopprothesen bzw. Teleskopbrücken, die als kombinierter Zahnersatz (festsitzend / herausnehmbar) aus einem festsitzenden und einem herausnehmbaren Teil bestehen.

Teilprothesen als Zahnersatz können in unterschiedlichster Art und Qualität für einen guten Kaukomfort und Sprechkomfort gefertigt werden, wobei die Zahnästhetik mit schönen weissen Zähnen bei vielen Menschen eine wichtige Rolle einnimmt. Eine gute Teilzahnersatz-Art und Ausführung ist bei Menschen für die Lautbildung und Stimmbildung (Phonetik) sehr wichtig, so besonders auch für den Klang beim Musizieren und Singen, wo eine "Phonetische Zahnaufstellung" beim Zahnersatz von grosser Bedeutung ist. Der Halt einer Teilprothese ist sehr wichtig und kann durch eine Verankerung an der Restbezahnung sichergestellt werden, so durch eine Klammerprothese die an Klammerzähnen befestigt wird, was jedoch beim Spielen von Musikinstrumenten vielfach ungenügend ist wie auch eine Freiendprothese als herausnehmbarer Zahnersatz.

Teilprothese im Oberkiefer

Günstige Teilprothesen gibt es für den Oberkiefer mit und ohne Klammern wie auch für den Unterkiefer.

Wird der Zahnersatz im paarig angelegten Oberkiefer als Zentrum vom mittleren Gesichtsabschnitt oder im Unterkiefer mit dem hufeisenförmigen Unterkieferkörper abnehmbar gestaltet, so wird von einer Teilprothese gesprochen. Wenn genügend stabile eigene Zähne im Oberkiefer vorhanden sind, kann eine Oberkiefer-Teilprothese auch ohne Gaumenplatte eingesetzt werden.

Teilprothese Oberkiefer abnehmbaren Zahnersatz

Teilprothesen können als Zahnersatz aus einer Kunststoff-Gaumenplatte, Befestigungsklammern aus Metall und künstlichen Zahnkronen aus Keramik oder Kunststoff bestehen.

Teilprothese im Unterkiefer

Eine einfache Kunststoff-Teilprothese wird vielfach nur als Übergangsprothese bzw. Interimsersatz mit vorgefertigten Halte- und Stützelementen vorübergehend eingegliedert als Sofortprothese.

Eine einfache Übergangsprothese mit Klammern als Immediatprothese ist eine provisorische Sofortprothese, die unmittelbar nach der Zahnextraktion eingesetzt wird und ist für eine gewisse Zeit bestimmt, denn sie kann bei längerem Tragen das Zahnbett der Restzähne zerstören. Die Interimsprothese wird eingegliedert, um das Wandern der Zähne in die Zahnlücke zu verhindern, bis die endgültige Teilprothese fertiggestellt ist und kann auf längere Sicht einen weiteren Zahnverlust fördern. Bei Unterkieferprothesen kann wegen der Zunge als beweglicher Muskelkörper keine Gaumenplatte eingesetzt werden, sei dies eine Teilprothese als Zahnersatz im Teilbezahnten Kiefer oder eine Vollprothese im Zahnlosen Kiefer, wo der Prothesenhalt nur durch Implantate verbessert werden kann, wenn zu wenig Speichel für den Halt der Prothese im Mund vorhanden ist. Für einen guten Prothesenhalt im Unterkiefer gibt es meist nur die Möglichkeit mit Implantaten, wo viele verschiedene Implantatsysteme und Implantattypen zu unterschiedlichen Implantatkosten zur Verfügung stehen, so auch günstige Durchmesser-reduzierte Mini-Implantate oder Kurzimplantate für Totalprothesen (Kieferprothesen).

Teilprothese Unterkiefer Zahnersatz abnehmbar  

Bei den Prothesen im Oberkiefer wie auch bei den Prothesen im Unterkiefer unterscheidet man verschiedene Zahnersatz-Arten nach der Befestigung, so die Schleimhautgetragene Teilprothese welche auf dem Kieferkamm auf der Kieferschleimhaut aufliegt wie die Freiendprothese. die Zahnersatz-Arten können an Zähnen, Zahnimplantaten oder kombiniert als Hybrid-Prothese verankert werden, so die Klammerverankerung für Klammerprothesen, die Druckknopfanker bzw. Kugelkopf-Anker für Druckknopfprothesen, die Geschiebe-Verankerung für Geschiebeprothesen und die Stegverankerung (Stegverbindung) für Stegprothesen.

Erweitern der Prothese

Im Gegensatz zu Zahnbrücken kann der Zahntechniker die Teilprothesen bei erneutem Verlust von Zähnen erweitern bzw. ergänzen. Dabei fügt der Zahntechniker Kunststoffzähne nach einem Gebissabdruck in die alte Prothese ein, sofern diese noch funktionsfähig ist. Die erweiterte Prothese kann der Patient direkt nach Entfernung des kranken Zahns tragen, was für Zahnpatienten ein grosser Vorteil ist.

Halt der Prothesen im vergleich

Der Halt einer Teilprothese ist besser als einer Totalprothese, denn der Halt einer Teilprothese wird, im Gegensatz zur Totalprothese, mittels einer Verankerung an die Restbezahnung angehängt.

Modellgussprothese mit Klammerverankerung

Die Modellgussprothese ist eine gegossene Prothese, die häufig auch Klammerprothese genannt wird, denn es ist eine Teilprothese die mittels Klammern Verankert wird.

Vorteile dieser Klammer-Technik bei den Modellgussprothesen ist, dass es eine relativ kostengünstige Zahnprothese ist. Nachteilig sind die Sichtbaren Klammern bei der Klammerprothese, wo sich auch Bakterienbeläge ansammeln können, weshalb nebst der Mundpflege und Zahnpflege der Klammerzähne, die besonders gut gereinigt werden müssen wie bei der Zahnspangenbehandlung, eine gute Pflege der Zahnprothese notwendig ist.

Druckknopfverankerung

Druckknopf verankerte Teilprothesen kommen vor allem bei stark zerstörten Zähnen zur Anwendung.

Bei Druckknopf verankerte Teilprothesen wird der Druckknopf (Patrize) mit einem Stift an der Zahnwurzel befestigt. Diese Zahnwurzel muss wurzelbehandelt sein bzw. der Nerv vom Zahn muss entfernt werden. Das Gegenstück des Druckknopfes (Matrize), wird in der Prothese verankert. Der Prothesenhalt einer Druckknopfprothese erfolgt durch einen Schnapp- Mechanismus von Patrize und Matrize. Vorteil dieser Technik ist der Halt der Prothese, da dieser variabel und besser ist als bei einer normalen Modellgussprothese. Betreffend Ästhetik ist die Druckknopfverankerung schöner, denn bei Druckknopfverankerten Teilprothesen sind die Halteelemente versteckt. Nachteil dieser Technik ist, dass eine Wurzelbehandlung bei bestehendem Zahn vorgenommen werden muss. Möglich ist auch das Setzen von Zahnimplantaten, was aber Kostenintensiver ist als eine Modellgussprothese.

Stegverankerung für Stegprothese

Die Stegprothese mit der Stegverankerung haben bei stark zerstörten Zähnen oder im Zahnlosen Kiefer ein grosser Vorteil.

Zwei bis vier Zahnwurzeln oder Implantate können miteinander verbunden werden, was der Stegprothese einen guten Halt gibt und man als Steg-Konstruktion bezeichnet. Das Gegenstück vom Steg wird als sogenannter Steg-Reiter genannt, der sich in der Zahnprothese befindet. Der Steg-Reiter wird beim Einsetzten der Prothese über den Steg gedrückt, womit der Halt durch die Klemm-Wirkung von Steg und Steg-Reiter zustande kommt. Die Steg- Lösung ist der so genannte Rolls- Royce unter den Prothesen, denn der Steg der Prothese bietet den bestmöglichsten Halt für eine Teilprothese. Vorteile dieser Technik liegen in der Zahn-Ästhetik, denn der Steg ist nicht sichtbar da er vollkommen in der Prothese verschwindet. Die Stegprothese bietet einen sehr guten Halt, sodass der Kaukomfort beinahe so wie bei einem festsitzenden Zahnersatz besteht. Diese Technik setzt eine Wurzelbehandlung oder ein Zahnimplantat voraus, was dementsprechend Kostenintensiv ist.

Geschiebe-Verankerung

Für die Geschiebeverankerung braucht es eine gute Restbezahnung die meist als Restzahngebiss genannt wird, das die noch die vorhandenen Zähne im Gebiss beinhaltet.

Für die Geschiebeverankerung muss eine relativ gut erhaltene Restbezahnung vorhanden sein. Eine an Geschieben verankerte Teilprothese benötigt immer zwei Geschiebe bzw. eine Geschiebeprothese besteht immer aus zwei Teilen. Der abnehmbare Teil ist die Matrize und befindet sich in der Prothese, der fixe Teil nennt man Patrize und ist ein Bestandteil einer Krone. Für eine Geschiebeverankerung müssen deshalb vorausgehend immer zwei Pfeilerzähne für Kronen präpariert werden. Im Gegensatz zu den konventionellen Klammerprothesen ergibt sich vor allem ein ästhetischer Vorteil, da die Verankerung nach aussen hin nicht sichtbar ist. Vorteil dieser Technik ist der Halt, der gegenüber Klammerprothesen sehr gut ist. Das Geschiebe ist in Bezug auf Ästhetik vollkommen, denn die Geschiebeverankerung ist in die Geschiebeprothese integriert und der Kaukomfort besser als bei einer Modellgussprothese. Nachteile dieser Geschiebeverankerung ist, dass sie kostenintensiv ist, da die Geschiebeverankerung technisch sehr aufwendig und daher teuer ist.

Pflege einer Prothese

Prothesen sollten beim morgendlichen und abendlichen Zähneputzen sowie nach den Mahlzeiten herausgenommen und gereinigt werden, eine antibakterielle Sprudellösung ist aber nicht unbedingt notwendig.

Wenn man zweimal im Monat eine antibakterielle Sprudellösung als Zusatz zur Reinigung der Prothese verwendet ist dies vollkommen ausreichend, denn viel effektiver ist es, wenn man die Prothese intensiv mit ein wenig Zahnpasta und einer weichen Zahnbürsten säubert.

Prothesenhalt Zahnpasta Pflege der Prothese

Nach Pflege von Zahnfleisch bzw. dem Zahnfleisch massieren und dem reinigen der restlichen Zähne mit Zahnpasta und Zahnbürste im Mundraum kann die Prothese wieder eingesetzt werden. Eine gute Zahnfleischpflege kann beim Tragen einer Zahnprothese wie auch bei Implantaten sehr wichtig sein, damit das Zahnfleisch besser durchblutet wird und eine Zahnfleischentzündung verhindert werden kann. Eine im Gebiss festsitzende Prothese kann auch über Nacht im Mund behalten werden.

Die Prothesenbasis

Die Prothesenbasis ist bei einer Teilprothese besser gestaltet als bei einer Vollprothese, denn sie besitzt meist ein Metallgerüst und kann so wesentlich graziler gestaltet werden als eine Totalprothese.

Bei einer schleimhautgetragenen Zahnprothese muss die Prothesenbasis auf der Kieferschleimhaut aufliegen, damit der Prothesenhalt auf dem Kieferkamm nicht verloren geht. Der Tragkomfort bei der Teilprothese ist meist besser als bei der Totalprothese, die einen erhöhten Kaukomfort gegenüber einer Totalprothese hat. Jeglicher abnehmbare Zahnersatz wird aber vom Zahnpatienten am Anfang immer als störender Fremdkörper wahrgenommen und eine Gewöhnung daran findet meist erst nach einiger Zeit statt.


Druckknopfprothese

Bei der Druckknopfprothese handelt es sich um einen Kombinierten Zahnersatz, der kombiniert durch die Kugelkopf-Anker als Verbindungselemente festsitzend-herausnehmbaren ist.

Unterkieferprothese mit Druckknopfsystem, wo die Druckknöpfe Halte-Elemente sind, um eine Teilprothese oder Vollprothese (Kieferprothese) als herausnehmbarer Zahnersatz auf Zähnen oder Zahnimplantaten als künstliche Zahnwurzeln befestigen zu können. Auf den Druckknopfankern kann eine Totalprothese befestigt werden, denn die Verbindung mit dem Druckknopfsystem funktioniert ähnlich wie das Verschluss-Knopfprinzip bei Kleidern, wo der Druckknopf einrasten kann. Bei der Druckknopf-Prothese müssen die Kugelkopf-Anker als Verbindungselemente auf den Wurzeln von Restzähnen oder Implantaten parallel angeordnet sein, damit die Zahnprothese gleichmässig auf den Prothesen-Ankern einrasten kann. Im Vergleich zur Steg-Prothese hat die Druckknopfprothese den Vorteil, dass der Kugelkopfanker wie auch die Matrizen als Gegenstücke in der Prothese weniger Platz benötigt. Mit der Verankerung durch Kugelanker oder mit dem Druckknopfsystem kann auch bei einer Teilprothese vermieden werden, dass sichtbare Klammern zum Vorschein kommen, wie dies bei Klammerprothesen als künstlicher Zahnersatz für fehlende natürliche Zähne der Fall sein kann.

Prothese mit Druckknopf Druckknopfprothese

Druckknopf verankerte Prothesen kommen vor allem bei stark zerstörten Zähnen zur Anwendung, wenn die natürlichen Zahnwurzeln unterhalb vom Zahnfleisch für das Eingliedern und Ausgliedern noch in gutem Zustand sind. Wenn Druckknopfsysteme auf Implantaten eingegliedert werden, müssen diese im Kieferknochen präzise parallel gesetzt werden können, was jedoch nur bei genügendem Knochenangebot in Kieferhöhe und Kieferbreite möglich ist.

Zahnprothese mit Druckknopfsystem

Der Druckknopf bei der Druckknopfprothese im Oberkiefer oder Unterkiefer ist ein Halte-Element um eine Teilprothese oder Totalprothese zu befestigen.

Wurzelbehandelte Zähne werden für den Zahnersatz so präpariert, dass auf einer Wurzelstiftkappe ein Halteelement befestigt werden kann. Dabei wird der Druckknopf (Patrize) mit einem Stift an der Zahnwurzel befestigt. Diese Zahnwurzel muss wurzelbehandelt sein bzw. der Nerv vom Zahn muss entfernt werden. Das Gegenstück vom Druckknopf ist die Matrize, die in der Zahnprothese verankert wird. Der Halt der Druckknopfprothese erfolgt durch einen Schnapp- Mechanismus von Patrize und Matrize, ähnlich wie die Stegverbindung bei der Stegprothese oder das Geschiebe bei der Geschiebeprothese, wo die Halteelemente zur Verankerung und Abstützung auch versteckt sind.

Zahnsanierung durch Kugelanker oder Druckknopfanker

Der Druckknopfanker ist ein als Druckknopf gestaltetes Halteelement wie der Kugelanker zur Verankerung von herausnehmbaren Prothesen auf Wurzelkappen.

Vorteil der Technik mit Druckknopfanker ist der Halt, da dieser variabel und besser ist als bei einer Modellgussprothese mit Klammern, die als Klammerprothese bezeichnet wird. Betreffend Ästhetik ist die Druckknopfverankerung schöner, denn bei Druckknopfverankerten Teilprothesen sind die Halteelemente versteckt. Nachteil dieser Technik ist, dass eine Wurzelbehandlung bei bestehendem Zahn vorgenommen werden muss. Bei der Zahnsanierung resp. Gebiss-Sanierung mit Druckknopfprothesen ist auch das Setzen von Implantaten als Zahnwurzelersatz möglich, was aber Kostenintensiver ist als eine Modellgussprothese mit Klammern, das meist eine günstige Zahnprothese ist, so dass man von einer günstigen Zahnsanierung spricht. Die Klammerprothese bietet auf längere Zeit meist keinen zufriedenstellenden Kaukomfort und Sprechkomfort, da die Klammern  diese Zähne (Klammerzähne) schädigen können. Demgegenüber bietet ein kombinierter Zahnersatz auf Zahnimplantaten (festsitzend und herausnehmbar) meist für eine lange Zeit einen sicheren Halt, sofern eine gute Implantatpflege bzw. Zahnfleischpflege um die Implantate herum erfolgt, womit eine Zahnfleischentzündung verhindert werden kann. Bei jeder Versorgung mit Zahnersatz, seien es Steggeschiebe, Kugelkopfanker, eine festsitzende Zahnbrücke oder eine Klammerprothese, ist eine gute Pflege der Zähne, Zahnersatzpflege und Mundpflege mit Zahnpasta und Zahnbürste wichtig, denn Zahnbelag ist nicht nur für natürliche Zähne der Feind Nummer eins, sondern auch für jeden Zahnersatz. Die Prothesenreinigung ist nicht nur wegen den Verfärbungen und hartnäckige Belägen an Teleskopbrücken (Teleskopprothesen mit Teleskopkronen) Kombinationsbrücken (Verbundbrücke / Hybrid-Brücke), Druckknopfankern, Kugelankern oder Steggeschieben wichtig, denn nebst der geschädigten Zahnersatz-Funktionen können auch pathogene Pilze an Zahnprothesen entstehen, so auch an "Implantatbrücken" und Implantatprothesen als Implantatgetragener Zahnersatz.


Interimsprothese 

Die Interimsprothese ist eine Übergangsprothese als zeitlich begrenzte optische Verbesserung der Zahnsituation im Zahn-Gebiss.

Der Name Übergangsprothese verrät, dass es sich beim Mensch um einen zeitlich begrenzten Interims-Zahnersatz handelt, der als Provisorium eingesetzt wird. Die Interimsprothese ist keine Dauerlösung, denn die "Notprothese" ergibt wegen der schlechten Passform einen ungenügenden Halt und ausserdem können die gebogenen Klammern bei der Klammerprothese die Restbezahnung auf die Dauer beschädigen.

Übergangsprothese als provisorischen Zahnersatz

Die Interimsprothese ist eine Übergangsprothese, ein vorläufiger Zahnersatz bzw. Provisorium zur Überbrückung der Zeitspanne bis zu einer endgültigen Versorgung.

Übergangsprothese

Die Interimsprothese ist nicht zu verwechseln mit der Immediatprothese als Sofortprothese, die nach einer Zahnextraktion eingesetzt wird.

Bei der Immediatprothese kann es sich um eine partielle oder Vollprothese handeln, die vor einem chirurgischen Eingriff wie einer Zahnextraktion beim Zahntechniker auf einem Kiefermodell hergestellt wird und durch eine prothetische Versorgung ersetzt wird. Extraktionswunden können nach der Zahnextraktion unter der provisorischen Prothese, die als Sofortprothese bezeichnet wird geschützt abheilen. Wenn mehrere Zähne im Unterkiefer gezogen werden, besteht die Gefahr, dass die gegenüberliegenden Zähne im Oberkiefer sich verlängern oder die Nachbarzähne der gezogenen Zähne sich verlagern können. Um Zahnverlängerung, Zahnwanderung oder Zahnkippung zu verhindern, muss ein Zahnersatz als Übergangsversorgung in Form einer Interimsprothese eingesetzt werden. Des Weiteren stellt die Interimsprothese die Kaufunktion und die Zahnästhetik provisorisch wieder her, bis z.B. ein Bio-Zahnersatz gefertigt ist, was eine lange Lebensdauer vom Zahnersatz garantiert.

Provisorische Zahnprothese

Die provisorische Prothese besteht aus einer Kunststoffbasis, in der die zu ersetzenden Zähne eingearbeitet sind.

Mit Hilfe kleiner Anker, der so genannten Rush-Anker wird die provisorische Prothese auf noch vorhandenen Zähnen befestigt und kann jederzeit zum Reinigen herausgenommen werden. Die Prothese wird so lange getragen, bis der Knochen abgeheilt ist, was in der Regel ca. drei bis sechs Monate dauert. Interimsprothesen dienen dem vorübergehenden Ersatz von Zähnen und werden in der Regel direkt nach der Zahnentfernung eingesetzt. Die Interimsprothese wird nicht so gut passen wie eine vollwertige Langzeitversorgung, sondern überbrückt nur die Zeit bis zu deren Anfertigung. Diese Prothese wird im Labor hergestellt nach der Grundlage von Modellen die vor der Zahnentfernung angefertigt wurden, weshalb eine optimale Passform nicht möglich ist. Die Interimsprothese besitzt einen einfachen Kunststoffkörper sowie die vom Zahntechniker im Labor per Hand gebogene Klammern zur Befestigung an den Restzähnen.
 
Vorteile der Übergangsprothese:

Als Zahnersatz ist die Interimsprothese ein günstiges Provisorium
Fehlende Zähne werden durch die Übergangslösung gleich ersetzt
 Extraktionswunden können unter der provisorischen Prothese geschützt gut abheilen
 
Nachteile der Übergangsprothese:

Schlechter Halt der Prothese (schlecht sitzende Zahnprothese)
 Die Übergangsprothese ist keine Dauerlösung
 Die Übergangsprothese hat meist eine schlechte Passform
 Die nur gebogenen Klammern können auf Dauer Zähne beschädigen
 Durch ungleichmässige Belastung kann sich der Kieferkochen mit der Zeit abbauen

Die Interimsprothese ist nicht zu verwechseln mit der Immediatprothese, denn die Interimprothese ist eine Prothese, die eingesetzt wird, um das Wandern der Zähne in eine Zahnlücke zu verhindern, bis die endgültige Zahnprothese fertig ist. Die Immediatprothese ist eine provisorische Sofortprothese als Zahnersatz, die unmittelbar nach der Extraktion der natürlichen Zähne eingesetzt wird, da diese vor einem chirurgischen Eingriff angefertigt wird. 


Totalprothesen

Totalprothesen die im zahnlosen Kiefer als Zahnersatz zum Einsatz kommen, werden in der Umgangssprache meist als Gebiss bezeichnet.

Die Oberkieferprothese und Unterkieferprothese ersetzen im Kiefer alle natürlichen Zähne durch künstliche "Ersatzzähne" in der Prothese. Damit der Prothesenhalt einer schleimhautgetragenen Zahnprothese auf dem Kieferkamm nicht verloren geht, muss Prothesenbasis auf der Kieferschleimhaut aufliegen. Als Prothesenbasis wird die untere Fläche einer abnehmbaren Totalprothese bezeichnet, die auf der Mundschleimhaut über dem Kieferknochen (Alveolarfortsatz) aufliegt. In einem zahnlosen Kiefer entsteht der Prothesenhalt zwischen der Prothesenbasis und dem Weichgewebe auf dem Kieferkamm, wodurch ein Vakuum durch den Mundspeichel aus den verschiedenen Speicheldrüsen entstehen kann. Die Prothesenbasis ist immer die der Mundschleimhaut anliegende Unterseite von einem Zahnersatz, der die künstlichen Zähne trägt.

Totalprothesen Gebiss Zahnprothese Zahnersatz

Totalprothesen werden als Vollprothesen, Gebissprothesen oder als Gebiss bezeichnet.

Prothesenhalt bei Totalprothesen

Vollprothesen haften am Oberkiefer besser, als am Unterkiefer.

Wenn in einem Kiefer keine Zähne mehr vorhanden sind "Kiefer ohne Zähne" und keine Zahnimplantate eingesetzt werden können, so kommt als Zahnersatz nur eine Totalprothese bzw. Vollprothese in Frage. Die Vollprothese besteht im Normalfall aus zahnfarbenem Kunststoff und kann für gewisse Zahnpatienten ein Problem sein, so wegen Materialunverträglichkeit auf Dentalwerkstoffe wie einer Allergie auf Kunststoff oder einer Metallallergie wie auch wegen mangelnder Haftung am Gaumen beim "Totalprothese tragen" infolge Mundtrockenheit. Weil keine Zähne mehr vorhanden sind, muss die Prothese auf dem Kiefer haften, was nur funktioniert, wenn zuvor ein sehr genauer Kieferabdruck gemacht wird, denn nur so kann sich die Zahnprothese genau an die Schleimhaut anfügen. Im Oberkiefer ist der Halt der Totalprothese meist besser als der Prothesenhalt im Unterkiefer, denn am Oberkiefer wird die Prothese mit einer Gaumenplatte ausgestattet. Diese grosse Auflagefläche saugt sich an der Mundschleimhaut fest und bietet der Zahnprothese so den Halt. Wegen der beweglichen Zunge als Muskelkörper ist eine Gaumenplatte am Unterkiefer nicht möglich, weshalb die Totalprothese kiefergerecht wie ein Hufeisen geformt wird. Diese Unterkieferprothese kann nicht mit Querverbindungen stabilisiert werden. Da die Auflagefläche auf dem Unterkiefer nur sehr klein ist, kann es nur einen ausreichenden Halt bei genügendem Speichelfluss (Absonderung von Speichel) geben und wenn die Passgenauigkeit der Prothesenbasis mit dem Weichgewebe sehr gut ist.

Ungünstiger Kieferkamm für Totalprothese

Für einen guten Halt sollte die Vollprothese nebst einem funktionellen Prothesenrand zur Abdichtung vom Unterdruck für einen guten Saugeffekt auf einem möglichst breitflächigen Kieferkamm abgestützt sein.

Bei ungünstigem Kieferkamm kann selbst bei optimaler Gestaltung vom Prothesenrand kein genügender Saugeffekt erreicht werden. In solchen Situationen ist das setzen vom 2 - 4 Implantaten notwendig, an denen die Prothese fixiert wird, so an den sogenannten Implantatpfeilern oder Stegkonstruktionen als Halteelement und Stützelement für herausnehmbare Prothesen bzw. Stegprothesen sind. Zahnwurzeln oder Implantate können durch einen Steg miteinander verbunden werden und sind damit eine verblockte Einheit, damit die Stegprothese einen guten Halt bekommt. Das Gegenstück vom Steg wird als Steg-Reiter bezeichnet, der in die Zahnprothese eingearbeitet wird. Beim Einsetzten der Stegprothese wird der Steg-Reiter über den Steg gedrückt, womit durch die Klemmwirkung von Steg und Steg-Reiter ein guter der Halt der Zahnprothese für die "Dritte Zähne" entsteht. Eine Implantatlösung wird vor allem im Unterkiefer häufig angewendet, da sich durch die Zunge und den beweglichen Mundboden kein optimaler Saugeffekt einstellen kann.

Vollprothese, eine Zahnprothese auf dem Kiefer

Vollprothesen dienen zur Versorgung eines unbezahnten Kiefers, denn im Gegensatz zur Teilprothese können bei Totalprothese keine natürlichen Zähne zum Prothesenhalt herangezogen werden.

Ein guter halt kann bei der Totalprothese die auch als Vollprothese genannt wird, nur erzielt werden, wenn die Prothesenbasis dem betreffenden Kiefer möglichst exakt anliegt und der Prothesenrand funktionell sauber ausgeformt ist, damit zwischen Prothese und Kieferschleimhaut ein Unterdruck entstehen kann. Im Volksmund wird eine Zahnprothese die den Halt auf dem Kiefer durch den Speichel erhält, auch als Kieferprothese oder als Gebiss bezeichnet. Ein erhöhter Knochenschwund bzw. Kieferknochenabbau kann zu einem Schlotterkamm führen, womit der Halt der Zahnprothese nicht mehr gewährleistet ist, denn eine "Kieferprothese" ist vollständig vom Prothesenlager abhängig, was ein grosser Nachteil der Vollprothese ist, wenn sich die Knochensubstanz zurückbildet. Eine schlechtsitzende Prothese kann zu einem Knochenabbau bzw. Rückgang vom Kieferknochen führen, wo ein Kieferknochenaufbau notwendig sein kann, wenn die Haftung der Prothese nicht mehr gegeben ist. Mit dem Älterwerden erfolgt eine Verringerung vom Speichelfluss wie auch durch die Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten und Psychopharmaka, so dass eine Trockenheit im Mund entsteht, wodurch sich die Haftkraft der Prothese am Kieferkamm vermindert. Das Haftmittel für Prothesenhalt in Form von Pulver, Gele, Cremes oder anderen Flüssigkeiten dient der Erhöhung der Adhäsionskräfte von herausnehmbaren Zahnersatz, doch diese können die Speichelproduktion (Absonderung von Speichel) und das Geschmacksempfinden beeinträchtigen wie auch bei dauerhafter Anwendung die Mundschleimhaut schädigen und den Prothesensitz beeinträchtigen. Wenn die Prothese nicht gut sitzt, sollten Haftmittel nur kurze Zeit als Hilfsmittel eine Anwendung finden, denn vielfach ist eine Anpassung der Prothese an den Kieferknochen wie eine Prothesenunterfütterung notwendig, wobei es verschiedene Verfahren der Unterfütterung gibt.

Die Prothese sollte eine möglichst breitflächige Abstützung auf dem Kiefer haben.

Vollprothesen Unterkieferprothese Oberkiefer

Ein guter Prothesenhalt für eine schleimhautgetragene Zahnprothese kann durch mehrere Faktoren erzielt werden, doch das wichtigste ist der Speichel, damit ein genügender Saugeffekt erreicht werden kann.

Schleimhautgetragene Zahnprothese

Bei der Schleimhaut getragenen Zahnprothese hat ein dünner Speichelfilm zwischen Prothesenbasis und Kieferschleimhaut eine wichtige Haltefunktion.

Der Halt entsteht auf ähnliche Weise wie bei 2 Glasplatten, die mit Wasser benetzt aufeinander gelegt werden. Zusätzlich bildet sich ein Unterdruck unter der Prothesenbasis, wenn man eine gut sitzende Prothese herausnehmen will. Der Prothesenrand dient dabei als Ventilrand zur Abdichtung vom Unterdruckraum. Der Prothesenrand ist jedoch nicht nur ein Ventilrand, sondern auch ein Funktionsrand, denn er muss dem Muskelspiel entsprechend funktionell ausgeformt werden, damit die Zahnprothese nicht durch die Bewegungen der umliegenden Muskulatur abgehebelt werden kann. Für den Halt der Prothese hat dazu der ringförmig um die Mundspalte verlaufende Muskel eine wichtige Bedeutung. Darüber hinaus wird die auf der Schleimhaut getragene Prothese so ausgestaltet, dass die umgebende Muskulatur stabilisierend auf den Zahnersatz wirkt.


Totalprothese Arbeitsablauf

Im zahnlosen Kiefer besteht ein Totalprothese aus Kunststoff, die mit einer Metallbasis verstärkt sein kann, um alle fehlenden Zähne ohne die Weisheitszähne im Oberkiefer oder auch Unterkiefer durch eine herausnehmbare "Kieferprothese" ersetzen zu können. Die Oberkieferprothese liegt auch auf dem Gaumen auf und wird diesem exakt angepasst.

1. Sitzung beim Zahnarzt:

Zunächst erfolgt eine Voruntersuchung beim Zahnarzt mit Erhebung einer Anamnese und eines extraoralen und Intraoralen Befundes durchgeführt.

Nach der Untersuchung vom Gebisszustand bzw. Zahnstatus und Parodontalstatus beim Zahnarzt wird ein Panoramaröntgenbild meist mit einem digitalen Röntgensystem gemacht. Damit ist ersichtlich, ob noch Wurzelreste von Zahnwurzeln oder erhaltenswerte Zähne vorhanden sind, denn beim Zahnarzt dürfen gesunde Zähne nicht gezogen werden bzw. eine Zahnextraktion durchgeführt werden. Danach erfolgt eine anatomische Abformung die bei geöffnetem Mund getrennt für Oberkiefer und Unterkiefer erfolgen kann. Die Abformung (Abdruck) ist beim Zahnarzt ein Arbeitsschritt für das Arbeitsmodell der zahntechnischen Arbeiten beim Zahntechniker, denn die Abformungen der Kiefer und Zähne ist die Grundlage für zahntechnische Arbeite. Die Situationsabformung wird als Erstabformung überwiegend mit Alginat und dem Funktionslöffel durchgeführt und in der Dimension so ausgedehnt, dass die Kiefer mit dem angrenzenden Weichgeweben erfasst werden. Im Dentallabor werden die Abformungen vom Zahngebiss-Abdruck in der Höhe der späteren Funktionsränder mit Wachsleisten und aussen rundherum mit Plattenwachs aufgebaut und zusätzlich im Unterkiefer der Zungenraum für die Zunge als Muskelkörper mit einer Wachsplatte abgedeckt, damit ästhetisch schöne Situationsmodelle entstehen können.

Herstellung einer Totalprothese Sitzung Zahnarzt

Beim Zahnarzt oder Zahnprothetiker wird meist der weitere Ablauf und das Vorgehen nach getrennter Abformung von Oberkiefer und Unterkiefer erläutert und das Vorgehen nach einer mundgeschlossenen Abformung wird im Anschluss vorgestellt. Nebst der Abformung bei geöffnetem Mund besteht die Möglichkeit einer mundgeschlossenen Abformung beim Zahnarzt, wobei beide Kiefer gleichzeitig abgeformt werden und dabei auch ihre Lage zueinander wiedergegeben wird. Die mundgeschlossene Abformung hat bei der Herstellung von Vollprothesen den Vorteil, dass gleichzeitig beide Kiefer abgeformt und ihre Lage zueinander wiedergegeben wird. Im Labor werden die anatomischen Abformungen ausgegossen und anschliessend werden auf den Modellen individuelle Löffel hergestellt.

2. Sitzung beim Zahnarzt:

Mit den individuellen Löffeln werden Funktionsabformungen vom Oberkiefer und Unterkiefer durchgeführt.

Dabei wird das Bewegungsspiel der Schleimhäute und Bänder sorgfältig abgeformt, indem aktive und passive Bewegungen der Weichteile durchgeführt werden. Im Labor werden diese Funktionsabformungen ausgegossen. Anschliessend werden auf den Modellen Bissschablonen mit Wachswällen angefertigt.

3. Sitzung beim Zahnarzt:

Mit Hilfe der Biss-Schablone werden Bissnahmen durchgeführt die zur Bestimmung der Lage des Unterkiefers in Bezug zum Oberkiefer dient.

Bei den Bissnahmen werden die Wachswälle am Patienten zunächst korrigiert, bis die Bisshöhe als vertikaler Abstand zwischen Oberkiefer und Unterkiefer im Schlussbiss stimmt. Anschliessend wird die korrekte Lage vom Unterkiefer zum Oberkiefer auch in den übrigen Raumrichtungen, also Sagittal und transversal bestimmt und die exakte Relation vom Unterkiefer zum Oberkiefer festgelegt. Eine Bissnahme wird daher auch als Kieferrelationsbestimmung bezeichnet. Wenn die richtige Kieferrelation bestimmt ist, werden die Wachswälle zueinander fixiert und ins Dentallabor gesandt. Neben diesen Handbissnahmen besteht die Möglichkeit, die Kieferrelation mit Registrierbehelfen zu bestimmen was auch als Bissregistrierung bezeichnet wird. Dazu wird in eine Bissschablone eine kleine Metallplatte eingebaut, während die andere mit einem in der Höhe verstellbaren Stützstift versehen wird. Nach Einstellung der Korrekten Bisshöhe lässt man den Patienten Vorschubbewegungen und Seitwärtsbewegungen ausführen, wobei der der Stützstift auf der eingefärbten Metallplatte einen charakteristischen Pfeilwinkel einzeichnet. Mit Hilfe dieses Pfeilwinkels kann die korrekte Lage des Unterkiefers zum Oberkiefer festgelegt werden. Die Bissschablonen werden anschliessend in dieser Lage miteinander verschlüsselt und ins Labor geschickt. Die Bissschablone ist eine dem Kiefer angepasste Platte aus Wachs oder Kunststoff, die einen Wall aus Wachs trägt.

Artikulator Gipsmodelle Funktionsabformung

Als Saugabdruck (Funktionsabdruck) werden Abformverfahren für die Randgestaltung von Vollprothesen bzw. Gebissprothesen bezeichnet. Die Funktionsabformung ist eine spezielle Abformung im unbezahnten Kiefer, die der Randgestaltung einer schleimhautgetragenen Zahnprothese dient und die natürlichen Bewegungen von Schleimhäuten und Muskeln berücksichtigt. Im Zahnlabor werden die Gipsmodelle der Funktionsabformung mit Hilfe der verschlüsselten Bissschablonen in einem Artikulator eingegipst.

Totalprothese Wachsaufstellung Zahntechniker

Anschliessend erfolgt eine Aufstellung der "Ersatzzähne" (dritten Zähnen) bei der Modellation in Wachs bzw. bei der "Kieferprothese" als Zahnersatz in einer Wachsaufstellung.

4. Sitzung beim Zahnarzt:

Es wird eine Wachseinprobe durchgeführt, wobei die Aufstellung der Zähne noch korrigiert werden kann. Dabei werden Okklusion, Artikulation, Zahn-Ästhetik bzw. Gebissästhetik und Phonetik (Sprache) bei eingesetzten Prothesen überprüft, wo eine phonetische Zahnaufstellung beim Zahnersatz sehr wichtig ist, da die Zähne beim Mensch auch zur Lautbildung und Stimmbildung beim Sprechen gebraucht werden. Im Labor werden die Prothesen anschliessend in Kunststoff fertig gestellt, so dass öffnen und schliessen wie auch beim Kauen und Sprechen die Vorwärtsbewegung und Seitwärtsbewegung.

5. Sitzung beim Zahnarzt:

Die fertig gestellten Prothesen werden eingegliedert und die Okklusion und Artikulation mit der Unterkieferbewegung bei Zahnkontakt nochmals sorgfältig überprüft. Bei der Artikulation beschreibt man das Verschieben der Zahnreihen unter Zahnkontakt gegeneinander, die durch Gleitbewegungen vom Unterkiefer mit der Zahnprothese im Oberkiefer und der Unterkieferprothese erfolgt.

6. Sitzung beim Zahnarzt:

Nach einer kurzen Tragezeit erfolgt eine erste Kontrolle, wobei eventuell vorhandene Druckstellen entfernt werden können.

Meist werden zur Nachsorge noch weitere Kontrolltermine vereinbart. Bei einer mundgeschlossenen Abformung in der 1. Sitzung kann der Arbeitsablauf abgekürzt werden, da nicht nur beide Kiefer gleichzeitig abgeformt werden, sondern auch die Lage zueinander wiedergegeben wird. Die Studienmodelle können daher bereits in einem Artikulator eingegipst und die individuellen Löffel mit entsprechenden Wachswällen versehen werden. Dadurch kann in der zweiten Sitzung sowohl eine Funktionsabformung als auch eine Bissnahme (Bissregistrierung oder Kieferrelationsbestimmung) erfolgen und die dritte Sitzung dadurch eingespart werden.

Wiederherstellung und Erweiterung einer Zahnprothese

Da im Kieferknochen (Alveolarfortsatz) ständig Umbauvorgänge ablaufen, kann es nach einiger Zeit zu einem schlechten Prothesensitz kommen.

Meist muss keine komplette Prothese neu angefertigt werden, denn vielfach liegt das Prothesenproblem einer schlechtsitzenden Zahnprothese an der Unterfütterung, wenn die Haftung der Prothese auf dem Kieferkamm nicht mehr gegeben ist. Um wieder einen guten Prothesenhalt zu erzielen, reicht häufig eine Unterfütterung aus, so besonders bei einem schlechten Prothesenhalt im Unterkiefer. Werden nur Teile der Prothese unterfüttert, so spricht man auch von einer partiellen Unterfütterung im Gegensatz zur totalen Unterfütterung, wo es unterschiedliche Unterfütterungs-Verfahren gibt.

Unterfütterung der Zahnprothese

Beim technischen Vorgehen bei der Unterfütterung der Zahnprothesen unterscheidet man die direkt Unterfütterung von der indirekten Unterfütterung.

Die direkte Unterfütterung erfolgt im Mund vom Zahnpatient, wozu plastischer Kunststoff auf die gereinigte und angeraute Prothesenunterseite aufgetragen und die Prothese wieder im Mund eingesetzt wird. Somit wird die "Kieferprothese" direkt im Mund der geänderten Kieferform angepasst. Bei der indirekten Unterfütterung wird zunächst eine Abformung mit einem elastischen Abformmaterial durchgeführt, wobei die Prothese als individueller Löffel dient. Die Prothese wird anschliessend im Dentallabor anhand dieser Abformung mit Kunststoff unterfüttert, damit durch die Prothesenunterfütterung eine ungenau sitzende "Gebissprothese" den Veränderungen des Kiefers angepasst wird.


Festsitzende Prothese

Eine festsitzende Zahnprothese als künstlicher Zahnersatz ist im Kiefer fest verankerter.

Bei festsitzendem Zahnersatz gibt es unterschiedliche Lösungen, so dass die künstlichen Zähne nur durch den Zahnarzt entfernt werden können. Wenn der Zahnersatz festsitzend und abnehmbar gestaltet ist, spricht man von einem kombinierten Zahnersatz oder einer Kombinationsprothese (Kombinationsprothetik). Unter einer Kombinationsprothese versteht man eine Teleskopprothese (Teleskopbrücke) oder Geschiebeprothese die auf eigenen Zähnen oder auf Implantaten aus einem festsitzenden und einem herausnehmbaren Teil besteht. Bei der Hybridprothese als kombinierten Zahnersatz werden bei der Zahnsanierung verschiedene Teleskopkronen, Stege (Stegverbindung) auf Wurzelstiftkappen oder Kugelköpfchen an der meist nur noch geringen Restbezahnung oder auf Implantaten befestigt. Wenn als Brückenpfeiler Zähne und Zahnimplantate für eine Zahnbrücke benutzt werden, spricht man von einer Hybridbrücke oder einer Kombinationsbrücke.

Festsitzende Prothese fest verankert Zahnarzt

Ein abnehmbarer Zahnersatz bzw. herausnehmbarer Zahnersatz kann vom Zahnpatienten entfernt werden.

Festsitzender Zahnersatz

Ein festsitzender Zahnersatz (Zahnbrücke) ist fest verankert und lässt sich durch den Zahnpatienten nicht entfernen.

Festsitzende Prothesen können an den gesunden Zähnen oder mit Hilfe von Implantaten im Kiefer verankert werden. Die festsitzende Prothese auf Implantaten findet immer häufiger Anklang, denn sie bietet ein fester Biss, mehr Sicherheit und Komfort. Wenn keine Zähne mehr vorhanden sind, gibt es die Möglichkeit einer Totalprothese die auf der Mundschleimhaut aufliegt und im Volksmund vielfach als Schleimhautprothese bezeichnet wird. Eine festsitzende Prothese oder eine Kombinationsversorgung die durch Zähne (Zahnwurzel) oder Implantate gehalten wird, ist eine hochwertigere Alternative zu einer Schleimhautgetragenen Zahnprothese. Wenn Stege der Verankerung und Abstützung von einer herausnehmbaren Zahnprothese dienen, die zahngetragen oder implantatgetragen im Unterkiefer oder Oberkiefer sein kann, wird von einer Stegprothese gesprochen. Sofern Geschiebe zur Abstützung der Prothese verwendet werden, sprich man von einer Geschiebeprothese und wenn Druckknopfanker eingesetzt werden, wird meist von einer Druckknopfprothese gesprochen. 

Als Materialien für festsitzenden Zahnersatz werden Titan, Keramik oder eine Mischung beider Werkstoffe verwendet.

Festsitzende Prothese Zahnimplantat Zahnersatz

Im zahnlosen Kiefer wird je nach Anzahl der fehlenden Zähne eine ausreichende Zahl (notwendige Implantate) an Zahnimplantaten gesetzt, die nach der Einheilzeit ohne Belastung normal im Unterkiefer 3 Monaten und im Oberkiefer 6 Monate mit einer fest zementierten oder verschraubten Keramikbrücke verbunden werden.

Nicht festsitzende Teilprothese oder Vollprothese

Die herausnehmbare Vollprothese (nicht festsitzende Prothese) kann Probleme bereiten, im Besonderen wenn sie durch den Schlotterkamm einen unzureichenden Halt hat.

Da sich im zahnlosen Kiefer der Knochen mit der „befestigten Schleimhaut“ abbauen kann, ist es möglich, dass die Vollprothese nach einiger Zeit instabil wird und wackelt. Bei herausnehmbarer Totalprothese die im Volksmund als "Kieferprothese" oder "Gebiss" (dritte Zähne) bezeichnet wird, ist dies vielfach unabhängig von der guten Qualität und Präzision der Prothese der Fall. Auf mehreren Implantaten, die operativ in den Kieferknochen eingesetzt werden, kann eine Teilprothese oder Totalprothese mit den "Ersatzzähnen" im Oberkiefer und Unterkiefer sicher und stabil befestigt werden. Für eine totale Sanierung mit Implantaten sind im Zahnloser Kiefer mindestens vier Zahnimplantate für eine "Implantatbrücke" bzw. Implantatgetragene Prothese notwendig, wobei es unterschiedliche Implantatsysteme und Implantattypen gibt wie auch eine festsitzende Zahnversorgung durch die All-on-4 Implantologie als minimalinvasives Verfahren ohne Kieferknochenaufbau, das nicht immer Empfehlenswert ist. Je nach anatomischen Verhältnissen können beim Zahnarzt verschiedene Implantat-Arten und Implantat-Formen eingesetzt werden, so auch Kurzimplantate oder günstige Mini-Implantate die als Kleinstimplantate meist Durchmesser-reduziert mit einem Kugelkopfaufbau versehen sind, so dass diese der Fixation von Vollprothesen dienen können. Preisgünstige Mini-Implantate können jedoch keine künstliche Krone oder eine Zahnprothese tragen. Nur mit der stabilen festsitzenden Prothese auf normalen Implantaten gehören Prothesen-Probleme der Vergangenheit an, so dass man wieder unbeschwert zubeissen, lachen, essen und sprechen kann, was die Lebensqualität spürbar erhöht. Die Beisskraft und Kaufähigkeit des Zahnpatienten sind bei der festsitzenden Prothese nicht eingeschränkt. Die Anzahl Implantate ist abhängig von der Kieferknochenqualität und ob es sich um eine festsitzende Prothese im Oberkiefer oder Unterkiefer handelt. Je nach individueller Situation sind für die festsitzende Prothese 2 bis 6 Implantate erforderlich.


Totalprothese tragen

Das Tragen von Totalprothesen können die Ästhetik wie auch die Kaufunktion und Sprachfunktion wieder herstellen.

Die Vollprothese (dritte Zähne), die im Volksmund als "Gebiss“, Gebissprothese, Kieferprothese, Schleimhautprothese oder Totalprothese bezeichnet wird, ist eine günstige Zahnersatz-Variante im Oberkiefer wie auch im Unterkiefer, wenn keine Zähne mehr im Kiefer vorhanden sind. Mit diesem herausnehmbaren Zahnersatz in der Zahnbogenform kann die Zahn-Ästhetik wie auch die Kaufunktion und das Sprachhalten wieder hergestellt werden, so dass man das natürliche Aussehen zurückerlangt, wenn nach dem Zahnverlust die Lippen und Wangen (Bucca) bzw. Backen wieder gestützt werden, die zusammen mit den "Ersatzzähnen" als "dritte Zähne" in der "Kieferprothese" zu einer schönen Gesichtsästhetik beitragen können. Bei der totalen Unterkiefer-Prothese können beim Tragen Prothesen-Probleme entstehen, denn diese Vollprothese wird nur "schwimmend“ auf die Mundschleimhaut aufgelegt und erst beim Zubeissen auf den Kieferkamm (Alveolarkamm) gedrückt wie auch zusätzlich durch die Wangenmuskulatur stabilisiert.

Wenn die Totalprothesen nachts nicht getragen werden, kann das durch die "Schleimhautprothese" mechanisch beanspruchte Kiefergewebe für ein Drittel des Tages von diesen unnatürlichen Belastungen befreit werden.

Zahnersatz Totalprothese Vollprothese Wasser

Vollprothesen, die nachts nicht getragen werden, sollten komplett in normalem Leitungswasser untergetaucht und aufbewahrt werden.

Vollprothese während der Nacht tragen

Vollprothesen kommen im zahnlosen Kiefer zum Einsatz und dienen der Wiederherstellung der Kaufähigkeit und der Ästhetik.

Meist empfiehlt es sich, Totalprothesen nachts nicht zu tragen, denn man kann mit Vollprothesen ebenso wie mit natürlichen Zähnen nachts Parafunktionen wie Zähneknirschen und Zähnepressen ausüben, wo grosse Kräfte auf die künstlichen Zähne der Kieferprothese wirken können. Presst oder knirscht man mit Totalprothesen, werden die Blutgefässe komprimiert und der Kieferknochen reagiert auf den ausgeübten Druck mit dem Kieferknochenabbau. Liegt jedoch eine Kiefergelenkserkrankung vor, die durch das Nichttragen zu Beschwerden führt, sollten die Zahnprothesen auch nachts im Mund bleiben.

Tragen der Totalprothese im Unterkiefer

Der Saugeffekt einer schleimhautgetragenen Prothese wird zwischen der Schleimhaut und der Prothesenbasis durch einen dünnen Speichelfilm erzeugt.

Unzufrieden mit dem Zahnersatz sind viele Menschen und wünschen sich einen festsitzenden Zahnersatz, so besonders bei Problemen mit Zahnprothesen wie beim Tragen der Vollprothese im Unterkiefer, wo die Verträglichkeit der Prothese nicht immer gegeben ist. Bei einer ungünstigen Situation im Unterkiefer vorhanden ist, kann sich eine schleimhautgetragene Prothese als Zahnersatz nicht festsaugen, so bei einem schmalen Kieferkamm oder wenn bei einer Mundtrockenheit zu wenig Speichel vorhanden ist. Wenn der Prothesenhalt bei einer "Gebissprothese" im Unterkiefer ungenügend ist, sollte man beim Zahnarzt nochmals vorsprechen, denn in vielen Fällen kann sich die Zahnprothese nicht festsaugen, weil kein breitflächiger Gaumen vorhanden ist. Möglich ist auch, dass eine Unterfütterung vom künstlichen Gebiss notwendig ist, wenn nach dem Angewöhnen an die Vollprothese eine Prothese schlecht sitzt, denn jede neue Zahnprothese ist immer Gewöhnungsbedürftig.

Probleme mit Vollprothesen verbessern

Wenn das Tragen der Vollprothesen Probleme bereitet, kann der Prothesenhalt durch günstige Mini-Implantate oder Kurzimplantate verbessert werden.

Mithilfe von Durchmesser-reduzierte Mini-Implantaten ist eine gaumenfrei Gestaltung der Oberkieferprothese möglich und im Unterkiefer können einteilige Implantatformen mit Kugelkopfaufbau der Fixation von Vollprothesen dienen und den Prothesenhalt verbessern. Mini Implantate können herausnehmbare Prothesen sicher befestigen und das Wackeln von Schleimhautprothesen verhindern, jedoch keine Implantatkrone oder Zahnbrücke bzw. "Implantatbrücke" als Implantatgetragene Brücke tragen. Damit ein natürliches Zahngefühl entsteht, kann auch die Implantatprothese als Implantatgetragene Vollprothese im zahnlosen Kiefer einen festen Sitz ermöglichen, wenn das Angewöhnen an Vollprothesen auf dem Kieferkamm nicht möglich ist. Im Normalfall bieten normale Zahnimplantate als künstliche Zahnwurzeln mit Zahnersatz nach dem Vorbild der Natur die beste Lösung, um einen ästhetisch und funktionell hochwertigen Zahnersatz zu erzielen. Die Vorteile der Implantate sind gross, denn sie werden operativ in den Kieferknochen eingepflanzt und können durch eine natürliche Kieferbelastung nach dem Vorbild der natürlichen Zähne mit Zahnwurzel einen Kieferknochenabbau (Knochenschwund) verhindern. Zahnimplantate verursachen jedoch auch höhere Zahnarztkosten und Zahnersatzkosten.


Gebiss oder dritte Zähne beim Mensch

Als "dritte Zähne" oder "falsche Zähne" werden im Volksmund vielfach die herausnehmbaren Zähne einer Zahnprothese bezeichnet wie auch das künstliche Zahngebiss als "falsches Gebiss" bezeichnet wird.

Wenn es zum Verlust von einem Zahn oder mehrerer Zähne kommt, ist ein Zahnersatz notwendig, damit einem Kieferknochenschwund vorgebeugt werden kann. Dabei gibt es eine Vielzahl an Zahnersatz-Möglichkeiten, so eine gute Beratung durch den Zahnarzt notwendig ist, um den passenden Zahnersatz mit gutem Tragekomfort und schöner Zahnästhetik erhalten zu können. Bei festsitzendem Zahnersatz auf Zähnen oder Zahnimplantaten als künstliche Zahnwurzeln wird in der Umgangssprache vielfach von künstlichen Zähnen und bei einem herausnehmbaren Zahnersatz von Gebissprothese gesprochen, wobei eine Zahnprothese als Zahnersatz gemeint ist. Das Unterfüttern der Zahnprothese bezeichnet man im allgemeinen Sprachgebrauch ebenfalls als Gebiss-Unterfütterung für einen besseren Prothesenhalt und nicht als Prothesen-Unterfütterung.

Die "Dritten Zähne" müssen als künstliche Zähne genauso sorgfältig gepflegt werden wie die eigenen Zähne bzw. das natürliche Zahngebiss

Zahn Prothese Dritten Zähnen Zahnprothesen

Die Totalprothese ist ein Zahnersatz bei komplettem Zahnverlust eines oder beider Kiefer und wird im Volksmund vielfach als dritten Zähne oder Gebiss bezeichnet.

Die dritten Zähne beim Mensch

Unter "Dritten Zähnen" versteht man in der Umgangssprache künstliche Zähne bzw. ein künstliches Gebiss das auf der Mundschleimhaut getragen wird sowie auch Zahnersatz auf Zahnimplantaten.

Die Schleimhautgetragene Zahnprothese (Kieferprothese) dient als Ersatz der gesamten Zahnreihe in Zahnbogenform, die im Unterkiefer den Kieferknochen allein bedeckt und im Oberkiefer zusätzlich den harten Gaumen. Die Funktion der verloren gegangenen natürlichen Zähne wird durch die künstlichen Zähne (Ersatzzähne) übernommen. Normalerweise werden als Ersatzzähne die bleibenden Zähne im bleibenden Gebiss vom menschlichen Gebiss bezeichnet, welche die Milchzähne ablösen, doch Umgangssprachlich ist mit dem Wort "Ersatzzähne" meist auch eine zweite Zahnprothese bzw. eine Ersatzprothese oder Zweitprothese gemeint, wenn die Hauptprothese nicht verfügbar ist. Unzufrieden mit dem Zahnersatz sind viele Menschen und haben Probleme beim Tragen einer Totalprothese nach einer anderen Lösung suchen. Eine Implantatgetragene Prothese "Implantatprothese" oder Implantatgetragene Brücke "Implantatbrücke" als Zahnbrücke meist die beste Lösung sein kann, da sie nebst den Einzelzahn-Implantaten als Einzelzahnersatz der natürlichen Mundsituation am nächsten kommt.

Die Zähne bestehen aus Kunststoff oder Keramik, die Prothesenbasis besteht aus Kunststoff oder Metall.

Dritte Zähne Vollprothesee Gebiss dritten Zähnen

Unter einer Vollprothese bzw. dritte Zähne versteht man einen abnehmbaren Zahnersatz der beim zahnlosen Kiefer zur Anwendung kommt.

Dritte Zähne sind beim Mensch künstliche Zähne

Diese künstlichen Zähne sind an der Prothesenbasis einer Vollprothese verankert, welche aus Kunststoff besteht.

Die Vollprothesen ist ein herausnehmbarer Zahnersatz bzw. Ersatz der gesamten Zahnreihe nach Verlust aller Zähne im Oberkiefer oder Unterkiefer. Die Prothesenbasis besteht in der Regel aus rosafarbenem Kunststoff, in den fabrikgefertigte Kunststoffzähne eingearbeitet werden, denn wegen den Kosten werden meist nur selten Keramikzähne verwendet. Die Totalprothese liegt der Schleimhaut vom Kieferknochen auf, so dass die Kaukräfte auf den Kieferkamm weitergeleitet werden. Der Prothesenhalt kommt durch den Unterdruck und die Kapillarkräfte zwischen Prothesenbasis und Mundschleimhaut zustande sowie durch die Stabilisierung der Muskulatur, der Zunge, den Lippen, den Wangen bzw. Backen als Teil vom Gesicht und dem Zusammenbiss. Um eine gut sitzende Totalprothese zu erhalten, ist eine Abformung beim Zahnarzt (Zahngebiss-Abdruck) notwendig.


Prothese sitzt schlecht

Eine schlecht sitzende Prothese die wackelig ist, kann Problem beim Essen und Sprechen verursachen.

Der Halt der Zahnprothese wird durch ein Vakuum sichergestellt, welches durch den Speichel und die leicht elastische Kieferschleimhaut entsteht. Je grösser die Haftfläche, je ausgeprägter die Kieferkammverhältnisse (ehemaliges Zahnbett) und je optimaler die Speichelqualität, desto ausgeprägter ist dieses Vakuum. Sehr wichtig für diesen positiven Saugeffekt ist eine korrekte Gestaltung vom Prothesenrand, ansonsten der Unterdruck entweicht und sich kein Vakuum einstellt, was ein ungenügender Prothesenhalt erzeugt, sodass die Prothese wackelt und lottert.

Halt Zahnprothese Vakuum Speichel Saugeffekt

Gut passende Zahnprothesen sollten auch ohne Haftcreme halten.

Ursache für schlecht sitzende Vollprothese

Für einen stabilen Sitz der Vollprothese spiel der Speichel eine wichtige Rolle, so gibt es vielfach bei älteren Menschen die bei Mundtrockenheit Probleme mit der Prothesenhaftung.

Bei der klassischen Totalprothese die auf der Kieferschleimhaut getragen wird, entsteht bei vielen Menschen im Alter ein schlechtsitzender Halt der Zahnprothese auf dem Kieferkamm. Mit zunehmendem Alter verschärft sich das Problem vom Kieferknochenschwund als natürlicher Alterungsabbau vom Kieferkamm wie auch der Mundtrockenheit, die vielfach durch vermehrte Einnahme von Medikamenten entsteht. Aus medizinischer Sicht ist es vorteilhafter, einen festsitzenden Zahnersatz zu tragen, denn durch jede Prothese können sich über kurz oder lang Schäden an den noch vorhandenen festen Zähnen und am Zahnfleisch, das Teil der Mundschleimhaut ist entwickeln. Nach einem Zahnverlust kommt festsitzender Zahnersatz, der an vorhandenen Zähnen oder Zahnimplantaten als Zahnwurzelersatz befestigt werden kann, der Natürlichkeit und Funktionalität beim Kauen und beim Sprechen am nächsten. Auch wenn festsitzender Zahnersatz oder kombinierter Zahnersatz teurer ist, sollte man bedenken, dass schlechtsitzende Zahnprothesen persönliche Einschränkungen ergeben und oftmals auch psychische Erkrankungen auslösen können. Zahnprothesen sollten auch ohne Haftcreme halten können, denn Haftmittel für Prothesenhalt ist nur eine Notlösung. Wer mit dem Zahnersatz nicht zufrieden ist, spricht meist von einem schlechtsitzenden Gebiss, wobei das Prothesengebiss im zahnlosen Kiefer gemeint ist. Im Volksmund wird die auf dem Kiefer aufliegende Totalprothese als herausnehmbarem Zahnersatz vielfach als Kieferprothese bezeichnet, doch darunter versteht der Kieferspezialist ein künstlicher Kieferknochen und keine Zahnprothese.

Prothesenhaftung mangelhaft

Ein gut funktionierendes Kauwerkzeug durch eine gute Prothesenhaftung ist für den allgemeinen Gesundheitszustand wichtig.

Für den Prothesenhalt bzw. einen guten Sitz einer Vollprothese ist der zwischen der Mundschleimhaut und der Prothesenbasis befindliche und mit Speichel angefüllte kleine Spalt von entscheidender Bedeutung. Wenn die dritten Zähne wackeln und nicht richtig fest sitzen, sondern scheuern, neigen viele Leute dazu, auf alles zu verzichten, was schwer zu kauen ist, wenn Prothesenprobleme vorhanden sind. Eine einseitige Ernährung durch eine schlecht sitzende Prothese die kippt und wackelt, kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. Wenn die Prothese auf dem Kieferkamm lottert, sollte man den Zahnarzt aufsuchen, denn längerfristig kann dies zu Reizen und Schleimhautwucherungen führen. Eine schlechtsitzende Prothese die kippt und wackelt führt vielfach dazu, dass auf die Prothese verzichtet wird, was das  Essen und Sprechen erschwert und auch die Gesichtspartie bzw. die Gesichtsästhetik beeinflusst, so dass durch die fehlenden Zähne im Mund ein eingefallenes Gesicht entsteht, denn die Wangen (Backen) werden wie die Lippen von einer mittleren Muskelschicht gebildet.

Prothesenhaftung mangelhaft Prothese wackelt

Nicht zu unterschätzen ist die seelische Belastung durch eine nicht richtig sitzende Prothese, wenn man aus Angst, das Gebiss zu verlieren, kaum noch wagt, im Restaurant oder in Gesellschaft etwas zu essen.

Kieferknochenschwund

Sobald der Kiefer seiner natürlichen Zähne beraubt ist, fangen Knochen und Zahnfleisch an, sich zurückzubilden, so dass man von einem Kieferschund und Zahnfleischschwund spricht.

Eine schlechtsitzende Prothese kann den Zahnfleischschwund durch den Druck verstärken, der beim Kauen und Beissen ständig ausgeübt wird. Mit welcher Geschwindigkeit diese Rückbildung fortschreitet, ist ganz individuell und hängt hauptsächlich vom Alter des Patienten und dem Zustand der Prothese ab. Da die künstlichen Zähne nicht mitwachsen, entsteht ein Hohlraum, so dass die dritten Zähne ihren Halt verlieren. Um dies zu vermeiden, muss der Hohlraum zwischen Kieferknochen und Zahnprothese durch eine "Gebiss-Unterfütterung" aufgefüllt werden, womit eine Prothesenunterfütterung gemeint ist wo es unterschiedliche Unterfütterungsverfahren gibt.

Haftcremes oder Pulver sind dauerhaft keine ideale Lösung und hygienisch fragwürdig.

Haftcremes Haftpulver Schlechtsitzende Prothese

Der grösste Nachteil der diversen Haftmittel ist es, das mit keinem ein Randschluss erzielt werden kann.

Totalprothese sollte sich auf der Schleimhaut festsaugen

Eine Prothese sollte nicht am Gaumen festgeklebt werden, sondern sich an ihm festsaugen.

Ein optimaler Sitz der Prothese hilft, Druckstellen auf der Mundschleimhaut zu vermeiden, denn je besser und sicherer die Randabdichtung ist, desto eher kann ein Eindringen von Speiseresten verhindert werden. Kleinste Fremdkörper können Ursache für Druckstellen und Entzündungen sein. Der Einsatz von einem Haftmittel die den Halt verbessert und den Prothesenrand sicher abschliesst, ist meist nur von kurzer Dauer, wenn die Randabdichtung der Zahnprothese nachlässt, denn nur mit einem perfekten Randschluss kann man den Saugnapfeffekt erzielen. Durch die Zähne wird auch die Aussprache bzw. Lautbildung (Phonetik) geprägt, sodass eine "Phonetische Zahnaufstellung" wie auch ein guter Prothesenhalt von grosser Bedeutung ist.

Schlecht sitzende Zahnprothesen

Schlecht sitzende Prothesen als Zahnersatz oder scharfe Kanten an Zahnfüllungen können die Haut im Mund reizen und Geschwülste wachsen lassen.

Damit mit einer Totalprothese beschwerdefrei gekaut werden kann, ist es sehr wichtig, dass die künstlichen Zähne statisch korrekt aufgestellt sind und die Prothese tägliche gründliche gereinigt wird, was als Prothesenpflege bezeichnet wird, denn an jedem Zahnersatz siedeln sich Bakterien wie auch "Zahnstein" und Speisereste an, wodurch Druckstellen entstehen können.

Schlecht sitzende Prothesen kein Saugnapfeffekt

Haftmittel muss immer entfernt werden, ansonsten kein Vakuum bzw. Saugeffekt entstehen kann

Unter einer Totalprothese versteht man den Ersatz sämtlicher natürlicher Zähne, die durch künstliche Zähne ersetzt werden. Totalprothesen kommen beim zahnlosen Kiefer zum Einsatz und dienen der Zahn-Ästhetik bzw. Gebiss-Ästhetik sowie der Wiederherstellung der Kaufähigkeit. Die Funktion der verloren gegangenen natürlichen Zähne wird durch künstliche Zähne übernommen, denn die künstlichen Ersatzzähne sind an der Prothesenbasis verankert, welche aus Kunststoff besteht. Einzelne Zähne der Prothese müssen auf den Kieferkamm (ehemaliges Zahnbett) zentriert werden. Häufig ist diese Zentrierung nicht möglich, so dass die Prothesenzähne entsprechend beschliffen werden müssen. Sind die einzelnen Zähne statisch korrekt aufgestellt, so darf sich die Prothese bei Druck auf den entsprechenden Zahn nicht von der Kieferschleimhaut lösen. Der Saugeffekt, respektive das Vakuum darf nicht verloren gehen, denn die Zahnprothese muss immer noch gut halten, was man mit einem Fingerdruck überprüfen kann. Feste und schöne Zähne und einen sicheren Halt, als ob es die eigenen sind, ermöglichen die Zahnimplantate mit abnehmbarem Zahnersatz. Bei totalem oder ausgedehntem Zahnverlust ist es möglich, den Zahnpatienten mit Implantaten d.h. mit festsitzenden, nicht herausnehmbaren Zahnersatz oder einer Implantatprothese zu versorgen, womit eine Implantatgetragene Zahnprothese gemeint ist die herausnehmbar gestaltet ist.

Prothese wackelt und hält nicht

Zahnpatienten mit schlecht sitzender Prothese die wackelt haben nach der Zahnsanierung beim Kauen vielfach Schwierigkeiten, lassen jedoch die Prothese beim Zahnarzt nicht auf deren Kaufunktion hin nochmals überprüfen, denn vielfach ist nach dem Tragen einer Totalprothese die erstmals eingesetzt wurde, nach einigen Wochen eine Prothesenunterfütterung notwendig und nicht das Umstellen der Ernährungsgewohnheit.

Schlecht sitzende Prothese wackelt Zahnersatz

Eine schlecht sitzende Prothese oder fehlende Zähne sind unästhetisch und können die Aussprache beeinträchtigen, sei es der Prothesenhalt einer Teilprothese, Totalprothese oder einer festsitzenden Prothese als Zahnersatz.

Prothese wackelt und kippt

Schlecht sitzende Prothese die wackelt oder kippt führt zu Schwierigkeiten beim Kauen und Sprechen.

Wenn die Zähne durch Zahnverlust verloren gegangen sind fertigt der Zahnarzt oftmals eine Zahnprothese an deren Halt beim Kauen und Sprechen bei schmalem Kieferkamm im Besonderen bei Unterkieferprothesen problematisch sein kann und dem Zahnpatienten die Freude am Essen verderben kann. Es gibt klinischer Studien die zeigen, dass Haftcremes den Halt korrekt sitzender Prothesen verbessern kann und so zusätzlich mehr Sicherheit durch den sicheren Halt ergibt, denn Unsicherheiten beim Sprechen kommen oft durch das Gefühl zustande, dass die dritten Zähne nicht fest genug sitzen und wackeln oder kippen. Haftmittel sind kurzfristige Hilfsmittel die bei dauerhafter und täglicher Anwendung die Schleimhaut schädigen und langfristig den Sitz der Zahnprothese beeinträchtigen können. Durch die Zahnchirurgie bzw. Kieferchirurgie können im Kieferknochen Implantate verankert werden und so den Prothesenhalt verbessern bzw. durch festen Zahnersatz das Problem von schlecht sitzender Prothese die wackelt eliminieren.


Prothesen-Probleme

Prothesenprobleme können Schäden am Zahnfleisch und an den Kiefergelenken verursachen. 

Die wichtigste Aufgabe der Zähne wie auch dem Zahnersatz ist die Zerkleinerung der Nahrung, doch bei einer neuen Zahnprothese ist die Eingewöhnungsphase nicht immer einfach und kann zur Einschränkung der Lebensqualität führen. Die Nachteile der Vollprothesen ohne Implantate als Zahnwurzelersatz können gross sein, so besonders das Angewöhnen an Prothesen, wenn diese auf der Kieferschleimhaut aufliegen und nicht befestigt sind. Probleme mit schlecht haftender Zahnprothese auf der Kieferschleimhaut ist keine Seltenheit, besonders während der Eingewöhnungszeit, wo das Gefühl mangelnder Haftung entsteht, wenn wieder mehr Zähne im Mund vorhanden sind, die von der Zunge abgetastet werden.

Protthes Probleme beim tragen Zahnprothese

Für das allgemeine Wohlbefinden und die zwischenmenschliche Kommunikation sind die Zähne von grosser Bedeutung weshalb der Gebissabdruck (Abformung beim Zahnarzt) im Oberkiefer wie auch im Unterkiefer sehr wichtig ist.

Probleme beim Tragen der Zahnprothese

Bei Zahnersatz-Problemen ist die Angewöhnung an den Zahnersatz vielfach ein Problem.

Fehlende Zähne nach einem Zahnausfall oder eine schlecht sitzende Zahnprothese sind unästhetisch und können auch die Aussprache beeinträchtigen. Der Zahnverlust eigener Zähne bedeutet unausweichlich im zahnkosen Kiefer das Tragen einer Totalprothese mit allen damit verbundenen Folgen wie Druckstellen, häufig schlechter Prothesenhalt, speziell im Unterkiefer, verminderte Kauleistung, Geschmacksbeeinträchtigung oder gestörte Aussprache. Die Druckbelastung der Zahnprothese bewirkt Probleme durch einen beschleunigten Rückgang vom Kieferknochen (Knochenschwund) und damit durch den Knochenverlust eine weitere Verschlechterung vom Prothesensitz. Schlecht sitzende Prothesen stützen die Gesichtsweichteile schlecht ab, so vor allem die Lippen, was die Zahnpatienten älter aussehen lässt und Faltenbildung der eingefallenen Hautpartien begünstigt. Auch die psychologische Wirkung ist nicht zu unterschätzen, da die Zahnprothese für viele Menschen das Alter symbolisiert. Die Hauptursache einer verminderten Kaufunktion ist vielfach auf eine abgenutzte Kaufläche der Prothesenzähne zurückzuführen. Mit zunehmendem Alter nimmt der Abbauprozess vom Kieferkamm zu. Diese Entwicklung wird man nicht vermeiden, jedoch deutlich verlangsamen können. Das Zahnfleisch möchte immer wieder massiert werden, wodurch es gutbesser durchblutet wird. Ein regelmässige Prothesenunterfütterung, Nachkorrektur sowie das Einschleifen der Seitenzähne nach einer Nachregistrierung ist notwendig. Mit diesen vorsorglichen Massnahmen lassen sich der Kieferknochenabbau und eine nachteilige Veränderung der Kiefergelenke erheblich verlangsamen.

Durch das Tragen einer nicht gewarteten Zahnprothese können Schäden und damit Probleme nach einigen Jahren auftreten, so dass viele Menschen Unzufrieden mit dem Zahnersatz und dem Zahnfleisch sind.

Erschwertes Kauen und Verdauungsprobleme
Beschleunigter Kieferknochenabbau und Kiefergelenkarthrose
Schmerzhafte Irritation vom Mundgewebe durch Entzündungen
Eingefallener Mund und dadurch bedingtes älteres Aussehen
Kiefergelenkprobleme können Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Genickschmerzen sein
Schlotterkamm durch schwammig werdendes Mundgewebe durch den Knochenschwund

Das Unvermögen zum Tragen von einem herausnehmbaren Zahnersatz wird als Prothesenintoleranz bezeichnet, wobei die Prothesenunverträglichkeit unterteilt in eine "Psychogene Unverträglichkeit", "Somatogene Unverträglichkeit", "Iatrogene Unverträglichkeit" wie auch in eine Werkstoffbedingte Zahnersatz-Unverträglichkeit, die durch zahnärztliche Wirkstoffe bedingt sein kann.


Nachteile der Vollprothese

Vollprothesen kommen im zahnlosen Oberkiefer und Unterkiefer auf der Kieferschleimhaut zum Einsatz, wenn keine Implantate als Zahnwurzelersatz gesetzt wurden.

Bei herausnehmbarer Vollprothese kommt es durch die Abdeckung vom Gaumen vielfach zu geschmacklichen Irritationen. Eine Gaumenplatte kann nur im Oberkiefer eingesetzt werden, damit der Zahnersatz auf der Mundschleimhaut einen genügenden Halt erhält, da sich die Platte beim Gaumen an der Mundschleimhaut durch den Mundspeichel festsaugen kann. Die Gaumenplatte hat jedoch Nachteile, da diese Fremdkörpergefühle wie auch Würgereiz auslösen kann und vielfach mit Geschmacksverlust einhergeht. Unter der Gaumenplatte können sich im  Oberkiefer auch Essensreste verstecken oder ein eingeschränktes Artikulationsvermögen und Kauvermögen verursachen. Im Unterkiefer kann eine Gaumenplatte wegen der Zunge als beweglicher Muskelkörper nicht eingesetzt werden, da zu wenig Platz vorhanden ist. Gaumenplatte werden bei Vollprothesen im Oberkiefer verwendet, können jedoch bei einem schmalen Kieferkamm auch bei Teilprothesen als Gaumenbügel zum Einsatz kommen. Bei Mundtrockenheit sitzt die Vollprothese auf der Mundschleimhaut jedoch schlecht, so dass diese beim Essen, Sprechen oder Lachen herausfallen kann, so besonders im Unterkiefer bei einem schmalen Alveolarkamm als oberste Teil vom Alveolarfortsatz durch den der Abbau vom Kieferknochen (Alveolarkammatrophie). Die Prothesenbasis einer schleimhautgetragenen Zahnprothese muss auf der Kieferschleimhaut genau aufliegen, damit der Prothesenhalt auf dem Kieferkamm nicht verloren geht.

Nachteil Vollprothese Abdeckung Gaumens Zahn

Durch die Totalprothese als künstliches Gebiss kann es zu leichten Veränderungen der Sprachlaute kommen.

Vollprothese im Unterkiefer

Der Sitz der Unterkieferprothese kann auf Grund von einem geringen Knochenangebot durch den zurückgegangenen Kieferkamm ein grosses und belastendes Problem darstellen.

Die Vollprothese (dritten Zähne) als Ersatz aller Zähne werden durch Saugkräfte und die statischen Kräfte im Oberkiefer und Unterkiefer gehalten, wo die Totalprothese im Oberkiefer wegen der breitflächigeren Auflage am Gaumen besser sitzt als im Unterkiefer. Je grösser die Haftfläche und je ausgeprägter die Kieferkammverhältnisse sind, desto ausgeprägter ist das Vakuum zwischen der Zahnprothese und der Mundschleimhaut (Alveolarkamm). Die Kunststoffprothesen werden durch den Saugeffekt an Ihrem Platz fixiert, doch im Unterkiefer ist es durch den Zungenraum inkl. der beweglichen Zunge schwieriger, einen vergleichbaren Saugeffekt wie bei der Zahnprothese im Oberkiefer zu erzielen.

Halt der "Kieferprothese" auf der Schleimhaut

Der Halt einer Schleimhautgetragenen Prothese wird durch das Vakuum sichergestellt, welches durch den Speichel und die leicht elastische Kieferschleimhaut entsteht.

Physikalische Faktoren einer Schleimhautgetragenen Prothese die im Volksmund meist als Schleimhautprothese bezeichnet wird sind Kapillarkräfte, Unterdruck und Adhäsionskräfte. Massgebend für den Saugeffekt ist eine optimale Speichelqualität, denn der Speichelfilm zwischen der Prothesenbasis und der Kieferschleimhaut wie auch der Gaumenschleimhaut hat als Prothesenlager eine grosse Bedeutung. Ältere Zahnpatienten leiden häufig durch die Einnahme gewisser Medikamente unter Mundtrockenheit und haben durch die Speicheldrüsen einen geringen Speichelfluss und damit wenig Speichel, was ein grosser Nachteil bei Totalprothesen ist. Bei krankhaftem Mangel an Speichel gibt es jedoch Ersatzstoffe, die nötigenfalls zur Anwendung kommen können. Bei ungünstigen Kieferkammverhältnissen kann selbst bei optimaler Gestaltung vom Prothesenrand kein genügender Saugeffekt erreicht werden. Damit mit einer Totalprothese beschwerdefrei gekaut werden kann, ist es von grosser Wichtigkeit, dass die künstlichen Zähne statisch korrekt auch wegen der Phonetik (Lautbildung) "Phonetische Zahnaufstellung" aufgestellt sind, , denn Zähne werden auch zum Sprechen gebraucht.

Schleimhautgetragene Zahnprothese

Ein kippen muss bei einer schleimhautgetragenen Prothese verhindert werden, denn eine Zahnprothese darf sich nicht von der Kieferschleimhaut lösen.

Der Saugeffekt (Vakuum) darf bei der "Schleimhautprothese" nicht verloren gehen, was bei der Gestaltung einer Totalprothese nicht immer einfach ist, damit gleichzeitig eine schöne Zahnästhetik entsteht. Die einzelnen Zähne der Prothese müssen auf den Kieferkamm (früheres Zahnbett) zentriert werden, was häufig nicht ohne weiteres möglich ist, so dass die Prothesenzähne entsprechend beschliffen werden müssen. Die Versorgung beim Zahnpatienten mit einer Totalprothese muss vom Zahnarzt sorgfältig geplant und vorbereitet werden, denn die dritten Zähne sollten in Aussehen und Funktion optimal passen. Individuellen Wünsche und Ansprüche an Zahnfarbe und Zahnform der einzelnen Zahnarten und Zahngruppen vom Zahnersatz bzw. der Vollprothese können berücksichtigt werden, sofern dies der Zustand vom Kiefer und der Schleimhautbereich zulässt.

Prothesenhalt verbessern

Damit der Prothesenhalt verbessert werden kann, ist eine Prothesenunterfütterung beim Zahnarzt notwendig, denn bei einer Unterfütterung wird eine nicht mehr richtig passende Prothese an die veränderten Kieferbedingungen angepasst.

Über eine mögliche Verbesserung durch eine chirurgische Intervention mit zwei Implantaten sollte zumindest nachgedacht werden, wenn der gewünschten Erfolg durch die Unterfütterung der Prothese nicht erreicht wird, den "Prothesenhalt verbessern" zu können. Es muss individuell abgeklärt werden, ob z.B. eine Vestibulumplastik oder das Einsetzen von Zahnimplantaten einen wirklichen Erfolg, den Prothesenhalt verbessern zu können bewirken kann. Eine Implantatlösung mit 4 Zahnimplantaten ist vor allem im Unterkiefer relativ häufig, da sich durch die Zunge und den beweglichen Mundboden kein Saugeffekt einstellt.

Einfache Vollprothese

Bei der einfachen Vollprothese wird für die "Ersatzzähne" und für die Prothesenbasis Kunststoff verwendet.

Bedingt können künstliche Zähne als Ersatzzähne nach den persönlichen Merkmalen und Wünschen des Zahnpatienten bearbeitet werden, so dass die einfache Vollprothese nicht als solche sofort erkennbar ist. Ein guter Saugeffekt bei gut erhaltenem Oberkiefer, so dass die Vollprothese über einen sicheren Halt verfügt. Statik und Halt der Unterkieferprothese ist dagegen schwieriger zu bewerkstelligen und zudem besteht bei der einfachen Kunststoffprothese eine erhöhte Bruchgefahr vom Prothesenkunststoff, der zur Imitation der Schleimhautfarbe meist in Rosa gehalten wird. Das Tragen einer einfachen Vollprothese kann gegenüber festsitzendem Zahnersatz wie auch kombiniertem Zahnersatz (Kombinationsprothetik) ein grosser Nachteil sein, so durch das Unvermögen zum Tragen von herausnehmbaren Zahnersatz, was vom Zahnarzt als Prothesenintoleranz bezeichnet wird. Die Prothesenunverträglichkeit kann unterteilt werden in eine "Psychogene Unverträglichkeit", "Somatogene Unverträglichkeit", "Iatrogene Unverträglichkeit" und "Werkstoffbedingte Unverträglichkeit", die durch zahnärztliche Wirkstoffe bedingt sein kann.


Totalprothese

Unter einer Totalprothese bzw. Vollprothese versteht man bei der Zahnsanierung den Ersatz sämtlicher natürlicher Zähne, die durch künstliche Zähne in einem herausnehmbaren Zahnersatz eingesetzt werden.

Die Vollprothese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz  der aus einer Kunststoffbasis im zahnlosen Oberkiefer und/oder Unterkiefer besteht, wenn alle Zähne durch künstliche Zähne aus Kunststoff oder Porzellan ersetzt werden müssen. Totalprothesen werden beim zahnlosen Kiefer eingesetzt und dienen der Wiederherstellung der Kaufähigkeit wie auch der Zahn-Ästhetik. Im Volksmund wird die Totalprothese (dritte Zähne) auch als künstliches Gebiss, Zahngebiss, Gebissprothese, Schleimhautprothese oder Kieferprothese genannt, wo der Halt am Kiefer durch die Saugwirkung wie auch durch Kohäsionskräfte, Adhäsionskräfte und gleichzeitig zur Stabilisierung durch das Zusammenspiel der Muskulatur erfolgt. Der Prothesenhalt hängt hauptsächlich von der Kieferform ab, denn je grösser und ausgeprägter der Alveolarfortsatz bzw. der zahnlose Kieferkamm ist, umso besser ist der Halt einer "Kieferprothese" bei der Kaufunktion, denn die "Ersatzzähne", die Kaumuskulatur als Muskelpaare und die Kiefergelenke müssen beim Kauvorgang zusammenarbeiten. 

Totalprothesen Oberkieferprothesen Kiefer

Die Totalprothese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz bei kompletter Zahnlosigkeit im Oberkiefer oder Unterkiefer, wobei im Oberkiefer für einen besseren Prothesenhalt meist eine Gaumenplatte eingesetzt wird.

Prothesenbasis aus Kunststoff (PMMA)

Die Prothesenbasis besteht in der Regel aus rosafarbenem Kunststoff bzw. Polymethylmethacrylat (PMMA), in der Kunststoffzähne oder auch Keramikzähne eingearbeitet werden.

Der Einsatz von Vollprothesen ist nur gegeben, wenn keine natürlichen Zähne mehr vorhanden sind und keine Implantate erwünscht sind. Die Totalprothese liegt der Mundschleimhaut über dem Kieferknochen auf, so dass die Kaukräfte auf diesen weitergeleitet werden. Der Prothesenhalt kommt durch den Unterdruck und die Kapillarkräfte zwischen Prothesenbasis und Schleimhaut zustande. Gleichzeitig erfolgt die Stabilisierung durch die Muskulatur, der Zunge, den Lippen, der Wangen und den Zusammenbiss. Damit die Vollprothese gut sitzt, ist eine genaue Abformung und Bissnahme nötig, die zur Bestimmung der Lage vom Unterkiefer in Bezug zum Oberkiefer dient. Mit Hilfe der Bissnahme können die so erhaltenen Modelle in einem Artikulator (Gelenksimulator) einander zugeordnet werden. Die Gnathologische Vermessung benutzt Techniken zur Bissnahme und Abdrucknahme wo die Gelenks-Aufzeichnung Axiographie genutzt wird, um die Bewegungen vom Kiefergelenk mit einem Fernröntgen-Seitenbild sowie einem Funktionsabdruck mit Rekonstruktion im Artikulator zu simulieren, was das Zahnarztfachgebiet Gnathologie (Lehre vom Kiefer) betrifft. Durch die Kiefervermessung werden wichtige Erkenntnisse für eine bevorstehende Herstellung (Arbeitsablauf Totalprothese) von passgenauem, funktionellem Zahnersatz gewonnen.

Behandlungsablauf bei der Herstellung der Totalprothese

1. Abdruck (Abformung beim Zahnarzt) von Oberkiefer und Unterkiefer

In dieser Sitzung wird mit einem Perforierten Löffel, der mit Abdruckmasse gefüllt ist, einen Abdruck vom Oberkiefer und Unterkiefer genommen (Zahngebiss-Abdruck).

Die Abformung beim Zahnarzt ist ein Arbeitsschritt für das Arbeitsmodell der zahntechnische Arbeiten, die beim Zahntechniker durchgeführt werden. Im Zahntechnischen Labor werden vom Zahntechniker oder Zahnprothetiker von diesen Abdrücken Gipsmodelle und ein individueller Löffel hergestellt. Unter einem individuellen Löffel versteht man einen genau auf die Kieferverhältnisse vom jeweiligen Zahnpatient angepassten Abdrucklöffel, um einen Zahnersatz herstellen zu können, so auch für eine Vollprothese. Wenn Kronen, Zahnbrücken, kombinierter Zahnersatz oder Suprakonstruktionen auf Zahnimplantaten gefertigt werden, wird ein Sägemodell hergestellt, wo die einzelnen Zähne getrennt bearbeitet werden und auf den Modellsockel zurückgesetzt werden können. Bei der Zahnaufstellung in Wachs wird in der Zahntechnik meist von der "Modellation in Wachs" gesprochen.

2. Abdruck beim Zahnarzt mit individuellem Löffel (Abformlöffel)

Der individuelle Löffel wird im Mund vom Zahnpatienten einprobiert und die Ränder vom individuellen Löffel werden mit einem speziellen Wachs angepasst.

Mit dem angepassten individuellen Löffel wird ein genauer Abdruck für die neue Zahnprothese (Kieferprothese) genommen. Das Zahntechnische Labor bzw. Dentallabor erstellt davon ein Gipsmodell, das genau dem Patienten entspricht. Auf das Gipsmodell wird im Labor die Kunststoffbasis angepasst. Auf die Kunststoffbasis wird ein Wachswall modelliert, welche dem Zahnarzt zur Bissregistrierung dient.

3. Bissregistrierung (Registrat) beim Zahnarzt

Mit der Bissregistrierung wird die Lage vom Oberkiefer zum Unterkiefer bestimmt, denn die Okklusionsebenen von Oberkiefer und Unterkiefer kann stark abweichend sein.

Die Kunststoffbasis mit Wachswahl wird im Mund des Patienten einprobiert. Das Wachs wird mit einem Wachsmesser erwärmt. Nun darf der Patient zusammenbeissen. Die Zähne vom Gegenkiefer beissen dabei in das Wachs und hinterlassen dort Bissspuren. Anhand dieser Bissspuren lässt sich nun das Gipsmodell vom Gegenkiefer, welcher in der 1. Sitzung hergestellt wurde, korrekt zum gewünschten Kiefer positionieren. So erhält man eine Kopie der Kieferverhältnisse vom Zahnpatient, wonach mit Hilfe einer Farbskala die Zahnfarbe bestimmt wird (Zahnfarbe bestimmen). Der Zahntechniker setzt künstliche Zähne mit Wachs auf die Prothesenbasis. Das Wachs dient dabei als Verankerung. Durch die Bissregistrierung weiss er nun ganz genau, wie er die Zähne platzieren muss, um ein möglichst angenehmes Kauen zu ermöglichen.

4. Wachseinprobe beim Zahnarzt

Bei der Wachseinprobe werden beim Zahnarzt die in Wachs fixierten künstlichen Zähne einprobiert (Anprobe der neuen Zahnprothese).

Die Zahnaufstellung (Wachsaufstellung) ist eine provisorische Befestigung von künstlichen Zähnen auf Basisplatten mit Wachs. In einem ersten Schritt wird der Biss kontrolliert, denn die Wachseinprobe wird im Mund vom Zahnpatient gemacht, damit vor der Fertigstellung eine Überprüfung der Zahnform, Zahnstellung und Zahnfarben bei allen Zahnarten und Zahngruppen gemacht werden kann. Die Zähne müssen dabei in einem korrekten Verhältnis zum Gegenkiefer stehen. Sollte dies nicht der Fall sein, so muss nachregistriert werden. In diesem Fall muss der Zahntechniker die in Wachs aufgestellten künstlichen Zähne nochmals neu platzieren. In einem zweiten Schritt wird die Farbe der künstlichen Zähne mit den natürlichen Zähnen des Gegenkiefers verglichen. Es gilt dabei hauptsächlich den Wünschen des Patienten nachzukommen.

5. Reservesitzung beim Zahnarzt

Eine Reservesitzung wird beim Zahnarzt eingeplant und ist nur notwendig, wenn bei der Wachseinprobe der Biss nicht korrekt registriert wurde.

Wie bei der letzten Sitzung "Anprobe der neuen Zahnprothese" die korrekte Lage der künstlichen Zähne überprüft, sodass die Totalprothese im Zahntechnischen Labor fertiggestellt werden kann.

6. Abgabe der Zahnprothese durch den Zahnarzt

In einem ersten Schritt werden bei der Abgabe der Totalprothese die restlichen Zähne gezogen und die dabei entstehenden Wunden versorgt.

In einem zweiten Schritt wird die fertig gestellte Totalprothese anprobiert. Dabei wir nochmals der Biss kontrolliert. Meistens ist der Prothesenhalt noch nicht ganz optimal. Die Prothesenränder müssen mit einer Fräse auf die korrekte Länge gekürzt werden. Feine Bisskorrekturen werden direkt im Mund des Patienten durchgeführt. Dabei werden die künstlichen Zähne dort wo nötig mit einem feinen Diamantbohrer beschliffen.

7. Erste Nachkontrolle beim Zahnarzt

Häufig treten bereits innerhalb von zwei Tagen Druckstellen durch die Totalprothese auf.

Druckstellen entstehen immer dort, wo die Prothesenbasis zu eng ist und so die darunter liegende Mundschleimhaut gereizt wird. Die Prothesenbasis wird im Bereich der Druckstelle mittels einer Fräse entlastet.

8. Zweite Nachkontrolle beim Zahnarzt

Bei der zweiten Nachkontrolle können beim Zahnarzt auftretende Druckstellen durch die Zahnprothese entfernt werden.

Der Prothesenhalt der Vollprothese sollte bei der zweiten Kontrolle nach dem "Angewöhnen an Prothese" wesentlich besser sein als nach der Abgabe der Prothese, denn am Anfang wird jede Vollprothese als lästiger Fremdkörper empfunden, wenn man wieder mehr Zähne im Mund hat. Bei Totalprothesen ist nach einer gewissen Zeit beim Zahnarzt oder Zahnprothetiker eine Prothesenunterfütterung notwendig, womit eine ungenau sitzende Prothese den Veränderungen vom Kiefer angepasst werden kann. Bei der Prothesen-Unterfütterung gibt es unterschiedliche Verfahren der Unterfütterung, so die indirekte Unterfütterung, die direkte Unterfütterung und die weichbleibende Unterfütterung.


Vollprothese Totalprothesen

Mittels Saugkraft werden Totalprothesen (Gebiss) als Zahnersatz am Kiefer gehalten.

Unter einer Vollprothese bzw. Totalprothese wird ein herausnehmbaren Zahnersatz zur Versorgung von einem zahnlosen Oberkiefer oder Unterkiefer verstanden. Zur Herstellung der Zahnprothese ist eine Situationsabformung der zahnlosen Kiefer notwendig, die normalerweise mit genormten Abformlöffeln mit Alginat als Abformmasse benutzt werden. Das Ziel der Funktionsabformung ist eine optimale Auflagefläche der Prothesenbasis unter Berücksichtigung der Muskelbewegungen zu erreichen, damit bei der Vollprothese (Schleimhautprothese) zwischen der Prothesenbasis und der Schleimhautoberfläche auch während der Kaufunktion (Kauvorgang) und Sprachfunktion (Phonetik) ein Saugeffekt erzielt werden kann. Die Kieferrelationsbestimmung ist eine wichtige Voraussetzung für einen guten funktionellen Erfolg bei der Herstellung der Totalprothese. Bei der Lautbildung kann die Zunge gegen die Totalprothese schlagen und einen Zischlaut provozieren, denn durch die Vollprothese wird die Mundhöhle verkleinert, so dass die Bewegungsfreiheit der Zunge eingeschränkt ist. Bei der Totalprothese kann der Zahntechniker das Problem vom Zischlaut durch eine genaue Frontzahnaufstellung resp. "Phonetische Zahnaufstellung" entschärfen, doch bei der Lautbildung werden diese anfänglichen Schwierigkeiten nicht ausbleiben, da man sich an das Gebiss bzw. "dritten Zähne" zuerst gewöhnen muss. Anfängliche Prothesenprobleme sind normal, denn das Angewöhnen an eine Totalprothese ist gewöhnungsbedürftig. Bei Mundtrockenheit "Xerostomie" als Begleiterscheinung von Medikamenten und Erkrankungen ist ohne zusätzliche Verankerung der Vollprothese (Halte-Element) an Zahnwurzeln, Implantaten mit Stegverbindungen, Kugelkopfanker (Druckknopfprothese), günstige Durchmesser-reduzierte Mini-Implantate, Kurzimplantaten oder andere Implantat-Systeme nicht möglich.

Zahnprothese Vollprothese Totalprothese Zähne

Totalprothesen kommen zum Einsatz, wenn keine Zähne mehr vorhanden sind.

Verankerung der Totalprothese

Bei Totalprothesen bzw. Vollprothesen handelt sich somit um den Zahnersatz der natürlichen Zähne bei völligem Zahnverlust in einem oder beiden Kiefern.

Totalprothesen bzw. Vollprothesen dienen der prothetischen Zahnversorgung in einem zahnlosen Kiefer oder im gesamten zahnlosen Mund. Die Totalprothesen werden im Volksmund auch als Vollprothesen, Gebissprothesen, Kieferprothesen oder Mundschleimhautprothesen genannt. Wenn eine Totalprothese wegen Speichelmangel (Speichelsekretion) aus den Speicheldrüsen oder einem zu schmalen Kieferkamm (ohne Kieferknochenaufbau), meist im Unterkiefer keine genügende Haftung auf der Mundschleimhaut erhält, braucht es ein zusätzliches Halte-Element für die Totalprothese. Die stabilsten Zahnprothesen sind die Prothesen auf Zahnimplantaten oder Implantaten als Zahnwurzelersatz mit einer Stegkonstruktion befestigt sind, was man als Stegprothese oder auch Hybridprothese bezeichnet. Der Vorteil der Hybridprothesen liegt darin, dass die Implantate mit der Stegkonstruktion, Teleskopkronen, Stegen auf Wurzelstiftkappen oder Kugelköpfen eine stabile Befestigung geben und dennoch als Zahnprothesen herausnehmbar sind. Zahnwurzeln oder Implantate werden vielfach durch eine Steg miteinander verbunden, so dass sich eine verblockte Einheit bildet, damit die Stegprothese einen guten Halt bekommt. Als Steg-Reiter bezeichnet man das in die Zahnprothese eingearbeitet Stück, das zum Steg das Gegenstück bildet. Beim Einsetzten der Stegprothese wird der Steg-Reiter in den Steg gedrückt, womit eine Klemmwirkung von Steg und Steg-Reiter und damit ein guter der Halt der Totalprothese mit den Ersatzzähnen als den "Dritten Zähnen" entsteht.

Halt der Vollprothesen

Die Zahnprothesen sollen der Wiederherstellung der Kaufunktion sowie der Phonetik und Ästhetik dienen und brauchen einen guten Prothesenhalt.

Die Problematik bei den Vollprothesen liegt in der Befestigung, da es bei der Vollprothese nicht mehr möglich ist, vorhandene Zähne zur Haftung der Totalprothese auf dem Kiefer heranzuziehen. Ein guter Halt der Prothese auf der Mundschleimhaut ist sehr wichtig und wird aus funktionellen und physikalischen Gegebenheiten abgeleitet. Funktioneller Faktor ist die Einlagerung der Prothesenränder in die angrenzenden Weichteile, wie Schleimhaut, Bänder und Muskulatur. Der Halt der Zahnprothese (Kieferprothese) wird durch ein Vakuum sichergestellt, welches durch den Speichel aus den Speicheldrüsen und der leicht elastischen Kieferschleimhaut entsteht. Physikalische Faktoren sind Kapillarkräfte, Unterdruck und Adhäsionskräfte. Der Speichelfilm zwischen der Prothesenbasis und der Kieferschleimhaut und der Schleimhaut vom Gaumen hat eine grosse Bedeutung. Aus diesem Grund sollten Totalprothesen immer leicht mit Wasser benetzt werden, bevor sie eingesetzt werden, im Besonderen bei trockenen Mundverhältnissen bzw. Trockenheit vom Mund. Ältere Zahnpatienten leiden häufig an Mundtrockenheit und haben durch die Speicheldrüsen einen geringen Speichelfluss und damit wenig Speichel. Bei krankhaftem Mangel an Speichel gibt es Ersatzstoffe, die nötigenfalls zur Anwendung kommen können.


Einsatz Vollprothese

Die klassische Vollprothese ist die preisgünstigste Variante bei der Gebisssanierung, wenn der Prothesenhalt durch das Vakuum sichergestellt ist.

Einsatz finden Vollprothesen als Zahnersatz, wenn keine natürlichen Zähne mehr vorhanden sind, doch es gibt auch eine Prothesenintoleranz die oft seelische (psychogene) Ursachen hat. Nach der Angewöhnungszeit an eine neue Zahnprothese ist bei den meisten Menschen eine Prothesenverträglichkeit vorhanden, doch es kann auch Probleme mit Zahnprothesen geben, so besonders beim Tragen der Vollprothese, wo daraus eine Prothesenunverträglichkeit entstehen kann. Das Unvermögen zum Tragen von einem herausnehmbaren Zahnersatz (dritten Zähne) wird unterteilt in eine "Psychogene Unverträglichkeit", "Somatogene Prothesenunverträglichkeit" und in eine "Iatrogene Unverträglichkeit".

Einsatz Vollprothese keine natürlichen Zähne  

Die individuelle Zahnversorgung zum Tragen einer Totalprothese beginnt wie bei jeder Zahnprothese mit einer prothetischen Planung und der Rekonstruktion der vorher vorhandenen Frontzähne in Bezug auf Funktion und Zahnästhetik nachgebildet werden. Bei der exakten Vermessung vom Kiefer mit den Kiefergelenken wird das Kaumuster und Bewegungsmuster festgehalten.

Nachbildung vom Zahngebiss 

Die Nachbildung vom natürlichen Zahngebiss und der Einsatz der Vollprothese verlangt exakte Kenntnisse über anatomische Möglichkeiten und grosse Erfahrung vom Zahnarzt und Zahntechniker.

Gesichtsform und Nasenform sowie der Körperbau sind massgebende Faktoren bei der naturgetreuen Rekonstruktion vom natürlichen Gebiss. Nach der Auswertung aller Informationen, auch in Bezug auf Kaufunktion und Sprachlautbildung (Phonetik) kann die Prothese gefertigt werden, denn Zähne sind beim Mensch ein Esswerkzeug wie auch Sprechwerkzeug, wo ein schönes Gebiss mit weissen Zähnen auch Glück und Erfolg signalisiert. Die eingebrachten Kunstzähne können nach den persönlichen Wünschen des Zahnpatienten bearbeitet werden, so dass die Totalprothese kaum als solche erkennbar ist. Die Herstellung einer Vollprothese ist deutlich anspruchsvoller und aufwendiger als eine einfache Rekonstruktion und erfordert vom Zahnarzt ein gutes Vorstellungsvermögen wie auch ein hohes Mass an zahntechnischen Können vom Zahntechniker. Auf dem erstellten Modell werden Kunststoffzähne in Wachs aufgestellt und nach einer erfolgreichen Anprobe am Zahnpatienten gemäss Behandlungsablauf bei der Herstellung der Totalprothese, wird das Wachs durch zahnfleischfarbenen Kunststoff ersetzt. Durch die fertig eingegliederte Vollprothese erhält der Zahnpatient sein natürliches Aussehen zurück. 


Angewöhnungszeit an neue Prothese

Da die Zahnprothese als Zahnersatz ein künstlicher Körperteil ist, wird eine Prothese in der Mundhöhle als empfindlicher Bereich zunächst vom Mensch als Fremdkörper wahrgenommen.

Die moderne Zahntechnik kann "Dritten Zähne" so perfekt machen, das sie weder optisch noch in ihrer Funktion einen Nachteil für den Träger darstellen. Bei perfekten Ersatzzähnen ("Dritten Zähnen" aus dem Dentallabor) für die eigenen Zähne handelt es sich jedoch meist um einen festsitzenden Zahnersatz oder um eine Kombinationsprothetik bzw. einen kombinierten Zahnersatz, was bei Teilprothesen und Vollprothesen im Unterkiefer und Oberkiefer möglich ist. Bei Totalprothesen die ohne Verankerung auf der Mundleimhaut aufliegen (Schleimhautgetragene Prothese), ist das Angewöhnen an eine neue Prothese meist sehr viel schwieriger, wo viele Menschen unzufrieden mit dem Zahnersatz sind, wenn der Prothesenhalt auf dem Kieferkamm nur ungenügend vorhanden ist. Vielfach entsteht durch die Totalprothese die im Volksmund auch als Schleimhautprothese, Gebissprothese oder Kieferprothese bezeichnet wird, eine Prothesenstomatitis als Entzündung der Mundschleimhaut wie auch ein Schlotterkamm, was eine Schlotterkammentfernung notwendig macht. Beim Tragen der Totalprothese ist die Haftung der Prothese nicht mehr gegeben, da eine Prothese auf dem Schlotterkamm den Saugeffekt verliert, wenn sich kein Vakuum einstellt.

Angewöhnen an neue Prothese Zahnprothese

Eine neue Prothese ist anfänglich Gewöhnungsbedürftig, denn Lippen, Zunge, Kaumuskeln und Schleimhäute brauchen einige Zeit, um sich an das "neue Gefühl" zu gewöhnen, so besonders bei den Totalprothesen im zahnlosen Kiefer als Zahnersatz.

Prothese ist Gewöhnungsbedürftig

Am Anfang werden alle Arten von Teilprothesen und Vollprothesen als lästigen Fremdkörper empfunden, den man möglichst schnell wieder loswerden möchte.

Wenn ein guter Halt der Zahnprothese anfänglich nicht vorhanden ist Geduld für die ersten Tage nach der Anpassung der dritten Zähne das oberste Gebot, denn bei einigen Zahnpatienten dauert die Gewöhnung einige Wochen. Man kann den Anpassungsprozess beschleunigen, wenn der neuen "Herausnehmbare Zahnersatz" ständig getragen wird und nicht stundenweise herausgenommen wird. Der Einsatz einer klassischen Vollprothese ist eine Nachbildung vom Zahngebiss und die günstige Variante an Zahnersatz im zahnlosen Kiefer, doch kann die Gefahr einer Prothesenunverträglichkeit bestehen, so besonders wenn eine Schleimhautentzündung entsteht, was auch als Begleitsymptom von Hautkrankheiten und Infektionskrankheiten auftreten kann. Hilfreich ist, wenn die Prothese anfänglich auch über Nacht getragen wird, sofern keine Gefahr von Zähneknirschen und Zähnepressen besteht, was der Zahnarzt auch als Bruxismus bezeichnet und bei Zähnen, Kiefer und Kiefergelenken wie auch bei jedem Zahnersatz grossen Schaden anrichten kann.

Defekte Zahnprothesen oder zerbrochene Prothesen sollte man raschmöglichst reparieren lassen und nicht die Faust im Sack machen, denn ein Bruch der Zahnprothese kann weitere Schäden und auch Schmerzen verursachen.

Zahnprothese Gewöhnungsbedürftig Prothese

Eine schleimhautgetragene Vollprothese trägt niemand gerne, denn an eine neue Prothese muss man sich beim "Älterwerden" zuerst langsam gewöhnen, wenn der lästig empfundene Fremdkörper drückt und kann anfänglich Schmerzen bereitet, denn es braucht etwas Geduld, da sich auch der Kiefer an die neue Situation gewöhnen muss. Wenn die Zahnprothese anfänglich regelmässig und auch in der Nacht trägt, kann sich der Kiefer rascher an die neue Situation gewöhnen, doch wenn Probleme mit Zahnprothesen beim Kauen oder Druckstellen durch Prothesen entstehen, sollte man den Zahnarzt aufsuchen und den Zahnersatz nicht nur eine kurze Zeit tragen, ansonsten die Gefahr einer psychogenen Prothesenunverträglichkeit entstehen kann.

Angewöhnen an eine Schleimhautgetragene Vollprothese

Bei den schleimhautgetragenen Prothesen wird der Kaudruck normalerweise auf die Schleimhaut weitergeleitet, da dieser Zahnersatz keine Abstützung an Restzähnen oder Zahnimplantaten hat.

Eine Ausnahme bei den schleimhautgetragenen Prothesen bildet hierbei die künstlichen Zähnen, wo das nicht abgestützte Freiendteil wie bei einer Vollprothese auf der Mundschleimhaut aufliegt. Da die Mundhöhle ein sehr empfindlicher Bereich ist, wird eine Zahnprothese zunächst als Fremdkörper wahrgenommen, so besonders eine Vollprothese im Zahnlosen Kiefer, denn die Prothese als Zahnersatz ist ein künstlicher Körperteil. Die Angewöhnungszeit bei einer schleimhautgetragenen Totalprothese beträgt meist ein bis drei Monate, denn man muss mit der Prothese, die im Volksmund auch als Kieferprothese bezeichnet wird, das Essen und Sprechen mit den "Ersatzzähnen" bzw. neuen künstlichen Zähnen zuerst erlernen. Auch bei einer optisch schönen schleimhautgetragenen Zahnprothese ist das ist das Angewöhnen an eine neue Prothese nicht einfach wie auch bei einer funktional hochwertigen Vollprothese oder Teilprothese das anfängliche Empfinden ein Fremdkörpergefühl auslösen kann, wenn sich Wangen (Backen), Lippen und Zunge als Muskelkörper beim Essen zum Schmecken und Tasten wie auch die Kaumuskulatur bzw. Kiefermuskulatur beim Sprechen zuerst an die neue Situation gewöhnen muss. Das Haftmittel für Prothesenhalt kann für einen besseren Halt der schleimhautgetragenen Prothese sorgen, denn das eingebrachte Haftmittel vergrössert die Viskosität von Speichel und Schleim. Anfänglich sollte man versuchen, nur kleine Bissen und weiche Kost zu sich zu nehmen und kontrollieren, ob alle Beläge entfernt sind (Pflege der Prothese), damit keine Rötungen oder Entzündungen entstehen können, denn vielfach ist es Prothesenhaftmittel oder Zahnstein an Prothesen, die Probleme an der Mundschleimhaut verursachen. Wenn nach zwei Woche eine Rötung oder Entzündung immer noch vorhanden ist, sollte man sich beim Zahnarzt in der Zahnarztpraxis oder Zahnklinik melden. Wenn man sich nach drei Wochen noch nicht an die Prothese angewöhnt hat oder noch Druckstellen vorhanden sind, muss der Zahnarzt die Zahnprothese noch etwas anpassen.

Prothese und Phonetik

Unsere Sprache wird durch die Bisshöhe und die Ausrichtung der Zähne nach vorne oder hinten geprägt, was beim Zahnersatz als "Phonetische Zahnaufstellung" genannt wird.

In den ersten Tagen kann es mit der Aussprache bzw. Phonetik bestimmter Wörter kleine Probleme geben. Die Laute s, sch, st und z, sowie die Laute f, pf und w bereiten erfahrungsgemäss anfänglich die meisten Schwierigkeiten. Ein bewährtes Mittel diese Unsicherheiten zu überwinden, sind Sprachübungen am besten vor dem Spiegel. Lesen von Texten mit lauter Stimme kann hilfreich sein.

Druckstellen von Prothesen

Bei Druckstellen durch Prothesen gibt es keinen Grund zur Beunruhigung, wenn in den ersten Tagen Druckstellen auftreten.

Druckstellen verschwinden vielfach erst in einigen Tagen, doch sollte der Schmerz innert zwei Wochen nicht nachlassen, sollte man mit dem Zahnarzt darüber sprechen. Vor dem Zahnarztbesuch sollte man die den herausnehmbaren Zahnersatz einige Stunden tragen, denn damit kann der Zahnarzt die Problemstelle (Druckstelle) der Prothese genauer erkennen.


Prothesenhalt bei Vollprothesen

Die Prothesenbasis einer schleimhautgetragenen Zahnprothese muss auf dem Kieferkamm genau aufliegen, damit der Halt der Zahnprothese gegeben ist und nicht verloren geht.

Bei der Prothese im Unterkiefer (Unterkieferprothese) ist ein guter Halt über den Saugeffekt vielfach schwieriger zu erreichen als im Oberkiefer und damit auch das Angewöhnen an die "Mundschleimhaut-Prothese", die im Volksmund auch als Kieferprothese bezeichnet wird. Eine schlechtsitzende Zahnprothese im Oberkiefer tritt vorwiegend auf einem Schlotterkamm auf, so dass die Vollprothese auf dem Kieferkamm lottert, was eine Schlotterkammentfernung notwendig macht, das beim Zahnarzt eine operativen Entfernung ist.

Halt Zahnprothese Speichel Unterdruck Zähne

Wichtig für den Halt der Zahnprothese einer schleimhautgetragenen Zahnprothese auf dem Kieferkamm ist eine korrekte Gestaltung vom Prothesenrad, ansonsten der Unterdruck zwischen der Vollprothese und der Kieferschleimhaut entweicht und sich kein Vakuum einstellen kann.

Halt der Zahnprothese

Die Prothesenbasis liegt direkt der Kieferschleimhaut auf, wo der Prothesenhalt durch das Vakuum sichergestellt wird.

Sind die einzelnen Zähne statisch korrekt aufgestellt, so darf sich die Prothese bei Druck auf den entsprechenden Zahn nicht von der Kieferschleimhaut lösen. Auf der Zahnprothese werden die "Ersatzzähne" auch zum Sprechen gebraucht, so das eine "Phonetische Zahnaufstellung" und Prothesenhaftung bei Totalprothesen von grosser Bedeutung sind. Der Saugeffekt bzw. das Vakuum darf nicht verloren gehen und die Zahnprothese muss immer noch gut halten, was man mit einem Fingerdruck überprüfen kann.

Prothesenhalt durch Saugeffekt Vakum Speichel

Der Prothesenhalt wird durch ein Vakuum sichergestellt, welches durch den Speichel und die leicht elastische Kieferschleimhaut entsteht.

Prothesenhalt auf Implantaten

Sofern kein genügender Saugeffekt erreicht wird, ist das setzen vom 2 - 4 Implantaten notwendig, an denen die Prothese fixiert wird und der Prothesenhalt durch Mini-Implantate oder Kurzimplantate gewährleistet werden kann.

Bei ungünstigen Kieferkammverhältnissen kann selbst bei optimaler Gestaltung vom Prothesenrand kein genügender Saugeffekt für einen guten Prothesenhalt im Unterkiefer erreicht werden, denn je grösser die Haftfläche und je ausgeprägter die Kieferkammverhältnisse und je optimaler die Speichelqualität ist, desto ausgeprägter ist das Vakuum. Günstige Durchmesser-reduzierte Mini-Implantate sind kein Ersatz für natürliche Zahnwurzeln (Zahnwurzelersatz) wie normale Zahnimplantate, denn sie dienen lediglich dazu, eine Totalprothese zu befestigen. Das Vergleichen von Implantatsystemen und auseinanderhalten von Implantattypen ist vor der Implantatplanung wichtig, so wegen dem Kieferknochenaufbau und den Kosten für Zahnimplantate, was zusammen mit der Zahnersatz-Qualität das Allergierisiko (Kunststoffprothese) wie auch die Kaufunktion und das Sprechen (Phonetik) bzw. die Lautbildung stark beeinflusst. Durch Mini-Implantate kann sichergestellt werden, dass eine herausnehmbare Totalprothese sicher befestigt ist, was ein sicheres Gefühl beim Sprechen, Essen oder Lachen ergibt, wenn die Prothese nicht wackelt, sei dies eine Prothese im Oberkiefer oder im Unterkiefer.

Zähne der Zahnprothese

Die einzelnen Zähne der Zahnprothese müssen auf den Kieferkamm genau abgestimmt werden.

Sind die einzelnen Zähne statisch korrekt aufgestellt, so darf sich die Prothese bei Druck auf die entsprechenden Zähne nicht von der Kieferschleimhaut lösen, damit mit einer Prothese auch wirklich beschwerdefrei gekaut werden kann. Oft ist das Zentrieren nicht ohne weiteres möglich, so dass die künstlichen Zähne der "Kieferprothese" entsprechend beschliffen werden müssen, damit die Qualität vom Zahnersatz verbessert wird oder eine Prothesen-Unverträglichkeit vermieden werden kann. Die Prothesenbasis liegt auf der Kieferschleimhaut auf. Halt findet die Zahnprothese durch einen Saugeffekt bzw. das Vakuum, welches durch den Speichel und die leicht elastische Kieferschleimhaut hervorgeht. Je optimaler die Kieferkammverhältnisse bzw. das ehemaliges Zahnbett und Speichelqualität ist, desto besser ist das Vakuum.


Prothesenhalt Unterkiefer

Unter einer schlecht sitzenden Zahnprothese wird meist ein ungenügender Halt der Vollprothese im Unterkiefer verstanden.

Im zahnlosen Kiefer kommt als klassischer herausnehmbarer Zahnersatz die Vollprothese zum Einsatz, wenn bei der Zahnsanierung keine Implantate als künstliche Zahnwurzeln bzw. kein Zahnwurzelersatz erwünscht ist. Viele Prothesen-Probleme entstehen meist bei einer schleimhautgetragenen Totalprothese, wenn das Vakuum durch den Speichel infolge Mundtrockenheit auf dem Kieferkamm im Unterkiefer nicht mehr sichergestellt werden kann. Bei ungünstigen Kieferkammverhältnissen kann für den Prothesenhalt im Unterkiefer auch bei optimaler Gestaltung vom Prothesenrand bei Vollprothesen kein genügender Saugeffekt durch den Speichel erreicht werden, denn der Prothesenhalt wird durch ein Vakuum erzeugt, welches durch den Mundspeichel und die leicht elastische Kieferschleimhaut entsteht. Die Unterkieferprothese kann vom Träger der Prothese in vielen Fällen nur durch die Muskulatur stabilisiert werden, dies im Gegensatz zur Oberkieferprothese, die am Gaumendach über einen Saugeffekt ihren Halt findet.

Zahnprothese Prothesenhalt Unterkiefer Prothese

Erschwerend für den Prothesenhalt kann bei einer Unterkieferprothese sein, wenn nebst einem schmalen Kieferkamm sich unter der bedeckenden Mundschleimhaut im Unterkiefer scharfe Knochenkanten befinden.

Schleimhautgetragene Prothese im Unterkiefer

Da der Halt bei der Unterkieferprothese über den Saugeffekt schwieriger zu erreichen ist, wird in der Zahnmedizin bei Verlust aller Zähne das Tragen der Totalprothese im Unterkiefer als Stiefkind bezeichnet.

Meist kommen Totalprothesen mit weissen Kunststoffzähnen wegen den günstigen Zahnersatzkosten bei der Zahnsanierung im zahnlosen Kiefer als Zahnersatz zum Einsatz. Bei schleimhautgetragenen Zahnprothesen sind die Zahnarztkosten meist sehr viel günstiger als bei kombinierten Zahnersatz wie auch bei allen Arten von festsitzenden Zahnersatz, der auf Zahnimplantaten befestigt werden kann und besonders im Unterkiefer einen besseren Kaukomfort und Sprechkomfort bietet. Auch beim Angewöhnen an Prothesen bestehen wegen dem Prothesenhalt grosse Nachteile bei Vollprothesen, wo es zu geschmacklichen Irritationen kommen kann oder sogar zu einer Prothesenunverträglichkeit führt. Eine Abneigung gegen den Zahnersatz kann durch die Kombination aus schlechtem Prothesenhalt und Knochenkanten entstehen, so dass schmerzhaften Druckstellen durch Prothesen und somit auch Mundschleimhautentzündung (Prothesenstomatitis) entstehen können. Bei der Unterkieferprothese ist eine Unterfütterung wegen dem Kaudruck und den damit verbundenen Gewebeabbau besonders wichtig, damit die Zahnprothese immer wieder an die geschwundene Unterkieferform angepasst wird und man den Prothesenhalt verbessern kann. Im Bereich vom Mund ist der Kieferknochen beim Mensch nicht auf Druck für Prothesen auf der Mundschleimhaut ausgelegt, sondern auf Zug. Bei noch eigenen Zähnen wird der Knochen vom Kiefer nicht auf Druck sondern auf Zug belastet, denn Zähne sind im Kieferknochen nicht fest verankert, sondern im Kieferknochen über Fasern aufgehängt. Die Unterkieferprothese mit Druck auf das unterliegende Gewebe ist für den Kieferknochen eine unnatürliche Belastung, was ein beschleunigter Knochenabbau zur Folge hat und sollte vom Körper durch Bindegewebe ersetzt werden. Mit der Zeit steht bei einer "Schleimhautprothese" im Unterkiefer immer weniger Unterlage zur Verfügung, um die Zahnprothese auf der Schleimhaut zu lagern, so dass sich der Kaudruck auf eine kleinere Unterlage verteilt.

Haftcreme beim lottern der Prothese

Um den Prothesenhalt einer lotternden Vollprothese zu verbessern, kann man sich bei beginnenden Anzeichen einer schlechtsitzenden Zahnprothese mit Prothesenhaftmittel helfen.

Haftcreme für Zahnprothesen kann als Übergangslösung sehr nützlich sein, da das eingebrachte Haftmittel die Viskosität von Schleim und Mundspeichel vergrössern, doch dies kann aber keineswegs als Dauerlösung funktionieren. Wenn sich die Kieferkammverhältnisse im ehemaligen Zahnbett stark verändern kann auch die Haftcreme nichts mehr nützen. Damit der Prothesenhalt verbessert werden kann, ist eine Prothesenunterfütterung beim Zahnarzt notwendig, was im Volksmund vielfach als Gebiss-Unterfütterung bezeichnet wird, wenn wie Prothese als Zahnersatz mit Prothesenkunststoff aufgefüllt wird. Eine Prothesen-Unterfütterung bezeichnet das Auffüllen von fehlendem Material an der Kunststoffbasis mit Kunststoff, wobei es unterschiedliche Unterfütterungs-Verfahren gibt.

Kontrolle beim Zahnarzt

Durch Prothesen-Druckstellen kann ein Kieferknochenabbau als schleichender Prozess einsetzen.

Da sich die Kieferkammverhältnisse im ehemaligen Zahnbett über die Jahre hinweg verändern, kann eine regelmässige Kontrolle der Prothese beim Zahnarzt sehr wichtig sein, damit ein guter Prothesenhalt gewährleistet ist. Die häufigsten Gründe für die Veränderungen im Kiefer sind Knochenschwund (Osteoporose) oder übermässige Schwankungen vom Körpergewicht. Veränderungen der Verhältnisse vom Kieferkamm sind immer negativ, denn die Prothesenbasis aus Kunststoff kann sich nicht von selbst an die neue Situation anpassen, wodurch ein Schlotterkamm entstehen kann, was als Folge immer eine Verschlechterung vom Saugeffekt bedeutet und eine Schlotterkammentfernung notwendig macht. Wenn die schleimhautgetragene Vollprothese "Kieferprothese" nicht mehr auf der Kieferschleimhaut aufliegt und eine gewisse Bewegungsfreiheit hat, zeichnen sich auf dem bindegewebigen Kieferfortsatz meist Druckstellen durch die Prothese auf dem Schlotterkamm ab, wo Kieferprobleme und Schmerzen im Kiefer eine Folge sein können.


Halt der Zahnprothese

Wenn vom Halt einer Zahnprothese gesprochen wird, ist damit ein herausnehmbarer Zahnersatz gemeint, der sich beim Tragen, Kauen und Sprechen nicht abheben lassen sollte.

Bei einer Zahnprothese wie der Vollprothese wird im Volksmund vielfach von einem künstlichen Zahn-Gebiss, einer Gebissprothese oder einer "Kieferprothese" gesprochen, wo der Halt der Prothese über eine funktionelle Randgestaltung oder durch Halteelemente erzielt werden kann. Wenn der Prothesenhalt über Halteelemente erfolgt, spricht der Zahnarzt vielfach von einer parodontalhygienisch günstigen Basisgestaltung, wo ein guter Halt der Zahnprothese mit den Zahngruppen in der Bogenform über ein stabiles Metallgerüst integriert wird. Bei der Zahngruppe erfolgt die Unterteilung in Frontzähne und Seitenzähne, wie das Modell Zahnarten und Zahngruppen im Gebiss zeigt. Die Zahngruppe ist wie beim Zahngruppen-Zahnersatz (Zahneinheit / Zahnblock) eine Gruppenbezeichnung mehrerer Zähne mit ähnlichen Merkmalen wie Schneidezähne mit der Schneidekante, Eckzähne mit der Eckzahnspitze am Übergang der Frontzähne zu den Seitenzähnen, Prämolaren als Vormahlzähne (vordere kleine Backenzähne) und Molaren als Mahlzähne bzw. grosse Backenzähne im Seitenzahnbereich mit vier bis fünf Höckern. Mit dem Stockzahn ist meist ein Weisheitszahn gemeint, der wie die Distomolaren bzw. Retromolaren als überzählige Zähne durch keinen Zahnersatz ersetzt werden. 

Halt der Zahnprothese Modell Zahngruppen

Zahngruppe wird auch als Zahneinheit oder Zahnblock bezeichnet und sind Zähne mit ähnlichen Merkmalen, eingeteilt in Schneidezähne, Eckzähne und im Molarbereich die Prämolaren und Molaren.

Prothesenlager

Eine schleimhautgetragene Zahnprothese sitzt auf einem so genannten Prothesenlager.

Mit Prothesenlager sind die Bereiche der Mundschleimhaut und der darunter liegende Knochen bzw. Alveolarfortsatz gemeint. Die Totalprothese im Oberkiefer saugt sich im zahnlosen Kiefer auf der Mundschleimhaut vom Gaumen fest wie die Zahnprothese im Unterkiefer. Da die Vollprothese im Oberkiefer meist mit einer Gaumenplatte ausgestattet wird, erhält diese einen besseren Halt als die Unterkieferprothese, da wegen der beweglichen Zunge kein Gaumenbügel angebracht werden kann. Wegen den engen Platzverhältnissen ist ein guter Prothesenhalt im Unterkiefer bei einer schleimhautgetragenen Prothese auf einem schmalen Kieferkamm (Alveolarkamm) vielfach nicht gegeben. Bei der schleimhautgetragenen Zahnprothese werden die auftreffenden Kaukräfte auf den darunterliegenden Kieferknochen weitergeleitet und halten die Zahnprothese als herausnehmbaren Zahnersatz fest. Je besser das Zahnprothesenlager proportioniert ist, umso besser sind auch die Funktion und der Halt einer Zahnprothese auf dem Kiefer, denn die Haftung der Totalprothese als schleimhautgetragene Prothese sollte im Oberkiefer und Unterkiefer auch ohne "Haftmittel für Prothesenhalt" halten können, ansonsten eine Implantatgetragene Prothese (Implantatprothese) im zahnlosen Kiefer die bessere Wahl ist.

Halt der Zahnprothese auf der Kieferschleimhaut

Der Halt einer schleimhautgetragenen Zahnprothese ist vom Prothesenlager abhängig.

Die Basis der Totalprothese liegt unmittelbar der Kieferschleimhaut und dem darunter liegenden Knochen auf. Der gute Halt bei Totalprothesen wird durch den dünnen Speichelfilm zwischen Zahnprothese und der Kieferschleimhaut gehalten, was als Prothesenhaftung bezeichnet wird. Ausserdem wirken bei einer Zahnprothese die Kapillarkräfte, der Unterdruck und Adhäsionskräfte, die bei Totalprothesen für einen guten Halt vom künstlichen Gebiss im Mund sorgen können. Für einen positiven Saugeffekt vom künstlichen Gebiss ist eine korrekte Gestaltung vom Prothesenrand bzw. Funktionsrand sehr wichtig, ansonsten der Unterdruck entweicht und sich kein Vakuum einstellt, was ein ungenügender Prothesenhalt und eine stark wackelnde Zahnprothese zur Folge haben kann. Wichtig für den Saugeffekt ist bei Vollprothesen, dass man vor dem "Totalprothese tragen" die Prothese befeuchtet, resp. eine Zahnprothese sollte auch über nacht nicht trocken gelagert werden. Das Tragen von künstlichen Zähnen (Kieferprothesen) während der Nacht kann nur sinnvoll sein, wenn man mit den künstlichen Zähnen keine Parafunktionen wie Zähnepressen und Zähnepressen ausübt, denn jeder Zahnersatz kann wie die eigenen Zähne durch den unnatürlichen Bruxismus durch abreiben sich abnützen und einen Schaden am künstliche Gebiss wie auch an den Kiefergelenken verursachen.

Teilprothesen und deren Halt

Der Halt einer Zahnprothese kann durch so genannte Ankopplungselemente bei einer Teilprothese am Restgebiss sichergestellt werden.

Diese Verankerungselemente am restlichen Zahnbestand können wie auch bei Zahnimplantaten als Zahnwurzelersatz Teleskope, Stege, Riegel, Druckknöpfe, Geschiebe und Klammern sein. Da hier der Prothesenhalt der Zahnprothese überwiegend durch die Ankopplungselemente bestimmt wird, können die Prothesenbasis bzw. die so genannte Prothesensättel schöner gestaltet werden. Zahnwurzeln oder Implantate können miteinander verbunden werden durch eine Steg wodurch eine verblockte Einheit entsteht, damit die Stegprothese als Zahnersatz einen guten Halt bekommt. Das Gegenstück vom Steg der in die Zahnprothese eingearbeitet wird ist der Steg-Reiter. Beim Einsetzten der Stegprothese kann der Steg-Reiter über den Steg gedrückt werden, womit durch die Klemmwirkung von Steg und Steg-Reiter ein guter Prothesenhalt für die "Dritte Zähne" entsteht. Der Kaukomfort und Tragekomfort ist bei Geschiebeprothesen, Stegprothesen, Teleskopprothesen (Teleskopbrücken) auf Teleskopkronen oder Druckknopfprothesen gegenüber einer auf der Mundschleimhaut getragenen Totalprothese (Kieferprothese) erheblich verbessert.

Zahnprothese ist ein Fremdkörper

Der Zahnpatient sollte bedenken, dass eine Zahnprothese nach dem Einsetzen vom Zahnarzt immer einer Gewöhnungsphase bedarf, da das neue Gebiss ein Fremdkörper ist, an den man sich gewöhnen muss. So treten gerade nach der Eingliederung von Totalprothesen Druckstellen durch die mechanische Belastung auf das Prothesenlager auf. Durch diese mechanische Belastung kann es später zum Knochenverlust und zu einem noch schlechteren Halt der Zahnprothese kommen.

Vakuum bei Zahnprothesen

Sind die einzelnen Zähne statisch korrekt aufgestellt, so darf sich die Prothese bei Druck auf die entsprechenden Zähne nicht von der Kieferschleimhaut lösen.

Für den Prothesenhalt ist eine korrekte Gestaltung des Prothesenrades sehr wichtig. Die einzelnen Zähne müssen auf den Kieferkamm genau abgestimmt werden damit mit der Prothese beschwerdefrei gekaut werden kann. Oft ist das Zentrieren nicht ohne weiteres möglich, so dass die künstlichen Zähne entsprechend Beschliffen werden müssen. Die Prothesenbasis liegt auf der Kieferschleimhaut auf. Halt findet sie durch einen Saugeffekt, respektive das Vakuum, welches durch den Speichel und die leicht elastische Kieferschleimhaut hervorgeht. Je optimaler die Kieferkammverhältnisse bzw. das ehemalige Zahnbett ist und je besser die Speichelqualität ist, desto besser ist das Vakuum unter der Prothese.


Haftung der Totalprothese

Die Haftung von Totalprothesen bzw. Vollprothesen wird durch Adhäsionskräfte zwischen der Schleimhaut und der Prothese mit einem dazwischen befindlichen Speichelfilm erreicht.

Die Prothesenhaftung bzw. Prothesenhalt funktioniert ähnlich wie bei einem Wasserfilm zwischen zwei Glasplatten oder mit den Schuhen im Sumpf.

Bei der Prothesenherstellung im Dentallabor ist deshalb die Schaffung eines abdichtenden Prothesenrandes sehr wichtig, wie auch die Prothesenreinigung.

Haftung Totalprothese Prothesenhalt Prothesen

Wenn der Prothesenrand nicht abdichtet oder zu wenig Speichel bzw. Speichelfluss von der Speicheldrüse oder Mundtrockenheit (Xerostomie) vorhanden ist, verliert man die Prothese bei jeder Mundöffnung.

Massgebend ist für die Haftung von Totalprothesen bzw. Vollprothesen auch der Kieferkamm.

Bei einem schmalen Kieferkamm halten besonders im Unterkiefer Prothesen mit langen Zähnen nicht sehr gut, so dass die Prothese beim Beissen kippen kann. Um dies zu verhindern, sind Hilfsmittel wie Haftcremes und Haftpulver notwendig. Nachteile von Totalprothesen können auch entstehen durch die Abdeckung des Gaumens, denn es kommt vielfach zu einer geschmacklichen Irritation.

Haftmittel für Prothesenhalt

Haftmittel für Prothesen gibt es als Pulver, Cremes, Flüssigkeiten oder Pasten.

Zur Erhöhung der Haftung von der Totalprothese bzw. der Adhäsionskräfte (Adhäsiv: lat. adhaerere = anhaften) von herausnehmbaren Zahnersatz gibt es Haftmittel für herausnehmbaren Zahnersatz. Mit Haftcreme sollte man sparsam umgehen, denn dies kann das Geschmacksempfinden und die Speichelproduktion beeinträchtigen. Wenn Haftmittel wegen trockener Mund oder zu wenig Speichel bzw. Speichelmangel notwendig ist, sollte man mit leichten Haftpulvern beginnen. Haftcremen sollte man nur so lange verwenden, bis man den Zahnarzt aufgesucht hat. Wenn man Prothesenhaftmittel verwendet, sollte dieses Haftmittel gründlich einmal täglich entfernt werden. In vielen Fällen ist die Verwendung von Haftmitteln ein Zeichen für den ungenügenden Sitz der Zahnprothese. Mit der Unterfütterung der entstandenen Prothesenhohlräume lässt sich der mangelhafte Halt der Prothese vielfach beheben, sodass Prothesen-Haftmittel nicht mehr benötigt werden.


Alternative zu Zahnprothesen

Zahnbrücken können als Zahnersatz einen oder mehrere Zahnlücken überbrücken und sind eine alternative zu Zahnprothesen.

Zahnbrücke als Alternative zur Zahnprothese

Die Auswahl der Zahnbrücke ist abhängig von Zahnlücken im sichtbaren Bereich des Gebisses die überbrückt werden müssen oder auch das Material für die Zahnbrücke, das verwendet wird.

Brücken, Kronen und Implantate als Zahnersatz sind eine Alternative zu Zahnprothesen.

Brücken können an benachbarten Zähnen, durch Implantate oder Zahnstümpfe verankert werden. Als Brückenarten existieren die Schwebebrücke, die nicht auf dem Zahnfleisch aufliegt, und die Basisbrücke, die direkt am Zahnfleisch anliegt und im sichtbaren Zahnbereich eingesetzt wird.

Implantatbrücken werden nicht wie andere Brücken an den Nachbarzähnen verankert, sondern durch Implantate die im Kieferknochen verankert werden.

Zahnimlantate für Implantatbrücken Zahnbrücke

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, es sind Fremdkörper, die im Kieferknochen befestigt werden und als Zahnimplantat mit Krone also kompletter Zahnersatz bezeichnet wird.

Bei Zahnbrücken wird auch der Begriff Verbundbrücke genutzt, wenn die Brücke sowohl an Zähnen als auch durch Implantate verankert ist.

Marylandbrücken sind Brücken, die in der Regel bei einzelnen Zahnlücken eingesetzt werden und die Zahnbrücke an den Nachbarzähnen angeklebt wird. 


Haftmittel für Prothesenhalt

Haftmittel für Prothesen befinden sich zahlreich auf dem Markt in Form von Pulvern, Gelen, Cremes oder Flüssigkeiten und sollten nur nach vorheriger zahnärztlicher Absprache Verwendung finden, da vor Anwendung derartiger Mittel unbedingt überprüft werden muss, ob der unbefriedigende Sitz nicht seine Ursache in einer mangelnden Passung des Zahnersatzes hat.

Halt Zahnprothese Haftmittel für Prothesenhalt

Wenn der Halt der Zahnprothese ungenügend ist, kann dies an ungenügender Unterfütterung oder sonstiger Störung oder Beschädigung liegen.

Zur Erhöhung der Adhäsionskräfte bzw. Halt von herausnehmbaren Prothesen, gibt es Haftmittel wie Haftcremes oder Haftpulver.

Die wichtigste Kraft beim Halt einer Vollprothese ist das Druckgefälle unter der Prothesenbasis. Durch das Anpressen dieser Basis an das Schleimhautlager verkleinert sich dieser Spaltraum, der Speichel wird herausgepresst (Saugwirkung). Der dadurch erzeugte Unterdruck hält die Prothese und bleibt aufrechterhalten, bis die kapillaren Kräfte des Mediums im Spalt überwunden werden. Dieses Medium ist natürlicherweise ein Gemisch aus Mundschleim und Mundspeichel. Eingebrachte Haftmittel vergrössern die Viskosität von Schleim und Speichel. Durch Quellvorgänge gleichen sie somit kleinste Hohlräume im Spalt aus und wirken als Adhäsiv sowohl gegenüber dem Prothesenmaterial als auch der Schleimhaut. Haftmittel können dadurch den Prothesenhalt beträchtlich steigern. 

Haftmittel für Zahnprothesen

Haftmittel ist ein Mittel in Pulverform oder Pastenform, die die Prothesenhaftung am Kiefer verbessern.

Haftmittel für die Prothesenhaftung sind Kräfte und Vorrichtungen, die für den Halt von Prothesen sorgen. Partielle Plattenprothesen werden jedoch durch Verbindungselemente an den restlichen Zähnen gehalten. Haftmittel wie Haftpulver und Haftcremes werden für Zahnprothesen verwendet um diesen einen besseren Sitz und Halt zu geben. Haftmittel gibt es in pulvriger Form oder als Paste, als Creme oder in flüssiger Konsistenz. Häufig werden, um die Haftung der Unterkieferprothese oder auch Oberkieferprothese zu erhöhen, Haftmittel verwendet, die ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit geben. Wenn man das Gefühl hat, dass die Zahnprothese bzw. die dritten Zähne sich beim Essen lockern oder zu lose sitzen, kann man Haftcremes oder Haftpulver verwenden, was mehr Sicherheit durch zusätzlichen Halt ergibt, denn Unsicherheiten beim Sprechen kommen oft durch das Gefühl zustande, dass die dritten Zähne nicht fest genug sitzen. Haftmittel können aber bei dauerhafter und täglicher Anwendung die Schleimhaut schädigen und langfristig den Sitz der Zahnprothese beeinträchtigen. Dieses Hilfsmittel sollte nach Möglichkeit nur kurzfristig bei besonderen Gegebenheiten angewendet werden. Wenn man das Gefühl hat, dass die Prothese ohne Haftmittel sehr lose sitzt, sollte man den Zahnarzt aufsuchen, denn vielfach ist eine Anpassung der Prothese notwendig. Haftmittel sollten nur in Absprache mit dem Zahnarzt Anwendung finden, wenn zahnmedizinisch kein zufrieden stellender Halt erreicht werden kann, denn bei unsachgemässer Anwendung können Schäden an der Schleimhaut entstehen.

Haftmittel für Prothese

Haftmittel für Prothesen gibt es in Pulverform oder Pastenform, als Creme oder auch flüssig.

Prothesenhalt Haftmittel für Prothesenhaftung

Haftmittel für die Prothesenhaftung ist ein Mittel in Pulverform oder Pastenform, die die Prothesenhaftung bzw. den Prothesenhalt am Kiefer verbessert.

Haftcreme bzw. Haftmittel  wird für Zahnprothesen verwendet, um Prothesen einen besseren Sitz und Halt zu geben.

Haftmittel für herausnehmbaren Zahnersatz sind eine Möglichkeit zur Verbesserung vom Halt der Vollprothese. Haftmittel sollten in möglichst dünner Schicht auf den vorher gründlich gesäuberten und trockenen Zahnersatz aufgetragen werden. Ebenso muss eine besonders intensive Mundhygiene erfolgen bzw. das Entfernen von Resten auf der Mundschleimhaut, regelmässige Spülungen z.B. mit Kamille etc. um Mundschleimhautentzündungen (Stomatitiden) vorzubeugen. Die Zusammensetzung von Haftmittel kann je nach Hersteller sehr unterschiedlich sein. Folgende Stoffe können darin enthalten sein: Calcium/Zinc PVM/MA Copolymer, Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Cellulose Gum, Silica. 


Prothesenunterfütterung

Unterfütterung mit Prothesenkunststoff hart

Als erstes wird ein Abdruck von der schlecht sitzenden Prothese genommen.

Für den Prothesenabdruck wird die der Schleimhaut aufliegende Seite der Prothese mit Abdruckmaterial bestrichen und die Prothese in den Mund eingesetzt. Für das Erkennen des Fehlers der schlecht sitzenden Prothese werden Mundbewegungen durchgeführt. Gibt es eine Neugestaltung des Prothesenrandes, so muss eine Funktionsabformung durchgeführt werden. Das Abdruckmaterial haftet überall dort, wo die Zahnprothese nicht mehr richtig sitzt. Der Abdruck wird mit der Prothese zusammen in das Labor geschickt. Im Labor werden dann Gipsmodelle hergestellt, die Prothesenbasis wird ausgeschliffen, eventuell werden die Ränder der Zahnprothese gekürzt und neuer Kunststoff an die Prothese angebracht. Bei dem verwendeten Kunststoff handelt es sich zu über 90 Prozent Polymethacrylate, das in den meisten Labors verwendet wird. Weitere Kunststoffe die verwendet werden sind Polycarbonate, Polyamide und Luxene. Danach wird die vom Zahntechniker überarbeitete Zahnprothese einprobiert. Der Zahnarzt kann kleine Korrekturen vornehmen wo kleine Druckstellen auftreten, bis die Prothese optimal sitzt. Nach einer Woche sollte der Prothesenträger zur Nachkontrolle den Zahnarzt nochmals aufsuchen, denn kleine Druckstellen können immer auch nach der Einprobe entstehen. Sind kleine Druckstellen aufgetreten, kann der Zahnarzt die Zahnprothese mit einer kleinen Fräse einschleifen.

Weichbleibende Prothesen-Unterfütterung

Eine Weichbleibende Unterfütterung wird mittels Weichbleibenden Acrylaten oder Silikonen durchgeführt.

Eine Weichbleibende Unterfütterung kommt bei immer wieder auftauchende Druckstellen z.B. wegen besonderen anatomischen Verhältnissen zum Einsatz. Dabei ist zu beachten, dass die Weichbleibenden Materialien anfälliger für Keimbesiedlungen sind und regelmässig kontrolliert und gegebenenfalls erneuert werden müssen. Anwendungsgebiete für die Weichbleibende Unterfütterung sind Mangelhafter Sitz der Prothese, Fehlerhafter Prothesenhalt und immer wiederkehrenden Druckstellen durch die Prothese.

Unterfütterung der Prothese

Nach einer Unterfütterung passt die Prothese normalerweise wieder perfekt.

Das sprechen ist durch die Prothesenunterfütterung meist wieder möglich, ohne das die Prothese wackelt und mit Haftcreme befestigt werden muss. Mit dem besseren Prothesenhalt sind auch das feste Zubeissen und ein gutes Kauen wieder möglich. Man sollte einmal im Jahr den Zahnarzt konsultieren, das er sich die Zahnprothese Intraoral bzw. in der Mundhöhle wie auch extraoral bzw. ausserhalb der Mundhöhle anschauen kann, damit eine lange Haltbarkeit der Prothese und ein guter Prothesenhalt gewährleistet sind.


Gebiss Unterfütterung

Zahnprothesen als Zahnersatz werden vielfach als Gebiss oder Zahngebiss bezeichnet.

Unterfütterung Gebiss unterfüttern Zahnprothese

Mit Gebiss Unterfütterung ist das "Unterfüttern der Prothese" bzw. eine Prothesenunterfütterung gemeint, denn Landläufig wird die Prothese als Gebiss bezeichnet. 

Da nicht alle den Begriff Prothesenunterfütterung kennen haben wir den Begriff Gebiss Unterfütterung (Zahnunterfütterung) verwendet als Erklärung.

Die Unterfütterung ist eine Methode, um eine nicht mehr richtig sitzende Prothese wieder anzupassen. Die Unterfütterung kann sowohl mit hartem Prothesenkunststoff als auch mit weich bleibendem Kunststoff durchgeführt werden. Jeder Kiefer kann sich im Laufe von Jahren verändern. Die häufigsten Gründe für eine Unterfütterung bzw. Prothesenunterfütterung sind Knochenabbau durch Druckstellen (Osteoporose), übermässige Gewichtsschwankungen und durch die Belastungen. Denn beim Tragen der Prothese sind die Belastungen, die beim Kauen auftreten, anders als bei natürlichen Zähnen. Der Kieferknochen wird unnatürlich belastet, dies führt zu einem Knochenabbau bzw. Alveolarkammatrophie. Dadurch wird der Abstand zwischen der Prothese und Zahnfleisch immer grösser, Fazit die Prothese wackelt und hat schlechten Halt.


Unterfütterung Prothesen

Bei einer Unterfütterung wird eine nicht mehr richtig passende Prothese an die veränderten Kieferbedingungen angepasst.

Eine Prothese-Unterfütterung kann mit normalem hartem Prothesenkunststoff erfolgen oder bei einer starken Neigung zu Druckstellen mit weichbleibendem Kunststoff. Der weich bleibende Kunststoff wird nach relativ kurzer Zeit härter und ist durch die poröse Oberfläche Bakterienanfälliger, also weit weniger hygienisch und schwieriger zu reinigen.

Zahnersatz - Unterfütterung

Da der Kieferknochen einer ständigen Veränderung unterliegt, kann sich im Laufe von Jahren der Kiefer verändern.

Wenn eine Kunststoffprothese nicht mehr richtig sitzt, muss sie mit neuem Kunststoff den Veränderungen angepasst werden. Man spricht vom Unterfüttern einer Basis, wobei es mehrere unterschiedliche Möglichkeiten gibt. Die gebräuchlichste Methode ist die indirekte Unterfütterung, bei der der Zahnarzt eine Silikonmasse zur Ausfüllung der Hohlräume in die Zahnprothesenbasis einbringt. Diese Schicht härtet im Mund aus und gibt die aktuelle Form des Kieferknochens und der Mundschleimhautsituation genau wieder. Die Umsetzung der Silikonschicht in Kunststoff und Anpassung der Prothese an diese neue Basisform erfolgt innerhalb eines Tages im Zahnlabor bzw. Dentallabor oder Zahntechniker-Labor. Bei der indirekten Methode wird noch weicher, teigiger Kunststoff in die Prothesenbasis eingelegt, in den Mund eingesetzt, und nach kurzer Verfestigungszeit im Mund ausserhalb fertig auspolymerisiert. Irritationen der Mundschleimhaut sind bei dieser sehr schnellen Methode häufig. 

Unterfütterung beim Zahnarzt

Bei der Unterfütterung der Zahnprothesen wird vom Zahnarzt zunächst ein Abdruck genommen, die Prothese dient dabei quasi als Abrucklöffel.

Das Abdruckmaterial füllt alle Stellen auf, an denen die Prothese nicht mehr richtig sitzt. Im zahntechnischen Labor werden, nach der Anfertigung von Gipsmodellen, alle Bereiche mit Prothesenkunststoff aufgefüllt. Beim Zahnarzt wird die überarbeitete Prothese wieder eingesetzt und wenn nötig kleine Korrekturen vorgenommen. Nach der Unterfütterung sitz die Zahn-Prothese wieder an allen Stellen optimal auf der Mundschleimhaut. Dadurch hält die Zahnprothese besser und es können sich weniger Speisereste unter die Prothese setzen und Druckstellen entstehen lassen. 


Verfahren der Unterfütterung

Die  Unterfütterung resp. Auffütterung ist ein Verfahren, um eine nicht mehr korrekt sitzende Prothese den natürlichen Veränderungen des Kiefers bzw. dem unterliegenden Kieferschwund wieder genau anzupassen.

Unterfütterung Auffütterung Zahnprothese

Man unterscheidet die direkte Unterfütterung, indirekte Unterfütterung oder die weichbleibende Unterfütterung.

Indirekte Unterfütterung

Durch die Die indirekte Unterfütterung findet eine Erneuerung des zur Mundschleimhaut zugewandten Teils der Prothesenbasis statt.

Ersatzzähne und Klammern oder andere Halteelemente bleiben bei der indirekten Unterfütterung unverändert. Die indirekte Unterfütterung geschieht, indem auf die Prothese Abdruckmaterial aufgebracht wird und dieser "Prothesenabdruck", welcher im Prinzip bei einer Vollprothese einem Funktionsabdruck gleicht, in einem zahntechnischen Labor entsprechend verarbeitet, gleich wie bei der Herstellung einer neuen Zahnprothese.

Direkte Unterfütterung

Die direkte Unterfütterung wird durch Auftragen eines Kunststoffes "Kaltpolymerisat" auf die Prothese und anschliessendes Einsetzen in den Mund werden die fehlenden Partien ausgeglichen.

Nach der Erhärtung des Kunststoffs wird die so aufgefütterte Prothese noch entsprechend nachbearbeitet. Wegen allfälligen Allergien und der Wärmeentwicklung bei der Abbindung des Kaltpolymerisates auf der Mundschleimhaut und den mangelnden Möglichkeiten der Nachbearbeitung ist dieses Verfahren umstritten und nicht Empfehlenswert.

Weichbleibende Unterfütterung

Weichbleibende Unterfütterungen sind anfällig gegen Keimbesiedlung (candida albicans) mit der Folge einer Prothesenstomatitis.

Die weichbleibende Unterfütterung wird wegen der Anfälligkeit auf Keimbesiedlung sehr selten angewendet. Bei besonders empfindlichen Kieferabschnitten, welche trotz korrekter Abformung ständig zur Druckstellenbildung neigen oder ungünstigen anatomischen Verhältnissen, werden zur Unterfütterung dauerhaft weichbleibende Materialien (Acrylate, Silikone) angewandt, und dies im besonderen zahnlosen Unterkiefer. Acrylate sind härter und rauer als Silikone und weisen die höchste Besiedelung von Mikroorganismen auf. Silikone weisen eine verhältnismässig glatte Oberfläche auf und werden mikrobiell weniger belastet.


Hybrid-Prothese

Die Hybridprothese gehört zur "Prothetische Versorgung" eines Kiefers mit Geschiebetechnik und ist eine Zahnprothese.

Bei der Hybridprothetik werden die vorhandenen Zähne über die nicht sichtbare Verankerungselemente mit dem künstlichen Zahnersatz verbunden, so dass man von einer Hybridprothese oder Hybridbrücke spricht. Unter einer Hybridprothese versteht man die kombinierte Verwendung unterschiedlicher Abstützungssysteme wie Geschiebe, Stege oder Teleskope, jedoch auch die Abstützung auf dem Zahn und dem Zahnimplantat als Zahnwurzelersatz, denn Hybrid bedeutet, aus zwei Bestandteilen zusammengesetzt, so auch als Pfeiler zur Abstützung von einem herausnehmbaren Zahnersatz. Die Verbindungselemente der Hybridprothese als Teilprothese sind wie auch bei einer Teleskopbrücke nicht zu sehen und bekommen durch das Geschiebe einen sehr sicheren Halt. Unter der Geschiebetechnik verstehen Zahnärzte ein bestimmtes Verankerungsprinzip der noch vorhandenen Zähne mit Ersatzzähnen (dritte Zähne). Geschiebe für Geschiebeprothesen sind Verbindungselemente für Teilprothesen und funktionieren ähnlich einem Stecksystem und bestehen aus zwei exakt ineinander passenden Elementen. Eines ist fest an einer Krone verankert, das andere an der herausnehmbaren Prothese befestigt. Künstliche Fräsungen und Rillen (Matrize), die in die die Teilprothese hineingeschoben wird, verbinden die überkronten Nachbarzähne mit der Zahnprothese.

Hybridprothese als kombinierten Zahnersatz

Eine Sonderform vom kombinierten Zahnersatz bzw. der Kombinationsprothetik ist die Hybridprothese, die mit Teleskopkronen, Stegen auf Wurzelstiftkappen oder Kugelköpfchen an der meist nur noch geringen Restbezahnung befestigt wird.

Eingegliedert sieht eine Hybridprothese einer Vollprothese ähnlich und hat auch die gleiche Ausdehnung, bietet aber durch den „Unterbau“ einen wesentlich höheren Tragekomfort und schont das Prothesenlager. Die Deckprothese die auch als Cover-Denture-Prothese oder Hybridprothese genannt wird, ist eine Sonderform vom kombinierten Zahnersatz und wird bei nur noch geringen Restbezahnung auf der Stegverbindung auf Wurzelstiftkappen oder auf Teleskopkronen verankert wie auch auf Kugelköpfchen befestigt. Bei festsitzenden Zahnbrücken die auf einem Implantat und auf einem Zahn abgestützt ist, wird von einer Hybridbrücke, Kombinationsbrücke oder einer Verbundbrücke gesprochen. Die kombinierte Verwendung von Zähnen und Implantaten als Teleskoppfeiler werden wie die Kombination aus Kugelkopfankern bzw. Locatoren auf Implantaten und Teleskopen auf Zähnen als Hybrid bezeichnet.

Denture

Bei der Deckprothese kommt nebst der eingeschränkten Belastungsfähigkeit vom Restzahngebiss die Resilienz vom Prothesenlager zum Tragen.


Prothese mit Geschiebe

Die Geschiebeprothese wird über ein Geschiebe an den Restzähnen verankert bzw. dem Präzisionsteil das nach dem Prinzip der Haftreibung funktioniert.

Die Geschiebeprothese zählt zum kombinierten, nicht festsitzenden Zahnersatz und besteht aus einem feinmechanischen Geschiebe mit einem spezifischen Verschlusssystem, wo eine Matrize in die Krone der Pfeilerzähne eingearbeitet wird. Das notwendige Beschleifen von gesunden Zähnen zu Pfeilerzähnen kann bei der Geschiebeprothese ein Nachteil sein, denn dies birgt das Risiko der Schädigung von gesunder Zahnsubstanz auf beiden Seiten der Zahnlücke. Gegenüber einem festsitzenden Zahnersatz ist eine Geschiebeprothese leicht und einfach zu reinigen, in der Herstellung aber aufwendig. Es gibt verschiedenartige Geschiebe wobei vielfach Präzisionsgeschiebe mit austauschbaren Kunststoffhülsen verwendet werden. Diese Geschiebeprothesen haben den Vorteil, dass sie erneuert werden können, wenn der Halt der Prothese nach einer gewissen Zeit nachlässt. Moderne Präzisionsgeschiebe ersetzen die Klammern als Halteelemente und sind von aussen nicht wie bei der günstigen Zahnsanierung mit Klammerprothesen sichtbar. Die Verwendung für eine Prothese mit Geschiebe setzt jedoch eine Überkronung der Zähne voraus, an denen das Geschiebe befestigt wird. Semipräzisionsgeschiebe sind in der Zahntechnik individuell hergestellte Geschiebe wie das Teilhülsengeschiebe, das durch die Paralleltechnik gefräst wird, so dass der Primärteil nur teilweise vom Sekundärteil umfasst wird. An Geschiebeprothesen ist erkennbar, dass der Zahntechnikerberuf ein hoch spezialisiertes und hoch qualifiziertes Handwerk ausübt.

Geschiebeprothese

Die Geschiebeprothese ist eine herausnehmbare Teilprothese die am vorhandenen Restzahngebiss abgestützt und verankert wird.

In früheren Zeiten waren die Geschiebeprothesen als herausnehmbarer Zahnersatz das Nonplusultra wie die Teleskopprothesen (Teleskopbrücken) auf Teleskopkronen, doch wurden diese durch die Zahnimplantate als Zahnwurzelersatz mit den unterschiedlichen Zahnersatz-Aufbauten etwas verdrängt. Als individuell gefertigtes Geschiebe wird das Rillen-Schulter-Stift-Geschiebe bezeichnet, bei dem eine Zahnkrone paralellwandig auf der Innenseite gefräst wird. Das Geschiebe einer Geschiebeprothese funktioniert mit zwei Geschiebeteilen im Unterkiefer wie auch im Oberkiefer, ähnlich wie die Teleskopprothese mit Doppelkronen funktioniert, wo die Patrize mit der Krone fest verbunden ist und sich die Matrize in der herausnehmbaren Prothese befindet. Ein Geschiebe mit Geschiebeprothese funktioniert als nicht festsitzenden Zahnersatz nach dem Prinzip der Haftreibung und wird an den noch vorhandenen Restzähnen oder an Implantaten verankert. Die Hybridprothese ist als kombinierten Zahnersatz eine Sonderform wie die Kombinationsbrücke bzw. Hybridbrücke, wo an der meist nur noch geringen Restbezahnung Teleskopkronen, Stege auf Wurzelstiftkappen oder Kugelköpfchen bei der Kombinationsprothetik befestigt werden. Der Positivteil einer herausnehmbaren Zahnprothese wird in der Geschiebetechnik vom Dentalgeschiebe als Patritze bezeichnet, die in eine Matritze als Schnappmechanismus hineinpasst. Als herausnehmbare Zahnprothesen gibt es Stegprothesen, Teleskopprothesen, Geschiebeprothesen und Druckknopfprothesen mit Druckknopfanker. Als Knopfanker wird das Verbindungselement bezeichnet, das aus zwei Teilen besteht, so aus dem Knopf am festsitzenden Zahnersatz und einer Hülse die am herausnehmbaren Zahnersatz eingearbeitet ist.


Prothesenhalt verbessern

Der Prothesenhalt (Gebiss) kann im zahnlosen Kiefer mit Implantaten verbessert werden.

Für eine Zahnprothese die nicht gut hält, kann es immer verschiedene Ursachen bei jeder Zahnersatz-Art geben, doch man muss wissen, um welche "Arten an Teilprothesen" (im teilbezahnten Kiefer) oder Vollprothesen (im zahnlosen Kiefer) es sich handelt. Wichtig ist auch zu wissen, ob es eine Prothese im Oberkiefer oder eine Unterkieferprothese ist, wo es meist ein guter Prothesenhalt ohne Implantate nicht gegeben ist. Bei Prothesen-Problemen handelt es sich meist um herausnehmbare Zahnprothesen die auf der Mundschleimhaut getragen werden und im Volksmund als Kieferprothesen, Schleimhautprothesen oder Gebissprothesen bezeichnet werden. Beim Tragen der Modellgussprothese bzw. Einstück-Gussprothese, das eine einfache Teilprothese als Zahnersatz mit Halteelementen und Stützelementen ist, gibt es weniger Probleme als bei der schleimhautgetragenen Prothese bzw. Totalprothese, wo zwischen der Schleimhaut und der Prothesenbasis ein Saugeffekt durch einen dünnen Speichelfilm erzeugt werden muss. Bei Mundtrockenheit durch ungenügendem Speichelfluss aus den Speicheldrüsen ist der Prothesenhalt im Unterkiefer bei schmalem Kieferkamm immer schlecht.

Prothesenhalt verbessern Gebiss-Prothese  Halt

Mit dem Älterwerden bilden sich die Kieferknochen zurück, so dass sich der Prothesenhalt auf einem flachen Kieferkamm verschlechtert. Mit der Unterfütterung der Zahnprothese kann vielfach wieder ein besserer Prothesenhalt erreicht werden, doch bei ungünstigen Bissverhältnissen verschlechtert sich mit den Jahren der Halt der Prothese zusehends, womit nur eine Verankerung der Prothese für Abhilfe schaffen kann, auch wenn es nur günstige Mini-Implantate oder Kurzimplantate sind, die das Wackeln der Totalprothese verhindern kann. Wer Probleme mit der Vollprothese hat, ist meist gut bedient mit Verbindungselementen (Locatoren) zur Fixierung von herausnehmbarem Zahnersatz auf Implantaten, auch wenn diese keine Implantatkrone, Implantatprothese oder Implantatbrücke als Implantatgetragene Brücke tragen kann. Für ungünstige Kieferkamm-Verhältnisse gibt es verschiedene Implantatsysteme und Implantattypen, wo der Prothesenhalt durch Mini-Dental-Implantate wie auch durch die "Gebiss-Unterfütterung" (dritte Zähne) nachhaltig verbessert werden kann, wo es unterschiedliche Unterfütterungs-Verfahren gibt. Eine Prothesenunterfütterung ist bei einer Totalprothese meist im Unterkiefer notwendig, da der Prothesenhalt durch die Gaumenplatte im Oberkiefer besser ist.

Zwei eingepflanzte Implantate für besseren Prothesenhalt

Zwei eingepflanzte Implantate verbessern den Prothesenhalt, den die künstlich gestützte Gebissprothese ist eine Art Overdenture.

Als Overdenture oder Deckprothese bezeichnet man den auf der Schleimhaut oder auch auf Pfeilern wie Zähne und oder auch Implantate abgestützten herausnehmbaren Zahnersatz bzw. Prothese die den Kieferkamm über diesen Pfeilern vollständig abdeckt. Die Deckprothese bzw. Overdenture ist in einem nur noch gering bezahnten Kiefer eine herausnehmbare Teilprothese, das eine spezielle Prothesenart ist. Als Pfeiler sind bei Teilprothesen Zähne mit gesunden Zahnwurzeln oder Teleskopkronen möglich, bei Totalprothesen jedoch meist nur noch Kugelkopfanker, Druckknopf für Druckknopfprothese, Stegverbindungen für die Stegprothese, Geschiebe für Geschiebeprothese oder Locatoren, sofern keine Zahnimplantate erwünscht sind. Als Locatoren werden in der Zahnmedizin Verankerungssysteme für Vollprothesen auf zwei oder mehreren Zahnimplantaten bezeichnet, so dass man auch von einer Locator-Prothese spricht, wenn konfektionierte Verbindungselemente zur Fixierung von herausnehmbarem Zahnersatz vorhanden sind. Die Gebissprothese kann auf allen verschiedenen Implantaten aufgebracht werden, denn durch die Implantologie erreicht man einen besseren Prothesenhalt, womit man meist einem weiteren Knochenschwund (Osteoporose) durch die natürliche funktionelle Belastung vom Kiefer entgegenwirken kann.

Prothesenhalt verbessern Implantate Prothese

Die zahnärztliche Prothetik kennt verschiedene Möglichkeiten zur parodontal-gingivalen Abstützung und Verankerung der Prothesen für einen besseren Prothesenhalt, sodass auch Probleme mit Druckstellen durch Prothesen der Vergangenheit angehören, sofern eine gute Prothesenpflege erfolgt. Zahnprothesen-Defekte wie Sprünge und Prothesenbrüche sollten durch den Zahntechniker oder Zahnprothetiker sofort repariert werden, so wenn die Zahnprothese auf den Boden gefallen ist oder Schäden durch Zähneknirschen oder Zähnepressen etc. entstanden sind.

Prothesenhalt auf Implantat

Der Halt der Prothese kann im zahnlosen Unterkiefer mit min. 2, oder besser mit 4 Implantaten verbessert werden.

Im Oberkiefer braucht es aufgrund der weicheren Knochenstruktur vielfach min. 4 Implantate die meist über Stegverbindung bzw. Prothesenverankerung miteinander verbunden sind.

Prothesenhalt verbessern Stegverbindung

Eine Sofortbelastung der Implantate durch die Implantation ist aufgrund der hohen Primärstabilität meist möglich und verbessert so den Prothesenhalt.

Bei einem nicht herausnehmbaren Zahnersatz können 6-8 Implantate für die Prothese eingesetzt werden, was die beste Implantatlösung für den Prothesenhalt ist.


Freiendprothese

Die Freiendprothese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz bei der Freiendlücke, wo eine Freiendsituation vorliegt. 

Freiendprothese herausnehmbar, Freiendlücke 

Bei einer Freiendprothese liegt das nicht abgestützte Freiendteil wie bei einer Vollprothese auf der Mundschleimhaut auf, so dass die Übertragung vom Kaudruck zum Teil auf die Schleimhaut des Prothesenlagers und zum Teil auf dem Restgebiss erfolgt.

Freiendprothese für Freiend-Zahnlücke

Die Schaltprothese ist im Gegensatz zur Freiendprothese eine normale herausnehmbare Zahnprothese als Brücke die Abgestützt ist.

Die Schaltprothese sitzt auf beiden Seiten der Zahnlücke auf den Pfeilerzähnen auf und ist eine Teilprothese (partielle Prothese) damit für fehlenden Zähne auf beiden Seiten der Zahnlücke eine Verankerung besteht, dies im Gegensatz zur Freiendprothese, wo nur auf einer Seite Zähne vorhanden sind. Freiendprothesen bezeichnet Konstruktionsformen von Zahnersatz für die Freiendlücke, wo eine Freiendsituation vorliegt bzw. bei denen Zähne an verkürzten Zahnreihen ersetzt werden. Bei einer Freiendprothese liegt das nicht abgestützte Freiendteil auf der Kiefer-Schleimhaut auf und der andere Teil auf dem Pfeilerzahn. Die Freiendlücke ist ein Kieferabschnitt ohne Zähne, der zur Mitte hin durch einen Zahn begrenzt ist. Somit liegt die Übertragung vom Kaudruck zum Teil auf der Schleimhaut als Prothesenlager auf und der andere Teil auf dem Restgebiss. Unterschieden werden können einseitige und beidseitige oder bogenförmige Freiendprothesen, was bedeutet, dass ein totaler Zahnersatz notwendig wird wenn einseitig einige endständige Molaren oder nur kleine Frontzahngruppen vorhanden sind. Bei Freiendprothesen entsteht zwingend eine gemischte Lagerung auf Restgebiss und Schleimhaut, wenn sie mit Auflageklammern, Gelenken oder federnden Verbindungsteilen abgestützt sind. Statisch sind Freiendprothesen eine Gelenkkupplung, denn die Freiendsättel werden in die Schleimhaut gepresst, während die okklusale Auflage auf dem Zahn sich nicht verlagert und zum Drehpunkt der Zahnprothese wird.

Freiendprothese

Die Freiendprothese ist ein Zahnersatz für die Freiendsituation als Teilprothese, bei welcher der Sattel mit den ersetzten Zähnen nach hinten durch keinen Zahn mehr gehalten bzw. abgestützt wird.

Bei der Freiendprothese besteht die Gefahr einer Hebelwirkung, durch die das Restgebiss, an welchem die Prothese befestigt ist, geschädigt werden kann. Schlecht sitzende Prothesen können als Zahnersatz die Haut im Mund reizen und unter Umständen Geschwülste wachsen lassen. Zur Vorbeugung von Schädigungen der Hebelwirkung kann bei einer Freiendprothese eine Resilienz-Verankerung angebracht werden, die bei Belastungen einsinkt und damit den Druck auf die Schleimhaut und die Restbezahnung abmildern kann. Das Resilienzgeschiebe kommt bei Freiendprothesen als spezielles Verankerungselement bzw. Geschiebe bei Kombinationszahnersatz zum Einsatz, das die Resilienz der Schleimhaut in vertikaler Richtung kompensiert. Die Freiendprothese wie auch die Schaltprothese kann auf einer oder auf beiden Seiten Sättel haben, denn eine Kombination beider Prothesen ist möglich, wenn die verkürzten Zahnreihen von Schaltlücken unterbrochen sind.

Freiendprothese, eine Teilprothese

Eine Freiendprothese ist eine Teilprothese, die bei verkürzten Zahnreihen zum Einsatz kommt wie die Freiendbrücke.

Im Gegensatz zur Schaltprothese hat der Sattel der Freiendprothese mit den ersetzten Zähnen nicht auf beiden Seiten eine Verankerung oder Abstützung. Da der nach hinten nicht abgestützte Freiendsattel nur der nachgiebigen Schleimhaut aufliegt, ist die Freiendprothese Biologisch und statisch ungünstig, denn dadurch kann das Restgebiss, an welchem die Prothese befestigt ist, geschädigt werden. Auch der Gegenbiss wird nicht so gut abgestützt, wie bei festsitzendem Zahnersatz, kombiniertem Zahnersatz oder Zahnimplantaten. Die Freiendprothese ist für einen Kieferabschnitt ohne Backenzähne, wo zur Kiefermitte hin noch mindestens einen Zahn oder besser zwei Zähne nebeneinander liegen. Die vorhandenen Zähne werden für die Alternative Freiendprothese durch mit Teleskopkronen bzw. Teleskopkeramikkronen oder Metallkeramikkronen überkront (Zahnkrone überkronen) was im Alltag nicht stört. Die ersetzten Zähne werden an den Kronen durch Verwendung von Geschieben oder Verriegelungen befestigt und bieten dann einen guten Halt, denn es ist eine Art der Resilienz-Verankerung, Teleskopkronenverbund bzw. Doppelkronen mit eingearbeitetem Resilienzspielraum (Spiel), das der natürlichen Resilienz der bedeckten Kieferschleimhaut entspricht. Auf die sonst zwingend notwendige Abdeckung im Oberkiefer vom Gaumen kann verzichtet werden und im bogenförmigen Unterkiefer entfällt der als störend empfundene Unterzugbügel. Es gibt Freiendbrücken die Extensionsbrücken genannt werden, doch die Pfeilerzähne bei Freiendbrücken sind besonders kritisch auf ihre Eignung zu hinterfragen, denn Extension bedeutet Ausdehnung über den Zahn hinaus.

Zahnkrone

Klinische Zahnkrone beim Mensch

Die natürlichen Zahnkronen sind die oberen Anteile der Zähne, die aus dem Zahnfleisch herausragen und werden als klinische Zahnkronen bezeichnet.

Der sichtbare Teil von einem Zahn der das Zahnfleisch überragt wird als klinische Krone bezeichnet und ist der Zahnanteil, der in die Mundhöhle ragt, auch wenn es eine künstliche Krone ist. Die klinische Krone kann bei einer Restauration durch Anfertigung einer längeren zahnmedizinischen Krone verlängert werden bzw. die Klinische Krone kann kürzer oder länger als die anatomische Krone sein. Die zahnmedizinische Krone als "Kappe" in Form von einer natürlichen Zahnkrone wird über den Zahn gestülpt und bedeckt den Zahn. Die künstliche Krone wird eingesetzt um das Aussehen vom sichtbaren Zahn zu verbessern und hüllt die natürliche Zahnkrone durch die "Überkronung" ein, womit die Zahnästhetik verbessert werden kann. Die natürliche Zahnkrone ist auf dem Zahnhals festsitzend wie die Kronenform als Zahnersatz, der einen Kronendefekt vom Zahn wiederherstellt. Eine Überkronung vom Zahn kann bei einer stark zerstörten Zahnkrone notwendig sein, um über dem Zahnfleischsaum (Zahnfleischverlauf) die Zahnform, Zahngrösse, Zahnfarbe und die Wandstärke wieder herzustellen.

 Natürliche Zahnkronen Anatomische Krone

Die natürliche Zahnkrone ist der in die Mundhöhle ragende Teil eines Zahnes.

Anatomische Krone beim Mensch

Die Anatomische Krone ist der in die Mundhöhle ragende Teil vom Zahn, der mit Zahnschmelz bedeckt ist.

Der in einem normalen Zahngebiss mit einem Zahnschmelzmantel bedeckte sichtbare Teil von einem natürlichen Zahne wird als anatomische Krone bezeichnet und als klinische Krone wird der Anteil vom Zahn bezeichnet, welcher in die Mundhöhle ragt. Als prothetische Krone wird in der zahnärztlichen Restauration der künstliche Zahnersatz der anatomischen oder auch klinischen Kronen bezeichnet, wenn zerstörte Anteile vom Zahn bei der Zahnsanierung rekonstruiert werden. Eine Zahnkronen-Restauration erfolgt wegen dem Zahnerhalt bzw. der Gesundheit der Zähne, meist jedoch auch wegen der Zahnästhetik resp. Gesichtsästhetik. Beim Zahnarzt gibt es als Therapie eine Vielzahl von unterschiedlichen Arten von Kronen, wo unterschieden wird zwischen der Art der Präparation (Aussehen) und nach den eingesetzten Materialien sowie der Fertigungstechnik. Zur künstlichen Zahnkrone als festsitzende Zahnersatz-Prothetik gehören alle Kronen-Arten, sei es die Galvanokrone, Vollgusskrone, Keramikkrone, Porzellankrone, Vollkeramikkrone, Verbund-Metall-Keramik-Krone, Jacketkrone, Verblendkrone oder auch die Stiftkrone die meist im Volksmund als Stiftzahn bezeichnet wird.

Die Anatomie ist die beschreibende Lehre vom Aufbau bzw. der Gestalt der mit Zahnschmelz bedeckten Zahnkrone.

Krone, Zahn, Zahnkrone, Zahnschmelz, Substanz

Zahnschmelz auf der Zahnkrone ist die härteste vorkommende Substanz im menschlichen Körper.

Definition Krone

Die Bezeichnung Krone ist ein Begriff die seine Abstammung von der Kontur der Zacken und Höckern hat, ähnlich einer königlichen Krone.

Der Ausdruck Krone ist als Definition eine gedankliche Einheit, wo in einem gesunden Gebiss nur die Krone von einem Zahn sichtbar ist. Als Zahnkrone wird meistens eine natürliche Krone bezeichnet, wo der Anteil vom Zahn mit Zahnschmelz überzogen ist und als Krone ist in der Zahnmedizin meist eine künstliche Krone oder ein künstlicher Zahn als Zahnersatz in der Gebissprothetik gemeint. Der unterste Teil vom Zahn ist die Zahnwurzel, die im Kieferknochen verankert ist und die Zahnkrone trägt, doch es kann auch ein Implantat als Zahnwurzelersatz bzw. körperfremder Ersatzteil sein, der die Implantatgetragene Krone (Implantatkrone) trägt. Der Zahnhals bildet die Grenze zwischen Zahnwurzel und Zahnkrone, wie es beim Zahnimplantat als künstlichen Körper der Implantathals ist. Grundsätzlich ist die Zahnkrone der von Zahnschmelz bedeckte Teil der Zähne und ist beim permanenten Gebiss bei jugendlichen kleiner, wird aber mit zunehmendem Alter durch Abbau des Zahnbettes grösser. Indem der Knochen zurückgeht bzw. sich zurückbildet, verlängert sich der Teil des Zahnes, der aus dem Kieferknochen ragt, wodurch die Zahnkrone als relativ länger erscheint.

Die Krone als Zahnersatz ist eine künstliche Zahnkrone

Eine Zahnkrone kann überkront werden, wenn Zahnnerven bzw. Zahnnervengewebe behandelt sind und das darunterliegende Zahnbett (Zahnhalteapparat) als Fundament gesund ist.

Die künstlich hergestellte Krone ersetzt die organische Schmelzschicht der natürlichen Krone vom Zahn. Eine Krone ist eine Ummantelung vom Zahn die man sich bildlich als eine Art Kappe vorstellen kann, die über den Zahn gesetzt wird. Die Krone unterscheidet sich in Ihrer äusseren Form nicht von einer natürlichen Zahnkrone und übernimmt eine natürliche Form des biologischen Systems. Vor dem Einsetzten der künstlichen Zahnkrone müssen vorhandene krankhafte Veränderungen im Zahnwurzelbereich und im Kieferknochenbereich behandelt werden. Vor dem Überkronen der Zähne müssen Defekte durch Zahnkaries oder alte grossflächige Zahnfüllungen sowie Zahnwurzeln (Wurzelbehandlung) behandelt sein. Wenn ein beschädigter Zahn nicht mehr funktionell mit Zahnfüllung, Inlay oder Veneer wiederhergestellt werden kann, wird eine künstliche Krone benötigt. Eine Aufteilung bei der Vielfalt an Kronenarten ist meist schwierig.

Die unterschiedlichen Kronenarten weisen verschiedene Vorteile und Nachteile auf.

Vollkeramik-Krone ohne Metallkern, ästhetische Vorteile
Verbund-Metall-Keramik-Krone (VMK), belastbare Vorteile
Jacketkrone, Stiftkrone (Stiftzahn) ist eine Verankerung im Wurzelkanal
Goldkrone (Galvanokrone) hat ästhetische Nachteile am Kronenrand

Künstliche Kronen

Die künstliche Krone deckt den gesamten sichtbaren Teil vom Zahn ab und findet häufig bei Zahnbeschädigungen oder bei kosmetischer Korrektur unschöner Zahnformen ihre Anwendung wie auch bei ZahnverfärbungenKronenarten können nach dem Aussehen wie Metallisch oder Zahnfarben, nach der Grösse oder nach der Verankerung am oder im Zahn sowie nach den verwendeten Materialien und nach der Präparation unterschieden werden.

Die Verfahrenstechniken sind unterschiedlich im Aufwand und demzufolge auch die Kosten.

Vollgusskrone gilt als Standardkrone im nicht sichtbaren Bereich.
Verblendkrone kann ganz oder teilweise mit einer zahnfarbenen Schicht überzogen werden.
Teilkronen bedecken nur einen Teil vom Zahn.
Teleskopkrone gilt als ein Verbindungselement.
Stiftkrone (Stiftzahn) ist wie die Krone im Zahn verankert und ist keine eigene Kronenart.
Vollkeramikkrone als Mantelkrone umgibt die Krone mantelförmig und ist meist aus keramischen Massen gearbeitet (Jacketkrone).


Anatomische Kronen

Ein gesunder Zahn besteht aus einer anatomischen Zahnkrone und aus einer oder mehreren Zahnwurzeln.

Als anatomische Krone wird die auf dem natürlichen Zahn befindliche Krone bezeichnet, die in einem gesunden Gebiss mit Zahnschmelz bedeckt ist und Sichtbar in der Mundhöhle zu sehen ist. Als Anatomie wird die Lehre und Wissenschaft bezeichnet, die sich mit dem Aufbau und Zustand vom Körper mit seinen Geweben und Organe befasst. Beim menschlichen Körper dient die Anatomie auch zur Beschreibung der Position und dem Verlauf einzelner Strukturen als Lagebezeichnung und Richtungsbezeichnung. Damit sich der Zahnarzt der Mundhöhle genau orientieren kann, gibt es verschiedene Lagebezeichnungen, Richtungsbezeichnungen und Flächenbezeichnungen bei den Zähnen, die in einem Zahnschema eingezeichnet werden. Nach der Zerstörung der natürlichen Zahnkrone kann bei der Zahnrestauration bzw. Zahnkronen-Restauration (Zahnreparatur) bei einem beschliffenen Zahnstumpf eine künstliche Krone auf einem Schneidezahn, Eckzahn, Molar oder Prämolar als Zahnersatz aufgesetzt werden, um deren Zahnfunktion aufrecht zu erhalten.

Anatomische Zahnkrone Schmelz bedeckter Teil 

Die Zahnkrone wird in der Zahnmedizin meist nur als Krone bezeichnet.

Krone in der Zahnmedizin

Als Krone ist in der Zahnmedizin eine natürliche Zahnkrone gemeint, die aus dem Zahnfleisch in die Mundhöhle ragt.

Der von Zahnschmelz bedeckte Anteil vom Zahn wird als anatomische Krone bezeichnet. Die Zahnkrone wird aus anatomischer Sicht den vom Schmelz bedeckten Teil vom Zahn bezeichnet, aus klinischer Sicht den im Mund sichtbaren Teil. Beim Übergangsbereich von der Zahnkrone zur Zahnwurzel bedeckt ein mineralisiertes Bindegewebe, der Zahnzement die Oberfläche der Zahnwurzel. Der Zahnzement enthält keine Nerven und Gefässe und gehört anatomisch nicht direkt zum Zahn sondern zum Zahnhalteapparat. Als anatomischer Apex wird die Wurzelspitze der Zahnwurzel von einem Zahn in der Zahnreihe bezeichnet.

Anatomischer Zahnäquator

Der grösste Umfang von einem Zahn wird im Bereich der Zahnkrone als anatomischer Zahnäquator bezeichnet, der sich nach der Zahnform richtet.

Der anatomische Zahnäquator auf der Zahnkrone weisst die stärkste Vorwölbung der Seitenflächen vom Zahn auf, wo der grösste Umfang vom Zahn als gedachte Linie markiert wird. Bei den Molaren im Unterkiefer befindet sich der anatomische Zahnäquator ca. 2 mm oberhalb vom Zahnfleischsaum und bei den Molaren im Oberkiefer ca. 2 mm unterhalb vom Zahnfleischrand bzw. Zahnfleischverlauf. Approximal berührt der anatomische Zahnäquator als Kontaktpunkt die Nachbarzähne nur punktartig. Der anatomische Zahnäquator wird bezogen auf die Zahnlängsachse als der grösste Umfang einer Zahnkrone, den man unterscheidet vom prothetischen Zahnäquator, dass der grösste Umfang einer Zahnkrone bei Einschubrichtung einer Teilprothese ist. Bei der Bestimmung vom prothetischen Zahnäquator werden die Zähne vermessen mit einem Parallelometer, damit der Zahnäquator angezeichnet werden kann, denn eine Prothese kann den nötigen Halt nur im Infrabereich der Zähne finden. Unterhalb vom Zahnäquator wird der Bereich als Infrawölbung und oberhalb vom Zahnäquator als Suprawölbung bezeichnet. Der prothetische Zahnäquator kann bei der Kippung vom Zahn vom anatomischen Zahnäquator stark abweichen, was beim Bestimmen einer gemeinsamen Einschubrichtung für die Halteelemente bei der Zahnersatz-Prothetik einer Teilprothese sehr wichtig sein kann.

Krone vom Zahn

Als Krone wird der Anteil des Zahnes bezeichnet, der aus dem Zahnfleisch herausragt und mit Zahnschmelz bedeckt ist.

Unter Zahnkrone wird aber auch die künstliche Krone verstanden, die bei einer Zerstörung des natürlichen Zahns notwendig wird. Eine künstliche Zahnkrone wird notwendig, wenn ein Zahn durch Karies, Abrasion oder anderen Gründen stark beschädigt ist, sodass ein Aufbau mit Füllung oder Veneer nicht mehr möglich ist. Die Zahnkrone kann aus einer hochwertigen Goldlegierung, einer goldreduzierten Legierung, Titan oder einer Nichtedelmetalllegierung (NEM) gefertigt werden. Mit einer künstlichen Überkronung kann Form und Funktion des betroffenen Zahns langfristig wieder hergestellt und vor Karies geschützt werden. Bei Verlust von einem Zahn bzw. Zahnverlust kann der Zahnarzt benachbarte Zähne überkronen, als Verankerung für einen Zahnersatz. Auch Zahnimplantate brauchen zum Aufbau eine künstliche Zahnkrone.

Zahnkrone

Die Zahnkrone verdankt den Namen den Höckern am Zahnrand, denn diese haben eine Ähnlichkeit mit den Zacken einer Königskrone.

Unter Krone versteht man aber vielfach die Überkronung zum Schutz von einem beschädigten Zahn. Die Krone kann aus reinem Metall, aus Metall mit Keramiküberzug oder Kunststoffüberzug bzw. auch aus reiner Keramik gefertigt werden. Die "Über-Krone" bzw. "Überkronung" ist eine bewährte Methode mit sehr langer Haltbarkeit. Der beschädigte Restzahn muss rundherum abgeschliffen werden, sodass die Krone mit Zement auf den Zahnstumpf befestigt oder mit Klebstoff geklebt werden kann. Die Krone dient auch als Befestigung bei einer Zahnbrücke. Zahnkronen aus Kunststoff, Keramik oder Verblendmaterial sind besonders ästhetisch, da sie so gut an das übrige Gebiss angepasst werden können, dass kaum ein Unterschied zwischen künstlichen Kronen und natürlichen Zahnkronen besteht.

Künstliche Backenzähne nennt man "Anatomische Backenzähne", die eine anatomisch geformte Kaufläche mit deutlich ausgeprägten Höckern haben.

Das menschliche Gebiss setzt sich aus unterschiedlichen Zahnarten bzw. Zahntypen zusammen, deren jeweilige anatomische Eigenarten besonders bezüglich Zahnform, Wurzellänge und Anzahl Zahnwurzeln verschieden sind.

Schneidezähne

Die Schneidezähne haben eine meisselförmige Zahnkrone und haben meist nur eine Zahnwurzel.

Eckzähne

Die Eckzähne haben eine dreikantige Schneidekrone und lange Zahnwurzeln.

Prämolaren

Prämolaren sind vordere Mahlzähne mit zweihöckriger Zahnkrone, die meist eine Zahnwurzel besitzen.

Molaren

Als Molaren werden die grossen Backenzähne mit vierhöckriger bis fünfhöckriger Zahnkrone bezeichnet.

Die Molaren vom Unterkiefer haben meist zwei Zahnwurzeln und die Molaren im Oberkiefer besitzen meist drei Zahnwurzeln, die ca. doppelt so lang sind wie die Zahnkrone.


Natürliche Zahnkronen

Jeder natürliche Zahn besteht aus der Zahnkrone, dem Zahnhals und der Zahnwurzel, die meist doppelt so lang ist wie die Zahnkrone.

Der obere Anteil vom Zahn, der aus dem Zahnfleisch herausragt, wird von der Zahnwurzel getragen und als natürliche Zahnkrone bezeichnet. Der Zahnhals stellt den vom Zahnfleisch umgebenen Zahnteil zwischen Zahnwurzel und Zahnkrone dar, wo der Zahnschmelzmantel dünner ist als bei der Krone als Schutz Zahn. Der Sichtbare obere Zahnanteil ragt als natürliche Zahnkrone aus dem Zahnfleisch heraus und ist gleichzeitig die härteste im menschlichen Körper vorkommende Substanz. Die natürliche Zahnkrone ist auf dem Zahnhals festsitzend, wie auch die Krone als Zahnersatz bzw. Zahnkronenersatz, der bei einem Zahnkronendefekt eingesetzt wird. Für die Entscheidung, ob eine Krone auf die natürliche Zahnkrone oder eine Zahnbrücke wie auch eine Teilprothese als Zahnersatz eingesetzt werden kann, ist vom Zustand der Zahnwurzel abhängig.

Natürliche Zahnkrone Klinische Krone vom Zahn 

Die Bezeichnung „Krone“ rührt daher, dass sie mit den rundherum befindlichen Zacken, den Höckern, der Kontur einer königlichen Gold-Krone ähnelt.

Natürliche Zahnkronen beim Mensch

Der sichtbare Teil vom Zahn oberhalb der Zahnwurzel wird als natürliche Zahnkrone oder "klinische Krone" bezeichnet.

Die natürliche Zahnkrone befindet sich oberhalb der Zahnwurzel und wird in der Zahnmedizin meist nur als Krone bezeichnet. Die künstliche Krone vom Zahn, die bei einer Zerstörung vom natürlichen Zahn notwendig wird, bezeichnet man meist als Krone oder auch als Zahnkrone wie die Kronen einer Zahnbrücke bzw. der Brückenglieder für fehlende Zähne oder Zahnzwischenglieder einer Zahnprothese als Zahnersatz. Auch eine künstliche Zahnkrone aus einer Edelmetalllegierung oder Keramik wird als "Krone" bezeichnet und kann notwendig werden, wenn ein Zahn durch Karies, Abrasion oder aus anderen Gründen stark beschädigt ist, wenn eine Zahnfüllung nicht mehr möglich ist. Mit einer "Überkronung“ der natürlichen Zahnkrone kann jede Zahnart, Zahnform und Zahnfunktion vom betroffenen Zahn wieder hergestellt werden. Auch die Teleskopkronen sind Kronen die für Zahnbrücken als Anker auf Pfeilerzähnen oder Zahnimplantaten als Zahnwurzelersatz verwendet werden, denn eine Brücke kann herausnehmbar sein, so dass man von einer abnehmbaren Zahnbrücke spricht. Eine Krone vom Zahn wird dann vom Zahntechniker angefertigt und vom Zahnarzt eingesetzt, wenn das Zahnhartgewebe der natürlichen Zahnkrone zerstört ist.


Künstliche Zahnkronen

Eine künstliche Zahnkrone wird dann eingesetzt, wenn die Kaufläche der natürlichen Zahnkrone vom Zahn nicht mehr funktionsfähig ist.

Im allgemeinen Sprachgebrauch beschreibt die Benennung "Zahnkrone" die Überkronung von Zähnen, wo für jeden Zahn individuell ein festsitzender Zahnersatz angefertigt wird, die als künstliche Zahnkrone genannt wird. Nach einer Wurzelkanalbehandlung werden meist künstliche Kronen als Zahnersatz eingesetzt wie auch wenn zu viel Zahnsubstanz bei einer natürlichen Zahnkrone durch die Zahnerkrankung "Zahnkaries" durch Kariesbakterien verloren gegangen ist. Die künstlichen Kronen bzw. Überkronung der natürlichen Zähne dient dem Zahnerhalt, damit die Funktion der Zähne über einen langen Zeitraum in der Mundhöhle erhalten bleiben.

Künstliche Zahnkronen Kronen als Zahnersatz

Die Kronen werden im Zahntechniker-Labor nach der Vorbehandlung der betroffenen Zähne individuell gefertigt.

Zahnkronenersatz

Unter einer künstlichen Krone versteht man einen laborgefertigten Zahnkronenersatz.

Im Volksmund beschreibt der Begriff "Krone" die Überkronung von Zähnen durch künstliche Zahnkronen, wo für jeden Zahn individuell ein Zahnkronenersatz angefertigt wird. Eine Überkronung der Zähne durch künstliche Kronen kann aus ästhetischen Gründen erfolgen, wie auch wenn Zähne verfärbt, abgesplittert oder abgenutzt sind. Eine künstliche Zahnkrone dient als Kronenzahnersatz der Zahnerhaltung oder dem Zahnersatz wie der Zahnbrücke, Zahnprothese oder dem Zahnimplantat, wo eine Krone aufgebracht wird die vielfach als Implantatkrone genannt wird.

Kronenarten als Zahnersatz

Als Ersatz für die natürliche Zahnkrone gibt es verschiedene Arten von Kronen die zum festsitzenden Zahnersatz gehören.

Die künstliche Krone ist bei der Überkronung der Zähne eine Krone für den vom Zahnarzt präparierten Zahnstumpf, das eine meist bis zum Zahnfleisch umfassende Kappe ist und in Zahnform und Zahnfarbe der natürlichen Zahnkrone gleicht. Die künstliche Krone kann als Hütchen vom natürlichen Zahn betrachtet werden, die den Zahn gegen Kaukräfte schützt und ihm eine mechanische Festigkeit verleiht. So ersetzt die künstlich hergestellte Zahnkrone die organische Schmelzschicht der natürlichen Krone des Zahnes. Für eine künstliche Krone wird die natürliche Zahnkrone präpariert, das heisst, sie wird bis ca. 1 mm unter den Zahnfleischsaum rundherum zylindrisch oder leicht konisch beschliffen. Am Zahnhals wird eine meist hohlkehlförmige Stufe angelegt. Auch bei der Kaufläche beziehungsweise Schneidekante muss so viel abgeschliffen werden, dass genügend Platz zum Gegenbiss ist. Dieser präparierte Zahnstumpf wird mit einer Abformmasse abgeformt. Mithilfe dieser Abformung kann der Zahntechniker dann ein Arbeitsmodell erstellen, nachdem er die Krone fertigen kann. Im Sprachgebrauch wird auch eine künstliche Krone in Edelmetalllegierung oder Keramik als „Krone“ bezeichnet.

Künstliche Krone

Künstliche Kronen können auf Zahnstümpfen, Wurzelstiftaufbauten, aber auch auf Zahnimplantaten eingegliedert werden.

Eine künstliche Krone wird vom Zahnlabor angefertigt und vom Zahnarzt eingesetzt, wenn das Zahnhartgewebe von der natürlichen Zahnkrone vom Zahn weitgehend zerstört ist. Für eine künstliche Krone wird die natürliche Zahnkrone präpariert bzw. sie wird bis ca. 1 mm unter den Zahnfleischsaum zylindrisch oder leicht konisch rundherum beschliffen. Der zu beschleifende Zahn wird lokal mit seinem Zahnfleisch durch eine Spritze betäubt. Sofern noch genügend restliche Zahnhartsubstanz vorhanden ist, kann der Zahnstumpf mit einer Aufbaufüllung komplettiert werden, ansonsten kann ein Stiftaufbau (Stiftkrone) im Wurzelkanal verankert werden. Am Zahnhals wird beim beschleifende Zahn eine meist hohlkehlförmige Stufe angelegt. Bei der Kaufläche resp. Schneidekante muss so viel abgeschliffen werden, dass genügend Platz zum Gegenbiss vorhanden ist. Der präparierte Zahnstumpf wird mit einer Abformmasse wie Silikon oder Hydrokolloid abgeformt. Mit dieser Abformung kann der Zahntechniker dann ein Arbeitsmodell erstellen, auf dem er dann die Krone fertigen kann.

Implantatkrone

Die Implantatkrone ist über das Implantat-Abutment mit dem gesetzten Zahnimplantat verbunden und das Abutment im Implantat verschraubt.

Künstliche Zahnkrone Zahnimplantat Krone

Die Implantatkrone ist eine Zahnkrone die auf einem Implantat befestigt ist als Zahnersatz bzw. auch Zahnkronenersatz. Für Implantatkronen gibt es verschiedene Materialien, so gibt es die unedle Krone als Vollgusskrone aus Metall, oder die Keramikkrone die im Inneren mit einem Metallgerüst verstärkt ist und als Verbund-Metall-Keramik-Krone (VMK) bezeichnet wird. Die Zirkonkrone, ist ein metallfreier Zahnersatz aus Zirkonoxid (ZnO2), der höchsten Ansprüchen gerecht wird.


Kronen als Zahnersatz

Künstliche Kronen als Zahnersatz werden meist nach einer Wurzelbehandlung eingesetzt oder wenn viel Zahnsubstanz bei einer natürlichen Zahnkrone verloren gegangen ist.

Die künstliche Zahnkrone dient dem Zahn dazu, damit die Funktion über einen langen Zeitraum in der Mundhöhle erhalten bleibt. Die künstliche Krone bzw. Überkronung der natürlichen Zähne ist eine zahnerhaltende Massnahme für gesunde Zähne und dient dem Zahnerhalt. Zahnkronen gelten im Zahngebiss als Standardbehandlung beim festsitzenden Zahnersatz, denn Kronen dienen bei beschädigten oder zerstörten Zähnen der Wiederherstellung von Kaufunktionen oder auch Sprechfunktionen. Kronen als Zahnersatz gibt es in verschiedenen Varianten bzw. unterschiedlichen Materialien, so Goldkronen, Metallkeramikkronen (keramik-verblendete VMK-Kronen) oder aus Keramik komplett hergestellte Kronen.

Künstliche Zahnkronen, Kronen, Zahnersatz

Zahnkronen können zur optischen Gebissverbesserung verwendet werden, so bei stark verfärbten oder beschädigten Zähnen die auf andere Arten nicht mehr restauriert werden können.

Zähne überkronen mit Zahnersatz-Kronen

Künstliche Zahnkronen sind beim Zahnarzt eine Standardbehandlung, die im Gebiss der Wiederherstellung von Kaufunktion und Sprechfunktionen dient, wenn beschädigte oder zerstörte Zähne vorhanden sind.

Im allgemeinen Sprachgebrauch beschreibt die "Krone" ein festsitzender Zahnersatz durch Überkronung der Zähne (Zahnrestauration), wo für jeden Zahn individuell ein Zahnkronen-Ersatz angefertigt wird, wo meist von künstlichen Zahnkronen oder Zahnersatzkronen gesprochen wird. Zahnkronen werden aus unterschiedlichen Materialien gefertigt, so gibt es die Metallkrone welche aus Gold, Titan oder Stahl hergestellt werden kann. Ein passgenauer Zahnkronenersatz kann als zahnerhaltende Massnahme gute Dienste für gesunde Zähne leisten und kommt zum Einsatz, wenn viel Zahnsubstanz bei einer Kariesbehandlung verloren gegangen ist. Eine Zahnkrone als Zahnersatz kann notwendig werden bei wurzelbehandelten Zähnen wie auch bei einem Zahndefekt der bis unter das Zahnfleisch reicht oder Zähne instabil oder brüchig werden, was nach einer Wurzelbehandlung immer möglich ist. Kronen als Zahnersatz werden bei starken Schädigungen der Zahnsubstanz oder fehlenden Zähnen verwendet und werden eingeklebt oder zementiert. Wenn die natürliche Zahnkrone nur teilweise zerstört, kommen vielfach Teilkronen zum Einsatz, die nur einen Teil vom Zahn bedecken, ist die natürliche Zahnkrone dagegen vollkommen zerstört, muss der Zahn rundum für eine Vollgusskrone präpariert werden. Die Krone als Zahnersatz kann als Hütchen betrachtet werden, die den Zahn gegen funktionelle Kräfte bei der Kautätigkeit schützt und der Zahnkrone eine mechanische Festigkeit verleiht. Kronen dienen nebst der Überkronung der eigenen Zähne auch den Zahnbrücken, Zahnprothesen und dem Zahnimplantat als Einzelzahnersatz, wo die neuen "Ersatzzähne" vielfach auch als künstliche Zähne bezeichnet werden. Implantate dienen im Kiefer als Zahnwurzelersatz bei fehlenden Zähnen, worauf der eigentliche Zahnersatz aufgeschraubt wird.

Künstliche Zahnkronen, Zahnarzt, Kronen, Zahn

Unabhängig von der Kronenart müssen bei der Zahnrestauration alle zu behandelnden Zähne vor dem Einsetzen vom neuen Zahnersatz präpariert werden, um einen optimalen Untergrund für das Anbringen der Krone zu erhalten.

Zahnkronen aus Keramik, Kunststoff oder Metall

Eine Zahnkrone als Zahnersatz ist meist aus Kunststoff, Keramik oder Metall, doch eine Verkleidung mit Metall hat den Nachteil, dass man auffällige Metalllegierung oder Goldlegierung im Mund sehen kann.

Neben der Langlebigkeit und Zahnästhetik zählt bei den Dentalwerkstoffen vor allem die Bioverträglichkeit, denn nickelhaltige Legierungen sollten als Zahnersatz vermieden werden, da Nickel ein hohes Allergie-Potenzial aufweist. Dentalmaterialien können bei einer Zahnrestauration auch die Gesundheit schädigen, denn Materialunverträglichkeiten und Allergien wie die Metallallergien können zur Überempfindlichkeit gesteigerte Immunreaktion auf körperfremde Substanzen führen und sind zu einer Volkskrankheit geworden, womit sich hauptsächlich die "Ganzheitliche Zahnmedizin" beschäftigt. Allergie als krankmachende Überempfindlichkeit haben in der Zahnmedizin besonders auf Kunststoffe zugenommen, wo man von Kunststoffallergien spricht, denn  Kunststoffe werden für Kronen, Zahnprothesen, Zahnaufbauten, Fissurenversiegelungen und in Füllungsmaterialien für Zahnfüllungen verwendet.

Der Zahnarzt benutzt bei der Zahnbehandlung verschiedene Schleifinstrumente, Kratzinstrumente und Modellierinstrumente, um damit die Zähne in die passende Form gebracht werden können und entsprechend vorbereitet sind, um die Kiefer des Zahnpatienten in Gips abzuformen.

Wachs-Modell Zahnronen als Zahnersatz Kronen

Das Gebissmodell bildet dann die Vorlage für den Zahntechniker, der im Labor die Krone bzw. die Zahnkronen individuell für den Zahnpatienten anfertigt. Bis die Arbeit im Zahnlabor (Dentallabor) gefertigt ist, wird im präparierten Zahnbereich ein Provisorium aufgesetzt. Die fertige Krone wird nach der Fertigung im Mundraum endgültig eingepasst.

Metallfreie Vollkeramikkronen

Zahnkronen aus Vollkeramik sind biokompatibel und daher besonders für Allergiker geeignet.

In früheren Jahren wurden Vollkeramik-Kronen wegen dem Bruchrisiko der Keramik meist nur für Frontzähne eingesetzt, da die Belastung bei Molaren im Seitenzahnbereich gegenüber Schneidezähne und Eckzähne sehr viel höher ist. Bei den älteren Kronen aus Vollkeramik (Jacketkronen) war die Schichtdicke der Keramik grösser, so dass bei den natürlichen Zahnkronen ein starkes abschleifen notwendig war. Das heutige Dentalmatariel (Zirkoniumdioxid) für die neuen metallfreien Keramikkronen hat sich gegenüber den Jacketkronen in Bezug auf Belastungen vom Kaudruck stark verbessert. Dank der Zirkonoxid-Keramik ist ein stärkeres abzuschleifen vom Zahn für eine metallfreie Vollkeramikkrone nicht mehr notwendig. Vollkeramische Zirkonkronen wie auch Zirkon-Zahnbrücken sind gut verträglich und stabil, denn Zirkonoxid ist dauerhaft hoch belastbar und hat eine gute Langzeitstabilität, sodass Zirkonoxid-Keramik auch in der Implantologie für Zahnimplantate als Zahnwurzelersatz mit dem Zahnersatzaufbau eingesetzt werden kann. Keramikgerüste aus Zirkondioxid weisen auch für Zahnbrücken einen grossen mechanischen Festigkeitswert auf und können mit den harten Metallen mithalten, denn sie werden mit computergesteuerten CAD/CAM-Fräsgeräten aus einem Zirkonblock herausgefräst und individuell mit zahnfarbenem Porzellan verblendet. Das Verfahren CAD-CAM dient zur Planung, Modellierung und Herstellung von Keramikfüllungen, Keramikschalen und Keramikkronen, wo auf herkömmliche Abformmassnahmen verzichtet werden kann, da Kronen, Zahnbrücken und auch Inlays digitalisiert werden. Der präparierte (beschliffene) Zahn wird für das Herstellen einer metallfreien Krone mit einer Kamera optisch abgetastet und auf einem Bildschirm dargestellt. Anhand der elektronischen Daten stellt eine Dreiachsen-Fräsmaschine aus einem Keramikblock den Zahnersatz meist in derselben Sitzung her, damit dieser eingegliedert werden kann.


Natürliche Zähne mit weissen Zahnkronen

Natürliche Zähne haben eine weisse Zahnkronen und sind beim Mensch ein Zeichen von Gesundheit, Stärke und Schönheit.

Menschen erhalten im Laufe des Lebens zweimal natürliche Zähne mit weisser Zahnkrone, so die Milchzähne im Milchzahngebiss und die bleibenden Zähne im bleibenden Zahngebiss. Natürliche Zähne im Kiefer haben eine weisse Zahnkrone, wo die Zahnwurzel und der Zahnhals zum Schutz vor Mundbakterien mit gesundem Zahnfleisch überdeckten sind. Milchzähne im Milchgebiss mit den natürlichen Milchzahnkronen sollten möglichst lange intakt bleiben, denn die milchig weissen Zähne dienen als Platzhalter für die bleibenden Zähne im bleibenden Gebiss. Während dem Zahnwechsel als Übergang von den Milchzähnen zu den grösseren bleibenden Zähnen spricht man von einem Wechselgebiss, wenn die Milchzähne nur noch teilweise vorhanden sind und die bleibenden Zähne noch nicht Vollzählig sind.

Die Zahnkrone ist durch eine Schicht aus sehr hartem Zahnschmelz geschützt.

Natürliche Zähne Zahnkrone Zahnnerv Pulpa 

Im Inneren der Zahnkrone und der Zahnwurzel befindet sich die Zahnnerven in der Nervenhöhle.

Zahnpulpa geschützt unter der Zahnkrone

Die Pulpa in der Pulpahöhle ist geschützt und umgeben von Dentin und Zahnschmelz als Zahnbeschichtung.

Die Zähne im Gebiss der Mundhöhle sind beim Mensch durch das Zahnfleisch und die Zahnkrone gut geschützt, sofern keine Zahnerkrankungen und Zahnfleischerkrankungen wie Parodontose, Gingivitis und Parodontitis vorhanden sind. Die Zahnpulpa macht den Zahn zu einem lebenden Organ, das mit dem gesamten Organismus in Verbindung steht. Kranke Zähne können den Menschen krank machen, denn Zahnherde und Zahnstörfelder können über Energiebahnen unterschiedliche Störungen an entfernten Stellen vom Körper auslösen und Krankheiten durch Zähne verursachen. Der Zahn hat im Inneren einen Hohlraum, der mit Weichgewebe ausgefüllt ist, was man Pulpa oder Zahnmark nennt, das aus Bindegewebe, Blutgefässen und Lymphgefässen sowie Nervenfasern besteht, sodass Zähne krank machen können, womit der menschliche Körper gemeint ist.

Zahnkrone, Zahnwurzel, Zahnhals

Die Zahnwurzel trägt über dem Zahnhals die Zahnkrone.

Zähne können sich bewegen, denn die Zahnwurzel ist durch das Einkeilen (Gomphosis) im Zahnfach verankert. Die Zahnwurzel ist im untere Teil vom Zahn im Zahnbett vom Kieferknochen verankert, jedoch nicht fest verwachsen mit dem Kieferknochen. Zähne sind mit Hilfe vom elastischen Faserapparat im Zahnfach (Alveole) aufgehängt und somit ist die Zahnwurzel mit dem Zahnhals, der die natürliche Zahnkrone trägt, leicht beweglich. Das Zahnimplantat als Zahnwurzelersatz (künstlicher Zahn) ist im Unterschied zur natürlichen Zahnwurzel mit dem Kieferknochen fest verbunden und lässt sich nicht bewegen, ansonsten ein Implantatverlust entstehen kann, wo der Zahnarzt von Periimplantitis spricht, ähnlich einer Parodontitis als Parodontalerkrankung beim natürlichen Zahn. Wenn bei krankhaften Veränderungen vom Zahnhalteapparat der Kieferknochen zurückgeht und schwindet, verlängert sich der aus dem Knochen ragende Teil vom Zahn und lässt die Zahnkrone als länger erscheinen. Das Verhältnis der Zahnlänge die im Knochen verankert ist, zur Länge vom Zahn der aus dem Kieferknochen herausragt, nennt man Kronen-Wurzel-Quotienten. Im Normalfall beträgt dieses Längenverhältnis von Zahnkrone zur Zahnwurzel ca. 1:2.


Überkronung

Die Überkronung der Zähne erfolgt je nach Zahnschädigung durch Vollkronen oder Teilkronen.

Wenn die natürliche Zahnkrone stark zerstört ist, kann sie durch eine künstliche Krone bzw. durch eine überkronung ersetzt werden, sofern die Zahnwurzel noch gut im Kieferknochen steckt. Wenn bei stark geschädigten Zähnen eine Zahnfüllung nicht ausreicht, um die Zahnästhetik und die Funktion der Zähne wieder herzustellenm müssen Zähne als zahnerhaltende Massnahme überkront werden. Zu Teilkronen oder Vollkronen aus einer Goldlegierung gibt es als Alternative Teilkronen und Vollkronen aus Vollkeramik, denn Keramik bietet vergleichbare Eigenschaften wie das Gold, das biokompatibel und damit gut verträglich ist. Kronen aus reinem Gold und Keramik werden durch die Galvano-Technik hergestellt und als Galvano-Kronen bezeichnet. Umgangssprachlich werden Vollgusskronen als Vollmetallkronen oder Goldkronen bezeichnet, wenn diese aus einer hochwertigen Goldlegierung bestehen.

Überkronung Zahnkrone überkronen Zähne

Künstliche Zahnkronen werden eingesetzt, wenn die Kaufläche vom natürlichen Zahn bzw. die Krone nicht mehr funktionsfähig ist und der Zahn grosse defekte aufweist, sodass diese durch Zahnfüllungen nicht repariert werden können und darum der Zahn überkront werden muss.

Die natürliche Zahnkrone ragt aus dem Zahnfleisch frei in die Mundhöhle und besteht aus Zahnschmelz.

Die Krone bedeckt dann vollständig den in die Mundhöhle ragenden Teil des Zahnes. Kronen werden hauptsächlich aus Gold oder Keramik gefertigt, wobei Goldkronen im sichtbaren Bereich des Gebisses mit Keramik verblendet werden. Die Keramikkrone besteht aus einer dünnen Goldschicht, worauf das Keramik gegossen wird. Die Teilkrone bedeckt immer die Kaufläche, endet aber oberhalb des Zahnfleischrandes. Diese Kronenart empfiehlt sich nicht bei Patienten, die ein erhöhtes Kariesrisiko haben, da die Gefahr von Sekundärkaries zu gross ist. Die Vollkrone geht bis unter den Zahnfleischrand, diesen legt der Zahnarzt während der Präparation mit Hilfe von einem elektrischen Skalpell und speziellen Fäden frei. Bei Abdruckname kann so das Abdruckmaterial bis unter den Rand fliessen und dem Zahntechniker zeigen, wie weit die Krone gehen muss. Bei der Stufenkrone wird rund um den Zahn eine Stufe präpariert, an der die fertige Krone befestigt wird. Der Vorteil bei dieser Präparationsmethode ist, dass das Zahnfleisch unberührt bleibt. Eine Krone ist auch dann notwendig, wenn der Zahn marktot ist, das heisst, wenn er wurzelbehandelt wurde. Ein toter Zahn wird nach und nach porös und brüchig. Um dies zu verhindern, überkront man den Zahn ca. ein halbes Jahr nach der Wurzelbehandlung. 


Zahnkrone überkronen

Wenn man von "Krone" spricht, ist die „Überkronung“ vom Zahn auf Zahnstümpfen gemeint.

Zahnkrone überkronen Krone Zahn beschleiffen

Beim Zahnkrone überkronen wird der Zahn vom Zahnarzt präpariert bzw. beschliffen und ein Abdruck vom Zahnstumpf genommen.

Zahn überkronen

Künstliche Kronen dienen zur Wiederherstellung von natürlichen Zahnkronen, die durch Verletzungen oder Karies teilweise oder ganz zerstört sind.

Bei der Überkronung vom Zahn wird kein ganzer Zahn, sondern nur Teile der Zahnsubstanz von der Zahnkrone durch andere Materialien ersetzt. Nach dem beschleifen vom Zahn durch den Zahnarzt wird im zahntechnischen Labor ein genau auf den Zahnstumpf passender zahnförmiger Überzug hergestellt, der den beschliffenen natürlichen Zahn komplett umfasst und einschliesst. Dieser Überzug stellt die ursprüngliche Zahnform wieder her und kann in Form und Farbe genau an die Nachbarzähne angepasst werden. Der Zahnarzt überprüft Passgenauigkeit und Ästhetik der Krone und zementiert sie auf den Zahnstumpf. Eine Krone vom Zahn kann aus ästhetischen Gründen notwendig sein, wenn ein oder mehrere Zähne stark verfärbt, abgesplittert oder abgenutzt sind und eine konservierende Behandlung mit Füllungen langfristig nicht mehr sinnvoll ist. Mit den heute zur Verfügung stehenden Vollkeramik-Technologien können hervorragende und dauerhafte ästhetische Resultate an Kronen erzielt werden. Bei kleineren, auf die Aussenfläche vom Zahn begrenzten Defekt werden für die Versorgung Keramikverblendschalen bzw. Veneers bevorzugen, die eine wesentlich zahnschonendere Präparation vom Zahn ermöglicht, da nur die Vorderseite vom Zahn beschliffen werden muss. 


Restauration Zahnkrone

Bei einer Kronenrestauration der natürlichen Zahnkrone gibt es verschiedene Möglichkeiten, so mit einer Teilkrone oder mit einer Vollkrone.

Eine Krone ist bei der Überkronung ein Zahnersatz aus Metall wie Gold oder Nichtedelmetalllegierung, Keramik oder auch Kunststoff, der den Zahn ganz oder teilweise überdeckt und der Zahnerhaltung dient. Bei der Kronen-Restauration mit einer Teilkrone werden nur Teilbereiche der natürlichen Zahnkrone stabilisiert, so das belastbare Zahnsubstanz unversehrt belassen werden können und bei der Vollgusskrone wird der ganze Zahn bzw. die natürliche Krone überkront. Bei der Zahnrestauration mit Teilkronen können die Kaufläche neu gestaltet und Zahnhöcker stabilisiert werden durch die Überkuppelung.

Zahn Krone Restauration Zahnkrone Zahnersatz 

Künstliche Kronen werden bei der Restauration im zahntechnischen Labor vom Zahntechniker individuell gefertigt und so gestaltet, dass sie sich zu den Nachbarzähnen und den Zähnen im Gegenkiefer harmonisch eingliedert.

Zahnrestauration

Die Restauration der Zahnkrone wird meist als Zahnrestauration bezeichnet.

Für die Zahnrestauration gibt es je nach Zahnabnutzung, Zahnerosion, Zahnabrasion oder Zahndefekt infolge Zahnerkrankung "Karies" (Loch im Zahn) verschiedene Möglichkeiten die verfügbar sind. Die hauptsächlichste Zerstörungs-Art der Zahnhartsubstanz ist Zahnkaries, die als Zahnfäule in tiefen Ritzen kaum sichtbar beginnt, so in den "Fissuren" der Kauflächen als Fissurenkaries bzw. Okklusalkaries wie auch an den Kontaktpunkten zweier benachbarter Zähne. Je nach Art vom Zahnproblem wird der Zahnarzt zu einer direkten oder indirekten Zahnrestauration raten. Bei einer direkten Zahn-Restauration wird ein vorbereitetes Loch im Zahn mit einer Plombe als Zahnfüllung aufgefüllt, wie auch wenn eine Zahnplombe herausgefallen ist, die aus verschiedenen Materialien bestehen kann. Im Bereich der Zahnwurzel werden Plomben vielfach aus Glasionomerzement  oder Glas-Ionomer-Zement hergestellt, wo durch Kaubewegungen kein starker Druck ausgeübt wird. Wenn Zähne individuell durch künstliche Kronen, Onlays (Dreiviertelkrone), Overlays oder Inlays als Einlagefüllung ersetzt und gestaltete werden, spricht der Zahnarzt von indirekter Zahnrestauration. Kronen decken im Gegensatz zu Teilkronen die gesamte Kauoberfläche von einem Zahn ab, während Inlays sich innerhalb der Scheitelpunkte vom Zahn befinden und Onlays bedecken einen Teil der Kauoberfläche ab inkl. einen oder mehrere Scheitelpunkte. Kronen, Inlays und Onlays werden im Dentallabor hergestellt und können aus den verschiedensten Materialien bestehen, so das Inlay auch aus Gold.

Restaurative Zahnheilkunde

Zahnärztliche Restauration bedeutet, die Teile der natürlichen Zahnkrone oder die gesamte Zahnkrone zu ersetzten das ein künstlicher Ersatz der natürlichen Zahnkrone ist.

Im Gegensatz zur Einlagefüllung decken Kronen die natürliche Zahnkrone kappenartig ab. Ist die natürliche Zahnkrone z.B. durch Karies so stark zerstört, dass eine Zahnfüllung nicht mehr möglich ist, kann der Zahn überkront werden. Künstliche Kronen sind lange haltbar und ermöglichen so eine dauerhafte Sanierung des erkrankten Zahnes. Kronen im sichtbaren Bereich werden aus ästhetischen Gründen meist mit Kunststoff oder Keramik in der Farbe der natürlichen Zähne verblendet, wobei Keramik aufgrund seiner besseren Mundbeständigkeit besonders anbietet. Allerdings sind Keramikverblendungen nicht nur schöner, farbbeständiger und haltbarer als Kunststoffverblendungen, sondern auch teurer. Damit eine gute Farbwiedergabe besteht, muss die Verblendung eine gewisse Dicke haben. Der Zahn muss also stärker beschliffen werden als bei einer Vollgusskrone.


Zahn-Teilkrone

Mit einer Zahn-Teilkrone kann gesunde Zahnsubstanz so weit als möglich zu erhalten bleiben.

Eine Teilkrone versorgt den Zahn am Zahnfleischrand bei einer Restauration der Zahnkrone nicht umlaufend, dies im Gegensatz zur Vollkrone, die den ganzen Zahn umfasst. Die Teilkronen aus Keramik eignen sich für geringe Defekte, um funktionelle und ästhetische Zahnkorrekturen minimalinvasiv vorzunehmen. Eine Zahnrestauration kann mit einer Teilkrone aus Keramik gemacht werden, was gegenüber der Vollüberkronung Vorteile bieten, denn eine Vollgusskrone ist substanzintensiver. Teilkronen sind in einem kariesanfälligen Zahngebiss weniger geeignet, jedoch günstig im parodontal erkrankten Gebiss bei Parodontalerkrankungen. Teilkronen aus Keramik werden bei Zahnhartsubstanzverlusten und Zahndefekten wie Risse und Sprünge eingesetzt wie auch für den Aufbau von Prämolaren und Molaren. Ein wichtiges Einsatzgebiet von Keramikteilkronen sind bei Verlust der Front-Eckzahn-Führung auch Eckzahnaufbauten. Eine Teilkrone dient als zahnerhaltende Massnahmen für gesunde Zähne der Zahngesundheit und dem Zahnerhalt. Die Teilkrone ist eine Kronenart zwischen einem Inlay und einer Krone, die bei der substanzschonenden Kronenpräparation rein aus Keramik hergestellt werden kann.

Teilkrone Zahn Halbkrone Dreiviertelkrone 

Wenn eine normale Füllung nicht ausreicht d.h. die Schäden jedoch noch nicht so gross sind, dass eine Vollkrone nötig ist, eignet sich eine Teilkrone.

Teilkrone als Teilzahnersatz der natürlichen Zahnkrone 

Die Teilkrone ersetzt nicht die ganze natürliche Zahnkrone, sondern nur einen Teil davon.

Teilkronen sind eine schonende Variante um ausgedehnten Zahnsubstanzdefekte bei der natürlichen Zahnkrone minimalinvasiv vorzunehmen, wenn keine Restaurierung durch eine normale Zahnfüllung bzw. einem Inlay (Einlage) als Einlagefüllung möglich ist. Der Vorteil der Teilkrone besteht darin, dass mehr gesunde Zahnsubstanz erhalten werden kann und wird als Onlay (Auflage), Overlay oder als Kuppelfüllung bezeichnet, wobei der Übergang vom Onlay zum Overlay fliessend ist. Die Teilkronen bzw. Inlays und Onlays können hergestellt werden aus Edelmetall, Titan, Keramik oder Kunststoff, denn es ist eine Kronenart, welche die natürliche Zahnkrone nur teilweise bedeckt. Im Vergleich zur Verblendkrone wird weniger Zahnsubstanz geopfert, dafür ist der Herstellungsaufwand höher. 

Die Teilkrone ist beim Zahn eine Halbkrone oder Dreiviertelkrone

Je nach bedeckter Fläche vom Zahn unterscheidet man die Teilkrone in Halbkrone und Dreiviertelkrone.

Substanzdefekte bei den Zähnen lassen teilweise nur noch bruchgefährdete Rest-Höcker übrig die durch eine Restauration geschützt werden müssen. Wenn einzelne Zahnhöcker „überzogen“ werden müssen, spricht man vielfach vom Onlay, bei allen Höckern von einer Teilkrone. Die Dreiviertelkrone ist eine Teilkrone wie die Halbkrone, bei welcher nur ein Teil des gesamten sichtbaren Zahnes zur Aufnahme der Krone beschliffen wird. Ist der Defekt im Zahn zu gross für eine Füllung, gleichzeitig aber noch nicht so ausgedehnt, dass eine komplette Überkronung notwendig ist, versorgt der Zahnarzt den Patienten in der Regel mit einer Teilkrone. Dabei wird nicht der komplette Zahn, sondern nur ein Teilbereich beschliffen bzw. präpariert, sodass die gesunde Zahnsubstanz so weit wie möglich erhalten werden kann. Im Normalfall wird die Teilkrone aus Gold gefertigt und ist darum langlebig und sehr stabil.


Gold - Teilkrone

Im Regelfall ist die Teilkrone aus Gold gefertigt und ist deshalb als Zahnfüllung besonders stabil und langlebig.

Im Normalfall werden bei Teilkronen mehrere Zahnhöcker überkuppelt und in die Präparationsgrenzen als Abschluss der bearbeitenden Zahn-Hartsubstanz einbezogen. Bei Teilkronen können Edelmetalllegierungen wie auch vollkeramische Materialien verwendet werden. Zu Teilkronen aus einer Goldlegierung gibt es als Alternative Teilkronen aus Vollkeramik, das vergleichbare Eigenschaften bietet und wie das Gold biokompatibel und damit gut verträglich ist. Bei der Krone verläuft die Präparationsgrenze am Zahnhals, die im Gegensatz zu Teilkronen, wo der Teilkronenrand bei tragenden Zahnhöckern im Bereich des anatomischen Zahnäquators liegt, während Scherhöcker nur überkuppelt werden. Die Teilkronen aus Keramik werden meist im Bereich der sichtbaren Zähne eingesetzt, da sich die Zahnfarbe genau bestimmen lässt.

Wachsmodell Teilkrone aus Metallen oder Gold

Die Verträglichkeit bei der Teilkrone aus Gold ist sehr gut.

Früher wurden Teilkronen aus nur Metallen, vielfach aber aus Gold hergestellt.

Eine perfekte Teilkrone kann unter der Voraussetzung einer guten Mundhygiene eine Lebensanschaffung sein. Wenn der Defekt im Zahn zu gross für eine Füllung ist, gleichzeitig aber noch nicht so stark ausgedehnt ist, dass eine komplette Überkronung notwendig ist, versorgt der Zahnarzt den Zahnpatienten in der Regel mit einer Teilkrone. Dabei wird nicht der komplette Zahn, sondern nur ein Teilbereich beschliffen bzw. präpariert, sodass gesunde Zahnsubstanz so weit wie möglich erhalten werden kann. Ein optimales Kaugefühl und Hygienefähigkeit zeichnen Teilkronen aus Gold aus. Die Anfertigung und das Einsetzen einer Teilkrone verlangen vom Zahnarzt viel Fingerspitzengefühl. Ein stark verändertes Ästhetik-Bewusstsein reduziert den Einsatz dieser Teilkronen in den Unterkieferzähnen, denn der relativ breite und sichtbare Goldrand stört die Patienten vielfach. Für die Anfertigung der Teilkrone werden einige Tage benötigt. Während dieser Zeit wird zum Schutz des Zahnes der Zahnpatient mit einem Kunststoffprovisorium versorgt. Wenn die Teilkrone gegossen und ausgearbeitet ist, wird das Provisorium entfernt, der Zahn für das Einsetzen vorbereitet und die Teilkrone mit speziellem Zement befestigt. Damit ein völlig glatter Übergang zur Zahnsubstanz entsteht, werden während oder nach dem Einsetzen die fein auslaufenden Ränder der Krone gezielt bearbeitet und poliert, weitergehende Informationen von ihrem Zahnarzt. Versorgungen aus Gold sind formstabiler und haltbarer als Füllungen aus Amalgam oder Kunststoff, denn Goldversorgungen halten den hohen Kaubelastungen im Seitenzahnbereich stand, sodass keine Materialbrüche auftreten.

Bewährt haben sich die Teilkronen in Gold

Wenn der Zahn einen kleinen bis mittelgrossen Defekt aufweist ist eine Versorgung mit einem Inlay möglich.

Bei grossen Defekten, die den Zahn geschwächt haben oder bei wurzelkanalbehandelten Zähnen muss eine Kauflächendeckende Restauration angefertigt werden, wobei die Teilkrone Zahnsubstanzschonender als die Vollkrone ist. Versorgungen aus Gold stellen eine qualitativ hochwertige zahnmedizinische Versorgung dar und zeichnen sich durch eine hohe Verweildauer aus. Goldversorgungen werden seit über 100 Jahren verwendet und haben sich klinisch sehr gut bewährt. Goldgussversorgungen sind sehr gut verträglich und können auch dann angefertigt werden, wenn Allergien gegen andere Füllungsmaterialien und deren Bestandteile vorhanden sind. Teilkronen aus Gold bedeuten ein Höchstmass an Sicherheit, Tragekomfort, Präzision und vor allem Langlebigkeit gegenüber anderen Techniken. Goldgussrestaurationen sind bei allen Defekten jeder Ausdehnung im Seitenzahngebiet möglich, auch wenn ein oder mehrere Zahnhöcker ersetzt werden müssen.


Keramikteilkrone

Als Teilkrone bezeichnet man ein grosses Inlay, das als Zahnfüllung einen grösseren Teil der Kaufläche und Höcker ersetzt.

Aus ästhetischen Gesichtspunkten ist Keramik für Teilkronen ein optimaler Werkstoff, so auch wegen der Möglichkeit der adhäsiven Zementierung und gleichzeitigen Stabilisierung der Restzahnsubstanz, so besonders wenn bei der Restaurierung der Zahnkrone eine normale Zahnfüllung bzw. ein Inlay als Einlagefüllung nicht mehr möglich ist. Im Gegensatz zur einfachen Zahnfüllung oder einem Inlay reicht eine Zahnkrone über den Zahnrand hinaus wobei eine klassische Vollkrone den ganzen Zahn überzieht, doch wenn die Zahnwände erhalten bleiben können, wird eine Teilkrone angefertigt.

Teilkrone, Keramik, Zahnkrone, Zahnerhalt

Keramik bietet im Vergleich zu Gold den Vorteil, dass es mit der Zahnsubstanz verklebt werden kann, da es komplett metallfrei ist und dadurch den Zahn stabilisiert.

Inlay aus Keramik, eine Keramikteilkrone

Wenn ein Zahn kariös stark zerstört ist, sodass die Versorgung einer Zahnfüllung die Restzahnsubstanz nicht mehr ausreichend stabilisieren kann, muss der Zahn mit einer Teilkrone versorgt werden.

Teilkronen können auch rein aus Keramik hergestellt werden und dienen als Keramikinlays dem Zahnerhalt durch die substanzschonende Kronenpräparation. Eine Teilkrone ist eine Kronenart zwischen einem Inlay und einer Krone. Keramische Teilkronen die dem Zahnerhalt dienen sind nicht von den anderen Zähnen zu unterscheiden. Diese Form wird nur dann angewendet, wenn der Zahn für ein Inlay bereits zu stark zerstört ist und noch Anteile vom Zahn gesund sind, die dann nicht entfernt werden müssen. Anders als die Metall-Teilkronen werden sie nach dem Aufrauen und Konditionieren durch flüssige Spezialkunststoffe verbunden. Die Vollkeramikteilkrone ist eine optimale Lösung weil keine Metalle in der Teilkrone enthalten sind und diese im Mund praktisch unsichtbar ist. Konventionelle Teilkronen werden aus Metall, meist aus Goldlegierungen hergestellt oder besitzen zumindest einen Kern aus Metall die von einer zahnfarbenen Hülle aus Keramik umgeben ist. Negative Aspekte einer Keramikteilkrone aus Metall kann bei Menschen eine Allergie auf Metalle entwickeln oder es kann ein Metallgeschmack im Mund vorhanden sein. Möchlich ist auch, dass sich der Zahn mit der Zeit verfärben kann, wenn das Metall durchschimmert.


Verblendete Krone

Die keramisch verblendete Krone ist Stabil und besteht in zahnfarbener aus einem hochgoldhaltigen Metallgerüst, das mit Keramik überzogen wird.

Wenn ein Zahn tief zerstört ist, so dass er nicht mehr mit einer normalen Zahnfüllung oder einem Veneer aufgebaut werden kann, ist eine indiziert. Als Alternativen zur Keramikkrone gibt es Gusskronen aus Gold oder Nichtedelmetall, denn Kunststoffkronen werden im Normalfall nur als provisorischer Zahnersatz gefertigt. Jede Kronenart hat ungeachtet vom Zahngebiss-Ort oder dem Dentalmaterial die Aufgabe, den verlorengegangenen Zahnteil wieder vollständig herzustellen. Kronen können aus verschiedenen Materialien gefertigt werden und können über die Zähne und über die Implantate als "Implantatkrone" gesetzt werden. Die Krone wird über den Zahn oder das Zahnimplantat als Zahnwurzelersatz gestülpt und fest zementiert. Die Auswahl vom Kronen-Material wird besonders von der eingesetzt Stelle beeinflusst, so wird eine Krone im sichtbaren Bereich meist aus Zirkon bzw. Zirkonoxid als metallfreie Krone (Zirkonkrone) oder Keramik und im nicht sichtbaren Seitenzahnbereich aus Gold gefertigt. Die Kronenarten die dem Zahnerhalt dienen unterscheidet man bei den verschiedenen Zahnkronen nach dem verwendetem Material, dem Aussehen und der Fertigungstechnik. Kunststoffkronen gelten als provisorischer Zahnersatz und werden in der Zahnprothetik meist nach einer gewissen Zeit gegen eine langlebigere und ästhetisch hochwertigere Zahnersatz-Variante ausgetauscht.

Verblendete Krone, Vollgusskrone, Keramik 

Die keramisch verblendete Krone ist als Zahnfüllung eine ästhetische Alternative zur Vollgusskrone.

Keramisch verblendete Krone

Die keramisch verblendete Krone  wird entweder der komplette Metallkern ummantelt (Vollverblendet) oder es wird nur auf dem nach aussen sichtbaren Teil eine entsprechende Keramikschicht aufgebrannt (Teilverblendung).

Bei der Vollkeramikkrone die als Zirkonkrone bezeichnet wird besteht ein Keramikkern aus hochfestem Zirkoniumdioxid, auf dem die Verblendkeramik aufgebrannt wird und somit eine Vollkeramikkrone mit sehr hoher Festigkeit entsteht. Unschöne goldfarbene oder silberfarbene Blitzer können so beim Sprechen oder Lachen verschwinden. Die Werkstoffkombination hat noch andere Vorteile, denn während das hochgoldhaltige Metall (auch in NEM-Legierung herstellbar) für Stabilität und Passgenauigkeit sorgt, genügt Keramik hohen ästhetischen Ansprüchen, da sie "Zahnfarben" ist und sehr natürlich wirkt.

Kronenarten:

Keramisch verblendete Metallkrone (VMK-Krone)
Stiftkrone (Stiftzahn)
Vollkeramikkrone (Zirkon) bzw. Zirkoniumkrone als metallfreier Zahnkronenersatz
Vollgusskrone (Gold) im Seitenzahngebiet (Backenzähne)
Veneer (Teilkrone)

Im Gegensatz zur einer Zahnfüllung oder einem Inlay reicht eine Zahnkrone über den Zahnrand hinaus wobei eine klassische Vollkrone den ganzen Zahn überzieht, doch wenn die Zahnwände erhalten bleiben können, wird eine Teilkrone im Dentallabor angefertigt, jedoch erst wenn der schadhafte Zahn durch den Zahnarzt präpariert wurde. Eine künstliche Zahnkrone wird erst nach dem Beschleifen vom Zahn angefertigt, wenn ein tragfähiger Stumpf zum Befestigen der Krone vorhanden ist. 


Vollgusskrone

Vollgusskronen die im Bereich der Seitenzähne bei stark zerstörte Zähnen zum Eisatz kommen, werden als Metallkronen oder Vollkronen bezeichnet.

Der Einsatzbereich der Metallkrone bzw. Vollgusskrone in Metallfarben (Gold) hat im Seitenzahnbereich eine besonders guten Stabilität und gehören zu den Kronen-Arten mit der längsten Haltbarkeit in Bezug auf Material. Die verschiedenen Kronenarten dienen dem Zahnerhalt, wo man bei den verschiedenen Zahnkronen nach dem verwendetem Material, dem Aussehen und der Fertigungstechnik unterscheidet. Die Vollgusskrone gibt es in verschiedenen Varianten, so die Vollgusskrone mit Kunststoffverblendung, die Metallkeramikkrone, die Vollkeramikkrone und die Zirkonoxidkrone als Vollkeramikkrone (Zirkonkrone), das eine durch die CAD/CAM-Technologie gefräste Krone ist.

Vollgusskronen, Goldkrone, Vollmetallkrone

Die Gestaltung der Präparationsgrenze hat einen Einfluss auf die Randschlussgenauigkeit von hochgoldhaltigen Vollgussrestaurationen.

Vollgusskrone, eine Vollmetallkrone

Vollgusskronen gehören als Metallkronen zu den dauerhaftesten Kronenarten und werden im Seitenzahnbereich eingesetzt, wenn Zahnschäden vorhanden sind, die durch Zahnfüllungen nicht mehr beseitigt werden können.

Die Vollgusskrone wird umgangssprachlich auch als Goldkrone oder Vollmetallkrone bezeichnet und besteht im Normalfall aus einer hochwertigen Goldlegierung. Vollgusskronen werden nicht, wie oft angenommen, aus purem Gold, sondern in der Regel aus hochgoldhaltigen Legierungen gefertigt. Vollgusskronen zeichnen sich durch eine besonders lange Haltbarkeit und gute Verträglichkeit (Biokompatibilität) aus. Je nach gewählter Metalllegierung schimmern sie gold- oder silberfarben. Die Goldkrone, die auch Vollgusskrone genannt wird, sowie Galvanokronen kommen in der heutigen Zeit nur noch wenig zur Anwendung. Vollguss-Kronen werden im zahntechnischen Labor im Gussverfahren hergestellt und bestehen meist aus einer hochgoldhaltigen Legierung und sind auch in NEM (nicht Edel-Metall) herstellbar. Je nach sozialem Status des Zahnpatienten sind auch "Sparlegierungen" bzw. goldreduzierte oder edelmetallfreie Legierungen möglich. Sofern sich aber noch andere Metalle im Mund befinden, besteht die Gefahr der Korrosion. Um diese möglichst gering zu halten, sind hochwertige Goldlegierungen empfehlenswert. Die Mehrkosten für den höheren Goldanteil der Vollkrone ist eine durchaus lohnende Investition. Vollgusskronen dienen bei herausnehmbarem Zahnersatz auch als Schutzkrone unter einer Halteklammer.


Dreiviertelkrone Halbkrone

Bei der Zahnbehandlung mit einer Halbkrone bleibt der Zahn im sichtbaren Bereich bleibt oft unversehrt.

Dreiviertelkrone, Halbkrone, Teilkrone, Vollkrone

Teilkronen selbst unterteilen sich in Halbkronen und Dreiviertelkronen.

Die Halbkrone ist eine Form der Teilkrone, bei dem der Zahn im Gegensatz zur Vollkrone bzw. Vollgusskrone nicht vollständig vom Zahnersatz umschlossen ist.

Ist ein Zahn noch nicht sehr stark beschädigt, so dass man ihn vollständig mit einer Vollkrone umkleiden müsste, können Teilkronen eingesetzt werden. Die Übergänge Inlay, Onlay, Overlay, Teilkrone sind fliessend und nicht ganz klar definiert, sodass der eine unter einem Onlay eine Teilkrone versteht und umgekehrt Halbkronen werden dann gewählt, wenn die Zähne in einem gut gepflegten Zustand sind, ein Inlay nicht mehr in Frage kommt und beim Ausmass des Schadens noch keine Vollkrone nötig ist, denn der Übergang von Halbkrone zum natürlichen Zahn ist immer ein Risikofaktor für eine weiterer Karies. Bei starken Schädigungen der Zahnsubstanz werden üblicherweise Kronen als Zahnersatz verwendet. Kronen werden geklebt oder zementiert. Man unterscheidet nach Aussehen, verwendeten Material oder Fertigungstechnik verschiedene Arten von Kronen.

Fensterkrone

Die Halbkrone wird auch als Fensterkrone bezeichnet, denn ähnlich einem Fenster ist der gesunde Bereich des Zahns zu sehen.

Wenn das eigene Gebiss beschädigt ist, aber sich Zahnkaries noch nicht zu sehr verbreitet hat und die Zähne nur teilweise angegriffen sind, werden Teilkronen verwendet. Bei grösseren Defekten werden je nach Restzahnsubstanz Halbkronen oder Kronen als Restauration nötig. Je nach dem Grad der Zahnbeschädigung entscheidet sich der Zahnarzt für eine Halbkrone, für Dreiviertelkronen oder die vollständige Ersatzkrone zum Wiederaufbau des gesamten Zahns. Eine Halbkrone wird eingesetzt, wenn für eine Einlagefüllung bzw. Inlay des betroffenen Zahns zu viel Zahnsubstanz beschädigt ist, für die vollständige Überkronung aber noch zu viel gesunde Substanz vorhanden ist.

Teilkrone, Halbkrone, Dreiviertelkrone, Kronen 

Ist aus Haltbarkeitsgründen eine Füllung mit Inlays nicht möglich, wird der betroffene Zahn sorgfältig beschliffen und überkront.

Dabei wird die eigene Zahnsubstanz weitestgehend geschont und es bleibt so viel als möglich vom Zahn erhalten und nur die von Karies befallene Stelle wird herausgearbeitet und im sichtbaren Bereich mit einer Halbkrone versorgt.

Die Halbkrone umschliesst den angegriffenen Zahn nicht vollständig, sondern nur den Teil, der beschädigt wurde. Die Halbkrone ist ein festsitzender Zahnersatz, bei dem mindestens eine Wand des Zahns ersetzt wird. Die Halbkrone liegt im Kronenbereich oben auf dem Zahn auf und besteht aus Kunststoff, Metall oder Keramik. Halbkronen enden je nach Defekt oberhalb des Zahnfleischrandes, Kronen hingegen umfassen schützend den Zahn bis zum Zahnfleischrand. Halbkronen und Dreiviertelkronen dienen vornehmlich als Brückenanker und lassen die äussere Zahnfläche frei. Die gesamte Kaufläche wird durch Keramik oder Gold ersetzt. Als Materialien eignet sich Gold, keramisch verblendet, Kunststoff verblendetes Gold oder Vollkeramik zur Auswahl. In kosmetischer Hinsicht können mit Halbkronen sehr gute Ergebnisse erreicht werden, da der sichtbare Teil des Zahns nicht beschliffen werden muss. Eine gute Mundhygiene ist bei Halbkronen und Dreiviertelkronen sehr wichtig, da sich am Übergang zwischen der Halbkrone bzw. Dreiviertelkrone und der natürlichen Zahnsubstanz Bakterien und Speisereste festsetzen können und dadurch die Gefahr einer Sekundärkaries besteht, das ein wiederholtes Auftreten der Karies nach der Zahnbehandlung ist.


Stiftzahn (Stiftkrone)

Sofern ein Zahn völlig ruiniert ist, muss für den Halt der Krone zuerst ein Stift in den Zahnstumpf implantiert werden, der als Sockel bzw. Anker für die Zahnkrone dient.

Stiftzahn Stiftkrone Stiftaufbau im Wurzelkanal

Die Stiftkrone wird bei marktoten Zähnen, bei denen auch die natürlichen Zahnkronen weitgehend zerstört sind, verwendet (Richmondkrone, Logankrone, Stufenstiftkrone).

Stiftkrone

Stiftzahn resp. Stiftkronen stellen nur bedingt eine eigene Kronenart als spezielle Verankerung einer Krone im Wurzelkanal vom Zahn dar.

Früher verwendete man für die Stiftkrone Metallstifte, heute kommen Schrauben, Keramische- oder Komposite Massen zum Einsatz. Die Stiftkrone wird als Jacketkrone oder im Volksmund auch als Stiftzahn bezeichnet. Es sind Verblendkronen die einen Metallstift besitzen und mit diesem an der natürliche Zahnkrone verankert werden. Es können Vollkeramik-Kronen oder auch Verbund-Metall-Keramik Kronen auf einen Stiftaufbau zementiert werden.

Stiftkrone wird laienhaft als Stiftzahn bezeichnete

Der Stiftzahn wird meist als Stiftkrone (Jacketkrone) bezeichnet, denn es ist eine Krone, die durch einen Stift mit oder ohne Stiftaufbau im Wurzelkanal im Zahn verankert ist.

Im engeren Sinne ist mit Stiftzahn eine Zahnkrone bzw. Stiftkrone gemeint, an der ein Stift fest verankert ist (Einstückguss). Krone und Stift werden gleichzeitig in den Kanal einzementiert. Standard ist heute allerdings die getrennte Anfertigung von Stiftaufbau und Krone. Dazu wird zunächst der Stiftaufbau auf bzw. in den Zahn zementiert, dann beschliffen und abgeformt. Anschliessend wird die Krone auf den Zahn mit Stiftaufbau aufzementiert. Ist ein Zahn sehr tief kariös zerstört, wird er einer Wurzelkanalbehandlung unterzogen. Danach kann man einen Stiftaufbau in den Wurzelkanal einbringen, um so den Zahn zu stabilisieren und Retention für die weitere Versorgung zu erhalten. Dieser Aufbau wird dann beschliffen, um eine Krone anfertigen und einsetzen zu können. Teilkrone ist eine nicht bis zum Zahnfleisch reichende Überkronung. Teilkronen können als schonende Variante der Krone bei ausgedehnten Zahnhartsubstanzdefekten, die keine Restaurierung mittels Füllungstechnik bzw. eines Inlays zulassen, zum Einsatz kommen. 


Teleskopkronen

Damit die eigentliche Teleskopkrone aufsteckt werden kann, wird zunächst eine festsitzende Metallmanschette über den bereits präparierten Zahnstumpf gestülpt.

Teleskopkronen herausnehmbarer Zahnersatz

Auf diese Metallmanschette wird die Zahnkrone befestigt.

Teleskopkronen zählen zum herausnehmbaren Zahnersatz.

Teleskopkronen können vom Zahnarzt nach ihrer Platzierung im Gebiss wieder herausgenommen werden. Lückenhafte Gebisse werden im Besonderen mit Teleskopkronen versorgt. Für stark vorgeschädigte Zähne bietet sich diese Zahnbehandlung mit Teleskopkronen an, da die Zähne, die die Krone später tragen, durch die Metallmanschette entlastet werden.


Galvanokronen

Galvanisch hergestellte Zahnersatzgerüste bestehen aus Feingold.

 Bioverträgliche Galvanokrone Zahnersatz Gold

Galvano-Zahnersatz ist Bioverträglich, passt genau und kann ästhetisch sehr schön mit Keramik verblendet werden.

Galvanokrone, ein Zahnersatz

Galvanokronen sind eine Sonderform der Teleskopkronen und gehören aufgrund ihres Materials und ihrer aufwendigen Konstruktion zu den guten Kronenarten die nicht sehr Kostengünstig sind.

Galvano-Kronen bestehen aus reinem Gold und Keramik und werden mittels der Galvano-Technik hergestellt.

Nach dem Gebissabdruck wird im Labor eine dünne Goldfolie auf den Gipsstumpf gelegt, die sich sehr genau an die Form des Zahnstumpfes schmiegt (Modell Goldkrone).

Modell Goldkrone Bioverträglich Galvanokrone

Auf dieses stabile Grundgerüst bringt der Zahntechniker die Keramikkappe an.

Galvanokronen sind durch das Verfahren sehr passgenau, da sich das Gold perfekt in die Ecken und Kanten des Zahns einfügt und dementsprechend auch nur wenig vom gesunden Zahn abgetragen werden muss.

Einen grossen Vorteil der Galvano-Krone ist die sehr gute Bioverträglichkeit und natürliche Farbgebung durch das warme Gold, das durch die Keramikhülle schimmert.


Wellche Art von Krone ist die richtige?

Die verschiedenen Kronenarten unterscheidet man nach Aussehen, verwendetem Material oder Fertigungstechnik.

Wachsmodell als Gebiss für das Anfertigen von Kronen.

Kronen Wachs Bodell Zahnkronen Kronenarten

Man unterscheidet drei Arten von Kronen in Bezug auf Material

Vollgusskronen aus Metall (Metallkronen als Kronenersatz)
Vollkeramikkronen ohne Metallkern
Metallkeramikkrone, VMK-Krone bzw. Verblend-Metall-Keramikkrone

Krone mit Kunststoffverblendung

Krone mit einer Teilverblendung aus Kunststoff.

Die Kunststoffverblendung stellt die einfachste Möglichkeit dar, eine Krone zahnfarben aussehen lassen.

Zahnkrone Krone mit Kunststoffverblendung 

Dabei handelt es sich im Prinzip um eine Vollgusskrone, die lediglich nach aussen hin, im sichtbaren Bereich, eine zahnfarbene Verblendung erhält.

Zu beachten ist, dass jede Teilverblendung aufgrund der Scherkräfte beim Kauen oder Knirschen bruchgefährdet ist und eine Reparatur im Mund statt unter Laborbedingungen meistens kein ideales Ergebnis liefert. Kunststoffverblendungen sind aufgrund des relativ weichen Materials im Vergleich zu Keramikverblendung anfälliger für Verfärbungen durch Rauchen, Tee, Kaffee oder Rotwein sowie für Abnutzungserscheinungen. Eine Vollverblendung aus Kunststoff ist nicht möglich. Der Goldrand ist aus statischen Gründen unerlässlich.

Krone mit Keramikverblendung

Kronen mit einer Teilverblendung aus Keramik.

Keramikverblendungen werden im Labor vom Zahntechniker aufwendig in verschiedenen Schichten und individuellen Farben aufgebracht, modelliert und gebrannt. Hierdurch ergibt sich eine Härte und Materialintegrität, die vor Verfärbung und Abnutzung weitgehend schützt. Bei der Teilverblendung ist abermals nur der zur Aussenseite hin gelegene sichtbare Teil und der Krone Zahnfarben.

Krone mit Vollverblendung

Krone mit einer Vollverblendung aus Keramik.

Bei der Krone mit einer Vollverblendung aus Keramik ist der Zahn nur noch von einem dünnen Metallgerüst umschlossen, das den Zahn schützt. Darüber liegt ein dreidimensionaler, individueller Keramikaufbau, mit dem ästhetisch sehr gute, natürliche Ergebnisse zu erzielen sind. Konstruktionsbedingt kann zur Zungenseite ein dünner, hochglanzpolierter Goldrand verbleiben. Aktuelle Keramikmassen sind nicht mehr so hart wie früher und vermitteln somit ein besseres Kaugefühl und verursachen keinen erhöhten Abrieb an den Gegenzähnen als natürlicher Schmelz.

Krone mit Keramikschulter

Vollverblendete Kronen mit Keramikschulter.

Teilweise kann man sehen, dass bei Kronen auf Schneidezähnen trotz allgemein guter Optik ein verräterischer blauer Schimmer am Zahnfleischrand auf die künstlichen Zahnkronen hinweist. Dieser rein optische Makel ist bei einer konventionellen Konstruktion oft unvermeidlich, da Metall und Keramik zugleich an der Präparationsgrenze enden. Abhilfe für Ästhetik-Bewusste kann die Keramikschulter schaffen.

Zahnkrone aus Vollkeramik

Der Zahnersatz aus Vollkeramik hat eine besondere Eigenschaft:

Die Lichttransmision, denn das Licht kann wie bei eigenen Zähnen durch die Restauration hindurchscheinen.
Metallfreie Konstruktion, wodurch Metallallergien und auch galvanische Elemente (Ströme) im Mund ausgeschlossen werden können.
Überlegene Ästhetik, da der Aufbau der Keramik in Farbbrillianz und Lichtdurchlässigkeit dem natürlichen Zahn entspricht.
Langfristige Versorgung, denn bei einem Zahnfleischrückgang ist im Gegensatz zu Verblendkronen kein dunkler Rand sichtbar.
Schonung der Zahnsubstanz, da häufig im Frontzahnbereich statt der herkömmlichen Vollkrone eine keramische Teilkrone (Veneer) angefertigt werden kann.

Zahnkrone als Vollgusskrone

Diese vollständig aus Gold oder Legierungen hergestellte Krone wird heute aus ästhetischen Gründen wegen dem sichtbaren Metall nur noch selten verwendet. Der Einsatzbereich der Vollgusskrone, Metallfarben, meist aber Gold liegt aufgrund der besonders guten Stabilität im Seitenzahnbereich. Vollkrone ist eine Krone, welche die natürliche Zahnkrone völlig bedeckt wie auch die Stiftkrone die als Massivkrone meist als Stiftzahn bezeichnet wird und aus einem Wurzelstift besteht.

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