Zahn

Zahnformel, Gebissformel für den Mensch

Zähne haben im Gebiss zur Einteilung eine Zahnnummer „Hausnummer in der Mundhöhle“ nach der Zahnformel bzw. Gebissformel.

Für die Methode einer genauen Zahnbezeichnung gibt das internationale Zahnschema (FDI), mit denen die Zähne in ihrer Position eindeutig benannt werden im Kiefer. Zur Vermeidung von Missverständnissen werden die Zähne in der Zahnheilkunde durch verschiedene Zahnschemata mit Zahnnummern, Zahnbezeichnung, Zahngruppen und Zahnbenennungen im Kiefer nach dem Ordnungsschema eindeutig bezeichnet, wobei das menschliche Gebiss in 4 Bereiche, die Quadranten, aufgeteilt wird. Das Zahnschema wird beim Zahnarzt zur Dokumentation und Darstellung vom Zahnstatus bei der Befunderhebung wie auch zur Behandlungsplanung (Heil- und Kostenplan) benutzt. Die Erfassung vom Gebisszustand beim Zahnarzt wird als Zahnstatus oder Parodontalstatus bezeichnet und ist der Befund vor einer Zahnbehandlung oder Zahnsanierung mit Zahnersatz. Die durch Zahnersatz ersetzten Zähne erhalten im zahnlosen Kieferbereich die gleiche Bezeichnung wie die Zähne im bleibenden Gebiss, wo die natürlichen Zähne stehen sollten.

Gebiss, Zahnformel, Gebissformel, Zahnschema

Ein Zahnschema ist für den Zahnarzt inkl. Zahntechnik eine gute Methode, einen Zahn in seiner Position im Kiefer und im Zahnbogen nach dem Ordnungsschema eindeutig zu benennen.

Zahnschema (Zahnschemata) für Menschen

Das Zahnschema ist eine System, jeden Zahn beim Mensch in seiner Position im Zahnbogen eindeutig zu benennen.

Beim FDI-Code-System wird jeder Zahn durch die Kombination von zwei Ziffern im Zahnschema bestimmt, dass die erste Ziffer den Quadranten im Zahnkiefer kennzeichnet und die zweite Ziffer verweist im jeweiligen Quadranten auf einen einzelnen Zahn. Durch den Quadranten kann der Zahnarzt den "Zahnbezirk als Leitzahl" Oberkiefer und Unterkiefer sowie die linke und rechte Seite voneinander unterscheiden, denn daraus ergeben sich in der Zahnformel bzw. Gebissformel vier Viertel, links oben, links unten, rechts oben und rechts unten. Der Zahnarzt benennt mit dem Zwei-Ziffern-Code eine klare Aussage wie z.B. „kariöse Läsion vier, eins“, womit der Quadrant 4 und der Schneidezahn 1 gemeint ist. Durch das FDI- Zahnschema werden mit dieser kurzen Aussage die Gebisshälfte und der Kiefer unten bezeichnet, denn die erste Ziffer kennzeichnet den Kiefer-Quadranten und die zweite Ziffer verweist auf den Zahn, zu dem dann Flächenbezeichnung und Lagebezeichnung hinzu kommt um den genauen Ort der Läsion am Zahn zu bezeichnen. In der Zahnmedizin ist Internationale hauptsächlich das FDI-Code-System als Zahnschema in Gebrauch, denn daneben wird im Vereinigten Königreich das Palmer-Zahnschema verwendet und in den USA das amerikanische Zahnschema. Beim amerikanischen Zahnschema entfallen Quadranten, da die Zähne 1 bis 32 im Uhrzeigersinn beginnend beim oberen rechten Weisheitszahn, durchnummeriert werden und beim unteren rechten Weisheitszahn enden. Als Zahnpatient erkennt man im amerikanischen Zahnschema-System die Zähne wie im Spiegel, dies im Gegensatz zum FDI-Zahnschema. Die Zahnschemata nach Zsigmondy und Haderup haben heute nur noch eine historische Bedeutung. Im französischen historischen Zahnschema wurde eine Kombination aus Buchstaben und römischen Ziffern verwendet und das lateinische Zahnschema besteht aus Anfangsbuchstaben der lateinischen Bezeichnung der Zähne. In der Veterinärmedizin wird für Tiere wie Hunden, Katzen und Pferden das Zahnschema nach Triadan angewandt, denn das FDI-Zahnschema für Menschen hatte Triadan an der Universität Bern für Tiere angelehnt.

Das Zahnschema ist ein System zur schriftlichen Darstellung vom Gebisszustand mit Symbolen zur Kennzeichnung von Zähnen mit Zahlen oder Buchstaben und wird auch als Gebissschema oder Gebissformel bezeichnet.

Zahnschema, Zahnnummer, Zahnformel, Gebiss

Das Zahnschema enthält zur Kennung immer zwei Ziffern, wobei es sich dabei  nicht um eine zweistellige Zahl handelt, denn es wird nur die Ziffer der Zahnnummer genannt und daraus keine Zahl gebildet, was bedeutet, dass es sich z.B. um eine „eins als Leitzahl und eine drei“ handelt und nicht um die Zahl „dreizehn“ (13).

Es gibt eine Zahnnummerierung im permanenten Gebiss und eine Zahnnummerierung im Milchzahngebiss (Zahnschema Milchgebiss). das auch als Temporäres Gebiss bezeichnet wird. Das Gebiss vom Erwachsenen hat 32 Zähne, sodass jeder Kiefer 16 Zähne enthält, die den unterschiedlichen Kaufunktionen angepasst sind. Bei den Milchzähnen gibt es 8 Schneidezähne, 4 Eckzähne und 8 Milchmolaren die später durch Prämolaren ersetzt werden. Das Kinderzahngebiss besteht also aus 20 Zähnen.

Zahnnummer im Gebiss beim Mensch

Die Bezeichnung der einzelnen Zähne mit der Zahnnummerierung hat System, denn das Gebiss ist immer aufgeteilt in 4 Quadranten und die Nummer vom Zahn ist basierend auf dem Zwei-Ziffern-System mit arabischen Zahlen beim internationalen Zahnschema.

Bei der Zahnnummer gibt die erste Zahl den Quadranten (als Bezirk / Leitzahl) an und die zweite Ziffer den jeweiligen Zahn (Dens). Das Zahnschema ist ein Gebissschema, ein System zur schriftlichen Darstellung des Gebisszustandes mit Symbolen zur Kennzeichnung von Zähnen mittels Zahlen oder Buchstaben.

Gebiss Oberkiefer

Der rechte Oberkieferquadrant (aus der Sicht vom Patient) erhält die 'Leitzahl' 1.

Oberkiefergebiss Gebiss Oberkiefer Zähne Kiefer 

Der linke Oberkieferquadrant (aus der Sicht vom Patient) erhält die 'Leitzahl' 2.

Gebiss Unterkiefer

Der linke Unterkieferquadrant (aus der Sicht vom Patient) erhält die 'Leitzahl' 3.

Gebiss Unterkiefer Zähne im Unterkiefer Leitzahl

Der rechte Unterkieferquadrant (aus der Sicht vom Patient) erhält die 'Leitzahl' 4.

Das Gebiss des Erwachsenen hat 32 Zähne.

Das Zahngebiss enthält zwei Kiefer an je 16 Zähne, die den unterschiedlichen Kaufunktionen vom Kauorgan angepasst sind.

Jeder Zahn im Gebiss muss im Laufe des Lebens ungeheuer viel leisten, denn man zerkleinert in dieser Zeit grosse Mengen von verschiedenen Nahrungsmitteln. Die Kräfte, denen ein Zahn standhalten muss, liegen zwischen 15 – 30 kg, im Extremfall bis zum Eigengewicht vom Mensch. Die Zähne bestehen aus den härtesten Substanzen vom menschlichen Organismus und dienen zum Abbeissen sowie Kauen der Nahrungsmittel, aber auch zur Lautbildung beim Sprechen. Die Zähne stehen im Normalfall lückenlos aneinandergereiht, wobei die Zahnreihe vom Oberkiefer ein Halboval, die vom Unterkiefer eine Parabel bildet. Beim einzelnen Zahn können drei Teile deutlich unterschieden werden, die Zahnkrone, Zahnhals und die Zahnwurzel.


Zahngruppen mit Zahnarten

Die Zahngruppe die auch als Zahneinheit oder Zahnblock bezeichnet wird kann eine Unterteilung in Zahnarten wie Frontzähne und Seitenzähne erfolgen wie auch in Schneidezähne, Eckzähne, Prämolaren und Molaren.

Zahngruppen, Zahnbogen, Zahngruppenersatz

Das Zahngebiss setzt sich aus total 32 Zähnen zusammen mit den Zahngruppen im Oberkiefer und Unterkiefer, also acht Schneidezähnen, vier Eckzähnen, acht Backenzähnen, acht Mahlzähnen und vier Weisheitszähnen.

Das Nennen der Zahngruppen ist wichtig bei Zahnfehlstellungen und Okklusionsabweichungen oder Abweichungen in der Zahnbogenform.

Die Zahngruppe ist eine Gruppenbezeichnung mehrerer Zähne mit ähnlichen Merkmalen wie Schneidezähne, Eckzähne, Prämolaren und Molaren. Unterteilt wird auch in Frontzähne und Seitenzähne oder auch vordere oder obere Zahngruppe. Die Zahngruppe wird auch als Zahneinheit oder Zahnblock bezeichnet und sind Zähne mit ähnlichen Merkmalen.

Zahngruppenersatz

Wenn im Gebiss die Zähne mit ähnlichen Merkmalen durch künstliche Zähne (Zahnersatz), einer Zahnbrücke oder Zahnimplantate ersetzt werden müssen, spricht man von einem Zahngruppenersatz.

Der Zahngruppenersatz ist das Ersetzen mehrerer Zähne durch Implantat-Tragende Kronen oder einer Zahnbrücke, die eine Zahngruppe im Gebiss bildet.

Die Zahngruppen werden mit den Buchstaben bezeichnet.
I  ) Schneidezähne
C ) Eckzähne
P ) Prämolaren
M ) Molaren

Für Milchzähne werden für die Zahngruppe kleine Buchstaben verwendet.

Zahnbogenform

Der optimale Zahnbogen hat eine U-Form. Man unterscheidet den oberen und den unteren Zahnbogen. Der Zahnbogen hat die Form einer Parabel mit dem Scheitelpunkt zwischen den Zähnen 11 und 21 im Oberkiefer und 31 und 41 im Unterkiefer.


Gebissformel beim Gebiss vom Mensch

Die Zahnformel dient der Kurzbeschreibung der Lage von jedem Zahn im Kiefer und beginnt beim mittleren Scheidezahn mit der Ziffer 1.

Da beim Mensch mit den unterschiedlichen Zahnarten im Gebiss gesprochen wird, ist der Begriff Gebissformel anstelle der Zahnformel bei der Zahnbezeichnung im Zahnschema geläufig, so dass auch bei der schematischen Darstellung der Anordnung der Zähne im Gebissschema von der Gebissformel gesprochen wird. Die Gebissformel teilt unser Zahnsystem in 4 Quadranten ein. Die Reihenfolge der Benennung erfolgt im Uhrzeigersinn „rechtsherum“ beginnend mit dem 1. Quadranten und endet mit dem 4. Quadranten.

Nummerierung Quadrant: 1,2,3,4 im Uhrzeigersinn.

Gebissformel Zahnformel Lage Zahn Quadranten 

Quadrant 1                                           Quadrant 2

Zahn Nummer:
18 17 16 15 14 13 12 11 / 21 22 23 24 25 26 27 28
48 47 46 45 44 43 42 41 / 31 32 33 34 35 36 37 38

Damit Zahnärzte und alle an der Zahnbehandlung beteiligten Personen genau wissen, um welche Zähne es sich handelt, erfolgt eine eindeutige Identifizierung durch eine zweistellige Kennziffer (Zahnnummer). Bei der Zuordnung eines Zahnes wird zunächst der Quadrant 1,2,3 oder 4 vorangestellt und dann von der Mitte ausgehend bei 1 bis 8 ein Zahlenpaar gebildet. So ergibt Quadrant 2 + Zahn 8 = Zahn Nummer 28. (Zahn „Hausnummer 28 in der Mundhöhle“). Der linke untere Weisheitszahn trägt somit die Zahn Nummer 38 und der erste obere linke Schneidezahn die Zahn Nummer 21.

Zahnnummer, Zahlencod der Zähne

Die Zahnnummer bzw. "Zahlencod der Zähne" ergibt sich durch die Gebissformel die auch Zahnformel genannt wird, was eine Übersicht ergibt, wo sich der Zahn befindet.

Die Gebissformel ist die schematische Darstellung der anatomischen Anordnung der Zähne bzw. Zahnarten und wird als Zahnschema, Zahnformel, Zahnnummer, Gebisschema, Zahnbezeichnung oder Zahnbenennung bezeichnet.

Die einzelnen Zahnarten werden mit Buchstaben abgekürzt:

I Incisivi (Schneidezähne)
C Canini (Eckzähne)
P Praemolares (Prämolaren)
M Molares (Molaren)

Für das Milchgebiss als "Temporäres Gebiss" werden für die Milchzähne als Platzhalter für die  bleibenden Zähne kleine Buchstaben verwendet.


Milchgebiss Zahnschema

Das Milchgebiss hat als „Temporäres Gebiss“ 20 Milchzähne, denn es sind keine Prämolaren vorhanden.

Das Milchgebiss hat 2 Milchmolaren pro Quadrant, die im Wechselgebiss während der Wechselgebissperiode beim Zahnwechsel durch die späteren Prämolaren im bleibenden Gebiss ersetzt werden.

Milchgebiss Zahnschema Oberkiefer Zähne  

Oberkiefer rechts 5           Oberkiefer links 6
5 4 3 2 1                                1 2 3 4 5 
5 4 3 2 1                                1 2 3 4 5
Unterkiefer rechts 8         Unterkiefer links 7

Zähne Zahnschema Unterkiefer Milchzähne Zahn 

Zähne als Kau-Werkzeug haben je nach Funktion als Zahntyp bzw. Zahnart unterschiedliche Bezeichnungen und werden als Schneidezähne, Eckzähne, Mahlzähne oder auch als Backenzähne bezeichnet.

Zahlencode der Zähne

Bei den Zahngruppe werden für Milchzähne kleine Buchstaben verwendet, so für Schneidezähne "i", Eckzähne "c", Prämolaren "p" und für Molaren "m" als Zuwachszähne. Zur Vermeidung von Missverständnissen werden die Zähne bei Menschen in der Zahnheilkunde durch Zahlen bzw. durch den "Zahlencod der Zähne" eindeutig bezeichnet. Zur genauen Identifizierung vom einzelnen Zahn genügt der Name als Zahntyp nicht, da im Milchgebiss 20 Zähne und im bleibenden Gebiss 32 Zähne vorhanden sind, so dass im Zahnschema jedem Zahn eine zweistellige Zahnnummer als Zahlencod zugewiesen wird.

Quadranten im Zahnschema vom Milchgebiss

Das Milchgebiss wird in 4 Quadranten unterteilt, die als erste Ziffer der Zahnbezeichnung dient, wobei man vom Blickwinkel vom Kind als Patient ausgeht.

oben rechts = 1 (bei Milchzähnen: 5)
oben links = 2 (bei Milchzähnen: 6)
unten links = 3 (bei Milchzähnen: 7)
unten rechts = 4 (bei Milchzähnen: 8)

Die einzelnen Zähne werden im Milchgebiss jeweils von vorne beginnend durchnummeriert. Milchzahnquadranten werden von 5 bis 8 durchnummeriert, so dass der seitliche obere linke Schneidezahn die "Zahnnummer" 62 als Kennziffern erhält, was der Zahnarztwährend der Untersuchung als "sechs - zwei" ausspricht, auch wenn es eine zweistellige Nummer ist.

Zahnnummern im Kindergebiss


Zahnwechsel bei Kinderzähnen

Im Normalfall vollzieht sich Zahnwechsel zwischen dem 6. und 16. Lebensjahr, wo man von einem Wechselgebiss spricht, wenn das Gebiss aus vorhandenen Milchzähnen wie auch bleibenden Zähnen zusammensetzt.

Beim Zahnwechsel drückt im Kindergebiss der nachwachsende bleibende Zahn gegen die Zahnwurzel vom Milchzahn, deren Zahnwurzel sich normalerweise langsam auflöst. Mit dem Durchbruch der Sechsjahrmolaren beginnt die ersten Phase zwischen dem 6. bis 9. Lebensjahr (frühes Wechselgebiss), wo die Schneidezähne vom Milchgebiss ersetzt werden, die meist als "zweite Zähne" oder als Ersatzzähne bezeichnet werden. Das späte Wechselgebiss erfolgt vom 10. bis 13. Lebensjahr. Die nachwachsenden Zähne werden im menschlichen Gebiss als Dauerzähne, Erwachsenenzähne oder als Ersatzzähne bezeichnet, da sie die Milchzähne herausstossen und die Milchzähne ablösen. Bei der Zahnwechsel-Übergangszeit als Zwischenperiode bestehen Milchzähne und bleibende Zähne in der Zahnbogenform im Kiefer, wo sich der Zahnwechsel im 10. bis 13. Lebensjahr fortgesetzt. In der zweiten Phase wird das Wechselgebiss zum bleibenden Gebiss, das als permanentes Gebiss bezeichnet wird, wenn die Milch-Eckzähne und Milchmolaren durch die Zahn-Nachfolger ersetzt sind. Der Durchbruch der Weisheitszähne kann ab dem 16. Lebensjahr beginnen, doch vielfach brechen die Weisheitszähne erst im 35. Lebensjahr durch oder es erfolgt bei ungenügenden Platzverhältnissen kein Durchbruch. Die Weisheitszähne werden vielfach als Stockzähne bezeichnet, womit der "Achter" als Zahn mit der Zahnnummer 18, 28, 38 und 48 im Zahnschema gemeint ist. Da Weisheitszähne im Kiefer wegen Platzmangel vielfach nicht zum Vorschein kommen und ins Stocken geraten, werden sie als Stockzähne bezeichnet. Vielfach bleiben Weisheitszahn-Beschwerden wegen dem Engstand der Zähne nicht aus, da sie vielfach leicht verdreht und versetzt herauswachsen oder als retinierte Weisheitszähne nicht in die Mundhöhle durchbrechen.

Beim Zahnwechsel kann es schiefgehen, wenn der Milchzahn fest sitzt und sich die Zahnwurzel nicht rechtzeitig auflöst, kann sich ein Zahn vor den anderen schieben.

Zahnwechsel, Milchzahn, Zahnwurzel, Zahn

Milchzähne müssen nur selten gezogen werden, doch wenn der Milchzahn hartnäckig bleibt und auch nach dem vollständigen Durchbruch vom zweiten Zahn nicht ausgefallen ist oder wenn Passprobleme zu erwarten sind, müssen die Milchzähne im Wechselgebiss gezogen werden.

Milchzähne

Die ersten Zähne werden als Milchzähne genannt, wo die Kinder-Zahnpflege sehr wichtig ist.

Die Zahnpflege der Milchzähne ist bereits nach der Dentition sehr wichtig, denn Milchzähne sind Platzhalter für die bleibenden Zähne im permanentes Gebiss, so dass eine Kinder-Zahnputztechnik mit der richtigen Zahnbürste und Zahnpasta sehr wichtig ist. Die Milchzähne müssen besonders sorgfältig gepflegt werden, ansonsten diese frühzeitig verloren gehen, womit die Gefahr besteht, dass die Zahnreihe in Unordnung gerät und später eine kieferorthopädische Regulierung notwendig wird. Die ersten Milchzähne brechen zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 2. Lebensjahr durch, so dass das Milchgebiss als "Temporäres Gebiss" nach dem Durchbruch der Milchzähne mit unterschiedlichen Durchbruchszeiten im Gegensatz zum Erwachsenengebiss nur 20 Zähne hat. Im Zeitraum zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr wechselt das Milchgebiss Zahn für Zahn zum Erwachsenengebiss. Wenn der Zahnwechsel im 6. Lebensjahr beginnt, fallen die Milchzähne aus, wo die bereits vollständig vorgebildeten bleibenden Zähne in die entstandenen Lücken nachrücken. Die ersten vier bleibenden Backenzähne die auch als "Sechser" bezeichnet werden, kommen im sechsten Lebensjahr hinter den letzten Milchzähnen zum Vorschein. Bei Babys und Kleinkindern erfolgt vielfach ein Pressen und Mahlen mit den Milchzähnen, doch wenn Kinder knirschen ist dies eine normal Kaumuskel-Aktivität in Form von Kieferpressen und Zähneknirschen. Knirschgeräusche sind bei Kindern durch das Zurechtbeissen der Zähne normal, denn sie müssen vor, während und nach dem Zahnwechsel die Zähne zwischen der oberen und der unteren Zahnreihe zur Feinabstimmung einschleifen. Bei Kleinkindern entstehen keine so hohen Kräfte wie beim Zähnepressen bei Erwachsenen, so dass das Zähnereiben auf dem weicheren Zahnschmelz bei Kindern normal keine Knirschen-Schadenfolge hat.

Wechselgebissperiode

Beim Zahnwechsel wird die Wechselzeit vom Milchzahngebiss zu bleibende Gebiss als Wechsel-Gebissperiode bezeichnet.

Während der Wechselgebissperiode befinden sich Milchzähne wie auch bleibende Zähne im Kiefer, wobei die Periode vom Zahnwechsel in eine frühe und eine späte Phase unterteil werden kann. Beim Zahnwechsel beginnt die erste Phase mit dem Durchbruch der Sechsjahrmolaren als erste grosse Backenzähne (Mahlzahn oder Molar) und endet mit dem vollständigen Durchbruch der Schneidezähne. Bei der Zahnwechselphase finden Wachstumsschübe statt, damit sich der Kieferknochen verbreitern kann, um die grösseren Zähne im Gebiss aufnehmen zu können.

Zahnwechsel, Milchgebiss, Wechselgebissperiode

Die Phase vom Zahnwechsel dauert ca. vom 6. bis 12. Lebensjahr und beginnt mit dem Durchbruch vom ersten bleibenden Backenzahn. Da er hinter der Milchzahnreihe in die Mundhöhle tritt, wird sein Durchbruch oft nicht bemerkt. In der "Wechselgebissperiode" werden die Wurzeln der Milchzähne im Milchgebiss aufgelöst, die Zähne werden locker und verkünden nicht immer eine Vorfreude beim Zahnwechsel, denn das Kauen bei der Nahrungsaufnahme kann Beschwerden bereiten, wenn die Wackelzähne das Zahnfleisch als Teil der Mundschleimhaut berühren. Die bleibenden Zähne wachsen bei allen Zahnarten in wenigen Wochen in die entstandene Zahnlücke hinein.

Quadrant ist der Zahn - Bezirk

Der Mund wird, was den Kiefer anbetrifft, in vier "Hälften" (Quadrant) eingeteilt, denn der Quadrant ist ein Kieferviertel und wird durch Unterteilung in rechte und linke Unterkieferhälfte sowie rechte und linke Oberkieferhälften gebildet.

Dieser Kiefer-Quadrant wird benutzt bei der Zahnformel bzw. beim Zahnschema, bildlich gesehen als "Hausnummer" der Zähne im Zahngebiss. Der Quadrant wird angewendet im Milchgebiss bzw. Milchzahngebiss (temporäres Gebiss) und im bleibenden Gebiss (Permanentes Gebiss) bzw. Zahngebiss. Zähne im Kiefer werden nummeriert d.h. Zähne erhalten nach dem Quadrant 1, 2, 3, 4 eine zusätzliche Nummer angehängt. Somit bekommt durch die Zahnformel bzw. Zahnschema jeder Zahn eine eigene Nummer (Hausnummer im Dorf Mundhöhle). Der Quadrant 1/4 ist eine Gebietsbezeichnung für den Zahn d.h. man weiss in welchem Kieferviertel (Bezirk) der Zahn sich befindet. Zur Kieferbezirksnummer gehört natürlich die Zahnnummer. Der Quadrant (lat. quadrans "Viertel") ist ein durch zwei Koordinatenachsen begrenzter Abschnitt einer Ebene.

Bei der Zahnbezeichnung gibt es drei verschiedene Schemas, wobei sich die Europa das FDI-Zahnschema durchgesetzt hat.

Schema nach Zsigmondy
Schema nach Haderup
F.D.I. Schema


Zahnformel

Die Zahnformel ergibt beim Mensch im Zahnschema eine Schematische Darstellung vom Gebiss und wird darum auch als Gebissformel bezeichnet.

Die Zahnformel wird meist als Gebissformel oder Zahnschema sowie Gebissschema bezeichnet und ergibt eine Übersicht über den normalen Zahnbestand, wo das Gebiss üblicherweise in Kieferquadranten aufgeteilt wird. Diese Quadranten werden aus der Sicht vom Patienten beziffert und vom 1. Schneidezahn nach hinten durchnummeriert, womit jeder Zahn seine eigene Ziffer als Zahnnummer erhält, damit man jeden Zahn vom anderen unterscheiden kann, was auch für Zahnimplantate als künstliche Zahnwurzeln mit mit den "Ersatzzähnen" als Zahnersatz gilt.

Zahnformel, Zahnschema, Gebissschema, Zähne

Das Kinderzahngebiss als Milchgebiss besteht aus 20 Milchzähnen, wo in jedem Kiefer vier Schneidezähne, zwei Eckzähne und zwei Milchbackenzähne sitzen. Das ausgewachsene Gebiss beim Mensch besteht aus 32 Zähnen, wo sich im Unterkiefer wie auch im Oberkiefer jeweils vier Schneidezähne, zwei Eckzähne und zehn Backenzähne befinden. Da nicht alle Menschen von Natur aus Weisheitszähne besitzen, befinden sich besonders in einem schmalen Kiefer nur 28 Zähne im Gebiss.

Menschliches Gebiss mit Zähnen

Die Zähne sind bereits vor der Geburt angelegt, wo bereits die Keimanlagen für alle Zähne in den ersten sechs bis acht Wochen während der Schwangerschaft entstehen.

Zum Zeitpunkt der Geburt sind Teile der Milchzähne und der bleibenden Zähne ausgebildet. Bei Geburt ist der Säugling normalerweise noch zahnlos, damit die Mutter beim Stillen nicht verletzt wird. Mit sechs Monaten wächst im Milchgebiss der erste Milchzahn, so dass beim ersten Kinder-Geburtstag die oberen und unteren Milchschneidezähne zu sehen sind. Gleichzeitig bilden sich unter dem Zahnfleisch die Backenzähne, wenn der kindliche Kiefer breiter wird so dass die Dentition bzw. der Durchbruch der Zähne erfolgen kann. Mit zweieinhalb Jahren hat das Kind im Allgemeinen sein vollständiges Milchgebiss mit insgesamt 20 Milchzähnen. Um Missverständnisse zu vermeiden, werden die Zähne durch das Zahnschemata beim Kindergebiss und Erwachsenengebiss eindeutig bezeichnet, wo das menschliche Gebiss in 4 Gebiete bzw. in Quadranten aufgeteilt wird. Die Zahngruppe bezeichnet eine Unterteilung der Zahnarten im Gebiss, wie Frontzähne und Seitenzähne oder auch Schneidezähne, Eckzähne, Prämolaren und Molaren.

Zahnformel / Zahnschema

Das Zahnschema oder Gebissschema ist bildlich gesehen die "Hausnummer" der Zähne im Gebiss.

Der Kiefer wird beim Menschen in vier Quadranten unterteilt, die Darstellung erfolgt aus Sicht des Betrachters bzw. frontal von vorn auf das Gesicht. Somit ergibt sich eine Seitenvertauschung Rechts-Links, allerdings nur bei der Schreibweise, indem die Zähne der rechten Gebisshälfte links, die der linken rechts auf dem Heil- und Kostenplan dargestellt werden. Der rechte Oberkieferquadrant "aus Sicht vom Patient" erhält die Leitzahl 1, der linke Oberkiefer die 2, der linke Unterkiefer die 3 und der rechte Unterkiefer die 4. wo an diese Zahl die 'Zahnzahl', beginnend von der Mitte der Schneidezähne aus, nachgestellt wird. Somit hat der linke untere Eckzahn die Zahl 33 oder der rechte obere Weisheitszahn die Zahl 18. Die gleiche Systematik setzt sich bei den Milchzähnen fort, nur dass es die Leitzahlen 5, 6, 7 und 8 als Zahlencode der Zähne im Zahnschema Milchgebiss sind. Die Zahntypen im Gebiss wie die Schneidezähne (Frontzähne), Eckzähne und Backenzähne (Vormahlzähne und Mahlzähne) werden als Seitenzähne bezeichnet.

Bezeichnung der Zähne

Zahnformel bei vollständigem bleibendem Gebiss "32 Zähne"

(OK) Oberkiefer rechts 1               (OK) Oberkiefer links 2

18 17 16 15 14 13 12 11             21 22 23 24 25 26 27 28
48 47 46 45 44 43 42 41             31 32 33 34 35 36 37 38

(UK) Unterkiefer rechts 4             (UK)  Unterkiefer links 3

Lagebezeichnung zur Orientierung

Obere und untere Zahnreihe werden in Bruchform dargestellt, eine senkrechte Linie steht für die Mittellinie. Die Schlusszahl gibt die Summe der Zähne im Kiefer an.

Zahnformel Zahnschema Bezeichnung der Zähne 

Zahnschema aus Sicht des Patienten

Der rechte Oberkiefer-Quadrant (aus Sicht des Patienten) erhält die 'Leitzahl' 1, der linke Oberkiefer die 2. Der linke Unterkiefer-Quadrant  erhält die 'Leitzahl' 3 (aus Sicht des Patienten) und der rechte Unterkiefer die 4.

Gebissschema

Das Gebissschema ist eine Schreibweise zur Kennzeichnung bzw. Benennung der Zähne im Gebiss.

Gebissschema bzw. Zahnschema beinhalten Angabe der Zähne oder Darstellung vom Gebisszustand (Zahnstatus bzw. Parodontalstatus) nach einem bestimmten System. Der Heil- und Kostenplan enthält in der Regel ein Gebissschema, in das der Befund und die Therapieplanung eingetragen werden. Gemäss einer einheitlichen Konvention ist dabei jeder Zahn durch eine zweistellige Ziffer eindeutig definiert. Anhand bestimmter Kürzel werden der Befund und die Therapieplanung in das Schema auf dem Heil- und Kostenplan für eine Zahnsanierung übertragen. Bei allen Darstellungen wird von der Sicht des Patienten ausgegangen und ist darum immer Seitenverkehrt aufgezeichnet.


Dauergebiss beim Mensch

Die Gesamtheit aller Zähne im Kiefer wird bei Menschen als Gebiss bezeichnet.

Das Dauergebiss beim Mensch wird als permanentes Gebiss vielfach als bleibendes Gebiss, Erwachsenengebiss oder nur als Zahngebiss bezeichnet und ist ein Allesfresser-Gebiss, da sich die Nahrung aus Pflanzen und Fleisch der Tiere zusammensetzt. Das Dauergebiss setzt sich beim Mensch normalerweise aus insgesamt 32 Zähnen zusammen, so aus 8 Schneidezähnen, 4 Eckzähnen, 8 Prämolaren und 12 Molaren, dies im Gegensatz zum Milchgebiss als temporären Gebiss, das aus 20 Zähnen besteht und durch ein bleibendes Gebiss ersetzt wird. Bleibende Zähne als Ersatzzähne im "Ersatzgebiss" entwickeln sich unter den Milchzähnen und stossen die Milchzähne zwischen dem 5. bis 13. Lebensjahr aus, da die Milchzähne durch die bleibenden Zähne im Erwachsenengebiss ersetzt werden. Unter Ersatzgebiss wird meist eine Vollprothese als künstliches Gebiss verstanden, doch kann darunter auch das Dauergebiss mit mehr Zähnen, anstelle vom Milchzahngebiss oder Wechselgebiss verstanden werden. Im Milchzahngebiss befinden sich bis zum Zahnwechsel im Wechselgebiss 8 Schneidezähne, 4 Eckzähne und 8 Molaren. Die Aufgaben der Zähne mit den unterschiedlichen Zahnarten und die Funktion vom Gebiss sind beim Mensch sehr vielfältig, sei das ein Kinderzahngebiss mit Milchzähnen oder ein Dauergebiss mit bleibenden Zähne.

Zahnschema, Dauergebiss, Erwachsenengebiss

Im Volksmund wird das natürliche Gebiss wie auch eine Zahnprothese mit künstlichen Zähnen als Gebiss bezeichnet, wobei die Zähne vom Zahnersatz die gleiche "Zahnnummer" erhalten, die anstelle der natürlichen Zähne fungieren, sei dies eine Zahnbrücke, Zahnprothese oder eine "Implantatprothese".

Zahnschema, Zahlencode der Zähne

Zur Vermeidung von Missverständnissen wird das menschliche Gebiss in Quadranten (Viertel) unterteilt und die Zähne durch Zahlen im FDI-Code-System als Koordinatensystem eindeutig bezeichnet.

Die "Zahnnummer im Gebiss" ist bildlich gesehen "die Hausnummer der Zähne" auf dem Zahnschema als Zahlencod ersichtlich und so bereits beim Kindergebiss im Milchgebiss-Zahnschema. Das Gebissschema ist eine Methode, einen Zahn im Zahnbogen und in seiner Position im Kiefer zu benennen. Die Bezeichnungen der Zahntypen, Zahnmerkmale, Flächenbezeichnungen und Lagebezeichnungen der Zähne sind nur eine Arbeitshilfe und ergeben eine ungenaue Standortsbestimmung vom Zahn oder Zahnersatz. Die Gebissformel bzw. Zahnformel ergibt beim Mensch im Gebiss einen eindeutigen Zahlencod für jeden Zahn im Kiefer, was im Volksmund meist als Zahnnummer bezeichnet wird. Beim unmissverständlichen Zahlencod spielt es keine Rolle, ob es um einen natürlichen Zahn oder um ein Implantat als künstliche Zahnwurzel mit Zahnersatz handelt, die als Ersatz für einen fehlenden natürlichen Zahn eingesetzt wird.

Zahnschema vom Schneidezahn bis zum Weisheitszahn

Beim Zahnschema werden die Zähne einer Kieferhälfte beginnend mit dem vordersten Schneidezahn bis zum Weisheitszahn mit 1 bis 8 durchnummeriert.

Das Zahnschema ist ein System für eine genaue Zahnbezeichnung, wo die Position der Zähne im Kiefer eindeutig benannt werden, denn man stellt im Gebissschema die Ziffer vom Quadrant (Viertel) der Kennziffer vom Zahn voran, so erhält der rechte Oberkiefer als Quadranten-Ziffer eine 1, der linke Oberkiefer eine 2 sowie der linke Unterkiefer eine 3 und der rechte Unterkiefer eine 4, wonach die angeschlossen Zahnziffer als Zahlencod getrennt gesprochen wird.

Gebissschema beim Erwachsenengebiss

Gebissschema beim Erwachsenengebiss besteht aus gesamthaft 32 Zähnen, je 16 Zähne im Oberkiefer und Unterkiefer.

Gebissschema, Erwachsenengebiss, Zahngebiss

In der Mitte vom Zahngebiss liegen pro Kiefer vier scharfkantige Schneidezähne zum Abbeissen der Nahrung.

An die Schneidezähne (Schaufelzähne) schliesst sich rechts und links je ein Eckzahn an, dann folgen auf beiden Seiten je zwei Backenzähne und drei Mahlzähne zum Kauen und Zermalmen der Nahrung.

Die hintersten Mahlzähne werden als Weisheitszähne bezeichnet, da diese Zähne in der Regel erst ab dem 17. Lebensjahr erscheinen. Sofern hinter den Weisheitszähnen noch weitere überzählige Backenzähne vorhanden sind, werden diese als Distomolaren oder Retromolaren bezeichnet. Die Kaufläche der Backenzähne besteht aus zwei Höckern und  haben im Unterkiefer stets eine und im Oberkiefer manchmal zwei Zahnwurzeln. Die Kaufläche der Mahlzähne besteht meist aus vier oder fünf Höckern. Sie haben im Oberkiefer drei Wurzeln, im Unterkiefer zwei. Um den Zahnärzten und ihrem Assistenzpersonal die Dokumentation von Zahnbehandlungen zu erleichtern, wird durch die Zahnformel jedem Zahn eine bestimmte Nummer zugeordnet.

1  2      I - Incisivi (Schneidezähne)
3         C - Canini (Eckzähne)
4  5     P - Prämolaren (Vormahlzähne)
6 7 8   M - Molaren (Mahlzähne)

Da Unterkiefer und Oberkiefer sich gleich verhalten, kann die Formel vereinfacht werden auf:
3 2 1 2 = 32  (also (3M+2P+1C+2I)x4 = 32 Zähne) 


Zahnmerkmale bei Menschen

Durch Zahnmerkmale wie das Krümmungsmerkmal kann man bei einem Zahn erkennen, ob der Zahn zur rechten oder zur linken Kieferhälfte gehört.

Auch wenn die Zähne beim Mensch wie die Schneidezähne, Eckzähne und Backenzähne äusserlich eine unterschiedliche Form aufweisen, sind diese im Aufbau vom Zahn gleich. Zahnmerkmale sind in der Zahnmedizin eine Hilfe, damit einzelne Zähne dem Oberkiefer oder Unterkiefer wie auch der linken oder rechten Kieferhälfte zugeordnet werden können. Bei den Zahntypen gibt es im Gebiss charakteristische Zahnmerkmale und Eigenschaften, mit deren Hilfe man die einzelnen Zähne im Zahnbogen bestimmen kann. Alle Zähne weisen im Zahngebiss etliche gemeinsame Zahnmerkmale und unterschiedliche Zahnformen auf und können zur Orientierung bei der Zahnbestimmung dienen. Unmissverständlich kann jeder Zahn im Kiefer nur durch die "Zahnnummer" gemäss Zahnschema im Dauergebiss bezeichnet werden, wie auch im Milchzahngebiss durch das Milchgebiss-Zahnschema.

Zahnmerkmale, Wurzelmerkmale, Kronenflucht

Jeder Zahnart hat seiner Funktion entsprechend eine andere Zahnform und unterschiedliche Wurzelmerkmale, Winkelmerkmale, Krümmungsmerkmale und eine unterschiedliche Kronenflucht als Erkennungsmerkmal.

Bei den Zähnen gibt es charakteristische Merkmale, mit deren Hilfe man die einzelnen Zähne genau bestimmen kann.

Zu  den Zahnmerkmalen gehören das Wurzelmerkmal, Krümmungsmerkmal und Winkelmerkmal sowie die Kronenflucht bei den Unterkieferzähnen. Durch die gemeinsamen Zahnmerkmale (Form der Zähne) kann bestimmt werden, ob der Zahn auf die rechte oder linke Kieferhälfte gehört. Nebst Zahnmerkmalen gibt es Zahntypen, ZahngruppenLagebezeichnung der Zahnfläche und Flächenbezeichnung der Zähne.

Wurzelmerkmale der Zähne

Die Zahnwurzel weicht im Allgemeinen von der Krone nach distal bzw. von der Mitte vom Zahnbogen weg, Richtung Weisheitszähne ab.

Infolge der Wurzelbildung während der Wachstumsvorgänge im Kiefer, weisen Zahnwurzeln meist immer einer Krümmung nach distal auf. Der Zahnbogen wird durch die Verbindungslinie der Schneidekanten der Frontzähne und der bukkalen Höckerspitzen der Seitenzähne definiert.

Winkelmerkmale der Zähne

Bei den Schneidezähnen ist der Winkel, den die Schneidekante mit den Schneideflächen der Krone bildet, mesial bzw. zur Mitte vom Zahnbogen hin, immer Richtung Frontzähne spitzer als distal.

Bei den Schneidezähnen steht die Inzisalkante nicht im rechten Winkel zur Zahnachse, denn diese fällt nach distal ab womit der Winkel mesial spitzer ist als distal. Die Kronenecke ist distal stärker abgerundet als mesial. Die Strecke zwischen der mesialen Ecke von Eckzähnen und der Eckzahnspitze ist kürzer als die Strecke zwischen distaler Ecke und der Eckzahnspitze womit auch Eckzähne ein Winkelmerkmal aufweisen.

Krümmungsmerkmale der Zähne

Die vestibuläre Fläche der Zähne zum Mundvorhof hin bzw. auf der Aussenseite der Zähne, weist mesial eine stärkere Krümmung auf als distal.

Zähne weisen mesial meist eine grössere Masse auf, womit mesial einen grösserer Krümmungsradius vorhanden ist als bei distal. Der grösste Durchmesser liegt also nicht in der Mitte der Zähne, sondern weiter mesial. Dies ist im Besonderen an den Schneidezähnen und Eckzähnen, aber auch an den Prämolaren zu erkennen.

Kronenflucht der Zähne

Bei den Zähnen im Unterkiefer sind die Zahnkronen im Vergleich zu den Zahnwurzeln nach lingual geneigt, so dass diese Lingualneigung als Kronenflucht bezeichnet wird.

Die Kronenflucht bezeichnet den Winkel zwischen der Zahnkronen-Achse und Zahnwurzel-Achse und gehört mit den Winkelmerkmalen, Wurzelmerkmalen und Krümmungsmerkmalen zu den Zahnmerkmalen die eine Zuordnung vom Zahn zum Oberkiefer oder Unterkiefer ermöglicht. Durch die Kronenflucht unterscheiden sich die Unterkieferzähne in typischer Weise von den Zähnen im Oberkiefer. Die Zahnkronen-Achse ist im Verhältnis zur Zahnachse bei allen Unterkiefer-Seitenzähnen im Seitenzahngebiet nach lingual leicht geneigt, wodurch die vestibulären Höckerspitzen, als zentraler höchste Punkt vom Höckerkegel über dem Wurzelquerschnitt vom Zahn stehen. Im Seitenzahngebiet vom Unterkiefer ist die Kronenflucht am stärksten ausgeprägt, wo die Zahnkronen nach lingual bzw. zur Zunge hin neigen, wohingegen sich die Kronen im Oberkiefer-Seitenzahngebiet leicht zur Wange hin neigen, was der Zahnarzt mit bukkal bezeichnet. Die Kraft für die Nahrungszerkleinerung kann nur optimal aufgebracht werden, wenn die Kronenflucht den Gegebenheiten vom Kiefergelenk für eine effiziente Mahlbewegung angepasst ist, ansonsten es durch Veränderungen der Kauflächen zu Kiefergelenksproblemen und Kiefergelenkschädigung kommen kann, was vielfach bei Zahnlücken der Fall ist, wenn die Nachbarzähne in die Zahnlücke kippen.

Zahnhalsmerkmal

Als Zahnhalsmerkmal wird die Rundung der Schmelz-Zement-Grenze bezeichnet, die beim Einzelzahn nicht gleichmässig ausgeprägt ist.

Der Verlauf der Schmelz-Zement-Grenze verläuft geschwungen und ringförmig nicht gerade um den Zahn. Der Höhenunterschied vom Verlauf der Schmelz-Zement-Grenze nimmt in der Zahnreihe ab, wo der Unterschied beim mittleren Schneidezahn ausgeprägt und am deutlichsten zu sehen ist gegenüber denn Weisheitszahn wo sie am geringsten ist.


Flächenbezeichnung der Zähne

Beim Zahnarzt dient die Flächenbezeichnung vom Zahn als Bezeichnung der Richtung, so als Flächenangabe zum benachbarten Zahn oder zur Zahnbogenmitte hin.

Zusammen mit der "Zahnnummer" als Zahn-Ort gemäss Zahnschema nach dem FDI-Code-System, ergibt die Flächenbezeichnung vom Zahn wie auch die Lagebezeichnung im Gebiss eine genaue Definition der Zahnseite und Zahnfläche zum Beschreiben einer Richtung im Gebiet der Kopfgegend. Wenn der Zahn und die Zahnfläche in der Fachsprache genau bezeichnet ist, können krankhafte Veränderungen okklusal (auf der Kaufläche) im Milchgebiss, wie auch während der Wechselgebissperiode im Wechselgebiss beim Zahnwechsel oder im Dauergebiss als Erwachsenengebiss genau beschrieben und wieder erkannt werden. Als Richtungsbezeichnung unterscheidet man in der Zahnmedizin die Vorderseite vom Zahn "mesial" (zugewandt) von der Rückseite von einem Zahn "distal“, was "entfernt gelegen" (abgewandte Seite) bedeutet. Bei der Richtungsbezeichnung von Zahnflächen orientiert man sich vielfach an den Strukturen im Mund und benennt sie mit lateinischen Begriffen wie ZungeLippen, Wangen oder Gaumen, so bedeutet z.B. Palatinal zum Gaumen hin oder Labial zur Lippe hin. Die Lagebezeichnung der Zähne gilt wie die Flächenbezeichnung und Richtungsbezeichnung im Gebiss auch für alle Möglichkeiten beim Zahnersatz.

Zähne, Flächenbezeichnung, Zahnfläche, Zähne

Um sich in der Mundhöhle exakt orientieren zu können, gibt es eine Reihe von Lage- und Richtungsbezeichnungen.

Zahnfläche  Aussenseite der Zähne
Labial zur Lippe (13 12 11 21 22 23)
Bukkal  zur Wange (14- 18 & 24- 28) Aussenseite der Zähne
Vestibulär zum Mundvorhof "Vestibulum oris" alle)
  Innenseite der Zähne
Lingual  zur Zunge (UK)
Oral  zur Mundhöhle "Cavitas oris" UK) Innenseite der Zähne
Palatinal zum Gaumen (OK)
   
Mesial zur Mitte vom Zahnkrone hin (Richtung Frontzähne)
Distal von der Mitte des Zahnbogens weg (Richtung Weisheitszähne)
   
Approximal  zum Nachbarzahn
Interdental zwischen den Zähnen
   
Inzisal zur Schneidekante
Okklusal auf der Kaufläche
   
Koronal   an der Zahnkrone 
Zervikal   am Zahnhals 
Radikulär  an der Zahnwurzel (radix) 
Apikal  an der Zahnwurzelspitze 
   
Gingival  am Zahnfleisch 
Subgingival  unter dem Zahnfleisch 
Supragingival  über dem Zahnfleisch 
   
Zentral in der Mitte 
Lateral  seitlich
Horizontal waagerecht
Vertikal senkrecht
Sagittal  von vorn nach hinten
Transversal  quer verlaufend 

 

Lagebezeichnung und Richtungsbezeichnung der Zahnfläche

Die Lagebezeichnung der Zähne kann auch ein Gebiet zur Orientierung in der Mundhöhle bezeichnen. 

Als mesial werden Zahnfläche der einzelnen Zähne bezeichnet, die zur Mitte vom Zahnbogen hin zeigen. Die Zahnfläche der verschiedenen Zahnarten, die von der Mitte vom Zahnbogen weg zeigen, werden als distal bezeichnet. Die Bezeichnung „okklusal“ trifft nur auf die Seitenzähne (Molaren und Prämolaren) im Seitenzahngebiet zu und bedeutet auf der Kaufläche. Der Prämolar als Vormahlzahn hat meist eine Kaufläche mit zwei Höckern, der zweite untere Prämolar vielfach jedoch drei Höcker. Bei Schneidezähnen bzw. Frontzähnen nennt man den Bereich an der Schneidekante inzisal. Frontzahnflächen die zur Lippe hin zeigen, werden als labial bezeichnet. Als bukkal bezeichnet man die Flächen der Seitenzähne die zur Wange hin zeigen. Die Bezeichnung approximal gilt für alle Zähne, die ganz allgemein die Lage zum Nachbarzahn hin beschreibt und interdental, was zwischen den Zähnen liegt. Der Anteil der Zähne im Oberkiefer "Maxilla", die zum Gaumen hin zeigen, liegen palatinal und die Flächen der Zähne im Unterkiefer "Mandibula", die zur Zunge hin zeigen, liegen lingual.


Lagebezeichnung der Zähne

Die Lagebezeichnung der Zähne gilt für Milchzähne, bleibende Zähne und für den Zahnersatz wie bei der Zahn-Flächenbezeichnung.

Wenn die beiden Schneidezähne an ihren mesialen Flächen aneinanderstossen wird von einer Flächenbezeichnung der Zähne gesprochen. Die Lagebezeichnung und Richtungsbezeichnung dient in der Anatomie zur Beschreibung der Position, der Richtung, der Lage und dem Verlauf einzelner Strukturen. Die Bisslage ist die Lagebezeichnung vom Unterkiefer zum Oberkiefer und bezeichnet die Abweichungen von der Normalbisslage bzw. Bissanomalien. Die Lagebezeichnung der Zähne sind Bestandteil anatomischer Namen die auch mit Kürzel wie z.B. superficiali`s superf. was für oberflächlich verwendet wird. Lagebezeichnung der Zähne kommt in mehreren Formen vor und ist als Teil nach einem System zusammengesetzt. Die Lagebezeichnung der Zähne im Kiefer kann auch ein Gebiet bezeichnen, wie Kontaktmangel im Frontzahngebiet, das die Schneidezähne und Eckzähne beinhaltet oder das Seitenzahngebiet mit den Backenzähnen, die in Prämolaren, Molaren und Distomolaren unterteilt werden.

Die Zahnachsen der Frontzähne im Oberkiefer sind im Normalfall mehr oder weniger nach distal geneigt, so die Eckzähne und die mittlere Schneidezähne.

Lagebezeichnung Zähne, Richtungsbezeichnung 

Nur wenn die Neigung der Zahnachse der oberen Frontzähne spiegelbildlich symmetrisch zur Mittellinie verlaufen, wirken die Zähne harmonisch und ästhetisch.

Lagebezeichnung und Richtungsbezeichnung der Zähne

Die Lagebezeichnungen orientiert zusammen mit der "Zahnnummer" als Ort vom Zahn den Zahnarzt oder Zahnarzthelferin über die Lage der Zähne in Bezug auf Richtung oder Gebiet der Kopfgegend.

Nebst dem Zahnschema nach der Zahnformel bzw. Gebissformel als Schematische Darstellung nach dem FDI-Code-System mit den unterschiedlichen Zahnarten und Zahntypen nach der Zahnfunktion im Gebiss, orientiert die Lagebezeichnung die Bisslage und die räumlichen Lagebeziehung, so im Milchgebiss-Schema und Dauergebiss-Schema. Die Lagebezeichnung der Zähne kommt in mehreren Formen vor, so z.B. in jedem Quadrant liegen die Prämolaren mesial von den Molaren. Die Lagebezeichnung und Richtungsbezeichnungen dienen der Beschreibung der Position in der Anatomie vom Zahn und dem Verlauf einzelner Strukturen wie der Zahnkrone, dem Zahnhals oder der Zahnwurzel. Die Liste „Lagebezeichnung der Zähne“ kann um ein vielfaches mit vielen lateinischen Namen erweitert werden.

Lage, Richtung und Flächen der Zähne im Gebiss

Beim Zahnarzt werden die Seiten und Flächen an den Zähnen im Kindergebiss oder beim Zahnwechsel im Wechselgebiss und Dauergebiss (Erwachsenengebiss) in der Fachsprache mit der Lagebezeichnung und Flächenbezeichnung angegeben.

aboral vom Mund weg gelegen
apikal an der Zahnwurzelspitze / zur Wurzelspitze hin 
approximal  zum Nachbarzahn hin 
axial  in Richtung der Zahnachse 
bukkal  zur Wange / Richtung Backen oder Lippen 
distal  von der Mitte vom Zahnbogen weg / zum Ende des Zahnbogens hin / zum Kiefergelenk 
gingival  am Zahnfleisch (Gingiva) / zum Zahnfleisch gehörend 
horizontal  waagerecht 
interdental  zwischen den Zähnen 
interradikulär  zwischen den Zahnwurzeln gelegen 
inzisal  zur Schneidekante hin / Richtung Schneidekante 
koronal  an der Zahnkrone / zur Zahnkrone hin 
labial  zur Lippe / lippenseitig 
lateral  seitlich 
lingual  zur Zunge / Richtung Zungenkörper (nur Unterkieferzähne) 
marginal  zum Zahnfleischrand gehörend (Zahnfleischverlauf)
mastikal  zur Kaufläche hin 
mesial  zur Mitte hin vom Zahnbogen bzw. Alveolarbogen
nasal  nasenwärts (zur Nase hin gerichtet)
okklusal  auf der Kaufläche 
okzipital  zum Hinterkopf hin gelegen 
oral  zur Mundhöhle / mundwärts 
palatinal  zum Gaumen / Richtung Gaumen (nur Oberkieferzähne)
parapulpär  neben der Zahnpulpa gelegen (im Dentin) 
periapikal  um die Wurzelspitze herum 
perikoronal  um die Zahnkrone herum 
radikulär  an der Wurzel / die Zahnwurzel betreffend, von der Zahnwurzel ausgehend 
sagittal  von vorn nach hinten 
subgingival  unter dem Zahnfleisch 
supragingival  über dem Zahnfleisch 
temporal  schläfenwärts 
transdental  durch den Zahn hindurch, über die Wurzelspitze hinaus 
transversal  von oben nach unten 
vertikal  senkrecht, von rechts nach links 
vestibulär  zum Mundvorhof 
zentral  in der Mitte 
zervikal  am Zahnhals / Richtung Zahnhals 

 


 

Quadrant für Gebissformel

Im Zahnschema wird das Gebiss nach dem FDI-Code-System in vier Hälften "Quadranten" unterteilt, wonach jeder Zahn (Dens) nach einer festen Ordnung eine Zahnnummer erhält.

Zähne haben je nach Funktion unterschiedliche Namen als Bezeichnung, so sind es Schneidezähne, Eckzähne, Backenzähne oder Mahlzähne, die je nach Zahnart eine Zahngruppe bilden. Da mehrere Exemplare von jeder Zahnart oder auch Zahngruppe im Gebiss vorhanden sind, ist eine genaue Identifizierung durch die Namen der Zähne schwierig, sodass jedem Zahn durch das Gebissschema eine entsprechende zweistellige Nummer zugewiesen wird. Zur Vermeidung von Missverständnissen werden die Zähne des Menschen beim Zahnarzt durch das Zahnschema eindeutig bezeichnet. Beim Erstellen vom Heil- und Kostenplan als Grundlage der Therapieplanung und Kostenplanung wird die einheitlichen Zahnformel bzw. Gebissformel gemäss FDI-Zahnschema verwendet. Das Zahngebiss wird beim Mensch in vier Quadranten unterteilt, so jeweils im Oberkiefer und Unterkiefer in einen rechten Quadrant und in einen linken Quadrant. Die Quadranten dienen als erste Ziffer der Zahnbezeichnung der zweiziffrigen Kennung. Das Gebiss wird dazu in 4 Quadranten unterteilt (aus Sicht des Patienten). Die Teilung erfolgt pro Kiefer zwischen den mittleren Schneidezähnen. Die Vereinheitlichungen der Zahnformel im Zahnschema mit dem Zahlen-Code (Nummerierung im Quadrant) dient dem Zahnarzt zur Dokumentation vom Befunden über den Gebisszustand bzw. Zahnstatus und Parodontalstatus, um Besonderheiten der Zähne notieren zu können.

Quadrant Zahnnummer Zahnbezeichnung Zahn

Als Zahn-Bezeichnung besitzen bei Menschen alle Zähne im Kiefer eine eindeutige Ziffer (Zahnnummer) im Gebiss, wobei auch "Ersatzzähne" als Zahnersatz die gleiche Ziffer erhalten, so auch Zahnimplantate als Zahnwurzelersatz mit Zahnersatz, die vielfach als "Dritte Zähne" oder künstliche Zähne bezeichnet werden.

Kiefer-Quadrant im Zahnschema beim Mensch

Der Mund wird, was den Kiefer anbetrifft, in vier "Hälften" (Kiefer-Quadrant) eingeteilt.

Damit die genaue Position aller Zahnarten bei Kindern und Erwachsenen im Kiefer in der Zahnbogenform eindeutig benannt werden können, dient das Zahnschema als System für die Zahnbezeichnung, wo die Aufteilung in Kiefer-Quadranten erfolgt, damit jeder Zahn im Zahngebiss eine Zahl erhält. Der Quadrant (lat. quadrans "Viertel") ist ein durch zwei Koordinatenachsen begrenzter Abschnitt einer Ebene. Der Quadrant ist ein Kieferviertel und wird durch Unterteilung in rechte und linke Unterkieferhälfte sowie rechte und linke Oberkieferhälften gebildet. Dies wird benutzt bei der Zahnformel resp. Zahnschema oder bildlich gesehen die "Hausnummer" der Zähne im Kiefer. Der Quadrant wird angewendet im Milchgebiss (temporäres Gebiss) und im bleibenden Gebiss (Permanentes Gebiss). Zähne im Gebiet werden 1 bis 8 durchnummeriert und erhalten nach dem Quadrant 1, 2, 3, 4 eine zusätzliche Nummer angehängt. Somit bekommt jeder Zahn durch die Zahnformel eine eigene Identität bzw. Zahnnummer (Hausnummer im Dorf Mundhöhle). Der Quadrant „1/4“ ist eine Gebietsbezeichnung für den Zahn, damit ist bekannt, in welchem Kieferviertel (Bezirk) der Zahn sich befindet. Zur Kieferbezirksnummer als erste Ziffer "Zahl" gehört immer auch die zweite Zahl die den einzelnen Zahn innerhalb vom Quadrant identifiziert, was die "Zahnnummer" ergibt. Der mittlere Schneidezahn erhält die Ziffer 1, wonach immer vom mittleren Scheidezahn mit schaufelförmige Kronenform aus, nach hinten weitergezählt wird, sodass der Weisheitszahn im Fachjargon "Achter" (Stockzahn) genannt wird. Es gibt Menschen die hinter den Weisheitszähnen einen 9. Backenzahn oder in sehr seltenen Fällen auch einen 10. Zahn im Gebiss besitzen, die als Distomolaren oder Retromolaren bezeichnet werden.

Bei der Zahnbezeichnung "Zahnnummer" gibt es drei verschiedene Schemas bzw. Systeme:

Schema nach Zsigmondy
Schema nach Haderup
F.D.I. Schema


Zahnnummern im Gebiss

Im Erwachsenengebiss werden die Zahnnummern aufgeteilt in 4 Quadranten.

Das Zahnschema nach dem FDI-Code-System ermöglicht mit der Zahnnummer genaue Angaben vom Zahn-Ort bei Zahnschäden, was auch für Zahnimplantate als Zahnwurzelersatz und Zahnersatz gilt, da der "Ersatzzahn" als Prothese die gleiche Nummer im Gebiss erhält.

Zahnnummer, Zahngebiss, Gebisschema, Zähne

Das natürliche Gebiss vom Erwachsenen Mensch besteht aus 32 Zähnen (Dentes), je 16 im Oberkiefer und Unterkiefer, sofern auch die Weisheitszähne vorhanden sind.

Die einzelnen Zähne im Gebiss werden im Zahnschema pro Quadrant immer aus der Sicht vom Zahnpatient bezeichnet.

Im Gebiss vom Mensch werden Zähne mit ähnlichen Merkmalen in Zahngruppen eingeteilt, so Schneidezähne, Eckzähne, Prämolaren und Molaren. Als Ersatzzähne werden die bleibenden Zähne vom menschlichen Gebiss bezeichnet, denn Ersatzzähne lösen die Milchzähne ab und als Zuwachszähne werden die Backenzähne im Seitenzahngebiet vom bleibenden Gebiss bezeichnet, denn diese besitzen keine Vorgänger im Milchgebiss.

Zahnnummern im Oberkiefer beim bleibenden Gebiss nach dem FDI-Code-System

Zahn 11 rechter oberer mittlerer Schneidezahn (Frontzahn)
Zahn 12 rechter oberer seitlicher Schneidezahn
Zahn 13 rechter oberer Eckzahn
Zahn 14 rechter oberer vorderer Backenzahn (Prämolar) als Vormahlzahn
Zahn 15 rechter oberer hinterer Backenzahn (Prämolar) als Vormahlzahn
Zahn 16 rechter oberer vorderer Mahlzahn (Molarr)
Zahn 17 rechter oberer mittlerer Mahlzahn
Zahn 18 rechter oberer hinterer Mahlzahn (Weisheitszahn) bzw. Stockzahn
Zahn 21 linker oberer mittlerer SchneidezahnZahnnummer bleibendes Gebiss
Zahn 22 linker oberer seitlicher Schneidezahn
Zahn 23 linker oberer Eckzahn
Zahn 24 linker oberer vorderer Backenzahn (Prämolar)
Zahn 25 linker oberer hinterer Backenzahn (Prämolar)
Zahn 26 linker oberer vorderer Mahlzahn
Zahn 27 linker oberer mittlerer Mahlzahn
Zahn 28 linker oberer hinterer Mahlzahn (Weisheitszahn)

Zahnnummern Unterkiefer, im bleibenden Gebiss

Zahn 31 linker unterer mittlerer Schneidezahn
Zahn 32 linker unterer seitlicher Schneidezahn
Zahn 33 linker unterer Eckzahn
Zahn 34 linker unterer vorderer Backenzahn (Prämolar)
Zahn 35 linker unterer hinterer Backenzahn (Prämolar)
Zahn 36 linker unterer vorderer Mahlzahn
Zahn 37 linker unterer mittlerer Mahlzahn
Zahn 38 linker unterer hinterer Mahlzahn (Weisheitszahn)
Zahn 41 rechter unterer mittlerer Schneidezahn (Frontzähne im Frontzahngebiet)
Zahn 42 rechter unterer seitlicher Schneidezahn
Zahn 43 rechter unterer Eckzahn
Zahn 44 rechter unterer vorderer Backenzahn (Prämolar) im Seitenzahngebiet
Zahn 45 rechter unterer hinterer Backenzahn (Prämolar)
Zahn 46 rechter unterer vorderer Mahlzahn
Zahn 47 rechter unterer mittlerer Mahlzahn
Zahn 48 rechter unterer hinterer Mahlzahn (Weisheitszahn)


Zahntypen im Gebiss

Das menschliche Gebiss besteht aus 32 Zähnen, im Zahngebiss werden diese unterteilt in vier Grundzahnformen bzw. verschiedenen  Zahntypen, den Schneidezähnen (Incisivi), den Eckzähnen (Canini), den vordere Backenzähnen (Prämolaren) und den hintere Backenzähne (Molaren) sowie den Weisheitszähnen. Die Zahntypen werden im Gebiss auch als Zahnarten oder Zahngruppen bezeichnet.

Zahntypen, Zahnarten, Zahngruppen im Gebiss vom Mensch (Zahngebiss)

Zahntypen gibt es bei den Menschen wie auch bei den Tieren, Zähne einzelner Zahntypen können bei einem zu schmalen Kiefer fehlen oder nicht herauswachsen und bei anderen haben die Zähne auch eine etwas andere Form.

Zähne haben verschiedene Aufgaben und demzufolge auch unterschiedliche Grundzahnformen.

In der Mitte vom Gebiss besteht der mittlere Schneidezahn, dann der äussere Schneidezahn vor dem Eckzahn, danach folgt der erste vordere Backenzahn vor dem zweiten vorderen Backenzahn. Danach folgt der erst hintere Backenzahn vor dem zweiten hinteren Backenzahn, wonach der Weisheitszahn folgt.

Grundzahnformen, Gebiss, Zahngrundformen 

Damit es zwischen den verschiedenen Zahntypen und Zahnformen keine Verwechslung geben kann, hat jeder Zahn im Zahnschema eine Zahnnummer.

Die Zähne mit den Grundzahnformen sind beim Mensch ein Teil vom Kauorgan im ganzen Kausystem und sind an der Nahrungsaufnahme und Nahrungsaufbereitung beteiligt, was aber nur im Zusammenspiel mit dem ganzen System von Zahnhalteapparat, Kieferknochen, Kiefergelenke und Kiefermuskeln funktionieren kann.

Im Quadrant haben die beiden Schneidezähne eine Schneidekante und können so wie eine Schere funktionieren, in dem sie die Nahrung abscheren. Der Eckzahn ist ähnlich einem Reisszahn mit den längsten Zahnkronen und einer leichten Kauspitzen mit Schneidekante sowie langen Zahnwurzeln ausgebildet. Durch die ersten kleinen Backenzähne (Prämolaren) kann man die Nahrung festhalten und grob zerkleinern. Die grossen Backenzähne (Molaren) mit den grossen Kauflächen und den 4 oder 5 Höckern habe die Aufgabe, den Speisebrei vollständig zu zermahlen und für die Verdauung vorzubereiten. Zahngrössen von den Zahngrundformen wie Frontzähne im Frontzahngebiet und Seitenzähne vom Seitenzahnbereich sind im Zahnbogen sehr Individuell und können stark schwankend sein.

Ein schönes Lächeln wird massgeblich durch die Zahnform, Zahnfarbe und den Zahnfleischverlauf bestimmt und so ist die korrekte Wiederherstellung der Zahnform durch Zahnersatz sowohl unter funktionellen als auch optisch-ästhetischen Gesichtspunkten von Bedeutung.

Zahngebiss, Zähne, Zahnform, Gebiss, Zähne

Die grossen Backenzähne sind mit mehreren Zahnwurzeln im Zahnbett bzw. Zahnhalteapparat verankert und können damit im Kauapparat auch den grössten Kaudruck aushalten.

Es gibt vier Zahntypen im menschlichen Gebiss

Schneidezähne sind meisselförmig und schaufelförmig, denn Schneidezähne dienen zum Abbeissen und Zerschneiden der Nahrung.
 Eckzähne haben eine Kauspitze und besitzen von allen Zähnen die längste Zahnwurzel, denn sie sind zum Zerreissen von Nahrungsstücken geeignet.
 Vordere Backenzähne haben zwei Kauspitzen und dienen zum Zerkauen der Nahrung zu einem Nahrungsbrei.
 Mahlzähne besitzen vier oder auch fünf Kauspitzen um die Nahrung vollständig zermatschen und zerkleinern zu können, sie werden aber meist als hintere Backenzähne bezeichnet. Zu den hinteren Backenzähnen zählen auch die Weisheitszähne die auch als achter bezeichnet werden. 

Hals vom Zahn

Zahnhals

Der Zahnhals stellt den vom Zahnfleisch umgebenen Teil vom Zahn zwischen Zahnwurzel und Zahnkrone dar.

Liegt der Zahnhals aufgrund eines Rückzuges vom Zahnfleisch frei, reagiert der Zahn auf äussere Reize wie Wärme, Kälte oder Druck sehr sensibel.

Zahnhals, empfindliche Zähne, Zahnhalsbereich 

Der Zahnhals ist der Übergang zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel ist eine Kariesprädilektionsstelle, weil der Zahn an dieser Stelle relativ ungeschützt ist.

Zahnhälse

Da sich in den Zahnhälsen kleine Kanälchen befinden, können überempfindliche Zahnhälse entstehen.

Der Zahnhals (Cervix dentis) ist der Übergang zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel. Im Zahnhalsbereich läuft der Zahnschmelz zur Zahnwurzel hin, wo der Zahnzement bzw. Wurzelzement beginnt, der aber an Festigkeit sehr viel geringer ist als der Zahnschmelz. Als Wurzelzement wird die mineralisierte Hartsubstanz bezeichnet, das die Zahnwurzel und den unteren Teil vom Zahnhals umgibt. Unsere Zähne sind von einer harten Schmelzschicht umgeben die wie ein natürlicher Schutzmantel um den Zahnhals wirkt. Der untere Teil vom Zahn, der im Zahnfleisch steckt, besitzt keinen Zahnschmelz und wird dort vom umgebenden Gewebe geschützt. Zieht sich aber das Zahnfleisch zurück, liegen die empfindlichen Stellen vom Zahnhals bloss. Der Zahnhals besteht aus Dentin und ist von einer dünnen Zementschicht umgeben, die im Gegensatz zum Wurzelzement keine Zementozyten enthält. Die oberste Schicht vom Zahnbett bildet das Zahnfleisch, das in gesundem Zustand nah am Zahn bzw. Zahnhals anliegt. Unter dem Zahnfleisch befinden sich ein Bindegewebe mit Blutgefässen und darunter der Kieferknochen, das Fundament vom Zahn. Bei einem gesunden Zahngebiss ist der Zahnhals vom Zahnfleisch bedeckt bzw. das Zahnfleisch (Gingiva) bedeckt den Kieferknochen und umschliesst den Zahnhals wie ein eng anliegender Kragen. Entblösste Zahnhälse sind empfindlich, deshalb können sich parodontalchirurgische Methoden eignen, bei denen das Zahnfleisch wieder über den Zahnhals gelegt wird.

Zahnhals zwischen Zahnwurzel und Zahnkrone

Durch Erkrankungen am Rande vom Zahnhalteapparat (Parodontium) und dem dadurch bedingten Zahnfleischrückgang kann es zu freiliegenden Zahnhälsen kommen.

Zahnpatienten mit freiliegenden Zahnhälsen sollten beim Zahnfleischschwund, Zahnhalsdefekten, Schäden am Zahnschmelz oder freiliegendem Dentin darauf achten, dass die Abrasivität der Zahnpasta beim Zähneputzen nicht hoch ist bzw. der RDA-Wert 50 nicht überschritten wird.

Zahnhals zwischen Zahnwurzel und Zahnkrone

Freiliegende Zahnhälse sind sehr empfindlich gegenüber Reizen wie Kälte, Hitze, Berührung, Süss oder Sauer, denn im Zahnhalsbereich läuft der Zahnschmelz zur Zahnwurzel hin aus wo der Zahnzement beginnt.

Da der Zahnhals relativ ungeschützt ist besteht die Gefahr von Zahnhalskaries.

Schmerzempfindliche Zahnhälse und Zähne sind bei der erwachsenen Bevölkerung ein zunehmendes Problem, denn ein zu kräftiger und regelmässiger Druck bei der Zahnreinigung kann dazu führen, dass es auf die Dauer zum Zahnfleischrückgang kommt und die Zahnhälse damit freiliegen. Im Zahnhalsbereich läuft der Zahnschmelz zur Zahnwurzel hin aus, es beginnt der Zahnzement der jedoch nicht so fest und widerstandsfähig wie der Zahnschmelz. Bei einem gesunden Zahngebiss ist der Zahnhals vom Zahnfleisch bedeckt. Durch Erkrankungen vom Zahnhalteapparat als funktionelles Verankerungssystem der Zähnen und dem dadurch bedingten Rückgang der vom Zahnfleisch kann es zu freiliegenden Zahnhälsen kommen, die sehr empfindlich gegenüber Reizen wie Kälte, Hitze, Berührung oder süssen resp. sauren Lebensmitteln reagieren. Schmerzen aufgrund von freiliegenden Zahnhälsen lassen sich vom Zahnarzt behandeln.

Zahnhalsschmerzen

Ursache für Zahnschmerzen bzw. Zahnhalsschmerzen bei freiliegenden Zahnhälsen sind die das Dentin durchziehenden Dentinkanälchen, die eine direkte Verbindung zum sensibel Zahnmark herstellen.

Wenn der Zahnhals (Collum dentis) infolge eines Rückzuges vom Zahnfleisch freiliegt, reagiert der Zahn auf äussere Reize wie Wärme, Kälte oder Druck sehr sensibel was als Hyperästhesie bezeichnet wird.

Zahnhals, Zahnhalsschmerzen, Zahnhälse, Dentin

Hyperästhesie ist eine Überempfindlichkeit für Berührungsreize bzw. eine gesteigerte Erregbarkeit der Zahnnerven ist.

Gegenüber dem Zahnschmelz ist die Substanz des Dentins verhältnismässig weich, sodass immer eine grosse Gefahr von Dentinkaries besteht und Zahnhälse schmerzen.

Der Zahnhals ist eine Kariesprädilektionsstelle, weil der Zahn an dieser Stelle relativ ungeschützt ist, so dass die Schrubbmethode bei der Zahnreinigung vermieden werden sollte, damit keine Zahnhalskaries entsteht. Dentinkaries bzw. Karies am Zahnhals wird umgangssprachlich als Zahnhalskaries bezeichnet. Ein zu kräftiger Druck beim Zähneputzen kann auf die Dauer dazu führen, dass sich das Zahnfleisch zurückzieht, was zum Rückgang des Zahnfleisches und damit zu freiliegenden Zahnhälsen führt. Keilförmige Defekte am Zahnhals können auf eine falsche Putzbewegung hindeuten oder das Resultat von Überbelastungen der Zähne durch Zähneknirschen und Zähnepressen sein.


Überempfindliche Zahnhälse

Bei einem gesunden Zahngebiss ist der Zahnhals vom Zahnfleisch bedeckt.

Für überempfindliche Zahnhälse die durch eine falsche Zahnputztechnik ausgelöst sein kann, benötigt man bei der Zahnpflege eine Zahnpasta mit geringer Abrasivität (RDA 30). Das Problem von überempfindlichen Zahnhälsen wird vielfach unterschätzt und entsteht vielfach durch mechanische Einwirkungen durch das Putzen der Zähne mit zu harter Zahnbürste und grobkörniger Zahnpasta mit zu hoher Abrasivität oder auch durch nächtliches Zähneknirschen. Auch ein übermässiger und dauernder Verzehr von Lebensmitteln wie Früchte, Süssgetränke und Zucker etc. kann zur Demineralisation  (Zahnschmelz-Entkalkung durch Säureangriffe) der Zahnhartsubstanz führen, womit durch die Zahnerosion eine natürlichen Abnutzungserscheinung bei den Zähne entsteht. Wenn sich das Zahnfleisch am Zahnhals zurückzieht, entsteht ein freiliegender Zahnhals, der sehr empfindlich ist, so dass Schmerzen am Zahnhals entstehen. Ein Überempfindlichkeit bei Zahnhälsen kann auch durch ein von vererbten dünnen Zahnfleisch entstehen wie auch durch Erkrankungen, bei dem häufig Säuren in den Mund gelangen, so durch Reflux oder Essstörungen in Kombination mit Erbrechen, wo das Zähneputzen mit Magensäure in der Mundhöhle unterlassen werden sollte, denn Saures schädigt Zähne und Zahnfleisch. Besser ist es, wenn zuerst dem Mund gespült wird und ein Zahnpflegekaugummi benutzt wird, damit durch die Kaubewegung der Speichelfluss angeregt wird, der die schädlichen Säuren verdünnt und neutralisiert, so dass eine natürlich Pflege der Mundhöhle durch den Speichel aus den Speicheldrüsen erfolgt.

Zahnhälse, Überempfindlicher Zahnhals Zähne

Der Zahnhals als der obere Teil der Zahnwurzel ist vom Zahnschmelz überzogen wo sich die Zahnkrone anschliesst.

Zahnhals

Überempfindliche Zahnhälse entstehen vielfach, weil sich in den Zahnhälsen kleine Kanälchen befinden.

Freiliegendes Dentin ist empfindlich für Reize wie kalt, warm oder süss. Der Grund für überempfindliche Zahnhälse bzw. für die Reize sind zahlreiche lebende Zellen, die in winzige Kanälchen des Zahnbeins hineinragen und die Reize an das Zahninnere weiterleiten. Der Zahnschmelz läuft im Zahnhalsbereich zur Zahnwurzel hin aus, wo der Zahnzement beginnt, der nicht so fest und widerstandsfähig ist wie der Zahnschmelz. Normal ist der Zahn durch den widerstandsfähigen Zahnschmelz bis zum Zahnfleischrand perfekt geschützt. Durch Erkrankungen vom Parodontium und dem dadurch bedingten Rückgang vom Zahnfleisch kann es zu freiliegenden Zahnhälsen kommen. Freiliegende Zähne bzw. Zahnhälse können sehr empfindlich reagieren auf Kälte, Hitze, Süss, Sauer oder auf Berührungen. Ein zu kräftiger Druck beim Zähneputzen kann auf die Dauer auch zum Rückgang des Zahnfleisches führen und damit zu freiliegenden Zahnhälsen. Das Dentin in der Zahnhalsregion ist von zahlreichen Wurzelkanälchen durchzogen, die Nervenfasern enthalten,  in denen Reize zum Zahnmark weitergeleitet werden.

Entblösste Zahnhälse

Normalerweise ist der Zahn durch den widerstandsfähigen Zahnschmelz, der bis zum Zahnfleischrand reicht, perfekt geschützt, doch wenn sich das Zahnfleisch zurückzieht, entblösst es den empfindlichen Zahnhals, sodass die Zahnhälse überempfindlich reagieren.

Zähne können auf Kaltes, Heisses, Süsses oder Saures mit einem schmerzhaften Ziehen reagieren, was man als erhöhte Empfindlichkeit der Zähne bezeichnet, was aber über entblösste Zahnhälse entsteht und es überempfindliche Zahnhälse sind. Das Dentin ist am Zahnhals von vielen winziger Kanälchen durchzogen, die von der Oberfläche bis ins Zahnmark reichen wo über die sensiblen Dentinkanälchen chemische und thermische Reize den Nerv erreichen und die Überempfindlichkeit der Zahnhälse bzw. Zahnschmerzen auslösen was als Hyperästhesie bezeichnet wird.

Überempfindliche Zähne

Bei Überempfindlichkeit der Zähne bzw. Zahnhälse sollten nur weiche Zahnbürsten verwendet werden.

Auf den Einsatz von abrasiven bzw. scheuernde und weissmachende Zahnpasten sollte bei empfindlichen Zahnhälsen verzichtet werden. Weissmachende Zahnpasten haben einen zu hohen RDA-Wert (Radioactive-Dentin-Abrasion) was ein Mass für die Rauheit der Zahnpaste ist. Bei Überempfindlichkeit der Zähne sollten nur sensitive Zahnpasten mit einem RDA-Wert von 30-60 verwendet werden. Nach säurehaltigen Getränken und Esswaren sollten nicht gleich die Zähne geputzt werden, sondern erst ca. 45 Minuten danach. In dieser Zeit kann mit einem Kaugummi (V6 Kaugummi) die Säure neutralisiert werden. Wenn dies nicht hilft, sollte man sich an den Zahnarzt wenden, denn dieser hat speziell isolierende Flüssigkeit, die den Zahnhals isolieren kann. Zur Behandlung von überempfindlichen Zahnhälsen werden vielfach Mittel eingesetzt, die das Dentin durch Verschluss der Dentinkanälchen (Dentintubuli) isolieren, um so die Zähne gegen äussere Reize unempfindlicher zu machen. Es gibt auch Emofluorzahnpasten sowie Emofluorgel zur Desensibilisierung überempfindlicher Zahnhälse. Diese Regen die Speichelbildung an und beugen gleichzeitig der Mundtrockenheit vor. Laser die der Zahnarzt benutzt so wie Versiegelungen führen zu einer merklichen Verbesserung der Überempfindlichkeit

Hypersensibilität

Unter Hypersensibilität versteht man die schmerzhafte Überempfindlichkeit der Zähne.

Hypersensible Zähne reagieren mit stechendem Schmerz auf äussere Reize wie bei Wärme, Kälte oder Berührung. Am häufigsten reagieren frei liegende Zahnhälse oder "abgenutzte" Zahnflächen mit einer Hypersensibilität. Bei unklaren Zahnschmerzen an einem Zahn führt der Zahnarzt zuerst eine Vitalitätsprobe durch, um eine Überempfindlichkeit vom Zahn und eine Nerventzündung voneinander abzugrenzen. Ist keine Vitalität im Zahn vorhanden, ist es möglich, dass der Zahn gar keinen Nerv mehr besitzt oder dieser bereits abgestorben ist. Ob ein Zahn bzw. der Zahnnerv (Zahnmark) noch lebt, wird durch Reize festgestellt, die vom Zahnpatienten gespürt werden muss.


Schmerzen am Zahnhals

Während die Zahnkrone vom Zahnschmelz geschützt wird, ist der Zahnhals normalerweise vom Zahnfleisch bedeckt. Der Schmerz am Zahnhals ist meist die Folge von Zahnfleischschwund, der zu einem frei liegenden Zahnhals mit offenen Dentinkanälchen führt.

Zahnhalsschmerzen Schmerzen am Zahnhals

Sehr warme und kalte Speisen empfinde man vielfach als unangenehm aber noch nicht als schmerzhaft.

Zahnhalsschmerzen

Zahnhalsschmerzen bzw. "überempfindliche Zähne" äussern sich vielfach durch einen kurzen und zum Teil starken Zahnschmerz resp. Zahnhalsschmerz.

Der Zahnhals verbindet die Zahnkrone mit der Zahnwurzel und wird vom Zahnfleisch Gingiva umschlossen. Zahnfleisch schützt den Zahnhals vor äusseren Einflüssen, wenn aber dieser Schutz verloren geht, liegt der Zahnhals frei, sodass es zu Schmerzen durch mechanische oder chemische Einflüsse kommt. Thermische, Mechanische und chemische Reize führen am Zahnhals zu sehr starken Schmerzen. Die Ursache für einen freiliegenden Zahnhals ist meist der Rückgang vom Zahnfleisch infolge einer Parodontitis oder durch den Altersbedingten Zahnfleischschwund. Freiliegenden Zahnhälse sind vom Zahnschmelz und Zahnfleisch nicht umgeben und können bei kalten und heissen Speisen sehr schmerzempfindlich sein, sodass der Zahnhals schmerzt. Kalte Luft kann ebenfalls starke Zahnhalsschmerzen auslösen. Auch bei abgeschliffenen Zähnen durch Zähneknirschen oder stark säurehaltige Speisen und Getränke etc. kann das Dentin auf der Kaufläche freiliegen und äussere Reize direkt zum Zahnnerv weiterleiten sodass Zahnhalsschmerzen entstehen. Zu einer kurzzeitigen Überempfindlichkeit der Zähne resp. Zahnhälse kann es auch durch eine Kompositfüllung kommen, denn bei dem Klebevorgang wird stark ätzende Säure verwendet, die den Zahnschmelz anraut. Wenn das Dentin vor der adhäsiven Befestigung zu stark angeätzt wurde kann eine kurzzeitige Überempfindlichkeit entstehen und damit ein Zahnhalsschmerz. Durch die Anwendung geeigneter weicher Zahnbürste und kontrolliertem Bürsten kann man die Schmerzen am Zahnhals lindern. Die Therapie bei Schmerzen am Zahnhals besteht aus der Anwendung der Laserbehandlung sowie von hoch dosierten Fluoridlacken oder Gelen. Wenn diese Massnamen nicht zum Erfolg führen gibt es eine weitere Therapie in Füllungen oder Inlays.

Zähne schmerzen wenn Zahnfleisch fehlt 

Überempfindliche Zahnhälse werden auch als „Hypersensibilität der Zahnhälse“ bezeichnet und ist die Reaktion vom Dentin bzw. Zahnbein auf chemische Reize wie z.B. süss und thermische Reize wie warm oder kalt.

Überempfindliche Zahnhälse bzw. die Empfindlichkeit der Zähne treten besonders an freiliegenden Zahnhälsen auf, wenn die Zahnwurzeln z.B. als Folge einer Parodontalerkrankung nicht mehr vom Zahnfleisch bedeckt sind. Die Behandlung der überempfindlichen Zahnhälse erfolgt durch Fluoridierung oder Versiegelung der feinen Dentinkanälchen mittels Dentinhaftvermittler. Überempfindlichkeit der Zähne kann auch bei Bearbeitung von Kavitäten an der Schmelz-Dentin-Grenze entstehen. Überempfindliche Zähne und Zahnhälse sind keine Seltenheit und äussern sich im Besonderen durch eine kurze und zum Teil stark schmerzhafte Antwort auf äussere Reize. Eine Reizung der Nerven führt immer zu Schmerzen bzw. der Zahnnerv zu Zahnschmerzen.

Verantwortlich für überempfindliche Zähne sind freiliegende Zahnhälse, abgeschliffenen Zähne durch Abrasion oder selten auch Kompositfüllungen.

Schmerzen Zahnhals, Zahnhalsschmerzen, Dentin 

Bei freiliegenden Zahnhälsen liegt Dentin frei, sodass Zahnhälse nicht mehr durch isolierenden Zahnschmelz bedeckt sind.

Das Dentin leitet äussere Reize über die Dentinkanälchen (Dentintubuli) direkt zum Zahnnerv weiter.

Bei abgeschliffenen Zähnen bzw. Kauflächen durch Bruxismus werden die äusseren Reize direkt zum Zahnnerv geleitet, was Zahnschmerzen verursacht, wenn auf der Kaufläche das Dentin frei liegt. Häufigste Ursachen für abgeschliffene Zähne sind Zähneknirschen und stark säurehaltige Getränke oder Speisen sowie Magensäure durch Aufstossen oder Erbrechen. Auch wenn die Zähne durch den Zahnschmelz eine grosse Härte aufweisen, reagieren sie sehr empfindlich auf Säureeinwirkung, denn Säure löst Mineralien aus der Zahnoberfläche und macht die Zahnoberfläche weicher, sodass ein Abbau von Zahnschmelz erfolgen kann was als Zahnerosion oder Säureerosion bezeichnet wird. Beim gesunden Zahn überdeckt Zahnfleisch den Zahnhals und Zahnschmelz den Zahn. Freiliegende Zahnhälse oder Überempfindliche Zahnhälse können daher Schmerzen durch süsse, kalte und heisse Speisen sowie durch Berührung verursachen.


Zahnhals ist empfindlich

Der Grund für eine erhöhte Empfindlichkeit der Zähne bzw. Zahnhälse kann Zahnhalskaries sein.

 Zahnhals ist empfindlich, überentpfindliche Zähne

Überempfindliche Zähne können nach neu gelegten Kompositfüllungen oder auch bei intensivem Bleichen der Zähne auftreten.

Überempfindliche Zähne und Zahnhälse

Überempfindliche Zähne und Zahnhälse sind im Volk stark verbreitet, meist sind es freiliegende Zahnhälse, wo das Dentin die äusseren Reize über Dentintubuli (Dentinkanälchen) direkt zum Zahnnerv weiterleiten.

Zähne können somit auf Kaltes, Heisses, Süsses oder Saures mit einem schmerzhaften Ziehen reagieren, was Karies oder eine erhöhte Empfindlichkeit der Zähne oder Zahnhälse sein kann, denn Zahnhälse können auch überempfindlich reagieren bei undichten Füllungen, Kronen oder freiliegenden Zahnhälsen, was bedeutet, dass der Zahnhals vom Zahnfleisch nicht mehr bedeckt ist oder die schützende Schmelzschicht nicht ausreicht, so dass die Reize ungehindert zu den Nerven vordringen können. Zahnschmerzen infolge von freiliegenden Zahnhälsen können vom Zahnarzt behandelt werden, denn der versiegelt den Zahnhals mit einem Fluorid-Lack oder trägt einen dünnfliessenden Kunststoff auf, der die Dentinkanälchen verschliesst, was die Überempfindlichkeit der Zahnhälse lindern kann.

Empfindliche Zahnhälse behandeln

Empfindliche oder überempfindliche Zahnhälse können auch mit dem Laser unempfindlich gemacht werden, was man desensibilisieren nennt, denn mit einem Dentallaser werden die feinen Hohlräume bei einer kurzen Zahnbehandlung verschlossen, sodass die Empfindlichkeit vom Zahn bzw. Zahnhals verschwindet.

Mit der Laserbehandlung versiegelt der Zahnarzt innerhalb weniger Sekunden die Dentinkanälchen. Bei der Laserbehandlung weicht die Lichtenergie das Zahnbein für einen kurzen Moment auf, sodass die umliegenden offenen Kanälchen verschlossen werden können. Bei der häuslichen Zahnpflege gibt es spezielle Zahnpasten für überempfindliche Zahnhälse, deren Inhaltsstoffe die Zahnsubstanz kräftigen. Wenn die Vorschädigung sehr gross ist, können nur noch Zahnhalsfüllungen oder schützende Zahnkronen eine dauerhafte Linderung bringen. Parodontalchirurgische Methoden eignen sich besonders für Zahnpatienten, bei denen das Zahnfleisch wieder über den Zahnhals gelegt werden muss. Parodontologische Operationen zur Abflachung tiefer Zahnfleischtaschen führen zur Freilegung vom Zahnhals, denn der obere Zahnfleischrand wird dabei abgetragen was man als Gingivektomie bezeichnet.


Zahnhals liegt frei 

Zähne können auf kaltes, heisses, süsses oder saures mit einem schmerzhaften Ziehen reagieren, wenn der Zahnhals freiliegt.

Zahnhals liegt frei, Zahnhals-Schmerzen Zähne 

Ein freiliegender Zahnhals liegt vor, wenn sich das Zahnfleisch zurückgezogen hat und die Zahnwurzel zu sehen ist.

Freiliegende Zahnhälse

Treten bei Kälte und Wärme Schmerzen auf, so liegt dies vielfach an freiliegenden Zahnhälsen.

Im Normalfall ist der Zahn durch den widerstandsfähigen Zahnschmelz, der bis zum Zahnfleischrand reicht, perfekt geschützt, zieht sich das Zahnfleisch jedoch zurück, ist der empfindliche Zahnhals entblösst. Wenn der Zahnhals von der Schmelzschicht oder dem Zahnfleisch als natürlicher Schutzmantel nicht mehr vorhanden ist entstehen Schmerzen. Bei freiliegenden Zahnhälsen liegt Dentin frei, sodass diese Zahnhälse nicht durch den isolierenden Zahnschmelz bedeckt sind. Der Zahnhals ist auch eine Kariesprädilektionsstelle, weil der Zahn an dieser Stelle relativ ungeschützt ist, sodass am Zahnhals häufig Zahnhalskaries entstehen kann. 

Ursachen für freiliegende Zahnhälse

Die Ursachen für freiliegende Zahnhälse ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates (Parodontitis), Bruxismus, Zahnreinigung nach Magensäure und Lebensmittelsäuren sowie eine falsche Zahnputztechnik oder ein zu hoher Anpressdruck der Zahnbürste.

Funktionsstörungen wie nächtliches Zähneknirschen oder Zähnepressen was man als Bruxismus bezeichnet, können an der Entblössung der Zahnhälse beteiligt zu sein. Eine falsche Zahnputztechnik oder ein zu hoher Anpressdruck der Zahnbürste können sich negativ auswirken auf die Zahnhälse haben, denn wer zu fest hin und her schrubbt, kann das Zahnfleisch verletzen sodass es sich vom Zahn bzw. Zahnhals zurückzieht. Die Ursachen für freiliegende Zahnhälse ist aber vielfach Parodontitis, eine Erkrankung vom Zahnhalteapparat, wo sich im Verlauf der chronischen Entzündung das Zahnfleisch immer weiter zurückzieht. Wenn die Zahnhälse frei liegen fehlt ihnen eine wichtige Schutzschicht, was Zahnästhetisch auch nicht schön aussieht. Schmerzen aufgrund von freiliegenden Zahnhälsen lassen sich behandeln, denn der Zahnarzt kann den Zahnhals mit einem kräftigenden Fluorid-Lack versiegeln oder kann einen dünnfliessender Kunststoff auftragen, der die Dentinkanälchen verschliesst, sodass sich die Überempfindlichkeit der Zahnhälse bessert.

Zähne der Kinder

Die Gebissentwicklung bei Kindern kann ganz verschieden sein wie auch Zahndurchbruch nach der Entwicklung der Zähne.

Die meisten Babys kommen Zahnlos zur Welt, so dass ab dem 6. Monat sich langsam die Zahnkronen vom ersten Zahn durch den Kiefer schiebt. Der erste Milchzahn ist meist ein Milchschneidezahn der durchbricht, wobei am Ende vom 1. Lebensjahr meist alle acht Schneidezähne zu sehen sind. Der Zeitpunkt vom Zahndurchbruch wie auch der Reihenfolge, wann welche Zähne beim Kind durchbrechen, kann individuell verschieden sein. Bei Kleinkindern ist ein verspätetes Zahnen kein Grund zur Beunruhigung, wie auch eine ungewöhnliche Reihenfolge beim Zahndurchbruch kein Grund zur Sorge ist. Damit der Zahnarzt die Entwicklung der Zähne kontrollieren kann oder eine Fehlentwicklung vom Gebiss rechtzeitig feststellen und eingreifen kann, sind regelmässige Zahnarztbesuche mit dem Kind sinnvoll.

Bei einem Kind besteht das vollständige Milchgebiss aus 20 Zähnen.

Gesunde Kinderzähne Zähne Kinder Zahngebiss

Milchzähne haben einen weicheren noch nicht vollständig ausgereiften Zahnschmelz, weshalb die Zahnkronen einen besonderen Kariesschutz benötigen.

Gesunde Kinderzähne

Im Wachstumsprozess spielen Zähne beim Kind eine besondere Rolle.

Milchzähne sind am Kieferwachstum massgeblich beteiligt und haben im Kindergebiss eine Platzhalterfunktion für die späteren bleibenden Zähne im Dauergebiss. Gesunde Kinderzähne sind wichtig, da Milchzähne als Platzhalter der bleibenden Zähne dienen, so dass die Zahnpflege der Milchzähne besonders wichtig ist. Das Milchgebiss ist ein temporäres Gebiss, das nur für eine gewisse Zeit für die Milchzähne bestimmt ist, dies im Gegensatz zum permanenten Gebiss, das meist als bleibendes Gebiss bezeichnet wird.

Die Entwicklung der Kinderzähne im Milchgebiss beginnt schon vor der Geburt und besteht aus zwanzig Zähnen bzw. die Kinderzahnentwicklung ist im Alter von zwei bis drei Jahren abgeschlossen.

Kinderzähne Milchzähne Milchzahngebiss Zähne

Die Gesundheit der Kinderzähne sind für ein strahlendes Lächeln wichtig, doch Kinderzähne sie sind auch ein Teil vom Gesamtsystem, sodass Kariöse und kranke Zähne den Organismus schädigen können.

Zahnwachstum beim Kind

Wie sich das Zahnwachstum eines Neugeborenen Kindes entwickelt wird bereits schon vor dem Erscheinen des ersten Zähnchens beeinflusst, denn durch das Stillen an der Brust Entwickeln sich auch die Kiefermuskeln.

Die ersten Zähne zeigen sich beim Kleinkind meist nach sechs Monaten, wenn meist zuerst die Schneidezähne im Unterkiefer durchbrechen, da die Zähne im Oberkiefer meist später zum Vorschein kommen. Die Eckzähne und die ersten Milchbackenzähne sind dann meist erst 12 Monate später sichtbar. Das Milchgebiss ist im Alter von zwei bis drei Jahren meist komplett, bis im sechsten Lebensjahr oft unbemerkt der Durchbruch der bleibenden Zähne mit dem ersten grossen Backenzahn beginnt. Da für Backenzähne (Molaren) als Zuwachszähne hinter den Milchbackenzähnen als Mahlzähne (Milchmolaren) keine Milchzähne ausfallen, verläuft der Zahndurchbruch vielfach unbemerkt. Der Zahnwechsel erfolgt im Wechselgebiss dann ein Jahr später, wenn sich die Milchzahnwurzeln auflösen, damit die Milchzähne ausfallen können und für die Nachwuchs-Zähne Platz schaffen. Im Kindesalter ist der Zahnwechsel im elften Jahr meist vollzogen, wonach die zweiten grossen Backenzähne durchbrechen. Die Weisheitszähne zeigen sich dann meist als Stockzähne erst im Erwachsenenalter, sofern sie angelegt sind.

Durch das häufige Berühren vom zahnlosen Kiefer bereitet sich das Kind auf die Zuwendungsbedürftigkeit dieser Kinderzahn-Zone vor.

Gesunde Kinderzähne, Milchgebiss, Milchzähne

Die Entwicklung des bleibenden Gebisses vom geweblichen bis zum voll ausgebildeten mineralisierten Zustand beginnt im sechsten Schwangerschaftsmonat und erfolgt bis zum sechzehnten Lebensjahr.

Milchzähne sind Platzhalter für die Nachwuchs-Zähne

Milchzähne bilden das Fundament für die nachfolgenden Zähne und somit für ein gesundes Gebiss, denn die Milchzähne werden durch die bleibenden Zähne hinausgestossen und ersetzt.

Die Krone der Milchmolaren stellen im Kindergebiss eine Zwischenform der bleibenden Krone bei den Prämolaren dar, da die Kindermolaren als Backenzähne mit der Mahlfunktion beim Zahnwechsel im Wechselgebiss durch die Prämolaren als Vormahlzähne ersetzt werden. Der erste neue bleibende Zahn ist normalerweise der erste grosse Backenzahn, der im sechsten Lebensjahr hinter der Milchzahnreihe durchbricht und wird darum auch als Sechsjahrmolar bezeichnet. Der mittlerer Schneidezahn kommt ca. im siebten Jahr, der seitliche Schneidezahn im achten Jahr und der erste Prämolar im neunten Jahr zum Vorschein. Der erste Eckzahn folgt mit ca. 12 Jahren vor dem zweiten grossen Backenzahn, der keinen Milchzahnvorgänger hat.

Kinderzähne haben eine Platzhalterfunktion

Kinderzähne als Milchzähne haben eine wichtige Platzhalterfunktion für die nachfolgenden bleibenden Zähne, die den gleichen Zahnaufbau bei allen Zahnarten haben.

Als Zahnarten im Kindergebiss werden die Schneidezähne "I" Incisivi, die Eckzähne "C" Canini, die Prämolaren "P" als Vormahlzähne und die Molaren "M" als Mahlzähne im Gebissschema Kinderzähne bezeichnet. Das Zahnschema Milchgebiss wird in Kiefer-Quadranten unterteilt wie das Zahnschema im bleibenden Gebiss, wo die Zähne durch das FDI-Code-System eine andere Zahnnummer im "Zwei-Ziffern-System" erhalten.

Karies als Zahnerkrankung bei den Milchzähnen

Mütter lecken oft den Schnuller oder Sauger sauber und machen eine Vorkost vom Brei mit dem Babylöffel was das Übertragen der Karies-Bakterien von der Mutter auf das Kind mit sich bringt.

Das Kind kommt ohne Karies-Erreger auf die Welt und wird erst nach der Geburt meist von der Mutter angesteckt, was mit der körperlichen Nähe zwischen Mutter und Kind im Zusammenhang steht.

Kinderzähne, Platzhalter für bleibende Zähne

Es gibt darum vom ersten Kinder-Milchzahn über das Ausfallen der Milchzähne bis zur Zahnspange verschiedene Dinge zu beachten.

Durch das Ablutschen vom Schnuller oder gleichartigen Speiseutensilien wie Löffel oder Gabel kann ein gewisses Risiko bestehen, das die Übertragung von kariesverursachenden Bakterien auf die Milchzähne der Kinder erfolgt. Den Schnuller von Babys abzulutschen kann besonders bei Milchzähnen bzw. Milchmahlzähnen als Milchmolaren eine Zahnkaries als Zahnerkrankung durch Kariesbakterien verursachen, da der Zahnschmelz bei den Milchzahnkronen noch nicht vollständig ausgereift ist und weicher ist als bei den Zähnen im bleibenden Gebiss. Eltern mit akuter Herpesinfektion an Lippen oder im Backenbereich sollten mit dem Ablecken des Schnullers oder einer Vorkost vom Brei mit dem Babylöffel besonders vorsichtig sein, da eine Wahrscheinlichkeit der Übertragung von Herpes Viren und Infektionen im Mund gross sein kann, wie auch die Übertragung von Kariesbakterien auf Babys. Der Erstkontakt mit dem Herpes simplex-Virus führt zu einer schmerzhaften Entzündung der Mundschleimhaut.


Zahnentwicklung beginnt mit der Zahnleiste

Die Zahnentwicklung beginnt für alle Zahnarten mit der Keimanlag zwischen der sechsten und achten Schwangerschaftswoche.

Am Anfang vom Leben kann das Baby meist noch niemandem die Zähne zeigen, auch wenn die Zähne im Babymund bereits angelegt sind, denn die Entwicklung der Zahnknospen beginnt in der Gebärmutter. Bei der Zahnentwicklung ist die Entwicklung der Zahnleiste für den späteren Zahnbogen (Alveolarbogen) das erste Stadium der Zahnanlage, wo die Entwicklung der Zähne in der späten Embryonalperiode beginnt, so ca. am 23. Tag die Anlage von Oberkiefer und Unterkiefer und am 25. Tag die Anlage der Zahnleiste. Die ontogenetische Entwicklung der Zähne ist ein komplexer Prozess, wo die Zahnentwicklung langsam vorangeht, denn Zähne entstehen aus embryonalen Zellen und wachsen nur langsam in die Mundhöhle. Bei der Zahnentwicklung geht die Verbindung vom odontogenen Epithel zum Mundhöhlenepithel langsam verloren, was als Zahnleiste bezeichnet wird, wo Milchzähne entstehen können. Die Milchzähne entwickeln sich in der generellen Zahnleiste und die bleibenden Zähne bzw. "Permanente Zähne" in der Zahnreihe als Ersatzzähne für die Milchzähne in der Ersatzzahnleiste.

Entwicklung vom Zahn aus der Zahnknospe

Die Zahnknospe wird auch als Schmelzorgan bezeichnet und ist aus ektodermaler Herkunft, denn die Zahnknospe entwickelt sich an ihrem Ende, und geht aus dem Schmelzorgan hervor.

Die Gebissentwicklung ist ein komplexer Prozess und beginnt in der späten Embryonalperiode. Bei der Zahnentwicklung geht die Verbindung vom odontogenen Epithel zum Mundhöhlenepithel (Zahnleiste) verloren, sodass die Milchzähne entstehen können. Die ontogenetische Entwicklung der Zähne als komplexer Prozess geht langsam voran, da die Zähne im Kiefer aus embryonalen Zellen entstehen. Die Zahnknospe wird in ihrem Inneren durch ein verdichtetes Mesenchym neuroektodermaler Herkunft (Embryonalentwicklung) umgeben und das Zahnmark bzw. die Pulpa bildet. Aus der Zahnknospe entsteht ein kappenförmiges Stadium, wo die Schmelzorganränder stärker wachsen als der mittlere Teil, so dass die Zahnglocke entsteht, welche eine Gestalt der späteren Zahnpulpa bzw. Zahnkrone hat. Das Mesenchym um die Zahnknospe herum kann sich verdichten und bildet das Zahnsäckchen, woraus das Zahnbett bzw. der Zahnhalteapparat und der Wurzelzement der Zahnwurzeln entstehen. Der Zahnhalteapparat bildet eine Einheit, zu dem Zahnfach (Alveole), Zahnzement (Cementum), Wurzelhaut (Periodontium / Desmodont) und das Zahnfleisch (Gingiva propria) gehören. Die Zahnpulpa (Zahnmark) in der "Pulpahöhle" ist von allen Seiten von Dentin (Zahnbein) umschlossen ist besteht aus Bindegewebe, Blutgefässen, Lymphgefässen und Nervenfasern. Der Zahnschmelz als Beschichtung vom Zahn wird in einem besonderen Schmelzorgan (Ektoderm) von Adamantoblasten durch Biomineralisation gebildet. Der Zahnhals stellt den vom Zahnfleisch umgebenen Teil vom Zahn zwischen Zahnwurzel und Zahnkrone dar. Der Zahnschmelz ist im Bereich vom Zahnhals sehr dünn, sodass das Dentinbein freiliegen kann, so dass der Zahnhals ungeschützt ist und damit Schmerzen am Zahnhals entstehen können.

Odontogenese ist die Zahnentwicklung von der ersten Anlage der Milchzähne bis zum Durchbruch der bleibenden Zähne.

Zahnentwicklung Odontogenese Zahnleiste Zahn

Die Entwicklung der Zähne ist ein komplexer Prozess, bei dem Zähne aus embryonalen Zellen entstehen und wachsen, so dass die Kinderzähne im Mund hervortreten.

Entwicklung der Zähne

Zur Zahnentwicklung (Odontogenese) gehören alle Vorgänge, die sich von der ersten Anlage der Milchzähne bis zum Zahndurchbruch der bleibenden Zähne im bleibenden Gebiss ereignen.

Zur Zahnentwicklung gehören die Entstehung der Zahnleiste, die Ausbildung der Zahnwurzel, die Entwicklung vom Zahnbett wie auch die Ausbildung vom Schmelzorgan und dessen weitere Entwicklung bis zur Ausbildung der Zahnkrone und damit der Durchbruch der Milchzähne. Zur Weiterentwicklung der Zähne gehören die Resorption der Milchzahnwurzel und damit der Verlust vom Milchzahn sowie der Durchbruch vom bleibenden Zahn. Die Entwicklung der Zähne ist ein komplexer Prozess. Damit Zähne eine gesunde orale Umgebung haben, müssen sich während der Embryogenese Zahnschmelz, Dentin, Wurzelzement und die Wurzelhaut (Periodontium) entwickeln. Die Zahnentwicklung der Milchzähne und auch der bleibenden Zähne, beginnt ca. 40 Tage nach der Befruchtung der weiblichen Eizelle. In der fünften bis achten Schwangerschaftswoche differenzieren sich die Zahnanlagen. Dabei wird unterschieden zwischen Zahnleiste, Knotenstadium, Kappenstadium und Glockenstadium. Die Entwicklung der Zähne beginnt also in der späten Embryonalperiode. Die Zahnanlage ist die Vorstufe des Zahnes mit Schmelzorgan (Zahnglocke), Zahnpapille und dem Zahnsäckchen. Es ist auch der Zeitpunkt bis zur Bildung der Zahnhartsubstanz (Zahnkrone aus Schmelz und Dentin) unter diesem Begriff zu verstehen. Die Zahnglocke wird nach aussen durch das äussere Schmelzepithel gegen das mesenchymale Zahnsäckchen abgegrenzt. Die innere Oberfläche der Zahnglocke wird durch das hochprismatische innere Schmelzepithel ausgekleidet, das der Zahnpapille aus dichtem Mesenchym zugewandt ist. Inmitten dem inneren und äusseren Schmelzepithel befindet sich die Schmelzpulpa.

Zahndurchbruch der Kinderzähne

Ein röntgenologischer Nachweis der Zahnanlagen ist 1-2 Jahre vor Zahndurchbruch (Dentition) und bei Weisheitszähnen zwischen dem 8. und 9. Lebensjahr möglich.

Der Zahndurchbruch entsteht hauptsächlich durch das ansteigen vom Wachstumsdruck, denn Zähne und Kiefer sind einem stetigen Wachstum unterworfen. Genaue Angaben über die Dentition sind nicht möglich, da die Richtwerte den Kieferveränderungen unterliegen.

Dentition der Milchzähne im Oberkiefer:
 7. bis 12. Monat: erster Schneidezahn
 9. bis 13. Monat: zweiter Schneidezahn
14. bis 19. Monat: erster Mahlzahn (Milchmolar) als Milchbackenzahn bzw. Milchmahlzahn
17. bis 22. Monat: Eckzahn
24. bis 33. Monat: zweiter Mahlzahn

Dentition der Milchzähne im Unterkiefer:
 6. bis 10. Monat: erster Schneidezahn
 7. bis 16  Monat: zweiter Schneidezahn
12. bis 18. Monat: erster Mahlzahn (Zahnnachfoger Prämolar "Vormahlzahn" im bleibenden Gebiss)
16. bis 23. Monat: Eckzahn
20. bis 31. Monat: zweiter Mahlzahn

Ein frühzeitiger oder auch ein verspäteter Zahndurchbruch ist immer möglich wie auch Zähe nicht hervortreten können oder zu viele Zähne in der Mundhöhle erscheinen. Es gibt Menschen, die Ihre Milchzähne Zeitlebens nicht verlieren, so dass bleibenden Zähne "Permanente Zähne" ausbleiben, die ihren Ursprung in der Ersatz-Zahnleiste haben. Im Zweifelsfall kann durch eine Röntgenuntersuchung ein verspäteter Zahndurchbruch von einer Nichtanlage der Zähne unterschieden werden. Bei der Anlage der dritten Backenzähne bzw. den Weisheitszähnen kann der Zahndurchbruch nicht festgelegt werden, denn der Durchbruch der Weisheitszähne ist sehr ungewiss, wo retinierte Weisheitszähne beim Mensch auch Entzündungen auslösen können. Von einem retinierten Zahn wird gesprochen, wenn sich ein Zahn im Kiefer befindet und nicht in die Mundhöhle durchbricht, was vielfach Weisheitszähne und Distomolaren betrifft. Bei der Zahnanlage können auch zusätzliche Backenzähne hinter den Weisheitszähnen vorhanden sein, die zu einem Engstand der Zähne führen, wenn im Kieferbogen für die Distomolaren (Retromolaren) zu wenig Platz vorhanden ist. Es gibt auch Entwicklungsstörungen vom Zahnhartgewebe d.h. angeborene Störungen wie die Zahnform oder die Anzahl und Grösse der Zähne sowie erworbene Veränderungen wie Verletzungen, Infektionskrankheiten, Rachitis oder genetischen Defekte bis zu einem völligen Fehlen vom Zahnschmelzüberzug. Als Dysodontie wird eine Fehlbildung in der Zahnanlage als Vorstufe bei der Zahnentwicklung bezeichnet und Dysgnathie ist eine angeborene Zahnfehlstellung, Kieferfehlstellung (Kieferanomalie) und Bissfehlstellung (Bissanomalien), was Zahnabweichung und Kieferabweichung sind.


Entwicklung der Zähne

Die Entwicklung der Zähne erfolgt vor der Geburt und wird als Odontogenese oder Zahnentwicklung bezeichnet.

Die Entwicklung der Zähne beginnt beim Kind lange bevor die ersten Milchzähne in die Mundhöhle durchbrechen. Aus dem Epithel der primitiven Mundhöhle senkt sich durch Proliferation eine bogenförmige Epithelleiste für den späteren Zahnbogen und das darunterliegende Gewebe der Zahnleiste als erstes Stadium der Zahnanlage, woraus die Milchzähne entstehen. In der Frühphase der Entwicklung wächst aus dem Ektoderm die Zahnleiste senkrecht in das Mesenchym vom Kiefer, wo sich in jedem Kiefer in der Zahnleiste als Verdickungen 10 Zahnknospen für das Milchgebiss bilden. Somit bilden sich bei der Entwicklung der Milchzähne im Milchgebiss als temporäres Gebiss beim Mensch 20 Schmelzorgane, womit während der Entwicklungszeit von ca. 2 Jahren, im Milchzahngebiss gesamthaft 20 Milchzähne erscheinen können.

Die Kinderzahnheilkunde (Pädodontie) beschäftigt sich mit Zahnverletzungen, Zahnfehlbildungen, Kieferfehlbildungen oder Zahnzerstörung durch Karies als Zahnerkrankung.

Zahn Entwicklung der Zähne Zahnentwicklung

Die Milchzahnkrone als später sichtbaren Teil vom Zahn ist bereits bei der Geburt fertig ausgebildet, so dass ein Baby ca. sechs Monate nach der Geburt die ersten Zähne zeigen kann. Als erste Milchzahn kommt im Milchgebiss meist der untere mittlere Milch-Schneidezahn zum Vorschein, wonach meist später die Milch-Eckzähne und zwei Milchmahlzähne als Milchmolaren folgen. Bei Kindern sind meist alle acht Schneidezähne im Alter von einem Jahr durchgebrochen und spätestens mit drei Jahren sind im Normalfall alle Milchzähne vorhanden. Danach kommt im Alter von sechs Jahren der Sechsjahrmolar als erster bleibende Mahlzahn, dass ein grosser Backenzahn ist und als Molar bezeichnet wird, der hinter den letzten Milchmolaren durchbricht. Da bei den grossen Backenzähnen im Seitenzahngebiet keine Milchzähne als Platzhalter für die bleibenden Zähne vorhanden sind, werden diese als Zuwachszähne bezeichnet. Wenn im menschlichen Gebiss die Milchzähne durch bleibende Zähne abgelöst werden, spricht man von Ersatzzähnen. Wackelnde Milchzähne fallen beim Zahnwechsel im Wechselgebiss nach und nach aus, so die acht Frontzähne zwischen 6-8 Jahren, was das Abbeissen erschweren oder auch Schmerzen verursachen kann, wenn beim Beissen Zahnfleisch abgelöst wird. Wenn die Prämolaren hinter den Eckzähnen als Vormahlzähne im Alter zwischen 10 und 12 Jahren nachwachsen, gehen beim Zahndurchbruch (Dentition) die wackelnden Kinder-Backenzähne beim Ausstoss der Milchzähne verloren. Beim Zahnwechsel vom Milchgebiss zum Dauergebiss bewirken die Odontoklasten im Wechselgebiss eine natürliche Beseitigung der Zahnwurzeln von Milchzähnen.

Zahnentwicklung beim Kind

Die Zahnentwicklung beginnt mit dem Zahnaufbau der verschiedenen Zahnarten bereits weit vor der Geburt während der Schwangerschaft.

Etwa ab der 6. Schwangerschaftswoche bildet sich im Bereich vom späteren Oberkiefer und Unterkiefer jeweils eine Zahnleiste aus dem Mundhöhlenepithel. An der Zahnleiste entstehen entsprechend dem Milchgebiss in jedem Kiefer zehn kolbenförmige Zahnknospen. Jede Zahnknospe stülpt sich unten ein und wird zu einer Zahnkappe. Mit dem Wachstum der Zahnkappe nimmt die Zahnanlage langsam die Form einer Glocke an. Die innere Wand dieser Zahnglocke hat dabei wie eine Gussform die Gestalt der künftigen Zahnkrone. In der innere Wand dieser aus Epithel bestehenden Zahnglocke befinden sich die Schmelz bildenden Zellen (Ameloblasten). Von unten lagert sich an die innere Zahnglockenwand Bindegewebe mit Blutgefässen und Nerven an die Zahnpulpa. Im Innern vom Zahn wird die weiche Masse als Zahnpulpa oder Zahnmark in der Pulpahöhle bezeichnet. Die Zellen der Zahnpulpa, die direkt an die Zahnglocke angrenzen, werden zu den Dentin bildenden Zellen, den Odontoblasten (Dentinbeinbildner) bzw. Zahnbeinbildner. Sie erzeugen das Prädentin, das später verkalkt und so zum Dentin wird. Die Zahnentwicklung beginnt also an der Schmelz-Dentin-Grenze. Das Dentin bildet sich dabei nach innen zur Zahnpulpa hin, während sich die Schmelzschicht vom Zahnschmelz langsam nach aussen hin verdickt. Die Dentin bildenden Odontoblasten wandern dabei langsam nach innen und hinterlassen jeweils einen Odontoblasten-Fortsatz im Dentin (Zahnbein). Die nach aussen wandernden Ameloblasten bilden jeweils die Grundlage für ein Schmelzprisma. Nach Abschluss der Zahnentwicklung gehen die Schmelz bildenden Zellen zugrunde.


Odontogenese

Zähne entstehen bei der ontogenetischen Entwicklung aus embryonalen Zellen, was bei Milchzähnen und Erwachsenenzähnen ein komplexer Prozess ist, bis die klinische Zahnkronen im Mund erscheinen.

Als Odontogenese wird in der Zahnmedizin die vor der Geburt stattfindende Entwicklung der Zähne bezeichnet, wo die Zahnentwicklung bereits ab der 6. Woche nach dem Eisprung beginnt. Zur Zahnentwicklung (Odontogenese) gehören alle Vorgänge, die sich von der ersten Anlage der Milchzähne bis zum Durchbruch der Zähne der bleibenden Zähne ereignen. Die Amelogenese setzt im Glockenstadium ein und ist die Bildung von Zahnschmelz, die in zwei Phasen von den Ameloblasten durchgeführt wird. Die Amelogenese beschreibt die Bildung von Zahnschmelz als Beschichtung der Zahnkrone, die durch Ameloblasten als Schmelz bildenden Zellen entsteht und eine fast reinkristalline Struktur hat.

Odontogenese Zahndurchbruch Milchzähne

Die Entwicklung der Zähne ist ein komplexer Prozess, denn damit Zähne eine gesunde orale Umgebung haben, müssen sich während der Embryogenese Zahnschmelz, Dentin, Wurzelzement und die Wurzelhaut (Periodontium) entwickeln.

Zahnanlage und Zahnentwicklung

Odontogenese beschreibt die Zahnentwicklung von der ersten Zahnanlage der Milchzähne bis zum Zahndurchbruch (Dentition) der bleibenden Zähne.

Zur Zahnentwicklung (Odontogenese) gehören die Entstehung der Zahnleiste, die Ausbildung des Schmelzorgans, dessen weitere Entwicklung bis zur Ausbildung der Zahnkrone, Zahndurchbruch der Milchzähne im Milchgebiss, die Ausbildung der Zahnwurzel, die Entwicklung vom Zahnbett (Zahnhalteapparat) bzw. Parodontium, Resorption der Milchzahnwurzel, Ausstoss Milchzähne (Verlust der Milchzähne) sowie Durchbruch der bleibenden Zähne. Die Zahnentwicklung der Milchzähne und auch der bleibenden Zähne, beginnt ca. 40 Tage nach der Befruchtung der weiblichen Eizelle. In der fünften bis achten Schwangerschaftswoche differenzieren sich die Zahnanlagen. Dabei wird unterschieden zwischen Zahnleiste, Knotenstadium, Kappenstadium und Glockenstadium. Die Entwicklung der Zähne beginnt also in der späten Embryonalperiode. Die Zahnanlage ist die Vorstufe des Zahnes mit Schmelzorgan (Zahnglocke), Zahnpapille als Bestandteil vom Zahnkeim, aus dem die Zahnpulpa bzw. Kronenpulpa und Wurzelpulpa entsteht und dem Zahnsäckchen als Bindegewebige Umhüllung der Zahnkrone. Es ist auch der Zeitpunkt bis zur Bildung der Zahnhartsubstanz als Zahnhartgewebe, wozu Zahnschmelz, Dentin (Zahnbein) und Wurzelzement gezählt werden unter diesem Begriff zu verstehen. Die Zahnglocke wird nach aussen durch das äussere Schmelzepithel gegen das mesenchymale Zahnsäckchen abgegrenzt. Die innere Oberfläche der Zahnglocke wird durch das hochprismatische innere Schmelzepithel ausgekleidet, das der Zahnpapille aus dichtem Mesenchym zugewandt ist. Inmitten dem inneren und äusseren Schmelzepithel befindet sich die Schmelzpulpa.

Kinderzahn Zahndurchbruch

Die Hauptursachen beim Zahndurchbruch bei Kinderzähnen liegen im Besonderen im ansteigenden Wachstumsdruck, denn die Zähne und der gesamte Kiefer wird einem stetigen Wachstum unterworfen.

Die Angaben vom Zahndurchbruch sind grobe Richtwerte, die Veränderungen unterliegen, denn das Zahnwachstum hängt mit dem Kieferwachstum zusammen, das von den Genen festgelegt wird. Ein frühzeitiger Zahndurchbruch oder auch ein verspäteter Zahndurchbruch kann bei Kindern normal sein und ist keine Krankheit. Im Zweifelsfall kann durch eine Röntgenuntersuchung ein verspäteter Zahndurchbruch von einer Nichtanlage der Zähne unterschieden werden. Bei Anlage vom dritten Backenzahn (Weisheitszahn) bzw. Stockzahn im Seitenzahnbereich im Dauergebiss, kann der Zahndurchbruch meist nicht festgelegt werden. Bei der Zahnanlage können auch zusätzliche Molaren bzw. Backenzähne als Distomolaren vorhanden sein, die als Zusatzzähne überzählige Zähne sind. Es gibt auch Entwicklungsstörungen vom Zahnhartgewebe als angeborene Störung. Zahndurchbruchs-Störungen können bei Kinderzähnen wie auch bei Erwachsenenzähnen erfolgen, so wegen der Zahnform, der Zahngrösse oder einer vermehrten Anzahl an Zähnen. Ein erschwerter Zahndurchbruch erfolgt vielfach wegen erworbenen Veränderungen wie Verletzungen, Infektionskrankheiten, Rachitis oder genetischen Defekte bis zum völligen Fehlen vom Zahn oder dem Schmelzüberzug als Zahnbeschichtung. Möglich ist auch, dass keine bleibenden Zähne angelegt sind, so dass kein Zahnwechsel erfolgt und die Milchzähne im Gebiss verbleiben.


Erste Zähnchen beim Baby

Sechs Monate nach der Geburt kann das Baby sein erstes Zähnchen zeigen.

Die ersten Zähnchen beim Kleinkind kündigen sich meist erst an, wenn das Baby auf allem herumbeisst und dabei bereits vor dem Zahnen sabbert. Dass ein erstes Zähnchen bereit ist, durch das Zahnfleisch als Teil der Mundschleimhaut zu stossen, kann sich auch an geröteten, dickeren Wangen zeigen, wie auch an einer erhöhten Körpertemperatur. Das langsame Vorrücken der Zahnkrone und der Durchbruch der Milchzähne werden als Zahnen bezeichnet und sind bei Babys ein länger währender Prozess. Der Beginn vom Zahnen zeigt sich meist durch auffällig vermehrtem Speichelfluss. Babys bekommen die ersten Zähne meist mit ca. sechs Monaten, doch es kann in seltenen Fällen möglich sein, das mit der Geburt bereits eine Zahn erscheint, meist jedoch nach zwölf Wochen oder bei verspätetem Zahndurchbruch auch erst nach einem Jahr, was erblich bedingt sein kann. Es gibt Kinder die beim Zahnen keinerlei Beschwerden haben und andere die bei den ersten Zähnchen durch geschwollenes Zahnfleisch starke Schmerzen und hochrote Bäckchen wie auch Fieber bekommen, was beim Zahnen völlig normal sein kann. Mit dem ersten Milchzahn der ca. im Alter von sechsten Monat erscheint, sollte auch die tägliche Zahnpflege bei Milchzähnen erfolgen, denn nur gesunde Milchzähne können als Platzhalter den Nachwuchs-Zähnen dienen, damit die bleibenden Zähnen gesund wachsen können.

Die ersten Kinderzähne zahnen Zahnleiste Zähne

Die Zahnleiste ist ein Begriff für Milchzähne, Ersatzzähne und Zuwachszähne, denn bei der Gebissentwicklung ist die Zahnleiste das erste Stadium der Zahnanlage in der Zahnbogenform. Aus Sprossungen der generellen Zahnleiste entstehen die Anlagen der Ersatzzähne bzw. der bleibenden Frontzähne und Prämolaren in der Ersatzzahnleiste.

Die ersten und die zweiten Zähne beim Kind

Die ersten Zähne erscheinen beim Kind im Normalfall zwischen dem sechsten und achten Monat mit dem ersten Milch-Schneidezahn.

Die ersten Zähne erscheinen beim Kind im Normalfall zwischen dem sechsten und achten Monat mit dem ersten Milch-Schneidezahn. Nach den Schneidezähnen folgen meist ab dem 12. bis 16. Monat die Milch-Eckzähne und in Monatsabständen hinter den Eckzähnen die Milchmahlzähne als Milchmolaren, wo die hinteren Mahlzähne und zwischen dem 20. und 40. Monat folgen. Milchzähne als Platzhalter erfüllen wichtige Aufgaben als Wegbereiter für die bleibenden Zähne und werden für die Lautbildung zum Sprechen gebraucht. Der Zahnwechsel im Wechselgebiss vollzieht sich zwischen dem 6. und 16. Lebensjahr, wo im Gebiss Milchzähne und bleibenden Zähne vorhandenen sind. Der Zahnwechsel beginnt mit dem Sechsjahrmolaren mit ca. sechs Jahren, wonach die vorderen ersten Schneidezähne durchbrechen und danach die die seitlichen Schneidezähne folgen. Die zweite Phase vom Zahnwechsel erfolgt nach einer Pause zwischen dem 9. – 10. Lebensjahr, wo die Eckzähne vor den vorderen Backenzähnen erscheinen. Mit 12 Jahren erscheinen die zweiten bleibenden Backenzähne und die dritten Backenzähne als Weisheitszähne erst ab dem 16. Lebensjahr und vielfach als Stockzähne bezeichnet werden.

Die Zahnleiste

Die Zahnleiste ist das erste Stadium der Zahnanlage in Form von bogenförmigen Absenkungen des Epithels der Mundbucht im Bereich vom späteren Oberkiefer und Unterkiefer.

In jedem Kiefer bilden sich für das Milchgebiss der Inneren der Zahnleiste als Verdickungen 10 Zahnknospen, aus denen sich jeweils die Schmelzkappen differenzieren, woraus die Zahnpapillen entstehen, denn die Zahnpapille ist bei der Entwicklung vom Zahn ein Bestandteil vom Zahnkeim, aus dem die Zahnpulpa entsteht. Die Zahnknospe entwickelt sich an ihrem Ende, aus der das Schmelzorgan hervorgeht. Zahnleiste ist ein Begriff bei Milchzähnen, Ersatzzähnen beim Zahnwechsel im Wechselgebiss und den Zuwachszähnen, das drei Molaren in jedem Kieferviertel im bleibenden Gebiss sind. Die Verbindung des odontogenen Epithels zum Mundhöhlenephitel vergeht mit der Zeit verloren und wird fortwährend als Zahnleiste bezeichnet. Die Milchzähne entstehen in der Zahnleiste, wo es danebst zur Ausbildung eines Ablegers kommt, der generellen Zahnleiste bzw. Ersatzzahnleiste, wo sich bleibende Zähne nach den Milchzähnen bilden. In das Mundhöhlenepithel stülpt sich zunächst die Zahnleiste ein, bis ihr tiefer Teil zur Zahnglocke wird, anschliessend zur Zahnkappe bzw. zur Zahnglocke die sich von der Zahnleiste freimacht. Aus der Zahnleiste entstehen bei der Zahnentwicklung kolbenförmige Zahnkospen, woraus die Zahnkappe entsteht. Mit dem Wachstum bekommt die Zahnkappe die Form einer Zahnglocke, wo die innere Form der Zahnglocke die Gestalt der späteren natürlichen Zahnkrone hat.

Gebissentwicklung bei Babys

Innert 6. bis 8. der Schwangerschaft bilden sich Embryo die Keimanlagen für 20 Milchzähne.

Die ersten 20 Milchzähne im Kinderzahngebiss entstehen ca. sechs Wochen vor der Geburt, denn die Zahnknospe ist ektodermaler Herkunft und wird auch bezeichnet mit Schmelzorgan, was bereits ab dem vierten Monat der Schwangerschaft mit der Bildung von Zahnhartsubstanzen beginnt, womit Zahnschmelz und das weichere Dentin gemeint ist, so dass im Alter von drei Jahren das Milchzahngebiss vollständig ist. Die für den Aufbau der Zähne benötigten Stoffe bekommt man vor der Geburt aus dem mütterlichen Organismus. Richtige Ernährung während der Schwangerschaft ist für eine gute Entwicklung der Zähne (Odontogenese) des werdenden Kindes wichtig. Die Gebissentwicklung des Babys wird durch das Stillen günstig beeinflusst, denn es ist ein optimales Trainingsprogramm für die Entwicklung der vom Kieferknochen und der Kaumuskulatur. Beim Stillen wird die Mundmuskulatur und Kiefermuskulatur stärker beansprucht, als beim mühelosen Trinken aus der Flasche. Die ersten Zähne kommen um den 6. Lebensmonat zum Vorschein, doch möglich ist auch, dass Babys mit Zähnen auf die Welt kommen. Die meisten Kinder bekommen zuerst einen Schneidezahn im Unterkiefer. Nach und nach arbeiten sich die anderen Zähne durch den Kiefer und das Zahnfleisch bis in die Mundhöhle durch. Das vollständige Milchgebiss enthält 20 Milchzähne, jeweils im Oberkiefer und im Unterkiefer vier Schneidezähne, zwei Eckzähne und vier Backenzähne. 


Gebissentwicklung beim Kind

Das Milchgebiss ist bei Kindern ein temporäres Gebiss und ist das einzige Organ beim Mensch, das einmalig erneuert und ersetzt wird.

Als erstes Stadium der Zahnanlage dient bei der Gebissentwicklung die Zahnleiste in der Zahnbogenform, denn die Zahnleiste ist ein Begriff für Milchzähne, Ersatzzähne und Zuwachszähne. Für die Funktion der Zähne die Entwicklung von einem temporären Gebiss wichtig, da für grosse Zähne bei Babys im kleinen Kiefer zu wenig Platz vorhanden ist. Die Kinderzähne sind vor der Geburt dicht gedrängt angelegt und warten nach der Zahnentwicklung versteckt im Kiefer auf den Zahndurchbruch (Dentition). Da das Baby bei der Geburt im Normalfall noch Zahnlos ist und noch keine Zähne besitzt, ergeben sich beim Stillen an der Brust der Mutter auch keine Verletzungen. Das erste Zähnchen erscheint meist erst im 6. Monat, wo bei den meisten Kindern als erster Zahn der untere Schneidezahn zum Vorschein kommt. Der Zeitpunkt vom Erscheinen der Zähne kann sehr unterschiedlich sein, denn es gibt Babys die bereits die ersten Zähnchen zeigen, wenn sie auf die Welt kommen.

Nach der Gebiss-Entwicklungszeit von 2 Jahren sind im Milchgebiss insgesamt 20 Milchzähne vorhanden.

Gebissentwicklung Kind Entwicklung Gebiss Zahn

Bei der Gebissentwicklung gibt es zwei Dentitionen (Zahndurchbruch), beim ersten sind es die Milchzähne und beim zweiten die bleibenden Zähne.

Der Zahnwechsel in zwei Phasen

Der Zahnwechsel findet bei Kindern in zwei Phasen statt.

Der erste Milchzahn ist meist der untere mittlere Schneidezahn der im 6. Lebensmonat durchtritt. Das Milchgebiss besteht pro Kieferhälfte aus zwei Milch-Schneidezähnen, einem Milch-Eckzahn und zwei Milchmahlzähnen. Im 6. Lebensjahr beginnt der Durchbruch der bleibenden Zähne, wo zunächst hinter den letzten Milchmolaren der sogenannte "Sechsjahrmolar" häufig als erster durchbrechender bleibender Backenzahn "Molar" als Zuwachszahn unbemerkt durchtritt. Die zweite Zahnung erstreckt sich im Wechselgebiss über ca. 8 Jahre, dies ohne Weisheitszähne die meist erst ab dem 16. Lebensjahr durchtreten. Das bleibende Gebiss besteht pro Kieferhälfte aus zwei Schneidezähnen, einem Eckzahn, zwei kleinen Backenzähne (Prämolaren) und drei Mahlzähne (Molaren).

Entwicklung vom Gebiss und der Zähne

Beim Menschen gibt es bei der Gebissentwicklung zwei Dentitionen (Zahndurchbruch), beim ersten sind es die Milchzähne und beim zweiten die bleibenden Zähne.

Die Zahnentwicklung für die Zahnanlage beginnt ab der sechsten Schwangerschaftswoche, wo sich im Bereich des späteren Oberkiefer und Unterkiefer eine Zahnleiste bildet. Die Zahnleiste bildet sich aus dem Mundhöhlenepithel nach innen bzw. das Epithel stülpt sich nach innen und bildet Zahnknospen aus. Durch erneutes Einstülpen nach innen entsteht daraus die Zahnkappe aus der die so genannte Zahnglocke oder das Schmelzorgan entsteht. Zwischen der äusseren und inneren Epithelschicht bildet sich die Schmelzpulpa (Krone vom Zahn) aus, die als Platzhalter für die zukünftige Zahnkrone dient und später die Kittsubstanz für die Schmelzprismen ergibt. In der Innenwand der Zahnglocke befinden sich die die schmelzbildenden Zellen (Ameloblasten). Es lagern sich von unten her Bindegewebe mit Blutgefässen und Nervengefässen an, aus dem die Zahnpulpa entsteht. Am Rand der Zahnpulpa (Zahnmark) bilden sich die Odontoblasten, die das Prädentin als pulpennahe Dentinschicht die noch nicht mineralisiert ist bilden, das unter der Zahnglocke abgelagert wird und später verkalkt, was zu Dentinbein (Zahnbein) wird. Die Entwicklung der Zähne "Odontogenese" beginnt an der Schmelz-Dentin-Grenze, wobei sich das Dentin nach innen zur Zahnpulpa hin entwickelt, während sich die Schmelzschicht langsam nach aussen verdickt. Das Dentin wächst also nach innen und der Zahnschmelz nach aussen. Die Odontoblasten wandern ins Kerninnere und hinterlassen einen Odontoblastenfortsatz im Dentin. Die Ameloblasten bilden immer die Grundlage für ein Schmelzprisma, das fortwährend verkalkt. Ameloblasten gehen nach Abschluss der Schmelzbildung zugrunde. Im vierten Schwangerschaftsmonat verliert der Zahnkeim die Verbindung zur Zahnleiste. Um den sich entwickelnden Keim bildet sich das Zahnsäckchen als Bindegewebige Umhüllung der Zahnkrone aus, woraus sich später Wurzelzement als mineralisierte Hartsubstanz, Parodontium und Alveolarknochen bilden. Der Alveolarknochen bildet sich bei der Zahnentwicklung als tragende Einheit und bei Zahnverlust bildet er sich wieder zurück, was als Alveolarkammatrophie bezeichnet wird. Nach dem Durchbruch vom Zahn beginnt sich die Zahnwurzel zu bilden. Hierbei wird das Dentin von aussen nach innen gebildet und der Pulparaum (Pulpencavum) bzw. die Zahnhöhle oder Zahnmarkhöhle damit eingeengt. 


Zahndurchbruch im Milchgebiss & Erwachsenengebiss

Da der Kiefer im Kindergebiss zu klein ist, um grössere bleibende Zähne aufnehmen, bildet sich zunächst ein Milchgebiss mit 20 Milchzähnen.

Da bei Kleinkindern im noch kleinen Kieferknochen die vergleichsweise grösseren bleibenden Zähne keinen Platz hätten, entsteht beim Mensch zunächst ein Milchgebiss, wo pro Kiefer 2 mittlere Schneidezähne, 2 seitliche Schneidezähne, 2 erste Backenzähne, 2 Eckzähne und 2 hintere Backenzähne durchbrechen. Der Zahndurchbruch hängt mit dem Kieferwachstum und dem Zahnwachstum im Gebiss zusammen, was meist durch die Gene festgelegt ist. Die Entwicklung der Kieferbreite ist bereits beim Kind für eine normale Entwicklung der Zähne entscheidend, damit ein normaler Durchbruch der Zähne (Dentition) in der Zahnreihe erfolgen kann, doch gibt es Menschen die wegen der schmalen Kieferbreite das Gebiss mit den Milchzähnen in der Zahnbogenform behalten. Die Entwicklung der Kieferbreite als Kauorgan erfolgt normal durch die vergleichsweise grösseren und breiteren Zähne mit den längeren Zahnwurzeln. Das Milchgebiss wird mit dem grösser werden vom Mund und der wachsenden Kiefergrösse zum bleibende Gebiss, wo alle bleibenden Zähne mit der Zahnbreite im Zahnkiefer Platz finden sollten. Ein erschwerter Zahndurchbruch entsteht meist bei einem Zahnengstand, wo neu durchbrechende Zähne im Kieferbogen zu wenig Platz haben und leicht verdreht oder versetzt wachsen. Ein frühzeitiger oder verspäteter Zahndurchbruch (Dentitio tarda) ist bei Kindern normal wie auch bei Erwachsenen im Dauergebiss, wo der Durchbruch der Weisheitszähne als letzte Zähne im Kiefer sehr spät erfolgen kann.

Zähne im Unterkiefer brechen meist früher durch als die Zähne im Oberkiefer.

Zahndurchbruch Milchgebiss Reihenfolge Zähne

Beim Kind besteht der Oberkiefer wie auch der Unterkiefer aus vier Milch-Schneidezähne mit schaufelförmige Zahnform, zwei Milch-Eckzähne als Eckpfeiler und vier Milch-Backenzähne als Milchmolaren bzw. Milchmahlzähne, womit das Kindergebiss aus 20 Milchzähnen besteht.

Zahn-Durchbruchszeiten und Reihenfolge der Milchzähen:

4 mittlerer Schneidezähne ca. 06. bis 08. Monat
4 seitlicher Schneidezähne ca. 06. bis 12. Monat
4 erster Backenzähne ca. 12. bis 16. Monat
4 Eckzähne ca. 16. bis 20. Monat
4 zweiter Backenzähne ca. 20. bis 30. Monat

Vor der Geburt wird das Milchzahngebiss gebildet, das nach dem Zahndurchbruch (Dentition) insgesamt 20 Milchzähne umfasst, doch im Normalfall werden die Milchzähne später nach und nach durch bleibende Zähne ersetzt.

Zahndurchbruch im Milchgebiss

Im Normalfall brechen die Kinderzähne vom Unterkiefer früher durch als die Zähne im Oberkiefer.

Sofern bleibende Zähne angelegt sind, gehen alle Milchzähne verloren und werden durch bleibend Zähne ersetzt, da durch die nachwachsenden bleibenden Zähne ein Druck erfolgt, wo dabei ein Abbau (Resorption) der Milchzahnwurzeln durch die Odontoklasten als "Dentinfresser" in der Wechselgebissperiode erfolgt. Der Abbauvorgang von Milchzahnwurzeln wird auch Odontoklasie bezeichnet, denn Odontoklasten können im Wechselgebiss beim Zahnwechsel vom Milchgebiss zum Dauergebiss eine natürliche Beseitigung der Zahnwurzeln von Milchzähnen bewirken. Ein normaler Ausstoss der Milchzähne ist wichtig, wo die Odontoklasie beim Abbauvorgang der Zahnwurzeln im Wechselgebiss eine wichtige Rolle spielt, damit ein grosser Teil der Milchzahnwurzeln resorbiert werden. Es kommt jedoch immer häufiger vor, dass bleibende Zähne nicht angelegt sind, so dass die Milchzähne im Gebiss bleiben. Dabei handelt es sich im Normalfall um den letzten Zahn einer Zahngruppe, so der zweite kleine Schneidezahn, der zweite kleine Backenzahn und der dritte grosse Backenzahn (Weisheitszahn). In seltenen Fällen kommt es besonders bei Menschen mit einem kleinen Kiefer vor, dass alle bleibenden Zähne nicht angelegt sind und die Milchzähne die Zahnfunktion beibehalten. Bei den bleibenden grossen Backenzähnen (Molaren) als Zuwachszähne gibt es keine Milchzahnvorgänger, doch auch dann besteht kein Gewähr, dass diese Zähne angelegt sind.


Verspäteter Zahndurchbruch

Der Durchbruch der Zähne wird genetisch gesteuert und kann auch bei Kindern im Milchzahngebiss sehr unterschiedlich sein.

Die Entwicklung der Zähne (Odontogenese) beginnt beim Kind lange vor der Geburt aus embryonalen Zellen mit der bogenförmigen Epithelleiste für den späteren Zahnbogen, wie auch dem darunterliegenden Gewebe der Zahnleiste, das beim Mensch ein erstes Stadium der Zahnanlage ist, woraus die Milchzähne entstehen und die in der späten Embryonalperiode beginnt. Bei der Entwicklung der Milchzähne in Zahnkiefer erfolgt in der Zahnleiste eine Verdickung für 10 Zahnknospen, womit sich 10 Milchzähne im Milchgebiss bilden. Der Zahndurchbruch im Kiefer ist zeitlich auf die Grössenverhältnisse vom Alveolarbogen abgestimmt, was ein Zusammenhang hat mit Körperwachstum und dem Wachstum vom Gesichtsschädel sowie der Knochenmenge oder Knochenqualität hat. Der Zeitpunkt vom Zahndurchbruch (Dentition) kann somit sehr unterschiedlich sein, so dass einen frühzeitigen Durchbruch der Zähne oder auch ein verspäteter Zahndurchbruch erfolgen kann. Vor sich der erste Zahn zeigt, kann es im Kiefer beim Baby zu einem schmerzhaften Druck mit Rötungen und Schwellungen an den Durchbruchstellen kommen.

Durch Platzeinengung und ungünstige Durchbruchsrichtung werden Zähne im Gebiss, im Besonderen bei den oberen Eckzähnen am normalen Durchbruch in die Mundhöhle gehindert.

Späteter Zahndurchbruch früher Retention

Bei Zahnengstand haben die durchbrechenden neuen Zähne zu wenig Platz im Kieferbogen und wachsen leicht verdreht und versetzt.

Später Zahndurchbruch oder eine Nichtanlage der Zähne

Ein frühzeitiger oder auch ein verspäteter Zahndurchbruch ist normal und damit auch keine Krankheit.

Der Zahndurchbruch ist bei Kindern individuell und kann viel früher oder auch später sein. Ein verspäteter Zahndurchbruch (Dentitio tarda) kann erblich bedingt sein oder auch durch eine späte Geburt erfolgen, denn ein später Zahndurchbruch hängt meist mit einer verkürzten Dauer der Schwangerschaft zusammen. Wenn ein Kind sehr früh auf die Welt kommt, konnte sich die Zahnsubstanz im Mutterleib noch nicht ausreichend entwickelt. Verspäteter Zahndurchbruch, Retention, Zahnunterzahl, Zahnüberzahl, Zahnverlagerung (Zahnverschiebung) sowie Zahnfehlstellung oder Kieferfehlstellungen sind keine Seltenheit. Es gibt angeborene Zahnfehlstellungen wie auch erworbene Zahnfehlstellungen oder auch eine Kombination aus angeborener und erworbener Fehlstellung der Zähne. Verzögerungen beim Zahndurchbruch und das Verbleiben eines Zahnes im Kieferknochen (Retention) sowie Verlagerungen der Zähne kommen vielfach bei bleibenden Zähnen bzw. im bleibenden Gebiss vor und werden meistens von Hindernissen beim Zahndurchbruch hervorgerufen, im Besonderen bei Zahnengstand und bei Zahnmissbildungen, die sich im Gebiss sehr nachteilig auswirken. Die Ursache für einen Zahnengstand ist vielfach ein zu früher Milchzahnverlust im Kindesalter oder auch eine Zahnveränderungen im Erwachsenenalter. Die Zahnunterzahl (Hypodontie) ist ein Zahnmangelzustand wozu auch die Nichtanlage von Zähnen gehört, das im Zahngebiss eine der verbreitetsten Anomalien ist. Bei der Zahnüberzahl spricht man von auch Hyperodontie oder Hyperdontie, wo sich mehr Zähne bilden als das üblich ist. Häufiger als die Zahnüberzahl ist die Zahnunterzahl, wo vielfach nur einzelne Zähne fehlen, so dass der Zahnarzt von einer Nichtanlage der Zähne spricht. Bei der Zahnentwicklung wird eine Angeborene oder anlagebedingte Unterentwicklung vom Zahnaufbau bei allen Zahnarten als Hypoplasie bezeichnet. Bei einem Zapfenzahn handelt es sich um einen gentechnischen Defekt, was eine Missbildung der Zahnform bewirkt. Beim Zahnwechsel äussert sich das Ausbleiben von einem bleibenden Zahn im Wechselgebiss meist durch den Nichtausfall vom Milchzahn. Zähne lassen sich aber meistens durch kieferorthopädische oder chirurgische Massnahmen wieder einordnen.


Milchgebiss

Das Milchgebiss ist als temporäres Gebiss meist erst nach der Geburt mit Milchzähnen bestückt.

Damit die Mutter beim Stillen nicht verletzt wird, ist der Säugling bei Geburt normalerweise zahnlos, auch wenn die Milchzahnkrone bereits bei der Geburt fertig ausgebildet ist. Wenn Babys Zahnen und die ersten Milchzähne bekommen, erscheinen diese Kinderzähne in einer bestimmten Reihenfolge, wo sich im Alter von fünf bis zehn Monaten meist die unteren Milch-Schneidezähne als Frontzähne zuerst zeigen. Der Durchbruch der Zähne (Dentition) der Kinderzähne steht in Abhängigkeit der Zahnentwicklung bzw. dem ansteigen vom Wachstumsdruck der Zähne im Kiefer. Wegen dem Kieferwachstum und den Kieferveränderungen sind die Zahn-Durchbruchszeiten nur Richtwerte. Nach den Schneidezähnen im Unterkiefer zeigen sich zwischen dem sechsten und dem zwölften Monat meist paarweise die oberen Schneidezähne im Milchgebiss. Die seitlichen Schneidezähne im Oberkiefer kann man zwischen dem neunten und zwölften Monat erwarten und die unteren seitlichen Schneidezähne zwischen dem zehnten und dem vierzehnten Monat. Die ersten Milchbackenzähne als Milchmolaren erscheinen zwischen dem 12. und 17. Lebensmonat im Oberkiefer wie auch im Unterkiefer, das grössere Zähne im hinteren Bereich vom Mund sind. Die oberen Milch-Eckzähne zwischen den Schneidezähnen und den Backenzähnen als Seitenzähne erscheinen wie die unteren Eckzähne zwischen dem 16. und dem 20. Monat, wonach die zweiten hinteren Backenzähne ab dem 20. Monat erscheinen, vielfach zuerst im Unterkiefer und dann im Oberkiefer. Das vollständige Milchgebiss beim Kind besteht bei jedem Kieferviertel (Quadrant im Gebiss) aus fünf Zähnen, so dem mittleren und seitlichen Schneidezahn, dem Eckzahn und dem ersten und dem zweiten Milchmahlzahn, was gesamthaft 20 Milchzähne ergibt.

Kindergebiss

Die Entwicklung vom Kindergebiss beginnt vor der Geburt mit der Keimanlag in der achten Schwangerschaftswoche im Mutterleib, damit sich die Kinderzähne entwickeln können.

Die Entwicklung der Zahnleiste im Kiefer dient dem späteren Zahnbogen im Unterkiefer und Oberkiefer, wo als kleine Verdickung eine Zahnknospe als Schmelzorgan für den späteren Zahn entsteht, das ein erstes Stadium der Zahnanlage ist, damit die Entwicklung der Zähne "Odontogenese" in der späten Embryonalperiode erfolgen kann. Bei Menschen entsteht zuerst ein temporäres Gebiss als kleineres Milchgebiss mit Schneidezähnen, Eckenzähnen und Backenzähnen, damit durch das Kieferwachstum ein grösseres Platzangebot für die grösseren bleibenden Zähne im permanenten Gebiss vorhanden ist.

Milchgebiss Säugling zahnlos Gebiss Zahngebiss

Als erstes lernen die Neugeborenen Babys das Saugen an der Brust der Mutter und gleichzeitig das schlucken, womit ein inniger Kontakt zwischen Mutter und Kind entsteht. Wenn einige Monate später die flüssige Nahrung durch feste Mahlzeiten ergänzt wird, lernt das Kind mit den ersten Zähnchen das Abbeissen und später das richtige Kauen und Sprechen (Phonetik). Mit den Mund-Funktionen wie Beissen Kauen und Sprechen vergrössern sich die Organe wie Kieferknochen, Kiefergelenke, Zähne, Zunge, Lippen, Gaumen und Wangen, womit nebst der Zahnentwicklung bzw. Gebissentwicklung auch eine ständige Kieferentwicklung erfolgt. Bei Kindern sind oft Knirschgeräusche zu hören, da durch die Kaumuskelaktivität vielfach ein Zähnereiben, Zähnepressen und Zähneknirschen erfolgt. Diese Mahlbewegungen mit den Milchzähnen und das Zähneknirschen bei Kindern ist völlig normal, denn Kinder müssen vor, während und nach dem Zahnwechsel die Feinabstimmung zwischen der oberen und der unteren Zahnreihe zurechtbeissen und einschleifen. Bei Kindern ist das Milchgebiss ein temporäres Gebiss und bei Menschen das einzige Organ, das einmal ersetzt und erneuert wird. Durch das Kauen verbreitert sich beim Kind der Kiefer, sodass gegenüber dem Milchgebiss mit 20 Milchzähnen im Dauergebiss bei Erwachsenen meist 32 bleibende Zähne vorhanden sind.

Der Zahndurchbruch beginnt mit dem Erscheinen der zentralen Schneidezähne im Unterkiefer im Alter von ca. acht Monaten und dauert bis zum sechsten Jahr, wenn die ersten bleibenden Backenzähne als grosse Mahlzähne erscheinen.

Milchzahngebiss

Zum Zeitpunkt der Geburt sind normalerweise noch keine Zähne durchgebrochen.

Zwischen dem 6. und 30. Lebensmonat brechen die Milchzähne durch. Die bleibenden Zähne erscheinen ab dem 6. Lebensjahr. Allgemein brechen die Zähne im Unterkiefer etwas früher durch als im Oberkiefer. Bei Jungen ist der Zahnwechsel in der Regel etwas später als bei Mädchen. Als Erstes brechen beim Kind in der Regel zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat die unteren mittleren Schneidezähne durch. Es folgen die entsprechenden oberen mittleren Schneidezähne, anschliessend die seitlichen Schneidezähne, die 1. Milchmolaren, die Milcheckzähne und zum Schluss die 2. Milchmolaren. Es folgt die Gebrauchsperiode der Milchzähne, wo es zu einer Abnutzung (Abrasion) im Bereich der Schneidekanten und den Kauflächen kommt. Der Erhalt der Milchzähne ist für eine regelrechte Gebissentwicklung wichtig, da die Milchzähne Platzhalter für die bleibenden Zähne sind bzw. eine Platzhalterfunktion haben. Ab dem 4. Lebensjahr kommt es durch das Wachstum der Kiefer zu einer Lückenbildung im Frontzahnbereich. Dadurch wird bereits für die breiteren bleibenden Frontzähne Platz geschaffen.

Milchzähne im Milchgebiss

Milchzähne im Milchgebiss sind in jedem Quadranten zwei Schneidezähne, ein Eckzahn und zwei Molaren.

Die Milchzähne im Milchgebiss ähneln weitgehend den entsprechenden bleibenden Zähnen in verkleinerter Form. Die zweiten Milchmolaren haben dabei ein ähnliches Aussehen wie die ersten bleibenden Molaren, das Zuwachszähne sind. Als Ersatzzähne werden die bleibenden Zähne im menschlichen Gebiss bezeichnet, wenn sie die Milchzähne ablösen. Die Zahnkrone der ersten Milchmolaren stellt dagegen eine Zwischenform zwischen der bleibenden Prämolaren und Molarenkrone dar. Die Milchfrontzähne sind einwurzelig. Die Molaren im Oberkiefer haben drei, im Unterkiefer zwei Wurzeln. Die Zahnwurzeln der Milchmolaren sind dabei stark gespreizt, da sich die Keime des nachfolgenden Gebisses zwischen den Wurzeln der Milchmolaren entwickeln. Insgesamt fällt bei den Milchzähnen eine weisse Farbe der gegenüber der mehr gelblichen Farbe der bleibenden Zähne auf.


Milchzahn

Der Milchzahn als Platzhalter für den bleibenden Zahn wird im Milchgebiss vielfach als Kinderzahn bezeichnet.

Die Entwicklung der Milchzähne beginnt im unterentwickelten Kiefer mit dem bilden der Zahnleiste in der sechsten bis achten Schwangerschaftswoche, aus denen die Keimanlagen für die 20 Milchzähne entstehen. Bei der Entwicklung der Zähne ist Zahnleiste in der Zahnbogenform, das erste Stadium der Zahnanlage und ist ein Begriff für Milchzähne, Ersatzzähne und Zuwachszähne die keine Vorgänger im Milchgebiss besitzen. Die Zahnknospen beginnen ab dem vierten Monat der Schwangerschaft mit der Herstellung der Zahnhartsubstanzen beim Aufbau vom Zahn, so bei allen Zahnarten mit dem Zahnschmelz und dem Dentin (Zahnbein). Anomalien im Milchgebiss sind eher selten, doch häufiger kommt vor, dass bleibende Zähne nicht angelegt sind, so dass die Milchzähne im Gebiss verbleiben. Die Kinderzähne im Milchgebiss werden beim Zahnarzt als Dentes decidui (Dentes lactales) bezeichnet, die als Milchzähne ab dem 6. bis 7. Lebensmonat durchbrechen, bilden das erste Gebiss und sind bis zum 6. Lebensjahr beim Kind die Bezahnung. Der Zahnerhalt der Milchzähne hat einen grossen Einfluss auf die Kieferentwicklung und die bleibenden Zähne,  sodass ein nicht physiologischer Zahnausfall bei Kindern (nicht natürlicher Ausstoss der Milchzähne) durch das "Fehlen der Zähne" zu einer undeutlichen Aussprache führt und im bleibenden Gebiss zu Zahnstellungs-AbweichungenBiss-Anomalien und anderen Zahnproblemen führen kann.

Wechselgebiss Milchzähne Milchzahn Zahnfarbe

Der Milchzahn hat beim Menschen im Milchgebiss wie der bleibende Zahn gleiche Zahnwurzeln und wird wegen der sehr hellen und milchigen Zahnfarbe als Milchzahn bezeichnet.

Milchzähne sind die ersten Zähne der Kinder.

Die Entwicklung der Milchzähne beginnt zwischen der 6. und 8. Schwangerschaftswoche, wo die Kinderzähne im temporären Gebiss eine begrenzte Lebensdauer bis zum 6. Lebensjahr haben.

Für den Zahnerhalt ist Zahnpflege der Milchzähne sehr wichtig, denn Milchzähne als Platzhalter für  die nachstossenden bleibenden Zähne haben eine wichtige Platzhalterfunktion für die Ersatzzähne und Zuwachszähne, damit ein schönes bleibendes Gebiss entsteht. Die Ersatzzähne lösen beim Zahnwechsel die Milchzähne und als Zuwachszähne werden die Backenzähne im bleibenden Gebiss bezeichnet, die keine Vorgänger im Milchgebiss haben. Als Kauwerkzeug zur Nahrungszerkleinerung sind Milchzähne wichtig wie auch zur Gesichtsentwicklung und Sprachbildung (Phonetik), denn Milchzähne werden wie die bleibenden Zähne auch zum Sprechen gebraucht. Die erste Zahngeneration umfassen insgesamt 20 Milchzähne, in jedem Kiefer vier Milch-Schneidezähne, zwei Milch-Eckzähne und vier Milch-Backenzähne (Milchmolaren). Die Gesamtheit der Zähne bildet das Gebiss, bei den Milchzähnen das Milchzahngebiss und bei Erwachsenen als permanentes Gebiss das Dauergebiss. Bei der Geburt sind alle Milchzähne und Dauerzähne bereits angelegt, doch diese Zähne im Kiefer bleiben im Kiefer versteckt und brechen in einer bestimmten Reihenfolge zu einem bestimmten Zeitpunkten von der Alveole (Zahnfach) durch das Zahnfleisch hindurch. Die zeitliche Reihenfolge vom Zahndurchbruch kann stark variieren oder auch ausbleiben, wenn die Zähne im Alveolarfortsatz bzw. Alveolarbogen nicht angelegt sind.

Im Unterschied zu den bleibenden Zähnen werden die kleineren Milchzähne rascher von Zahnkaries befallen und durchbrochen, da der Zahnschmelz bei den Kinderzähnen weicher als bei den Dauerzähnen ist und die Wandstärke höchstens 1mm beträgt.

Milchzähne Kleinkind Platzhalter Milchzahngebiss

Das Milchgebiss hat 20 Zähne, die zwischen dem 6. und dem 12. Lebensjahr beim Zahnwechsel im Wechselgebiss ausfallen und durch die bleibenden Zähne ersetzt werden.

Milchzähne und ihre Zahnwurzeln

Die Milchzähne als erste Zahngarnitur beim Mensch dienen als Platzhalter für die bleibenden Zähne und sollten möglichst lange intakt bleiben.

Milchzähne sind bei der Gebissentwicklung beim Mensch die ersten Zähne, die im 6. bis 7. Lebensmonat sichtbar werden und zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr beim Zahnwechsel im Wechselgebiss durch die bleibenden Zähne ersetzt werden. Die Milchschneidezähne und Milcheckzähne sind einwurzelig, die Milchmolaren 2-wurzelig und je weiter hinten die Zähne in der Zahnreihe sind, desto mehr Zahnwurzeln sind vorhanden. Die Odontoklasten als "Dentinfresser" bewirken bei den Milchzähnen im Wechselgebiss eine natürliche Beseitigung der Zahnwurzeln, da diese Fresszellen für den Abbau von Zahnhartsubstanzgewebe (Zahnbein) zuständig sind, ähnlich wie knochenabbauende Zellen als Osteoklasten und knochenbildende Zellen als Osteoblasten bezeichnet werden. Dentin bildenden Zellen, die für die Entwicklung der Zähne (Odontogenese) zuständig sind, werden als Odontoblasten bezeichnet. Der Abbauvorgang der Zahnwurzeln ist ein normaler Ausstoss der Milchzähne, was als Odontoklasie bezeichnet wird, wenn ein grosser Teil der Milchzahnwurzeln resorbiert wird. Um eine normale Gebissentwicklung wie auch die Phonetik, Ästhetik und Kaufunktion zu sichern, sollten Milchzähne bis zum physiologischen Zahnausfall erhalten werden. Die Wiederherstellung zerstörter Milchzähne kann sehr wichtig sein, denn Kinderzähne sind für das Sprechverhalten (Lautbildung) wichtig und auch für die Kaufunktion erforderlich.

Erhaltung der Milchzähne

Aus kieferorthopädischer Sicht ist die Erhaltung von Milchzähnen eine der wichtigsten zahnärztlichen Massnahmen.

Milchzähne benötigen aufgrund vom weicheren und nicht ausreichend ausgereiften Zahnschmelz einen besonderen Kariesschutz, so z. B. eine Fissurenversiegelung bei den  Milchbackenzähnen als Grübchenversiegelung. Milchzähne haben genauso gut ausgebildete Zahnwurzeln wie die bleibenden Zähne. Da die Zahnwurzeln der Milchzähne durch die nachkommenden bleibenden Zähne aufgelöst werden, besteht vielfach die Meinung, dass die Kinder-Zahnpflege und Zahnfleischpflege bei Kindern nicht so wichtig sei, wenn ein Zahnausfall der kleinen Zähne bald bevorstehe, doch das ist eine falsche Schlussfolgerung, denn Kariesbakterien lassen sich auch auf die nachfolgenden Zähne übertragen. Auch sollten Milchzahnlücken die durch kariöse Defekte oder durch einen Zahnunfall (Milchzahnverletzung) entstanden sind geschlossen werden, denn Milchzähne dienen nebst dem Kauen, Sprechen und Lachen auch als Platzhalter für die bleibenden Zähne, damit der Zahndurchbruch korrekt erfolgen kann. Fehlende Milchzähne können durch einen Zahnunfall eine ganze Zahnreihe kippen lassen, wenn benachbarte Zähne einer Milchzahnlücke keinen Halt mehr finden, was zu einem weiteren Milchzahnverlust führen kann.


Milchzähne und Milchmahlzähne

Die Entwicklung der Milchzähne beginnt mit der Keimanlage als erstes Stadium der Zahnanlage bereits in der Frühschwangerschaft zwischen der sechsten und achten Woche während der Schwangerschaft.

Das Gebiss im Kindsalter wird meist nach der Entwicklung der Zähne als Milchgebiss genannt, das aus 20 Zähnen besteht. Die Keimanlage ist für alle Zähne eine Zahnvorstufe und wird als Zahnanlage bezeichnet, wozu das Schmelzorgan (Zahnglocke), die Zahnpapille und das Zahnsäckchen gehören. Das zweite Stadium ist die Bildung der Zahnhartsubstanz, womit meist die Zahnkrone gemeint ist, die aus Zahnschmelz und Dentin (Zahnbein) besteht. Die ersten Milchzähne erscheinen mit dem 6. Lebensmonat, wo meist beim Zahnen der untere mittlere Milch-Schneidezahn als erster Kinderzahn zum Vorschein kommt. Mit dem Begriff "Zahnen" ist meist das Durchdringen der Milchzähne durch das Zahnfleisch bei Babys und Kindern gemeint, so bei Schneidezähnen, Eckzähnen, Milchmahlzähnen (Milchmolaren) oder auch Sechsjahrmolaren, die meist als erste bleibende Molaren im 6. Lebensjahr durchbrechen und häufig hinter den letzten Milchmolaren unbemerkt durch das Zahnfleisch stossen. Bei der Gebissentwicklung haben die Sechsjahrmolaren als Zuwachszähne im Gebiss beim Kind die grösste Kaufläche.

Milchzähne Milchmahlzähne Milchmolaren Zähne

Die zweiten Milchmolaren haben ein ähnliches Aussehen wie die ersten bleibenden Molaren.

Milchmolaren / Milchmahlzähne

In jeder Kieferhälfte befinden sich beim Milchzahngebiss zwei Milchschneidezähne, ein Milcheckzahn und zwei Milchmahlzähne bzw. Milchmolaren.

Mit zweieinhalb Jahren ist das Milchgebiss im Normalfall vollständig ausgebildet. Die Milchzähne sehen den entsprechenden bleibenden Zähnen in verkleinerter Form ähnlich. Die zweiten Milchmolaren haben ein ähnliches Aussehen wie die ersten bleibenden Molaren. Die Zahnkrone der ersten Milchmolaren stellt eine Zwischenform zwischen der bleibenden Prämolar-Kronen und Molar-Kronen dar. Die Milchfrontzähne sind einwurzelig. Die Molaren im Oberkiefer haben drei, im Unterkiefer zwei Wurzeln. Die Wurzeln der Milchmolaren sind dabei stark gespreizt, da sich die Keime der nachfolgenden Prämolaren im bleibenden Gebiss zwischen den Zahnwurzeln der Milchmolaren entwickeln. Insgesamt fällt bei den Milchzähnen eine bläulich-weissliche Farbe gegenüber der mehr gelblichen Farbe der bleibenden Zähne auf. Im Bereich vom Zahnhals zwischen Zahnwurzel und Zahnkrone haben die Milchzähne in der Regel einen ausgeprägten Schmelzwulst. Insgesamt sind die Milchzähne etwas weicher als die bleibenden Zähne. Bleibende Zähne werden im menschlichen Gebiss als Ersatzzähne bezeichnet, wenn sie die Milchzähne ablösen.


Wechselgebiss

Als Wechselgebiss wird beim Zahnwechsel das Gebiss bezeichnet, wenn aus dem Milchgebiss ein neues Gebiss entsteht, das als bleibendes Gebiss oder Erwachsenengebiss bezeichnet wird.

Beim Zahnwechsel entstehen aus dem Milchgebiss (Kindergebiss) als temporäres Gebiss ein neues Gebiss, zuerst das Wechselgebiss das Milchzähne und bleibende Zähne beinhaltet und dann das Dauergebiss (Erwachsenengebiss) als permanentes Gebiss. Von einem Wechselgebiss spricht man, wenn die Milchzähne nur noch teilweise vorhanden sind und die bleibenden Zähne noch nicht vollständig sind bzw. während dem Zahnwechsel bzw. Übergang von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen. Ab dem Alter von ca. 6 Jahren werden die Milchzähne "Zahn um Zahn" durch neue bleibende Zähne ersetzt, denn das Gebiss verändert sich und wird breiter noch bevor der erste Milchzahn ausfällt. Beim Zahnwechsel bekommt normal jeder Milchzahn einen Zahnnachfolger, so dass vielfach auch von einem "Wechselbiss" gesprochen, wenn Milchzähne und bleibende Zähne gleichzeitig im Gebiss vorhanden sind. Die Wachstumsphase zwischen dem Milchgebiss und dem bleibenden Gebiss wird als Wechselgebiss bezeichnet, wo die Milchzähne durch die bleibenden Zähne aus dem Kiefer verdrängt und ersetzt werden. Mit dem Körperwachstum wächst der Kieferknochen, so dass beim Zahnwechsel während der Wechselgebissperiode vom Milchzahngebiss zum bleibenden Gebiss, das Verhältnis zwischen der Kiefergrösse und der Anzahl grösseren Zähne im Wechselgebiss ausgeglichen wird. Im menschlichen Gebiss werden die bleibenden Zähne als Ersatzzähne bezeichnet, wenn sie die Milchzähne ablösen. Wenn kein Milchzahn-Vorgänger im Milchgebiss vorhanden ist, wird der bleibende Backenzahn als Zuwachszahn bezeichnet.

Zahn Wechselgebiss Gebiss bleibenden Zähne

Eine gute Zahnpflege der Milchzähne mit fluoridhaltiger Zahnpasta ist wichtig, denn die Milchzähne sind Platzhalter für die bleibenden Zähne.

Zahnwechsel im Wechselgebiss

Das Gebiss welches die Milchzähne durch bleibende Zähne ersetzt, wird beim Zahnwechsel vom Milchgebiss zum Dauergebiss als Wechselgebiss bezeichnet.

Der Zahnwechsel beschreibt in der Zahnmedizin den Übergang zwischen dem Milchzahngebiss zum bleibenden Gebiss in der Reihenfolge der Dentition bzw. Durchbruch der Zähne. mit den Durchbruchszeiten. Im Wechselgebiss werden die Milchzähne durch bleibende Zähne ersetzt, wenn die bleibenden Zähne ab dem 6. Lebensjahr durchbrechen. Man unterscheidet, Zuwachszähne, die hinter den Milchzähnen durchbrechen und Ersatzzähne, die anstelle der Milchzähne erscheinen. Das Gebiss, in dem die Milchzähne durch bleibende Zähne ersetzt werden, nennt man Wechselgebiss. Unter dem Druck der nachwachsenden bleibenden Zähne erfolgt dabei ein Abbau (Resorption) der Milchzahnwurzeln. Die Odontoklasten können im Wechselgebiss die natürliche Beseitigung der Zahnwurzeln von Milchzähnen beim Zahnwechsel vom Milchgebiss zum Dauergebiss bewirken. Odontoklasten sind "Dentinfresser" und spielen beim Abbauvorgang der Milchzahnwurzeln eine wichtige Rolle im Wechselgebiss, da sie einen grossen Teil der Zahnwurzeln resorbieren, was auch als Odontoklasie bezeichnet wird.

Der Zahnwechsel erfolgt in Etappen

Erste Etappe beim Zahnwechsel

Der Zahndurchbruch beim Zahnwechsel erfolgt bei Kinderzähnen zwischen 5-9 Jahren in Etappen, so erscheint der Sechsjahrmolar und normal auch die mittleren Schneidezähne unten noch vor die oberen mittleren Schneidezähne folgen, wonach es eine kurze Pause gibt. Danach erscheinen die seitlichen Schneidezähne im Unterkiefer und nach einem Jahr die seitlichen Schneidezähne im Oberkiefer. Danach folgt beim Zahnwechsel eine Wechselpause vor die zweite Etappe erfolgt.

Zweite Etappe vom Zahnwechsel

Als erster Zahn erscheint in der zweiten Etappe der Prämolar im Oberkiefer, dann der Eckzahn und die Prämolaren im Unterkiefer vor die zweiten Prämolaren im Oberkiefer wie auch im Unterkiefer folgen. Als letzte Zähne wechseln in der Stützzone dann der obere Eckzahn und der zweiter Prämolar im Unterkiefer. Danach folgt der zweite Molar, der als 12-Jahesmolar bezeichnet wird. Mit zwölf bis vierzehn Jahren sind ohne die Weisheitszähne meist alle Zähne im bleibenden Gebiss vorhanden.

Dritte Etappe vom Zahndurchbruch

Bei der dritten Etappe erfolgt der Zahndurchbruch vom dritten Molar wenn das Wachstum vom Kieferknochen abgeschlossen ist. Als dritter Molar wird der Weisheitszahn (Stockzahn) bezeichnet, der  normal ab dem 18. Jahr erscheint,

Frühes Wechselgebiss:

Als erster Zahnwechsel beginnt es mit dem Zahndurchbruch der Sechsjahrmolaren hinter den zweiten Milchmolaren.

Die Milchzahnperiode unterscheidet man von der Wechselgebissperiode und dem bleibendem Gebiss, wo beim Zahnwechsel der Wechsel zwischen den Schneidezähnen und den Seitenzähnen als Wechselpause beschrieben wird. Der erste Zahnwechsel im Milchgebiss endet erst mit dem vollständigen Durchbruch der oberen seitlichen Schneidezähne. Die unteren Schneidezähne brechen im Normalfall vor den oberen Schneidezähnen durch und die mittleren Zähne vor den seitlichen Schneidezähnen.

Spätes Wechselgebiss:

Die Zähne der Stützzone wechseln zwischen dem neunten und zwölften Lebensjahr und in einer zweiten Phase werden die Milcheckzähne und Milchmahlzähne als Milchmolaren durch die Nachfolgerzähne ersetzt.

Das bleibende Gebiss

Der Durchbruch der bleibenden Zähne verläuft in zwei Phasen.

In der ersten Phase zwischen dem 6. und 9. Lebensjahr brechen zunächst die ersten bleibenden Molaren hinter der Milchzahnreihe durch. Anschliessend kommt es zum Wechsel der mittleren und seitlichen Schneidezähne. In der zweiten Phase zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr brechen die Eckzähne und Prämolaren als Vormahlzähne durch, wobei der 1. Prämolar meist früher als der Eckzahn erscheint. Zuletzt bricht der 2. bleibende Molar im Zahngebiss durch. Der 3. Molar wird als Weisheitszahn bezeichnet und bricht erst ab dem 16. Lebensjahr durch. Häufig besteht für diese Molaren (Stockzähne) jedoch ein Platzmangel, womit der Zahndurchbruch hindert wird.


Bleibendes Gebiss

Das bleibende Gebiss besteht aus insgesamt 32 Zähnen, so in jedem Kiefer aus vier Schneidezähnen, zwei Eckzähnen, vier Prämolaren und sechs grossen Backenzähnen.

Der erste bleibende Zuwachszahn der das bleibende Gebiss eröffnet, ist normalerweise im sechsten Lebensjahr der erste Backenzahn, der hinter dem Milchmolar (Milchmahlzahn) als letzter Milchbackenzahn durchbricht, ohne dass zuvor ein Milchzahn im Milchgebiss gestanden hat, weshalb er auch Sechsjahrmolar bezeichnet wird und gleichzeitig von der Kiefermitte aus der 6. Zahn ist.

Bleibendes Gebiss Zahn Zahndurchbruch Zähne

Auch aus ästhetischen Gründen ist ein vollständiges Gebiss von grosser Bedeutung, denn fehlerhafte und unvollständige Zahnreihen in der Zahnbogenform lassen das Gesicht alt aussehen.

Zähne fallen aus, neue Zähne kommen

Ab dem siebten Lebensjahr fallen die Milchzähne aus, und das bleibende Gebiss wächst, denn die ersten bleibenden Zähne brechen hinter dem letzten Milchzahn durch.

Im menschlichen Gebiss werden die bleibenden Zähne als Ersatzzähne bezeichnet, wenn sie die Milchzähne ablösen und wenn keine Vorgänger im Milchgebiss vorhanden waren, werden diese bleibenden Zähne (Backenzähne) als Zuwachszähne bezeichnet. Der Zahndurchbruch erfolgt im Zahngebiss meist unbemerkt, denn für diese grossen Backenzahn als Molar (6er) fällt kein Milchzahn aus. Später beginnen nach Durchbruch der 6er die seitlichen Schneidezähne an zu wackeln, die im 7. bis 9. Lebensjahr durch die bleibenden Schneidezähne ersetzt werden. Bis zum dreizehnten Lebensjahr erscheinen dann die kleinen Backenzähne und die Eckzähne und im 12. bis 14. Jahr brechen die zweiten grossen Backenzähne durch, sodass das bleibende Gebiss ohne Weisheitszähne als "Achter" im Fachjargon komplett ist. Wenn alle bleibenden Zähne durchgebrochen sind, ist in der Regel das Hauptwachstum vom Kieferknochen abgeschlossen. Ab dem sechzehnten Lebensjahr erscheinen die Weisheitszähne (Stockzähne) normal als letzte Zähne beim Mensch im Dauergebiss. Der Weisheitszahndurchbruch bereitet aber vielfach bei vielen Menschen Probleme, denn im Laufe der menschlichen Entwicklungsgeschichte hat sich das Gebiss zurückentwickelt, sodass der Kiefer im Verhältnis zur Zahngrösse meist im Unterkiefer zu klein ist, sodass der hinterste Zahn im bleibenden Gebiss nicht genügend Platz findet. Darum bekommen nicht alle Menschen die Weisheitszähne, denn die letzten Molaren sind oft verkümmert oder die Zahnkeime fehlen in der Zahnanlage bei der Entwicklung der Zähne (Odontogenese) gänzlich. Wenn die Weisheitszähne nicht ganz durchbrechen und im Kieferknochen stecken bleiben, sodass nur die Zahnkrone teilweise oder gar nicht in der Mundhöhle erscheint, kann es zu Entzündungen mit Eiterbildung kommen, im Besonderen wenn sich Bakterien unter der Kapuze vom Zahnfleisch ansammeln, das ein idealen Schlupfwinkel für Speisereste ist.

Durchbruch der bleibenden Zähne

Gesunde Kinderzähne sind für unversehrte Nachwuchszähne im bleibenden Gebiss wichtig.

Das Milchgebiss mit den Milchzähnen ist ein temporäres Gebiss, dies im Gegensatz zum permanenten Gebiss mit den bleibenden Zähnen, wo das Zahngebiss als Dauergebiss oder als bleibendes Gebiss bezeichnet wird. Im Kieferbogen bilden unversehrte und geradestehende Kinderzähne eine ideale Voraussetzung für die Dauerzähne im bleibenden Gebiss. Wenn Milchzähne beim Durchbruch die Milchzahnkrone ausfallen und bleibende Zähne im Wechselgebiss nachwachsen, ist das für das bleibende Gebiss kein Zahnverlust.

Durchbruchszeiten der Zähne Reihenfolge Zahn

Die Zähne werden im temporären Gebiss wie auch im bleibenden Gebiss zum Sprechen gebraucht und stehen in engster Verbindung mit der Sprachbildung, so dass beim Fehlen von Zähnen die Aussprache undeutlich wird.

Durchbruchszeiten und Reihenfolge der bleibenden Zähne:

Erster grosser Backenzahn ca. 06. bis 07. Jahr
Mittlerer Schneidezahn ca. 07. bis 08. Jahr
Seitlicher Schneidezahn ca. 08. bis 09. Jahr
Erster Prämolar ca. 09. bis 11. Jahr
Zweiter Prämolar ca. 11. bis 13. Jahr
Eckzahn ca. 11. bis 13. Jahr
Zweiter grosser Backenzahn ca. 12. bis 16. Jahr
Weisheitszahn ca. 17. bis 99. Jahr

Aufgaben vom bleibenden Gebiss

Die Hauptaufgabe vom bleibenden Gebiss ist die Zerkleinerung und Zermahlen der Nahrung, so dass mit Hilfe von Speichel ein Nahrungsbrei entsteht, der die Verdauungssäfte in lösliche Nährstoffe umwandeln kann.

Für die ausreichende Zerkleinerung der Nahrung ist daher ein vollständiges und kaukräftiges Zahngebiss erforderlich. Mit natürlichem oder künstlichem Gebiss werden die Speisen optimal zermahlen, sofern keine Zahnlücken vorhanden sind. Mit der Kautätigkeit wird gleichzeitig mehr Speichel aus den Speicheldrüsen produziert, was eine gute Verdauung mit sich bringt. Die einzelnen Zahnarten bzw. Zahngruppen haben dabei im bleibenden Gebiss verschiedene Aufgaben. Die Frontzähne bzw. Schneidezähne und Eckzähne zerschneiden die Nahrung, die kleinen vorderen Backenzähne welche als Prämolaren genannt werden, zerkleinern die Nahrung und die grossen Backenzähne als Mahlzähne zermalmen und zerkauen die Bissen. Zähne werden aber auch zum Sprechen gebraucht und stehen in engster Verbindung mit der Sprachbildung. Mit zunehmendem Alter kommt es zur Abrasion bzw. Zahnabnutzung oder Abrieb der Zähne, so dass von Abrasionszähnen oder einem Abrasionsgebiss gesprochen wird. Je nach Art und dem Grad der Beanspruchung ist die Attrition bzw. Abrasion der Zähne verschieden und hat unterschiedliche Ursache wie Zähneknirschen oder Zähnepressen (Bruxismus). Massgebend ist die Art der Nahrung, Grad und Dauer der Beanspruchung sowie die Bissart, Kauart und die Widerstandsfähigkeit vom Zahnschmelz.

Zahn-Krone

Zahnkrone

Mit Zahnkrone wird eine natürliche Zahnkrone von einem natürlichen Zahn bezeichnet, die aus dem Zahnfleisch ragt und mit Zahnschmelz als glänzenden Schmelzüberzug bedeckt ist, wo der Zahnarzt von einer klinischen Krone spricht.

Unter Zahnkrone wird der in die Mundhöhle ragenden Anteil von einem natürlichen Zahn verstanden, doch häufig spricht man von einer Krone bei dem die Überkronung vom Zahn gemeint ist. Bei der Überkronung handelt es sich bei der Zahnrestauration um eine künstliche Krone als Zahnersatz, die dem Ersatz fehlender Zahnhartsubstanz dient und auf den beschädigten Zahn gesetzt wird. Durch die künstliche Krone die auf dem natürlichen Zahn befestigt wird, kann der herausragende Teil vom Zahn wiederherstellt werden. Die Zahnwurzel vom Zahn ist im Zahnfach vom Kieferknochen verankert und trägt die Krone, wobei der Übergang von der Zahnkrone zur Zahnwurzel als Zahnhals bezeichnet wird. Beim Rückgang vom Zahnfleisch reagiert der Zahnhals auf äussere Reize wie Wärme, Kälte oder Druck sehr sensibel, wenn der Zahnhals frei liegt und unter der Zahnkrone eine relativ ungeschützt Stelle entsteht, denn beim Zahnhals wird der Zahnschmelz als Beschichtung vom Zahn zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel immer dünner, sodass man von überempfindlichen Zahnhälsen spricht und Schmerzen am Zahnhals und nicht an der Zahnkrone entstehen.

Die natürliche Zahnkrone ist der obere Anteil von einem Zahn der aus dem Zahnfleisch herausragt.

Zahnkrone Zahnhals Zahnwurzel Zahnfleisch

Der Zahnhals ist der Übergang zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel.

Krone vom Zahn

Unter Krone resp. Zahnkrone versteht man den sichtbaren, in die Mundhöhle ragenden Anteil von einem natürlichen Zahn.

Der Name „Krone“ stammt beim Zahn daher, weil die Kontur mit den rundherum befindlichen Zacken und Höckern der Backenzähne einer königlichen Krone ähnelt. Als Klinische Krone mit dem Zahnhöcker wird der sichtbare Teil vom Zahn bezeichnet, der beim Kauakt in das Grübchen vom gegenüberliegenden Backenzahn greift. Die Zahnkrone ist mit Zahnschmelz bedeckt, das die härteste vorkommende Substanz im menschlichen Körper ist. Wenn man beim Zahn von einer „Krone“ spricht, ist vielfach damit die Überkronung von einem Zahn gemeint, denn im allgemeinen Sprachgebrauch wird eine künstliche Krone aus einer Edelmetalllegierung oder Keramik als „Krone“ bezeichnet.

Künstliche Kronen zur Überkronung der Zähne

Bei der künstlichen Krone handelt es sich um eine individuelle Präzisionsanfertigung aus Dentalmaterialien wie Metall, Keramik, Vollkeramik, Porzellan oder Kunststoff.

Wenn ein Zahn so stark zerstört ist, dass eine Zahnfüllung nicht mehr halten kann, muss der Zahn zur Zahnerhaltung überkront werden, worunter eine künstliche Zahnkrone verstanden wird. Für die Behandlung und Überkronung mit einer Krone muss der Zahn durch die Zahnwurzel fest im Kieferknochen verankert und das Zahnfleisch gesund sein, ansonsten ein Zahnimplantat als Zahnwurzelersatz mit einer Implantatkrone in Zahnfarbe die beste Wahl als Zahnersatz ist. Ein stark zerstörten Zahn mit gesunder Zahnwurzel kann durch eine künstliche Zahnkrone bis ins hohe Alter erhalten bleiben, denn moderne Materialien wie Keramik erlauben eine Herstellung von robusten und ästhetisch schönen Zahnkronen, die zum Zahnerhalt als sehr widerstandsfähig gelten. Bei der künstliche Krone wird der Zahn vom Zahnarzt präpariert  bzw. beschliffen und ein Abdruck bzw. vom Zahnstumpf genommen, was aber besser als Abformung bezeichnet wird, da kein Druck ausgeübt wird. Das Beschleifen vom Zahn oder auch ausbohren vom Zahn wird in der Zahnmedizin als Präparation bezeichnet. Im Dentallabor wird vom Abdruck ein genau, auf den Zahnstumpf passender zahnförmiger Überzug hergestellt, der den beschliffenen natürlichen Zahn komplett bedeckt, so dass dieser Überzug die ursprüngliche Zahnform wieder herstellt und in Form und Zahnfarbe an die Nachbarzähne genau angepasst wird. Die Passgenauigkeit und Zahn-Ästhetik der künstlichen Zahnkrone wird vom Zahnarzt überprüft und auf den Zahnstumpf zementiert.


Anatomische Zahnkrone

Der von Zahnschmelz bedeckte Anteil vom Zahn der oberhalb vom Zahnfleisch liegt, wird vom Zahnarzt als anatomische Krone bezeichnet.

Im Zahnkronenbereich wird der grösste Zahnumfang vom Zahnarzt als Zahnäquator bezeichnet, der zwischen dem anatomischen Zahnäquator als grösster Zahnkronenumfang bezogen auf die Zahnlängsachse vom prothetischen Zahnäquator unterschieden wird, das der grösste Zahnkrone-Umfang bezogen auf die Einschubrichtung einer Teilprothese ist.

Anatomische Zahnkrone Zähne Klinische Krone

Als Klinische Krone wird der sichtbare Teil vom Zahn bezeichnet, wo schöne und gleichmässig verteilte Frontzahnkronen in der Zahnbogenform das äusseren Erscheinungsbild im Frontzahngebiet und damit die Gesichtsästhetik prägen.

Anatomische Krone

Die anatomische Krone ist mit Zahnschmelz bedeckte und ist der in die Mundhöhle ragende Teil vom Zahn die mit Schmelz bedeckt ist.

Die anatomische Krone vom Zahn ist der mit Schmelz bedeckte und sichtbare Teil vom natürlichen Zahn in einem natürlichen Gebiss bei Menschen. Die Bezeichnung Zahnkrone (Corona dentis) ist ein Begriff die seine Abstammung von den Zacken und Höckern hat, die einer königlichen Krone ähnlich ist. Der unterste Teil ist die Zahnwurzel, die im Kieferknochen verankert ist und die Anatomische Zahnkrone trägt. Die Grenze zwischen Zahnwurzel und Zahnkrone bildet der Zahnhals. Der Übergang vom Zahnschmelz zum Zement ist der anatomische Zahnhals, der nur selten identisch ist mit der Grenze vom Zahnfleisch, denn bei Jugendlichen ist der anatomische Zahnhals vom Zahnfleisch bedeckt.

Den Teil eines Zahnes, der in die Mundhöhle ragt, wird als klinische Krone bezeichnet.

Anatomische Krone, Zahnkrone, klinische Krone

Die anatomische Zahnkrone ist der von Zahnschmelz bedeckte Teil der Zähne und ist beim permanenten Gebiss bei jugendlichen kleiner und wird durch Abbau des Zahnbettes mit zunehmendem Alter grösser, wenn sich der Knochen zurückbildet und sich der Teil des Zahnes verlängert, der aus dem Kieferknochen ragt, wodurch die Anatomische Krone als relativ länger erscheint. In einem jugendlichen Gebiss ist die anatomische Krone normal länger als die klinische Krone, was durch Zahnfleischrückgang (Gingivarezession) bedingt ist. Bei der klinischen Krone können dadurch weitere Teile vom Zahn, also vom Zahnhals und der Zahnwurzel sichtbar werden.

Zahnkrone

Durch die Zahnkrone kann die anatomische Form des Zahnes wieder hergestellt werden.

Zum Herstellen der anatomischen Form der Zahnkrone gibt es in der Zahntechnik verschiedene Kronenarten und Möglichkeiten der Materialzusammensetzung, so die Metall-Keramik-Krone, die Gold-Keramik-Krone und die metallfrei Zirkon-Keramik-Krone aus Zirkonoxid, die im Volksmund meist als Zirkonkrone bezeichnet wird. Bei den künstlichen Kronen die dem Zahnerhalt dienen, gibt es nebst der Vollgusskrone auch die Teilkrone, so die Goldteilkrone, die Keramikteilkrone, die "Verblendete Krone" sowie die Wortbegriffe wie Galvanokrone, Teleskopkrone und Stiftkrone (Stiftzahn) oder auch Halbkrone und Dreiviertelkrone. Keramikkronen die mit einem Metallgerüst im Inneren verstärkt sind, werden beim Zahnarzt als Verbund-Metall-Keramik-Krone (VMK-Krone) oder auch als Verblendkrone bezeichnet. Für Kronen und Zahnbrücken die aus einem Metallgerüst bestehen und mit Keramik verblendet werden, wird auch der Ausdruck Metallkeramik oder auch Verblend-Metall-Keramik verwendet.


Krone vom Zahn

Die Krone vom Zahn wird als Zahnkrone bezeichnet.

In einem normalen Zahngebiss wird der natürliche sichtbare Zahnanteil, der mit Zahnschmelz als Zahnbeschichtung bedeckt ist als anatomische Krone bezeichnet. Die Krone vom Zahn ist ein vielfältiger Oberbegriff, der meist für eine künstliche Krone die in die Mundhöhle ragt verwendet. Die Zahnkrone verdankt den Namen den Zahnhöckern als Erhebung an den Kauflächen der Backenzähne am Zahnrand, denn diese haben eine Ähnlichkeit mit den Zacken einer Königskrone. Der Teil vom Zahn der in die Mundhöhle ragt, wird vom Zahnarzt als klinische Krone bezeichnet, doch im Gebiss sind anatomische und klinische Kronen identisch. Die prothetische Krone ist ein künstlicher Zahnersatz oder eine zahnärztliche Restauration (Restauration Zahnkrone), wo zerstörte Teile vom Zahn rekonstruiert werden. Bei der Kronen-Therapie gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Kronenarten wo eine Unterscheidung nach der Art der Präparation oder auch nach den eingesetzten Materialien erfolgt. Die verschiedenen Kronenarten können eingeteilt werden nach der Kronenfunktion, dem verwendeten Dentalmaterial, nach Grösse und Ausdehnung vom Zahnkronendefekt und der Art der Verankerung. Die Art der Krone wird ausgewählt nach der Grösse vom Zahndefekt und ob die Krone im Frontzahnbereich oder im Seitenzahngebiet eingesetzt werden muss, wie auch nach der gewünschten Zahnästhetik, wo die Zahnarztkosten dementsprechend variieren können.

Krone Zahnkrone Zahn Zahnfleisch Zahnhals

Wenn man von der Krone spricht ist häufig die künstliche Krone gemeint bzw. die Überkronung vom Zahn.

Zahnkrone auf dem Zahn oder Zahnimplantat

Als Zahnkrone wird der natürliche Anteil vom Zahn bezeichnet, der aus dem Zahnfleisch ragt und die künstliche Krone oder Teilkrone wird als festsitzender Zahnersatz meist als Krone bezeichnet.

In der Zahnmedizin wird die natürliche Zahnkrone die mit Zahnschmelz bedeckt ist und aus dem Zahnfleisch in die Mundhöhle ragt meist nur als Krone bezeichnet. Unter Krone wird jedoch auch die künstliche Krone verstanden, die bei einer Zerstörung vom natürlichen Zahn notwendig wird und auf einem lebenden oder toten Zahn nach der Wurzelkanalbehandlung seine Anwendung findet. Unter Krone versteht man darum vielfach die Überkronung zum Schutz von einem beschädigten Zahn, damit ein Zahnerhalt möglich ist. Eine künstliche Krone wird hergestellt, wenn ein Zahn durch Zahnkaries, Zahnerosion, Zahnabrasion oder anderen Gründen stark beschädigt ist, sodass ein Aufbau mit einer Zahnfüllung oder Veneer nicht mehr möglich ist. Mit einer künstlichen Überkronung kann die Zahnform und die Funktion vom betroffenen Zahn langfristig wieder hergestellt und vor Zahnkaries als Zahnerkrankung durch Kariesbakterien geschützt werden. Bei Zahnverlust durch Zahnausfall kann der Zahnarzt benachbarte Zähne überkronen, die dann als Verankerung dem Zahnersatz dient. Die Krone kann aus reinem Metall, aus Metall mit Keramiküberzug oder Kunststoffüberzug bzw. auch aus reiner Keramik gefertigt werden. Die „Über-Krone“ resp. Überkronung ist eine bewährte Methode mit sehr langer Haltbarkeit. Der beschädigte Restzahn muss rundherum abgeschliffen werden, sodass die Krone mit Zement auf den Zahnstumpf befestigt oder mit Klebstoff geklebt werden kann. Die Krone dient auch als Befestigung einer Zahnprothese oder Zahnbrücke. Auch Zahnimplantate brauchen zum Aufbau auf dem "Implantathals" eine künstliche Zahnkrone, die meist als Implantatkrone bezeichnet wird, wo im Frontzahnbereich vielfach eine metallfreie "Zirkonkronen" aus hochfestem Zirkoniumdioxid verwendet wird, das ein zahnfarbener, anorganischer Werkstoff ist, der als prothetisches Material in der Medizintechnik vermehrt eine Anwendung findet. In der Zahnmedizin findet stabilisiertes oder als teilstabilisiertes Zirconiumdioxid wegen der guten thermischen Beständigkeit als Feuerfestkeramik als chemische Substanz für Hochleistungskeramik Verwendung und wird im Volksmund meist als Zirkon oder Zirconium bezeichnet. Zirkoniumdioxid (ZrO2) als keramisches Material mit hervorragenden Eigenschaften wird für Implantate wie auch Kronen verwendet und kann als Zirkonoxid, Zirkonia, Zirkon oder Keramik genannt werden.


Überkronung vom Zahn

Eine Überkronung der Zähne ist dann angezeigt, wenn die Zähne stark geschwächt sind, sodass eine Rekonstruktion mit einer Zahnfüllung, Inlay, Onlay, Overlay oder Veneer nicht mehr möglich ist.

Die künstliche Zahnkrone ist ein Kronenersatz, wo der Zahn bis ein Millimeter unter den Zahnfleischsaum zylindrisch oder konisch beschliffen und auf die natürliche Zahnkrone präpariert wird, was beim Zahnarzt als Überkronung bezeichnet wird. Der Kronenersatz wird als Teilkrone "Halbkrone, Dreiviertelkrone" oder Vollgusskrone dann auf dem Zahn aufgesetzt, wenn die Kaufläche der natürlichen Zahnkrone abgenutzt oder abgesplittert bzw. das Zahnhartgewebe der Zahnkrone grösstenteils zerstört und nicht mehr funktionstüchtig ist, womit auch die Kaufunktion eingeschränkt sein kann.

Überkronung der Zähne mit künstlichen Kronen

Mit der Überkronung kann eine Verbesserung der Zahn-Ästhetik erreicht werden, wenn die Zähne nicht regulär in der Zahnreihe stehen bzw. gedreht oder gekippt sind.

Häufig spricht man von "Krone" und meint damit, die „Überkronung“ von einem Zahn, was eine künstliche Zahnkrone ist und als Zahnersatz bezeichnet wird.

künstliche Krone Überkronung Über-Krone 

Eine künstliche Krone kann aus ästhetischen Gründen notwendig werden, wenn ein oder mehrere Zähne abgenutzt, abgesplittert oder stark verfärbt sind.

Überkronung

Eine Überkronung von einem Zahn ist immer dann notwendig, wenn ein Zahn stark geschwächt ist und eine Rekonstruktion mit einer Zahnfüllung, Inlay oder Veneer nicht mehr möglich ist.

Eine Überkronung kann aus ästhetischen Gründen sinnvoll sein, wenn ein oder mehrere Zähne abgenutzt, stark verfärbt oder abgesplittert sind und eine konservierende Zahnbehandlung mit Füllungen langfristig keinen Sinn machen, denn bei der Überkronung kann man dauerhafte ästhetische Resultate erzielt werden. Bei kleinen Defekten auf der Aussenfläche vom Zahn werden aber vielfach Versorgungen mit Veneers (Keramikverblendschalen) gemacht, denn die eine Präparation ist zahnschonend weil nur die Vorderseite vom Zahn beschliffen werden muss. 

Zähne überkronen

Eine Krone ist ein Zahnersatz aus Metall wie Gold oder Nichtedelmetalllegierung, Keramik oder auch Kunststoff, der den Zahn ganz oder teilweise überdeckt und der Zahnerhaltung dient. Teilkronen selbst unterteilen sich in Halbkronen und Dreiviertelkronen. Künstliche Kronen werden als Halteelemente für Zahnersatz, also als Klammerkrone oder Schutzkrone sowie als Pfeilerkrone sowie aus kosmetischen Gründen angefertigt.

Überkronung 4-er Brückenglied.

Überkronung von Zähnen / Vierer Brückenglied

Eine künstliche Krone ist ein Hut der den natürlichen Zahn umfasst und diesen schützt.

künstliche Krone

Künstliche Kronen kommen vor allem bei stark zerstörten Zähnen oder bei Wurzelbehandelten Zähnen zur Anwendung.

Für eine künstliche Krone wird die natürliche Zahnkrone durch den Zahnarzt präpariert bzw. unter dem Zahnfleischsaum rundherum zylindrisch oder leicht konisch beschliffen. Zahntechniker fertigen den Zahnersatz wie Zahnkronen, Zahnbrücken, Zahnprothesen wie Teilprothesen und Vollprothesen oder Stiftkronen sowie laborgefertigte Einlagefüllungen bzw. Inlay, Onlay, Overlay als Zahneinlage an.


Künstliche Krone vom Zahn

Eine künstliche Krone beim Zahn wird dann eigesetzt, wenn der Zahndefekt durch Zahnkaries oder alter Zahnfüllung bis unter das Zahnfleisch reicht wie auch bei abgestorbenen Zähnen (tote Zähne) die wurzelbehandelt oder stark geschwächt sind, so dass Rekonstruktion mit einer Zahnfüllung, Inlay oder Veneer nicht mehr in Frage kommt.

Künstliche Kronen werden vom Zahnarzt meist empfohlen bei stark belasteten Seitenzähnen im Seitenzahngebiet wie die Molaren und Prämolaren oder auch bei frakturierten Zähnen die abgebrochen sind sowie grossflächige alte Zahnfüllungen. Bei Zähnen die eine starke Zahnverfärbung aufweisen oder abgesplittert sind wie auch bei starker Zahnabnutzung kann eine künstliche Zahnkrone aus ästhetischen Gründen sinnvoll sein.

Unter einer künstlichen Zahnkrone versteht man einen laborgefertigten Zahnersatz.

Künstliche Zahnkrone Kronenersatz Krone Zahn

Künstliche Kronen gelten je nach Materialien als lange haltbar, dies jedoch nur sofern ein Zähneknirschen und Zähnepressen ausbleibt, denn beim künstlichen Zahnersatz können Defekte auftreten wie bei den natürlichen Zähnen.

Künstliche Kronen

Künstliche Kronen können auf Zahnstümpfen, Wurzelstiftaufbauten (Stiftkrone), oder auf Zahnimplantaten eingegliedert werden.

Für eine künstliche Zahnkrone wird die natürliche Zahnkrone präpariert, bzw. sie wird bis ca. 1 mm unter den Zahnfleischsaum rundherum beschliffen. Bei der Kaufläche resp. Schneidekante wird so viel abgeschliffen, dass genügend Platz zum Gegenbiss ist. Der präparierte Zahnstumpf wird mit einer speziellen Abformmasse abgeformt, sodass der Zahntechniker mithilfe dieser Abformung ein Arbeitsmodell erstellen kann, auf dem er die Krone fertigen kann. Wenn genügend restliche Zahnhartsubstanz vorhanden ist, kann der Zahnstumpf mit einer Aufbaufüllung komplettiert werden, ansonsten kann ein Stiftaufbau im Wurzelkanal verankert werden. Der Stift wird dabei in der Zahnwurzel befestigt. Durch den Stiftaufbau wird die gesunde Zahnwurzel erhalten, auch wenn keine anatomische Krone vorhanden ist. Der Stift kann aus Metall oder metallfrei aus Zirkon angefertigt werden.

Künstlicher Kronenersatz

Bei der künstlich hergestellte Ersatzkrone (Kronenersatz) gibt es eine Vielzahl an Kronenarten die mit dem Restzahn verankert werden und der Zahnerhaltung oder als Prothesenanker bzw. Brückenanker die der herausnehmbaren Zahnbrücke dienen.

Der künstliche Kronenersatz ist eine prothetische Krone bzw. eine zahnärztliche Restauration der anatomischen Krone oder klinischen Krone, welcher die zerstörten Teile des Zahnes rekonstruiert. Im Gegensatz zu einer Zahnfüllung, die immer im oder am Zahn verankert ist, überzieht der Kronenersatz als „schützende Hülle“ den zuvor präparierten resp. beschliffenen Zahn (Zahnstumpf) aus Metall oder Keramik sowie einer Kombination aus beiden Werkstoffen. Die Zahntechniken erlauben es heute, dass sich der zerstörte Zahn in Funktion, Form und Farbe wieder harmonisch, also funktionell und kosmetisch in das bestehende Gebiss einfügt. Künstliche Kronen werden auch als Halteelemente für Zahnersatz, also als Klammerkrone oder Schutzkrone sowie als Pfeilerkrone sowie aus kosmetischen Gründen angefertigt.

Zahnprobleme

Zahnprobleme bei Menschen

Zu den grössten Zahnproblemen gehören beim Mensch meist Zahnfehlstellungen, aber auch Kieferfehlstellungen durch Kieferfehlbildungen und Kiefermissbildungen.

Zu Zahnproblemen gehören auch tote Zähne, dass auch wurzelbehandelte Zähne sein können, wenn sie als Zahnstörfelder wirken. Zahnherde können ein Störfaktor sein und Herderkrankungen auslösen, wenn Bakterien vom Mundraum über die Blutbahn in den Körper gelangen, wie auch bei Gangrän als fressendes Geschwür, wo starke Gangränschmerzen entstehen können.

Für Zahnprobleme braucht es bei Menschen einen guten Zahnarzt der verständnisvoll ist und nicht nur die Zahnhygiene und Mundpflege kritisiert, im Besonderen bei Zahnarztangst.

Zahnprobleme Zahnkrankheiten Zahnschmerzen 

Zahnprobleme wie Zahnkrankheiten, Zahnabnutzung, Abrasion der Zähne können zu grossen Zahnschmerzen und körperlichen Schäden führen. 

Zahnprobleme bzw. Zahnkrankheiten können zu erheblichen Zahnschmerzen und körperlichen Schäden führen, denn eine nicht behandelte "Zahnentzündung" kann z.B. eine Herzklappenentzündung zur Folge haben.

Bei auftretenden Zahnproblemen bzw. Erkrankungen im Zahnbereich muss immer auch das Zahnfleisch und die Mundflora miteinbezogen werden, denn viele unterschiedliche Bakterien befinden sich im Mund, die zusammen mit Speiseresten, Sekreten sowie abgestorbenen Schleimhautzellen Plaques (Zahnbelag) bilden.

Zahnprobleme Plaque Zahnkrankheiten Zähne

Dieser Zahnbelag setzt sich vermehrt in Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischrand (Verlauf vom Zahnfleisch) ab und ist nur durch ausreichende Mundhygiene zu beseitigen, denn Beläge sind der Nährboden für Zahnverfärbung, Mundgeruch und im weiteren Verlauf auch verschiedene Erkrankungen wie Zahn-Karies und Parodontitis, wie auch Parodontose, das vielfach als Sammelbegriff für alle Erkrankungen vom Zahnbett verwendet wird, jedoch im Gegensatz zur Parodontitis als Zahnbettentzündung eine nichtentzündliche Krankheit ist.

Karies ist eine Infektionskrankheit bei dem jeder Mensch betroffen sein kann.

Die Bakterien, die sich auf den Zähnen ansiedeln, greifen den Zahnschmelz an und wenn man dagegen nichts unternimmt, kann dies schlimmstenfalls zu Zahnausfall führen. Anfänglich sind nur helle oder bräunliche Stellen auf den Zähnen sichtbar, die im späteren Verlauf schwarz werden.

Je früher der Zahnarzt eingreifen kann, umso eher kann der den Krankheitsprozess gestoppt werden, ansonsten nur noch der Bohrer und eine Zahnfüllung helfen kann.

Kranke Zähne Zahnprobleme Zahnentzündung

Bei der Karies (Fäulnis) kommt es zu einer irreparablen Schädigung des Zahnschmelzes, der sich darum in Rissen und Löchern mit dunkler Verfärbung zeigt und ein echtes Zahnproblem ist.

Ursache von Karies sind besonders zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke in Verbindung mit einer schlechten Mundpflege und Zahnpflege.

Beim Zähneknirschen und Zähnepressen leiden nicht nur die Kiefergelenke und Kaumuskeln, denn auch die Zähne werden überbelastet und können Gesichtsschmerzen und Kopfschmerzen auslösen, was bedeutet, dass es Zahnprobleme und Kieferprobleme sind. Bei übermässigem Zähneknirschen (Bruxismus) kann es auch zu Zahnfehlstellung sowie einer Schädigung vom Zahnschmelz kommen. Nebst Zahnfehlstellungen die erworben oder angeboren sind, können auch Zahngranulome (Knötchenbildung) oder Zysten (Bläschenbildung) auftreten, was jedoch seltener vorkommt.

Ein unangenehmes Thema ist Mundgeruch, das eigentlich keine Krankheit, sondern eine Folge einer Reihe möglicher Erkrankungen ist und in schweren Fällen zur sozialen Isolation führen kann.

Mundgeruch Zahnproblem Mundbakterien

Der dauerhafte Mundgeruch kann zu einem grossen Störfaktor für Betroffene werden und muss nicht immer von einem Zahnproblem (Eiterzahn) herrühren, denn es kann auch Mundgeruch durch Erkrankungen der Mandeln, der Kiefer oder Magenprobleme entstehen, was aber eher selten der Fall ist.

Zahnprobleme müssen nicht sein

Die meisten Zahnprobleme treten nicht plötzlich auf, sie machen sich meistens bereits einige Tage, Wochen oder Monate im Voraus bemerkbar.

Zahnprobleme oder Zahnersatzprobleme können für vieles verantwortlich sein, denn unsere anscheinenden gesunden Zähne können für Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Unruhe, Zorn oder Niedergeschlagenheit verantwortlich sein.

Zahnprobleme Atypische Zahnschmerzen Zähne

Es bedeutet aber nicht, dass man nach der Zahnbehandlung von allen Symptomen der Zahnprobleme wie den "Atypischen Zahnschmerzen" sofort oder überhaupt befreit ist, denn unter bestimmten Voraussetzungen oder vorausgegangenen Zerstörung der Zähne ist es möglich, dass die Zähne nicht mehr zu retten sind. In vielen Fällen lassen sich aber die Kaufunktion und die Zahn-Ästhetik durch den Zahnersatz wieder herstellen. 


Gesundheitliche Zahnprobleme

Vielen Menschen fehlt das Bewusstsein für die gesundheitliche Bedeutung der Zähne, denn Zahnprobleme und Zahnersatzprobleme verursachen viele Übel.

Gesundheitliche Zahnprobleme Zähne Kiefer

Wenn Zähne und Mundmuskulatur nicht einwandfrei arbeiten, kann dies eine Reihe von unangenehmen Beschwerden auslösen wie Verspannungen, Tinnitus, Migräne oder Kopfschmerzen.

Zahnprobleme

Bei Funktionsstörungen des Kauapparates sind oft zunächst kleine Ursachen für die grosse Wirkung verantwortlich.

Zähneknirschen oder Zähnepressen im Schlaf durch Stress im Alltag ist weit verbreitet. Wird die Störung von Zähneknirschen, Zähnepressen oder Zungenpressen nicht frühzeitig behandelt, können die Beschwerden chronisch werden. Neben stressbedingter Muskelverspannung kann auch der falsche Biss oder ein fehlerhafter Stand der Zähne Ausgangspunkt für eine gestörte Funktion des Kauorgans sein. Die Kieferorthopädie befasst sich mit der Gebissentwicklung und deren Beeinflussung durch therapeutische Massnahmen. Selbst nach Wachstumsabschluss kann der Kieferorthopäde noch Zähne bewegen.


Gesundheitliche Probleme

Gesundheitliche Probleme haben ihre Ursache oft nicht am Ort der Störung, denn ein erkrankter Zahn kann auch Symptome an Gelenken auslösen.

Gesundheitliche Probleme Zähne Zahnproblem 

Umgekehrt können Aphten im Mund ihre Ursache in einer Nahrungsmittelunverträglichkeit haben.

Ursache vom Zahnproblem

Vielfach sind Zahnschmerzen und Zahnprobleme nicht Ursache sondern Symptom einer Störung im Organismus.

Die Ganzheitliche Zahnmedizin hat Diagnoseverfahren und Therapieverfahren entwickelt, die es dem ganzheitlich ausgebildeten Zahnarzt erlauben, diese Zusammenhänge aufzudecken, so z.B. bei chronischen Erkrankungen. Das Problem der Zahnfüllungsmaterialien und zahntechnischen Werkstoffe wie bei Wurzelbehandlungen und Amalgamausleitungen muss dabei besonders beachtet werden. Bei einer Wurzelbehandlung wird zwar der Hauptast der Nerven entfernt, doch es gibt unzählige feine Verästelungen, die manchmal nicht erfasst werden können, was den Bakterien einen idealen Nährboden bietet. Im schlechtesten Fall hat dies mit der Zeit Entzündungen und Krankheiten zur Folge. Der ganzheitlich arbeitende Zahnarzt wählt Therapien aus, die einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Gesundheit des Patienten bedeuten und auf die Wechselwirkungen zwischen Zähnen und Organismus Rücksicht nehmen. Bei der Diagnostik und Behandlung setzen ganzheitliche Zahnmediziner auf verschiedenste komplementäre Verfahren, um die Zähne als Ursache chronischer Beschwerden zu ermitteln. Dazu gehören zahlreiche Bioelektrische und Biophysikalische Methoden aber auch Homöopathie, Akupunktur, Kinesiologie und vieles mehr.


Metallkrone und Zahnproblem 

Zahnprobleme können durch die Metallkrone entstehen.

Für die Zahnversorgung der Zähne mit Kronen stehen hinsichtlich Technik und Zahnarztkosten unterschiedliche Varianten zur Verfügung. Die Metallkronen finden meist nur im im weniger sichtbaren Seitenzahnbereich Verwendung und werden als Vollgusskronen oder Vollkronen bezeichnet und bei stark zerstörten Zähnen im Backenzahnbereich eingesetzt. Metallkronen werden immer seltener gewählt, jedoch als Verbund-Metall-Kronen (VMK-Kronen) wegen ihrer ästhetischen und medizinischen Vorteile eingesetzt, sofern keine Vollkeramikkronen erwünscht sind.

Metallkrone Amalgam Zahnprobleme Reaktion

Metallkronen sollten nicht in direktem Kontakt mit Amalgam stehen, denn es kann durch die Reaktion von edlen und nichtedlen Metallen zu galvanischen Effekten kommen.

Bei Metallkronen können galvanische Effekte entstehen

Galvanische Effekte bei den Zähnen können durch Füllungen an Nachbarzähnen oder Zähnen im Gegenkiefer entstehen.

Verfärbungen die an der Goldkrone schwarz sind können auf ein Zahnproblem verursacht durch die Metallkrone hindeuten. In seltenen Fällen kann auch die Gold-Legierung allergische Reaktionen verursachen. Ein salziger Geschmack oder ein Gefühl von "Alufolie aufbeissen", können Anzeichen für physikalisch - chemische Vorgänge im Mund sein, die sich auch nachteilig auf den Gesamtorganismus auswirken. Zirkonoxid bei der Zirkonkrone hat eine deutlich niedrigere Temperaturleitfähigkeit als Metalle und zeigt keinerlei Beteiligung an galvanischen Prozessen. Bei der Metallkrone handelt es sich um eine gute und ausreichende Versorgung, die jedoch den heutigen Anforderungen an die Ästhetik meist nicht genügt, denn viele Leute möchten Goldkronen oder Silberkronen nicht sichtbar im Gebiss tragen.

Metallkrone und Metallbrücke

Eine nicht verblendete Metallkrone ohne Verblendung ist die stabilste und einfachste Form einer neuen Zahnkrone oder Zahnbrücke als Zahnersatz.

Metallbrücken ohne Verblendung aus Metalllegierungen sind am kostengünstigsten und haben den Vorteil, dass das Metall den Kaukräften standhält. Vollgusskronen haben sich bewährt, doch gibt es auch grosse Nachteile durch die grosse Metalloberfläche die zu Geschmacksirritationen führen können. Bei Vollgusskronen können auch allergische Reaktionen entstehen, doch sind das seltene Fälle. In vielen Fällen wird die Krone aus Metall bzw. Goldlegierung (Biogold) oder andere Metallarten wie Nickel, Palladium oder auch Chrom gefertigt, denn diese Metallkronen haben gute Haltbarkeitseigenschaften. Zahnkronen aus Metall nutzen sich nur sehr langsam ab und widerstehen dem grossen Kaudruck, sodass ein Abbrechen nur sehr selten vorkommt. Eine sehr langlebige Zahnkrone ist die Krone aus Titan, die im Gegensatz zu anderen Metallen keine Allergien auslöst und zudem kostengünstiger ist als Gold. Diese Kronen entsprechen aber nicht dem Wunsch nach unsichtbarem Zahnersatz, denn beim Lachen kann man die Kronen auch bei Backenzähnen sehen.

Zahnkrone, eine Massanfertigung

Eine Zahnkrone ist eine Massanfertigung, denn jedes Gebiss beim Mensch und anders, sodass die Zahnkronen individuell angepasst werden müssen.

Wenn der Zahnarzt den betroffenen Zahn unter lokaler Betäubung soweit abgeschliffen hat, bleibt ein stabiler Stumpf übrig, so dass die Zahnkrone passgenau gefertigt werden kann.

Mit Zahnzement wird die Krone dann auf dem übrig gebliebenen Stumpf befestigt.

Metallkronen, Metallbrücken, ohne Verblendung

Keramikkronen die im Inneren mit einem Metallgerüst verstärkt sind werden Verbund-Metall-Keramik-Krone (VMK) oder auch Verblendkrone genannt.

Metallkronen ohne Verblendung werden meist nur im Backenzahnbereich oder für andere weiter hinten liegende Zähne eingesetzt, denn das Aussehen derartiger Kronen ist unästhetisch. Für die Zähne im sichtbaren Zahnbereich werden Metallzahnkronen mit einer Verblendung aus Keramik oder Kunststoff versehen die es in allen gewünschten Zahnfarben gibt. Kunststoff ist sehr günstig aber auch sehr anfällig für Beschädigungen sodass es ratsam ist, Metallzahnkronen mit einer Keramikverblendung einzufügen. Der Ausdruck Metallkeramik (Verblend-Metall-Keramik) wird für Zahnkronen oder Zahnbrücken verwendet, die aus einem Metallgerüst bestehen und mit Keramik verblendet werden.

Zahnkronen aus Vollkeramik

In Bezug auf Zahnästhetik ist die Vollkeramikkrone die ästhetischste Variante und ist von einem natürlichen Zahn fast nicht zu unterscheiden.

Für Menschen die unter einer Metallallergie leiden, stellen Zahnkronen aus Vollkeramik eine gute Alternative dar. Für die Anpassung der Vollkeramikkronen muss verhältnismässig viel des zu ersetzenden Zahnes abgeschliffen werden, was ein grosser Nachteil ist. Ein weiterer Nachteil der Vollkeramik-Krone liegt darin, dass sie gegenüber der Metallkrone weniger lange haltbar ist und dass gegenüberliegende Zähne leichter beschädigt werden können durch die Vollkeramikkrone.


Probleme mit Biss

Probleme mit Biss sind Biss-Anomalien die einen Fehlbiss durch die Zahnfehlstellung verursachen.

Bissprobleme, Probleme mit Biss Zahnfehlstellung

Durch Zahnfehlstellung, gedrehten Zähnen oder Zähne die nicht gleichmässig in Reihe stehen bzw. Gebissanomalien wie Überbiss, Kreuzbiss, Tiefer Biss, Offener Biss, Lutschoffener Biss, etc. kann dies zu einer Verkettung von Problemen führen.

Bissanomalien verursachen Fehlbiss

Bissprobleme entstehen durch das nicht aufeinanderpassen der Zähne beim abbeissen.

Eine Zahnfehlstellung ist die Stellung von jedem Zahn der ausserhalb von der idealen Zahnbogenform im Oberkiefer oder Unterkiefer steht und ästhetisch negativ auffällt oder in der Okklusion eine Fehlfunktion (Dysfunktion) bewirkt. Fehlende Zähne können bei den umliegenden Zähnen zu Positionsveränderungen führen, um die Spalten auszufüllen was einen unausgeglichenen Druck auf den Kieferknochen oder auch auf die Muskulatur bewirken kann. Sofern es nur die Position der Zähne ist, was das Bissproblem verursacht, kann eine Zahnspange den Zustand verbessern, denn Fehlstellungen der Zähne im Kiefer sollten, damit diese beim älter werden keine Schäden anrichten durch den Kieferorthopäden behandelt werden. 


Symptom Zahnprobleme

Zahnprobleme können Symptome unerkannter Krankheiten sein.

Zahnprobleme Symptome Krankheiten ZähneViele Patienten beim Zahnarzt wissen nicht, dass unerkannt und unbehandelte Gesundheitsprobleme wie Diabetes oder zu hoher Cholesterinspiegel für ihre Zahnerkrankungen bzw. Zahnprobleme und Zahnfleischerkrankungen verantwortlich sind. 

 

 

Für Zahnärzte ist manchmal unklar, welchen “Feind” es wirklich zu bekämpfen gilt.

Nicht diagnostizierter und unkontrollierter Diabetes kann Auswirkungen auf die Mundgesundheit haben, denn der Einfluss wirkt in beide Richtungen. Diabetiker entwickeln leichter Infektionen wie Zahnfleischentzündung, und die Entzündung macht es ihnen schwerer, ihren Blutzuckerspiegel im Zaum zu halten. Zudem neigen solche Patienten eher zu schmerzhaften Abszessen des Zahnfleischs. Zu Herzkrankheiten besteht ebenfalls ein Zusammenhang, denn Menschen mit Zahnfleischerkrankungen leiden mehr an Erkrankungen der Herzkranzgefässe.


Bissanomalien

Es gibt eine Vielzahl von Bissanomalien bzw. Zahnanomalien und Kieferanomalien.

Bissanomalien, Zahnanomalien, Kieferanomalien

Um die verschiedenen Stellungsanomalien exakt beschreiben zu können, orientiert man sich an den 3 Raumebenen in sagittaler, transversaler und vertikaler Richtung.

Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Zahnstellungsabweichungen und Kieferstellungsabweichungen sind Aufgaben der Kieferorthopädie.

Zahnabweichung und Kieferabweichung

Zahnstellung
Form und Stellung der Kiefer
Lage des Gebisses zum Schädel
Anzahl Zähne
Form der Zähne
Grösse der Zähne
Struktur der Zähne
Okklusion bzw. Kontakt zwischen den Zähnen vom Oberkiefers und Unterkiefer

Als Okklusion in Bezug auf Zähne wird die Schlussbissstellung bzw. Verschliessung oder Verschluss bezeichnet resp. jeglicher Kontakt zwischen den Zähnen des Oberkiefers und des Unterkiefers. Die Kontaktpunkte liegen auf der Okklusionsebene, die nicht plan, sondern in der Sagittalen und der Transversalen gekrümmt ist.

Habituelle Okklusion ist die Gewohnheitsmässig eingenommene statische Okklusion.

Als dynamische Okklusion wird der Zahnkontakte der infolge einer Bewegung des Unterkiefers entsteht bezeichnet.

Als Statische Okklusion wird der Zahnkontakte ohne Bewegung des Unterkiefers bezeichnet.

Zentrische Okklusion ist die maximale Interkuspidation bei zentrischer Kondylenposition bzw. Gelenkfortsatz als Gelenkkopf vom Kiefergelenk.

Nonokklusion ist der fehlende Antagonistenkontakt (Gegenzahn) bei vorhandener Bezahnung.

Als maximale Interkuspidation wird die Unterkieferhaltung bezeichnet, wenn bei maximaler Vielpunktkontakt zwischen Unterkieferzähnen und Oberkieferzähnen besteht, was der statischen Okklusion mit maximalem Vielpunktkontakt entspricht. 

Eugnathie, regelrechtes, wohlgeformtes und funktionell einwandfreies Kauorgan
Dysgnathie, Fehlentwicklung des Kauorgans (Gebissfehlentwicklung)

Liegt ein Kauorgan vor, das anatomisch wohlgeformt und funktionell einwandfrei ist, so spricht man von Eugnathie (Kiefer). Abweichungen von diesem Idealzustand werden als Dysgnathie (Vorsilbe für eine Störung) bezeichnet. 


Zahnstellung Abweichungen

Abweichungen der Zahnstellung können Abweichungen in der Zahnbogenform sein, die Zahnprobleme verursachen.

Zahnstellung Abweichungen Fehlstellung Zähne

Zähne können gedreht, gekippt oder an einem falschen Platz stehen.

Zahnstellungsabweichung

Zahnstellungsabweichungen werden häufig durch einen frühzeitigen Zahnverlust verursacht.

Entsprechend frühzeitigem Zahnverlust ist auf den Erhalt der bleibenden Zähne, sowie der Milchzähne bis zum Zahnwechsel zu achten, da die Milchzähne eine wichtige Platzhalterfunktion für die bleibenden Zähne haben. So besteht bei einem frühzeitigen Verlust der Milchmolaren die Gefahr, dass der bleibende 6- Jahres-Molar zu weit nach mesial durchbricht. In der Folge kommt es dann zu einem Platzmangel für die nachfolgenden Prämolaren und den bleibenden Eckzahn.

Entsprechend der Fehlstellung bezeichnet man die Zahnstellungsabweichung als:

Bukkalstand: Zur Wange hin gelegen
Lingualstand: Zur Zunge hin
Palatinalstand: Dem Gaumen zugewandt, gaumenwärts
Mesialstand: Zahn steht zu weit innen vom richtigen Platz
Distalstand: Zahn steht zu weit nach aussen vom richtigen Platz
Labialstand: Zahn steht wegen Platzmangel ausserhalb der Zahnreihe „zur Wange hin“
Protrusion: Stehen die Frontzähne insgesamt zu weit nach vorn, so spricht man von einer Protrusion
Retrusion: Rückverlagerung eines Zahnes gegenüber der normalen Stellung, umgekehrten Fall von Protrusion mit zurückstehenden Frontzähnen

Eine Lückenbildung zwischen einzelnen Zähnen bezeichnet man als Diastema (griech. Zwischenraum, Abstand).

Liegt die Zahnlücke zwischen den mittleren Schneidezähnen, so nennt man diesen Diastema mediale. Ursache für diese Zahnlücke kann eine Überentwicklung des Lippenbändchens sein, weshalb dann auch eine chirurgische Korrektur erforderlich ist.  


Okklusions-Anomalie

Okklusion bedeutet in der Zahnmedizin "Kontakt zwischen den Zähnen beider Kiefer".

Okklusion Okklusionsanomalie Zahnfehlstellung 

Bei regelrechter Okklusion stimmen die Mittellinien des oberen und unteren Zahnbogens im Frontzahnbereich überein.

Okklusionsanomalien 

Als Okklusionsanomalie wird eine Zahnfehlstellung zwischen Oberkiefer und Unterkiefer, bei der der Zahnreihenschluss (Okklusion) gestört ist bezeichnet.

Zahnfehlstellung Okklusionsanomalie Anomalie

Ursache für die Okklusionsanomalie bzw. für den Fehlbiss ist eine falsche Wachstumsrichtung der Zähne, es kann aber auch eine Kieferfehlbildung vorliegen, was als Dysgnathie bezeichnet wird. Schneidezähne sind bei einem Fehlbiss meist auch anfälliger für Karies und beim Abbeissen, Kauen und Schlucken kommt es vielfach durch den Fehlbiss zu Schwierigkeiten.

Neutralbiss

Der mesiobukkale Höcker der ersten Molaren im Oberkiefer greift in die mesiobukkale Fissur der ersten unteren Molaren, was eine regelrechte perfekte Verzahnung ist und auch als Neutralbiss bezeichnet wird.

Die Schneidekanten der oberen Frontzähne überdecken die Schneidekanten der unteren Frontzähne in der Frontalebene geringgradig, sodass ein leichter Scherenbiss entsteht. Als Frontalebene bezeichnet man in der Medizin die bei einer Vorderansicht des Menschen sichtbare Bewegungsebene.

Zähne Neutralbiss Schneidekanten Frontzähne

Im Seitenzahnbereich ragt die Spitze des oberen Eckzahns zwischen den unteren Eckzahn und den ersten Prämolaren.

Fehlbiss

Ein Fehlbiss kann das Aussehen beeinträchtigen und wird als Okklusionsanomalie bezeichnet.

Bei einem Fehlbiss schliessen die Zahnreihen nicht richtig, so dass es zu Schwierigkeiten beim Essen, bei der Mundschliessung und beim Sprechen kommen kann. Ein Fehlbiss kann das Aussehen vom Gesicht stark beeinträchtigen, im Besonderen bei Kindern, was zu Hänseleien und Spott führen kann. Ein leichter Fehlbiss kann im Kindesalter durch das Tragen einer Zahnspange korrigiert werden, entweder mit herausnehmbarer Spange oder mit festsitzenden Spangen. Horizontale und vertikale Bissfehler werden als Überbiss bezeichnet worunter nebst anderen der frontal offene Biss, Tiefbiss, Deckbiss, Vorbiss und Kopfbiss zählen.

Überbiss

Der Begriff Überbiss beschreibt das Lageverhältnis von den Frontzähnen im Oberkiefer und den Frontzähnen im Unterkiefer.

Horizontaler Überbiss (Overjet) ist die Lagebeziehung der Frontzähne in der Horizontalen bzw. grösster Abstand zwischen den Schneidekanten der mittleren Schneidezähne oben und unten. Vertikaler Überbiss (Overbite) ist die Lagebeziehung der Frontzähne in der Vertikalen bzw. der Abstand von Schneidekante zu Schneidekante.

Mesialbiss

Beissen die Unterkieferzähne zu weit nach mesial, wird die Abweichung als Mesialbiss oder Mesial-Okklusion bezeichnet.

Bei Mesialbiss haben die Unterkieferzähne weiter mesial Kontakt mit den Oberkieferzähnen als beim Neutralbiss bzw. der Unterkiefer steht beim Mesialbiss eine Prämolarbreite weiter vorne.

Distalbiss

Bei der Distal-Okklusion bzw. Distalbiss beissen die Zähne vom Unterkiefer zu weit nach distal.

Beim Distalbiss haben die Unterkieferzähne weiter distal Kontakt mit den Oberkieferzähnen beim Neutralbiss bzw. der Unterkiefer steht eine Prämolarbreite weiter hinten.

Tiefer Biss

Überdecken die Oberkieferfrontzähne die Unterkieferfrontzähne, spricht man von einem tiefen Biss.

Bei einem tiefen Biss überragen die oberen Schneidezähne die unteren bei geschlossener Zahnreihe um mehr als 2mm.

Kopfbiss

Beim Kopfbiss beissen die Schneidekanten der Frontzähne bzw. Höcker der Seitenzähne aufeinander.

Wenn die Frontzähne vom Oberkiefer und Unterkiefer aufeinander Beissen, wird von einem Zahngenbiss oder Kopfbiss gesprochen. Während der Kopfbiss im Bereich der Schneidezähne noch als regelrechte Verzahnung gilt, trifft dies im Seitenzahnbereich nicht zu. Dort findet man normalerweise eine Höcker- Fissuren- Verzahnung.

Offener Biss

Ein offener Biss liegt vor, wenn auch beim Schlussbiss noch ein Spalt zwischen der oberen und unteren Zahnreihe besteht.

Bekommen die Schneidekanten bei maximaler Okklusion keinen Kontakt, so wird von einem frontal offenen Biss gesprochen. Ursache für offenen Biss sind Verformung der Kiefer bei Rachitis sowie verzögerte Mineralisation der Knochen im Kindesalter vor allem durch Mangel an Vitamin D.

Offener Biss wird unterschieden in:

Seitlich offener Biss
Frontal offener Biss

Kreuzbiss

Beim Kreuzbiss kreuzen sich die obere und untere Zahnreihe, wobei man einen frontalen und seitlichen Kreuzbiss unterscheidet.

Wenn sich im Molarbereich beim Zusammenbiss die Frontzähne in den Zahnreihen vom Oberkiefer und Unterkiefer kreuzen, spricht man vom Kreuzbiss. Stehen die Zähne vom Unterkiefer bei der Okklusion vor den Zähnen des Oberkiefers, ist es ein frontaler Kreuzbiss.

Frontaler Kreuzbiss ist, wenn beim Schlussbiss die unteren Schneidezähne vor den oberen stehen.
Seitlicher Kreuzbiss ist, wenn beim Schlussbiss die bukkalen Höcker der unteren Seitenzähne weiter bukkal als die oberen stehen.

Stimmt die Mittellinie von Oberkiefer und Unterkiefer nicht mit der Gesichtsmitte überein, so spricht man von einer Mittellinienverschiebung.

Angle-Klassifikation
Gebissanomalien nach der Lage der ersten Molaren als Schlüssel der Okklusion. Man unterschied drei Klassen, wobei die Klasse II unterteilt werden kann.
Klasse I : Neutralbiss (perfekte Verzahnung)
Klasse II1 : Anomalien mit Distalbiss und vorstehenden oberen Schneidezähnen (Protrusion)
Klasse II2 : Anomalien mit Distalbiss und zurückstehenden oberen Schneidezähnen (Retrusion)
Klasse III : Anomalien mit Mesialbiss

Progenie

Progenie bedeutet wörtlich übersetzt „vorstehendes Kinn“.

Unter der Bezeichnung Progenie werden Anomalien zusammengefasst, bei denen ein umgekehrter Frontzahnüberbiss vorliegt, bei denen also die unteren Frontzähne beim Schlussbiss vor den oberen stehen (frontaler Kreuzbiss). Die echte Progenie beruht auf einer Überentwicklung des Unterkiefers in sagittaler Richtung. Da hierbei nicht nur das Kinn, sondern der gesamte Unterkiefers überentwickelt ist, spricht man eher von einer mandibulären Prognathie als von einer Progenie. Beim progenen Zwangsbiss rutscht der Unterkiefer in der letzten Phase des Schlussbisses durch die Stellung der Frontzähne in eine progene Verzahnung. Die oberen und unteren Frontzähne sind beim progenen Zwangsbiss somit stets in Kontakt. Bei der unechten Progenie (Pseudoprogenie) besteht ein umgekehrter Frontzahnüberbiss durch eine Wachstumshemmung des Oberkiefers bei normal entwickeltem Unterkiefer. Als Ursache kommen unter anderem vorzeitigen Zahnverluste im Oberkiefer, Nichtanlagen von Zähnen im Oberkiefer sowie Lippen- Kiefer- Gaumenspalten in Frage.

Prognathie

Prognathie bedeutet wörtlich übersetzt „vorstehender Kiefer“.

Der Begriff Prognathie kann sowohl für einen vorstehenden Oberkiefer als auch Unterkiefer verwendet werden. Im deutschen Sprachraum wird der Begriff Prognathie jedoch häufig nur für den Oberkiefer verwendet, während für den Unterkiefer der Begriff Progenie benutzt wird. Der exakte Begriff für eine Überentwicklung des Oberkiefers ist maxilläre Prognathie.

Vorstehender Unterkiefer: Progenie (mandibuläre Prognathie)
Vorstehender Oberkiefer: Prognathie (maxilläre Prognathie)
Zurückstehender Unterkiefer: mandibuläre Retrognathie
Zurückstehender Oberkiefer: maxilläre Retrognathie.

Mikrogenie

Als Mikrogenie bezeichnet man eine Unterentwicklung des Unterkiefers.

Das Kinn liegt durch die Unterentwicklung vom Unterkiefer zurück. Da bei Mikrogenie in vielen Fällen nicht nur das Kinn, sondern der gesamte Unterkiefer unterentwickelt ist, spricht man von einer mandibulären Mikrognathie.

Mikrognathie

Als Mikrognathie bezeichnet man eine Unterentwicklung des Oberkiefers.

Zur genaueren Beschreibung empfiehlt sich bei Mikrognathie der Begriff maxilläre Mikrognathie. Durch die Unterentwicklung des Oberkiefers kann eine progene Verzahnung entstehen. Man nennt dies eine unechte Progenie, da die Ursache nicht eine Überentwicklung des Unterkiefers, sondern eine Unterentwicklung des Oberkiefers ist.

Deckbiss

Beim Deckbiss besteht ein Schneidezahnüberbiss, bei dem die steil gestellten oberen Frontzähne die unteren beim Schlussbiss überdecken.

Sind die Unterkieferfrontzähne vollständig bedeckt, nennt man dies Deckbiss. Beim Deckbiss  liegt somit ein tiefer Biss mit einer Steilstellung der oberen Frontzähne vor. Der Deckbiss ist keine isolierte Stellungsanomalie der Frontzähne, denn vielmehr ist die gesamte Oberkieferbasis überentwickelt. Auffällig ist beim Deckbiss  zusätzlich eine häufig deutlich ausgeprägte Lippen- Kinn- Falte.

Kieferkompression

Bei einer Kieferkompression bzw. Kompressionsanomalie ist der Oberkiefer übermässig schmal.

Aufgrund des Schmalkiefers haben die Frontzähne nicht genügend Platz zur korrekten Einstellung im Zahnbogen. Der Oberkiefer wirkt dabei wie zusammengepresst resp. komprimiert. Dadurch besteht ein frontaler Engstand bei gleichzeitig hohem Gaumen. Eine wesentliche Ursache für eine Kompression des Oberkiefers ist die Mundatmung, denn bei der Mundatmung liegt die Zunge dem Unterkiefer und nicht wie bei der Nasenatmung dem Gaumen an. Das funktionelle Gleichgewicht von Zungen und Wangendruck ist dadurch gestört. In der Folge kann es zu einer Kompression des Oberkiefers und damit Hebung des Gaumendaches kommen, die zu einer Erschwerung der Nasenatmung mit Verkrümmung der Nasenscheidewand führen kann.


Frontzahnstufe

Die sagittale Frontzahnstufe ist als Abstand definiert, zwischen den Labialflächen der unteren und den oberen mittleren Schneidezähnen.

Im menschliche Gebiss bestehen die Frontzähne aus den Schneidezähnen und den Eckzähnen. Die Frontzahnstufe ist der waagerechte Abstand zwischen den oberen und unteren Schneidezähnen im Schlussbiss (Okklusionsanomalie).

Sagittale Frontzahnstufe Schneidezähne Gebiss

Die Frontalebene ist die etwa parallel zur Stirn stehende Ebene senkrecht zur Sagittalebene.

Vergrösserte Frontzahnstufe

Eine vergrösserte Frontzahnstufe ist in unserer Bevölkerung sehr häufig und kann von Eltern oder Grosseltern vererbt sein oder auch eine Folge vom Schnuller bzw. Daumenlutschen sein.

Die Frontzahnstufe in der Sagittalebene wird  durch den Abstand zwischen den Labialflächen der unteren und der oberen mittleren Schneidezähne definiert. Als Frontalebene bezeichnet man in der Medizin die bei einer Vorderansicht des Menschen sichtbare Bewegungsebene. Beim Rückbiss bzw. der vergrösserten Frontzahnstufe liegt der Unterkiefer meist zu weit zurück und oder auch die oberen Schneidezähne stehen zu weit vor. Die Frontzahnstufe beim Frontzahnüberbiss, Schneidezahnstufe ist der Abstand zwischen oberem und unterem Inzisale, also der Betrag, um den die Frontzähne des Oberkiefers die Frontzähne des Unterkiefers überragen. Die Frontzahnstufe kann in eine sagittale (Overjet) und vertikale (Overbite) unterteilt werden.

Frontal offener Biss

Bei frontal offenem Biss wird die Schneidekantendistanz gemessen.

Schneidekantendistanz wird beim bei frontal offenen Biss sagittale bzw. Overjet Abstand zwischen den Labialflächen der mittleren Schneidezähnen im Unterkiefer und der Inzisalkante der oberen mittleren Incisivi, parallel zur Okklusionsebene gemessen. Normwert ca. 2 mm. Der vertikale Overbite Abstand zwischen den Inzisalkante der mittleren oberen und unteren Schneidezähne, senkrecht zur Okklusionsebene gemessen, ist der Normwert ca. 2 mm.


Zahnbett

In der Zahnmedizin spricht man vom Zahnhalteapparat (Parodontium) womit das Zahnbett gemeint ist. Auf dem Bild ist das Zahnbett mit Zahnimplantaten für die Zahnbrücke bestückt.

Zahnhalteapparat Zahnbett Zahnimplantat Wurzel 

In der Orthopädie spricht man vom Bewegungs-Apparat, denn das Kiefergelenk ist die bewegliche Verbindung zwischen dem Unterkiefer und dem übrigen Schädel.

Zahnhalteapparat

Der Zahnhalteapparat bzw. Stützapparat und Bewegungsapparat ist ein eine funktionell zusammen gehörende Gruppe von Organen der dafür sorgt, dass der Körper (Apparat) in einer festgelegten Form bleibt, aber gleichzeitig zielgerichtet bewegt werden kann.

Der Zahnhalteapparat (Parodontium) ist das funktionelle Verankerungssystem vom Zahn.

Zahn im Zahnbett Zahnhalteapparat Stützapparat

Zur genauen Abgrenzung eines krankhaften Zustandes vom Zahnhalteapparat in Bezug auf Zahn wird vielfach der Name Zahnbett bzw. Zahnbetterkrankung verwendet.

Als Synonym hat sich der Begriff Apparat wie der Zahnhalteapparat eingebürgert, der für das System, das sich aus festen und beweglichen Organen zusammengesetzt für verschiedene Tätigkeiten zuständig ist.

Als Apparat wird das Parodontium genannt, das man eingreifen, manipulieren und reparieren kann. Im Gegensatz zum Endodontium, wo die funktionelle Einheit der Pulpa und des umgebenden Dentins im Zahninneren beschrieben wird, bildet die Wurzeloberfläche mit dem Wurzelzement und den umgebenden Strukturen von Wurzelhaut, Alveolarknochen und Zahnfleisch nach aussen hin die funktionelle Einheit des Zahnhalteapparates (Parodontium). Die Zähne befinden sich im Oberkiefer und Unterkiefer in den Zahnfächern (Alveolen). Entsprechend wird der zahntragende Knochenfortsatz von Oberkiefer und Unterkiefer als Alveolarfortsatz bezeichnet. Die einzelnen Zähne sind mit dem Alveolarknochen nicht fest verwachsen, sondern mit den Fasern des Zahnhalteapparates verbunden. Alle Strukturen, die für den Halt des Zahnes im Knochen sorgen, bilden zusammen das Parodontium, also den Apparat Zahn bzw. Zahnhalteapparat. Für die Formgebung des Körpers (Apparat) sorgt das Skelett, das aus Knorpel und Knochen besteht und durch die Skelettmuskeln unter Einbezug der Sehnen als Kraftüberträger bewegt werden können. Bänder dienen zum festigen und zu sichern der Gelenke. Sehnen haben die Aufgabe, die Kraft der Muskulatur auf das Skelett zu übertragen und sind das Verbindungsgewebe zwischen Muskeln und Knochen, wobei die Zugrichtung der Sehnen durch Bänder umgelenkt werden können. Funktionell sollten die Gelenke symmetrisch zueinander stehen und die Kaumuskulatur auf beiden Seiten die gleiche Spannung und Länge haben. Links wie rechts sollte die Zahnreihe gleichmässig im Seitenzahngebiet Vielpunktkontakte aufweisen. Im Schlussbiss sollten beide Kieferköpfchen zentral in der Gelenkgrube sitzen, damit die Knorpelscheiben zwischen Kieferköpfchen und Gelenkgruben zu liegen kommen. Wenn Asymmetrien wie z.B. bei zu hohen Füllungen der Zähne auftreten, wird der Mechanismus gestört, sodass ein Kompensationsmechanismus in Gang kommt. Man versucht die hohe Füllung (Frühkontakt) durch vermehrtes Reiben, Knirschen und Pressen abzuschleifen oder man verschiebt den Unterkiefer, bis man wieder beiderseits Vielpunktkontakte an den Zähnen spürt. Dabei gehen aber die beidseitig gleichmässige Spannung der Muskulatur und die Symmetrie verloren. Das ganze Gebiss inkl. der Kiefergelenke kann dadurch Schaden nehmen, denn mehrere Faktoren können sich gegenseitig verstärken und so einen Zustand weiter verschlechtern.


Parodontalerkrankungen

Der Zahnhalteapparat (Parodontium) kann durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst und geschädigt werden.

Parodontalerkrankungen Parodontose Gingivitis

Die Parodontitis beschreibt eine entzündliche Veränderung vom Zahnfleisch.

Bei den Parodontalerkrankungen (Zahnfleischerkrankungen) unterscheidet man Parodontitis, Parodontose und Gingivitis.

Die apikale Form von Parodontitis geht von der Zahnwurzelspitze und die marginale Form vom Zahnfleischsaum aus. Ursachen können vermehrte Plaquebildung oder eine unbehandelte Gingivitis sowie ein abgestorbener Zahn sein. Bakterien zerstören das Zahnfleisch, was sich an geschwollener, gespannter und dunkelroter Färbung der Oberfläche zeigt. Dabei kommt es bei Berührung vom Zahnfleisch zu Zahnfleischblutungen. Unbehandelt bilden sich im Zahnfleischbereich tiefe Zahnfleischtaschen, wo weitere Bakterien eindringen können. Ein zunehmender Zerfall des Zahnfleisches führt durch Zahnlockerung letztlich zum Zahnverlust. Begünstigt wird Parodontitis neben mangelnder Mundhygiene auch durch die genetischen Faktoren die Anlagebedingt oder geerbt worden sind sowie allgemeine Abwehrschwächen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Nikotin. Bei der im gleichen Zusammenhang stehenden Parodontose handelt es sich um einen Zahnbettschwund der vom Kieferknochen ausgeht und schmerzhaft sein kann. Eine unbehandelte Parodontose kann auch zu Zahnverlust führen, wobei es nur selten zu Blutungen und Einrissen als Anzeichen der Erkrankung kommt.


Periodontium, Desmodont

Beim Periodontium handelt sich dabei nicht um eine Haut, sondern um einen Bandapparat, der den Zahn beweglich mit dem Kieferknochen verbindet.

Periodontium, Wurzelhaut, Desmodont, Knochen

Die einzelnen Faserbündel werden als Sharpey- Fasern bezeichnet.

Das Periodontium bzw. die Wurzelhaut befindet sich im Spalt zwischen dem Wurzelzement und Alveolarknochen.

Die Faserbündel bzw. Sharpey- Fasern sind so ausgerichtet, dass der Zahn im Alveolarfach hängend befestigt ist. Dadurch werden Druckbelastungen auf den Zahn beim Zusammenbeissen in Zugbelastungen auf den Alveolarknochen umgeformt. Dies ist wichtig, da sich der Knochen bei Druckeinwirkungen zurückbildet. Zwischen den miteinander verflochtenen Sharpey- Fasern befinden sich Blutgefässe und Lymphgefässe sowie Nervenäste. Über die Blutgefässe werden die Zellen im Parodontalspalt ernährt. Die Nervenfasern im Parodontalspalt vermitteln das ausserordentlich feine Tastgefühl des Zahnes. Sie melden bereits kleinste Stellungs- und Belastungsänderungen des Zahnes an das Gehirn, sodass der durch die Kaumuskulatur ausgeübte Kaudruck gesteuert werden kann. Über einen Reflexbogen kann die Kontraktion der Kaumuskulatur beim plötzlichen Aufbeissen auf einen harten Gegenstand abrupt aufgehoben werden. Die Nervenenden im Parodontalspalt haben somit eine wichtige Schutzfunktion.


Gingiva Zahnfleisch

Die Gingiva reicht von der Mukogingivalgrenze bis zum Zahnhals, wo sie den Zahn ringförmig umschliesst.

Gingiva Zahnfleisch Papille Mundschleimhaut

Die gesunde Gingiva ist derb und hat eine blassrosa Farbe mit matt glänzender Oberfläche.

Gingiva

Die Gingiva ist der zum Zahnhalteapparat gehörende Teil der Mundschleimhaut.

Man unterscheidet die ca. 1.5 mm breite freie marginale Gingiva bzw. bewegliche von der unterschiedlich breiten unverschieblichen Gingiva propria, die auch als attached Gingiva bezeichnet wird. Zwischen den Zähnen befindet sich die interdentale Gingiva mit jeweils einer Zahnfleischpapille oral und vestibulär. Die Gingiva propria ist unverschieblich auf dem Alveolarknochen und Wurzelzement befestigt. Am Zahnfleischrand liegt die marginale Gingiva der Zahnoberfläche an. Den Epithelansatz zur Zahnoberfläche bildet dabei das ringförmig um den Zahnhals gelegene Saumepithel. Die Anheftung der Gingiva an der Zahnoberfläche durch Bindegewebsfasern und die Epithelzellen des Saumepithels wird als Attachment bzw. Befestigung bezeichnet.

Zahnfleisch

Das Zahnfleisch als Deckgewebe ist der epitheliale Bestandteil vom Zahnhalteapparat.

Die Gingiva ist das Zahnfleisch in seiner Gesamtheit und damit Teil des Zahnhalteapparates bzw. ein Teil der Mucosa und begrenzt um den Zahn. Das Zahnfleisch ist eng am Zahnhals anliegend bzw. ist der Teil der Mundschleimhaut, der kragenförmig die Zähne umgibt. Es ist der Epithelansatz der das Parodontium abdichtet und dafür sorgt, dass keine Bakterien eindringen. Da beim Zahnfleisch die Unterhaut (Subkutis) fehlt, kann das Zahnfleisch nicht nachgebildet werden und ist auch nicht verschiebbar.

Für das Zahnfleisch gibt es drei Zonen:

Der freie marginale Gingiva, der an den Zähnen wie eine Girlande 1-2mm anliegt.
♦ Die interdentale Gingiva, welche die Hohlräume zwischen den Zähnen fast vollständig ausfüllt.
♦ Den in die Mundschleimhaut reichenden befestigten und unbeweglichen Teil der als Gingiva propria bezeichnet wird und auch die Bewegungen von Kiefer und Lippen abfedert. Dieser Teil vom Zahnfleisch ist wichtig für die Implantierung vom Zahnimplantaten

Den Spalt zwischen Zahn und Epithel nennt man Zahnfleischfurche bzw. zwischen Zahnoberfläche und marginaler Gingiva besteht beim Gesunden eine ca. 1mm tiefe Zahnfleischfurche (Sulkus). Erweitert sich diese gingivale Furche, entsteht eine Zahnfleischtasche.

Gingiva Zahnfleisch Sulkus Zahnfleischtasche 

Sofern mit einem Instrument tiefer sondiert werden kann, liegt eine krankhafte Veränderung vor was man als Zahnfleischtasche bezeichnet.

Unter der Schleimhaut befinden sich straffe Bindegewebsfasern in der Gingiva.

Sie befestigen das Zahnfleisch am Alveolarknochen sowie am Zahn, wodurch die Gingiva ihre Festigkeit erhält.

Marginale Gingiva, freie 1.5 mm breite bewegliche Schleimhaut am Zahnfleischrand, die mit dem Zahnhals über das Saumepitehel verbunden ist.
Gingiva propria bzw. attached Gingiva oder unverschiebliche Gingiva auf dem Alveolarknochen und Wurzelzement.
Interdentale Gingiva, Gingiva im Zahnzwischenraum mit jeweils einer Papille oral und vestibulär.
Zahnfleischtasche zwischen Zahnoberfläche und marginaler Gingiva, beim gesunden Zahnfleisch etwa 1 mm breit, das auch Zahnfleischsulkus genannt wird.  


Empfindliche sensible Zähne

Sensible Zähne bedeuten empfindliche Zähne bzw. überempfindliche Zähne und Zahnhälse.

Sensible Zähne Zahnhälse Überempfindliche 

Viele Menschen leiden unter empfindlichen Zähnen, im Besonderen unter empfindlichen Zahnhälsen, wenn sie nicht mehr durch das Zahnfleisch bedeckt sind.

Für die Betroffenen von sensiblen Zähnen wird der Konsum von heissen, kalten und süssen Speisen oft zur Qual.

Freiliegende Zahnhälse leiten diese Impulse direkt an den Zahnnerv weiter sodass Zahnschmerzen entstehen. Wenn Zahnhalskaries aufgetreten ist, kann der Zahn bei der Zahnbehandlung durch den Zahnarzt behoben und damit die Zahnprobleme beseitigt werden.

Empfindliche Zähne

Empfindliche  Zähne oder überempfindliche Zähne sind relativ stark verbreitet, denn es sind ca. 10-20% der Bevölkerung betroffen.

Empfindliche Zähne und überempfindliche Zähne äussern sich vor allem durch eine kurze und zum Teil stark schmerzhafte Antwort auf äussere Reize das Thermische Reize (kalt oder warm) wie auch Chemische (süss oder sauer) Reize sein können.

Ursachen für überempfindliche Zähne sind Freiliegende Zahnhälse, Abgeschliffene Zähne so wie Zähne nach Kompositfüllungen.

Empfindliche Zähne Zahnhälse freiliegend Zahn

Der Zahnarzt spricht von „Dentinüberempfindlichkeit“ oder „Hypersensibilität“ bei empfindlichen Zähnen und überempfindlichen Zahnhälsen, was sehr häufig zu beobachten ist, denn jeder Zehnte leidet daran.

Über eine Überempfindlichkeit der Zähne klagen meist nicht nur ältere Personen sondern 20 bis 50jährige, bei denen sich das Zahnfleisch zurückgezogen hat und der Zahn dabei sehr empfindlich reagiert.

Durch den Rückgang vom Zahnfleisch liegen die Zahnhälse schutzlos frei. Da die Zahnhälse nicht von einer schützenden Schmelzschicht umgeben sind, gelangen über die offenen Dentinkanälchen Reize direkt an den Zahnnerv, was die Zahnschmerzen bei Heissem Kaltem, Süssem oder Saurem verursacht. Wenn der auslösende Reiz vorbei ist, verschwinden die Zahnhalsschmerzen, kehren aber beim nächsten Reiz zurück.

Sensibler Zahnhals

Im Bereich freiliegender Zahnhälse ist das Dentin nicht von Schmelz bedeckt und ist darum ein „Sensibler Zahnhals.

Treten bei Kälte und Wärme Schmerzen auf, bestehen überempfindliche Zahnhälse auf süss, warm oder auch kalt, was vielfach an freiliegendem Zahnhals liegt. Die Eingänge zu den Dentinkanälchen liegen somit offen. So entsteht ein verstärktes Schmerzempfinden durch verschiedene Reize (heiss, kalt, süss, sauer) bzw. empfindliche Zähne, denn Zähne reagieren schmerzhaft, wenn die empfindlichen, weichen Zahnhälse freiliegen.

Empfindliche Zähne durch „Abgeschliffene Zähne“

Bei abgeschliffenen Zähnen liegt auf der Kaufläche Dentin frei, welches äussere Reize wiederum direkt zum Zahnnerven weiterleitet, sodass die Zähne empfindlich sind.

Häufigste Ursachen für empfindliche Zähne sind abgeschliffene Zähne durch das Zähneknirschen (Bruxismus) und stark säurehaltige Speisen und Getränke.

Empfindliche Zähne durch Kompositfüllungen

Die Schmerzen bei empfindlichen und überempfindlichen Zähnen werden ausgelöst durch thermische (Temperatur, kalt und warm) Reize, chemische (Chemisch, süss und sauer) Reize und durch taktiele Reize bzw. Berührung.

Besonders unangenehm bei empfindlichen Zähnen ist der Kältereiz am Zahn, denn die Zahnschmerzen können zum Teil so gross sein, dass aus Angst vor einer erneuten Reizung komplett auf kalte Speisen verzichtet wird. Kompositfüllungen werden adhäsiv befestigt, das heisst sie werden in den Zahn geklebt. Bei diesem Klebevorgang wird stark ätzende Phosphorsäure (30%) verwendet, die den Zahnschmelz anraut. Wenn das Dentin stark mitgeätzt wird, kann es zu einer kurzzeitigen Empfindlichkeit oder Überempfindlichkeit der Zähne kommen. Die man jedoch mit Fluorid schnell wieder in Griff bekommt.

Therapie bei empfindlichen und überempfindlichen Zahnhälsen

Zur Behandlung von empfindlichen Zähnen und überempfindlichen Zahnhälsen gibt es verschiedene Möglichkeiten. 

Spezielle, vom Zahnarzt aufgetragene Lacke bilden einen Schutzfilm, der diese Kanälchen verschliesst. Die meisten Mittel die erhältlich sind, versuchen das Dentin durch Verschluss der Dentintubuli (Dentinkanälchen) zu isolieren und so gegen äussere Reize unempfindlich zu machen. Dentintubuli sind kleine Kanäle im Zahn, welche die Oberfläche des Zahnes mit den Nerven im Inneren verbinden. Zahnbeinröhrchen bzw. Dentinkanälchen sind feine Kanäle, die das Dentin radiär von der Pulpa bis zur Schmelzgrenze durchziehen und in denen die Fortsätze der Odontoblasten verlaufen. Dentin hat feinste Kanälchen (Tubuli), welche mit der Zahnpulpa („Nerv“) in Verbindung stehen und Reize von aussen weiterleiten. Im Bereich freiliegender Zahnhälse ist das Dentin nicht von Zahnschmelz bedeckt, so dass die Eingänge zu den Dentinkanälchen offen liegen. Sie vermitteln Schmerzempfinden bei äusseren Reizen durch Speisen wie heiss, kalt, süss, sauer. Der Zahnarzt kann durch spezielle Lacke einen Schutzfilm auftragen, der diese Kanälchen verschliesst und die unangenehmen, schmerzhaften Reize verhütet. Es gibt verschiedenem Fluorid Gelées, die man beim Zahnarzt oder in der Apotheke bekommt.


Zahnhälse freiliegend

Ein freiliegender Zahnhals liegt vor, wenn sich das Zahnfleisch zurückgezogen hat und Zahnwurzel oder Zahnhals freiliegt.

Zahnhälse freiliegend, freiliegende Zahnhälse

Freiliegende Zahnhälse

Wenn der Zahnhals von der Schmelzschicht oder dem Zahnfleisch als natürlicher Schutzmantel nicht mehr vorhanden ist entstehen Schmerzen.

Sehr warme und kalte Speisen empfindet man als unangenehm aber nicht als schmerzhaft. Wenn bei Kälte und Wärme Schmerzen auftreten, so liegt dies vielfach an freiliegenden Zahnhälsen. Probleme mit überempfindlichen Zähnen können aber auch nach neu gelegten Kompositfüllungen oder infolge von intensivem Bleichen entstehen. Bei freiliegenden Zahnhälsen hat sich das Zahnfleisch zurückgebildet, so dass die Zahnhälse schutzlos freiliegen und der natürliche Schutzmantel fehlt. Die Oberfläche der Zahnhälse ist im Gegensatz zur Zahnkrone nicht durch harten Zahnschmelz geschützt. Ein freiliegender Zahnhals liegt vor, wenn sich das Zahnfleisch zurückzieht und die Zahnwurzel zu sehen ist. Häufige Ursache für freiliegende Zahnhälse ist eine falsche Zahnputztechnik, bei welcher der Borstenkopf zu fest aufgedrückt wird und die Borsten zu hart sind. Frei liegende Zahnhälse sind sehr empfindlich und neigen zu erhöhter Kariesbildung. Bei freiliegenden Zahnhälsen liegt Dentin frei und wird nicht durch isolierenden Zahnschmelz bedeckt. Das Dentin leitet äussere Reize über Dentintubuli (Dentinkanälchen) direkt zum Zahnnerv weiter. Eine Reizung der Nerven führt immer zu Schmerzen. Da Zahnhälse aus weichem Dentin bestehen, sind die Zahnhälse nicht nur anfälliger auf Überempfindlichkeit und übermässigen Dentinabrieb, sondern auch gefährdet für Karies.

Zahnhalskaries

Zahnhalskaries ist Karies (Caries) am Zahnhals, der zu den Prädilektionsstellen gehört.

Wenn grössere Defekte nicht vermieden werden können, muss man den Zahnhals mit speziellen Füllungen wie z.B. mit Glasionomerzement oder Komposite präparieren. Positiver Nebeneffekt ist, das Glasionomerzement in geringen Mengen Fluor abgibt und so die Zähne zusätzlich vor Karies schützt. In schweren Fällen hilft nur noch das Überkronen des Zahnens.


Probleme mit Zahnhälsen

Zahnprobleme entstehen durch „Freiliegende Zahnhälse“ oder „Überempfindliche Zahnhälse“, denn sie können durch süsse, kalte und heisse Speisen sowie durch Berührung Schmerzen verursachen.

Probleme mit Zahnhals Freiliegende Zahnhälse

Der Zahnhals verbindet die Zahnkrone mit der Zahnwurzel und wird vom Zahnfleisch Gingiva umschlossen.

Beim gesunden Zahn überdeckt Zahnfleisch den Zahnhals.

Die (Zervix), Mehrzahl Cervices: Hals. Cervix dentis, ist der zwischen Krone und Wurzel befindliche, normalerweise vom Zahnfleisch bedeckte Teil des Zahns, an welchem sich Schmelz und Zement treffen. Mit Zervix ist der Bereich Schmelz-Zement-Grenze gemeint. Der Zahnhals ist der vom Zahnfleisch bedeckt Übergang zwischen der Zahnkrone und der Zahnwurzel. Übergangsstelle zwischen dem sichtbaren Zahnschmelz und der Zahnwurzel. Beim gesunden Zahn überdeckt das Zahnfleisch den Zahnhals, denn im Zahnhalsbereich endet der Zahnschmelz und der Zahnhals wird nun von Zahnzement umgeben. Der Zement ist empfänglicher für Zahnschmerzen und weniger robust als der Schmelz. Die freiliegenden Zahnhälse sind vom Zahnschmelz und Zahnfleisch nicht umgeben und können bei kalten und heissen Speisen sehr schmerzempfindlich reagieren.

Überempfindliche Zahnhälse auf süss, warm, kalt

Überempfindliche Zahnhälse bzw. empfindliche Zähne treten besonders an freiliegenden Zahnhälsen auf, wenn die Zahnwurzeln z.B. als Folge einer Parodontalerkrankung nicht mehr vom Zahnfleisch bedeckt sind.

Überempfindliche Zahnhälse (Zahnhals) werden auch als Hypersensibilität bezeichnet und ist die Reaktion des Dentins (Zahnbein) auf chemische (z.B. süss) und thermische (warm/kalt) Reize. Die Behandlung der überempfindlichen Zahnhälse erfolgt durch Fluoridierung oder Versiegelung der feinen Dentinkanälchen mittels Dentinhaftvermittler.

Überempfindlichkeit kann beim Zahn auch bei Bearbeitung von Kavitäten an der Schmelz-Dentin-Grenze entstehen.

Überempfindliche Zahnhälse auf süss, warm, kalt

Überempfindliche Zähne sind keine Seltenheit und äussern sich im Besonderen durch eine kurze und zum Teil stark schmerzhafte Antwort auf äussere Reize.

Eine Reizung der Nerven führt immer zu Schmerzen bzw. der Zahnnerv zu Zahnschmerzen. Verantwortlich für überempfindliche Zähne sind freiliegende Zahnhälse, abgeschliffenen Zähne oder selten auch bei Kompositfüllungen.

Bei freiliegenden Zahnhälsen liegt Dentin frei und wird nicht durch isolierenden Schmelz bzw. Zahnschmelz bedeckt. Das Dentin leitet äussere Reize über die Dentinkanälchen (Dentintubuli) direkt zum Zahnnerv weiter. Bei abgeschliffenen Zähnen (Kaufläche) durch Bruxismus werden die äusseren Reize direkt zum Zahnnerv geleitet, was Zahnschmerzen verursacht, wenn auf der Kaufläche das Dentin frei liegt. Häufigste Ursachen für abgeschliffene Zähne sind Zähneknirschen und stark säurehaltige Getränke oder Speisen. 


Zahnbürste für Zahnhals

Freiliegende Zahnhälse entstehen häufig durch die falsche Putztechnik (Schrubben), durch die Verwendung einer harten Zahnbürste und einer stark abrasiven Zahnpasta.

Überempfindlichkeit Zahnhälse Zahnbürste

Die Ursachen für überempfindliche Zahnhälse und Rezessionen können vielfältig sein, meist entsteht es aber durch aggressives Zähneputzen bzw. aggressive Putztechniken. Bei Überempfindlichkeit der Zahnhälse sollten nur weiche Zahnbürsten verwendet werden.

Überempfindliche Zahnhälse

Überempfindliche Zahnhälse werden auch als Hypersensibilität an Zahnhälsen bezeichnet und ist die Reaktion des Dentins bzw. Zahnbein auf chemische z.B. Süsses und thermische (warm/kalt) Reize.

Nach säurehaltigen Getränken und Esswaren sollten Zähne nicht sofort geputzt werden, sondern erst ca. 45 Minuten danach. In dieser Zeit kann mit einem V6 Kaugummi die Säure neutralisiert werden. Wenn dies nicht hilft, sollte man sich an den Zahnarzt wenden, denn dieser hat speziell isolierende Flüssigkeit, die den Zahnhals isolieren kann. Zur Behandlung von überempfindlichen Zahnhälsen werden vielfach Mittel eingesetzt, die das Dentin durch Verschluss der Dentinkanälchen (Dentintubuli) isolieren, um so die Zähne gegen äussere Reize unempfindlicher zu machen. Es gibt auch Emofluorzahnpasten sowie Emofluorgel zur Desensibilisierung überempfindlicher Zahnhälse. Diese Regen die Speichelbildung an und beugen gleichzeitig der Mundtrockenheit vor. Laser die der Zahnarzt benutzt so wie Versiegelungen führen zu einer merklichen Verbesserung der Überempfindlichkeit der Zähne.

Zahnbürste bei Überempfindlichkeit der Zahnhälse

Zur Reinigung sollte eine Zahnbürste mit weichen Filamenten und eine Zahnpasta mit einem niedrigen Abrasionswert (RDA) verwendet werden.

Der RDA-Wert hängt von der Härte und Grösse der einer Zahnpasta beigefügten Abrasivstoffe ab.

RDA-Mass ist ein Wert für abschmirgelnde oder abreibende Zahnpasta, die auf das Dentin wirkt.

Zahnpasta Überempfindliche Zahnhälse Zähne

Je niedriger der RDA-Wert ist, desto schonender ist die Zahnpasta für den Zahnschmelz und die empfindlichen Zahnhälse.

Schutz des freiliegenden Dentins vor Säureangriffen und der Entstehung von Zahnhalskaries durch die Verwendung von fluoridierten Zahnpflegeprodukten ist besonders wichtig.

Damit diese Zahnprobleme der Überempfindlichkeit der Zahnhälse weniger entstehen kann, sollte man auf den Einsatz von abrasiver, scheuernde und weissmachende Zahnpaste verzichten. Weissmachende Zahnpasten haben einen zu hohen RDA-Wert bzw. Radioactive-Dentin-Abrasion. RDA-Wert ist ein Mass für die Rauheit der Zahnpaste. Vor allem weissmachende Zahnpasten haben einen zu hohen RDA-Wert. Bei Überempfindlichkeit der Zähne sollten nur sensitive Zahnpasten mit einem RDA-Wert von 30-60 verwendet werden. 


Tragen der Zahnprothese

Die wichtigsten Aufgaben bzw. Funktionen der Zähne oder dem Zahnersatz im Gebiss sind beim Mensch nebst dem Sprechen die Zerkleinerung der Nahrung.

Alle Zahnprothesen müssen die echten Zähen bestmöglich ersetzen, doch bei vielen Zahnpatienten dauert es eine gewisse Zeit, bis man sich an das fremdartige Gefühl der Prothese im Mund gewöhnt hat. Das Angewöhnen an Prothesen ist nicht einfach, denn jede neue Zahnprothese als festsitzender oder herausnehmbarer Zahnersatz ist für die Zunge im Mundraum beim Mensch ein Fremdkörper, wo besonders eine Vollprothese (Kieferprothese) auch zu einer Prothesen-Unverträglichkeit führen kann.

Zahnprothese tragen Probleme Zahnprothese

Für das allgemeine Wohlbefinden und die zwischenmenschliche Kommunikation sind die Zähne von grosser Bedeutung, so besonders wenn es sich um eine Totalprothese handelt, wenn im Kiefer keine Zähne mehr vorhanden sind.

Tragen einer Prothese 

Zahnärzte können nicht genug betonen, dass es Zeit braucht, bis man sich an eine Zahnprothese gewöhnt hat, denn vielfach ist bei Problemen mit der Zahnprothese die Angewöhnung an den Zahnersatz das Problem.

Fehlende Zähne oder eine schlecht sitzende Zahnprothese sind unästhetisch und können auch die Aussprache beeinträchtigen. Darum ist der Halt der Prothese sehr wichtig, was jedoch vom Prothesenlager und dem Speichel im Mund (Speichelproduktion) abhängig ist. Der Zahnverlust eigener Zähne bedeutet unausweichlich das Tragen einer Zahnprothese mit allen damit verbundenen Folgen wie Druckstellen durch meist schlechter Prothesenhalt im Unterkiefer, verminderte Kauleistung und Geschmacksbeeinträchtigung oder gestörte Aussprache (Phonetik). Beim Zahnersatz ist eine phonetische Zahnaufstellung sehr wichtig, denn die Zunge kann bei der Lautbildung so gegen die Prothese schlagen und einen Zischlaut provozieren. Die Druckbelastung der Prothese bewirkt Probleme durch einen beschleunigten Rückgang vom Kieferknochen und damit durch den Knochenverlust eine weitere Verschlechterung vom Prothesensitz. Schlechtsitzende Prothesen stützen die Gesichtsweichteile wie vor allem die Lippen schlecht ab, was den Zahnpatient älter aussehen lässt und die Faltenbildung der eingefallenen Hautpartien begünstigt. Auch die psychologische Wirkung ist nicht zu unterschätzen, da die Zahnprothese für viele Menschen das Alter symbolisiert. Die Hauptursache einer verminderten Kaufunktion ist vielfach auf eine abgenutzte Kaufläche der Prothesenzähne zurückzuführen. Mit zunehmendem Alter nimmt der Abbauprozess vom Kieferkamm zu, bei dem man diese Entwicklung nicht vermeiden, jedoch deutlich verlangsamen kann. Das Zahnfleisch sollte ohne Zähne bzw. Zahndruck auf den Kiefer immer wieder massiert werden, was als Zahnfleischpflege bezeichnet wird, damit das Zahnfleisch besser durchblutet wird und ein Zahnfleischrückgang oder eine Zahnfleischentzündung (Zahnfleischschwund) damit verhindert werden kann. Ein regelmässige Prothesenunterfütterung, Nachkorrektur sowie das Einschleifen der Seitenzähne nach einer Nachregistrierung ist notwendig. Mit diesen vorsorglichen Massnahmen lassen sich der Abbau der Kieferknochen (Knochenschwund) und eine nachteilige Veränderung der Kiefergelenke erheblich verlangsamen.

Probleme mit Zahnprothesen

Bei Problemen mit Prothesen muss man unterscheiden zwischen totalen Prothesen (Totalprothesen) für zahnlose Patienten und Teilprothesen für Zahnpatienten mit reduzierter natürlicher Bezahnung.

Bei Teilprothesen sind deren Sättel zum Ersatz der fehlenden Zähne auf der Mundschleimhaut gelagert und über Halteelemente, wie Klammern für Klammerprothesen, Geschiebe für Geschiebeprothese oder Teleskopkronen für Teleskopprothesen bzw. Teleskopbrücken als abnehmbare Zahnbrücken mit den natürlichen Zähnen verbunden.

Probleme prothese Zahnprothesen Teilprothesen

Ein Nachlassen der Passgenauigkeit der Sättel führt zu einer Fehlbelastung der Zähne, die darauf mit Zahnlockerung reagieren.

Bei Teilprothesen sind je nach Art der Prothese die Pflege einzelner stehenden Pfeilerzähne schwieriger, weshalb besonders darauf geachtet werden muss, dass alle Zahnflächen und die Kronenrandbereiche gereinigt werden.

Viele Menschen, die eine Zahnprothese tragen sind der Ansicht, dass man damit nie mehr den Zahnarzt in der Zahnarztpraxis oder Zahnklinik besuchen muss, doch auch bei Vollprothese als herausnehmbarer Zahnersatz sollte man wie bei allen Prothesen den Gang zum Zahnarzt auf sich nehmen, denn unter einer Zahnprothese können sich Zähne, Zahnfleisch oder auch der Kiefer verändern und ein "Zahnproblem" auslösen. Bei Schleimhautgelagerten Totalprothesen ist vor allem der natürliche Schwund vom Kieferknochen ein Problem, so das Prothesenlager, das zu Schwierigkeiten führen kann, wenn die Prothesenhaftung schlecht ist, was besonders bei der Unterkieferprothese ein Problem sein kann und deutlich häufiger mehr vorkommt als im Oberkiefer. Durch Zahnimplantate kann eine gute Lagestabilisierung der Prothese im Unterkiefer erreicht werden.

Nach einigen Jahren können Probleme und Schäden durch das Tragen einer nicht gewarteten Zahnprothese auftreten:

Beschleunigter Kieferknochenabbau
Schmerzhafte Irritation vom Mundgewebe durch Entzündungen
Erschwertes Kauen und Verdauungsprobleme
Eingefallener Mund und dadurch bedingtes älteres Aussehen
Kiefergelenkprobleme (Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Genickschmerzen)
Schlotterkamm bzw. schwammig werdendes Mundgewebe, bedingt durch den Knochenschwund 


Prothesen-Verträglichkeit

Bei den meisten Menschen ist nach der Angewöhnungszeit an die neue Zahnprothese eine Prothesenverträglichkeit vorhanden.

Vielfach ist bei Problemen mit der Zahnprothese als herausnehmbarer Zahnersatz anfänglich die Angewöhnung an die Prothese das Problem und nicht die Verträglichkeit der Prothese, denn besonders die Zunge als Sinnesorgan mit Tastsinn muss sich an den Fremdkörper gewöhnen und ist sich gewohnt, alles abzutasten was im Mund vorhanden ist. Vielfach besteht beim Tragen der Zahnprothese eine Unsicherheit und besonders im Unterkiefer ein komisches Gefühl, wenn eine Totalprothese mit den "Ersatzzähnen" nicht richtig sitzt, weil eine ungenügende Prothesenhaftung vorhanden ist.

Uerträglichkeit Zahnprothese Verträglichkeit

Unter einer Prothesenunverträglichkeit versteht man die Erscheinung einer Unverträglichkeit wie die Prothesenstomatitis in Form einer Mundschleimhaut-Entzündung und subjektiven, symptomatischen Beschwerden nach der Eingliederung von herausnehmbaren Zahnersatz.

Prothesenunverträglichkeit

Wenn eine Menschen mit der Zahnprothese einfach nicht zurechtkommen, wird von einer Prothesenunverträglichkeit gesprochen.

Das Tragen von Totalprothesen ist meist wegen ungenügendem Tragekomfort nicht einfach, denn es gibt Menschen, die sich auch nach zwei Monaten noch nicht an die neue Zahnprothese gewöhnt haben und damit Unzufriedenheit mit dem Zahnersatz sind. Im Volksmund wird dann besonders bei einer Unterkiefer-Vollprothese rasch von "Problemen mit Zahnprothesen" wie auch von Prothesen-Pfusch oder Zahnarzt-Pfusch gesprochen, wenn das Tragen, Kauen und Sprechen mit der Zahnprothese schwierig ist, was massive Einschränkungen bedeutet, auch wenn die Unterkieferprothese einwandfrei gemacht ist, was der Zahnarzt als Prothesen-Unverträglichkeit bezeichnet. Wenn durch den Zahnersatz eine "Werkstoffbedingte Unverträglichkeit"  vorhanden ist, die Zungenbrennen als schmerzhafte Missempfindung der Zungenschleimhaut, Schleimhautprobleme, Geschmackstörungen oder anderen Symptome verursacht, ist immer eine Zahnersatz-Unverträglichkeit gegeben.

Somatogene Prothesenunverträglichkeit

Wenn die Ursache für eine Zahnersatz-Unverträglichkeit beim Zahnpatient liegt, benutzt der Zahnarzt den Begriff "somatogene Prothesenunverträglichkeit".

Werkstoffbedingte Prothesenunverträglichkeit können Geschmackstörungen, Zungenbrennen und Schleimhautbrennen sowie anderen Symptomen wie Mundbrennen, Hitzegefühl, Mundtrockenheit und vereinzelten Sensibilitätsstörungen ohne erkennbare Veränderung der Schleimhaut sein, die unter Umständen durch zahnärztliche Werkstoffe bedingt sein können. Bei der Entstehung der Beschwerden spielen oft psychische und soziale Faktoren eine Rolle, so dass eine Abneigung gegen Zahnersatz zustande kommt. Auch andere Krankheiten wie Eisenmangelanämie, Magenschleimhaut-Entzündung, Leberstörung oder Kreislaufstörungen können wiederum eine Stomatitis (veraltet "Mundkatarrh") bzw. Schleimhautentzündung bedingen. Davon abzugrenzen ist die autonome Prothesenstomatitis, die auf den der Prothese direkt anliegenden Schleimhautarealen lokalisiert ist. Eine Entzündung der Mundschleimhaut durch die Prothese entsteht durch mechanische, chemische oder thermische Reize und versetzt die Schleimhaut in einen trockenen, glatten, glänzenden, matten, gequollenen, fein oder grob granulierten Zustand. Der alleinige Verdacht auf eine Werkstoffunverträglichkeit reicht im Normalfall nicht aus, um den Zahnersatz zu entfernen und gegen einen mutmasslich besser verträglichen auszutauschen, denn eine Entzündung der Mundschleimhaut kann ein Begleitsymptom sein, so von Hautkrankheiten oder Infektionskrankheiten wie Lungenentzündung, Masern oder AIDS. Es bedarf einer umfangreichen zahnärztlichen und ärztlichen Diagnostik, um zu einer gesicherten Diagnose zu gelangen und daraus eine adäquate Therapie abzuleiten.

Psychogene Prothesenunverträglichkeit

Auch wenn die zahnärztliche Arbeit einwandfrei ist, kann das Gefühl bei Menschen entstehen, dass der Zahnersatz drückt, brennt oder sonstige Probleme bereitet.

Der Grund für Probleme mit Zahnprothesen liegt meist nicht beim Zahnersatz selbst, sondern in der "Gehirn-Verarbeitung", so dass man von einer psychogenen Prothesenunverträglichkeit spricht, wo vorangegangene Schmerzerlebnisse oder seelische Belastungen eine Rolle spielen können. Die psychogene Prothesenunverträglichkeit kann dazu führen, dass das Gefühl entsteht, dass die Prothese als Zahnersatz drückt, auch wenn verschiedene Zahnärzte einhellig beteuern, dass die Unterkieferprothese und Oberkieferprothese einwandfrei sitzen.

Psychogene Prothesenunverträglichkeit Prothese

Wenn die die zahnärztliche Arbeit der Prothese einwandfrei ist, kann eine psychogene Prothesenunverträglichkeit verantwortlich sein.

Abneigung gegen Zahnersatz

Die Ursache einer Unverträglichkeit bei Vollprothesen ist meist in einer tief sitzenden Ablehnung gegen den Zahnersatz zu suchen.

Der eigentliche Grund für die Prothesenunverträglichkeit bei Totalprothesen ist meist nicht beim Zahnersatz selbst zu suchen, denn wenn ein Gefühl von alt und gebrechlich im Gehirn entsteht, kann sich durch die seelische Belastung eine Abneigung mit Hassgefühl gegen Zahnersatz entwickeln, so dass der Widerstand gegen die Vollprothese mit den Ersatzzähnen sehr gross sein kann. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es zu Beginn mit einer günstigen Prothesen-Variante vollkommen anders sein kann, als mit den echten Zähnen oder festsitzendem Zahnersatz auf Implantaten als Zahnwurzelersatz. Ein Kontrollbesuch sollten vor allem direkt nach dem Einsatz der Zahnprothese wahrgenommen werden, denn bei solchen Terminen wird der Zahnarzt nachsehen, ob sich in der Mundhöhle Druckstellen befinden und Zeichen finden lassen, die auf eine Entzündung hindeuten können. Der Prothesensitz und die Funktion der Zahnprothese können mehrmals überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Prothesenprobleme mit Zahnprothesen

Eine regelmässig Mundpflege und Prothesenpflege ist wichtig, damit Kieferprobleme, Kiefergelenk-Beschwerden und Probleme wie Entzündungen im Mundbereich ausbleiben.

Nebst den Problemen durch das Tragen von schlecht haftenden Zahnprothesen können Komplikationen durch Druckstellen entstehen wie auch durch einen Prothesenbruch bei Modellgussprothesen. Wenn Zahnprothesen repariert oder abgeändert werden müssen, können Entzündungen durch Lote als Metallgemisch entstehen. Schleimhautfarbene Prothesenkunststoffe können beim Aufprall auf einen harten Boden bruchgefährdet sein wie auch Sprünge und Spannungsrisse in der Prothesenbasis entstehen können, so auch durch Fehlstellungen der Prothesenzähne, womit ein Bruch der Zahnprothese vorprogrammiert ist. Schleimhautfarbene Prothesenkunststoffe welche die zahntragende Basis für Vollprothesen bilden und die Metallgerüste für Teilprothesen komplettieren, müssen einen guten mechanischen Wert aufweisen und sich durch Farbstabilität und Langlebigkeit auszeichnen. Kunststoffe für Prothesen werden als Dentalkunststoffe bezeichnet und bestehen aus einer Polymethylmethacrylat-Basis, wo selten auch eine Allergie bzw. Materialunverträglichkeit vorkommen kann. Wenn ein Kieferknochen-Schwund (Osteoporose) entsteht, macht dies eine Unterfütterung der Prothese notwendig, ansonsten durch den Rückgang vom Kieferknochen eine "schlecht sitzende Prothese" entsteht, womit der Prothesenhalt nicht mehr gegeben ist und weitere Prothesen-Probleme wie ein Schlotterkamm mit schwammigem Mundgewebe und Kieferprobleme oder eine Kiefergelenkschädigung nicht ausgeschlossen werden können. Bei der Prothesenunterfütterung mit Prothesenkunststoff gibt es bei Kieferschwund verschiedene Unterfütterungs-Verfahren, so die indirekte Unterfütterung, die direkte Unterfütterung und die weichbleibende Unterfütterung.

Von Haftmittel sollte man bei der Zahnprothese nur in Ausnahmefällen Gebrauch machen, denn zum dauerhaften Gebrauch sind Haftcremes bei Zahnprothesen nicht geeignet.

Entzündungen durch Zahnprothese Haftmittel

Eine gute Zahnprothese braucht normalerweise keine Haftcreme oder Haftpulver, denn die Haftung der Totalprothese sollte durch das Vakuum sichergestellt werden, was normalerweise durch den Speichel und die leicht elastische Kieferschleimhaut entsteht. Zur Erhöhung der Adhäsionskräfte von herausnehmbaren Totalprothesen gibt es Haftpulver und Haftcreme, mit der man sparsam umgehen sollte, damit das Geschmacksempfinden und die Speichelproduktion nicht beeinträchtigt wird. Nach jedem Gebrauch von Haftpulver oder Haftcremes sollte man die Zahnprothese von den Rückständen befreien, denn damit wird nicht nur die Haftkraft zwischen Mundschleimhaut und Zahnprothese grösser, denn man sorgt auch dafür, dass keine Entzündung der Schleimhaut entsteht, auf der die Zahnprothese sitzt.


Bruch der Zahnprothese

Die Ursache für einen Bruch der Zahnprothese ist meist, wenn die Prothese nicht durch eine Unterfütterung den neuen Kiefer-Verhältnissen angepasst wird.

Die Zahnprothese als herausnehmbaren Zahnersatz verbessert bei denjenigen Leuten die Lebensqualität, die durch Krankheit, Unfall oder das Alter die Zähne verloren haben und keine Zahnimplantate als Zahnwurzelersatz mit festsitzendem Zahnersatz möchten. Wenn eine Vollprothese als künstliches Gebiss (Kieferprothese) längere Zeit nicht mit Prothesenkunststoff unterfüttert wird, so dass die Prothese hohl auf dem Kieferkamm aufliegt oder der Kunststoff spröde geworden ist, kann es zu einem Prothesenbruch kommen. Möglich ist ein Prothesenbruch auch, wenn z.B. eine Totalprothese (Kieferprothese) beim Pflegen der Zahnprothese aus den Händen entglitten ist und auf den harten Boden fällt. Bei einer grösseren Gewichtsabnahme kann beim Mensch eine Prothesenunterfütterung wegen dem Gewichtsverlust notwendig werden, da ein Kieferschwund entstehen kann wie auch bei jedem Schwund vom Kieferknochen (Osteoporose), wo sich auch die Weichteile vom Gesicht verändern und ein Schlotterkamm entstehen kann. Wenn eine Schlotterkammentfernung wie auch die Prothesen-Unterfütterung ausbleibt, wo verschiedene Unterfütterungs-Verfahren möglich sind, kann dies Probleme mit Zahnprothesen verursachen, was sogar das Tragen der Zahnprothese verunmöglichen kann, wo vielfach auch von einer Prothesenunverträglichkeit gesprochen wird, wenn z.B. wegen Zahnarztangst oder anderen Gründen ein Zahnarztbesuch ausbleibt.

Bruch der Zahnprothese beim herausnehmbaren Zahnersatz

Die grosse Belastung beim Kauen sowie auch der schlechte Sitz einer Zahnprothese, meist hervorgerufen durch Veränderungen des Oberkiefers oder Unterkiefers, begünstigen den Bruch einer Zahnprothese.

Prothesenbruch bei Vollprothesen

Nach einem Kieferschwund kann die Oberkieferprothese in der Mitte auseinanderbrechen oder bei der Unterkieferprothese kann ein Riss entstehen, sodass die Zahnprothese als Zahnersatz in der Mitte auseinandergerissen wird.

Jeder Zahnersatz ist im Normalfall so konzipiert, dass dieser wie die natürlichen Zähne, den normalen Kaukräften widerstehen kann, nicht aber dem Zähneknirschen und Zähnepressen. Der Zahnersatz kann einen Defekt erleiden wie man dies auch mit den natürlichen Zähnen erleben kann. Die Ursachen für den Bruch der Zahnprothese sind vielfach kleine Risse, die mit der Zeit immer grösser werden. Für den Bruch der Zahnprothese ist nebst dem Alterungsprozess der Prothese eine unsachgemässe Reinigung der Zahnprothese verantwortlich, denn wenn man die Zahnprothese in heisses oder kochendes Wasser legt, können im Material Spannungsrisse entstehen.

Ursache für den Bruch der Zahnprothese

Ein Bruch der Zahnprothese beim herausnehmbaren Zahnersatz kann unterschiedliche Ursachen haben:

Prothesenmaterial ist zu dünn
Schlechte oder nicht ausreichende Randgestaltung der Prothese
Falsche Reinigung der Zahnprothese oder fehlerhafte Polymerisation
Mangelhafte Kombination verschiedener Heisspolymerisaten / Kaltpolymerisaten
Schlechte oder fehlerhafte Okklusion, falsche einseitige Belastung oder Bisslage
Materialschwächen der Vollprothese durch das Alter des Kunststoffs
Prothese liegt nicht oder nicht gleichmässig dem Kiefer an (Unterfütterung)
Gegenkiefer ist teilbezahnt oder mit gutsitzendem Zahnersatz (Brücke) versorgt 

Prothesen-Reparatur

Um weitere Schäden an defekten Prothesen vermeiden zu können, dürfen diese nicht selbst geklebt werden, denn viele handelsübliche Klebstoffe lösen das Material auf.

Bei defekten Prothesen und Prothesenzähnen sollte man den Zahnarzt konsultieren, wie auch wenn es zu einem Bruch der Zahnprothese kommt, der die Reparatur einer gebrochenen Prothese veranlasst, so dass man diese im Normalfall innerhalb von einem Tag zurückerhält. Voraussetzung ist, dass es eine normale Prothese ist, an der keine laienhaften Reparaturversuche durchgeführt wurden, ansonsten eine Zahnprothese unbrauchbar sein kann. Nach der Prothesen-Reparatur der defekten Prothese im zahntechnischen Labor wird diese am Patienten vom Zahnarzt eingesetzt und die Prothesen-Funktion überprüft, denn alle Zähne müssen einen gleichmässigen Kontakt zu den gegenüberliegende Zähnen bzw. Antagonisten haben.


Schmerzen am Zahnfleisch

Schmerzen am Zahnfleisch sind meist Folge einer örtlichen Verletzung durch Fremdkörper oder Verbrennungen durch zu heisse Speisen oder Getränke.

Schmerzen am Zahnfleisch Zahnfleischschmerzen

Zahnfleischschmerzen sind durch Wundsalben und Spüllösungen gut behandelbar.

Zahnfleischschmerzen

Parodontitis, können wie gewisse Erkrankungen des Körpers Zahnfleischschmerzen verursachen.

Starke Zahnfleischschmerzen können entstehen durch eine akute Gingivitis. Zahnfleischentzündungen sind meistens schmerzarm oder sogar schmerzlos. Eine Sonderform der akuten Gingivitis ist die ANUG (acute necrotizing ulcerative gingivitis), auch Plaut- Vincent-Gingivitis genannt. Betroffen sind meist Jugendliche oder junge Erwachsene zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr. Erreger sind kleine, grosse und mittelgrosse Spirochäten, Kokken und Stäbchenbakterien. Die Bakterien dringen meist rasch in das Gewebe vor, das durch eine schon vorhandene Gingivitis vorgeschädigt ist. Anzeichen sind starke Zahnfleischschmerzen, Mundgeruch, fauler metallischer Geschmack und Fieber.


Zahnweh Zahnschmerz

Zahnweh resp. Zahnschmerzen können verschiedenste Ursachen haben und sind äusserst Unangenehm.

Zahnweh Zahnschmerzen Lochschmerzen Zahn

Auslöser von Zahnweh bzw. Zahnschmerzen sind vielfach Entzündungen der Zahnnerven, akute Vereiterungen an der der Wurzelspitze (Eiterzahn) oder eine Zahnfleischentzündung

Zahnweh, Zahnschmerzen, Lochschmerzen "Lochweh"

Näheres erfahren Sie unter Zahnschmerzen und deren Schmerzmittel gegen Zahnschmerzen. Die Ursache ist mit dem Schmerzmittel alleine noch nicht behoben, weshalb man einen Zahnarzt aufsuchen soll, der das Zahnproblem beheben kann.


Vitalitätsprüfung der Zähne

Die Vitalitätsprüfung ist eine Prüfung der Sensibilität eines Zahnes durch Reizen mit extremer Kälte oder elektrischen Impulsen.

Zahnarzt Vitalitätsprüfung Zähne warm kalt Zahn

Häufig kann es bei einer Untersuchung wichtig sein, den Nerv (Pulpa) eines Zahnes auf seine Vitalität zu überprüfen. 

Vitalitätsprüfung der Zähne auf warm kalt

Bei unklaren Zahnschmerzen an einem Zahn führt der Zahnarzt zuerst eine Vitalitätsprobe durch, um eine Überempfindlichkeit und eine Nerventzündung voneinander abzugrenzen.

Ist keine Vitalität im Zahn vorhanden, ist es möglich, dass der Zahn gar keinen Nerv mehr besitzt oder dieser bereits abgestorben ist. Vitalitätsprüfung nennt man auch Sensibilitätsprüfung und ist die Methode zur Überprüfung der Vitalität des Zahnmarks eines Zahnes mittels elektrischer oder thermischer (warm / kalt) Reize. Als Kältequelle dient meist ein Kältespray.

Ob ein Zahn (Zahnmark) noch lebt, wird durch Reize festgestellt, die vom Zahnpatienten gespürt werden muss.

Vitalitätsprüfung Zahn Zahnmark Pulpa reizen

Getestet wird mit Kohlensäureschnee, Kältespray oder elektrischen Prüfern.

Vielfach genügt zur Einschätzung ein kurzer Luftstoss aus der zahnärztlichen Wasser-Luft-Pistole.

Die Vitalitätsprüfung der Pulpa durch "reizen" ist unsicher mit steigendem Alter infolge Degeneration der Pulpa, oder durch grossflächige Füllungen. Als Sicherheit wird auch ein Röntgenbild erstellt. Möglich ist auch, dass nur durch Eröffnung der Zahnkrone eine genaue Einschätzung erfolgen kann. Die Vitalitätsprüfung (lat. vita „Leben“) betrifft Methoden zur Feststellung der Vitalität des Zahnes bzw. zu erkennen, ob die Pulpa bzw. der Zahnnerv (Zahnmark) noch intakt ist. Eine Vitalitätsprüfung sollte vor jeder Anfertigung einer Krone etc. gemacht werden. Wenn der Zahn nicht mehr reagiert, wird bei auftretenden Schmerzen eine Wurzelbehandlung indiziert. Wenn die Löcher durch Karies im Zahn zu tief sind, kann der Zahnarzt den Zahn nicht mehr retten, der Zahn stirbt ab bzw. die Pulpa, das Bündel von Nerven und Blutgefässen, die den Zahn von innen heraus versorgen, geht zugrunde. Ohne diese Versorgung überlebt auch das Dentin nicht, so dass die Zahnsubstanz allmählich abstirbt. Der Zahn muss deshalb nicht zwingend sofort ausfallen, denn ein toter Zahn kann in Ausnahmefällen sogar lange unbemerkt bleiben. Dies ist möglich, weil der Zahnschmelz auch ohne Blutversorgung eine Zeitlang stabil bleibt und ein Zahn ohne Nerv nicht unbedingt Beschwerden verursacht.

Vitalitätsprüfung vom Zahn ist nicht einfach

Überkronte Zähne können nicht zuverlässig auf die Vitalität geprüft werden.

Bei Goldlegierung der unverblendeten Kronen verteilt den Kältereiz rasch über eine zu grosse Fläche.

Bei verblendeten Kronen lässt die Keramik, je nach Materialstärke keine genügende Wärmeleitung zu.

Vitalitätsprüfung Zahn warm kalt Pulpa Zahnnerv

Überkronte Zähne haben oft grosse Aufbaufüllungen, die nach einigen Monaten die Temperaturempfindlichkeit des Zahnes stark reduzieren.

Oft ist ein Röntgenbild vom Zahn bei der Interpretation der Vitalitätsprüfung hilfreich, denn ein wurzelgefüllter Zahn kann keine positive Vitalitätsprüfung haben.

Im Röntgenbild lässt sich oft erkennen, wenn der Wurzelkanal, der die Pulpa enthält, wegen der Bildung von Sekundärdentin obliteriert bzw. verödet ist, sodass das Ergebnis einer negativen Vitalitätsprüfung nicht zuverlässig ist.

Vielfach liefert eine Vitalitätsprüfung für den Zahnarzt einen ersten Hinweis, sich diesen Zahn näher anzuschauen, ein Röntgenbild anzufertigen (Zahnfilm) und den Zahnpatienten nach derzeitigen oder früheren Beschwerden an diesem Zahn zu befragen.

Röntgenbild Vitalitätsprüfung Überkronte Zähne

Viele Patienten erinnern sich erst dann wieder, dass sie gelegentlich leichte Beschwerden resp. Zahnprobleme hatten.

Ein devitaler Zahn ist ein toter Zahn, denn das ist nekrotisches (Nekrose) totes Gewebe.

Das tote Eiweiss setzt Giftstoffe frei und stellt einen idealen Nährboden für Bakterien dar. Die Bakterien wandern über die Karies ein, die auch die Entzündung und das Absterben der Pulpa ausgelöst hat. Aus dem ehemaligen "Eiterzahn" entwickelt sich eine übelriechende Gangrän.


Diastema, Trema

Als Diastema wird ohne Zahnverlust eine kleine Zahnlücke zwischen den vorderen Schneidezähnen bezeichnet.

Das echte Diastema ist als Spalt zwischen den Schneidezähnen bzw. Frontzähnen erblich bedingt.

Diastema, Zahnlücke, Zahnspalt, Schneidezähne 

Diastema ist vielfach eine Erbliche Zahnlücke bei vollständigem Gebiss, meist zwischen den oberen Schneidezähnen.  

Diastema, Lücke, Zahnspalt

Bei der Diastema handelt es sich um eine Lücke zwischen den mittleren Schneidezähnen, meist im Oberkiefer, seltener auch im Unterkiefer die auch als Trema bezeichnet wird.

Ein Diastema zeichnet sich durch ein zu tief ansetzendes Lippenbändchen an der Innenseite von Oberlippe und Unterlippe aus. Durch eine plastische Operation des Lippenbändchens oder die operative Entfernung des Gewebes zwischen den Zähnen und anschliessende kieferorthopädische Massnahmen kann das Diastema nach dem Durchbruch der bleibenden seitlichen Schneidezähne ca. im 8. Altersjahr behandelt werden.

Bei der unechten Diastema liegt die Ursache bei einer Nichtanlage oder Verkümmerung eines oder beider seitlichen Schneidezähne vor.

Diastema, Zahn, Lücke, Zahnspalt, Trema, Kiefer

Die Diastema ist eine erhebliche Zahnlücke bzw. Zahnspalt und betreffen meistens die oberen Schneidezähne ohne dass ein Zahn durch Zahnverlust fehlt.

Frontzahnlücke

Eine kosmetische Korrektur ist bei der Frontzahnlücke beim Dauergebiss durch Veneers bzw. Verblendschalen als keramische Frontzahnschalen möglich.

Es erfolgt also eine Verbreiterung der mittleren Schneidezähne mittels Kompositmaterial, Veneers als furnierartige Verblendung, Kronen oder eine Vollkeramik-Zahnbrücke. Mediales Diastema bedeutet eine Frontzahnlücke zwischen den mittleren oberen Schneidezähnen, bedingt durch einen zu grossen Zahnbogen und oder auch zu klein angelegte Schneidezähne. Möglich ist auch ein zu tief ansetzendes Lippenbändchen. 


Herausgefallene Plombe

Wenn eine Füllung "Plombe" herausgefallen oder locker ist, kann dies unangenehm und ärgerlich sein, häufig jedoch nicht schmerzhaft.

Herausgefallene Plombe locker Zahnfüllung Zahn

Die Schmerzen entstehen meist erst nach einigen Tagen.

Die Zahnschmerzen nach einer herausgefallen Zahnplombe bzw. Füllung im Zahn entstehen meist erst nach einigen Tagen oder Wochen.

Plombe resp. „Zahnplombe“ ist ein veralteter Ausdruck für Zahnfüllung. Plombieren bedeutet im Wesentlichen verschliessen, verdichten oder versiegeln wobei beim Zahnarzt das Verschliessen von einem Zahnloch gemeint ist. Um grösserem Schaden zu vermeiden, sollte man einen Zahnarzt kontaktieren, denn dies kann Karies, eine gebrochene Zahnwand oder Füllung "Füllungsfraktur" sowie Haftungsverlust bei einer Kompositfüllung sein. 


Zahnstein

Bei Karies kommt es zu einer Schädigung des Zahnschmelzes, der sich mit dunkler Verfärbung in Löchern zeigt.

Zahnstein Zähne Ablagerungen Zahnprobleme

Als Ursache kommen hauptsächlich zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke in Frage.

Plaque Zahnbelag

Zahnstein bildet sich durch Plaques in Kombination mit im Speichel gelösten Substanzen.

Zahnstein sind Ablagerungen auf den Zähnen, die man nicht mehr durch Zähneputzen oder Spülen entfernen kann. Karies bedeutet Zerstörung der Zahnhartsubstanzen, es ist die Zahnfäule bzw. Zerstörung von Zahnschmelz unter Mitwirkung von Kariesbakterien, die im Zahnbelag zu finden sind. Zahnstein lagert sich meist an der Zahnhalsregion ab und schiebt dabei langsam kontinuierlich das Zahnfleisch zurück.

Durch das langsame Fortschreiten dieser Erkrankung zeigen sich die schwerwiegenden Zahnprobleme erst später, denn zu Beginn kommt es nur zu leichten Blutungen.

Zahnstein Plaques Zahnhals Schwellung Rötung

Durch das sich zurückziehende Zahnfleisch können Bakterien leichter und damit vermehrt eindringen, wodurch sich der Zahn lockert und sich durch Infektionen aus der Verankerung lösen kann.

Unterhalb des Zahns wird dabei ein Raum gebildet, in dem sich der Eiter ohne Möglichkeit zum Abfluss ansammelt und ein stechender oder klopfender, teilweise ausstrahlender Zahnschmerz in Verbindung mit einer Schwellung und Rötung verursacht.

Diese Zahnschmerzen deuten fast immer auf eine Abszessbildung hin. Eiteransammlungen (Abszesse) im Mundbereich entstehen vielfach durch die apikale Parodontitis und Fehlstellungen der Weisheitszähne, die therapiert werden müssen, damit Folgeschäden auszuschliessen sind. Die bildgebende Diagnostik in Form der Röntgenaufnahme stellt nebst dem Abtasten der Zähne mittels Metallsonde die hauptsächlichste Untersuchungsmethode dar.


Herderkrankung

Für Herderkrankungen sind in der Zahnmedizin vielfach vereiterte Zähne, Wurzelreste und entzündete Zahnfleischtaschen verantwortlich.

Ein im Körper krankhafter "Herd" kann durch Streuen von Bakteriengiften an einer anderen Körperstelle eine Allgemeinerkrankung verursachen. Die wirkliche Ursache für die zumeist chronischen oder wiederkehrenden Krankheitsbilder wird vielfach nicht leicht gefunden.

Herderkrankung chronische Krankheitsbilder

Eiterherde sind Eiteransammlungen in Gewebshöhlen und können auch Zahnherde oder Giftherde sein.

Von einer Herderkrankung wird gesprochen, wenn die vorgefundenen Symptome anfänglich nicht auf den eigentlichen Auslöser einer Erkrankung schliessen lassen, da beide meist weit auseinander liegen.

Der Begriff "Herderkrankung" wird auch in der Schulmedizin immer wieder diskutiert, da man die Erfolge der Herdtherapie nicht leugnen und ignorieren kann. Da über die Mundhöhle die meisten Stoffe mit den inneren Organen in Kontakt kommen, liegt die Ursache für eine Herderkrankung vielfach im Mundbereich, denn Zähne können Krankheiten auslösen. Ein erkrankter Zahn kann ein Herd für andere Erkrankungen sein, besonders bei einer Entzündung. Chronische Reizbelastungen durch Herde und Störfelder führen in den betroffenen Geweben zur Verringerung der Durchblutung (Ischäemie),  Abwehrschwäche, Giftstau, Sauerstoffmangel, und Säurestau, sowie zur mikrobiellen Besiedlung. Zahnherde können zu einer Degeneration von Knochengewebe führen und werden oft von Zahnpatienten und Zahnärzten nicht oder zu spät erkannt, denn sie verursachen vielfach auch keine Zahnschmerzen. Durch Vorschädigung im Mutterleib, ungesunde Zahnfüllmaterialien, und den Kontakt mit Umweltgiften aus Legierungen etc. sammeln sich im Kiefer Gifte an, die zu Gewebsdefekten und Eiterungen führen. Aus Zahnherden können laufend Metalle und Bakterientoxine in sehr kleinen Dosen entweichen, welche die Gesundheit schädigen können.


Zahnfehlstellung

Eine Zahnfehlstellung ist, wenn die Zähne nicht richtig zueinander stehen.

Von einem Neutralbiss spricht der Zahnarzt, wenn die Zähne in einem gesunden Gebiss gerade stehen, denn bei einer Fehlstellung von Zähnen oder Zahnkiefer sind die Zähne nicht symmetrisch angeordnet. Von einer Zahnfehlstellung wird gesprochen, wenn die Zähne in einem falschen Verhältnis zueinander stehen. Eine leichte Zahnstellungsabweichung kann normal sein, denn viele Menschen haben ein Gebiss, wo die Zähne ein wenig schief erscheinen, doch eine leichte Zahnfehlstellung oder Kieferfehlstellung (Dysgnathie) nicht bedeuten, dass diese zwingend behandelt werden muss. Wenn jedoch die Zahngesundheit durch eine Zahnfehlstellung oder Kieferfehlstellung gefährdet ist, sollte der eine Kieferorthopädie oder ein Kieferchirurgie in Betracht gezogen werden. Spezialisten können eine ästhetische Verbesserung durch eine Behandlung herbeiführen, so auch wenn Schwierigkeiten beim Kauen und Sprechen auftreten. Anzeichen für eine Fehlstellung vom Kiefer kann eine sichtbare Zahnfehlstellung sein wie auch Probleme beim Kauen, Sprachfehler und beim Lippenschluss, wo gleichzeitig auch ein Knacken beim Öffnen vom Mund im Kiefergelenk zu hören sein kann. Schnarchen und dauerhafte Kopfschmerzen kann ein Hinweis für eine Kieferfehlstellung geben.

Zahnfehlstellungen,  Kieferfehlstellungen Zähne

Kieferfehlstellungen sind häufig erblich bedingt.

Wenn eine Kieferfehlstellung vorliegt, so entwickelt sich häufig eine Zahnstellung, die diesen skelettalen Fehler zum Teil ausgleicht, was der Kieferorthopäde mit einer festsitzenden Apparatur ausgleicht.

Eine Fehlstellung vom Oberkiefer bedeutet, dass der Oberkiefer entweder zu weit nach vorne ragt oder zu weit hinten liegt. Eine Kieferfehlstellung wie auch eine Zahnfehlstellung kann ein weit verbreitetes Problem darstellen, das meist während dem Wachstum vom Unterkiefer von erblichen Faktoren abhängt. Im Oberkiefer ergeben sich besonders Fehlstellungen durch gewohnheitsmässigen Tätigkeiten wie Nuckeln, Lutschen, Zungenpressen, Lippenpressen, Mundatmung oder auch Zähneknirschen und Zähnepressen (Bruxismus). Wenn eine falsche Zahnstellung oder Kieferfehlstellung dauerhaft bestehen bleibt und nicht behoben wird, kann dies zu Kieferprobleme und Schmerzen im Kiefer führen wie auch vermehrt zu Karies als Zahnerkrankung, Parodontitis und Entzündungen der Mundschleimhaut. Zu den angeborenen Zahnfehlstellungen gibt es auch eine Kombination aus angeborenen und erworbenen Ursachen. Nebst Zahnproblemen mit Zahnschmerzen und Bissproblemen kann eine Kieferfehlstellung mit Zahnfehlstellungen auch zu einer Fehlhaltung der Wirbelsäule führen, was wiederum Kopfschmerzen verursachen kann.

Zahnfehlstellung mit Zahnlücken in der Zahnreihe

Zahnfehlstellung können entstehen durch zu kleine Zähne (Mikrodontie), wie auch durch fehlende Zähne oder Zahnkippung der Frontzähne nach vorne (Protrusion) durch einen zu grossen Zungendruck. Dadurch eine lückige Zahnreihe stehen die Zähne nebeneinander ohne Kontakt, was die Sprachbildung durch Lispeln behindern kann wie auch das Schlucken, wenn Parodontale Fehlbelastungen  oder Parodontose die Lücken vergrössern.

Zahnfehlstellung mit Zahnengstand

Wenn eine Zahnfehlstellung durch zu grosse Zähne (Makrodontie) oder zu kleinem Kiefer besteht, entsteht ein Zahnzwischenraumdruck was der Zahnarzt als interdentalen Druck bezeichnet, wo Zahnprobleme entstehen können. Übergrösse einzelner Zähne führen dazu, dass sich die verschachteln und sich ineinander oder übereinander schieben, was für die Zahnästhetik störend wirkt und auch die natürliche Pflege der Mundhöhle durch den Speichel (Mundspülung) behindert wie auch die Zahnpflege und Zahnfleischpflege.

Deckbiss, ein Zahnfehlstellung

Beim Deckbiss besteht ein Schneidezahn-Überbiss, bei dem die oberen Frontzähne die unteren beim Schlussbiss überdecken. Der Deckbiss der auch als Überbiss bezeichnet wird ist eine Zahnfehlstellung die meist  genetisch bedingt ist und häufig zur Rückbildung neigt. Der Begriff Überbiss beschreibt grundsätzlich das Lageverhältnis von den Frontzähnen im Oberkiefer zu den Frontzähnen im Unterkiefer bzw. es ist eine Zahnfehlstellung, die meist mit einem Tiefbiss auftritt, sodass die unteren Frontzähne kaum zu sehen sind, da sie von den oberen Frontzähnen verdeckt werden. Erblich bedingte Anomalie führen durch den unnatürlichen falschen Biss besonders häufig durch die Fehlfunktionen zu einer Kiefergelenkschädigung, sei es ein Kopfbiss, offener Biss oder ein Deckbiss.


Zahnabnutzung

Eine Abnutzung der Zähne führt zu einem Abrasionsgebiss.

Durch heftiges Kauen kann besonders bei dünnem Zahnschmelz ein stark abgenutztes Gebiss entstehen, das durch Verlust von Fissuren und Höckern, Schneidekanten, Schlifffacetten sowie einer Bisssenkung gekennzeichnet ist. Der Mensch kann diesen Zustand von einem Vielkauergebiss nicht als störend empfinden, da ein Abrasionsgebiss nur langsam über einen längeren Zeitraum entsteht, wo eine gelbe Zahnfarbe besonders im Alter entsteht. Durch die Zahnabnutzung können Überempfindlichkeit und Zahnschmerzen durch gereizte Zahnnerven entstehen, denn die Dentintubuli (Dentinkanälchen) sind direkt mit den Nerven in den Zähnen verbunden.

Zahnabnutzung, Zahnabrieb, Abrasion, Attrition

Durch die Zahnabnutzung verliert die Zahnoberfläche ihren Glanz, hat eine gelbliche Farbe durch das freiliegendes Dentin (Zahnbein) und wirkt stumpf.

Zahnabrieb

Zahnabrieb bedeutet Zahnabnutzung der Kaufläche vom Zahn durch Abrieb.

Die Zahnabnutzung entsteht durch die Attrition, Abrasion, Abfraktion und Erosion (Zahnerosion). Nebst nicht behandelter Karies stellen Zahnhartsubstanzerosionen und Zahnhartsubstanz-Abrasionen die Hauptursache für den Verlust von Zahnhartsubstanz dar. Die Zahnhartsubstanz ist ein Anteil vom Zahn, der von der Karies betroffen sein kann. Zahn-Karies ist eine krankhafte Zerstörung von Zahnhartgewebe, im Besonderen in den Bereichen der Zahnfurche bzw. Fissuren der Backenzähne (Kaufurche), Zahnhals sowie in Zahnriss-Stellen. Für den Verlust der Zahnhartsubstanz wirken oftmals mehrere Faktoren negativ miteinander zusammen, denn meist ist keiner der physikalischen und chemischen Prozesse allein verantwortlich. Der Verlust von der Zahnhartsubstanz  durch Zahnabrieb ist lokal pathologisch und irreversibel bzw. nicht umkehrbar. Irreversiblen Schäden werden in der Zahnmedizin als physische oder psychische Defizite bezeichnet, die durch körpereigene Reparaturmechanismen oder medizinische Intervention nicht umgekehrt werden können. Eine durch Säure erweichte Zahnoberfläche wie durch Magensäure mit geringerer Mikrohärte ist dem Risiko irreversiblen Zahnhartsubstanz-Verlust durch Zahnabrieb mit Zahnbürste und Zahncreme stärker ausgesetzt.

Erosion der  Zahnoberfläche

Die Erosion stellt beim Zahn eine Zerstörung der Zahnoberfläche dar, die in Abwesenheit von Plaque, durch den Kontakt mit Säuren entsteht.

Säuren können in Nahrungsmitteln wie Obstsäfte enthalten sein oder intrinsischer Natur sein, die zu Zahnerosionen führen. Zu den intrinsischen Faktoren zählen der Reflux von Magensäure oder häufiges Erbrechen. Als extrinsische Faktoren bzw. von aussen her, sind der häufige Genuss saurer Lebensmittel wie Salat, Obst, Fruchtsäfte und saure Erfrischungsgetränke etc. wie auch Medikamente die für die Zerstörung der Zahnoberfläche verantwortlich sind, sodass Zahnverfärbungen durch Medikamente entstehen, doch die Zahnfarbe im Alter wird auch etwas dunkler. Bakterien im Mund und fermentierbare Kohlenhydrate spielen keine Rolle in diesem Zusammenhang, denn Erosionen werden definiert als oberflächliche, durch Säuren hervorgerufene Zahnhartsubstanzverluste ohne Beteiligung von oralen Mikroorganismen. Der durch Erosion oberflächlich erweichte Zahnschmelz wird beim Zahnbürsten abgetragen, sodass es zu Umgebungseinflüsse von Dentin kommen kann, was besonders im Bereich dünner Schmelzschichten, wie am Zahnhals eine Rolle spielt, sodass es zu Zahnhalsschmerzen kommen kann. Schmerzen am Zahnhals entstehen, wenn der Zahnhals frei liegt und man von Empfindlichen Zahnhälsen spricht.

Abrasion der Zähne

Abrasion der Zähne (Abrasio dentium) wird in der Medizin für die verschiedenen Arten von Verlust an Zahnhartsubstanz bzw. Zahnabnutzung verwendet.

Als Abrasion wird allgemein der Zahnhartsubstanzverlust infolge von Reibung (Zahnabnutzung) bezeichnet worunter man die Abrasion der Zähne gemeint ist, sodass Funktionsstörungen am Kauorgan entstehen können.
 Erosion bezeichnet meist einen begrenzter Zahnhartsubstanzverlust durch Säureeinwirkung sowie auch durch Schleifkörper in Zahnpasten bzw. Abrasivität bei Zahnpasten, sodass eine Zahnabnutzung erfolgt.
 Attrition (Abreibung) ist eine Form der Abrasion in der Zahnmedizin, denn Attrition als Zahnabnutzung bezeichnet meist den Zahnhartsubstanzverlust durch reflektorisches Berühren der Zähne.
 Unter Bruxismus versteht man eine Parafunktion wie Zähneknirschen oder Zähnepressen wo grosse Kräfte auf die Zähne wirken mit unphysiologischen Auswirkungen an Zähnen, Parodontium (Zahnbett), Kaumuskulatur  (Kauorgan und Zähne) meist aber an Kiefergelenken.
 Mit Demastikation wird der Verlust von Zahnhartsubstanz an den Kauflächen durch abrasive, abschleifende Nahrungsmittel wie auch verunreinigten Nahrungsmittel während dem Kauvorgang bezeichnet wo der Anteil bei Naturvölkern viel höher ist als in der westlichen Welt, wo man weiche Kost geniesst.

Altersbedingte Abrasion

Altersbedingte Abrasion ist als Involution eine natürliche Erscheinung, denn als Involution wird die natürliche Rückbildung von einem Organ bezeichnet, das nur eine begrenzte Zeit aktiv ist.

Durch altersbedingte Involution, gingivale Rezession, Abrasion oder Zahnsteinentfernung sowie Konkremententfernung kommt es zur Freilegung von Wurzeldentin bei den Zahnwurzeln. Als Rezession wird der Zahnfleischrückgang ohne Entzündungssymptome, verursacht durch Schrubben der Zähne bezeichnet und gingivale Rezession (Rezession Zahnfleisch) bedeutet freiliegende Zahnhälse, meist isoliert bei entzündungsfreiem Zahnfleisch an einzelnen Zähnen. Freiliegendes Wurzeldentin ist sehr viel anfälliger für eine Demineralisation als Zahnschmelz und freiliegendes Dentin ist sehr empfindlich für Reize wie kalt, warm oder süss. Der Grund für die Reize bzw. Zahnschmerzen durch Nerven sind zahlreiche lebende Zellen, die in winzige Kanälchen in das Zahnbein hineinragen und die Reize an das Zahninnere weiterleiten. Durch die Abrasion in der Zahnhalsregion entstehen vielfach keilförmige Defekte, verursacht durch eine nicht angepasste Zahnputztechnik oder übertriebenem Zähneputzen und Zähneputzen nach Fruchtsäure sowie die Verwendung von zu abrasiven Zahnpasten und harten Borsten der Zahnbürsten. Auch bietet mit zunehmendem Alter das vom "Zahn der Zeit" angegriffene Gewebe Krankheitserregern mehr Angriffspunkte, sodass die Zahnpflege im Alter an Bedeutung gewinnt.

Symptome bei der Zahnabnutzung:

Überempfindliche Zahnhälse süss, warm, kalt, Zahnschmerzen
Die Zahnoberfläche verliert ihren Glanz und die Zahnfarbe
Der Zahn wirkt durch die Zahnbeschichtung stumpf
Zähne erhalten eine gelbliche Zahnfarbe
Zähne wirken durchscheinend
Zahnfüllungen stehen vor
Mikrorisse beim Zahn


Zahnhartsubstanz

In der Zahnmedizin ist Zahnhartsubstanz (Zahnhartgewebe) der gemeinsame Oberbegriff für Zahnschmelz, Zahnbein bzw. Dentin und Wurzelzement.

Zahnhartsubstanz, Zahnhartgewebe, Schmelz 

Zahnhartsubstanz-Verlust entsteht vielfach durch direkte Säureeinwirkung auf die Zahnsubstanz und oder auch Schleifkörper in Zahnpasten, denn Putzkörper der Zahnpasten (Abrasivität) sollen die mechanische Plaqueentfernung durch die Zahnbürste verbessern und die Zahnoberfläche polieren.

Zur Zahnhartsubstanz zählen die mineralisierten, harten Gewebe vom Zahn.

Zur Zahnhartsubstanz werden die mineralisierten, harten Gewebe vom Zahn gezählt, so das Dentin, der Zahnschmelz und der Wurzelzement. Calcium und Phosphat sind natürliche Bestandteile der Zahnhartsubstanz, die hauptsächlich aus Hydroxylapatit aufgebaut ist, einem Calciumhaltigen und Phosphathaltigen Mineral. Das weiche, durchblutete Binnengewebe (Zahnpulpa), wird von der Zahnhartsubstanz abgegrenzt. Der Aufbau der Zähne besteht aus dem Dentin das auch als Zahnbein bezeichnet wird und den grössten Teil vom Zahn bildet sowie als mineralisiertes Gewebe dem Knochen sehr ähnlich ist. Dentinbeinbildner bzw. Zahnbeinbildner sind Odontoblasten das spezialisierte Zellen vom Zahngewebe sind und sich aus der ektodermalen Neuralleiste ableiten und Dentin produzieren. Odontoblasten produzieren Prädentin das die organische Vorstufe vom Dentin ist. Odontoblasten sind Bindegewebszellen die verwandt sind mit den Fibroblasten als Hauptzellen vom Bindegewebe und den Osteoblasten das knochenbildende Zellen sind. Im Rahmen der Zahnentwicklung sind Odontoblasten hauptsächlich an der Zahnbildung beteiligt. Odontoblasten liegen in der Pulpa wo sie mit den Nerven, Blutgefässe und Lymphgefässe den Hohlraum vom Zahn (Zahnmarkhöhle) ausfüllen und den Dentinmantel physiologisch durch sekundären und tertiären Dentinanbau. Das Dentin umgibt die Pulpa (Zahnmark) wobei man zwischen Kronenpulpa und Wurzelpulpa unterscheidet, denn im Zahnkronenanteil wird das Dentin vom Zahnschmelz und im radikulären Anteil vom Wurzelzement umgeben.

Möglich sind Zahnprobleme durch eine angeborene Fehlbildung im Zahnhartgewebe die genetisch bedingt sein können.

Zahnhartsubstanz,  Zahngewebe, Zahnschmelz

Im Milchzahngebiss wie auch im bleibenden Gebiss können ausgeprägte Veränderungen in den Zahnhartsubstanzen Zahnschmelz und Dentin zu schmerzhaften Zahnbeschädigungen führen, sodass der Zahnarzt eine schonende Abtragung der defekten Zahnhartsubstanz vornehmen muss und den Zahn mit keramikverstärktem, zahnfarbenem Kunststoff aufbauen muss.

Die Zahnhartsubstanz bzw. das Zahnhartgewebe ist der Anteil vom Zahn, der von Zahn-Karies und kariöse Läsionen betroffen sein kann.

Die Zahnkaries (lat. caries „Morschheit“) wird auch als Zahnfäule bezeichnet und ist eine Erkrankung der Zahnhartgewebe Zahnschmelz und Dentin. Die Karies befällt den Zahnschmelz, was als Schmelzkaries bezeichnet wird wie auch das Kronendentin das Dentinkaries genannt wird oder das Wurzeldentin das den Namen Wurzelkaries trägt. Karies entsteht durch die Entkalkung der Zahnoberfläche und damit dem Verlust von Zahnhartsubstanz durch Säuren, die von Mundbakterien aus Zucker gebildet werden die man als Kariesbakterien bezeichnet. Für die Kariesbildung ist Zucker der verstoffwechselt wird eine Voraussetzung, denn die Bakterien im Mund  bilden aggressive Säuren, die den Zahnschmelz aufbrechen, den Zahn entkalken und zerstören. Zahn-Karies ist eine krankhafte Zerstörung von Zahnhartgewebe, im Besonderen in den Bereichen der Zahnfurche bzw. Fissuren der Backenzähne (Kaufurche), Zahnhals sowie in Zahnriss-Stellen. Sofern der Zahnarzt zerklüftete Oberflächen und tiefen Grübchen auf den Zähnen erkennen kann, sollten diese Fissuren durch eine Fissurenversiegelung  bei Molaren und Prämolaren als Präventivmassnahme mit Komposite als Zahnbeschichtung ausfüllt werden. Zahnprobleme kann auch eine Zahnmarkentzündung verursachen die durch Bakterien oder deren Ausscheidungsprodukte Verursacht wird, sofern bei der Karies die Bakterien in das Nervengewebe vom Zahn eindringen können.

Verlust von Zahnhartsubstanz

Der Verlust von Zahnhartsubstanz wird in der Zahnmedizin als Erosion bzw. Zahnerosionen bezeichnet und ist die Zahnabnutzung durch Reibung bedingt so spricht man von Abrasionen.

Zahnhartsubstanzen sind die mineralischen Bestandteile vom Zahn, also Zahnschmelz, Dentin, Zahnzement im Gegensatz zur Pulpa wo das Zahnweichgewebe vorhanden ist. Zahnhartsubstanz ist nicht zu verwechseln mit Zahnhartbelag, was Zahnstein bedeutet. Der Verlust an Zahnhartsubstanz beim Zähneknirschen, das in der Fachsprache Bruxismus genannt wird und ein meist unbewusste Knirschen, Reiben und Pressen mit den Zähnen ist führt zum Verschleiss der Zähne und betrifft anfänglich nur den Zahnschmelz, wobei es durch das Zähneknirschen Spuren gibt. Bei menschlichen Zähnen entstehen aufgrund okklusalem Verschleiss vom Zahnhartgewebe Schlifffacetten, die durch Abrasion, Attrition und Erosion entstehen. Die Schlifffacette ist eine artikulierende Facette auf dem Zahnhartgewebe als Abrasionsfacette, Adaptationsfacette oder Knirschfläche durch das Zähneknirschen. Durch weiteres Reiben kann man die Zahnschädigung soweit fortsetzen, dass auch das Zahnbein betroffen ist und das Dentin frei liegt, wodurch der Zahn dann oftmals sehr sensibel reagiert, denn das Dentin ist durch die Dentinkanälchen (Dentintubuli) stark schmerzempfindlich. Zusätzlich ist das Dentin viel weicher als Zahnschmelz, sodass es sehr viel rascher verloren geht. Durch die Zahnabnutzung verliert die Zahnoberfläche ihren Glanz und hat durch das freiliegende Dentin eine gelbliche Zahnfarbe. Durch die andauernde Reizung infolge von der Abrasion kann sich die Pulpa, im Volksmund Zahnnerv genannt immer weiter in die Zahnwurzel zurückziehen, wonach es bei starken Belastungen zur Zahnnervenentzündung kommen kann, was zum Absterben vom Zahnnerv (toter Zahn) führt, sodass eine Wurzelkanalbehandlung notwendig ist. Zahngebisse von älteren Menschen sind vielfach stark abradiert, was eine Zahnabnutzung ist, doch die Abrasionen bei älteren Menschen wird meist als Attrition bezeichnet, da diese durch Kontakt der Zähne zueinander entstanden ist und die Zahnkronen dann kürzer ist, weil auch das Dentin bereits freiliegt. Von innen nach aussen wird das Dentin von den Dentintubuli durchzogen wo in einige auch Nervenfasern enthalten sind. In diesen Kanälchen befinden sich die Odontoblastenfortsätze, was man die Tomesschen Fasern nennt.

Reparatur von Zahnhartsubstanz

Eine natürliche Reparatur von defekter Zahnhartsubstanz ist im Gegensatz zu Fussnägeln durch das Nachwachsen am Ort der Läsion bei den Zähnen nicht oder nur begrenzt möglich, denn verlorener Zahnschmelz ist irreparabel, da nach dem Zahndurchbruch die Ameloblasten kein Schmelz mehr bilden.

Die Reparatur von der Zahnhartsubstanz findet nur begrenzt auf molekularer Ebene durch die Remineralisation statt, die unterstützt werden kann durch Fluoridierung. Im Gegensatz zum Zahnschmelz ist Dentin nach einer Reizeinwirkung regenerationsfähig, denn Tertiärdentin kann zum Schutze der Pulpa gebildet werden.

Zahnarzt Dämmerschlaf-Behandlung

Bei der Wahl vom Zahnarzt ist nebst den Kosten der Zahnbehandlung eine Zahnbehandlung ohne Schmerzen für viele Patienten ein wichtiges Kriterium. In Ungarn ist die Zahnbehandlung im Dämmerschlaf (Dämmerschlafnarkose) bei grosser Zahnarztangst (Phobie) günstig. Ein Zahnarzt der mit Zahnarzt-Angstpatienten umgehen kann, ist auch bei allen anderen Zahnpatienten beliebt. Langes zuwarten mit der Zahnbehandlung kann Schmerzen und Mehrkosten verursachen.