Mund-Pflege

Zahnstein an Zähnen und Konkremente in Zahntaschen

Der Zahnstein als eine feste und krustenhafte Substanz ist eine bräunliche Auflagerung auf den Zähnen und in Zahnfleischtaschen wie auch auf dem Zahnersatz.

Die Plaque als klebriger, farbloser Film bildet sich mit den Bakterien auf der Zahnoberfläche und besteht aus Eiweisse, Kohlenhydrate, Phosphate sowie Mikroorganismen als Kleinstlebewesen. Wenn die Plaque an Zähnen als Biofilm bzw. als weicher Zahnbelag der aus Nahrungsrückständen und Mikroorganismen wie Viren, Pilze, Protozoen und Bakterien besteht, durch die Zahnpflege nicht entfernt wird, bildet sich Zahnstein. Wenn sich der Zahnstein als verkalkte Zahnbelag auf den Zähnen festgesetzt hat, der aus Mineralien, Plaque und Speichel aus den Speicheldrüsen besteht, lässt sich dieser hartgewordene bakterielle Zahnbelag nicht mehr Wegspülen oder durch das Zähneputzen mit Zahnpasta und Zahnbürste selbst entfernen. Wenn der weiche Zahnbelag zu einem harten Zahnbelag auf den Zähnen hart wird, bezeichnet man diesen Hartbelag als Zahnstein. Wenn dieser verkalkte Belag unter dem Zahnfleisch in der Zahnfleischtasche auf der Oberfläche der Zahnwurzel vorhanden ist, wird diese dunkle und harte Ablagerung in Form einer festen Masse als Konkrement bezeichnet. Die Ablagerung als Festkörper in der "Zahntasche" kann durch eine chronische Entzündung leichte Blutungen verursachen und Blutbestandteile in das Konkrement einlagern, was eine braun-schwarze Farbe ergibt. Durch die Zusammensetzung von Blut und Speichel als Sekret resp. Körperflüssigkeit ist Konkrement in der Zahnfleischtasche oder Knochentasche fester als Zahnstein und darum auch schwieriger zu entfernen. Um den Zahnstein entfernen zu können, ist eine zahnmedizinische Prophylaxe notwendig wie auch für Konkremente, was meist als professionelle Zahnreinigung oder Zahnprophylaxe bezeichnet wird, die als Dentalhygiene beim Zahnarzt weit über die normale tägliche Zahnpflege mit Zahnpasta und Zahnbürste hinausgeht.

Der Zahnstein füllt die Zahnzwischenräume aus und kann im fortgeschrittenen Stadium in den Zahnfleischtaschen, als Spalt zwischen dem Zahn und dem Zahnfleisch, den Zahnstein anhäufen, so dass der Zahnarzt unterhalb vom Zahnfleischsaum von Konkrementen in Zahnfleischtaschen spricht, die jedoch im Volksmund vielfach als Zahntaschen bezeichnet werden.

Zahnstein, Zahnbelag, Plaque zwischen Zähnen

Zahnstein ist für die Zunge deutlich als raue Oberfläche fühlbar, denn die Zunge als Tastorgan hat Geschmackssinne und viele unterschiedliche Funktionen, so ist sie verantwortlich für das Hitzempfinden wie auch Kälteempfinden und prüft beim Essen die Speisen, ob diese ausreichend gekaut wurde.

Zahnstein, ein hartgewordener Zahnbelag

Zahnstein (calculus dentis) sind harte zähe Beläge auf den Zähnen, weshalb man ihn auch Zahnbelag nennt.

Zahnstein besteht aus verkalktem und erhärtendem Zahnbelag bzw. Zahnhartbelag der gelblich bis bräunlich eingefärbt ist. Zahnstein entsteht aus der weichen Plaque, wo sich die Zahnfarben verändern können, wenn der Bakterienbelag nicht rechtzeitig mit der Zahnbürste entfernt werden kann, so dass durch den Zutritt von Mineralstoffen aus dem Speichel sich der Zahnbelag verhärtet. Der Zahnstein befindet sich vielfach dort, wo die Speicheldrüsenausgänge sind bzw. der Speichelfluss austritt, so besonders in der inneren Unterkieferfront und an den ersten grossen Backenzähnen im vorderen Seitenzahngebiet vom Oberkiefer.

Zahnstein bildet sich überall dort, wo Zahnbeläge lange genug liegen bleiben, um Mineralien einlagern zu können.

Zahnstein, calculus dentis, Zahnbelag, Zähne

Zahnstein entsteht aus bakterieller Plaque, die sich durch Einlagerung von Mineralien aus dem Speichel verhärtet.

Zahnsteinbildung

Eine raue Oberfläche begünstigt weitere Auflagerungen vom Zahnbelag und ist dadurch an der Entstehung von Entzündungen am Zahnfleisch beteiligt.

Supragingival bedeutet oberhalb vom Zahnfleischsaum am Zahn gelegen und wird häufig im Zusammenhang mit Zahnsteinbildung gebraucht. Zahnstein entsteht nicht nur an den natürlichen Zähnen sondern auch am künstlichen Gebiss bzw. Zahnstein an der Zahnprothese. Wenn die Zahnprothese nicht regelmässig gereinigt wird, können sich am Kunststoff und am Gaumen bzw. an der Gaumenschleimhaut bakterielle Beläge anhaften und so das Zahnfleisch und die Mundschleimhaut reizen, was zu Entzündungen im Mundraum führen kann. Besonders bei herausnehmbarem Zahnersatz kann harter Zahnbelag problematisch sein, denn Zahnstein setzt sich überall dort fest wo Verbindungselementen und Kontaktflächen nicht gut zu reinigen sind und ein guter Halt an den Pfeilerzähnen sorgen soll. Geringste Ablagerungen von festem Zahnbelag machen sich rasch auch bei Zahnimplantaten bemerkbar, denn Zahnersatz wie eine "Implantatprothese" als Implantatgetragene Prothese oder eine Implantatgetragene Brücke sind auf dem Implantat oder Trägerzahn, der meist als Pfeilerzahn genannt wird, auf Bruchteilen von Millimetern genau ineinander eingepasst. Sofern herausnehmbarer Zahnersatz als "Kombinierter Zahnersatz" nicht mehr wie anfänglich eingebracht oder herausgenommen werden kann, sollte man den Zahnarzt aufsuchen.

Zahnstein lässt sich nur vom Zahnarzt mit Schaber oder Ultraschall entfernen.

Zahnstein, Auflagerungen als Zahnbelag, Zahn  

Zahnstein sind Ablagerungen an den Zähnen, im Besonderen in den Grübchen und begünstigt die Erkrankung vom Zahnhalteapparat.

Was ist Zahnstein und was sind Konkremente?

Zahnstein ist eine Art von hartem Belag auf den Zähnen, der mit der Zahnbürste nicht entfernt werden kann und sich nur durch den Zahnarzt entfernen lässt wie die Konkremente in den Zahnfleischtaschen.

Die Bildung von Zahnstein wird im Mund durch die Lebensmittel und den Essgewohnheiten wie auch durch die Speichelzusammensetzung beeinflusst, denn Bakterien verarbeiten Kohlenhydrate aus kohlenhydratreichen und stärkehaltigen Lebensmitteln. Wenn der weiche Zahnbelag aus Plaque regelmässig weggeputzt wird, kann dem Zahnstein (nach Aushärtung als Zahnhartbelag) vorgebeugt werden, meist jedoch nicht ganz verhindert werden, da die Entstehung von Zahnstein von der Speichel-Qualität und der Speichelproduktion abhängig ist, wie auch von der Ernährung, denn die Gesundheit der Zähne wird stark von der Nahrung beeinflusst, denn Zucker beeinflusst Zähne indem sie die Mikroorganismen der Plaque beeinflusst, wie auch Saures auf Zähne wirkt, was ein Kariesrisiko sein kann. Zahnbeläge sind die Hauptursache für Zahnerkrankungen wie Zahnkaries und Parodontopathien (Zahnbetterkrankungen) wie Parodontitis, was der Zahnhartbelag als Konkrement unter dem Zahnfleisch verursachen kann. Als Konkrement bezeichnet der Zahnarzt dunkle, harte Ablagerungen auf der Wurzeloberfläche. Konkrement wird aus dem Sekret der Zahnfleischtaschen gebildet und kann klinisch vom Zahnstein durch seine Farbe unterschieden werden. Bei chronischer Entzündung (Parodontitis) entstanden durch Ablagerungen in der Zahnfleischtasche kommt es meist zu leichten Blutungen wobei die Blutbestandteile sich in das Konkrement einlagern und für die braun-schwarze Farbe sorgen. Durch diese Zusammensetzung ist Konkrement schwieriger zu entfernen da es harter ist als Zahnstein.

Die Zahnsteinentfernung ist eine wichtige Massnahme zur Vorbeugung und Behandlung von Entzündungen von Zahnfleisch (Zahnfleischentzündung), damit auch ein Rückgang vom Zahnfleisch (Zahnfleischschwund) vermieden werden kann.

Zahnsteinentfernung, Zahnstein, Plaque, Farbig

Die Zahnverfärbung durch den Zahnbelag beeinträchtigt nebst der Zahnstellung das natürliche ästhetische Erscheinungsbild. Nebst Parodontitis und Zahnkaries bilden Bakterien in Zahnbelägen auch geruchsintensive Schwefelverbindungen, woraus der schlechte Mundgeruch "Halitose" (Atemgeruch) entsteht. Da sich im Mundraum die meisten Bakterien auf der Zunge im Zungenbelag befinden, kann für die Zahngesundheit und Mundgesundheit die Zungenpflege mit der Zungenbürste sehr wichtig sein.


Dem Zahnstein vorbeugen durch Zähneputzen

Vorbeugen von Zahnstein kann man durch die regelmässige Zahnreinigung, denn wenn man die Zähne richtig putzt und dabei die Zahnzwischenräume nicht vergisst.

Dem Zahnstein vorbeugen kann man durch eine pro Tag zweimalige Zahnreinigung mit fluoridhaltiger Zahnpasta bzw. Zahncreme, denn Zahnbelag (Plaque) ist ein rauer, klebriger Belag auf den Zähnen, der aus Speichel, Bakterien und Nahrungsresten besteht. Wer Plaque als bakterieller Zahnbelag der aus Speichel als Sekret, Bakterien und Speiseresten besteht, durch eine regelmässige Zahnpflege mit Zahnpasta und Zahnbürste abwischt, kann die Anzahl an Mundbakterien reduzieren und beugt somit der Entstehung von Zahnstein vor.

Zahnstein vorbeugen, fluoridhaltiger Zahnpasta

Plaque ist ein hartnäckiger weicher Zahnbelag auf der Zahnoberfläche, der den Zahnstein als harter Zahnbelag entstehen lassen kann.

Zahnstein am Gebiss vorbeugen durch die Gebisspflege

Da sich Zahnstein hauptsächlich aus Kalziumphosphat zusammensetzt und mit Mikroorganismen wie auch Geweberesten und Nahrungsbestandteilen vermischt ist, sollte man der Entstehung vorbeugen.

Wird bei der Gebissreinigung vom natürlichen Zahngebiss mit den verschiedenen Zahnarten, der weiche Zahnbelag beim Zähneputzen regelmässig weggeputzt, kann man dem Zahnstein vorbeugen, jedoch Zahnstein verhindern kann man meist nicht ganz, da die Entstehung von Zahnstein auch von der Zusammensetzung vom Mundspeichel und dem Speichelfluss (Salviation) aus den Speicheldrüsen abhängig ist. Wenn sich Mineralsalz wie Calcium und Phosphat aus dem Zahnschmelz als härteste Substanz im menschlichen Körper durch die Säureeinwirkung herauslöst und mit dem Speichel im Zahnbelag einbringt, so bilden sich harte, weisse oder gelbliche Ablagerungen am Zahn, was man Zahnstein nennt. In dem porösen Zahnstein kann sich wiederum leicht klebriger Zahnbelag mit Bakterien und Nahrungsresten absetzen, sodass der Zahnstein wächst. Die Bakterien auf der Zahnoberfläche bauen Kohlenhydrate, besonders Zucker, aus der Nahrung zu Säure ab. Diese Säure löst die Zahnsubstanz auf, so dass es zu Zahnkaries bzw. Zahnfäule als Zahnerkrankung durch Kariesbakterien kommt. Bakterien können so in das Zahnmark eindringen und dort eine Entzündung auslösen was bei einer Pulpitis bzw. "Zahnentzündung" starke Zahnschmerzen verursacht.

Der Zahngesundheit vorbeugen durch Verhinderung von Zahnstein:

Tägliches Zähneputzen durch richtige Zahnputztechnik mit Zahnbürste und fluoridhaltiger Zahnpasta
Zungenpflege mit Zungenbürste
Regelmässige Zahnfleischpflege "Implantatpflege" (Zahnfleischmassage)
Prothesenpflege (Zahnersatzpflege)
Zwischenraumbürste, Zahnseide
Pflegen der Mundhöhle, Mundspülung und Mundspüllösungen
Professionelle Zahnreinigung (Zahnsteinentfernung) als Zahnprophylaxe

Dem Zahnstein vorbeugen durch Kaugummi kauen

Dem Zahnstein vorbeugen kann man durch Kaugummi kauen, was eine einfache und nachgewiesene Zahnpflege für zwischendurch ist, da durch das Kauen der Speichel aus den Speicheldrüsen stimuliert wird.

Im Mund wird durch den Kauvorgang bei Menschen bis zu zehn Mal mehr Speichel produziert als bei der Ruhestellung vom Unterkiefer. Kaut man nach dem Essen oder Trinken einen Dental-Kaugummi, wird der pH-Wert im Mund rasch vom sauren in einen neutralen Bereich durch den vermehrten Speichelfluss angehoben und fördert damit die Remineralisation in die Zahnoberfläche der Zähne bzw. die Wiedereinlagerung von Mineralien in den Zahnschmelz. Mit den Mineralien Kalzium und Phosphat aus dem Speichel können die Zähne durch die Speichelfunktionen wieder repariert und gehärtet werden. Der vermehrte Speichel durch den Zahnpflegekaugummi schützt die Zähne und bildet weniger Zahnbelag und damit auch weniger Zahnstein, und wo kein Belag ist, gibt es auch weniger Zahnfleischreizungen und entzündetes Zahnfleisch, was zu einem Zahnfleischschwund (Gingivarezession) führen kann.

Zahnstein am künstlichen Gebiss

Dem Zahnstein vorbeugen sollte man auch beim Zahnersatz, wo sich an Zahnprothesen (künstliches Gebiss) wie an den Zähnen Zahnstein bilden kann, auch wenn die künstlichen Zähne keine Karies bekommen.

Wer Zahnbeläge am Zahnersatz entfernt, beugt der Entstehung von Zahnstein am Zahnersatz vor, so durch die Pflege der Zahnprothese und Zahnbrücke, denn bakterielle Beläge am Zahnersatz können die Schleimhaut reizen und das Restgebiss schädigen. Wenn die Zahnprothese nicht regelmässig gereinigt wird, können am Kunststoff und am Gaumen Beläge mit Viren, Pilzen und Bakterien haften bleiben und so auch Zahnfleisch und die Mundschleimhaut reizen, was zu Entzündungen im Mundraum führen kann. Um dem Zahnstein am Zahnersatz vorbeugen zu können, sollte bei Zahnprothesen eine regelmässige Reinigung erfolgen, so besonders wegen der Prothesenstomatitis bei der Schleimhautgetragenen Vollprothese bzw. Totalprothese als herausnehmbarer Zahnersatz, die im Volksmund auch als Kieferprothese bezeichnet wird.

Dem Zahnstein vorbeugen, Prothesenreinigung

Die Pflege vom künstlichen Gebiss kann dazu beitragen, dass die Zähne länger halten indem man den Zahnstein entfernt.

Zahnstein unter der Zahnprothese

Es kann wenig Zahnstein an der Prothese als "künstliches Gebiss" genügen, damit die Zahnprothese wackelt und keinen richtigen Halt mehr erhält, so wenn auf der Kieferschleimhaut eine Druckstelle durch die Prothese entsteht, was Schmerzen zur Folge haben kann.

Menschen, die eine Teilprothese tragen besitzen noch einige Zähne und sollten besonders auf eine regelmässige Reinigung achten, denn die gesunden restlichen eigenen Zähne können durch den Zahnstein die an der Prothese beschädigt werden. An den künstlichen Ersatzzähnen einer Prothese können Flecken und Beläge entstehen, die unter anderem durch den Genuss von Tee, Kaffee, Nikotin oder Medikamenten gebildet werden und so die Oberfläche der künstlichen Zähne angreifen und rau werden. Raue Oberflächen der Prothese sind zusammen mit den Essensresten der ideale Nährboden für Bakterien und Keime, die zu einer Schleimhautentzündung (Stomatitis) wie auch zu Mundgeruch führen können. Beläge bilden Plaque, die sich im Laufe der Zeit zu Zahnstein wandelt und mit der Zahnbürste nicht mehr entfernt werden kann. Zahnstein lagert sich nicht nur an den künstlichen Zähnen ab, sondern auch an Pfeilerzähnen, Halteelementen und Klammerelementen sowie anderen Teilen, die zur Befestigung der Prothese dienen. Besonders beim kombinierten Zahnersatz (Kombinationsprothetik) können die Halteelemente durch den Zahnstein beschädigt werden, so dass eine Prothese mit Druckknopf oder auch eine Prothese mit Geschiebe nicht mehr richtig funktioniert.


Zahnstein verhindern durch Zähneputzen

Von Zahnstein spricht man, wenn sich ein gelblicher Belag auf den Zähnen gebildet hat, der sich mit Zahnbürste und Zahnpasta nicht entfernen lässt.

Zahnstein verhindern ist wichtig, denn die Zahnverfärbung als Farbpigment beeinträchtigt das natürliche ästhetische Erscheinungsbild der Zahnästhetik und Zahnfleischästhetik. Durch eine gute Mundpflege kann man dem Zahnstein vorbeugen und Karies verhindern, jedoch kann man den Zahnstein zwischen den Zähnen meist nicht verhindern. Der Zahnstein befindet sich meist bei den Ausgängen der Speicheldrüsen, so dass ein Entfernen von Zahnstein beim Zahnarzt notwendig ist. Zahnstein setzt sich zur Hauptsache aus Kalziumphosphat und Speichel zusammen, der sich mit Speiseresten, Geweberesten und Mikroorganismen vermischt, sodass der Hartbelag auf den Zähnen oder unter dem Zahnfleisch in den Zahnfleischtaschen (Konkrement) vom Zahnarzt durch eine Zahnsteinentfernung in regelmässigen Abständen durchgeführt werden sollte.

Zahnstein verhindern, Zahnprophylaxe, Zähne

Zahnstein entsteht aus der weichen Plaque, die nicht rechtzeitig mit der Zahnbürste und Zahnpasta mit Fluorid (antibakterielle Wirkung) entfernt werden kann und durch den Zutritt von Mineralstoffen aus dem Speichel verhärtet.

Zahnstein ist mit der Zunge spürbar

Zahnstein ist für die Zunge als raue Oberfläche beim Zahn deutlich fühlbar und füllt im fortgeschrittenen Stadium die Zahnzwischenräume aus.

Als Zahnstein bezeichnet man feste Auflagerungen auf dem Zahn wie auch unter dem Zahnfleisch in den Zahnfleischtaschen "als Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch" die Konkremente als Zahnhartbelag, den man durch Spülen oder durch Zähneputzen nicht selbst entfernen kann. Zahnstein entsteht durch Einlagerung von Mineralien aus dem Speichel in die Plaque an Zähnen und Mundschleimhaut, wodurch der Hartbelag auch als verkalkter Zahnbelag bezeichnet wird. Um Zahnstein verhindern zu können müssen die Zahnoberflächen und die Zahnzwischenräume täglich gründlich gereinigt werden, denn wo keine Plaque ist, kann sich auch kein Zahnstein anlagern. Die Zahnsteinbildung verhindern kann man nicht gänzlich, denn die Bildung von Zahnstein hängt auch mit der Zusammensetzung vom Speichel als Sekret aus den Speicheldrüsen und der Absonderung von Speichel (Speichelmenge) beim Kauvorgang zusammen und so kann sich mehr Zahnstein bilden, je mehr Kalzium im Speichel gebunden ist.

Zahnsteinneubildung verhindern

Die Zahnsteinneubildung kann durch richtiges Putzen der Zähne mit fluoridhaltiger Zahnpasta verringert, jedoch meist nicht ganz verhindert werden.

Ganz verhindern kann man die Zahnsteinbildung meist nicht, da die bakterielle Plaque rasch nachwächst, so besonders wenn die Bakterien im Mund genügend Nahrung wie Zucker aus klebrigen Bonbons erhalten, denn Zucker-vergärende Bakterien überwiegen die Eiweisszersetzer und sind die besten Bakterien-Nährstoffe. Wenn die Zufuhr von Zucker als Nährstoffen für Bakterien täglich mehrmals erfolgt, wird das Wachstum der Kariesbakterien begünstigt, doch Zähneputzen kann man nicht jede Stunde und soll man auch nicht, denn zu viel Zähne putzen kann schädlich sein. Weil das Übertreiben vom Zähneputzen schädlich ist und Zucker die Zähne beeinflusst, sollte man zwischendurch einen Zahnpflegekaugummi kauen, den Kauen stimuliert den Speichelfluss, so dass eine natürliche Mundspülung erfolgt und Saures auf Zähnen infolge der Süssgetränke und dem Plaque-fördernden Zuckerkonsum durch den vermehrten Speichelfluss verdünnt oder neutralisiert wird.

 

Zahnsteinneubildung, Zahnstein verhindern

Um Plaque und die Anlagerung von Zahnstein zu vermindern sind auch Zahnseide und Zahnzwischenraumbürstchen bzw. Interdentalbürstchen notwendig.

 

 

Zahnsteinneubildung verhindern Zahnkaries

 

 

 

Wenn sich bereits Zahnstein gebildet hat, kann dieser nur vom Zahnarzt oder dem Fachpersonal entfernt werden ansonsten Zahn-Karies entsteht.
     


Zahnstein entfernen

Den Zahnstein entfernen ist immer dann fällig, wenn sich feste Auflagerungen auf den Zähnen und in den Zahnzwischenräumen angelagert haben.

Anfänglich besteht der Belag aus Plaque und entwickelt sich nach wenigen Tagen zum Zahnstein, wenn der weiche Belag an den Zähnen nicht entfernt wird oder nicht entfernt werden kann. Mineralienreiche Nahrung wie Mineralwasser oder im Besonderen Schüssler-Salze fördern die Verhärtung von Plaque zu Zahnstein. Wenn weiche Zahnbeläge (Plaque an Zähnen) längerfristig durch die natürliche Pflege der Mundhöhle durch den Speichelfluss aus den Speicheldrüsen die Nahrungsreste nicht weggespült werden können (Physiologischer Selbstreinigung) oder durch die Zahnpflege und Mundpflege nicht entfernt werden, verkalken diese Beläge. Verkalkte Zahnbeläge gehen besonders zwischen den Zähnen eine chemischen Verbindungen mit Speichel, Mineralien (Kalziumphosphat), Geweberesten und Speiseresten ein, wo sich die Mikroorganismen wie Bakterien, Viren, Protozoen und Pilze gut verstecken und vermehren können. Der Zahnbelag ist ein Gemisch aus Speichel und anderen Absonderungen, was den vorkommende Bakterienarten im feuchtwarmen Mund einen optimalen Lebensraum bietet, so auch den Streptococcus mutans (Streptokokken). Die Plaque mit den Mikroben zwischen den Zähnen ist die Grundlage von Zahnstein, wenn sich der Plaquebelag verhärtet, was eine Zahnsteinentfernung beim Zahnarzt notwendig macht, damit durch Zahnstein oder unter dem Zahnfleisch Konkrement als fest anhaftende Ablagerung in der Zahnfleischtasche keine Zahnerkrankung und Parodontalerkrankung bzw. entzündliche Zahnbetterkrankung entsteht. Zahnstein ist wie Konkrement ein hartgewordener bakterieller Zahnbelag, der beim Zahnarzt entfernt werden muss, da dieser durch eine normale häusliche Zahnreinigung nicht selbst entfernt werden kann.

Das Zahnstein entfernen ist eine zahnmedizinischen Prophylaxe die meist als "Professionelle Zahnreinigung" oder beim Zahnarzt als Parodontalprophylaxe bezeichnet wird.

Zahnstein entfernen Zahnarzt, Zahnablagerung 

Beim Zahnstein fühlt sich die Oberfläche am Zahn rau an und beim Übergang vom eigentlichen Zahn zum Zahnfleisch entstehen Zahnverfärbungen, so besonders im Bereich hinter den Schneidezähnen im wo einige grössere Speicheldrüsen zu finden sind.

Zahnstein entfernen beim Zahnarzt

Der Zahnarzt entfernt Zahnstein bzw. die verhärteten Ablagerungen mit Hilfe von Schabinstrumenten (Scalern) oder durch Ultraschall.

Zahnstein sollte im Rahmen der professionellen Dentalhygiene vom Zahnarzt entfernt werden, denn die unangenehmen Ablagerungen von Zahnstein befinden sich meist an den Zähnen im Bereich der Speicheldrüsen, so auf der Innenseite der der Schneidezähne im Unterkiefer und auf der Aussenseite der Backenzähne im Oberkiefer. Zahnstein kann durch die normale häusliche Zahnpflege nicht mehr entfernt werden. Durch die Ausscheidungen der Mikroben im Zusammenspiel mit den Bakterien bildet sich nach und nach auf den Zähnen ein harter Zahnbelag der als Zahnstein bezeichnet wird. Der Zahnhartbelag bildet sich vorzugsweise an unzugänglichen Stellen für die Zahnbürste oder am Zahnfleischsaum (Zahnfleischverlauf) als Übergang vom Zahnhals zum Zahnfleisch, was auch die Zahn-Ästhetik stört. Durch eine gute Zahnpflege kann man dem Zahnstein vorbeugen, diesen Hartbelag am Zahnhals und auf den Zähnen jedoch nicht ganz verhindern. Zum Zahnstein entfernen ist der Gang zum Zahnarzt notwendig, damit keine Zahnkaries (Zahnfäule), entzündetes Zahnfleisch mit Zahnfleischbluten oder Parodontitis entstehen. Der Zahnstein kann sich auch unterhalb vom Zahnfleischrand in natürlichen Zahnfleischtaschen (Zahntaschen) bilden, die bei fortschreitenden Knochenabbau durch Entzündungen auch als Knochentasche bezeichnet wird, das eine geeignete Brutstätte für Bakterien ist und zugleich meist auch eine Ursache für Mundgeruch ist.

Zahnstein zuhause entfernen

Zahnstein selber mit einfachen Mitteln und Werkzeugen entfernen ist möglich, doch kann ein Risiko für Verletzungen vom Zahnschmelz, Zahnfleisch und der Mundschleimhaut bestehen.

Zahnstein kann eine unterschiedliche Härte und Farbe haben und lässt sich mit dem Tastempfinden der Zunge als Fremdkörper im Mundraum erkennen. Wenn der Zahnstein erst einmal aus Plaque entstanden ist, lässt sich der Zahnhartbelag nur auf mechanischem Weg entfernen. Zur Entfernen von hartnäckigem Zahnstein gibt es im Handel unterschiedliche Hilfsmittel wie die elektrische Zahnbürste, Ultraschall-Zahnbürste, spezielle Zahnpasta (Zahncreme) als Weissmacher, Zahnsteinentferner oder Zahnsteinradierer. Elektrische Zahnbürsten können weiche Zahnbeläge aus Plaque entfernen, jedoch nicht hartgewordenen Zahnstein entfernen und spezielle Zahncremes können als "Zahnweissmacher" den Zahnbelag reduzieren, nicht aber Zahnstein vollständig beseitigen oder den Zahnstein verhindern. Durch den leicht schleifenden Zahnsteinradierer können Zahnstein und Zahnverfärbungen entfernt werden, doch kann auch das Zahnfleisch verletzt werden wie auch mit dem Zahnsteinentferner. Auch gibt es Hausmittel-Empfehlungen wie das Kauen von Sesam, das Verwenden von Essig, Asche, Backpulver, Natriumhydrogencarbonat oder Bimsstein und Weinessig, was bereits die Ägypter verwendeten. Durch abrasive Stoffe als Schleifkörper wie Bimssteinpulver werden die Zähne mit unterschiedlich grossem Erfolge wieder weiss, denn durch aufscheuern mit den kleinen Putzkörpern verschwinden die Zahnbeläge von den Zähnen, doch dadurch werden die Zahnhälse wie auch Zähne schmerzempfindlicher, da der Zahnschmelz durch den Schmirgeleffekt geschädigt und aufgeraut wird.


Zahnsteinentfernung beim Zahnarzt

Eine Zahnsteinentfernung als professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt ist notwendig, wenn sich über eine längere Zeit ein schädlicher Bakterienbelag auf den Zähnen und unter dem Zahnfleisch festgesetzt hat.

Eine intensive und gründliche Zahnpflege und Zahnfleischpflege ist für den Zahnerhalt wichtig wie auch das Zahnstein entfernen beim Zahnarzt. Je nach Zusammensetzung vom Speichel kann sich Zahnstein aus einem Plaquebelag relativ rasch entwickeln, wenn dieser durch das Zähneputzen mit Zahnbürste und Zahnpasta auf der Zahnoberfläche und an den empfindlichen Zahnhälse nicht entfernt wird. Dem Zahnstein vorbeugen kann man durch das Entfernen vom Plaquebelag als hartnäckiger weicher Zahnbelag, doch Zahnstein verhindern ist meist auch mit Zahnbürste und Zahnpasta nicht möglich. Der Plaquebelag auf den Zähnen wird meist als Zahnbelag bezeichnet und besteht hauptsächlich aus Geweberesten, Nahrungsbestandteilen, Mikroorganismen (Bakterien) und dem Speichel aus den Speicheldrüsen. Der Plaquebelag wird dann zu Zahnstein, wenn sich die Plaque als Biofilm (Speichelfilm) verhärtet, so dass der Zahnstein (Konkrement) als feste Auflagerung auf dem Zahn nicht mehr weggespült oder durch Putzen der Zähne (häusliche Zahnreinigung) entfernt werden kann, was eine Zahnsteinentfernung beim Zahnarzt notwendig macht.

Der Zahnstein befindet sich vielfach dort, wo die Speicheldrüsenausgänge sind bzw. der Speichelfluss austritt, also in der Unterkieferfront innen und an den ersten grossen Backenzähnen (Molaren) im Oberkiefer aussen, wo sich am meisten klebriger, bakterieller Zahnbelag bildet, der aus Bakterien, Speiseresten und Speichel besteht.

Zahnsteinentfernung, Eingriff Zahnarzt, Plaque

Zahnstein bildet sich dort, wo der Belag aus Plaque lange genug liegen bleibt, um Mineralien einzulagern, zudem es beim Zahnarzt den Plaqueindex und den Zahnsteinindex wie auch den Kariesindex zur Einstufung vom Kariesbefall gibt.

Entfernen von Zahnplaque und Zahnstein

Zahnsteinentfernung ist ein Eingriff beim Zahnarzt, der in regelmässigen Abständen durchgeführt werden sollte, um gesunde Zähne zu bewahren und einem Zahnfleischschwund vorzubeugen.

Als Zahnstein wird eine verkalkte Zahnplaque bezeichnet, das ursprünglich als weicher Zahnbelag "Plaque" als Biofilm sich durch den Speichel mineralisiert hat. Auf den Zähnen wird der sehr dünne Schleim mit haftender Struktur als Biofilm bezeichnet, der denn Mikroorganismen im bakteriellen Zahnbelag den Überlebensweg sichert, so den Viren, Pilzen, Protozoen und aller Bakterienarten im Mund, wobei man unter dem Begriff Protozoen eine Gruppe verschiedener einzelliger, eukaryonter Organismen versteht. Das Entfernen von Zahnstein als harter, weisslich-gelblicher Belag ist für die Zahngesundheit wichtig, denn im feuchtwarmen Mund leben viele Bakterienarten wie Streptococcus mutans (Streptokokken), die sich besonders im Belag in den Zahnzwischenräumen oder unter dem Zahnfleisch in den Zahnfleischtaschen verstecken können und zwischen den Zähnen gute Nahrung wie Zucker vorfinden. In der Zahnmedizin werden die Krankheitserreger, das Kleinstlebewesen sind, meist als Mikroorganismen, Keime, Mikroben oder Bakterien bezeichnet, wo viele Viren, Protozoen und Pilze in der feuchten Mundhöhle mit gleichmässiger Temperatur im Zahnstein als Versteck vor der Zahnbürste einen optimalen Lebensraum vorfinden.

Zahnstein mechanisch entfernen

Zahnstein oder Konkrement als Zahnhartbelag unter dem Zahnfleisch in den "Zahntaschen" kann nur rein mechanisch mit Handinstrumenten wie Scaler und Küretten oder maschinell mit Ultraschallgeräten beim Zahnarzt entfernt werden.

Zum Entfernen von Zahnstein gibt es unterschiedliche Empfehlungen, damit man den Hartbelag eigenständig mit selbstgemachter Zahnpasta, Handinstrumenten, Ultraschall oder Hausmitteln entfernen und damit Zahnarztkosten sparen kann. Um selbst den Zahnstein entfernen zu können werden die Hausmittel wie Sesamöl, Kokosöl, Teebaumöl, Zitrone, Essig oder Backpulver usw. aufgezählt, doch die meisten Hausmittel sind für die Zahngesundheit schädlich und tragen zur Remineralisierung vom Zahnschmelz nicht bei. Verschiedene natürliche Hausmittel können gegen Zahnstein helfen, damit die Zahnoberflächen wieder blank und glänzend sind wie auch eine Spezial-Zahncreme mit Putzkörpern die Abrasiv sind, damit die Wirkung der mechanische Zahnreinigung erhöht wird. Durch den Schmirgeleffekt oder der Säureschädigung am Zahn wie beim "Zähneputzen mit Magensäure" im Mund, sind viele Hausmittel mit Ausnahme von Sesam für den Zahnschmelz schädlich, können jedoch auch entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen wie das Sesamöl oder Kokosöl. Wie für Hausmittel gegen Zahnschmerzen ist eine Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Hausmittel zum selbst Zahnstein entfernen nicht garantiert und so kann man selbst am besten nur der Entstehung von Zahnstein vorbeugen.

Zahnsteinentfernung, Entfernen von ZahnsteinZur Zahnsteinentfernung von hartnäckigem Zahnstein gibt es im Handel Hilfsmittel um Zahnstein selbst entfernen zu können wie die Ultraschall-Zahnbürste, Zahnpasta als Weissmacher oder Zahnsteinentferner und Zahnsteinradierer. Durch das selbstentfernen von Zahnstein besteht die Gefahr von Verletzungen und Entzündungen am Zahnfleisch und der Mundschleimhaut wie auch der Schädigung vom Zahnschmelz durch abrasive Stoffe als Schleifkörper wie Bimssteinpulver.

Zahnstein als Brutstätte für Bakterien kann zu chronischen Entzündungen vom Zahnfleisch führen, was für den Körper nicht ganz ungefährlich ist, denn dies kann das Risiko für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt erhöhen.

Regelmässig professionelle Zahnreinigung

Zahnstein kann sich am Zahnfleischrand, an Zahnflächen oder am Zahnersatz bilden wie auch unterhalb vom Zahnfleisch, wo eine Zahnsteinentfernung nicht selbst vorgenommen werden kann.

Wenn Zahnstein über einen gewissen Zeitraum in Zahnfleischtaschen Verbleibt, kann dies die Ursache für Parodontitis sein, die durch die Brutstätte der Bakterien auch zu Zahnverlust und Knochenabbau führen kann. Damit kann aufgezeigt werden, wie wichtig dass eine regelmässige Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt und eine professionelle Zahnreinigung mit der Zahnsteinentfernung als Parodontalprophylaxe ist. Ultraschallgeräte lösen beim Zahnarzt den Zahnstein über eine hochfrequent schwingende Metallspitze ab, die mit minimalem Druck über die Zahnoberfläche geführt wird. Das Entfernen von Zahnstein kann mit dem Ultraschalgerät erfolgen indem das Absprengen vom Zahnstein von der Zahnoberfläche mit Hilfe von Instrumenten, deren Arbeitsende in hochfrequente Schwingungen versetzt wird. Da die Schwingung vom Ultraschallgerät auf den Zahn übertragen wird, kann der Zahnnerv und das Zahnfleisch mechanisch gereizt werden, sodass die Zahnsteinentfernung mit Ultraschall bei schmerzempfindlichen Patienten als unangenehm empfunden wird. Zahnpatienten mit Zahnarztangst können die Begleitgeräusche, die weit in den hörbaren Bereich hinunterreichen beim Entfernen von Zahnstein kaum aushalten. Die Metallspitze erzeugt bei vielen Patienten Angst, aber auch die Vibration der Metallspitze, obwohl die Wärme mit Wasser abgeführt wird.


Zahnbelag aus Plaque

Der Zahnbelag besteht aus mehreren Schichten, die komplex aufgebauten sind und Eiweisse, Kohlenhydrate, Phosphate und Mikroorganismen enthalten.

Der Zahnbelag wird vielfach als Plaque oder bei Aushärtung als Zahnhartbelag bezeichnet und ist ein Belag auf den Zähnen wie auch auf Zahnersatz, der sich aus Speichel, Bakterien, Nahrungsbestandteilen und Stoffwechselbestandteilen zusammensetzt. Die Plaque als klebriger Biofilm ist ein zäher und farbloser und weicher Zahnbelag, der sich auf den Zahnoberflächen und am Zahnfleischrand festsetzen kann. Der Zahnbelag ist durchsetzt mit Mineralien aus dem Speichel, Speiseresten und Bakterien, sodass er vielfach als bakterieller Zahnbelag bezeichnet wird. Der natürliche Speichel als Sekret aus den verschiedenen Speicheldrüsen hat bei der Umwandlung von weichem Zahnbelag zu hartem Zahnstein einen grossen Einfluss, der besonders den Zahnhals (zwischen Zahnwurzel und Zahnkrone) im Übergangsbereich zum Zahnfleisch überdeckt. Wenn weiche Zahnbeläge längerfristig nicht entfernt werden, gehen diese eine chemische Verbindung mit Mineralien aus dem Speichel ein und verkalken, so dass man von verkalkten Zahnbelägen spricht.

Zahnbelag, Plaque, Zahn, Zähne, Zahnstein

Hartgewordener Zahnbelag kann man fühlen, wenn man die Zunge über die Zähne gleiten lässt, denn die Zähne oder auch der Zahnersatz fühlen sich uneben und rau an, wenn sich Zahnstein gebildet hat. Für den Plaquebefall dient beim Zahnarzt der Plaqueindex als Messzahl und für den Zahnstein der Zahnsteinindex wie auch bei der Kariesdiagnostik der Kariesindex zur Einstufung vom Kariesbefall an den Zähnen.

Plaquebelag an Zähnen und Zahnhälsen

Zahnbelag bedeutet Plaque auf den Zähnen der sich aus Speichel, Nahrungsbestandteilen und Bakterien zusammensetzt, was die Grundlage von Zahnstein ist.

Zahnbelag ist ein Biofilm der sich besonders an schwer zugänglichen Bereichen auf und zwischen den Zähnen ansiedelt, denn Zahnbelag entsteht besonders dort, wo Zahnflächen nicht durch natürliche oder künstliche Reinigung Belagfrei gehalten werden können. Plaque ist weich, weisslich und besteht aus mehreren, komplex aufgebauten Schichten wie Eiweisse, Kohlenhydrate, Phosphate und Mikroorganismen wie wie Bakterien, Viren, Protozoen und Pilze, die zur Mundflora gehören. Die in der Plaque enthaltenen Streptokokken-Bakterien wandeln Zucker aus zuckerhaltiger Nahrung in Säuren um und entkalken bzw. Demineralisieren oder Dekalzinieren den Zahnschmelz als Zahnoberfläche, was so zu einer Kariesbildung führt. Die Plaque ist Voraussetzung für die Entstehung von Zahn-Karies als Zahnerkrankung und Parodontitis als Zahnbetterkrankung.

Zahnbelag als Plaque entfernen

Plaque sollte als weicher Zahnbelag regelmässig durch mechanische Zahnreinigung mit der Zahnbürste und Zahnpasta sowie Zahnseide oder Zahn-Zwischenraumbürstchen entfernt werden.

Der Zahnbelag beinhaltet Bakterien, wo besonders die Kariesbakterien die Zähne zuerst an der obersten Schicht angreifen, sodass der den Zahnschmelz geschädigt wird, was anfänglich eine Schmelzkaries ist. Eine Plaque entsteht innerhalb von 24 Stunden, die so eine oberflächliche Zahnschmelzkaries auslösen kann. Wird der Zahnbelag nicht entfernt, so erfolgt der Angriff auf den restlichen Zahn, sodass sich Zahnlöcher bilden können, was der Zahnarzt als kariöse Läsionen bezeichnet. Zahnbelag führt nicht nur zu Karies das Zahnschmerzen verursachen kann, sondern es kann auch eine schmerzhafte "Zahnentzündung" oder Zahnfleischentzündung mit "Zahnfleischrückgangrückgang" entstehen. Aus dem weichen Zahnbelag kann sich harter Zahnstein bilden, wenn sich zusätzlich Mineralsalze, die im Speichel enthalten sind im Zahnbelag ablagern. Beim Zahnstein bildet sich ein rauer auftragender Belag der ein gutes versteck für die im Zahnbelag enthaltenen Kariesbakterien. Zahnstein kann man meist nicht mit dem Finger sondern nur mit der Zunge fühlen indem man die Zunge über die Zähne gleiten lässt. Fühlen sich die Zähne uneben und rau an, so liegt das am Zahnstein, so auch an künstlichen Zähnen beim Zahnersatz, die im Volksmund auch als Ersatzzähne bezeichnet werden. Auch die Oberfläche der Zahnprothese die mit Zahnstein belegt ist kann rau werden, wodurch der Zahnersatz zum idealen Keimträger bzw. Bakterienträger werden kann, wenn die Prothesenpflege vernachlässigt wird.

Zahnbelag als Zahnplaque an Zähnen

Der Zahnbelag setzt sich vor allem zwischen den Zähnen und in den Zahnfurchen fest.

Der Zahnbelag an Zähnen (Plaque) an Zahnfurchen und in Zahngrübchen besteht aus komplex aufgebauten Schichten die Eiweisse, Kohlenhydrate, Phosphate und Mikroorganismen enthalten. Zahnbelag entsteht dort, wo die Zähne nicht durch die natürliche Pflege der Mundhöhle mit Speichel und deren Spülfunktion bzw. Speichelfunktion oder dem Putzen der Zähne als mechanische Zahnreinigung Belagfrei gehalten werden kann. Unter natürliche Zahnpflege wird die Speichelfunktion verstanden, denn Speichel hilft beim Wegspülen von Nahrungsresten aus der Mundhöhle sowie von den Zähnen und aus den Zahnzwischenräumen. Dies ist jedoch abhängig von den Speicheldrüsen und dem Speichelfluss bzw. Speichelsekretion, denn Mundspeichel besitzt durch seinen Gehalt an Lysozym eine reinigende Wirkung. Eine regelmässige Pflege der Mundhöhle oder persönliche Mundpflege und Zahnhygiene mit der Zahnbürste dient der Zahnbelag-Entfernung und dem Zahnerhalt. Zahnbeläge, die über längere Zeit nicht entfernt werden führen zu Zahnerkrankungen, Gingivitis bzw. Zahnfleischerkrankungen (Parodontopathien) und Parodontitis als Gewebeentzündung rund um den Zahn, wie Periimplantitis um das Implantat herum als Zahnwurzelersatz eine Entzündung ist.


Plaque an Zähnen

Als Plaque bezeichnet man einen weichen Zahnbelag als Biofilm auf den Zähnen.

Die Zahnplaque ist ein komplex aufgebauter bakterieller Zahnbelag als dünner Biofilm, der aus Proteinen, Polysacchariden, Elektrolyten und Mikroorganismen besteht. Ein grossflächiger weicher Zahnbelag der viele Bakterien der Mundflora enthält wird vom Zahnarzt als Zahnplaque bezeichnet. Der Biofilm sichert den Mikroorganismen bestehen aus Viren, Pilzen, Protozoen und Bakterien durch die Nahrung in der feuchtwarmen Mundhöhle im dünne Schleim mit haftender Struktur den Überlebensweg. Potenzielle Schäden an Zähnen und am Zahnfleisch können durch die bakterielle Zahnplaque besonders dann entstehen, wenn sich die Plaque zu Zahnstein verhärtet, was bei Menschen von der jeweiligen Zahnhygiene und Mundhygiene abhängt, wie auch der natürlichen Pflege der Mundhöhle durch den Speichelfluss, denn der Speichel hat eine Spülfunktion und Reinigungsfunktion wie auch andere Speichelfunktionen für Zähne.

Um Plaque auf den Zahnflächen und der Mundschleimhaut sichtbar machen zu können werden Färbetabletten oder Lösungen verwendet, denn durch den Test verfärbt sich der Zahnbelag und zeigt an, wo die Zähne noch nicht ausreichend gereinigt sind.

Sichtbar machen Plaque, Zahnbelag Zahnhatbelag

Als Messzahl zur Kontrolle der Mundhygiene dient der Plaqueindex, denn der Plaquebefall kann durch die Färbung sichtbar gemacht werden und so gibt es Färbetabletten oder Lösungen die meist unter dem Namen "Plaque-Indikatoren" oder "Plaquerevelatoren" bekannt sind.

Bakterielle Zahnplaque

Plaque bei den Zähnen ist Zahnbelag, ein Biofilm auf den Zähnen.

Der weiche Zahnbelag wird beim Zahnarzt meist als "frische Zahnplaque" bezeichnet, sofern sich diese durch eine häusliche, mechanische Zahnreinigung mit Zahnbürste und Zahnpasta entfernen lässt. Der Zahnstein an Zähnen entsteht aus bakterieller Plaque die sich durch Einlagerung von Mineralien aus dem Speichel verhärtet, was ein Zahnstein entfernen beim Zahnarzt notwendig macht. Die raue Oberfläche begünstigt weitere Auflagerungen von Zahnbelag und ist dadurch an der Entstehung von Entzündungen am Zahnfleisch beteiligt. Um Beläge bzw. den Plaquebefall sichtbar zu machen wird in der Zahnarztpraxis eine Lösung oder ein Gel mit einem Wattepellet auf die Zähne und den Gingivalrand aufgetragen. Zahnplaque besteht aus komplex aufgebauten Schichten die Eiweisse, Kohlenhydrate, Phosphate und Mikroorganismen enthalten und ist besonders auf Zahnflächen aufzufinden, die nicht durch die natürliche Zahnreinigung durch den Mundspeichel oder durch die Zahnpflege mit Zahnpasta und Zahnbürste Belagfrei gehalten werden kann.

Plaque, ein zäher Zahnbelag

Plaque bedeutet zäher und dünner Biofilm, wobei sich der Zahnbelag besonders an schwer zugänglichen Bereichen auf und zwischen den Zähnen ansiedelt und sich aus Speichel, Nahrungsbestandteilen und Bakterien zusammensetzt.

Die Plaque ist ein Zahnbelag, der sich auf den Zahnoberflächen und am Zahnfleischrand festsetzt und besteht zum grössten Teil aus Bakterien, so auch die besonders gefährlicher Karieserreger bzw. Kariesbakterien. In 1 mg nasser Plaque findet man ca. 250 Millionen Bakterien, wobei viele dieser Bakterien für die Produktion der zahnschädigenden Säuren verantwortlich sind. Einige Bakterien scheiden Substanzen aus, welche die Plaque klebrig und zäh macht. Die Plaque kann mechanisch mit der Zahnbürste, Zahnseide und Interdentalbürstchen entfernt werden. Wird aber Plaque zu Zahnstein lässt sich diese nur vom Zahnarzt mit Schaber oder Ultraschall entfernen. Zahnstein sind Ablagerungen an den Zähnen und begünstigt die Erkrankungen vom Zahnhalteapparat, was beim Zahnarzt als Parodontalerkrankung bezeichnet wird. Die Zahnsteinentfernung ist daher eine wichtige Massnahme zur Vorbeugung und Behandlung von Entzündungen im Mundraum wie auch Zahnkaries resp. kariöse Läsion oder eine "Zahnentzündung" (Eiterzahn).


Verkalkte Zahnbeläge

Bei Zahnstein handelt es sich um eine verkalkte Zahnplaque, die vom weichen Zahnbelag zum Zahnstein (Konkrement) verhärtet ist und auch als Zahnhartbelag bezeichnet wird.

Zahnstein ist mineralisierte und somit verhärtete Zahnplaque, wenn anorganische Substanzen in die "Plaque an Zähnen" einlagert sind, so dass der verkalkte Zahnbelag als Hartbelag durch die häusliche Zahnreinigung nicht mehr beseitigt werden kann. Der Zahnstein als Hartsubstanz kann innerhalb weniger Tage durch feste Ablagerungen entstehen, so aus Geweberesten, Apatit und Hydroxyl­apatit und Mikroorganismen. Zahnstein zwischen den Zähnen wie auch beim Zahnfleischverlauf am Zahnhals oder unter dem Zahnfleisch in den Zahnfleischtaschen wird im Volksmund vielfach als Belag auf dem Zahn, Beläge an Zähnen oder als verkalkte Zahnbeläge bezeichnet. Als Messzahl zur Kontrolle der Mundhygiene dient beim Zahnarzt für Zahnplaque der Plaqueindex als Belagsindex und für den Zahnstein der Zahnsteinindex oder bei der Kariesdiagnostik für Zahnkaries als Zahnerkrankung durch Kariesbakterien der Kariesindex.

Verkalkter Zahnbelag, Zahnstein, Zahnhartbelag 

Bei verkalkten Zahnbelägen lagert sich auf den Zahnflächen in der Nähe von Speicheldrüsenausgängen Zahnstein an, im Unterkiefer an der Zungenseite der Frontzähne und im Oberkiefer an der Wangenseite der Backenzähne. 

Zahnstein ist verkalkter Zahnbelag

Verkalkter Zahnbelag ist Zahnstein, ein Zahnhartbelag der nur beim Zahnarzt entfernt werden kann.

Zahnstein (calculus dentis) sind harte zähe verkalkte Beläge auf den Zähnen, weshalb man ihn auch verkalkter Zahnbelag nennt. Zahnstein besteht aus verkalktem und erhärtendem Zahnhartbelag wo sich die Zahnfarbe verändert hat und gelblich bis bräunlich eingefärbt ist. Zahnbelag ist das Resultat der Zersetzung von Nahrungsmitteln durch Bakterien im Mund und lagert sich als ein dünner, durch die gelbliche Farbe zunächst weniger sichtbarer Film auf der Zahnoberfläche auf. Zahnhartbelag ist ein harter Zahnbelag der aus weicher Plaque als Belag entsteht und nicht rechtzeitig durch die Zahnbürste entfernt werden konnte. Durch den Zutritt von Mineralstoffen aus dem Speichel der Speicheldrüsen wird Plaque zu Zahnstein. Der Zahnstein (calculus dentis) gehört zu den harten Zahnbelägen der als Zahnhartbelag bezeichnet wird und kann im Gegensatz zu Plaque nur durch eine professionelle Zahnreinigung entfernt werden. Zahnbeläge wie der Zahnhartbelag bzw. Zahnstein sind die Bezeichnung für alle Auflagerungen auf der Zahnoberfläche als Belag, was der Gesundheit der Zähne und dem Zahnfleisch am Zahnhals als Zahnhalsschutz schaden kann.

Zahnbelag kann Schmerzen am Zahnhals verursachen

Der Zahnhals zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel ist vom Zahnfleisch umgeben, an dem der Zahnschmelz in das Wurzelzement übergeht, wo blitzartige Zahnschmerzen entstehen können.

In einen Zahnbelag können sich Bakterien an Zähnen, Zahnhals und in den Zahnfleischtaschen gut versteckt festhalten und vermehren. Da das Dentin (Zahnbein) gegenüber dem Zahnschmelz eine verhältnismässig weiche Substanz ist, besteht die Gefahr von Dentinkaries, was umgangssprachlich als Zahnhalskaries bezeichnet wird, wodurch Zahnhalsschmerzen entstehen. In den Dentinkanälchen die als Zahnbeinröhrchen oder Dentintubuli bezeichnet werden, befinden sich Odontoblastenfortsätze, die eine Verbindung zum Zahnnerv und zum Zahnhalteapparat haben, wodurch Zahnschmerzen am Zahnhals entstehen können. Wenn sich ein dünnes Zahnfleisch durch eine falsche Zahnputztechnik (horizontale Schrubbmethode) oder einem entzündlichen Prozess wie Gingivitis oder Parodontitis infolge von einem verkalkten Zahnbelag zurückzieht, entsteht ein Zahnfleischschwund bzw. Zahnfleischrückgang, so dass der Zahnhals durch die Dentintubuli auf äussere Reize wie Wärme, Kälte oder Druck sehr sensibel reagiert und einen Schmerz verursacht. An der Stelle vom Zahnhalsbereich sind der Zahnschmelz und das Zahnfleisch als Schutzschicht gegen äussere Einwirkungen am geringsten. Das Zahnfleisch (Gingiva) ist ein Zahnhalsschutz und bedeckt den Kieferknochen und schützt das dem Zahnhals anliegende Weichgewebe und die Zahnwurzel vor schädlichen Bakterien. Viele Menschen möchten eine ästhetische Zahnbehandlung wie Bleaching für schöne Zähne und damit keine oberflächlichen Zahnverfärbungen, womit die kosmetischen Zahnreinigung dienen kann, doch wichtiger für die Zahngesundheit ist ein gesundes Zahnfleisch, womit sich der Zahnarzt bei der professioneller Dentalhygiene als zahnmedizinische Prophylaxe und Kontrolluntersuchung befasst. Als Alternativ zum Bleaching beim Zahnarzt gibt es auch das Home-Bleaching, wo das Zahnbleaching zuhause durchgeführt werden kann, doch dafür müssen verkalkte Zahnbeläge zuerst entfernt werden.


Plaqueindex, ein Belags-Index

Ein Plaque-Index erfasst den Plaquebefall und seine Verteilung im Gebiss.

Der Belagsgrad der bakteriellen Zahnplaque wird beim Zahnarzt durch den Plaque-Index ermittelt, wo die bakteriellen Zahnbeläge aus Bakterien, Speiseresten und Speichel bestehend, durch harmlosen Lebensmittelfarbstoff angefärbt werden. Dem Zahnarzt dient der Plaque-Index als Messzahl für den Plaquebefall und für den Zahnstein der Zahnsteinindex, wie es für den Kariesbefall an den Zähnen einen Kariesindex gibt. Die Mundgesundheit und Zahngesundheit spielt beim Mensch eine wichtige Rolle, denn sie können nebst Parodontalerkrankungen auch Zahnschmerzen und chronische Krankheiten verhindern. Da gesundheitliche Probleme ihre Ursache oft nicht am Ort der Störung haben, können Allgemeinerkrankungen und Schmerzen durch Zähne, Zahnherde oder Metalle im Mund (Metallallergie) entstehen, wo der Zahnbelag aus Plaque durch die Bakterien, Viren und Pilze durch das Immunsystem wegen der Erkennung und Abwehr von Mikroorganismen, und Fremdstoffen, vielfach an Allgemeinerkrankungen im Körper mitbeteiligt ist.

Plaqueindex, Plaquebefall, Verteilung im Gebiss 

Der Plaqueindex ist ein Mass für die Sauberkeit im Gebiss und hilft, Problemzonen bei allen Zähnen, Zahnarten und Zahngruppen zu erkennen.

Der Plaqueindex wird auch als Plaqueindizes bezeichnet und wird in der Zahnarztpraxis oder Zahnklinik erhoben, um die Motivation zur Zahnhygiene und Mundhygiene der Patienten zu fördern und zu verbessern.

API Approximalraum-Plaque-Index

API ist die Kurzform von Approximalraum-Plaque-Index.

API ist eine Messzahl zur Kontrolle der Mundhygiene, im Besonderen die verkalkten Zahnbeläge bei schwer erreichbaren Zahnzwischenräumen. Der Plaquebefall wird durch Färbung sichtbar gemacht und nach visuellen Gesichtspunkten beurteilt. Approximal Plaque Index, ist die Messung der Plaque-Ansammlung (bakterieller Zahnbelag) pro Zahnzwischenraum nach Anfärben. Summe verschmutzter Flächen in Relation zur Summe der untersuchten Flächen ergibt den aktuellen API. Beim Approximalraum- Plaque- Index (API) wird die Plaque beurteilt, ob Beläge im Approximalraum vorhanden sind oder nicht ohne Beurteilung der Plaqueausdehnung. Da die Entfernung der Plaque im Approximalraum vom Patienten eine besonders gründliche Mundhygiene erfordert, kann die Mitarbeit des Patienten mit diesem Plaque-Index gut eingeschätzt werden. Die Beurteilung der Approximalraumplaque erfolgt im 1. und 3. Quadrant gemäss Zahnschema (Oberkiefer rechts und Unterkiefer links) Oral "zur Mundhöhle" sowie im 2. und 4. Quadrant (Oberkiefer links und Unterkiefer rechts) vestibulär "zum Mundvorhof / Backe". Anschliessend wird der prozentuale Plaquebefall errechnet. Dazu wird die Summe der ermittelten Plaquestellen mit 100 multipliziert und anschliessend durch die Anzahl der Messpunkte geteilt. Das Ergebnis wird folgendermassen bewertet: unter 25% optimale Mundhygiene, 25- 39% gute Mundhygiene, zum Teil noch zu verbessern, 40- 69% mässige Mundhygiene, verbesserungsbedürftig, 70- 100% unzureichende Mundhygiene, wobei im Rahmen der Individualprophylaxe ein API- Wert von 35% und weniger angestrebt wird.

Approximalraum-Plaque-Index

API = 70-100%  = unzureichende Mundpflege / Mundhygiene
API = 40-70%   = verbesserungsbedürftige Mundhygiene
API = 25-39%   = mässige bis gute Mundhygiene

API ist eine einfach zu bestimmende Messzahl zur Kontrolle der Mundpflege, wo bei der Bewertung unter 30% ein Schutz vor Karies als Zahnerkrankung durch Bakterien und Zahnfleischerkrankungen vorhanden ist. In regelmässigen Zeitabständen wird der nach dem Einfärben sichtbare Plaquebefall in den Zahnzwischenräumen erhoben, wo eine rein visuelle und somit stark subjektive Beurteilung erfolgt.

Plaqueindizes

Als Plaque oder Zahnbelag bezeichnet man den Belag auf den Zähnen, der sich aus Speichel, Bakterien, Nahrungsbestandteilen und Stoffwechselbestandteilen zusammensetzt.

Um die Plaque sichtbar zu machen, werden häufig Plaquefärbemittel verwendet, die in Form von Kautabletten, imprägnierten Färbestäbchen, Pellets, Flüssigkeiten und Gelees angeboten werden. Sie enthalten Farbstoffe, wie zum Beispiel Erythrosin oder Fluoreszenzfarbstoffe. Wendet man Tabletten oder Lösungen zur Belagfeststellung selbst an, muss er den Farbstoff ca. 1 Minute lang durch kräftiges Herumspülen im Mund verteilt werden, sodass nicht nur der Zahnbelag angefärbt wird, sondern auch die Mundschleimhaut und Zungenschleimhaut der Zunge, sowie Wangen und Lippen. In der Zahnarztpraxis ist es beim Zahnarzt sinnvoll, eine Lösung oder ein Gel mit einem Wattepellet auf die Zähne und den Zahnfleischrand aufzutragen, um Beläge sichtbar zu machen. Bei den eingesetzten Plaqueindizes sind für die Erfordernisse von Zähnen ohne kieferorthopädische Apparaturen konzipiert, denn bei Kieferorthopädie entstehen meist kariöse Läsionen und Plaque-Ansammlungen an den Zahnoberflächen, die an die Brackets angrenzen.


Zahnsteinindex

Der Zahnstein-Index ist bei der Untersuchung beim Zahnarzt ein Bestandteil vom Zahnstatus und Parodontalstatus bzw. Mundhygiene-Status.

Der Mundhygienestatus zeigt: Zahnhalsregionen sind vielfach durchgängig mit Zahnstein bedeckt, wo ein Zahnstein entfernen beim Zahnarzt notwendig ist, wenn sich ein schädlicher Belag auf den Zähnen, am Zahnfleischrand und unter dem Zahnfleisch in den Zahnfleischtaschen als Konkrement festgesetzt hat. Zur objektiven Verlaufskontrolle einer entzündlichen Parodontalerkrankung als Erkrankungen vom Zahnhalteapparat (Gingivitis und Parodontitis) erfolgt beim Zahnarzt das Messverfahren PBI Papillenblutungsindex zur Beurteilung einer Zahnfleischerkrankung im Zahnbett, damit der Zahnarzt eine notwendige Zahnfleischbehandlung bzw. Behandlung aller Gewebe beurteilen kann. Eine professionelle Zahnreinigung mit Zahnsteinentfernung ist als zahnmedizinische Prophylaxe in der Zahnarztpraxis notwendig, wenn bei Zahnkontrolle beim Zahnarzt Zahnstein festgestellt wird, der sich über eine längere Zeit auf den Zähnen als bakterieller Belag verbreitet hat.

Zahnsteinindex, Zahnstein, Zahnhalsregionen 

Der Karies-Index ist angewendeter Index zur Einstufung vom Kariesbefall der Zähne, wie der Plaque-Index den Plaquebefall als Biofilm mit seiner Verteilung im Gebiss eine Messzahl zur Kontrolle der Mundhygiene ergibt.

Der Zahnsteinindex ist eine Messzahl der Konzentrationsmenge an Zahnstein.

Durch den Mundhygienestatus bei den Untersuchungsverfahren beim Zahnarzt ergibt der Zahnsteinindex oder Zahnsteinoberflächen-Index Aufschluss über den aktuellen Zustand der Mundhygiene. Der Zahnsteinindex ist ein Zahnstein-Belagsindex bzw. eine Messzahl welche die Konzentration vom Zahnstein auf den Zähnen als bakterieller Zahnbelag bestimmt.

Der Zahnsteinindex wird unterteilt in Grad

Grad 0 = kein Zahnstein
Grad 1 = ein Drittel der Zahnoberfläche
Grad 2 = mehr als ein Drittel, aber weniger als zwei Drittel
Grad 3 = mehr als zwei Drittel

Zahnsteinindex wird auch als Zahnsteinindizes bezeichnet und ist eine Masszahl die zur Bestimmung vom Schweregrad des vorherrschenden Zahnsteinbefalls dient. Dem Zahnstein vorbeugen durch Zähneputzen mit der richtigen Zahnbürste und Zahnpasta kann man, doch den Zahnstein verhindern kann man meist nicht ganz, so dass je nach dem Gebisszustand nach dem Zahnstatus eine Zahnsteinentfernung in der Zahnarztpraxis gemacht werden muss, da der Hartbelag zuhause wegen dem Verletzungsrisiko nicht entfernt werden kann oder soll.


Bakterieller Zahnbelag

Mit bakteriellem Zahnbelag ist ein Biofilm gemeint, der aus Speichel und einer Schicht Bakterien mit Stoffwechselprodukten wie auch Nahrungsresten besteht.

Wenn sich eine weisse, unstrukturierte Masse auf den Zahnflächen ablagert der nicht entfernt wird, entsteht ein Biofilm, der sich zum Zahnbelag entwickelt. Der weiche, klebrige bakterielle Zahnbelag besteht aus Bakterien, Speiseresten und Mundspeichel als Sekret aus den Speicheldrüsen, wo sich die harmlosen und krankmachenden (pathogenen) Bakterien im Zahnbelag aus Plaque wohl fühlen und sich auf den Zähnen wie auch am Zahnersatz rasch ausbreiten können. Wenn sich Speisereste zwischen natürlichen Zähnen oder bei künstlichen Zähnen am Zahnersatz wie auch auf der Mundschleimhaut im feuchtwarmen Mundraum ansammeln, stehen diese Kohlenhydrate der Bakterienkultur als Futter zur Verfügung. Der Biofilm ist ein sehr dünner Schleim auf den Zähnen, der als bakterieller Zahnbelag mit haftender Struktur den universellen Überlebensweg von Mikroben sichert, so den Viren, Pilzen, Protozoen und Bakterien im Mund. In der Zahnmedizin versteht man unter Mikroorganismen (Mikroben) alle der in der Mundhöhle angesiedelten Bakterienarten und Pilze die in der Mundflora vorhanden sind und unter dem Begriff Protozoen wird eine Gruppe verschiedener einzelliger, eukaryonter Organismen verstanden.

Bakterieller Zahnbelag Plaque, gelblicher Belag Die Plaque als filzig-weicher, strukturierter, mikrobieller Zahnbelag kann mit der Zahnbürste weggeputzt werden, doch bakterieller Zahnbelag wird zu Zahnstein, wenn die Plaque längere Zeit nicht entfernt wird, so besonders an schwer zugänglichen Stellen zwischen den Zähnen, wo sich der Biofilm ansammeln und gut vermehren kann. Wenn das Putzen der Zähne mit geeigneter Zahnbürste und Zahnpasta , Zwischenraumbürstchen, Zahnseide oder Munddusche nur ungenügend erfolgt, entwickelt sich ein strukturierter, zäher Belag, der aus Speichel, Nahrungsresten und verschiedenen Bakterienarten sowie deren Stoffwechselprodukten besteht. Eingeklemmte Essensreste zwischen den Zähnen wie auch unter dem Zahnfleisch sowie klebrige Rückstände auf den Zahnflächen geben der Ansammlung vom Biofilm einen guten Rückhalt, was in der Zahnmedizin als Retention bezeichnet wird. Sofern die Schleimschicht als bakterieller Belag nicht durch die häusliche mechanische Zahnreinigung entfernt wird, wandern die Bakterien wie die Streptococcus sanguis und Streptococcus mutans in die Schleimschicht (Speichelfilm) ein und wandeln die Bakterien innerhalb kurzer Zeit in eine reife Zahnplaque um, in welcher durch bakterielle Vergärungsprozesse aus Zucker, saure Verbindungen wie Betahydroxybuttersäure und Milchsäure entstehen, womit die Gesundheit der Zähne stark beeinflusst wird.

Kohlenhydrate und Zucker beeinflussen Zähne sehr stark bzw. die kariesverursachenden Bakterien verwerten zuckerhaltige Lebensmittel und produzieren daraus Säure und Saures wirkt auf Zähne, da die Zahnoberfläche demineralisiert wird.

Bakterieller Plaquebelag als Biofilm

Als bakterieller Belag bezeichnet Plaque, den mikrobiellen, weichen und gelblich-grauen Zahnbelag. 

Wird Plaque (bakteriell, Plaquebakterien) nicht regelmässig auf und zwischen den Zähnen entfernt, wird der klebrige Belag hart sodass es sich Zahnstein bildet, was eine harte, raue Mineralablagerung auf den Zähnen ist, die sich meist unansehnlich verfärbt. Viele Bakterien können sich an den Zähnen festhalten und sondern eine klebrige Substanz ab, die aus Zucker besteht und besiedeln als erstes raue Stellen am Zahnschmelz wo sie sich vermehren können. Dabei spaltet sich bei den Bakterien das Muzin des Speichels zu Glykoproteinen, welche sich dann als "Mukoproteinschicht" an den Zahnoberflächen ablagern. Die bakterielle Schicht vom Zahnbelag wird dicker und breitet sich über den gesamten Zahn aus. Zu den sich von Kohlenhydraten und Zucker ernährenden Bakterien gehören vor allem Streptokokken sowie Neisserien und Veillonellen. Bakterien benötigen Zucker und Kohlenhydrate, um den Stoffwechsel aufrecht zu erhalten wobei wie beim Menschen, Abfallprodukte anfallen was im Besonderen Säuren und Giftstoffe sind die als Endotoxine bezeichnet werden. Durch die ständige Säurewirkung auf die Zähne kommt es zu einer Demineralisation bzw. einer Entkalkung vom Schmelz durch Säureangriffe und einer Schädigung vom Zahnschmelz, sodass Zahnkaries entsteht. Für die Bildung von Karies ist die wichtigste Ursache die mikrobielle Zahnplaque die auch für die Entstehung einer Parodontitis, einer Gingivitis und an Mundgeruch beteiligt ist. Gingivitis ist eine durch bakterielle Zahnbeläge bedingte Entzündung vom Zahnfleisch ohne Verlust von Knochen und Parodontitis ist eine durch bakterielle Zahnbeläge bedingter entzündlicher Abbau vom Kieferknochen bzw. Zahnhalteapparat, die ohne Zahnbehandlung zu Zahnverlust führt. Der Zahnbelag muss regelmässig mechanisch mit der Zahnbürste entfernt werden, denn mit Wasser spülen kann Zahnbelag Plaque nicht weggeputzt werden.

Gesundheit der Zähne

Von der Ernährung wird die Zahngesundheit entscheidend beeinflusst.

Gesunde Zähne sind das Ergebnis vieler Faktoren, so von der Pflegen der Mundhöhle, von der Zahnpflege und Zahnfleischpflege wie auch von der Ernährung, die eine entscheidende Bedeutung für die Zähne hat. Für die Allgemeingesundheit spielt bei Menschen die Zahngesundheit wie auch gesundes Zahnfleisch eine wichtige Rolle, da der ganze Körper über Energiebahnen mit den Zähnen verbunden ist, womit sich die "Ganzheitliche Zahnmedizin" befasst, wie auch mit Allergien, Zahnherde und Störfelder bzw. Erkrankungen durch Zahnherde oder der Materialunverträglichkeit von Dentalwerkstoffen. Essgewohnheiten haben einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit der Zähne, denn der wichtigste Faktor bei der Kariesentstehung ist der Kontakt der Nahrung mit den Zähnen, wobei der Zustand der Zähne auch mit dem Gesundheitszustand vom ganzen Körper eng verbunden ist. Eine gesunde Rohkosternährung ist die wichtige Grundlage für die Zahngesundheit, damit Zahnerkrankungen und Kieferprobleme (Kiefererkrankungen) vermieden werden können. Durch Komplikationen können Zahnerkrankungen die allgemeine Gesundheit untergraben, so dass Parodontopathien und Zähne den Körper krank machen können, denn es entstehen viele Krankheiten durch Zähne.

Zucker verursacht Zahnkaries

Zahn-Karies ist eine durch den Stoffwechsel von Bakterien verursachte Erkrankung der Zähne, so durch Kohlenhydrate (Zucker), das eine Gefahr für die Zähne sein kann, nicht aber Fette und Eiweisse.

Damit der Zahnschmelz durch die Säure beschädigt werden kann, müssen Kohlenhydrate zuerst zersetzt werden, damit säurehaltige Stoffwechselprodukte entstehen, die zu Karies führen können. Folglich kommt es nicht auf die Menge vom Zucker an, sondern auf die Art vom Zuckerkonsum und besonders auf die Zeitdauer, wie lange der Zucker auf den Zähnen den Bakterien im Mund zur Verfügung steht. Wenn der Zuckerkonsum wie klebrige Bonbons über den ganzen Tag verteilt immer wieder der Bakterienkultur zur Fütterung zur Verfügung steht, kann der Speichel die Speichelfunktion für Zähne nicht vollständig erledigen und die Säuren im Mund nicht mehr unschädlich machen (Saures schädigt Zähne), um den Zahnschmelz als Zahnbeschichtung ausreichend zu mineralisieren und Mineralstoffe (Calciumphosphate) in die Zahnhartsubstanz einlagern.

Zähne Süssigkeiten Nahrung Zahnsschmelz ZahnDie Ernährung spielt bei der Entstehung der  von Zahnkaries als Zahnerkrankung durch Kariesbakterien bzw. dem Kariesrisiko eine entscheidende Rolle. Die Ernährung beeinflusst den Zahnaufbau resp. die Härtung der Zahnsubstanz und hat einen bedeutenden Zusammenhang mit der Plaquebildung sowie der Speichelzusammensetzung.

Mit der Zahngesundheit befasst sich die Zahnheilkunde, Mundheilkunde und Kieferheilkunde.

Wirkung der Nahrung auf Zähne

Infolge falscher Ernährung können typische Zivilisationskrankheiten wie Karies, Erkrankungen vom Zahnhalteapparat (Zahnbett), Diabetes mellitus, Gicht und Übergewicht entstehen.

Das Essen beeinflusst die Zähne und damit auch die Zahnerkrankungen, Zahnfleischerkrankungen (Parodontopathien) und besonders die Entzündungen im Mundraum, was einen grossen Einfluss auf die Allgemeingesundheit hat. Zahnfehlstellungen und Kieferfehlstellungen können beim Kauen Probleme verursachen und dabei Verdauungsprobleme bewirken wie auch Zahnherde und entzündetes Zahnfleisch das Risiko für viele Erkrankungen erhöhen können. Daher ist nicht nur die Kariesprophylaxe und Parodontalprophylaxe wichtig, sondern ein solides Grundwissen über Zahnprobleme, Kieferprobleme, Ernährung und Verdauung zu haben. Die Nahrung für gesunde Zähne kann die Zahngesundheit empfindlich beeinflussen, systematisch über den Stoffwechsel nach Resorption im Darm, lokal durch direkten Kontakt mit den Zähnen oder indirekt über die Mikroorganismen als Krankheitserreger, die als Kleinstlebewesen wie die Bakterien, Viren, Protozoen und Pilze in der Plaque leben. Wenn die Plaque nicht mechanisch mit der Zahnbürste, Zahnseide und Interdentalbürstchen entfernt wird, kann dieser verkalkte Zahnbelag zu Zahnstein oder Konkrement unter dem Zahnfleisch in Zahnfleischtaschen verhärten kann.

Systemische Wirkung der Nahrung

Eine systemische Wirkung der Nahrung ist vor allem während der Schmelzbildung und Dentinbildung von Bedeutung, also in der Schwangerschaft und nach der Geburt bis etwa zum 12. Lebensjahr.

Die Nährstoffe zu den Zähnen bzw. Zahnkeimen werden bei der Zahnentwicklung bei der ontogenetische Entwicklung (Odontogenese) aus embryonalen Zellen über die Blutbahn transportiert. Für eine optimale Entwicklung der Zähne sind besonders Kalzium und Phosphat, Vitamin D und Fluorid wichtig. Zur Deckung vom Kalziumbedarf sollten Kinder nach Gewicht und Alter täglich mindestens ¼ bis ½ Liter Milch trinken. Vitamin D ist für die Resorption von Kalzium und Phosphat im Darm und den Einbau dieser Mineralstoffe im Knochen erforderlich. Aufgrund des erhöhten Bedarfs wird Vitamin D während des 1. Lebensjahrs in der Regel in Tablettenform zugeführt z.B. in Kombination mit Fluorid als D- Fluoretten, denn der Vitamin D Gehalt von Muttermilch oder Kuhmilch reicht vielfach in dieser Zeit nicht zur Deckung des Bedarfs. Ein Mangel an Vitamin D kann bei Kindern zur Rachitis führen, wobei es durch mangelnde Mineralisation zu Verformung im Besonderen der schnell wachsenden Knochen kommt.


Essen beeinflusst Zähne

Eine ausgewogene Ernährung mit allen Mineralstoffen wie Kalzium ist für die Gesundheit der Zähne wichtig.

Für die Gesundheit vom Mensch hat das essen und trinken einen entscheidenden Einfluss, so im Besonderen für die Zähne, Kiefer und Zahnfleisch. Speisen und Getränke bestimmen nebst der mechanischen Zahnreinigung mit Zahnbürste und Zahnpasta (mit Fluorid) die Zahngesundheit. Der grösste Feinde der Zähne sind die zerstörenden Kariesbakterien als Milchsäurebildner und Magensaft bei Reflux oder Erbrechen, denn die Säuren lösen Mineralstoffe wie Kalzium und Phosphat aus der Zahnoberfläche und verändern damit die Beschaffenheit vom Zahnschmelz. Eine ausgewogene Ernährung mit zahlreichen Vitaminen beeinflussen die Mineralisation und Säureresistenz der Zähne positiv, sodass es bei gutem Speichelfluss aus den Speicheldrüsen (ohne Mundtrockenheit) durch die natürliche Pflege der Mundhöhle und "Zahnspülung" meist nicht zu Karies kommt.

Obst Rohkost gesund für Zähnen Gebiss Zahn

Richtiges Essen ist für die Gesundheit für Zähnen und Zahnfleisch so wichtig wie eine gute Mundpflege bzw. Mundhygiene. Rohkost sowie Obst und Vollkornbrot sind gut für das Gebiss, denn bei diesen Speisen muss man kräftig kauen, was den Speichelfluss anregt, denn Speichel als Sekret hilft der natürlichen Pflege der Mundhöhle und der Zahnreinigung.

Lokale Wirkung der Nahrung direkt im Parodontium

Beim direkten Kontakt der Nahrung mit den Zähnen haben Konsistenz (Beschaffenheit), Temperatur und Säuregehalt der Nahrung eine besondere Bedeutung und eine lokale Wirkung.

Das Parodontium das die Zähne mit den Strukturen zur Zahnverankerung im Kiefer fixiert, wird meist als Zahnhalteapparat oder Zahnbett bezeichnet.

Konsistenz
Feste Nahrung intensiv zu kauende fördert die Selbstreinigung vom Gebiss und regt den Speichelfluss an, wodurch weniger Zahnbeläge entstehen, so auch beim Kauen von einem Zahnpflegekaugummi. Beim Essen von Äpfeln, Gemüserohkost wie Möhren, Nüssen oder Vollkornbrot wird die Selbstreinigung der Zähne beeinflusst, denn das Kauen stimuliert den Speichelfluss und spült den Mundraum mit den Zähnen und der Zunge. Harte Nahrung unterstützt beim Heranwachsenden zusätzlich die Ausformung der Kiefer.

Temperatur
Extrem kalte oder heisse Nahrung kann Mikrorisse im Zahnschmelz verursachen und so den Zahn schädigen. Entsprechend sind extreme Temperaturen zu meiden.

Saure Nahrung
Der grösste Feind im Zahngebiss ist der Zucker zwischen den Zähnen, denn die Kohlenhydrate sind die Nahrungsgrundlage für Bakterien im Mund, welche die Nahrung in Säure umwandeln, womit Karies entsteht, wenn dadurch die Mineralien aus dem Zahnschmelz herausgelöst werden. Säurehaltige Speisen demineralisieren die Zahnoberfläche bei direktem Kontakt, wodurch es zu so genannten Zahnerosionen mit Abrasionen bei Kinderzähnen und Erwachsenenzähnen kommen kann. Durch abrasive Nahrung oder kräftiges Zähneputzen direkt nach dem Konsum säurehaltiger Nahrung wird die Schädigung verstärkt. Säurehaltige Nahrungsmittel sind Zitrusfrüchte (Zitronensäure), Joghurt (Milchsäure) und Essig (Essigsäure). Nach dem Verzehr von Zucker und süssen Früchten oder Getränken sollten besonders Kinder daher min. 30 Minuten warten mit der Zahnreinigung (Zähneputzen nach Fruchtsäure) und nicht ohne Fluorid-Zahnpasta sofort mit dem Zähneputzen beginnen wie auch das Zähneputzen mit Magensäure im Mund direkt nach dem Aufstossen (Reflux) oder dem Erbrechen nie erfolgen sollte.


Zucker beeinflusst Zähne

Grosse Mengen von Zucker ist der Hauptauslöser von Karies als Zahnerkrankung durch Kariesbakterien.

Für gesunde Zähne der Kinder wie auch für die Gesundheit der Zähne bei Senioren ist eine gute Zahnhygiene und Mundhygiene und eine möglichst zuckerfreie Kost entscheidend, da die kariesverursachenden Bakterien zuckerhaltige Lebensmittel verwerten und daraus Säure produzieren. Durch die regelmässige Zufuhr von Nährstoffen wie Zucker wird das Wachstum der Kariesbakterien begünstigt. Saures wirkt auf Zähne und greift den Zahnschmelz als Zahnbeschichtung an, denn aus süssen Getränken und Speisen können Bakterien Säure produzieren und säurehaltige Speisen und Getränke demineralisieren bei direktem Kontakt die Zahnoberfläche, wodurch Zahnerosionen entstehen können, wie durch die Magensäure im Mund beim Aufstossen (Reflux) oder Erbrechen. Durch die gleichmässige warme Temperatur mit ständiger Feuchtigkeit ist die Mundhöhle mit den geschützten Nischen zwischen den Zähnen ein vorzüglicher Lebensraum für Bakterien im Mund. Eine der gefährlichsten Säuren für die Zähne und das Zahnfleisch ist der saure Magensaft, der sich im Magen mit Mundspeichel und der chemisch in kleinere Bestandteile zerlegten Nahrung vermischt. wenn diese Magensäure wieder in den Mund gelangt, sollte das Zähneputzen mit Magensäure im Mund unterlassen werden und stattdessen den Mundraum mit Wasser spülen und einen Kaugummi kauen, denn das Kauen stimuliert den Speichelfluss, womit eine natürlichen Mundspülung durch den Speichel erfolgt. Der Speichel als Sekret aus den Speicheldrüsen enthält für die Zähne alle Mineralsalze, die der Zahnschmelz zur Härtung und den Erhalt der Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht und sorgt für die natürliche Pflege der Mundhöhle. Der Speichel hat als natürliches Schutzsystem für Zähne, Mundschleimhaut, Zahnfleisch und Zunge eine wichtige Speichelfunktion und sorgt durch die Mundspülung für die Mundhygiene und Zahnhygiene.

Gesundheit der Zähne Zucker PlaquebildungNebst "Kariesbakterien" das meist Milchsäurebildner sind und besonders Zucker lieben, leben im Mund noch viele weitere Krankheitserreger, die sich in der Mundhöhle ansiedeln, so besonders auf der Zunge im Zungenbelag, wo die meisten Bakterien in der Mundhöhle zu finden sind. Die meisten Bakterien der Mundflora sind beim Mensch nützliche Mitbewohner vom Körper und gelten als harmlos. Einige Bakterienarten schützen das Zahnumgebende Gewebe vor schädlichen Eindringlingen, unterstützen die Immunabwehr und sind für die Vorverdauung verantwortlich. Eine gut ausbalancierte Mundflora trägt zum biochemischen Prozess bei, denn die Mundbakterien sind für die erste Verdauung der Nahrung zuständig, vor die Nahrung den Magen erreicht.

Seit dem Mittelalter hat die Zahnfäule als Zivilisationskrankheit durch den hohen Zuckerkonsum stark zugenommen und Zucker gilt als grösster Feind der Zähne, denn er füttert die Bakterienkultur auf und zwischen den Zähnen.

Indirekte Wirkung der Nahrung auf Zähne und Zahnfleisch

Nebst der direkten Wirkung hat die Nahrung auch eine indirekte Wirkung auf die Zähne und Zahnfleisch, indem sie die Mikroorganismen der Plaque beeinflusst.

Auch wenn Bakterien im Mund zu den Mikroorganismen der Mundflora gehören, können sie den Zahnschmelz als härteste Substanz vom menschlichen Körper angreifen und durch die Säureschädigung am Zahn eine Karies verursachen und das Zahnfleisch reizen. Als Folge häufiger und lang andauernder Säureattacken entsteht das Loch im Zahn als entstandener Defekt an der Zahnhartsubstanz, was der Zahnarzt als kariöse Läsion bezeichnet. Damit die Säuren der Bakterien den Zahnschmelz beschädigen können, müssen die Kohlenhydrate zuerst zersetzen, damit säurehaltige Stoffwechselprodukte entstehen, was zu Karies führen kann. Die Plaquebildung wird vor allem durch regelmässige Einnahme von Zucker gefördert, der aus kleinen, leicht spaltbaren Molekülen besteht und somit von Bakterien abgebaut werden kann. Am stärksten plaquefördernd sind Haushaltszucker bzw. die Disaccharide in Rübenzucker oder Rohrzucker. Die Belagbakterien sind in der Lage, Saccharose (Haushaltszucker) aufzuspalten und zur Energiegewinnung abzubauen, wobei es zur Bildung von Säure kommt. Glukose (Dextrose, Traubenzucker) ist plaquefördernd wie Saccharose oder auch Fruktose (Fruchtzucker) in klebrigen Früchten wie Bananen, Dörrfrüchten und Feigen. Eine Zahnreinigung mit Fluorid-Zahnpasta ist zur Reduktion von bakteriellen Aktivitäten nach dem Zuckerkonsum ist bei Kindern und Erwachsenen für die Gesundheit der Zähne wichtig. Bei der Zahnputztechnik der Kinder sollte die Kinderzahnpasta für Milchzähne als Platzhalter für bleibenden Zähne einen niedrigen RDA-Wert (Radioactive Dentin Abrasion) aufweisen und einen idealen Fluoridgehalt haben, damit keine Milchzahnkaries entsteht, denn Fluoride hemmen das Bakterienwachstum und härten die Zahnschmelzschicht.

Kariesbakterien lieben zuckerhaltige Nahrung

Auf die Menge vom Zucker kommt es nicht an, sondern auf die Art vom Zuckerkonsum (klebrige Bonbons) wie auch auf die Dauer, wie lange der Zucker den Bakterien auf den Zähnen im Zahnbelag zur Verfügung steht.

Wenn der Zuckerkonsum über den ganzen Tag verteilt, der Bakterienkultur angeboten wird, kann der Speichel die Spülfunktion als natürliche Mundpflege (Pflege der Mundhöhle) zur Aufrechterhaltung der Mundflora und der Reduktion von bakteriellen Aktivitäten sowie andere Speichelfunktionen für Zähne nicht mehr erledigen, womit die Säuren nicht mehr weggespült und unschädlich gemacht werden können. Bei ständigen Zuckerattacken kann der Zahnschmelz durch den Speichel nicht mehr ausreichend mineralisiert werden, sodass zu wenige Calciumphosphate als Mineralstoffe in die Zahnhartsubstanz eingelagert werden können. Demzufolge ist nach dem Zuckerkonsum eine gute Zahnpflege mit fluoridhaltiger Zahnpasta und Zahnbürste (Zähneputzen) und Zahnfleischpflege wie auch die Zungenpflege mit der Zungenbürste für Kinder und Erwachsene sehr wichtig, um das klebrige Problem vom Zucker auf den Zähnen, der Mundschleimhaut und dem Zahnfleisch loszuwerden. Die Zahncreme bzw. Zahnpasta sollte nach zuckerhaltiger Nahrung fluoridhaltig sein, denn Fluoride sind keine Fremdstoffe und haben im Mund eine karieshemmende Wirkung auf dem Zahnschmelz. Fluoride sind auch in Lebensmitteln enthalten wie auch als natürliche Bestandteile in Zähnen und Knochen vorhanden. Die fluoridhaltigen Zahnpasten erhöhen den Zahnschutz durch Fluoride und sind beim Putzen der Zähne die wichtigste Massnahme zur Kariesbekämpfung, da sie einen Widerstand vom Zahnschmelz gegenüber Säuren bilden. Fluorid gilt bei der Kinderzahnpflege als bester Kariesschutz, doch sollte die Dosierung dem Alter vom Kind entsprechen, so bei der Zahnpflege der Milchzähne max. 500 ppm Fluorid, denn zu viel Fluorid kann auf den zweiten Zähnen kreidig-weisse Flecken hinterlassen.


Saures wirkt auf Zähne

Süsse Getränke und Speisen wie auch Saures erhöht durch die Säure-schädigung am Zahn das Kariesrisiko wie auch das Zähneputzen mit Magensäure im Mund, denn der Magensaft greift den Zahnschmelz an und reizt das Zahnfleisch.

Das Zähneputzen nach Fruchtsäuren kann für die Zähne schädlich sein, so nach dem Konsum von sauren Nahrungsmitteln, wo man den Mund zuerst ausspülen sollte. Durch kräftiges Zähneputzen mit zu abrasiver Zahnpasta direkt nach dem Konsum von säurehaltiger Nahrung kann besonders bei der Zahnpflege der Milchzähne eine Zahnschädigung erfolgen oder verstärkt werden. Mit dem Zähneputzen sollte man am besten eine 30 Minütige Karenz abwarten, sofern man das Putzen der Zähne nicht mit einer Fluorid-Zahnpasta ausführt. Säurehaltige Speisen demineralisieren bei direktem Kontakt die Zahnoberfläche, wodurch es zu Zahnerosionen kommen kann. Zahncremes sollen Karies verhindern und das Gebiss weiss halten, wofür der Inhaltsstoff Fluorid zuständig ist. Das sofortige Zähneputzen mit Magensäure sollte wegen den Säureschäden an den Zähnen unterlassen werden, so nach saurem Aufstossen (Reflux) oder Erbrechen, ansonsten dies zu Zahnerosionen führen kann.

Frische, nicht klebrige Früchte wie Äpfel sind durch das Kauen weniger Plaquefördernd für Zähne und können daher eher als Zwischenmahlzeiten empfohlen werden, wie auch das Kauen von Zahnpflege-Kaugummi, das den Speichelfluss stimuliert und damit Gesundheit der Zähne beeinflusst.

Nahrung Zähne Zucker Süsses Saures Fruchtsaft

Das Kauen stimuliert Speichelfluss, womit der Speichel die Speisereste wegspült und gleichzeitig den Zahnschmelz als Zahnhartsubstanz durch die Remineralisation (Einlagerung von Mineralien) festigt. 

Kaubewegungen fördern den Speichelfluss

Der Speichelfluss wird durch die erforderlichen Kaubewegungen beim Kauen einer Frucht mit der Fruchtsäure angeregt.

Kohlenhydrate können von den Belagsbakterien nicht abgebaut werden oder erst wenn die Stärke im Mund vorhanden ist. Der Abbau von Kohlenhydraten vollzieht sich jedoch nur langsam, sodass die entstehende Säure leichter vom Speichel durch gute Speichelfluss neutralisiert und damit unschädlich gemacht werden kann. Beim Trinken von leicht gesüssten Getränken wird der Hauptanteil vom Zucker im Normalfall sofort heruntergeschluckt, sodass bei Erwachsenen nur geringe Mengen in die Plaque der Zähne gelangen. Anders ist es jedoch bei Kindern, wenn sie genüsslich mit einem Strohhalm trinken oder aus einer Saugflasche nuckeln. Der Zucker von gesüssten Tees oder Fruchtsäften kann dann die Zähne der Kinder länger umspülen, was zu Zahn-Karies führen kann. Eine gute Zahnpflege der Kinder ist darum sehr wichtig, denn Kinder lieben Zucker wie die Bakterien im Mund der Kinder auch, doch der Zucker beeinflusst Zähne, indem sie die Mikroorganismen der Plaque beeinflusst, was der Hauptauslöser der Zahnfäule bzw. der Zahnerkrankung durch Kariesbakterien ist. Bei der Nahrung für Kinder ist vor allem auf versteckte Zucker zu achten, denn 1 Glas Cola mit 200 ml Inhalt enthält ca. 20g Zucker, was 7 Zuckerwürfeln pro Glas entspricht. Selbst viele Nahrungsmittel, die nicht als süss empfunden werden, haben oft einen hohen Zuckeranteil, so sind in 500 Gramm Tomatenketchup 100 bis 150 Gramm Zucker enthalten, was ca. 33 bis 50 Zuckerwürfeln entspricht. Man sollte deshalb beim Kauf von Lebensmitteln und Kaugummis für Kinder, auf das Zahnmännchen mit Schirm achten, damit man sicher sein kann, dass kein Zucker oder andere Zahnschädigende Substanzen enthalten sind.


Kauen stimuliert Speichelfluss

Schutzfaktor für die Gesundheit der Mundhöhle und der Zähne ist der Speichel.

Einen hohen Schutzfaktor für die Gesunderhaltung der Mundhöhle hat der Speichel, der die Schleimhäute vor dem Austrocknen schützt und zahnzerstörende Säuren neutralisiert. Gleichzeitig spült Speichel Speisereste weg und festigt den Zahnschmelz durch die Remineralisation bzw. indem durch den Mundspeichel verlorengegangene Mineralstoffe wieder einlagert werden. Das Kauen von Kaugummi, Apfel, Gemüserohkost, Vollkornbrot etc. regt den Speichelfluss an und beeinflusst somit die Selbstreinigung der Zähne.

Kaugummi Kauen stimuliert Speichelfluss Speichel

Das Kauen von Zahnpflegekaugummi kann den durch Bakterien verursachten Mundgeruch bei Mundtrockenheit eindämmen oder verhindern und beeinflusst gleichzeitig die Gesundheit der Zähne.

Kaugummikauen stimuliert Speichelfluss

Das Kauen von Zahnpflegekaugummi stimuliert den Speichelfluss wie das Kauen während der Nahrungsaufnahme und beeinflusst somit die Selbstreinigung der Zähne.

Das Kauen von Kaugummi regt die Sekretion der Speicheldrüsen und Magendrüsen an. Der Speichel als Sekret aus den Drüsen im Mund sorgt für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung sowie für ein erleichtertes Schlucken. Speichel sorgt mit dem Speichelfluss auch für die Physiologische Selbstreinigung der Zähne bzw. Zahnhygiene und Mundhygiene. Durch die Bewegung der Zunge und der Wangen wird die Selbstreinigung vom Gebiss in der Zahnbogenform verbessert. Die „Physiologische Selbstreinigung“ ist die desinfizierende (antiseptische) Wirkung vom Speichel, der Zunge und Zähne reinigt. Speichel bildet mit seinen antiviralen und antibakteriellen Faktoren die erste Barriere im Mund gegenüber Krankheitserregern. Die Plaque an Zähnen wird durch das Kauen von einem Kaugummi meist nicht entfernt und kann die Zungenpflege und das mechanische Zähneputzen mit Zahnpasta und Zahnbürste nicht ersetzt. Durch das Kaugummikauen wird jedoch für längere Zeit mehr Speichel gebildet, der dann entsprechend die Zähne auch umspülen und Säure neutralisieren kann. Der nach dem Essen niedrigere pH- Wert in der Plaque wird dadurch innerhalb von 10- 20 Minuten wieder in den neutralen Bereich angehoben, was ohne Kaugummikauen sonst ca. 30 bis 40 Minuten dauert. Zu beachten ist, dass sowohl die Anregung der Speichelsekretion und Magensekretion als auch verstärkte Tätigkeit der Kaumuskulatur zu Beschwerden führen kann, weshalb das Kauen von Kaugummi nur in gewissem Masse sinnvoll ist.

MUNDPFLEGE

Mundpflege

Der Mundraum stellt beim Mensch den Eingangsbereich vom Verdauungssystem dar, wo die Zahnpflege, Zahnfleischpflege und Mundpflege ein wichtiger Bestandteil der Körperpflege ist.

In der professionellen Pflege wird von ausgebildeten Pflegepersonen meist der Begriff "Mundpflege" verwendet, der alle Massnahmen der Mundhygiene betreffen, wenn der Patient die Pflege nicht selbst ausführen kann. Bei der Mundpflege werden bei hilfsbedürftigen Personen alle Handlungen zusammengefasst, die der Verhütung von Entzündungen oder Verletzungen der Schleimhaut im Mund wie auch im Rachenraum dienen. Mit der Mundpflege beugt man Krankheiten vor und damit auch dem Mundgeruch, da nebst der Aufrechterhaltung der Mundflora eine Reduktion der bakteriellen Aktivitäten erreicht wird. Die Mundhöhle ist als Oralbereich mit der Kaumuskulatur und dem komplexen Gelenk vom Kiefer mit Drehbewegung, Seitwärtsbewegung und Gleitbewegung die erste Station auf dem Verdauungsweg, woran nebst den Speicheldrüsen Lippen, Zähne, Zahnfleisch und die Zunge als Muskelkörper beteiligt sind.

Mundpflege Beläge Speisereste Mundhygiene 

Wenn der Mundraum mit den Zähnen und der Schleimhaut nicht gepflegt sind, fühlt man sich vielfach nicht sicher und auch nicht wohl.

Pflege vom Mund

Durch die Mundpflege sollen Speisereste und Beläge von den Zähnen entfernt werden, denn ein sauberer Zahn wird nicht kariös.

Eine kontinuierlich gute Mundpflege ist wichtig für die Zähne und das Zahnfleisch. Gesunde Zähne tragen zum Wohlbefinden und gutem Aussehen bei und ermöglicht ein richtiges essen und Sicherheit beim Sprechen. Nach jeder Mahlzeit sollten die Zähne mit Zahnbürste und Zahnpasta gereinigt werden, um die Säurebildung in der Mundhöhle möglichst gering zu halten. Damit kein Mundgeruch entsteht, kann auch die Zungenpflege mit der Zungenbürste sehr wichtig sein, denn auf der Zune befinden sich die meisten Bakterien, Viren und Pilze, die üble Gerüche verbreiten können. Die Aufgaben der Zunge als Muskelorgan sind beim Mensch vielfältig, da die Zunge als Sinnesorgan (Trägerstrukturen für Geschmackspapillen und Geschmacksknospen) zum Schmecken und Tasten wie auch zum Sprechen gebraucht wird und am Kauen, Saugen und Schlucken teilnimmt. Die Zahnreinigung sollte morgens nach dem Frühstück, abends vor dem Schlafengehen sowie, nach jedem Genuss von zuckerhaltigen Speisen erfolgen. Bei korrekter Zahnreinigung wird das Zahnfleisch gleichzeitig massiert und dadurch die Durchblutung angeregt. Eine vollständige mechanische Entfernung der Plaque ist insbesondere in den Zahnzwischenräumen sehr schwierig, so dass eine Dentalhygiene als zahnmedizinische Prophylaxe (Zahnstein entfernen) einmal pro Jahr beim Zahnarzt notwendig ist. Zur Mundhygiene stehen daher neben der normalen Zahnbürste noch verschiedene Hilfsmittel wie Zungenbürste, Zahnseide, Zahnhölzer, Zahnzwischenraumbürsten und Mundduschen zur Verfügung.

Ziel der Mundpflege ist die Zahnerhaltung:

Reduktion der bakteriellen Aktivitäten durch gute Zahnputztechnik und Zahnersatzpflege
Belagfreie Zähne durch Pflegen der Zähne wie auch der Prothesenpflege und Zahnfleischpflege (Implantatpflege)
Durch eine gute Mundhygiene und Zungenpflege wird der Geschmack im Mund verbessert
Aufrechterhaltung der Mundflora durch die Pflege der Mundhöhle
Wohlbefinden bzw. Atemgeruch verbessern
Vitales Aussehen vom Zahn-Gebiss und dem Zahnfleisch als Teil der Mundschleimhaut
Saubere Mundschleimhaut


Persönliche Mundpflege

Die Mundpflege dient der Mundgesundheit und ist ein Bestandteil der Körperpflege.

Für eine gute Mundpflege braucht es persönliche Hilfsmittel wie Zahnbürste und Zahnpasta, Zahnseide, Zwischenraumzahnbürste und Zungenreiniger oder auch die Munddusche. Eine gute Mundpflege führt durch das Pflegen der Mundhöhle zu einem gesunden Mund, was sich durch saubere gesunde Zähne und blass rosafarbenes Zahnfleisch oder einem verbesserten Atemgeruch zeigt. Klebriger bakterieller Zahnbelag wird als Plaque bezeichnet und besteht aus Bakterien, Speiseresten und Speichel, doch wenn der bakterielle Zahnbelag mit der Zahnbürste durch die persönliche Mundpflege längere Zeit nicht weggeputzt wird, entsteht Zahnstein.

Persönliche Mundpflege Zähne Zahnimplantate

Zur Mundpflege bzw. Mundhygiene gehört nebst der Zahnpflege (Dentalpflege) auch die Implantatpflege (Zahnfleischpflege um die Implantate herum) wie auch die Prothesenpflege und Zungenpflege, denn die meisten Bakterien, Pilze und Viren befinden sich auf der Zunge und im verkalkten Zahnbelag, der aus der weichen Plaque besteht, wenn dieser durch den Zutritt von Mineralstoffen aus dem Speichel verhärtet.

Mundpflege  

Die persönliche Mundpflege, Zahnpflege inkl. Implantatpflege und Prothesenpflege bzw. Zahnfleischpflege um das Implantat herum dient dem Zahnerhalt und dem Wohlbefinden.

Ziel der persönlichen Mundpflege bedeutet eine gründliche Reinigung vom Mundraum und eine einwandfreie Mundhygiene beinhaltet die Zahnpflege, Zungenpflege, Zahnfleischpflege (Charters-Methode zur Zahnfleischmassage), Prothesenpflege und Implantatpflege. Zur persönlichen Mundpflege gehört auch die Zahnprophylaxe bzw. Kontrolle beim Zahnarzt, denn ein regelmässiger Zahnarztbesuch lässt Probleme frühzeitig erkennen. Die Gesundheit vom Mundraum ist für den gesamten menschlichen Organismus wichtig, denn ungepflegte oder kranke Zähne können Krankheiten verursachen und sogar für einen Herzinfarkt verantwortlich sein. Wenn das Zahnfleisch beim Putzen der Zähne oder nach Anwendung von Zahnseide schmerzen oder blutet, ist es Empfehlenswert, einen Zahnarzt aufzusuchen, denn vielfach entsteht dadurch auch Mundgeruch, ohne dass man dies selbst riechen kann. Das Anzeichen von Zahnfleischbluten kann ein Hinweis auf ein medizinisches Problem darstellen. Über geeignete Techniken der Mundhygiene und Mundpflege kann man sich beim Zahnarzt genauer informieren.

Zur Mundpflege gehört auch die Zunge

Zu der Mundpflege gehört auch die Zungenpflege, denn im Mundraum befinden sich die meisten Bakterien auf der mit Schleimhaut überzogenen Zunge bzw. im Zungenbelag.

Durch die Zungenpflege kann ein übler Mundgeruch häufig reduziert oder ganz vermieden werden.

Mundpflege Prothesenpflege Implantatpflege

Durch die Zungenpflege können wie durch die Zahnpflege Bakterien reduziert werden und damit auch der Mundgeruch.

Um die Mundgesundheit zu erhalten, gehört zum Standard die Zahnpflege und die Zungenpflege, denn durch die Reinigung der Zungenoberfläche ergibt sich eine Bakterienverminderung und somit eine Verbesserung der Zahnhygiene und Mundhygiene, doch auch eine zahnmedizinische Prophylaxe ist für die Zahnerhaltung wichtig, da der Zahnstein bzw. die verkalkten Zahnbeläge durch die Zahnbürste mit Zahnpasta nicht selbst weggeputzt werden können.


Mundhygiene

Mundhygiene ist ein wichtiger Bestandteil der Körperpflege, denn der Mundraum ist der Eingangsbereich vom Verdauungssystem.

Die persönlichen Mundhygiene (Mundpflege) ist individuell und hat durch eine gründliche Reinigung vom Mundraum eine gute Zahngesundheit und Mundgesundheit zum Ziel. Die persönliche Mundhygiene inkl. Zahnpflege, Zungenpflege und Zahnfleischpflege bzw. Implantatpflege um die Implantate herum dient dem Erhalt von gesundem Zahnfleisch und dem Zahnerhalt bzw. dem Erhalt der Zahnimplantate im Kieferknochen wie auch dem Wohlbefinden. Zur Zahnpflege und Pflege vom Mundraum gehört auch die Zahnersatzpflege, die meist als Prothesenpflege bezeichnet wird. Um die Mundschleimhaut vor Entzündungen und Pilzbefall wie auch der Restzähne vor Zahnkaries als Zahnerkrankung und Parodontitis (Parodontalerkrankungen) zu schützen, ist die Prothesenpflege als herausnehmbarem Zahnersatz wichtig, denn auch an Zahnprothesen kann "Bakterieller Zahnbelag" und Zahnstein entstehen und damit auch eine erhöhte Anzahl an Bakterien, Viren und Pilze, die als Mikroorganismen bezeichnet werden.

Mundhygiene Mundpflege Zähne Zahnfleisch

Als Mundhygiene gelten alle Massnahmen, die Zähne, Zahnfleisch, Zunge und Mundschleimhaut gesund erhalten.

Hygiene im Mund

Voraussetzung für die Gesundheit und Festigkeit der Zähne ist das Pflegen der Mundhöhle bzw. die Mundhygiene.

Mundhygiene ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Pflege, denn wenn der Mund und die Schleimhäute nicht gepflegt sind, fühlt man sich nicht richtig wohl. Zahnsteine kann zu Zahnerkrankungen bzw. Zahnentzündungen mit starken Zahnschmerzen und zu Zahnfleischerkrankungen. Die Mundpflege beugt Krankheiten vor und kann üblen Mundgeruch durch Entzündungen verhindern. Gesundheitliche Probleme haben ihre Ursache vielfach nicht am Ort der Störung und so können beim Mensch auch Krankheiten durch Zähne entstehen, denn "Zähne können den Körper krank machen" durch Zahnherde und Zahnstörfelder. Der Begriff Mundpflege wird hauptsächlich in der professionellen Pflege gebraucht und ist eine Kombination von Handlungen, die ausgebildete Pflegepersonen zur Therapie und zur Verhütung von Entzündungen oder Verletzungen durch Austrocknen der Schleimhaut im Mundraum und Rachenraum (Mundtrockenheit) sowie der Luftwege einer kranken Person systematisch vornehmen. Mundtrockenheit entsteht vielfach durch Medikamente die den Speichelfluss als Sekret aus den Speicheldrüsen hemmen wie auch durch Stress. Mundpflege bei gesunden Personen bedeutet Zahnreinigung und Gebissreinigung mit Zahnbürste und Zahnpasta sowie Zungenpflege mit der Zungenbürste und auch die Zahnprophylaxe beim Zahnarzt.

Mundhygiene und Mundpflege

Bei der Mundpflege unterscheidet man die allgemeine Mundpflege von der speziellen Mundpflege, wo es um das vorbeugen von Erkrankungen geht oder zu behandeln wie die Soorprophylaxe und Parotitis-Prophylaxe. Eine zusätzliche Zahnpflege (Zähneputzen bei Magensäure) und Mundpflege sollte nach dem Erbrechen erfolgen, damit der unangenehme saure Geschmack aus dem Mund entfernt werden kann und gleichzeitig die Zähne und das Zahnfleisch durch die Säure weniger angegriffen werden (Zahn-Erosionen mit Abrasion).

Zur Mundhygiene und damit zum Erhalt der Zähne dient:

Zahnpflege, Zahnersatzpflege und das Pflegen der Zunge mit der Zungenbürste (Zungenschaber)
Regelmässigen Hygiene nach dem Essen
Vermeiden von Erkrankungen im Mundraum wie Karies als Zahnerkrankung oder Stomatitis (Prothesenstomatitis)
Therapeutische Zwecke bei Munderkrankungen durch Pflegekräfte
Zahnprophylaxe bzw. Mundpflege bei schwerkranken durch  Pflegekräfte


Gebissreinigung und Mundhöhlenpflege

Mit Gebisspflege oder Gebissreinigung können beim Mensch die "dritten Zähne" bzw. die "Ersatzzähne" der Zahnprothese als herausnehmbarer Zahnersatz gemeint sein wie auch das natürliche Zahn-Gebiss.

Für das Funktionieren der Zahnprothese als Zahnersatz sind eine regelmässige Gebissreinigung und eine professionelle Wartung der Prothese beim Zahnarzt oder Zahntechniker für die Haltbarkeit wichtig. Auch das Reinigen der Stegprothese mit dem Steggeschiebe oder die Stegversorgung auf Implantaten ist wichtig, wie es auch bei teleskopierenden Zahnprothesen (Teleskope) oder der "Implantatprothese" als prothetischer Ersatz für verlorengegangene Zähne wichtig ist. Damit kein Mundgeruch entsteht, ist nebst der Gebisspflege bzw. der Reinigung der dritten Zähne auch die Zungenpflege und eine gründliche Mundhygiene wichtig, womit das Zahnfleisch, die Mundschleimhaut und die Zungenschleimhaut gemeint ist, wo sich ein bakterieller Belag mit vielen Mundbakterien, Pilze und Viren als infektiöse Partikel ansammeln können, sodass eine Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis) entstehen kann. Sichtbar entzündlich veränderte Entzündungszeichen auf der Mundschleimhaut wie Rötungen, Schwellungen, Brennen, Schleimhautblutungen, Geschmacksverlust, Taubheitsgefühl, Schmerzen oder auch Mundgeruch können mögliche Symptome einer Stomatitis sein.

Das Pflegen der Mundhöhle ist wichtig

Das Pflege der Mundhöhle ist für das Zahnfleisch und die Mundschleimhaut sehr wichtig wie auch die Pflege der Zahnprothese.

Wenn eine Mundschleimhaut-Entzündung durch eine schlecht sitzende Zahnprothese als herausnehmbarer Zahnersatz hervorgerufen wird, spricht der Zahnarzt von einer Prothesenstomatitis, die durch mechanische, chemische oder Wärmereize entstehen kann. Krankheiten wie Vitaminmangel-B, Eisenmangelanämie, Magenschleimhautentzündung, Leberstörungen oder Kreislaufstörungen können eine Stomatitis bedingen. Die Stomatitis durch eine Zahnprothese steht in kausalem Zusammenhang mit mangelhafter Prothese und Prothesenpflege sowie ungenügender Mundhygiene bzw. auch eine vernachlässigte Zahnhygiene oder eine unterlassene professionelle Dentalhygiene für gesundes Zahnfleisch, sodass Infektionen durch den Pilzerreger der Gattung Candida-albicans entstehen können, so besonders bei Belägen auf Prothesen und somit Druckstellen durch Zahnprothesen, die eine Entzündung der Schleimhaut auslösen. Die hyperplastische Veränderung vom Gaumen ruft vielfach eine Prothesenbeweglichkeit hervor, die eine wiederholende Reinfektion bewirken kann, was eine Abheilung der Prothesenstomatitis verhindert, wenn Erreger tiefer in die Schleimhaut eindringen und sich neue Infektionsherde bilden können. Da vorhandene Druckstellen durch die Zahnprothese nebst der Mundschleimhaut auch die Mundwinkel-Schleimhaut, die Zungenschleimhaut und die Wangenschleimhaut befallen können, sollte man bei Problemen mit der Mundschleimhaut den Zahnarzt aufsuchen, denn Pilze im Mund können über die Speiseröhre auch zu Infektionen im Magen-Darm-Trakt führen. Die Prothesenstomatitis bzw. das Burning-Mouth-Syndrom äussert sich vielfach durch Hitzegefühl, Mundtrockenheit, Mundbrennen, Zungenbrennen als schmerzhafte Missempfindung oder auch Sensibilitätsstörungen, jedoch nicht durch erkennbare Veränderung der Schleimhaut.

Das künstliche Gebiss bzw. die Vollprothese sollten nach jeder Mahlzeit mit Wasser und einer geeigneten Bürste gereinigt werden.

Gebissreinigung künstliches Gebiss natürliches

Die mechanische Reinigung mit der Bürste und Wasser ist nach dem Essen für das natürliche und künstliche Gebiss (Kieferprothese) sehr wichtig, wie auch das Reinigen und massieren vom Zahnfleisch, damit eine gute Durchblutung erfolgt.

Gebiss reinigen

Mit Gebissreinigung kann das natürliche Gebiss oder das künstliche Gebiss (künstliche Zähne) gemeint sein.

Das künstliche Gebiss ist ein Zahnersatz (ZE), ein Sammelbegriff für alle Formen des Ersatzes fehlender natürlicher Zähne, wobei Zahnimplantate als künstliche Zahnwurzeln meist als Zahnwurzelersatz bezeichnet werden. Auf die Implantate wird der Zahnersatz nach der Implantologie bzw. Einheilzeit je nach Implantatsystem und Implantattyp meist erst nach der Einheilzeit im Kieferknochen aufgeschraubt und zementiert. Bei Zahnimplantaten ist eine gute Implantatpflege resp. Zahnfleischpflege um das Implantat herum sehr wichtig, denn damit können Infektionskrankheiten als periimplantäre Erkrankungen (Implantatverlust) verhindert werden. Unter Gebissreinigung wird meistens die Reinigung der Prothese verstanden. Zahnbürste und warmes Wasser reichen für die Gebissreinigung einer Prothese meist völlig aus, was auch für Zahnspangen gilt, wenn keine Zahnpasta zur Verfügung steht. Zusätzlich sollte man die Prothese einmal pro Woche über Nacht in Essig legen, um Kalkablagerungen zu entfernen, denn an Zahnprothesen kann sich Zahnstein als bakterieller Zahnbelag wie bei den Zähnen ablagern, der sich aus Speichel, Nahrungsbestandteilen und Bakterien zusammensetzt. Für die Gebissreinigung gibt es auch Ultraschall, denn Raucher haben oft Probleme mit vergilbten Zahnprothesen bzw. mit Ihren "Dritten Zähnen" wo man ein Ultraschallgerät einsetzen kann, was auch der Zahnarzt benutzt.


Zahnmedizinische Prophylaxe

Zahnerhaltende Massnahmen für gesunde Zähne sind vorbeugenden Massnahmen, die der Zahngesundheit dienen.

Alle vorbeugenden Massnahmen beim Zahnarzt, die der Zahngesundheit und damit dem Zahnerhalt dienen, werden als zahnmedizinische Prophylaxe, Zahnprophylaxe oder als Prävention bezeichnet. Die zahnmedizinische Prophylaxe beim Zahnarzt oder bei der Zahnarzthelferin ist für den Zahnerhalt und für gesundes Zahnfleisch wichtig, denn ein unversehrtes und guterhaltenes Zahnfleisch hat als Zahnhalsschutz Priorität. Ein schöner Zahnfleischverlauf sollte girlandenförmig den Zähnen anliegen und die Zahnwurzeln im Zahnfach (Alveole) bedecken, denn das Zahnfleisch bestimmt die Zahnästhetik, schützt die Zahnhälse zwischen Zahnwurzel und Zahnkrone wie auch den Kieferknochen bzw. Alveolarknochen sowie den unteren Teil der Zähne vor schädlichen Bakterien und dient damit der Zahngesundheit. Unter zahnmedizinischer Prophylaxe versteht man eine mechanische Reinigung der Zähne, die über das hinausgeht, was man täglich selbst erledigt, das dem Zahnerhalt dient, wenn Zähne in Form und Funktion erhalten bleiben.

Zahnmedizinische Prophylaxe Prophylaxe Karies

Auch eine gute häusliche Mundpflege und Zahnpflege bei richtiger Zahnputztechnik beim Zähneputzen mit der richtigen Zahnpasta und Zahnbürste oder auch eine gute Zahnfleischpflege bzw. Implantatpflege (Zahnfleischmassage um Zahnimplantate herum) wie auch die Zungenpflege kann die professionelle Zahnreinigung bzw. die zahnmedizinische Prophylaxe beim Zahnarzt nicht ersetzen, da man den Zahnstein als harter bakterieller Zahnbelag nicht selbst entfernen kann.

Zahnprophylaxe beim Zahnarzt

Die zahnmedizinische Prophylaxe bzw. professionelle Dentalhygiene zum Vorbeugen von Zahnerkrankungen und Zahnentzündungen wie auch der Erkrankung vom Zahnfleisch wird beim Zahnarzt unterteilt in Kariesprophylaxe, Parodontalprophylaxe und Kieferorthopädische Prophylaxe.

Die Zahnprophylaxe beim Zahnarzt oder bei der Zahnhygienikerin ist die bessere Lösung als eine Zahnarztbehandlung, Zahnfleischbehandlung oder ein Zahnersatz. Als Prävention kann eine regelmässige Kontrolle und Zahnprophylaxe beim Zahnarzt sehr wichtig sein, da eine professionelle Zahnreinigung verschiedene Zahnfleischerkrankungen, Zahnerkrankungen und Allgemeinerkrankungen verhindern kann, denn die häufigste Ursache für Zahnverlust sind Erkrankungen vom Zahnfleisch, die der Zahnarzt als Parodontopathien (Zahnbett-Erkrankungen) bezeichnet.

Kariesprophylaxe

Die Kariesprophylaxe ist bei Kindern und Erwachsenen wichtig, denn die Karies kann sich unterhalb der Schmelz-Dentin-Grenze in der ganze Breite vom Kiefer ausbreiten.

Als Kariesprophylaxe wird die Vorbeugung von Zahnkaries als Zahnerkrankung durch Kariesbakterien bezeichnet, was durch eine sorgfältige Mundhygiene (Pflegen der Mundhöhle), regelmässige Fluoridierung wie auch durch eine Fissurenversiegelung und gesunder Ernährung erreicht werden kann.

Parodontalprophylaxe

Die Parodontalprophylaxe ist eine vorbeugende Massnahme zur Zahnerhaltung, denn die Prophylaxe ist eine präventive Massnahmen zur Vermeidung von Zahnerkrankungen und Erkrankungen vom Zahnhalteapparat (Zahnbett).

Da viele Krankheiten durch Zähne entstehen, ist die Parodontalprophylaxe wichtig, denn die Zähne können den ganzen Körper krank machen. Parodontalprophylaxe ist die Vorbeugung von Parodontalerkrankungen (Gingivitis und Parodontitis) durch allgemeine Massnahmen wie gesunde Ernährung, Behandlung von Allgemeinerkrankungen sowie lokale Massnahmen wie sorgfältige Mundhygiene, professionelle Zahnreinigung, korrekte Ausformung von Füllungsrändern und Kronenrändern oder auch funktionelle Massnahmen wie Beseitigung von Okklusionsstörungen, Okklusionsanomalien, Bissanomalien (Zahnabweichung und Kieferabweichung) und Artikulationsstörungen.

Kieferorthopädische Prophylaxe

Damit Zähne und Zahnhalteapparat bei Zahnspangenträgern nicht geschädigt werden, ist eine optimale Mundhygiene und kieferorthopädische Prophylaxe besonders wichtig.

Eine kieferorthopädische Prophylaxe ist in regelmässigen Abständen empfehlenswert oder notwendig, damit die Zähne poliert und die Oberflächen fluoridiert werden können und dabei austauschbaren Teile der Zahnspange ersetzt werden. Bei festsitzenden Zahnspangen mit Bändern, Brackets und Drähten können während der Kieferorthopädie verschiedene Stellen im Gebiss mit der Zahnbürste nicht ausreichend gereinigt werden, was eine kieferorthopädische Prophylaxe notwendig machen kann, denn mit Hilfe von Ultraschall- und Pulverstrahlgeräten können beim Zahnarzt Zahnbeläge in den Nischen der Brackets entfernt werden, womit ein Rückgang von pathogenen Keimen erfolgen kann. Die Kieferorthopädische Prophylaxe ist die Vorbeugung von Fehlentwicklungen vom Gebiss durch ausreichende Vitaminzufuhr und Mineralstoffzufuhr sowie Ausschalten von schädlichen Angewohnheiten, den so genannten Habits. Die kieferorthopädische Zahnprophylaxe kann dem Erhalt der Milchzähne im Milchgebiss (Wechselgebiss) als Platzhalter für die bleibenden Zähne im bleibenden Gebiss dienen oder eine notwendige Entfernung von bleibende Zähnen sein, die im Kiefer zu einem Engstand führen können. 


Mundpflege-Kaugummi

Der Mundpflege-Kaugummi ersetzt keine Zahnbürste und entfernt auch keine Zahnbeläge, doch das Kauen stimuliert den Speichelfluss.

Zuckerfreie Mundpflege-Kaugummi schützt Zähne und Mundhöhle vor schädlichen Bakterien, Viren und Pilzen im Mund und kann der Entstehung von Zahnbelag und damit Entzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitis) vorbeugen wie auch den Mundgeruch hemmen.

Zahnreinigung Kaugummi Kauen Speichelfluss

Wenn man keine Zahnbürste und Zahnpasta zur Hand hat, sind zuckerfreie Kaugummis eine gute Alternative zur mechanischen Zahnreinigung, denn die Kauaktivität regt den Speichelfluss an und durch das Kauen werden Speisereste aus der Mundhöhle entfernt sowie Karies verursachende bakterielle Säuren neutralisiert und dient dem Erhalt der Zähne.

Zahnpflege durch Mundpflege-Kaugummi

Kauen stimuliert den Speichelfluss während der Nahrungsaufnahme und beeinflusst somit die Selbstreinigung der Zähne.

Das Kauen von Kaugummi (Zahnpflegekaugummi) regt die Sekretion der Speicheldrüsen und Magendrüsen an. Der Pflegen der Mundhöhle sorgt für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung sowie für ein erleichtertes Schlucken. Speichel sorgt mit dem Speichelfluss auch für die Physiologische Selbstreinigung der Zähne und das natürliche Pflegen der Mundhöhle bzw. dient durch die Mundspülung der Mundhygiene. Durch die Bewegung der Zunge und der Wangen wird die Selbstreinigung vom Gebiss verbessert. Die „Physiologische Selbstreinigung“ hat eine desinfizierende (antiseptische) Wirkung vom Speichel, der die Zunge wie auch die Zähne reinigt und damit den Atemgeruch verbessern kann. Speichel bildet mit seinen antiviralen und antibakteriellen Faktoren die erste Barriere gegenüber Krankheitserregern im Mund und kann durch genügenden Speichelfluss eine Mundtrockenheit verhindern. Plaque wird durch das Kauen eines Kaugummis nicht entfernt und somit die Zahnpflege mit guter Zahnputztechnik bzw. das Zähneputzen und die Zungenpflege mit der Zungenbürste nicht ersetzt. Durch das Kaugummikauen wird jedoch für längere Zeit mehr Speichel gebildet, der dann entsprechend die Zähne auch umspülen und Säure neutralisieren kann. Der nach dem Essen niedrigere pH- Wert in der Plaque wird dadurch innerhalb von 10- 20 Minuten wieder in den neutralen Bereich angehoben, was ohne Kaugummikauen sonst ca. 30 bis 40 Minuten dauert. Zu beachten ist, dass sowohl die Anregung der Speichelsekretion und Magensekretion als auch verstärkte Tätigkeit der Kaumuskulatur zu Beschwerden führen kann, weshalb das Kauen von Kaugummi nur in gewissem Masse sinnvoll und gesundheitsfördernd ist. Zur Kaumuskulatur werden vier Paare Muskeln zusammengefasst, die den Unterkiefer in Richtung Oberkiefer bewegen und damit für den Kieferschluss (Okklusion) resp. für das Zubeissen und Zermahlen der Nahrung und den seitwärts gerichteten Gleitbewegungen zuständig sind.

Zahnprophylaxe

Prophylaxe am Zahn und Zahnfleisch

Die Zahnprophylaxe ist eine zahnmedizinische Prophylaxe zur Zahnerhaltung und bedeutet in der Zahnmedizin Vorbeugung.

Der Begriff Zahnprophylaxe und Zahnfleischprophylaxe bedeutet vorbeugende Massnahmen zu ergreifen für den Erhalt der Zahngesundheit, wozu ein gesundes Zahnfleisch als Zahnhalsschutz, Zahnwurzelschutz und Schutz für den Kieferknochen bzw. Alveolarfortsatz beim Mensch sehr wichtig ist. Die Zahngesundheit beginnt in der Mundhöhle mit gesundem Zahnfleisch als Teil der Mundschleimhaut, das die Zähne und den Kieferknochen vor Bakterien, Viren und Pilzen im Mund schützt. Der Zahnfleischschutz ist für die empfindlichen Zahnhälse wichtig wie auch im unteren Teil der Zähne die Zahnwurzeln, die in den Zahnfächern vom Alveolarknochen unterhalb vom Zahnfleisch ihren Halt finden und mit Bindegewebsfasern befestigt sind. Die Bindegewebsfasern bestehen aus Sharpey Fasern und überwinden im Kiefer den Periodontalspalt als Raum zwischen der Alveole und der Wurzel vom Zahn mit der Zahnwurzelhaut "Desmodont" und verbinden diese mit Faserzement resp. Wurzelzement. Als Wurzelhaut wird das Bindegewebe vom Zahnhalteapparat bezeichnet, wo kleine Blutgefässe und Lymphgefässe verlaufen. Die Kollagen-Faserbündeln überbrücken den Spalt zwischen Zahnzement, Zahnwurzel und der Zahnfach-Wand, womit der Zahn durch die „Einkeilung“ (Gomphosis) in der Alveole verankert und in geringem Masse beweglich ist, denn Zähne bewegen sich ein Leben lang, da sie durch Sharpeyfasern im Alveolarknochen beweglich aufgehängt sind.

Das Verankerungssystem der Zähne zeigt, wie wichtig dass die Zahnprophylaxe und Zahnfleischprophylaxe sind, um Zahnerkrankungen und entzündliche Parodontalerkrankungen wie Gingivitis als meist bakteriell verursachte Entzündung vom Zahnfleisch und Parodontitis als entzündliche Vorgänge innerhalb vom Zahnhalteapparat verhindern zu können.

Zahnprophylaxe Beläge Konkremente Zahnarzt

Die Zahnprophylaxe erfolgt beim Mensch durch eine gute Zahnhygiene und Mundhygiene sowie Fluor (Fluorid für Zahnschmelz) gegen Zahnkaries, regelmässigen Kontrolle beim Zahnarzt und guter Ernährung für die Zähne, denn die Gesundheit der Zähne wird durch die Ernährung entscheidend beeinflusst.

Zahnprophylaxe

Zahnprophylaxe bedeutet vorbeugende Massnahmen zu ergreifen für die Gesunderhaltung der Zähne und der Zahnverankerung im Zahnbett, wobei die medizinische Zahnreinigung weit über die häusliche Zahnpflege und Zahnfleischpflege hinausgeht.

Bei der professionellen Zahnreinigung geht es vorwiegend darum, den nicht oder kaum sichtbaren Zahnbelag, Plaque, als Hauptursache für Karies und Parodontose mit Hilfe von Air Flow (Pulverstrahl) und speziellen Handinstrumenten zu entfernen, denn die Zahnprophylaxe ist eine Vermeidungsstrategie. Vorbeugende Massnahmen werden auch als Prävention bezeichnet und verhindern die Entstehung von Krankheiten an Zähnen und am Zahnhalteapparat. Mit einer guten Mundhygiene kann die Parodontose als nicht als entzündliche Erkrankung im Zahnbett wie auch Zahnkaries mit Karieszahnschmerzen, Gingivitis, Parodontitis und Mundgeruch verhindert werden, wobei die akute apikale Parodontitis als entzündlicher Vorgang im Zahnbett von der chronisch apikalen Parodontitis unterschieden wird.

Kontrollen beim Zahnarzt

Regelmässige Kontrollen beim Zahnarzt oder Dentalhygieniker bzw. Dentalhygienikerin sind wichtig, denn die Zahnprophylaxe ist eine Prävention bzw. eine professionelle Zahnreinigung die Zahnerkrankungen und Zahnfleischerkrankungen sowie Allgemeinerkrankungen verhindern kann.

Eine einwandfreie Mundhygiene kann nur durch eine genaue und gründliche Pflege von Zähnen, Zahnfleisch, Zunge und Zahnersatz erreicht werden, die durch eine regelmässige Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt mit professioneller Zahnreinigung unterstützt werden sollte.

Professionelle Zahnreinigung Kontrolle Karies

Die Zahnreinigung ist der erste und wichtigste Schritt im Kampf gegen schädliche Kariesbakterien die Karies als Infektionskrankheit verursachen und die Zahnprophylaxe beim Zahnarzt ist der zweite Schritt, denn die Zahnbürste mit Zahnpasta erreicht bei der täglichen Mundpflege nur ein Viertel vom Mundraum.

Durch die Zahnprophylaxe können Karies und Zahnfleischerkrankungen vermieden werden, denn saubere Zähne werden nicht oder nicht so rasch krank. Die häusliche Zahnpflege reicht vielfach nicht aus, um Karies und Parodontose-Erkrankungen zu verhindern. Zahnstein und Konkremente als dunkel verfärbte und harte Ablagerungen in den Zahnfleischtaschen bzw. auf den Wurzeloberflächen der Zähne können nur beim Zahnarzt entfernt werden. Von einer Zahnfleischtasche (Zahntasche) oder Knochentasche wird gesprochen, wenn sich das Zahnfleisch vom Zahn löst, was das wichtigste Symptom entzündlicher Zahnbetterkrankungen ist. Die intensive Säuberung der Zähne und Zahnzwischenräume (Gebisspflege) mit speziellen Fluoridlacken als Kariesschutz (Fluoridprophylaxe) durch eine regelmässige professionelle Zahnreinigung schafft. Vielfach wird, besonders bei Jugendlichen eine Fissurenversiegelung (Zahnversiegelung) für den Zahnerhalt durchgeführt, denn in jedem Zahngebiss hat die Zahnerhaltung vor dem Ersatz eigener Zähne Priorität. Dabei schliesst der Zahnarzt die Furchen mit einem flüssigen Kunststoff, der mit Licht ausgehärtet wird. Durch das Zahnfissuren versiegeln sind die Fissuren als Furchen, Grübchen, Trichter und Rillen im Kauflächenrelief verschlossen, sodass die Kauflächen besser gereinigt werden kann, damit keine Fissurenkaries entsteht. Durch die Selbstvorsorge (Prophylaxe) kann das Risiko der Entstehung von Zahnschäden und Zahnfleischschäden verringert werden. Sind Zähne einmal zerstört, müssen sie repariert oder durch Zahnersatz ersetzt werden. Das für die künstlichen "Ersatzzähne" verwendete Material ist gut, kann jedoch niemals ein gleichwertiger Ersatz für den zerstörten Zahn sein.

Zahnprophylaxe erfüllt Hauptsächlich folgende Aufgaben zur Zahnerhaltung:

Erkennen der individuellen Probleme der Hygiene durch den Zahnarzt (Gebisszustand)
Entfernung supragingivale Beläge und Konkremente (Zahnhartbelag) mit Instrumenten
Individuelle Beratung über Schäden an der Zahnhartsubstanz und am Zahnfleisch
Instruktion über verschiedener Mundhygiene-Hilfsmittel wie die Zungenbürste
Erstellung von PlaqueindexZahnsteinindex (bakterieller Zahnbelag), Papillen-Blutungs-Index
Anfertigung von RöntgenbildernBissflügelaufnahmen, 3D-Volumentomographie
Erstellen von einem optimalen Hygieneprogramm (Pflegen der Mundhöhle)
Anwendung verschiedener Fluoridierungsprogramme (Fluoridierung der Zähne)
Ernährungsberatung, Wirkung der Nahrung auf Zähne (Gesundheit der Zähne)


Gesundheit der Zähne

Ein gesunder Zahn ist von Zahnschmelz als Isolierschicht überzogen und schützt den Zahn bis zum Zahnfleischrand inkl. Zahnhals und hält so Temperaturreize weitgehend von den Nervenfasern fern.

Zahngesundheit Zahnprophylaxe Prävention

Gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch sind meist wegen hohem Zuckerkonsum, falschem oder fehlendem Zähneputzen sowie fehlender Zahnprophylaxe keine Selbstverständlichkeit.

Zahnprophylaxe, eine Prävention

Als Grundlage für eine Optimale Zahngesundheit, ist eine sehr gute Prävention bzw. Zahnprophylaxe.

Die Prävention ist ein umfassender Ansatz in der Zahnmedizin, wobei Primäre Prävention, Sekundäre Prävention und Tertiäre Prävention unterschieden werden.

Primäre Prävention

Zur primären Prävention gehören alle Massnahmen zur Erhaltung und Festigung der Zahn-Gesundheit. Vorbeugung von Karies und Parodontalerkrankungen durch gesunde Ernährung, sorgfältige Mundhygiene und regelmässige Fluoridierung.

Sekundäre Prävention

Zur Sekundären Prävention gehören die Massnahmen der Früherkennung und Frühbehandlung von Zahn-Krankheiten. Frühzeitige Kariesdiagnostik und Parodontaldiagnostik, Massnahmen zur Remineralisation von initialen Schmelzveränderungen und Kieferorthopädische Frühbehandlung.

Tertiäre Prävention

Tertiäre Prävention sind Massnahmen zur Behandlung einer Zahnkrankheit, um eine Verschlimmerung zu verhindern und Krankheitsfolgen auszugleichen.

Zur Tertiären Prävention gehört die Wiederherstellung (Rehabilitation) von Form und Funktion des Kauorgans durch Füllungen, Kronen, Brücken und Prothesen. Es gibt verschiedene Zielgruppen der Prophylaxe man unterscheidet und unterteilt sie in 3 Zielgruppen. Individualprophylaxe sind vorbeugende Massnahmen beim einzelnen Zahnpatienten, individuell durch den Zahnarzt und seine qualifizierten Mitarbeiter in der Zahnarztpraxis. Gruppenprophylaxe sind vorbeugende Massnahmen bei bestimmten Bevölkerungsgruppen wie Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen ausserhalb der Zahnarztpraxis. Kollektivprophylaxe sind vorbeugende Massnahmen für grosse Teile der Bevölkerung durch Salzfluoridierung, Trinkwasserfluoridierung. Karies und Parodontalerkrankungen sind die häufigsten Krankheiten in unserer Wohlstandsgesellschaft. Zahnschäden sind vermeidbar, denn man muss diese Zivilisationskrankheiten nicht bekommen, wenn man ihnen entsprechend vorbeugt. Karies und Parodontalerkrankungen werden durch Plaque verursacht.


Falsche Ernährung für Zähne

Die Gesundheit unserer Zähne ist ein hohes Gut und nicht nur eine kosmetische Angelegenheit, denn, dass kranke Zähne einen ganzen Menschen krank machen können, ist eine bekannte Tatsache.

Ernährung Nahrung Zähne Dentinbildung Zähne

Die Bakterien der Plaque nutzen Zucker zur Energiegewinnung, sei es Haushaltszucker Saccharose), Glucose (Traubenzucker) Fruktose (Fruchtzucker) und Laktose (Milchzucker). Nicht nur Zucker schadet den Zähnen, auch ein Zuviel an sauren oder stark kohlensäurehaltigen Getränken kann der Zahnsubstanz zusetzen.

Bakterien beeinflussen Zähne 

In der Mundhöhle leben mehr als 500 verschiedene Bakterienarten, viele davon sind aber nicht schädlich.

Die Kariesbakterien, im Besonderen die Streptococcus mutans beziehen aus der Nahrung Zucker und verdauen diesen, scheiden ihn jedoch als Säure aus, was die Zähne bzw. Zahnhartsubstanz angreift, denn nach jedem Zuckerkonsum wird der Zahn an der Oberfläche leicht aufgelöst. Es dauert ca. eine Stunde, bis die herausgelösten Mineralstoffe wieder natürlich fest in den Zahn eingebaut werden. Wer einen Lutscher oder Bonbons länger im Mund behält oder jede halbe Stunde Süssgetränke oder Saures wie Zitrusfrüchte (Zitronensäure), Joghurt (Milchsäure) und Essig (Essigsäure) zu sich nimmt, dann löst sich der Zahn immer weiter auf, da der Zahn zu Remineralisierung keine Zeit mehr hat. Deshalb sind für die Remineralisation bzw. die Wiedereinlagerung von Kalziumphosphaten in die angegriffene Zahnoberfläche Pausen zwischen den Mahlzeiten wichtig. Darum ist es besser, eine Tafel Schokolade auf einmal zu essen und nicht auf den ganzen Tag verteilt.

Zucker beeinflusst Zähne 

Richtige Ernährung ist wichtig für gesunde Zähne.

Vielfach kommt „versteckten Zucker“ in vielen Lebensmitteln vor, so in Fertigsuppen, Kartoffelchips, Wurst, Ketchup oder Senf usw. Auch der Fruchtzucker bei Säften oder Tees fördert die Bildung von Karies, denn Saccharose als „Zucker“ muss nicht deklariert werden. So wird Fruchtjoghurt mit der Aufschrift „ohne Zuckerzusatz“ oder „nur mit natürlichem Zucker“ sowie als „zuckerfrei“ angeboten, denn diese Produkte enthalten vielfach eine erhebliche Menge an Fruktose. Durch falsche Ernährung können typische Zivilisationskrankheiten wie Karies, Zahnhalteapparat-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Gicht und Übergewicht entstehen. Es ist daher nicht nur zur Kariesprophylaxe und Parodontalprophylaxe wichtig, ein solides Grundwissen über Ernährung und Verdauung zu haben. Die Nahrung kann die Zahngesundheit beeinflussen. Systematisch über den Stoffwechsel nach Resorption im Darm. Lokal durch direkten Kontakt mit den Zähnen oder indirekt über die Mikroorganismen der Plaque.

Saures kann dem Zahn schaden

Es muss nicht immer Zucker sein, das den Zähnen schadet, denn zu viel an sauren oder stark kohlensäurehaltigen Getränken kann der Zahnsubstanz zusetzen.

Wenn man nach dem Genuss von Früchten mit Fruchtzucker zur Zahnbürste greift, wird der durch die Säuren aufgeweichte Zahnschmelz weggeputzt. Nach dem Verzehr von Äpfeln etc. sollte man darum zuerst den Mund mit Wasser spülen oder mindestens eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen warten.

Systemische Wirkung der Nahrung

Die systemische Wirkung der Nahrung ist vor allem während der Schmelzbildung und Dentinbildung von Bedeutung, also in der Schwangerschaft und nach der Geburt bis etwa zum 12. Lebensjahr.

Über die Blutbahn werden die Nährstoffe dabei zu den Zähnen bzw. Zahnkeimen transportiert. Für eine optimale Entwicklung der Zähne ist die Nahrung besonders wichtig wie Kalzium und Phosphat in Milch und Milchprodukten sowie Vitamin D dass in Fisch, Eigelb und Margarine vorkommt. Wichtig sind auch Fluoride die im Trinkwasser und auch Seefischen sowie einigen Teesorten vorhanden sind.

Lokale direkte Wirkung der Nahrung am Zahn

Beim direkten Kontakt der Nahrung mit den Zähnen haben Konsistenz (Beschaffenheit), Temperatur und Säuregehalt der Nahrung eine besondere Bedeutung.

Mit Konsistenz ist ein festes und intensives kauen der Nahrung gemeint, dass die Selbstreinigung durch angeregten Speichelfluss des Gebisses fördert. Dadurch entstehen weniger Zahnbeläge. Harte Nahrung unterstützt beim Heranwachsenden zusätzlich die Ausformung der Kiefer. Extrem kalte oder heisse Nahrung kann Mikrorisse durch die Temperaturschwankung im Schmelz verursachen und so den Zahn schädigen. Säurehaltige Speisen demineralisieren die Zahnoberfläche bei direktem Kontakt, wodurch es zu einer so genannten Erosion bzw. Verlust von Zahnhartsubstanz kommen kann. Durch abrasive Nahrung oder kräftiges Zähneputzen direkt nach dem Konsum von säurehaltiger Nahrung wird die Schädigung noch verstärkt. Mit dem Zähneputzen sollte man deshalb mindestens 30 Minuten warten. Sofern diese Zeit nicht vorhanden ist, kann man direkt nach dem Verzehr von säurehaltiger Nahrung den Mund kurz mit Wasser spülen.

Indirekte Wirkung der Nahrung auf die Zähne

Richtiges Essen ist für die Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch, so wichtig wie eine gute Mundhygiene.

Zucker Plaque Nahrung Zähne Haushaltszucker

Neben der direkten Wirkung hat die Nahrung auch eine indirekte Wirkung auf die Zähne, indem sie die Mikroorganismen der Plaque beeinflusst.

Die Plaquebildung wird vor allem durch regelmässige Einnahme von Zucker gefördert, der aus kleinen, leicht spaltbaren Molekülen besteht und somit schnell von Bakterien abgebaut werden kann. Dies sind die Einfachzucker und Doppelzucker, die auch als niedermolekulare Kohlenhydrate bezeichnet werden. Plaquefördernd sind hauptsächlich die Disaccharide (Doppelzucker) und darunter im Besonderen der in der Nahrung häufig vorkommende Haushaltszucker Saccharose bzw. Rübenzucker und Rohrzucker. Die Belagbakterien sind in der Lage, Saccharose aufzuspalten und zur Energiegewinnung abzubauen, wobei es zur Bildung von Säure kommt.


Zwischendurch Mahlzeiten

Mahlzeiten wie Chips, Salzstangen oder Pizza, so zwischendurch mögen auch die Karies-Bakterien.

Plaquebildung Parodontalerkrankungen Karies

Für die Plaquebildung ist der Zeitfaktor und damit auch für die Entstehung von Karies und Parodontalerkrankungen entscheidend.

Daher sollte nach jeder Mahlzeit eine gründliche Mundpflege erfolgen, damit die Einwirkungszeit der durch den Abbau der Nahrung entstehenden Säuren verkürzt wird. Werden zusätzlich zu den Hauptmahlzeiten zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten eingenommen, so kann die ständig im Mund gebildete Säure auf die Zähne einwirken. Bei gleichzeitig vernachlässigter Mundpflege kommt es dann fast zwangsläufig zu Zahnschäden, im Besonderen, wenn gleichzeitig der Speichelfluss, der für eine natürliche Zahnreinigung zuständig ist, nur in geringem Masse vorhanden ist. 


Professionelle Zahnreinigung

Die Professionelle Zahnreinigung ist beim Zahnarzt ein Hauptbestandteil der zahnmedizinischen Prophylaxe.

Unter der zahnmedizinischen Prophylaxe wird die mechanische Reinigung der Zähne beim Zahnarzt verstanden, was auch bei guter Zahnputztechnik über die normale tägliche Zahnpflege mit Zahnpasta und Zahnbürste hinausgeht. Die regelmässige "Professionelle Zahnreinigung" ist eine Vorsorge, um das Kariesrisiko und Parodontitisrisiko möglichst tief zu halten. Durch die Zahnreinigung als Prophylaxe beim Zahnarzt erfolgt durch das Entfernen vom Biofilm und dem bakteriellen Zahnstein sowie den Konkrementen in den Zahnfleischtaschen eine Reduzierung der Bakterien, was zur Zahnerhaltung bei Zahnerkrankungen und Zahnfleischerkrankungen immer erforderlich ist. Als Konkremente werden die durch Blut dunkel verfärbten und fest anhaftenden wie auch harten Ablagerungen innerhalb einer Zahnfleischtasche bezeichnet. Im Gegensatz zum Zahnstein haften die Konkremente äusserst fest an der Zahnoberfläche bzw. auf der Oberfläche der Zahnwurzel vom Zahn an und können beim Zahnarzt nur mühsam entfernt werden. Ohne das Reinigen der "Zahntasche" oder Knochentasche kann durch die Bakterien immer eine Zahnfleischentzündung mit Zahnfleischbluten entstehen, was auch ein Rückgang vom Zahnfleisch zur Folge hat.

Gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch sind auch bei Kindern und Jugendlichen nicht selbstverständlich.

Professionelle Zahnreinigung Zahnprophylaxe

Vorbeugen durch die Zahnprophylaxe beim Zahnarzt oder Zahnhygienikerin ist die bessere Lösung als eine Zahnbehandlung resp. Heilung oder der Zahnersatz.

In der Zahnmedizin beim Zahnarzt bedeutet Zahnprophylaxe vorbeugend Zähne und Zahnfleisch zu schützen. Die professionelle Zahnreinigung umfasst das Entfernen aller Zahnbeläge einschliesslich der gründlichen Politur der Zähne mit professionellen Hilfsmitteln, die auch auf die Mundsituation des Patienten abgestimmt werden. Bei der professionellen Zahnreinigung geht es vorwiegend um den kaum sichtbaren Zahnbelag mit Hilfe von Pulverstrahlgeräten und Handinstrumenten zu entfernen. Mit der professionellen Zahnreinigung werden Hygieneverhältnisse in der Mundhöhle geschaffen, damit Zahnbetterkrankungen oder Karies vermieden werden können. Die professionelle Zahnreinigung kann selbst harte und verfärbte Zahnbeläge beseitigen und beinhaltet das gründliche Entfernen von Zahnstein und anderen hartnäckigen Belägen sowie Verfärbungen. Anschliessend werden die Zähne geglättet und poliert, um eine Neuansiedelung von Bakterien an den Zähnen zu erschweren. Die professionelle Zahnreinigung ist nicht nur eine kosmetische Massnahme, denn sie ist auch Grundvoraussetzung für die Gesunderhaltung der Zähne und des Zahnhalteapparates. Nach einer professionellen Zahnreinigung werden die Zähne fluoridiert, denn Fluoride härten den Zahnschmelz und schützen die Zähne vor der Kariesentstehung. 


Kosmetische Zahnreinigung

Bei der kosmetischen Zahnreinigung werden oberflächliche Verfärbungen schonend von den Zähnen entfernt.

Kosmetische Zahnreinigung Zähne Verfärbungen

Durch die kosmetische Zahnreinigung wird normal eine zufriedenstellende Verbesserung der natürlichen Zahnfarbe erreicht, denn strahlend weisse Zähne können nur durch ein Bleaching Verfahren erreicht werden.

Kosmetische Verschönerung der Zähne

Unter kosmetischer Zahnreinigung wird eine Zahnkosmetik verstanden bzw. eine kosmetische Verschönerung der Zähne im Sichtbaren Bereich.

Bei einer kosmetischen Zahnreinigung die ca. 20 Minuten dauert werden Ablagerungen und Verfärbungen auf den sichtbaren Zahnoberflächen, meist durch eine Prophylaxe-Fachfrau entfernt und die Zähne wieder aufpoliert. Unter kosmetischer Zahnreinigung versteht man, mit Hilfe von Air-Flow, das schonende Entfernen von unschönen Belägen wie oberflächliche Verfärbungen durch Genussmittel wie Tee, Kaffee und Nikotin. Unansehnliche Verfärbungen auf den Zähnen wirken störend und bei wichtigen Gesprächen, Kundenkontakten und persönlichen Begegnungen ein Hindernis für die Selbstsicherheit. Unter Zahnkosmetik versteht man vielfach die kosmetische Verschönerung von Zähnen im Sichtbaren Bereich. Nach Bedarf kann die kosmetische Zahnreinigung im sichtbaren Frontzahnbereich oder als Komplette Zahnbehandlung aller Zähne erfolgen. Häufig wird mit der kosmetischen Zahnreinigung eine zufriedenstellende Verbesserung erreicht, wenn die natürliche Zahnfarbe wieder hergestellt werden soll. Unter "Bleaching" versteht man die optimale Wiederherstellung der natürlich weissen Zahnfarbe. 


Zahnkontrolle beim Zahnarzt

Eine regelmässige Zahnkontrolle beim Zahnarzt sollte mindestens einmal Jährlich erfolgen.

Zahnkontrolle Kontrolluntersuchung Zahnarzt

Die Gesundheit der Zähne sollte man nicht dem Zufall überlassen und darum jährlich einen Kontrolltermin für die Zahnkontrolle mit dem Zahnarzt vereinbaren.

Zahnkontrolle als Zahnprophylaxe

Bei der jährlichen Zahnkontrolle geht es im Besonderen, um den kaum sichtbaren Zahnbelag zu beseitigen, also um eine professionelle Zahnreinigung als Prävention. Eine gute Zahnpflege und jährliche Zahnkontrollen sind für die Gesunderhaltung der Zähne und Vermeidung der üblichen Zahnprobleme wie Parodontitis, Mundgeruch, Zahnfleischprobleme und Zahnverlust notwendig. Kranke Zähne können krank machen, denn die Erkrankung eines Zahns muss nicht auf diesen beschränkt bleiben, sondern kann chronische Erkrankungen auslösen oder umgekehrt. Auch für Schwangere Frauen wird eine Zahnkontrolle empfohlen, denn entzündetes Zahnfleisch der Schwangeren ist auch schlecht für das Ungeborene Kind, denn die Erreger können eine Frühgeburt auslösen.

Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt

Kinder sollten so früh wie möglich an den Zahnarzt gewöhnt werden, was durch eine jährliche Zahnkontrolle geschehen kann.

Zahnprophylaxe Zahnkontrolle Zahnarzt Zähne

Durch frühzeitige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt wird eine Basis des gegenseitigen Vertrauens zwischen Zahnarzt und Kind aufgebaut. 

Jährliche Zahnkontrolle ist kein Luxus

Zahnkontrolle bedeutet, Kontrolluntersuchung und Zahnprophylaxe beim Zahnarzt.

In der heutigen Zeit hat die Mundhygiene sowohl gesundheitlich als auch sozial einen hohen Stellenwert, weshalb eine jährliche Zahnkontrolle kein Luxus ist. Das erste Mal füllt man als Zahnpatient zur Erhebung der allgemeinen Anamnese einen Fragebogen aus, denn Allgemeinerkrankungen können Auswirkungen auf die Zahngesundheit haben und spezielle Behandlungsrisiken beinhalten. Diese Zahnkontrolle wird meist durchgeführt anlässlich einer Dentalhygienesitzung. Der Untersuchungsgang wird auch dann durchgeführt, wenn keinerlei Symptome auf eine Zahnerkrankung hindeuten. Eine Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt ist wichtig, um mögliche Schäden an den Zähnen wie z.B. durch Karies oder Parodontose erkennen zu können und frühzeitig mit einer notwendigen Zahnbehandlung beginnen zu können. Eine Verbesserung in der Kariesverhütung sowie eine regelmässige professionelle Zahnreinigung ermöglichen den Erhalt der natürlichen Zähne.

Jährliche Zahnkontrolle

Die zahnärztliche Kontrolluntersuchung sollte jedes Jahr ein Mal oder je nach Mundverhältnis alle sechs Monate wahrgenommen werden.

Bei der Kontrolle durch den Zahnarzt werden Zahnprophylaxe besprochen, eine Zahnsteinentfernung durchgeführt und Untersuchungen vorgenommen. Es folgt der intraorale Befund, zu dessen Erhebung der Zahnarzt die Zähne, das Zahnfleisch und die übrige Mundschleimhaut des Patienten untersucht und bei Spezialfällen die Speichelfliessrate bestimmt. Werden Schäden oder Auffälligkeiten an den Zähnen oder am Zahnfleisch entdeckt, so können weitergehende Untersuchungen durch den Zahnarzt erforderlich werden. Durch die zahnärztliche Kontrolluntersuchung können Erkrankungen wie Karies und Parodontose frühzeitig erkannt und verhindert werden. Nach erfolgter Zahnkontrolle folgt die Dokumentation des Zahnstatus. Die Erfassung des Gebisszustandes wird als Zahnstatus bezeichnet wo fehlende Zähne, ersetzte Zähne, Füllungen, Inlays, Onlays, Implantate, Kariesbefall und Fehlstellungen oder sonstige Zahnerkrankungen in schriftlicher Form mit Bild festgehalten werden.


Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt

Schöne gesunde Zähne bedeuten mehr Lebensqualität, Selbstsicherheit und Lebensfreude.

Kontrolle Zahnarzt Dentalhygieniker Prohylaxe

Zähne sind mehr als nur ein Kauwerkzeuge und sind mit dem gesamten Körper vernetzt.

Zahnprophylaxe

Eine Regelmässige Kontrolle beim Zahnarzt oder Dentalhygieniker bzw. Dentalhygienikerin ist wichtig und gehört zur Zahnprophylaxe, denn das grosse Problem ist der bakterielle Zahnbelag bzw. Plaque.

Unter einer Prophylaxe werden Massnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten verstanden. Prävention zielt auf die Vermeidung von Zahnkrankheiten und somit auf die Eindämmung von Verbreitung und die Reduktion von Auswirkungen. Zahnbelag ist zusammen mit den Bakterien verantwortlich sowohl für Karies als auch für Parodontitis. Die Plaque wird von den in jedem Mund vorhandenen Bakterien innerhalb von wenigen Stunden gebildet, ist kaum sichtbar und haftet hartnäckig an den Zähnen. Plaque oder Zahnbelag ist eine Anhäufung verschiedener Bakterien auf dem Zahn, durchsetzt mit Speiseresten und Mineralien aus dem Speichel. Können die Bakterien sich im feuchten Mund mit gleichmässiger Temperatur ungehindert vermehren, entwickelt sich bis zu 200 Millionen Mikroorganismen in einem Milliliter Speichel. Sie sind sichtbar als klebriger Zahnbelag, der zu den Problemen führt, wie Mundgeruch und Zahnverfärbung. Gleichzeitig fördert Plaque die Entstehung von Karies und Parodontalerkrankungen.

Prophylaxe und Kontrolle der Zähne

Zahnprophylaxe bedeutet, vorbeugen statt reparieren und ist ein Schwerpunkt beim Zahnarzt bei der Zahnkontrolle.

Kariesprävention bzw. Schutz vor Kariesbefall und Zahnerhaltung haben in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen. Die Wissenschaft unterstützt diese Entwicklung, indem sie Mittel bereitstellt, mit deren Hilfe Karies und parodontale Erkrankungen resp. Erkrankungen des Zahnhalteapparats frühzeitig erkannt werden können. Der Zahnarzt kann dadurch eine individuelle Diagnose stellen um anschliessend eine gezielte Prophylaxebehandlung durchführen. Eine wirksame Prophylaxe beim Zahnarzt ist nach der Zahnkontrolle immer individuell. Welches Programm beim Zahnarztbesuch das richtige ist, lässt sich nicht allgemeingültig formulieren, denn zunächst werden im Beratungsgespräch, der Untersuchung der Mundhöhle und verschiedene Tests Informationen und Daten gesammelt. Dazu gehören Fragen nach Zahnerkrankungen, Allgemeinerkrankungen, nach Zahnpflegegewohnheiten und Ernährungsgewohnheiten. In der Untersuchung wird neben dem Zahnzustand das Zahnfleisch mit einer speziellen Sonde auf Entzündungen untersucht.


Prophylaxe bedeutet Prävention

Oft sind es Kleinigkeiten die über die Gesundheit vom Gebiss und deren Zähne entscheiden.

Prophylaxe Zahnschäden Vorbeugen Zahnfleisch

Vorbeugen durch Zahnprophylaxe ist besser als heilen.

Zähne Putzen

Zähne sollten mindestens einmal morgens und einmal abends geputzt werden.

Um die Zähne ein Leben lang gesund zu erhalten, bedarf es bereits in der Kindheit einiger Aufmerksamkeit. Der Zahnarzt legt den Kindern die Prophylaxe nahe und erklärt dies vielfach mit Zahnerkrankungen sowie Zahnfleischerkrankungen die auf bakterielle Beläge zurückgehen. Diese bestehen im Grösstenteils aus den Bakterien und ihren Stoffwechselprodukten wie die Säure und ihre Nahrungsstoffe die hauptsächlich Zucker sind. Dieser Zahnbelag geht mit dem Speichel in alle kleinsten Spalten und setzt sich dort fest und lässt sich nur mechanisch mit Zahnbürste oder Zahnseide entfernen. Zahnstein entsteht aus dem weichen Zahnbelag und den Mineralien des Speichels. Er schiebt das Zahnfleisch zurück und verstärkt Zahnfleischentzündung. Zahnstein lässt sich nur mechanisch vom Zahnarzt entfernen und die Zähne werden danach auf Hochglanz poliert. Noch gefährlicher und auch hartnäckiger sind Konkremente, eine Steinablagerung aus Blutmineralien, die sich unter dem Zahnfleisch im Rahmen einer chronischen Zahnfleischentzündung bildet. Mit einer Parodontitisbehandlung werden Konkremente beseitigt. Bevor der Zahn-Patient die praktische Zahnreinigung und Prophylaxebehandlung erhält, werden die Mundsituation und darauf folgende Behandlungsschritte genauestens theoretisch besprochen. Dann werden die Zähne mechanisch gereinigt. Der Patient erhält dann eine genaue Aufklärung, für die prophylaktische Pflege zu Hause. Das Zähneputzen kann z.B. durch das Anwenden der "Stillmann-Bass-Technik" erfolgen, wo das Ansetzen einer mittelweichen Zahnbürste im 45° Winkel direkt an das Zahnfleisch erfolgt. Dann kurz rütteln, nicht wischen oder kreisen, wie bisher gedacht und in Richtung Mundhöhle auswischen. Durch das Rütteln an der Stelle dringen die Borsten leicht unter das Zahnfleisch und können so das Festsetzen von Zahnstein verhindern, weil der weiche Belag, aus dem sich der Stein bildet, dort nicht festsetzen kann.


Zahnprävention

Die Zahnprävention beschäftigt sich mit vorbeugenden und krankheitsverhindernden Massnahmen, die Krankheiten an Zähnen und am Zahnhalteapparat verhindern sollen.

Prophylaxen Prävention Zahnkrankheit Karies

Unter basisprophylaktischen Massnahmen versteht man das tägliche Zähneputzen und intensivprophylaktische Massnahmen richten sich an Personen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko.

Prophylaxen / Prävention

Unterschiede werden primäre Prävention, sekundäre Prävention und tertiäre Prävention.

Unter Prophylaxe versteht man vorbeugende Massnahmen zur Verhütung von Krankheiten, was gleichbedeutend ist wie der Begriff Prävention. Prophylaxe ist mehr als nur zahnärztliche Vorsorge und ist ein Ansatz, der viele Verbindungen zur Medizin aufweist. Dabei unterscheidet man primäre, sekundäre und tertiäre Prävention. Eine wichtige Massnahme im Rahmen der primären Prävention ist die Ausschaltung von Risikofaktoren. Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Zuckerkrankheit, Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress sind Risikofaktoren für chronische Herz- Kreislauf- Krankheiten. Eine gesunde Lebensweise mit vollwertiger Ernährung und regelmässiger sportlicher Betätigung ist daher eine wesentliche Grundlage zur Erhaltung der Gesundheit. Die Grundlage für eine Optimale Zahngesundheit, ist eine gute Prophylaxe (Prävention).

Prävention Primär

Primäre Prävention (Prophylaxe) sind alle Massnahmen zur Erhaltung und Festigung der Gesundheit. Vorbeugung von Zahn-Karies und Parodontalerkrankungen durch gesunde Ernährung, sorgfältige Mundhygiene und regelmässige Fluoridierung.

Prävention Sekundär

Sekundäre Prävention (Prophylaxe) sind Massnahmen zur Früherkennung und Frühbehandlung von Krankheiten. Frühzeitige Kariesdiagnostik und Parodontaldiagnostik, Massnahmen zur Remineralisation von initialen Schmelzveränderungen und Kieferorthopädische Frühbehandlung.

Prävention Tertiär

Tertiäre Prävention (Prophylaxe) sind Massnahmen zur Behandlung einer Krankheit, um eine Verschlimmerung zu verhindern und Krankheitsfolgenauszugleichen. Dazu gehört die Wiederherstellung resp. Rehabilitation von Form und Funktion des Kauorgans durch Füllungen, Kronen, Brücken und Prothesen. Bei der Zahnmedizinischen Prophylaxe unterscheidet man drei Teilbereiche: Dass sind Kariesprophylaxe, Parodontalprophylaxe und Kieferorthopädische Prophylaxe.

Prophylaxe Karies

Kariesprophylaxen sind Massnahmen zur Vorbeugung von Karies durch gesunde Ernährung, sorgfältige Mundhygiene, regelmässige Fluoridierung und Fissurenversiegelung.

Prophylaxe Parodontal

Parodontalprophylaxen sind Massnahmen zur Vorbeugung von Parodontalerkrankungen durch allgemeine Massnahmen wie gesunde Ernährung, nicht Rauchen, Behandlung von Allgemeinerkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus oder auch lokale Massnahmen wie sorgfältige Mundhygiene, professionelle Zahnreinigung, korrekte Ausformung von Füllungsränder und Kronenränder und funktionelle Massnahmen wie Beseitigung von Okklusionsstörungen und Artikulationsstörungen.

Prophylaxe Kieferorthopädisch

Kieferorthopädische Prophylaxen sind Massnahmen zur Vorbeugung von Gebissfehlentwicklungen durch ausreichende Vitaminstoffzufuhr und Mineralstoffzufuhr, Ausschalten von Habits bzw. schädliche Angewohnheiten wie z.B. Daumenlutschen und Erhaltung der Milchzähne als Platzhalter für die bleibenden Zähne sowie Entfernung bleibender Zähne, die zu einem Engstand führen können.

Prophylaxe-Zielgruppen

Individualprophylaxe vorbeugende Massnahmen beim einzelnen Patienten
Prophylaxe individuell durch den Zahnarzt und seine qualifizierten Mitarbeiter in der Zahnarztpraxis
Gruppenprophylaxe vorbeugende Massnahmen bei bestimmten Bevölkerungsgruppen

Gruppenprophylaxen gibt es in Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen ausserhalb der Zahnarztpraxis. Kollektivprophylaxe sind vorbeugende Massnahmen für grosse Teile der Bevölkerung z.B. durch Salzfluoridierung, Trinkwasserfluoridierung. Karies und Parodontalerkrankungen sind die häufigsten Krankheiten in unserer Wohlstandsgesellschaft. Zahnschäden sind jedoch vermeidbar. Man muss diese Zivilisationskrankheiten nicht bekommen, wenn man ihnen entsprechend vorbeugt. Karies und Parodontalerkrankungen werden durch Plaque verursacht.


Was ist Zahnkaries?

Die Zahnkaries ist eine Zahnfäulnis bzw. eine Erkrankung der Zahnhartgewebe Zahnschmelz und Dentin. Wenn Karies (Zähne links auf Bild) die Zahnhartsubstanz angreift, entstehen anfänglich weisse und später braune Flecken im Zahnschmelz, was als Initialkaries bezeichnet wird.

Zahnkaries Karies  Loch im Zahn braune Flecken

Wenn die Karies weiter fortschreitet entsteht daraus ein spürbares Loch im Zahn, was der Zahnarzt als Kavität bezeichnet. Diese Schädigung kann der Zahnarzt ausbohren und mit einem geeigneten Füllmaterial wieder ausfüllen, was der Zahnarzt als Präparation bezeichnet.

Zahnkaries-Prophylaxe

Prophylaxe gegen Zahnkaries ist eine gute Mundhygiene, denn es ist die wichtigste vorbeugende Massnahme gegen Karies.

Bei der Prophylaxe gegen Zahnkaries geht es vor allem um die Interdentalraumreinigung, was zwischen den Zähnen bedeutet. Zahnreinigungsmittel die Fluorid als Zugabe enthalten, verbessern nicht die Reinigungswirkung, fördern aber die Remineralisation der entkalkten Stellen. Fluorid lagert sich in der oberste Zahnschmelzschicht ein und hemmt das Bakterienwachstum. Medikamente können den von Karies befallenen Zahn nicht heilen. Die Zahnbehandlung kariöser Zähne beschränkt sich weitgehend auf die Reparatur der entstandenen Schäden. Der Zahnarzt entfernt die befallenen Teile der Zahnsubstanz und "kittet" den entstandenen Defekt durch geeignetes Füllungsmaterial oder durch Überkronung. Zur Verhütung und Verringerung der Kariesentstehung stellt die Kariesprophylaxe (Vorbeugung) eine Chance für die Gesunderhaltung der Zähne.

Prophylaxe-Behandlung

Die Prophylaxebehandlung beim Zahnarzt ist eine Vorbeugende Massnahme für die Zähne, um sie so lang wie möglich gesund erhalten zu können. Neben der häuslichen Mundhygiene stellt die regelmässige professionelle Zahnreinigung resp. Prophylaxe oder Prophylaxebehandlung eine sinnvolle Ergänzung dar. Prophylaxe ist die Verhütung bzw. Prävention von Krankheiten. Zahnprophylaxe sollte so früh wie möglich beginnen, damit es keine bzw. weniger Probleme mit den Zähnen gibt.

Zahnprophylaxe

Zahnprophylaxe resp. Prophylaxe bedeutet vorbeugende Massnahmen zu ergreifen für die Gesunderhaltung der Zähne.

Mit der Zahn-Prophylaxe werden Karies und Zahnfleischerkrankungen vermieden, denn saubere Zähne werden nicht krank. Die häusliche Zahnpflege reicht vielfach nicht aus, um Karies und Parodontose-Erkrankungen zu verhindern. Die intensive Säuberung der Zähne und Zahnzwischenräume (Gebisspflege) mit speziellen Fluoridlacken (Kariesschutz) durch eine regelmässige professionelle Zahnreinigung schafft Abhilfe. Heute wird vielfach, besonders bei Jugendlichen eine Fissurenversiegelung durchgeführt. Dabei schliesst der Zahnarzt die Furchen mit einem flüssigen Kunststoff, der mit Licht ausgehärtet wird. Dadurch sind die Fissuren verschlossen, sodass die Kauflächen besser gereinigt werden kann und keine Fissurenkaries entsteht. Durch die Selbstvorsorge (Prophylaxe) kann das Risiko der Entstehung von Zahnschäden und Zahnfleischschäden verringert werden. Sind Zähne einmal zerstört, müssen sie repariert oder ersetzt werden (Zahnersatz). Die dafür verwendeten künstlichen Materialien sind gut, können aber niemals ein gleichwertiger Ersatz für den zerstörten Zahn sein.


Bildung von Zahnkaries

Die Zahnkaries ist eine Fäulnis am Zahn die eine Erkrankung am Zahnhartgewebe, Zahnschmelz und Dentin ist.

Kariesbildung Kariesfördernde Faktoren Zähne

Als Kariesvorstufe die Initialkaries genannt wir bilden sich zuerst Entkalkungen die makroskopisch als weisse Flecken sind und als white spot bezeichnet werden. Diese Flecken werden meist dunkler durch die Einlagerungen von Farbpigmenten aus der Nahrung. Karies die auf den Schmelz begrenzt ist, muss nicht in jedem Fall behandelt werden, denn durch geeignete Fluoridierungsmassnahmen kann die Läsion an der oberste Schmelz-Schicht remineralisiert werden, solange sie noch intakt ist. Wird eine Karies im Anfangsstadium solange nur der Zahnschmelz befallen ist nicht remineralisiert, dringt sie in das Dentin bzw. Zahnbein vor und kann als Dentinkaries. Zahnschmerzen bereiten.

Kariesbildung beginnt an der Zahnoberfläche

Durch den Bakterienstoffwechsel als Abbauprodukt im Besonderen durch Zucker entstehen Säuren die zu einer Entkalkung vom Zahn führen.

Im Schmelzbereich dringt die Säure durch die Oberfläche in die Schmelzprismen ein und führt zu einer Entkalkung unter einer zunächst noch intakt erscheinenden Zahnoberfläche. Dadurch verliert der Zahnschmelz seinen Glanz und seine Transparenz, während noch kein Defekt an der Oberfläche zu tasten ist. Man erkennt einen weissen Fleck (white spot), der nur zu Beginn noch durch Einlagerung von Kalzium, Phosphat und Fluorid aus dem Speichel durch die Remineralisation rückgängig gemacht werden kann. Der Befund wird als Initialkaries bezeichnet, denn es folgt rasch eine bräunliche Verfärbung. Bei der Zahnuntersuchung mit einer Zahnsonde ist bald ein Schmelzdefekt zu tasten. Demzufolge spricht man von einer Schmelzkaries (Caries superficiali`s). Unbehandelt bereitet sich die Karies zum Dentin hin aus.

Dentinkaries

Wenn die Schmelz-Dentin-Grenze überschritten ist, spricht man von einer Dentinkaries (Caries media).

Im Dentin läuft der Zerstörungsprozess schneller ab als im Schmelz, da mehr organische Substanz vorhanden sind. Die Karies breitet sich daher im Dentinbereich in der Regel ampullenartig unter dem Schmelz aus, womit man auch von einer unterminierenden Karies spricht. Die Karies schreitet entlang der Dentinkanälchen zur Pulpa hin weiter fort. Wenn auch das pulpanahe Dentin kariös ist, spricht man von einer tiefen Dentinkaries (Caries profunda). Über ihre Fortsätze in den Dentinkanälchen werden die Odontoblasten zur Bildung von Tertiärdentin angeregt. Dies geschieht durch Reize oder Karies, die sich in die Pulpa zurückzieht und Dentin bildet und die Markhöhle der Pulpa dadurch verkleinert wird. Diese Tertiärdentinbildung ist eine Abwehrreaktion der Pulpa, um einen Schutz vor der Karies aufzubauen. Ohne zahnärztliche Behandlung kommt es jedoch in den meisten Fällen zu einer Entzündung der Pulpa, was man Pulpitis nennt. Treten Schmerzen bei süss, sauer, kalt oder warm auf, so hat sich der Defekt in der Regel schon weit im Dentin ausgebreitet. Davon sind jedoch Schmerzen bei überempfindlichen Zahnhälsen sorgfältig abzugrenzen. Bei freiliegenden Zahnhälsen kommt es verstärkt zu einer so genannten Zementkaries. Die Zementkaries ähnelt der Schmelzkaries. Es kommt hierbei jedoch häufig zu einer ringförmig um den Zahn verlaufenden, oft nur langsam fortschreitenden Karies.

Faktoren die kariesfördernd sind 

Kariesfördernde Faktoren sind häufiger Verzehr von niedermolekularer Kohlenhydrate (Zucker), grosse Plaque-Mengen, hoher Anteil von Kariesbakterien, Zahnfehlstellungen und Zahnfehlbildungen, Mundatmung, Mundtrockenheit und indirekte Faktoren (Berufe und soziale Lage, Lebensweise, chronische Krankheiten)

Faktoren die karieshemmend sind

Karieshemmende Faktoren sind hohe Speichelfliessrat, hohe Pufferkapazität des Speichels, Remineralisation durch Speichel, Selbstreinigung durch Muskeltätigkeit, sorgfältige Mundhygiene und regelmässige Fluoridierung.


Vorbeugen gegen Karies

Fluoride wirken karieshemmend durch direkten Kontakt mit den Zahnhartsubstanzen. 

Kariesprophylaxe Fluoride Fluoridierung Zähne

Mit einer gezielten Kariesprophylaxe kann das Kariesrisiko vermindern oder Karies ganz vermieden werden.

Kariesprophylaxe

Unter der Kariesprophylaxe versteht man alle Massnahmen, die zur Verhütung von Karies dienen.

Fluoride wirken in erster Linie durch direkten Kontakt mit den Zahnhartsubstanzen karieshemmend, weshalb die lokale Fluoridierung gegenüber der systemischen Fluoridanwendung bevorzugt wird. Vor dem 6. Lebensmonat sind aus zahnärztlicher Sicht keine Fluoridierungsmassnahmen erforderlich. Sobald die ersten Milchzähne durchbrechen, sollen die Eltern die Zähne ihres Kindes einmal am Tag mit einer fluoridhaltigen Kinderzahnpaste, die maximal 500 ppm Fluorid enthält putzen. Nur eine höchstens erbsengrosse Menge Zahnpaste sollte verwendet werden, da die Kinder erfahrungsgemäss einen grossen Anteil der Zahnpaste herunterschlucken. Um keinen zusätzlichen Anreiz zum Herunterschlucken zu geben, soll darum auch keine Zahnpaste mit Fruchtgeschmack oder Bonbongeschmack verwendet werden. Ab dem 2. Geburtstag sollten die Zähne zweimal am Tag in gleicher Weise geputzt werden. Damit wird einer Karies beziehungsweise Gingivitis effektiv vorgebeugt und das Kind frühzeitig an die tägliche Mundhygiene gewöhnt. Zusätzlich zum Zähneputzen mit fluoridhaltiger Kinderzahnpaste wird die Verwendung von fluoridhaltigem Speisesalz empfohlen. Eine weitere Fluoridzufuhr ist in der Regel nicht erforderlich.

Kariesprophylaxe bei kleinen Kindern

Weil Dentin weicher als Zahnschmelz ist, breitet sich die Karies unterhalb der Schmelz-Dentin-Grenze rasch in die ganze Breite aus.

Kariesprophylaxe Kind Kleinkind Zahnkaries

Unterminierter Zahnschmelz (Unterminierende Karies) an den Rändern des kariösen Defektes bricht nach beim Kauen plötzlich in kurzer Zeit weg, sodass die Karies erst wahrgenommen wird, obwohl sie bereits seit längerer Zeit existiert.

Bei Kleinkindern müssen die Eltern die Zähne putzen, später müssen sie das Zähneputzen zumindest überwachen und bis in des Schulalter hinein die Zähne ihres Kindes nachputzen.

Wird keine fluoridhaltige Zahnpaste und kein fluoridiertes Speisesalz verwendet, so ist eine Fluoridzufuhr mit Fluoridtabletten nach den Dosierungsempfehlungen möglich, es muss aber gewährleistet sein, dass die empfohlene Tagesdosis nicht überschritten wird. Entsprechend muss die Fluoridzufuhr mit der Nahrung berücksichtigt werden, insbesondere der Fluoridgehalt des Trinkwassers und des täglich verwendeten Mineralwassers. Vor der Verordnung von Fluoridtabletten ist daher eine individuelle Fluoridanamnese zu erheben. Die Fluoridkonzentration des Trinkwassers ist vom zuständigen Wasserwerk zu erfahren. Ab dem Schuleintritt sollen die Zähne mit einer Erwachsenenzahnpaste (1000- 1500 ppm Fluoridgehalt) geputzt werden. Zusätzlich sollte fluoridhaltiges Speisesalz verwendet werden. Die ergänzende Anwendung von höher dosierten Fluoridlacken, Fluoridlösungen oder Fluoridgelees sollte nur nach zahnärztlicher Anweisung und unter Zahnärztlicher Kontrolle erfolgen. Fluoridgelees und Fluoridlösungen zur häuslichen Anwendung sollten erst vom Schulalter an bei Kindern mit erhöhtem Kariesrisiko benutzt werden. Es sollte dann auch eine intensive Betreuung zur Verbesserung der Mundhygiene sowie eine individuelle Ernährungsberatung erfolgen. Insbesondere ist dabei auf die Wechselwirkungen von Zuckerkonsum, Säurebildung, Plaque-Entstehung und Zeit hinzuweisen.


Parotitis-Prophylaxe

Eine Parotitis ist eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse.

Parotitis Schmerzen Parotitisprophylaxe Speichel

Bei der Parotitis-Prophylaxe muss die Gefahr einer Entzündung der Ohrspeicheldrüsen eingeschätzt und vorbeugende Massnahmen geplant werden.

Besonders beim Essen und Kauen geben drei Speicheldrüsen (paare) Mundspeichel kontinuierlich an die Mundhöhle ab. Durch die Speichelproduktion sind an den Ausführungsgänge der Speicheldrüse keine Bakterien, denn diese werden sofort herausgespült. Wenn keine Kaubewegungen erfolgen bzw. bei längerer Nahrungskarenz oder erheblichem Flüssigkeitsmangel können Bakterien in die Speicheldrüsen gelangen und so eine Entzündung verursachen, was starke Schmerzen, im Besonderen der Ohrspeicheldrüse auf einer Seite (Parotitis) zur Folge hat. Dabei schwillt die Speicheldrüse deutlich sichtbar an. 

Parotitis Prophylaxe

Um die Parotitis-Gefahr zu beseitigen, muss der Speichelfluss angeregt werden, was mit Kaugummikauen oder Brotrinde kauen erfolgen kann.

Auch Zitronen lutschen kann Abhilfe schaffen. Bei Patienten mit Nahrungskarenz wird die Mundhöhle mit einer Glycerin-Lösung ausgewaschen wo einige Tropfen Zitronensaft zugegeben werden. Bei der Parotitis-Prophylaxe muss aber nach dem Grund für die Parotitis gesucht werden, denn die liegt vielfach bei der Einnahme von Medikamenten und beim Schlafen mit geöffnetem Mund. Die Parotitis-Prophylaxe ist erst erfolgreich, wenn der Speichel ohne Stau kontinuierlich wieder fliesst und die Ohrspeicheldrüsen nicht mehr schmerzen oder geschwollen sind, so dass man schmerzfrei kauen kann.


Parodontal-Prophylaxe

Karieserkrankungen der Zähne und Erkrankungen des Zahnhalteapparates haben ihre gemeinsame Ursache in der Plaque und deren Stoffwechselprodukten.

Als Zahnhalteapparat werden die den Zahn umgebenden Gewebe bezeichnet, die der Verankerung des Zahnes im Knochen dienen. Die häufigsten Erkrankungen des Zahnhalteapparates sind die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und die Entzündung des gesamten Zahnhalteapparates unter Beteiligung des Kieferknochens, die Parodontitis (Parodontose).

Prophylaxe Parodontal Zahnhalteapparat Zähne 

Eine unbehandelte Parodontitis kann zu Zahnverlust führen.

Parodontal-Prophylaxe ist eine vorbeugende Massnahme zur Erhaltung des Restgebisses durch kontinuierliche Pflege, denn Parodontitis gehört zu den chronischen Entzündungen des Zahnhalteapparates.

Parodontale Erkrankungen beginnen meist um das 30. Lebensjahr, wenige Parodontitis-Formen beginnen aber bereits früher und haben einen aggressiven Verlauf.

Parodontalprophylaxe

Die primäre Kariesprophylaxe und Parodontalprophylaxe hat das Ziel einer möglichst Plaquefreien und zahnsteinfreien Mundhöhle durch geeignete Mundhygienemassnahmen.

Prophylaxe bedeutet präventive Massnahmen zur Vermeidung von Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates. Die vorbeugende Zahnheilkunde oder zahnmedizinische Prävention genannt, beschäftigt sich mit vorbeugenden Massnahmen, die die Entstehung von Krankheiten an Zähnen und am Zahnhalteapparat verhindern sollen.

Primäre Präventionsmassnahmen

Die zahnmedizinische Prophylaxe ist die Vorbeugung gegen Zahnkrankheiten.

Parodontal-Prophylaxe primäre Kariesprophylaxe

Durch primäre Präventionsmassnahmen wie Mundhygiene mit Zahnbürste, Zahnpasta, Zungenschaber und Zahnseide wird das Auftreten neuer Krankheiten vermindert.

Die Vermeidung zuckerhaltiger Lebensmittel und die Fluoridierung entsprechen dieser Präventionsebene.

Ganz allgemein kann der Begriff Prävention mit "vorausschauender Problemvermeidung" übersetzt werden. Die primäre Kariesprophylaxe und Parodontalprophylaxe richtet sich auf die Schaffung einer möglichst Plaquefreien und zahnsteinfreien Mundhöhle. Die möglichst frühe Diagnose auftretender Krankheiten sowie deren Behandlung zur Heilung und oder auch Einschränkung der Krankheitsausbreitung entspricht der sekundären Präventionsebene. Zahnarztpraxis in halbjährlichen Intervallen aufzusuchen gehören zur Sekundären Prävention. Tertiäre Präventionsmassnahmen bestehen in der Vermeidung von Komplikationen, die bei der Behandlung bereits entstandener Krankheiten auftreten können.


Individualprophylaxe in der Zahnmedizin

Als Individualprophylaxe bezeicht man in der Zahnmedizin als Definition die Untersuchung beim Zahnarzt wie auch alle vorbeugenden Massnahmen, damit die Entstehung von Zahnerkrankungen verhindert werden können.

Beim Zahnarzt kann eine evt. auftretende Karies frühzeitig erkannt werden und durch die Individualprophylaxe die Mundhygiene gegebenenfalls optimiert werden, um damit zukünftig Löcher in den Zähnen zu vermeiden, denn Prophylaxe bedeutet Prävention zugunsten der Zahngesundheit. Die Individualprophylaxe ist beim Zahnarzt ein Überbegriff für alle vorbeugenden Massnahmen gegen Zahnerkrankungen und Krankheiten im Zahnhalteapparat. Bei der Individualprophylaxe wird differenziert zwischen Kindern mit Milchzähnen (Kinderzähne) und Jugendlichen sowie Erwachsenen unterschieden. Bei einer Untersuchung beim Zahnarzt werden als Zahnvorsorge die Zähne und der ganze Mundraum eingehend untersucht, so um Zahnerkrankungen, Munderkrankungen (Parodontopathien) bzw. Parodontalerkrankungen und Kiefererkrankungen festzustellen zu können.

Individualprophylaxe vorbeugende Massnahmen

Eine Individualprophylaxe beinhaltet alle Massnahmen der Zahnheilkunde, Kieferheilkunde, Mundheilkunde zur Vorbeugung von Erkrankungen der Zähne und dem Zahnhalteapparat.

Massnahmen bei der Individualprophylaxe

Unter Individualprophylaxe versteht man vorbeugende Massnahmen beim einzelnen Patienten durch den Zahnarzt und seine qualifizierten Mitarbeiter. Zur Individualprophylaxe gehören vor allem professionelle Zahnreinigungen, praktische Übungen zur Mundhygiene, Fluoridierung der Zähne, das Versiegeln von Fissuren, aber auch Information und Aufklärung des Patienten über die Zusammenhänge der Krankheitsentstehung. Diese Massnahmen werden durch speziell ausgebildetes Personal z.B. durch eine Prophylaxe-Helferin, durchgeführt.

Die Grundlagen der zahnmedizinischen Prophylaxe beinhaltet:

sorgfältige Mundhygiene
zahngesunde Ernährung
regelmässige Fluoridierung

Ziel der Individualprophylaxe ist es, die Eigenverantwortung des Patienten zu stärken und ihn zum Erhalt der Zahngesundheit anzuleiten.

Zur Individualprophylaxe gehören:

Motivation des Patienten, dass Zahngesundheit erstrebenswert ist und durch eigene Bemühungen dauerhaft erhalten werden kann.
 Aufklärung über Ursachen von Karies und Parodontalerkrankungen sowie Möglichkeiten ihrer Vermeidung.
♦ Anleitung zur zahngesunden Ernährung unter besonderer Beachtung des Zusammenhangs von Zuckerkonsum und Plaquebildung.
 Anleitung zur Mundhygiene insbesondere Erlernung geeigneter Zahnputztechniken auch zur Reinigung der Zahnzwischenräume.
♦ Anleitung zur Anwendung von Fluoridpräparaten sowohl lokal als auch systemisch.

Bei Kindern und Jugendlichen sind Massnahmen der Individualprophylaxe besonders wichtig und sinnvoll, wie bei Erwachsenen.

Pophylaxe undhygiene Fluoridierung Zähne

Die zahnmedizinische Individualprophylaxe für Kinder kann die häusliche Mundhygiene und die Bemühungen der Eltern unterstützen.

Durch die Fortschritte der Zahnmedizin ist gelungen, die Ursachen von Karies und Parodontalerkrankungen weitgehend zu klären und wirksame Strategien zur Vorbeugung dieser Infektionskrankheiten zu entwickeln.

Präventive (vorbeugende) und kurative (Erkrankungen behandelnde) Massnahmen sind dabei eng miteinander verzahnt und gehen fliessend ineinander über. Die zahnärztliche Prophylaxe ist gerade dann besonders wirkungsvoll, wenn individuelle Erkrankungsrisiken frühzeitig erkannt und systematisch behandelt werden, bevor sie zu einem krankhaften Befund führen. Die Erfolgsaussichten einer systematischen Prophylaxe sind dabei am grössten, wenn das vorbeugende Handeln möglichst schon im frühen Kindesalter erlernt und später dauerhaft fortgeführt wird. Dazu sind regelmässige Kontrollen und wiederholte Anleitungen (Remotivationen) wichtig, von klein auf, ein Leben lang. 


Gruppen-Prophylaxe

Gruppenprophylaxen sorgen dafür, dass Kinder auch später noch gesunde Zähne haben.

Gruppenprophylaxe Gesundheitsvorsorge Kinder

Der Zahnarzt untersucht die Mundhöhle, schätzt das Risiko für Karies ein und berät die Eltern über die richtige Ernährung und die Pflege des Mundes und der Zähne der Kinder.

Gruppenprophylaxe bezeichnet die Gesundheitsvorsorge bei Kindern und Jugendlichen in Schulen und Kindergärten.

Eine zahnmedizinische Gruppenprophylaxe beinhaltet die Motivierung und Instruktion zur häuslichen Mundhygiene, eine Ernährungsberatung, eine Fluoridierung und ein gemeinsames, überwachtes Zähneputzen.

Gruppenprophylaxe als vorbeugende Massnahme

Unter Gruppenprophylaxe versteht man vorbeugende Massnahmen bei bestimmten Bevölkerungsgruppen z.B. in Kindergärten, Schulen und anderen Einrichtungen ausserhalb der Zahnarztpraxis.

Gruppenprophylaxe bedeutet, Massnahmen zur Erkennung und Verhütung von Zahnerkrankungen:

Gruppenprophylaxe die vorrangig in Gruppen durchgeführt werde, insbesondere in Kindergärten und Schulen.
Gruppenprophylaxe flächendeckend nach einheitlichen Grundsätzen erfolgen.
Gruppenprophylaxe in Schulen mit Behinderteneinrichtungen, in denen das durchschnittliche Kariesrisiko der Schüler überproportional hoch ist, bis zum 16. Lebensjahr durchgeführt werden.

Der Umfang der Massnahmen bei der Gruppenprophylaxe:

Anleitung zur Mundhygiene
Ernährungsberatung und Fluoridierungsberatung
Untersuchung der Mundhöhle
Erhebung des Zahnstatus

Die gruppenprophylaktischen Massnahmen sollen auch zum regelmässigen Zahnarztbesuch motivieren. Für Kinder mit besonders hohem Kariesrisiko sind spezifische Programme zu Entwickeln (Intensivprophylaxe).

Durchführung der Gruppenprophylaxe in Kindergärten

regelmässiges Demonstrieren und Üben des Zähneputzens
altersgerechte kontrollierte Fluoridverabreichung (Zahnarzt gibt Anweisung)
Besuch des Zahnarztes in Kindergärten und Motivation zum regelmässigen Zahnarztbesuch
Besuche von Kindergruppen in einer Zahnarztpraxis (zum Angstabbau), -Informationsveranstaltungen für Eltern und Erzieher
Ernährungsberatung

Durchführung der Gruppenprophylaxe in Schulen

Die Gruppenprophylaxe muss altersgerecht durchgeführt werden. Für Schulkinder werden folgende Massnahmen empfohlen:

Demonstrieren und Üben des richtigen Zähneputzens
Aufklärung über richtige Mundhygiene
kontrollierte Fluoridverabreichung (Anweisung durch Zahnarzt)
Besuch des Zahnarztes in der Schule und Motivation zum regelmässigen Zahnarztbesuch
Informationsveranstaltungen für Lehrer
Ernährungsberatung

Gruppenprophylaxe mit Zahnarzt

Im Rahmen der Gruppenprophylaxe sollte auf die Notwendigkeit eines regelmässigen Zahnarztbesuches hingewiesen werden.

Gruppenprophylaxe Fluoridgelees Fluoridlösung

Die sachgerechte Durchführung der Gruppenprophylaxe liegt in der Verantwortung vom Zahnarzt.

Die Verabreichung von konzentrierten Fluoridgelees und Fluoridlösungen in der Gruppenprophylaxe setzt eine Besprechung und das Einverständnis der Eltern voraus. Dies ist dagegen bei der Anwendung der altersgerechten fluoridierten Zahnpasten nicht erforderlich. Die Fluoridapplikation kann in der Gruppenprophylaxe wie bei der Individualprophylaxe von geschultem zahnmedizinischem Assistenzpersonal durchgeführt werden. Nach entsprechender fachlicher Fortbildung können Erzieher und Lehrer die zahnmedizinische Gesundheitserziehung mit ihrer pädagogischen Erfahrung gut im täglichen Umgang mit den Kindern unterstützen. Die Gruppenprophylaxe in Kindergärten und Schulen und die Individualprophylaxe in der Praxis müssen gut aufeinander abgestimmt sein. Dies gilt vor allem für Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko. Die Intensivprophylaxe lässt sich besonders effektiv in der Zahnarztpraxis durchführen, da nur hier auch die entsprechenden technischen Voraussetzungen für den fliessenden Übergang von vorbeugender und kurativer Behandlung bestehen. Entsprechend ist eine gut funktionierende Gruppenprophylaxe erforderlich, die einen reibungslosen Übergang zur Individualprophylaxe ermöglicht.


Kollektiv-Prophylaxe

Unter Kollektivprophylaxe werden Vorsorgemassnahmen verstanden, die sich alle Mitglieder eines Staatsgebildes richten. Zur Vorbeugung von Schilddrüsenerkrankungen kann die Kollektivprophylaxe die Jodierung von Speisesalz sein oder die Trinkwasserfluoridierung, die einen grossen Teil der Bevölkerung trifft.

Kollektivprophylaxe Bevölkerung Fluoridierung

In der Zahnmedizin zählt zur kollektiven Prophylaxe die Fluoridierung von Speisesalz sowie auch von Zahnpasta.

Kollektivprophylaxen

Kollektivprophylaxen sind Gesundheitsvorsorgemassnahmen, die die breite Bevölkerung eines Staates erfassen.

Unter einer Kollektivprophylaxe versteht man Gesundheitsvorsorgemassnahmen, die alle Bewohner eines Staates erfassen. Zahnmedizinische Kollektiv-Prophylaxe-Massnahmen können die Fluoridierung von Speisesalz oder bei flächendeckendem Einsatz die Trinkwasser-Fluoridierung sein. Das fluoridangereicherte Speisesalz ist die typische Kollektivprophylaxe das auch als Massenprophylaxe genannt wird. Da Kochsalz in allen Haushalten verwendet wird, ist diese Form der Prophylaxe flächendeckend und breitenwirksam, denn die Verwendung von fluoridiertem Speisesalz im Haushalt kann bis zu 50 Prozent neu entstehender Karies verhindern. Die Trinkwasserfluoridierung ist die älteste Form der Kollektivprophylaxe.


Fluorid-Prophylaxe

Fluorprophylaxe ist die Vorbeugung gegen Karies durch Zufuhr von Fluoriden, im Besonderen. im Kindesalter, innerlich durch Tabletten oder Zusätze in Nahrungsmitteln, äusserlich durch fluoridhaltige Zahnpasten, Einbürsten von Fluor-Gelee, Einpinseln von Fluoridlösungen und Auftragen von Fluorid-Lack. Afluon ist ein Mittel, das zur Fluoridprophylaxe eingesetzt wird.

Fluoridprophylaxe Fluorid Lokale Fluoridierung

Fluorid

Fluorid erhöht die Widerstandsfähigkeit des Schmelzes gegenüber Säuren, beschleunigt die Remineralisation des Schmelzes und hemmt den Stoffwechsel der Mikroorganismen in der Plaque.

In der Kariesvorbeugung werden hauptsächlich Aminfluoride und Natriumfluoride für die Fluoridprophylaxe verwendet. Die Kariesvorbeugung mit Fluoriden ist umstritten, dies obwohl deren Gegner keine wissenschaftlich belegbaren Argumente für die angebliche Schädlichkeit anführen können. Mit Aminfluorid ist eine spezielle organische Fluoridverbindung als Kariesschutz gemeint. Aminfluoride lagern sich durch ihre chemische Struktur besonders gut und schnell an den Zähnen an. Aminfluorid mineralisiert und schützt die Zähne wirksam und sorgt für optimalen Kariesschutz. Durch ihre spezielle chemische Struktur bzw. das Netzmittel lagern sie sich besonders schnell und gut an den Zähnen an und fördern so die Ausbildung einer fluoridhaltigen Schicht. Diese schützt den Zahn bei Säureangriffen und kann gleichzeitig mit Speichel enge Zahnzwischenräume und Grübchen der Backenzähne erreichen, denn an diesen schlecht zugänglichen Orten beginnt Karies besonders häufig.

Prophylaxe verhindert Zahnschäden

Prophylaxe Zahnschäden verhindern  Fluorid

Prophylaxe ist die allgemein Vorbeugung im Zahnbereich insbesondere vor Karies und Parodontalerkrankungen.

Unter Zahnprophylaxe versteht man die Schritte, die unternommen werden, um Schäden des Zahnes und des Zahnfleischs vorzubeugen. Neben dem regelmässigen Zähneputzen (Zahnreinigung, Zahnpflege) ist es wichtig, in bestimmten Abständen den Zahnarzt aufzusuchen und dort eine Routineuntersuchung bzw. Kontrolle beim Zahnarzt vornehmen zu lassen. Sorgfältige Pflege kann Zähne bis ins hohe Alter gesund und schön erhalten. Ist ein Zahn einmal geschädigt, kann er zwar repariert oder durch künstliche Materialien ersetzt werden, der Zahn wird aber nie mehr richtig gesund. Prophylaxe bedeutet Vorbeugung bzw. die Massnahmen, die ergriffen werden um Krankheiten zu verhüten oder vorzubeugen. Karies und Parodontitis sind Krankheiten, die unter allen anderen Volkskrankheiten an vorderster Stelle stehen und ernsthafte Folgekrankheiten verursachen. Durch eine entsprechende Eigenvorsorge sowie durch regelmässigen Zahnarztbesuch bzw. Kontrolle durch den Zahnarzt, können diese Erkrankungen sowohl vermeiden helfen als auch das Fortschreiten entstandener Schäden verhindert werden. Zahnprophylaxe sollte so früh wie möglich beginnen, damit es nicht zu Problemen mit den Zähnen kommt. Auch wer bereits Zahnersatz trägt, sollte zum Schutz des Restgebisses eine gründliche Vorsorge treffen. Parodontalprophylaxe ist eine Vorbeugende Massnahme zur Erhaltung des Restgebisses durch kontinuierliche Pflege. Bei der Individual-Prophylaxe klärt der Zahnarzt oder die Prophylaxe-Fachkraft den Zahnpatienten über Ursachen von Zahnerkrankungen und Zahnfleischerkrankungen auf. Man erlernt die richtige Zahnpflegetechnik mit den passenden Hilfsmitteln wie Zahnbürste, Zahnseide, Spezialbürsten, Zahnpasta, Fluoranwendung usw. Anschliessend werden Zähne vom Zahnarzt oder einer Fachkraft professionell gereinigt.

Lokale Fluoridierung

Die Schmelzkristalle haben keine geschlossene Oberfläche, sondern sind für Ionen durchlässig, weshalb lokal aufgetragenes Fluorid in die oberen Schichten des Schmelzes eindringen kann. Im Schmelz wird Fluorid zusammen mit Kalzium und Phosphat aus dem Speichel in das Kristallgefüge eingebaut und unterstützt so die Mineralisation bzw. Remineralisation des Schmelzes. Fluorid kann über den Speichel lokal einwirken oder mit Zahnpaste, Mundspüllösung, Gel beziehungsweise Lack aufgetragen werden.


Fluoridierungen der Zähne

Fluorid ist ein wichtiger Bestandteil der Knochen und Zähne.

Fluoridierungen Fluoridanwendung Fluorid

Fluorid ist ein essentieller, das heisst lebensnotwendiger Bestandteil der Nahrung.

Fluorid ist die chemisch gebundene Form des Gases Fluor. Dieses sehr reaktionsfähige Gas kommt in der Natur nicht frei vor, sondern nur in Verbindung mit anderen Elementen. In der Nahrung kommt Fluorid nur in geringen Mengen vor, die für eine wirkungsvolle Karieshemmung in der Regel nicht ausreichen. Vermehrt findet man Fluorid nur in Seefischen, rohem Meersalz, Sojanahrung, Vollkornerzeugnissen, bestimmten Mineralwässern und einigen Teesorten. Täglich nimmt man mit der Nahrung durchschnittlich 0,2 – 0,5 mg Fluorid auf.

Fluorid wirkt über 3 Mechanismen karieshemmend:

Verringerung der Säurelöslichkeit des Schmelzes durch Einbau des Fluorids. Der Schmelz wird dadurch nicht härter, sondern nur widerstandsfähiger gegenüber Säuren.
Beschleunigung der Remineralisation von entkalktem Schmelz durch Bindung von Kalzium und Phosphat aus dem Speichel und Bildung von Fluoridapatit.
Verringerung der Plaquebildung durch Hemmung des Bakterienstoffwechsels.

Möglichkeiten der Fluoridierung

Fluorid Zahnpasta Fluoridierung Zähne Gel Lack

Fluorid kann den Zähnen auf zwei Wegen zugeführt werden:

Fluoridierung lokal mit Zahnpasten, Mundspüllösung, Gel oder Lack.
Fluoridierung systemisch mit der Nahrung (Trinkwasser, Fluoridsalz oder Fluoridtabletten)

Systemische Fluoridierung

Im Dünndarm wird Fluorid aus der Nahrung aufgenommen und gelangt damit in die Blutbahn. Auf dem Blutweg kann das Fluorid dann zu den Knochen und Zähnen gelangen und dort eingebaut werden. Bei den Zähnen hat der Fluorideinbau in den Schmelz bis zum 12. Lebensjahr besondere Bedeutung. In dieser Zeit erfolgt die Schmelzbildung und Schmelzreifung vor dem Zahndurchbruch. Insgesamt unterscheidet man drei Phasen der Fluoridanreicherung im Schmelz.

Fluoridanreicherung im Zahnschmelz:

I. Schmelzbildung
II. Schmelzreifung vor dem Zahndurchbruch
III. Schmelzreifung nach dem Zahndurchbruch (Nachreifung).

 I. Phase: Fluorid kann direkt bei der Schmelzbildung in das Schmelzkristall eingebaut werden. Es entsteht dann ein erhöhter Anteil von Fluoridapatit anstelle von Hydroxylapatit im Schmelz. Die Mineralisation der Milchzähne beginnt in der Regel erst kurz nach der Geburt. Deshalb ist während der Schwangerschaft noch keine erhöhte Fluoridaufnahme der Mutter erforderlich.
 II. Phase: Nach der Schmelzbildung erfolgt die Schmelzreifung vor dem Zahndurchbruch. Sie dauert bei bleibenden Zähnen 3-4 Jahre, bei Milchzähnen entsprechend kürzer. Auch in dieser Zeit kann Fluorid über die Blutbahn in den Schmelz eingebaut werden.
 III. Phase: Nach dem Zahndurchbruch erfolgt eine weitere Schmelzreifung. Dabei kann Fluorid lokal auf den Zahnschmelz aufgetragen und so eingebaut werden. Systemisch aufgenommenes Fluorid wirkt ebenfalls lokal, da über den Darm aufgenommenes Fluorid auf dem Blutweg auch zu den Speicheldrüsen gelangt. Dadurch steigt der Fluoridanteil im Speichel an, der entsprechend lokal auf den Zahnschmelz einwirkt. 


Fluorid für Zahnschmelz

Fluorid erhöht die Widerstandsfähigkeit des Schmelzes gegenüber Säuren, beschleunigt die Remineralisation des Schmelzes und hemmt den Stoffwechsel der Mikroorganismen in der Plaque.

Fluorid ist ein essentieller, das heisst lebensnotwendiger Bestandteil der Nahrung. Fluorid ist die chemisch gebundene Form des Gases Fluor. Dieses sehr reaktionsfähige Gas kommt in der Natur nicht frei vor, sondern nur in Verbindung anderen Elementen (z.B. als Kalziumfluorid). Fluorid ist ein wichtiger Bestandteil der Knochen und Zähne. In der Nahrung kommt Fluorid nur in geringen Mengen vor, die für eine wirkungsvolle Karieshemmung in der Regel nicht ausreichen. Vermehrt findet man Fluorid nur in Seefischen, rohem Meersalz, Sojanahrung, Vollkorn-Erzeugnissen, bestimmten Mineralwässern und einigen Teesorten. Täglich nimmt man mit der Nahrung durchschnittlich 0.2 – 0.5 mg Fluorid auf.

Fluorid wirkt über 3 Mechanismen karieshemmend:
Verringerung der Plaquebildung durch Hemmung des Bakterienstoffwechsels.
Verringerung der Säurelöslichkeit des Schmelzes durch Einbau des Fluorids. Der Schmelz wird dadurch nicht härter, sondern nur widerstandsfähiger gegenüber Säuren.
Beschleunigung der Remineralisation von entkalktem Schmelz durch Bindung von Kalzium und Phosphat aus dem Speichel und Bildung von Fluorapatit.

Fluorid kann den Zähnen auf 2 Wegen zugeführt werden:
Systemisch mit der Nahrung Trinkwasser, Fluoridsalz oder Fluoridtabletten
Lokal mit Zahnpaste, Mundspüllösung, Fluoridgel oder Fluoridlack.
Systemische Fluoridanwendung Fluorid aus der Nahrung wird im Dünndarm aufgenommen und gelangt so in die Blutbahn. Auf dem Blutweg kann das Fluorid dann zu den Knochen und Zähnen gelangen und dort eingebaut werden. Bei den Zähnen hat der Fluorideinbau in den Schmelz bis zum 12. Lebensjahr besondere Bedeutung. In dieser Zeit erfolgt die Schmelzbildung und Schmelzreifung vor dem Zahndurchbruch.

Man unterscheidet 3 Phasen der Fluoridanreicherung im Schmelz:

  I. Schmelzbildung
 II. Schmelzreifung vor dem Zahndurchbruch
III. Schmelzreifung nach dem Zahndurchbruch (Nachreifung)

I. Phase: Fluorid kann direkt bei der Schmelzbildung in das Schmelzkristall eingebaut werden. Es entsteht dann ein erhöhter Anteil von Fluorapatit anstelle von Hydroxylapatit im Schmelz. Die Mineralisation der Milchzähne beginnt in der Regel erst kurz nach der Geburt. Deshalb ist während der Schwangerschaft noch keine erhöhte Fluoridaufnahme der Mutter erforderlich.
II. Phase: Nach der Schmelzbildung erfolgt die Schmelzreifung vor dem Zahndurchbruch. Sie dauert bei bleibenden Zähnen drei bis vier Jahre, bei Milchzähnen entsprechend kürzer. Auch in dieser Zeit kann Fluorid über die Blutbahn in den Schmelz eingebaut werden.
III. Phase: Nach dem Zahndurchbruch erfolgt eine weitere Schmelzreifung. Dabei kann Fluorid lokal auf den Zahnschmelz aufgetragen und so eingebaut werden.
Systemisch aufgenommenes Fluorid wirkt ebenfalls lokal, da über den Darm aufgenommenes Fluorid auf dem Blutweg auch zu den Speicheldrüsen gelangt. Dadurch steigt der Fluoridanteil im Speichel an, der entsprechend lokal auf den Zahnschmelz einwirkt. Die Schmelzkristalle haben keine geschlossene Oberfläche, sondern sind durchlässig für Ionen. Deshalb kann lokal aufgetragenes Fluorid in die oberen Schichten des Schmelzes eindringen. Im Schmelz wird Fluorid zusammen mit Kalzium und Phosphat aus dem Speichel in das Kristallgefüge eingebaut und unterstützt so die Mineralisation bzw. Remineralisation des Schmelzes. Fluorid kann über den Speichel lokal einwirken oder mit Zahnpaste, Mundspüllösung, Gel bzw. Lack aufgetragen werden.


Chlorhexidin gegen Plaque

Chlorhexidin (CHX) ist das wirksamste Mittel zur chemischen Plaque-Behandlung.

Neben den Zahnpaten, die vor allem den mechanischen Reinigungseffekt steigern, gibt es auch Medikamente zur Verminderung der Plaque.  Es kann als Spüllösung oder Gel verwendet werden, wobei es meist als Chlorhexidindigluconat eingesetzt wird.

Eigenschaften von Chlorhexidin:

Antibakteriell wirkt gegen Bakterien, indem es den Bakterienstoffwechsel hemmt und in hohen Konzentrationen Bakterien abtötet.
Antimykotisch wirkt gegen Pilze
Plaquehemmend bzw. hemmt das Plaquewachstum
Hemmt die Bakterienanlagerung auf der Zahnoberfläche
Hat eine Depotwirkung, da es auf den Belägen und der Mundschleimhaut haften bleibt. Dadurch kann es längere Zeit in der Mundhöhle wirken. Chlorhexidin wirkt jedoch nicht gegen alle Bakterien und hat einige Nebenwirkungen. Bei längerem gebrauch können Geschmacksstörungen, Schleimhautveränderungen und Verfärbungen von Zunge und Zähnen auftreten. Daher sollte Chlorhexidin nur gezielt und zeitlich begrenzt angewendet werden, zum Beispiel vor und nach chirurgischen Eingriffen oder bei schweren Zahnfleischentzündungen.  


DMF-T Kariesindex

Der Karies-Index ist ein weltweit angewendeter Index zur Einstufung des Kariesbefalls der Zähne.

Karies Kariesindex Kariesdiagnostik kariöse Zähne

Der Index gibt Aufschluss darüber, wie viele Zähne durch Karies bereits angegriffen oder zerstört wurden. Je kleiner der Karies-Index, desto gesunder sind die Zähne.

Der Kariesindex ist die statistische Messzahl des Kariesvorkommens einer Person.

Karies (Zahnfäule) ist eine der am häufigsten vorkommenden Infektionskrankheiten. Der Kariesindex ist das Verhältnis der Summe der fehlenden, kariösen und gefüllten Zähne zur Gesamtzahl der Zähne (= 28) oder Zahnflächen (= 140), als statistische Messzahl für den Kariesbefall einer Person oder Gruppe, DMF-Index. Der weltweit gebräuchlichste Index ist der DMF-Index (D=diseased=erkrankt; M=missing=fehlend; F=filled=mit einer Füllung versehen). Der Belagsindex ist die Messzahl zur Bestimmung der noch weichen Beläge (Plaque) auf den Zähnen. Dar Kariesindex ist aber nicht zu verwechseln mit dem Zahnsteinindex oder Zahnsteinoberflächen-Index der Aufschluss über den aktuellen Zustand der Mundhygiene gibt.

Kariesindex und Kariesdiagnostik

Die Buchstaben im Kariesindex haben folgende Bedeutung D - decayded = kariös M - missing = fehlend F - filled = gefüllt T - teeth = Zähne

Kariesindex DMF-T Kariesmasszahl Zahnfäule

Für Milchzähne werden beim Kariesindex kleine Buchstaben (dmft) und bei bleibenden Zähnen grosse Buchstaben (DMFT) verwendet.

Der Kariesindex ist eine Kariesmasszahl für die von Karies betroffenen Zähne einer Person.

Der Kariesindex gibt die Summe an, wie viele der 28 bleibenden Zähne kariös sind, fehlen oder gefüllt sind, einschliesslich der überkronten Zähne. Weisheitszähne werden dabei nicht bewertet. Die Buchstaben bedeuten: D decayed= Kariös, M missing= fehlend, F filled= gefüllt, T teeth= Zähne. Der entsprechende Kariesindex bei Milchzähnen wird mit Kleinbuchstaben geschrieben (dmf- t). Dabei werden Milchzähne, die durch den Zahnwechsel verloren gegangen sind, nicht mitgezählt. Der Kariesindex DMF- T wird oft zu Vergleichszwecken herangezogen, um das Kariesvorkommen in einer Bevölkerungsgruppe zu erfassen. Es ist jedoch zu beachten, dass fehlende Zähne nicht unbedingt immer aufgrund einer Karies entfernt wurden. Da der Kariesindex DMF- T mit zunehmendem Alter in der Regel ansteigt, ist bei Vergleichen zusätzlich die Altersangabe erforderlich. Im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen wird die Erhebung des Kariesindex dmf- t- Wertes zur Einschätzung des Kariesrisikos verlangt. Für wissenschaftliche Zwecke kann der genauere DMF- S- Index (dmf-s) erhoben werden, der sich auf die einzelnen Zahnflächen bezieht (S surface= Oberfläche). Der höchste erreichbare DMF- T- Wert ist 28 und DMF- S- Wert 128. Kariesdiagnostik ist die Untersuchungsmethode zur Feststellung von Karies und dient zur Früherkennung der Karieserkrankung. Zur Karieserkennung stehen verschiedene Diagnostikmethoden zur Verfügung die häufig miteinander kombiniert werden. Die klassische Methode der Kariesdiagnostik ist die visuelle Inspektion der Zähne mit Mundspiegel, Zahnsonde und Pinzette kombiniert mit Druckluft zum Trockenblasen der Zähne. Röntgenaufnahmen sind für Zahnzwischenräume, Zahnwurzeln und unter dem Zahnfleisch liegende Zähne wie die Weisheitszähne, ein unverzichtbares Hilfsmittel zur Beurteilung bei der Kariesdiagnostik. Moderne Diagnoseinstrumente nutzen die unterschiedliche Fluoreszenz gesunder und erkrankter Zahnsubstanz. Dabei misst man die durch Karies veränderte Mineralisationsdichte der Zahnhartsubstanz mittels laserinduzierter Fluoreszenz. Es gibt aber noch sehr viele Hilfsmittel zur Kariesdiagnostik wie Durchleuchtung vom Zahn mit einer starken Lichtquelle, Darstellung der Karies mit chemischen Mitteln oder mit Laserlicht, wo man die nach Bestrahlung fluoreszierende Karies sichtbar macht etc. 


PBI Papillen - Blutungs - Index

Der Papillenblutungsindex ist ein Messverfahren zur objektiven Verlaufskontrolle einer entzündlichen Parodontalerkrankung.

Papillenblutungsindex Zahnfleischerkrankung

Es bluten nur entzündete Papillen.

Schwere einer Zahnfleischerkrankung

Der Papillenblutungsindex ist ein Messverfahren PBI Index zur Ermittlung der Verbreitung und Schwere einer Zahnfleischerkrankung, wobei mit einer stumpfen Sonde die Blutungsneigung der Gingiva in den Interdentalräumen geprüft wird.

Schwellungen, Rötungen und Blutungen des Zahnfleisches sind Alarmzeichen für eine Entzündung. Papillenblutungsindex ist das Messverfahren zur möglichst objektiven Verlaufskontrolle einer entzündlichen Parodontalerkrankung. Es wird dabei das Auftreten einer Reizblutung am im Zahnzwischenraum (Interdental papille) nach vorsichtigem Austasten der Zahnfleischfurche mit einer stumpfen Sonde (Druck auf Zahnfleisch) beurteilt. Der Index dient neben der Verlaufskontrolle der Demonstration und Motivation des Patienten im Rahmen der parodontalen Vorbehandlung und Mundhygienekontrolle.

Papillenblutungsindex

Dieser Papillen-Blutungs-Index gibt den Verlauf einer entzündlichen Zahnfleischerkrankung an.

Das Feststellen der Indexzahl beim Papillenblutungsindex ist mit einem einfachen Verfahren zu realisieren und demonstriert dem Zahnpatienten seine Mundhygiene. Beim Papillen- Blutungs- Index (PBI) erfolgt eine schonende Sondierung des Zahnfleischsulkus im Papillenbereich mit einer stumpfen Parodontalsonde. Der Befund wird in ein dafür geeignetes Schema eingetragen. Der Papillenblutungsindex wird berechnet, indem die einzelnen Messwerte addiert und durch die Anzahl der Messpunkte geteilt werden. Dem Patienten kann mit diesem Blutungsindex der Grad der Entzündung leicht deutlich gemacht werden. Man kann sich auch wie beim API auf die Feststellung einer Blutung ohne weitere Einstellung beschränken.

Bewertungsgrade der Papillenblutung:

Grad 0 = keine Blutung
Grad 1 = es tritt nur ein einzelner Blutungspunkt auf
Grad 2 = nach dem Sondieren treten mehrere Blutungspunkte oder ein kleiner Blutfleck auf
Grad 3 = das interdentale Dreieck füllt sich kurz nach der Sondierung mit Blut
Grad 4 = starke Blutung nach Sondierung, Blut fliesst über den Zahn oder Gingiva.


Plaque / Zahnstein

Plaque und Zahnstein gehören untrennbar zusammen, denn Zahnstein ist nichts anderes als verkalkte Plaque

Plaque-Index Approximalraum Zahnstein Zähne

Plaque ist ein fest anhaftender, nicht abspülbarer, bakterieller Zahnbelag.

Plaque-Index Approximalraum

Beim Approximalraum - Plaque - Index (API) nach Lage wird nach Anfängen der Plaque beurteilt, ob Beläge im Approximalraum vorhanden sind oder nicht.

Mit Approximalraum ist der Interdentalraum bzw. der Raum zwischen zwei in Kontakt stehenden benachbarten Zähnen gemeint. Die Entscheidung ob Zahnbeläge im Approximalraum vorhanden sind oder nicht erfolgt mit Ja oder Nein, ohne Beurteilung der Plaqueausdehnung. Da die Entfernung der Plaque im Approximalraum vom Patienten eine besonders gründliche Mundhygiene erfordert, kann die Mitarbeit des Patienten mit diesem Index gut eingeschätzt werden. Die Beurteilung der Approximalraumplaque erfolgt im 1. und 3. Quadrant (Oberkiefer rechts und Unterkiefer links) Oral (zur Mundhöhle) sowie im 2. und 4. Quadrant (Oberkiefer links und Unterkiefer rechts) vestibulär (zum Mundvorhof bzw. zur Backe). Anschliessend wird der prozentuale Plaquebefall errechnet. Dazu wird die Summe der ermittelten Plaquestellen mit 100 multipliziert und anschliessend durch die Anzahl der Messpunkte geteilt.

Approximalraum - Plaque - Index wird bewertet mit:

     - 25% optimale Mundhygiene
  25- 39% gute Mundhygiene, verbessern ist möglich
  40- 69% mässige Mundhygiene, verbesserungsbedürftig
70- 100% unzureichende Mundhygiene

Im Rahmen der Individualprophylaxe wird ein API- Wert von 35% und weniger angestrebt.


Plaque Befall

Um Plaque-Beläge sichtbar zu machen wird in der Zahnarztpraxis eine Lösung oder ein Gel mit einem Wattepellet auf die Zähne und den Gingivalrand aufgetragen.

Plaqueindex Plaqueindizes Plaquebefall Zähne

Um die Plaque sichtbar zu machen werden Färbemittel in Tablettenform oder als Lösung, angewendet, wobei alte Plaque (dunkel) von junger Plaque (hell) unterschieden werden kann.

Zahnbelag, ein Plaquebefall

Als Plaque wird in der Medizin eine fleckförmige Struktur resp. Veränderung bezeichnet, in der Zahnmedizin ist mit Plaque meist die Zahn-Plaque gemeint.

Bei der Zahn-Plaque handelt es sich um einen klebrigen, weisslichen Belag aus Bakterien und Zucker, der sich kontinuierlich auf den Zähnen bildet. Als Zahnbelag oder Plaque bezeichnet man den Belag auf den Zähnen, der sich aus Speichel, Bakterien, Nahrungsbestandteilen sowie Stoffwechselbestandteilen zusammengesetzt ist. Die Plaque ist vielfach unsichtbar und meist an schwer zugänglichen Bereichen der Zähne als Zahnbelag abgelagert bzw. es ist ein Biofilm auf den Zähnen. Die Zahnplaque ist ein flächiger Belag auf dem Zahn, die sehr viele Bakterien der Mundflora enthalten. Zahnbelag (Plaque) besteht aus verschiedenen, komplex aufgebauten Schichten und enthält Eiweisse, Kohlenhydrate, Phosphate und Mikroorganismen. Beim Zahnbelag (Plaque) bildet sich zunächst auf der Zahnoberfläche oder auch auf dem Zahnersatz wie Zahnfüllungen ein Niederschlag aus Speicheleiweiss und Epithelabschilferungen (Pellicle) und bildet so innerhalb von ca. 30 Minuten eine dünne Schutzschicht, wo sich die Bakterien binden können, die zur normalen Mundflora gehören. Diese Mikroorganismen haben an ihrer Zellwand spezielle Rezeptoren, die eine Bindung ermöglichen, dass sie nicht in den Magen gespült werden. Wenn dieser Vorgang ungestört verlaufen kann, siedeln sich auf jeder Bakterienschicht neue Mikroorganismen an und vermehren sich. Die Bakterien ernähren sich durch Bestandteile der Nahrung in Besonderen vom Zucker und des Speichels. Zwischen den Bakterien bildet sich eine Matrix aus Eiweiss und Kohlenhydraten, die als Nahrungsreserve dient und die Schicht mechanisch verstärkt. Die Plaque setzt sich anfänglich meist zuerst am Zahnfleischrand und in den Zahnzwischenräumen ab und bedeckt später die ganze Zahnoberfläche. Die Plaque stellt die Hauptursache für Karies und Zahnfleischerkrankungen dar und kann sich zu Zahnstein verhärten, wenn sie nicht täglich entfernt wird.

Zahnbelag

Zahnbelag besteht zu einem grossen Teil aus Bakterienkolonien.

Auf Zähnen und Zunge kleben Bakterien sie sich ungehindert vermehren, wenn sie nicht weggeputzt werden. Damit entsteht zuerst ein Zahnbelag und später Zahnstein entsteht.

Bakterien Zahnbelag Plaque Bakterienkolonien

Zahnbelag besteht aus Plaque und Zahnstein, denn Zahnstein ist nichts anderes als verkalkte Plaque.

Plaque Index

Ein Plaqueindex erfasst den Plaquebefall und seine Verteilung im Gebiss.

Der Plaque-Index ermittelt die Menge an abgelagertem Plaque, die sich auf gründlich gereinigten Zähnen nach 24 Stunden befindet. Plaqueindizes ist ein Mass für die Sauberkeit vom Gebiss und hilft, Problemzonen zu erkennen. Beim Plaqueindex wird die Menge an abgelagertem Plaque ermittelt, die sich auf gründlich gereinigten Zähnen nach 24 Stunden befinden, ohne dass während dieser Zeit Zahnpflegemassnahmen getroffen werden. Der Plaqueindex wird in sechs Stufen von 0 bis 5 eingeteilt. Um die Plaque sichtbar zu machen, werden häufig Plaquefärbemittel verwendet, die in Form von Kautabletten, imprägnierten Färbestäbchen, Pellets, Flüssigkeiten und Gelees angeboten werden. Sie enthalten Farbstoffe, wie zum Beispiel Erythrosin oder Fluoreszenzfarbstoffe. Wendet der Patient Tabletten oder Lösungen zur Belagfeststellung selbst an, so muss er den Farbstoff ca. 1 Minute lang im Mund durch kräftiges Umspülen verteilen. Dabei wird nicht nur der Zahnbelag angefärbt, sondern auch die Mundschleimhaut vor allem im Bereich von Zunge, Wange und Lippen. Um Beläge sichtbar zu machen wird in der Zahnarztpraxis eine Lösung oder ein Gel mit einem Wattepellet auf die Zähne und den Gingivalrand aufgetragen.


Zahnarzt Recall

Recall beim Zahnarzt Zähnen Zahnfleisch Zahn

Unter Zahnarzt - Recall versteht man den regelmässigen Besuch beim Zahnarzt oder der Dentalhygienikerin bzw. Recall beim Zahnarzt bedeutet Erinnerung.

Das Recall-Angebot ist ein Service, der Sie daran erinnert den regelmässigen Dentalhygiene-Besuch oder Zahnarztbesuch nicht zu vergessen. Sinn vom Recall ist es, Frühschäden an Zähnen und Zahnfleisch zu erkennen, um mit präventiven Massnahmen entgegenzuwirken. Wenn eine Karies im Frühstadium nicht behandelt wird, kann dies Folgen haben. Das Recall beim Zahnarzt kann Mobiltelefon per SMS, Mailbox per E-Mail, per Telefon oder Brief per Post erfolgen. Karies im Frühstadium können somit im Röntgenbild erkannt und Defekte durch eine konsequente Anwendung der präventiven Massnahmen an der weiteren Ausbreitung gehindert werden. Im Recall-Verfahren werden z.B. Zähne professionell gereinigt, Füllungen und Zahnersatz werden kontrolliert und die täglichen Mundpflege besprochen. Total Recall bedeutet, totale Erinnerung. 

Mundhygiene

Mundhygiene

Eine professionelle Mundpflege sollte in gewissen Abständen beim Zahnarzt durchgeführt werden, denn eine gute Mundhygiene kann helfen, Zähne und Zahnfleisch gesund zu erhalten.

Eine Zahnkaries entsteht meist bei mangelnde Mundhygiene wie auch durch zu viel Süssigkeiten ohne persönliche Mundpflege und Zahnpflege zwischen den Mahlzeiten, doch bei Zahnerkrankungen durch Kariesbakterien spielt der Speichelfluss und die Zusammensetzung von Speichel als Sekret aus den verschiedenen Speicheldrüsen für die natürliche Pflege der Mundhöhle eine wichtige Rolle. Ein zu geringer Speichelfluss hat Auswirkungen auf die Zähne, denn Speichel enthält verschiedene Mineralien und Enzyme, deren Zusammensetzung die Zähne vor Demineralisierung schützen wie auch das Zahnfleisch vor Entzündungen. Unter Demineralisation bzw. Demineralisierung versteht man bei den Zähnen die Entkalkung vom Zahnschmelz durch Säureangriffe, wodurch Zahnkaries entsteht, denn die Entmineralisierung ist eine pathologische Verarmung an anorganischen Mineralanteilen wie Calcium und Phosphat. Wenn der Zahnschmelzmantel als härteste Substanz im menschlichen Körper durch Kariesbakterien zerstört wird, entsteht Zahnkaries (Loch im Zahn), sodass die Zähne durch die Infektionskrankheit bis ins Zahnmark (Pulpa) zerstört werden können, was eine Kariestherapie notwendig macht.

Mundhöhle Mundhygiene Zunge Zähne Plaque

Bei der Mundhygiene kann man zwischen Zahnhygiene, Zungenhygiene und Prothesenhygiene (Zahnersatzhygiene) unterscheiden, wo man durch ein gutes Pflegen der Mundhöhle durch Mundspülung, Zahnpflege mit Zahnpasta und Zahnbürste wie auch durch die Zahnersatzpflege und  Zungenpflege mit der Zungenbürste die Anzahl der Bakterien im Mund reduzieren kann.

Hygiene im Mund

Die Mundhygiene dient zur Vorbeugung von Erkrankungen innerhalb der Mundhöhle sowie der Unterstützung des Therapieerfolges zahnärztlicher Behandlungsmassnahmen.

Bei der Mundhygiene die zur Vorbeugung von Erkrankungen innerhalb der Mundhöhle dient unterscheidet man zwischen Zahnpflege und Zahnersatzpflege. Das Thema Mundhygiene ist breit gefächert, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man Zähne, ZahnersatzZahnfleisch und Zunge optimal pflegen kann. Ziel der persönlichen Mundhygiene ist eine regelmässige und gründliche Reinigung vom Mundraum, denn bei der Mundhygiene gilt, Plaque und Speisereste zu entfernen und die Bakterienzahl möglichst tief zu halten. Zur Mundhygiene gehört die Zahnpflege, Implantatpflege, Prothesenpflege, Zungenpflege und Zahnprophylaxe.

Mundhygiene bei Implantaten

Das Ziel einer sorgfältigen Mundhygiene ist ein gründliches Entfernen von Speiseresten und Plaque, um Karies, Parodontalerkrankungen und Mundgeruch vorzubeugen.

Eine sorgfältige Mundpflege und Mundhygiene spielen bei einem langfristigen Erhalt der Implantate eine bedeutende Rolle, denn Zähne und Zahnersatz wie Zahnimplantate, Zahnprothesen oder Zahnbrücken sollten täglich zweimal geputzt werden. Zahnimplantate und die nebenstehenden Zähne sollten besonders gut gereinigt werden, am besten nach der normalen Zahnpflege mit einer Interdentalbürste oder Superfloss-Garn. Grundsätzlich muss danach gestrebt werden, dass das Zahnfleisch neben den Implantaten wegen Entzündung um das Implantat gesund bleibt, denn mangelnde Implantatpflege kann zu Zahnfleischerkrankungen wie Mucositis und damit zu Periimplantitis führen was Implantatverlust (Implantatlockerung) bedeutet. Als Periimplantitis bezeichnet man die Entzündung vom Implantatbett mit Abbau vom Kieferknochen um das Zahnimplantat, ähnlich einer Parodontitis bei einem Zahn. Nach der Zahnimplantation ist es nicht empfehlenswert, Munddusche in der direkten Nähe vom Zahnimplantat nicht zu benutzen, denn das Deckgewebe um das Implantat kann sich mechanisch lösen. Durch Mundduschen, Sprays und Mundspülungen können grössere Speisereste herausgespült werden, Zähne oder auch Prothesenoberflächen können aber meist nicht ausreichend gesäubert werden. Unterstützung für den Therapieerfolg kann bei Zahnimplantaten nur der Zahnarzt leisten, wozu aber zahnärztlicher Behandlungsmassnahmen notwendig sind. Wenn im Operationsgebiet oder neben den Implantaten Veränderungen ergeben wie Sekretabfluss oder Anschwellungen, sollte man den Zahnarzt aufsuchen, auch wenn keine Zahnschmerzen vorhanden sind, denn dadurch können die Probleme vielfach durch kleine Eingriffe behoben werden, sodass das Zahnimplantat gerettet werden kann.


Zahnhygiene

Wer gesunde Zähne haben möchte, braucht eine gute Mundhygiene und Zahnhygiene bzw. Zahnpflege oder auch Zahnersatzpflege.

Bei der Erhaltung der allgemeinen Gesundheit spielen gesunde Zähne und Zahnfleisch beim Mensch eine wichtige Rolle, da Zusammenhänge zwischen Zähnen, Mundbereich, Kieferbereich und dem gesamten Körper bestehen. Zahnprobleme können zur Belastung im gesamten Organismus führen oder umgekehrt können über Zahnschmerzen verschiedene Störungen im Körper erkannt werden. Zur  Zahnhygiene gehört nebst der Zahnreinigung im Besonderen auch die Zahnfleischpflege und Zahnfleischmassage, das durch das Entfernen von bakteriellem Belag eine zahnerhaltende Massnahme für gesunde Zähne ist, denn eine Erkrankung vom Zahnfleisch (Zahnfleisch-Entzündung) beeinflusst die Zahngesundheit und damit auch den Zahnerhalt. In der Mundflora leben unzählige Bakterien aus rund 300 Gattungen, die sich bei optimaler Feuchtigkeit und warmer Mund-Temperatur gut vermehren können, wenn sie genügend Nährstoffe aus Speiseresten auf der Zunge und in den Zahnzwischenräumen oder auch unter dem Zahnfleisch in den Zahnfleischtaschen finden. Die Bakterien im Mund sind Erreger für Zahnkaries als Zahnerkrankung wie auch die Keime für Zahnfleischerkrankungen verantwortlich sind, die das Leben bei Menschen stark beeinträchtigen können, wenn es durch die Entzündung zu einem Zahnverlust oder bei einem Zahnimplantat zu einem Implantatverlust (Periimplantitis) kommt.

Die Zahnhygiene wird von einem Zahnarzt oder einer Dentalhygienikerin (Zahnhygienikerin) kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert.

Zahnhygiene Zähneputzen Zahnreinigung Zähne

Für die Zahnhygiene sind Zahnbürste und Zahnpasta und Zahnseide sowie Zwischenraumbürstchen oder auch eine Munddusche (Wasserstrahlgerät) für eine gute Zahnpflege notwendig, damit das Entfernen von bakteriellem Belag und Essensresten erreicht wird.

Zahnhygiene-Pflege und Zahnhygiene-Produkte

Unsere Zähne benötigen eine regelmässige Zahnhygiene-Pflege, wozu auch das Zähneputzen und die professionelle Zahnreinigung als Zahnprophylaxe beim Zahnarzt gehören, um die hart gewordenen Plaque (Zahnstein) zu entfernen.

Um die Zahngesundheit aufrechterhalten zu können, ist die Zahnhygiene-Pflege und Zahnfleischpflege sowie die Zungenpflege in jedem Alter wichtig, damit der Bakterienfilm weggeputzt und der Bakterien-Biotop im Zungenbelag mit der Zungenbürste in Schach gehalten werden kann. Die harte Zahnsubstanz besteht im Bereich der anatomischen Zahnkrone aus zwei Schichten, dem Zahnschmelz als oberste Zahnschutzschicht und dem darunter liegenden Zahnbein (Dentin), der das Nervengewebe schützt. Die Zahnhartsubstanz bzw. der Zahnschmelzmantel ist eine schützende Zahnoberfläche, die Zahnschäden bzw. „Erosionen“ bei Milchzähnen und Dauerzähnen verhindern kann, wenn eine Zahnhygiene-Pflege durch den Speichel als natürliche Pflege der Mundhöhle oder die menschliche Zahnhygiene-Pflege erfolgt. Der Speichel aus den Speicheldrüsen hat eine wichtige Speichelfunktion für Zähne, so die Spülfunktion und die Pufferkapazität sowie die Remineralisation vom Zahnschmelz als Schutzwirkung gegen Karies. Ohne Zahnhygiene wächst der Zahnstein auf der Zahnkrone und die Essensreste fördern Karies sowie Paradontitis als entzündlicher Vorgang innerhalb vom Zahnhalteapparat. Die unentbehrlichen Zähne sollten darum Täglich nach jeder Mahlzeit intensiv geputzt werden, so besonders bei Mundtrockenheit, wenn für die natürliche Reinigung der Zähne bzw. Zahnhygiene zu wenig Mundspeichel vorhanden ist. Intensiv bedeutet mindestens zwei Minuten, damit die in der Zahnpasta enthaltenen Wirkstoffe bzw. Inhaltsstoffe bzw. ihre Wirkung entfalten können. Für die Zahnhygiene gibt es viele verschiedene Zahnhygiene-Produkte, denn zur Zahnreinigung gehört auch die Säuberung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide und Interdentalbürste. Nebst der Zahnhygiene gibt es bei der Mundhygiene auch die Zungenhygiene, wozu der Zungenschaber notwendig ist. Die Zahnreinigung sollte nach säurehaltigen Nahrungen (Obstsäfte, Äpfel etc.) nicht sofort erfolgen, doch mit dem Zähneputzen nach Fruchtsäuren etwas abzuwarten, wird nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprochen oder wird nicht generell empfohlen, mit dem Zähneputzen zu warten. Auf das Zähneputzen nach dem Erbrechen sollte jedoch wegen der Magensäure nicht sofort erfolgen, das sofortige spülen vom Mund ist angebracht, nicht jedoch eine sofortige mechanische Reinigung der Zähne, das den Zahnschmelz angreift und das Zahnfleisch reizt. Bei Zahnersatz wie bei Zahnbrücken, Zahnprothesen oder Zahnimplantaten  und Zahnspangen etc. ist eine gute Zahnhygiene und Mundhygiene besonders wichtig.


Professionelle Dentalhygiene

Unter professioneller Dentalhygiene versteht man die professionelle Zahnreinigung als Zahnprophylaxe beim Zahnarzt.

Als Dentalhygiene bezeichnet man beim menschlichen Gebiss meist eine professionelle Zahnreinigung bzw. das Entfernen von Zahnstein beim Zahnarzt, wo eine Gebiss-Kontrolle erfolgt. Bei der Kontrolle vom Zahngebiss handelt es sich um eine Überprüfung der Gebisspflege und wirksame Früherkennung von Zahnfleischerkrankungen durch Kariesbakterien (Zahnfäule) und Zahnfleischerkrankungen (Parodontopathien), das die häufigste Ursache für Zahnverlust ist. Im menschlichen Gebiss ist eine professionelle Zahnreinigung und Zahnfleischpflege beim Zahnarzt wichtig, denn die Zähne in der Mundhöhle werden zum Beissen, Kauen und Sprechen gebraucht. Bei Menschen wird die Gesamtheit aller Zähne in der Zahnreihe als Gebiss bezeichnet, wo die Zahnarten und Zahngruppen in der Zahnbogenform im Oberkiefer und Unterkiefer als Hauptfunktion der Nahrungszerkleinerung und der Lautbildung dienen, sei es das Milchgebiss (Kindergebiss), Wechselgebiss oder das Dauergebiss bzw. Erwachsenengebiss als "bleibendes Gebiss", wo die Dentalhygiene und das Pflegen der Mundhöhle wichtig ist. Die professionelle Zahnreinigung (PZR) ist bei der Dentalhygiene-Sitzung eine prophylaktische Massnahme, wo an der Zahnoberfläche und in Zahnzwischenräumen weiche und harte Zahnbeläge gelöst und entfernt werden.

Professionelle Dentalhygiene bedeutet Zahnhygiene beim Zahnarzt oder Dentalhygieniker (Zahnhygieniker), was zur Kategorie der medizinisch-therapeutischen Berufe zählt.

Zahnreinigung Professionelle Dentalhygiene Zahn

Für die Dentalhygiene können Dentalhygienikerinnen und Dentalhygieniker einen guten Dienst bis ins hohe Alter leisten.

Dentalhygiene für Kinder und Erwachsene

Schöne und gesunde Zähne sowie ein gesundes Zahnfleisch ergibt ein Vitales Aussehen.

Eine gute Mundhygiene ist bei Menschen aus ästhetischen Gründen wichtig, jedoch unverzichtbar um die Gesundheit vom Gebiss mit dem Zahnfleisch und den Zähnen dauerhaft erhalten zu können. Die professionelle Reinigung der Zähne wird beim Zahnarzt als Dentalhygiene oder Zahnprophylaxe bezeichnet, so das Entfernen von Zahnstein wie auch die Therapie von Zahnhalteapparat-Erkrankungen. Eine professionelle Mundhygiene kann bei diesem Anspruch auf schöne Zähne und gesundes Zahnfleisch helfen, denn je früher man damit beginnt und je regelmässiger man die Dentalhygienesitzung besucht, umso grösser ist die Chance, Zahnerkrankungen und Parodontopathien (Erkrankungen vom Zahnhalteapparat) sowie den damit verbundenen Eingriffe und Zahnarztkosten zu umgehen. Auch können damit weitere Allgemeinerkrankungen vermieden werden, denn kranke Zähne können den Körper krank machen bzw. es können Krankheiten durch Zähne resp. durch Zahnherde und Zahnstörfelder entstehen. Es ist bekannt, dass Zahnerkrankungen und Parodontalerkrankungen (Zahnbetterkrankungen) an entferntliegenden Stellen vom Körper verschiedene Störungen auslösen und unterhalten können, womit sich die "Ganzheitliche Zahnmedizin" beschäftigt, so mit den Zusammenhängen zwischen Zähnen, Mundbereich, Kieferbereich und dem ganzen Körper. Anlässlich der Dentalhygiene-Sitzung wird, nebst der professionellen Zahnreinigung, die persönliche Mundhygiene kontrolliert und gegebenenfalls durch individuelle Instruktionen optimiert. Durch die professionelle Dentalhygiene kann eine Zahnbehandlung vielfach vermieden werden. Eine ausreichende Mundpflege, Zahnfleischpflege, Zungenpflege und Zahnhygiene zur Aufrechterhaltung der Mundflora (Gesamtheit der Mikroorganismen) und die Reduktion von Bakterien resp. bakteriellen Aktivitäten durch Bakterien, Viren und Pilze im Mund, ist grundsätzlich die beste Vorbeugung (Prophylaxe) gegen Herpes und Stomatitis als Entzündung der Mundschleimhaut, Milchzahnkaries und Zahnkaries bei Erwachsenen, damit eine Kariestherapie wie auch eine Zahnfleischbehandlung oder ein späterer Zahnverlust (Zahnausfall) vermieden werden.


Feinde der Mundgesundheit

Die grössten Feinde der Mundgesundheit sind Bakterien, Viren und Pilze im Mund, wenn diese die Mundflora aus dem Gleichgewicht bringen.

Bakterien die sich von Speiseresten und besonders von Zucker (Kohlenhydrate) ernähren, können sich in der warmfeuchten Mundhöhle in Zahnzwischenräumen und auf der Zunge im Zungenbelag wie auch unter dem Zahnfleisch als Teil der Mundschleimhaut gut vermehren. Mundbakterien sind der grösste Feind für die Zähne und das Zahnfleisch. Feinde der Mundgesundheit sind besonders auch Magensäuren und Lebensmittelsäuren, denn Säuren wie die Magensäure greifen den Zahnschmelz an und können somit die Zähne durch Karies schädigen wie auch das Zahnfleisch reizen. Da im Kampf gegen Zahnkaries und entzündliche Parodontalerkrankungen wie Gingivitis und Parodontitis eine häusliche Zahnpflege und Mundhygiene gegen  bakterielle Beläge nicht genügt, ist eine professionelle Zahnreinigung mit dem Entfernen von Zahnstein als Zahnprophylaxe und Kontrolle beim Zahnarzt notwendig. Zahnstein als Zahnhartbelag entsteht aus der weichen Plaque als Biofilm auf den Zähnen und besteht aus verkalktem Zahnbelag der gelblich bis bräunlich eingefärbt und verhärtet ist. Der klebriger bakterielle Zahnbelag wird als Plaque oder Plaquebelag bezeichnet und besteht aus Speichel, Bakterien und Speiseresten und wegen den kariesverursachenden Bakterien als grösster Feind der Zähne gilt.

 Feinde Mundgesundheit Erbrechen Zähne Säure

Gegen Zahnkaries gibt es keine Medikamente oder Impfungen, bei Kleinkern können aber Fluoridtabletten durch den Zahnarzt verabreicht werden, was als Fluoridprophylaxe bezeichnet wird. Fluorid erhöht die Widerstandsfähigkeit vom Zahnschmelz gegenüber Säuren und beschleunigt die Remineralisation der angegriffenen Zahnoberfläche bzw. der Zahnbeschichtung als oberste Schicht vom Zahn. Refluxbedingte Erosionen sind bei Kindern und Erwachsenen eine Gefahr, die durch Zahnerosionen mit Abrasion einen Zahnhartsubstanzverlust durch chemische Prozesse ohne Beteiligung von Mikroorganismen verursachen können.

Magensäure im Mund ist ein Feind für Zähne und Zahnfleisch

Magensäure gelangt in den Mundraum beim Aufstossen oder beim Erbrechen.

Magensäure durch säurehaltige Getränke wie Fruchtsäfte oder Softdrinks können bei kleinen Kindern die Milchzähne schädigen, wie auch bei Erwachsenen die bleibenden Zähne. Damit keine Zahnschäden entstehen oder noch grösser werden, sollte man bei Magensäuren im Mund das Zähneputzen im Milchgebiss (Kindergebiss), Wechselgebiss und Dauergebiss unterlassen und eine Zahnpflege erst später durchführen. "Zähneputzen mit Magensäure" im Mund verträgt sich nicht, da die Magensäure den Zahnschmelz und das Zahnfleisch angreift bzw. die Säure im Mund ein Feind der Zahngesundheit ist. Auch ein rabiates Zähneputzen nach Fruchtsäuren ohne Zahnpasta sollte man wegen den Säureschäden unterlassen. Nach dem sauren Aufstossen oder nach dem Erbrechen sollte man nicht sofort zuerst die Zähne putzen oder das Zähneputzen übertreiben, sondern mit Wasser spülen oder zahnfreundlichen Kaugummi kauen, damit eine natürliche Pflege der Mundhöhle und der Zähne durch Mundspeichel bzw. durch die Speichelfunktion erfolgen kann, wenn die Speicheldrüsen durch das Kauen angeregt werden. Speichel als Sekret wirkt neutralisierend und kann frische Zahnschäden reparieren, denn der Speichel enthält Mineralbestandteile und spült die Zähne, hemmt das Wachstum von Bakterien, beschleunigt die Wundheilung und schützt das Gewebe im Mundraum. Beim Zahnarzt können auch die Fissuren vorbeugend mit einem speziellen Kunststoff gegen Fissurenkaries versiegelt werden, denn bevorzugte Stellen der Karies sind die tiefen Grübchen, die Fissuren der Kauflächen und die Kontaktpunkte zweier benachbarter Zähne. Karies wird auch als Zahnfäule genannt und ist ein langsam fortschreitender Prozess der Zerstörung von der Zahnhartsubstanz. Der zerstörerische Prozess wird eingeleitet mit einer Anheftung von Bakterien an der Zahnoberfläche und führt bei unbehandelte Karies zur schmerzhaften Zerstörung vom Zahnmark, dass die Zahnnerven enthalten. Zahnnerv ist der umgangssprachliche Begriff für das Zahnmark, welches in der Fachsprache auch Pulpa genannt wird und Pulpitis ist eine "Entzündung der Zahnnerven".

Zähne und Magensäure

Magensäure und Lebensmittelsäuren greifen den Zahnschmelz der Zähne an.

Durch Säure angegriffener Zahnschmelz bzw. angefressene Zähne können extrem temperaturempfindlich sein und bei der Bildung von Zahnkaries starke Zahnschmerzen bzw. durch die Reizung der Zahnnerven (Zahnnervengewebe) in der Nervenhöhle Karies-Zahnschmerzen verursachen. Karies ist eine Infektionskrankheit im Mund und wird ausgelöst durch Bakterien, die sich auf den Zähnen ansiedeln. Mit ihren sauren Stoffwechselprodukten schädigen Bakterien nach und nach den Zahnschmelz. Stark angefressene Zähne durch Säure können sich nicht mehr regenerieren, so dass sie zerfallen können. Zahnerosionen entstehen durch mechanische Abnutzung nach vorausgegangener Aufweichung der Zahnhartsubstanz durch Säure von Nahrungsmitteln oder aus dem Magen. Als Prophylaxe empfiehlt der Zahnarzt das regelmässige Auftragen von Fluoridgel oder und zugleich Spülungen mit einer Fluoridlösung. Der Zahnarzt kann aber eine Schadensbegrenzung erreichen mit Lack und Versiegelungsmaterialien oder bei sehr grossem Zahnsubstanzverlust, ein Aufbau mit einem speziellen Präparat machen.


Feinde der Zähne

Feinde der Zähne ist die Säure von Getränken und Lebensmitteln sowie Magensäure, die den Zahnschmelz angreifen und die Zähne durch Karies schädigen können.

Ein grosser Feind der Zähne sind die zerstörenden Kariesbakterien als Milchsäurebildner, die Zucker, Stärke und Zellulose als Nahrungsgrundlage brauchen, um daraus Säure zu produzieren, was zu Erosionen vom Zahngebiss beitragen kann. Karies ist ein langsam fortschreitender Prozess der Zerstörung der Zahnhartsubstanz und wird als Zahnerkrankung vielfach als Zahnfäule, kariöse Läsion oder als Zahnloch bezeichnet. Krankheiten durch kranke Zähne und Mundbakterien sind keine Seltenheit, denn "Zahnherde als Zahnstörfelder", denn Zahnherde als Zahnstörfelder sind Entzündungsherde die chronische Belastungen aus dem Zahnbereich, Mundbereich und Kieferbereich verursachen können.

Feinde Mundgesundheit Karies Parodontitis

Der Zahnschmelzmantel vom Zahn kann als äussere Zahnbeschichtung durch Magensäure nach Reflux (Aufstossen) oder Erbrechen sowie durch Lebensmittelsäuren stark angegriffen werden, so dass sich die Zähne durch eine Remineralisation (Wiedereinlagerung von Mineralien in den Zahnschmelz) nicht mehr regenerieren können.

Karies und Parodontitis

Karies sowie Parodontitis sind die grössten Feinde der Mundgesundheit und werden durch kariesverursachende Bakterien gebildet, die sich in der Mundhöhle natürlicherweise befinden.

Die kariesverursachenden Bakterien verwerten zuckerhaltige Lebensmittel und produzieren daraus Säure die den Zahnschmelz angreifen, denn Kariesbakterien als Karieserreger sind Milchsäurebildner. Als Folge häufiger und lang andauernder Säureattacken entsteht Karies (Loch im Zahn). Andere Bakterien die sich auf den Zähnen als Zahnbelag befinden, können ebenso wie im Zahnstein, die Entstehung einer Parodontitis als entzündliche Parodontalerkrankung fördern. Das Zahnfleisch wird durch die Beläge gereizt und reagiert mit einer Zahnfleischentzündung, die sich ausbreiten kann und zu Zahnfleischbluten, Rückgang vom Zahnfleisch (Zahnfleischschwund), Lockerung der Zähne bis hin zu Zahnverlust führen kann. Bakterien, die auf der Zunge leben und sich vermehren, bilden einen Biofilm, der als Zungenbelag bezeichnet wird. Auf der rauen Zunge leben die meisten Bakterien im Mundraum, da sie durch die Feuchtigkeit und Wärme ein optimales Klima vorfinden und sich rasch vermehren können. 90 % der Bakterien sind im hinteren Drittel der Zunge auf dem Zungenbelag zu finden. Die Reinigung der Zungenoberfläche ergibt eine Verminderung der Anzahl Bakterien und somit eine Verbesserung der Mundhygiene. Ein Mundgeruch bzw. Atemgeruch kann häufig durch die Zungenpflege reduziert oder ganz vermieden werden, denn die Ursache von Mundgeruch sind meist Bakterien im Mundraum, die eine Entzündung der Mundschleimhaut auslösen..

Feinde der Zähne sind Lebensmittelsäuren und besonders Magensäure

Feind der Zähne sind alle Säuren die aus den Lebensmitteln stammen oder durch Reflux oder Erbrechen aus dem Magen kommen.

Auch wenn Zahnschmelz eine grosse Härte aufweist, reagieren Zähne sehr empfindlich auf Säureeinwirkung, denn Säure löst Mineralien aus der Zahnoberfläche und macht die Zahnoberfläche weicher, sodass ein Abbau von Zahnschmelz erfolgen kann was als Zahnerosion oder Säureerosion bezeichnet wird.

Dentallaser Zahnarzt-Laser

Der Dentallaser (Zahnarzt-Laser) ist ein Laser, der beim Zahnarzt bei der Zahnbehandlung eingesetzt wird und für unterschiedliche Verfahren eingesetzt wird, so bei der Laserbehandlung von Karies. Bei der Wurzelbehandlung bzw. Behandlung im Inneren vom Zahn bei Entzündungen vom Zahnmark, stellt der Zahnarzt-Laser eine der gängigen Behandlung dar, Bakterien werden abgetötet und Entzündungsherde bekämpft. Beim Dental-Laser handelt es sich bei Zahnbehandlungen um gebündeltes, energiereiches Licht, denn der Laser setzt einen hoch gebündelten energiereichen Lichtstrahl in Impulsen frei.